Mehrsprachigkeit und Auslandserfahrung sind keine Frage des Geldes (mehr) – GlobalNatives.Org hilft

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Ob für organisierten Schüleraustausch, internationale Praktika oder Auslandssemester: Eltern, die ihren Kindern internationale Erfahrungen ermöglichen möchten, müssen oft tief in die Tasche greifen. Dabei gibt einen Weg, dem Nachwuchs Bildungschancen über Grenzen hinweg zu ermöglichen, den sich im Prinzip alle leisten können – auf Gegenseitigkeit. Familien aus 61 Ländern weltweit kooperieren bei GlobalNatives.Org, ihre Kinder nützen diese internationalen Partnerschaften bei gegenseitigen Besuchen und online während des Schuljahres. Seit nunmehr zehn Jahren besteht das Netzwerk, das am kommenden Montag, dem 12. August, den Internationalen Tag der Jugend gebührend feiert.

Familien aus 61 Ländern weltweit kooperieren bei GlobalNatives.Org. Foto: Shutterstock

Ein Beispiel: Ihre älteste Tochter ist sprachbegabt, liebt Französisch und möchte eines Tages an der Sorbonne studieren. Da kommt die Möglichkeit, eine nette Familie in Paris mit gleichaltrigen Kindern kennen zu lernen, zum richtigen Zeitpunkt. Einige Jahre später: Eltern und Kinder waren regelmäßig in Kontakt. ​​Man kennt sich mittlerweile gut und kann auf eine sichere zweite Heimat vertrauen, wenn die Tochter nach Paris zum Studium geht. Umgekehrt funktioniert das natürlich auch. Sie nehmen zum Beispiel die Kinder Ihrer französischen Freunde  im Sommer mit in den Urlaub. Das ist eine echte Hilfe für Ihre Pariser Partner, die sich im Hochsommer aus beruflichen Gründen keinen Urlaub nehmen können und alle Kinder profitieren sprachlich.

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Sprachferien, Bildungsreisen, Auslandsjahre – einfach tauschen

Zusammengekommen sind die Familien über die Plattform GlobalNatives.Org. Der gehören insgesamt mehr als 1,3 Millionen Familien an (in Deutschland aktuell rund 173.000). Rund die Hälfte der Mitglieder sind Europäer, viele stammen aus Kanada, den USA, Australien, Neuseeland, Südafrika, Lateinamerika. Die stärksten Wachstumsraten verzeichnet derzeit der Ferne Osten; besonders Hong Kong, Singapur und die großen Metropolen Chinas und Japans sind an europäischen Partnerschaften interessiert. Sie alle „tauschen“ Sprachferien, Kultur- und Bildungsreisen, Auslandsjahre und Berufspraktika – stets in Gegenseitigkeit, stets maßgeschneidert auf den jeweiligen Bedarf.

Die Kontakte helfen auch im Alltag zu Hause, aus Fremdsprachen „Freundsprachen“ zu machen: ob Partner gemeinsam online spielen und chatten, Hausaufgaben gegenchecken, Vokabeln in einen verständlichen Kontext stellen, Schulprojekte zu Kooperationen machen oder Musiktexte und Bücher austauschen.

Koordiniert wird das Netzwerk von London aus. In der Londoner Zentrale arbeiten zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; darüber hinaus sind weltweit mehr als 180 Betreuerinnen und Betreuer im Einsatz, die in sprachlichen, rechtlichen und organisatorischen Belangen unterstützen.

Kinder sollen zu Weltbürgern erzogen werden

Die Plattform der Global Natives ist aktuell in 61 Ländern aktiv, sie ist unabhängig und finanziert sich ausschließlich über die Beiträge ihrer Mitglieder (€ 216,- pro Jahr und Familie), von denen 50 Prozent als Stipendien und Reisekostenzuschüsse zurück in die Community fließen. Die Mitgliedschaft erfordert unter anderem Verifizierung der Identität und ein klares Bekenntnis zu den gemeinschaftlichen Werten. Die sind auf Mehrsprachigkeit, kulturelle Vielfalt und globale Verantwortung ausgelegt, kurz: Kinder sollen zu Weltbürgern erzogen werden.

Alan Ashton, Leiter der Londoner Zentrale, erklärt: „Internationale Familienpartnerschaften vervielfachen die Chancen für junge Menschen. Wir fördern und bilden damit eine Generation neuer Weltbürger, die das meteorologische, gesellschaftliche und politische Klima der Zukunft kompetent beeinflussen wird. Diese jungen Leute haben das Werkzeug dazu – und den Rückhalt einer weltweiten Gemeinschaft.“

www.globalnatives.info

 

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