GEW zur Maskenpflicht im Unterricht: Hilfloser Versuch, Regelbetrieb durchzusetzen

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DÜSSELDORF. Maskenpflicht in der Schule? Das hängt momentan vom Wohnort ab. In Nordrhein-Westfalen gilt sie für Schüler an weiterführenden Schulen sogar während des Unterrichts. Auch in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wird jetzt noch mal überlegt. In NRW selbst rätseln Eltern und Lehrer, was den plötzlichen Schwenk von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) verursacht haben könnte. Noch vor wenigen Tagen habe sie eine Maskenpflicht an Schulen kategorisch ausgeschlossen, hieß es. Die GEW hält die Maßnahme für „pädagogisch unsinnig“.

Müssen Schüler eine Maske in der Schule tragen – und, wenn ja, wo genau? Dazu gibt es in den Ländern unterschiedliche Regelungen. Foto: Shutterstock

Nordrhein-Westfalen führt eine Maskenpflicht an Schulen ein – an weiterführenden und berufsbildenden Schulen auch im Unterricht. Damit gibt das einwohnerstärkste Bundesland in diesem Bereich nun die strengsten Regeln vor. Nachdem Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sich am Wochenende für eine Maskenpflicht ausgesprochen hatte, ist die Debatte in mehreren Ländern in vollem Gange. Auch Niedersachsen, Berlin, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hamburg haben – zum Teil bereits zuvor – angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen bzw. beizubehalten. Sie soll dort jedoch nicht im Unterricht gelten.

Gebauer: Wer keine Maske tragen will, kann von der Schule fliegen

Wenn Schüler in NRW dauerhaft gegen die neue Maskenpflicht verstoßen, können sie auch von der Schule verwiesen werden. Darauf hat Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) heute in einem WDR2-Interview hingewiesen. Gebauer sagte dem Sender: «Wenn sich Schülerinnen und Schüler konstant nicht – weder im Unterricht noch auf den anderen Flächen – daran halten, kann das auch mit einem Verweis von der Schule beziehungsweise einem vorübergehenden einhergehen.»

Gebauer verwies darauf, dass die Maske aus «pädagogisch sinnvollen Gründen» auch zwischendurch abgenommen werden könne. Auch aus medizinischen Gründen. So sei ihr bewusst, dass ein Mund-Nasen-Schutz bei heißem Wetter eine besondere Beeinträchtigung sei. Gebauer verteidigte die Maskenpflicht dennoch: Das derzeitige Infektionsgeschehen in NRW mache sie alternativlos.

Eltern zeigen sich über die Maskenpflicht im Unterricht irritiert

Die Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW zeigte sich von der plötzlichen Entscheidung irritiert. Es sei nicht mal eine Woche her, dass die Ministerin und ihr Staatssekretär vier Stunden lang den versammelten Vertretern der schulpolitischen Verbände und Gewerkschaften ihre Vorstellung vom Schuljahr 2020/21 unter dem Vorzeichen der Corona-Pandemie vorgestellt hätten, berichtet Vorsitzender Ralf Radke.

„In der anschließenden Diskussion wurden alle Bedenken und alle Stimmen für einen strengeren Infektionsschutz beiseite gewischt, um das erklärte Ziel der Wiederaufnahme des Regelunterrichtes zum Schuljahresbeginn sicherzustellen.“ Auch wenn die Infektionslage sich zuspitze. „Eine klare Aussage des Abends von Frau Ministerin Gebauer war, dass es keine Maskenpflicht in den Unterrichts- und Fachräumen geben wird. Nun tritt die gleiche Bildungsministerin vor die Presse und verkündet vollmundig eine Maskenpflicht für ältere Schüler*innen auch in den Klassenräumen während des Unterrichts.“

Der Elternvertreter fragt: „Was hat sich Dramatisches und vor allem Unerwartbares innerhalb dieser drei Werktage in NRW ereignet, das die Ministerin zu so einem überraschendem Schwenk zwingt?“

Niedersachsen: Maskenpflicht im Unterricht ist übertrieben

Niedersachsen hält die von Nordrhein-Westfalen eingeführte Maskenpflicht auch während des Unterrichts an weiterführenden Schulen und Berufsschulen dagegen momentan für übertrieben. Das Land starte nach den Sommerferien an den Schulen einen eingeschränkten Regelbetrieb mit möglichst festen Lerngruppen, sagte Kultusstaatssekretärin Gaby Willamowius am Dienstag in Hannover. Angesichts der derzeit niedrigen Infektionszahlen in Niedersachsen sei das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung während der gesamten Unterrichtszeit in einer solchen Lerngruppe nicht verhältnismäßig.

Allerdings werde mit Beginn des nächsten Schuljahres an Niedersachsens Schulen das Tragen einer Maske außerhalb des Unterrichts in bestimmten Situationen, etwa auf den Gängen, verpflichtend, sagte die Staatssekretärin. Die Entwicklung der Infektionszahlen werde weiter sehr genau im Blick behalten, gegebenenfalls würden die Regelungen angepasst.

Ähnlich verläuft die Linie in Rheinland-Pfalz: Nach der Einführung einer Maskenpflicht in Klassenzimmern in Nordrhein-Westfalen sagte am Dienstag ein Sprecher des Bildungsministeriums in Mainz: «Es gilt weiter, dass wir – unter Beachtung von Hygienemaßnahmen – zum Regelbetrieb zurückkehren wollen, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt. Das Recht auf Bildung und das Recht, Schule als Ort des Miteinanders zu erleben, sind hohe Güter.» Außerhalb des Unterrichts sei aber an den Schulen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Berlin will derzeit ebenfalls nicht dem Beispiel Nordrhein-Westfalens folgen, eine Maskenpflicht im Unterricht einzuführen. Für den Fall, dass die Infektionszahlen im neuen Schuljahr deutlich steigen sollten, schloss Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) das für die Zukunft aber nicht aus. «Im Moment ist das nicht vorstellbar, weil ich das aus einer pädagogischen Sicht für sehr schwierig finde», sagte sie am Dienstag nach einer Senatssitzung.

Martin denkt laut über eine Maskenpflicht in den Schulen nach

In Mecklenburg-Vorpommern galt am Montag – dem ersten Schultag nach den sechswöchigen Sommerferien – noch keine landesweite Maskenpflicht. Doch nachdem die Debatte ins Rollen gekommen war, schwenkte die Bildungsministerin des Landes, Bettina Martin (SPD), um. Künftig soll nach ihren Worten die Maskenpflicht in weiterführenden Schulen im Schulgebäude, aber nicht im Klassenraum gelten. An Grundschulen soll es demnach weiterhin keine Maskenpflicht geben. Auch Brandenburg plant angesichts der aktuellen Lage eine Maskenpflicht in den weiterführenden Schulen außerhalb des Unterrichts.

Die Bundesregierung begrüßt die Pläne der Bundesländer, in der Schule mit Beginn des neuen Schuljahrs eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes einzuführen. «Eine solche Maskenpflicht klingt nach einer vernünftigen Überlegung», sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. Dies müsse aber eingebettet sein in ein Gesamtkonzept und dafür liege die Zuständigkeit bei den Ländern.

Nach Mecklenburg-Vorpommerns Schulbeginn folgt am Donnerstag Hamburg. Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen starten in der kommenden Woche.

Beckmann: Umsetzung wird zu einer weiteren Aufgabe für die Lehrer

Der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, beklagt, das Maskentragen sei schnell erlassen, die Umsetzung obliege aber wieder den Lehrkräften und werde zu einer weiteren Aufgabe für sie. Hier dürfe sich die Politik nicht zu schnell aus der Affäre ziehen, sagt Beckmann der «Welt» am Montag. Er fordert von der Politik «klare Rahmenvorgaben mit ausreichendem Handlungsspielraum für die Schulleitung vor Ort». Auch müsse es in Ministerien und Behörden klare Ansprechpersonen für Schulleitungen geben.

Auch die GEW zeigt sich kritisch. Die Maskenpflicht im Unterricht sei pädagogisch unsinnig, erklärte NRW-Landesvorsitzende Maike Finnern. „Sie ist ein hilfloser Versuch der Landesregierung, den Regelbetrieb trotz Bedenken durchsetzen zu wollen. Ehrlich wäre das Eingeständnis gewesen, dass das Angebot angepasst werden muss, da das Abstandsgebot auch in Schulen gelten muss.“ News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Robert-Koch-Institut schätzt Infektionsgefahr in vollen Klassen ohne Abstand als hoch ein

 

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25 KOMMENTARE

  1. Wie soll die Maskenpflicht im Regelbetrieb an Schulen im gebundenen Ganztag mit Blick auf den mensabetrieb umgesetzt werden? Essen mit Maske geht ja wohl kaum. Wenn in den Mensen während der Essensaufnahme auf das Tragen der Masken verzichtet werden muss, müssen eben wie Mindestabstände beim Anstehen, bei der Essensausgabe und an den Tischen eingehalten werden, wodurch sich zwangsläufig die Kapazität einer mensa verringert. Folglich müssen die Essenszeiten ausgeweitet werden. Wenn in den Mensen ähnlich wie in Betriebskantinen etwa nur jeder dritte Platz belegt werden kann, dann ist das in den Betriebskantinen möglich, weil eben viele Arbeitnehmer von zuhause aus arbeiten und dort essen. Für Schulmensen bedeutet das aber mindestens eine dreifach so lange Öffnungszeit, um die SuS im Schichtbetrieb zu versorgen. Und dabei ist nicht einmal die Zeit für die Desinfektion zwischen den einzelnen Essenszeiten (Schichten) eingerechnet. Also müssen die Ersten so gegen 10:30 h zum Essen und die Letzten verlassen nach 14:00 h die Mensa. – Oder der Ganztagsunterricht muss wegen der fehlenden Versorgungsmöglichkeit ausgesetzt werden. Hierauf gab es bis jetzt noch überhaupt keine Aussagen.

  2. Kann ich nur gutheißen. Bereits vor den Ferien haben Schüler die Abstandsregeln nicht eingehalten und sind ungekümmert herumgelaufen. Deshalb bleibt die Maskenpflicht als Konsequenz die letzte Maßnahme für die Unbelehrbaren.

  3. Wir sind nach wie vor FÜR die Maskenpflicht im Unterricht. RLP bekräftigt jedoch noch einmal, dass es sie bei uns nicht geben wird.
    So werden wir unser Risiko-Kind weiterhin zu Hause behalten (müssen). Mit Maskenpflicht im Unterricht hätte unser Kind eine Chance gehabt, am Unterricht teizunehmen.
    So ist uns (und dem Kinderarzt) jedoch das Risiko weiterhin zu groß.

    Sicher geht es einigen Kindern so – sie werden systematisch ausgeschlossen.

    • Jetzt mal ernsthaft – Sie haben ein Kind, das einer Risikogruppe angehört? Und Sie lassen es in die Schule gehen, wenn Maskenpflicht herrscht?

      Kann ich nicht verstehen. Eine Maske schützt auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Und eine Maske, die stundenlang getragen wird, schützt irgendwann auch nicht mehr wirklich. Aber dieses Risiko wären Sie sehenden Auges eingegangen?

      Ich dachte, es wäre klar, dass Kinder aus Risikogruppen daheim bleiben und im Distanzunterricht unterrichtet werden? Irgendwie verstehe ich manche Eltern wirklich nicht.

      • „So werden wir unser Risiko-Kind weiterhin zu Hause behalten (müssen).“ 🙁
        Sie Ärmste! Wo es doch so einfach wäre, das Kind in der Schule abzugeben und dort betreuen zu lassen… Dann hat mal endlich mal wieder Zeit für sich!
        Wir würden unseren Sohn gerne von der Schulpflicht befreien lassen, leider geht er in NRW zur Schule. Trotzdem „behalten“ wir ihn auch weiterhin zu Hause (weil uns das Risiko zu groß ist, trotz Masken- aber ohne Abstandspflicht), gehen trotzdem arbeiten und machen das Beste aus dem Distanzunterricht. Und unser Sohn fühlt sich nicht ausgeschlossen!

      • Mit dieser Ansicht kann ein Kind die nächsten Jahre nicht in die Schule gehen, weil das Virus uns noch die nächsten Jahre beschäftigen wird, selbst wenn es einen Impfstoff gibt. (vgl. Masern) Es sei denn das Virus gibt sich selber den Rest, wobei die verwandten Grippe-Viren kommen ja auch immer wieder.
        Irgendwann muss es wieder in die Welt und man kann nur versuchen, dass Risiko so klein wie möglich zu halten. Da hilt halt nur das Gespräch mit der Schule vor Ort. Nur zusammen gibt es eine Lösung.
        Und das Thema mit dem Distanzunterricht für einzelne Schüler, der den Präsenzunterricht gleichwertig ersetzen sollen, ist, so leid es mir für diese Kinder tut, ein Wunschgedanke, der nicht zu erfüllen ist. Das ist erhebliche Mehrarbeit, die auf Dauer in einer Zeit, wo der Lehrermangel immer deutlicher wird, nicht geleistet werden kann, oder halt nur mit deutlichen Einbußen.

        Wie schon gesagt, dass ganze direkt mit der Schule vor Ort klären. Vermutlich gibt es eine organisatorische Möglichkeit, dass zu steuern.

  4. Maskenpflicht in NRW hin oder her – wir werden unseren Sohn am 12.08. nicht in die Schule schicken!!!
    Regelbetrieb in den Schulen ohne Abstand und bei voller Besetzung der Klassenräume halten wir für verantwortungslos – dies haben wir gestern so auch der Frau Kultusministerin Gebauer in einer Email mitgeteilt [wird sie wahrscheinlich eh nicht lesen :-(]

    Es gibt bundesweit kein Konzept, wie das Recht auf Bildung (unserer Kinder) und das Recht auf Unversehrtheit (der Allgemeinheit) in Einklang zu bringen ist. Da macht es sich die Frau Ministerin etwas zu einfach, „Schülerinnen und Schüler grundsätzlich zur Teilnahme am Präsenzunterricht zu verpflichten“ (siehe „Konzept“ des Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW vom 03. August 2020, „Wiederaufnahme eines angepassten Schulbetriebs in Corona-Zeiten zu Beginn des Schuljahres 2020/2021“).
    Dem Recht auf Bildung unserer Kinder hat der Staat Rechnung zu tragen, das Recht auf deren Unversehrtheit einzufordern, ist Aufgabe von uns Eltern!
    Die Gegner der Corona-Schutzverordnung (auch Corona-Leugner genannt) sind in der Lage sich zu organisieren und für ihre Ansichten und Forderungen zu demonstrieren. Warum schaffen wir Eltern dies nicht?
    2020aufbruch@gmx.de

    • Ich finde es angesichts der aktuell herrschenden Temperaturen eher verantwortungslos, dass die Kinder 6 Stunden lang eine Maske tragen sollen.

      In der Freizeit und in den Ferien, durften sie sich wieder sehen, ohne Maske, und jetzt sollen sie damit lernen?
      Vor allem, da vorher gesagt wurde, die Masken wären sinnfrei, vielmehr unsinnig!
      NRW hat genug Zeit gehabt entsprechend vorzubereiten und außer einer unsinnigen Maskenpflicht ist denen nichts eingefallen.
      Traurig, daß deshalb meine Kinder mit Maske in den Unterricht sollen.

  5. Die Frage die ich mir stelle ist, wer kommt für die Kosten der Masken auf? Wenn wir es genau nehmen muss pro Kind mindestens 3 Masken pro Tag und das mal 5 gerechnet werden. Das entspricht einem Betrag von mindestens 6 Euro pro Tag.

  6. Wer von Schülern verlangt, 5-8 Stunden am Tag eine Maske zu tragen, gehört einfach nicht in eine verantwortungsvolle Position. Maskenpflicht wird ab der 5. Klasse in de Klassenräumen, den Fluren und auf dem Schulgelände gelten. Hinzu kommen teilweise noch Anreise mit dem Bus. Frau Gebauer sollte selber mal 5 Tage lang 7 Stunde eine Maske tragen, vielleicht wird sie dann wieder klar im Kopf, oder sie sollte am besten abtreten. Es war genug Zeit währen der Sommerferien, um vernünftige Lösungen zu schaffen, falls das überhaupt wirklich nötig ist.
    Plexiglasscheiben zwischen den Tischen dürfte doch wohl kein Problem sein. Hier sind die Kinder wieder die Dummen, sie sind auch die Dummen, die Ihr Leben lang die Fehlentscheidungen der Politik bezahlen dürfen. Schade, dass die meisten Kinder so gehörig sind und nicht viel mehr die Auflagen hinterfragen, auf welchen wissenschaftlichen Studien solche Entscheidungen basieren, und wieso es bei so „extremer“ Gefährung nicht Bundesweit einheitlich geregelt wird.

    • Da kann ich inhaltlich voll zustimmen, ich bin nur „froh“, dass meine beiden Kinder noch auf der Grundschule sind. Hier wird zurückhaltend mit der Maskenpflicht umgegangen, nur auf den Gängen und auf dem Pausenhof, wobei ich letzteres auch absolut sinnfrei bzw. mindestens fragwürdig finde. Klar, Thema Durchmischung, ist schon klar, aber hat man von nennenswerten Ansteckungszahlen nach diversen Demos in Stuttgart und Berlin gehört? In meinen Augen wird hier eine ganze Generation nachhaltig geschädigt, von Traumata möchte ich nicht reden, so schnell entsteht so etwas hoffentlich nicht, aber die psychischen (Ängste und Depressionen) und auch körperlichen (Lunge, Atmung, Haut, etc) Auswirkungen dieser Maßnahmen sind ja ebenfalls wie das Virus selbst vollkommen unbekannt und werden ebenfalls zu einem großen Problem. Abschließend möchte ich betonen, dass ich kein Leugner des Virus bin, die Maßnahmen aber zum Teil für völlig übertrieben und verfehlt halte. Hilflosigkeit gepaart mit Aktionismus

    • Wie wahr! Die Kinder haben sich Wochenlang isoliert, sich online mit schlecht gelaunten Lehren abgegeben und nun kommt die Maske über 5-6 Stunden! Ich kann kotzen! Die Hilflosigkeit einer Mutter wird mir gerade sehr bewusst.

  7. Ich kann nur jedem Befürworter einer Masken Pflicht im Unterricht raten mal den Selbstversuch zu machen.
    Einfach mal 6 Stunden Maske aufbehalten…

    Leute die Gebäude sind nicht klimatisiert oder ähnliches.

    Das ist nicht nur eine Zumutung – es ist für meine Begriffe absolut unerträglich.
    Aber mit Schülern kann man das ja machen…

    Nicht, dass wir uns falsch verstehen:
    Ich bin gegen einen Regelbetrieb mit vollen Klassen – ganz klar völlig unverantwortlich. Und ich denke alle Eltern sollten ggf. Strafanzeigen gegen die betreffenden Minister(innen) stellen.
    Aber mehrere Stunden am Stück Maske geht gar nicht.

    Der einzig gangbare Weg, ist der von BW! Zumindest kurzfristig und wenn man nicht das Geld ausgeben will, jeden sofort mit den nötigen elektronischen Hilfsmitteln auszustatten. Traurig – aber wahr.
    Dazu gehört eben auch die Wahrheit, dass es auch 2020 nicht überall schnelles Internet gibt.

    Also der BW Weg – wer kann und will, der bleibt zuhause.
    Unseren Kindern hat das Homeschooling nichts ausgemacht und nicht geschadet. Klar sie hätten gerne ihre Freunde gesehen, aber rein schulisch kein Problem.

    Hier in RLP müssen sie aber gehen.
    Versuchskaninchen Schüler und Lehrer!

  8. Was ich auch vermisse sind Konzepte wie es im Ganztag weitergehen soll. Die Essenszeit reicht ja noch nicht einmal dazu, das alle Kinder sich an den wenigen Waschbecken die Hände waschen können. Also wird darauf schon mal verzichtet. Aber da kein Abstand notwendig ist und 30-40 Kinder in einem Raum ohne Maske spielen sollen, scheint das ja auch schon egal zu sein. Hauptsache, die Jahrgänge bleiben schön getrennt und vermischen sich dann in den Schulbussen und Zuhause. Da ich einen Risikopatienten als Mann habe und mich um meine herzkranke Mutter kümmere, bin ich entsetzt, wie ich da arbeiten soll.

  9. Was bin ich froh, dass meine Tochter von hier in Deutschland zum nächsten Schuljahr in den USA/ FL auf eine Highschool geht – und zwar komplett online, wir kommen und wollen ja jetzt nicht rüber.

    In der Summerschool hat meine ToCheer das erste mal überhaupt auf einem solchen IT-Level online – und zwar richtig, nicht nur per Mail 1x in der Woche die Aufgaben abliefern – Unterricht gehabt. Das ist ja auch viel mehr als nur das Video Element, es ist ja ein ganzes Portal, jeder Schüler hat einen eigenen Account von der Schule, damit loggen sie sich die Schüler in das Portal ein (dort nutzt man u.a. Google Classroom und viele andere Anwendungen). Nach 1-2 Wochen hat alles wunderbar geklappt. Die Lehrerin war sehr IT kompetent obwohl eigentlich Englisch unterrichtet wurde, konnte meiner Tochter immer nach dem Unterricht in Ruhe alles erklären. Ab dem 31.8. geht dann das richtige Highschool-Schuljahr los, einige subjects sind natürlich für das ‘distance learning program’ nicht geeignet, aber sogar einen online -Sportkurs hat man kurzfristig mit ins Kursangebot genommen. Ein virtuelles Treffen aller neuen Schüler der Highschool steht am Wochenende an. Ich bin wirklich beeindruckt wie souverän und kompetent das dort gehandelt werden kann. Es sind ja nicht nur die fehlenden iPads hier, das ganze Softwareportal muss ja auch von allen Lehrkräften verstanden und beherrscht werden, da merkt man einfach, dass wir hier im IT Bereich schlichtweg Jahre (!) hinterherhinken, eigentlich eine Schande für ein Land wie Deutschland. Übrigens auch viele Chinesen und auch russische Kinder wegen des Travel Bans online dabei, für die ebenfalls gar kein Problem alles. So kann meine Tochter nun von hier solange wie nötig bzw die Pandemie noch dauert trotzdem in den USA ihre Highschool weitermachen und später halt rüber wenn es wieder geht. Einziger Nachteil: die Zeitverschiebung, es fängt gg 2 Uhr nachmittags an und geht bis 8-9 Uhr abends, daher sicherlich nichts für kleinere Kinder. Aber anders geht es halt nicht, dafür immerhin keine Maske im Unterricht – die armen Kinder tun mir ernsthaft leid, stundenlang jeden Tag, das ist eine absolute Zumutung und Rücksichtslosigkeit derart lange. Und selber haben unsere Politiker und Experten seit März/April rein gar nichts hinbekommen in Sachen IT und Digitalisierung, eigentlich haben sie die Kinder im Stich gelassen, die können jetzt den gesamten nutzlos verstrichenen Sommer ausbaden. Was konkret hat man denn seit März/April wirklich verbessert, was geht jetzt was da noch nicht ging? Wie gesagt, mir tun die Kids leid, von denen wird jetzt voller Einsatz verlangt sogar mit Maske im Unterricht 5 Tage die Woche. Was ein Horror, und von der anderen Seite kommt nichts als heiße Luft.

  10. Und wo bitte soll ich hin flüchten??? Mutter Hochrisikogruppe. Tochter mit Schulpflicht. Bei uns Regelbetrieb ohne Masken! Ich gehöre dann wohl zu der Bedauernswerten Fallzahl, die in die Höhe schnellt bevor was passiert! WARUM wurde nicht in den Sommerferien für Digitalen Unterricht gesorgt. Wen zeige ich wegen Körperverletzung an wenn es mich erwischt???
    Ich habe ANGST!

  11. Die Infektionszahlen steigen, warum lassen die die Schulen nicht einfach zu? Sind wir nicht schon über den Punkt hinaus darüber zu diskutieren, wie die Schulen geöffnet werden?

  12. Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht für Kinder ab der 5. Klasse

    Petition von Miriam Schmitz an NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer.

    Petitionstext

    Es ist nicht nachzuvollziehen, dass Kinder ab der 5 Klasse im Unterricht eine Mund- Nasenbedeckung/ bzw. Mundschutz tragen müssen. Wir fordern eine andere Möglichkeit, die Kinder in der Schule zu schützen z.B. durch Kleingruppen oder grössere Abstandsregeln- ggf. auch Versatz der Unterrichtszeit. Es besteht keine Verhältnismäßigkeit. Aktuell darf man beispielsweise mit 10 Leuten im Restaurant ohne Maske am Tisch sitzen. Das heißt in einem mittelgroßen Restaurant dürfen an 5 Tischen 50 Leute ohne Maske sitzen. Bei Schülern mit 2 -4 Leuten am Tisch ist es dann auf einmal zu gefährlich? Hochzeiten bis 50 Personen sind gestattet, aber keine 30 Kinder die täglich und fortwährend im Klassenverband unterrichtet werden?

    Begründung

    Wir möchten, dass die Maskenpflicht und das tragen eines MNS IM UNTERRICHT aufgehoben wird. Es muss ausreichend sein, die Maske bis zum Platz zu tragen und dann abzunehmen.

    Wir befürchten nicht nur Atemnot, Schwindel und Kopfschmerzen, sowie eine verminderte Konzentrationsfähigkeit gerade bei heranwachsenden Kindern. Eine fundierte und zu 100 % ärztliche Untersuchung zu Langzeitschäden MNS über einen so langen Zeitraum zu tragen (insbesondere für Kinder im Wachstum) gibt es nicht.

    Kinder mit Handicaps werden völlig außer Acht gelassen. So ist es z.B. für Kinder mit Hörgeräten oder einer anderen Einschränkung eine große Belastung – zudem können diese u.U. die für sie wichtige Mimik bei Mitschülern und Lehrern nicht deuten. Auch Kinder die Brillen tragen, könnten trotz Metallbügel in der Maske immer wieder Probleme mit beschlagenen Gläsern haben und so dem Unterricht nicht folgen. Nicht nur Kinder mit ADHS oder einer Konzentrationsschwäche könnten große Nachteile haben sondern auch heranwachsende mit einer Migräne-Problematik.

    Kinder im Wachstum haben mit großen hormonellen Umstellungen zu kämpfen und wären nicht nur körperlich sondern auch psychisch belastet. Traumata ein Leben lang könnten die Folge sein.

    Unabhängig davon, müssten bei einem Ganztagsunterricht von 8-16 Uhr müssten die Eltern unendlich viele Masken vorhalten, um diese oft genug am Tag wechseln zu können! Abends müssten sie gewaschen werden – morgens wären sie nicht trocken. Bei mehreren Kindern in dem Alter nicht leistbar.

    Die Kinder/Jugendlichen werden sich so kaum am Unterricht beteiligen, worunter die Noten massiv leiden werden.

    Es existiert kein Plan laut Arbeitsschutzgesetz bezüglich vorgeschriebener Tragepausen etc.

    Wir halten diese Belastung für unsere Kinder für nicht tragbar.

    https://www.openpetition.de/petition/online/abschaffung-der-maskenpflicht-im-unterricht-fuer-kinder-ab-der-5-klasse

    .

    Abrisszettel | Unterschriftenaktion vom 03.08.2020 bis 02.11.2020

    Abrisszettel zur Petition | Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht für Kinder ab der 5. Klasse

    https://www.openpetition.de/pdf/abrisszettel/abschaffung-der-maskenpflicht-im-unterricht-fuer-kinder-ab-der-5-klasse

  13. Meine Tochter 14 Jahre alt ist heute zu Hause umgekippt. Sie sagt das sie schon nach einer Stunde Maske tragen im Unterricht Kopfschmerzen hat, ihr ist ständig schwindelig und heute war s dann soweit das Sie mir in der Diele einfach nach hinten gekippt ist. Wenn ich höre, dass die Kinder nicht mal beim Essen( was draußen auf dem Schulhof stattfindet) die Maske mit dem nötigen Abstand abnehmen darf könnte ich ausflippen. Frau Gebauer sollte sich schämen , Sie hatte mindestens 6 Wochen Zeit sich einen angemessenen Plan zurechtzulegen, Urlaube hätte man einfach nicht erlauben dürfen, dann hätten wir das ganze Dilemma jetzt nicht!!! Jetzt müssen das die Jugendlichen ausbaden, unfassbar. Die Petition habe ich auch unterschrieben die oben genannt wird. Man kann nicht immer nur den Mund halten, sonst wird sich nichts ändern.

  14. Elternstehenauf.de.

    Und:
    Klagepaten.eu

    Das, was da mit den Kindern gemacht wird, ist Körperverletzung!!

    Normal müsste jede Mutter, jeder Vater Klage einreichen!

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