Grundschulleiter klagt auf Freizeitausgleich für Mehrarbeit

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HANNOVER. Das Verwaltungsgericht Hannover beschäftigt sich an diesem Dienstag mit der Klage des Rektors einer Grundschule. Der Schulleiter fordert Freizeitausgleich für Mehrarbeit im Umfang von mehr als acht Stunden wöchentlich, wie das Gericht mitteilte.

(Grund-)Schulleitungen stehen massiv unter Druck – und arbeiten häufig mehr als sie müssen (Symbolbild). Foto: Shutterstock

Der Schulleiter bezieht sich auf eine Studie der Universität Göttingen, wonach niedersächsische Lehrer im Schnitt dauerhaft länger arbeiten als sie müssen (News4teachers berichtete seinerzeit ausführlich – hier geht es hin). Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen unterstützt ihn und andere Lehrkräfte mit ähnlichen Klagen. Insgesamt gehe es um zehn Grundschul- und drei Gymnasiallehrkräfte, sagte ein GEW-Sprecher. Die Verhandlung in Hannover sei die erste dieser Art.

Für die Studie im Auftrag der GEW, deren Ergebnisse bereits 2016 veröffentlicht wurden, protokollierten knapp 3000 Lehrkräfte ihre Arbeitszeit auf die Minute genau. Auch eine 2018 veröffentlichte Arbeitszeit-Analyse im Auftrag des Kultusministeriums in Hannover ergab, dass viele Lehrer im Schnitt länger arbeiten als eigentlich erlaubt (News4teachers berichtete groß auch über diese Studie – hier geht es zu dem Beitrag). Die beklagte Landesschulbehörde beruft sich darauf, dass bereits eine Reihe von Maßnahmen zur Entlastung getroffen worden seien. dpa

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