Schul-Chaos: Kommunen verwerfen Bayerns Maskenpflicht im Unterricht – Söder kritisiert das, hält sich aber selbst nicht an RKI-Empfehlungen

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MÜNCHEN. Die Kinder tragen sie diszipliniert, doch manche Eltern meinen, dass sie belastend ist. Also haben bayerische Kommunen, die als Corona-Risikogebiete gelten (darunter die Stadt München), die Maskenpflicht für Grundschüler in Corona-Risikogebieten kurzerhand ausgesetzt, die im Freistaat eigentlich gelten sollte. Ministerpräsident Söder kritisiert die Alleingänge der Kommunen – hält sich aber selbst nicht an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Mehr noch: Die bayerische Landesregierung beachtet nicht einmal ihren eigenen Rahmenplan, der eigentlich die Wiedereinführung der Abstandsregel im Unterricht ab einem Inzidenzwert von 50 vorsieht. Schul-Chaos!

Rüffelt Kommunen, die sich nicht an die Corona-Regeln des Freistaats halten – hält sich aber nicht mal selbst an die Vorgaben, an die Empfehlungen des RKI ohnehin nicht: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Foto: Shutterstock

In der Corona-Krise gerät die Maskenpflicht für Grundschüler während des Unterrichts in den Fokus – und sorgt für ein weiteres Chaos in der Schulpolitik. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt ab einem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner glasklar für alle Schulen des betroffenen Gebiets eine generelle Maskenpflicht im Unterricht (also auch in Grundschulen) sowie eine Verkleinerung der Lerngruppen, damit die Abstandsregel in den Klassenräumen eingehalten werden kann (News4teachers berichtet ausführlich über die Empfehlungen des RKI für den Schulbetrieb – hier geht es hin). Die Bundesländer, auch Bayern, verwerfen die RKI-Empfehlungen und verweisen auf eigene Regelungen. So gilt angesichts der stark steigenden Infektionen im Freistaat zwar mittlerweile im Unterricht die Maskenpflicht, die Abstandsregel aber nicht.

Und selbst das geht einzelnen Kommunen, darunter die Stadt München, der Landkreis Ebersberg und der Landkreis Cham, noch zu weit. Sie haben in eigener Hoheit die Maskenpflicht für die Grundschüler im Unterricht wieder ausgesetzt.

„Infektionszahlen an den Grundschulen sind gering“ – sind Sie das?

„Solange die Infektionszahlen an den Münchner Grundschulen so gering bleiben, werden wir von den Grundschülerinnen und -schülern nicht verlangen, im Unterricht am Platz einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Wir werden aber die Situation auch hier genau im Blick behalten und gegebenenfalls nachsteuern“, so erklärte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Auch der Chamer Landrat Franz Löffler verwies auf die niedrigen offiziellen Infektionszahlen in der Primarstufe. «An allen Grundschulen ist bislang erst ein einziger positiver Fall in einer einzigen Klasse aufgetreten», betonte Löffler. Daher werde die Maskenpflicht für Grundschüler am Sitzplatz im Einvernehmen mit dem Gesundheitsamt und dem Schulamt vorerst ausgesetzt.

Ist das denn begründet? Das Robert-Koch-Institut stellt fest: Kinder trügen zwar „eher weniger“ zur Übertragung bei. Das Risiko von Corona-Erkrankungen und Übertragungen steige in der Kindheit mit dem Alter und gleiche sich zwischen 13 und 15 Jahren dem von Erwachsenen an. Mit steigenden Infektionszahlen würden aber mehr Infektionen in die Einrichtungen hineingetragen. „Die Evidenz zu genauer Auswirkung von Schulen und Kitas auf die Pandemie ist heterogen – zeigt aber klar auf, dass Bildungseinrichtungen einer der Orte sind, die eine Rolle im Infektionsgeschehen haben“, so heißt es in einem aktuellen Strategiepapier der Bundesbehörde. (Über die aktuelle Einschätzung des RKI zu Kitas und Schulen berichtet News4teachers aktuell – hier geht es zu dem Beitrag.)

Die Nationalakademie Leopoldina (der auch RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler angehört) warnt darüber hinaus vor einem verborgenen Infektionsgeschehen gerade in Kitas und Grundschulen. Wenn Kinder und Jugendliche infiziert seien, so heißt es in einer Stellungnahme, zeigten sie häufiger als Erwachsene keine oder nur milde Krankheitssymptome; nur selten zeigten sich schwere Symptome, und die Letalität – also die Wahrscheinlichkeit, an Corona zu sterben – sei äußerst gering. Aber: „Für die Kontrolle des Infektionsgeschehens stellt der oftmals asymptomatische bzw. sehr milde unspezifische Verlauf eine besondere Herausforderung dar, weil sich Infektionen so unbemerkt ausbreiten können.“

Klare Empfehlung des RKI: Maskenpflicht im Unterricht auch der Grundschulen ab einem Inzidenzwert von 50

Die Empfehlungen des RKI sind deshalb auch klar: ab einem Inzidenzwert von 50 soll die Maskenpflicht im Unterricht auch der Grundschulen sowie die Abstandsregel in den Klassenräumen gelten.

Dass sich Kommunen im Freistaat nicht an die Vorgabe des Landes halten, stößt dem Ministerpräsidenten sauer auf. Markus Söder (CSU) verwies auf die Schutzwirkung der Maßnahme. Ohne direkt auf die Verantwortlichen einzugehen, sagte er in einer Regierungserklärung: „Mehr Maske erlaubt mehr und längeren Präsenzunterricht.“ Oberstes Ziel müsse es sein, Schulschließungen zu vermeiden.

Aber darf sich Söder über Alleingänge der Kommunen wundern? Die verschärfte Maskenpflicht ist von der bayerischen Landesregierung mittlerweile verfügt worden – die Abstandsregel gilt aber nach wie vor in den Schulen des Freistaats nicht, auch nicht in den Corona-Hotspots. Davon gibt es, Stand Donnerstag, sieben Städte und Landkreise: Stadt und Landkreis Schweinfurt (102,9 und 115,2), der Landkreis Neustadt an der Waldnaab (104,8), Weiden in der Oberpfalz (121,7), Augsburg (120,4), der Landkreis Passau (103,3) sowie der Landkreis Berchtesgadener Land (292,6). Im letzgenannten wurden die Kitas und Schulen komplett geschlossen.

Corona-Stufenplan für Bayerns Schulen sieht Wiedereinführung der Abstandsregel im Unterricht vor – eigentlich

Dabei lässt sich im Corona-Stufenplan des bayerischen Kultusministeriums (Stand: 2. Oktober) nachlesen: „Stufe 3: Sieben-Tage-Inzidenz ab 50 pro 100.000 Einwohner (Maßstab Kreis): Wiedereinführung des Mindestabstands von 1,5 Metern.“ Der Vorbehalt: „Achtung! Inzidenzwerte nur Richtwerte! Kein Automatismus! GA entscheidet über die anzuordnenden Maßnahmen“. Das wirft Fragen auf: Was nützt ein Stufenplan, dessen Stufen im Ernstfall willkürlich verschoben werden? Und: Darf sich irgendjemand wundern, dass Bürger Corona-Regeln nicht einhalten, wenn die staatlichen Ebenen nicht mal ihre eigenen Vorgaben beachten?

Die GEW zeigt sich angesichts des Durcheinanders in der Schulpolitik entsetzt. Johannes Schiller, Mitglied des Hauptpersonalrats, kritisiert vehement, dass an den meisten Schulen trotz der vielen Neuansteckungen der sogenannte Normalbetrieb laufe. «Die Infektionszahlen steigen unaufhörlich, und hier finden Tag für Tag diese Massenveranstaltungen statt.» Die Mindestabstand werde aktuell «höchstens punktuell umgesetzt, aber in der Breite mit Sicherheit nicht». Seine Forderung: Die Klassen müssten umgehend wieder geteilt und es müsse abwechselnd in der Schule und zu Hause unterrichtet werden. Aber dies wird von der Landesregierung – zumindest öffentlich – nicht einmal erwogen. News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Schulen in der Pandemie: Kultusminister missachten das RKI – Länder stellen sich damit gegen die Kanzlerin

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51 KOMMENTARE

  1. Da der Gesundheitsschutz an Schulen nicht gewährleistet werden kann, muss die Schulpflicht außer Kraft gesetzt werden, zumal die aktuelle Schulpflicht auf einem Gesetz der Nationalsozialisten beruht, das am 6. Juli 1938 von Adolf Hitler unterzeichnet wurde. Die Juristen auf diesem Forum mögen sich der Korrektur der aktuellen Gesetzeslage in Punkto Nazi-Erbe im deutschen Schulsystem annehmen. Besser 75 Jahre später als nie. Und die Schulämter sollen sich vergegenwärtigen, dass ihr Handeln durch die Gesetze der Nationalsozialisten vorgegeben wird. Das allein ist eine Schande für unsere Demokratie.

    • Sehr geehrte/r Bunkert,

      immer wieder treten in unserem Forum Leser auf, die die Schulpflicht in Deutschland als Erbe des Nationalsozialismus diskreditieren. Das ist aber sachlich falsch:

      „Erst in den Beratungen der Weimarer Verfassung und im Grundschulgesetz wurden seit 1919 die neuen und bis heute unveränderten Vorgaben formuliert und anstelle der Unterrichtspflicht für ganz Deutschland erstmals die Schulpflicht gesetzt. In Art. 145 der Verfassung von 1919 heißt es: „Es besteht allgemeine Schulpflicht. Ihrer Erfüllung dient grundsätzlich die Volksschule mit mindestens acht Schuljahren und die anschließende Fortbildungsschule bis zum vollendeten achtzehnten Lebensjahre.“ Ähnliche Formulierungen zur Schulpflicht finden sich noch heute in allen Schulgesetzen der Bundesländer. Gemeinsam mit dem Prinzip, dass die Grundschulzeit in der Regel in den Schulen des Wohnbezirks erfüllt werden musste, waren alle Freiheiten der sozialen Milieus zunächst beseitigt.“ Quelle: https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/zukunft-bildung/185878/geschichte-der-allgemeinen-schulpflicht

      Die Schulpflicht ist also ein Erbe der (demokratischen) Weimarer Republik.

      Herzliche Grüße Die Redaktion

      • Sehr geehrte Redaktion,

        vielen Dank für diese ausführliche Antwort Ihrerseits. Allein, Ihre Recherche widerspricht den Erkenntnissen der Erziehungswissenschaftler, die sich mit der Historischen Bildungsforschung befassen. Ich verweise auf die Forschungen von Prof. Jürgen Oelkers, der zuletzt expressis verbis feststellte:
        „Die heutige Schulpflicht im Sinne einer ausnahmslosen Anwesenheitspflicht an einem zugewiesenen Ort wurde erst 1938 von Nationalsozialisten eingeführt.“ Quelle: Pädagogische Debatten. Themen, Strukturen und Öffentlichkeit, Stuttgart 2020, S. 97. Wenn Sie mit Historikern sprechen oder sich die Dokumente gründlich anschauen, werden Sie feststellen, dass die heutige Schulpflicht eben dieses Element der ausnahmslosen Anwesenheits- oder Präsenzpflicht enthält, und zwar nicht in Nachfolge der Allgemeinen Schulpflicht der Weimarer Republik, sondern als Element des Reichschulpflichtgesetzes von 1938. Die oben zitierte Stelle findet sich auch bei books.google.
        Mit besten Grüßen,
        Burkert

    • Das ist falsch, die Schulpflicht wurde ist ein Kind der Weimarer Republik.
      Im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst?
      Im Übrigen halte ich es für absolut nicht angemessen die Schulen zu schließen, das Recht auf Bildung ist ein hohes Gut, nicht alles muss dem CoronaSchutz untergeordnet werden.
      Meine Kinder machen nächstes Jahr Abitur bzw. Mittlere Reife, die Jugendlichen haben ein Recht darauf, dass sie einen ordentlichen Abschluss bekommen.
      Es kann nicht sein, dass man Bevölkerungsgruppen die Hypothek auferlegt, obwohl sie selbst nicht gefährdet sind.
      Auch der Schutz der Gesundheit hat Grenzen, die schon längst überschritten sind.
      Das hat mit Demokratie und Respekt unserer gesellschaftlichen Grundordnung nichts mehr zu tun, was hier entschieden wird.
      Es ist sogar antidemokratisch.

      • Ich möchte als Lehrer nur den Schutz genießen, welcher allen anderen Menschen anscheinend weitgehend zugestanden wird. Ihnen wahrscheinlich auch??
        Kinder im Alter ihres Nachwuchses sind junge Erwachsene und gehören somit zu der Gruppe , welche auch ansteckend sein kann , ohne eigene Symptome aufzuweisen!

      • „Im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst?“ Ich bin promovierter Historiker 😀 Und ich bleibe dabei: Die Allgemeine Schulpflicht aus der Weimarer Zeit wurde durch die Nazis ausgeweitet und modifiziert. Seit 1938 handelt es sich hierbei um eine Schulpräsenzpflicht, die bis heute besteht. Sie müssen da schon genau differenzieren!

        • Die allgemeine Schulpflicht wurde sogar schon vom „Alten Fritz“ angedacht, zumindest für Jungen. „Ein Soldat muss schreiben, lesen und rechnen können!“
          Gescheitert ist es, wie in der Weimarer Republik, an der Unmöglichkeit, so viele Schulen und Lehrer vorzuhalten.
          Und die Nazis hatten auch keine wirkliche „allg. Schulpflicht“ , da Behinderte, Juden usw ausgeschlossen waren.

          • Sehr geehrte Alla,

            wie Sie richtig festgestellt haben, ist die Schulpräsenzpflicht ein Spezifikum, das es in der EU nur noch in Deutschland und in Schweden gibt. Weltweit gibt es diese Schulpräsenzpflicht noch in Nordkorea und in China. Fakt ist, dass diese Schulpräsenzpflicht in Deutschland von den Nazis gesetzlich festgehalten wurde (6. Juli 1938). Es geht nicht um die allgemeine Schulpflicht im Sinne einer Bildungspflicht (Kinder haben ein Recht auf Bildung), die ja per se sinnvoll ist. Es geht um den Schulzwang, der in den aktuellen Gesetzen der Länder immer noch festgehalten ist. Eben dies ist ein Erbe des Nationalsozialismus und ist allein deswegen obsolet und mit einer Demokratie inkompatibel.
            Mit besten Grüßen,
            Burkert

          • Womit das ja jetzt ganz toll geklärt ist. So eine Diskussion bringt aber keinen weiter, bei welcher Frage auch immer.

  2. Die können mich bald alle gepflegt am A…bend besuchen! Manmanman, von uns wird doch auch erwartet, dass wir uns an Vorgaben und Richtlinien halten und unseren Beruf engagiert und professionell ausüben. Ständig im Kreuzfeuer, alles macht man nicht richtig und dann noch so ein Chaos angesichts stark steigender Infektionszahlen. Da krieg‘ ich Hörnchen!

  3. Dieses Durcheinander hat genau zwei relevante Folgen:

    1. Die Bereitschaft der Menschen, das ernst zu nehmen und sich daran zu halten, sinkt.

    2. Es beschleunigt den unvermeidbaren Lockdown.

    Bei den aktuellen Zahlen ist es naiv, daran zu glauben, dass wir das ohne Lockdown hinbekommen.

  4. Leider lassen sich Reiter (OB) München und Piazolo von den Verschwörungsschwurblern und Ego Eltern vor sich her treiben. Diese Gruppen sind laut und finanzkräftig. Die AfD lacht sich ins Fäustchen. Die Zahlen werden so nicht sinken und in ein paar Wochen ist es dann auch schon egal, ob Maske und Klassenteilung oder nicht. Dann geht es nur noch um Schulschließung und Lockdown.
    In Oberbayern müsste man schon längst die Klassen teilen, Maskenpflicht an Kita und Grundschulen und Distanzunterricht wo möglich.
    Es wäre eine Überraschung, wenn die Zahlen ohne Maßnahmen an Schulen sinken würden.
    Aber die vernünftigen Eltern haben aufgegeben. Der Abschied vieler Eltern im Freundeskreis besteht morgens nur noch darin, einen virenfreien Schultag zu wünschen.

  5. Man kann es kaum noch ertragen mit welcher Inkompetenz die Bildungspolitiker sich dem Thema „Pandemie und Schule“ zuwenden. Da werden Lüftungsorgien und Pelzmäntel für den Unterrichtsbesuch im Winter als das Mittel der Wahl angepriesen.

    Sind wir mal ehrlich…..man stelle sich vor Trump hätte getwittert, dass mit entsprechender Winterkleidung und Lüftungsorgien im Winter die Pandemie in Schule ausgemerzt werden kann. Die Presse hätte sich hier derart lustig über solche „Trumps“ geäußert, aber wenn hiesige Politiker solche Konzepte verkünden, verhält sich die Presse relativ konform dazu.

    Unabhängig verkünden die besagten Politiker ja auch, dass Kinder nicht wesentlich zur Ausbreitung der Pandemie beitragen. Dazu darf ich nur anmerken, dass die internationale Studienlage dies nicht unterstützt…hier nur ein Beispiel:

    Kinder sind ansteckender als Erwachsene – und können Superverteiler sein
    Ein neuer Bericht des israel. Gesundheitsministeriums ergab: 3 Kinder infizierten jeweils 12 Personen und ein Kind infizierte sogar 24 Personen
    https://twitter.com/yaneerbaryam/status/1318917775449034753

    Kinder treiben diese Pandemie an. Eine Studie des Gesundheitsministeriums.
    https://twitter.com/itosettiMD_MBA/status/1318931121132941312

    Deutsche Kinder sind da ganz anders. Die wickeln sich brav in Winterdecken, sind völlig unpandemisch und spielen bei Corona gar keine Rolle, wie man ständig hört.

    Schulschließung in Tschechien. 4500 infizierte Lehrer und Mitarbeiter in Bildungseinrichtungen. Mehr als im Gesundheitsdienst

    Ich habe im Sommer hier schon geschrieben, dass der Regelschulbetrieb im Winter ein wesentlicher Treiber der Pandemie werden wird und im Winter ein vollständiger Lockdown folgen wird. AvL und ähnliche….verspotteten dies seinerzeit. Nunmehr verfestigt sich meine Einschätzung vom Sommer um so mehr: Wird der Regelschulbetrieb nicht sofort unterbrochen und in die Phase 2 des Modells überführt ( Distanz /Präsenz), dann wird ein vollständiger Lockdown folgen, er wird zwingend werden, da wird es keinen Spielraum mehr geben, denn ein Kontrollverlust wird eintreten.

    Ärztepräsident zweifelt an Alltagsmasken – für Lauterbach ein Rücktrittsgrund
    https://twitter.com/welt/status/1319245895179902978

    Traurig, was solche Funktionäre und Politiker von sich geben…da muss man nicht auf Trump schauen.

    Die wachsende Erkenntnis, dass Regierungen auf der ganzen Welt Kinder und Lehrer absichtlich mit dem tödlichen Virus infizieren, ruft unter Pädagogen immensen Ärger und Widerstand hervor, mit Hunderten von Protesten auf der ganzen Welt gegen die Öffnung von Schulen und Bildungseinrichtungen.
    von hier:
    https://www.wsws.org/de/articles/2020/09/23/pers-s23.html

    • Es ist noch viel besser: gestern früh las ich online im Mannheimer Morgen, dass in einer Sitzung gesagt wurde dass ein Kind in Mannheim mit 124 Menschen Kontakt hatte, die jetzt alle in Quarantäne sitzen und worunter es positive Fälle gibt. Entweder habe ich den Artikel falsch verstanden oder es ist alles Schlimmer als gedacht. Als ich Abends meinem Mann den Artikel zeigen wollte, habe ich den Artikel online nicht mehr gefunden. Entweder wurde er rausgenommen oder gut versteckt.

    • Danke für Ihren Beitrag, Stefan2020! Ich kann Ihnen nur zustimmen.
      Ich kann mir die Ignoranz gegenüber Fakten in Deutschland nur noch schwer erklären.
      Je länger man wartet, umso härter müssen die Maßnahmen werden.

  6. @xy: Es wird unvermeidlich zum dicken Ende kommen. Es gibt zwar viele Krankenhausbetten, aber nicht genug Pfleger um mehrere tausend zusätzliche Covid-Patienten aufzunehmen.
    Die Politiker, wie die KM, die die Gefahr trotz offensichtlicher Zahlen ignorieren, plus den führenden Ärzten (u.a. Reinhardt) die gegen Maskenpflicht aufrufen, sind die Schuldigen.

  7. Seitdem wir in der Grundschule ständig die Maske aufhaben – auch in der Pause – tritt bei mir im Unterricht die letzten Stunden gehäuft Kopfweh bei den Kindern auf. (Auch bei mir übrigens. Ich fühle mich ziemlich kaputt hinterher.)
    Als Lehrer finde ich das Sprechen mit Maske sehr anstrengend und auch die Kinder müssen unter der Maske laut reden, damit man sie versteht.
    Nachdem die Kinder in der Pause mit Maske draußen getobt haben (diesen Auslauf brauchen die Kleinen) gehen sie mit durchnässter Maske und teilweise verschwitztem Gesicht wieder in den Unterricht.

    Ich wünsche mir nach wie vor Luftreiniger in den Klassen, damit wir ohne Maske befreiter den Unterricht durchführen können. Das würde die Situation wesentlich erleichtern.

    • Ihre Argumentation verstehe ich sehr gut, ysnp, und kann die Probleme durchs Maskentragen gut nachvollziehen.
      Neulich plädierte auch jemand für Luftreiniger, aber wieder in schrecklich anklagendem und süffisantem Ton. Dem Sinne nach: Die Gesundheit der Kinder sei den Politikern noch nicht einmal 100 Euro wert usw. Da ging ich innerlich gleich wieder hoch und auf Gegenkurs.

      Leider wird hier oft in einem so jammervollen und anklagenden Ton diskutiert, dass ich als Leser innerlich gleich dicht mache oder sogar aus der Haut fahre.
      Kurz und gut: Ich danke Ihnen für die Art und Weise Ihrer Diskussionsbeiträge, die (zumindest bei mir) mehr auf Verständnis stoßen als alles Wehklagen, Wutschnauben oder Beschimpfen von Politikern, Virologen und Diskussionsteilnehmern, die sachlich anderer Meinung sind.

    • Man kann dem Kind auch zwei Masken mitgeben. Während die erste wieder trocknet, wird die zweite benutzt und umgekehrt. Den Komfort sollte man seinem Kind schon gönnen, finde ich (ganz abgesehen vom regelmäßigen Waschen).
      Aber Vielen scheint das leider schwer zu fallen.

    • Mein 10-jähr. Sohn klagt jeden Tag über Kopfweh und Erstickungsgefühle durch das Maskentragen. Das Abnehmen der Masken ist auf der anderen Seite strafbewehrt – und unter diesem Druck soll ein Kind lernen? Wieso wird die Schulpflicht nicht ausgesetzt? Wer sein Kind zuhause unterrichten kann, dem sollte die Möglichkeit geboten werden, das würde die Schulen auch entlasten.

  8. Ich schätze Herrn Prof. Dr. Wieler sehr, aber die Aussagen, die er heute in der PK getätigt hat, sind in meinen Augen zweifelhaft. Er meinte, dass die Schulen kein Treiber der Pandemie sind, im Gegensatz zur Grippe. Ich denke aber, dass man da aber noch keine ausreichenden Daten für diesen Vergleich hat. Bei der Grippe hat man Daten aus sehr vielen Jahren, bei Corona haben wir noch nichtmal einen Winter hinter uns. In der Hochzeit der Grippefälle, Januar, Februar, März, war die Anzahl der Ansteckungen wahrscheinlich gering, bzw. dann auch der Lockdown da. Insofern sind die Daten aus dieser Zeit irrelevant. Als die Schulen wieder geöffnet haben, war das Wetter besser. Um die Rolle der Schulen bewerten zu können, müsste man ja erst eine ganze Saison durchspielen und zwar ohne Schutzmaßnahmen. Bis dahin gilt doch eher das Vorsichtsprinzip und die Mutmaßung, dass Schulen, als Ort der Zusammenkunft von vielen Menschen, sehr wohl eine relevante Rolle bei der Corona-Pandemie spielen kann.

    • Es ist auch absolut verblüffend, dass Deutschland Schulen im Gegensatz zu den Schulen anderer Länder keine Treiber der Pandemie sind. In Deutschland werden internationale Studien zur Rolle der Kinder und Jugendlichen ignoriert und der Regelbetrieb auf Biegen und Brechen durchgeführt. Selbst bei Inzidenzien über 50 gibt es keine Klassenteilungen. Der Stufenplan aus Bayern ist Toilettenpapier. Münchner Eltern sind verängstigt oder wütend, nur die Dümmsten beklagen sich noch über Masken.
      Es wird erst enden, wenn die Krankenhäuser Alarm schlagen und mehr Menschen sterben. Und wofür? Für laute Eltern, die gegen alle Vernunft für Regelbetrieb ohne Schutz getrommelt haben. Die Kranken und Toten gehen auf das Konto der Querdenker und Verharmloser.

  9. Was mich sehr wundert:

    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Okt_2020/2020-10-20-de.pdf?__blob=publicationFile

    Abbildung 8 – Infektionsumfeld.

    Warum kommen hier Schulen gar nicht als eigene Kategorie vor? Laufen die unter „Ausbildungsstätte“ (was unlogisch wäre) oder unter „weitere“? Die Zahlen aus NRW (11% der Fälle rückführbar auf Schulen) und der hohe Anteil in Tschechien lassen so eine Kategorie sehr sinnvoll erscheinen, insbesondere unter dem Aspekt der aktuellen Diskussion.

    Es wundert mich vor allem auch unter dem Aspekt, dass z.B. im medizinischen Bereich zwischen „Praxis“, „Krankenhaus“, „Reha“ und „med. Behandlungseinrichtung“ getrennt wird, aber für Schulen war keine eigene Kategorie mehr da?

    Oder liegt das womöglich daran, dass die meisten Gesundheitsämter Schulausbrüche statistisch nicht erfassen oder nicht erfassen sollen? Über den Mangel an Zahlen hatten wir uns ja schon mehrfach gewundert.

    • @Jan aus H: „vor allem auch unter dem Aspekt, dass z.B. im medizinischen Bereich zwischen „Praxis“, „Krankenhaus“, „Reha“ und „med. Behandlungseinrichtung“ getrennt wird“ – die genaue Auffächerung in diesem Bereich erscheint logisch und sinnvoll unter dem Aspekt, dass medizinisches Personal mit ca. 10% der Infizierten (nach meiner Erinnerung) im Verhältnis zu seinem Anteil an der Bevölkerung stark überrepräsentiert ist.

      Sobald die Infektionszahlen im schulischen Setting stark ansteigen, werden wir auch dafür eigene Unterkategorien in den Lageberichten des RKI sehen (z.B. für Berufsschulen, Kitas, Grundschulen…).

      Hoffen wir, dass es nicht dazu kommt – aber ich bin da in etwa genau so optimistisch wie Sie vermutlich auch…
      Es ist eine Sache, Daten zum Infektionsgeschehen an Schulen gar nicht erst zu erheben, weil man nicht gezwungen sein möchte sie herausgeben, aber die Fähigkeit, später auch stark steigende Infektionszahlen im schulischen Umfeld mit häufiger Clusterbildung so zu unterdrücken, dass die Bevölkerung – und das RKI – davon nichts mitbekommen, das wäre schon eine ziemliche Leistung, die ich den Kultusministern dann ab einem bestimmten Umfang des Infektionsgeschehens nicht mehr zutrauen würde (mal vorausgesetzt, sie wollten einen solchen Anstieg überhaupt – aus welchen Gründen auch immer – verheimlichen).

    • @ Jan aus H
      Die gleichen Fragen habe ich mir bei der Abbildung auch gestellt. Wenn man die „Ausbildungsstätten“ betrachtet, passt die Entwicklung zu den verschiedenen Stadien „Schulöffnung“.
      Noch spannender, die am Ende verlinkte „Corona-KiTa-Studie: Monatsbericht September 2020“. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Projekte_RKI/KiTAStudie_September.pdf?__blob=publicationFile
      Da lässt sich die Zunahme/Abnahme zuerst mit Öffnungen/Schließungen erklären. Seitdem die Devise „Regelbetrieb“ ausgegeben wurde, sinken die Zahlen kontinuierlich. Mir gibt das zu denken.

  10. Eine Kollegin meiner Schule hat eine interessante Info per Mail geschickt. Die Firma Alb Stoffe bietet “ ProtectMe Talk“ an, dies sind Teile aus Silikon,welche man unter die Maske schiebt und somit den Abstand der Maske beständig etwas mit Abstand zur Nasen- Mundpartie hält. Man kann etwas besser atmen und zieht die Maske dadurch nicht mehr ständig an den Mund. Kostet nicht viel, macht Sinn, erleichtert das Sprechen. Sammelbestellungen lohnen sich preislich. Wenigstens eine kleine Erleichterung in meinen Augen!

    • Damit wird die Maske zum „Feigenblatt“.
      Da, wo Luft ungehindert aus- und einströmt, strömen Aerosole und ggf. Viren mit.
      Es wurde schon oft darauf hingewiesen, dass Masken möglichst dicht abschließen sollen.

  11. Als Risikopatient habe ich Angst vor einer Infektion mit schwerem Verlauf. Als Vater habe ich Angst, dass meine Kinder ohne mich groß werden müssen. Als Sohn habe ich Angst, meine im Haus lebenden Eltern zu infizieren. Andere Menschen sind da lockerer, ich nicht. Ich merke aber, dass ich da beileibe nicht alleine bin.
    Da sind Diskussionen darüber, ob Kinder in diesem Alter oder Jugendliche in jenem Alter nun ansteckender sind oder nicht. Da sind Diskussionen, wann eine Maske empfohlen wird und wann nicht. Meine Angst bleibt und mein Menschenverstand sagt mir, dass sie begründet ist. Dreißig 17-jährige in einem Raum ohne Maske, Abstand und mit nur sporadischer Lüftung? Wohl wissend um Aerosole?
    Wieso wird auf unsere Angst keine Rücksicht genommen? Da sind doch Möglichkeiten: Raumluftfilter, halbierte Klassen mit dünnerem Lehrplan?
    Ich kann jene Angst nicht einfach ignorieren.

    • Seneca, tragen Sie, wenn möglich, immer eine hochwertige Maske, bestehen Sie auf geöffneten Fenstern, die 20 Minuten Regel ist für die Tonne. Lüften Sie permanent. Desinfizieren Sie sich oft die Hände. Das schulische Umfeld ist ein Hochrisikobereich. Sie müssen sich selbst schützen. Kein anderer wird das tun.

      • Wollen sie den Mann/Frau in Ängste versetzen oder was soll diese undifferenzierte und wenig sachdienliche Empfehlung ?
        Spielen in ihren Augen Viren enthaltende Aerosole keine bedeutende Rolle bei der Ausbreitung des Covid-19, und warum soll sich der Herr oft die Hände desinfizieren, wenn doch bekannt ist, dass es sich bei Covid-19 nicht um eine Schmierinfektion handelt. Einmaliges Händewaschen oder Desinfizieren reicht vollkommen aus.

  12. Heute Abend im ARD ,Sendung Monitor, Staatsministerium Baden- Württemberg hat zum Schutz seiner Mitarbeiter schon Luftfiltergeräte angeschafft!!
    Kinder und Lehrer sind es anscheinend nicht wert geschützt zu werden. Unsere Kultusministerin sitzt gemütlich im warmen
    Einzelbüro, ohne Maske ( welch ein Luxus) mit Filtergerät! Sie sollte sich in Grund und Boden schämen. Diese Frau will unser Bundesland regieren!

    • Und immer wenn man denkt, dass diese Leute in den Kultus- und Bildungsministerien am moralischen Tiefpunkt angekommen wären ….
      🙁

      • Im Staatsministerium helfen Luftfilter also doch. So ein Zufall.
        Die sind sich das Geld wert. Warum es für Personal vergeuden, das mit etwas Murren auch in der Winterjacke mit Schal unterrichtet.
        Oder warum Geld in die Zukunft des Landes, in Kinder und Jugendliche investieren? Die sind doch verpflichtet, jeden Unsinn mitzumachen.
        Bildung war einmal das Kapital Deutschlands. Diese Kultusminister machen Schule und Bildung zur Ramschware.

  13. Wenn Bildung für die dafür zuständigen Politiker so immens wichtig wäre, hätte man schon vor langer Zeit genau in diese investiert.
    Jetzt plötzlich zu betonen, dass Bildung so dermaßen wichtig sei (was sie natürlich auch ist), lässt für mich den Schluss zu, dass es den Entscheidern da oben tatsächlich um etwas ganz anderes geht.
    Ferner muss ich mich immer wieder fragen, warum überhaupt sogenannte „Schutzkonzepte“ für Schulen „entwickelt“ werden (ich kann es nur in Gänsefüßchen setzen, weil ich sonst von einem spätpubertären Kicheranfall übermannt werde), wenn Infektionen in Schulen eigentlich nicht der Rede wert sind.
    Warum gibt es dann überhaupt Risikogruppen-Vordrucke für Schulmitarbeiter, wenn es doch kaum ein Risiko gibt?
    Mehr muss man doch eigentlich nicht hinterfragen, und dies sollte bei der Suche nach einer Antwort
    auch dem leidenschaftlichsten Bildungsgegner auffallen….

  14. Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass eine Eskalation über den Weg der Schulen gewollt ist. Dummheit wäre zu kurz gegriffen.
    An einer Schule im Nahbereich findet eine Konferenz mit 120 Lehrern in einem Raum statt und das in einer Stadt mit Inzidenz über 80. Wie kann eine Schulleitung das verantworten? Elternabende, Konferenzen, verpflichtende Weiterbildungen in Gruppen, Feiern. Wenn man sein Personal schon nicht von staatlicher Seite schützen kann, sollte man doch wenigstens alle Gruppensperenzchen unterlassen. Wir haben strikte Anweisung alle Mitarbeiter ins Home Office zu schicken. Und an Schulen finden Gruppentreffen statt? Statt die Klassen nach Stufenplan zu teilen macht man Business as usual. Unfassbar.

  15. Die Politiker können nicht für die Gesundheit der Kinder und Angehörigen sorgen also erfüllen sie nicht die Aufsicht Pflicht so müssen wir sie Zuhause lassen.

  16. Jörg,
    wir werden unsere Kinder nach den Herbstferien diesem Wahnsinn entziehen. Sie sind nicht mehr schulpflichtig und machen den Abschluss ein Jahr später. Kein Zeugnis ist es wert, seine Gesundheit zu gefährden. Mir persönlich reicht es jetzt, wie Schüler und Lehrer verheizt/erfroren werden und die Infektionszahlen immer weiter steigen.

    https://www.businessinsider.de/wissenschaft/gesundheit/studien-schulschliessungen-verhinderten-13-millionen-ansteckungen-in-den-usa-und-auch-in-anderen-laendern-waren-sie-die-bei-weitem-wirksamste-massnahme/?amp&__twitter_impression=true&fbclid=IwAR2YJnDBs9dM0ZSuUXDNnoD2oSXlnVX-IbU0pnHrW8bVbU7fBsWgkY967P8

    Sitzen nur Querdenker auf den Posten der Kultusminister? Haben alle Angst vor der AFD? Wollen die Freien Wähler bei der nächsten Wahl aus dem Landtag fliegen?
    Ist Politikern schon alles egal?
    In zwei Wochen wird es zu spät sein für Hybrid und andere Maßnahmen.

  17. Die Länderchefs, Kultusminister und Gsundheitsämter sind alle nicht mehr ernst zu nehmen. Sie machen erst Vorgaben, um sie dann nicht einzuhalten und sie um ein Mehrfaches zu überschreiten.
    München kratzt an der Hunderter-Indiz-Marke. Und was passiert? GAR NICHTS! Schulen laufen in Vollbesetzung und im Regelbetrieb weiter. Im Gegensatz zu den Grundschülern gehören die Schüler der weiterführenden Schulen und Berufsschulen teilweise zur Altersgruppe, die viele Infektionen haben und verbreiten, und sie können mit virtuellem Unterricht umgehen, wenn man von ihnen ein bisschen Eigenverantwortung einfordern kann. Aber auch da passiert nichts – keine Luftfilter, keine Gruppenteilungen, kein Mindestabstand, kein Hybridunterricht. Nur Lüften und Masken, die nach 2 Stunden durchgeweicht sind und dann keinen Schutz mehr bieten.
    Hier wird ganz bewusst die Gesundheit der Lehrer und Schüler aufs Spiel gesetzt!!! Vielen Eltern ist aber offensichtlich die durchgehende Beaufsichtigung und Betreuung ihrer jungen Erwachsenen wichtiger als deren Gesundheit. Das wird sich wohl erst ändern, wenn das eigene Kind und sie selbst erkranken oder die Lehrer so krank sind, um dann gar keinen Unterricht mehr geben zu können – weder präsent noch online.

  18. Teacher,
    in München zeichnet sich ab, dass Infektionen aus den beruflichen Schulen bereits in den medizinischen und pflegerischen Bereich schwappen. Die Schulpolitik ist verantwortungslos und hochgradig zynisch.
    https://www.antenne.de/nachrichten/corona-an-diesen-schulen-in-bayern-faellt-die-schule-aus/
    Es wird zu spät sein, wenn die ersten Lehrer und Schüler erkranken. Wenn die Zahlen und Intensivbelegungen weiter so steigen, werden Kliniken spätestens Ende November an ihre Grenzen stoßen.
    Aber immer noch gibt es auch in der Politik Traumtänzer, die denken, dass Covid an Deutschland vorbeigehen wird, wenn man nur fest genug die Augen schließt, damit Schulen weiter offen bleiben können. Mir tun alle leid, die Kinder in der Unter/Mittelstufe haben, die man nicht aus der Schule nehmen kann.
    Leider gibt es auch viele Eltern, die immer noch glauben, dass Schulen sicher sind. Und Eltern, die im Doppelverdienermodus ihre Kinder um jeden Preis betreut haben wollen und völlig ignorant auf Bedenken des Personals oder Risikokindern gegenüber reagieren. Ich verstehe alle, die auf das Geld angewiesen sind, aber in München sind die lautesten Regelbetriebverfechter die gelangweilten Helikoptermuttis oder die Doppel A’s (Doppelakademiker), deren Kinder mehr Statussymbol und Accessoire sind.
    Die Diskussion dreht sich doch nicht um die Alleinerziehende oder die Familie, die darauf angewiesen ist, dass monatlich zwei Gehälter fließen. Es geht auch nicht um die Krankenschwester oder Pfleger, die täglich Angst haben, dass sie über ihre Kinder Infektionen zu Patienten tragen.
    Es geht um die Eltern (meist im Home Office), die am lautesten sind. Die Vernünftigen stehen nur noch an der Seitenlinie und resignieren ob der geballten Verantwortungslosigkeit.

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