Mutiger Bürgermeister ordnet Wechselunterricht an – gegen das Kultusministerium

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HANNOVER. Der Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages, Frank Klingebiel, fordert wegen der hohen Infektionsgefahr in der Corona-Pandemie einen flächendeckenden Wechselbetrieb der Schulen. Und der Oberbürgermeister macht ernst: In Abweichung von der Landeslinie habe er für alle Schulen in Salzgitter weiter Wechselbetrieb bis zu den Weihnachtsferien ab 18. Dezember angeordnet.

Das Kultusministerium will den Präsenzunterricht durchsetzen – hat aber seine Rechnung offenbar ohne den OB gemacht.  Illustration: Shutterstock

Den Beschluss des Bund-Länder-Gipfels von vergangener Woche, die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu verwerfen und weiterhin auf Präsenzunterricht zu setzen, sieht Frank Klingebiel (CDU) kritisch. Diesen Kurs verfolgt auch das niedersächsische Kultuministerium. „Ich halte die stereotypen Aussagen unseres Kultusministers Grant Hendrik Tonne (SPD) über angeblich pandemiefeste Schulen für Durchhalteparolen, die mehr vom Wunsch als von der Realität geleitet werden“, meint dazu der OB. Und er zieht daraus Konsequenzen.

Mitte November bereits hatte die dramatische Entwicklung des Infektionsgeschehens in Salzgitter zu der Entscheidung geführt, durch Allgemeinverfügung der Stadt für alle Klassen bis zum morgigen 1. Dezember einen Wechsel ins Szenario B zu verfügen. Das sei eine aus Infektionsschutzgründen notwendige Entscheidung gewesen, „die größtenteils auf viel Zuspruch traf, aber die durchaus auch ihre Kritiker hatte“, so Klingebiel. Nach dem Bund-Länder-Beschluss und der daraus entstandenen neuen niedersächsischen Corona-Landesverordnung habe sich nun die Frage gestellt, wie es in Salzgitters Schulen weitergeht. Die Antwort: im Wechselunterricht.

Der Wechselunterricht ermöglicht es, die Abstandsregel im Unterricht einzuführen

Das Land sieht ab dem 1. Dezember Wechselunterricht mit geteilten Lerngruppen („Szenario B“) nur als Maßnahme für Schulen in Corona-Hotspots vor und beschränkt zudem auf Schüler ab dem 7. Jahrgang. Die eine Hälfte der Klassen wird dann im Präsenzunterricht in der Schule und die andere Hälfte über Distanzunterricht zu Hause beschult, damit die Abstandsregel in den Klassenräumen gelten kann. Mit Szenario A bezeichnet das Kultusministerium den vollen Präsenzunterricht im Regelbetrieb. Ein Hotspot ist nach der Definition des Bund-Länder-Gipfels eine Stadt oder ein Landkreis aber erst mit einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 200 – in Salzgitter betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag aber „nur“ 171,64, am heutigen Montag lediglich 112,2.

Nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Institut ist die Stadt damit nach wie vor im dunkelroten Bereich. Es sieht bereits ab einem Inzidenzwert von 50 für alle Schulen des betroffenen Gebiets eine generelle Maskenpflicht im Unterricht sowie eine Verkleinerung der Lerngruppen vor, damit die Abstandsregel in den Klassenräumen eingehalten werden kann (News4teachers berichtet ausführlich über die Empfehlungen des RKI für den Schulbetrieb – hier geht es hin). Kein Bundesland, auch Niedersachsen nicht, beachtet bislang diese Empfehlungen.

Die Stadt bezieht auch Grundschulen in ihr Wechelunterrichts-Modell ein – gegen das Land

Salzgitter will dennoch weiterhin im Wechselunterricht bleiben. Auch in anderen Punkten stellt sich die Stadt gegen das Kultusministerium: Sie bezieht Grundschulen und die Klassenstufen 5 und 6 in den Wechselunterricht mit ein. Und sie sieht keinen Sinn darin, dann womöglich kurz vor den Weihnachtsferien – wie in der Verordnung vorgesehen – wieder auf vollen Präsenzunterricht umzustellen. Denn eigentlich gilt das „Szenario B“ in Niedersachsen nur für 14 Tage, jedenfalls dann, wenn „der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 200 liegt und kein neuer Infektionsfall an der Schule vorliegt“. Diese Umstellung will der Oberbürgermeister allen Beteiligten ersparen.

Klingebiel betont: „Die Entscheidungsfindung habe ich mir mit meinem Krisenstab nicht leicht gemacht. Die unterschiedlichen Interessenlagen von Schulleitungen, Lehrkräften, Eltern und Kindern waren abzuwägen. Doch die wichtigsten Parameter für unsere Entscheidungsfindung sind nach wie vor der Infektionsschutz und die Bewertung des lokalen Infektionsgeschehens, also ein Blick auf die Fakten.“

„Die jetzt getroffene Entscheidung verlangt allen Betroffenen erneut eine Menge ab – keine Frage“, so Klingebiel. „Schule bleibt ein Ort des Lernens und des sozialen Miteinanders und doch spricht viel dafür, den Präsenzunterricht für alle weiter vorübergehend bis zu den Weihnachtsferien durch den Wechselunterricht in Szenario B zu ersetzen. Es waren seit den Herbstferien auch 14 Grundschulen von Quarantänemaßnahmen betroffen, ein Grund dafür, auf eine Differenzierung nach Jahrgangsstufen zu verzichten, denn das Corona-Virus macht es auch nicht. Ich werbe auch hier und heute erneut um Verständnis.“

Kultusministerium behauptet: Es besteht keine Notwendigkeit für einen Wechselunterricht in Salzgitter

Das Kultusministerium zeigt dieses nicht. „Nach hiesiger Einschätzung besteht keine Notwendigkeit, grundsätzlich die Hälfte aller Kinder aus den Schulen nach Hause zu schicken, um dort zu lernen“, meint ein Sprecher. „Das führt nun dazu, dass mehr als 7200 Kinder und Jugendliche ins Homeschooling müssen, verbunden mit all den großen Herausforderungen für Schulen, Eltern und Schülerinnen und Schülern.“ Gerade für nicht so lernstarke Schüler sei der Präsenzunterricht nach wie vor das Beste.

Selbstbewusst: So wirbt die CDU Salzgitter für ihren Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Foto: CDU Kreisverband Salzgitter

Zudem beteuert der Ministeriumssprecher: „Der Trend in Niedersachsen entwickelt sich weiterhin positiv.“ Das Kultusministerium macht das allerdings nicht an der Zahl der Infektionen unter Schülern und Lehrern ferst (dazu gibt es keine Daten), sondern anhand von Corona-bedingten Einschränkungen im Schulbetrieb. Am Montag waren 518 der rund 3.000 Schulen davon betroffen – also jede sechste –, aber 25 Prozent weniger als am 13. November; seinerzeit waren es 696 Schulen – jede vierte.

Klingebiel sieht das anders. Die Zahl der Neuansteckungen in Salzgitter habe sich zwar stabilisiert, aber das auf so hohem Niveau, dass keine Entwarnung gegeben werden könne. Der Inzidenzwert sei schwankend, bewegt sich jedoch seit Tagen um die 200-Marke herum. Seit Ende der Herbstferien waren in der Stadt insgesamt 27 Schulstandorte aller Schulformen von Quarantänemaßnahmen betroffen und mussten ohne Vorankündigung ins Szenario B wechseln. Das habe die Lehrer und die Familien vor immense organisatorische Herausforderungen gestellt. News4teachers / mit Material der dpa

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Anstelle eines Kommentars zur Schulpolitik: Ein persönlicher Brief an die Ministerpräsidenten

 

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55 KOMMENTARE

  1. Ganz großen Respekt vor diesem Politiker.
    Salzgitter darf sich glücklich schätzen.
    Ein Mann mit Charakter.
    Solche Leute brauchen wir in Verantwortung.. nicht diese Flaschen.

    Spannend wird jetzt, zu sehen, wie sich in den kommenden Wochen die Zahlen von denen im übrigen Bundesland unterscheiden.

    • Die Schulen sind seit zwei Wochen in Szenario B und unsere 7-Tage-Inzidenz ist in der letzten Woche von über 200 auf knapp über 100 gesunken.

  2. Ich verstehe wirklich nicht, was die KM reitet, so dermaßen dogmatisch am Präsenzunterricht zu kleben.
    Und zwar durch die Bank weg!

    Heute wieder Info: hier am Ort mussten 2 Kiga-Gruppen schließen und auch in der Grund-Werk-Realschule gibt’s Fälle.

    Die Presse informiert dari6 überhaupt nicht mehr.

  3. An sich eine gute Nachricht. Jetzt bin ich nur gespannt, ob das wie bei uns in der Ecke wieder kassiert wird oder ob die CDU daraus versucht Wahlkampf zu machen und sich als Retter hinzustellen.

  4. Bravo! Mutige Menschen, die auch eine Entscheidungsgewalt haben, müssten (wie die KM auch) einfach Fakten schaffen.

    Das ist schwer, das ist klar, ist man doch auf Gedeih und Verderb diesen Vollpfosten (es tut mir an dieser Stelle sehr leid, aber einen weniger abschätzigen Begriff bin ich mittlerweile nicht mehr bereit für Kultusminister*innen zu verwenden) und deren Weisungsbefugnis ausgeliefert.

    Das Interview mit Hubig mit Fr. Slomka sprach (mal wieder) Bände. Es ist einem schlicht unverständlich, dass niemand vom Land diesen Märchen Einhalt gebietet.

    Es wird immer deutlicher mit jeder Äußerung von KMs: Man setzt scheinbar Leute auf die KM-Posten so nach dem Motto: „Gib dem/der mal Kultus, da kannste nix kaputt machen…“ – Dumm nur, dass das sehr wohl möglich ist…

    Geil wäre, wenn Gott sie eines Tages fragen würde „Warum habt ihr Kinder meiner Schöpfung und deren Eltern fahrlässig verletzt und/oder geopfert?“ – KM: „Aber Herr Gott, als Bildungsminister/-in empfand ich es als meine Aufgabe ausschließlich für Bildung zu entscheiden… es ist schließlich ein Grundrecht.“ Und Gott so: „Ja klar, EIN Grundrecht unter vielen wichtigeren… Ihr habt meine Prüfung nicht bestanden – ab eine Etage tiefer!“

  5. Mal schauen wenn Herr Klingebiel durch ein linientreues Parteimitglied ersetzt wird. Man wird schon etwas finden, irgendwo in seinem Leben, was sehr tragisch, lehrreich und warnend ist, um keine Nachahmer zu ermutigen.

  6. irritiert, warum die KM so am Präsenzunterricht kleben? Vielleicht aus diesem Grund (schrieb ich vorhin an anderer Stelle):

    Man muss auch bedenken, dass Wechselunterricht zum einen bedeutet, dass die Kinder oft nur halb soviel Unterricht haben (an meiner Schule ist nämlich verboten, im Fernunterricht Neues zu vermitteln, es darf nur geübt werden). Das bedeutet, dass der Heimunterricht nichts anderes ist als „erweiterte Hausaufgaben“. Warum eigentlich glaubt man, dass Kinder, die sonst keine Hausaufgaben machen, dann die Hausaufgaben im Fernunterricht eher machen? Und wie viele können nicht, weil sie zuhause keine Hilfe haben?

    Zum anderen muss man gerade bei jüngeren Schülern bedenken, dass sie nicht unbetreut zuhause bleiben können bzw. Eltern das nicht wollen. Also wer betreut dann diese jüngeren Schüler zuhause? Und wie sollen Eltern das bewerkstelligen, wenn ihre Kinder alle 2 Tage oder jede 2. Woche zuhause bleiben? Wie sollen Eltern denn so arbeiten (wenn sie kein Homeoffice machen können)? Irgendwie scheint das hier niemanden zu interessieren?

    • Genau aus den von Ihnen genannten Gründen schlage ich einen täglichen Schichtunterricht mit halbierten Klassen vor.

      Dabei geht eine Hälfte vormittags zur Schule, die andere Hälfte nachmittags.
      Der Stundenplan muss halbiert werden.
      Ein Teil der Lehrer unterrichtet vormittags der andere Teil nachmittags.

      Für die dadurch reduzierten Schulstunden muss eine Betreuung angeboten werden.
      Für die Eltern ist es sicherlich einfacher die Betreuung zu organisieren wenn die Kinder täglich wenigstens 3 Stunden zur Schule gehen.
      Auch im Wechselunterricht sind die Schulstunden halbiert.
      Der Distanzunterricht wird völlig überbewertet und funktioniert ohnehin nur bei einem Teil der Schüler.

    • OKA, die, die SONST keine Hausaufgaben machen. Merken Sie was? Aber da bin ich bei Ihnen, Minderheiten haben grundsätzlich Vorrechte, da duldet man doch auch 400 zusätzliche Tote (oder mehr oder weniger) am Tag. Hausaufgaben, die SONST auch nicht gemacht werden, rechtfertigen also, dass die Infektionszahlen trotz Lockdowns seit Wochen nicht runtergehen? Und die älteren Schüler, die, wenn sie noch zur Schule gehen, das freiwillig tun, brauchen keine Lobby? Die könnten ja rein rechtlich jederzeit ihre Lebenspläne ändern, oder wie? – Wenn Familien überfordert sind, ist das schlimm, aber es ist der falsche Zeitpunkt, dies JETZT zu diskutieren. Ansonsten gab es im Frühjahr für die Kleinen Notbetreuungen.

    • Oka – WeU nur bei Tageswechsel und SuS ab 7. Klasse, OSt insgesamt im DisU – sodass Räume für Klassenteilung frei werden = gebraucht für die Beobachtungswoche einer Klasse, im Infektionsfall.
      Unterhalb von 200 Inzidenz noch besser: OSt w.o. – und dann abwarten, ob ein Inf.Fall eintritt. Bei Grundschulen und Kitas keine Wechselzeiten, sondern im Infektionsfall die Beobachtungswoche mit Teilung, Extraraum, zusätzl. Erzieherin bzw. 3 Lehramtsstudis als Lernbegleitung und Aufsicht. LuL machen mobilen Gruppenunterricht.
      DAS, werter Herr Klingenbiel – würde die ELternschaft entlasten, aber es würde Geld kosten, was Sie NICHT bereit sind, auszugeben! Also Wasser im Wein – gedämpfter ANlass zum Jubeln….

    • @Oka

      Sie sind ausreichend oft auf dieser Seite unterwegs, so müssen (!) Sie schon z.B. von der Möglichkeit der Notbetreuung im Zusammenhang mit den vorgezogenen Weihnachtsferien gehört haben.
      Der Grundgedanke dieser Notbetreuung ist nicht neu.
      Schon im Frühjahr wurden die Kinder systemrelevanter Berufsgruppen (z.B. medizinisches Personal, Einzelhandel) sowie Kinder aus sog. „Problemfamilien“ (häusliche Situation) betreut – sogar während der Osterferien.
      Diese Betreuung wurde durch Lehrkräfte während deren eigentlich unterrichtsfreien Zeit (der Volksmund verwechselt das gerne mit Ferien!) geleistet!

      Ebenso haben Sie ganz sicher schon häufiger zur Kenntnis genommen, dass hier etliche Forumsteilnehmer, viele davon Lehrkräfte, mehrfach und an verschiedenen Stellen geäußert haben, dass natürlich für die SuS, deren Eltern situationsbedingt (z.B. häusliche Situation) die tägliche Betreuung benötigen, diese auch zu gewährleisten wäre. Dies galt sogar an den Wochenenden – ist das immer noch nicht genug für Sie?
      Einige LuL schilderten, dass dies überraschend selten in Anspruch genommen würde.
      Soviel zu Ihrem Kritikpunkt „Irgendwie scheint das hier niemanden zu interessieren?“
      KMs kleben am Präsenzunterricht und auch an deren eigenen Standpunkten. Und was machen Sie, liebe Oka (anderes)?

      Wie ist denn die – ungeschönte – Realität in den Schulen? Wozu die ganze Quälerei ALLER zum Präsenzunterricht genötigten Personen?

      Unterricht? – Nein.
      „… an meiner Schule ist nämlich verboten, im Fernunterricht Neues zu vermitteln, es darf nur geübt werden“ – Liebe Oka, an der Schule Ihres Kindes wird man das nicht einfach so vor Ort bestimmt haben, wie Sie sicher wissen, ist eine Schule nicht ein selbständiger Betrieb wie ein Handwerksbetrieb, Imbissbuden oder ein unabhängiger Einzelhändler. Sollte es vor Ort Regelungen geben, die sich von einer anderen Schule unterscheiden, dann ist es womöglich auf unterschiedliche Gegebenheiten vor Ort zurückzuführen. Sicher haben Sie das schon im Gespräch vor Ort näher ergründen können.
      Nebenbei: „nur geübt“? – Das Üben ist ein extrem wichtiger Baustein des Lernprozesses, denn Lernen ist ja nicht nur Input und „fertig ist die Kiste“! Aber, liebe Oka, selbstverständlich ist Ihnen auch das absolut bewusst.

      Die Gegebenheiten vor Ort? – Wieder: Unterricht? – Nein.
      Betreuung? – Ja.
      Denn, liebe Oka, mehr kann ein klar denkender Mensch Ü18 in diesem Durcheinander und unter diesen tatsächlichen Bedingungen nicht mehr ernsthaft erwarten.

      „Irgendwie scheint das hier niemanden zu interessieren?“
      Liebe Oka, Sie müssen jetzt ein letztes Mal ganz stark sein: In diesem Land wohnen, arbeiten und leben ganz viele Menschen. Sie sind davon … 1.
      Und bevor Sie jetzt wieder den Joker der (alleinerziehenden?) berufstätigen Mütter ins Spiel bringen … Können Sie sich – notfalls unter Aufbietung Ihrer gesamten Kraft – wenigstens vorstellen (!), dass es Lehrkräfte gibt, die sich in genau dieser Lage befinden?

      • @ WHAT: Ja, Ganztag G8 wäre besonders dankbar für Wechselunterricht mit einer Woche Zeit zum Üben und Vertiefen. Her mit dem Wechselunterricht.

    • Sehe ich auch so, allerdings verfallen die KM dauernd in Schwarz-Weiß-Denken. Entweder Präsenzunterricht oder Schaden für alle Beteiligten. Was dazwischen alles möglich ist, darüber wird gar nicht diskutiert. Dass an Schulen die Neuvermittlung von Wissen über die Ferne verboten ist halte ich darüber hinaus für sehr bedenklich und frage mich, wer diese dämliche Entscheidung getroffen hat.
      Klar ist: uns fliegen nun die verpennte Digitalisierung und die seit Jahrzehnten andauernden Einsparungen im Bildungsbereich um die Ohren. Leider sehe ich in der Politik keinerlei Willen, daran etwas zu ändern. Der OB dieses Beitrages setzt zumindest ein Statement und ich denke, anders geht es bald nicht mehr

    • Liebe(r) Oka,
      wenn man sich die Pandemieentwicklung weltweit und auch hier anschaut, muss man sich wirklich fragen, ob es noch angemessen ist, auf einer „Nice-to-have“-Ebene zu denken. Es gibt gut durchdachte Schutzkonzepte, die möglichst viel Bildung und auch das Auffangen von Benachteiligten ermöglichen, die zugleich die gesamtgesellschaftliche Verantwortung in dieser Pandemie nicht vernachlässigen. Wenn in den Schulen Kompromisse zwischen größtmöglichem Gesundheitsschutz und dem Recht auf Bildung für alle gelebt werden können, dann kommt man als Politiker seiner Verantwortung nach. Leider sind derzeit die Schüler mit den Maßnahmen der Alltagsmasken und des Stoßlüftens im Grunde ohne Abstand völlig ungeschützt in den Schulen unterwegs unter unerträglichen Bedingungen (in erster Linie Kälte, Stundenausfall ohne Dach über dem Kopf, Beeinträchtigung durch eine fast nutzlose Maske). Sollte man da nicht für Linderung sorgen, wenn man es doch kann, um letztendlich alle zumindest etwas mehr zu schützen? Kitas, Grundschulen und Schüler bis zur 7. Klasse werden doch abgefedert in diesen Konzepten. Von daher verstehe ich Ihre Fragen nicht.

  7. Hier hat wurde durch mal richtig gehandelt.
    Die Gesamtpolitik scheint ja nicht mehr dazu in der Lage zu sein. Schlimm genug, das der Bürger dieser Inkonsequens ausgeliefert ist.
    Hut ab für diese Entscheidung.

  8. Man kann nur hoffen dass andere Städte mit so hohen Inzidenzwerten diesem Beispiel folgen und ihrer Verantwortung für vorbeugenden Gesundheitsschutz gerecht werden, wenn es schon die Kultusminister nicht tun. Ich finde diese Vorgehensweise, erst aktiv zu werden, wenn es an einer Schule Infektionsfälle gibt, kriminell.

  9. Hohen Respekt.
    Ich hoffe das endlich mehr nachziehen. Das ist sehr gut durchdacht. Ich habe selber schon einen Zuhause gehabt. Das kommt dann so plötzlich und, auch wenn der Lehrer ganz toll im Vorfeld Mappen für die Kinder angefertigt hat, man steht von heute auf morgen mit den kurzen da, der aufeinmal jemanden Zuhause braucht. Schon alleine die Abstände in der Klasse. Eigentlich wäre es auch sehr wichtig wenn es endlich eine FFP2 Maskenpflicht für alle Schüler in jedem Jahrgang gäbe. Meine tragen alle FFP2 und seit die erhältlich sind, es ist ein ganz anderes Sicherheitsgefühl.
    Die sind zwar teurer aber, für den Schutz meiner liebsten zahle ich jeden Preis und auch dann, wenn es heißt das ich mir eben mal keine neuen Klamotten kaufen kann.
    300 Euro Bonus habe ich für meine 3 Schulkinder an ffp2 Masken ausgegeben. Jemand der weniger Kinder hat, braucht nicht So Viele Masken.
    Ich denke so hab ich einen Drittel gut und an richtiger Stelle ausgegeben.
    Viele Eltern sollten sich auch mal überlegen, was sie nun wollen. Schutz für ihre Kinder oder nur genöle.
    Wenn ich sehe wieviele Kinder sich ohne Masken vor Schulen stapeln, Grundschüler ohne Maske zur Schule gehen nur, weil es keine Pflicht ist.
    Was denkt so manch einer eigentlich wer letzendlich für den Schutz in der Schule mit verantwortlich ist?
    Ich will auch dringend Wechselunterricht!
    Das befreit mich aber persönlich nicht von der Pflicht meine Kinder bestmöglich geschützt zur Schule zu schicken. Mit einbezogen meine Grundschulkinder.
    Das auch nicht nur in der Schule sondern, auch auf den Wegen dorthin.
    Wir haben als Eltern sowas, das nennt sich Pflicht oder Recht an Fürsorge und Erziehung.

  10. Endlich ein vernünftiger Mensch! Dafür Respekt und die Salzgitter Lehrer, Schüler und Familien können sich glücklich schätzen so jemanden zu haben. Dann wollen alle Lehrer sich bestimmt schnell versetzen lassen. 😉
    An die übrige Regierung, außer Merkel: Lehrer werden (?derzeit) von der Politik wie der letzte Dreck behandelt.
    Sehr motivierend, hilft ungemein die Gesellschaft zu prägen. (Ironie) Die unser Land dann in 20 Jahren trägt.

    Ich weiß jetzt schon, wen ich nicht mehr wählen werde.

    • Aber gerade viele Eltern wollen das gar nicht (siehe mein Kommentar oben) und für etliche Schüler ist das gerade nicht förderlich.

      • Diese Eltern verstehen die Gefahr offenbar erst, wenn sie oder nächste Freunde oder Verwandte mit schwerem Verlauf von COVID-19 hospitalisiert werden.

      • Ja, aber viele Eltern wollen das und haben ein schlechtes Gewissen, weil sie darauf hoffen müssen, dass ein Kind an der Schule erkrankt, damit die Schule ins Szenario B gehen kann.

        Ich bin gerade täglich an meinen Grenzen und darüber hinaus, die Verantwortung, dem Kind Lehrstoff der 8. Klasse zu vermitteln, ist verdammt groß. Aber lieber das, als ein krankes Kind.

  11. Ich bin selber stink sauer das von unseren Ministerien zum verrecken nichts kommt was endlich mal den Schutz an Schulen und Kindergärten verbessert.
    Aber, gerade dann, wenn man von denen so Maßlos im Stich gelassen wird.
    Dann muss man wirklich konsequent und vernünftig handeln und nicht den Kopf im Sand stecken und warten.
    Die hören nicht und, werden nichts ändern.
    Das Programm wird von denen knallhart mit dem Wissen vom Risiko durchgezogen.
    Die 3 Lehrer und Erzieher die in der letzten Woche an Corona gestorben sind,
    das nenne ich um jeden Preis.
    Hier sind sich alle einig, WIR wollen das nicht.
    Also tut, wo ihr selber könnt und, passt auf euch und eure liebsten auf.

    • Sehr interessanter Beitrag.
      … bei dem man arg ins Zweifeln kommt!
      Mario Voigt CDU Fraktionschef CDU-Fraktion im Thüringer Landtag: ab Minute 30:00
      „Lehrer mischen sich mittlerweile ihre eigenen Infektionsmittel.“

      Bitte WIE??? – Nein, nicht verhört!
      Mehrfach spricht Herr Voigt von I n f e k t i o n s m i t t e l n , statt korrekt von DESInfektionsmitteln.
      Oh mein Gott – und solche Leute sind in der Politik -.
      Lieber Gott schmeiß Hirn vom Himmel bei diesem inkompetenten Gelabere der Politiker!

  12. Bravo, wenn einem die Gesundheit der Bevölkerung am Herzen liegt, macht man es genau so! Und in kleineren Lerngruppen kann man besser und nachhaltiger arbeiten und lernen! Die Kumis haben in den letzten 10 Jahren nichts unternommen, um den Unterricht qualitativ zu verbessern, das durften die Lehrer☆innen allein mit Mehraufwand und -arbeit leisten, wurde den Eltern von den Kumis dann als „individuelle Förderung“ verkauft. In Klassen mit annähernd 30 SuS mit z.T. erheblichen Förderbedarf in vielen Bereichen, auch sozial-emotional- eine leere Worthülse! Wehe, wenn Eltern das erkennen und ihre Kinder tatsächlich auf gute Art und Weise unterrichtet sehen wollen und es ihnen nicht nur um Betreuung und Verwahrung geht!

  13. Ich (Lehrer) liege hier, hab seit gestern Symptome, habe mich sehr pingelig an alle Vorgaben gehalten und habe nachher einen Coronatest… Mir ist gerade sehr danach meine zuständige Ministerin auf mindestens Kostenübernahme zu verklagen. Ist davon auszugehen, dass es nichts bringt, aber weiß jemand, ob es da schon Fälle gibt oder wie man da vorgehen könnte? Ich will die Leute nicht einfach so davon kommen lassen. Das ist nur noch grob fahrlässig. Zudem lebe ich alleine und verkneife mir auch alle Kontakte, da ich als Lehrer eben der perfekte Verbreiter bin. Jetzt sehe ich, wie richtig ich lag. -.-

    • Lieber Lehrer_X, ich möchte Ihnen an erster Stelle viel Kraft und Zuversicht wünschen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wieviel Unsicherheit und auch durchaus Angst eine positive Diagnose mit sich bringt. Ich hoffe natürlich, Sie werden negativ getestet…
      Zum Thema an sich… Meinen größten Respekt für die mutige Entscheidung des OberBürgerMeisters, der seinem Amt und dessen Bezeichnung an dieser Stelle tatsächlich gerecht wird. Bravo! Bleiben Sie stark für die Bürger, die Ihnen vertrauen und vertreten Sie weiterhin deren Interessen. Sie sind ein Vorbild für viele Amtskolleg*Innen!

  14. Offtopic:

    „ GEW scheitert vor Gericht mit Klage für Corona-Schutzmaßnahmen“

    Die GEW hat als Gewerkschaft geklagt! Das Gericht hat den Antrag zurückgewiesen, weil die körperliche Unversehrtheit der Gewerkschaft gar nicht verletzt werde.
    Nicht einmal das haben sie hinbekommen!! Da kann man sich nur an den Kopf fassen. Als ob die GEW ganz subtil und perfide dieses Spiel mitspielt.

  15. Allen Wünschen zum Trotz sind in Salzgitter Grundschulen genauso betroffen wie andere Schulen.

    Da ist es konsequent, die Maßnahmen auf die Grundschulen auszuweiten während die Landesregierung es immer noch wahrhaben wollen.

    • Ich könnte mir vorstellen, dass nicht nur in Salzgitter die Grundschulen betroffen sind. Es ist irgendwie nicht vorstellbar, dass unsere Kinder anfälliger sein sollten als die aus Braunschweig oder Goslar.

  16. „Doch die wichtigsten Parameter für unsere Entscheidungsfindung sind nach wie vor der Infektionsschutz und die Bewertung des lokalen Infektionsgeschehens, also ein Blick auf die Fakten.“
    Das meine Damen und Herren, ist ein kräftiger Schlag ins Gesicht der Kultusminister und ich finde das super.

  17. Ich bin sehr gespannt, wie lange diese Sache aufrechterhalten werden kann. Unsere Schule hat es auch versucht – nach 1 1/2 Wochen kam freitags Nachmittags das Ministerium und hat die Halbierung der Klassen in A-B-Guppen und täglichem Wechselunterricht verboten – was bis dato übrigens tadellos lief. Seit Montag läuft alles wieder wie vorher – Lehrer und Schüler sind fassungslos, Eltern gehen auf die Barrikaden.
    Ich drücke die Daumen, dass es hier länger klappt!

  18. Endlich mal jemand der Entscheidungen trifft!
    Der Schutz für den Nachwuchs, egal welche Altersklasse, scheinen viele mit Entscheidungsmacht nicht zu interessieren.
    Weiter so Herr Klingebiel!

  19. Danke! Endlich jemand der für die Kinder und Lehrer einsteht! Wo ist denn die gute Gewerkschaft, auf die wir uns verlassen sollten und wo sind die Eltern und ihre Klagen? I h verstehe es nicht. Kein Schutz existiert derzeit. Unterricht in bis zu fünf verschiedenen Klassen täglich! Kinder sind positiv, die restliche Klasse darf weiterhin Präsenzunterricht machen. Gesundheitsamt sagt, es besteht keine Gefahr!

    • @Lehrer mit Berufswechselwunsch

      Sie fragen „Wo ist denn die gute Gewerkschaft, auf die wir uns verlassen sollten …“
      Na, wenigstens von einer Gewerkschaft wissen wir das:
      https://www.lehrernrw.de/aktuell/artikel/sven-christoffer-folgt-auf-brigitte-balbach.html

      „Neben Brigitte Balbach zieht sich mit Ulrich Brambach ein weiteres „Urgestein“ von lehrer nrw aus der aktiven Vorstandsarbeit zurück. Brambach war von 1991 bis 2008 Verbandsvorsitzender und seither als Schatzmeister weiterhin im Vorstand tätig. Beide haben den Verband über Jahrzehnte geprägt und als gewichtige Stimme in der nordrheinwestfälischen Bildungslandschaft etabliert, wie auch Schulministerin Yvonne Gebauer und Innenminister Herbert Reul als Gastredner hervorhoben.“

      Bestimmt gibt es bald wieder etwas zu feiern?
      Da muss man die Gastrednerin nur rechtzeitig einladen, weil Sie ja ständig damit beschäftigt ist, gute Reden zu halten und darin allerlei Geistreiches unters Volk zu streuen. Andereseits, was tut man nicht alles für gute Bekannte/Freunde?
      Vielleicht wurde sogar die „Nummer“ mit dem Schulbeginn ab 7 Uhr zwischen Stehkaffee und Prosecco gemeinsam erarbeitet?
      Dann sollten wir endlich aufhören, auf hohem Niveau zu klagen – die Gewerkschaft tut mindestens genau so viel wie (ihr Vorbild??? ihr Leitstern??? ihre BFF???) Gebauer.

      Von anderen Gewerkschaften kommt auch oft Halbgares.
      Irgendwie sind die so nützlich und hilfreich wie es eine Netzstrumpfhose als Segel wäre.

  20. „mutiger“ Bürgermeister…. Unser Landrat hat schon vor zwei Wochen entschieden, dass wir im Landkreis in den Wechselunterricht gehen. Die Zahlen sind seither gesunken und wir können wieder ins Szenario A wechseln.

    • Das hat Herr Klingebiel auch bereits vor 2 Wochen. Und nun hat er die Allgemeinverfügung verlängert bis zu den Weihnachtsferien. Und die Zahlen sinken.

  21. Endlich ein Politiker, der auch den Grundschülern ihr Recht auf Infektionsschutz ermöglicht! Salzgitter ist um diesen Oberbürgermeister mit Rückrat sehr zu beneiden. Ein Politiker, der noch Mensch ist und die Gesundheit aller seiner Bürger, auch der kleinen Grundschüler an oberste Stelle stellt.

    • Vermutlich wurde in SZ so entschieden, da die marode Nord-Süd-Fahrt, die schon zu unseligen Zeiten gebaut worden ist, als die Stadt noch nach dem „Reichsfischfuttermeister“ benannt war, zusätzlichen Schulbusverkehr bei versetzten Schulanfängen oder Fortsetzung des Regelbetriebes nicht weiter verkraftet hätte.

  22. Liebe Okay,
    Ich beziehe das jetzt auf deinen Kommentar von vorhin Punkt ich bin eine Schülerin, ein Scheidungskind. im Alter von 11 Jahren musste ich für mich selbst kochen und habe es fertig gebracht viele viele Stunden alleine zu Hause zu verbringen mich selbst zu beschäftigen und mit mir selbst zu lernen. Das ist nun mal so. Wenn man nur ein Elternteil hat. Somit kann mir keiner erzählen dass die Schüler nicht in der Lage sind sich selbst zu motivieren und sich mit ihren Schulsachen zu beschäftigen für ein paar Stunden am Tag weil genau das ist es nämlich.Wenn ein Schüler sich im Präsenzunterricht nicht dazu aufraffen kann Hausaufgaben zu machen wird er das im Distanz Unterricht auch nicht und das ist ein Fakt. Deswegen macht es für mich eine Schülerin auch keinen Unterschied ob ich von zu Hause Unterricht habe oder in der Schule weil entweder setze ich mich für meine eigene Schulbildung ein und motiviere mich für diese oder ich lasse es. Und das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir sind nämlich Menschen mit einer eigenen Meinung Punkt und eigenen Zielen.Und lieber sitze ich zu Hause vor einem PC und friere nicht zu Tode anstatt dass ich in der Schule sitze durchgehend krank bin und erfriere. Das heißt für mich man kann Theorie auch von zu Hause besprechen und für mich gibt es da keine Ausreden weswegen einen Schüler, der über der siebten jahrgangsstufe ist oder in der siebten jahrgangsstufe ist das nicht alleine fertig bringen kann wenn die Schule natürlich den Schülern alle Mittel zur Verfügung stellt. Bsp: Tablets.

  23. Liebe Okay,
    Ich beziehe das jetzt auf deinen Kommentar von vorhin Punkt ich bin eine Schülerin, ein Scheidungskind. im Alter von 11 Jahren musste ich für mich selbst kochen und habe es fertig gebracht viele viele Stunden alleine zu Hause zu verbringen mich selbst zu beschäftigen und mit mir selbst zu lernen. Das ist nun mal so. Wenn man nur ein Elternteil hat. Somit kann mir keiner erzählen dass die Schüler nicht in der Lage sind sich selbst zu motivieren und sich mit ihren Schulsachen zu beschäftigen für ein paar Stunden am Tag weil genau das ist es nämlich.Wenn ein Schüler sich im Präsenzunterricht nicht dazu aufraffen kann Hausaufgaben zu machen wird er das im Distanz Unterricht auch nicht und das ist ein Fakt. Deswegen macht es für mich eine Schülerin auch keinen Unterschied ob ich von zu Hause Unterricht habe oder in der Schule weil entweder setze ich mich für meine eigene Schulbildung ein und motiviere mich für diese oder ich lasse es. Und das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir sind nämlich Menschen mit einer eigenen Meinung und eigenen Zielen.Und lieber sitze ich zu Hause vor einem PC und friere nicht zu Tode anstatt dass ich in der Schule sitze durchgehend krank bin und erfriere. Das heißt für mich man kann Theorie auch von zu Hause besprechen und für mich gibt es da keine Ausreden weswegen einen Schüler, der über der siebten jahrgangsstufe ist oder in der siebten jahrgangsstufe ist das nicht alleine fertig bringen kann wenn die Schule natürlich den Schülern alle Mittel zur Verfügung stellt. Bsp: Tablets.

  24. Für mich als Vater ist es absolut unverständlich, warum überall trotz Maske Abstand gehalten werden soll, dies in den Klassenzimmern aber angeblich nicht notwendig sein soll.
    Warum dürfen denn trotz Maske nicht mehr so viele Leute in die Geschäfte? Und warum muss man in den Fußgängerzonen an der frischen Luft Maske tragen, obwohl Lüften doch das Allheilmittel gegen eine Infektion sein soll? Und warum im Sommer, oder spätestens Anfang Oktober, als die Infektionszahlen stiegen, nicht schon tragfähige Konzepte erarbeitet wurden, muss auch kein Mensch verstehen! Davon, dass die meisten Schulträger es verpennt haben, in den Schulen durch bauliche Maßnahmen irgendwie die Situation zu verbessern, wollen wir gar nicht erst sprechen.
    In meinen Augen geht es den Kultusministern nur darum, dass die Kinder betreut werden, damit die Eltern zur Arbeit gehen können. Die Gefahr für die Kinder, Eltern und auch die Lehrer wird dabei komplett ignoriert!
    Ich wäre für ein tägliches Wechselmodell. So verlieren die Schüler nicht den Kontakt zu den Lehrern und können an den Tagen zu Hause den Stoff vertiefen.
    Durch die kleineren Lerngruppen wird vermutlich gar nicht so viel weniger vermittelt als sonst.
    Selbst wenn, wäre mir das auf jeden Fall viel lieber als die derzeitige Situation, in der ich über meine zwei Kinder indirekt Kontakt zu über 60 Familien habe!
    Darum Respekt für Herrn Klingebiel!

  25. Ich als Mutter habe heute einen Termin beim Anwalt.Wenn möglich werde ich die Landesregierung wegen den nicht eingehaltenen Abstandsregeln in Schulen verklagen.Mal hören,was da zu machen ist.

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