Die Kultusminister haben gezockt – Schüler, Eltern und Lehrer haben verloren

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Ein Kommentar von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek

DÜSSELDORF. Muhammad as-Sahhaf, ehemaliger Informationsminister des Irak, wurde im Krieg 2003 zur komischen Figur. Seine Presseerklärung, die vordringenden US-Soldaten würden angesichts der zahlenmäßigen Überlegenheit irakischer Truppen vor den Toren Bagdads massenhaft Selbstmord begehen, sorgte weltweit für Erheiterung. Bei seiner letzten Pressekonferenz vor laufenden Kameras kündigte er dann den endgültigen Sieg des Regimes von Saddam Hussein an. „We are winning this war, and we will win the war. This is for sure.“ Im Bildhintergrund waren bereits einrückende amerikanische Panzer zu sehen. Seitdem hatte as-Sahhaf seinen Spitznamen weg: Comical Ali.

News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf
News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf

Ähnlich absurd geben sich in den vergangenen Tagen einige Kultusminister. „Die aktuellen Zahlen zum Schulbetrieb in dieser Woche zeigen, dass das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen auch im Dezember so stabil ist wie in den Wochen zuvor“, verkündete NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) noch am Freitag. Nur Minuten später kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) an, die Schulbesuchspflicht in der kommenden Woche auszusetzen.

Niemand solle glauben, dass eine Schließung von Schulen «die entscheidende Stellschraube» für die Eindämmung der Corona-Pandemie wäre, meinte der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) ebenfalls noch am Freitag. Die bisherigen Erkenntnisse zeigten, «dass Schulen natürlich keine virusfreien Blasen sind, aber dass sie auch keine Brandbeschleuniger sind, keine Treiber der Pandemie». Und KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD), die offenbar schon etwas besser über die bevorstehenden Entscheidungen informiert war, forderte sogleich: Wenn es schon zu Schließungen kommen müsse, sei es wichtig, die Schulen «schnell wieder in den Regelbetrieb zu bekommen».

Die Kultusminister verwarfen sämtliche Warnungen der Fachwissenschaften für den Schulbetrieb

Hier hört der Spaß auf. Schon seit Mai beten die Kultusminister herunter, Kinder und Jugendliche seien praktisch nicht ansteckend, die Kitas und Schulen seien sicher, sie seien keine „Treiber der Pandemie“ (was immer das auch bedeuten sollte – konkretisiert wurde der Begriff nie). Beratungsresistent verwarfen die Kultusminister sämtliche Warnungen der Fachwissenschaften – von der Leopoldina, von der Gesellschaft für Virologie, sogar vom Robert-Koch-Institut, der obersten Bundesbehörde für den Seuchenschutz in Deutschland. Der Empfehlung zu folgen, einen Schwellenwert einzuführen, ab dem dann die AHA-Regeln in den Klassenräumen gelten und dafür Wechselunterricht eingeführt wird, hätte für Klarheit und geregelte Abläufe bei allen Beteiligten gesorgt. Die Kultusminister haben stattdessen ein gigantisches Chaos angerichtet. Die zweite Welle konnte ungebremst durch die Klassenräume rollen.

Gehandelt wurde, wenn überhaupt, nur auf öffentlichen Druck hin. Dass Lüften in der kalten Jahreszeit zum Problem werden könnte, damit beschäftigten sich die Kultusminister erstmals mit einer Expertenanhörung am 23. September, also zum Herbstanfang – viel zu spät, um technische Lösungen anzugehen. Die KMK erhebt erst seit vier Wochen Daten zum Infektionsgeschehen in Schulen – viel zu spät, viel zu unsystematisch, um daraus Erkenntnisse zu gewinnen, die uns jetzt weiterbringen könnten. Das war aber auch nie beabsichtigt, denn das Ergebnis stand für die Kultusminister ja schon seit Frühsommer fest und wird von ihnen bis heute vor laufenden Kameras heruntergebetet, Hunderten von Ausbrüchen an Kitas und Schulen, die das Robert-Koch-Institut mittlerweile zählt, zum Trotz. Comical Ali lässt grüßen.

Dieses Schuljahr, das ist absehbar, wird nicht regulär zu Ende gehen

Das ist leider nicht nur tragikomisch. Das ist ein Problem. Denn einen echten Plan B gibt es nicht. Die Kultusminister haben sich darauf verlassen, nach den paar Wochen Trubel im Frühjahr wieder mehr oder weniger gemütlich ihren Dienst verrichten zu können. Sie haben gezockt – und Lehrer, Schüler und Eltern haben verloren. Dieses Schuljahr, das ist absehbar, wird nicht regulär zu Ende gehen. Wenn die Kultusminister nicht endlich anerkennen, dass ein Schulbetrieb in einer Pandemie nur mit funktionierendem Infektionsschutz aufrecht erhalten werden darf, und die entsprechenden Konsequenzen daraus ziehen, dann starten die Schulen nämlich nach den Weihnachtsferien wieder in den ungeschützten Regelbetrieb. Und die nächste Corona-Welle ist schon absehbar. News4teachers

Der Autor

Der Journalist und Sozialwissenschaftler Andrej Priboschek beschäftigt sich seit 25 Jahren professionell mit dem Thema Bildung. Er ist Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus – eine auf den Bildungsbereich spezialisierte Kommunikationsagentur, die für renommierte Verlage sowie in eigener Verantwortung Medien im Bereich Bildung produziert und für ausgewählte Kunden Content Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Andrej Priboschek leitete sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen.

In eigener verlegerischer Verantwortung bringt die Agentur für Bildungsjournalismus tagesaktuell News4teachers heraus, die reichweitenstärkste Nachrichtenseite zur Bildung im deutschsprachigen Raum mit (nach Google Analytics) im Schnitt mehr als einer Million Lesern monatlich und einer starken Präsenz in den Sozialen Medien und auf Google. Die Redaktion von News4teachers besteht aus Lehrern und qualifizierten Journalisten. Neben News4teachers produziert die Agentur für Bildungsjournalismus die Zeitschriften „Schulmanager“ und „Kitaleitung“ (Wolters Kluwer) sowie „Die Grundschule“ (Westermann Verlag). Die Agentur für Bildungsjournalismus ist Mitglied im didacta-Verband der Bildungswirtschaft.

Hier geht es zur Seite der Agentur für Bildungsjournalismus.

„Corona außer Kontrolle“: Kita- und Schulbetrieb wird ab Mittwoch heruntergefahren – wie es nach den Weihnachtsferien weitergeht, ist unklar

 

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93 KOMMENTARE

  1. Gezockt, in der Tat.

    Lustig sind auch die zahlreichen Begründungen, die uns im Laufe der Zeit präsentiert worden sind, um das Nichtstun zu erklären. Diese hier ist bislang mein Favorit – von Ties Rabe natürlich:

    „Es geht nicht nur darum, Fächer zu lernen, sondern es geht um Lebensorientierung, es geht darum, dass hier junge Menschen auf dem Weg ihrer Persönlichkeitswerdung unterstützt werden und deswegen sollte man hier nicht immer leichtfertig die Schule zur Disposition stellen.“

    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Wann-kommt-der-harte-Lockdown-fuer-Hamburg,hamj103574.html

    10.12.2020, es geht um fünf Tage vor den Weihnachtsferien

    • In einer der letzten Sendungen von Markus Lanz (glaube war die vom 09.12.) verstieg er sich auch zu dieser steilen These.

      Nicht O-Ton, aber sinnierend wiedergegeben:
      Da sich SchülerInnen zu 80 % außerhalb der Schule infizieren, ist zu überlegen, ob es für die Pandemie-Eindämmung nicht sogar sinnvoller wäre, die Schüler im Präsenzunterricht zu belassen. Denn außerhalb der Schule besten jederzeit die Gefahr, dass sich die SchülerInnen anstecken oder dass sie womöglich sogar noch die Pandemie durch ihr Freizeitverhalten befeuern könnten.

      • Oh je, Rechtschreibprüfung mit Wortersetzung … sorry.

        Ich wollte „…, aber sinngebend wiedergegeben:“ und „… außerhalb der Schule besteht jederzeit die Gefahr, …“

        Wer sonst noch Fehler in diesem und anderen Post von mir findet … meine Rechtschreibung ist nicht gut aber zumindest keine Katastrophe 😉

    • Alle Kultusminister in ein Sack und immer mit dem Knüppel druff. Man trifft immer den Richtigen. Und zwar bis zum Ende des Lockdown, denn die sind dafür zum größten Teil verantwortlich.
      Diese Kultusminister mit ihren Märchen von virenfreien Schulen sind nicht mehr zum aushalten. Zuletzt wurde ja noch die Quarantäne abgeschafft bei Positivfällen nur weil Maskenpflicht bestand und das Testen an Schulen abgeschafft.

  2. Wenn das Wissen der Wissenschaftler komplett ignoriert wird, welchen Nutzen hat dann die Wissenschaft?
    Was nützt all das Wissen, wenn wir nichts damit anfangen?

    Die Kultusminister*innen hätten sich an die Empfehlungen der Wissenschaft halten MÜSSEN statt auf dubiose Kinderärzte zu vertrauen.
    Wir zahlen gerade eine viel zu hin und inakzeptablen Preis für die falschen Behauptungen dieser Kinderärzte. Dafür sollten sie alle zur Verantwortung gezogen werden!

      • Sie SOLLTEN nicht nur zur Verantwortung gezogen werden… Ich hoffe die werden zur Verantwortung gezogen. Die haben mit ihrer Abgehobenheit, Borniertheit, Dummheit und Ignoranz Leben auf dem Gewissen. Können die noch in den Spiegel schauen?

    • Das wäre nötig, am besten man beginnt damit bald, bevor sie nach den Weihnachtsferien weitermachen, wo sie aufgehört haben.

    • Nun wer auf Kinderärzte hört und nichtmal erkennt, dass wenn nur 0,5% der Kinder infiziert sind ein Inzidenz von 500 vorliegt, der sollte ganz still sein und mehr Mathe in den Schulen unterrichten lassen (0,5% von 100000 = 500)
      Sogesehen haben die Kinderärzte bewiesen, dass die meist symptomlosen Kinder eine entscheidende Rolle im Pandemiegeschehen spielen (asymtomisch infizieren im Schnitt 30 weitere =》r=30!)

  3. Das Schlimmste an der ganzen Angelegenheit ist, dass die KMs keinerlei Verschulden ihrerseits sehen, sondern weiterhin ihr selbst geschriebenes Märchenbuch auswendig lernen und dieses dann herunterleiern. Leider ist kein Einsehen, dass die KMs und auch die Landesfürsten einen riesen Fehler gemacht haben (Festhalten an der Schulpflicht) und wahrscheinlich weiterhin machen werden, erkennbar. Sie nutzen nun die Weihnachtsferien für die Präsenzpflichtbefreiung ab dem 16.12.2020. Wie witzig, wenn es ihnen wirklich wichtig gewesen wäre, hätte man ab sofort handeln müssen und die Präsenzpflicht schon von Pandemiebeginn an, aufheben müssen, aber so hat das Virus halt noch ein paar Tage länger Zeit sich zu vermehren. Wahrlich unglaublich! Irgendwann werden diese Kinder und Jugendliche mal über diese KMs und Landesfürsten als vielleicht kranke Menschen /Senioren /Pflegebedürftige, was auch immer, politisch „entscheiden“ müssen, denn die KMs und Landesfürsten werden ja auch mal alt und vielleicht gebrechlich. Mal sehen, was dann noch in den Köpfen der heutigen Kinder und Jugendlichen steckt. Denn viele haben Angst sich und/oder ihre Liebsten anzustecken und wissen nicht, welche Folgen daraus entstehen können. Das hat keiner in 2021/2022… vergessen. Nein, dieses Festhalten am Schulhausanwesenheitszwang wird Kinder und Jugendliche prägen und in ihren zukünftigen Entscheidungen beeinflussen.

  4. Es braucht an den Schulen ja noch nicht einmal große Ausbrüche, damit das ein Problem wird. Es reicht vollkommen, wenn jedes infizierte Kind (egal, ob es sich in der Schule oder draußen infiziert hat) in der Schule ein einziges weiteres Kind ansteckt. Das alleine sorgt schon für R gleich 1. Steckt es mehr an oder steckt es außerhalb der Schule noch jemanden an, dann ist R schon größer als 1.

    In einer Klasse mit 30 SuS, keinem Abstand, Alltagsmasken (statt FFP2) und einem Lüftungs“konzept“ (20-5-20), das nicht einmal für genug Luftwechsel sorgt, um den Bedingungen des Arbeitsschutzes zu genügen (sonst würde die Co2-Ampel nicht schon vor Ablauf der 20 Minuten anschlagen), ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass es an vielen Stunden pro Tag über vermutlich mehrere Tage (weil meist symptomlos) diese EINE Ansteckung gibt.

    Es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, jemanden bei einem Kontakt anzustecken. Je mehr Kontakte es werden, desto wahrscheinlicher wird es, dass es klappt. In der Schule sind es jeweils 30+ „Versuche“ in Form enger Kontakte.

    Das muss berücksichtigt werden und daraus kann man eigentlich nur zwei mögliche Ansätze ableiten, wenn man Präsenzunterricht haben will:

    A: Man macht den Präsenzunterricht sehr sicher. Dazu braucht man Luftfilter UND Abstände UND Masken UND kleinere Klassen.

    B: Man sorgt dafür, dass es so wenige Infektionen gibt, dass das Risiko einer Ansteckung auch beim weitgehend ungeschützten Präsenzunterricht verschwindend gering ist. Dazu darf die Inzidenz aber nicht bei 50 liegen, sondern (siehe Sommer!) VIEL niedriger. Ich würde da mal 5-10 in den Raum werfen. Dann muss man das ganze so fahren, dass man alles öffnet und bei 20 wieder einen harten Lockdown macht. Wenn dann wieder 10 erreicht sind, dann wieder alles auf. Von 20 auf 10 dürfte schnell gehen… vermutlich würde das dann so aussehen, dass man immer drei bis fünf Wochen Unterricht im Wechsel mit ein bis zwei Wochen Lockdown hat. Wenn man das so in den Sommer oder bis zu den Impfungen schafft, dann hätte man das Ziel erreicht, möglichst viel (nicht möglichst lange, wie die KMK es versucht hatte) Präsenzunterricht zu ermöglichen, OHNE dass man damit die Infektionszahlen deutlich hochtreibt.

    Ein Blick nach Asien oder nach Neuseeland zeigt, dass es klappt, Corona auf sehr niedrigem Niveau zu halten, indem man schon bei wenigen Neuinfektionen hart reagiert.

    Es muss alles daran gesetzt werden, eine Wiederholung der Schulpolitik der letzten Monate auszuschliessen. Das hätte noch einmal eine fünfstellige Anzahl von Toten zur Folge.

    • Jan aus H – Klare Analyse MIT Langfristperspektive – SEHR selten hier!
      Was mich wundert:
      Warum formulieren Sie den Ansatz A nicht weiter aus? – die Alternative B. ist doch ein Horror – weg. der Todespfer UND wegen der vielen anderen Belastungen allenthalben?
      Wenn ich Ihrer nüchternen Betrachtung folge, dann stehen die „Kosten“ dieser beiden Alternativen einander keineswegs 1:1 gegenüber – A. ist entschieden besser!
      Mein eigens Konzept zu A. ist theoretisch klar – damit aber auch die erheblichen Arbeitsschritte, die eine Realisierung erlauben würden.
      Beim angeblichen „Überfall“ des Virus im März und dem Panikstart der Abwehr scheint es kaum anders hätte laufen können – vor allem wegen der totalen Systemgrenzen zwischen allen möglichen Funktionseinheiten, die bisher kaum Kooperation zulassen. Das VIRUS ist jedoch EIN Gegner, dem man nicht mit einer Kakophonie unkoordinierter Abwehrreaktionen begegnen kann. Das passt einfach nicht.
      Klar ist mir deshalb, dass grundständig weiterfühende Konzepte erst nach dem GROSSEN VERGESSEN eine Chance haben werden, das unweigerlich nach jeder kollektiven Katastrophe Platz greift – wenn es Leute wie Sie, mich und ähnlich nüchterne Mitmenschen gibt….

  5. Nein, nein, nein.
    Meine geliebten Kultusminister haben immer alles richtig gemacht, machen immer alles richtig und werden auch in Zukunft alles richtig machen. Da wo es nicht funktioniert, da sind die faulen Lehrer Schuld. Bei mir funktioniert immer alles, ich bin aber auch ein ganz toller Hecht.
    Und wer anderer Meinung ist, der kann und will nicht diskutieren und ist sowieso unwürdig hier überhaupt seine Meinung zu schreiben.

    • Ich finde es nicht in Ordnung, dass hier Leute die Nicknamen anderer für sich verwenden. Das verwirrt mich. HÖRT BITTE DAMIT AUF.

      Sind wir denn bald alle ein bisschen „Oka“? Was sollen Schüler von uns denken, die sich hierher verirren?

      • Ich stimme zu.
        Egal wie sehr man die Meinung eines Kommentators auch daneben findet … eine Verwendung eines fremden Nicks ist ein absolutes NO GO.

        • An der Stelle sei gesagt, dass es vielleicht gut wäre, wenn einfach Nockname und E-Mailadresse (der Erstnutzung) immer abgeglichen werden. Stimmen die beiden Dinfe nicht mehr überein, muss die neue E-Mailsdresse erst durch die alte bestätigt werden. Fertig.

  6. Danke Herr Priboschek! Ihr Artikel hat es wieder auf den Punkt gebracht!!!!
    Mit sachlichen Fakten, leider auch mit dem Ergebnis der Verlierer.

    Ausser den Kultusminister *innen versteht hier jeder das Problem. Diese haben wertvolle Zeit in der Pandemie verschenkt, jedoch auch schon lange davor.
    Ihre Gemuetlichkeit hatten diese spaetestens im Fruehjahr ablegen sollen und muessen.
    Sie haetten unter Beweis stellen koennen, was IHR AUFTRAG ist und nicht mit Sturheit und Ignoranz auf Kosten der Gesundheit aller Beteiligten „russisch Roulette“ spielen duerfen.

    Ihrem Artikel ist nichts hinzu zu fuegen.

    Ob diese Personen allerdings die richtige Position inne haben, ist mehr als fragwuerdig!!!

  7. Wählt die regierenden KM einfach ab. Eine andere Möglichkeit haben wir nicht. Ich hoffe wir merken uns das alle bis zur kommenden Wahl!

    • KM kann man überhaupt nicht „abwählen“! Man wählt sie ja auch nicht!
      Ressortbesetzung erfolgt durch MinisterpräsidentIn.

      Im Übrigen – Ihre Äußerung enthüllt dreiste Anmaßung.
      Kein „Wissenschaftler“ würde sich derartig ignorant – in Diktion und Inhalt – äußern!

  8. Das erinnert mich an einen Filmtitel der 50er Jahre: Denn sie wissen nicht, was sie tun. Mir ist dabei durchaus bewusst, dass das mit dem englischen Original Titel nicht klappt.

  9. Jetzt mal ganz ehrlich:
    Ist nun nicht der geeignete Zeitpunkt gekommen, diese Herrschaften (auch wenn es zahlenmäßig mehr Frauen sind in dieser Position – aber sie repräsentieren das historisch althergebrachte Prinzip des von Oben nach Unten regieren – ob sinnvoll oder nicht) in den unverdienten Ruhestand zu schicken? Fr. Gebauer hat doch quasi versprochen, dass sie geht, wenn es gegen ihren Willen zur Aufhebung der Präsenz- / Schulpflicht kommt….ich kenne den Unterschied … sie scheinbar immer noch nicht, denn ihre Aussagen im WDR-Fernsehen am Freitag und auch bereits vorher getätigte Statements versuchten diesen emminent wichtigen Unterschied als Nebelkerze für die breite Masse beharrlich zu verwischen….ich finde, dass sie an dieser Stelle doch einfach mal so bockbeinig sein dürfte, wie sie sich in den vergangenen Monaten erwiesen hat und auf ihre Ankündigung besteht.
    „Yvonne, nimm dein Bett und geh´!“ (Zweites Buch nach Monty Python)
    Dann muss sie auch nicht mehr mit panisch flackernden Augen harmlose Zuschauerfragen beantworten, wie am letzten Freitag in der WDR-Lokalzeit – nach außen ruhig und souverän….wie wir sie mittlerweile hassen gelernt haben…nach innen den Kampf ausfechtend. „Was wollen diese Leute von mir…ich bin hier doch Ansager…wie können die sich erdreisten, meine wohlgesetzten Entscheidungen zu hinterfragen – geschweige denn zu kritisieren…dieser elende Pöbel von nichtsnutzigen Lehrer*innen, Eltern, usw.usf. – Schulen sind doch sichere Orte – klar – ich weiß, dass das nicht stimmt, aber ich habe das mal gesagt und kann doch jetzt nicht wanken…“ (kann beliebig – je nach Phantasiebegabung fortgeführt werden)
    Wichtig ist auf alle Fälle: „Wo sind die Unternehmen, die mir im Anschluss an meine gescheiterte politische Karriere einen lukrativen Job anbieten, damit ich nicht in die Stellung einer ReNo („Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin“) zurück muss. Pappa wäre so enttäuscht…und mir würde die Kohle fehlen…!“
    Schickt die gesamte KMK in die Wüste … ohne Kamele und gut gefüllte Proviant- und Wassersäcke.
    Sorry!!! Meine Rücksichtnahme und „politcal correctness“ ist endgültig erschöpft.

    • Schließen sie sich mir an: Klare Ansage: Unternehmen, die diesen Versagern hinterher einen Job anbieten werden boykottiert.
      Gehen die zur Telekom, dann Kündigungsschreiben mit Begründung.
      Gehen die zu VW, dann Protestschrieben mit Ankündigung, nie wieder einen VW zu kaufen..
      etc. etc.

      Wenn sich das rumspricht, dass diese Leute nicht nur Gift für die Schulen sind, sondern auch Gift für die Unternehmensbilanz, dann geht Y. G. hinterher vielleicht wieder dahin woher sie gekommen ist.

  10. Wir können nur hoffen dass es im neuen Jahr mit der neuen KMK Präsidentin besser wird. Das sie verstehen wird was wichtig ist. Und uns nicht alle ins offene Messer laufen lässt. Ohne Rücksicht auf Verluste.

    • KMK-PräsidentIn hat nur Vorsitz (!) im Gremium der sog.“Kultusministerkonferenz“.

      Vorsitz in z.B. Konsultationssitzungen. Keinerlei Weisungsbefugnis! Der Vorsitz wechselt turnusgemäß. (Kooperativer Föderalismus)

      Kultuspolitik ist und bleibt Ländersache! Für jedes Bundesland „Heilige Kuh“!
      Nur Kooperationen, wer mag.

      Gewisse Vereinheitlichungsbestrebungen, z.B. beim Abitur, stellen sich oft als pure Lippenbekenntnisse heraus, Absprachen werden unterlaufen, d.h. anders umgesetzt, … .

      Fazit: Persönlichkeit, Integrität, Format des/der gerade amtierenden KMK-Vorsitzenden
      – aber keinerlei Machtbefugnisse! Nur Verkörperung, „Gesicht“ und Sprachrohr!

      Man schaue also genau, was sie/er im eigenen Bundesland in der Schulpolitik so macht.

  11. Die Kultusminister/innen könnten Virologen und RKI mit einer Rechtschreibreform entkräften, indem corona, virus und pandemie klein geschrieben wird. Die Probleme würden nicht mehr so groß wirken. Fragt sich nur, ob Viren lesen können. Schulverweigerer sind sie wohl nicht oder?

  12. Gezockt? Das ist nicht wahr! Man hat bei unterschiedlichen Meinungen und widersprüchlichen Ratschlägen und sich ständig ändernden situativen Bedingungen nach Kompromissen gesucht. Und das bedeutet immer, dass nicht alles so gemacht wird, wie Schlaumeier xyz (fiktive Person) es will.

    Die jetzigen Maßnahmen sind deshalb kein Eingeständnis eines Fehlers, die Schulen so lange wie möglich offenzuhalten (WIE MÖGLICH), sondern folgen der Erkenntnis, dass in den Bussen und Bahnen das Infektionsrisiko derzeit zu hoch ist und durch Wechselunterricht, versetzten Schulbeginn und Schulschließungen verringert werden kann. Und natürlich hat auch ein entsprechender öffentlicher Druck dazu geführt.

    • Die Warnungen der Fachwissenschaft sind, wie Herr Priboschek richtig schreibt, durchgängig ignoriert worden, die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts wurden in die Tonne getreten – Kinderarzt-Verbände, die auch die wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder vertreten und deshalb für weit offene Schulen (= wieder gefüllte Praxen) trommelten, kamen dagegen als nützliche Idioten recht, um das Alibi fürs Nichtstun zu liefern. So viel zu den „unterschiedlichen Meinungen und widersprüchlichen Ratschlägen“.

      Wenn ich Ihnen sage, meiner Meinung nach wurde die Schwerkraft außer Kraft gesetzt – springen Sie dann aus dem Fenster, weil ja jede Meinung gleich viel wert ist und berücksichtigt werden will?

      Übrigens: Der Schülertransport gehört logisch zwingend zum Regelschulbetrieb – es entlastet die Kultusminister nicht die Bohne, sich auch darum nicht gekümmert zu haben. Im Gegenteil.

      • Nein, du irrst dich, Bernd. Die Kultusminister geben ihr Bestes. Ich weiß gar nicht, wieso alle nur noch meckern.

        DAS IST UNERTRÄGLICH !!!!!!!!

        • Nun ja, dass die ihr Bestes geben, glaube ich sogar.
          Aber wenn das in den letzten Monaten Erbrachte das Beste war, dann ist das doch das beste Indiz dafür, dass die Personen, die diese „Spitzenleistungen“ erbracht haben, ihr Bestes demnächst doch beser in einem anderen verantwortungsbereich außerhalb des Kabinetts erbringen sollten.

          Gut gemeint ist eben nicht gleich gut gemacht.

          In weiten teilen der öffentlichen Verwaltung ist Digitalisierung – sowie es die BK‘ ja angemerkt hat – „NEULAND“. Die Digitalisierung wurde verpennt. Wenn ich lese, dass bei einem Umzug von Bundesland A nach Bundesland B eine eingereichte Steuerklärung ausgedruckt werden muss, um im nächsten Bundesland dann zur weiteren Bearbeitung erst wieder digitalisiert werden muss, dann wundert mich bezüglich der digitalen Ausstattung an Schulen überhaupt nichts mehr. Gibt es in den Finanzverwaltungen noch 16 Insellösungen oder mehr, so sind das allein in einem einzigen Bundesland mehrere tausend Einzelfalllösungen. Da ist nichts kompartibel oder konzeptionell auf die nächsten Jahrzehnte angelegt. Und diese ganze Stümperei ist jetzt unter dem durch Corona entstandenen Stress komplett zusammengebrochen. Aber für die Schulministerien und die Eltern sowie die breite Öffentlichkeit ist wenigsten schon einmal klar, dass die „Lehrer“ an der Misere Schuld haben. Aber Letzteres haben diese vermutlich auch dann, wenn sie vergessen haben den Kindern in der Schule beizubringen, den persönlichen Chauffeuren dieser Kinder mitzuteilen, dass das Elterntaxi vor der Fahrt zur Schule betankt werden muss. Woher sollen Eltern und Kinder denn sonst wissen, dass das Auto mit leerem Tank nicht fahrbereit ist und somit die Chancengleichheit gefährdet ist.
          Die Liste der Schuldvorwürfe mit Blick auf das Wirken von Lehrkräften und Schulleitungen muss unbedingt durch die Community ergänzt werden. Dies vorallem, um die obersten Vorgesetzten dieser Versager zu entlasten. Denn warum soll die Spitze eine politische Verantwortung dafür übernehmen, dass das unfähige Fußvolk das bemühte Wollen der Spitze des Ministeriums konterkariert und sich auch noch anmaßt diese unterirdische Führung zu kritisieren.

        • Schon doof, wenn man nicht mehr mitbekommt, unter welchem Nick man hier schreibt, oder Oka? Unerträglich ist nur einer hier.
          Es wird langsam peinlich.

      • Lieber Schorch,

        Erst einmal hoffe ich, dass Sie keinen schweren Verlauf hatten.
        Wie geht es Ihnen jetzt? Haben Sie noch Beschwerden?

        Sie schreiben, dass Sie sich nachweislich in der Schule angesteckt haben. Woher wissen Sie das so genau?
        Wurden an Ihrer Schule die Hygienekonzepte umgesetzt wie vorgeschrieben?

        Ich will Ihnen keine Vorwürfe oder Ähnliches machen, nur verstehen, wie es dazu kommen konnte?!

        Viele Grüße

  13. Ich fand es die ganze Zeit immer sehr einleuchtend, dass gesagt wurde „die Schulen bleiben offen bei voller Klassenstärke, weil Kinder das Virus kaum weitergeben“.
    Am nächsten Tag habe ich dann meinen 32 Kindern zwischen 16 und 41 Jahren erklärt, dass wegen dieser Begründung auch an der Berufsschule keine Gefahr besteht und sie weiterhin ohne Abstand im engen Klassenraum bleiben müssen.

    • @Laretta Luhm: „Am nächsten Tag habe ich dann meinen 32 Kindern zwischen 16 und 41 Jahren erklärt, dass wegen dieser Begründung auch an der Berufsschule keine Gefahr besteht“ – Also da hätte ich zu gerne Mäuschen gespielt und in die verblüfften Gesichter geschaut… – aber auch so habe ich Tränen der Verzweiflung gelacht.

    • Ich auch. Denn Berufsschüler sind auch nur Kitakinder mit langen Beinen. Und Schulen sind wie Baumschulen, geschlossene Räume sind die Ausnahme, Masken waren da erstmal total überflüssig.

  14. Wenn sich ein Lehrling verletzt, weil er ein Werkzeug falsch benutzt, spricht man davon, er müsse Lehrgeld zahlen. Das gilt für viele Bereiche, wo man in Unkenntnis einer Situation Fehler macht und dadurch Nachteile hat. Ein junger Glasbläser, der an das heiße Werkstück fasst,obwohl der Meister rief „lass die Finger dort weg“, zahlt mit schlimmen Verbrennungen und unter Umständen langwierigen Behandlungen sein „Lehrgeld“. Vielleicht kann er seinen Beruf mit kaputten Händen nicht weiter ausüben und muss etwas anderes lernen.
    Im Fall unserer Kultusminister/innen (und zwar allen, denn es war kein(er) einzige(r) mit Gegenargumenten sichtbar), ist das ebenso. Die Beratung und Anweisungen des Meisters (hier u.a. RKI) missachten, Fehler begehen, was bei den Kultus-Ministern und aufgrund ihrer Intelligenz, die man voraussetzen können müsste, vorsätzlich geschah. Nun stellt man fest, aber nicht die Lehrlinge, sondern ein paar mutige Meister, allen voran die Innungschefin in Berlin, dass man sich die Pfoten gewaltig verbrannt habe. (Kaum einer der Lehrlinge mag das so wirklich einsehen und im Fall von Frau Eisenmann, welche sogar schmollend und mit Trotz gegen die Maßnahmen ist, weil Präsenz besser sei).
    Jetzt werden endlich Maßnahmen ergriffen, die der beratende Meister RKI schon seit langem fordert.
    Viel zu langsam und um viele Schwerkranke und Tote zu spät.
    Maßnahmen, die vieles verhindert hätten, hätte man sie, vor allem im Schulbereich, schon früher ergriffen, ohne derart massiv handeln zu müssen.
    Um beim vorherigen Beispiel zu bleiben: Es wäre sicher wünschenswert, wenn die Betroffenen Glasbläserinnen und Glasbläser sich die Pfoten so schlimm verbrannt hätten, dass sie sich einen anderen Job suchen müssen. Nur dann, wenn fachlich, und menschlich kompetente Personen, die kritikfähig und korrekturfähig bei eigenen Fehlern sind, die mit den Menschen, um die es geht auch wirklich sprechen, Anregungen annehmen, aber trotzdem selbst nach gewissenhafter Prüfung wissen, wo es langgeht, sollten solche wichtigen Ämter, wie das eines Kultusministers, an die passenden Bewerber vergeben werden. Denn das ist der Posten, der federführend und fördern über die Zukunft, Bearbeitungswege und späteren Erfolg des „Werkstücks“, die jungen Menschen in unserem Land, bestimmen kann und helfen kann, dadurch ein Land zum Besten zu führen.
    Ein hohes Lied.
    Nur wird es wieder einmal keiner singen, und die verratzten Lehrlinge werden zwar angeschlagen und mit dick verbundenen Händen, aber weiterhin unverschämt grinsend und selbstbewusst, Werkstück um Werkstück weiterhin versauen.

  15. Die Kultusminister haben nicht nur gezockt, sondern sich verzockt. Ich hoffe, dass man sie für dieses verantwortungslose, fahrlässige, selbstherrliche Verhalten zur Verantwortung zieht…wahrscheinlich ein Wunsch. Selbst wenn sie „abdanken“ oder gar „abdanken“ müssen, ist ihnen ein Spitzengehalt oder eine „angemessene“ Pension sicher. ,,Von den Arbeitnehmern wird Leistung und Engagement eingefordert. Für das, was bei den KMK-Konferenzen bislang „rüber kam“, müssten die KM noch draufzahlen…ohne Substanz und das setzt man studierten Leuten vor…
    Wie Sie in Ihrem Kommentar richtig bemerkt haben, einen Plan B gibt es nicht und den wird es wohl auch nach dem 10. Januar nicht geben. Man “ sitzt es aus“…bis zu den nächsten Ferien. Für viele haben diese Minister an Respekt und Glaubwürdigkeit verloren. Was soll’s…heute Kultus, nächste Legislaturperiode Forst…
    Trotz allem vielen Dank für Ihren Kommentar, sehr geehrter Herr Priboschek.
    Sie haben „den Nagel auf den Kopf getroffen“.

  16. Es gibt auch Kinderärzte die ihre Sache ernst nehmen. Unser Kinderärztin hat unseren Sohn schon dreimal getestet zum Glück negativ,meine Frau chronisch krank. Aber dann setzten sich die Schulleiter darüber hinweck,und drohten mit jugendamt und Bußgeldern usw. Weil er ja mit syntomen Zuhause bleiben sollte,war er viel dieses Jahr zu Hause,sagte die Schulleitung er kann mit syntomen in die Schule,darauf hin hatte unsere Kinderärztin in der Schule angerufen,und siehe da er war freundlich. Nach Anruf beim Gesundheitsamt habe ich in sechs Wochen befreien lassen. Aber wie gesagt viele Schulen setzen sich über dies hinweck,weil die Kultusminister sie nämlich unter Druck setzen .

  17. Diese Leute gehören vor Gericht gestellt. Die Kanzlerin, das RKI, die Leopoldina: alles wurde von diesen selbstherrlichen MinisterInnen ignoriert. Jetzt haben wir volle Intensivstationen und viele Tote. Bildung lässt sich nachholen, das Leben nicht!

  18. @Steffi Schreiter, Sie übertreiben maßlos. Die Kultusminister sind ja wohl auch keine Hellseher. Sind Sie ein Hellseher? Wir alle haben in der Pandemie von Monat zu Monat, ja von Woche zu Woche lernen müssen und manches, was wir anfangs sicher zu wissen glaubten, hat sich inzwischen als Irrtum herausgestellt.

    Lassen Sie mal die Kirche im Dorf.

    • @besorgte Mutter
      Was Steffi S. schreibt ist aber die Tatsache!
      Diese KM schicken LuL und SuS, Kindergartenkinder und Erzieher sehenden Auges seit Wochen ungeschützt an die „Infektionsfront“! Angeordnet!!
      Nur wer das erlebt hat, monatelang! , weiß ,wovon hier gesprochen wird!
      Selber sitzen sie gut geschützt in ihren Einzelbüros und halten ihre Sitzungen nur noch online ab! Warum nur?
      Wer die „Befehlsgewalt“ hat setzt sich auch gerne über das Recht des schützenswerten Lebens von anderen Menschen hinweg! Dies nur ……….. warum? Machtgehabe? Ministerpräsident werden wollen? Vor der Industrie gut da stehen? Oder Größenwahnsinn?

    • „Die Kultusminister sind ja wohl auch keine Hellseher. Sind Sie ein Hellseher?“

      Dass der Kurs der KMK brandgefährlich ist, ist seit MINDESTENS September klar und so lange wird das hier auch von einer Mehrheit vertreten.

      Man muss nicht alles selbst lernen: Es reicht ein Blick über den Tellerrand zu Ländern, die die Pandemie gut gemeistert haben.

      Der Hauptfehler der KMK ist diese „nach mir die Sintflut-Mentalität“. Mit „Schulen möglichst LANGE offenhalten“ hat man genau das erreicht, was schon vor Monaten klar war, nämlich eine Maximierung des Schadens.

      Richtig wäre gewesen (habe ich auch schon vor Monaten geschrieben!): „Schulen möglichst VIEL offenhalten“. Das ist nicht das gleiche, bringt aber am Ende viel mehr. Jetzt hat man die Schulen von August bis Dezember mehr oder weniger offen gehabt. Viele waren in Quarantäne, es ist viel Unterricht ausgefallen oder fachfremd vertreten worden. Viele LuL und SuS sind infiziert mit unbekannten Folgeschäden. Die Alternative wäre der Wechsel aus echter Normalität und kompletten Lockdown bei NIEDRIGEN Inzidenzen. Wenn man dann z.B. auf ein Muster „sechs Wochen normaler Betrieb, zwei Wochen kompletter Lockdown“ kommt, dann hat man 3/4 des Unterrichts ohne große Gefahren sichergestellt. Das hat man jetzt schon nicht geschafft, wie die vielen Berichte hier und an anderen Stellen zeigen. Fachfremde Vertretung oder Beschäftigung sind kein Unterricht. Dazu kommt noch, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass man die Schulen am 10.1. öffnen kann. Vermutlich wird man es trotzdem versuchen und damit die nächste Welle von Toten riskieren, aber vielleicht entwickelt man auch endlich ein Konzept, statt immer nur getrieben zu werden.

    • Wenn man sieht, wie beratungsresistent die Kultusminister sind, und die eindeutigen Erkenntnisse und Empfehlungen der Wissenschaft (RKI, Leopoldina, BW Uni München, um nur einige zu nennen), ignorieren, oder der Öffentlichkeit, beispielsweise bei KMK Berichten, nachweislich geändert und verfälscht weitergeben-anders als dort besprochen, dann liegt @Steffi Schreiter absolut nicht falsch!
      Aber Sie haben recht, dass es keine Hellseher sind. Aber es ist Ihnen vorzuwerfen, dass Sie Fehler nicht eingestehen, keine fundierte, wissenschaftliche Beratung annehmen und Zeit für die sinnvolle Entwicklung von alternativen Plänen B und C verstreichen ließen und jetzt (auch wieder nur gezwungenermaßen) hektisch reagieren. In BW hat Frau Eisenmann im Nachklapp zur Entscheidung, die Schulen zu schließen, erneut betont, dass ihrer Meinung nach Präsenz der bessere Weg sei.
      Zur Verschlimmerung trug auch bei, dass (wieder BW) weder belastbare Netzversorgung mit ausreichend schnellem Internet der Schulen geschaffen wurde, noch gibt es IT-Geräteadministratoren (außer einem armen Lehrer, der/die so „nebenher“ Unterricht halten muss, aber einen gewerblichen Profi Fulltime Job erledigen soll), noch ausreichend viele Geräte, die für Schüler zur Ausleihe bereitstehen. Statt dessen hat man, unter dem, Label „wir tun was, seht her“, unnötige, teure Lehrer-Laptops propagiert, obwohl jeder Lehrer (mit sehr wenigen Ausnahmen) seine privat bezahlten und für Schularbeit eingesetzten Geräte im Arbeitszimmer stehen hat. An meiner Schule sind am vergangenen Donnerstag 20 sündhaft teure iPads für den Unterricht geliefert worden. Keiner hat die Schule gefragt, was sie will oder braucht – man hätte viel mehr gleichwertige Android Geräte dafür bekommen und wirklich Homeschooling digital durchführen können.
      Und das ist auch das zweite Problem. Es gibt so gut wie keine Kommunikation mit „der Basis“, mit den Schulen. Selbstherrliches herrschen im geschützten Büro, selbst unsere Schulräte sind derzeit überrascht, wenn etwas neues kommt. Auch jetzt kommen wieder, wie schon im März und zwischendurch immer wieder, Anweisungen per E-Mail direkt an die Schulleitungen, welche von diesen in kürzester Frist umgesetzt werden müssen, was ein absolutes No-Go ist und Schulleitungen im Land mit den Kollegien „am Rad drehen“, weil z.B. hunderte Familien taggleich informiert werden müssen, Notbetreuung geplant, Materialien hergestellt und noch rechtzeitig ausgegeben werden müssen und vieles mehr. Dabei weiß keiner ansatzweise, was im nächsten Jahr möglicherweise kommen könnte. Ich fürchte, dass dann wieder Kollegen mit dem Rad durch die Stadt fahren, um Arbeitsmaterialien auszugeben und fertige Blätter zur Korrektur einzusammeln…
      Bereits im März (ich habe gestern ein altes Interview von Ende März mit Dr. Drosten gesehen), hat dieser die Verhältnisse , die jetzt herrschen, ziemlich exakt beschrieben. Auch die KuMis hätten also schon vor rund 9 Monaten, gewarnt sein können und gezielt für den „Fall der Fälle vorbereiten, was nötig gewesen wäre. Passiert ist aber herzhaft wenig, man hat dort nur ständig vom Präsenzunterricht psalmodiert, Ausflüchte und Lügen (nachweisbar) produziert und die KuMi Männer wie Frauen haben Selbstschutz betrieben, damit diese Fehler nicht auffliegen sollten. Gegen die Eltern, die Kinder, Erzieher und Lehrer. Fast ein bisschen trumpistisch, nicht wahr?

  19. Vollste Zustimmung zu diesem Artikel. Ich könnte es nicht glauben, wie ignorant, beratungsunfähig und damit einfach nur dumm ein großer Teil der KM agierten. Ich halte es sogar für möglich, dass die Kinder wesentlich zu den hohen Infektionszahlen beigetragen haben. Man weiß es allerdings nicht, da Infektionen in Schulen von Anfang an nicht nachverfolgt wurden. Vollkommen unverständlich und unverantwortlich. Ich frage mich nur, wie es nach dem Lockdown weiter geht. Vermutlich ähnlich wie zuvor mit nur kleinen, aber ungenügenden Änderungen…..bis zum nächsten Lockdown, wenn sie nichts daraus gelernt haben und keine Konsequenzen ziehen.

  20. Dabei lernen schon Kleinkinder, dass das Spiel mit dem Feuer gefährlich ist…im Grundschulalter bildet sich die Fähigkeit, sich über Gefahren bewusst zu sein und je nach Reife des Kindes (oft so ab ca. 10 Jahren) zeigt sich das Gefahrenbewusstsein sogar präventiv.

    Wenn Erwachsene nun weder Bewusstsein noch Prävention in Gefahrensituationen erkennen lassen und andere Menschen zwingen (können), sich diesen Gefahren fast schutzlos auszusetzen, was im Falle der Schulpolitik schon Züge der Unterdrückung mit weitreichenden Folgen für die gesamte Gesellschaft angenommen hat … was ist es dann? Vorsatz? Auf jeden Fall aber ein Fehler im System!

    Niemandem in der BRD sollte in Zukunft ein derartiges Schwimmen gegen die Strömung in einem Krieg gegen ein potenziell tödliches und hochgradig ansteckendes Virus möglich sein! Da gibt es dringenden Handlungsbedarf auf Gesetzesebene. Das nächste Virus könnte schon in den Startlöchern stehen. Auch nach der Krise ist der Ausbau und Festigung des präventiven Bewussteins dringend erforderlich. Nein, schon nach den Ferien muss präventiv gehandelt werden, denn da ist diese Krise noch nicht überstanden. Wer jetzt die gemachten Fehler wiederholt …der Fall übersteigt gerade meinen Verstand. Größtmöglicher Infektionsschutz kann nur gesamtgesellschaftlich funktionieren, das ist doch nun für jeden offensichtlich. Niemand sollte damit warten bis alles schon lichterloh brennt!

    Und mal ehrlich: im digitalen Zeitalter hat ein innovativer Plan B für die Schulen durchaus seine Berechtigung. Das marode Schulleben braucht dringend zeitgemäße Veränderung. Grausam nur, dass erst ein gefährliches Virus die Defizite so dermaßen ins Bewusstsein rückt. Es wäre für alle Bürger besser gelaufen, wenn man rechtzeitig mehr in die Jugend und damit unsere Zukunft investiert hätte. Viel besser. Soooo gehen so viele Menschen nicht mehr gestärkt aus der Krise (?). Viele sterben, viele erholen sich nicht mehr, viele sind wirtschaftlich am Ende. Am Ende kommen die Versäumnisse wie ein Bumerang knüppeldick zurück…nur mit dem Unterschied, dass es so viele Unbeteiligte mittrifft! Und das bitterernst!

  21. Liebe KMs was ihr da macht ist Kindesmisshandlung. Schulen und Kitas sind die Treiber der Pandemie, 30 Schüler in einem Raum, ohne Abstand, Altagsmasken, keine Plexiglasabtrennungen einfach nichts außer eiskalte Klassenzimmer. Überlegt mal wie ihr mit unseren Kindern umgeht, keiner wird in dieser Pandemie so schlecht behandelt wie Kinder und Lehrer. Jeden Hund geht es besser. Sperrt sie alle in einen Sack und haut mit der Schaufel darauf, da erwischt man keinen falschen. Wenn die KMs ein bisschen Gehirn hätten oder ein Schamgefühl, würden sie alle freiwillig zurücktreten. So jetzt sind Schulen wieder komplett zu, ist das besser, als Distanzunterricht? Das ist das gleiche wieder wie im Frühjahr täglich mit Arbeitsblättern lernen. Wo ist die Digitalisierung? 10 Monate hatten sie jetzt Zeit und nichts ist passiert! Für was werden die KMs bezahlt? Genau für Schwachsinn erzählen und nichts Tun. Zum guten Schluss jetzt werden wir Eltern wieder alleine gelassen. Schulen dicht und wir Eltern müssen nun wieder die Lehrer ersetzen und uns jeden Tag mit einem Berg Arbeitsblätter auseinander setzen. Wer bezahlt uns Eltern dann, dass Lehrergehalt.

  22. An die besorgte Mutter, es hat nichts mit Hellseherei zu tun, sondern mit Prävention, damit Dinge nicht „aus dem Ruder laufen“.
    Vorschläge diesbezüglich gab es mehr als genug. Diese wurden schlichtweg ignoriert.
    Die Auffassung vieler und auch meine
    war und ist immer: Nicht Schule zu, sondern Schule anders. Das können auch Sie nicht wegdiskutieren.

  23. Könnte es sein, dass die KMK generell die Anwendung des InfSchG scheut? Dass man keinen Präzedenzfall schaffen wollte, der wir über die Pandemie hinaus konsequentes Vorgehen bei Läusebefall bedeutet? Zurückweisen hustender und niesender Kinder an der Eingangstür? Hygienestandards, wie man sie an jedem anderen Arbeitsplatz oder öffentlichen Ort mit Publikumsverkehr erwartet?

    Ist das der üble Geist des 19. Jahrhunderts, die Schule als Ort der Auslese? Die Schule als allumfassende Measles-Party?

  24. @Steffi Schreiter und @Karin:der Kommentar zu Ihrer Aussage stammt NICHT! von mir!!!!

    Hier hat sich jemand meines Postnamen bedient….

    Ignorante Persoenlichkeiten haben so ein Vorgehen scheinbar sehr noetig und es gibt ja nicht sehr viele hier, die gen KM hecheln…
    Lesen Sie mal die Kommentare bestimmter Personen hier durch, dann koennen sie sich ev. denken, wer so geschrieben hat…

    @Steffi:ICH BIN GANZ IHRER MEINUNG!!!
    Habe es in verschiedenen Artikeln auch im Vorfeld immer beschrieden

    • @ Besorgte Mutter

      das ist übel… es sollte nicht möglich sein den Nick von anderen verwenden zu können!!!

      Ich hoffe es wird sich bald herrausstellen wer das macht und das diese Person gesperrt wird.

      Dieses Verhalten ist einfach nur kindisch und zeugt von keinerlei Reife.

    • @Besorgte Mutter

      Liebe @Besorgte Mutter,
      mir ist auch schon aufgefallen, dass das plötzlich gar nicht zu dem passt, was Sie sonst schreiben.

      Ich denke, das ist auch vielen anderen hier aufgefallen … Siehe z.B. hier:
      “ alter Pauker 14. Dezember 2020 um 09:52
      oops, hat @oka ein neues Pseudonym als „besorgte Mutter“? Stil und Inhalt würde passen…“

      Mir ist das auch schon passiert, dass jemand unter meinem Pseudonym schreibt …
      Dann stürzen sich gleich die üblichen Verdächtigen drauf … in meinem Fall ein Herren(?)clübchen mit immer gleicher Leidensgeschichte …
      Ich hab das gar nicht sofort gesehen und danach hab ich die mal machen lassen – und dann haben sich die Langweiler wohl schnell gelangweilt …
      Wahrscheinlich sind die im „real life“ doch alle nicht so beliebt, wie die selber unaufgefordert gerne erzählen? 😉

  25. Die abschließende Bewertung unterliegt dem Umgang mit Schule nach dem 10.1. Wird wieder bei Inzidenzen über 50 geöffnet, beginnt zeitversetzt der neue Anstieg von einem hohen Niveau. Wenn die Kultusbürokratie den Erfolg eines harten Lockdowns mit erneut unvernünftiger Öffnungspolitik nach den Ferien gefährdet, sollten andere das Ruder übernehmen, nämlich die, die Wissenschaft anerkennen und danach handeln.
    Unverantwortliche Politik hat bisher Tausende Leben gekostet. Das ist auch der beste Glühwein und der beste Präsenzunterricht nicht wert.

  26. Der 1.Kommentar unter „Besorgte Mutter“ war von mir persoenlich und dann jetzt der Letzte.

    In Bezug auf @Steffi und @Karin der Gegenkommentar war NICHT VON MIR!!!

    Ich habe es nicht noetig in Richtung KM zu hecheln und zu schleimen, wie es hier andere Persoenlichkeiten immer wieder tun.

  27. Lieber „alter Hase“, Sie haben Recht. Ich denke aber, dass die Debatten hier, zumindest teilweise, zur Psychohygiene beitragen, weil man (zumindest bei uns) die eigentlichen Kollegen nicht einmal mehr im Lehrerzimmer treffen kann, weil alle permanent beschäftigt sind und bei den Klassen bleiben müssen. Früher konnte man seine Probleme teilen. Auch ich „motze“ hier gelegentlich mit (was wir ertragen müssen, wie auch alle in Krankenhäusern, Kitas etc., ist einfach zu viel und viele gehen langsam kaputt durch die Streiche von „oben“), obwohl ich, so alt wie ich bin, längst zuhause bleiben dürfte-aber nicht will, weil mir meine Schüler und Kollegen fehlen würden.
    Trotz allem: Friedvolle Weihnachten und ein sanftes Gemüt für alle!

  28. Wenn ich die Bilder von den überfüllten vorweihnachtlichen Innenstädten in meine Erinnerung rufe, bezweifele ich, dass die Zahl der Neuinfektionen nach unten gehen wird.

    • Nur ist das dann nicht das Problem der Schulen …

      Grundgestzlich verankert hat jede(r) Beucher*in der Innenstädte das individuelle Recht sich anzustecken. Dummheit kann nicht auf dem Verbotswege bekämpft werden. Alternative Begabungen müssen stärker durch Querdenken gefördert werden, ebenso wie Zahl der täglichen Neuinfektionen.

    • Kann ich nur zustimmen ….

      Die Tage in der Tageszeitung gelesen, dass letzte Woche die Polizei eine ‚Weihnachtsfeier inkl. Buffet‘ von Kita-Beschäftigten auflösen musste, inkl. Ordnungswidrigkeitsverfahren. Bezweifel daher, dass die Inzidenz im neuen Jahr großartig sinken wird – eher das Gegenteil bei dem noch möglichen Weihnachtshopping über die Feiertage -.

  29. Liebe besorgte Mutter, vielen Dank für Ihre Richtigstellung. Ich glaube, diesen „Kindergarten“ haben wir nicht nötig und stehen zu unserer Meinung. Das halten wir aus. Ich habe Ihre Kommentare auch schon oft gelesen und weiß, dass sie anders denken, aber mit gegenteiligen Meinungen, ob „erschlichen“ oder nicht, müssen wir einfach rechnen. Damit kann ich leben. Wenn natürlich in Ihrem Namen agiert wird, finde ich das auch verwerflich und feige. LG

  30. AvL

    Sie haben doch im Sommer noch groß angekündigt , es würde kein Lockdown mehr folgen. Ihr Kommentar lässt mich kopfschüttelnd zurück. Sie haben – wie die polit. Verantwortlichen – sehr vorausschauend in die Zukunft geblickt….

    Ihre fehlende Fachkompetenz diesbezüglich haben Sie mehrfach unter Beweis gestellt, aber damit sind Sie nicht alleine.

  31. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist wie der Berufsbildende Zweig der Schulen überall außen vor gelassen wird. Die Rede ist lediglich von Kindern und Jugendlichen in den Schulen. Was ist mit den Erwachsenen in den Schulen? Z.B. im Sozialpädagogischen Bereich, in den Erzieherklassen sitzen praktisch ausschließlich Erwachsene und nicht nur junge Erwachsene. Warum wird dieser Bereich von den Überlegungen ausgeschlossen, bzw. übergangen?

    • @Micha. Habe ich auch schon wiederholt angemerkt. Bilde genau diese Berufsgruppe aus. Erzieher*innen. Im Alter von 16-46….und ganz ehrlich- wir fühlen uns Alle nur noch verarscht…..seit gestern sind wir im Distanzlernen und noch nervöser. Unsere Praxisphase im Elementar- und Jugendbereich soll ab Januar starten!

  32. Ich finde es ja ein starkes Stück, was hier passiert. Ganz oben kann man sehen, dass jemand (zum wiederholten Male !!!) in meinem Namen einen Kommentar abgegeben hat. Ich erinnere mich gut, wie manche das beim ersten Mal auch noch LUSTIG fanden. Beim ersten Mal war mein Pseudonym hingegen noch leicht verändert ( O K A statt Oka ). Diesmal schon genau wie meins. Wie kann das möglich sein? Es muss ja jemand meine E-Mail-Adresse kennen. Aber wie kann das möglich sein?

    Was mir auch aufgefallen ist, ist, dass jemand, der oder die mir immer „Telegramme“ sendet, dies jedes Mal mit einem anderen Namen tut. Es ist aber offensichtlich doch die gleiche Person. Ist schon alles recht merkwürdig hier! Jetzt werden sogar neue Verdächtigungen gesät statt sich gemeinsam zu wehren. Ich bitte die Redaktion, einzugreifen.

    Hier, das steht ganz oben. Das zweite Oka bin ich:

    Oka 13. Dezember 2020 um 19:15
    Nein, nein, nein.
    Meine geliebten Kultusminister haben immer alles richtig gemacht, machen immer alles richtig und werden auch in Zukunft alles richtig machen. Da wo es nicht funktioniert, da sind die faulen Lehrer Schuld. Bei mir funktioniert immer alles, ich bin aber auch ein ganz toller Hecht.
    Und wer anderer Meinung ist, der kann und will nicht diskutieren und ist sowieso unwürdig hier überhaupt seine Meinung zu schreiben.

    Antwort
    Oka 13. Dezember 2020 um 21:26
    Dieser Kommentar ist nicht von mir.

    Ansonsten C’est la vie. Schreiben Sie doch mal was Nettes, lieber unbekannter Ghostwriter.

    • Besorgte Mutter 14. Dezember 2020 um 19:09

      Es ist eine Unverschaemtheit den Postnamen anderer Leser zu verwenden und dann noch so etwas Unreifes zu schreiben.
      Diese Menschen sollten fuer weitere Kommentare gesperrt werden.

      DAS FINDE ICH AUCH. Da ja hier alle zu erkennen meinen, dass ich hinter der zweiten „besorgten Mutter“ stecke, kann mir oder der Redaktion vielleicht auch jemand einen Tipp geben, wer hinter der/dem zweiten „Oka“ steckt.

      Hinweise also am besten direkt an die Redaktion! Danke.

  33. Zu den Hintergründen von Schule bzw. Schulschließung eine kurzes Gedankenspiel.

    Wie ist das mit den Schulschließungen vom 16.12 bis 10.1 eigentlich gelaufen????

    Alternative 1:
    Die Schulen sind wirklich sicher. Genau wie unsere Kultusminister immer behauptet haben. Dann ist die jetzige kurzfristige Umstellung auf Online Unterricht absolut unnötig.

    Alternative 2:
    Zur Bekämpfung der Pandemie ist eine Schließung der Schulen wirklich so dringend erforderlich wie es jetzt dargestellt wird. Merkel appelliert eindringlich an die Eltern ihre Kinder wenn immer möglich zu Hause zu behalten und nicht zur Betreuung zu schicken.
    Dann wurden wir alle, Eltern, Schüler und Lehrer, seit September von der KMK belogen und unsere Gesundheit wurde wissentlich aufs Spiel gesetzt.

    Alternative 3:
    Die Bundesregierung, die Länderchefs und die KMK haben irgendwann zwischen Freitag und Sonntag plötzlich Zugang zu bisher völlig unbekannten Informationen bekommen. Dadurch haben sie ihren bisherigen Irrtum erkannt und den Kurs des Präsenzunterrichts um jeden Preis abrupt um 180° gedreht.

    Kann sich ja jetzt mal jeder selbst Gedanken machen, welche Alternative er für wahrscheinlich hält. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

    • Ich denke: Alternative 2, aber ohne Merkel (Sie war da mit ihren Bemühungen recht allein auf weiter Flur, die Arme!). Allerdings glaube ich nicht an einen Sinneswandel Lehrer, Eltern, Schüler betreffend. Es ist wohl eher die Notlage des Gesundheitssystems. Es wird wohl eher in Zukunft auch keinen Sinneswandel uns betreffend geben, zumal die Impfstoffe für Minderjährige noch lange nicht zugelassen sind. Man kann uns sozusagen gar nicht wirklich beschützen. Die Tests der Impfstoffe an Minderjährigen sollen jetzt erst starten. Sowas dauert bekanntlich. Um so wichtiger wären aber dann weitere Schutzmaßnahmen, die sowieso nicht kommen werden. Also 3. Welle!

  34. Unsere Bildungsministerin hat bekannt gegeben dass die Inzidenz bei den Schulen am 10.12 bei 116 gelegen hat, die der Bevölkerung bei 183.
    Und uns für die wundervollen Hygienekonzepte gedankt. Endlich sind mal Zahlen raus.

  35. Ich bin Lehrer und habe Corona. In der Schule bekommen trotz Einhaltung aller Hygieneregeln und Schutzkonzepte. Ich weiß gerade nicht ob ich heulen soll aus Angst um meine Gesundheit oder vor Wut gegen die Politik. Natürlich sind Kinder Überträger, wenn sie trotz des Kontaktes zu Coronaerkrankten symptomfrei nach wenigen Tagen ungetestet wieder in die Schule kommen dürfen, denn Symptome müssen ja nicht zwangsweise auftreten. Auch ich habe die klassischen Symptome nicht. Es wird Zeit, dass sich endlich etwas ändert! Man geht hier mutwillig über Leichen. Ich bin schockiert, als das Gesundheitsamt NRW mir mitteilt, dass die Quarantäne für Lehrer mit 9 Tagen gleich 5 Tage kürzer ist als für alle anderen Bürgerinnen und Bürger – Sonderregelung. Und eine weitere Testung gibt es auch nicht. Böse ist, wer Böses denkt. Nicht doch, dass man uns Lehrer gar mutwillig noch infektiös wieder in den Schulbetrieb entlassen würde. Tut mir leid, aber wie im Artikel beschrieben: Hier hört der Spaß auf. Und mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Hoffentlich werde ich wieder gesund und all diese Menschen, die solche Regelungen beschließen fühlen die Luftnot, unter der ich gerade leiden muss.

    • Genauso schlimm bei uns: eine Kollegin ist erkrankt. Laut Gesundheitsamt hat sie durchgehend ffp2Maske getragen (ach ja?), deshalb gibt es keine weiteren Maßnahmen außer Quarantäne für die Kollegin. Noch nicht mal die unmittelbar betroffenen Kinder bzw. deren Eltern werden informiert!

  36. Liebe @kathi und liebe @Steffi, ich bin froh, das Sie meine Richtigstellung gelesen haben.

    Ich habe es leider erst sehr viel spaeter gelesen.

    Es ist eine Unverschaemtheit den Postnamen anderer Leser zu verwenden und dann noch so etwas Unreifes zu schreiben.
    Diese Menschen sollten fuer weitere Kommentare gesperrt werden.

    Liebe’r @Fliewatueuet,der Eindruck zum Schreibstil unter falschen Namen kam mir auch sofort in den Sinn.

    Fuer unsere Kinder, Lehrer und uns alle selbst, hoffe ich sehr, das jetzt die Zeit genutzt wird, damit es(falls es nach dem 10.1. wieder los gehen sollte) dann eine konstante Regelung fuer die folgenden Wintermonate gibt.
    Unsere Kinder duerfen nicht weiter unter so unwuerdigen Umstaenden lernen muessen.

    • Da ja hier alle zu erkennen meinen, dass ich hinter der zweiten „besorgten Mutter“ stecke, kann mir oder der Redaktion vielleicht auch jemand einen Tipp geben, wer hinter der/dem zweiten „Oka“ steckt. (siehe oben)

      Hinweise also am besten direkt an die Redaktion! Danke.

      PS: Ich bin nicht die zweite „besorgte Mutter“. Aber das nur mal so am Rande.

  37. @oka:dann moechte ich mich in aller Form bei Ihnen entschuldigen.

    @Redaktion:news4teachers:anhand unserer hinterlegten Email – adressen ist es doch sicher moeglich, diese Person, die hier ihr „Unwesen“ treibt mit der Benutzung unserer Postnamen heraus zu finden und zu blockieren, oder?

    Jeder aeussert hier seine persoenliche Meinung und hat das Recht auf seinen Standpunkt zu den aktuellen Themen.

    Jedoch so eine Person, so finde ich, hat hier nichts zu suchen, die unter bekannten Usern damit zusaetzliche Wut erzeugt durch den Missbrauch der Namen!

    Ich weiss nicht, wie es allen Anderen geht, wuerde mir jedoch wuenschen, das diese Post’s bei Nichtuebereinstimmung nicht mehr veroeffentlicht werden.

    • Liebe Besorgte Mutter,

      sorry, nein – das können wir nicht leisten. Die Redaktion ist klein, und wir haben schon genug damit zu tun, die Leserposts inhaltlich zu überprüfen, ob keine Beleidigungen oder falsche Behauptungen enthalten sind, die die Persönlichkeitsrechte Dritter berühren. Außerdem: Alle hier sind anonym unterwegs und es gibt fürs Pseudonym ja kein Copyright. Es gäbe für uns also auch rechtlich überhaupt keine Handhabe, jemand dafür zu sperren, dass er oder sie ein von jemand anderem genutztes Alias genutzt hat. Auf News4teachers kommentieren nach unserer Beobachtung hier auch mehrere Leser unter dem selben Vornamen – vielleicht heißen sie ja gleich. Kommt ja durchaus vor.

      Unser Vorschlag: Wägen Sie die Argumente, gehen Sie auf die Inhalte ein – und nicht auf den (vermeintlichen) Absender. Dann ergibt sich vieles von selbst.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

  38. Sehr wahre und klare Worte, vielen Dank. Ich muss aber auch den Schulen selbst einen Vorwurf machen. Am Gymnasium meines Sohnes waren bis zum 5.12.bereits 4 SuS positiv getestet worden (danach kamen noch andere hinzu). Am 7.12.sollten dennoch die restlichen Kinder in die Schule gehen. Die Schule selbst verschanzte sich hinter der dubiosen Aussage des Gesundheitsamtes: es sind „nur“ 3 (was schon nicht stimmte) und schließlich hätte da ja schon der MNS in der Schule aufgesetzt werden müssen. Es hat mich als Mutter einen Anruf beim Gesundheitsamt gekostet und schon kam ein Fax mit Datum vom 7.12., dass der Schule eindeutig den Unterricht in dieser Klasse untersagte und die Kinder allesamt daheim zu bleiben hatten. In den Wochen davor wurden ganze Klassenstränge tageweise daheim gelassen, da einfach keine LuL ausreichend zur Verfügung standen und somit die SuS Homeschooling betreiben mussten. Die Schulen hätten diesen Weg fortführen können, anstatt sich im falschen Moment aus der Angelegenheit heraus zu ziehen und auf einmal kein offizielles Recht dafür zu haben, selbstbestimmtend eine solche Beschulung intern anzuordnen. Als dann kurz darauf das Schreiben unseres Herrn Piwarz kam und wieder der Satz auftauchte, die Schulen seien keine Treiber, hätte ich schreien können. Am Ende ist es doch egal, wer sich wann, wo und bei wem angesteckt hat. Tatsache ist, dass es auch in diesen Einrichtungen passiert. Ob sich ab Januar 21 etwas ändern wird, bezweifle ich stark. Es gibt Berufszweige, und da zähle ich die Ministerposten dazu, die sich nicht belehren lassen (wollen). Leider. Denn die Leidtragenden sind zum Großteil unsere Kinder, die müssen das ausbaden, das war in der Geschichte schon immer so.

    • @Claudia …“Es hat mich als Mutter einen Anruf beim Gesundheitsamt gekostet und schon kam ein Fax mit Datum vom 7.12., dass der Schule eindeutig den Unterricht in dieser Klasse untersagte und die Kinder allesamt daheim zu bleiben hatten.“

      Nun sind die Kinder aber nicht zu Hause geblieben, oder? Und was hat dies für Konsequenzen gehabt?

  39. @Die Redaktion. Gute Antwort! Wägen Sie die Argumente….. Sehr sympathisch, eloquent und der Zielgruppe in diesem Forum entsprechend! LG Die Elfe

  40. Das Schlimmste an der Sache ist ja, dass es Firmen gibt die Möglichkeiten anbieten.
    Ich arbeite schon seit über 11 Jahren als Dozent und haben den Umschwung seit ca. 8 Jahren in vollem Umfang mitgemacht. Damals waren die ersten Videokurse (live) auch mit Teilnehmern vor Ort und anderen per Internet zugeschaltet.
    Jetzt, Jahre später und viele Entwicklungsschritte weiter, wird der Unterricht zwar nur noch per Live Video Virtual Classroom gehalten, aber Versuche mit Univerisäten haben gezeigt, dass unsere Umgebung sogar für den Mischbetrieb in einem Klassen- oder Lesungsraum taugt.
    Schon mehrmals hat die Geschäftsleitung an die Bildungsorgane geschrieben, leider bisher ohne Erfolg.
    Nicht mal die Chance einer Präsentation der Möglichkeiten und Leistungsfähigkeit wird nicht eingeräumt.
    Da frage ich mich langsam ob das Kultusministerium diese Chaos sich so wünscht??

  41. Ich weiß ja nicht was der WDR da macht, aber offensichtlich ist der WDR das Propagandasprachrohr unserer Landesregierung, keinerlei kritische fachlich fundierte Nachfrage oder Kritik, auch auf die ganzen Beschönigungen der Ministerin nicht: https://www.ardmediathek.de/…/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0…/ Das zeigt einmal mehr, wie nah sich doch öffentlich-rechtliche und Politik stehen… Das einzige was der WDR hier tut ist dem Versager-Ministerium eine Propaganda-Plattform zu bieten. Selbst auf die Lügen der Ministerin (ich sag nur Wechselmodell) wird nicht eingegangen. Entweder hat sich der Kollege verdammt schlecht vorbereitet und keine Ahnung von der Wirklichkeit, oder der WDR ist wirklich nur die Propagandamaschine.

  42. Eigentlich ist es schon fast der Wahnsinn, dass ich weniger Angst vor Corona habe als vor einem erneuten Lockdown mit eigenen Kindern ( Kiga u Grundschule) zu Hause u dennoch Online unteerichten zu müssen u nem Mann, der systemrelevant weg ist. Kleiner stundenlang vor dem tv, Großer ständig am Nachfragen wegen irgendwelcher Aufgaben u ich versuche, die SuS gut zu betreuen, ihnen ein Feed Back für ihre Texte etc zu geben… Das hat mich im April/ Mai fix u fertig gemacht.

    Viele meiner Kollegen ( mit großen Kindern oder ohne Kinder) sehen sich nach dem digitalen Lernen, ich selbst tue genau das Gegenteil….denn wenn die Betreuung des Kleinen durch den Kiga nicht gewährleistet wird ( weil sie erneut meinen, wir könnten das Arbeiten von zu Hause irgendwie schaffen mit d kids zu Hause), gehe ich erneut in Elternzeit u meine Schüler haben erstmal keine Lehrerin mehr….Lücken werden noch größer u das fänd ich so schade, da ich tatsächlich gern arbeite….
    🙁

  43. Hervorragender Artikel. Danke!

    Die Kultusminister sind so systemschädlich wie Sportfunktionäre, es geht schon lange nicht mehr um das Wohl Ihrer Schützlinge wie Lehrer, Wissenschaftler, Schüler, Studenten.

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