Lauterbach kritisiert Eisenmann: „Maske, Lüften plus 30 Kinder geht nicht“

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BERLIN. Der SPD-Gesundheitsexperte Prof. Karl Lauterbach hat sich gegen eine Rückkehr zum normalen Schulbetrieb nach dem 10. Januar ausgesprochen. «Nach dem Lockdown darf es keine Rückkehr zum regulären Präsenzunterricht geben. Maske, Lüften plus 30 Kinder geht nicht, ansonsten droht wieder exponentielles Wachstum der Infektionszahlen», sagte Lauterbach der «Rheinischen Post». Auf Twitter nannte er auch Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) konkret beim Namen, die Schulen ohne Rücksicht auf Inzidenzwerte öffnen will.

Ist selbst ein studierter Mediziner und Epidemiologe, der in Harvard promoviert hat: Karl Lauterbach. Foto: Karl Lauterbach

Lauterbach forderte «bundesweit geteilte Klassen, zusätzliche Unterstützung für Lernschwächere, ausnahmslose Maskenpflicht in den Schulgebäuden und verkürzte Sommerferien zum Ausgleich der Defizite». Verkürzte Sommerferien hatte vor kurzem auch schon der Deutsche Kinderschutzbund gefordert und sich im Gegenzug für eine Verlängerung der Weihnachtsferien bis Ende Januar ausgesprochen.

Am kommenden Montag sprechen die Kultusminister über den weiteren Schulbetrieb

Wie es nach dem 10. Januar an den Schulen weitergeht, ist noch weitgehend offen. Am nächsten Dienstag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über die Zeit nach dem zunächst bis zu diesem Datum befristeten Lockdown beraten. Einen Tag zuvor wollen die Kultusminister der Länder über das Schulthema sprechen. Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte sich dafür ausgesprochen, zumindest Kitas und Grundschulen «in jedem Fall wieder» und darüber hinaus die Klassen fünf bis sieben sowie die Abschlussklassen in Präsenz zu öffnen. (News4teachers berichtete ausführlich über Eisenmanns Vorstoß – ein Wahlkampfmanöver?)

Auf Twitter äußerte sich Lauterbach auch zu Eisenmanns Vorstoß konkret. Er schrieb:  «Ankündigung von Frau Eisenmann, Kultusministerin BW, heisst: allenfalls Jahrgänge 8,9 und 11 werden geteilt. Fast alles andere im Präsenzunterricht. Augen zu und durch. Man dürfe nicht nur „auf Virologen hören“. Damit wird in BW der Lockdown wenig bringen.» News4teachers / mit Material der dpa

Nach dem Corona-Tod eines 38-jährigen Lehrers: Lauterbach fordert von den Kultusministern, endlich RKI-Empfehlungen einzuhalten

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58 KOMMENTARE

  1. „Damit wird in BW der Lockdown wenig bringen.“

    Nicht nur in BW. Wenn BW sowas macht, dann wollen die anderen auch und werden das dann auch tun.

    Hat man ja im Sommer gesehen: Sachsen ist mit dem unsinnigen Kohortenprinzip unter Streichung der Abstandsregel vorgeprescht und dann haben es alle anderen nachgemacht. Das Kleingedruckte hat dabei keiner gelesen („dann müssen wir nur die Kohorte testen“), denn genau das hat man dann ja auch noch gestrichen.

    Hoffen wir, dass die Bevölkerung dieses Mal mehr Vernunft hat und solcher Unsinn nicht noch einmal mitgemacht wird.

  2. Warum wird hier auf der Seite nicht über die psychische Gesundheit von Kindern bei den Schulschließungen berichtet? Richtig – weil es hier auf der Seite egal ist. Zum Glück meinem Kollegium nicht.

    • Sehr geehrter Ben,

      zwei Aspekte dazu: Wenn Wissenschaftler fehlenden Corona-Schutz in Schulen kritisieren, heißt die Konsequenz nicht zwingend Schulschließungen. Das ist eine Behauptung von Politikern, der sich entgegensetzen ließe: Das Gegenteil ist richtig – nur mit ausreichendem Infektions-Schutz ist ein Schulbetrieb in einer Pandemie überhaupt möglich.

      Zweitens, wir berichten selbstverständlich über Studien zur psychischen Gesundheit von Kindern während der Schulschließungen – hier zum Beispiel: https://www.news4teachers.de/2020/12/forscher-lebenszufriedenheit-von-kindern-und-jugendlichen-ist-drastisch-gesunken/

      Dabei ist allerdings anzumerken, dass die Forscher kaum differenzieren können zwischen psychischen Belastungen durch die Schulschließungen – oder durch die Pandemie selbst. Deutlich wird nämlich auch: Kinder haben Angst um ihre Familien, und die wird durch einen ungeschützten Schulbetrieb, den die Kinder ja erleben, objektiv befeuert.

      Hier nachzulesen: https://www.familienhandbuch.de/aktuelles/neue/45056/index.php

      Darüber hinaus ist auch das normale Leben mit offenen Schulen für viele Kinder alles andere als paradiesisch. So haben wir darüber berichtet, dass ein Viertel aller Schüler psychisch auffällig ist. Im Schnitt zwei Kinder pro Klasse leiden unter Depressionen. Datum des Beitrags: 23. November 2019 – also Monate vor den Schulschließungen.

      Hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2019/11/kassenstudie-ein-viertel-aller-schueler-zeigt-psychische-auffaelligkeiten-unter-depressionen-leiden-im-schnitt-zwei-kinder-pro-klasse/

      Wir würden dafür plädieren, die Diskussion etwas differenzierter zu führen – indem man sich beispielsweise Gedanken darüber macht, wie eine Begleitung für besonders bedürftige Kinder möglich ist, wenn ein schulischer Regelbetrieb sich für längere Zeit nicht aufrecht erhalten lässt. Dazu haben wir leider von verantwortlichen Politikern, die sich ja angeblich so um das Kindeswohl sorgen, noch nichts gehört.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

    • Wenn den Politikern die psychische Gesundheit der Kinder wichtig wäre, würden sie in SICHEREN Präsenzunterricht investieren. Wie man das macht, ist seit vielen Monaten bekannt. Es wurde abgelehnt mit der Begründung, dass es zu teuer ist. „Zu teuer“ bedeutet in diesem Fall einen Bruchteil der Kosten der Rettung einer Fluggesellschaft und ebenso einen Bruchteil der Kosten des „Shutdown light“, der sein Ziel insbesondere wegen der weiterhin schutzlos geöffneten Schulen verfehlt hat.

      Es war zu teuer… also scheint es den Politikern nicht wichtig zu sein. Das berechtigt aber noch lange nicht, die psychische Gesundheit der Kinder nun als Grund anzuführen, die Gesundheit der Kinder und ihrer Eltern/Großeltern sowie der LuL zu gefährden, indem man schutzlosen (oder weitgehend schutzlosen) Präsenzunterricht fordert. Sinnvoller wäre, SICHEREN Präsenzunterricht zu fordern. Da Schule eine Pflichtveranstaltung ist, müssen die Maßnahmen dabei deutlich weiter gehen als bei irgendwelchen freiwilligen Zusammenkünften von Menschen.

    • Ach Ben, wir haben verstanden, dass du als Schulsozialarbeiter einen anderen Blick auf die gemeinsame Klientel hast….der hilft aber im Rahmen der Pandemie und der damit verbundenen Grundprinzipien …. nämlich den Gesundheitsschutz für möglichst alle leider nix. Da haben doch bereits viele KuK in ihren Foreneinträgen versucht, auch dir diese Maxime zu vermitteln.

    • Hallo Ben,
      warum argumentierst du einseitig?
      Wenn dir die psychische Gesundheit der Kinder am Herzen liegt, solltest du auch die Angst der Kinder vor einem Schulbesuch mit einkalkulieren.
      Viele wollen nicht in die Schule, solange sie kein sicherer Ort ist. Und diese Sicherheit bekommen wir nur mit niedrigen Inzidenzwerten, soviel ist klar.

    • So ein Schmarrn mit diesen psychischen Krankheiten, die wir unseren Kindern andichten. Vor lauter Wohlstand werden sie immer kranker. Mein Opa hat als Kind Flucht, Vertreibung, Krieg, Vater vermisst etc mitgemacht. Und im Gegenteil, das hat ihn stark und zufrieden gemacht, ihn geerdet für das ganze Leben.

    • @Ben – Super. Lehrer und alle andern am Schulleben beteiligte haben keine Psyche. Die letzte DAK Studie hat klargestellt, dass quasi 25% aller aktuell Unterrichtenden Burnoutsymptome zeigen. Super Argument. Sollen alle ausbrennen, langfristig ausfallen und dann fällt noch deutlich mehr aus, als durch Corona. Zu Ende denken wäre mal ein Anfang.

      Zum Glück ist die @Redaktion hier (trotz reißerischer Kommentare der User) stets sachlich. Großes Daumen hoch.

    • Wie wirkt sich denn der Umstand, dass der Virus aus der Schule die Großeltern oder Eltern aus der Risikogruppe in Lebensgefahr bringt oder gar ein naher Angehöriger verstirbt auf die psychische Gesundheit der Kinder aus?
      Ich bin als Lehrer zwar kein Experte für Psychologie, kann mir aber vorstellen, dass dies ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Psyche von Kindern haben könnte.
      Meinen Sohn hat die Angst um uns, seine Eltern, jedenfalls bedeutend mehr belastet als die Angst um die eigene Gesundheit.
      Außerdem ist zu bedenken, dass das Kind, das auf die Beerdigung von Oma und Opa muss, auch wieder nicht zur Schule kann.

  3. Tja Pandemie und Wahlkampfzeiten passen einfach nicht zusammen.

    Egal ob im Bund oder in den Ländern fragt man sich ob da objektiv oder nach anderen Interessen gearbeitet wird.

    Frau Eisenmann wird ihren Testballon nicht ohne Grund in der Presse verkündet haben und das traurige ist, dass viele Eltern die Rückmeldung geben: Schule wieder öffnen.

    Sieht man vielleicht nicht in den Kommentaren auf news4teachers aber auf den Seiten der Tagespresse, als auch in vielen Kommentardn in Regionalzeitungen erkennt man das.

    Unser Gesellschaftsmodell, teilweise ganze Lebensmodelle beruhen darauf dass Schulen und Kitas als Betreuungsangebote zur Verfügung stehen. Darauf beruht auch Wohlstand und Sicherheit vieler Familien.
    Jetzt wird dieses Modell abrupt ausgebremst und viele wollen oder können da nicht mithalten. Was ich teilweise auch nachvollziehen kann.

    Eine mögliche Lösung ist für mich nur das Modell dass die GS in die Schule darf. Alle weiterführenden bleiben zu Hause.
    Dazu noch Maskenpflicht, kleinere Klassen durch Abordnung/ Umsetzung von Lehrkräften, die Nutzung von anderen Räumen wie z.b. frei gewordener Zimmer in weiterführenden Schulen und noch einiges mehr.

    Realistisch ist das aber nicht.

    Gegen die Maskenpflicht im Bereich GS wird es massive Widerstände geben.
    Abordnungen würden bei den Lehrer zu Unmut führen.
    Und andere Räume sind in vielen Regionen nicht zu erreichen.
    Und die heilige Kuh Abitur würde ganze Elternvertretzungen auf den Plan rufen.

    Also weiter wie bisher.
    Augen zu und durch.

    Oder anders gesagt,“Danke für ihren Einsatz“ der angeordnet wurde…

  4. Sorry, aber nein!

    Erstmal ist mir heute zu ohtrn gekommen, dass es in den Sternen steht, wann wir überhaupt geimpft werden. Warum? Die EU hat mit ihrer dummen Einkaufspolitik dafür gesorgt, dass wir erheblich weniger Impfstoff von Biontec bekommen und die französische Firma, von der die EU einen andern erheblichen Teil ihres Inpfstoffs beziehen will, hat noch nichtmal einen geeigneten Impfstoff fertig entwickelt.

    Da wir nicht geimpft werden können sehe ich mich weiterhin der Gefahr ausgesetzt, zu erkranken. Dies bedeutet zusätzlichen Stress. Und dann soll ich auch noch länger (3 Wochen) arbeiten, obwohl ich vorher dann im Wechselunterricht schon mehr als 100% gegeben habe? Doe können ja die Schulen drei Wochen länger offen lassen, dann aber nicht mit mir und auch nicht mit in Vorfeld vorbereiteten Aufgaben.

    • Der andere Impfstoff (Astra …) kostet aber nur etwa ein Zehntel dessen was der von Biontec kostet. Wir alle haben eben ein Preisschild im Nacken und der aufgedruckte Preis ist warscheinlich schon weit überschritten. Da müssen dann eben paar dran glauben.

    • Sie kommen selbst mit Wechselunterricht nicht an die 40 Arbeitsstunden pro Woche heran. Und die „Corona-Ferien“ wurden bisher auch nicht aufgeholt. Solche Arbeitsberweigerer wie Sie müssen zwingend schnellstmöglich aus dem Schuldienst entfernt werden.

      • Schließen Sie bitte nicht von sich auf andere. Ich selbst musste wegen Frau Eisenmanns verfehltem Arbeitsschutz in Quarantäne, während der Ferien! Bekomme ich dafür einen Ausgleich? Für mich war es nicht entspannend und regenerierend während meiner Erholungszeit in meiner Wohnung eingesperrt zu sein. Vom KM wurde das billigend in Kauf genommen, da ich als Grundschullehrer keinerlei Schutzmaßnahmen erhalten habe, die bei Infektionen von Schülern eine Quarantäne verhindern hätten können. Einen Ausgleich dafür? Fehlanzeige.

        • #Schulleiter
          Was soll das denn bitte? Ich habe noch nie so viel gearbeitet wie während dieser Pandemie. Und ich musste 2x in Quarantäne und habe meine Klasse von 7.30 bis 12 Uhr online unterrichtet. Wir unterrichten OHNE SCHUTZ. Das sollten Sie als „Schulleiter“ ja wohl wissen.

          • @ inib
            Ich pflichte Ihnen zu und bezweifle, ob „Schulleiter“ wirklich Lehrer ist, sonst müsste er das wissen.

      • Sie sollten von Ihrer Führungsposition als angeblicher Schulleiter entbunden werden. Ihnen fehlt die menschliche Qualifikation. In Osteuropa werden bereits die ersten Schulleiter verklagt, weil sie ihre Mitarbeiter nicht geschützt haben.

  5. Ich glaube tatsächlich, dass Frau Eisenmann erkannt hat, dass sie viel zu viel Unmut auf sich gezogen hat, um noch Ministerpräsidentin werden zu können. Darum lässt sie jetzt wohl Ideen/Versprechen los, die ihr bei Corona-Gegnern noch ein paar Stimmen einbringen werden. Wie bei Autos auf Bäumen fragt man sich bei ihr, wie sie an ihren Platz gekommen ist.
    Nun aber mal weg von dieser Dame, die in BW hoffentlich bald keine Rolle mehr spielen wird.
    Es macht in dieser Phase der Pandemie, die auf jeden Fall bis Ostern geht, wenn die Schulen öffnen (egal, welche), nur Sinn, bis Ende Februarüber kompletten Fernunterricht nachzudenken. Ich unterrichte 1000x lieber in einem Klassenzimmer als von daheim aus, nehme diese Mehrarbeit aber gerne auf mich, damit wir als Gesellschaft möglichst unbeschadet (ist ja längst nicht mehr möglich) herauskommen. Grundschullehrer in BW haben vom Land keine Masken bekommen, die der weiterführenden Schulen giftgrüne FFP2-Masken (ohne CE- oder ähnliche Kennzeichnung, aber mit widerlichem Geruch). So ausgerüstet bzw. nicht ausgerüstet möchte ich nicht in einer Gruppe von 30 Leuten sein und das mindestens fünf Schulstunden am Tag. Das ist ein bisschen wie Schwimmflügel im Haifischbecken. Wenn sich Kultusminister über medizinische Profis stellen, kann etwas nicht mehr stimmen.

  6. diese unsägliche ignoranz seitens der kultusministerin eisenmann gegenüber wissenschaftlicher erkenntnisse ist einzig und allein mit ihren wahlzielen zu begründen. sie glaubt nach wie vor, dass ihr die stimmen zufliegen werden, wenn sie entgegen aller warnungen fordert, die schulen wieder zu öffnen.
    solch ein verhalten ist in meinen augen nicht nur fahrlässig, sondern grenzt schon an vorsatz.
    empfehlungen von RKI, leopoldina, wiener forschungsergebnisse und andere studien werden in den wind geschlagen, sie beruft sich auf studien vom frühjahr, die nachweislich mittlerweile als falsch entlarvt wurden. somit reiht sich diese frau nahtlos in die gilde der lügner ein, denke da nur an einen herrn rabe aus hamburg oder frau hubig aus rheinland-pfalz, die offen vor dem parlament ihre falschaussagen korrigieren musste.. fehler lag bei der pressestelle, sagte sie… ohne rot zu werden.. auf solche politiker kann ich gerne verzichten, die ihre persönliche zukunft zu lasten der gesundheit anderer stellen.
    eine rechtliche nachbearbeitung dieser offensichtlichen lügen wird hoffentlich folgen.. und da möchte ich nicht in der haut der akteure stecken.. dem politischen aus wird zweifelsohne auch die entsprechende richterliche verurteilung folgen.

  7. Gut. Meine Reise Anfang Juli kostet über 3000 Euro. Wenn der Staat mir das ersetzt, klnnen wir meinetwegen die Ferien vom Sommer in den Winter verlegen.
    Bleibt nur noch dss Problem mit dem Klimawandel. Auch da wird nämlich nicht investiert bei den Schulen. Ohne Klimaanlagen ist das Lernen bei 40 Grad einfach nur sinnlos, da bleibt garnichts im Kopf.

  8. Die Schueler haben auch Stress , da
    Kann man nicht einfach die Ferien kuerzen!. Da hat ja wohl jemand Null Einfuehlungsvermoegen. Und mein Gott dann haben halt 2 Schuelerjahrgaenge etwas weniger gelernt. Weder im Studium noch in der Lehre ist das eine Katastrophe.
    Nur im Kopf der KMs.

  9. Schule ab Januar kann/ darf nur mit einem wisschaftlich fundierten Infektionsschutzkonzept für Schule stattfinden:
    Mindestabstand 1,5 m, FFP2-Masken, Maskenpflicht in allen Jahrgangsstufen, Luftfilteranlagen, Konzepte für den Schülertransport, Testung von allen SuS des Jahrgangs bei einem positiven Corona-Fall, Ausschluss von (erkältungs-) erkrankten SuS, sofortiger Ausschluss von SuS, deren Masken nicht ordentlich sitzen oder die die Hygieneregeln missachten, regelmäßige Testung von LuL, warmes Wasser zum Händewaschen in den Klassenzimmern

    Und dringend eine Entschlackung des Lehrplans sowie mehr und dauerhafte Unterstütung für lernschwache SuS bzw. Inklusionskinder!

  10. Wir haben an unserer Grundschule schon nach dem ersten Lockdown im Wechselmodell 2,5 Std. pro Tag pro Gruppe unterrichtet + Angebot einer Notbetreuung für die restlichen 2,5 Std. für die Eltern, die es gar nicht anders organisiert bekommen haben, durch die in den Vormittag gezogenen Ganztagskräfte. So haben wir alle Kinder jeden Tag in den Kernfächern gesehen, Aufgaben für zu Hause mitgegeben, kaum Lehrerwechsel und halbe Gruppen. So könnte es auch jetzt wunderbar weitergehen, man würde Lehrer und Kinder durch Abstand + Maske schützen, hätte feste Kern- und Betreuungszeiten am Vormittag und zumindest ein wenig mehr Schutz für alle Beteiligten. Sogar der zusätzliche Bus für die Wechselzeit konnte organisiert werden. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, der wird von oben nur leider viel zu oft aus Unkenntnis über die Situation vor Ort mit fadenscheinigen Argumenten gleich zunichte gemacht… Die in der Praxis Stehenden zu fragen, wäre doch deutliche hilfreicher, als die Kultusminister, die sich durch keinerlei pädagogische Ausbildung kennzeichnen, darüber entscheiden zu lassen, was für Schüler und Lehrer zumutbar ist. Bislang jedenfalls war das Verhalten der Kultusminister vor allem geprägt von mangelnder Fürsorge für Lehrer, Schüler und damit auch deren Familien und von Versprechungen, die noch nicht an der Basis angekommen sind (z.B. FFP2-Masken).

    • So hat es bei uns auch an der weiterführenden kooperativen Gesamtschule funktioniert.
      Lt LuL wurde trotzdem 80-90% des Stoffes erarbeitet. Da die Klassen ja kleiner waren, konnte deutlich effizienter unterrichtet werden. Bei uns wurden ALLE Fächer (auch Kunst, Musik, Reli) unterrichtet. Der Stundenplan wurde einfach in der Mitte geteilt. Gruppe A hatte die ersten drei Stunden, Gruppe B die letzten drei. Dazwischen war eine längere Pause um Begegnungen zu vermeiden. In der nächsten Woche wurde getauscht. Hat prima funktioniert, sollte lt. Schulamt als Vorlage für andere Schulen dienen. Tja und dann hat man sich von seiten der Politik lieber entschieden die Schulen im ganz normalen Betrieb laufen zu lassen….
      Leider springt die Heizung spätestens nach der ersten großen Pause gar nicht mehr an, weil alt und durch das ständige Lüften überfordert. Aber man kann sich ja einen zusätzlichen Pulli mitnehmen und Klatschen und Kniebeuge machen…
      Auch interessant ist, dass Schülerpraktika weiter durchgeführt werden müssen aber die ganzen Landesbetriebe (zb Forst) keine SuS nehmen dürfen, weil sonst die Mitarbeiter gefährdet werden. Anordnung aus den Ministerien…..

    • Liebe (r) EJ

      DAS wäre ja eine Lösung. Daran scheint das KuMi, egal wo, nicht interessiert zu sein.
      Sie wollen bestimmt als Retter der arbeitenden, systemrelevanten Bevölkerung dastehen.

      Bei uns lief das ähnlich, geteilter Unterricht, halbierte, tw. gedrittelte, Klassen, versetzte Anfangs- und Pausenzeiten. 80-Minuten-Stunden und nur drei feste Lehrkräfte in den Kernfächern.

      Notfalls lässt sich je ein Projekt oder als Kombiprojekt fächerübergreifend nachholen. In den ein- bzw. zweistündigen Fächern. Ja, Stundenplan, ja, neu und anders organisieren…. und möglich. Wäre eine Lösung, will kein KuMi.

      Ebenso wie alle anderen wahrhaft kreativen und tollen Ideen und Vorschläge der KuKs hier.

      Die, die etwas kosten, fallen eh raus. Und bei allem anderen Frage ich mich: Was, außer Präsenzunterricht fällt denen ein? Nichts. Und damit können wir nur auf hohe Fallzahlen hoffen, die auch die KuMis verstehen. So bitter diese Aussage auch ist.

  11. Bildung hat bei Frau Eisenmann höchste Priorität Gesundheit hat höchste Priorität nichts anderes.
    Unsere Tochter geht zur Berufsschule dort gab es einen Positiven Corona Fall wir als Eltern wurden von der Schule nicht informiert. Wir haben es durch die Presse erfahren von der Schulleitung hieß es sie dürfen es uns nicht mitteilen das verletzt das Persönlichkeitsrecht des erkrankten. Hallo geht’s noch? Danach durften wir zum test und in Quarantäne gehen weil unsere Tochter Kontakt mit der Person hatte. Es wurden Praktikumstellen vergeben für die Schüler in Geschäften Krankenhäuser oder wie bei uns unsere Tochter musste ihr Praktikum im Altenheim durchführen. Ergo es gab positive Bewohner und Pfleger und wieder zum test wieder in Quarantäne. Aber dann heißt es Kontakte reduzieren aber die Schüler in solche Gefahren bringen. Wir mussten insgesamt dreimal in Quarantäne wegen der Schule unser Arbeitgeber war begeistert. Die kleinen von uns in der Grundschule erstes Schuljahr frieren trotz dicker Kleidung weil öfter gelüftet wird als es in der Presse heißt. Dann soll sich doch Frau Eisenmann in das Klassenzimmer setzen und sich täglich der Situation aussetzen. Im Bundestag sitzen sie alle schön auf Abstand was in der Schule nicht geht. Dann soll man die Abstandsregel im Bundestag auch abschaffen und die Heizung ausschalten die sollen sich den Gefahren genauso aussetzen wie es Schüler und Lehrer müssen.
    Und die Kinder werden nicht dümmer davon wenn sie noch ein paar Wochen zuhause bleiben. Den Lernstoff kann man nach holen die Gesundheit kann gegebenenfalls nicht nach geholt werden. Unsere Kinder lernen zuhause mit Materialien die wir von der Schule haben und es funktioniert gut.

  12. Nein, Herr Lauterbach, Frau Eisenmann hat Recht ! Ich hoffe, dass mit ihr nicht das Gleiche wie mit Frau Gebauer passiert ! Sie und unsere Regierung, die auf Experten nicht hören, sind unser Problem !

    • Was passiert denn mit Frau Gebauer? Nach meiner Wahrnehmung leider nix, die klebt an ihrem Ministerstuhl und öffnet der Pandemie in den Schulen Tür und Tor.

  13. Trotz massiver Kritik hat Baden-Württembergs Kultusministerin noch einmal bekräftigt, dass Kindergärten und Grundschulen ab dem 11. Januar wieder öffnen sollten.

    Von red/dpa

    30.12.2020 – 07:14 Uhr

    Berlin – Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann bekräftigt ihre Forderung, Kindergärten und Grundschulen auf jeden Fall schon ab dem 11. Januar wieder zu öffnen. Diesen Beschluss sollten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten bei ihrer Konferenz an diesem Dienstag fällen, forderte die CDU-Politikerin in der „Bild“-Zeitung .

    Juckt Frau Eisenmann alles nicht. Die zieht ihr Ding durch wie immer.

  14. Der 05.01.2021 ist wieder viel zu spät um richtige Ebtschdungen zu treffen. Nicht alle Schulen beginnen den Unterricht wieder am 11.01.2021. Es gibt zahlreiche Ersatzschulen, die bereits wieder ab dem 04.01.2021 Unterricht anbieten, zwar Distanzunterricht aber trotzdem findet eine Notbetreuung dort statt. Wieder sind die dortigen Lehrer nicht geschützt. Ich werde die Notbetreuung machen müssen, meine Kinder haben selbst Distanzunterricht Zuhause, der Kleinste muss in die Notbetreuung des Kindergartens und meine zwei großen Kinder (beide Grundschule) sind Zuhause. Die tolle Regelung der extra Tage „Urlaub“ gilt nicht für LehrerInnen. Da überlegt man sich schon lange, ob sich dieser Beruf noch lohnt oder ob man nicht umschulen sollte. Dad Arbeitszeitvolumen ist schon seit einigen Jahren bombastisch hoch und die Extra Aufgaben haben mit der Corona Krise immens zugenommen.

    • Unglaublich… von Luftfiltern und Abstand im Unterricht keine Spur in dieser „Forderung“. Auch kein Gedanke daran, dass die Schulpflicht nicht nur den Durchseuchungsfans die Teilnahme an dem Irrsinn ermöglicht, sondern alle anderen dazu zwingt, mitzumachen.

      Ich hoffe aber, dass angesichts der aktuellen Lage das Thema „ungeschützter Unterricht + Präsenzzwang“ erledigt ist. Das sollte schon aus Haftungsgründen so sein, denn je mehr bislang vertuschte Nachweise, dass das Risiko in Kitas und Schulen sehr hoch ist, auftauchen, desto dünner wird das Eis, auf dem sich die Verantwortlichen bewegen.

  15. XY-unglaublich- überall wird nur noch Intressens- bzw. Klientelpolitik betrieben. Schule und Kita als sozialer Lernort im Anbetracht von über 1000 Taten am heutigen Tag. Ich liebe meinen Beruf. Meine Familie (3 Hochrisikopatienten) und mein Leben (chronisch krank) liebe ich aber ein klein bißchen mehr. Daher werde ich mich jetzt diesem Wahnsinn einige Zeit entziehen. Sch.. drauf, was man dazu sagt. Ich lasse mich auch gerne als fauler Sack u.ä. bezeichnen. Tangiert mich periphere. Das ist mir mein Leben und das meiner Lieben wert. Und im Job zeigt sich ja häufig- jeder ist ersetzbar. Egal wie.

  16. Wenn das eigene Zuhause eine Gefahr für Kinder ist, dann müssen sie da raus. Punkt.

    Schule kann das häusliche Problem nicht lösen. Punkt.

    Familientherapie statt Zwangsinfizierungen ist mein Vorschlag.

    Und – selbst die aktuellen Studien lesen zum Thema Corona.

    „Dank“ Corona kommen immer mehr – seit längstem bekannte – Missstände zu Tage. Wo ist da der Aufschrei geblieben? Wo die Familienministerien?

    Schule kann nicht für alles die Lösung sein und für alles die Verantwortung tragen. Ich schlage keine Kinder, missbrauche sie auch nicht. Das passiert zu Hause. Himmel und Hölle wird in Bewegung gesetzt, nichts geschieht.

    Das Jugendamt wird immer eingeschaltet – die sind überlastet. Komisch. Zuviel Arbeit weil zu viele Missstände oder/und zu wenig Personal? Ach, beides?!

    Sternchen für jeden, der weiß, was da schief läuft.

  17. Es ist traurig, das Frau Eisenmann(wenn wir bei dieser Person bleiben wollen) auf Biegen und Brechen unabhängig der Infektionszahlen die Schulen ab dem 10.1.wieder oeffnen will, WEIL SIE ES SO WILL!!!!

    Psychische Probleme von bestimmten Risikofamilien sind seit Jahrzehnten bekannt UND…..? Es wurde bis heute nicht geloest, sollte also nicht gerade in der Pandemiezeit vorgeschoben werden als ACH SO DRINGENDES THEMA ZUM BILDUNGSAUFTRAG!
    Ich glaube auch, das es unseren Kindern eher psychisch zu setzt, das sie Angst haben in die Schule zu gehen, privat jeden Kontakt vermeiden muessen, aber dort mit 30 Leuten auf engem Raum ueber Stunden eingefercht zu sein bei frostigen Temperaturen im Zwiebellook, unwuerdig und sicher beim Lernen nicht foerdernd!!! (jeder Arbeitgeber haette schon eine Klage am Hals wegen genau dieser Arbeitsbedingungen!)
    Weiterhin kein verlaessliches Programm zu haben, dieses ewige Wechseln zwischen Praesenzunterricht und dann wieder Wechselmodus, Quarantaenezeiten.

    Leider kommen immer mehr Artikel zum Vorschein, die die Aussage der Kultusminister ‚innen widerlegen, das die Schule ein absolut sicherer Ort sei und das Virus brav vor der Tuer wartet, wie befohlen(Ironie off).

    Alle Kultusminister‘ innen sollten persoenlich unter gleichen Bedingungen arbeiten, wie sie es von unseren Kindern und Lehrern verlangen und nicht in schicken Einzelbueros mit Luftfiltern.

    Falls irgendeiner dieser Kultusminister ‚innen auf einen hoeheren Stuhl in der Politik schielt/hin arbeitet, sollten die Waehler nicht vergessen, wie gerade diese Menschen sich unseren Kindern gegenueber verhalten haben, mit ihrer Gesundheit und mit ihrem Leben gespielt haben, eine Gefaehrdung der Kinder, Lehrer und Familien. (auch Kinder koennen an den Folgen von Corona versterben!!!!)
    IST ES DAS WERT???
    Diese Menschen sind erschreckend in diesen Positionen!!!!

    Die Vorgaben der Wissenschaft sollten konsequent fuer ganz Deutschland umgesetzt werden, ohne Diskussion, punkt aus!!!
    Zielsetzung Inzidenzwert 50 und darunter.

    Damit wir alle gemeinsam diese aeusserst schwierige Zeit waehrend der Pandemie bewaeltigen koennen.

    Alleingaenge der KM sind nicht tragbar!!!!
    Es geht um Menschenleben, waren heute ja „NUR“ ueber 1100 Tote in Verbindung mit Corona, aeusserst schlimme Bilanz und fuer alle betroffenen Familien eine absolute Tragoedie, mein aufrichtiges Beileid fuer diese Familien.

    Wir muessen alle zusammen dafuer sorgen, das wir uns gegenseitig schuetzen und Ruecksicht nehmen.

    Wenn die Kultusminister ‚innen diese Zusammenarbeit nicht wollen, sollen sie doch ihren Platz frei raeumen fuer Personen, denen das Wohl der Menschen am Herzen liegt.

    Monate wurden einfach nur so verschwendet, es wurde KEINE!!! Vorbereitung von seiten der KM getroffen und jetzt beharren sie immer noch auf ihren Praesenzunterricht????
    UNGLAUBLICH, EINFACH UNGLAUBLICH!!!!

    Die Aussage, das die Mehrheit der Eltern dem Vorgehen der KM zustimmen/diese unterstuetzen, halte ich fuer Unwahrheit!!!, denn keine Mutter und kein Vater wuerden ihre Kinder absichtlich diesem Risiko aussetzen wollen und somit eine folgenschwere Erkrankung in Kauf nehmen oder gar den Tod.
    Diese Aussage sollte doch vor Bekanntgeben ueberdacht werden.

    • Es ist eine kleine Lobbygruppe in Bayern, deren Forderungen aber jetzt auch in Bayern erfüllt werden. Ich bedaure alle Lehrer und Schüler, die unter dieser Verantwortungslosigkeit leiden und erkranken werden.

  18. Gerade Herr Lauterbach war aber derjeniger, der sich noch am 28.10. bei den Verhandlungen über den „sanften“ Lockdown für die offenen Schulen (gegen das Helmholtz Institut) bei BK ausgesprochen hatte. Dies hat er ja selbst auch noch einige Tage später bei Lanz Talkshow stolz erwähnt. Gerade diese überflüssige arrogante politische und weder medizinische noch gesundheitliche Taktik kostet Menschenleben. Absolut sinnlos.

  19. Ich liebe meine Arbeit als Lehrperson. Möchte auch dringlich Präsenzunterricht haben – ABER: Nicht um diesen hohen Preis!

    Man wundert sich, wie die Infektionen in Pflegeheime o.ä. gelangen… nun ja… ich nicht.
    Schlimm alles.

  20. Es geht darum qualitativen Online-Unterricht anzubieten mit dem man die Möglichkeit erhöht die Schule offen zu lassen! In welchem Fall haben die Kinder den mehr Nachteile, wenn sie Wechselunterricht (Präsens -und Onlineunterricht) haben oder eingesperrt in Quarantäne zuhause sitzen!?!

    Ganz nebenbei möchte ich auch mal darauf hinweisen, dass ErzieherInnen ebenfalls ungeschützt arbeiten. 24 Kinder in einem Raum mit soviel Körperflüssigkeiten wie sonst nirgends.. An Mindestabstand gar nicht zu denken!

    Bitte unterschreiben und weiterleiten :

    https://www.openpetition.de/petition/unterzeichner/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

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