Corona-Hotspot Kita? Erzieher fühlen sich verheizt – Ministerium wiegelt ab

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HANNVOVER. Im harten Lockdown kommen nur wenige Menschen anderen Menschen ohne Maske sehr nahe. Bei der Betreuung von Ein- bis Sechsjährigen ist das unvermeidbar. Karen Barjenbruch steckte sich wohl bei der Arbeit mit dem Virus an. Sie hofft auf Unterstützung aus der Politik.

In vielen Kitas sollen Erzieherinnen und Erzieher nicht mal Masken tragen, weil das die Kinder irritieren könnte. Foto: Shutterstock

Angesichts von hochansteckenden Corona-Mutationen fordern Erzieherinnen und Erzieher dringend bessere Schutzkonzepte für die Notbetreuung in Kitas. «Uns würden zum Beispiel eine längerfristige Planung und kleinere Gruppen helfen», sagte Karen Barjenbruch, die in einer Kita in Twistringen im niedersächsischen Landkreis Diepholz arbeitet. In einem Brief an Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) und andere Politiker schildert die 30-Jährige den Alltag mit 13 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren auf engstem Raum ohne Mindestabstand – und meist ohne Maske.

Kita-Kinder werden meist gar nicht getestet, wenn sie keine Symptome entwickeln

«Ich sprach mit Kollegen, die Angst haben, um ihre eigene Gesundheit, um die ihrer Familien. Kollegen, die unter Schlaflosigkeit leiden, eine absolute Hilflosigkeit verspüren», schreibt die Heilerziehungspflegerin, die selbst an Covid-19 erkrankte.

Laut einer Auswertung der Krankenkasse AOK waren Berufe in der Betreuung und Erziehung von Kindern von März bis Oktober am stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen, wie News4teachers berichtete. In den ersten beiden Pandemie-Monaten hatten noch Kranken- und Altenpfleger vorne gelegen. In der Kita von Karen Barjenbruch infizierten sich im November auch vier ihrer Kolleginnen sowie Kinder. Die kleinen Mädchen und Jungen würden oft gar nicht getestet, wenn sie keine Symptome entwickelten, ist die Beobachtung der 30-Jährigen.

Das niedersächsische Kultusministerium bleibt dabei, dass Kinder keine Infektionstreiber seien. Die Daten zu an Covid-19 erkrankten Personen und die Zahl der geschlossenen Einrichtungen bewegten sich konstant auf einem niedrigen Niveau, bekam Barjenbruch aus Hannover zur Antwort. Die Notbetreuung dürfen im zweiten Lockdown nicht nur Eltern in systemrelevanten Berufen nutzen. Freie Plätze sollen etwa mit Kindern mit erhöhtem Förderbedarf oder sonstigen Härtefällen aufgefüllt werden.

Das Land Bremen wechselte erst in der vergangenen Woche in die Kita-Notbetreuung – Auslöser war der erste Nachweis der britischen Corona-Variante B.1.1.7 bei einer Kita-Beschäftigten. Schlagzeilen machte ein Corona-Ausbruch in einer Freiburger Kita, bei dem sich mindestens 18 Kinder und Erzieherinnen mit einem mutierten Virustyp angesteckt hatten. Baden-Württemberg verschob daraufhin die Öffnung von Kitas und Grundschulen. Auch vier Kölner Kitas wurden wegen Infektionen mit Corona-Mutationen mittlerweile unter Quarantäne gestellt.

«Zwischendurch fehlt mir der Atem, und ich habe Herz-Rhythmus-Störungen»

Barjenbruch und einige ihrer Kolleginnen kämpfen noch immer mit den Folgen der Covid-19-Erkrankung im November. «Zwischendurch fehlt mir der Atem, und ich habe Herz-Rhythmus-Störungen», sagt die 30-Jährige. «Angst macht, dass man es jederzeit wieder bekommen kann.» In Hannover war eine Kita-Mitarbeiterin zunächst Ende November und dann wieder Mitte Januar positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beim zweiten Mal handelte es sich um die britische Variante.

In der Kita in Twistringen, die auch integrative Gruppen hat, bietet die Lebenshilfe kostenlose Schnelltests an – ein Privileg, weil es sich um einen Träger der Behindertenhilfe handelt. Nach Auffassung der Gewerkschaft Verdi sollte das Land Niedersachsen allen Kita-Beschäftigten ein solches Angebot machen. «Was in der Pflege normal geworden ist, wird Erzieher*innen verwehrt», kritisiert Gewerkschaftssekretärin Katja Wingelewski. Sie müssten zudem in der Impfstrategie anderen gefährdeten Berufsgruppen gleichgestellt werden.

Der familienpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Volker Bajus, sagte: «Kultusminister Tonne muss deutlich mehr in einen pandemiefesten Betrieb investieren, und das Personal muss besser geschützt werden. Es ist ein schwerwiegendes Versäumnis, dass es immer noch keine Teststrategie für Kitas und Grundschulen gibt, obwohl ausreichend Schnelltest-Angebote vorhanden sind.» Zudem sollten alle positiven Tests aus Grundschulen und Kitas auch auf Mutationen untersucht werden. dpa

44-jährige Erzieherin stirbt nach Corona-Ausbruch in ihrer Kita an Covid-19 – RKI meldet inzwischen 19 verstorbene Lehrer/Erzieher

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28 KOMMENTARE

  1. „Die kleinen Mädchen und Jungen würden oft gar nicht getestet, wenn sie keine Symptome entwickelten,“ die werden ja nichtmal getestet, wenn sie Symptome entwickeln. Haben wir an unseren eigenen Kindern festgestellt. Begründung des Kinderarztes: der Abstrich ist so quälend für die Kinder. Wäre aus meiner Sicht vielleicht auch vertretbar, wenn alle Ärzte so sicher und vernünftig in ihrer Diagnose wären wie unser Kinderarzt und wenn dann nicht auf der Basis dieser nicht erhobenen Daten ausgerechnet auch von den Kinderärzten behauptet würde, Kinder wären weniger gefährdet und weniger gefährdend.

  2. „Die kleinen Mädchen und Jungen würden oft gar nicht getestet, wenn sie keine Symptome entwickelten, ist die Beobachtung der 30-Jährigen.“

    Das deckt sich mit vielen Berichten hier. Wenn man das den Behauptungen der KMK gegenüberstellt, dass es nur wenige Infektionen bei kleinen Kindern gibt, dann ist die Ursache klar. Was man nicht testet, findet man nicht.

    Es scheint sich auch abzuzeichnen, dass die Unterschiede der Inzidenzen stark davon abhängen, wie ernst die Gesundheitsämter ihre Arbeit nehmen. Das scheint langsam auch der lokalen Politik bewusst zu werden:

    https://www.hagen.de/web/de/hagen_de/01/0101/010101/PM_369602.html

    Recht weit unten: „Hagen hinterfragt Vergleichbarkeit der Inzidenzwerte“

    Hagen testet nämlich sehr viel… Ergebnis ist eine Inzidenz, die jetzt wieder bei über 200 ist und weiter ansteigt. Vermutlich zeichnet das aber ein sehr viel realistischeres Bild als das Vorgehen anderswo.

    Was ausgeweitete Testungen bringen, zeigt auch dieser Bericht:

    https://www.hagen.de/web/de/hagen_de/01/0101/010101/PM_369348.html

    „Ausgeweitete Testungen durch das Gesundheitsamt“ – da kommt die Leiterin des Gesundheitsamts zu Wort. Das, was sie da schreibt, zeigt eine Positivenrate von fast 25% direkt nach Einführung verstärkter Tests.

    Interessant auch: „Dr. Scholten erklärt weiter, dass in den allermeisten Fällen eine positiv getestete Person sämtliche Familienmitglieder ansteckt. Wenn sich beispielsweise ein Vater einer fünfköpfigen Familie bei der Arbeit infiziert, haben wir in der Regel nach Auswertung der Testungen der Familie vier weitere positive Fälle.“

    Wenn man nicht so testet und die betroffenen Kinder weiter in die Notbetreuung gehen, braucht sich niemand zu wundern, warum das Kita-Personal ganz oben in der Liste der betroffenen Berufsgruppen steht.

    Es ist unglaublich, dass es trotz der Mutationen anscheinend immer noch Gesundheitsämter gibt, die nicht so vorgehen und einfach wenig testen, so dass die Inzidenzen unten bleiben. Das wird dann wie im Herbst dazu führen, dass die Mutationen sich in die Bevölkerung „fressen“ und irgendwann die Lage außer Kontrolle gerät. Die Verantwortlichen sind dann sicher wieder „überrascht“.

  3. Liebe Erzieherinnen, ihr seid der gesellschaftliche Kollateralschaden. Eure gesellschaftlichen Leistungen werden gleichwohl verschwiegen. Alle brauchen euch, aber niemand will euch schützen. Wir sollten uns im Grunde alle schämen.

  4. Selbst Frau Eisenmann fordert mittlerweile ein schnelles Impfen der ErzieherInnen und der Lehrkräfte.
    Mit dem Impfstoff von Astra Zenica.

    Ein wichtiges Thema für die Impfkomission.

    • Was soll das bringen? Es halbiert die Gefahr sich anzustecken, schliesst sie aber nicht aus. Ginge es nicht nur um ein Politikum, sondern um wirklich guten Schutz, müsste sie den wirksameren Impfstoff für Erzieher/innen und LuL fordern.

  5. Man sollte konsequent alle Kinder durchtesten. Dann können die Politiker mal schauen, ob sie immer noch behaupten, dass absolut keine Gefahr ausginge und die Hygienemaßnahmen komplett eingehalten werden.
    Besser noch: Politiker ab in die Kitas, Schulen und Notbetreuung!

  6. Gleiches gilt für Förderschule geistige Entwicklung, nur dass wir es mit „Kindern“ bis ins Berufsschulalter zu tun haben….ebenfalls ohne Abstand und sehr viele Schüler ohne Maske…dabei können auch die oft nicht mal alleine die Nase putzen, ihre Hose aufmachen usw. Husten und niesen einfach frei in der Gegend herum und dir auch mal locker mitten ins Gesicht….und im Unterricht sitzen Schulbegleiter von 8.00 bis 15.30 direkt neben dem Schüler um z.B. mit ihm den Stift zu halten und ja….Bayern sind Förderschulen ebenfalls für alle geöffnet ohne Zeitbeschränkung ganz normaler Unterricht – ohne Not einfach nur abgeschoben und betreut während die Eltern es sich daheim beim Frühstück gemütlich machen und das auch noch fleißig in sozialen Netzwerken teilen…..ich könnte k…..
    Und die Politik schaut zu und tut nichts….ehrlich langsam hoffe ich, die Mutation schafft es mal in so eine Einrichtung. Vielleicht rüttelt das dann endlich auf und es können dann wenigstens alle anderen Einrichtungen geschützt werden…Opfer sind wir doch sowieso schon alle!!!!

    • Ich erlebe das selber auch als Student in der Notbetreuung. Abstand unmöglich, Maske wird nicht konsequent getragen. In der „Unterrichtszeit“ getrennt, aber in der Mensa zusammen um den Kontakt nicht zu verlieren. Ab da ist die Maske inkonsequent. Aber laut Politiker funktioniert ja das Hygienekonzept.
      (Mir steht es natürlich frei zu kündigen, wenn es mir nicht passt und um Zeit für das Studium zu haben, welches jetzt natürlich ruht. Aber dann stehe ich wieder ohne Einkommen da und bekomme keinerlei Unterstützung, aber weiter die verpflichtenden Ausgaben wie Krankenkasse aufgedrückt.)

      • Genau das haben mir auch schon einige Schulbegleiter gesagt, die ich befragt habe, weil ich mir nict vorstellen konnte, dass Maskenpflicht und Hygienekonzepte eingehalten werden.

        • Absolut nicht. Man kann Kindern schwer vermitteln, die Maske dauerhaft zu tragen und schon gar nicht, sie RICHTIG zu tragen und auch nichts, aber gar nichts anzufassen. Wenn es überhaupt möglich ist, den Sinn der Maskenpflicht in dem Alter zu verstehen. Die Masken sitzen falsch, es wird auf diesen rumgekaut, sie sind folglich aufgrund der Spucke feucht. Ständig packen sie sich an die feuchte Maske und dann gegenseitig an und weigern sich meist, die Hände zu waschen oder selbst zu desinfizieren. Mit diesen Händen wird dann in der Mensa das Essen angefasst und ans Gesicht gegangen. Und natürlich sitzt man dann ohne Maske, ohne Durchlüftung und mit mehr Kindern als vorher. Hat man es geschafft, den begleiteten Schüler zum Desinfizieren zu motivieren, kommt auch schon der nächste Schüler und klatscht ihm ungefragt in die Hände. Und das ist dann derselbe Schüler, der sich über die Corona-Maßnahmen beschwert, aber nicht verstehen kann, dass er mit seinem Verhalten diese erst notwendig macht.
          Als Begleiter bemüht man sich vergebens, Abstand von den Kindern zu halten.
          Aber das wollen die Politiker nicht sehen und leugnen es. Damit die Schulen bald wieder aufgemacht werden können. Bloß um die Kinder durch das verkorkste Schuljahr um jeden Preis durchzukriegen.
          Ich bin gespannt, ob es in 2 Wochen wirklich weitergeht. Ist das wirklich eine gute Idee?

          • Ehrlich gesagt hat es doch noch nicht mal aufgehört – seit 3 Wochen läuft normaler Förderunterricht mit bis zu 50 Prozent Auslastung….und das Wort Förderschulen wird so gut wie NIE erwähnt…Wahnsinn wenn man bedenkt, dass viele der Schüler noch Risikogruppe ist!!!

  7. Und Giffey macht derweil verantwortungslos weiter – diese Politikerin nimmt die gesundheitliche Schädigung und den Tod von Mitarbeiter*innen und Eltern in Kauf:

    https://www.tagesschau.de/inland/giffey-corona-ampel-kitas-101.html
    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat ein Ampel-Modell für eine schnelle Öffnung der Kitas vorgeschlagen. Nach dem 14. Februar müsse es „echte Öffnungsperspektiven bei Kitas und Schulen“ geben, sagte die SPD-Politikerin der „Bild am Sonntag“.
    „Unser Vorschlag ist eine Kita-Ampel, bei der erst mal die Situation in den einzelnen Kitas den Ausschlag gibt.“ Somit „könnten wir einen Großteil der Kitas wieder öffnen und gleichzeitig sehr verantwortungsvoll und gezielt anhand des Infektionsgeschehens in den einzelnen Kitas reagieren“, betonte die Ministerin.

    https://www.merkur.de/welt/coronavirus-deutschland-impfung-jens-spahn-lauterbach-long-covid-rki-zahlen-wieler-zr-90186149.html
    Karl Lauterbach warnt derweil vor der drohenden Gefahr durch „Long-Covid“. „Die Bedeutung wird dramatisch unterschätzt“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte der dpa. Long-Covid-Patienten können noch Monate nach einer Infektion an mindestens einem Symptom leiden. „Es stellt sich immer stärker heraus, dass Covid-19 eine Erkrankung des gesamten Gefäß- und Immunsystems ist“, betonte Lauterbach.
    Von Long-Covid könne bis zur Hälfte der zuvor in Kliniken behandelten Patienten betroffen sein. Er bezog sich auf chinesische Studien der ersten Welle. „Es ist ein Fehler zu glauben, dass nur die Alten sterben und die Jungen selbst nicht gefährdet sind.“

    • Frau Giffey sollte mal selber eine Woche in de KITAS und Grundschulen verbringen und dann schauen, wie streng die Hygienemaßnahmen doch befolgt werden (können) und wie sicher sie sich in der Umgebung fühlt.

    • Frau Giffey profiliert sich mal wieder. Zu Gunsten ihrer eigenen Karriere und zu Lasten der Erzieher. Das ist nichts Neues.

  8. Frau Giffey hat sich Politikerin als Berufsziel gesetzt. Sie sind Erzieher/ Lehrer, das ist Ihr Beruf. Es gibt Handwerker, Pflegepersonal, medizinisches Personal, Dienstleister, Gastronomen alle haben Recht auf Gesundheitsschutz. Aber ein Arzt hat kein Anrecht auf Gesundheitsschutz wie ein Finanzbeamter. Sie wollen dies? Schulen Sie um, werden Sie Politiker. In der Schweiz läuft ganz normal die Kinderanimation, jeden Tag andere Kinder und Kinder unter 12 brauchen in der Schweiz keine Maske….ich war in Liechtenstein zum Skifahren in einem Familienhotel, in den Ferien fahren wir in die Schweiz. Für Moralisten: Die Rentner bevölkern die CP in Spanien und Luxemburg hat auch Besuch.

    • Und weil andere doof sind, brüsten Sie sich damit, es ebenfalls zu sein… Armes Deutschland – voll von Egozentrikern wie Ihnen, bei denen der Horziont nur von einem Partyspaß zum nächsten reicht.

      • @Bernd:

        Tja, man muss es nur machen/denken wie Neu1:
        Und plötzlich ist alles ganz easy! Ich stülpe mir jetzt auch einen Karton über den Kopf….dann ist das Denken bis zur nächsten Ecke nicht so weit…..

    • @Neu1: Und danach noch ein Party-Wochenende in England, Südafrika oder Brasilien, wa?
      Omg, Sie sind echt ne Marke! Und auch noch stolz drauf! Wer Ihre Kinder unterrichtet, kann sich schon mal auf Mutantenviren freuen bei dem Verhalten.
      Gruselig!

  9. Auch bei uns werden die Kinder nicht getestet. Aussagen dass Kinder keine Überträger werden machen mich einfach nur wütend. Wir arbeiten auf Körperkontakt im engsten Raum. Hygieneregelungen… Fehlanzeige. Immer wird gesagt wir entwickeln Konzepte für die Kitas. Die Kitas laufen analog zu den Schulen. Wo sind denn die tollen Konzepte? Schule ist nicht gleich Kita. Ich sehe davon nichts und dann dürfen wir uns auch noch mit dem Unmut der Eltern rumschlagen, weil wir ja kein Bock auf arbeit hätten. Das wir täglich dem Risiko ausgesetzt sind, wird nicht mehr berücksichtigt. In die Notbetreuung kann doch eh jeder kommen. Wir betreuen gerade 95%. Überprüft wird da garnichts. Und für voll nimmt den Lockdown keiner mehr. Und die Erzieher sind dann die bösen, weil sie auf Mitarbeiterschutz pochen. Es muss immer erst jemand persönlich betroffen sein, um zu erkennen wie prekär die Lage ist.

    • @Erzieher: Dann sollten Sie dringend streiken und alles zum Stillstand bringen!
      Ich würde das unterstützen, auch mit Geld. Und ich denke, dass Sie da auf breite Solidarität stoßen würden!
      Viel Glück und bleiben Sie gesund!

  10. Leider hat man das Gefühl, dass die Erzieher keine „Lust“ haben sich um die Kinder zu kümmern. Offensichtlich wäre es dort allen am liebsten wenn die Kindergärten seit einem Jahr zu hätten. Es wird sich ständig über zu wenig Schutz beschwert..in unserem Kindergarten hält es kein Mitarbeiter für nötig irgendwo eine Maske zu tragen!! Das ist nun mal der einzige Schutz den es mit kleinen Kindern gibt da fragt man sich schon warum das dann nicht gemacht wird..weder in der Gruppe noch auf den Fluren..Ich frage mich da ehrlich gesagt was da eigentlich erwartet wird?? Es gibt überall Ausbrüche..in Schulen, in Kitas in Unternehmen usw. Trotzdem kann nicht alles ewig geschlossen bleiben!!

    • Mutig, mutig was Sie hier behaupten.
      Wir Erzieher haben leider auch Familie vorallem sind viele von uns auch Mütter. Klar pochen wir auf Gesundheitsschutz. Auch wir sind Menschen und HABEN ein ANRECHT darauf.

      Wenn Sie als „Mama“ überfordert sind, ihren Nachwuchs für eine begrenzte Zeit selbst zu hüten, hätten Sie sich schon im Vorfeld darüber Gedanken machen sollen, dass Kinder nun mal auch elterliche Fürsorge brauchen und das Kinder auch durchaus finanziell was kosten. Und vielleicht hätten Sie gar nicht erst Mutter werden sollen, wenn Sie auf Ihren eigenen Egoismus pochen und jetzt die Schuld bei den Erziehern suchen, die angeblich „Keinen Bock haben“. Die meisten von uns arbeiten trotz Notbetreuung im Regelbetrieb. 90% aller Kinder in der Einrichtung ist für mich leider keine Notbetreuung mehr. Ich weiß nicht, in was für einer Einrichtung Sie ihr Kind untergebracht haben, aber definitiv kann ich Ihren Versprechen, dass ich solche Umstände bei keiner einzigen Kita gesehen habe, zu denen wir regelmäßig zum Austausch in Kontakt stehen. Aber den Erzieher zu diffamieren ist natürlich viel einfacher, als konkrete Beispiele zu diesen Fällen zu nennen, warum die Fachkraft bspw. keine Maske trägt. Vllt. weil wir auch nur Menschen sind und das wir auch angehalten sind, ab und an Maskenpausen zu machen damit unsere Wohlbefinden nicht ganz in den Keller rutscht? Immerhin sitzen die meisten von uns 8Std am Stück mit einer FFP2 Maske im Gruppendienst. Diese sollen höchstens 75 min. am Stück getragen werden und danach sollte eine 30min Pause erfolgen? Warum wohl? Sauerstoff wird von Menschen wie Ihnen immerhin überbewertet.

      In dem Sinne, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Sie haben nämlich KEINE Ahnung.

      Ich fände es schön, wenn Eltern die Zeit mit Ihren Kindern zu schätzen lernen, denn ich hätte gerne diese Zeit für mein Kind (die ich aufgrund Personalmangel und systemrelevanz nicht habe). Den ich muss anwesend sein und kann nicht ins Homeoffice.

      Hochachtungsvoll Mel

    • Erzieher haben „keine Lust“????Na das ist ja mal ne Ansage… Keine Lust auf Gefährdung trifft es vielleicht. Wir sind nicht Inventar der Kitas, haben doch tatsächlich ein eigenes Leben, eigene Kinder..die wir nicht mal betreut bekommen,da nicht systemrelevant…alleine das ist schon ein Skandal. Und was den Maskenschutz betrifft…bei uns galt bislang,dass Masken nicht getragen werden sollen..und da ging es nicht um Gründe für Erzieher…Nein einzig allein,weil Kinder in der Kommunikation von der Mimik abhängig sind,je jünger sie sind. Keine Lust würde wohl auch Distanz bedeuten. Die ist nicht möglich, dafür reicht die Selbständigkeit der Kinder nicht aus…oder doch einfach zu kurze Arme aus purer Lustlosigkeit…nun ja. Wer ist schon perfekt?Erzieher sind die am stärksten erkrankte Berufsgruppe….auch aus purer Lustlosigkeit? Hier wäre eine Entschuldigung wirklich angebracht

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