Trotz Lockdown Präsenzunterricht für Abschlussklassen – Lehrer sind entsetzt

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SAARBRÜCKEN. Bei der wegen des Lockdowns ausgesetzten Präsenzpflicht für Schüler im Saarland gibt es Ausnahmen: Schüler, die dieses Schuljahr an allgemeinbildenden Schulen Abschlussprüfungen ablegen, werden ab dem 11. Januar wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren. «Für sie gilt Präsenzpflicht», teilte das saarländische Bildungsministerium am Donnerstag in Saarbrücken mit. Der Verband Reale Bildung (VRB) zeigt sich entsetzt.

In der Kritik: Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot. Foto: © Christian Hell / Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Konkret heißt das, dass Schüler der Klasse 12 an Gymnasien und Schüler der Klasse 13 an Gemeinschaftsschulen ab nächsten Montag zum Unterricht in Schulen kommen müssen. Für Schüler an Gemeinschaftsschulen, die in Klassen 9 und 10 den Hauptschulabschluss oder den Mittleren Bildungsabschluss anstreben, beginnt der Präsenzunterricht ab dem 18. Januar. An den beruflichen Schulen soll es auch ab dem 11. Januar für einen Teil der Schüler wieder Unterricht vor Ort geben. Den Anfang machten Schüler, die in diesem Jahr das Abitur an Oberstufengymnasien ablegen wollten. Die Beratungen seien aber noch nicht abgeschlossen, hieß es.

Für die meisten Schüler gibt es Fernunterricht, für jüngere aber ein Betreuungsangebot

Für alle anderen Schüler bleibe die Präsenzpflicht vom 11. bis 24. Januar vorerst ausgesetzt: Es finde Fernunterricht statt. Es gebe aber Angebote für Schüler der Klassen 1 bis 6, die nicht anderweitig betreut werden könnten. Überlegungen, die Winterferien (15. bis 19. Februar 2021) zu verschieben oder zu streichen, gebe es derzeit nicht. Die Familien hätten mit den Winterferien geplant.

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) erklärte, sie setze sich zudem bei den Kontaktbeschränkungen für Ausnahmen zur Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen ein. «Die Beschränkung auf eine weitere Person aus einem anderen Haushalt verschärft die angespannte Situation für viele Familien und insbesondere Alleinerziehende deutlich», sagte sie. Das sei «nicht zumutbar». Familien müssten sich Kinderbetreuung teilen können.

„Keine 24 Stunden nachdem die Bundeskanzlerin zur Vorsicht gemahnt, auf die Gefährlichkeit der aus Großbritannien stammenden neuen Mutation des Corona-Virus hingewiesen und deshalb die schärfsten Kontaktbeschränkungen seit Frühjahr verkündet hat, ordnet Bildungsministerin Streichert-Clivot an Schulen wieder zu öffnen. Ausgerechnet ab dem Tag, an dem private Treffen nur noch mit einer weiteren Person, die nicht zum eigenen Hausstand gehört, möglich sein werden, schließt die Bildungsministerin die Schulen für tausende Schüler der 12. bzw. 13. Klasse auf. Mich erreichen Nachrichten von Schülerinnen und Schülern sowie Kolleginnen und Kollegen, die entsetzt und fassungslos auf die neuesten Pläne aus dem Saarbrücker Ministerium reagieren“, erklärt die VRB-Landesvorsitzende Karen Claassen.

„Die Aufforderungen zur Kontaktreduzierung werden durch die Schulpläne Makulatur“

„Die Pläne von Streichert-Clivot bedeuten insbesondere an vielen Standorten von Gemeinschaftsschulen sowie Berufsbildenden Schulen, dass sich dort ab übernächster Woche wieder Haushalte im dreistelligen Bereich treffen müssen. Die Aufforderungen zur Kontaktreduzierung werden so Makulatur. Dies ist umso dramatischer, als dass die nun zurückkehrenden Schüler aufgrund ihres Alters laut einhelliger Meinung von Virologen und Epidemiologen im Infektionsfall eine Virenlast wie Erwachsene aufweisen.

Zudem zerstört die Bildungsministerin durch ihr neuestes Vorpreschen gerade entstandene Strukturen: Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer haben sich gerade inhaltlich und organisatorisch auf die kommenden Wochen eingestellt, haben geplant und abgesprochen. Nun soll diese ganze Arbeit für nichts gewesen sein.“

Auch die Auswahl der Klassen, die ab dem 18. Januar zurückkehren sollen, sei nicht nachvollziehbar: Claassen: „Es sollen alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse, die den Hauptschulabschluss absolvieren, sowie alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse, die den Mittleren Bildungsabschluss erlangen möchten, in die Schulen zurückkehren. Jedoch: Die zentrale Abschlussprüfung zu eben diesen Schulabschlüssen wurden bereits im Dezember abgesagt, die Lehrpläne der schriftlichen Prüfungsfächer schon im Sommer vergangenen Jahres zusammengestrichen. Warum diese Maßnahmen, wenn die Schülerinnen und Schüler nunmehr doch rückbeordert werden?“ News4teachers / mit Material der dpa

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38 KOMMENTARE

  1. Genauso VERLOGEN wie Tonne in Nds.

    Offizieller Sprech auf der MK-Internetseite:
    „2.) Alle Abitur- und weiteren Abschlussklassen werden zwischen dem 11.01. und 29.01. in geteilten Klassen nach Szenario B unterrichtet.“

    Im Brief an die SuS Sek.II vom 05.01.2020:
    Zitat:
    „Abiturjahrgang: Szenario B (Wechselmodell)
    Hinweis: Es ist möglich, bei ausreichenden räumlichen Kapazitäten auch komplette Kurse in der Schule zu unterrichten. Wichtig ist, dass auch hier der Mindestabstand eingehalten wird. Die Lerngruppen müssen dafür ggf. geteilt und parallel unterrichtet werden.“
    https://www.mk.niedersachsen.de/download/162498

    –> Mitteilung der Schule ‚ab 11.01. voller Präsenzunterricht des Abiturjahrgangs‘

    Vorgabe von Herrn Tonne:
    Im Szenario B (Wechselmodell), das offiziell für Abijahrgang angekündigt ist – aber umgangen werden kann – KEINE MASKENPFLICHT am Sitzplatz, da 1,5 m Abstandsregel gewahrt sei!

    Viel Spaß!
    Und fröhliches Virusverteilen über 100 Haushalte!

    • Das mit den Aerosolen ist ja erst seit ungefähr Mai/Juni bekannt und wurde erst im frühen Herbst von der WHO anerkannt, da kann man vermutlich nicht erwarten, dass das bei den KM angekommen ist.

      Ich mag mich täuschen, aber mir kommt das Handeln der KMK nach dem Beschluss der MP+Merkel-Runde gerade vor wie ein Haufen kleiner Kinder, denen die größeren Kinder ihre Spielsachen weggenommen haben.

      „Die haben unsere Präsenz kaputt gemacht, jetzt zeigen wir es denen aber! Wir finden Lücken und wir schaffen Lücken!“

      Sprüche, dass irgendwas nicht zumutbar ist, haben in einer Pandemie nichts verloren. Menschen sterben, andere kämpfen auf den ITS um ihr Leben. Da soll es nicht zumutbar sein, einen Urlaub abzusagen, der vermutlich ohnehin nicht stattfinden darf? Das einzige, was wirklich nicht zumutbar ist, ist, dass der Gesundheitsschutz geopfert wird, um die Versäumnisse der letzten Monate und Jahre zu umgehen.

    • Wundersam- genau. Heute hat unsere SL beschlossen, dass Abschlussklassen an unserer BBS nach Szenario B ab Montag beschult werden. Am Platz dürfen dann die Masken abgenommen werden. Für die BBS gilt ja Distanzlernen. Aber Abschlussklassen KÖNNEN in Präsenz. Aus dem KÖNNEN muss man ja was rausholen. Abi-Jahrgang 13 komplett. Die SuS werden dann auf 2 Räume verteilt und die Lehrkraft „zerteilt“ sich dann zwischen diesen 2 Räumen. Unglaublich. Nicht mehr nachvollziehbar.

      • Nicht nur Jahrgang 13. An der BBS sind alle, bis aufs 1. Ausbildungsjahr, Klassen mit Abschlussprüfungen. Abschlussprüfung Teil 1 bei der Azubis zählt auch. Also werden in NDS an den BBSn fast alle Schüler ab Montag wieder beschult.

        Gegenüber der alten Regelung ist dies sogar ein Rückschritt, da ab bestimmten Inzidenzen kein Distanzunterricht sowie kein Wechselunterricht mit Maske mehr vorgesehen ist.

        Was sollen da überhaupt noch die Einschränkung im Privaten?

  2. Was ist eigentlich los in Deutschland… Corona Ausbrüche in Altenheimen nach Corona Impfungen… Schulen alle auf…15 km Regelung in Hotspots… nur noch 1 Kontakt aus einem weiteren Hausstand… für was das alles… wäre ich Frau Merkel würde ich alle entlassen!!! Das kann doch nicht wahr sein!!! so kann man sich auch ins Unglück stürzen… Keiner sollte in die Schulen… KEINER… ich glaube wenn die Situation so dramatisch ist gehört da ein Punkt gesetzt… Es kommt einen wirklich so vor als wären alles Irre an der Macht… wie der Vorredner sagte… Kindergarten… und das in solch einer Zeit… Ich hoffe Frau Merkel spricht ein Machtwort… sie ist doch Bundeskanzlerin…

    • Alles wie immer jeder Landesfürst macht was er will und Kanzlerin Merkel kann nichts dagegen machen da sie nicht für die Länder zuständig ist.Kinder sitzen mit 30 Personen in einer Klasse und nach der Schule darf jedes Kind nur eine Freundin oder Freund treffen das ist der pure Schwachsinn.

      • Ja, die tolle Frau Merkel. Sie macht alles richtig, und schief läuft etwas nur, wenn andere nicht auf sie hören und in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich noch wagen, eigenständig zu denken und zu handeln.
        Der Föderalismus hat bekanntlich Vor- und Nachteile. Auch wenn ich den Unmut hier im Forum auf mich ziehe, bei der „mächtigsten Frau der Welt“ (laut Forbes-Liste) bin ich doch ganz froh über unseren Föderalismus.

  3. Der gleiche Mist wie in Hessen. An den Berufsschulen Präsenpflicht für alle Abschlussklassen. Tja, dazu zählen auch alle Klassen, die ihre Zwischenprüfungen machen. Und so kommen mehr als 70% der Berufsschüler. Leider sind jetzt nicht mehr genügend Räume vorhanden um die Klassen alle zu teilen. Ist auch nicht weiter schlimm, weil ja wegen der hohen Inzidenzwerte eine nächtliche Ausgangssperre gilt. Und da man sich ja in der Schule nicht anstecken kann (das wissen ja jetzt hoffentlich endlich alle, gell) und eine Ausgangssperre gilt, ist ja alles in Butter.
    Als sich vor den Ferien ein Lehrer infizierte, meinte der Schulleiter nur, dass da wohl jemand seone Maske nicht richtig aufgesetzt habe oder zu Hause wild unterwegs gewesen sei. Das in jeder Klasse SuS infiziert waren aber sonst niemand gezestet wurde kann ja gar nicht damit zusammen hängen. Nein. Es wurde schließlich navh Protokoll gelüftet…

  4. Genau so sind auch die Förderschulen offen für alle. Mein Sohn geht als einziger Schüler seiner Schule nicht in die Präsenz, sondern nutzt den Fernunterricht. Die IHK-Prufungen finden in Präsenzpflicht statt. Die mündlichen Prüfungen der Universität Düsseldorf hingegen nur online (vernünftig!) Der Lockdown ist verlogen, denn es gibt zu viele Ausnahmen.

  5. Trotz Lockdown, Therapeuten müssen weiter arbeiten. Und stellt euch vor, genau wie Pflegekräfte müssen wir unsere Patienten anfassen. Abstand halten also unmöglich. Entschuldigt wenn sich mein Mitleid mit Lehrern, die schon eher wenigstens etwas Abstand halten könnten, in Grenzen hält. Bei uns gibt es nur Notbetreuung, und die ist so schlecht das ich nach der Arbeit noch den Job der Lehrer machen muss. Leidtragend sind dabei einzig und allein die Kinder. Geht euch schämen ihr tollen Lehrer.

    • Wow, das ist ja wirklich ein armseliger Kommentar!
      Lassen Sie mich kurz nachdenken: wussten Sie tatsächlich nicht, dass Sie als Therapeutin mit kranken Menschen zu tun haben? Das spricht leider nicht für Sie…
      Und wie viele Patienten haben Sie gleichzeitig? Was? 25?! Dann müssen Sie ja verdammt gut sein! Ihrem Kommentar zufolge kann ich mir das jedoch nicht so recht vorstellen…
      Aber natürlich sind es die Lehrer. Wie immer. Ist ja so schön einfach. Schnell das Totschlagargument „Beamte“ aus dem Schrank geholt und fertig ist. Ich käme jedenfalls nicht auf die Idee, alle Therapeuten nach Ihrem Kommentar für dämliche Idioten zu halten. Spricht nicht so recht für Sie… Nun ja… Vielleicht wirds ja irgendwann besser. Ich drücke die Daumen!

    • Liebe Anja, es ist derzeit nicht sinnvoll, möglichst viele Menschen in die Schulen zu holen. DAS ist der Punkt. Ich habe als Lehrkraft keine Angst schwer zu erkranken. Aber wie alle SuS auch, kann ich das Virus unbemerkt weitergeben, wenn ich mich anstecke. Und SuS weisen in der Regel keinerlei Symptome auf, weshalb sie nicht getestet werden. So geben sie massenhaft das Virus weiter. Nicht zu vergessen, dass die Kids sich natürlich auch in der Freizeit dann nicht distanzieren, weil sie ja durch den Schulbesuch gelernt haben, dass Distanz use. nicht so wichtig sind. Sprechen Sie mal mit älteren SuS, die erzählen Ihnen dann genau das.
      Was meinen Sie denn, weshalb man die Zahlen nicht gedrückt bekommt? Ist es nicht so, dass es immer noch viel zu viele Nahkontakte gibt? Wenn man jetzt alle SuS der Abschlussjahrgänge holt und gleichzeitig alle Kids aus der Notbetreuung und KIds mit Förderbedarf usw. auch noch in die Schulen lässt, dann hat man wieder viel zu viele Kontakte.
      Das Wichtigste ist derzeit, Kontakte zu reduzieren, wo es nur geht. Und durch die Schließung der Schulen geht das sehr gut.

      • Sehr viele Vorurteile! Mein Sohn ist 14 J. alt. Er hatte außerhalb der Schule in den Monaten April – Dezember jeden Tag 28 Kontakte innerhalb seiner Klasse. Dazu kamen Kontakte innerhalb der Kurse in der Schule. Private Kontakte zu Freunden hatte er übrigens KEINE. Ich kann es nicht mehr hören, dass ständig gesagt wird, die SuS würden sich ständig privat mit Freunden treffen. Die Kinder sind sehr verantwortungsbewusst mit dem Risiko der Ansteckung und dem Wissen der Gefahr der Erkrankung umgegangen. Es ist unverschämt, wie den Kindern unterstellt wird, sie würden durch ihr privates Umfeld die Infektionszahlen steigern. Während in den Schulen tatsächlich die Pandemie vorangetrieben wird bzw wurde und in wenigen Tagen auch wieder wird. Und warum? Wegen einer extrem verantwortungslosen Politik.

        • Sind sie nicht. Sage ich als Lehrer an aktuell zwei Schulen und einem Nachbar, der gerade des erste Mal alleine wohnt und seit Monaten Partys feiert. Vor ein paar Tagen hat endlich mal jemand die Polizei gerufen – da war was los. Viele Kids nehmen das Ding einfach sorgloser hin, nicht alle, aber ZU viele.

          Abschlussbeispiel: Ein Schüler hatte Covid, Quarantäne. Kommt wieder, muss permanent an die Maske erinnert werden. Idiot. Und für den soll ich mich vorne hinstellen. Top.

    • Na, dann schließ mal nach einer Pause einen Klassenraum auf oder übernimm mal eine Busaufsicht. Dann merkst du schnell, dass auch hier kein Abstand gehalten werden kann. Oder einfach mal einen Tag an einer GS verbringen. Selbst in den Klassenstufen 5-6, wenn ein Kind weint, was würdest du machen? Abstand halten? Vielleicht bin ich ja auch zu weich, aber ich tröste das Kind, weil es mir Leid tut. Abstand halten nicht möglich.
      An einem normalen Schultag habe ich im Schnitt 100 Kontakte, du auch?
      Pardon, eine Notbetreuung ist eine Notbetreuung und kein Unterricht. In NRW beispielsweise wird ausdrücklich gesagt, dass in der Notbetreuung KEIN Unterricht stattfindet.
      Nichts gegen dich, aber so ein Bashing ist gerade absolut kontraproduktiv.

    • Ja, Anja, ich schäme mich.

      Ich schäme mich für die KuMis, die es nicht auf die Reihe kriegen.
      Ich schäme mich für die Lehrkräfte, die diese KuMis im Unterricht hatten. (Ne, hier Mitleid)
      Ich schäme mich für meine direkte Dienstherrin.
      Ich schäme mich für all die Quer- und Leerdenker, denen wir Lehrkräfte offensichtlich nichts beibringen konnten.
      Ich schäme mich für alle, die alle über einen Kamm scheren.
      Ich schäme mich für meine Schüler, die beim Lüften fast erfrieren (was für eine Dreistigkeit, Wärme zu wollen!).
      Ich schäme mich für die Schulträger, die seit Jahren nicht investieren.
      Ich schäme mich für alle, die ihre Fähnchen nach dem Wind drehen.
      Ich schäme mich für Menschen, die rassistisch sind.
      Ich schäme mich für Menschen, die Gewalt anwenden.
      Ich schäme mich für….. und besonders
      schäme ich mich für Ihren Beitrag.

      Übrigens: In der Notbetreuung gibt es wegen der Bildungs- und Chancengleichheit keinen Unterricht.
      Übrigens: Ich darf die SuS nicht anfassen. Sie grabbeln an mir rum, setzen sich auf den Schoß und niesen mir ins Gesicht. Ihnen auch?
      Übrigens: Ich habe täglich bis zu 150 fremde Haushaltskontakte. Sie auch?

      Mich macht das langsam fertig, Sie sicher auch. Es ist kaum möglich, es allen recht zu machen. Das muss uns klar sein. Es darf aber auch nicht sein, dass die einzige Lösung darin besteht, uns zur Rettung der Wirtschaft in die Bresche springen zu lassen – ohne Netz und doppelten Boden.

      Lehrkräfte und alle an und mit Menschen Beschäftigte müssen schnellstens geimpft werden.

      Die hohen Fallzahlen verdanken wir u.a. den Unbelehrbaren, die ihre Freiheit genießen, die Plätze in den KHs reduzieren, die Mitarbeiter dort überfordern (auch in den Laboren….) und wie es üblich ist, müssen alle anderen diese Freiheits-Gemeinschaftszerstörer ertragen und u.U. (mit-)erkranken.

      Wir werden uns nicht nur viel zu verzeihen haben – wir werden erst mal viel zu lernen haben!

    • Liebe Anja. Du hast Dir deinen Beruf selbst ausgesucht. Kein Mensch hat dich gezwungen und wenn dir deine Kinder zuviel werden dann hättest du halt keine bekommen dürfen. Was hätten wir gemacht. Wir hatten keine Kita, Kindergeld oder Hilfe vom Arbeitgeber und haben unsere Kinder auch groß bekommen. Mir reichts jetzt bald wenn man die Eltern bedauert die auf Ihre eigenen Kinder aufpassen und wie furchtbar, sich mit ihnen mal auseinandersetzen müssen.
      Da schimpft man lieber über die Lehrer. Waren sie schon Lehrer was das für eine Aufgabe ist.
      Mal soll über keinen Beruf schimpfen worüber man keine Ahnung hat. Es gibt in jeder Berufssparte Schlechte und Gute. Ich habe gerade in ihren Beruf selbst schon sehr schlechte Erfahrungen mit ihren Kollegen gemacht,

    • @Chiara
      Ich verstehe Anja! Ja, sie hat Ihren Beruf selbst ausgesucht. Das haben aber auch die angeblichen Lehrer, die sich hier fortwährend über ihren Beruf in der Corona-Zeit beschweren und ihre persönlichen Sorgen, Nöte und Ängste gar nicht drastisch und schimpfreich genug an die Wand malen können.
      Obendrein machen hier viele permanent Stimmung gegen Politiker, wenn diese die Schulen nicht völlig dicht machen. Hinter diffamierenden Anwürfen können Sorgen um das eigene Wohl blendend versteckt werden. Man stelle die Ansteckungsgefahr der Kinder untereinander nur in den Vordergrund und schon wirkt der Kampf für Schulschließungen wie ein Akt reiner Kinder- und Nächstenliebe.
      Mich erregt, wie Sie und andere auf Anja losgehen, der natürlich so manche Töne der Lehrer hier bitter aufstoßen müssen. Deshalb erinnert sie an ihr Berufsleben und die unvermeidlichen Körperkontakte zu Patienten. Sie wagt auch noch, an die häusliche Belastung durch die Betreuung ihrer Kinder bei Schulschließungen zu erinnern, die für Lehrkräfte natürlich kein Problem sind.

      Sie Chiara, antworten Anja: „…wenn dir deine Kinder zuviel werden dann hättest du halt keine bekommen dürfen“.
      Ohne diese Bemerkung hätte ich Ihnen vielleicht nicht geantwortet, aber ich fand sie so unverschämt, dass ich nicht stillhalten kann. Wie würden Sie denn reagieren, wenn Ihnen jemand sagte: „Wenn du in Schulkindern nur Virenschleudern siehst, hättest du nicht Lehrerin werden dürfen“.

      Bei Ihnen und einigen anderen hier machen leider Stil und Ton die Musik. Dem berichtigten Anliegen der Lehrer nach mehr Virenschutz in den Schulen tun Sie damit keinen Gefallen – erst recht nicht dem Ansehen der Lehrer. Deshalb bezweifle ich, dass Ihr und manch anderer Kommentar von Lehrern stammt.
      Und Anja möchte ich sagen: Bitte beurteilen Sie die Lehrer nicht nach den Kommentaren hier!

  6. Liebe Anja,
    Bei allem Respekt für Ihren Job und bin auf Ihrer Seite, dass Ihr Berufsstand völlig unterbezahlt und zu wenig Anerkennung in unserer Gesellschaft erhält, aber Ihr Unverständnis bzgl. Der Schulschließungen kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ich wünsche Ihnen weiterhin Kraft und Freude an Ihrem Beruf, denn ohne Menschen wie Sie, wäre unsere Gesellschaft nicht die, die Sie nun ist. Jeder von uns muss dankbar sein für unser Gesundheitssystem und vor allem für die Menschen, die mit Leidenschaft darin arbeiten! Bitte bleiben Sie gesund! Dankeschön für Ihre Arbeit!
    Allein schon um das System in dem Sie arbeiten nicht zu überfordern, müssten Sie für den strengeren Lockdown sein…
    Gerade Sie, die täglich die Gefahren des Virus vor Augen hat, möchte Ihre Kinder bewusst dieser Gefahr aussetzen…
    Wir reden mittlerweile von Mutationen, die viel gefährlicher sind als das ursprüngliche Virus und der Lockdown kam eigentlich viel zu spät, die Zahl der Neuinfektionen ist so hoch wie nie zuvor, die Zahl der Toten steigt rasant an und die Kontaktbeschränkungen sollen auf ein Minimum reduziert werden, um uns alle gegenseitig zu schützen und da verlangen Sie und die KM allen Ernstes Präsenzunterricht für alle?
    Es sollte vielmehr über ein Zusatzjahr nachgedacht werden und es auch umsetzen. Damit hätte wieder jeder Schüler die Möglichkeit, die entstandenen Defizite auszugleichen ohne sozial ausgegrenzt zu werden. Die Versorgung der SuS und des Kollegiums mit entsprechender Technik sollte vorangetrieben werden und nicht die vorsätzliche Gefährdung der Gesundheit von LehrerInnen und der SuS und ihrer Familien. Was bringt ein von der Regierung beschlossene Lockdown, wenn jeder Minister das macht, was er will.
    Der MP mahnte unsere Nachbarn in Luxemburg noch die Tage, ihre Lockerungen zu überdenken und seine KM bringt jetzt sowas?!?! Völliges Unverständnis wegen absoluter Realitätsferne! In der freien Wirtschaft würde man sie fristlos entlassen. Ein völlig unverantwortliches Handeln! Und ich bleibe dabei, das es vorsätzliche Gefährdung von Menschenleben ist!
    Muss man sich so profilieren als KM?

    • Coco + Anja – Die wechselseitige Anerkennung derzeitiger Systemgrenzen bringt nicht weiter – und das Hin-und-Her-Schieben der Belastungen zwischen Familie und Schule noch viel weniger.
      Ziel für ALLE ist die „PANDEMIE-FESTE SCHULE“ – mit all den z u s ä t z l i c h e n organisatorischen, personellen, räumlichen – und finanziellen Anstrengungen. Was jetzt weg. der total verkorksten 10 Monate nicht mehr möglich erscheint, muss verbindlich in die bestehenden PANDEMIEPLÄNE in Kommunen, Ländern und beim Bund eingearbeitet werden – gerichtsfest!
      Vergeblicher Streit unter den Wirtskörpern ist das perfekte Szenario für wen? Für den g e m e i n s a m e n Gegner! Bitte dorthin blicken – ök?

  7. Und ich dachte schon, nur wir in BaWü sind mit einer Empathie- und herzlosen Kultusmininsterin gestraft…
    Langsam bekomme ich den Eindruck, die Voraussetzung als Kultusmininsterin zu arbeiten ist, einen absolut bescheidenen Charakter zu haben.
    Gepaart mit purem Egoismus.
    Und wenn man dann noch im Wahlkampf ist, dann ist eh alles zu spät! (Siehe bei uns in BaWü)

  8. In den Nachrichten in Baden-Württemberg wird überwiegend über den notwendigen Unterricht für Grundschüler und Kitas gesprochen.
    Wir haben an der Berufsschule viele Abschlussklassen mit teilweise 30 Schülern in der Klasse und sollen diese nun ab 11.01. in der Schule unterrichten.

    Ich prophezeie jetzt mal, dass sich die Infektionszahlen dadurch nicht reduzieren lassen und wir somit in einen verschärften Lockdown (wie man es im Ausland beobachten kann) steuern werden.
    Ich hoffe ich behalte unrecht.

    Liebe Kultusminister, auch ich habe pflegebedürftige Eltern und habe Angst, dass ich diese infiziere.

  9. In Hessen das Gleiche! Ab 11.01 alle Abschlussklassen rein. Ein Muss!! Jahrgang 1-6 dürfen Eltern entscheiden ob Präsenzunterricht oder nicht. Schulbetreuung komplett offen für alle die wollen oder brauchen. Unfassbar!! Unverantwortlich!! Ohne Worte!! Im schlimmsten Fall riskiert man Schwerkranke oder sogar Tote. Ich bin selbst tätig als päd. Fachkraft an einer Schule in Hessen. Trotz aller mittlerweile lauten Warnungen seitens des Kanzleramtes, werden ignoriert. Ich hoffe, dass Frau Merkel noch ein Machtwort spricht!!

  10. Traurig – in vielerlei Hinsicht: Traurig, dass uns das Ganze wahrscheinlich um die Ohren fliegt, und das mit Ansage. Professor Lehr von der Uni des Saarlandes berechnet anhand solcher Bedingungen, wie z. B. Schulöffnungen und damit Kontaktzahlen, die sich entwickelnde Corona- Lage – ungeschönt. Auch bedingungslose Schulöffnungen gibt es nicht. Traurig, dass gerade alle Kultusministerinnen ignorant sich über wissenschaftliche Erkenntnisse hinwegsetzen, ich dachte, Frauen sind intelligent, d. h. einsichtig. Traurig, dass gerade Kultusministerinnen Schülerinnen und sogar ihre eigenen Kinder und damit auch ihre Familien und die von Schülerinnen und Lehrern der Infektionsgefahr aussetzen – mit rationalem Verhalten ist dies nicht zu vereinbaren. Traurig, dass infolgedessen Kontakte in der Schule stattfinden, die vermeidbar wären. Traurig, in diesem Zusammenhang werden wir Opfer zu verantworten haben, die nachhaltig mit physischen Corona – Folgen zu kämpfen haben, die psychische Beeinträchtigungen haben, weil geliebte Menschen an Corona erkranken und versterben, obwohl dies hätte vermieden werden können. Wir werden uns hoffentlich nie an über Tausend Corona-Tote pro Tag gewöhnen, dann wären wir empathisch unterentwickelt. Traurig für die Abschlussklassen, wenn der/die eine andere Prüfling kurz vor Schulabschluss damit belastet wird. Ich kann mich daran erinnern, wie schmerzlich Trauerfälle auch gerade für ältere SchülerInnen in dieser Prüfungphase sind. Und jüngere Kinder, wie sollen die mit dem vermeidbaren Verlust eines geliebten Menschen zurecht kommen, für den sie sich evtl. sogar verantwortlich fühlen, weil sie im Zusammenhang mit dem Schulbesuch unbemerkt selbst infiziert wurden. Traurig, wenn dann sogar Selbstmordgedanken aufkommen. Traurig, dass wir das Alles in Kauf nehmen und mitverantworten müssen, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Die Zeit drängt und das Virus, zumal vielleicht in mutierter Form, steht bereit, denn wenn wir uns als Schulgemeinschaft treffen, es ist immer potentiell dabei. Traurig, dass erstmal die Infektionszahlen noch weiter steigen müssen – mit allen Konsequenzen, damit dann wieder im Schulbetrieb reagiert wird. Wir müssen endlich agieren, sonst werden wir von dem Virus überwältigt. Traurig, dass bei uns viele – KultusministerInnen besonders – nicht am Beispiel Großbritanniens lernen. Was haben wir Lehrerinnen in deren Ausbildung verpasst zu vermitteln – logisches Denken. EINFACH NUR TRAURIG.

  11. Liebe Lehrer,
    ich hatte meinen Beitrag ursprünglich irgendwo anders platziert. Ich stelle jedoch fest, dass mein Beitrag hier an dieser Stelle ganz besonders gut passt.
    Ein hoch für alle systemrelevanten Berufe wie die Putzfrau und Putzmänner, die Verkäuferinnen und Verkäufer, die Erzieherinnen und Erzieher, die Pflegerinnen und Pfleger, die Therapeuten, die Lehrerinnen und Lehrer (mehr oder weniger) und die Apothekerinnen und Apotheker, die Feuerwehrleute, die Polizisten, die Ärzte und alle, die in verschiedenen Berufen systemrelevant arbeiten.
    Menschen, die zurzeit fast immer ihr Leben aufs Spiel setzen und helfen, der Pandemie Herr zu werden. Ich selbst bin Erzieher und fast während der ganzen Pandemiezeit an der Front. Ich gehöre zu der sogenannten Risikogruppe. Mich krankschreiben zu lassen ist nicht mein Ding. Ich habe eine Verantwortung und möchte mich dieser auch nicht entziehen. Ich denke darüber nach, wie gefährdet ich in meiner Berufsgruppe bin. Wünsche mir, dass die Verantwortlichen die richtigen Konzepte vorlegen. Das ist nicht so einfach. Natürlich kann man alle Einrichtungen schließen.
    Die Eltern könnten sich endlich Zeit für ihre Kinder nehmen, die sie sonst wohl nicht hätten. Es wäre für mich erst mal eine Lösung. Doch wer bleibt noch übrig? Es ist die Putzfrau, es sind die Angestellten in den Apotheken, den Supermärkten, den Tankstellen, den Feuerwehrleuten, den Polizisten, den Ärzten um nur wenige zu nennen. Das sind unsere Helden. Sie sind immer und überall da. Ist das gerecht? Die Lehrer heulen sich immer und überall aus und ziehen sich auch teilweise aus dem Verkehr. Hat das vielleicht etwas mit Lobby zu tun? Die Putzfrau höre ich nicht.

    Und wieder höre ich nur die Stimmen der Lehrer!

    Konzepte sind nicht in Sicht! Ich sehe Politiker, die sich profilieren wollen. Jedoch die Konzepte sind nicht da. Wahrscheinlich wird der vielerorts hochgelobte Föderalismus so manches Leben mehr kosten. Man spricht in der Erziehung vom kompetenten Kind. Ich sehe vielerorts aber auch wenige kompetente Erwachsene. Die Fürsten von Deutschland sind nicht mehr Herr der Lage und wälzen Verantwortlichkeiten ohne Konzepte an die nächst tiefere Ebene ab. Unsere Bundeskanzlerin hat ein Konzept, nur es hört keiner auf sie oder auf das RKI oder auf unseren Herrn Prof. Dr. Lauterbach. Ich höre von einer gesamt europäischen Impfaktion. Wir wollen in Europa ein Team sein. Ringelpiez mit anfassen. Das scherrt keinen mehr in Europa. Ein Team ist immer nur so gut wie das stärkste Mitglied. Das ich nicht lache. Impfdosen werden zu spät bestellt oder gelinde gesagt bei Firmen bestellt, wo von vornherein feststeht, dass nur zu 70 % geschützt wird. Möchte nicht jeder die bestmögliche Impfung in Deutschland erhalten? Ach ja, das ist ja eine Kostenfrage. Ich glaube, in Deutschland wurde ein Impfmittel zuerst entdeckt? Vielleicht bekomme ich Ende des Jahres meine wohlverdiente Impfung, vielleicht sogar von Biontech? Und ja, es ist richtig, in einem kürzlich erschienenen Ärzteblatt wird festgestellt, dass der Erzieher zur Berufsgruppe gehört, wo es die meisten Infizierten gab. Und tue ich mir jetzt leid? Und die Lehrer? Stehe ich jetzt zu meiner Verantwortung? Kinder bekommen Angst, wenn ich die Maske aufziehe! Und was mache ich, wenn ein Kind getröstet werden möchte?

  12. Huft’n dat,
    „Kinder bekommen Angst, wenn ich eine Maske aufziehe!“ Keines meiner Kinder hat jemals Angst vor Zahnärzten, die auch schon vor Corona maskiert waren, gehabt. Habe so etwas auch noch nie von anderen Eltern gehört. Auf einer Kinderonkologischen Station tragen auch schon immer, um die kleinen Patienten während einer Chemotherapie vor einer Infektion zu schützen, alle Masken! Von ängstlichen Kindern oder mangelnden Kommunikationsmöglichkeiten haben mir dort tätige Kolleginnen noch nie etwas erzählt.
    Es wird angenommen, dass die Virenmenge zum Zeitpunkt einer Infektion auch Einfluss auf die Schwere einer Erkrankung hat. Ich würde Ihnen daher dringend zum MNS raten. In Ihrem Interesse, aber auch für einen positiven Lockdown-Effekt. Als Erzieher sind Sie genau wir die Lehrer ein potenzieller Superspreader. Ihr Infektionsschutz dient also nicht nur Ihnen, sondern auch der ganzen Gesellschaft. Je schneller und nachhaltiger die Infektionszahlen sinken, desto besser für unsere Wirtschaft und wir brauchen dann auch nicht so viele die „ihr Leben aufs Spiel setzen und helfen der Pandemie Herr zu werden.“ Denken Sie als Risikogruppenzugehöriger auch schon mal an das jetzt schon erschöpfte Intensivmedizinische Personal? Jede Stimme, die jetzt zur Vernunft mahnt, Infektionsschutz für sich und andere einfordert und diesen umsetzt, rettet Menschenleben, stabilisiert das Gesundheitssystem und unsere Wirtschaft und letztendlich unser soziales Miteinander.

  13. Um nochmal aufs Saarland zurückzukommen:
    Danke, liebe Redaktion, dass Sie auch über unser Bundesland berichten!

    Es gibt außerdem zusätzliche Bestimmungen im Saarland. So können wir die Eltern auffordern, einen Antrag auf Notbetreuung zu stellen, wenn wir der Meinung sind, dass zuhause keine lernförderliche Umgebung besteht etc. Genauer definiert ist das nicht.
    Nun muss ich mit Erschrecken feststellen, dass einige KuK an meiner Schule ca 20% der Klassen in die Schule beordern, weil sie nicht genug Rückmeldung über die Lernplattform OSS geben (das aber von einigen KuK als einzige Unterrichtsform angeboten wird). Ich persönlich gebe ausgedruckte Wochenpläne aus und kommuniziere per Telefon oder Email. Das klappt bei meinen SuS auch überwiegend ganz gut. Eltern, die sich schon vorher entzogen haben, tun das natürlich weiterhin.
    KuK sowie SL erwarten nun, dass wir die von ihnen gestellten Aufgaben während der Notbetreuung mit den SuS erarbeiten, während sie selbst zu Hause bleiben. Eine DaZ-Kollegin ermuntert die Eltern ebenfalls, ihre Kinder zu schicken, weil sie der festen Überzeugung ist, dass nur sie den SuS helfen kann, und zwar nur über Präsenzunterricht.
    So langsam komme ich mir vor wie im falschen Film. In meinem persönlichen Umfeld gab es die ersten Corona-Erkrankungen, alle bei Menschen zwischen 25 und 35, und alle arbeiten in sozialen Berufen. Alle haben ihre Familien angesteckt. Eine Erkrankung verlief schwerwiegend. Ich reduziere meine privaten Kontakte seit 9 Monaten auf ein absolutes Minimum. Seit Februar war ich nicht mehr beim Friseur. Aber in der Schule muss ich mich dafür rechtfertigen, wenn ich die ohnehin schon rudimentären Beschränkungen der Frau Streich-das-Niveau nicht noch weiter ausreizen will.

  14. Ja. Abi in Präsenz und an der Uni dann nicht mal mit Moodle umgehen können. Und nach zwei Jahren Selbstsuche ein Studienabbrecher. Möglicherweise mit Spätfolgen der Coronainfektion. Super Bildungskonzept! Da kann man nur gratulieren für den Niedergang der westlichen Zivilisation II.

  15. Stina!

    Vielleicht sollten Sie meinen Beitrag nochmal lesen. Ich glaube, Sie haben mein geistiges Gut nicht verstanden? Trotzdem danke schön.

    • Und warum Klagen jetzt die Polizisten darauf, dass eine evtl. Infektion als Dienstunfall anzuerkenenn ist? Warum sehen dei hygienestandards und Arbeitsschutzmaßnahmen in Krankenhäusern – auch auf nicht CoViD-Stationen – so ganz anders aus an Schulen? Warum ist jeder Arbeitsplatz von Kassiererinnen in Supermärkten ähnlich eingerichtet wie der von Diätenbeziehern in den Landtagen?

      Welchen Arbeitsschutz könne Sie denn den Lehrkräften und Erzieher*innen anbieten, damit diese ihren Verpflichtungen ähnlich gut geschützt wie Polizisten, Ärzte und Pfleger sowie Verkäufer (alle Personengruppen m/w/d) nachkommen können.

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