Brutale Schulpflicht in der Pandemie: Lehrerin, an chronischem Krebs erkrankt, muss ihr Kind zum Präsenzunterricht schicken

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DÜSSELDORF. Darf der Staat Kinder in die Schule zwingen, wenn er dort die Gesundheit nicht gewährleisten kann? Kein Einzelfall: Die Kinder von chronisch Kranken müssen in den Präsenzunterricht – und werden damit zum Risiko für ihre Eltern. Und eine Impfung ist für Betroffene noch allzu oft nicht in Sicht. Uns hat der folgende Bericht einer krebskranken Lehrerin aus NRW erreicht, der wir – stellvertretend für viele Betroffene – Gehör verschaffen möchten. Um die Familie zu schützen, halten wir die Namen geheim. Sie sind der Redaktion bekannt.

Bedrohliche Lage: Die Schulpflicht ist für Risikofamilien ein echtes Problem. Foto: Shutterstock

Ich bin Mutter eines neunjährigen, glücklicherweise kerngesunden Sohnes, habe eine Mutter mit Parkinson im Pflegeheim und einen dementen Vater ebenda. Das Pflegeheim meiner Mutter ist jetzt ein zweites Mal wegen einer Infektionswelle geschlossen. Zudem bin ich Lehrerin an einer Realschule in Nordrhein-Westfalen – und bin an einem chronischen Krebs erkrankt. Dennoch bin ich wie alle Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen und viele Hochrisikopatienten nur in Impfgruppe drei eingestuft.

Somit sind wir eine Hochrisikofamilie und fühlen uns der Pandemie nahezu schutzlos ausgesetzt. Die einzige Hilfe ist die Selbstisolation, die aber grundsätzlich nicht mit der Präsenzpflicht an Schulen vereinbar ist.

Wir sitzen also zwischen allen Stühlen und verspüren täglich zunehmenden Druck wegen der unserer Meinung nach völlig verfehlten Corona-Politik des Bundes und des Landes und haben wirklich Angst, dass etwas Schlimmes bis zu den Impfterminen passiert, die sich noch hinziehen werden und für Kinder in den Sternen stehen. Um unsere Verzweiflung darzustellen, habe ich mal etwas aufgeschrieben:

Mein Sohn ist über die Gefahren einer Corona-Infektion und die möglichen Folgen einer Covid19-Erkrankung im Bilde. Er ist für sein Alter auch sehr umsichtig und vernünftig, so dass er immer auf die Dinge achtet, die er selbst beeinflussen kann (FFP2-Kindermasken tragen, lüften, Abstand halten, Finger waschen), um sich nicht zu infizieren. Auch möchte er seine Großeltern und mich als Teil der Hochrisikogruppe nicht anstecken. Er ist auch immer eifrig beim unterirdischen Grundschul-Fernlernen (kopierte Arbeitsblätter wurden montags in Kisten auf dem Schulhof zur Abholung gestellt; von digitalem Lernen keine Spur) gewesen. Unser Kleiner hatte aber natürlich auch größere „Motivationsdellen“ und zwischendurch überhaupt keine Lust mehr, was auch verständlich ist. Eigentlich wollte er viel lieber in die Schule gehen, dort lernen und seine Freunde sehen. Er sieht aber ein, dass es aufgrund des Infektionsgeschehens wichtig war, zu Hause zu bleiben. Sichere Bedingungen an seiner Schule wären der Schlüssel gewesen.

Unser Sohn möchte nun lieber wieder zu Hause bleiben, weil er sich in der Schule nicht sicher fühlt!

Jetzt waren die Grundschulen bis zu den Osterferien im Wechselunterricht wieder geöffnet – und es besteht Präsenzpflicht, sicher auch nach den Ferien. Mit einem ganz mulmigen Gefühl im Bauch haben wir unseren Sohn in die Schule geschickt. Er freute sich natürlich, seine Freunde nach so langer Zeit wieder zu sehen. Wieder zu Hause war er geschockt und verstand die Welt nicht mehr: Er erzählte von Lehrern, die die Maske nicht korrekt trugen, von Mitschülern, die ständig Blödsinn mit ihrer Maske machten und sich das Frühstück teilten, von stundenlang nicht geöffneten Fenstern (Sturzgefahr) und von der Ankündigung unzähliger Klassenarbeiten und Tests, die direkt in den ersten beiden Wochen stattfinden sollten. Auch ist es so, dass fast alle anwesenden Schülerinnen und Schüler während der gesamten Zeit seit Mitte Dezember ohne Schutzmaßnahmen in der Notbetreuung waren. Er fühlte sich sehr unwohl und unter Druck gesetzt! Wir haben ihn noch nie so ängstlich und deprimiert gesehen.

Uns wurde nun wirklich schlecht! Ohne ein verpflichtendes Testungskonzept an Schulen, ohne Impfungen, ohne Luftfilter und ohne ein durchsetzbares Hygienekonzept wird unser Sohn also in die dritte Welle mit dominierenden und gefährlicheren Mutationen bei stark steigenden Inzidenzen, gerade im Kita- und Grundschulbereich, gezwungen! Die Horrornachrichten über LongCovid-Fälle bei Kindern und Jugendlichen, sowie die Warnungen des RKI und weiterer Expert*innen werden von der Landesregierung ignoriert und Kreisen mit sehr hohen Inzidenzen werden Schulschließungen von Frau Gebauer untersagt während unser MP Inzidenzen als eher unwichtig bezeichnet. Und das Ganze für ein paar Tage Pseudo-heile-Welt!! Obendrauf kommt dann noch verstärkter Leistungsdruck, weil die Schulleiterin Leistungen bis zu den Osterferien einfordert, damit schriftliche benotete Ergebnisse wegen der drohenden nächsten Fernlernphase nach den Osterferien vorliegen.

Die Kinder sind Opfer eines rücksichtslosen, nicht mehr nur fahrlässigen Öffnungswahns!

Unser Sohn möchte nun lieber wieder zu Hause bleiben, weil er sich in der Schule nicht sicher fühlt! Wir als Eltern möchten das auch und denken nun immer von Tag zu Tag an den Horror der Präsenzpflicht. Ein Schulboykott hätte für mich als verbeamtete Lehrerin gravierende Folgen und die Grundschul-Schulleitung würde sofort das Jugendamt einschalten und rechtliche Schritte einleiten.

Diese Situation verursacht Depressionen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen! Sie sind Opfer eines rücksichtslosen, nicht mehr nur fahrlässigen Öffnungswahns! Ich möchte nicht, dass mein Sohn Opfer ist!

Als „Hochrisikolehrerin“ habe auch ich meine Probleme mit dem Präsenzunterricht. Ich möchte vor allem meine Zehntklässler durch ihre Abschlussprüfungen begleiten und auch meine weiteren Schülerinnen und Schüler unterrichten.

Glücklicherweise haben wir an meiner Schule, und da möchte ich ein Kompliment an alle Beteiligten (zu denen nicht der Schulträger, geschweige denn die Bezirksregierung oder das Ministerium gehören) aussprechen, ein funktionierendes Fernlernsystem auf Basis des Regelstundenplans. Es gab bei uns keine Ausfälle oder Defizite. Alle Schülerinnen und Schüler sind in den Videostunden am Bildschirm präsent und ansonsten auch erreichbar. Auch funktioniert der Einsatz von Medien deutlich besser als im Präsenzunterricht. Alle waren demnach grundsätzlich mit der Fernlernsituation zufrieden und vor allem auch froh, dass sich das Infektionsrisiko so deutlich reduziert hatte.

Jetzt wurden wir in die Präsenz gezwungen, im Wechselmodell jedenfalls. Nahezu die gesamte Schulgemeinschaft kann diesen Schritt aus den oben genannten Gründen bei einem funktionierenden Fernlernsystem nicht nachvollziehen. Meine Schülerinnen und Schüler haben auch große Angst und fühlen sich „verarscht“, vor allem mein Abschlussjahrgang, der nach Auffassung aller Beteiligten gut vorbereitet in die Prüfung gehen kann.

Denn auch sie durchschauen größtenteils das böse Spiel der Frau Gebauer und möchten keine durchseuchten Versuchskaninchen sein, deren Infektionsrisiko trotz Wechselunterrichts in vollen Bussen und engen Gängen deutlich steigt. Die nicht geimpften Kolleginnen und Kollegen an weiterführenden Schulen fühlen ebenso.

Unser Sohn aus einer Hochrisikofamilie wird wegen fadenscheiniger Kindeswohlargumente von Lobbyistengruppen und lauten Schreihälsen sowie kruden, längst widerlegten Thesen zum Infektionsgeschehen bei Kindern von einer völlig empathielosen und inkompetenten Bildungsministerin in die Durchseuchung mit unabsehbaren Folgen gezwungen! Ohne Rücksicht auf die warnenden Worte der überwältigenden Mehrheit der Virologen zieht die KMK mit ihren Mitgliedern die Schulöffnungen durch! Die hierbei vielzitierten „Rechte der Kinder“ und das „Kindeswohl“ spielen für die KMK eigentlich keine Rolle, denn weder die unantastbare Menschenwürde noch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit werden bei den „Planungen“ und Erwägungen berücksichtigt, und das Recht auf Bildung, das ja durch den Fernunterricht gewährleistet sein sollte, ist im Vergleich der oben genannten Rechte nachrangig. Ein Recht auf Präsenzunterricht gibt es nicht. Gleichzeitig wird seit einem Jahr nichts für die Infektionssicherheit und die Verbesserung der Infrastruktur des Distanzlernens getan. Es ist zum Kotzen!

Wie schaffen wir es als Familie bis zu den Impfungen durchzuhalten, ohne dass sich jemand infiziert?

Seitdem Frau Gebauer die Präsenzpflicht für Abschlussklassen und Grundschulen wieder eingeführt hat, dreht sich für uns trotz der vielfältigen weiteren Verpflichtungen alles nur um die Frage: Wie schaffen wir es als Familie bis zu den Impfungen durchzuhalten, ohne dass sich jemand infiziert und langfristige Schäden davonträgt oder gar stirbt? Wie können wir unserem Sohn vermitteln, dass wir alles tun müssen, um eine vielleicht tödliche Infektion zu vermeiden, und ihn trotzdem zur Schule schicken müssen? Was sind wir für Eltern, die ihr Kind in die lebensbedrohliche Durchseuchung schicken? Wie soll ich meinem Sohn erklären, dass meine Eltern und ich als Hochrisikopatienten eigentlich keinen körperlichen Kontakt zu ihm haben dürfen, weil er uns anstecken könnte?

So entsteht Leid, so entstehen Depressionen bei allen Beteiligten. Hinzu kommen die fatalen Fehler in der Impf- und Teststrategie, die erhöhte Gefahr durch weitere Mutationen und die Ignoranz vieler Menschen, die die Stimmung wirklich nicht aufhellen! Wie sagte ein Schüler letzte Woche: „Ich habe keinen Bock mehr auf die ganzen Kackentscheidungen von der Schulministerin. Sie zerstört unser Leben, und das ganz real“!

Nur ein Aussetzen der Präsenzpflicht und eine angemessene Corona-Aufklärung der Kinder und Jugendlichen, sowie eine NoCovid-Strategie können wie Antidepressiva für Kinder und Erwachsene wirken!

Präsenzpflicht

Die Regelung zur Präsenzpflicht in Nordrhein-Westfalen sieht im geschilderten Fall so aus:

„Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern, Großeltern oder Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine relevante Erkrankung, bei der eine Infektion mit SARS-Cov-2 ein besonders hohes gesundheitliches Risiko darstellt, besteht, sind vorrangig Maßnahmen der Infektionsprävention innerhalb der häuslichen Gemeinschaft zum Schutz dieser Angehörigen zu treffen.

Die Nichtteilnahme von Schülerinnen und Schülern am Präsenzunterricht kann zum Schutz ihrer Angehörigen nur in eng begrenzten Ausnahmefällen und nur vorübergehend in Betracht kommen. Dies setzt voraus, dass ein ärztliches Attest des betreffenden Angehörigen vorgelegt wird, aus dem sich die Corona-relevante Vorerkrankung ergibt.

Eine Entbindung von der Teilnahme am Präsenzunterricht kommt vor allem dann in Betracht, wenn sich die oder der Angehörige aufgrund des individuellen Verlaufs ihrer oder seiner Vorerkrankung vorübergehend in einem Zustand erhöhter Vulnerabilität befindet. Die Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Distanzunterricht und zur Teilnahme an Prüfungen bleibt bestehen. Diese Grundsätze gelten ebenso bei Anträgen auf Entbindung von der Teilnahme am Präsenzunterricht.“ Ein chronischer Krebs, wie im geschilderten Fall, ist eben nicht vorübergehend – und scheidet deshalb aus.

Quelle: https://www.schulministerium.nrw/themen/schulsystem/angepasster-schulbetrieb-corona-zeiten

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35 KOMMENTARE

  1. Ich fürchte dass Deutschland langsam wieder auf eine Zeit mit Nürnberger Prozesse zusteuert, um in Deutschland die Menschenrechte wieder sicher zu stellen, und die Politiker und Wirtschaftsbosse die diese Verbrechen gegen die Bevölkerung jeden Tag forcieren und verüben zu verurteilen.

    Der Boden für das zuvor nötige Kolabieren des Systems und der Gesellschaft wird von Politikern und beeinflussenden Lobbyisten jeden Tag weiter bereitet.

    Da diese Leute schon die relativ simple exponentielle Vermehrung von Viren nicht begreifen, besitzen sie offensichlich auch keinerlei Gespür und daher kein Angstempfinden, wie schnell ein System bei Schauprozessen enden kann, das den Kipppunkt überschritten hat. Dass das nicht wie ein Flächenbrand um sich greift sollten die Geschäftsführer und Politiker nicht hoffen. Wer von diesen hätte keine Angst vor seinen Angestellten weil er immer fair war?

    Wir haben eine zutiefst polarisierte Gesellschaft wie in den USA. Und die einzigen die das System sichern, wie Polizisten ,Lehrer und andere Ordnungsbeamte werden gerade im Stich gelassen. Ebenso Ärzte und medizinische Kräfte. Sowas kann für diejenigen deren Name die Krise trägt sehr unschön Enden, wenn man in die Geschichte schaut. Besonders wenn man denjenigen noch persönliche Vorteilnahme nachweisen kann.

    Man sagt die meißten Adeligen waren vor und von Revolutionen sehr überrascht.

    Das wundert mich heute gar nicht mehr. Die hatten viel weniger Vorwarnung. Aber auch einen viel schwächeren Gegner als die heutigen pseudoadeligen, aka Politiker.

    Da Revolutionen, Unruhen, Aufstände und Bürgerkrieg die ganze Bevölkerung trifft und nicht nur die Schuldigen daran, nämlich die unfähigen Machthaber vor ebendiesen Zuständen, wäre es eigentlich in deren interesse es nicht so weit kommen zu lassen.

    Irgendwann mutiert der Virus sonst mal in die falsche Richtung oder ein gefährlicher Mensch fühlt sich so in die Enge gedrängt von dem was gerade passiert, dass wir einen Brevic bekommen der Politiker, Polizisten, Querdenker, oder Lockdownbefürworter jagt. Wie diese Typen, die den Kinderwagen umgeworfen haben und das Baby verletzt, nur mehr gegen Politiker statt Bürger.

    Und wenn der Punkt erreicht ist, dann wird es schwer noch was zu retten, dann haben wir die nächste RAF im Land oder noch schlimmer, einen kalten Bürgerkrieg.

    Wenn schon Humanismus, oder Anstand keine absoluten Werte für Politiker mehr sind, und das Leben der Bürger zur Disposition steht, dann sollte doch wenigstend bei den Politikern der eigene Überlebenswillen ein Grund sein endlich nicht mehr dumm zu handeln.

  2. „Ohne Rücksicht auf die warnenden Worte der überwältigenden Mehrheit der Virologen zieht die KMK mit ihren Mitgliedern die Schulöffnungen durch! Die hierbei vielzitierten „Rechte der Kinder“ und das „Kindeswohl“ spielen für die KMK eigentlich keine Rolle, denn weder die unantastbare Menschenwürde noch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit werden bei den „Planungen“ und Erwägungen berücksichtigt, und das Recht auf Bildung, das ja durch den Fernunterricht gewährleistet sein sollte, ist im Vergleich der oben genannten Rechte nachrangig. Ein Recht auf Präsenzunterricht gibt es nicht. Gleichzeitig wird seit einem Jahr nichts für die Infektionssicherheit und die Verbesserung der Infrastruktur des Distanzlernens getan. Es ist zum Kotzen!“

    Aus vollem Herzen stimme ich Ihnen zu, Sie haben den Wahnsinn furchtbar treffend beschrieben und Sie haben mein allergrößtes Mitgefühl. Was Ihnen natürlich auch auch nicht weiterhilft. Das Gefühl, den irrationalen, wissenschaftlich nicht begründbaren, Menschenleben bedrohenden Entscheidungen eitler Amtsträger ausgesetzt zu sein, finde ich „nur“ als Mutter und Lehrerin schon unerträglich. Es muss für Sie die Hölle sein! Hilflos wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie alles erdenklich Gute!
    Und ich schließe mich Ihrer Schlussfolgerung ausdrücklich an, auch wenn das wieder nichts hilft: Liebe Kultusminister, was Sie uns servieren, ist zum Kotzen!
    Dass K-Wort habe ich auch schon in anderen Leserbeiträgen gelesen.
    Kann es denn aber wahr sein, dass das unsere einzige Reaktionsmöglickeit ist?

  3. Hochachtung vor dieser Offenheit über persönliche Verhältnisse!

    Aus Kollegensicht ist dazu zu bemerken:
    Uns wird die Verantwortung für das Wohl gerade solcher Familien übergeben – oft ohne dass uns das Ausmaß der Gefährdung im Einzelnen überhaupt bekannt ist.
    Diese Verantwortung können wir gar nicht tragen, weil wir die Rahmenbedingungen nicht beeinflussen können. Ich bin nicht in der Lage, meine Schüler wirksam zu schützen, wenn das Lüften keine Luft reinbringt oder Kinder sich eben kindlich verhalten und Vorsicht vergessen. Gleichzeitig muss ich dafür sorgen, dass sie ihrer Präsenzpflicht nachkommen, obwohl ich eben diese Präsenzpflicht als wesentliches Element des Problems betrachte und eigentlich froh sein müsste über jedes Kind, dass sicher zu Hause bleibt.
    Ich fühle mich zum Ausführungsorgan einer Politik gemacht, die nur den Öffnungsfanatikern Gehör schenkt, ohne das Wohl der Bevölkerung im Ganzen im Blick zu halten.

    Aus Bürgersicht ist zu bemerken:
    Das Wohlergehen der ganzen Bevölkerung wird durch m.E. nicht zu verantwortende Schulpolitik – konkret: durch Öffnungen ohne adäquate Schutzmaßnahmen – in großem Umfang (wenn auch nicht ausschließlich, s. Mallorca-Reisende etc.) in die Hände der Kinder gelegt. Von ihnen bzw. ihrem Verhalten wird es letztlich abhängen, wie viele Menschen sich im Umfeld von Kita/Schule noch infizieren, bevor Impfungen hoffentlich greifen.
    Dieses Umfeld ist groß, das ist nicht nur die Kernfamilie des Kindes, das sind ggf. Großeltenr, Nachbarn, Busfahrer, Ärzte, Spielgefährten und ihre Familien…
    Dies ist nicht nur in und gegenüber der eigenen Familie eine viel zu schwere Last für die Kinder, sondern auch gesamtgesellschaftlich. Was werden diese Kinder denken, wenn sie in einigen Monaten oder Jahren Statistiken lesen müssen, die dokumentieren, wie viele Langzeitgeschädigte oder Tote am Ende des Tages auf die infektionen über Schulen zurückzuführen sind?

    Persönlich möchte ich bemerken:
    Es findet in meinen Augen gerade ein Psychokrieg zwischen denen, die Ansprüche erheben, nicht eingeschränkt werden möchten und denen, die sich unter den gegebenen Lockerungen nicht schützen können statt.
    Das bringt uns Lehrer in Gewissenskonflikte. Wir müssen dem Dienstherrn dienen – tun wir dies wie gewünscht, machen wir uns damit aber mitschuldig.
    Darf wirklich Bildung über Gesundheitsschutz stehen? (Mal ganz abgesehen vom Nutzen der Schullöffnungen – unter den gegebenen Umständen können Kinder auch im Präsenzunterricht nicht wirklich gut lernen, weil sie unter einem viel zu hohen Druck stehen.)

    Kinder und Schulen sind Teil des pandemischen Geschehens.
    Daran kann doch kein ernsthafter Zweifel mehr bestehen.

    Daher erwarte ich eigentlich von meinem Dienstherrn die Freiheit, alles zu tun, damit meine Schüler und ihre Familien, letztlich auch möglichst viele indirekte Kontaktpersonen, möglichst unbeschadet durch diese Zeit kommen.
    Eine unterbrochene Schulkarriere definiere ich nicht als ernsthaften Schaden – im Gegensatz zu einer Infektion oder Tod ist das m.E. ein zu vernachlässigendes Risiko.
    Das Mindeste, das ich von einer umsichtigen politischen Führung erwarten würde, wäre eine ernsthafte Aussetzung der Präsenzpflicht, eine Reduktion der Erwartungen an die Schüler, ein Verzicht auf Klassenarbeiten etc., die Freiheit, nach bestem Wissen und Können die Kinder „bei der Stange“ zu halten, eine gute Notbetreuung mit Infektionsschutz, wo und für wen sie wirklich unabdingbar ist!

  4. Was passiert wohl wenn sie ihr Kind nicht in die Schule schickt? 5000 € Strafe zahlen …? Sicherlich nicht. Wer unheilbar Krank ist, hat doch eh nichts mehr zu verlieren. In diesem Falle wüsste ich was zu tun ist. Nur mal so ein Gedanke. Wir werden es dann leider in der Zeitung / Presse lesen und hören oder auch nicht.

    Bin mal schon auf die ersten Klagen gespannt, die in den nächsten Monaten auf Politik und rund um die Schule kommen werden. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass zahlreiche Klagen auf die lange Bank (Zulassung) geschoben werden, weil man ein Prozessflut befürchtet. Schulamt und auch Schulleitungen wissen noch gar nicht was sie erwarten könnte.

      • Um Sorgerecht zu entziehen, muss es einen Verdacht auf Kindeswohlgefährdung geben. das ist nur deswegen, dass die Schule nicht besucht wird nicht gegeben.
        Es gibt in Deutschland ja einige Familie die Freilernen sind (unabhängig von Corona), und es ist natürlich kein einfacher Weg, aber nur einem geringen Teil wird mit Sorgerechtentzug gedroht…

  5. Das tut mir einfach nur noch unendlich Leid.

    Was wohl die Geschichtsbücher über unsere Pandemiebekämpfung schreiben werden?

    • @Ich-bin-neu-hier: vlt steht da: „Die unbarmherzigen Bildungsnazis aus dem KM haben einen Bürgerkrieg entzettelt?“ Oder „Die fanatischen Kultusminister verweigerten in NRW den Schulen schützende Virenfilter und zwangen die jungen Menschen sehenden Auges in den Tod.“ Ganz ehrlich: Ihr Recht auf Gesundheut und Leben, geehrte Schreiberin, steht an erster Stelle! Verteidigen Sie es! Erwarten Sie für sich deshalb keine Strafe. Sie sind klar im Recht. So schnell verlieren Sie Ihren Beamtenstatus nicht. Eher wird Gebauer sich zu verantworten haben. Bitte bleiben Sie gesund und mutig und lassen Sie sich nicht verheizen von böswilligen Machtmenschen wie Gebauer. Drehen Sie den Spieß um und fordern Sie Virenfilter und Plexiglas, wie in Bayern. Man sieht sich immer zweimal. Und denken Sie an die Geschichte: was ist Despoten meist irgendwann widerfahren?

  6. Unsere Kinder sind an einer Gesamtschule in der westlichsten Gemeinde in NRW. Sie gehen einfach nicht in die Schule. Darüber haben wir auch die Schulleitung und Bezirksregierung informiert. Allerdings aus dem Grund dass sich bei uns die Schulleitung überhaupt nicht um die Hygieneauflagen kümmert. Es ist ein katastrophaler Zustand an unserer Schule (zumindest als wir die Entscheidung getroffen haben, unsere Kinder nicht mehr gehen zu lassen, was sie auch beide nicht wollen). Dazu kommt allerdings noch, dass seit wir uns beschwert haben, unsere Schulleitung auf Grund der Beschwerde bei der Bezirksregierung Köln, die Kinder auch von Distanzunterricht ausschließt. Und die Bezirksregierung Köln ist hier vollkommen untätig, trotz mehrfacher Beschwerde. Jetzt kann es natürlich sein, dass niemand was unternimmt, weil die Schulleitung und die Bezirksregierung hier alle mächtig „Dreck am Stecken“ haben.

    Auf jeden Fall interessiert es niemanden, dass unsere Kinder nicht in die Schule gehen und auch nicht, dass sie in keinster Weise durch die Schule beschult werden. Also – einfach nicht schicken, das ist allen total egal. Meine Frau beschult die Kinder daheim und reduziert dafür ihre Stunden auf der Arbeit und verzichtet auf Gehalt. Das System Schule versagt aktuell vollkommen.

    • Geht uns ähnlich. Allerdings wird hier „gedroht“, da man nicht verstehen kann, warum die Kinder zu Hause bleiben sollen. Man findet die Hygienekonzepte ausreichend. Es ist schon eine schwache Leistung, dass man nach einem Jahr Pandemie außer einer Plexiglasscheibe am Lehrerpult absolut nichts getan hat. Ich musste ganz am Anfang der Pandemie sogar darauf hinweisen, dass man bitte die 4er Tische auseinanderschieben soll. Leider hat man das Virus am Anfang zu lange bagatellisiert.

  7. Liebe unbekannte Kollegin,
    danke für Ihre ausführliche Schilderung des täglichen Wahnsinns, den uns die Landesregierung und das Ministerium antun! Sie tun mir SOOO leid!!! Ich habe – wie sicher irgendwo alle Familien – auch Personen, die aufgrund von Vorerkrankungen bzw. einfach aufgrund des Alters zu den Menschen gehören, auf die ich als Lehrer in Präsenz dann daheim nochmal mehr Rücksicht nehmen muss, aber meine Kinder sind nicht mehr in der Grundschule, sondern schon älter und deshalb nicht so schlimm psychisch betroffen wie Ihr Neunjähriger, da sie aufgrund ihres Alters die schlimmen Tatsachen, die man hier einem Drittel der Bevölkerung antut, nur um sich zu profilieren, anders einordnen können als so ein kleiner Mensch, der den Weitblick des Älteren noch nicht hat und für den die Welt nur noch ein brennendes Fragezeichen ist: Was passiert hier eigentlich???
    Ich verstehe auch einfach nicht, dass hier noch niemand, der sich mit Recht auskennt, diese Leute in ihrem Tun gestoppt hat. Man kann es nur wieder und wieder sagen: ES GEHT UM MENSCHENLEBEN! Und auch um Folgen, die man noch gar nicht abschätzen kann, weil man mit Spätfolgen, die ein Kind dann vielleicht zig Jahre seines Lebens beeinträchtigen oder gar sein Leben verkürzen, noch gar keine Erfahrung hat bei diesem Virus. Es ist eigentlich gar nicht komplett in Worte zu fassen, was hier gerade passiert. Möge sich endlich jemand Sachkundiges finden, der STOPP sagen darf! BITTE!!!

  8. „….sie durchschauen größtenteils das böse Spiel der Frau Gebauer…“ Das Gleiche kann ich von unserem ostwestfälischem Gymnasium sagen.
    Natürlich finden Kinder und Jugendliche es schön, sich nach längerer Trennung wieder zu sehen, aber denen ist auch sehr bewusst, was hier gerade schiefläuft.
    Egal, wo man im öffentlichen Raum hinmöchte…überall die seit langem eingeübten Regeln des Masketragens, Abstandhaltens, der Hygieneregeln (Niesetikette, Händewaschen, Desinfizieren usw.) nur …in Schulen gilt – bis auf das Masketragen (auch noch nicht so lange) nichts davon.
    Sogar bei den Selbsttests haben unsere SuS ein höheres Verständnis für die damit verbundenen Risiken aufgebracht als die Verantwortlichen im Schulministerium…und dennoch waren ihnen aufgrund der vorgegebenen Maßnahmen und des „Anleitungen“ die Diskrepanzen zwischen der Infektionsgefahr und des Vorgangs des Selbsttesten klarer als unserer ReNo-Gehilfin. Ich reite deshalb beharrlich darauf herum (wie die regelmäßigen Leser*innen dieses Forums wissen), weil das der letzte Abschluss war, den Frau Gebauer unter Prüfungsbedingungen erbracht hat. (allein das ist bereits für die Besetzung dieses Amtes ein Skandal)

    Wenn weder Expertise, noch gute Berater, noch die Überzeugung, dass man wissenschaftlichen Empfehlungen von ausgewiesenen Fachleuten folgen sollte, noch ein Mindestmaß an Empathie, noch ein Funken von politischer Grundethik, noch ein Hauch von Verantwortungsbewusstsein, nicht die Spur von amtsbedingten Vorgaben (Fürsorgepflicht), noch statistisch nachweisbare Belege … für eine Änderung der inneren und äußeren Haltung dieser Frau zu ihrer Amtsverantwortung (und sei es nur, dass ihre quasi erwachsenen Kinder demnächst auf der Straße bei Bekanntwerden ihrer unmittelbaren familiären Beziehung zu dieser „Amtsträgerin“ angespuckt werden) und einen erträglichen Politikwechsel sorgen, dann sollten die betroffenen Opfer (also die Angehörigen derer, die es nicht geschafft haben oder die eine langfristige gesundheitliche Beeinträchtigung davontragen) alle möglichen juristischen Schritte gegen diese KM einleiten.
    Das ist ggf. die Stelle, an der wir ansetzen müssen:
    Dass Yvonne Gebauer wissentlich die Gesundheit der ihr anvertrauten LuL, SuS und natürlich deren Familien bewusst!!! (denn selbst sie ist nicht zu blöd, die aktuellen Statistiken zu verstehen) aufs Spiel setzt – zugunsten niederer Beweggründe (die Industrie soll halt auf ihre „Lohnsklaven“ zurückgreifen können – sorry – eigentlich hänge ich dieser politischen Ideologie gar nicht an) würde ein Verfahren wegen vielfacher vorsätzlicher Körperverletzung bzw. fahrlässiger Tötung m.E. rechtfertigen. Ende 1793 wurde in der Nationalversammlung Frankreichs ausgiebig diskutiert, ob der König als Vaterlandsverräter hingerichtet werden soll. Romain de Séze – seines Zeichens Advokat – vertrat die Position, dass der König quasi nur das getan habe, was er als Amtsträger (sic!!) machen durfte – er also – qua Amt – nicht verurteilbar sei (es folgten eine Reihe weiterer juristischer und grundsätzlicher Bedenken) – während die Ankläger (u.a. Robespierre) die Position vertraten, dass, wenn Louis XVI nicht mehr König sei, man ihn dann, wie einen normalen Bürger (wegen seiner Taten gegen das Volk) verurteilen und ggf. hinrichten könne. (Der Kopf wurde ihm als „Bürger Louis Capet“ abgetrennt)
    Wenn nun nichts anderes mehr hilft – in diesem v.a. von den Landesregierungen (Laschet!!) angerichteten Chaos, dann sollten wir den „Entscheidern“ doch zumindest eine „Perspektive“ für die Zeit nach Corona anbieten. Diese sollte nicht freundlich ausfallen (Jens Spahn: „Wir werden uns eine Menge zu verzeihen haben.“)…sondern wir sollte klar machen, dass die „Täter“ (s.o.) sich im Anschluss nicht einfach mit nem gutdotierten Aufsichtsratposten davonstehlen können.
    Ich bin auf jeden Fall dabei!!

  9. Ich dreh hier auch bald durch, weil ich diese ganze Unlogik, Unvernunft und Unverantwortlichkeit nicht mehr ertragen kann. Normalerweise sollten alle Eltern ihre Kinder einfach zu Hause lassen, das alles zu verfolgen würde die entsprechenden Ämter völlig überfordern, so dass nichts passieren würde. Das Schlimme ist aber, viele Eltern sind genauso unlogisch und unvernünftig. Eine Revolution ist notwendig, aber keiner macht mit.

    • Es wurde ja durch die Medien genug Angst geschürt, dass bei Verletzung der Schulpflicht hohe Strafen zu erwarten sind. Es wurden (war das der WDR) ein Bussgeldkatalog gezeigt und nochmals von Experten bekräftigt, dass die Erziehungsberechtigten da nix zu melden haben.

      Aber viele haben aber die BezReg angeschrieben und einen Antrag auf Aussetzung der Præsenz ihrer Kinder gestellt. Das schien durchgewunken worden sein.

      Manchmal bedarf es einfach der Zivilcourage und man sagt: Nein.

      Oder meldet sein Kind auf einer anderen Schule in einem anderen BL an.

      • @BK-Lehrkraft, sehe ich genauso! Nur „einfach auf einer anderen Schule in einem anderen BL anmelden“….das kann ich mir eher nicht vorstellen, dass das eine Schulleitung erlauben darf. Höchstens vielleicht eine Privatschule, die Fernunterricht anbietet, und die in BaWü ist. Das wäre eine Marktlücke. Weiß jemand eine Privatschule in BaWü, die Fernunterricht anböte?? Das würde ich viel lieber zahlen als etwaiges Bußgeld…

        • Gibt es leider nicht!
          Das ist ja das Blöde in Deutschland, dass Schulpflicht hier nur mit Präsenzunterricht gleichgesetzt wird.
          Fernunterricht ist nur erlaubt für Diplomatenkinder, bei allen anderen ist es gesetzlich verboten!
          Eine Frechheit.

  10. Wenn man wenigstens sagen könnte, dass eine etwas begrenzte RENO-Kraft schlichtweg überfordert wäre und unter Zeitnot Fehlentscheidungen produziert, so könnte man ja „Verständnis“ entwickeln und den Kurs korrigieren.
    Die Realität ist, dass Sie 15 Kollegen hat, die seit Sommer 2020 ähnlich ticken und dem Virus den Weg ebnen und somit in menschenverachtender Art und Weise und sehenden Auges für die Folgen verantwortlich sind.
    Frau Brinkmann schrieb in einer Modellrechnung, die Hälfte der Todespfer der Bildungspolitik zu.
    Ich wünsche der Autorin viel Kraft, dass alles durchzustehen.

  11. Ich bin völlig schockiert und voller Mitgefühl!!
    Hätte gerne eine Lösung- gibt es aber anscheinend nicht.

    Oder doch? -Lassen Sie Ihren Sohn zu Hause- auch wenns rechtlich für Sie erstmal brenzlig zu werden scheint. In dieser besonderen Situation kann Ihnen niemand „einen Strick drehen“.
    Wir sind eben mitten in einer Pandemie!

    • Sie kann ihren Sohn nicht einfach zuhause lassen. Sie schreibt: „Ein Schulboykott hätte für mich als verbeamtete Lehrerin gravierende Folgen und die Grundschul-Schulleitung würde sofort das Jugendamt einschalten und rechtliche Schritte einleiten.“
      Ich finde das ganz schrecklich, was zurzeit in NRW passiert. Selbst konnte ich mein Kind für zunächst drei Monate vom Schulunterricht befreien lassen – aber auch nur, weil der Schulleiter mitspielte. Vorher war ich verzweifelt, konnte nicht mehr schlafen und hatte eine Magenschleimhautentzündung.
      Auch, wenn es mir selbst jetzt besser geht, will ich diesen Zustand so nicht hinnehmen! Wo sind wir denn? In der DDR? In Nord-Korea? Unsere Menschenrechte werden beschnitten! Warum wird das nicht groß in den Medien verbreitet? Ich bin entsetzt! Mein Vertrauen in die Politik ist für immer zerstört.

  12. Mein ausdrückliches Mitgefühl an die betroffene Familie. Wirklich!

    Frau Gebauer versetzt die Familien in eine unerträgliche Ohnmacht mit ihrer unerbittlichen Präsenzpflicht!

    Ohnmacht = ohne Macht!

    Das, was da oben im Kasten zur Präsenzpflicht steht, ist nicht anders zu verstehen als ein Zwang zum einkalkulierten Selbstmord! Der Inhalt ist von A bis Z selbstredend. Wie kann sowas überhaupt in einem Rechtsstaat verfasst und durchgesetzt werden dürfen?

    Was da aber nicht im Kasten steht, ist die Tatsache dass sich bei der britischen Mutation die Risikogruppen erweitert haben. Sowohl Drosten als auch Lauterbach sehen große Problem bei der Ü-50-Generation. Jede(r) annähernd Zweite bei den 50 bis 60-Jährigen zählt nun zur Risikogruppe. Sollte. Das ist das Alter, in dem meist die ersten Wehwechen beginnen, von Bluthochdruck bis zu Übergewicht. Auch steht da nicht im Kasten, dass Kinder und jüngere Erwachsene, die oftmals noch relativ glimpflich durch die Infektion kommen, ein bei der britischen Mutation erhöhtes Risiko haben, an Long-Covid zu erkranken. Letzteres ist nicht an einen schweren oder schwereren Verlauf gekoppelt.

    Für mich ist diese Präsenzpflicht in NRW extremste psychische Gewalt mit der implizierten möglichen Folge der physischen Gewalt in Form von Krankheit und/oder Tod!

    Herzlichen Dank, Frau Gebauer! Die Pandemie allein ist schon sehr belastend, aber SIE geben mir mit Ihrer Präsenzpflicht den Rest!!!

    Eine Win-Win-Situation in Form von Distanzunterricht bei Aufhebung der Präsenzpflicht geht nicht für Sie?
    Warum nicht???? Erklären Sie sich bitte.
    ___________________________________________________________________
    Ich wünsche der betroffenen Famile von Herzen alles Gute!

  13. In Österreich wurde die Risikogruppenvereinbarung bis Mai verlängert.
    Deutschland hat die Risikogruppen zum sozialverträglichen Infizieren freigegeben. Der Umgang mit Schulen hat inzwischen pathologische Züge!
    Warum nicht Risikounterricht mit Risikoschülern und Risikolehrern in Distanz?
    Das wäre das Mindestmaß an Fürsorge.
    Aber sind wir doch mal ehrlich. Den Politikern sind eure Kinder gleichgültig, ob Pims oder nicht, die Abschlussprüfungen und Übertritte müssen wie vor der Pandemie ablaufen. Vermutlich kostet es ein paar Leben, tödliches Abitur 2021.
    Das fliegt uns nach Ostern um die Ohren. Die Intensivmediziner fordern auf, jetzt einen Lockdown zu machen. Spahn will Ostern abwarten.
    Ich erwarte keine Logik mehr, das versteht niemand mehr. Schützt euch selbst und eure Schüler, niemand sonst wird es tun.
    In Brasilien liegen mehrheitlich junge Menschen zwischen 30 und 50 auf den ITS.
    P1 ist schon in Deutschland. Bravo. Gut gemacht.
    https://mobile.twitter.com/DrEricDing/status/1374558577340379137

    Warnung der Intensivmediziner
    https://twitter.com/DIVI_eV/status/1375820700250955776?s=20

  14. @Kollegin/Verfasserin des Ausgangsartikels

    Ich fühle mit Ihnen – leider hilft Ihnen das nicht wirklich weiter.

    Jedoch ist Ihre gesamte Familie in einer absoluten Ausnahmesituation.

    Lassen Sie Ihr Kind Zuhause und schreiben Sie dieses Schuljahr für ihn notfalls ab.
    Normale Entschuldigungen wegen Krankheit, nähere Gründe sind ja nicht erforderlich und das Einfordern der Nennung eines Krankheitsbildes ebenfalls nicht – also „wegen Krankheit“ entschuldigen.
    Ausreizen.
    Erst wenn von irgendwem (erstmal egal woher) etwas Schriftliches kommt, ggf. reagieren.
    Aber auch die Post ist ja in diesen besonderen Zeiten der Pandemie überlastet. Da kann mal etwas verloren gehen. (= 1. Schreiben ist nur das Signal, sich eine Gegenmaßnahme zu überlegen. … Zeit vergeht. … Auf ein 2. Schreiben kann dann reagiert werden.) Zeit schinden.

    Natürlich geht es dem Jungen über die Zeit nicht besser.
    Das genaue Gegenteil ist der Fall.
    Er braucht also keine Präsenzbeschulung, sondern professionelle Unterstützung durch einen Kinder- und Jugendpsychologen!Wie wir alle wissen, sind die Wartelisten lang. Auch das wird also wieder dauern.
    Wie schnell es währenddessen Sommer geworden ist …

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles erdenklich Gute und viel Kraft!
    (Und bei dieser Strategie eine gehörige Portion „LmaA“-Gefühl!)

  15. Die Perfidität der Politiker in Niedersachsen, aber auch in Köln, Waiblingen, Bad Wörrishofen, dem Saarland etc. hat in ihrer
    Menschenverachtung,
    ihrer offensichtlichen VORGESCHOBENEN Bildungsgerechtigkeit
    bei VORSÄTZLICHER Kindeswohl-Gefährdung sowie
    VORSÄTZLICHER Führsorgepflichtsverletzung,
    der INKAUFNAHME unzähliger Toter und Long-Covid-Erkrankter,
    mit den heutigen Ankündigungen im Leitartikel der HAZ – 27.03.2021 – für die Region Hannover jegliche Grenzen des Anstands und der Humanität überschritten, sowie – meiner Meinung nach – auch den Amtseid ad absurdum geführt, der eh nicht justiziabel ist.

    HAZ:
    „Niedersachsen will trotz steigender Corona-Zahlen ab Anfang April in einigen Kommunen wieder Einzelhandel, Außengastrononmie und Kultureinrichtungen öffnen.
    ….
    Das Land will mit dem Modellprojekt in großen, in mittleren und kleinen Kommunen mit einem niedrigen, ABER AUCH MIT EINER HOHEN INFEKTIONSBELASTUNG Erfahrungen sammeln, ob mehr Öffnungen möglich sind. Dabei geht es um den Handel, die Außengastronomie, Kulturzentren, Theater, Opernhäuser, Kinos und Fitnessstudios. Der Modellversuch soll zunächst 3 Wochen dauern und dann ausgewertet werden.“

    GEHT’S NOCH?

    Wir befinden uns in einem steilen exponentiellen Anstieg der 3. Welle, Mitte April fangen die Abschlussprüfungen an
    UND IHR
    * ÖFFNET in HOCH-INDZIDENZGEBIETEN mit Werten um die 180 pro 100.000
    * gleichzeitig verfügt IHR für diese Gebiete AUSGANGSSPERREN!
    –> IHR behauptet, die Bildungsgerechtigkeit und das Kindeswohl liege EUCH am Herzen.
    UND IHR schickt die Abschlussjahrgänge in die Prüfungen mit den aktuellen Hygiene-Regeln vom 17.02.2021:
    * „Alle Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer tragen innerhalb des Schulgebäudes eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB). Diese kann AM PLATZ im Prüfungsraum für die DAUER DER PRÜFUNG ABGENOMMEN WERDEN.“
    –> Und DAS bei der hochansteckenden Mutante B117 über 6 Stunden OHNE geeigneten INFEKTIONSSCHUTZ!

    HÖRT ENDLICH MIT EUEREN MENSCHENVERSUCHEN AUF!

    Sobald die Abschlussprüfungen unter derartigen Bedingungen stattfinden, ist meine Anzeige gegen Euch sicher!

    Dem Inhalt der vorherigen Kommentare, dass sich in der aktuellen Gemengelage der Dampf aus dem Kessel der bislang Geduldigen und Regelkonformen Bahnen brechen wird, sehe ich leider auch. … und Politik tut aktuell alles, um es weiter zu befeuern.

  16. Wo im aktuellen NRW-Schulgesetz steht eigentlich, dass in einer Pandemie (!) die Teilnahme am Unterricht verpflichtend ist? Ich konnte keine schriftliche Gesetzesgrundlage dazu finden, bin aber auch nicht vom Fach.

    Kann mir da jemand weiterhelfen?

    Stutzig bin ich geworden, weil andere Bundesländer und auch hier dauerhaft oder zwischendurch die Präsenzpflicht ausgesetzt haben. Ich würde so ein Gesetz oder Passus gerne mal lesen, falls es denn exisitiert. Außerdem ist die Präsenzpflicht in der Pandemie ein Widerspruch zu diversen Grundgesetzen (Recht auf körperliche Unversehrtheit, Gleichbehandlungsgrundsatz…). Da fällt es mir noch schwerer zu glauben, dass die Präsenzpflicht bzw. die Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht in einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite irgendwo im Schulgesetz schriftlich fixiert sein könnte. Eine epidemische Lage von nationaler Tragweite liegt bekanntlich vor, wenn die Bundesregierung eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit in der gesamten BRD festgestellt hat. Allerdings gibt es im Pandemiegesetz die Erlaubnis, durch Anordnung die Grundrechte der körperlichen Unversehrtheit, der Freiheit einer Person etc. einzuschränken. Dennoch: Wo finde ich die Legitimation für den Schulbesuch in der speziellen Situation einer für die gesamte BRD bedrohlichen Pandemie? –

    Wer kann, sollte diesen Wahnsinn einfach nicht mehr mitmachen.

    Eine Option unter Umständen könnte sein, bei der Schulleitung einen Antrag aus wichtigem Grund zu stellen, sein Kind bis zur Dauer eines Schuljahres vom Unterricht zu beurlauben. Nur so als Idee. Richtig bitter wäre das natürlich für Schüler(innen), die eigentlich in einem Rutsch auch mit Distanzunterricht gut durchkämen. Vielleicht bis zum Ende dieses Schuljahres? –

    Was ich auch makaber zu lesen finde, ist dieser Passus im Schulgesetz (Art. 7, (2)):
    „Die Jugend soll erzogen werden im Geiste der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zur Verantwortung für Tiere und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, in Liebe zu Volk und Heimat, zur Völkergemeinschaft und Friedensgesinnung.“

    Sollte sich Frau Gebauer vielleicht auch mal durchlesen. Das, was sie da mit den Schüler(innen) macht, passt ja nun gar nicht dazu…außer vielleicht das mit der Duldsamkeit. Ach, ich vergaß, alles in der Schulpolitik ist ja zusammengeschrumpft auf das Schlagwort „Bildungsgerechtigkeit“ . (Oder war es das gerechte Recht auf rechtmäßige Ansteckung? Nein, das gibt es auch nicht, sorry.)

    Bin mal gespannt, was Frau Merkel am Sonntag nach dem Tatort bei Anne Will mitteilt.

    Es ist einfach nur bitter dieser Wahnsinn!

      • Es wurde nochmals betont, dass Schulen erst öffnen sollten, wenn 2 x die Woche getestet werden kann. Und dann das Eingeständnis: besser als gar nichts (mindestens 2 Tests in der Woche, besser öfter, plus Wechselunterricht). Die Grenze der Notbremse, ab wann Schulen geschlossen werden sollten, wurde nicht mehr ausdrücklich erwähnt, glaube ich. Der Druck liegt auf dem Benutzen des gegebenen Werkzeugs, der Notbremse, die KONSEQUENT umgesetzt werden soll und demnächst auch vermutlich – gesetzlich geregelt – muss.

        Söder, im Anschluss an Anne Will, hat aber die Dringlichkeit einer Testpflicht in den Betrieben mit einer Testpflicht in den Schulen gleichgesetzt. Er hat betont, dass die Schulen ins Blickfeld genommen werden MÜSSEN!

        Nun, habe immer noch die Hoffnung, dass diverse Neuregelungen bzw. definiertere Regelungen im Infektionsschutzgesetz auch für Schulen und Kitas greifen werden, falls die Notbremse in den Ländern nicht vor Spezifizierung des Infektionsschutzgesetzes konsequent gezogen werden sollte. Sollte das nicht so sein, würden wir den jeweiligen Landesregierungen hilfos ausgeliefert bleiben. In Anbetracht des Art. 3 I GG, nach dem alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, würde ich dann noch dort gerne zufügefügt haben: Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache … UND WEGEN SEINER BUNDESLANDZUGEHÖRIGKEIT benachteiligt oder bevorzugt werden…

        Ansonsten gilt für mich, was Jana Schröder getwittert hat. Nur über meine eigene Leiche wird mein Kind die Schule betreten, wenn die Bedingungen dafür nicht ins Infektionsgeschehen passen. Ich habe Angst vor dem Virus, vor Erkrankung, Tod, davor, dass das Virus in der BRD und der ganzen Welt „gewinnt“ und noch viel mehr unsägliches Leid ins Land und die Welt als bisher schon bringt, aber ich habe ZURZEIT keine Angst vor irgendwelchen Sanktionen.

        Ein vernünftiges Testkonzept ist das Mindeste, was ich für die Schulen erwarte und eine zuverlässige Schließung, wenn es sein muss… die Einhaltung aller Schutzmaßnahmen mindestens so wie es in Großraumbüros gefordert ist, sowieso…und eine Aussetzung der PRÄSENZPFLICHT aus einer humanitären Verantwortung heraus! Die Hoffnung stirbt zuletzt … hilfose Grüße…

  17. Mit den Worten, wer war es noch?: Jeder/Jede sollte in diesen Zeiten mehr tun als unsere Politiker und auf sich gut aufpassen und auf unsere Liebsten! Sie finden bestimmt einen Arzt, dem sie sich anvertrauen können…und bitte dem gesunden Menschenverstand vertrauen. Es gibt sooo viele Eltern, die nur die gültigen Regeln einhalten,… das ist in diesen Zeiten leider zu wenig!

  18. Ich würde dir raten zu versuchen, deinen Sohn von der Präsenzpflicht befreien zu lassen. Das wird vermutlich scheitern, dann aber ab dem Zeitpunkt mit anwaltliche Hilfe das Land verklagen und für dich versuchen, das Kind aus der Präsenzpflicht zu bekommen.

    Es wird wohl hilfreich sein, wenn ihr euch die Schilderungen des Sohns aufschreibt und der Rektorin / dem Rektor der Grundschule auch gleich noch einen reindrückt, weil er/sie offenbar die Schule nicht im Griff hat. Vor allem könnte die Dokumentation aber vor Gericht wichtig werden.

    Das mag für einige fehl am Platz klingen, aber offenbar kommt man in solchen Fällen nur noch mit dem Rechtsweg weiter. Viel Kraft!

  19. Bitte lassen Sie Ihr Kind zu Hause!
    Bußgelder warten da sicher auf Sie (können gern hier eine Sammelaktion machen!)
    Das Jugendamt wird hoffentlich ein bisschen klarer sehen als die KM… die brauchen mehr Gründe als schulverweigerung um eine kindeswohlgefährdung nachzuweisen!

    Vielleicht gegen die Präsenzpflicht klagen! Vielleicht kommt sogar eine Sammelklage in Frage?

    Es ist wirklich eine Frechheit, mein vollstes Mitgefühl!

  20. Unsere aktuelle Petition:
    Wir fordern ein sicheres Schutzkonzept oder die Aussetzung der Schulbesuchspflicht!

    Unsere Forderung:
    Wir fordern ein sicheres Schutzkonzept für Schulen mit entsprechenden Raumluftreinigern in Verbindung mit umlaufenden Schutztrennwänden, wie sie am Bayerischen Landtag und bei den Gerichten bereits eingesetzt werden, oder die sofortige Aussetzung der Schulbesuchspflicht mit Gewährung eines digitalen Distanz-Unterrichts.

    Artikel 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland garantiert die Gleichheit vor dem Gesetz, die Gleichberechtigung der Geschlechter und verbietet Diskriminierung und Bevorzugung aufgrund bestimmter Eigenschaften. Damit handelt es sich um ein Gleichheitsrecht. Dieses fordern wir hiermit für die Schüler und Schülerinnen und für die Lehrer und Lehrerinnen in Deutschland ein.

    Solange das Recht auf Gleichheit nicht gewährt wird, fordern wir die sofortige Aussetzung der Schulbesuchspflicht und einer Wahlmöglichkeit mit der Gewährung von hochwertigen Distanzunterrichts, um entsprechende Abschlüsse ablegen zu können.

    In Bayern kann ein Antrag zur Befreiung von der Schulpräsenzpflicht für Schüler und Schülerinnen die zu einer Risikogruppe gehören, gestellt werden. Wenn diese Anträge von der Schule nicht korrekt bearbeitet und per Bescheid zugestellt werden, muss leider das Verwaltungsgericht befragt werden oder auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof, weil die Schulen derzeit kein angemessenes Schutzkonzept für Schüler und Schülerinnen die zu einer Risikogruppe gehören vorweisen können.

    Nachdem uns persönlich sogar angekündigt wurde unseren Antrag (personenbezogene Daten) ohne unsere Einwilligung an das Landratsamt Starnberg weiterzuleiten bzw. uns ein mögliches Bußgeld von der stellv. Schulleitung der Grundschule in Aussicht gestellt wurde, haben wir diese rechtswidrigen Maßnahmen dem Bayerischen Landesbeauftragten für Datenschutz angezeigt.

    Nur per Bescheid befreite Schüler*innen haben derzeit in Bayern einen Anspruch auf Distanz-Unterricht.

    Diese Informationen könnten auf unserer Webseite nachgelesen werden.

  21. Liebe Mutter und Lehrerin,
    danke, dass Sie Ihren persönlichen Fall öffentlich gemacht haben. Viele Menschen werden sich in Ihrem Fall wiedererkennen. Ich wünsche Ihnen alle Kraft der Welt und Mut, weiter gegen dieses perfide System vorzugehen. Versuchen Sie Atteste für sich zu bekommen, die zumindest kurzfristig den Schulbesuch aufheben – wechseln Sie ggf. den Arzt.
    Nicht umsonst wird seit einiger Zeit von „Landesfürsten“ gesprochen. Wir sind Opfer eines Systems, in dem rücksichtslose kapitalistische Interessen gepaart mit Bürokratie und regionaler Hegemonie die Pandemiebekämpfung massiv erschweren und in dem Einzelschicksale aus dem Fokus geraten.
    Auch in RLP müssen immer aufs Neue Atteste bei chronischen „Vorerkrankungen“ vorgelegt werden. Ich habe von einem Arzt in meinem Freundeskreis gehört, der kein solches Attest ausstellen wollte, weil Grundschulkinder SARS-CoV-2 ja nur sehr selten „weitergeben“ würden. Tja, Hubigs Desinformationspolitik, die Prof. Markus Scholz im Dezember zurecht als „Propaganda“ bezeichnet hatte, trägt leider Früchte, die nun wieder für viele Menschen zur Gesundheits- und Lebensbedrohung werden wird.

  22. Jede(r), die/der lesen kann, sollte inzwischen mitbekommen haben, dass die Infektionszahlen bei Kindern/Schülern in den entsprechenden Altersgruppen überproportional steigen. Wenn das mal kein Zufall ist. Ebenso steigen in Relation die Zahlen der infizierten Erwachsenen in den Altersgruppen, die den betroffenen Eltern zu zu rechnen sind. Wenn das mal keine Zufall ist. Ach ja, Schulen sind ja sicher!

    https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-inzidenzen-kinder-100.html

    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Maerz_2021/2021-03-24-de.pdf?__blob=publicationFile

    Unter den gegebenen Umständen immer noch auf biegen und brechen auf Präsenzunterricht zu bestehen, ist grob fahrlässig und unverantwortlich. Hier wird bewusst? mit der Gesundheit der Kinder, deren Eltern und deren Großeltern gespielt. Das ist vorsätzliche Körperverletzung!

    AHA-L funktioniert nicht in Schulen!!!! Lüften? Frieren statt Viren? War das die Lösung? Offensichtlich nicht!

    Klar, die Ansteckung findet privat statt, aber irgendwo muss man sich das Virus ja gefangen haben, bevor es in der Familie im privaten Umfeld landet!

    Jetzt diese überflüssigen Testorgien (2 mal die Woche?, wo wird das gemacht wenn überhaupt durchgezogen, im Klassenzimmer?), überflüssig alleine auch schon deshalb, weil die Tests freiwillig sind.

    Wer sich ein Hemd im Einzelhandel kaufen will, muss vor Betreten den Geschäfts verbindlich einen tagesaktuellen negativen Test vorlegen. Und es ist schwer vollstellbar, dass sich in diesem Geschäft plötzlich 25 Leute auf ein paar Quadratmeter tummeln wie in Klassenzimmern. Abgesehen davon, dass ich freiwillig einkaufen gehe, und keine Präsenzpflicht zum Hemdenkauf habe. Da habe ich es wenigstens noch in der Hand.

    Tolle Politik, gemacht von gewissenlosen, egoistischen, karrieregeilen, skrupellosen Schwachköpfen für Schwachköpfe!

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