RKI-Daten: Inzidenz liegt für Grundschüler jetzt schon bei 97 – „Eigentlich hätte man die Schulen gar nicht wieder aufmachen dürfen“

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BERLIN. Die steigenden Corona-Zahlen und Befürchtungen vor Zuständen wie vor Weihnachten heizen die Debatte über Schulöffnungen wieder an. In Nordrhein-Westfalen streiten Landesregierung und Städte miteinander. In Hessen weigern sich immer mehr Kommunen, die vom Kultusministerium verfügten Schulöffnungen vor den Osterferien durchzuführen. Auch in Thüringen regt sich Widerstand. Das Robert-Koch-Institut hat unterdessen besorgniserregende Daten veröffentlicht, die ein deutliches Bild zum Infektionsgeschehen unter Kindern geben.  

Aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts scheinen die Schulöffnungen zu spiegeln. Foto: Shutterstock

Die Diskussion über das Für und Wider von Präsenzunterricht an Schulen ist vor dem Hintergrund steigender Corona-Zahlen erneut entbrannt. Beispielhaft zeigt sich das in Nordrhein-Westfalen: Im bevölkerungsreichsten Bundesland wollen die Großstädte Dortmund und Duisburg die Schulen wieder schließen. Die Landesregierung lehnte dies am Mittwoch weiterhin ab. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief dazu auf, nach Möglichkeit nicht gleich wieder alle Schulen und Kitas zuzumachen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sprach von einer «Gratwanderung».

Über das Thema Kitas und Schulen wird seit Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr besonders gestritten. Je mehr die Corona-Zahlen im vergangenen Herbst stiegen, desto lauter wurde die Debatte. Nun wiederholt sich das im Zuge der schrittweisen Wiederaufnahme des Betriebs nach dem Winter-Lockdown.

Grundsätzlich geht es um die schwierige Abwägung zwischen Gesundheitsschutz für Lehrer, Kita-Personal, Kinder, Schüler und Familien auf der einen sowie Bildung, Struktur, sozialen Kontakten und wichtigen Erfahrungen für Kinder und Jugendliche auf der anderen Seite. Die Meinungsverschiedenheiten ziehen sich quer durch die Gesellschaft.

«Der stärkste Anstieg ist bei Kindern zwischen 0-14 Jahren zu beobachten»

Verschiedene aktuelle Entwicklungen bestärken nun die Kritiker von Öffnungen: Bei den Impfungen von Kita-Personal und Grundschullehrern stockt es, weil die Impfungen mit Astrazeneca gestoppt wurden. Es gibt Kritik, dass keine Schnell- und Selbstests an Schulen vorliegen, um unbemerkte Infektionen festzustellen.

Im aktuellen Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) heißt es: «Der stärkste Anstieg ist bei Kindern zwischen 0-14 Jahren zu beobachten, wo sich die 7-Tage-Inzidenzen in den letzten vier Wochen verdoppelt haben.» Bei den 0- bis Vierjährigen liegt die Inzidenz mittlerweile bei 74, bei den Fünf- bis Neunjährigen bei 97, bei den zehn- bis 14-Jährigen bei 76, bei den 15- bis 19-Jährigen bei 103. Die Daten scheinen die Schulöffnungen zu spiegeln: Seit Februar läuft der Betrieb an Kitas, Grundschulen und Abschlussklassen wieder. Im Bevölkerungsschnitt liegt der Inzidenzwert bei 85.

Die Ruhrgebietsstädte Dortmund und Duisburg wollten ihre Schulen angesichts der Lage nun wieder schließen. Die Landesregierung hatte das am Dienstag abgelehnt. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte dazu am Mittwoch im WDR-Morgenecho, viele Kinder und Jugendliche seien seit Dezember nicht mehr in den Schulen gewesen. Die zumindest tageweise Rückkehr in den Präsenzunterricht für alle Jahrgänge seit diesem Montag im Wechselmodus bleibe richtig. Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) kritisierte das Festhalten an der Schulrückkehr als zu riskant.

Auch in anderen Bundesländern regt sich Widerstand gegen die Politik der offenen Schulen. Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen bei Kindern und jungen Schülern hat sich der Thüringer SPD-Bildungspolitiker Thomas Hartung für einen weiteren Schullockdown mit Distanzunterricht ausgesprochen. «Eigentlich hätte man die Schulen gar nicht wieder aufmachen dürfen», sagte er. Die Infektionszahlen hätten sich bei Kita-Kindern und Schülern in den vergangenen Wochen vervielfacht. Auch die generell steigenden Infektionszahlen in allen Altersgruppen sprächen für Schließungen.

«Die Zahlen sind zu hoch, und sie könnten schwerer beherrschbar werden, wenn wir mehr Präsenzunterricht ermöglichen»

In Thüringen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 173,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Doch die Entwicklung ist insbesondere unter Kindern dramatisch: Nach Angaben des Bildungsministeriums lag der landesweite Inzidenzwert bei Unter-Sechsjährigen am 1. März noch bei 86,8, am Mittwoch erreichte sie 198,3. Noch deutlicher ist der Anstieg in der Altersgruppe der Sechs- bis Elfjährigen: Hier betrug die Inzidenz am 1. März 74, während sie am Mittwoch bei 211,2 lag – und sich damit fast verdreifachte. Hartung: «Das bedeutet: Ich gehe entweder zurück in den Lockdown oder ich ignoriere das, mache alles auf und dann haben wir bald die Intensivstationen in den Krankenhäusern wieder voll – dann aber mit eher jüngeren Menschen», sagte Hartung. Grund sei vor allem die Ausbreitung der britischen Mutante, die sich offenbar bei Jüngeren immer stärker ausbreite.

In Hessen weigern sich immer mehr Kommunen, die Schulen wie geplant noch vor den Osterferien für den Präsenzunterricht zu öffnen. Nach Stadt und Kreis Offenbach haben nun auch Hanau und der Main-Kinzig-Kreis sowie die Kreise Groß-Gerau, Lahn-Dill und Fulda abgesagt. «Angesichts der Tatsache, dass seit ein paar Tagen die Inzidenz bei uns im Kreis wieder über 100 liegt, wird dieser Schritt zur Rückkehr in den Unterricht nicht gegangen», sagte der Landrat von Groß-Gerau, Thomas Will (SPD), am Mittwoch. «Die Zahlen sind zu hoch, und sie könnten schwerer beherrschbar werden, wenn wir nächste und übernächste Woche unbeirrt und unreflektiert mehr Präsenzunterricht ermöglichen», erklärte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

Bundespräsident Steinmeier sagte bei einer Diskussionsrunde mit Jugendlichen, er hoffe auf flexible Lösungen, die verhindern, dass Betreuung, Bildung und Begegnung jetzt schmerzhaft und flächendeckend abgebrochen werden. Wenn Kinder und Jugendliche nun als Erste wieder zurückstecken müssten, bleibe das nicht ohne Folgen.

«Es liegt in der Verantwortung der Politik, alles zu tun, damit der Schulbetrieb nicht zum Roulettespiel wird»

Bildungsministerin Karliczek sprach von einer «Gratwanderung», bei der Interessen der Kinder und Gesundheitsschutz abzuwägen seien. Auf die Frage, ob auch bei einem erneuten harten Lockdown die Schulen geöffnet bleiben sollten, antwortete Karliczek, das müsse regional gesehen werden. «Wenn ich in der Lage bin, mein Maßnahmenbündel noch mal nachzuschärfen und damit die Situation an den Schulen sicher zu halten, kann man das, glaube ich, vor Ort vertreten.»

Der VBE warnte dagegen, das Prinzip Hoffnung habe ausgedient. Die Schutzmaßnahmen an den Schulen seien nicht ausreichend. Das Personal müsse schnellstmöglich Impfangebote bekommen und es brauche mindestens zweimal wöchentlich Schnelltests, forderte der Verbandsvorsitzende Udo Beckmann. «Es liegt in der Verantwortung der Politik, alles zu tun, was notwendig ist, um einen Schulbetrieb zu gewährleisten, der nicht zum Roulettespiel wird.»

An diesem Donnerstag beraten abermals die Kultusminister der Länder. Konkrete Beschlüsse sind zunächst nicht zu erwarten. Wie sie konkret vorgehen, regeln die Länder selbst. Grundsätzlich ist zumindest momentan noch vorgesehen, dass schrittweise nun auch ältere Schüler zurück in die Schulen kommen. Grundschüler sind schon seit Februar wieder in den Klassenzimmern. Unterricht gibt es meist im sogenannten Wechselmodell – also mit geteilten Klassen, die abwechselnd in der Schule und zu Hause am Laptop unterrichtet werden. News4teachers / mit Material der dpa

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49 KOMMENTARE

  1. «Wenn ich in der Lage bin, mein Maßnahmenbündel noch mal nachzuschärfen und damit die Situation an den Schulen sicher zu halten, kann man das, glaube ich, vor Ort vertreten.»

    Wer hat vor Ort IRGENDEINE wirksame Maßnahme gegen Infektionsausbreitung gesehen???
    Ein „Maßnahmenbündel“ halte ich für eine Legende.

    Wir arbeiten mit Fenster auf bei 5 Grad draußen und Innentemperatur unter 10 Grad mit Durchzug!
    Die Kinder haben Angst – keine Voraussetzung zum Lernen.

    Selbsttests für Schüler sind angekündigt (einer für zwei Wochen), die Durchführung aber bringt zusätzliche Gefahren, statt sie zu verringern.

    WARUM wird nicht endlich mal wirklich bis zum Ende gedacht und dafür gesorgt, dass die Zahlen WIRKSAM und anhaltend gedrückt werden????

    Wer hat ein Interesse daran, dass Kinder und Eltern in den Krankenhäusern landen?
    Wenn es kein Interesse daran gibt, gibt es doch eigentlich nur einen Weg:
    Aussetzen der Präsenzpflicht, jedes Kind bleibt zu Hause, wenn es dort gut aufgehoben ist – und für die, bei denen das nicht so ist, gibt es eine NOTbetreuung MIT wirksamen Maßnahmen.
    Die Zeit MUSS dann aber endlich genutzt werden, um Luftfilter etc. anzuschaffen!
    Tests vernichten keine Viren, sie können nur dann helfen, wenn sie zu Hause VOR dem Unterricht durchgeführt werden und die Beteiligten die Ergebnisse auch ernst nehmen.
    Ansonsten ist das kein Maßnahmenpaket, sondern Augenwischerei!

    Familien- und Schulminister verweigern Schließungen? Nur bei „explodierenden Zahlen“?
    Was nennt man denn „explodierende Zahlen“ – worauf wartet man?

    Dachte früher mal, Politiker seien u.a. dazu da, Schaden VORAUSSCHAUEND von den Bürgern abzuwenden – und zwar in erster Linie im Hinblick auf Gefahren, die Gesundheit und Leben betreffen.

    • Gerade gelesen : 43 Jahre alte Lehrerin ohne Vorerkrankungen stirbt nach Astra Zeneca Impfung an einem Blutgerinnsel im Gehirn.

  2. Erstaunlich, wie die Inzidenzen in genau den Jahrgängen stark ansteigen, die jetzt wieder im Präsenzunterricht sind (Grundschulen, Abschlussjahrgänge) und wie sie bei den Jahrgängen, die noch im Fernunterricht sind, nicht ganz so hoch sind.

    Wir kann man bei diesen Zahlen noch weiter behaupten, die Schulen seien sicher?

    • @Besorgter Bürger

      Seufz, der/die eine oder andere KuMi wird vermutlich wieder völlig „überrascht“ sein.

      Wir sind es nicht, ich bin es nicht, ich bin entsetzt bei soviel Unverantwortlichkeit!

    • In Bergisch Gladbach hat die Stadt aus eigenem Antrieb Selbsttests gekauft und an einer Schule durchgeführt. Bei 600 Testungen waren 7o positiv (aus einem Beitrag der Sendung xtraDrei mit Christian Ehring von gestern)…na wenn das mal nicht ne satte Quote ist. Wir stellen uns das mal für alle SuS in NRW – resp. in Deutschland vor…und dann sollen die Schulen auf Biegen und Brechen in Präsenz bleiben !!! ??? und Kommunen, die für ihre BürgerInnen Verantwortung übernehmen wollen werden mit harscher Ansage zurückgepfiffen…hatte in einem meiner letzten Posts in diesem Zusammenhang den Begriff des „Despotismus“ verwendet …. ja!! Passt!!

  3. „Eigentlich hätte man die Schulen gar nicht wieder aufmachen dürfen“
    So ist es! Vielleicht hätte man dann die Zahlen wirklich noch schön runterbringen können.

    Schön dass bei einigen das Umdenken beginnt. Und Thüringen zb wenigstens jetzt alles zu macht (auch wenn spät)…

    Bei der Konferenz der Kultusminister wird wohl nichts gescheites rauskommen…

      • Wenigstens ist aktuell belegt, dass:
        „Mutante B.1.1.7 ist das Alter egal
        Ältere Studien sind kaum aussagekräftig, da sie nicht die Verbreitung von B.1.1.7 berücksichtigen, die seit Anfang des Jahres zur dominanten Variante auch in Deutschland wurde. …
        In dem Thüringer Landkreis (Greiz) war laut MDR FAST DIE HÄLFTE aller positiven Getesteten JÜNGER ALS 18 JAHRE.“
        https://www.n-tv.de/panorama/Rasant-steigende-Fallzahlen-bei-den-Juengeren-article22431015.html

        • Vielleicht hätte man ja erstmal den Kindersport öffnen können mit gutem Konzept. Damit hätte man sicher mehr Problemfälle auffangen können. Kinder brauchen Gemeinschaft. Das muss ja nicht zwingend Schule oder Kita sein.

          Ich bin prinzipiell für Schulöffnungen. Aber jeder sieht das anders und die goldene Mitte wäre besser gewesen, als die Menschen aufeinander loszulassen.
          Und klar, so ne Einzelhändlerin mit ihrem 20qm Laden, die sowieso nicht mehr wie 2 Kunden da unterbringt, fühlt sich zurecht verarscht, wenn nebenan die Kinder in überfüllten Busen angekarrt werden und zusammen im Unterricht sitzen

  4. Warum investiert man nicht in Frischluftwärmetauscher und Luftfiltergeräte?

    Öffnen wollen, aber keinen Euro zum Schutz der Kinder ausgeben.

    Stattdessen Elektroautos fördern für 10.000 pro Fahrzeug.
    Ein paar tausend Euro weniger und Geld ohne Ende wäre für die Schulen verfügbar.

    • Mit dem, was der Lockdown bislang gekostet hat, hätte man jedem SuS ein eigenes Luftfiltergerät kaufen können und es hätte vermutlich mehr gebracht als der halbherzige Lockdown mit viel zu vielen SuS in Präsenz.

      • @Jan aus H
        … oder man hätte sich jetzt die 1 Milliarde für
        “ … jede vierten oder fünften der rund elf Millionen Schüler in Deutschland ein Angebot für eine Lernförderung gemacht werden: Entweder zwei Extrastunden pro Woche in Kleingruppen über ein gesamtes Schuljahr verteilt oder vier Förderstunden pro Woche verteilt über ein halbes Schuljahr.“
        einfach sparen können, wenn VORHER in den Infektionsschutz an Schulen investiert worden WÄRE!
        https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-und-schulen-bund-und-laender-beraten-ueber-moegliche-nachhilfe-milliarde-a-f5cbc7cc-2c94-426a-afad-27f23ce606aa

      • @Jan aus H

        Bis vor einem Jahr ging ich davon aus, dass Schulen und Kitas ganz weit unten auf der Liste stehen, wenn es Gelder zu verteilen gibt.
        Im Laufe des letzten Jahres durfte ich lernen, dass wir gar nicht auf dieser Liste stehen.

        Aber da sind ja noch so viele andere „hungrige Mäuler“ zu füttern:
        https://www.gmx.net/magazine/news/coronavirus/corona-news-live-ticker-apotheker-kostenlosen-ffp2-masken-dumm-daemlich-verdient-35613424

        Wie k*tzt mich das alles an!

        • Jepp, habe ich auch gerade gelesen – ich denke, dass die Apotheker das zuviel kassierte Geld zurückgeben müssen, weil sie dem Steuerzahler ganz massiven Schaden zugefügt haben…allein für das Geld, was da bei diesem Deal zuviel in die Apothekerkassen gespült wurde könnte man die notwendige Miiliarde für Luftfiltergeräte kaufen. Oder ist es da ewie bei den Cum-Ex-Deals von Olaf Scholz, bei dem die Betrüger die Kohle behalten durften und dabei nicht mal mit Strafverfolgung rechnen müssen. Aber mir zieht das Finanzamt jedes Jahr geltend gemachte Materialkosten für in der Schule nicht vorhandeneund deshalb selbst finanzierte Arbeitsmittel ab, weil eine Privatnutzung nicht ausgeschlossen werden kann. Das ist ein so krankes System und mittlerweile auch ein kranker Staat, in dem gewählte Volksvertreter sich als Lobbyhuren regelmäßig auf den Rücken legen und sich dann von der Wirtschaft dafür zusätzlich bezahlen lassen. Frage im Ehrbarkeitsfragebogen bei der CDU: „Haben Sie Zweitbeschäftigungen oder andere Einkünfte aus Nebenbeschäftigungen?“
          Antwort (z.B. Julia Klöckner – Name ist offenbar beliebig austauschbar): „Ja, nebenbei arbeite ich noch als Abgeordnete(r) im Bundestag.“ Zum kotzen!!

  5. Der Gesunhheitsschutz sollte an erster Stelle stehen. Es sind noch zu wenige geimpft in der Bevölkerung. Die persönliche Entwicklung und persönliche Entfaltung ist für die Kinder und Jugend schon lange ausgebremst. Die Wissenschaft hat viele Signale gesendet und vor weiteren
    Öffnungen gewarnt. Bei uns, hatten in Mannheim die vorschnellen Öffnungen dazu geführt,
    dass die Kindergärten auf Notbetreuung umstellen. Das Virus verbreitet sich in der jüngeren
    Generation stark.Die Schulen bleiben geöffnet und die Notbremse wartet auf Anwendung.
    Man hat immer zu lange gewartet bis eine Schließung kam. Die Sehnsucht auf ein Verschwinden des Virus ist groß und leider müssen wir weiterhin Durchhaltevermögen aufbringen. Die Kinder und Jugend haben schon einen Schaden durch die Pandemie erlitten und trotzdem ist keinem mit den Öffnungen gedient. Die Schulpolitik muss langfristige Lösungen anstreben wenn das Virus nicht mehr unser Leben bestimmt.Der Wunsch nach Normilität ist bei uns allen groß. Um welchen Preis riskiert man ein Menschenleben oder ob man von einem schweren Verlauf verschont bleibt. Leider haben wir alle keine Garantie wie der Krankheitsverlauf verlaufen wird und es macht auch bei jüngeren keinen HALT. Mir ist es
    sehr wichtig weiterhin mit meiner Familie am Tisch zu sitzen und mein Kind aufwachsen zu sehen. Wir alle bezahlen einen hohen Preis dafür, wenn wir die Reißleine nicht ziehen.

  6. „Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief dazu auf, nach Möglichkeit nicht gleich wieder alle Schulen und Kitas zuzumachen.“ Zudem sagte Steinmeier, dass nun Ältere Solidarität mit den Jüngeren gezeigen müssten: „Jetzt ist es an uns, den Älteren, Solidarität mit Ihnen zu zeigen, damit Sie nicht noch länger ausgebremst sind, sondern möglichst gut und vor allem möglichst schnell in Ihre eigene Zukunft und neue Zukunftsplanungen starten können.“ (Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/bildung/frank-walter-steinmeier-kitas-und-schulen-nicht-gleich-wieder-zu-schliessen-a-a4a33fe3-2d5d-436f-9c3a-023959b1cdba)
    Das ist schön und gut. Nur wie sieht diese Solidarität aus? Sollen Schulen jetzt einfach ohne ausreichende Schutzmaßnahmen wie Luftfilter, FFP2-Masken, Abstände (selbst bei Wechselunterricht nicht praktikabel an unserer GS), hygienische Toiletten, tägliche Corona-Tests vor Schulbeginn aufbleiben und alle sich fröhlich durchinfizieren? Dann soll sich Steinmeier doch nun endlich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass GELD in die Schulen fließt!!! Aber vermutlich meint er nur: Augen zu und durch.
    In der Klasse meines einen Kindes befinden sich, Stand heute, Personen, die Kontakte zu Infizierten in anderen Einrichtungen hatten – selbst aber noch nicht vom GA unter Quarantäne gesetzt wurden. Sollen wir uns jetzt als Familie solidarisch mitinifizieren? Mir reicht das Wunschkonzert der KuMis und nun auch von Steinmeier! Selbst in großen Hallen hinter schicker Videotechnik sitzen und Familien mit Kindern und LuL ins B 1.1.7.-Feuer schicken.
    Impft nicht nur Grunschullehrer*innen, sondern alle LuL und alle Eltern und älteren Schüler*innen wie in Israel mit Biontech oder Moderna! Alles andere ist Harakiri.

    • Wie sieht eine Solidarität der Älteren aus? Ein Beispiel: 3 Stunden mit meinem Leistungskurs vereint solidarisch bei offenen Fenstern im Klausurraum gemeinsam frieren (ich bin kurz vor der Pensionierung, also ‚Älter‘). Ist das so gemeint?

    • Steinmeier ist ja noch aus dem letzten Sommer als Corona-Verharmloser bekannt. Maske nach Auftritt schnell seinen Mitarbeitern in die Hand drücken. Gruppenbild Schulter an Schulter mit Volksmusikern, Essen an engen Tischen mit Fremden, etc… Der Steinmeier, obwohl eigentlich Risikogruppe, nimmt die Gefahr von Corona ohnehin nicht ernst.

  7. Testen, Impfen, Hygienemaßnahmen sollten die Schulöffnungen begleiten:
    – hier an meiner Schule wird kein einziger Schüler getestet (BW), das obliegt den Eltern; ob die das machen oder nicht oder irgendwo fällt ein Baum um…denn:

    – in Quarantäne kommt nur Not sowieso nur der/die eine, bei dem ein positives Ergebnis vorliegt. „Cluster-Quarantäne“ ist zwar vorgeschrieben, wird de facto aber nicht durchgesetzt. Denn die Schüler tragen ja alle Alltagsmasken!

    – Impfen wurde ausgesetzt

    – Hygienemaßnahmen: Abstandsgebot in BW aufgehoben, das heißt, dass konkret bei mir 30 Menschen in einem Klassenzimmer sitzen. Klar wird gelüftet, da wird’s halt auch mal frisch bei 4° Außentemperatur. Aber hey, immerhin dürfen wir nach Verlassen der Räume die Tische selbst desinfizieren.

    Die Inzidenz vor Ort liegt übrigens hier knapp über 100 (das RKI schlägt ja schon seit letztem Sommer vor, dass ab dieser Inzidenz Wechselunterricht eingeführt werden sollte bzw. Fernunterricht geprüft werden sollte, aber was wissen die schon, die Ketzer).

    Natürlich ist Präsenzunterricht wichtig, aber als Schutzmaßnahme hätte ich mir etwas mehr gewünscht, als 16 Kultusminister, die mir von Ferne die Daumen drücken, dass schon alles gut gehen wird!

  8. Alles war so klar, von Anfang an. Schon vor einem Jahr und erst recht nach zwei Lockdowns. Jedes Mal konnte man auch als Otto- Normalbürger mit durchschnittlicher Intelligenz ganz klar erkennen, dass Schulöffnung und Infektionszahlen ganz klar in einem Zusammenhang stehen, zeitlich versetzt, aber proportional zueinander. Jetzt stellt man es so dar, als ab die Mutation dafür verantwortlich ist. In Wahrheit war es nie anders, nur jetzt zeigt sich durch den aggressiveren Virus eben deutlicher, dass Kinder nicht nur unentdeckt sondern auch offensichtlich den Virus in sich tragen und oh Wunder, sogar weitergeben. Ich bin so enttäuscht von der gesamtgesellschaftlichen Naivität, die mich umgibt. Das ist schlimmer als der Virus. Meinetwegen hätte man ja ruhig über die Schulöffnungen sinnieren können. Kann ja sein, dass ein großer Teil der Gesellschaft den Schulaufenthalt für wichtig erachtet und dafür auch gerne eine Infektion in Kauf nimmt. Alles OK. Solange einem nicht die Lüge mit den sicheren Schulen aufgetischt wird. Und die blöden Tests helfen auch keinem weiter. Heute negativ getestet und morgen krank, was soll das denn an Sicherheit bringen? Wenn überhaupt getestet wird. Und ein geimpfter Lehrer in einem Raum mit 30 Schülern. Ja und??Schön für die Lehrer, sie haben es verdient, aber den Schülern und Eltern nutzt das gar nichts. Dann kann ich auch die Kartenverkäuferin im Kino impfen und behaupten, alle Besucher sind jetzt geschützt. Aber erstaunlich, dass sich die Bevölkerung mit einer solchen Augenwischerei beruhigen lässt. Es gab heute einen Ansturm auf die Testzentren. Und zur Belohnung dürfen sich diese Leute bei einem negativen Test heute darüber freuen, dass sie zumindest bis morgen niemanden anstecken können. Feine Sache. Na, da kann man sich mit dem Impfen auch wieder mehr Zeit lassen.

    • @mm

      „Jetzt stellt man es so dar, als ab die Mutation dafür verantwortlich ist. In Wahrheit war es nie anders, nur jetzt zeigt sich durch den aggressiveren Virus eben deutlicher, dass Kinder nicht nur unentdeckt sondern auch offensichtlich den Virus in sich tragen und oh Wunder, sogar weitergeben“ JA! auf den Punkt getroffen!

      Zu den ach so sicheren Schnelltest,
      ich hatte heute mit einem Bekannten telefoniert, der mir folgendes berichtet hat:
      vor der Familienfeier zu Weihnachten hatten sich alle Beteiligten mit einem Schnelltest geprüft,
      alle „negativ“, am folgenden Montag, nach Symptomen am Wochenende, zwei Personen positiv!
      die Momentaufnahme durch einen Schnelltest kann sehr kurz sein oder auch das falsche Ergebnis zeigen….

    • Das Dumme ist, dass jetzt von einer dritten Welle die Rede ist, die alle Planungen zu überrollen scheint. Das Impfen geht zu langsam. Der schlimmste Fall wäre wohl, wenn dann im Sommer, nachdem wirklich hinreichend viele Leute geimpft sind, eine Mutation auftaucht, gegen die die Impfe nicht wirkt. Dann geht’s in einen Dauer-Lockdown von ungeahnten Ausmaßen.
      Aber ist eigentlich mal diskutiert worden, was die Schulminister antreibt, sich diesen Riesenärger einzuhandeln mit den Schulöffnungen? Könnte es sein, dass sie von den Virologen bestürmt werden, die Schulen zu schließen, aber von anderer Seite eben bestürmt werden, sie wieder zu öffnen? Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Schulminister nur aus Blödheit oder aus Naivität oder gar aus bösem Willen handeln. Politik ist immer auch das Ausgleichen von Interessen. Es muss diese andere interessierte Seite geben. Da wird vielleicht behauptet, die Kinder kumulieren sonst Defizite, die nicht mehr aufgeholt werden können.

  9. Liebe Redaktion,

    was ich toll fände, wenn man neben Zitaten in Headlines immer gleich den Namen des „Verursachers“ in Klammern lesen könnte.

    Danke!

      • Liebe Redaktion,

        das stimmt, aber die Headline könnte man hier insofern missverstehen, dass das Zitat vom RKI stammt.

        • Würde in der Überschrift stehen, „RKI:“, dann hätten sie recht. Steht da aber nicht, sondern da steht „RKI-Daten“. Somit ist klar, dass sich das auf die 97 bezieht.

          Einen Zusammenhang, der die Überschrift rechtfertigt, gibt es aber natürlich. Die RKI-Daten beschreiben eine Situation, in der die Schulen nicht geöffnet hätten werden dürfen – das ist die Kritik, die geäußert wird und die wir in dem Beitrag thematisieren.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

          • Ist ja schon klar, danke für den Hinweis, aber besser finde ich es hier gelöst:

            LASCHET HÄLT TROTZ ASTRAZENECA-IMPFSTOPP AN OFFENEN SCHULEN FEST – DROSTEN WARNT, DUISBURGS OB LINK: „VOLLKOMMEN UNVERSTÄNDLICH“

            Auch hier eine zweiteilige Überschrift und für das Zitat wird klar der Urheber genannt! Das ist soll, weiter so!

  10. Die Schulen hätten jetzt nicht geöffnet werden dürfen.
    Hier in Niedersachsen sind in der Sek. I Abschlussklassen seit Januar in der Schule und seit dieser Woche nun auch die Jahrgänge 5 – 7.
    Aber der Infektionsschutz für Lehrer*innen und Schüler*innen wurde nicht wirklich erhöht, außer dass wir jetzt endlich (nach einem Jahr Pandemie) FFP2-Masken (für Lehrer) erhalten haben. Aber:
    – die Buskapazitäten wurden nicht erhöht
    – keine Raumluftfilter
    – kein warmes Wasser in den Klassenzimmern
    – Selbsttest für SuS sowie LuL erst am nächster Woche

    Glücklicherweise gilt zumindest Maskenpflicht im Unterricht (aber man muss leider viele Schüler*innen und Kollegen*innen daran erinnern, wie eine Maske korrekt getragen wird).
    Das Abstandsgebot von 1,5 m im Klassenzimmer (im Wechselunterricht realisierbar) wird leider nicht konsequent eingehalten.

    Wozu man dieses Projekt „alle Schüler zurück in die Schule“ zwei Wochen vor den Osterferien und bei steigenden Infektionszahlen startet, erschließt sich mir nicht. Die zwei Wochen bis zu den Ferien hätten wir den Distanzunterricht nun auch noch geschafft.
    Vielleicht nur, weil die Quarantäne höchstwahrscheinlich in die Ferien fällt und kaum Schulen geschlossen werden müssen.
    Obwohl, sobald ich als Lehrer versichere, dass die AHA-L-Regeln eingehalten wurden, gilt wohl niemand mehr aus der Klasse als K1 und muss in Quarantäne … und wenn ich sage, die AHA-L-Regeln wurden nicht konsequent eingehalten, dann bekomme ich wahrscheinlich ein Disziplinarverfahren an den Hals …
    Also muss man sich wohl zwischen Pest und Cholera entscheiden.

    • @Julia
      „Obwohl, sobald ich als Lehrer versichere, dass die AHA-L-Regeln eingehalten wurden, gilt wohl niemand mehr aus der Klasse als K1 und muss in Quarantäne …“

      Und genau diese verschrobene Interpretationsweise des GA und der Politik – ‚Es gäbe keine K1-Kontakte in einer Klasse.‘ – unter
      * Ignorieren jeglicher wissenschaftlicher Studien zu Aerosolen,
      * der virulenteren B117-Mutante und
      * der Tatsache, dass in Greiz (Thüringen) bereits die Hälfte der Positivtests auf Jugendliche < 18 zurückgeht
      … wird zum Bumerang unvorstellbarer Dimension werden!

  11. Gibt es eigentlich schon Pläne, ab welcher Inzidenz oder ab welcher Todesrate den Verantwortlichen der Prozess gemacht wird?

    • Den Verantwortlichen nie, den Lehrern vermutlich demnächst. Die sind ja schließlich schuld dran, dass die Inzidenzen in den Schulen steigen. Ignorante Partygänger und Gruppenkuschler; hätten die sich ans Lüften nach dem Gutes-Lüftungs-Konzept gehalten, dann hätte es NULL Infektionen in Schulen gegeben, das weiß man nun doch schließlich schon seit über einem Jahr!
      Für alle DöpDöps hier im Raum: das war Sarkasmus.

  12. Wieviele Tests gab es eigentlich in der Vergangenheit an Kindern?
    Und jetzt?
    Überraschung: die Inzidenzen bei Kindern steigen!

    Zufälle gibt’s…

    • Richtig! Jetzt wo sie wie blöd testen, sind Kinder plötzlich ansteckend. Ich fühle mich manchmal wie im falschen Film oder wie eine Ausserirdische… Die Armen Kinder! Alle schreien sie nach Tests (Eltern, Lehrer)und Maskenpflicht und immer mehr Einschränkungen. Meine Tochter geht ab Montag nicht in die Schule. Aber nicht weil es mir nicht sicher genug ist, sondern weil ab Montag in Baden-Württemberg jetzt auch an Grundschulen die Maskenpflicht kommt. Das erspare ich meinem Kind.

  13. Es ist einfach traurig dass trotz 1 Jahr Pandemie nichts dazu gelernt wurde. Der Leiter des Gesundheitsamt Frankfurt Prof. Dr. Gottschalk vertritt die Meinung dass Kinder nicht am Pandemiegeschehen teilnehmen und so werden Kitas trotz nachgewiesenen Fällen der B117 Variante nicht geschlossen noch wird getestet. Vorfall in einer städtischen Einrichtung, KITA Frankfurt. Hier laufen alle Kinder durcheinander, von wegen geschlossene Gruppen. Ich kann es einfach nicht verstehen dass man so fahrlässig mit Menschenleben umgeht und sich am Ende wundert warum Inzidenzen steigen. Ich werde mein Kind abmelden und in einer private Einrichtung anmelden, in der Hoffnung dass man da verantwortungsvoller ist.

  14. In die Klasse meines Sohnes (Grundschule BW) gehen 16 Kinder. Der Mindestabstand wurde bis letzte Woche im Unterricht eingehalten, seit Montag sitzen die Kinder aber wieder dicht an dicht, keine Masken, kein Lüftungsgerät, nur Händewaschen und manchmal Fenster auf. Warum, weiß keiner.

    Nicht einmal die Schule schöpft den ihr ganz einfach möglichen Präventionsrahmen aus, da wundert mich nichts mehr. Die Gesundheit der Kinder und deren Eltern ist egal, man wird einfach geopfert, dann geht es vielleich5bschneller mit der Herdenimmunität, wenn man schon beim Impfen versagt. Das verkaufen wir dann einfach so, dass wir Politiker natürlich nur am Kindeswohls interessiert sind…

    Kinder haben keine Lobby!

  15. Warum die Schulen und Kitas offen bleiben?

    Ganz einfach….Herdenimmunität ist das Ziel. Mit dem Impfen im Schneckentempo wird das halt so schnell nix….

    Also muss Plan B her… Schulen auf und los geht es

    • @Durchschaut

      Herdenimmunität – wohl eher Wunschdenken bzw. ‚Bevölkerungs-Beruhigung‘

      https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-herdenimmunitaet-lauterbach-100.html

      Mit Verweis auf den Post von James Smith 13. März um 01:40
      https://www.news4teachers.de/2021/03/rki-chef-wieler-schlaegt-alarm-infektionszahlen-von-kindern-und-jugendlichen-steigen-seit-den-kita-und-schuloeffnungen-sehr-rasant-an/#comments
      zum Thema Herdenimmunität mit entsprechden Quellenangaben zur Studienlage

    • Wenn die Herdenimmunität ein politisches Ziel ist, dann verstehe ich nicht, warum Einzelhandel und Wirtschaft lahmgelegt und Monate lang finanziell mit hohen Summen unterstützt wird. Warum also macht man das mit den geöffneten Schulen? Sind es am Ende doch die Eltern, also die Wähler, die mehrheitlich dafür stimmen. Viele Eltern sind unter 40, also weniger anfällig für einen schweren Verlauf. Das verändert natürlich auch noch mal den Blickwinkel gegenüber der Bevölkerung über 50.

      • Ich kenne die Ziele unserer Politiker, den so genannten Volksvertretern.

        Egoismus, Macht, Selbstgefälligkeit, durch falsche Versprechungen möglichst viele Stimmen zu bekommen, um damit Geld zu verdienen.
        Das ist parteiübergreifend.

        Und wenn’s dann mal in die Hose geht, entschuldigt man sich und kassiert fröhlich weiter.

        Für viele dieser Spezies ist die Pandemie die willkommene Chance sich mit abstrusen Forderungen oder Versprechungen zu profilieren. Wie viele Menschen dabei auf der Strecke bleiben, geht denen am Arsch vorbei!

        Kommen wir doch zurück zu den Ursprüngen der Demokratie in Griechenland. Wenn da einer versagt hat, wurde er ins Exil sprich in die Wüste geschickt.

        Auf den Punkt gebracht: Es wird Zeit, dass die Verantwortlichen auch zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie Mist bauen, bzw. gebaut haben.

        Im Moment wird jedenfalls nur Mist gebaut!

  16. @durchschaut….Herdenimunität war 2020 die große Hoffnung. Sie ist eine Fehleinschätzung. Je leichter der Verlauf, desto kürzer ist die eigene Imunität.Ein Großteil erkrankt nur leicht. Und kann erneut erkranken. Eine durchgeimpfte Masse wäre Herdenimunität. Aber wenn Impfungen so toll sind,wie AZ, wird’s schwierig. Zumal man nicht sicher weiß, wie lange eine gut überstandene Impfung schützt.Und das wird schwer zu erkennen sein, die Ü80 kann man dann auch in andere Kategorien packen, Gründe gibt es da genug.Jüngere sind so wenig geimpft, dass die Statistik damit nicht arbeiten kann. Und da nun ja wohl doch Kinder das Geschehen beeinflussen, nutzt die Impfung eigentlich nur der Pharmaindustrie.

  17. Dieser Inzidenzwert ist auch nichts als Schall und Rauch.
    So wirklich sagt der Wert nix aus. Inzidenz… Was ist das eigentlich?
    Mal wird getestet auf Teufel komm raus, mal nur Menschen mit Symptomen.

    Aktuell steigen die Infektionen, aber die Todeszahlen sinken.
    Man weiß doch gar nicht mehr, woran man glauben soll.

    Kinder sind plötzlich Treiber. Und die Inzidenzen bei Kindern steigen.
    Vielleicht war es aber auch schon immer so. Kinder wurden nur weniger getestet.
    Ich weiß nicht, man fühlt sich für dumm verkauft.

    • @karlaS
      Seien Sie nicht irritiert ob der sinkenden Todeszahlen: die steigen demnächst wieder. In vier Wochen haben wir wieder 800 bis 1000 am Tag. Dann nicht mehr bei ü80, sondern es geht ü50 los. Heissa, ich bin gespannt, wie man das dann runterspielen wird: waren alle vorerkrankt, ist doch besser so für das Rentensystem…

  18. Sie schreiben:
    „Aktuell steigen die Infektionen, aber die Todeszahlen sinken.
    Man weiß doch gar nicht mehr, woran man glauben soll.“

    Ich gebe zu Bedenken, dass die Einweisung ins Krankenhaus erst einige Tage bei Verschlechterung der Symptome erfolgt, und die durchschnittliche Verweilzeit auf den Intensivstation bis zum Tod 2-3 Wochen beträgt. Das kann man im COVID Steckbrief auf der Seite vom RKI nachlesen, da sind die entsprechenden Zahlen zum Verlauf der Krankheit nach zu lesen.

    Der Anstieg der Todesfälle ist also deutlich Zeitversetzt zum Anstieg der Infektionszahlen. Das war sehr auch gut zu beobachten. Der Höchststand bei Neuinfektionen 2. Welle war etwa Mitte Dezember, der traurige Höchststand bei den Todesfällen war Anfang Januar.

    Genau dass ist es, wovor die Fachleute andauernd warnen, was die Kultusminister aber nicht kapieren. Die Toten von Ostern haben sich heute infiziert!!!!!!!

  19. Wer bedenkt eigentlich die ganzen Folge-Kosten? Damit meine ich auch humane Kosten, unsere Kinder und Jugendlichen und Senioren leiden, wegsperren kann nicht die Lösung sein. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Natürlich steigen bei mehr Tests auch die Zahlen der Entdeckten an. Und was macht es den Kindern? Sie haben einen Schnupfen. Natürlich ist es ein Problem, dass sie die Viren auch übertragen, aber wer denkt eigentlich mal nach vorne?? Es wird noch einige Mutationen geben, sollen wir uns bis dahin im Keller aufhalten? Noch mehr Pleiten, Pech und Pannen? Testen, Beobachten, impfen, nicht hysterisch werden und auf wirklich informierte sachkundige Naturwissenschaftler vertrauen ist hier die Devise. Hysterie bringt gar nichts. Die Jugendlichen und Kinder treffen sich doch auch in der Freizeit, sind denn die Leute blind? Wir machen den jungen Menschen Angst, sind nicht Vorbild im resilienten Verhalten. Und wer bedenkt noch das Klima, die Krebskranken durch die Umwelt, Umweltsünden in Meckpom? Es gibt wahrscheinlich so viele Alkoholkranke, Raucherkranke, Diabeteskranke, das tötet langsam, aber an Insulin und Alk als legaler Droge verdient man ja. Bedeutet: Wir interessieren uns nur für Corona, werden zu Denunzianten, unsere ganze Aufmerksamkeit hat nur noch ein Thema. Ist das alles noch normal??? Kinder und Jugendliche gehören in die Schule! Mit Maske. Lüften und Händewaschen. und was die Lehrer betrifft: Die Kassiererinnen sind auch einem vielfachen Risiko ausgesetzt, keiner kräht nach ihnen.

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