RKI-Chef Wieler schlägt Alarm: Infektionszahlen von Kita-Kindern und Schülern steigen (seit den Kita- und Schulöffnungen) „rasant“ an

111

BERLIN. Die Inzidenzwerte in Deutschland steigen bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren seit Mitte Februar – seit den Schul- und Kitaöffnungen in vielen Bundesländern also – „sehr rasant“ an. Dies hat Prof. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, heute auf einer Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärt. Beobachtet würden wieder mehr Kita-Ausbrüche, sogar mehr als vor Weihnachten. Der VBE fordert Konsequenzen.

Das Robert-Koch-Institut ist eine Bundesbehörde: Präsident Prof. Dr. Lothar Wieler. Foto: Andrea Schnartendorff / RKI, Wikimedia Commons

Für RKI-Chef Wieler ist klar, dass sich Deutschland bereits am Beginn einer dritten Wellte befindet. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt nun mit 72,4 deutlich höher als am Vortag (69,1), wie das RKI am Freitag bekanntgab. Vor vier Wochen, am 12. Februar, hatte diese Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 62,2 gelegen. Binnen eines Tages wurden 12.834 Corona-Neuinfektionen gemeldet – 2254 mehr als vor genau einer Woche. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Entwicklung noch deutlicher.

Bei den Fünf- bis Neunjährigen verzeichnet das RKI eine Steigerung der Infektionszahlen von 33 Prozent – innerhalb von nur einer Woche

Wie der jüngste Lagebericht des RKI mit demografischen Angaben (vom 9. März) aufzeigt, sind die Inzidenzen (also Neuansteckungen binnen sieben Tagen auf 100.000 Personen) bei den 0- bis Vierjährigen innerhalb von nur einer Woche von 48 auf 60 geklettert (in absoluten Zahlen: von 1.893 auf 2.366) – was einer Steigerung von 25 Prozent entspricht –, bei den Fünf- bis Neunjährigen von 54 auf 72 (in absoluten Zahlen: von 2.008 auf 2.702) – eine Steigerung von 33 Prozent – und bei den Zehn- bis 14-Jährigen von 51 auf 62 (in absoluten Zahlen: von 1.883 auf 2.278). Zum Vergleich: Die Inzidenz für die Gesamtbevölkerung stieg in diesem Zeitraum lediglich um drei Prozent von 68 auf 70.

Wieler sprach davon, dass derzeit sogar mehr Kita-Ausbrüche beobachtet würden als vor Weihnachten – kurz vor dem Lockdown also. Es könne sein, dass die ansteckendere Variante B.1.1.7 hier eine Rolle spiele. Pro Kita-Ausbruch gebe es auch mehr Infizierte. Der Anstieg hänge nicht mit vermehrtem Testen zusammen. Aus Sicht des Infektionsschutzes sei es »ein guter Weg« Kitas und Schulen zu schließen, sagte Wieler. Man müsse aber abwägen. „Kluge, klare Konzepte“ etwa mit Tests, Masken, Hygiene und Gruppenbildung müssten in den Einrichtungen umgesetzt werden. »Es wird nicht 100 Prozent schützen«, so der RKI-Chef – aber die Infektionsverbreitung könne damit zu einem großen Teil verhindert werden.

In der zweiten Februarhälfte gab es 87 Kita-Ausbrüche pro Woche, erläuterte eine RKI-Sprecherin laut „Spiegel“. Auch Grundschulen scheinen zunehmend betroffen zu sein. Einige Beispiele aus dieser Woche, über die Medien berichtet haben:

Sachsen-Anhalt: „Rund 25 Kitas und Schulen in Halle sind aktuell von Corona-Fällen betroffen, teilweise sind dort auch die Mutationsvarianten entdeckt worden.“

  • Nordrhein-Westfalen: „Der Präsenzunterricht an Grundschulen und für Abschlussklassen läuft seit zwei Wochen – und die Infektions- und Quarantänefälle an den münsterischen Schulen häufen sich. Infektionsfälle gibt es aktuell an zehn Schulen in Münster. Zahlreiche Kinder und Jugendliche wurden in Quarantäne geschickt.“
  • Baden-Württemberg: „Ein heftiger Corona-Ausbruch macht dem Bundesland Baden-Württemberg zu schaffen. In einem Kindergarten in Geislingen haben sich bisher neun Kinder und Erzieher aus mehreren Gruppen einer Kita mit dem Coronavirus infiziert. Wie unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, wurde in mindestens zwei positiven Fällen die britische Virus-Mutation B.1.1.7 nachgewiesen.“
  • Sachsen: „Corona-Lage in Chemnitz: Höchste Inzidenz seit Wochen! Seit Beginn der Lockerungen stieg die Sieben-Tages-Inzidenz auf 80 – der höchste Wert seit Mitte Januar. Von Quarantänemaßnahmen sind aktuell acht Schulen und fünf Kitas betroffen.“

„Diese dritte Welle müssen wir gemeinsam so flach halten wie möglich“, sagte Wieler in Berlin. Es gelte zu verhindern, in eine Situation wie vor Weihnachten zu kommen, als es viele Erkrankungen, schwere Verläufe und Todesfälle sowie eine starke Belastung des Gesundheitssystems gegeben habe. Die Pandemie sei ein Marathon, so Wieler – man sei nun im letzten, besonders anstrengenden Drittel.

„Die Vermutung, dass dies mit den vor drei Wochen begonnenen Schulöffnungen in unmittelbarem Zusammenhang steht, liegt nahe“

Es werde noch dauern, bis der Großteil der Bevölkerung geimpft ist. „Bis dahin bitte ich uns alle, halten wir uns weiter an die AHA+L-Regeln“, appellierte Wieler. Die Abkürzung steht für Abstand, Hygiene, Maskentragen und Lüften. Auch Kontakte gelte es weiterhin zu reduzieren. Die Impfung sei neben „unserem verantwortungsvollen persönlichen Verhalten“ das mächtigste Werkzeug, sagte der RKI-Chef. „Der beste Schutz ist eine niedrige Inzidenz.“ Von einer Reduzierung der Kontakte kann im Kita- und Schulbereich keine Rede sein: In den meisten Bundesländern stehen an diesem Montag weitere Kita- und Schulöffnungen an.

Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des VBE, fordert Konsequenzen: „Wir haben laut RKI innerhalb von drei Wochen eine Verdoppelung der Zahlen in der Gruppe der 5- bis 9-Jährigen. Die Vermutung, dass dies mit den vor drei Wochen begonnenen Schulöffnungen in unmittelbarem Zusammenhang steht, liegt nahe. Wir warnen davor, Schulöffnungen weiter voranzutreiben, solange die Ursachen hierfür nicht eindeutig geklärt sind und der aus den drei Säulen Impfen, Testen und von Hygienekonzepten besehende Gesundheitsschutz ohne jegliche Einschränkung nicht umgesetzt werden kann.“ News4teachers / mit Material der dpa

Mit Anlauf: Wie uns die Kultusminister in die Katastrophe steuern

Anzeige


111 KOMMENTARE

  1. Leider wird niemand auf Herrn Wieler hören . Die Schulöffnungen werden weiter gehen . Ende der kommenden Woche wird die Inzidenz bei 80 liegen . Und am letzten Schultag bei über 100 . Und dann greift die Notbremse . Und offene Läden waren ein Intermezzo . Dank Eisenmann und Gebauer .

  2. Vielen Dank auch.
    Bei uns in Niedersachsen dürfen dann die letzte Woche vor den Osterferien endlich auch die Klassen 8, 9 und 12 in die Schule, jeder 2 oder 3 Tage.
    Müsste reichen.
    Da ja im privaten Bereich die Chance auf eine Infektionen relativ gering ist im Moment, bin ich erleichtert, dass nun wirklich jeder noch vor Ostern die Möglichkeit erhält, seiner Familie ein schönes Geschenk zu machen. IRONIE OFF.
    Aber alle Schüler duften dann noch im März ihre geliebte Schule wiedersehen.

    • Echt, in vielen Artikeln wird „das Wiedersehen mit der Schule“ ja geradezu romantisiert…
      „Selten haben Kinderaugen so gefunkelt, als sie erfuhren, dass es am Montag wieder in die Schule geht“ oh Mann, ey… ;D

      Gut, dass die Pandemie ja jetzt vorbei ist, sonst könnte der Schuss womöglich noch nach hinten los gehen 😀 (Galgenhumor aus).

      • Tatsächlich freuen meine drei Kinder sich total auf die Schule, sind sogar ein bisschen aufgeregt – ich aber auch, und das nicht vor Freude! Ich und mein Mann sind jetzt als Erzieher/in tatsächluch geimpft, also weniger Angst vor Infektion. Aber meine Kinder? Und die anderen Eltern? Es reicht nicht nur Erzieher und Grundschullehrer zu impfen, da müssten schon mehr die Mögluchkeit dazu bekommen, dass man sich halbwegs sicher fühlen kann. Und für die Kindersicherheit muss auch noch einiges passieren…

  3. „Wieler sprach davon, dass derzeit sogar mehr Kita-Ausbrüche beobachtet würden als vor Weihnachten – kurz vor dem Lockdown also.“

    MENSCH TUT ENDLICH WAS – und IMPFT WAS DAS ZEUG HÄLT – Lehrer/Erzieher, alles was geht!

    Mal zur Ehrenrettung eines Kinderpsychiaters (= Kinderarzt), der vergebens versucht in der Region Hannover als Impfarzt im Impfzentrum angenommen zu werden – mit Bereitschaft an Wochenenden und nachts zu impfen!
    –> Von der Bürokratie ABGELEHNT!
    https://twitter.com/KJPGehrden/status/1369737755639615490?s=20

    Da man den ganzen Sch… nicht mehr erträgt, etwas zur Erheiterung!
    … noch ein IMPERATIV zum Dreamteam aus NRW.
    https://twitter.com/arno_dr/status/1369668442257846272?s=20

    • @Wunder SAM

      Der letzte Link ist eindeutig lustiger, ja.
      Unter dem ersten Link sind auch die Kommentare dazu lesenswert. (Man beachte auch das Kurzvideo zum Rettungswagenfahrer.)

  4. Ich verstehe es langsam auch nicht mehr. Mein Kind ist Förderschüler mit Pflegegrad 4 und MUSS ab Montag wieder in die Schule. Dieses „Gezwungen-werden“ geht mir sowas von gegen den Strich!! Ich habe unseren Sohn seit fast einem Jahr daheim. Ich habe extra meinen Job aufgegeben, um für ihn gut sorgen zu können. Obwohl ich nicht reich bin: so bin ich dennoch (fast) finanziell frei und in einem gewissen Wohlstand befindlich, da ich seitdem ich 20 bin, regelmäßig Aktien erwarb und mein Haus ist auch bezahlt. Also WARUM muss man Leute wie uns mit diesem BILDUNGSZWANG belästigen?! Es ist anstrengend für alle, ein Jahr lang einen Behinderten rund um die Uhr zu pflegen, aber wenigstens musste man nicht täglich Angst haben, dass er das Virus mit heimbringt…und wir haben täglich unseren Plan mit spielen, kochen, essen – W A R U M zwingt man Familienangehörige in die Präsenz, Leute wie wir, die ihre Kinder gar nicht betreut haben MÖCHTEN? Warum setzt man diese besch…. Präsenzpflicht nicht aus, solange Schulen nicht mit Virusfiltern/Plexiglas/Schulbussen etc pp zu sicheren Orten geworden sind, wenn man schon unbedingt in einer PANDEMIE die Kinder in die Schulen zwingen will? Sind wir hier in der DDR?!! Ich bin langsam persona non grata an der Schule unseres Jungen, da wir die einzigen Eltern sind, die die Notbetreuung dankend ablehnten, trotzdem hätte ich gern gehabt, dass die Präsenz jetzt nicht kurz vor Ostern wieder zur Pflicht wird!! Gleiches Recht in allen deutschen Bundesländern!!!

    • Haben Sie versucht, Ihren Sohn von der Präsenzpflicht freistellen zu lassen? Unser Sohn hätte am 22.02. wieder in die Schule gemusst (RLP), aufgrund seiner Grunderkrankung konnte die Schulleitung ihn von der Präsenzpflicht befreien – da die Infektionszahlen in unserem Landkreis stark am steigen waren, fiel am 29.02. die Entscheidung, alle Schulen wieder zu schließen… Ich bin froh, dass er erst gar nicht gehen musste.

      • In letzter Konsequenz hohe Geldstrafe oder Freiheitsentzug…es besteht Schulpflicht in Deutschland ( leider) und die Eltern tragen die Verantwortung und Konsequenzen

        • Hohe Geldstrafe? Gibts, aber „hoch“ ist Unsinn und passiert i.d.R. nur in Extremfällen von Schulschwänzen!
          Freiheitsentzug? Quatsch!
          Dann müssten schon viele Eltern ihre Familie vom Knast aus versorgen.
          Also bitte, Carsten, hören Sie auf, den Leuten Angst zu machen!
          Ist ja leider nicht das erste Mal, das ich solche Zeilen hier lesen muss.
          Außerdem gibt es, sagen wir „elegantere“ Wege, die Kinder aus eigener Verantwortung zu Hause zu lassen.
          Zum Beispiel auch begründet mit der Schutzverpflichtung der Eltern ihrem Kind gegenüber, das in der Schule nicht ausreichend geschützt werden kann.
          Also: Schluss mit dem Angst-Machen, Okay?

  5. Wie ich schon in einem anderen Kommentar sagte, geht Wieler aber – so zumindest seine offizielle Verlautbarung – davon aus, dass die KuMis ihre Hausaufgaben gemacht haben. Dass er keine Kritik an den Landesregierungen und den KuMis üben möchte, um nicht angreifbar zu sein, ist aus meiner Sicht ein großer Fehler. Der gute Mann müsste mal Farbe bekennen und sagen, was alles schief läuft. Mit seiner vornehmen Zurückhaltung lässt er alle an Schule Betieligten ins offenen Messer laufen. Und Spahn scheint sich schlicht nicht dafür zu interessieren – ein zu „schwieriges“ Problem (ist ja auch nicht selbst davon betroffen):

    „Ein Anstieg in Kitas und Schulen. Ist es Zeit, sie wieder zu schließen oder sind die Kinder und ihre Familien der Kollateralschäden ausgesetzt?“ Wieler: „Aus infektionsmedizinischer Sicht wäre natürlich eine Schließung ein guter Weg. Aber diese Abwägung, die getroffen wird, ist nachvollziehbar und gut begründet. Was wir konkret immer gesagt haben: Wir müssen kluge Konzepte umsetzen.“ Man solle Schulen immer öffnen, aber mit „klugen, klaren Konzepten“. Wieler geht davon aus, dass diese Konzepte in den letzten Monaten erarbeitet wurden. Spahn betont, dass Infektionsschutz sehr wichtig ist, aber nicht absolut. Kitas und Schulen seien ein „schwieriger Fall“, da Eltern nicht immer einen adäquaten Ersatz für Kitas und Schulen seien.“
    Quelle: https://www.fr.de/politik/live-ticker-corona-coronavirus-jens-spahn-lothar-wieler-pressekonfererenz-dritte-welle-berlin-news-zr-90238800.html

    • @S.

      „da Eltern nicht immer einen adäquaten Ersatz für Kitas und Schulen seien.““
      Ist das noch von Spahn?
      Eigentlich auch egal, denn es zeigt, dass Leute Interviews geben über Dinge, von denen sie absolut NULL Ahnung haben – aus welchen Gründen auch immer. (Er wird ja wohl kaum eine seriöse Blitzumfrage unter Eltern von Kita- und Schulkindern vorweisen können?)
      Aber als „Gesundheits???onkel“ ist das ja nun wirklich nicht seine Baustelle. Nur sollte er dann halt auch die Klappe halten zu diesem Thema und die Zeit und Energie sinnvoller verwenden, denn seine originäre Baustelle bietet da tatsächlich genug Möglichkeiten …

      Dummheit und Geltungssucht – mehr braucht es nicht, um andere Leute mitten in die Sch…. zu reiten.
      Entsetzlich!

      • Ad „Pit 2020“: „da Eltern nicht immer einen adäquaten Ersatz für Kitas und Schulen seien“ ist indirekte Rede von Spahn. Ja, dass Elternschaft als „Ersatz für Kitas und Schulen“ gesehen wird, halte ich schon für ziemlich absurd. Wenn das Herr Spahns Weltbild ist, ist das durchaus interessant – dann ziehen wir demnächst Kinder in Kita- und Schullagern groß? Wahrscheinlich ist er so von FidK und deren Nachfolgeorganisation zugetextet worden, dass er meint, es ginge nicht anders: Kinder müssen jetzt auf Deubel komm raus in Kitas und Schulen gehen. Die durch dieses Procedere entstehenden Covid-19-Infektionen lassen sich dann einfach nicht vermeiden. Pech halt für alle, die es böse erwischt. Seine Politik und die der MPs war ja bislang, solange zu warten, bis die Intensivstationen am Limit sind. Das wird, wie oben von amalie schon dargelegt, jetzt leider länger dauern – viele Tausend Menschen werden in Mitleidenschaft gezogen werden. Und all dies, weil angeblich die Mehrheit der Deutschen keine strengen Präventionsmaßnahmen mehr will oder nicht anders kann. Es ist zum K…tzen!

  6. Mein Name ist Rio. Rio Reiser. Ich habe meinen Song für Euch umgeschrieben.
    Als erstes würd‘ ich mal die Lehrer fragen,
    Denn denen geht es schließlich an den Kragen,
    Ob sie nicht unterrichten würden ohne Pause,
    Was sollen die denn schließlich auch zu Hause?
    Die Schulen würde ich zu Internaten machen
    Dann haben auch die Kinder nichts mehr zu lachen,
    So würden auch die Eltern endlich freier sein
    Und Corona schicken wir nach China heim,
    Das alles und noch viel mehr,
    Würd‘ ich machen, wenn ich König von Deutschland wär.

  7. In Berlin:

    „Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen steigt auch in Berlin
    Während die Inzidenz der Corona-Infektionen bei den über 70-Jährigen in Berlin in den vergangenen Wochen deutlich zurückgeht, also mutmaßlich erste Impfeffekte zu erkennen sind, ist sie bei den Kindern zuletzt stark gestiegen. Bei den unter Vierjährigen hat sie sich in den vergangenen 14 Tagen mehr als verdoppelt und lag im Wochenschnitt der Vorwoche bei 65.
    Bei den Fünf- bis Neunjährigen stieg sie im gleichen Zeitraum von 41 auf 77 und in der Altersgruppe der Zehn- bis 14-Jährigen gar von 32 auf 75. Damit setzt sich in Berlin fort, was auch im Bundestrend abzulesen ist.
    Nahe liegt, dass die Lockerungen in Kitas und Schulen die Entwicklung beeinflussen. Seit dem 22. Februar bieten Berlins Grundschulen Wechselunterricht für die Klassen eins bis drei an. Gleichzeitig haben die Kitas der Stadt den Betrieb zu diesem Zeitpunkt wieder aufgestockt und sind nun seit Anfang dieser Woche in einen Regelbetrieb übergegangen. Auch dürfen Kinder aus den Klassen vier bis sechs seit dem 9. März wieder in die Schule kommen.
    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) beobachtet die steigenden Zahlen mit Sorge. Er finde die Entscheidung, demnächst auch die Siebt- bis Neuntklässer zurück an die Schulen zu holen, sehr beunruhigend, sagte der Berliner GEW-Vorsitzende Tom Erdmann der Deutschen Presse-Agentur. „Die Inzidenz unter Jugendlichen steigt und die Pädagog:innen sind wenig geschützt.“ Die Impfungen für Lehrer:innen und Erzieher:innen haben gerade erst begonnen.
    Berlins Amtsärzte hingegen kritisieren generell die Inzidenz als Indikator für Öffnungen und Schließungen. Es sei ein gewaltiger Unterschied, ob eine Sieben-Tages-Inzidenz von 50 herrsche, alle Infizierten symptomfreie Kinder seien und die über 80-Jährigen schon durchgeimpft wären oder ob bei einer Inzidenz von 50 vor allem Risikogruppen betroffen seien. Demnach müsste man auch die politischen Maßnahmen entsprechend justieren.“

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/coronavirus-in-berlin-inzidenz-bei-kindern-und-jugendlichen-steigt-stark/25655678.html

    Und was ist bei Inzidenzen über 200? In Thüringen wurde gerade beschlossen, dass da nicht mehr automatisch die Schulen geschlossen werden (die Abschlussklassen sind sowieso unabhängig von jeder Inzidenz da), sondern die Landkreise und kreisfreien Städte kleinteiliger entscheiden können.

    • Wenn viele symptomfreie Kinder infiziert sind, ist das ok? Wie werden die denn überhaupt gefunden, wenn sie gar nicht getestet werden? Und was ist mit LuL und Eltern /Großeltern, die eben nicht durchgeimpft, aber zwischen 40 und 70 sind und vielleicht noch Vorerkrankungen haben??? Und es sind zunehmend Jüngere auf den ITS.:
      „Zahl der jüngeren Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt
      Zu Beginn der Corona-Pandemie mussten vor allem Covid-19-Patienten mit hohem Alter auf Intensivstationen behandelt werden. Inzwischen kümmert sich das Krankenhauspersonal in Thüringen immer häufiger um jüngere Menschen.“

      https://www.mdr.de/thueringen/corona-news-covid-ladenoeffung-weimar-schulen-oeffnen-100.html

    • Positiv formuliert hört sich das dann auf der Seite vom Kultus so an:

      „Landesregierung stärkt Gestaltungsspielraum bei Kindergärten und Schulen für Kreise mit hoher Inzidenz“

      „Das müssen wir gemeinsam weiter intensiv beobachten und dabei gleichzeitig ausloten, unter welchen Bedingungen jeweils noch das beste Maß an Präsenzunterricht und Betreuung ermöglicht werden kann. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als hier differenziert in den Kreisen vorzugehen, um der Schülerinnen und Schüler, der Kindergartenkinder wie auch der Familien willen.“

      „Stärken“ und „Gestaltungsspielraum“ klingt doch super bei Inzidenzen in Richtung 300. Und „beobachtet“ wird schon lange genug, nur getan wird nichts für sicheren Schulbetrieb.

      https://bildung.thueringen.de/aktuell/landesregierung-staerkt-gestaltungsspielraum-bei-kindergaerten-und-schulen-fuer-kreise-mit-hoher-inzidenz

  8. Merkt es euch endlich:

    Schulen tragen „Null“ zum Infektionsgeschehen bei. Punkt.

    (Ironie aus).

    Das war eine Aussage eines Politikers.

  9. Wie ich hier an anderer Stelle schon schrieb:

    Einfach mal rechnen:
    Ca 84 Mio Einwohner in D
    Ca 11 Mio SuS
    Ca 3 Mio Kinder in KiTas
    Ca 1 Mio Erzieher und Lehrer
    =
    Ca 12% Menschen laufen also herum und haben täglich ohne Bus- und Bahnfahrt um die 2O bis 30 Kontakte in engen geschlossenen Räumen (mit Maske und alle 20 Min. 5 Min. Lüftung oder auch ohne Maske in KiTas, LuL berufsbedingt bis um die 100 Kontakte am Tag)

    Auch wenn alles andere im Lockdown versumpft, wird wert darauf gelegt, dass 12% viele behördlich verordnete Kontakte auf engstem Raum haben.

    Wie soll das rechnerisch klappen, dass ein Virus so eingedämmt wird?

    12 % haben weiterhin Kontakt zu Ehemann, Ehefrau, Mami, Papi, Schwester/ Tochter (auch am Tag 20 bis 30 Kontakte) und Bruder/ Sohn (auch am Tage 20 bis 30 Kontakte, vielleicht sogar im Kindergarten ohne Maske in geschlossenen Räumen). Dann gibt es relativ viele Lehrerehepaare = zusammen ca. 200 Kontakte.

    Könnte man alles wunderbar statistisch aufbereiten, wie hoch die behördlich verordneten Kontaktanzahl rund um Schulen und KiTas sind. Ich war mit Absicht in den statistischen Zahlen sehr zurückhaltend und habe immer abgerundet.

    Und dann guckt man sich das Infektionsgeschehen an und wundert sich über die Zahlen, wo doch mind 12% der deutschen Bevölkerung täglich „Party“ an Schulen feiern.

    • „Sie vergessen aber zu erwähnen, dass die Kinder sich niemals nicht in den Schulen angesteckt haben sondern auf Spielplatz oder Babyparties. Denn in den Schulen hat man Hygienekonzepte die sicher sind. Die Schulen sind sicher und das Virus wurde wenn in die Schule hineingetragen. Kinder sind kaum betroffen geschweige denn Infektiös.“ (Ihr/e Kultusminister/inn Ihrer Wahl)

    • Wichtiger Zusatzaspekt …

      Von den ca. 12 % direkt an KiTa uns Schule beteiligten, werden 14 Mio. noch auf lange Zeit nicht geimpft werden können. Denn für sie wird es noch Monate dauern, bis überhaupt ein Impfstoff für sie zugelassen wird.

    • Ich stimme Ihnen zu.
      Es macht aber keinen Sinn, wenn jeder seine eigene Petition macht. Dann haben wir 50.000 Petitionen mit je 1 Stimme.

    • @Veronika Müller-Held

      Doch, Sie haben eine Chance, Ihr Kind zu retten: Magenschmerzen und Krankmeldung, Bauchweh und Krankmeldung, Halsweh und Krankmeldung….

      Sie brauchen nicht einmal eine Erkrankung zu nennen – Krankmeldung, Entschuldigung von Ihrer Seite genügt.

      Attest vom Arzt kann angefordert werden, dauert aber in der Regel recht lange.

      Leider ist hier auch die Frage für Sie zu klären, ob Sie noch genügend Kinderkrankentage haben oder ob Ihr Kind alleine bleiben kann.

      Jetzt wird es böse und realistisch: Bis zum nächsten LD ist es nicht mehr lange hin.

      Und wenn unsere KuMis und MiPräs sich erneut weigern, ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen, ……, liebe Leute – wir können uns alle krankschreiben lassen.

      Mit Halsweh nicht in die Schule gehen, mit Schnibbeln nicht in die Schule gehen, …

      Das ist keine Arbeitsverweigerung oder Faulheit, das ist Fürsorge, verdammt noch eins!

      Ich habe vor Jahren in SH eine Erklärung unterschrieben, dass ich mit ansteckenden Erkrankungen nicht in die Schule gehe.

      Mich interessieren meine Aussagen von gestern und davor noch und ich bin nicht bereit, mir von meiner KuMi Verantwortungslosigkeit, Pflichtverletzung oder gar Körperverletzung vorwerfen zu lassen.

      Stellt euch vor, alle Schulen und KiTas sind offen und alle bleiben mit dem Po zu Hause…..

      • Riesenzwerg- ich frage mich auch immer wieder, warum wir Alle da noch mitmachen. Nun ja, ich auch- gestern noch nach dem Unterricht- Abschlussprüfungen- natürlich Aufsicht in 2 Gruppen- gewartet, um um 15h bis 18h ohne Unterbrechung mit FFP2 in einer Dienstbesprechung zu sitzen. Und wieder waren Alle da. Ich auch. Der tolle Hygieneplan kam noch zur Sprache… Auf was wir so zu achten haben, wenn den Alle SuS ab dem 22.03.zurück sind…..Und Nu? Muss ich wieder mal entscheiden, ob ich als Einzigste Halsschmerzen u.a. bis zu den Osterferien habe???? Es ist zum Verzweifeln. Noch den Osterferien ist volle Präsenz laut Stufenplan angesagt…

      • Richtig, Riesenzwerg. Und VOR ALLEM: schaut mal nach Brasilien! Was passiert, wenn so viele Haushalte aufeinandertreffen? Es bilden sich Mutationen noch und nöcher: der Erfolg der Impfungen könnte schlimmstenfalls gefährdet werden! Das gefährdet wiederum den weltweiten Sieg über die Pandemie. Warum nicht unbürokratisch jeden impfen, der will, wie in Ungarn – und so lange die Präsenzpflicht AUSSETZEN. Dann können die Lehrer, die schon geimpft sind/keine Angst haben, weiter unterrichten, und die anderen schützen sich. Ebenso können die Familien mit ihren Kindern verfahren.

        • Für die Dummheit dieser Politiker gibt es kein ausreichendes Superlativ. Sehenden Auges schaffen sie neue Risiken. Zerstören das bisher geschaffte. Möchte nur noch flüchten. Nur mit ganz viel Glück, können wir noch einer Katastrophe entkommen. Innerlich bin raus aus diesem Staat. Auf mehr als Beten, kann man nicht mehr vertrauen.

  10. Die Grundschulen und Kitas (ebenso Schulen) waren und sind die Knotenpunkte der Pandemie, die im Stillen das Virus verbreiten. Das ist schon von Anfang an klar gewesen. Man wird jedoch behaupten dass das erst seit B.1.1.7 so ist, damit es keine Konsequenzen für die Entscheider geben wird. Die Beweislage ist inzwischen schon erdrückend. Möglich, dass man es vor B.1.1.7 nicht so drastisch bemerkt hat, weil da die Kinder noch Symptomlos waren oder eben noch nicht getested wurden.

  11. Wichtiger Einflussfaktor fehlt: wurden Kinder in den letzten Wochen häufiger getestet? Auch Kontext ist wichtig, bevor überhaupt Maßnahmen gedacht werden können: wie hoch ist der Anteil von Kindern, die von Erziehern (und anders rum) oder von anderen Kindern der Einrichtung infiziert wurden? Die Corona-Inzidenz bei Kindern ist ja immer noch unter der Inzidenz der Erwachsenen; um Öffnungen zu diskutieren, müssten doch erst Fragen geklärt werden wie: Wie hoch und wie stark ist die Inzidenz gestiegen in Gebieten mit Kita/Grundschulöffnungen? [Abspann: alles echte Fragen und nicht als Provokation gemeint].

    • Das Problem ist, dass die Kultusminister nicht an den Antworten auf Ihre – berechtigten – Fragen interessiert sind. Sonst würden die Schulöffnungen von Reihentests, zumindest stichprobenartig, begleitet. Werden sie aber nicht.

      Um mit Ex-Innenminister de Maizière zu sprechen: „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern“

    • Sehr geehrte/r Haemmeling,

      ein – wichtiger – Punkt in Ihrem Kommentar ist falsch. „Die Corona-Inzidenz bei Kindern ist ja immer noch unter der Inzidenz der Erwachsenen“ – das stimmt so nicht mehr: Bei den
      Fünf- bis Neunjährigen lag die Inzidenz am Dienstag bei 72, in der Gesamtbevölkerung bei 70.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

    • Das Problem ist, dass die Zusammenhänge nicht richtig hergestellt werden, weil es eine Zeitverzögerung gibt. Bis ein Erwachsener mit Sympotmen identifiziert wird, der über z.B. eine Kita infiziert wurde. Also (Erwachsener A mit Corona) – (Kind) – (Kind) – (Erwachsener B) – (Erwachsener C mit Sympotmen oder Testwillig) Bis dahin ist der Zusammenhang mit der Kita schon längst nicht mehr Nachweisbar oder die Nachweiskette wird umgekehrt, wenn (Erwachsener B) sich testen lässt und nur noch sein Kind Infekiös ist. Dann wird behauptet B hat er es in die Kita eingeschleppt. Es wurde bisher zu wenig getestet. Jetzt testet man mehr und nun fällt der Zusammenhang auf.

      • Es kam im Verlauf der Pandemie in Kitas und Schulen bisher zu keinen Massenausbrüchen mit 50 und mehr infizierten Personen.
        In Pflegeheimen, Massenunterkünften und Krankenhäusern traten sehr wohl derartige Ausbrüche auf. Und bei diesen Ausbrüchen wurden keine systematischen und regelhaften Schnelltstungen durchgeführt, weil nicht genügend Schnelltests zur Verfügung standen.
        Die derzeititigen Öffnungen von Schulen und Kitas werden aber von regelmäßigen Antigen-Schnelltests begleitet.

        • @ AvL: Es ist schon etwas kleinkariert und zeigt, dass es für Sie problematisch ist, über den eigenen Suppentellerrand hinauszublicken. Was spielt es für eine Rolle, welche Werte aktuell in Deutschland berichtet werden, wenn die dramatischen Verläufe, die uns wohl noch bevorstehen (R1.1.7 wächst exponentiell und hat den „alten“ Virus bei uns in Deutschland bereits überholt-übrigens auch vom RKI dokumentiert…), aus Großbritannien absolut belegt sind. Aber das zeugt von typisch deutschem Verhalten: Aussitzen, Abwarten, So tun als sei Nichts!
          Nicht gerade eine Empfehlung für Sie, wie Sie hier versuchen, andere für dumm zu verkaufen!

      • Aber in Ihrem Beispiel ist doch der Erwachsene A der erste Virusträger, oder? Nun gut ….. ich rege mich sowieso schon viel zu sehr auf!

        @Redaktion: wenigstens ein paar Kommentare, die vielleicht das Ganze einfach nur hinterfragen, würde glaubwürdiger rüberkommen.

        • Ok, Romy. Ich schreib Ihnen ein paar. Brauchen Sie evtl. eine wissenschaftliche Studie mit persönlicher Widmung oder Geburtstagskarten?

  12. Unsere KuMis waren mit ihrem Mantra „Die Schulen sind keine Treiber der Pandemie“ schon soooo nah dran an einer wahren Aussage, die da lauten muss:

    „Die SchulÖFFNUNGEN sind die Treiber der Pandemie“.

    • Haha, der ist gut. Am Ende war es nur ein Tippfehler oder ein Verbindungsaussetzer in der Videokonferenz mit den Experten. Ups. Tschuldigung. Kann keiner was für.

        • Deshalb, jihaaaaa, mein Stichwort!!! DöpDöpDöp…und jetzt alle…
          Euch allen – trotz dieser unsäglichen Schei…e – ein schönes Wochenende….nutzt die unterrichtsfreien Tage, denn – wie schon die Bremer Stadtmusikanten sagten:“Was Besseres als den Tod finden wir überall!!!“

  13. Weitere Schulöffnung auch im Kreis Düren
    Aktualisiert am 12.03.2021, 16:10 Uhr
    Düren (dpa/lnw) – Das NRW-Schulministerium hat nach Angaben des Kreises Düren einen Antrag auf Aussetzen der weiteren Schulöffnungen bis zu den Osterferien abgelehnt.
    Btw. Der Landrat hatte diesen Antrag gestellt, um bei einer Inzidenzzahl von über 138 die 14 Tage bis zu den Osterferien und die dann folgenden zwei Wochen ohne Massenveranstaltung Schule incl des damit verbundenen ÖPNV die Chance zur Absenkung der Infektionszahlen hinzubekommen.
    Die ReNo-Gehilfin in ihrer unvergleichlichen Art hat den Durchhaltebefehl (ohne Rücksicht auf zu erwartende Opferzahlen) erteilt und man muss davon ausgehen, dass der Landrat dieser Weisung folgen wird. Dabei wäre das doch eine spannende Stelle, an der man es auf eine Machtprobe ankommen lassen könnte…der Ladrat im Kreis Gütersloh hat es im Tönnies-Fall beeindruckend vorgemacht und seine Exekutivmacht eingesetzt, um Schaden von den Menschen in seinem Zuständigkeitsbereich abzuwehren. Ich würde die ZickZackTusse auflaufen lassen und eine Weisung zur weiteren Schließung jeder einzelnen Schule erteilen.
    Unsere HusarenSchnepfe hat eine ordentliche Tracht verdient….diesmal eine, die man sich nicht morgens mal eben so überwirft, sondern eine, die länger nachwirkt.

  14. Ist es nicht ein Widerspruch in sich, wenn jemand sagt Infektionszahlen von Kita-Kindern und Schülern stiegen (seit den Kita- und Schulöffnungen) „rasant“ an und im nächsten Atemzug behauptet, dass die Hygienemaßnahmen quasi grandios seien und wirkten?

    Wenn die Maßnahmen so toll wären, gäbe es doch viel weniger infizierte Kinder und eher einen Rückgang der Infektionszahlen.

    Bei uns achtet keiner mehr auf Abstände. Es gibt genau zwei Kolleg*innen (inkl. mir), die den ganzen Tag mit ordentlicher Maske herumlaufen. Die meisten tragen die Maske unterm Kinn. Im Lehrerzimmer trägt keiner Maske. Es wird gegessen, getrunken lauthals gelacht…
    Und ja, bei den Kinder achtet auch fast keiner mehr darauf, dass sie die Abstände einhalten.

    Dann muss es eben so sein. Wir haben „kein“ verlorenes Schuljahr. Eltern bekommen ihr Recht auf Bildung und die Gesellschaft eine Long-COVID Generation. Wenn das die bessere Alternative ist, soll es so sein. Mal sehen, wann die Mehrheit der Eltern schreit, dass das Kind wegen der KMs den Rest des Lebens chronisch Krank ist. Das sind dann sicher auch die, welche zur Zeit lauthals nach Schulöffnungen schreien.

  15. Andre, dieses Husarenkostüm- wie kamst du nur darauf? Ich muss mich jedes Mal wegschmeißen, wenn Du das schreibst.

    Aber merkt man denn nicht, dass man augenscheinlich durchseuchen will? Ergibt irgendetwas anderes denn einen Sinn?
    Ich meine, man spart so viel an Impfdosen. Ist doch lukrativ, wenn ein Großteil, auch noch symptomlos, quasi nebenbei infiziert wird.

    Noch was anderes: Als ob sich alle Jugendlichen zur Zeit umbringen wollen?! Wegen geschlossener Schulen. Da muss ich mich auch jedes Mal wegschmeißen.

    Was machen eigentlich die Kinder in dritte Welt Ländern? Wenn sie mit 3 Jahren arbeiten gehen müssen, um ihre Familien zu unterstützen? – stürzen die sich alle in den indischen Ozean?
    In Deutschland wird grad so getan, als ob die größte Kindesmisshandlung aller Zeiten stattfindet.

    Ganz ehrlich gemeinte Frage! Soll nicht zynisch sein- Ich kann es nicht nachvollziehen. Für mich sind es eher die Sorgen und Ängste der Eltern, welche auf das Kind projiziert werden.
    In meiner unmittelbaren Umgebung ist ein riesiger Kinderspielplatz. Ich sehe nur glückliche Kinder. Nicht ein einziges wirkt auf mich depressiv. Auch in der Schule nicht.

    Ich würde das wirklich gerne verstehen können.

    • Ich frag mich die ganze Zeit, was die Motivation der BLÖD- Zeitung ist über leidende und suizidgefährdete Schüler zu schreiben. Redakteur*innen, denen die Blagen daheim auf den Geist gehen? Ein ❤ für Kinder ist es bestimmt nicht.

    • @Defence

      Vielleicht ist es auch so, dass Frau Husar „Argumente“ für die Öffnungen sucht. Und eine falsche und an den Haaren herbeigezogene Begründung ist genauso gut wie eine ausgedachte. Depressive Schüler „machen“ sich neben suizidgefährdeten SuS besonders gut. Sind alle weggeschmissen, kann keiner kontrollieren.

      Und nein, ich leugne bestimmt nicht, dass SuS während der Pandemie diese Symptome entwickeln.
      Aber ich habe auch nie geleugnet, dass es diese Symptome vorher bereits gab.

      Suizide – haben vor der Pandemie keinen KuMi interessiert.
      Depression – hat vor der Pandemie keinen KuMi interessiert.
      Mobbingopfer – auch egal.

      Hilfsangebote – nicht oder gar nicht vorhanden, da bei Weitem nicht ausreichend.

      Mir fallen in jeder Klasse mindestens fünf (meist viel mehr) SuS ein, deren Probleme wir kennen. Stundenlange, seitenlange Schreiben, Treffen mit zig Institutionen und keine Hilfe.

      Und auch bei uns – zum Glück auf dem Land – Eltern, die mit ihren Kids spazieren gehen, Schlitten und Fahrrad fahren, mit Kreide sie Straßen und Wege anhüpfschen, gemeinsames Joggen, ….. Man sieht deutlich, diese Familien können etwas miteinander anfangen.

    • @Defence

      Aber merkt man denn nicht, dass man augenscheinlich durchseuchen will? Ergibt irgendetwas anderes denn einen Sinn?

      eine augenscheinliche Durchseuchung von Kindern ist in diesem Modell, das seit gut einem Jahr zur Vorlage politischen Handelns dient, jedoch erst im Februar 2021 veröffentlicht, eindeutig beantwortet. Es geht tatsächlich um die gezielte Durchseuchung von Kindern! Wer aufmerksam diese Modell liest, hört und liest diese Modellvorgaben zwischen den Zeilen und den Worten, der Politik, den Virologen, Epidemiologen und KuMis etc, und versteht auch warum Sportunterricht ohne Masken durchgeführt werden soll, versteht auch das Prinzip Lockdown-Anwendung, sowie den ganzen Schmonsens dem man seit einem Jahr ausgesetzt ist. Ein perfides Handeln und für uns normal-Bürger moralisch nicht nachvollziehbar wird hier wissenschaftlich als Gedankenspiel referiert und politisch skrupellos umgesetzt, ohne der Zustimmung von Familien und Bürgern wird eine Durchseuchung voran getrieben, man nimmt Infektionen bei Kindern in Kauf:

      „The transition from epidemic to endemic dynamics is associated with a shift in the age distribution of primary infections to lower age groups (Fig. 2A). This transition may take anywhere from a few years to a few decades, depending on how quickly the pathogen spreads. The rate of spread, measured by R0, is determined by a combination of viral properties and the frequency of social contacts and may therefore be reduced by social distancing.“

      „Should the vaccine cause a major reduction in transmission, it might be important to consider strategies that target delivery to older individuals for whom infection can cause higher morbidity and mortality, while allowing natural immunity and transmission to be maintained in younger individuals. During the transition to endemicity, primary SARS-CoV-2 infections will frequently occur in older individuals, and we need to determine whether immunity induced by infection or vaccination in adulthood is similar to that produced by natural infections in childhood.“

      „However, once the demographics of infection reaches a steady state, our model predicts that primary cases occur almost entirely in babies and young children, who, in the case of COVID-19, experience a low CFR and a concomitantly low IFR. Reinfections in older individuals are predicted to be common during the endemic phase and to contribute to transmission, but in this steady-state population, older individuals, who would be at risk for severe disease from a primary infection, have acquired disease-reducing immunity after infection during childhood.“

      https://science.sciencemag.org/content/371/6530/741

      eine Kreuzimmunität wie in dem Modell noch angenommen wurde widerlegt

      https://www.cell.com/immunity/pdf/S1074-7613(20)30503-3.pdf?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS1074761320305033%3Fshowall%3Dtrue&fbclid=IwAR2BYO1S30aNeq01enyjuz4J_2HmO7I_oQOPfj0vPD9dbHEksfN4KvSd6BI

      Herdenimmunität durch Durchseuchung an hand dem Beispiel UK ad absurdum geführt:

      https://www.pnas.org/content/117/41/25897

      Reinfektionen auf der Spur:
      Is increased mortality by multiple exposures to COVID-19 an overseen factor when aiming for herd immunity?
      https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.10.22.20217638v1

      das internationale Experiment und Beispiel Manaus lässt vermuten, dass es keine Herdenimmunität gibt, sondern sich eine Durchseuchung gegenteilig auswirkt= P.1

      https://science.sciencemag.org/content/371/6526/288

  16. Das RKI hat nun seine Reisewarnung für Mallorca als Reisegebiet ab Sonntag aufgehoben!
    Zum gleichen Zeitpunkt werden vom RKI die Schul- und Kitaöffnungen für den Wiederanstieg der Covid-19 Infektionszahlen gemacht.
    Es ist in Deutschland im Moment aber die neue B.1.1.7 , die durch ihre höhere Kontgiosität auf die Stagnation der Infektionszahlen und den Wiederanstieg ihren Einfluss ausübt. Inzwischen sind 50 % der Neuinfektionen auf diese Variante zurückzuführen. Die Inkektionen breiten sich laut RKI diffus aus, sie sind also nicht nachzuverfolgen.
    Da wird es Zeit, dass die Impfquote bei vorhandenem Impfstoffen drastisch gesteigert wird.
    Unter einem massiven Ausbruch verstehe ich Infektionszahlen von mindestens 50 Infizierten in einem Betrieb oder einer Einrichtung.
    Derartige Infektionsausbrüche gab es in deutschen Krankenhäusern im Dezember 2020 mit zum Teil noch höheren Zahlen als diese 50 infizierten Personen.
    Zum Teil mussten nicht nur einzelne Stationen geschlossen werden, sondern es wurden zum Teil ganze Krankenhäuser für die Aufnahme von Patienten geschlossen.
    Das Personal war dabei zum Teil schwer bis sehr schwer erkrankt und dieses hat weiter an den Folgen der Infektion zu tragen.
    Es bedeutet schon eine erhebliche Belastung sich nach 3 Monaten wieder dem Risiko der Infektion als Erwachsener im oberen Risikobereich auszusetzen.
    Wann erfolgen endlich die Nachimpfungen für dieses Personal ?
    Es werden und wurden noch nicht einmal Titerbestimmungen der Serumantikörper gegen SARS-Covid-19 durch die zugeordneten Arbeitsmediziner durchgeführt.

  17. Jetzt rollt der Tsunami der Waghalsigkeit über uns her …

    Palmer will Tübingen ab Montag öffnen
    Tübingen will mit einer massiven Ausweitung von verpflichtenden Schnelltests ab der kommenden Woche im gesamten Stadtgebiet Gastronomie, Hotellerie und Kultur öffnen.
    https://www.n-tv.de/panorama/Palmer-will-Tuebingen-ab-Montag-oeffnen-article22421043.html

    Berlin denkt auch schon laut über die vorzeitige Öffnung von Kulturveranstaltungen, Gastro und Clubs nach ….
    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89619068/corona-pilotprojekte-diese-staedte-planen-offene-clubs-und-shopping-.html

    Gigantisches Harakiri …

    Ist derzeit noch eine Hallig unbewohnt?
    Komme da mal vorbei!

  18. Dieses stumpfsinnige Zwangsöffnen macht mich langsam depressiv. Ich habe kein Interesse an Präsenzunterricht für mein Kind, werde aber dazu gezwungen. Ohnehin bin ich an der GESAMTEN FÖRDERSCHULE meines Sohnes die einzige Mutter, die dankend auf die Notbetreuung des Kindes verzichtet hat. Und dafür muss ich mich auch noch schräg angucken lassen. Nach dem Motto: was für feige Waschlappen sind DAS denn. Alle anderen haben ihre Kids durchgängig in die Notbetreuung gesteckt. Passiert ist übrigens keinem was. Also: bin ich vlt wirklich ein Waschlappen.

    • Hallo Elly,
      mir geht es genau so!
      Meine Kinder sind an der Grundschule. Ich bin der Einzige auf den jetzt der Dezernent angesetzt wurde, weil ich die Kinder nicht in die Schule schicke. Ich komme mir vor wie im falschen Film. Das Problem ist, dass zu oft berichtet wurde, dass Kinder von dem Virus nicht betroffen sind. Die wenigen Klarstellungen sind untergegangen. Viele Eltern glauben an die Hygienekonzepte ganauso wie die Lehrer. Diese wurden aber nie an B1.1.7 angepasst und wurden oft gar nicht umgesetzt. Das ist fatal.

    • Die hatten einfach nur Glück. Oder es gab auch unentdeckte Infektionen. In ein paar Jahren, wenn die jetzt tätigen Politiker längst was anderes machen, werden Erkrankungen unter den jetzigen Kindern auftreten. Es wird dann aber schwer sein, noch einen Zusammenhang zu einer früheren, unentdeckten Covid-Infektion herzustellen, geschweigedenn jemanden dafür zur Verantwortung zu ziehen.

      • Sie beschreiben hier in kryptischer Weise ihrerseits vermutete Covid-19 Spätfolgen bei den äußerst selten an SARS-Covid-19 erkrankenden Altersgruppen der Kleinkinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Und so versuchen sie hier irrationale Ängste vor Spätfolgen bei Eltern zu schüren, ohne dass sie sich in irgeneiner Weise auf derzeitige wissenschaftliche Erkenntnisse berufen könnten.
        Auf welche medizinischen Erkenntnisse stützen sich also ihre Aussagen?
        Irrationale Ängste unter Eltern zu schüren, entspricht nicht einer aufgeklärten und abgeklärten Weise der Informationsvermittlung über die tatsächlichen Risiken dieser Infektionskrankheit.
        Es wird Zeit, dass sie und ihre Kollegen ein Angebot zur Impfung erhalten !
        Die Schäden, die die dauerhaften Schulschließungen auf die Kinder der unteren Klassenstufen haben, werden hier leider zu wenig beleuchtet. Wir sollten uns immer in einer abwägenden Haltung befinden, um die möglichen negativen Auswirkungen einer Öffnung oder einer Schließung der Schulen und Kitas im Auge zu behalten.
        Der Distanzunterricht ohne soziale Kontakt ruft seinerseits schwere psychische Schäden bei den betroffenen Schülern hervor, die selbst fast ausschließlich selbst nie schwer an SARS-Covid-19 erkranken !
        Die derzeit praktizierten zusätzlichen Schul-und Kitaschließungen dienen somit überwiegend dem Schutz der älteren Generation und den Risikogruppen. Hier davon zu schreiben, dass Kinder geschützt werden oder gar geimpft werden sollten entspricht nicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen einer Risikoeingrenzung der jungen Generation. Man sollte sich einmal in die Perspektive der heranwachsenden Generation versetzten, denen durch die soziale Isolation sehr viel zugemutet wird.
        Noch einmal, Kinder erkranken äußerst selten schwer an SARS-Covid-19 ! Alles andere deckt sich nicht mit den derzeitigen Erkenntnissen.

        • Und noch mal, @AVL,
          es geht eben nicht nur um die Schwere der Erkrankung. Es geht auch darum, das jede Neuinfektion dem Virus die Chance auf Mutation bietet, und zwar auf eine, gegen die die bisher entwickelten Impfstoffe machtlos sind. Dann stehen wir wieder bei Null. Des Weiteren gibt es in JEDER Altersgruppe (und in Brandenburg sind wir grad mal dabei, ü85 zu impfen, ü80 soll demnächst Post zur Terminvereinbarung erhalten) einen gewissen Prozentsatz von Menschen, die schwer erkranken werden. Und je mehr Menschen sich infizieren, umso höher werden die absoluten Zahlen an Erkrankten, und die Krankenhäuser laufen wieder voll. Derzeit gut in Tschechien zu beobachten. Wenn Ihnen das Wohl der Kinder nur durch Präsenzunterricht erreichbar scheint, setzen Sie sich dafür ein, dass die Schulen endlich coronasicher ausgestattet werden: Luftfilter, Plexiglasabtrennungen, ausreichend Masken, … Sie wissen schon. Damit Präsenzunterricht stattfinden kann, ohne dass Schule als Drehscheibe für Virenausbreitung fungiert.

        • @AVL
          „Sie beschreiben hier in kryptischer Weise ihrerseits vermutete Covid-19 Spätfolgen bei den äußerst selten an SARS-Covid-19 erkrankenden Altersgruppen der Kleinkinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.“

          Und woher beziehen Sie Ihre Erkenntnisse zu derartigen Aussagen, dass es KEIN Long-Covid 19 bei Kindern und Jugendlichen gäbe?

          Aktuell sind über seriöse Quellen anderslautende Berichte zu Long-Covid 19-Schäden bei Kindern und Jugendlichen zu lesen!
          Oder sind Sie allen ernstes der Meinung, dass die Kinderklinik der Uni Jena eine
          ‚Post-/ Long-Covid 19 Ambulanz für Kinder und Jugendliche‘ eröffnet, wenn es keinen Bedarf dafür gäbe?

          05.03.2021
          Neurologic Involvement in Children and Adolescents Hospitalized in the United States for COVID-19 or Multisystem Inflammatory Syndrome
          https://jamanetwork.com/journals/jamaneurology/fullarticle/2777392

          Post-/ Long-Covid 19 Ambulanz für Kinder und Jugendliche
          https://www.uniklinikum-jena.de/kinderklinik/Patienten+_+Zuweiser/Zentren+_+interdisziplin%C3%A4re+Einrichtungen/Post__+Long_Covid+19+Ambulanz+f%C3%BCr+Kinder+und+Jugendliche.html

          Studie: (Long) Covid bei Kindern: „Long Covid“ bei Kindern – gibt es das?
          https://medonline.at/10070711/2021/long-covid-bei-kindern-gibt-es-das/

          Postvirales Covid-Syndrom bei Kindern häuft sich
          https://www.pharmazeutische-zeitung.de/postvirales-covid-syndrom-bei-kindern-haeuft-sich-123809/

          Ein Albtraum, das mit anzusehen“ Lang anhaltende Corona-Spätfolgen auch bei Kindern
          https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/ein-albtraum-das-mit-anzusehen-lang-anhaltende-corona-spaetfolgen-auch-bei-kindern/26887982.html

          • Ich schrieb, dass derartige Erkrankungsbilder, wie etwa Long-Covid-Symptome, also ein Fatigue-Syndrom oder eine schwerer Verlauf, wie ein PIMS, äußerst selten bei Kindern in Deutschland auftreten.
            Durch vollständige Schulschließungen erzeugt man andererseits bei den betroffenen Kindern zum Teil schwere psychische Schäden und Beeinträchtigungen in der Persönlichkeitsentwicklung.
            Derartige Nebenwirkungen eines radikalen Shut-Down für Heranwachsende sollte man auch auf dem Schirm haben. Es handelt sich bei jeder Maßnahme, die getroffen wird , um eine zweischneidiges Schwert.
            Man macht es sich zu einfach, wenn man meint mit einem radikalen Shut-Down die Pandemie allein bekämpfen zu können.
            Sie alle werden ein Impfangebot erhalten, und sie sollten dieses Angebot annehmen, egal welche Art von Impfstoff sie erhalten, so sie zur Altergrppe über 55 Jahren gehören. Da empfiehlt sich ein derartiger Schritt auf jeden Fall, da mit steigendem Alter die schweren Verläufe zunehmen.
            Das Personal in den Pflegeeinrichtungen und im öffentlichen Gesundheitssystem sollte sich allein schon impfen lassen, damit keine Übertragungen auf die zu bertreuenden Patienten stattfinden.
            Man wird Impfungen bei jungen Menschen aber wohlüberlegt einsetzen, weil die Impfreaktionen bei diesen jungen Menschen zum Teil schwerer sind als die Symptome einer Covid-19-Infektion in dieser Altersgruppe.
            Und dennoch wird es bei einem sehr geringen Prozentsatz auch in dieser Altersgruppe zu schweren Verläufen kommen. Diese aber kann man zeitgerecht und evident basiert den Leitlinien nach behandeln.

          • @ AvL 13. März 2021 um 13:17
            Klar werde ich mich impfen lassen, auch mit AstraZeneca. Aber als Elternteil mit Vorerkrankungen in der Altersgruppe Ü50 ist die Priorisierung nicht sonderlich hoch, so dass es ‚Warten‘ heißt.
            Da wir ab Sommer noch ein Kind in Ausbildung/Studium habe werden, wird die finanzielle Unterstützung des Nachwuchses notwendig sein.
            Somit ist die Lösung, maximale Durchseuchung bei keinem Infektionsschutz an Schulen unter Missachtung jeglicher – außerhalb des Schultores – geltenden Corona-Verordnungen bei stark ansteigenden Inzidenzen (NTV-Online vom 13.03.: RKI erwartet um Ostern Werte von 300!) wahrlich keine Option.
            Als Politiker in luftgefilterten Büros mit Plexiglaswand, Tests vor jeder Landtagssitzung etc. lässt es sich leicht anordnen, dass SuS sich in vollen Schulbussen in Aerosol geschwängerten Räumen ohne Tests und Mannschaftssport in Turnhallen OHNE Masken beim ‚freudigen‘ Virusverteilen treffen und SARS-CoV2 munter in die Familien nach Haus tragen und über Geschwister wieder hinein in andere Schulden zu anderen Familien.
            Ihre Ethik als Arzt(?) in Ehren …..

            Und mal ehrlich, je mehr die Schulen zur Verbreitung des Virus und seiner Mutanten beitragen, desto größer wird der (schon bestehende) wirtschaftliche Schaden sein.
            Politiker-Sprech á la ‚Wir hatten in 2020 noch nie so wenig Insolvenzen‘ – Ja, wenn man nicht realisieren will, dass bei Insolvenzaussetzung keine Insolvenzanmeldungen notwendig werden -. Die Insolvenzwelle wird kommen und der Tsunami der Insolvenzen wird verheerend sein – u.a. durch den ‚Treiber‘ geöffnete Schulen und Kitas -.
            Zum Zeitpunkt der Insolvenzwelle möchte ich mal wissen, wie es dann um die seelischen Befindlichkeiten der Jugendlichen steht/stehen soll, wenn alles vertraute wegbricht (Job der Eltern, Wohnung/Haus – die/das nicht mehr zu bezahlen ist -, zu beklagender Tod von Angehörigen).
            Und gerade Letzteres, wie gehen Jugendliche mit dem Corona-Tod eines/beider Elternteile um?
            – Da würde ich gerne mal Ihre ärztliche(?) Sicht zu kennen -.

        • Sie haben selber keine Kinder, oder? Sonst hätten sie das schon mal erwähnt. Ich finde, dann können sie auch nicht mitreden. Mein Kind soll am Montag in die Schule kommen, zusammen mit der ganzen Klasse aber auf zwei Räume verteilt. Die Lehrer haben schon mal vorgewarnt. Abstand halten, wenn nötig Hand ausstrecken und wer sich nicht daran hält, während der Lehrer zwischen zwei aufgeteilten Klasse hin und herrennt, wird von den Eltern abgeholt. Nicht unterrichtende Lehrer werden im Schulgang Patrolie laufen und kontrollieren ob die Kinder die Abstandregeln einhalten. Wenn sich zu viele Schüler vom Präsenzunterricht abmelden werden, wird den Schülern in der Schule ein Laptop zur Verfügung gestellt und sie können dann Schulpräsent am Fernunterricht teilnehmen. (Das ist kein Witz, sondern wurde so von der Schulleitung an uns kommuniziert). Wir Eltern wurden darüber in Kenntnis gesetzt, dass unter den gegebenen Umständen weder die Hygienemaßnamen noch die Unterrichtsqualität optimal sein werden. Auch wurde an die Kinder offen kommuniziert, dass die Variante eventuell auch Kinder mehr gefährden kann. Jedes Kind sollte sich zudem mindestens einmal pro Woche von einer geschulten Person an einer zentralen Stelle testen lassen. Nach den Ferien dann zweimal pro Woche.
          In den Abschlussklassen dieser Schule sitzen schon einige Schüler, die sich in der Abiturvorbereitung befinden, in Quarantäne und dürfen das Haus nicht mehr verlassen. Ach ja, und eine Mitschülerin meines Sohnes hat vor drei Wochen ihre Oma an Corona verloren….
          Ich kann das Gesabber über soziale Isolation, meistens noch von kinderlosen Erwachsenen, nicht mehr hören. Diese neue Schulrealität hat so gar nichts mehr mit dem sozialen Miteinander vor Corona gemeinsam. Wenn diese Kinder nicht bisher einen psychischen Schaden erhalten haben, dann werden sie ihn spätestens jetzt in Präsenz bekommen.

          • Ich habe Kinder im Kindergartenalter, in der Grundschule, an weiterführenden Schulen und nach der Berufsausbildung.
            Besondere Probleme bilden sich im Moment für die sich in der Pubertät befindenden Kinder, die sich ebenso auch im Bekannten- und Freundeskreis vollkommen zurückziehen und so auch für uns Eltern schwer erreichbar sind.
            Die ziehen sich in mehrstündige Kommunikation via Apps über Handy-Chats in ihre eigene Isolation zurück, was aber kein Ersatz für eine normale Sozialisation im Freundeskreis darstellt.
            Auch den Lehrern fällt auf, dass sich diese Altersgruppe inzwischen vermehrt aus dem so hoch gelobten und propagierten Distanzuntericht verabschiedet und zum Teil gar nicht mehr aktiv an diesen Unterichtsformen teilnimmt.
            Mich wundern in diesem Zusammenhang auch die positiven Berichte und Studienergebnisse über den derzeit praktizierten Distanzunterricht via Internet.
            Diese Unterrichtsformen wurden aus der Not heraus entwickelt, und diese stellen keinen gleichwertigen Ersatz für den Anwesenheitsunterricht dar.
            Auch für Grundschulkinder in den ersten beiden Klassen stellt diese Unterrichtsform eine Katastrophe dar, weil methodenbedingt mit viel zu wenig direkter Anleitung gearbeitet wird.
            Kinder aus dem Bildungsbürgertum sind da deutlich im Vorteil gegenüber anderen Kindern.
            Das ist eben so, und anscheinend stört das niemanden, Hauptsache Schüler scheiden als Infektionsquelle aus ?

            Nebenbei ist von mir aus noch zu nennen, dass man bei einer vorausgegangenen berufsbedingten Infektion im Gesundheitssektor mit Covid-19 große Schwierigkeiten hat, selbst nachgeimpft zu werden, obwohl doch bekannt sein sollte , dass auf Grund der negativen Erfahrungen und Erkenntnisse aus Manaus/Brasilien, dass bei einer geschätzten Durchseuchung von 2/3 der Bewohner mit SARS-Cov-19, Zweitinfektionen bei einem Erregerwechsel auf die P.1 -Mutation auch bei einer vorausgegangenen Covid-Infektionen sehr häufig auftreten, die nicht selten schwere und tötliche Krankheitsverläufe nach sich ziehen.
            Da freut man sich nicht gerade, wenn man nach durchgemachter schwerer SARS-Infektion im Dezember 2020, man im März 2021 weiterhin ohne eine Nachimpfung in direkten Kontakt mit hochkontagiösen Patienten treten muss, um derartige Patienten zu versorgen.

    • Elly sie sind kein Waschlappen!!! SIE SIND EINE STARKE UND KLUGE FRAU!!!!!!!
      Und warum sollten die Minister auf so einen RKI Chef hören?Er ist doch „nur“ ein Experte auf seinem Gebiet.Wichtiger für die Minister sind die Wähler (Eltern, die möchten, das die Einrichtungen geöffnet sind).Bisher waren es die vielen alten Menschen die stark betroffen waren. Mal schauen was passiert, wenn es mehr Kinder betrifft. Vielleicht werden dann auch mehr Eltern wach.

  19. @AvL

    Ich lese immer gern Ihre sehr informativen Kommentare.

    Selten jedoch war ich über den Inhalt so fassungslos. Ich mag nicht glauben, was Sie da schreiben.

    Das Krankenhauspersonal ist immer noch nicht geimpft?!

    Allerdings wundert es mich nicht.

    Gesundheit und Bildung – die beiden Kostenfaktoren, die nur kosten und nichts einbringen.

    Gerade da muss der Impfstoff zuerst hin!
    Punkt.

    (Ja, jetzt kommt wieder „der Einzelhandel, die Kassierer…“. Ja, jetzt kommt wieder: Da gibt es Arbeitsschutz und Sicherheitsabstand und kurze Kontaktzeiten trotz hoher Kontaktzahlen….)

    Bei uns – Wunschdenken und Utopie

  20. in mannheim waren wir unter dem 50er wert, vor drei wochen. jetzt sind wir bei über 100.

    was ich nicht verstehen konnte ist, dass die letzten wochen, sich die leute in vielen gruppen getroffen haben, ohne abstandsregeln. und dass auch proteste mit 30 leuten häufiger erlaubt wurden, mit polizeischutz, grenzt bei mir auf unverständnis.

    dass die politiker nicht auf wieler hören, wissen wir ja schon lange.

    ich wünschte, viele schulen würden sich den politikern widersprechen, aber unsere schulleitungen fühlen sich unter druck gesetzt und die lehrer ebenfalls.

    warum schaffen wir leute, in so einem (eigentlich) fortschrittlichen land, guter bildung (ohne die pisa studie, denn unsere leute sind gebildet), nichts zu ändern? ich behaupte jetzt sogar mal, ist zumindest meine ansicht, dass deutschland eines der besten länder auf der welt ist. ja hier und da gibt es kleine probleme, aber wenn ich mir zusammenfassend, alles anschaue: wir sind offen, wir wollen arbeiten, wir sind fleißig, wir sind gebildet, wir sind gute leute, unsere wirtschaft ist eigentlich gut, die menschen hier sind besser abgesichert als in anderen landern, wenn ich belgien und holland etc. außer acht lasse. aber einen aufstand kriegen wir nicht hin. in spanien, italien, frankreich, als beispiel genannt, (ich bleibe mal in der eu), gehen die leute auf barrikaden. wir guten (evtl. auch dämlichen) halten uns zurück, gehen schln arbeiten, schuften, ärgern uns aber nehmen das so hin, wie es halt kommt.

    warum schaffen wir es nicht, auch mal bis hierhin und nicht weiter zu sagen?

    übrigens auch danke an 4teachers, weil ich mich hier wohl fühle auch wenn ich mich ärgere und auch danke, dass ihr über alles berichtet und man seine meinung äußern kann. auch danke an die meisten leute hier, die mit niveau schreiben und sich nicht massiv angreifen.

    • @ebc
      „..was ich nicht verstehen konnte ist, dass die letzten wochen, sich die leute in vielen gruppen getroffen haben, ohne abstandsregeln. und dass auch proteste mit 30 leuten häufiger erlaubt wurden, mit polizeischutz, grenzt bei mir auf unverständnis.“

      Auch im Norden gibt es noch solche Demos – Gerade für heute angekündigt!
      https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Corona-Demos-in-Hannover-Bis-zu-2000-Teilnehmer-am-Sonnabend-erwartet
      – Dresden ist am heutigen Samstag knallhart und hat alle Demos untersagt –

      Und die Region Hannover ist noch so doof und genehmigt sowas, obwohl die Inzidenzwerte seit Wochen die 100er Marke überschreiten und nicht sinken!
      https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/aktuelle_lage_in_niedersachsen/

      Aber die Region Hannover schafft es trotz einer höheren Impf-Priorisierung der Zähnärzte – Verordnung seit 22.02. – diesen Ärzten eine Impfung im Impfzentrum zu VERWEIGERN!
      https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Region-Hannover-Zahnaerzte-fordern-zuegige-Impfung

      Ein DANK an den Regionspräsidenten der SPD!

      Womit wir wieder beim Thema von James Smith 13. März 2021 um 01:40 und der ‚verordneten‘ Durchseuchung sind.

      Ist der Zahnarzt einmal Superspreader, dann haben es seine Patienten auf dem Behandlungsstuhl nach 15 min mit SICHERHEIT!
      – Und für die Politik war es mal wieder diffuses Infektionsgeschehen –

      • nachweislich sind Querdenker-Busfahrt-Reisende u.a. aus dem Vogtland als gesammelte Antidemokraten-Umsturz-Coronaleugner-Pegida-Abkömmlinge für die hohe Inzidenz im November und Dezember2020 verantwortlich in der Bundesrepublik und vor allem in Sachsen, was u.a. zum Tod eines Pegida/Querdenken-Anführer geführt hat. Jetzt werden diese Leute im Vogtland komplett durchgeimpft, massgeblich durch Spahn genehmigt noch dafür belohnt, willkommen in Absurdistan/BRD!

  21. Dass die Infektionszahlen bei Kindern aufgrund der Schulöffnungen wieder steigen, ist doch klar und m.E. kaum eine Diskussion Wert. Immer wenn gelockert wird, werden die Infektionszahlen wieder steigen. Das wird auch im nächsten Schuljahr so sein – jedenfalls kann ich keinen (absehbaren) Grund erkennen, warum sich dies in den nächsten Monaten ändern sollte.

  22. Ich hätte mal eine Frage an alle betroffenen Eltern. Wie sieht es aus mit einer gerichtlichen Verfügung aus in der man gegen die bestehende Präsenzpflicht klagt? Ich bin verzweifelt und möchte mir das nicht mehr mit anschauen müssen. Es wird gegen jede wissenschaftlichen Erkenntnisse gehandelt. Jedes Bundesland macht seine eigenen Regeln, die Kultusminister fühlen sich wie Könige, die ohne jegliches Wissen über unser Leben und das unserer Kinder entscheiden. Dabei sind nur die anstehenden Wahlen im Vordergrund. Wir leben in Bayern, meine Tochter hatte bis vor kurzem hervorragenden Distanzunterricht in der 10. Klasse Gymnasium. Sie ist regelrecht aufgeblüht, brauchte keine Angst mehr vor einer Infektion haben. Jetzt ist ab nächster Woche wieder Wechselunterricht. Selbst die Lehrer haben Angst und sagen den Schülern, dass sie nicht hinwollen. Die Quarantäneregeln sind vom Gesundheitsamt geändert worden. Bei einem Fall in der Klasse, werden die Jugendlichen gefragt ob sie die Abstände und Hygieneregeln eingehalten haben. Wenn sie ja sagen (und was bleibt ihnen übrig?) kommt nur die Person in Quarantäne. Maximal der direkte Sitznachbar. Die anderen werden nicht getestet und gehen weiter in die Schule. Tests sind noch nicht da. Die Schulleitung bedauert dies sehr und fühlt sich vom Landratsamt im Stich gelassen, dies wurde uns in einem Elternbrief mitgeteilt…..
    Da wir einen Risikofall daheim haben und meine Tochter schon 15 ist, kann ich ihr nicht klar machen, dass sie in der Schule nicht gefährdet ist. Sollte sie wieder zur Schule müssen, wird sie aus Angst vor Ansteckung nicht richtig lernen können. FFP2 Masken für unter 15 jährige sind verboten. Die die FFP2 Masken tragen dürfen, sollen nach 75 Minuten die Maske wechseln und eine OP Maske aufsetzen für eine halbe Stunde……Während der Lüftungspausen soll die Maske abgenommen werden. Alle sollen dann auf ihrem Platz sitzen bleiben, nicht sprechen und nicht essen und warten bis die Viren an ihnen vorbeigeflogen sind…..Es ist schon fast zum Lachen. Herr Piazolo fiel gestern Abend noch ein, dass auch Sport wieder stattfinden kann. Schließlich muss man in der Halle nur vernünftig lüften…..
    Ich möchte mich gerne gegen diese Willkür der Länder wehren und zumindest gegen die Schulpflicht klagen. Warum ist sie z.B in BW ausgesetzt? Und warum sollte mein Kind benachteiligt werden weil wir in Bayern wohnen? Hat jemand damit schon Erfahrung gemacht? Geht da nicht eine Sammelklage? Bis Ostern darf man sein Kind noch vom Unterricht beurlauben, auch wenn es nur Angst hat. Mir geht es jedoch ums Prinzip. Hat jemand da Vorschläge oder Erfahrung mit Klagen gemacht? Ich fühle mich so wahnsinnig hilflos.

  23. Nah auch hier im Kreis Borken steigt die Inzidenz deutlich am Mittwoch noch bei ca. 70 und heute bei 86. Es gibt vermehrt Ausbrüche in den Kitas, aber auch Schulen waren und sind betroffen (Grundschule und Weiterführende).
    Bleiben sie gesund

  24. In Berlin im öffentlichen Dienst bekommen die Erzieher momentan Briefe für Termine, erste Termine Anfang April, Impfstoff können wir uns aussuchen. Das ist doch schon mal was, endlich.

  25. „Nicht mehr lustig“.

    Seit Anfang des Schuljahres sehe ich fassungslos zu wie mit der Gesundheit von Kindern, Lehrer und deren Angehörigen umgegangen wird.
    Ich wohne in Bayern und versuche schon seit Oktober 2020 etwas gegen diese Situation zu unternehmen, aber alleine ist es sehr schwierig.
    Bisher habe ich einiges im Alleingang unternommen (Briefe an Söder ,Telefonate mit Politikern, Anschreiben an RBS in München wie es denn nun mit dem Gesundheitsschutz aussehe ). Vor einigen Wochen habe ich eine Einzelpetition „zur Aufhebung der Schulpräsenzpflicht in der Corona Pandemie (es liegen mehrere Petitionen für die Aufhebung der Präsenzpflicht vor) beim Bayrischen Landtag eingereicht. Es wäre gut, wenn jeder Einzelne der für die Aufhebung der Schulpräsenzpflicht ist, selber eine Einzelpetition einreicht. Bei einer Sammelklage bin ich sofort dabei.
    Mein Sohn ist zur Zeit beurlaubt. Er geht nur einmal wöchentlich in die Schule, um die Proben mitzuschreiben.

    Antwort

  26. !!Da platzt mir langsam der Kragen!!

    1. Ich lese und höre immer wieder, dass jetzt Erzieher und Lehrer geimpft werden. Ich bin selber Lehrerin und werde darum regelmäßig gefragt, ob ich denn auch schon geimpft bin (Ich musste mir in dem Zusammenhang auch schon anhören, dass eine Impfung von Lehrern überflüssig sei, weil wir ja eh nur zu hause sind und nichts tun). Leider bekomme ich in absehbarer Zeit kein Impfangebot!
    Denn wenn man 3 Sätze weiter liest und sich mehr als die Schlagzeile anschaut, wird man schnell erkennen, dass nur Grundschul- und Förderlehrer geimpft werden. Der weitaus größere Teil – die Sek1- und Sek2- Lehrer gehen leer aus und haben nicht einmal die Priorisierungsgruppe gewechselt…. zumindest in NRW ist das laut www so. Allerdings muss man sich diese Infos dann mühselig ergooglen, weil keine Behörde sich zu einer verbindlichen Aussage dazu herablässt… Man könnte sich ja die Pfoten verbrennen….
    Man darf sich an dieser Stelle fragen, warum Politik und Presse die Impfpriorisierung von Lehrern so falsch darstellen….. und warum es niemanden gibt, der das auch mal öffentlich richtig stellt…….

    2. Ich empfinde 1. als Ungleichbehandlung: Die Praxis zeigt, dass Grundschüler die Einhaltung der AHA-Regeln in der Regel disziplinierter und vernünftiger umsetzen als hochpubertäre 8.- und 9.-Klässler. Ein Grundschullehrer hat in der Regel die 10-15 Schüler-Kontakte, die am jeweiligen Tag in seiner Klasse sind. Ein Sek1-Lehrer hat bei 4 Schulstunden schnell 30 oder mehr Schüler-Kontakte, weil er die Lerngruppen wechseln muss
    Man darf sich an dieser Stelle fragen, warum die Impfung von Grundschullehrern als wichtiger eingestuft wird.
    Mir geht es mitnichten darum, mich vorzudrängeln und ich gönne JEDEM im diesem Land seine Impfdosis, weil er auch mich damit schützt. Die Ungleichbehandlung an dieser Stelle empfinde ich als dumm und ignorant und bewerte sie als fahrlässig in Kauf genommene Körperverletzung. Mein Dienstherr verletzt damit m.E. seine Fürsorgepflicht massiv.

    3. Ich bin bereits seit mehreren Wochen an einzelnen Tagen in der Notbetreuung meiner Schule eingesetzt. Dort betreue ich 6-10 Kinder und Jugendliche, die aus verschiedensten Gründen (oft Arbeitsverweigerung der Kinder oder Eltern), während meine mehrfach vorerkrankten Eltern als Hochrisikopatienten meine beiden Kinder versorgen und die 40 Schüler, die ich eigentlich digital unterrichten würde, ohne Betreuung sind…..

    Ich weiß nicht, wo das alles noch hinführen soll!!!

    3.

  27. Und zack ne ganze 1. Klasse in Quarantäne. Betreuer komplett in Quarantäne.
    Aber weiter so
    Bildung ist wichtig gar keine Frage aber so???
    Es muss was passieren es wird ja nicht besser die Zahlen steigen und steigen …..

    Die nerven liegen blank!!!
    Die Kraft geht zu Ende!!!!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here