„Ungleichbehandlung“: Elternverband fordert, dass auch Lehrer sich im Klassenraum testen

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MÜNCHEN. Eltern von bayerischen Schulkindern stößt die Ungleichbehandlung von Lehrkräften und Familien bei den Covid-Tests zunehmend sauer auf – sagt jedenfalls der Bayerische Elternverband (BEV). „Denn Lehrkräfte können ihre Tests alleine zuhause machen, ohne Kontrolle und mit dem vollen Vertrauen ihres Dienstherrn, während man den Familien nicht einräumt, die Tests zuverlässig zuhause durchzuführen und die Ergebnisse zu melden“, so heißt es in einer Pressemitteilung. Lehrkräfte sollten sich mit den Kindern zusammen testen.

Beim Selbsttests kommen Wattestäbchen zum Einsatz.  Foto: Shutterstock

Beim BEV schlagen nach eigenem Bekunden nun zunehmend Forderungen auf, dass sich Lehrkräfte zusammen mit den Kindern in der Schule testen sollen. „Insbesondere seitdem die Infektionen in den Schulen so stark zunehmen, wünschen viele Eltern, dass auch der Beitrag der Lehrkräfte zur Sicherheit in den Schulen offen und sichtbar erbracht wird“, legt Martin Löwe dar, Landesvorsitzender des BEV. „Verdruss über die unterschwellige Annahme, dass Lehrkräfte vertrauenswürdiger seien als Eltern, verbindet sich hier mit Sorge, dass es im Zuge gelegentlicher Mogeleien doch zu Infektionen durch Lehrkräfte kommen könnte.“

„Einen stichhaltigen Grund für die fehlende Nachvollziehbarkeit der Lehrertestungen konnte uns bisher noch niemand nennen“

Der BEV fordert daher, den Kindern und ihren Eltern dieselbe Sicherheit zuzugestehen, die auch von ihnen verlangt wird: dass nämlich die Testung der Lehrkräfte ebenso nachvollziehbar und überprüfbar gestaltet wird wie die der Schülerinnen und Schüler. Klassleitungen sollen sich zusammen mit der Klasse testen. Für die übrigen Lehrkräfte müsse dieselbe Messlatte angelegt werden, sprich, die Tests müssten kontrolliert und dokumentiert in der Schule stattfinden. „Einen wirklich stichhaltigen Grund für die fehlende Nachvollziehbarkeit der Lehrertestungen konnte uns bisher noch niemand nennen“, meint Löwe. News4teachers

NRW streicht Maskenpflicht im Unterricht, Bayern führt sie (wohl) wieder ein

 

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114 KOMMENTARE

  1. Bei uns (eine Schule in Thüringen) wurden bzw. haben sich bisher die KuK immer in Gegenwart zweier von der SL Beauftragen getestet, und zwar bevor sie die Unterrichtsräume betreten haben. Wer positiv getestet wird, geht also gar nicht erst in die Klasse. Getestet wird nicht zu Hause, sondern in einem Raum in der Schule. Leider finden die Tests (Pflicht erst ab Warnstufe 3) jetzt nur noch für Nichtgeimpfte statt. Ich würde es besser finden, wenn sich alle LuL weiter testen. Allerdings möchte ich im Raum mit 30 ungeimpften SuS auf keinen Fall die ffp2 abnehmen, um mich vor den SuS zu testen. Das würde ich aus Gründen des Eigenschutzes ablehnen.

      • Also nicht die Politiker gehört? Kinder und Jugendlich sind immun, bzw. Werden nicht wirklich krank. Nur die Älteren sind gefährdet.

        Also braucht man bei den Schülern keine Rücksicht nehmen. Zudem sollen die Schüler sich doch durchseuchen. Mit der Aufgabe der Maskenmassnahmen ist dies nun das Ziel. Auch wenn so die Welle durch die Familien schlägt. Scheint dabei egal zu sein..

      • Total unverständlich ist, dass es bei uns bisher überhaupt keine Maskenpflicht im Unterricht gab (seit der dritten Unterrichtswoche nach den Sommerferien). Wenn (wenige) LuL bei uns im Unterricht Maske tragen, ist das freiwillig und in Anbetracht explodierender Inzidenzen vor allem Eigenschutz, denn es waren jetzt in den letzten 2 Wochen vor den Herbstferien sehr viele SuS krank, nicht alle sind zu Hause geblieben, sondern viele saßen hustend, niesend und sich ständig schnäuzend im Unterricht, der selbstverständlich ohne Luftfilter und CO2-Ampeln stattfindet.

      • Das System verlangt es zumindest in Bayern nicht. Es gibt für Schüler die Möglichkeit, einen maximal 24h alten Nachweis über einen negativen Test vorzulegen. Eine Testung in der Klasse muss also nicht zwingend stattfinden.

  2. Ich verstehe auch nicht, dass sich ungeimpfte KollegInnen zu Hause testen dürfen und finde das überhaupt nicht gut. Ich weiß auch gar nicht, wer nicht geimpft ist. So gut wie alle meinten, sie seien geimpft.

    Die Impfquote ist dermaßen hoch, dass ich das Gegeifere dieses Elternverbandes nicht verstehen kann.

    Der Vorschlag, dass die Lehrkraft mit den SchülerInnen sich testen soll, ist dermaßen daneben.
    Wir sind gut damit beschäftigt, gelassen und souverän diese Testungen mit unseren SchülerInnen durchzuziehen. Der eine ist genesen, der andere geimpft, es kommt ein neuer Geimpfter dazu, will trotzdem geimpft werden … Da fliegt das Fläschchen mit der Flüssigkeit um, dort bekommt ein Kind den Stöpsel nicht drauf.

    Warum müssen wir die Tests noch immer machen? Weil die Impfquote nicht hoch genug ist.
    Bevor ein Elternverband sich Gedanken über wenige ungeimpfte Lehrkräfte macht, sollte er einen Impfappell nach dem anderen raushaun. Ich dreh nämlich den Spieß einfach um:
    DIE Eltern haben nämlich die Impfquote verkackt und sorgen für genau die Testsituation, über die sich einer der vielen Wichtigtuerverbände beklagt.

    • Richtig, vielen Dank für den treffenden Kommentar. Allenfalls eine Forderung der Eltern, dass LuL einen Testnachweis der Schulleitung vorlegen müssen bzw. sich vor anderen KuK testen müssen, wäre nachvollziehbar. Dadurch wäre zudem auch gewährleistet, dass die Lehrkraft vor Betreten des Klassenzimmers negativ getestet ist. Insofern vom Elternverband eher Schikane als ein wertvoller Beitrag. In welchem Bereich muss sich der Testdurchführende gleichzeitig vor den ihm anvertrauten zu Testenden selbst testen?

    • Es geht nicht um die Impfquote, sondern darum dass ein geimpfter Lehrer ebenso den Virus ins Klassenzimmer reintragen kann! Hört auf so zu tun als ob ein Geimpfter 100% sicher ist. Und wenn Schüler negativ sind nützt des nichts wenn der Lehrer den Virus nun verbreitet weil er sich vielleicht doch nicht Zuhause getestet hat. Weil er nämlich der Meinung ist er ist geimpft und muss es nicht tun. Entweder testen sich alle auf Vertrauen Zuhause oder dann eben alle im Klassenzimmer. Ich als Elternteil vertraue den Lehrern auch nicht, da testet sich bestimmt keiner Zuhause.

      • „… da testet sich bestimmt keiner Zuhause.“ Doch. Ich zum Beispiel. Dreimal wöchentlich, wie meine Schüler*innen. Freiwillig, denn ich bin seit Juni durchgeimpft.

        Möglicherweise verwenden Sie die Energie, die Sie für Lehrerbashing aufwenden, besser dazu, um bei Eltern und Schüler*innen für eine ähnlich hohe Impfquote zu werben, wie wir sie haben. Danke.

        • Eltern sind eine heterogenere Gruppe als Lehrer*innen!
          Soweit ich weiß, wissen wir von den 90-95% geimpften Lehrkräften auch nur, weil sie gefragt wurden und JA gesagt haben!
          Ich glaube dem JA aber es ist halt nur eine Aussage und im Hintergrund der Wunsch, Lehrende mögen in der Gesellschaft gut dastehen… Was nebenbei auch ein Motiv gewesen sein könnte. Für die alleinerziehende Hartz4-Bezieherin aus dem Plattenbau gibt’s höchstens einen „Tritt in den Allerwertesten“ von der Gesellschaft, wenn sie versucht, ihren Beitrag zu leisten.

        • Ich teste mich auch regelmäßig als Geimpfte, wohl wissend, dass der Schnelltest möglicherweise noch weniger anschlagen würde als bei Ungeimpften.
          Aber nicht mit den SuS.
          Ich kann mich nicht erinnern, dass die Kinderärztin unseres Sohnes sich selbst auch Blut abgenommen hat, um ihm ein Vorbild zu sein.

      • Die Unterstellung, dass sich bestimmt keine Lehrkraft Zuhause testet, finde ich erschreckend. Das zeigt nicht gerade Vertrauen in die Menschen, die sich um Ihre Kinder kümmern. Bei uns müssen sich ungeimpfte Lehrkräfte vor Betreten des Klassenzimmers unter Aufsicht testen. Geimpften müssen sich nicht testen. Ich hatte aber zum Beispiel Kontakt zu Infizierten und habe mich dann trotz Impfung jeden Morgen freiwillig getestet. Weil mir, wie sicher den meisten Lehrkräften, natürlich die Gesundheit der Kinder am Herzen liegt.

  3. Natürlich sollten sich auch Lehrerinnen und Lehrer unter Aufsicht testen, aber doch nicht erst mit der Klasse zusammen. Im Falle eines positiven Tests verlässt die Lehrkraft dann das Klassenzimmer und wer kümmert sich so spontan um die Kinder? Also an unserer Grundschule sind dann alle inclusive Schulleitung selber im Unterricht. Aber das wäre ja unfair, vorher zu testen, um Vertretungen zu organisieren ‍♀️

  4. Ein*e Arbeitnehmer*in soll also eine medizinische Prozedur/Behandlung öffentlich vornehmen? Das Ergebnis dieser Untersuchung würde ungefiltert von Kund*innen beobachtet?
    Lächerlich! Es gibt Mitarbeiter*innenrechte, Arztgeheimnis und Persönlichkeitsrechte. Wieder ein Stöckchen-wer darüber springt hat selbst die Schuld.

    • Mumpitz, das ist – nomen est omen – diese Argumentation tatsäch.
      Arztgeheimnis und Persönlichkeitsrechte sollten für die Schüler im generischen Maskulin schließlich gleichermaßen gelten, oder? Da bekommt auch die gesamte Klasse mit, wenn jemand positiv getestet wird. Nix Datenschutz oder so…

      • Frau Vogt,
        die Testung von SuS in Schulen und in Begleitung von LuL habe ich immer schon abgelehnt. Aus gleichen Gründen. Ergänzend dazu, weil LuL kein medizinisches Personal sind. Habe mich deshalb noch nie in einem Raum aufgehalten, in dem sich SuS getestet haben.
        Da aber so viele- auch KuK hier- das Testen der Kinder in der Schule nach wie vor gutheißen, sehe ich es als redundant, das hier explizit anzusprechen.
        Nun meinecEinlassung verstanden?

        Unabhängig davon gibt es rechtliche und statusmäßige Unterschiede zwischen Kunden, (SuS) und Mitarbeitern- in jedem Betrieb.

  5. Aus meiner Sicht dürften alle Eltern ihre Kinder gerne regelmäßig und gründlich zu Hause testen. Ich tue das natürlich auch.

      • Nein, wird es nicht, aber ich habe keine Möglichkeit, mich zu wehren.

        Inzwischen werden wir auch wieder zu stundenlangen Konferenzen und Besprechungen und Fortbildungen in Präsenz verpflichtet. Natürlich nicht in großen Räumen wie der Turnhalle o.ä.

        Derzeit gibt es sowohl für Schulleitung als auch für den Großteil des Kollegiums keine dringlichere Aufgabe als die Weihnachtsfeier in einer Gaststätte zu planen.
        Betriebsausflug hatten wir auch noch nicht, also Planung mit Bus und mehrere Gaststätten.

        • Da scheinen Sie aber den „Arbeitsschutz“ völlig auszublenden, der für ALLE an Schulen beschäftigte (auch Beamte) und sogar Besucher gilt.
          Zweifeln Sie dies an, wäre ein Gespräch mit der Unfallkasse Abt. Arbeitssicherheit sicher aufschlussreich.
          Vielleicht erst einmal an Ihrem Arbeitsplatz einen Blick in die vorzuhaltende Gefährdungsbeurteilung werfen.

          • Träumen Sie weiter, Kritischer Dad.
            Das interessiert auch an meiner Schule niemand. Die Mehrheit des Kollegiums nicht, die Schulleitung schon gleich dreimal nicht. Wer Arbeitsschutz anmahnt, wird müde belächelt. Ich kann’s ja auch fast verstehen: Denn im Klassenzimmer ist sowieso AHA nicht möglich und von oben für den Schulbereich außer Kraft gesetzt.

      • Sicher nicht, wie man vielen Kommentaren hier entnehmen kann. Vorzuziehen wären Raumluftfilter und durchgeimpfte Eltern, sowie medizinisches Personal, das die Kinder individuell testet.
        Es bleibt aber leider nur selber impfen lassen (was fast alle Lehrerinnen schon aus Eigenschutz gemacht haben) und FFP2. Und man kann noch auf Herrn Lauterbach als künftigen Gesundheitsminister hoffen.

  6. Und: Lehrer können doch auch hinsichtlich der korrekten Durchführung 30 Tests gleichzeitig beobachten und eine Testbescheinigung darüber ausstellen. Dann können sie auch ganz sicher ihre eigenen Test korrekt durchführen.

  7. Weder geimpfte Lehrer noch Schüler müssen sich testen! Außerdem was passiert, wenn der Lehrer, der sich im Klassenraum testet, positiv ist? Er muss sich ja sofort isolieren und kann die Klasse aber nicht allein lassen. Zumindest in der Grundschule schwierig!

  8. In Baden Württemberg dürfen sich geimpfte gar nicht mehr testen,…das gilt sowohl für Lehrer als auch Schüler Und ungeimpfte LehrerInnen müssen sich mittlerweile ebenfalls vor dem Unterricht 5 Mal die Woche testen.

    • Bei uns in NRW ist das leider auch so. Ich würde es gut finden, wenn die Lehrkräfte in den Grundschulen ebenfalls beim „Lollitest“ mitmachen – auch wenn sie geimpft sind.
      Es gibt immer mehr Impfdurchbrüche. Wenn ich Anzeichen eines Infekts habe sollte, lasse ich mich auf jeden Fall PCR testen – trotz meiner doppelten Impfung. Alles andere fände ich in unserem Job unverantwortlich. Leider sieht das ein Großteil der Kollegen anders. Sie sind nach wir vor der Meinung, dass wir geimpft ja bestens geschützt sind.

    • Echt? Ich darf mich geimpft nicht mehr testen? Das ist an mir vorbei gegangen…
      Ich mache das nämlich tatsächlich so und teste mich mit den Schülern mit. Da ich alle 12 Klassen unserer Schule unterrichte, habe ich wirklich große Angst asymptomatisch infiziert zu sein. Da wäre man ja der absolute Superspreader!!! Und wenn jetzt noch nicht einmal mehr Maske getragen werden muss, ist das doch vollkommen irrsinnig. Die können mich mal, ich mache das trotzdem weiter so.

      • Ich mache es auch weiter, und viele andere Kollegen bei uns auch trotz Impfung. Es ist für mich eine Sache der Verantwortung.
        Zusätzlich dürfen sich bei mir auch geimpfte oder genesene SuS testen lassen. Die anderen sind verpflichtet, sich zu testen.

        Auch wenn es nicht erwünscht ist, ich mache es dennoch so.

        Zudem darf sich jeder testen, wann er will, er muss halt nur den Test dann bezahlen. Es gibt ja kein persönliches Testverbot bei geimpften oder genesenen Personen.

      • Also unsere Schulleitung hat darum gebeten, dass auch die geimpften Kollegen sich dreimal wöchentlich testen. Da ich das für absolut richtig halte, mache ich auch so. Und wir dürfen auch die Schultests dafür verwenden.

    • Und die Geimpften bzw. Genesenen mussten gleich zu Anfang des Schuljahres einen entsprechenden Nachweis bei der SL hinterlegen.

  9. Die haben ja wohl den Schuss nicht gehört. Ich würde nur bei vorgehaltener Waffe meine Maske im Klassenraum abnehmen. Und wer soll bitte den Lehrer kontrollieren? Die Schüler?! Was für ein Anti-Lehrerkampagne ist das wieder?

  10. Ich bin Lehrerin und verstehe nicht, weshalb wir Lehrkräfte bei den zweimal wöchentlich durchgeführten Pooltests nicht mitgetestet werden. Welches Unternehmen würde zwar die Arbeiter, nicht aber die leitenden Arbeitskräfte mittesten?? Das ist mangelndes ganzheitliches Denken! Wir Lehrer stehen mitten drin und sind uns hinsichtlich der Tests selbst überlassen und somit alleine gelassen!! Das finde ich in Anbetracht der drastisch steigenden Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen von 0 bis 19 Jahren grob fahrlässig!!

    • Grob fahrlässig wäre, in einem Raum mit 30 potenziell infektiösen SuS die ffp2 – Maske abzunehmen und sich selbst einem hohen Infektionsrisiko auszusetzen. (Trotz Impfung. )

      • Und wie wird dann das Infektionsrisiko gesehen, wenn nun bis zu 30SuS über Stunden ohne Maske, vielleicht im Durchzug im Unterrichtsraum sitzen, atmen, sprechen, niesen, schreien, lachen, husten? Vielleicht – Berufsrisiko, welches Dank tragen einer FFP2-Maske zum Eigenschutz gen Null tendieren sollte.

        Die (Schul-)Testungen sind ohnehin fragwürdige Alibiveranstaltungen, da Genesene und Geimpfte als durchaus potentiell Infektiöse einfach nicht getestet werden. Erst wenn eindeutige Symptome einer Infektion erkennbar werden könnte getestet werden, nur dann waren diese Personen bereits bis zu etwa 48 Stunden vorher infektiös. Bestes Durchseuchungspotential.

        • Da ist erhebliches Infektionspotential, eventuell gemindert durch den Durchzug. Die FFP2-Maske zum Eigenschutz ist ja auch Schülerinnen nicht verboten.

    • Ja, ich bin auch total überfordert. Seitdem ich geimpft bin, muss ich immer daran denken, mich nicht zu testen. Voll krass. So viel Druck und Verantwortung… ich will Checklisten, 10-Punkte-Pläne, Dokumentationsbögen, Fortbildungen und Evaluationen zum Thema. Außerdem: Wie war das nochmal – erst ein- oder erst ausatmen?? Ich fühle mich sooo allein gelassen!

    • Da ist ein Denkfehler in der Argumentation.
      Lehrkräfte sind Mitarbeiter und für diese gelten entsprechende Rechte und Pflichten. SuS sind KEINE Mitarbeiter! Sie sind nicht Arbeiter und LuL leitende Angestellte- also beides Arbeitskräfte. Was sind dann Patienten beim Arzt, Kunden im Laden, Restaurantbesucher?

      • Danke! Das ist leider bei meiner Schulleitung nicht angekommen. Und bei den Verbänden, die meinen, uns zu vertreten, auch nicht.
        Die Schulleitung könnte sich vor uns stellen. Meine macht es nicht. Ganz im Gegenteil: Sie schubst uns in die Pandemie. Nach dem Motto: Du bist geimpft, Klappe halten.

  11. Mal abgesehen davon, dass ich diese Forderung unmöglich und auch unpraktikabel finde (da hat mal wieder keiner eine Ahnung vom Schulalltag…!), geht es auch oft organisatorisch nicht: Nicht jede/r Lehrer/in hat jeden Tag zur 1. Stunde, in Teilzeit oft einen freien Tag, es geht gar nicht, dass sich jede Lehrkraft immer parallel mittestet. Wir hatten anfangs einen extra Raum für die Lehrkräfte, wo jeder 2x die Woche unterschrieben hat, dass er sich getestet hat. Den Test-Raum brauchen wir jetzt aber bei einer Impfquote von >95% nicht mehr. Ich teste mich immer dann 2-3x mit, wenn ich mit einer/m infizierten Schüler/in Kontakt hatte.

  12. Neue Runde Lehrerbashing? Naja egal, mir fallen direkt 3 Argumente ein: Welches Motiv sollten Lehrer*innen wohl haben, trotz positiven Tests in die Schule zu gehen? Im Gegensatz zu Eltern wohl keinen. Hier habe ich sogar von Eltern mit eigenen kleinen Läden in der Phase des zweiten Lkckdowns gehört, die das zugeben, dass sie ihre Kinder eventuell trotzdem zur Schule schicken würden. Im Gegensatz zu uns Lehrer*innen sind für manche Eltern die Kinder anderer Leute nicht so wichtig. Zweitens sind 99% der KuK geimpft und müssen sich gar nicht testen lassen. Und sollen dann die SuS die Tests der KuK kontrollieren? Da dieser Vorschlag so offenkundig absurd ist, ist das vielleicht der Versuch Unruhe zu stiften, um doch noch zu erreichen, dass Kinder zuhause getestet werden dürfen.

    • Ich glaube, es ist grundsätzlich eher so, dass aus Zeitdruck (vielleicht auch Trägheit) eher garnicht getestet wurde und dann behauptet wurde, der Test sei negativ gewesen – so von wegen „er war immer negativ, wird heute schon nicht anders sein“. Damit wird ein evtl positives Kind in Kauf genommen aber nicht wissentlich positiv zur Schule geschickt. Das wäre bei Lehrkräften theoretisch ein genauso mögliches Verhalten, speziell bei den Skeptikern. Wenn Lehrkräfte sich ebenfalls vor Ort testen lassen sollen, sähe ich das eher symbolisch – quasi Vorbildfunktion, und natürlich um zu betonen, dass man die Situation ernst nimmt und gleiche Rechte und Pflichten für alle ect!

      • Sie wollen es nicht verstehen- es geht hier nicht um gleiche Rechte und Pflichten! Mitarbeiter gehen auch nicht aufs gleiche Klo wie Kunden oder Besucher. Politiker schicken ihre Kinder auf Privatschulen, Ärzte rauchen und sind ebenso wie Lehrer keine 24h- Vorbilder.

        • Daran dachte ich auch sofort! Versuchen Sie mal, bei in einem Geschäft oder Discounter Ihrer Wahl ohne Kundentoilette auf die Personaltoilette zu kommen!

      • @Indra Rupp
        Mir fällt da komischerweise ein Sprichwort ein: „Was ich selber denk und tu, trau ich auch den anderen zu.“

  13. Wenn ich mir vorstelle….Masken- und Impfverweigerer fordern jetzt, dass Lehrer sich öffentlich testen, was für eine Anmaßung…..Dann fordere ich, dass alle erstmal Maske tragen und Eltern ihren Impfstatus offen legen müssen.

  14. Ich nehme hier mal einen etwas anderen Zugriff ,um die Absurdität dieser Forderung zu verdeutlichen.

    Zunächst einmal haben wir uns lange darüber beschwert, dass wir LuL überhaupt diese Testungen durchführen müssen…die berechtigte Argumentation war, dass dazu eigentlich das medizinisch geschulte Fachpersonal mit entsprechender Schutzkleidung zuständig ist.
    Dann hat man es uns auf dem Weg der Dienstanweisung auf’s Auge gedrückt…also machen wir das Prozedere so weit und so gut,wie wir es können….unsere vorrangige Aufgabe ist dabei, sicher zu stellen, dass diese Tests korrekt durchgeführt werden (was bereits schwierig ist, denn 30 Leuten beim Abstrich abnehmen zuzuschauen heißt nicht, dass wir sehen können, ob die Abstriche richtig durchgeführt werden … deshalb macht das bei ernstzunehmenden Testverfahren ja auch jemand anders), dann zu kontrollieren, dass die verwendeten Materialien korrekt entsorgt werden und nach 15 min dann die jeweiligen Ergebnisse zu kontrollieren, zu protokollieren, ggf infizierte SuS entsprechend anzuweisen, sich Richtung SL zu begeben, von wo sie dann von den Eltern abgeholt werden sollen.

    Bei diesem Vorgang nehme ich also zusätzlich eine Testung an mir selber durch, wodurch meine Aufmerksamkeit für meine dienstliche Verpflichtung (s.o.) entsprechend eingeschränkt wird???

    Dann könnte man ebenso gut fordern, dass wir während der Testung mit vier Bällen jonglieren, auf einem Bein stehen und uns dabei schön gleichmäßig im Kreis drehen.

    Es geht den Eltern nicht um Sicherheitsbedenken bzgl der LuL als Infektionsträger, die die Pest an ihre unschuldigen Kinder in die ansonsten sichere Schule tragen, sondern es ist eine – wie auch immer geartete – Schikane, angeschoben von den Leerdenkern, LehrerInnenbashern und auch den KuMis, die immer wieder betonen, dass Infektionen von Erwachsenen – also den LuL von Außen in die Schulen getragen werden. (Sic!!)

    Gedanke dabei: was können wir den LuL noch antun??

    Im Schwimmunterricht darf ich nicht ins Wasser, solange die SuS im Wasser sind … das liegt an der Aufsichtspflicht, die ich sonst nicht angemessen wahr nehmen kann…hier würden LuL, die dagegen verstoßen massiv abgemahnt werden…im Falle eines Unfalls mit Klagen überzogen werden….in dem Fall des Testens sollen die KuK nun zeitgleich!!! mit ihren SuS „schwimmen“ und dabei auf einen sicheren und ordnungsgemäßen Ablauf des dienstlich angewiesenen Testens achten.

    FAZIT: Man will den KuK das Leben einfach noch schwerer machen, seinen Hass gegen LuL austoben, das System weiter belasten.
    Man schlägt die arme Wurst und meint vielleicht den Metzger.

    Mal darüber nachdenken und dann merken,dass diese Forderung abstrus ist.

    • Genau so sehe ich das auch. Nur, woher kommt denn dieser „Hass“ den Lehrern gegenüber? Standardspruch der Lehrer: Zum Streiten gehören immer zwei. Sich einfach mal Selbstreflektieren und überlegen: Wie komme ich eigentlich bei der Bevölkerung rüber?

      • Das ist sehr vereinfacht gedacht.
        Zum Streit gehören immer zwei, korrekt soweit. Aber das ist kein Konflikt zwischen Lehrern und Eltern. Es ist die Spannung zwischen Regierung/Maßnahmen und Eltern. Der Lehrer, der seinem Job antritt und absolut nichts für die Maßnahmen kann, wir lediglich von beiden Seiten als Prellbock missbraucht. Als Lehrer habe ich in dieser Situation auch keine Lust mehr, mich für unreflektierte Eltern und ihre Kinder einzusetzen.

        • „Zum Streiten gehören immer zwei“ ist definitiv falsch und ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die schon einmal in einem Machtverhältnis oder von einem bösartigen Menschen psychisch missbraucht worden sind.
          Bitte mal dringend drüber nachdenken!

          • Genau meine Worte. Aber so werden Konflikte von Lehrern gelöste. Der zweite Teil heisst: „Der Klügere gibt nach.“ Das macht das Schulleben ja so einfach. Das merkt man auch im Umgang mit Lehrern, einfach unfähig Kritik zu verarbeiten. Klar, woher sollen sie es können? Die Schüler müssen ja alles hinnehmen. Es braucht sich niemand wundern wenn dann später Lehrerhass dabei rauskommt. Es ist sicher für viele jeder Beschluss, der den Lehrern das Leben schwer macht, eine große Freude.

  15. Klingt vllt platt, aber Lehrerinnen haben sich qua Beamteneid zur Einhaltung der Dienstpflicht verpflichtet. Da muss keiner den Test kontrollieren.
    Zudem sind 95 % der Lehrer geimpft. An meiner Schule alle!

    • ALLE, zumindest 95 % der LUL geimpft, Super!

      Der Schutz durch die Corona-Schutzimpfung kann das Risiko einer Infektion und Erkrankung und vor allem von sehr schweren COVID-19-Verläufen stark reduzieren. Allerdings nicht wie scheinbar angenommen die Infektion und Virenträgereingeschaft.

      Man bedenke, dass diese LUL-Impfaktionen aus Mai/Juni 2021 stammen.
      Nun haben wir fast Nov. und bekanntlich nimmt unmittelbar nach der Zweitimpfung bereits nach dem vierten Monat der Schutz vor einerm schweren Krankheitsverlauf ab.
      Ein vollständiger DAUERHAFTER Infektionsschutz, da max. 95 % Wirksamkeit nach 14 Tagen der Zweitimpfung, ist Wunschdenken , dazu „Impfdurchbruch“.

      Beim Coronavirus geht man davon aus, dass der Impfschutz etwa sechs bis zwölf Monate nach der Impfung oder Infektion so niedrig ist, dass eine (erneute) Infektion möglich ist, BOOSTER-Impfung.

      Hauptsache als LuL ohne regelmässigen POC-Test mal vor Monaten erfolgreich geimpft! SuS sorgt euch nicht, schon gar nicht die die aus den Risikogruppen mit Vorerkrankung, alles Safe, alles wird gut !?

      Da Frage ich mich, wie gut das kollegiale Verhältnis ist und ob es nicht auch Fachlehrkräfte im Bereich Naturwisschenschaften an Ihrer Schule gibt, die dringende Aufklärung betreiben sollten. – Diese Aussage nenne ich einfach logisches Denken und soziale Verantwortung und hat nichts mit Bashing zu tun. –

      • Fahren Sie sich herunter, kritischer Dad NRW,
        An vielen Schulen ist das gesamte Schulpersonal geimpft! Und an vielen Schulen testen sich die LuL trotzdem, inzwischen zwar mit den sehr unsicheren Selbsttests, aber da die normalen PoC-Schnelltests bezahlt werden müssen, ist der Nasenbohrer- Selbsttest, den auch die Kinder bekommen, halt besser als nichts!

        Obwohl wir fast jedes Mal positive Kinder haben, war noch keine Lehrkraft positiv.
        Bei positiven Ergebnissen in der Klasse haben Geimpfte keinen Anspruch auf einen PCR-Test! Quarantäne hat es nie und für niemanden als das positive Kind gegeben. Keine Lehrkraft will das Virus in ihre Familie tragen! Das mögen viele als egoistisch bezeichnen, ist mir aber egal! Weder mein geimpfter Mann (70) noch meine 87-jährige Mutter, die beide noch keine Boosterimpfung hatten, sollen unter meiner Berufswahl leiden! Auch ich ( knapp 66) wünsche mir nach über 6 Monaten eine Boosterimpfung, muss mich aber wohl noch lange gedulden.

        Auch die Kinder dürfen sich zu Hause oder in einem Testzentrum testen lassen und bringen dann die Bescheinigung mit! Das nehmen aber nur 5% der Eltern in Anspruch!

        In der Klasse werde ich mich aber auf gar keinen Fall mittesten! Ich teste mich vor Unterrichtsbeginn, damit ich im Fall eines positiven Ergebnisses die Schule gar nicht erst betrete! Und wenn wir ein positiv getestetes Kind unterrichtet habe, testen wir uns täglich! Zum Glück sieht das unsere SL genauso und zweigt genügend Selbsttests für uns ab!

        • Gab schon Impfdurchbrüche bei Lehrern und Erziehern.
          Und die Quote wird zum Herbst hin weiter steigen. Im November wird es deutlichere Einschläge geben.

          • Ganz genau so ist es in der deutschen Schulpraxis.
            Mir ist es nicht verständlich, warum LuL als direkt Betroffene zum aktuellen Maskenverzicht für SuS so gelasssen bleiben können. Ein Beamtenstatus kann nicht alles erklären.

            Die Frage, ob eine Person geimpft ist, kann getrost vernachlässigt werden. Heute zählt, wie lange die zweite Impfung her ist und hier mangelt es an aufklärender Information, denn:
            „Ich bin geimpft, was gibt es für mich denn noch zu beachten?“scheint zu einer gefährlicher Dummheit zu werden.

            Bad Neustadt vorgestern: Das Gesundheitsamt schätzt, dass zurzeit rund 25 bis 30 Prozent der Infizierten im Landkreis Rhön-Grabfeld Impfdurchbrüche erlitten haben.

        • @Ausder Praxis
          zu: „In der Klasse werde ich mich aber auf gar keinen Fall mittesten! Ich teste mich vor Unterrichtsbeginn, damit ich im Fall eines positiven Ergebnisses die Schule gar nicht erst betrete!“

          Dies ist vorbildlich, aber auch kaum die Regel!
          Geimpfte und Genesene brauchen bekanntlich keine POC-Testungen aber können infektös = ansteckend sein (Impfdurchbruch),
          Und warum werden fast alle Schultestungen erst in den Unterrichtsräumen gemacht, statt wie es sinnvoll wäre bereits vor betreten eines Innenraumes = Schulgebäudes.
          Ich habe diese angewandte Logik immer noch nicht verstanden.

          Der Wegfall der Kostenübernahme des Bürgertest seit dem 11.10. hat die Zahl der Testungenmit Beginn der kühlen Jahreszeiten massiv einbrechen lassen.

          • @KritischerDad
            Es kann nicht sein, dass die Zahl der Tests massiv eingebrochen ist. Die Inzidenzen in D steigen doch nur, weil so viel getestet wird. – behaupten zumindest die Leerdenker!

      • Lehrer wissen, dass die Impfwirkung nachlässt. Genau deshalb bemühen sich derzeit viele Kollegen um eine Auffrischung. Die kriegen wir aber nicht, weil die StIKo die nur für u70 und Pflegeberufe empfiehlt. Da kann Herr Spahn noch so sehr dazu aufrufen.

  16. Lehrer sollen sich erst im Klassenzimmer testen? Schon mal darüber nachgedacht was es bedeuten würde wenn die Lehrkraft positiv ist? Alle Eltern müssten unverzüglich angerufen werden um die Kinder abholen zu lassen. Die Kinder wären ja dann bereits in der Schule. Wir könnten definitiv keine Ersatzkraft aus dem Hut zaubern. Zudem bin ich lieber ganz bei den Schülern und leite sie an (Förderschule), sie brauchen hierbei immer wieder Unterstützung… Tütchen aufmachen, Flüssigkeit verschüttet etc etc. anstatt nebenbei noch mich selbst zu testen. Man glaubt garnicht wie viele Stolpersteine es da allein bei 12 Kindern gibt. Und das leisten wir derzeit 3x wöchentlich! Nebenbei sollen alle Testungen dokumentiert werden. Zudem versucht man trotz Maske die Kinder zu verstehen und ihnen zuzuhören trotz gebrochenem Deutsch oder Sprachproblemen. Pausenaufsicht täglich da keine Gruppendurchmischung, sprich: keine Pause. Die letzten Wochen waren extrem kräftezehrend. Ja, da sag ich doch danke an den Elternverband für so viel Undankbarkeit.
    Nebenbei bemerkt ist die Impfquote unter den Lehrern sehr hoch. An unserer Schule sind alle Lehrer geimpft. Hingegen gibt es unter den Eltern einige Imfgegner sowie Pandemieleugner. Nehmt endlich eure verdammte Verantwortung wahr und hört auf uns Lehrern noch mehr aufzubürden!!!

  17. Und wenn ich mich mit den Erstklässlern zusammen in der Klasse selbstgetestet habe und nach 15 Minuten erfahre, dass ich positiv bin, kontrolliere ich noch schnell die Kindertests, packe meine Sachen und verlasse die Klasse? „Tschüss, Kinder, ich bin dann mal weg!“
    Oder gebe ich den Kleinen noch einen Arbeitsauftrag und hoffe, dass sie allein damit klarkommen?
    Wie weltfremd ist das denn?

  18. Liebe Eltern, es kann m.E. weder korrekt sein, dass sich Kinder öffentlich testen müssen, noch dass Lehrer dies tun sollen.
    Wir haben versucht, öffentliche Massentests in Klassenräumen zu verhindern (damit keine zusätzliche Infektionsmöglichkeit entstehe, auch um die Privatsphäre der Kids und sie vor Mobbing etc. zu schützen) und die Tests in die Hände der Eltern legen zu lassen.
    Ob hier oder dort nicht korrekt, zu früh oder zu spät bei einer evtl. Infektion getestet wird, kommt aufs Gleiche raus: die Schnelltests in der Sekundarstufe sind nie wirklich zuverlässig.
    Wenn Tests wirklich Sinn machen sollen, hätten sie zu Hause gemacht sein müssen, bevor Kinder in den Bus steigen, die Klasse betreten.
    Wenigstens das ist für die Lehrer gewährleistet: sie testen sich (viele übrigens auch – um Ihre Kinder zusätzlich zu schützen – obwohl sie geimpft sind!!!) zu Hause und kämen gar nicht erst ins Schulgebäude, sollte ein Test positiv ausfallen!

    Außerdem wage ich zu bezweifeln, dass Eltern, die glauben, Lehrer betrügen in einem Selbsttests, denen ihre Kinder anvertrauen sollten.
    Dann sorgt doch dafür, dass in zukunft Eltern die Kinder beschulen. Die scheinen dieser Äußerung nach ja um Längen vertrauenserweckender zu sein als wir Lehrer.
    Mich braucht dann keiner mehr.
    Ich würde mir dann auch nicht mehr anmaßen, einen ganzen Schultag lang auf Ihre Kinder aufpassen zu können, sie im Falle eines Unfalls nach bestem Wissen zu versorgen, darauf zu achten, dass sie in der Pause ihre Jacke anziehen, nicht in den Regen rennen oder gegenseitig in Pfützen werfen, sich nicht mit Steinen oder Schneebällen beschmeißen, die Haare ausreißen, blaue Augen hauen, die Mutter des jeweils anderen beleidigen, in der Pause auf ihren Handys Horror und Prono im Netz ansehen usf.

    • „Liebe Eltern, es kann m.E. weder korrekt sein, dass sich Kinder öffentlich testen müssen, noch dass Lehrer dies tun sollen.“

      Muss es nicht heißen: „Liebe KM´s und RP´s…, bzw. Dienstherr*in …“

      Eltern haben die ohne Rezept verordneten Massnahmen nur hinzunehmen, da es die bekannte Schulpflicht gibt.

      • Ja, richtig, so müsste man es grundsätzlich schreiben!
        Dies hier aber bezog sich konkret auf eine Forderung von ELTERN an Lehrer…
        Mir ist auch bewusst, dass viele Eltern das nicht so sehen, durchaus im Sinne ihrer Kinder handeln würden, wenn sie denn könnten.
        Schade nur, dass die Regierung im Prinzip einen Keil zwischen Eltern und Lehrer treibt, den einen gegen den anderen instrumentalisiert, die (vermeintlichen oder unterstellten) Interessen des einen gegen die (vermeintlichen) Interessen des anderen ausspielt…
        Wir sitzen alle in einem Boot.
        Leider gibt es aber eben auch einige, die besser sitzen wollen oder solche, die wollen, dass andere mindestens ebenso schlecht sitzen wie sie selbst…
        Hoffentlich geht das Boot nicht unter, weil keiner dem anderen den Platz gönnt und damit niemandem ein Platz gegönnt ist…

  19. Es wird immer absurder. Diese Eltern dürfen sich gerne an die Politiker wenden, die ein Schulsystem in Präsenz aufrechterhalten wollen, während die KH wieder volllaufen.
    Meine Frau wird ihre Maske, die sie selbst und uns als Familie schützt, nicht vor teilweise ungeimpften und erkälteten Schülern abnehmen. Ende der Diskussion.
    Wer sich auf so eine Forderung einlässt, wird den Arbeitsschutz, der für alle Beschäftigten gilt, kennenlernen.
    Ich stelle als Vater die Forderung nach Distanzunterricht im Winter.

    • Volle Zustimmung!
      Aber es gibt ja immer noch die ach so treuen Seelen unter den LuL, die am Ende alles brav machen- zwar unter Wehklagen und Heulen z. B. hier- aber letztlich doch, denn „es ist ja für die Kinder“.
      Davon lebt das System Schule seit Urzeiten.

        • Hallo Lera,
          …meinst du mit dem Verweis auf ‚Dschingis‘ Kahn seinen mittlerweile berühmten Ausspruch:
          „Wir brauchen Eier!!“??

          Tja, das denke ich auch ständig…aber es liegt wohl nicht nur am mangelnden Widerstandswillen oder einem motivierenden Mut, sondern nach meiner Wahrnehmung liegt es oft auch daran, dass selbst LuL-Kollegien es nicht hinbekommen, einen sinnvollen gemeinsamen Kurs zu beschließen und diesen dann zu befolgen.
          Einzelne (meistens sind es immer dieselben KuK) werden vorgeschickt, der Rest wartet, was passiert und wenn es ungemütlich wird, dann duckt die Masse sich weg, weil sie die kommende Beförderung nicht riskieren wollen, nicht unangenehm auffallen wollen, weil sie dann evtl noch beschissenere Stundenpläne oder Unterrichtsverteilungen bekommen oder einfach aus Missgunst die „Vorreiter“ am Hindernis stürzen sehen wollen.

          Das ist etwas, das ich mit schöner Regelmäßigkeit in meinem Alltag beobachte.

          • @AndreHog
            Beobachte ich leider auch sehr oft. Das einzige Argument, das diese KuK ein bißchen zum Nachdenken bringt, ist die Frage: „Wie lange musst du noch bis zur Rente/Pension durchhalten? Meinst du, das schaffst du, wenn sich nichts ändert?“ Im Moment versuche ich meine KuK zu überzeugen am 6.November in Berlin mit mir zur Demo von „Schule muss anders“ zu gehen. Mal sehen, wieviele es werden. Ich müsste eigentlich nicht mehr demonstrieren, es ist mein letztes Schuljahr. Ich tue es für meine Enkel und die LuL, EuE und die Zukunft aller unsrer Kinder. Weil: „Schule MUSS anders“ in Deutschland!

    • Das einzelne Kind ist ebenfalls als Individuum zu sehen und nicht als Masse, sprich „die Kinder“! Jedes einzelne Kind muss für diesen Zweck die Maske inmitten lauter hustender, niesender Kinder abnehmen, kann nichts für das Verhalten anderer Familien und kann ebenso das Virus dann mit nach Hause bringen.

      • Das ist nicht falsch. Und hier stellt sich die Frage, warum Eltern nun Lehrer instrumentalisieren, um ihre eigenen Interessen (Tests zuhause) durchzusetzen.
        Wenn Eltern das wollen, müssen sie sich dafür einsetzen.
        Die dreimaligen Tests in Bayern verhindern bei Schülern ohne Masken die Weiterverbreitung. Das ist das Minimum an Sicherheit, das beibehalten werden sollte.
        Über die Durchführung lässt sich streiten. Aber mit offenen Fenstern und Abstand dürfte sich die Gefahr in Grenzen halten.

    • @xy
      Es wird da ja wohl unterstellt, dass LK nichts lieber tun, als infiziert zur Schule zu kommen um SuS anzustecken. (Die faulen Säcke wollen einfach nicht zu Hause bleiben!).
      Und dass eben diesen LK auch die eigenen Angehörigen am A***** vorbeigehen!
      Oder dass die Familien ja selbst Schuld sind, wenn sie eine/n Lehrer/in in ihrer Mitte dulden!
      Erst wird geschimpft, dass sich LuL die Impfung erschleichen, dann wird uns klargemacht, dass WIR es sind, die trotzdem die Infektion in die Schule tragen und ungeimpfte Eltern gefährden!
      Und NEIN, ein Selbsttest schützt nicht vor Ansteckung, Masken werden abgeschafft, Luftfilter verweigert und tausende von Viren jagen wieder durch die Schulen!

  20. Also, erst einmal sehe ich keinen Sinn darin, dass Kinder zur Schule geschickt werden um dann per Test herauszufinden, ob sie evtl positiv sind und dann die Eltern möglichst schnell von der Arbeit her zu holen. Bei uns haben bislang alle die Tests vorher Zuhause gemacht ( jetzt haben wir noch Ferien). Die Frage wäre also eher eine andere, als ob Lehrer*innen das auch vor Ort tun sollten.

    Ich frage mich aber, warum wegen dieser Kleinigkeit (das tut man Zuhause ja auch schnell zw Tür und Angel) so ein Fass hier aufgemacht wird….

    Ich lese aus den Kommentaren hier ganz anderes heraus!

    Aus Sicht der Eltern mussten Kinder bislang viel für die Erwachsenen zurückstecken, es wurde sich in den Medien um die Pädagog*innen gesorgt, auf die nicht verzichtet werden kann, wenn Eltern weiter ihre Berufe ausüben und somit die Wirtschaft im Gang halten sollen. Somit waren Lehrkräfte in der Impfpriorität am Anfang ja auch vorne dabei. Es ging immer um die Viren, die die Kinder den Lehrkräften von Zuhause aus mitbringen könnten und nie darum, dass die Kinder sich selber anstecken könnten (auch weniger um die Viren, die sie von der Schule mit nach Hause nehmen).
    Nun sind Erwachsene geimpft und wenn nicht (sofern nicht eine Vorerkrankung dagegen sprach) – selber Schuld! Die Vorsichtsmaßnahmen werden fallen gelassen, denn es geht „nur“ noch um die Kinder und die vierte Welle wird schon Kinderwelle genannt. Da werden dann auch mal Kinder mit schwereren Symptomen auffallen und das wird die Wut steigern! Ich sehe diese Forderung von Eltern eher so :“ Zeigt mal, dass ihr unsere Kinder genauso wichtig nehmt wie euch (als Lehrer*innen)!“

    Wie wird nun darauf reagiert?
    Erst einmal wird vermutet, dass Eltern Lehrende für Betrüger*innen halten. Das es um Lehrerbashing geht. Dann hängt man sich an diesem kurzen Test auf. Dann wird verglichen:“
    Von uns sind viel mehr getestet als von euch! “ – quasi Wettbewerb, wer der bessere Mensch sei. Natürlich sind dann auch alle Eltern für die Querdenker unter ihnen verantwortlich. Am Ende klingt es schon fast so, als wäre alles super und vorbei, wenn DIE Eltern nicht so eine miese Impfquote hinlegen würden. Und natürlich der Vorwurf, Eltern sind alle anderen Kinder außer dem eigenen Kind egal – während Lehrer*innen scheinbar selbstlos liebende Wesen sind, denen ALLE Kinder gleichwichtig sind (Vergleiche Äpfel mit Birnen)

    Das ist alles so traurig! Im Grunde ergänzen sich die, auf ihre Kinder quasi mehr emotional gesteuerten Eltern und die, eher objektiv professionellen Pädagog*innen perfekt! Quasi wie Yin & Yang! Und auch die beiden kleinen Punkte in den Symbolen passen, denn Eltern sind auch ein bisschen Pädagog*innen und können Pädagogik verstehen. Und Pädagogi*innen sind auch ein bisschen Eltern – und ich meine nicht, weil sie evtl selber Kinder haben. Wer legt überhaupt fest, ab wann man ein Gefühl gegenüber einem Kind als mütterlich /väterlich definieren kann und wann nicht?

    Aber die Arroganz läßt scheinbar nicht zu, dass Eltern Pädagog*innen auf die Eltern Ebene hochheben wollen und umgekehrt das Gleiche! Immer diese Kleinkriege, wo jeder sich für etwas besseres halten muss.

    Mein Tipp! Diese Förderung ernst nehmen ist ein Vertrauensbeweis!

    • Lehrerinnen und Erzieherinnen waren Prio 3, also nicht so weit vorne. Erst als man Astrazeneca verimpfen musste wurden GS-Lehrerinnen und Erzieherinnen Prio 2.

    • Äh, ok, Sie stellen selbst fest, dass die Testung in der Schule eher unsinnig ist und sind dann aber trotzdem dafür, dass der Unsinn auf Lehrer ausgeweitet wird?

      • Wenn, dann alle Zuhause – oder alle zusammen. Wieso sollten die einen vertrauenswürdiger sein als die anderen? Wieso ist es schlimmer, wenn sich die Familie der Lehrkraft ansteckt, als die Familie eines bestimmten Kindes? Aber wie gesagt, das mitmachen der Lehrkraft sehe ich da eher als Vorbildfunktion, als Vertrauensbeweis, als Prinzip oder als Wertschätzung der Gesundheit der Kinder gegenüber. Natürlich sind Lehrkräfte vertrauenswürdig – vielleicht bis auf seltene Ausnahmen, die es immer gibt und natürlich brauchen sie auch keine Hilfe bei dem Test. Mir selber sind solche Dinge tatsächlich piepegal! Ich habe in einer Waldorfschule „richtige“ Probleme erlebt und schlafe deshalb bei Gesprächen auf Elternabenden regelmäßig ein (als Mutter natürlich :-). Aber ich beobachte gerne Menschen (so wie andere das bei Vögeln tun) und interpretiere das Verhalten (auch gerne in Form von Schauspielerei) und bin an Lösungen interessiert. Für mich klingt die Forderung nach einer Forderung zur Wertschätzung der Kinder und deren Situation in dieser Pandemie.

        • „Wieso sollten die einen vertrauenswürdiger sein als die anderen?“

          Weil es viele Testverweigerer-Eltern gibt (ich kenne einige, aber keine/n Testverweigerer-LehrerIn) und es für die LehrerInnen eine Dienstanweisung ist. Was das bedeutet, können Sie ja mal recherchieren. Ich finde, das ist ein gehöriger Unterschied.

          • Ich finde die Argumente nicht ausreichend. Argument A: “ Ich kenne hiervon solche aber davon nicht solche“ Es geht hier um Vertrauenswürdigkeit und da sollte der Gleichbehandlungsgrundsatz gelten. Ansonsten würde man quasi einfach festlegen, welche Menschen zur „besseren“ Sorte gehören. Um es zu überspitzen : Man stelle sich vor, eine Studie hätte herausgefunden, daß Migranten in größerer Anzahl zu den Verweigerern gehören würden und es würde daraufhin entschieden, dass sich Migranten in der Schule testen und alle anderen Zuhause. Das wäre ein Unding!!! (Das Wort Migrant kann natürlich beliebig ersetzt werden.) Um so etwas in der Art scheint es dem Eltern Vorstand ja auch zu gehen. Es scheint demütigend zu sein, dass man da als Gruppe von Testverweigerern gebrandmarkt und über einen Kamm geschert wird. Und es soll gleiches Recht für alle gelten, weil man nicht von einzelnen auf eine ganze Gruppe schließen kann.
            Argument B : Ob die Dienstpflicht auf soetwas undifferenziertes wie ein Nasenbohrertest anwendbar ist..?

        • „ Für mich klingt die Forderung nach einer Forderung zur Wertschätzung der Kinder und deren Situation in dieser Pandemie.“
          Hä? Was hat das mit Wertschätzung zu tun? Soll der Zahnarzt wertschätzend vor jeder Behandlung im eigenen Mund bohren, bevor er an den Patienten geht?
          Wertschätzend für Kinder wäre, wenn endlich alle Unterrichtsräume ansteckungsvermeidend mit Luftfiltern und Plexiglasabtrennungen ausgestattet würden. Wertschätzend wäre, wenn sämtliche Erwachsene, bei denen das medizinisch möglich ist, sich impfen lassen würden. Wertschätzend wäre auch, wenn alle Erwachsenen infektionsvermeidendes Verhalten an den Tag legen würden, um Kindern den Schulbesuch so sicher wie möglich zu machen. Wertschätzung der Kinder wäre, wenn Erwachsene auf Partys, nicht notwendige Zusammenkünfte, Kinobesuche etc. verzichten würden, damit die Inzidenzen sich nicht weiter erhöhen. Wertschätzung der Kinder könnte man auch dadurch erreichen, dass die Testpflicht auch für den Arbeitsplatz aller Erwachsenen außerhalb von Schule und Kita gilt.
          Aber derlei Art von Wertschätzung bedeutet, dass man nicht nur mit dem Finger auf die Lehrer zeigt und sagt „ macht Ihr mal“, sondern bei sich selbst anfängt. Und bei dem ganzen Haufen an Egoisten, die selbst im simplen Tragen von Masken einen Angriff auf ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit sehen („was kümmern mich denn gesundheitliche Risiken meiner Mitmenschen“), bezweifle ich, dass es diese Art der Wertschätzung, die den Kindern tatsächlich etwas bringen würde, hier in Deutschland jemals geben wird.

          • Kann dieses Selbstmitleid, Täter-Opfer-Umkehr-Umkehr-Umkehr-Umkehr-Gehabe mal aufhören? Wir können gerne auch über alle anderen Probleme reden aber nicht immer dann (!) wenn jemand scheinbar ein Problem mit Lehrerverhalten hat oder wie in diesem Fall eine Forderung diesbezüglich stellt. Auch halte ich es für niveaulos, wenn das (auf reinen Aussagen beruhende) Ergebnis der Impfquote dann hier zum x-ten Mal als Waffe eingesetzt wird. Damit macht man es sich verdammt einfach und alle (!) Eltern müssen für ihre heterogene Gruppe und die nichtgeimpften Eltern herhalten. Sie werden als große heterogene Elterngruppe jetzt einfach pauschal Querdenker und Testverweigerer genannt. Selbst das, was dieser Elternverband fordert, steht nicht einfach pauschal für alle Eltern. Die meisten kennen diesen Verband wahrscheinlich garnicht. Ich halte es übrigens für Unwahrscheinlich, dass ausgerechnet dieser Verband, der sich engagiert, zu den Impfverweigerern und Querdenkern gehört. Ich denke, die Querdenker sind dann doch eher Testverweigerer generell und fordern eher Lehrkräfte sollten ebenfalls verweigern… Aber ihr hier nutzt das als Gelegenheit um euren ganzen „Hass“ an Eltern auszulassen. Ich finde das psychologisch ja hochinteressant und habe mal angefangen Elternforen zu durchkämmen um festzustellen, ob ich dort dieselben Feindseligkeit in dieser Art von Gruppendynamik vorfinde und das kann ich bis jetzt nicht bestätigen. Zum schämen/fremdschämen! Aber auch in anderen Lehrerforen geht es scheinbar erwachsener zu! Es kommt mir vor, als wäre ich hier in einem Grundschülerforum und es hat noch kein Kind gelernt mit Kritik umzugehen und kann nicht anders als „zurückzuhauen“.
            „Selber, selber, lachen alle Kälber… – Du hast angefangen! Nee, du! Nee, du!“ – „Alle gemein zu mir und ich will aber nich Schuldigung sagen, mach ich nich, bäh!“

            Und um nochmal zum eigentlichen Thema zurück zu kehren :
            „Wir als Lehrkräfte haben uns für unseren Schutz und unsere Belange eingesetzt und wollen selbstverständlich, dass dieser Schutz für ALLE unsere Mitmenschen gilt und besonders für die uns anvertrauten, aufgrund des Alters nicht geimpften und zur Zeit deshalb am meisten gefährdeten Kinder! Auch unsere Impfquote von 90-95% macht unser Anliegen deutlich. Trotzdem ergreifen wir zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen und wollen auch unsere Vorbildfunktion wahrnehmen, indem wir an denen für alle geforderten Selbsttest in der Schule präsent teilnehmen. “
            Wie wäre es damit?

          • Selbstverständlich wäre auch diese Reaktion legitim :

            „Sehr geehrter Elternverband,
            wir als Lehrkräfte haben ein besonderes Interesse, sowohl an unserem eigenen Schutz als auch am Schutz der Gemeinschaft und vor allem denen uns anvertrauten und zur Zeit besonders gefährdeten Kindern. Dies spiegelt sich auch in unserer Impfquote von 90-95% wieder. Gerade deshalb möchten wir aber bei den Testungen unsere ganze Aufmerksamkeit den Kindern widmen, damit die Tests erfolgreich ausgeführt werden. Auch möchten wir lieber im Vorfeld schon abklären, wie es bei uns um eine eventuelle Infektion steht, damit wir nicht evtl positiv die Klasse betreten und anschließend deren Betreuung organisieren müssten, was problematisch werden könnte. Sie dürfen uns vertrauen, dass wir auch aufgrund unserer Dienstvorschriften die Tests gewissenhaft an uns selber im Vorfeld durchführen.
            Mit freundlichen Grüßen “

            Ich persönlich finde aber auch lockere Antworten gut :
            “ Sehr geehrtes KUMI, sehr geehrte Öffentlichkeit, sehr geehrte Medien, liebe Eltern!
            Wir Lehrkräfte haben in der Klasse nicht mal Zeit zum Nase bohren.
            Herzliche Grüße “
            🙂 🙂 🙂

    • „Also, erst einmal sehe ich keinen Sinn darin, dass Kinder zur Schule geschickt werden um dann per Test herauszufinden, ob sie evtl. positiv sind und dann die Eltern möglichst schnell von der Arbeit her zu holen. Bei uns haben bislang alle die Tests vorher Zuhause gemacht ( jetzt haben wir noch Ferien). Die Frage wäre also eher eine andere, als ob Lehrer*innen das auch vor Ort tun sollten. “

      Das sehen viele ebenfalls so. Viele KuK wollten von anfang an nicht die Aufgabe aufgedrängt bekommen, dass sie die Testungen noch zusätzlich nebenbei machen sollen. Dafür gibt es auch genügend Gründe.
      Dann müsste man jedoch eben (sinnvollere) Alternativen überlegen … bspw. Testung VOR der Schule durch medizinisches Personal.
      Ich persönlich finde den Testvorgang – v. A. mit heutigem Wissen der Effektivität und dem Verzicht der Sinnvolle(re)n Möglichkeiten (bspw. Luftfilter) sowieso höchst fragwürdig. Daher wäre es tatsächlich oft wohl egal, ob die SuS sich in der Schule, zu Hause oder gar nicht Testen lassen mit einem Selbsttest … kommt bei vielen Kindern auf’s Selbe raus.

      „Ich frage mich aber, warum wegen dieser Kleinigkeit (das tut man Zuhause ja auch schnell zw Tür und Angel) so ein Fass hier aufgemacht wird….

      Ich lese aus den Kommentaren hier ganz anderes heraus! “

      Ich denke, dass es nicht nur um das Testen vor der Klasse an und für sich geht, sondern die Mentalität, welche bei solchen Forderungen rüber kommt – zumindest, wie es wirkt. Das pauschal als „Kleinigkeit“ zu benennen finde ich sehr schwierig, wenn es um Ängste von Menschen geht. Für viele Menschen war die Impfung ebenfalls eine Kleinigigkeit (kurzer Nadelstich, kleine bis keine Impfreaktionen) und trotzdem gibt es hier – merklich – große Debatten. Warum sollte das bei einer Angst, sich den Infekt einzuholen anders sein?

      „Aus Sicht der Eltern mussten Kinder bislang viel für die Erwachsenen zurückstecken, es wurde sich in den Medien um die Pädagog*innen gesorgt, auf die nicht verzichtet werden kann, wenn Eltern weiter ihre Berufe ausüben und somit die Wirtschaft im Gang halten sollen.“

      Nicht nur aus Sicht der Eltern, auch aus Sicht der KuK (welche auch Eltern sein können).
      Sie erwähnen es hierbei doch selbst: Da auf Pädagog*innen NICHT verzichtet werden KANN, wurde es medial so dargestellt, dass diese Gruppe bei der Impfpriorisierung nach vorne kommen und man (politisch) ein „gut gemacht“ verdient, bei vielen anderen Gelegenheiten aber auf die „faulen Lehrer“ nicht verzichtet hat hinzuweisen … Es ging und geht weiterhin darum – wie Sie ebenfalls hier nennen – die Wirtschaft im Gang zu halten und nicht zu viel Protest auf Elternseite! zu bekommen (politisch gesehen).

      „Somit waren Lehrkräfte in der Impfpriorität am Anfang ja auch vorne dabei.“

      Das ist faktisch einfach Falsch. (Dafür gibt es auch mehr als genug Quellen … weiß nicht, wie man das noch behaupten kann)

      „Es ging immer um die Viren, die die Kinder den Lehrkräften von Zuhause aus mitbringen könnten und nie darum, dass die Kinder sich selber anstecken könnten (auch weniger um die Viren, die sie von der Schule mit nach Hause nehmen).“

      „Anfangs“ war das Meinungsbild (durch die Medien) noch ziemlich geprägt durch „Kinder sind weder ansteckend, noch können sie sich anstecken in der Schule“ und wozu sollten LuL demnach eine Impfprio bekommen. (Was, wenn man das TATSÄCHLICH so einschätzte, der STIKO usw. nicht vorzuwerfen ist, da dann aus damaliger Sicht richtig gehandelt wurde)
      Viele KuK hatten und haben weiterhin bedenken diesbezüglich. Das kann man hier auch in älteren Beiträgen zu diesen Themen gut raus lesen. Der Meinung der Medien wurde diesbezüglich von einigen zumindest schon damals seeehr kritisch hinterfragt. Leider fehlten hier die Möglichkeiten etwas zu ändern, außer immer wieder Bedenken zu äußern und zu hoffen, dass die Verbände/Gewerkschaften und auch die Eltern mehr protestieren, um Druck auf sichere Rahmenbedingen zu geben. (Das wäre vielleicht auch gut mit den Naturschutzprotesten angekommen … geht bei beidem irgendwie auch um Leben und Zukunft)

      „Nun sind Erwachsene geimpft und wenn nicht (sofern nicht eine Vorerkrankung dagegen sprach) – selber Schuld! Die Vorsichtsmaßnahmen werden fallen gelassen, denn es geht „nur“ noch um die Kinder und die vierte Welle wird schon Kinderwelle genannt.“

      Auch diesbezüglich gibt es viel Kritik hier. Sowohl von der Redaktion, als auch von einigen Foristen. Auch hier kann gerne wieder darauf hingewiesen werden: Bitte liebe Eltern, setzt euch für eure Kinder und den teilweise sehr schlechten schulischen Rahmenbedingungen ein. Vor allem ihr habt durch die große Masse und die „Gruppendiversität“ ganz andere Möglichkeiten und könnt etwas bewegen.

      „Da werden dann auch mal Kinder mit schwereren Symptomen auffallen und das wird die Wut steigern! Ich sehe diese Forderung von Eltern eher so :“ Zeigt mal, dass ihr unsere Kinder genauso wichtig nehmt wie euch (als Lehrer*innen)!“ “

      Das ist nämlich ein Problem – es wird oft erst etwas gemacht, wenn es zu spät ist. Wenn wir schwere/schwerste Symptome bei den Kindern massenweise haben, bspw. durch neue Varianten, dann haben wir aber so ein richtig großes Problem.
      Nein, das Gefühl habe ich persönlich zumindest nicht. Ich nehme die Kinder sehr ernst, genau deshalb hinterfrage ich ständig die politischen Entscheidungen und hoffe, dass die Elternschaft mehr politischen Druck macht (in vielen Bereichen … Pandemie, Digitalisierung, Schulausstattungen usw.).
      Die Logik, einerseits gegen eine Maskenpflicht zu sein, andererseits zu fordern, dass die LuL auf noch mehr Schutz verzichten, erschließt sich mir nicht.

      Gehen wir das mal ganz kurz durch, wenn das so gemacht werden sollte: Alle LuL testen sich GEMEINSAM mit den SuS (da einfach mal wieder angeordnet)
      -> Wer prüft, ob die Testdurchführung der SuS auch (richtig) durchgeführt wird?
      -> Was passiert bei einer positiven Testung? Werden dann alle SuS von den Eltern sofort abgeholt und warten im Klassenzimmer brav bis dahin? Im Bewusstsein, dass die Lehrkraft eben einen positiven Test hatte und vllt. aufgebracht sind?
      -> Wer informiert die Eltern? Die Lehrkraft nebenbei?
      -> Wer übernimmt die Arbeit, wenn einige Lehrkräfte daraufhin kündigen?
      -> Wer übernimmt die Arbeit, wenn auf einmal einige Lehrkräfte sich krank schreiben lassen? (Psychische Angst, seinen Job ausführen zu können ist hier wahrscheinlich durchaus ein Grund?)
      -> Was ist mit den vulnerablen Gruppen der Lehrerschaft? Bspw. ältere und diejenigen, welche sich nicht Impfen lassen dürfen/können bzw. Vorerkrankunge haben? Haben die dann „pech“, „selbst Schuld“ (warum auch immer) oder dürfen die sich befreien lassen? (Wer deckt dann den Unterricht?)
      -> Was ist mit geimpften und genesenen SuS? Die müssten sich dann doch auch wieder testen? Oder gilt das dann nur für geimpfte und genesene LuL (welche sich sowieso oftmals freiwillig!) (mit-)testen?
      -> Usw. usf. …

      Bitte macht sinnvolle Forderungen. Es hat wirklich keiner etwas davon, wenn es noch weniger LuL künftig gibt. Weder die Eltern, noch die KuK und insbesondere nicht die (künftigen und jetzigen) Kinder!

      Ich würde bspw. eine Forderung verstehen, dass die Präsenzpflicht in vielen Bundesländern während einer Pandemie – zumindest zeitlich begrenzt – aufgehoben wird.
      Ich könnte mich auch noch damit anfreunden, dass dann zusätzlich eine Art Notbetreuung irgendwie versucht wird zu stämmen – wie auch immer.
      Es ist WICHTIG und RICHTIG Forderungen zu stellen, aber bitte nicht um eine Situation noch schlechter für alle Beteiligten zu gestalten – weil …? Ja, warum eigentlich? Was ist das Ziel? Warum nicht dort direkt Fordern?

      „Erst einmal wird vermutet, dass Eltern Lehrende für Betrüger*innen halten. Das es um Lehrerbashing geht.“

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass das sowohl bei den wenigsten Eltern, als auch bei den wenigsten KuK der Fall ist.
      Aber was ist das Ziel hinter der Forderung? „Wenn unsere Kinder schon fragwürdige Rahmenbedingungen durch die politischen!!! Entscheidungen aufgebürgt bekommen, dann müssen wir diese noch schlechter gestalten, indem wir noch mehr schlechte Entscheidungen fordern!“ oder wie? Ich versteh es echt nicht, als ob man damit etwas verbessern würde für auch nur irgendeinen der Beteiligten.

      „Dann hängt man sich an diesem kurzen Test auf.“

      Die Impfung ging bei mir viel schneller. Nadel rein und durch.
      Erklären Sie das mal bitte einigen Impfskeptikern.

      „Dann wird verglichen:“
      Von uns sind viel mehr getestet als von euch! “ – quasi Wettbewerb, wer der bessere Mensch sei.“

      Natürlich wird auf Zahlen geschaut. Dadurch sieht man auch Rahmenbedingungen zu der Forderung. Wieviele LuL würde das treffen, wenn alle vulnerablen LuL und geimpft/genesene wegfallen?
      Oder müssten sich dann wieder alle SuS – bei gleichzeitiger Präsenzpflicht – mit testen? Egal, ob geimpft oder genesen?
      Wenn es wirklich darum geht, dass sich die LuL und SuS dann eben gemeinsam im Raum zeitlich testen.
      -> Da wäre ich mal seeeehr gespannt, wie man das politisch durch bekommen sollte und ob diejenigen, welche diese Forderung gestellt haben, mit dem Ergebnis DANN zufrieden wären. (Wenn der Schuss dann mal nicht mehrfach nach hinten los geht ….)

      „Natürlich sind dann auch alle Eltern für die Querdenker unter ihnen verantwortlich. Am Ende klingt es schon fast so, als wäre alles super und vorbei, wenn DIE Eltern nicht so eine miese Impfquote hinlegen würden.“

      Nein, das sind sie natürlich nicht. Sie sollten ihre Forderungen stellen, welche ihnen wichtig sind. Sehr viele Eltern teilen die Bedenken mit vielen KuK. Dort sollte man zusammen agieren und Forderungen an die Politik stellen, statt gegeneinander zu arbeiten.
      Auch „Querdenker“ haben ihre Ängste und Sorgen. Ich bin mir auch sicher, dass die Meisten von ihnen ihre Kinder lieben und nur das Beste zumindest wollen. Aber auch hier würden solche Forderungen ein „all in“ bedeuten und die Situation aus meiner Sicht nicht sonderlich verbessern.

      „Und natürlich der Vorwurf, Eltern sind alle anderen Kinder außer dem eigenen Kind egal – während Lehrer*innen scheinbar selbstlos liebende Wesen sind, denen ALLE Kinder gleichwichtig sind (Vergleiche Äpfel mit Birnen) “

      Darum geht es doch gar nicht. Ich selbst glaube und hoffe noch an eine sozial eingestellte Gesellschaft. Dort sind die Kinder – zumindest der Gesellschaft als Ganzes – wichtig.
      Ich bin mir aber sicher, dass das eigene Kind einem selbst am wichtigsten ist. Ist auch irgendwo logisch und nachvollziehbar.
      Als LuL hat man natürlich einen ganz anderen Bezug darauf, als als Elternteil.
      LuL, welche Eltern sind, werden beide Ansichten haben, nehme ich an … Ich habe keine Kinder und kann mich dort nur hinein versetzen.

      „Das ist alles so traurig!“

      Ja!

      „Im Grunde ergänzen sich die, auf ihre Kinder quasi mehr emotional gesteuerten Eltern und die, eher objektiv professionellen Pädagog*innen perfekt! Quasi wie Yin & Yang! Und auch die beiden kleinen Punkte in den Symbolen passen, denn Eltern sind auch ein bisschen Pädagog*innen und können Pädagogik verstehen. Und Pädagogi*innen sind auch ein bisschen Eltern – und ich meine nicht, weil sie evtl selber Kinder haben. Wer legt überhaupt fest, ab wann man ein Gefühl gegenüber einem Kind als mütterlich /väterlich definieren kann und wann nicht? “

      Das ist auch so. Eltern und Lehrer und Kinder sollten immer gemeinsam arbeiten, statt gegeneinander. Das wären die optimalen Bedingungen. Daher sollten solche Forderungen auch nicht von (einem Teil der) Elternseite gegen Lehrkräfte gerichtet sein. Sondern man sollte überlegen, wo gemeinsame Punkte sind, welche sinnvoll wären und diese dann gegenüber der Politik/dem KM einfordern. (LuL, Eltern, Verbände, Gewerkschaften)

      „Aber die Arroganz läßt scheinbar nicht zu, dass Eltern Pädagog*innen auf die Eltern Ebene hochheben wollen und umgekehrt das Gleiche!“

      Arroganz ist im Bereich der Kommunikation oftmals nicht sonderlich fördernd.

      „Immer diese Kleinkriege, wo jeder sich für etwas besseres halten muss. “

      Ich denke, das Ziel ist oftmals gleich bei LuL und Eltern. Allerdings sollte man auch auf die Rahmenbedingungen eben achten und bedenken. Genau deshalb finde ich solche Forderungen zumindest fragwürdig.

      „Mein Tipp! Diese Förderung ernst nehmen ist ein Vertrauensbeweis!“

      Diese Forderung erst zu stellen leider nicht.

      • Zunächst einmal stimme ich Ihnen im großen und Ganzen zu. Was das Pauschalisieren betrifft, das Sie an einigen Stellen tun und an anderen nicht, ist es natürlich so, dass das auch (auch für mich) schwierig ist, jedesmal vorsorglich zu differenzieren wenn man auch einfach mal nur die eigentliche Sache klären will. Trotzdem ist die Elternschaft eine sehr heterogene Gruppe. Die Einen fordern laut das Eine und die Anderen fordern laut das Andere. Deshalb kann man das nicht zusammenfassen mit : Wie könnt ihr einerseits gegen die Masken Pflicht sein und andererseits größere Schutzmaßnahmen fordern (nur ein Beispiel). Es gibt auch laute Stimmen in alle anderen Richtungen und „wir“ sind auch nicht die Impfgegner*innen. Zudem weiß man etwas über die tatsächliche Impfquote von Eltern oder nur von der Bevölkerung allgemein? Das „wir“ mehr bewegen könnten bezweifel ich eben wegen dieser Heterogenität, denn so viele sich für das Eine stark machen, so viele tun es auch für das Gegenteil!

        Wichtig ist mir in Ihrer Antwort die Frage :Was bringt diese Forderung?

        Ich denke, das kann man nicht wie eine Matheaufgabe sehen (macht es Sinn, hier noch aufzuladen, anstelle dort…).
        Nehmen wir mal die Umkehraufgabe (und man bedenke auch, es geht hier nicht um SuS vs LuL, sondern um Eltern vs LuL!) :

        Eine Gruppe Lehrkräfte (für die keine andere Lehrkraft was kann) macht laut mit der Forderung von Antischutzmaßnahmen auf sich Aufmerksam,woraufhin die Regierung entscheidet :“ Eltern sind vertrauenswürdig – LuL nicht!“ Bis zu einem gewissen Grad kann man verstehen, dass man die Naivität und den Ruf der Anderen mittragen muss. Wenn es aber zu demonstrativ wird “ LuL müssen sich öffentlich in der Schule testen und dies dokumentieren und Familien nicht“ dann bin ich mir 100% sicher, dass hier von Seiten der Lehrkräfte exakt die gleichen Reaktionen kämen! Da würde nicht sachlich mit der Regierung abgewägt, sondern ganz klar Gleichbehandlung gefordert mit dem Satz “ Das muss dann für die Eltern genauso gelten! Die sollen in der Öffentlichkeit die Tests mit den Kindern durchführen und belegen!“ – Auch wenn, aufgrund der Mehrarbeit, vielleicht nicht der Vorschlag käme, dass dies bei den Schüler*innen die Lehrkräfte noch zusätzlich übernehmen, wie Sie ja auch schrieben.

        Es ist einfach eine Kränkung mit einer darauf folgenden menschlichen Reaktion! Keiner möchte diskriminiert werden bzw dass so deutlich mit zweierlei Maß gemessen wird ( du bist Lehrkraft, gehörst in die Schublade der nicht Vertrauenswürdigen (in diesem Beispiel)). Und gerade wenn es um Vertrauenswürdigkeiten ect geht, werden hier ganz klar Schubladen von angeblich besseren und schlechteren Menschen aufgemacht, in die man sich dann begeben soll. Dies ist man nicht bereit wegen „Anderen“ mitzutragen, dies wird als diskriminierend empfunden und um so ein Verhalten zu verhindern haben wir zu Recht das Gleichbehandlungsgesetz! Und ich betone nochmal :Es geht hier um Vertrauenswürdigkeiten Eltern vs LuL und nicht um die Schüler*innen!

        Meine Aussage : Auf die Forderung einzugehen ist ein Vertrauensbeweis (besser vielleicht Wertschätzung, Solidarität)
        Ihre Aussage : Die Forderung zu stellen ist es leider nicht

        Auch dieses drehen Sie bitte einmal um! Ihnen würde als Lehrkraft unterstellt nicht vertrauenswürdig zu sein (wegen den „Anderen“) weshalb Sie die Tests demonstrativ vormachen sollen und diejenigen, die das nicht tun müssen (in diesem Falle die Eltern mit ihrenFamilien) werfen es Ihnen dann noch als mangelnden Vertrauensbeweis Ihreseits vor, dass Sie nicht selbstverständlich die Eltern/Familien von dieser Regelung ausgenommen lassen wollen. Das wäre unsensibel und geradezu makaber!

        • Das mit dem Pauschalisieren ist mir klar, dass das mal gemacht wird und mal nicht. Ich fand es gerade in Bezug auf sowas wie „ist doch nur ein kurzer Test“ eben schwierig, da das Impfprozedere nur ein kurzer Stich ist.

          Das mit der Heterogenität bei Eltern habe ich ebenfalls erwähnt, das ist mir klar. Bei „Wie könnt ihr einerseits gegen die Masken Pflicht sein und andererseits größere Schutzmaßnahmen fordern (nur ein Beispiel)“ müsste man schauen, ob der BEV auch gegen die Maskenpflicht gefordert hatte. Zumindest einige Elternverbände haben dies meines Wissens nach getan. Und dann ist es die Forderung des BEV und nicht aller Eltern, das muss natürlich auch klar sein. Alle anderen brauchen sich dort aber auch nicht „angegriffen“ fühlen.
          Wenn eine Gewerkschaft BLLV/GEW etwas fordert, heißt das auch nicht automatisch, dass ich dahinter stehe bzw. die Forderung immer gut heiße.

          Das mit der Umkehraufgabe finde ich schwierig. Klar gibt es oft extreme Forderungen zu vielen Themen aus beiden Seiten.
          Ich persönlich würde auch nicht wollen, dass die Eltern alle zusammen mit ihren Kindern sich in einem kleinen Raum testen. Daher würde ich sowas auch nicht fordern. Das wäre einfach eine Trotzaktion, welche die Situation nur verschlechtert.

          Das ist doch der falsche Weg nach „Vertrauen/Solidarität“ zu fordern? Warum sollte man sich selbst in Gefahr bringen müssen, nur weil „die Politik“ (nicht pauschal sehen) meiner Meinung nach sehr fragwürdige Entscheidungen getroffen haben und weiterhin trifft.

          Es geht doch auch nicht nur um „Vertrauensbeweis fordern“. Das Ganze sollte man schon mal bisschen realistisch/logisch betrachten (BEV, daher Bayern):
          -> Momentan müssen sich weder LuL, noch SuS – welche doppelt geimpft/genesen sind – testen. (Ausgangssituation der Forderung gerade)
          – D. H. wir müssen eben schon auf Zahlen schauen -> Wie viele (und welche) LuL betrifft die Forderung?
          – Wenn sie von Gleichberechtigung sprechen, dann müssten sich entweder wieder alle zusammen testen lassen (dann gibt es allerdings keine „Aufsicht und Hilfestellung“ der Testung – bspw. SuS verschüttet etwas, braucht neuen Test) oder eben die geimpften/genesenen LuL weiterhin sowieso nicht.
          – D. H. entweder es betrifft ca. 5% (?) der LuL, welche sich mit testen müssten, oder es betrifft 100% der SuS und LuL (außer bei ärztlichem Attest)
          – Evtl. Forderung nach einer „Testzelle“ also im Prinzip eine Corona Schutzverglasung am Pult (wie öfter gefordert) … Dann könnten alle super sehen, wie man sich testet und gleichzeitig wäre Schutz gewährt.

          Ich bin mir halt nicht sicher, ob die Forderung so wirken würde, wie der Elternverband das sich vorstellt. Meiner Ansicht nach, wäre das nur ein großer Nachteil für alle Beteiligten – aber das würde sich zeigen.

          Persönlich hätte ich auch nichts dagegen gehabt, wenn die SuS sich alle zu Hause testen. Ich sagte bereits schon, dass ich von den Selbsttests in den Schulen sowieso nicht viel halte und dieser grundsätzlich dort keine Verortung (gehabt) haben sollten, ohne medizinisches Personal dafür.

          Ich verstehe – emotional – ihre Forderung und kann diese durchaus nachvollziehen. Aber die Durchsetzbarkeit müsste man „mir“ dann bitte auch erklären und die Vorteile (außer „Vertrauen/Solidarität“). Auf die Punkte sind Sie leider nicht eingegangen, das hätte mich interessiert.

          Ich persönlich würde mich auch in der Schule, trotz doppelter Impfung, mittesten. Da sowieso die Maskenpflicht aufgehoben wurde, sehe ich das für mich nicht als so starkes „mehr Risiko, krank zu werden“ und würde mich halt am Fenster testen. Dazu bin ich in keiner Risikogruppe. Allerdings verstehe ich auch die Angst einiger KuK, wenn das so wäre und könnte mir gut vorstellen, dass das zu mehr Problemen führt, als es löst. Da wir – sehr wahrscheinlich – nach den Ferien allerdings wieder mit Masken in den Schulalltag starten, hatte diese Idee wohl nicht sonderlich gut geklappt mit der Aufhebung der Maskenpflicht.

        • So viel Text – und das Einzige, was drinsteht ist: Lehrer sollen der Forderung nach Gleichheit im Unrecht stattgeben, um ihren guten Willen zu zeigen, ansonsten wird man von Ihnen mit allerlei Küchenpsychologie zum Therapiefall etikettiert.
          Diese Übergriffigkeit und passive Aggression geht mir dermaßen auf den Zeiger… machen Sie doch eine Ausbildung zum Therapeuten und beglücken dann Leute, die es hören wollen, mit Ihren geschliffenen Analysen.

  21. Die Lösung ist doch ganz einfach. Die unzufriedenen Eltern kommen in die Schule und führen die Tests in den Klassen durch, unterschreiben das alles ordnungsgemäß verlaufen ist und wenn sie fertig sind rufen sie die Lehrer. Sie dürfen sich auch selber gerne mittesten.

  22. Zitat xy: Und hier stellt sich die Frage, warum Eltern nun Lehrer instrumentalisieren, um ihre eigenen Interessen (Tests zuhause) durchzusetzen.

    Diese Frage stelle ich mir auch! Außerdem frage ich, für was ich meinen Beamteneid geleistet habe. Wenn ich schon meine Beamtenpflichten erfülle, die mich dienstlich teilweise in der freien Meinungsäußerung einschränken, dann erwarte ich auch, dass mein Arbeitgeber mir vertraut.

  23. Im Klassenzimmer MIT den Schülern zu testen sollte man tunlichst vermeiden. Sollte de Test positiv sein, lächle ich kurz, verlasse den Raum und kehre nicht mehr zurück. Es empfiehlt sich, vorher und alleine zu testen. Im Übrigen gibt es hinsichtlich vieler Vorgehensweisen Ungleichbehandlung zwischen Schüler und Lehrer und das hat auch seinen Grund.

  24. LEHRKRÄFTE UND SCHÜLER*INNEN SIND NICHT GLEICH. PUNKT.
    DEMENTSPRECHEND LIEGT DIE UNGLEICHHEIT IM VORGEHEN IN DER NATUR DER SACHE!

    WAS SOLL DIESE AUSUFERNDE DISKUSSION HIER?

    • Es geht um ELTERN (!) und Lehrkräfte und die sind jeweils in ihrem verantwortlichen Handeln als Erwachsene und in ihrer Vertrauenswürdigkeit und anderen menschlichen /charakterlichen Eigenschaften als vor dem Gesetz gleichwertige Menschen zu betrachten!

      • Unsinn- Lehrer sind in der Schule Mitarbeiter und Eltern quasi wie Kunden in einem Laden oder eben Besucher einer Behörde- die eine Schule auch ist.
        Für Mitarbeiter gilt ein anderes Recht als für die anderen Gruppen.

        • Und wo in unserer Gesellschaft ist es sonst noch so, dass eine bestimmte Gruppe von Kunden, Mitarbeitern oder Arbeitgebern im Gegensatz zu ALLEN ANDEREN n unserer Gesellschaft die Tests unter Aufsicht Dritter durchführen soll? Im Restaurant muss man die Aktion nicht vorführen, beim Krankenhausbesuch auch nicht, wahrscheinlich auch nicht im Gefängnis – höchstens vielleicht in einer psychiatrischen Klinik als Patient, wenn man für nicht zurechnungsfähig gehalten wird. Ganz Deutschland führt den Test ohne Aufsicht durch, außer die für ihre Kinder zuständigen Eltern in Bayern. Da soll das in der Schule vorgemacht werden. Das ist definitiv diskriminirend!

          • Eltern können die SuS auch vor dem Schulbesuch testen lassen. Das wird anerkannt – Fachlich allerdings und kostet jetzt Geld.
            Ich dürfte eben auch nicht selbst mich testen und dann überall hin … Der Vergleich hinkt einfach sehr stark.

  25. Diese Diskussion geht tatsächlich an den Fakten vorbei.

    Viel Mimimi und viele Möglichkeiten Feindseligkeiten zwischen Eltern und Lehrkräften aufzuheizen.
    Ob die Maßnahme einen Aufhänger wert ist und ob der Aufhänger wiederum einen Aufhänger wert ist, steht auf einem anderen Blatt.

    Fakt ist : Der Elternverband ist im Recht!

    Denn: Es geht nicht um die Schüler*innen, sondern um deren Eltern, die als Erwachsene für genauso verantwortungsbewusst/sozial reif in ihrem Verhalten gegenüber unserer Gesellschaft gehalten werden müssen, wie alle anderen auch.

    Wenn eine Studie zufällig ergibt, dass rothaarige Menschen besonders gewissenhaft die Schutzmaßnahmen einhalten und überproportional häufig geimpft sind und die Regierung daraufhin beschließt, dass Restaurantbesitzer nur noch Blonde und Brünette kontrollieren müssen, ist das 100% DISKRIMINIERUNG!!!

    Von daher von meiner Seite aus an dieser Stelle: PUNKT! ENDE! AUS!

  26. @Indra Rupp
    „ Fakt ist : Der Elternverband ist im Recht! … PUNKT! ENDE! AUS!“
    Eine Argumentation, die Ihrer würdig ist, fürwahr. Wenn das nicht überzeugt, weiß ich auch nicht mehr weiter.

      • Menschenrechtsfragen… geht’s noch ne Nummer größer? Wenn Sie die Testung der Schüler in der Schule in Anwesenheit von Mitschülern und Lehrern diskriminierend finden, setzen Sie sich dagegen ein, anstatt zu fordern, dass die Lehrer sich nun auch in diese Situation begeben sollen. Sorry, Ihre „Argumentation“ kann ich nicht mehr ernst nehmen.

      • Also sollte man sich auch zu Tode hungern, nur weil andere Leute verhungern?
        Man könnte sich doch schließlich etwas solidarisch zeigen …

        Hunger zu sättigen ist schließlich auch ein Menschenrecht. Und wenn das nicht alle haben, dann sollte das vielleicht keiner haben?`

        Also diese Logik … echt mal …

  27. Die ganze Forderung ist doch mal wieder totaler Unsinn. Geimpfte Schüler müssen sich nicht testen, der größte Teil der Lehrer ist geimpft, warum sollte er sich also testen müssen?

    Als wir Lehrer noch nicht geimpft waren, war ich dienstlich verpflichtet, mich regelmäßig zu testen, dieses wurde auch gewissenhaft durchgeführt, es besteht also kein Grund, diese Verpflichtung in den Klassenraum zu verschieben, nur damit ein paar Eltern nicht der Meinung sind, dass ein Lehrer im Vorteil ist.

    Ich kenne übrigens keinen einzigen Lehrer, der mit einem positiven Selbsttest in die Schule gekommen ist, ich kenne aber sehr wohl Eltern, die ihre Kinder trotz positivem Test geschickt haben. Solange es so ist, dass ein Teil der Eltern sich jeglicher Verantwortung gegenüber ihren Kindern entzieht und der Meinung ist, alles zu unternehmen, um die Kinder zu Hause los zu werden, so lange müssen sich manche Eltern auch nicht beschweren, dass man ihnen diesbezüglich nicht vertraut!

  28. Um jetzt in einem auf mehrere Antworten meiner Kommentare, mit dem Vorschlag „dann tun Sie doch mal was dagegen und engagieren sich“ zu Antworten :
    DAS TU ICH HIER DIE GANZE ZEIT!
    Denn ich hinterfrage in einem öffentlichen Forum den Sinn und die Rechtmäßigkeit dieser Vorgehensweise, mit meinem Ergebnis, dass der Vorwurf der Ungleichbehandlung korrekt ist und auch garnicht nur im Bezug auf die Lehrkräfte in Bayern, sondern auch auf alle anderen Menschen hierzulande. Alle sind offiziell vertrauenswürdig, außer die Eltern in Bayern und das ist ein Unding! Dabei steht mir an erster Priorität, dass das Unrecht abgestellt werden sollte und ich habe mit „werA sagt muss auch B sagen“ garkeine Partei ergriffen, wie die Änderung aussehen soll. Lehrkräften in diesem Forum scheint aber ausschließlich zu interessieren, dass es nicht zum eigenen Nachteil abläuft und ansonsten ist egal was Recht ist und was nicht. Des Weiteren habe ich die eh schon kaputte Eltern-Lehrer*innen – Beziehung hinterfragt und wie die Ich-bezogenheit und die Vorurteile und Angriffe in diesem Forum das wohl noch verstärken.
    Demnächst gibt es vielleicht einen umgekehrten Fall und dann wird es von der anderen Seite (Eltern) die gleichen Reaktionen geben und somit ist keine Besserung dieser Situation in Sicht.
    Bezüglich Diskriminierung habe ich mehrfach Erfahrung mit dem Thema und kann nur sagen, dass all diese Symptome hier vorkommen. Diskriminierung ist kompliziert und Empathie anstrengend. Viel einfacher ist eine Täter-Opfer-Umkehr, das Problem zur Matheaufgabe erklären, auf eigene Befindlichkeiten ablenken, lächerlich machen ect. Werden die Eltern dann nächstes Mal im umgekehrten Fall auch so machen. Da geh ich dann auch auf die Barrikaden, bringen tut es natürlich nichts. Dies ist dann mein letzter Kommentar zu diesem Artikel, denn die Diskussion ist ja schon extrem lang.

  29. Ganz ehrlich, wenn meine erste Klasse sich testet bin ich dermaßen am rumrennen, helfen und schauen, sich unter diesen Umständen auch zugleich noch selbst testen zu müssen halte ich für in der Praxis unzumutbar. Davon abgesehen, dass ich NIEMALS in der Schule die FFP2 abnehmen würde, schon gar nicht zeitgleich zu sämtlichen Schülern im Raum. Es wird uns schon dermaßen viel aufgezwungen, was denn noch alles, nur damit die Eltern das fairer finden? Muss ich denn wirklich ständig gegängelt werden, obwohl ich mir täglich den Arsch aufreiße unter diesen speziellen Bedingungen gute Arbeit zu leisten?

    Wer nicht möchte, dass sein Kind in der Schule getestet wird kann zum Testzentrum gehen. Ich könnte das theoretisch auch.

    Aber ich bin doppelt geimpft und teste mich dennoch zwei Mal wöchentlich zu Hause.

    Eines allerdings muss ich sagen: Ich habe auch keinerlei Verständnis dafür, dass in unserem Beruf immer noch Kollegen ungeimpft sein dürfen. Ebenso wie in Pflege und bei Ärzten finde ich das schier unverantwortlich den uns Anvertrauten gegenüber.

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