2,8 Prozent mehr (ab Dezember 2022): Enttäuschung bei Lehrkräften über Tarifeinigung

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POTSDAM. Eine Corona-Sonderzahlung von 1.300 Euro sowie 2,8 Prozent mehr Gehalt ab dem 1. Dezember 2022 – als „verantwortungsvollen Abschluss in schwieriger Corona-Zeit“ hat die GEW das Ergebnis der Tarifverhandlungen bezeichnet. „Mit Blick auf die aktuelle Pandemie-Situation ist der Abschluss zu vertreten. Viele Beschäftigte haben genau so wie wir mehr erwartet. Die Arbeitgeber waren aber leider nicht dazu bereit, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in der Corona-Krise gerecht zu werden“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Montag nach dem Ende der Verhandlungen. Der VBE wurde deutlicher: „Die Einigung in der Tarifrunde ist deprimierend für die Lehrkräfte“, meinte Bundesvorsitzender Udo Beckmann.

Prall sieht anders aus: Zum Jubeln ist den Gewerkschaften angesichts des Ergebnisses nicht zumute. Foto: Shutterstock

„Zusätzlich zu den Gehaltserhöhungen haben die Gewerkschaften die Hauptforderung der Arbeitgeber abgewehrt, durch Zerstückelung von Arbeitsabläufen eine schlechtere Eingruppierung vieler Beschäftigter durchzusetzen und damit Geld zu sparen. Das ist ein Erfolg, weil damit der Einsturz einer der Säulen der Tarifarchitektur verhindert worden ist“, so erklärte GEW-Chefin Finnern.

Die Kernpunkte des Tarifabschlusses nach Gewerkschaftsangaben:

  • Corona-Sonderzahlung in Höhe von 1.300 Euro bis März 2022, steuer- und sozialabgabenfrei
  • 2,8 Prozent mehr Gehalt ab dem 1. Dezember 2022
  • Gesprächszusage über Beschäftigungsbedingungen für studentische Hilfskräfte
  • Höhere Zulagen für während der Corona-Pandemie besonders belastete Beschäftigtengruppen im Gesundheitsbereich
  • Vertragslaufzeit: 24 Monate

Die Arbeitgeber hätten unbedingt durchsetzen wollen, dass sie Beschäftigte anders als bisher, sprich niedriger in das Tabellensystem des Gehaltstarifvertrages eingruppieren können, so die GEW. Dafür hatten sie dem Thema „Arbeitsvorgang“ höchste Priorität gegeben. „Dahinter verbergen sich Mechanismen, nach denen Beschäftigte in das Tabellensystem des Gehaltstarifvertrages einsortiert werden. Durch die Zerstückelung von Arbeitsabläufen sollte eine schlechtere Eingruppierung von Beschäftigten möglich gemacht werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Das Verhalten der Arbeitgeber in der diesjährigen Tarifrunde der Länder hat erneut gezeigt, wie groß die Kluft zwischen Worten und Taten ist“, erklärte VBE-Chef Udo Beckmann. „Das, was den Arbeitgebern in den Verhandlungen als Ergebnis mühsam abgerungen werden konnte, ist angesichts der besonderen Situation, in der die Tarifverhandlungen stattfanden, zu akzeptieren, entspricht aber nicht der Wertschätzung, die die Beschäftigten erwartet und verdient haben. Er wird zudem nicht dazu beitragen, den Fachkräftemangel im Lehrkräftebereich zu beseitigen. Um hier die Attraktivität zu steigern, muss die Politik ihren Worten in Sonntagsreden auch endlich Taten folgen lassen. Dafür und für die Übertragung auf den Beamtenbereich werden wir weiter streiten.“

„Ein solches Ergebnis in Krisenzeiten und unter großem Druck zu erzeugen, steht den Arbeitgebern nicht gut zu Gesicht“

Ernüchtert klingen auch Stellungnahmen aus den Ländern. „Die Arbeitgeber waren leider nicht dazu bereit, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in der Corona-Krise gerecht zu werden. Unsere Zustimmung haben wir nach schwierigen Verhandlungen mit Blick auf die Gesamtgesellschaft gegeben. Wohlwissend, dass die Beschäftigten mehr verdient hätten. Die Arbeitgeber haben das Verantwortungsbewusstsein der Beschäftigten in Krisenzeiten schamlos ausgenutzt. Ein solches Ergebnis in Krisenzeiten und unter großem Druck zu erzeugen, steht den Arbeitgebern nicht gut zu Gesicht“, erklärte Anne Albers, Leiterin des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der GEW Berlin.

„Die Verhandlungen wurden angesichts der Situation und der sturen Haltung der Arbeitgeberseite unter schwierigsten Voraussetzungen geführt. Das Ergebnis ist unter den aktuellen Gegebenheiten ehrlich zu nennen, allerdings für die Beschäftigten im Schulbereich ernüchternd“, sagte Stephan Behlau, Landesvorsitzender des VBE Nordrhein-Westfalen. „Es ist leider nicht das erste Mal, dass Politik am Verhandlungstisch deutlich von wohlformulierten Sonntagsreden abweicht. Wer den Fachkräftemangel im Schulbereich angehen will, muss ernstzunehmende Signale setzen.“

Der Tarifabschluss 2021 gilt für rund 1,2 Millionen Angestellte im öffentlichen Dienst der Länder. Die Gewerkschaften verlangen, dass das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Bezüge der rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie die rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen wird. News4teachers

Tarifstreit: Berliner GEW mit über 6.000 Beschäftigten im ganztägigen Warnstreik

 

 

 

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105 KOMMENTARE

  1. Das ist so ein Witz, vor allem ernsthaft erst ab Dezember 2022 die lächerlichen 2,8 Prozent.

    Meine Kündigung bei meiner Gewerkschaft geht heute raus.

    • Was glauben Sie denn, wäre ohne Gewerkschaften dabei rumgekommen? Ich bin auch sauer, aber ohne Gewerkschaften fahren wir ohne Zweifel schlechter!

      • Ich brauche keine Gewerkschaften unterstützen, die keine Durchsetzungsfähigkeit haben. Man hätte nicht unterschreiben sollen, sondern weitere Streiks durchführen sollen. Gerade in Coronazeiten sitzen wir am längeren Hebel. Wenn das medizinische Personal jetzt nicht in den Krankenhäusern arbeiten würde, während die Intensivbetten alle belegt sind, hätte es ganz schnell eine Einigung gegeben.

        Wir haben jetzt eine aktuelle Inflation von über 5 Prozent. Die 2,8 Prozent ab Dezember 2022 sind lächerlich und stellen einen Reallohnverlust dar.

        • Wie gut Gewerkschaften sich durchsetzen können, hängt davon ab, wie stark Gewerkschaften sind, sprich, wie viele Mitglieder sie haben und wie viele dieser Mitglieder an Arbeitskämpfen teilnehmen. Damit sieht es bei den Lehrern eher mau aus. Leider!

        • Waren Sie beim Warnstreik dabei? Was erwarten denn die Leute, wenn sie nicht bereit sind zum Arbeitskampf. Der VBE hat NIX gemacht ( außer in der Freizeit aus Protest Fahrrad fahren). Die DGB Gewerkschaften haben wenigstens einen Tag was auf die Beine gestellt.

        • Nein, dann hätte es Klagen wegen fahrlässiger Tötung gegeben. Auch Streiks haben ihre Grenzen.
          Ich arbeite als Ärztin. Wenn ich meine Überstunden, Nachtdienste und Wochenenddienst hochrechnen, komme ich auf den gleichen Stundenlohn, wie mein Mann, der als Schlosser arbeitet. Wir dürfen die Überstunden weder absetzen noch bekommen wir sie bezahlt. Tun wir es doch, werden wir zum Chef zitiert, vor dem wir uns rechtfertigen müssen, warum wir unsere Arbeit nicht in der vorgegebenen Zeit schaffen. Wir sollen Zeitpläne und Nachweise erstellen, was noch mehr Zeit kostet , natürlich ist das Taktit, denn jeder in der Medizin weiß, dass man ständig unterbrochen wird, von Anrufen, Zwischenfällen, Notfällen, Rückfragen von anderen Kollegen, der Pflege ect. Es ist unglaublich frech, wie wir alle im medizinischen Sektor ausgebeutet werden. Aber wer im sozialen Bereich arbeitet, neigt dazu sich ausnutzen zu lassen. Denn sonst wäre man nicht so einem Berufswunsch gefolgt. Schade, dass Nächstenliebe und Verantwortungsbewusstsein nicht honoriert werden.

    • Letzte Erhöhung 1.1.2020 um 1,29% (aus der letzten TR).
      Nächste Erhöhung zum 1.12.2022 (bis dahin Nullrunde!).

      Grob überschlagen also im Durchschnitt
      2020 1%
      2021 1%
      2022 1%

      Hammer…

      • Sorry, aber das stimmt doch nicht. Letzte Erhöhung war 1.1.2021 mit 1,29 %. Davor 1.1.2019 und 1.1.2020 zusammen 3,2%.
        Nix Nullrunde.
        Und 1.300 Euro Abgaben – und steuerfrei sind umgerechnet auf 11 Monate auf meinen Nettolohn ca 2%. Klar, es ist keine lineare Erhöhung, aber es ist besser als nix.
        Ich hätte mir tatsächlich mehr für die Pflegekräfte gewünscht…. Aber alle anderen Angestellten und Beamte sollten m. E. lieber die Füße stillhalten.
        Und bevor das jemand zum Anlass nimmt, mich falsch einzuordnen…. Ich bin auch Lehrerin….

        • Die 1300€ sind ja der Witz. Stellen sie sich vor sie arbeiten und wohnen in München. Sie bekommen Kinderzuschlag weil die Miete so hoch ist. Die Folge der 1300€, sind dann Wegfall des Kinderzuschlags. Beim Wohngeld auch. Es mag zwar steuerfrei sein, aber es ist Einkommen.
          Statt 1300€ wäre Monatlich besser gewesen. Wer aber gut verdient und nur wenig Miete zahlt, dem werden die 1300€ etwas bringen. Die offene Frage bleibt für die Steuerklärung 2022, ob die 1300€ doch noch versteuert werden.

    • Gerade weil so viele angestellte Lehrer nicht mitgemacht haben beim Streiken, konnte das Ergebnis nicht besser sein. (siehe mein Kommentar unten)

      Wieso lasten Sie das der Gewerkschaft an?

    • Bitte vergessen Sie nicht, zeitgleich ihre Verzichtserklärung auf die 1500 Euro sowie die 2,8% abzugeben. Nur eine starke GEWerkschaft ist ein ernstzunehmender Verhandlungsgegner. Also, wenn Sie ihre Wut kanalisieren wollen, dann werben Sie neue Mitglieder. Trittbrettfahrer haben wir mehr als genug

  2. Nicht übel. Abzüglich Inflation bleibt damit also weiterhin ein Kaufkraftverlust netto stehen. Nichtmal zu einem Inflationsausgleich hats gereicht.

    • Das ist seit Jahren dasselbe Spiel: Um eine Inflationsrate von 3 % auszugleichen bräuchte es brutto eine Erhöhung um ca. 4 % (individuell allerdings verschieden wegen der unterschiedlichen Steuerprogression). Die Inflationsrate muss vom Nettogehalt bezahlt werden, und dieses steigt immer und grundsätzlich geringer als das Bruttogehalt. Das liegt an der „kalten Progression“, die schon bei Normalverdienern erheblich zuschlägt.
      Und dann wird es nach Tarifverhandlungen oft als Erfolg verkauft, wenn über mehrere Jahre pro Jahr durchschnittlich 1-2 % Erhöhung brutto (!) herausspringt. Die einmalige Mehrwertsteuersenkung hat damit kaum etwas zu tun. Es war langfristig so und wird wohl auch so bleiben. Inflationsbereinigt gibt es also reale Lohnsenkungen. Die Minuszinsen für Sparguthaben kommen dann noch als „Sahnehäubchen“ dazu.
      Bei den Beamten war jahrelang das Spiel, dass die prozentualen Erhöhungen geringer ausfielen oder später anfingen. Außerdem müssen die sog. „höheren Besoldungsgruppen“ immer gesonderte Abschläge hinnehmen, und das geht schon bei A 13 los. Gerade bei Beamten kann man auch an anderen Schrauben drehen, z.B. die Beihilfe absenken, den Familienzuschlag kürzen etc.

  3. Die GEW und co. kritisierten noch einen Herr Weselsky als egoistisch und selbstdarstellerisch.

    Sorry Leute! Mag er sein, aber er hat es wenigstens geschafft etwas zu erreichen und ihm war EGAL, was man über ihn sagt. Bei uns heißt es … „Naja, war halt nicht mehr drin.“

    Man kann auch echt mal mehr Einsatz zeigen. In Hessen ist die Prämie kleiner aber immerhin 4% auf 28 Monate.

    Ich bin mega frustriert!

    • Na, da bedanken Sie sich mal bei all den angestellten Kollegen, die nicht mitgemacht haben! (Und bei den verbeamteten, die nicht mal bereit sind, die Gewerkschaftler per Mitgliedsbeitrag zu unterstützen.)

      • Genau, dabei werden die Tarifabschlüsse der Angestellten auf die Beamten gewöhnlicherweise übertragen, die dafür keinen Finger krummgemacht haben.

        • Beamte sind vom Streikrecht ausgenommen, also dürfen verbeamtete Lehrkräfte nicht streiken – sonst wäre es mit der Unterrichtsversorgung mancherorts schwierig geworden.

  4. Laufzeit 24 Monate!? Für diesen Schrott!?
    Wieso streiken wir nicht weiter??
    Es ist Krise? Umso besser, dadurch wird doch noch viel deutlicher, was wir leisten!
    Lass doch Unterricht und Sozialpädagogik ausfallen, das ist das Problem der AG und nicht meins!!

      • Nee, eine massive Teilnahme aller angestellten Lehrer hätte geholfen. Wo waren die alle? Überwiegend in ihren Schulen und Klassen. Bei uns beteiligte sich nicht mal die Hälfte der angestellten Lehrer !!

        • In Thüringen gab es gar keine Warnstreiks, sie Gewerkschaft rief lediglich zu einer Postkarten-Aktion auf.
          Wenn man sieht, wie bei der Bahn gestreikt wird, fragt man sich da schon, warum bei uns nicht mehr geht.

  5. Geil, alle regen sich auf.
    Verstehe ich nicht. Es gibt doch mehr Geld und noch 1300€ steuerfrei.
    Wir Lehrkräfte verdienen superviel Geld liebe Leute. Ich bei A12 mit 2 Kindern komme auf 3800 NETTO!
    Jetzt schon, was ist eigentlich euer fucking Problem?

    • Schön, ich als angestellte Lehrkraft nicht, und die Schere zwischen Beamten und Angestellten öffnet sich immer weiter.
      Angestellte streiken, es bewegt sich was, und dann kommt immer der Satz:
      Die Gewerkschaften verlangen, dass das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Bezüge der rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie die rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen wird.

      Real bekommen die Beamten im Verhältnis wieder mehr Geld als Angestellte bei 2,8%, inklusive der Sozialabgaben bei Angestellten auf diese 2,8 Prozent.
      Als Beispiel für das „wirkungsgleich“:
      Basis Beamter z.B.3800 + 2,8%= ca 3906 (ein plus von 106, Krankenkassenbeitrag bleibt)
      Basis Lehrer in Tarif z.B. 3200 + 2,8. = ca 3289 (ein plus von 89, darauf die SV noch abgezogen am höheren Gehalt orientiert und am Schluss zur Belohnung weniger Altersbezüge.)

      Das als Basis für die nächste Runde lässt die Lücke noch weiter aufklaffen.

      So etwas ist halt immer wieder ärgerlich, vor allem wenn alle die gleiche Arbeit leisten müssen.

      Ansonsten finde ich gut, dass die Zerstückelung der Stufen vermieden wurde.
      Aber gute Verhandlung hätte vielleicht mehr gebracht. Corona heranzuziehen, um weicher mit dem Verhandlungspartner umzugehen, halte ich für völlig unangebracht. Der Arbeitgeber ist auch nicht wirklich netter zu seinen Arbeitnehmern aufgrund der Pandemie gewesen.

      • @Klugscheisser:
        Ich kann diese ständige Jammerei zur grundsätzlichen Benachteiligung angestellter Lehrkräfte nicht mehr ertragen.
        Das Beamten-Bruttogehalt ist – bei äquivalenter Eingruppierung – jeweils niedriger als das entsprechende Angestelltengehalt. Nachdem mein eigenes Arbeitsverhältnis vom Angestellten- in den Beamtenstatus überführt worden war, lag mein Nettoeinkommen unter dem vorherigen. Mit anderen Worten: Das Land spart sich einfach die Sozialausgaben, zahlt den Differenzbetrag nicht an die Arbeitnehmerinnen aus, legt es aber auch nicht für die Altersbezüge zurück. Jahre später wird dann behauptet, die Beamten hätten nie irgendwas eingezahlt.
        Im Gegensatz zu den Angestellten steigt der Krankenversicherungsbeitrag der Privatversicherten übrigens jedes Jahr beträchtlich. Meine letzte Beitragserhöhung betrug 10%.
        Ich bin froh, verbeamtet worden zu sein, weil es mich im Falle einer Langzeiterkrankung besser absichert. Finanziell hat es sich bislang nicht gelohnt für mich.
        Schöne Grüße von einer verbeamteten Lehrerin, die seit Jahren über ihre Mitgliedsbeiträge an die Gewerkschaft die Streikgelder für ihre angestellten Kolleginnen mitfinanziert!

    • Weil nicht alle Lehrkräfte wie sie verbeamtet, sondern angestellt sind.
      Das, was ver.di erstreitet, wird nachher auf die Beamten und Beamtinnen gespiegelt. Also wäre statt ihrem großkotzigen Verhalten ein Danke schön eher angebracht.

    • Bayern? In NRW kommt man mit 2 Kids auf 3200 Netto in A12. Außerdem ist A12 die größte Witzbezahlung seit langem. Vor allem für hochqualifizierte Lehrkräfte. A12 ist gehobener Dienst. Am Gymnasium steigt man in A13 ein und rauscht mit ziemlicher Sicherheit in A14, manchmal bis A15. Wird Zeit dass A12 ausstirbt.

      • Als angestellte Lehrkraft erhalte ich auch 3200 netto.
        Im Berufskolleg, also LIT 13.

        Ich will nicht höher aufsteigenda die Steuern und die SV das meiste wegfuttern, aber man mehr Stress durch weitere Aufgaben bekommt.

        Gut zu wissen, dass ich eigentlich Geld als A12er bekommen.

        • @Busenfreundin

          „Da ist ja wieder der Marc, der nie genug bekommen kann. “

          Vielleicht sind genau solche Ansichten (also deine, nicht Marcs) der Grund dafür, warum man (das Land) Grundschullehrerinnen nicht mehr als A12 bezahlen muss… sie betrachten sich eben selbst als überbezahlt.

      • „rauscht mit ziemlicher Sicherheit in A14, manchmal bis A15“.
        Wo ist das so? Könnten Sie das näher quantifizieren?
        In Hessen gibts 1/3 A14er an Gymnasien (und 5 A15 Stellen, davon eine mit Zulage).
        Aus meiner Sicht ist das nichts mit „ziemlicher Sicherheit“.
        Wie ist das bei Ihnen?

      • Das hängt ja von der Erfahrungsstufe und der Familienzulage ab… Ich arbeite auch in NRW, werde nach A12 bezahlt und verdiene 3.358 Euro netto (Steuerklasse 4, private Krankenversicherung in Höhe von 310 Euro geht noch runter). Mit Kindern käme dann natürlich noch mehr on top.
        Ich bin an sich mit meinem Gehalt zufrieden, finde aber die unterschiedliche Bezahlung an den Schulen auch ungerecht. Ich unterrichte in der SEK I an einer Gesamtschule und muss mit einem Korrekturfach, Klassenleitung, FK-Vorsitz etc. deutlich mehr arbeiten als einige KuK mit A13 oder A14. Ich hoffe sehr, dass irgendwann A13 für alle in NRW kommt und dass das Gehalt der angestellten KuK angeglichen wird.

    • Ich mit a13 in erfahrungsstufe 6(das ist die höchste), zwei Kinder, 25 Jahre im Dienst, Gymnasium, Lehrbefugnis für 3 Mangelfächer, bin bei 3200 netto. Angestelltenverhältnis. Nee, ist nicht cool! Vielleicht mal den Kopf heben und über den eigenen Tellerrand hinausschauen!

          • @Marc, gehen Sie nach BaWü. Da bekommen Sie mit A12 bereits das, was man anderswo erst mit A13 verdient.

        • Was Sie „netto“ nennen, scheint in Wahrheit nur die Abschlagszahlung zu sein, die Sie nach Abzug der Lohnsteuer vom Arbeitgeber erhalten. Maßgeblich ist aber immer die Zahl aus dem Steuerbescheid für das ganze Jahr, der von der Wahl der Steuerklasse unabhängig ist. Entsprechendes gilt für die hohen Steuerabzüge in Steuerklasse 5. Es gibt nur EINE Grundtabelle und nur EINE Splittingtabelle, Steuerklassen kommen ansonsten nicht mehr vor.
          Frage: Wie beurteilt man hier eigentlich die von einigen Parteien geforderte Abschaffung des Ehegatten-Splittings? Die würde für viele zu einer Senkung des Nettogehalts führen bei gleichem brutto.

    • „Ich bei A12 mit 2 Kindern komme auf 3800 NETTO!“

      Freut mich für sie. Ich bin a13 ohne Kinder und komme nach Abzug der Krankenkasse, die bei den Beamten ja noch in voller Höhe vom ausgezahlten Betrag abgeht, auf 2.800€ NETTO.

      • @Chris, seien Sie bitte ehrlich und sagen Sie uns, was Sie an die Krankenkasse zahlen! Und ob gesetzlich oder privat. Und bitte auch welches Bundesland, damit man das nachvollziehen kann.

        • Bundesland: NRW
          Besoldungsgruppe: a13
          Familienstand: Single ohne Kinder, also keine Zulagen
          Kranken- und Pflegekasse gesetzlich: 830€ monatlich

          Ein Wechsel in die PKV ist aufgrund von Vorerkrankungen aus Kindertagen praktisch ausgeschlossen.

          Wie gesagt, denke ich, daß man das „Netto nach Krankenkasse“ vergleichen muß, weil bei dem Netto der Angestellten die Krankenkassenbeiträge ja schon vorher abgeführt wurden.

    • Ich würde es sehr begrüßen, wenn diese Diskussionsplattform weiterhin ein angemessenes Niveau halten kann, da es kaum Möglichkeiten für einen sachlichen Austausch unter Lehrkräften im Netz gibt. Finde es sehr befremdlich, wenn Lehrkräfte hier mit Begriffen wie „geil“ und „fu**ing“ ihre undifferenzierten Ansichten zum Besten geben. Ein Armutszeugnis für jegliche Diskussionskultur!

      • Ich hoffe dies hält Sie nicht davon ab meinen Beitrag gut zu lesen. Es ist mir einfach unbegreiflich wie sich sehr gut verdienende Akademiker hier als Opfer gerieren und sich bei diesen hohen Gehältern um ein paar Prozent zerfleischen. Als Beamter (zumindest i d Schule) verdient man überdurchschnittlich gut und mir geht es halt „auf den Senkel“, dass manche KuK sich hier so stark beschweren. Die Wirtschaft geht runter, alle müssen sparen aber als Beamter merkt man davon nix. Inflation 5% ist echt als Argument ein Witz in unseren Lehrergehaltsklassen, mal ehrlich. Es sei den man möchte vlt ein Haus kaufen, selbst da hat mein Kollege (A15, 4 Kinder) letztes Jahr noch ordentlich gespart wegen der Mehrwertsteueränderung.
        Also, manche Vokabeln hole ich raus wenn es mir nicht passt, wenn Ihnen das nicht passt, kann ich das verschmerzen.
        VG

  6. @Stevie: Mein fucking Problem? Verheiratet, volles Deputat (ich unterrichte übrigens nur Oberstufe und habe 3 korrekturintensive Fächer) und 2900€ Netto mit ner A13 in Brandenburg. Ich komme wöchentlich auf 60h Arbeit und habe außer in den Sommerferien (wir haben übrigens ne Vorbereitungswoche hier in Brb für die Sommerferien) keine Pause im Jahr. Ich bin so durch mit dem ganzen System, mit Corona, mit den Entscheidungsträgern und der ganzen Gesellschaft, die nur verächtlich auf uns herab blickt.

    Ich überlege langsam ernsthaft, mein exbenso vorhandes Juraexamen zu nutzen und wieder in die freie Wirtschaft zu wechseln. Das Leben dort war definitiv entspannter und einträglicher.

  7. Ja, ich war auch mal angestellter Lehrer, gibt weniger Geld aber sorry, immer noch viel. Bin selbst Arbeiterkind und habe mit BaFöG studiert.
    Schaue mich manchmal hier verwundert um. Mich kotzt dieses Gelaber von Inflation usw in der Coronazeit echt an. Wir Lehrkräfte verdienen halt einfach saugut. Und wer 60h ranklotzt sollte sich mal beraten lassen. Hab selbst auch in Teilzeit gearbeitet weil es mit Kindern besser ist. Kann manchmal das Gequatsche von KuK zum Thema Verdienst echt nicht mehr aushalten, den Eltern unserer SuS geht es bei weitem nicht so gut wie uns in unserer ÖD-Bubble.

    • „Kann manchmal das Gequatsche von KuK zum Thema Verdienst echt nicht mehr aushalten, den Eltern unserer SuS geht es bei weitem nicht so gut wie uns in unserer ÖD-Bubble.“

      @Stevie, na dann sei doch so gut und geh für den Mindestlohn arbeiten! Komm schon, sei ein Vorbild und geh voran!

      Ich gehe wegen des Gehaltes wegen arbeiten (um meine Familie ein gutes Leben bieten zu können) und wenn ich das nicht (entsprechend meiner Ausbildung) bekomme, dann wechsle ich in den besser dotierten Posten (und keine Sorge, ich habe nicht Germanistik studiert, dass der Lehrerjob die einzige Möglichkeit für mich ist). Und als Angestellter in „unserer ÖD-Bubble“?! Als Angestellter ist der ÖD absolut unattraktiv, deshalb finden die ja auch keine Dummen mehr oder nur Minderqualifizierte für die Jobs. Der Beamtenstatus rettet dem ÖD allzuoft als einziges Argument nur noch den Allerwertesten…

      • Verstehe die Argumentation nicht. Was meinen Sie mit gehe doch f d Mindestlohn arbeiten?
        Ich habe übrigens auch schon i d freien Wirtschaft gearbeitet. Und der Luxus des ÖD ist tatsächlich existent. Wo kann man sich schon tiefenentspannt krank melden, wo können Kolleg/Innen sich während der Dienstzeit Arzttermine legen. Manche KuK legen OPs usw auch gerne i d Arbeitswochen und sind dann zu den Ferien plötzlich genesen. Wo kann man Elternzeit u Ferien so abstimmen, dass man maximal profitiert, Weihnachtsgeld gibt es auch, Zusatzrente für Angestellte (VBL), sicherer Job , Liste lässt sich fortsetzen, und nochmal: Ordentlich Asche für die KuK. Natürlich ist der Job je nach Schulformen und Deputat unterschiedlich. Lohnen tut es sich mE auf jeden Fall.
        Und ich schaue mir nicht nach 18.00 Uhr noch Dienstemails an, sorry. Messenger lasse ich dann auch aus.
        Auch wenn es nicht immer leicht ist, ein wenig Abgrenzung braucht es um nicht unter zu gehen.

        • „Verstehe die Argumentation nicht. Was meinen Sie mit gehe doch f d Mindestlohn arbeiten?“

          Das ist eine überspitzte Antwort darauf, dass du dich scheinbar (oder nicht scheinbar) selbst für überbezahlt hälst und den Vergleich mit anderen Berufsgruppen aufmachst (womit ich das Argument dann dankbar mit den Niedriglöhnern aufnehme – hätte ich genausogut auch mit Fussballmillionären machen können)

          „Ich habe übrigens auch schon i d freien Wirtschaft gearbeitet.“

          Wer hat das nicht?

          „Und der Luxus des ÖD ist tatsächlich existent. Wo kann man sich schon tiefenentspannt krank melden, wo können Kolleg/Innen sich während der Dienstzeit Arzttermine legen.“

          Konnte ich auch alles als ich in der „Freien Wirtschaft“ war, also mich krank schreiben lassen. Stellen Sie sich mal vor: Ärzte verteilen die Krankenscheine nicht nach Status und Arzttermine in die Dienstzeit zu legen (oder gar freie Tage zu nehmen) geht auch nicht, denn die Unterrichtszeiten stehen fest.

          Was führe ich das denn hier überhaupt so detailliert aus? Als ob es Betriebsrenten, Elternzeit, Weihnachtsgeld oder OPs nicht auch in der freien Wirtschaft geben würde…und Ferien abstimmen? Müssen alle im ÖD oder haben sie noch nicht mitbekommen, dass der ÖD nicht nur aus Schulen besteht?

          Am Besten finde ich ja immer das Argument „sicherer Job“. Ja klar, dass man z.B. einen studierten Informatiker mit E9/10 nicht mehr ziehen lassen will, das kann ich mir schon vorstellen… Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch Handwerker, Ingenieure und Informatiker, allesamt in der freien Wirtschaft, auch gerade einen festen Job haben.

          „Lohnen tut es sich mE auf jeden Fall.“

          Aber nicht als Angestellter (zumindest für meine Ausbildungsfächer), selbst mit E13 steht die Bezahlung im Vergleich zum Arbeitsaufkommen und den geforderten Qualifikationen in keinem Verhältnis zueinander. Das, was ich mit E13 verdienen würde (es ist zum Glück A – da sieht das schon wieder anders aus), könnte ich mit weniger Stress auch woanders verdienen.

          Außerdem, was regen Sie sich über die Bezahlung der Angestellten auf, wo sie selbst doch auch Beamter sind?

          • Sicher wissen Sie was ich meine mit dem Luxus des ÖD. Falls der Eindruck entstanden ist, dass ich die angestellten KuK kritisieren möchte ist dies falsch. Nichts liegt mir ferner. Ich bin auf jeden Fall auch für E13 f alle Lehrämter.
            Aber ich bleibe dabei, wir hoch bezahlen Lehrkräfte mit ordentlich Urlaub im Jahr jammern halt gerne laut und vernehmlich, was man an ihrem Beitrag gut sehen kann.

          • @Stevie
            Nennen Sie mir die Stelle, an der ich jammere!

            Ich habe es gar nicht nötig zu jammern, da ich meine Stelle ohne Verbeamtung (und somit 800€ Gehaltserhöhung) gar nicht erst angetreten hätte.

    • Einerseits stimme ich Ihnen zu, wenn Sie die Gehälter mit denen der Lehrer an Waldorf- oder gar Ergänzungsschulen vergleichen. Die können bei ähnlicher Arbeitszeit mit dem Angestelltennetto aus dem ÖD als Bruttolohn ganz zufrieden sein.

      Anderseits widerspreche ich Ihnen auch, weil zumindest für Naturwissenschaftler die Lehrergehälter im Vergleich zu denen aus der freien Wirtschaft oder den Bandarbeitern bei VW (keine Werkverträge oder Zeitarbeiter, aber mit Schichtzulage) nicht besonders sind.

      Kurz: Der Lehrerberuf wird auch für Angestellte im ÖD sehr gut bezahlt, aber fürs Geld alleine oder aufgrund der Aufstiegsmöglichkeiten lohnt sich das nicht.

      • Auf einem anderen Planeten? Weil ich die ungerechte Besoldung kritisiere?

        Sie finden die Kritik von mir also überzogen, wenn ich darauf aufmerksam mache, dass Masterabsolventen teilweise verfassungswidrig in a12 besoldet werden??
        Gönnen Sie den Kollegen kein angemessenes und rechtlich gebotenes Gehalt? Stehen Sie drauf zu sehen wie andere verfassungswidrig bezahlt werden? Wollen Sie sich weite wie die A13 Königin fühlen und auf a12 Pöbel hinabschauen?

        • Das von Ihnen, Marc, vorgebrachte Scheinargument der Verfassungswidrigkeit, mit dem Sie sich so wichtig machen, ist doch totaler Quatsch. Erklären Sie mal, warum dann Bundesländer ihre Bediensteten unterschiedlich bezahlen dürfen und jede Firma prinzipiell auch!

          • Bitte ins Beamtenrecht einlesen. Dann würden Sie nicht so einen Quatsch reden. Ein 10 semestriges Studium mit entsprechendem Abschluss muss laut Beamtenrecht NRW eine Eingruppierung in die Laufbahngruppe 2 , 2. Einstiegsamt erfolgen lassen. Sprich höherer Beamtendienst A13 minimum.
            Diese Regel wird bei allen Gruppen des öffentlichen Dienstes so befolgt. Jede Beamtenstelle, die einen Master voraussetzt wird mit Minimum A13 ausgeschrieben. Nur bei den Lehrern wird sei 2009 diese Regel in NRW verletzt.
            Warum? Man kann sich alle Lehrer auf A13 anscheinend nicht leisten. Also verschleppt man die Angleichung seit Jahren. Versprechen tut man es dennoch immer fleißig, um die Leute bei Laune zu halten.

            Viele Lehrer haben schon Klage eingereicht. Die Chancen vor Gericht stehen gut. Aus diesem Grund wurden die notwendigen Widerspruchsbescheide des LBV entweder garnicht oderr bisher schleppend versendet. Zögert das LBV für das Land eine Klage hinaus? Ein Schelm wer Böses denkt.
            Zu behaupten ich würde Quatsch reden ist schon etwas dreist….
            Das wirft mich aber zu meiner Frage zurück.
            Warum so missgünstig?

          • @Marc, Sie werfen hier alles munter durcheinander. Ich habe nicht gegen A13 argumentiert. Ich habe Ihr Argument der „Verfassungswidrigkeit“ zurückgewiesen. Genau das ist Quatsch. Sie haben mit nichts begründet, warum Ihr lächerliches Argument der Verfassungswidrigkeit doch richtig sein soll. Sie haben nur begründet, warum Sie meinen, A13 stünde Ihnen zu.

          • Verfassungswidrig im Sinne gleicher Lohn für gleiche Arbeit, bei gleicher Qualifikation. Dazu gibt es einen Gutachten, der die Verfassungswidrigkeit bestätigt.
            Wenn sie sich an dieser Formalie aufhängen möchten, können Sie das gerne tun. Der Bruch im Beamtenrecht bleibt ohnehin bestehen. Aber da scheinen Sie ja mitzugehen und das Problem auch zu erkennen. Ich brauche keinesfalls den Verdienst von guten Gymnasiallehrern mit A14 oder A15. Aber A13 müssen alle Masterabsolventen bekommen. Das ist kein Wunsch, sondern schlicht rechtliche Notwendigkeit.
            CDU und FDP haben sich das 2009 selbst eingebrockt mit der verlängerten Lehrerausbildung. Würde man für die GS weiterhin 8 Semster an der FH studieren, würde ich nicht meckern und es gäbe mit A12 keinerlei Probleme

          • Jeder Auftraggeber bekommt das Gutachten, das er bestellt hat. Das ist doch auch ein lächerliches Argument.

            Wenn gleicher Lohn für gleiche Arbeit bei gleicher Qualifikation sein soll/muss, warum dürfen dann Bundesländer ihre Lehrer unterschiedlich besolden und Firmen überall ihre Angestellten unterschiedlich bezahlen?

            Die Länge einer Ausbildung ist ein rein formales Kriterium. Verdienen immer alle gleich, die eine gleich lange Ausbildungszeit haben? Das ist eben doch alles Quatsch, was Sie da schreiben.

          • Es klagen ja Lehrer bereits. Gerichtsverhandlungdn in NRW werden aber verschleppt. Da nächstes Jahr sowieso viele A13 im Wahlprogramm haben, könnte es sich eh bald ändern.
            Und Recht haben und Recht kriegen waren schon immer zwei Paar Schuhe.

    • Quatsch doch nicht rum. Wer studiert hat, der hat in der freien Wirtschaft über Jahre höhere Löhne kassiert und sich sogar noch über den ÖD lustig gemacht. Wir haben uns die Sicherheit immer mit weniger Lohn erkauft – das bedeutet aber nicht, dass ich immer weiter Kaufkraftverludte hinnehmen muss.

    • Warum passen die Unzufriedenen nicht ihre Arbeitszeit dem Gehalt an. Sie (AG) bekommen, wofür sie bezahlen. Nicht mehr und nicht weniger. Soziale Berufe sind die einzigen Berufe, die ohne exakte Arbeitszeiterfassung unbezahlte Überstunden anhäufen und sich auch noch bashen lassen müssen (Lehrer).

      • Warum sind die Beamten nicht solidarisch und melden sich einfach krank, wenn die Angestellten streiken? Ich meine, wegen Corona wurde ja hier auch mehrfach zur Krankmeldung „motiviert“ und ich kenne Lehrer, die machen das auch. Dank Beamtenstatus bekommen sie ja ihr Gehalt zu 100% für eine unbegrenzte Zeit.

        • „Warum sind die Beamten nicht solidarisch und melden sich einfach krank, wenn die Angestellten streiken?Warum sind die Beamten nicht solidarisch und melden sich einfach krank, wenn die Angestellten streiken?“ – Weil das nicht der Sinn eines Berufsbeamtentums ist. Der Sinn eines Berufsbeamtentums ist es, die Handlungsfähigkeit des Staates aufrechtzuerhalten. Und das tut die überwältigende Mehrheit der Beamten dann auch. Obwohl es nicht selten schwer fällt.

          • Nun, wegen Corona melden sich manche aber doch krank, obwohl sie es gar nicht sind. Hier wurde gelegentlich sogar dazu aufgerufen.

            Wo bleibt da der Sinn des Berufsbeamtentums?

  8. Der Abschluss ist nicht berauschend. Man muss aber auch mal darauf schauen, wie hoch der Druck war bzw. wie niedrig. In Berlin streikten zwischen 3000 und 4000 Lehrer. Es hätten aber rund 20 000 angestellte Lehrer in Berlin streiken dürfen. Es hat also nicht mal die Hälfte teilgenommen. Da sollen die doch bitte jetzt nicht herumjammern !!!!

    • Da hat die GEW aber auch selber Schuld. Hat lange ihre Aufgaben als Gewerkschaft mit der einer politischen Organisation verwechselt.

      Ich bin, wie so viele, kein GEW-Mitglied aus dem einfachen Grund, weil ich politisch von einem ganz anderen Ufer bin und daher zu 90% die Ziele der GEW ablehne und dann bringe mich die restlichen 10% auch nicht mehr dazu die GEW zu unterstützen.
      Und ganz ehrlich, in vielen Bereichen gebe ich der GEW sogar eine Mitschuld an den Misständen im Bildungsbereich – übrigens auch bei der daraus folgenden Bezahlung und den Arbeitsbedingungen.

      Wie ernst soll man denn eine „Gewerkschaft“ nehmen, deren Führungsklientel sich zu großen Anteilen aus den Parteien rekrutiert, gegen die sie demonstrieren will?

      Es müsste eine Alternative zur GEW (und nicht nur der) geben. Etwas komplett anderes, wo die alten Zöpfe radikal abgeschnitten wurden und es keine personellen Verwicklungen in die Parteien gibt. Etwas, was wirklich eine Gewerkschaft ist.

      • Da kann ich Ihnen teilweise zustimmen. Politisch gehe ich mit der GEW auch nicht unbedingt konform. Es gibt ja auch mindestens eine Alternative, der VBE. Der gilt normalerweise als „etwas konservativer“ als die GEW. In NRW gibt es noch den „SCHALL“. Der könnte sich ja mal bundesweit ausdehnen.

        https://www.schall-nrw.de/

        • Ich schaue mir das gerne einmal an, aber wenn mal auf die Homepage des VBE schaue, die dass Tarifergebnis feiern und ihre „Ziele und Positionen“ betrachte, dann sehe ich da keinen großen Unterschied zur GEW… irgendwie ist es sprichwörtlich das Gleiche in grün.

          Und spätestens hier war ich raus: „Gender Mainstreaming und Diversity Management als verpflichtende Bestandteile in der Lehrerausbildung“

          Da müsste ich ja mit dem Klammerbeutel gepudert sein.

          VBE – nein danke

  9. „Und wer 60h ranklotzt sollte sich mal beraten lassen.“ Ihre Wort klingen doch etwas arrogant oder zumindest ignorant. Zumindest als Lehrer sollte man doch wissen, dass es DEN Lehrberuf gar nicht gibt, da die Einflussfaktoren doch zu divergent sind. Schulart, Schulort, Fächer und einiges mehr haben doch einen erheblichen Einfluss auf den benötigten (Zeit-)Aufwand.

    Ich denke nicht, dass ich auf 60 Stunden in der Woche komme, aber mit 50 Stunden bin ich sicherlich, vor allem zur Coronazeiten, die meiste Zeit dabei. Ich bin alleine schon 35 Stunden an der Schule. (Zwischen 17:00 Uhr und 22:00 Uhr kamen hier vorhin übrigens 132 Meldungen über den schulinternen Messenger rein. Abschalten schwer gemacht.)

    Trotzdem halte ich mein Gehalt nicht für niedrig. Ich würde mir deshalb deutlich eher wünschen, dass zum Beispiel die Deputatsstunden verringert würden oder anders berechnet würden. Nichtdestotrotz spiegeln die 2,8%, bei einer gleichzeitigen hohen Inflation und der besonderen Belastungen durch und in die Coronazeit, eben zum wiederholten Male keine Wertschätzung wieder. Meine Loyalität gegenüber meinem Dienstherren hat in den letzten Jahren merklich abgenommen.

    Grundsätzlich halte ich die Steigerung in Prozenten gleichsam für überholt. Warum rechnet man zum Beispiel nicht die zusätzlichen Kosten der jetzige Erhöhung von 2,8% nicht aus und schüttet dieses Ergebnis auf alle Nutznießer in gleichen Teilen aus. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich beispielsweise eine größere Erhöhung als eine Grundschullehrkraft verdient habe, nur weil ich an einer weiterführenden Schule unterrichte.

  10. Mich ärgert vor allem, dass hier mal wieder der Bonus si hingestellt wird, als sei das irgendwas besonderes. Der Bonus ist keiner, weil er genau die Steigrtung bei A13 über rund 10 bis 11 Monate entspricht, was 2,8% sind.

    Was will dieser Staat eigentlich? Dass ich wie in de USA Tagsüber schlecht bezahlt arbeite und dann am Abend Pizza ausfahre? Ich mache mir ernsthaft Gedanken darum, ob ich mich nicht einfach in Teilen selbstständig machen soll, weil hier alles teurer wird und die Arbeitgeber auf amtsgerechte allimentierung offenbar einen scheiss geben.

    Und hier, liebe KuK ist euer hebel: Schließt euch zusammen und lasst prüfen, ob ihr überhaupt noch amtsgerecht alimentiert werdet. Ich denke in vielen Fällen nicht.

    • Wer die Gewerkschaften klein- bzw. schlechtredet, muss sich doch nicht wundern, wenn die Gewerkschaften nichts bzw. wenig erreichen. Wie schrieben Sie an anderer Stelle: Hahahahahahah!

    • Beamte haben das Recht ihr Vermögen zu verwalten. Dies mache ich im Rahmen von Mietwohnungen und Beteiligungen. Wer nur durch die Schule sein Geld bekommt wird ewig abhängig und unfrei sein. Das schöne daran im Gegensatz zur Selbstständigkeit ist, dass es keine Einkommensgrenzen bei Mieten gibt, auch der Verkauf nach 10 Jahren ist steuerfrei.

  11. Alle die, die sich am Streik nicht beteiligt haben, haben aus meiner Sicht kein Recht, jetzt über den Abschluss zu klagen. Wären wirklich alle Angestellten streiken gewesen, wäre das eine machtvolle Demonstration gewesen. Ohne die Erzieher und andere hätte es bei den Lehrern aber sehr kläglich ausgesehen, denn die meisten blieben „zuhause“ bzw. betätigten sich, wie man anderswo sagen würde, als „Streikbrecher“, da sie ja arbeiten gingen.

    • Die bösen Lehrer sind die Streikbrecher… Ja klar…Vielleicht sollten sich auch einmal die Gewerkschaften hinterfragen, ob das, was sie in der Vergangenheit ablieferten, denn dazu beigetragen hat, ob die Arbeitnehmer sich hinter ihnen versammeln oder ihnen in Massen den Rücken zudrehen.

      Ich kann ihnen verraten, dass ich die GEW nur noch mit Abscheu betrachte (was nicht gleichzusetzen ist mit den Menschen, die sich dort engagieren, insbesondere nicht mit denen in den unteren, lokalen Ebenen).

      • Da steht aber nicht, dass die Lehrer die Streikbrecher sind. Da steht, dass die, die arbeiten gehen, die Streikbrecher sind. Ja, so ist das nunmal, wenn es einen Streik gibt und sich angestellte Lehrer nicht daran beteiligen, sondern fleißig weiterarbeiten, sind sie die Streikbrecher.

        (Gilt nicht für die Beamten-Lehrer, denn die dürfen ja nicht streiken.)

        • Hab ich schon vertstanden, aber noch einmal: „Vielleicht sollten sich auch einmal die Gewerkschaften hinterfragen, ob das, was sie in der Vergangenheit ablieferten, denn dazu beigetragen hat, ob die Arbeitnehmer sich hinter ihnen versammeln oder ihnen in Massen den Rücken zudrehen“

  12. Die Erhöhung von 2,8% über 24 Monate ist in der Tat wenig. Auf Einmalzahlungen sollten sich die Gewerkschaften m.E. nicht mehr einlassen, sondern nur auf die reine Erhöhung der Gehälter konzentrieren, da nur diese nachhaltig ist.
    Verbeamtete Lehrer ab A13 verdienen m.E. doch recht ordentlich, was ich für richtig halte. Ich halte es auch für richtig, dass die Gehälter steigen. Allerdings wundert es mich schon, dass die Gewerkschaften für die Pflegeberufe nicht deutlich mehr rausgeholt haben. Hier hätte ich aufgrund des eklatanten Mangels, der zu Lockdowns führen kann, mehr Fokussierung erwartet (z.B. Prio 1: Pflegekräfte, Prio 2: Lehrer/Erzieher, …. Prio ganz weit hinten Sachbearbeiter, die in der Lockdownzeit nichts zu tun hatten).
    Insgesamt muss man aber auch nüchtern feststellen: Die Coronabedingten Maßnahmen, die die Wirtschaft herunterfahren, werden sich natürlich auch beim Lebensstandard irgendwann widerspiegeln müssen. Man kann nicht auf Dauer eine Gesellschaft auf Grundlage von wachsenden Schulden finanzieren, ohne dass sich dies irgendwo durchschlägt. Und wenn die Länder finanzielle Einbußen haben, so wird sich dies auf die Gehälter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst auswirken. Wenn die Inflation auf Dauer hoch bleibt, so sind solche Ergebnisse dann in der Tat Lohnkürzungen – aber, wenn man denn so will – aus der so oft beschworenen Solidarität.

  13. Beschämend ist vor allem, wie wenige angestellte Lehrer an den Streiks teilgenommen haben. Die meisten sind doch zur Arbeit gegangen. Wären da nicht die anderen im Bildungsbereich Tätigen, hätte es ganz traurig ausgesehen (für die Lehrer).

    Womöglich haben die meisten von ihnen sowieso eine „Beamtennatur“ (Obrigkeitshörigkeit)???????????? Kann das sein? Ernsthaft!

  14. Wenn ich das alles hier lese, komme ich ins Grübeln!

    Ein Lehrer bekommt durchschnittlich einen Stundenlohn von 28-30 €! Fakt!

    Wir reden beim Mindestlohn, den viele nicht bekommen, von 9,6 €! Fakt!

    Der Druchschnittsstundenlohn in Deutschland beträgt zur Zeit etwa 14 €. Fakt!

    Was soll der Sch…. hier?

    Einen pensionierter A13 Beamter erwarten 3.300 € im Monat.

    Ein angestellter Lehrer kann mit viel Glück die 2.000 € erreichen! Die Durchschnittsrente allgemein liegt unter 1.500 €!

    Denkt mal nach, bevor ihr hier rumjammert!

    Lehrer ist ein Job wie jeder andere, nur besser bezahlt!

  15. Wen vergleichst du hier? Unqualifiziertes Personal in Geringen Tätigkeiten zum Mindestlohn mit hochqualifizierten Lehrern mit Masterstudium und Staatsexamen in einer anspruchsvollen Tätigkeit?

    Ich finde solche Vergleiche wenig sinnvoll.

    • @Marc, Sie fallen mir durch eine gewisse „Selbstsucht“ auf. Alles ist gut und richtig, wenn es Ihnen nützt. Nun auch noch Standesdünkel gegenüber dem „Pöbel“, der zurecht am Hungertuch nagt?

      • Haben Sie noch außer Unterstellungen was zu bieten? Ich denke es ist völlig in Ordnung für Gerechtigkeit einzutreten. Besoldungsgerechtigkeit ist ein Thema. Wollen Sie das jetzt etwa zum Vorwurf machen?
        Außerdem werte ich Leute im geringen Einkommenssegment nicht ab, sie unterstellen es nur. Ich weise sie nur nochmal darauf hin dass ihr Vergleich eben Käse ist.

    • @Marc

      Immer dieser Verweis auf die ach so tolle Qualifikation der Lehrer. Ich war vor meinem Quereinstieg nach einer schweren Erkrankung Jahre lang in der Industrie in leitender Position und weiß, wovon ich rede. Verbeamtung ging leider nicht mehr (Altersgrenze).

      Meine „akademische Qualifikation“: Ich habe es immerhin zum Dr. rer. nat. gebracht, falls das interessiert.

      Wenn ich eins gelernt habe in meinem Berufsleben, dann ist es das, dass die „Qualifikation“ keine Garantie für Leistung und schon gar nicht für Leistungsbereitschaft ist.

      Ich erinnere mich allzu gut an Kollegen, die sich im Lehrerjob richtig toll engagiert und den den berühmten Ar… für die SuS aufgerissen haben, aber auch an genug Kollegen, die lustlos ein Minimalprogramm durchgezogen haben, um nicht zu sagen nur ihre Zeit abgesessen haben, und nur gejammert haben.

      Alleine die „tolle Qualifikation“ rechtfertigt nicht das Gehalt sondern Leistung.

      Das sollte eigentlich in jedem Job so sein.

      • Die Qualifikation ist nunmal bei der Besoldung ausschlaggebend. Das denke ich mir nicht aus, das ist Beamtenrecht.

        Weiterhin versucht der obige User ein Argument nach dem Motto
        „Den Kindern in Afrika geht es aber vieeeel schlechter“.
        So ein Argument finde ich halt lächerlich. Gut ausgebildete Leute verdienen nunmal mehr Geld. Völlig normal. Zu sagen man solle zufrieden sein weil ja unqualifiziertes Personal aus völlig anderen Berufsgruppen viel weniger verdienen ist eben etwas lächerlich

  16. Leider sind wir tarifvertraglich gebunden. In der freien Wirtschaft könnten wir unsere Gehälter selbst aushandeln. Ein Bekannter, der nicht so lange studiert hat wie wir, hat das auch gemacht. Er handelt alles selbst aus, und hat auch einen Dienstwagen zum privaten Gebrauch.
    Das wäre doch auch für uns eine Alternative zu diesen Gewerkschaften, sollen die doch merken, wenn alle Lehrer austreten und nur noch der Hausmeister mit seinen Putzfrauen Beiträge bezahlen. Ich würde gerne mein Gehalt selbst verhandeln.

    • @Bauklötzchen: Da täuschen Sie sich aber. Das wäre höchstens für die MINT Lehrer ein Vorteil. Dem Latein, Kunst, Theologie, Sport, Geschichts-oder Spanischlehrer würde der Arbeitgeber dann sagen: Wenn du woanders mehr bekommst, kannst du jederzeit wechseln. Gerne können Sie mir Branchen nennen, in denen die besagten Akademiker mehr verdienen als verbeamtete Lehrer.

    • Und deswegen darf man sich nie beschweren? Sollen Lehrer lieber garnix mehr verdienen weil Kinderlachen Bezahlung genug ist?
      Gymnasiallehrer auf A7. Denn Lehrer wird man aus Leidenschaft?

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