Gebauer beschleunigt Lolli-Tests – und irritiert (schon wieder) mit einer Aussage

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DÜSSELDORF. Schüler in Nordrhein-Westfalen werden regelmäßig auf Corona getestet. Bei den Jüngeren soll künftig noch schneller Klarheit über eine Infektion bestehen. Die GEW lobt das – fordert aber vom Land, jetzt auch an anderer Stelle nachzubessern: bei der Maskenpflicht im Unterricht. Die Schulministerin irritiert derweil erneut mit einer Aussage zum Infektionsgeschehen an Schulen.

«Das spürbar zunehmende Infektionsgeschehen in der Gesellschaft spiegelt sich in unseren Schulen bislang kaum wider»: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), hier auf einer Pressekonferenz im Oktober 2020. Foto: Land NRW

Das aufwendigere Corona-Testverfahren bei den jüngeren Schüler in Nordrhein-Westfalen wird beschleunigt. Nach den Weihnachtsferien sollen schnellere PCR-Testergebnisse für einzelne Schüler an den Grund- und Förderschulen möglich sein, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Dienstag mit. Zudem würden Eltern bei den PCR-Lolli-Tests künftig direkt vom Labor per SMS oder Mail bei einem positiven Ergebnis benachrichtigt. «Das Testen bleibt das A und O für einen sicheren Präsenzunterricht», betonte Gebauer. Laut Finanzministerium werden für sämtliche Tests an Schulen Kosten von rund 750 Millionen Euro für das Kalenderjahr 2022 veranschlagt.

Die Testungen seien eine starke Barriere gegen die Pandemie und eine wirksame Infektionsbremse, betonte Gebauer. Wie in den Vorwochen sei auch am Stichtag 10. November keine Schule geschlossen gewesen. Vom 4. bis 10. November seien bei rund 2,3 Millionen Antigen-Schnelltests an weiterführenden Schulen 2488 positiv ausgefallen. Das entspreche 0,11 Prozent nach 0,07 Prozent in der Vorwoche, als 1588 positive Testergebnisse festgestellt wurden. An den weiterführenden Schulen finden wöchentlich drei Antigen-Schnelltests statt. «Das spürbar zunehmende Infektionsgeschehen in der Gesellschaft spiegelt sich in unseren Schulen bislang kaum wider», erklärte die Schulministerin.

In immer mehr Kommunen werden Kinder-Inzidenzen von über 500 gemessen – Spitzenreiter ist Köln mit 637

Eine irritierende Behauptung – angesichts der Tatsache, dass die Zahl der positiven Schnelltests an Schulen in nur einer Woche um mehr als die Hälfte gestiegen ist. Das Landesgesundheitszentrum weist zudem für 10- bis 14-Jährige heute eine Inzidenz von 398,3 aus, für Fünf- bis Neunjährige von 391,1 – keine andere Altersgruppe verzeichnet annähernd solche Werte. In immer mehr Kommunen werden Kinder-Inzidenzen von über 500 gemessen, darunter Köln (637), Oberbergischer Kreis (557) und der Landkreis Euskirchen. In der vergangenen Woche hatte Gebauer erklärt, die Schulen wirkten «als Bremsscheiben» in der Pandemie, wie News4teachers berichtete.

Bei den Corona-Checks mit den PCR-Lolli-Tests an den Grund- und Förderschulen sollen Schüler ab dem 10. Januar 2022 je zwei statt bisher eine Speichelprobe abgeben. Falls bei der gebündelten Analyse der Proben ganzer Lerngruppen ein positives Ergebnis festgestellt werde, könnten im Labor noch am selben Tag Einzelproben untersucht werden. Bisher stehen erneute Testungen zu Hause am Folgetag an. Bei einem positiven Testergebnis ist eine direkte Info des Labors an die Eltern statt über die Schule vorgesehen. Die Ergebnisse lägen um 6.00 Uhr am Folgetag vor. Bis Ende November soll dazu eine Registrierung der jüngeren Schüler mit den Kontaktdaten der Eltern erfolgen.

Negativ mit dem PCR-Lolli-Verfahren getestete Schüler können nach Ministeriumsangaben ohne Quarantäne weiter zur Schule gehen. Das Schulministerium wies aber auch darauf hin, dass Gesundheitsbehörden Kinder als direkte Kontaktperson einstufen können. Bei Lolli-Tests lutschen Schüler jeweils etwa 30 Sekunden lang auf einem wattierten Abstrichtupfer. Diese Tests erfolgen zwei Mal wöchentlich an den Grund- und Förderschulen sowie den Schulen mit Primarstufe. Bei dem neuen Testsystem wird wie bisher eine Probe je Kind von der Lehrkraft in einem Sammelgefäß gegeben. Die zusätzliche zweite Speichelprobe wird hingegen einzeln verpackt und mit dem Namen des Kindes versehen.

«Alles, was große Sicherheit schafft, Quarantänezeiten und Belastungen reduziert, ist in der aktuellen Situation sinnvoll»

GEW-Landeschefin Ayla Çelik begrüßt die Änderung. «Alles, was große Sicherheit schafft, Quarantänezeiten und Belastungen reduziert, ist in der aktuellen Situation sinnvoll», sagte sie. Besser wäre es nach ihren Worten, wenn auch die immunisierten Schülerinnen und Schüler an der Testung teilnehmen würden. Die Landesregierung sollte auch an anderer Stelle nachlegen: Die Testversorgung für 2022 müsse abgesichert werden und die Corona-Maske als Sicherheitsbaustein im Unterricht wieder verpflichtend sein.

Die Kosten für die PCR-Pooltests und die Antigen-Schnelltests veranschlagt das Finanzministerium mit 747,5 Millionen Euro bezogen auf das gesamte Kalenderjahr 2022. Im zu Ende gehenden Jahr stünden rund 800 Millionen Euro zur Verfügung, von denen voraussichtlich rund 181 Millionen Euro als Restbetrag in das neue Jahr übertragen werden könnten, hieß es am Dienstag in einem Bericht von Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) an den Finanzausschuss des Landtages. News4teachers / mit Material der dpa

Lehrer empfiehlt Maske? FDP-Schulpolitikerin fordert dazu auf, ihr Fälle zu melden

 

 

 

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49 KOMMENTARE

  1. Was freue ich mich auf die Entlastung beim zweimal wöchentlichen Etikettieren der individuellen Teströhrchen für meine Klasse…

    • Angeblich kommen die Röhrchen fertig etikettiert. Ich fürchte nur, dann „dürfen“ alle in täglich 300 Röhrchen rumwühlen, um die Röhrchen ihrer Schüler zu finden.
      Allerdings frage ich mich, was der Anlass für den Umschwung zu diesem maximal Müll produzierenden Verfahren war. Hat sie solche Angst um ihren heiligen Präsenzunterricht, dass jetzt nicht mal 1 Tag zur Nachtestung zu Hause verbracht werden kann??

  2. Bei den explodierenden Zahlen hätte ich gerne eine Woche Distanzunterricht. Oder nach den Weihnachtsferien zumindest. In den Ferien schießen die Infektionen bekanntermaßen ja noch höher.

  3. Meine Güte, was hätten da Luftfilter von diesen Abermillionen angeschafft werden können. Stattdessen VERHINDERN Tests Infektionen. Ja sicher! Wer stoppt diese Frau, um Himmels willen! Vor 1 1/2 Jahren konnte man ihre Inkompetenz noch wegwischen wie eine lästige Fliege. Und jetzt scheint sie überall zu sein und es nützt noch nicht einmal mehr eine Fliegenklatsche, weil sie und ihre Schergen eine einzige Plage geworden sind, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Und wir haben in unserer Schule diese dämliche „Heimatbox“ über das lebenswerte, innovative NRW rumliegen mit einem ntten Schreiben dieser untragbaren Person. Sonst kommt nichts, außer dieser Sch****! Und dazu noch diese Selbstbeweihräucherung und Krönchen polieren, sobald irgendwo eine Kamera oder ein Mikro stehen. Und man scheint ihr auch noch zu glauben oder wenn das nicht, dann kuschen anscheinend alle. Wie sonst ist das zu erklären? Und wenn sie dann noch von der Ampel profitiert, dann gnade uns wer weiß wer. Ich sehe keinen Silberstreif mehr am Horizont…

  4. Wenn ich alleine die immens steigende Zahl positiv getesteter Kids mit den Mini-Zahlen der Ministerin Vergleiche – ist sofort klar, Sie lügt.
    Oder wir sind die einzige Schule, wo täglich positive Kids nach Hause geschickt werden. Wers glaubt……

    • Oder wir eine von vielen in der Umgebung, wo max. ein Kind alle zwei/drei Monate positiv getestet wird und sich dann auch noch herausstellt, dass der Test falsch positiv war. Oder es werden Pooltests positiv, die gar nicht an das Labor geschickt worden sind. Wenn man das alles berücksichtigt, kommt man vielleicht auf die Zahlen, die Sie nicht nachvollziehen können.

      • Das Schulministerium veröffentlicht lediglich die Zahlen der positiven Schnelltests, nicht die der durch PCR-Tests bestätigte Diagnosen. Da bei einem negativen Schnelltest ja in der Regel nicht nachgestestet wird, werden praktisch keine falsch negativen Ergebnisse erfasst.

        Herzliche Grüße
        Die Redaktion

    • Inzidenz 100 bedeutet 0,01%. Ersteres ist lokal an einer Schule schnell erreicht und klingt viel, letzteres ist global über ganz nrw betrachtet sehr wenig. Gebauers Berater sagen ihr schon das vor, was sie gerne hätte.

  5. Diese Frau ist der pure Horror . An meiner Schule wurde jetzt ein Schüler positiv getestet , der von der Befreiung von der Maskenpflicht Gebrauch gemacht hat . Als Einziger . Ein Opfer von Yvonne Gebauer .

  6. Warum nehmen die Lehrer eigentlich nicht an den Pooltests teil? Wie mittlerweile alle wissen können auch geimpften ansteckend sein.
    Das Ministerium für Schule und Bildung NRW beruft sich auf § 3 Abs. 4 der CCoronabetreuungsverordnung. Demnach werden für alle nicht immunisierten, in Präsenz tätigen Personen (Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, sonstiges an der Schule tätiges Personal) wöchentlich drei Coronaselbsttests im Sinne von § 1 Absatz 2 Satz 3 der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung durchgeführt. Darüber hinausgehende Pool-Testungen der Lehrkräfte sind hierin entsprechend nicht vorgesehen.

    Das heißt für mich, dass geimpfte Lehrer gar nicht getestet werden. Das sehe ich als fatalen Fehler an.

    • Sehe das auch als Fehler! Gehe aber fest davon aus, dass die Lehrer derzeit schon deshalb am Pooltest teilnehmen sollen, weil sie ja sonst im Falle eines positiven Pools am nächsten zu Hause bleiben müssen. Schön wäre, wenn sich das mit der neuen Testregelung ändern würde, denn das Problem hätte dich dann ja erledigt. Aber wahrscheinlich will Frau Gebauer gar keine Infektionen geimpfter Lehrkräfte aufdecken. Dann geht das Konzept mit den „sichersten Sorten“ im ganzen Land ja nicht mehr auf.

    • @Juliane N.: Persönlich sehe ich die Nicht-Testung der (überwiegend geimpften) Lehrkräfte in der Tat auch als einen Fehler an, aber das werden die Lehrkräfte wohl kaum selbst bezahlen wollen, und wie viel so was auf ein Haushaltsjahr verteilt kostet, steht ja ungefähr im Artikel – das müsste man dann nur noch von der Anzahl der Schülerinnen und Schüler auf die der Lehrkräfte umrechnen (einfacher Dreisatz). Da kämen sicher so einige Milliönchen zusammen., Und dann kann man überlegen, warum das nicht gemacht wird…

  7. Mal überschlagen: 2,3 Mio Antigen-Tests, 3 Tests pro Woche und Schüler, ergibt grob 800000 getestete Schüler. 2488 durch 8 sind etwas mehr als 300 auf 100000 in der Woche, die allein in der Schule gefunden wurden. Und ich hoffe ja immer noch, dass symptomatische Kinder nicht zum Testen in die Schule gehen. Plusminus die falsch Positiven und Negativen … Hab ich mich verrechnet?

  8. Die Testungen als Spanische Reiter sind A und O für sicheren PU zeigt wie flexibel frau doch ist. 56,675 % Zunahme an positiven Tests in nur einer Woche schreckt weniger als die Zahl 900.
    Und heute erst sind zwei Wochen nach den Herbstferien rum und mit Inkubationszeit gerechnet werden bei Infektionsausbrüchen nun erst die heißen Tage ohne Maske kommen.

    Kann man ihr mal aufzeigen, dass bei ordentlichen Zuwächsen an Infizierten leider das Gegenteil von einer herausragenden Wirtschaftlichkeit wie bei Immobilien oder Auslastung eines Boardinghouses zu verstehen ist.

    In 2021 nicht verbrauchte 181 Millionen Euro als Restbetrag stimmen skeptisch bei 747,5 Mio. neuem Budget für 2022.

    181.000.000 €, was hätte man mit solch einem Volumen an und in Schulen alles bewegen können, sofern man wollte.

  9. Dass SuS, LuL bewusst beim Gesundheitsschutz vernachlässigt werden, zeigt, dass sie keine Lobby haben, als wehrlos ausgemacht würden.
    Dass Frau G. problemlos lügt, zeigt, welches Verständnis sie von ihrem eigentlichen Souverän, dem Volk hat.

  10. Was sagen denn die Datenschützer dazu, dass die Kontaktdaten der Eltern an irgendwelche Labore übermittelt werden? Ob dafür Einverständnis der Eltern vorliegt? Ich glaube kaum. Sollte man sich vllt. mal Gedanken zu machen…

    • Die lachen sich kaputt, wenn man sie das fragt, nachdem wir fast 2 Jahre lang unsere vollständigen Kontaktdaten so gut wie überall abgegeben haben (Testzentren,.Impfzentren, Corona-App, Restaurants, Freizeitveranstaltungen usw.usf).

    • Das ist bei uns in Bayern seit Anfang an fast so. Die Eltern werden direkt vom Labor benachrichtigt. Dafür mussten sie vorher ihr Einverständnis und eine Mailadresse angeben. Die Poolergebnisse kommen abends und falls der Pool positiv ist, die Einzelergebnisse ein paar Stunden später.

    • Genau das habe ich mich auch gefragt, als ich eben das Schreiben unserer empathielosen Grundschul-Schulleitung durchgelesen habe.

      Wir haben also jetzt gefälligst alle persönlichen Daten offenzulegen. Und was ist, wenn wir diese Daten nicht an ein Labor geben möchten? Jetzt mal nur rein theoretisch gefragt.

    • Das nevt mich auch für mein Bundesland. Da werden sämtliche Maßnahmen hochgefahren, aber die Luftfilteranlagen bekommt man einfach nicht in die Gänge.

      • @ysnp

        Ich wiederhole, was ich schon im letzten Jahr verschwörungtheoretisch mit meinen Vermutungen geäußert habe:

        „An den Luftfiltern verdienen die falschen Leute!“

  11. Untragbar, sorry. Kinder sollen lernen! 6 Uhr am Folgetag ist für Eltern in manchen Berufen gar nicht möglich. Warum nicht am gleichen Tag? Warum der Hickhack mit zwei Proben? Warum können nicht 4.Klässler lernen anstatt ständig bibbern zu müssen, morgen zu zuhause zu bleiben?
    Im Kindergarten rotzen und Husten alle, da sind Tests freiwillig, aber ab der Schule – oh weh das böse Schulkind.
    Und denkt einer an die Eltern? Wir müssen beide früh arbeiten, soll ich deswegen wieder meinen Job zum dritten Mal verlieren?
    Lasst euch doch langsam mal was anderes einfallen. In zehn Jahren haben wir eine große Bandbreite an Bildungslücken, weil die Kinder jetzt ständig in Quarantäne müssen. Im Freizeitbereich gilt auch bei Jüngeren ein Schnelltest, warum nicht in der Schule?

    • gern erinnere ich mal an das bisherige Prozedere: der Pooltest wird am Abend/ in der Nacht positiv gemeldet. Daraufhin informiert die Schule am nächsten Morgen die Eltern, diese müssen mit dem Kind den Einzeltest machen und den in die Schule tragen. Bis das Ergebnis des Einzeltests da ist, muss das Kind zu Hause bleiben (also mindestens einen Tag). Da ist das neue Verfahren doch deutlich elternfreundlicher, sie erfahren morgens, dass ihr Kind negativ getestet wurde und es geht ganz normal zur Schule.
      In Quarantäne wurden im übrigen nur noch infizierte Kinder geschickt, und da wollen Sie ja wohl nicht anzweifeln, dass die auch tatsächlich nach Hause gehören.

    • Sorry Sie sind Mutter.Dh in Krisenzeiten sind Sie für Ihre Kinder verantwortlich,nicht der Staat.Schulen sind keine Verwahranstalten,sondern Bildungsinstitute.So ist das leider.P.S.Verrotzte Kinder gehören nach Hause und nicht in den Kiga.

    • @Besorgte Mutter:
      „Untragbar, sorry. Kinder sollen lernen!“ => Genau. Und sich nicht in der Schule anstecken und dann zu Hause bleiben müssen. Oder in Quarantäne landen, weil ihr Sitznachbar infiziert ist 8so läuft das in vielen Bundesländern noch). Daher wird getestet.

      „6 Uhr am Folgetag ist für Eltern in manchen Berufen gar nicht möglich. Warum nicht am gleichen Tag?“ => 6 Uhr am Folgetag ist schon sehr, sehr schnell und bedeutet, dass u.U. auch in der Nacht gearbeitet werden muss (wenn nämlich der Pool aufgelöst wird und die Einzelproben des aufgelösten Pools auch durchlaufen müssen) – tut mir Leid, das geht nicht anders, selbst wenn das für einige Eltern nicht funktioniert.

      „Warum der Hickhack mit zwei Proben?“ => Sie haben nicht die Laborkapazität, um alle Proben einzeln zu testen (es gibt Millionen Schüler in Deutschland!). Also testen Sie zehn Schülerproben gleichzeitig, das ist der „Pool“. Die meisten Pools sind negativ – also brauchen Sie bei denen nichts weiter zu tun.
      Nur ein geringer Teil der „Pools“ ist positiv – da muss also (mindestens) ein Schüler oder eine Schülerin positiv sein. Bei diesen „Pools“ lassen Sie dann noch mal die einzelnen Proben für jeden Schüler/jede Schülerin des „Pools“ durchlaufen, damit Sie genau wissen, wer nun eigentlich infiziert ist und wer nicht.
      Im Ergebnis spart man wahrscheinlich mehr als 85% der sonst benötigten Laborkapazität (Testtheoretiker können Ihnen das, je nach Inzidenz, besser ausrechnen) und Laborkapazität ist nun einmal begrenzt und teuer.

      Dieser „Hickhack“ mit den zwei Proben ist also schlicht ein ziemlich cleverer Trick, der das Testregime überhaupt erst möglich und finanzierbar macht. Muss Ihnen nicht gefallen, ist aber halt so.

      Dass das in Ihrem Fall zu Problemen mit Ihrem Arbeitgeber führen könnte, tut mir Leid – ich drücke Ihnen die Daumen!

    • Wenn Sie angeblich eine besorgte Mutter sind, dann sollte Ihnen auch klar sein, dass es andere besorgte Mütter gibt, die nicht wollen, fass ihre Kinder sich mit Corona infizieren. Manche haben zusätzlich ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf. Leider scheint für sie aber nur Ihr eigener Vorteil zu zählen, nänlich die Zeit in der sie Ihr Kind/er in der Schule, egal ob krank oder gesund, abgeben können. Schonmal was von Solidarität gehört? Kleiner Tip am Rande: Wer keine Zeit für seine Kinder erübrigen kann und möchte sollte lieber vorher darüber nachdenken und keine bekommen! Denn der Erziehungsberechtigte ist nun einmal der Hauptverantwortliche: nicht Lehrer, Erzieher, Trainer oder sonstige Auspasser!

  12. Ja, sorry ey….
    Ist aber auch total unverschämt, wegen dem bißchen Virus, da kann ich mein Kind echt nicht zu Hause betreuen.
    Stellt euch mal alle nicht so an. So schlimm wird das schon nicht sein.
    Und wieso sollen den Eltern ihr krankes Kind betreuen? Dafür sind doch andere da, wieso denn ausgerechnet Eltern, müssen ja schon alles andere machen. Das wird ja immer schöner, jetzt auch noch kranke Kinder zu Hause haben, oder Quarantäne-Kinder. Wisst ihr denn nicht wie die nerven können? Unverschämt wenn man dann früh morgens auch noch Mails checken soll…

    Ironie off….

  13. Die Lollitests schlagen immer häufiger negativ an, anschließende nasale Tests sind aber positiv. PCR bestätigt dann positiv. Also sind die Lolli-Tests nur bedingt geeignet und es laufen viele Kinder falsch negativ herum. Kein Wunder, dass für Frau Gebauer die Schulen als „Bremsscheibe“ wirken, obwohl die Funken fliegen.
    Genau wegen der Lollitests fliegt uns hier bei Aachen gerade alles um die Ohren …

    • Aha. Ich beobachte es andersrum: Lolli-PCR-Tests positiv… anschließender Schnelltest postiv… PCR-Test beim Arzt/Testzentrum dann negativ. Bedeutet: Kind kann wieder zur Schule!

  14. Irritiert sein darf man auch über Äußerungen von NRW Gesundheitsminister Laumann. Aber das passt zum aktuellen Umgang der Politik mit der Lage.

    „Die Impfkampagne zu langsam, die Impfzentren noch nicht wieder hochgefahren. Da fällt dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann nur eins ein: Die Ärzte sollen es richten.
    Der CDU-Mann plädiert dafür, dass die Hausärzte das Impf-Zepter übernehmen. „Die Hausärzte müssen jetzt mehr impfen, sie wollten das ja“, sagte Laumann laut „ÄrzteZeitung“ beim Medica Econ Forum in Düsseldorf. Und weiter: „Statt Golfplatz am Samstag Impfen am Samstag.“
    Auf Twitter wird Laumann jetzt angefeindet
    Dieser Spruch kommt aber gar nicht gut an. Auf Twitter erntet Laumann erboste Reaktionen. Hausärztin Dr. Werner – die übrigens bereits auch samstags Impfungen anbietet – schreibt: „An Häme nicht zu überbieten. Wir bekämpfen mit allen Mitteln die Pandemie, unser Personal und wir sind am Ende der Kräfte. Die Politik sabotiert mehr die Bemühungen, als dass sie unterstützt. Und dann bekommt man solche Sprüche.“
    „Brennt dem Mann der Helm?“
    Unter ihrem Post stimmen viele Menschen ihr zu. Notfallsanitäter Christoph Dennenmoser schreibt: „Echt jetzt? Was für ein unverschämter Zyniker.“ User Trickywuh ergänzt: „Brennt dem Mann eigentlich der Helm?“

    https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/impfen-statt-golfen-unverschaemter-zyniker-aerzte-schiessen-nach-impf-spruch-gegen-nrw-minister-laumann_id_24434301.html

    Hatte Parteifreund Spahn nicht erst die Impfzenten schließen lassen? Und völlig dumm und voreilig die Beendigung der pandemischen Notlage gefordert? In was für einem Land leben wir eigentlich???? Und dann wundern wir uns (oder auch nicht), dass immer mehr Ärzte und Pfleger angefeindet und aggressiv angegangen werden. Wo ist der Respekt des Gesundheitsministers vor dem gebeutelten medizinischen Personal? Wir LuL fragen uns ja leider auch ständig, wo Fürsorge und Respekt unserer Dienstherren bleiben…

    • @Leseratte
      Wahrscheinlich ist das die bisher „genialste“ Nebelkerze seitens der Politik: Andere Berufgsgruppen und andere sonstige Gruppen quasi anbieten zu Anfeindung und Aggression, dann hat man selber als Politiker möglichst lange Ruhe.
      Wenn DER Schuss auf Dauer mal nicht gewaltig nach hinten losgeht?!

    • „Die Impfkampagne zu langsam, die Impfzentren noch nicht wieder hochgefahren. Da fällt dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann nur eins ein: Die Ärzte sollen es richten.“

      aber nur, weil die Impfzentren einfach für das Land zu teuer sind bei Stundensätzen von bis zu 200 € alleine nur für einen Impfarzt. Die Extra-Personalkosten für Coronaimpfungen in der Praxis hat der niedergelassene Arzt aus seinen Einnahmen selbst zu erwirtschaften.

      Dazu am 12.11.2021 im Ärzteblatt: „Mit einer geplanten Verordnung sollen Ärzte statt der bisherigen 20 Euro ab dem kommen­den Dienstag 28 Euro als Vergütung erhalten, zudem soll es einen Wochenendzuschlag von acht Euro geben.“

      … „Auffrischungsimpfungen alleine reichen nach Ansicht von RKI-Präsident Lothar Wieler nicht aus, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.
      Das Boostern erhöhe den Immunschutz stark und ver­rin­gere die Viruslast, sollte sich ein Geimpfter später anstecken. Damit das Infektionsgeschehen kon­trollier­bar werde, müssten aber mindestens 90 Prozent der Menschen eine Immunität aufbauen – durch Im­pfung oder Infektion, sagte Wieler.

      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/128936/Coronaimpfung-Spahn-kuendigt-hoehere-Verguetung-fuer-Aerzte-an

  15. Nicht mehr mein Land- nur komplette Idioten in der Politik. Biologie-Nachhilfe täte not. Und Empathie für Medizin- und Pflegeberufe. Einfach mal ne Schicht machen. Sie haben früh genug geschrien. Schön, dass sich Politik am Donnerstag für eine Entscheidung trifft. Wie immer zu spät. Lasst es einfach durchrauschen – besonders durch die Kinder, denen kein Impfangebot gemacht werden konnte, weil U12.

  16. Meiner Meinung nach müsste Distanz Unterricht gemacht werden sonst wird die 4 Welle noch heftiger sein .Klar sind die Kinder wieder zuhause alleine aber besser jetzt Notbremse ziehen

  17. Mir fällt immer Marie Antoinette ein, die auf den Ruf des Volkes nach Brot antwortete, sie mögen doch Kuchen essen. Mit ihr nahm es bekanntlich kein gutes Ende.
    Aber die Aktion von Herrn Laumann bestätigt nur den gesamten Kurs dieser Mischpoke.

    • P.S.
      Und dass kurz nachdem er der Stadt Krefeld untersagt hat, an der Maskenpflicht festzuhalten.
      Es ist unfassbar, von Menschenverachtung und Hybrid geprägt

  18. Schüler leben nicht in Vakuum. Wie RKI resp. Wieler sagte, die Situation ist so ernst, dass man sich nicht virusfrei testen kann. Tests sind keine Präventionmassnahme. Bei der jetztigen Unfähigkeit der Gesundheitsämter etwas grundlegend zu kontrolieren, ist es nicht mal eine Bestandsmassnahme.

  19. Die Geschichtsbücher werden nicht gelesen! Wer sich ein nur kleines Bisschen damit damit beschäftigt, wird sehen:

    GEGEN DUMMHEIT IST KEIN KRAUT GEWACHSEN!

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