Liebe KultusministerInnen, ein frommer Wunsch zu Weihnachten: Macht Euch endlich ehrlich!

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Von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek

DÜSSELDORF. Zunächst mal: News4teachers wünscht allen Leserinnen und Lesern ein erholsames und gesundes Weihnachtsfest – keine Selbstverständlichkeit in dieser Zeit. Wir sollten durchatmen (in Gesellschaft nötigenfalls auch mit Maske im Gesicht). Turbulente Tage, das lässt sich sicher vorhersagen, werden noch folgen. Wir alle benötigen Kraft, um diese schier endlose Krise zu überstehen. Diese Kraft wünschen wir Ihnen – und uns. Von den Kultusministerinnen und Kultusministern wünschen wir uns vor allem eins: endlich Ehrlichkeit.

O du fröhliche? Foto: Shutterstock

Unserer Redaktion ist im vergangenen Jahr immer wieder „Panikmache“ vorgeworfen worden, weil wir schonungslos über Sachverhalte berichtet haben, die nicht jede und jeder lesen mag. Das Gegenteil aber ist richtig: Panik ist kopflos. Wer seinen Kopf hingegen gebraucht, um sich seriös zu informieren und sich verifiziertes Wissen anzueignen – der wandelt mögliche Angst in Respekt, in ein Gefühl also, dass wir brauchen, um eine Herausforderung annehmen und schließlich meistern zu können. Respekt vor einer Aufgabe sorgt dafür, dass wir mit gebotenem Ernst bei der Sache sind. Und diesen Ernst benötigen wir, um die größte Krise in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg zu überstehen.

Dummerweise haben das viele unserer Politikerinnen und Politiker nicht verstanden. Die Intransparenz, Sprunghaftigkeit und Widersprüchlichkeit ihrer Entscheidungen gerade im Bildungsbereich, in den täglich mehr als 15 Millionen Menschen (Schülerinnen und Schüler, Kita-Kinder, Lehrkräfte und Kita-Fachkräfte) direkt einbezogen sind, mit Eltern sogar gut 40 Millionen, sorgen insbesondere im aufgeklärten Teil dieser Hälfte der deutschen Bevölkerung für ein extremes Maß an Irritation  – und das zu Recht. „Was uns gerade präsentiert wird, ist eine intellektuelle Beleidigung an alle und keine Perspektive“, sagte die Virologin Prof. Melanie Brinkmann im März zur Politik der Kultusminister. Das gilt bis heute.

Eine Psychologin, über deren Posts auf Twitter News4teachers unlängst berichtet hat, schrieb: „‘Schränkt eure Kontakte ein. Die Lage ist heikel.‘ – ‚Schulen bleiben geöffnet, egal was kommt. Wir halten an der Präsenzpflicht fest.‘ Was Familien gerade erleben, ist ein Prototyp für Double-Bind-Kommunikation. Wie in einer toxischen Beziehung. Das ist psychisch extrem belastend.“

Das ist unser Weihnachtswunsch an die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker in diesem Land: Lassen Sie’s sein, Märchen zu erzählen!

Weiter betont sie: „In einer toxischen Beziehung wird viel gelogen, verschwiegen, vertuscht, getäuscht. Bedürfnisse und Interessen werden ignoriert. Es gibt widersprüchliche Erwartungen, so dass man Dinge nur auf die eine oder andere Weise falsch machen kann. Nie richtig. Wir brauchen hier mehr Ehrlichkeit.“

Und das ist tatsächlich unser Weihnachtswunsch an die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker in diesem Land: Lassen Sie’s endlich sein, Märchen zu erzählen!

„Kinder sind keine Treiber der Pandemie“, „Schulen wirken wie Hygienefilter in der Pandemie“, „Schulen sind sicher“ – diese und solche Sprüche (von den PR-Abteilungen der Kultusministerien ersonnen und dann in der KMK an alle zum Weitersagen verteilt) mögen medial gute Verbreitung finden, verkaufen aber die Bürgerinnen und Bürger für dumm, die mittlerweile sehr wohl RKI-Daten lesen und verstehen können.

Offensichtliche Unehrlichkeit von Entscheidern erzeugt Angst. Das Verhalten der Politikerinnen und Politiker, die den Bildungsbetrieb in der Krise führen sollen (und zwar: aus ihr heraus), lässt nur zwei Schlüsse zu: Entweder ihnen fehlt das Verständnis dafür, was wirklich vor sich geht. Oder sie verschleiern ihre wahren Ziele. Keine der beiden Optionen trägt zur Beruhigung bei.

Deshalb, sehr geehrte Politikerinnen und Politiker, werden wir von News4teachers nicht damit aufhören, Sie mit Stimmen aus der Wissenschaft zu konfrontieren. Wir werden auch in Zukunft daran arbeiten, Ihre Versäumnisse offenzulegen. Wir werden nach wie vor Ihre Widersprüchlichkeiten aufzeigen und Ihre Unwahrheiten anprangern. Wir werden weiter ihre Beweggründe analysieren, auch die weniger ehrenvollen – und werden immer wieder Ihre Untätigkeit öffentlich machen, auch wenn Sie versuchen, diese mit Wortgetöse („Schulen wirken wie Scheibenbremsen in der Pandemie“) zu verbrämen. Kurz: Wir werden Sie weiterhin nerven. Versprochen!

Wir fordern vehement Ehrlichkeit von Ihnen ein. Es ist nicht „Panikmache“, über Tatsachen aufzuklären – das gilt für uns, aber erst recht für Sie. Im Gegenteil: Realität wahrzunehmen und zu beschreiben, das ist die Grundlage aller Sachlichkeit. Anders lassen sich Probleme nicht lösen, schon gar nicht solche in der Dimension dieser Pandemie. In diesem Sinne: Besinnliche Weihnachten. News4teachers

Nach Corona: Mit diesen Kultusministern ist kein Staat mehr zu machen

 

 

 

 

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71 KOMMENTARE

  1. Gut gemeint , aber wahrscheinlich wirkungslos : Eine Hälfte der Kumis ist zu abgebrüht , um ehrlich zu sein , die andere ist zu dumm , um die Tragweite ihrer Fehlentscheidungen zu verstehen . Und alle sind sprunghaft . Holter ist ein extremes Beispiel : Erst Abschaffung aller Schutzmaßnahmen , jetzt Distanz – und Wechselunterricht . Und wer sich Yvonne Gebauers Weihnachtsvideo anguckt ( was man nicht bis zum Ende ertragen kann , ohne sich zu ekeln und zu schütteln ) , weiß , dass sie nie verstehen wird , dass Realitätsleugnung keine politische Strategie ist . Außer in Nordkorea .

  2. Vielen Dank für euren Einsatz liebe Redaktion. Ihr habt und hattet es schon so oft auf den Punkt gebracht. Bleibt dran!

  3. An dieser Stelle: Ein dickes Dankeschön an die Macher dieser Seite!

    Sie hat mir oft geholfen, wenn ich mich (mal wieder) gefragt habe, was da nun überhaupt derzeit in der Bildungslandschaft passiert oder eben nicht. Bitte macht weiter so!

    Dafür wünsche ich euch viel Kraft und Mut, Missstände aufzudecken, sozusagen dranzubleiben.

    Und jetzt erstmal ein schönes Weihnachtsfest, auch für die vielen Kollegen und Interessierten, die hier mitlesen. 🙂

  4. Liebe Redaktion,

    ich wünsche Euch mit meiner ganzen Familie und mit ganzen Herzen frohe Weihnachten!

    Bleibt gesund!

    Danke, dass es euch gibt!

  5. Das trifft es auf den Punkt.
    NRW Gesundheitsminister Laumann hat heute im Interview mit der WAZ zugegeben, die Schulen nicht schließen zu können, weil dann jede 3. Krankenschwester wegen Kinderbetreuung zu Hause bleiben muss ….
    Mal abgesehen davon,cdass die „betreuungspflichtigen Kinder“ nur einen Teil der SuS ausmacht, es dafür IMMER Notbetreuung gab, ist eines klar:
    1. Es geht mitnichten um BILDUNG
    2. LuL sind systemrelevant

    Wenn dem so ist, bitte nicht mit Hygiene- und Luftfilterlügen abpoeisen. Die Klängen nämlich auch wieder an: „Durch das Testen werden mehr Infektionen verhindert“.
    NÖ, nicht verhindert, AUFGEDECKT
    Und es ist ganz einfach: Ist eine Gruppe mit der Inzidenz ÜBER dem Durchschnitt, ist sie „Treiber“, ist sie UNTER dem Durchschnitt, „BREMSSCHEIBE“ der Pandemie .
    In diesem Sinne:
    Frohe Weihnachten.
    „O komm, du Geist der Wahrheit,
    und kehre bei uns ein,
    verbreite Licht und Klarheit,
    verbanne Trug und Schein.“

    • Da hat sich Herr Laumann wahrscheinlich verkalkuliert : Wenn die Schulen weiterhin Präsenzunterricht machen , bringen die Kinder Omikron nach Hause . Und so fallen dann noch mehr Krankenschwestern aus . Wegen Infektion oder Quarantäne . Und positive Lehrer können auch keinen Unterricht mache . Dann ist die Kinderbetreuung auch nicht gewährleistet . So gewinnt Laumann ein paar Tage . Mehr nicht .

  6. Vielen Dank Herr Priboschek!

    „Offensichtliche Unehrlichkeit von Entscheidern erzeugt Angst. Denn sie lässt nur zwei Schlüsse zu: Entweder sind diejenigen, die in der Krise führen sollen (und zwar: aus ihr heraus), zu dumm, um zu verstehen, was wirklich vor sich geht. Oder sie verschleiern ihre wahren Ziele. Keine der beiden Optionen trägt zur Beruhigung bei.“

    Ich wollte gerade ähnliches auf einen Userkommentar hier zu einem anderen Thema schreiben, als mir ihr „frommer Wunsch“ angezeigt wurde:

    Wir sind seit ca. zweineinhalb Jahren mit einem kolossalen Politikversagen in dieser Pandemie konfrontiert, insb. auch im Bereich der Schulpolitik, das ich als größten Skandal der Bundesrepublik seit ihrem Bestehen bezeichnen möchte.

    Dieses Versagen äußert sich u.a. im Folgenden:

    (I) Der Nichtzurkenntnisnahme, z.T. gar aktiven Negierung u./o. der (versuchten) Kuvrierung des (internationalen) Forschungsstands zur Rolle von u.a. Kindern und Jugendlichen resp. Kitas und Schulen in dieser Pandemie, die bereits spätestens(!) seit dem Frühsommer 2020 bekannt und in der Forschungsliteratur auch unstrittig war und ist. Ignoriert werden i.d.S. auch die exorbitanten Infektionsrisiken in Kitas und Schulen, die denklogisch infolge baulicher und technischer Faktoren der jeweiligen Örtlichkeiten, schulpolitischer Rahmen u.ä. und insb. auch mit Blick auf basales Wissen über Biologie, Mathematik und Physik auch dem dümmsten Menschen evident sein müssten (die aktuelle KMK-Studie hätte es dazu nicht gebraucht).*
    Erwähnenswert ist zudem die unvorstellbare Unfähigkeit der politisch Verantwortlichen, grundlegende Phänomene einer Pandemie zu erfassen, wie bspw. (a) das den Infektionen die Hospitalisierungen und diesen das Sterben mit entsprechender Latenz folgen, weshalb eine Fokussierung der Hospitalisierungszahlen Ausdruck eines eklatanten Nichtverstehens der Problematik ist, (b) dass i.d.S. ein Inzidenzwert von 50 das äußerte Maximum darstellt, bei dem die Gesundheitsämter überhaupt noch ansatzweise hoffen könnten, soetwas wie eine Fallnachverfolgung und hinreichende Erfassung tatsächlicher Infektionen zu bewältigen und dass jede Maßnahmengrenze, die mit einem höheren Inzidenzwert operiert, wissenschafltich nciht mehr legitimiert ist, (c) dass es neben dem Hellfeld auch eine ungleich höhere Dunkelziffer gibt, (d) dass außer dem evtl. Tod Infizierter auch bereits deren akute Erkrankung problematisch sein kann, dass auch asymptomatisch Infizierte infektiös sein und drastische Langzeitfolgen haben könne und (e) was das Problem bei exponenziellem Wachstum bedeutet etc.

    (II) Der daraus resultierenden konstanten Verletzung der Fürsorgepflicht der Dienstherren ihren Erziehern und Lehrern ggü. (wie auch deren Angehörigen, auf die sich die Fürsorgepflicht erstreckt), zudem der infolge des schulpolitisch verantworteten Unmöglichkeit, dass Erzieher und Lehrer ihrer eigenen Fürsorgepflicht ggü. Kindern und Jugendlichen überhaupt nachkommen könnten.

    (III) Der bestenfalls Unehrlichkeit, mit der das Infektionsgeschehen in Kitas und Schulen von den Kultusministern kommuniziert wird, von Zahlenspielereien (absolute Zahlen, Prozentwerte u.ä. werden statt Inzidenzen) präsentiert, über Zirkelschlüsse wie denjenigen, dass ja nur wenige oder keine Schulen geschlossen seien o.ä., nachdem man selbst(!) die Schließungen mit allen Mittlen untersagt hat, obwohl die Schließungen dringen notwendig wären (man verzeihe mir den Vergleich und stelle sich eine Region mit mehreren Schweinemastbetrieben vor, die trotz massiven Schweinegrippeausbrüchen auf Geheiß des Landwirtschaftsministers unbeirrt weiterlaufen, wobei letzerer gleichzeitig bramarbasiert, alles sei i.O., weil ja kein Betrieb schließen musste…), über antiintellektuelle Provokationen (anders möchte ich Folgendes nicht mehr bezeichnen), wie z.B. die Diffamierung, ausschl. Lehrer trügen die Infektionen in die Schulen, bis hin zu solchen Unverschämtheiten wie dieser unsäglichen Broschüre zum korrekten (immer noch nicht hinreichenden) Lüften von Unterrichtsräumen u.ä. (als seien Lehrer, i.d.R. Akademiker, per se einfach Mal zu blöd dafür…).

    (IV) Des Kredos des Fahrens auf Sicht, (a) als wäre eine Pandemie ein übernatürliches Phänomen, dass sich wissenschaftlicher Analyse entzieht, (b) als wäre das nicht bereits das fünfte Mal(!), dass man hier auf Sicht fahren will, also als ob man nicht hierzulande bereits selbst einschlägige Erfahrungen gesammelt hätte, (c) als ob man nicht bereits ein fünftes Mal(!) internationale Erfahrungen mit diesen und jenen Maßnahmen hätte sammeln können und als ob man auch die Einschläge um Deutschland herum in den entsprechenden Anrainerstaaten nicht sehen könnte (nein, man wiederholt lieber auch deren Fehler) und (d) als ob man insgesamt im Nebel unterwegs wäre und da auf gut Glück rumstochern müsste, wo man doch de facto mit freier Sicht auf einer Autobahn ungebremst mit Höchstgeschwindigkeit entlangrast, geradewegs auf einen alle Spuren erfassenden Großunfall epischen Ausmaßes, so als wäre dieser Unfahl nicht existent.

    In der Tat, die verantwortlichen Politiker sind entweder zu dumm oder verschleiern aus anderen Motiven (z.B. Wahlkampf, Lobbyismus, Nepotismus, Ideologie, Misanthropie) ihre wahre Agenda. In beiden Fällen sind sie für ihre Ämter volkommen ungeeignet.

    Was das Verhältnis zu meiner obersten Dienstherrin angeht: Ich habe schon vor dem Sommer 2020 gesagt, dass das Verhältnis zwischen oberster Dienstherrin und uns Lehrern im Gros nicht lediglich beschädigt, sondern irreparabel zerstört ist. Mittlerweile ist es aber (auch mit Blick auf den Umstand, dass die Kultusminister in Deutschland unisono versagen) so dramatisch, dass das Amt selbst (personenunabhängig) einen so erheblichen Schaden genommen hat, dass ich daran zweifel, dass dies je wieder gekittet werden könnte.

    * Zur Erläuterung hier mein ceterum censeo: https://www.news4teachers.de/2021/08/kmk-wusste-im-januar-von-der-hohen-wirksamkeit-von-schulschliessungen-und-hielt-studien-unter-verschluss/#comment-385657

    • Sehr geehrte/r Zarenthin,

      es geht in dem Kommentar nicht darum, dass jemand „alles falsch macht“ – es geht darum, dass die offensichtlichen Fakten geleugnet oder ignoriert werden. Erst wenn ich die Realität anerkenne, kann ich überhaupt sinnvoll handeln.

      Herzliche Grüße
      Andrej Priboschek

    • @Zarenthin
      Jeder Mensch kann sich einmal „irren“, aber dauernd auf Irrtümern zu bestehen ist teuflisch.

      Niemandem von uns gelingt alles gleich beim ersten Versuch einwandfrei, in Dauerschleife nur ???

    • Wer sagt, dass sich die Inquisition geirrt hat?
      Meine Nachbarin kommt mich manchmal schon etwas komisch vor.

      Manche Sachen sind so offensichtlich, da kann man sich nicht irren.
      Kinder sind Menschen (Überraschung) – Menschen infizieren sich mit Corona – infizierte Menschen (egal wie der Verlauf ist) – infizieren Kontaktpersonen.
      Eltern sind extrem enge Kontaktpersonen für Kinder.

      Wo gibt es da was nicht zu verstehen oder wo kann man sich da irren?

      Auch alle wirklichen Experten wie das RKI und Infektiologen bestätigen das.

      Die KMK verschweigt aber alle Warnungen und beruft sich auf Expertisen der Kinderärzte. Die haben natürlich kein Interesse an Kinder die dank Distanzunterricht gesund bleiben. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

      Sicherheit wäre nur durch wirkliche Maßnahmen wie Luftfilter, tägliche Tests durch Ärzte und eine konsequente FFP2 Pflicht zu erlangen gewesen.
      Der Zug ist aber abgefahren.

      Da bleiben eben nur zwei Möglichkeiten. Distanzunterricht oder volle Intensivstationen dank Omikron.

    • @Zarenthin, Gott sei Dank, es gibt hier noch nicht die Einheitsmeinung. Man möchte das bei dem ganzen Applaus fast denken. Stimme Ihnen voll zu.

      • Einheitsmeinung, seht her, die Einheitsmeinung!
        Kommt Leute kauft!
        Flexibel, passgenau und abwaschbar. Ablassbriefe gibt es nur heute gratis oben drauf.

  7. Kann man es auch mal ruhen lassen? Mal 2 Tage keine Schuldzuweisungen?
    Kein anprangern? Geht das?
    Nein, man muss am 24. Dezember wieder einen Artikel einstellen.
    Liebe Redaktion, macht mal Weihnachten und kommt mal runter!
    Schöne ruhige Feiertage allen.

    • „Macht Euch endlich ehrlich!“ lese ich hier als frommen Wunsch und Sie zelebrieren dies direkt als Schuldzuweisungen mit vier Fragen und einer vorweggenommenen Antwort.
      Die Kunst dabei ist leider, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein (Selbsttäuschung).
      Besinnliche und gesunde Festtage!

    • @Minna:

      Habe am 23.12.21 bei dem Lokalblatt, für das ich abends arbeite, Korrektur gelesen.
      Für die Ausgabe 24.12.21.

      Stehen auch nicht nur weichgespülte Artikel drin….
      Am 24. die Anzahl der herausgegebenen Medien mal gecheckt?
      Kriegen die auch alle einen Rüffel mit Ihrem Absender?
      Weil Weihnachten ist?

      Kommen Sie mal runter!
      Anprangern ist doch IHR favorite Job hier in diesem Forum.

      • Man zähle hier einfach mal die Artikel und Leserkommentare, die ständig Politiker an den Pranger stellen und ihnen außer falschem Handeln auch charakterliche Fehler nachsagen! Und dann mache man sich besser selbst mal ehrlich, bevor man wieder loslegt mit dem Projizieren eigener Sünden auf Andersdenkende und schreibt: „Anprangern ist doch IHR favorite Job hier in diesem Forum.“

        • „….,bevor man wieder loslegt mit dem Projizieren eigener Sünden auf Andersdenkende ….“

          Da haben Sie mich ja tatsächlich 1:1 verstanden. Herzlichen Dank.

  8. Liebe Redaktion, und Ihr vielen, vielen Mitforisten, die mir inzwischen lieb und teuer sind: Viva, meinSenf, Trulla, Pit2020, André Hog, Klaus Lehmkuhl, Dil Uhlenspiegel, Mary Ellen und und und…
    Ich danke Euch allen: so oft hab ich Kraft geschöpft aus Euren Posts – allein schon das Wissen, dass es viele gibt, die mit Leib und Seele für Schule und Schüler einstehen, und die deshalb auch das Beste für ihre Schüler wollen, so oft war es hilfreich, zu lesen: ich bin nicht allein mit meinen Vorstellungen. Speziell @Dil und @Pit2020: danke für so manchen Lacher.
    Ich wünsche uns allen wunderschöne ruhige und besinnliche Weihnachtstage. Bleibt gesund, passt auf Euch und Eure Lieben auf, genießt die freien Tage.
    Noch ein Wort direkt an die Redaktion: Danke. Die Seite hier wird auch in den Landtagen gelesen und Eure Expertise bzgl. wissenschaftlicher Recherche und Darstellung genutzt (zumindest von der Opposition). Ihr helft auch dadurch direkt mit, Schule besser zu machen. Danke auch für das nahezu unzensierte Forum, dass Ihr uns bietet, um uns auszutauschen: das ist so wichtig und wohltuend. Macht bitte unbedingt weiter so im neuen Jahr.
    In dem Sinne: bleibt gesund, alles Gute für Euch,
    Mika

  9. Auch von mir ein Riesendank an die N4T-Redaktion für ihr unermüdliches „Dranbleiben“!
    Auch wenn es zwischenzeitlich extrem ermüdend ist, gerade aus der Bildungspolitik immer wieder kontraproduktive Parolen hören zu müssen – bitte werden sie nicht müde, diese infrage zu stellen!

    Ihre Artikel ( insbesondere zum Thema Schulen/Kitas in der Pandemie) und auch die größtenteils sehr informativen Kommentare hierzu waren bisher seit eineinhalb Jahren für mich fast täglich unverzichtbar.

    Ich wünsche allen Frohe (und gesunde) Weihnachten und für diese kleine Auszeit die Fähigkeit, ähnlich wie unsere TOP 16, einfach mal alles auszublenden und diese Tage möglichst zu genießen!

  10. Vielen Dank, Herr Priboschek und an die gesamten Redaktion,
    für Ihren unermüdlichen Einsatz zum Thema Schule, das in den meisten Medien unerwähnt bleibt, es sei denn, man hackt auf den unfähigen LK herum!
    Einen herzlichen Dank auch an alle Foristen, ob sie nun meine Sicht vertreten oder nicht. Beides hat mir geholfen, die letzten 1,5 Jahre zu überstehen.
    Ich wünsche allen ein schönes und vor allem gesundes Weihnachtsfest,
    ein wenig Erholung und Entspannung
    und mehr Ehrlichkeit im Jahr 2022

  11. Danke für Ihre Arbeit und für das aufdecken der Märchen die gaz schamlos einen aufgebunden werden. Auch die Mogelpackungen die an die Schülerschaft unter dem Motto Rückenwindprogramm ausgeteilt worden ist, ohne Inhalt zur Aufarbeitung der angehäuften Lernrückstände. Die Politik und KM haben sich sehr viele Fehltritte erlaubt gegenüber den letzten in der Reihe und die Politik und KM haben immer noch nicht einen neuen Weg eingeschlagen.

  12. Vielen Dank, diese Webseite half mir stets nicht zu verzweifeln, weil ich sah, ich stehe nicht alleine da. Diesen frommen Wunsch an die Kultusminister möchte ich unterstreichen. Bitte passt auf meine Enkel und alle unsere Kinder endlich besser auf! Und unterstützt klug all die Pädagogen, die Corona und Masken nicht leugnen. Frohes Fest!

  13. Ich schreibe normalerweise keine Kommentare… aber hier und heute möchte ich mal bei den Macherinnen und Machern dieser Seite ein herzliches DANKE auch aus BW sagen.
    Macht bitte genau so weiter!

  14. Danke an die Redaktion, die sich – trotz mehrfacher Anfeindungen gerade in den letzten Wochen – nicht beirren lässt und unbeeindruckt und unermüdlich dieser wichtigen Aufgabe nachgeht:
    Informieren und den Finger auf die Stelle pikt, wo es wehtut. Diese Stelle ist leider immer noch dieselbe, nach bald 2 Jahren (!) und sie ist so riesengroß, dass sie gut zu treffen ist. Leider gefällt das nicht allen … schade, schaaade, schaaaaade.

    Danke auch an die vielen Mitforisten, die ebenso unermüdlich „am Ball“ bleiben.
    Die Unterstützung und oft auch den (einzigen) Spaß in dieser für uns allen bescheidenen Zeit sind eine tolle Sache, denn DAS basiert auf Zusammenwirken!

    Also:
    Lasst uns HIER einfach so weitermachen … Ich denke nämlich auch, dass hier viele Leute mitlesen, die im Laufe der Zeit doch nachdenklich werden, wobei ich mir schon wünsche, dass der „Groschen“ schnell fallen möge.

    Ich wünsche Euch allen schöne und erholsame Feiertage und weil ich ja gerne helfe 😉 … DAS hier kommt ohne Worte aus und gefällt Euch hoffentlich auch – und für einige ist es vielleicht mein erster Post, der ihnen gefällt 😉 … Also nie die Hoffnung aufgeben:
    https://www.youtube.com/watch?v=Huy2nrx5Svo

  15. Ich finde diese Selbstbeweihräucherung, die man in dem Kommentar und bei vielen Kommentatoren lesen kann, unerträglich. Ich stimme nicht zu. Darf ich doch, oder?

    • Sehr geehrte Tanzlustbarkeit,

      selbstverständlich dürfen Sie den Kommentar ablehnen – ein Argument, warum, wäre allerdings nicht schlecht gewesen.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

    • Weshalb gerade staatliche Schulen? Meine Erfahrung ist, dass an privaten Schulen die motivierteren und erfolgreicheren Lehrer unterrichten, was sich in den Abschlüssen niederschlägt.

      • Weil gerade in den staatlichen Schulen die Voraussetzungen teilweise katastrophal sind, und das sollten die zukünftigen Entscheider am eigenen Leib zu spüren bekommen, sonst wird immer nur aus der Wohlfühlblase heraus regiert.
        Und das mit den motivierteren und erfolgreicheren Lehrern an den Privatschulen, das sehe ich anders. Hat auch wieder mit den Voraussetzungen zu tun. Und die Wertigkeit der Abschlüsse muss man relativieren, bildungsferne Schichten beispielsweise sind kaum an Privatschulen zu finden.

        • Das heißt Schüler mit einem Einserabitur sollen abgewertet werden wenn sie eine Privatschule besuchen und schlechte Abis werden aufgewertet, weil sie auf Staatsschulen gehen? Um wie viele Punkte denn 4 oder 5? Dann bekommen dicke Schüler auch eine Sporteins und schlanke, sportliche Schüler eine Drei. Tolle Einstellung da wird jegliche Leistungsbereitschaft bestraft. Am Besten gleich für alle ein Einserabitur, dann wäre die Bildungsgerechtigkeit hergestellt und die Lehrer haben es noch einfacher. Nochmal: TOLL!

          • Ich glaube, Sie haben den Post von TeacherAndi fehlinterpretiert.
            Wenn dieser schreibt: „ Und die Wertigkeit der Abschlüsse muss man relativieren, bildungsferne Schichten beispielsweise sind kaum an Privatschulen zu finden“ bedeutet das nicht, dass Abiture von Privatschulen ab- und die von staatlichen Schulen aufgewertet werden sollen, sondern dass die (falls es denn so ist) besseren Abschlüsse von Privatschulen besuchenden Schüler auch darauf zurückzuführen sind, dass Privatschulen im Regelfall kostenpflichtig sind und eher von bildungsaffinen denn von bildungsfernen Eltern für ihre Kinder ausgewählt werden. Die Bildungsaffinität der Eltern hat einen großen Einfluss auf den Schulerfolg der Kinder: die Eltern achten in diesem Fall einfach mehr darauf, dass ihre Kinder gut lernen. Im Ergebnis führt das zu besseren Noten und ggf. zum besseren Abitur, hat jedoch nichts mit der Form Privatschule zu tun. Dieser verzerrende Effekt muss beim Vergleich von Privatschulen und staatlichen Schulen herausgerechnet werden.

  16. Wir sitzen Dank dieser Sturheit über Weihnachten in Klassenquaratäne. Und das innerhalb von vier Wochen zum zweiten Mal..

  17. Liebe Redaktion und den vielen Mitkommentierenden,danke für alles!Ich bin hier eine der wenigen besorgten Mütter und ich komme mir,wenn ich von „der Welt draußen“ lese,wie in einer Parallelwelt vor.Unglaublich,wie in diesem Land mit Kindern und Lehrkräften/Erziehern umgegangen wird.Hätte ich nie für möglich gehalten.Und hier lese ich,dass eben nicht ICH hier die übervorsichtige bin,wie es unser Herr T…gerne im letzten Schreiben darstellt,sondern nur realistisch.Trotz allem frohe Weihnachten allen!

  18. Ich möchte mich bei der Radaktion dafür bedanken, dass es diese Seite gibt. Sie ist manchmal ein Anker. Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest!

  19. Wunsch in Erfüllung gegangen?
    „Wir tun alles für die baldige Rückkehr zur Normalität, aber wir als Politik müssen ehrlich sein: Corona wird uns auch im neuen Jahr noch sehr beschäftigen und viel abverlangen“, sagte der CDU-Politiker und Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz der Nachrichtenagentur dpa.

    Auch im neuen Jahr werden Einschränkungen im Alltag nötig bleiben werden. Omikron ist eine ganz neue Dimension der Herausforderung.
    NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst

    Achso, Einschränkungen im Alltag. Schulalltag ist damit bestimmt wieder nicht gemeint.
    —————
    Trotzdem: Frohe Weihnachten allen, vor allem dem Redaktionsteam. Ohne Euch könnten wir wir uns nicht über Eure Plattform so gut austauschen.

  20. Zunächst wünsche ich allen ebenfalls ein frohes Weihnachtsfest.

    Zu Ihrem Kommentar: „Panikmache“ ist das falsche Wort, aber die Seite hier berichtet schon recht einseitig über die Corona-Thematik an Schulen und blendet all die Kollateralschäden durch Schulschließungen (und weiteren Jugendeinrichtungen) weitestgehend aus. An denen werden alle Beteiligten noch zu arbeiten haben, wenn die Pandemie schon lange überstanden ist.

    Ich bleibe bei meiner Meinung, dass es für Kinder und Jugendliche keine weiteren Einschränkungen mehr geben darf.

    • Sehr geehrter Herr Vehrenkamp,

      wir berichten selbstverständlich auch über Studien, die über die Belastungsfolgen durch Schulschließungen für Schülerinnen und Schüler berichten. Nur: Es gibt sie nicht so, wie Sie behaupten – jedenfalls nicht mit der Aussagekraft, die Sie suggerieren.

      Es werden zwar psychische Folgen bei Kindern und Jugendlichen in der Pandemie beobachtet – was davon woher rührt, kann aber gar nicht ermittelt werden: Ist es vielleicht die Angst vor einem ungeschützten Präsenzunterricht, der vielen Kindern psychisch zusetzt? Oder die Angst davor, die eigenen Eltern anzustecken? Ist es der gestiegene Leistungsdruck aufgrund der im Präsenzunterricht entstandenen Zeitnot? Oder ist es wirklich der Distanzunterricht?

      Keine uns bekannte Studie fragt überhaupt nach den genauen Gründen, warum einzelne Schülerinnen und Schüler in der Pandemie psychische Probleme bekommen. Dass es die Probleme gibt: unbestritten.

      Hier berichten Mütter sehr glaubhaft, wie es ihren Kindern geht. Und Schulschließungen sind nicht deren erste Befürchtung:

      https://www.news4teachers.de/2021/12/was-sagen-sie-kindern-die-durch-corona-ein-familienmitglied-verloren-haben/

      https://www.news4teachers.de/2021/11/eine-mutter-redet-klartext-meine-kinder-sitzen-mit-angst-im-praesenzunterricht/

      Hier berichtet eine Kinderärztin von ihren Erfahrungen – und die sind differenziert und keineswegs so eindeutig, wie Sie meinen:

      https://www.news4teachers.de/2021/09/kinderaerztin-schreibt-klartext-so-sieht-es-an-der-corona-front-wirklich-aus/

      Aber nochmal: Sobald eine relevante Studie erscheint, die Probleme bei Kindern und Jugendlichen thematisiert, berichten wir darüber – wie hier: „Kassenstudie: Ein Viertel aller Schüler ist psychisch auffällig – im Schnitt zwei Kinder pro Klasse leiden unter Depressionen“.

      Upps, das war ja 2019, also vor der Pandemie – und hat damals kaum jemanden interessiert.

      Dann die hier: „Covid-19 bei Kindern: Zwei Prozent landen im Krankenhaus, 0,03 Prozent versterben“ Ach nee, auch nicht.

      Die vielleicht? „Kinderschutzbund: Leistungsdruck ist das Problem. Schüler haben Angst, nicht mehr mitzukommen“

      Oder die? „Krankenkasse: Ein Viertel mehr fettleibige Kinder binnen 10 Jahren“

      Sie meinen vermutlich eher das hier: „Psychische Probleme bei Schülern wegen Corona: Experten fordern schnelle Hilfe“ – aber auch hier spielen Schulschließungen offenbar keine nennenswerte Rolle.

      Unseren Respekt dafür, dass Sie für Ihre Überzeugung hier auf News4teachers immer wieder einstehen. Wir fürchten allerdings wirklich: Sie liegen falsch. Weit offene, ungeschützte Kitas und Schulen sind keine Lösung in der Pandemie.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      Quellen:

      https://www.news4teachers.de/2021/11/psychische-probleme-bei-schuelern-nur-die-schulen-offenzuhalten-reicht-nicht-experten-fordern-mehr-hilfsangebote/

      https://www.news4teachers.de/2021/11/psychische-probleme-bei-schuelern-nur-die-schulen-offenzuhalten-reicht-nicht-experten-fordern-mehr-hilfsangebote/

      https://www.news4teachers.de/2020/09/krankenkasse-schlaegt-alarm-immer-mehr-fettleibige-kinder/

      https://www.news4teachers.de/2021/05/die-grenze-ist-allerdings-bei-allen-erreicht-kinder-und-jugendpsychatrien-warnen-vor-ueberlastung/

      https://www.news4teachers.de/2021/09/covid-19-bei-kindern-zwei-prozent-landen-im-krankenhaus-003-prozent-versterben-und-long-covid-bleibt-raetselhaft/

      https://www.news4teachers.de/2019/11/kassenstudie-ein-viertel-aller-schueler-zeigt-psychische-auffaelligkeiten-unter-depressionen-leiden-im-schnitt-zwei-kinder-pro-klasse/

      • @Redaktion

        Top-Antwort, liebe Redaktion!
        Nicht nur für @Rüdiger Vehrenkamp, sondern auch für alle anderen Leser, die hier noch nicht so lange dabei sind und einen raschen Überblick bekommen wollen … und natürlich für alle, die sich wundern, warum über Kinder/Schüler/Schulen so selten mal etwas in den anderen Medien gesagt (= am Rande angemerkt) wird.

      • Ich danke Ihnen für den Überblick über die Artikel. Nur von Gleichgewicht können wir dennoch nicht sprechen. So gibt es hier täglich gleich mehrere Artikel, die allesamt mit dem Unterton „Schulschließungen“ verfasst werden. Der Tenor ist aber in allen Medien so: Die Schäden durch Lockdowns und die Maßnahmen werden kaum behandelt, dafür gibt es täglich mehrere Meldungen über Inzidenzen und mögliche worst case Szenarien.

        • Sehr geehrter Herr Vehrenkamp,

          gerne nochmal: Es gibt deshalb kein „Gleichgewicht“, weil es keine validen Studien über „Schäden durch Lockdowns und die Maßnahmen“ gibt – jedenfalls nicht so, wie Sie behaupten. Medien können nur dann berichten, wenn es substanzielle Informationen gibt. Die gibt es aber in dieser Form nicht, anders als bei den direkten Folgen der Pandemie: Die Toten, die Kita- und Schulausbrüche und die infizierten Kinder und Jugendlichen werden statistisch erfasst. Die von Ihnen gemutmaßten Schäden der Maßnahmen eben nicht.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

    • @Rüdiger Vehrenkamp

      Noch immer warte ich darauf, dass Sie auch nur eine meiner vielen Fragen auch nur versuchen zu beantworten.

      Ihr mantraartiges Wiederholen dessen, was Sie wollen gleicht einem kleinen Kind:
      „Ich will aber, was ich will!“

      Vielleicht wünschen Sie sich ja auch für alle offene Schulen, damit Sie in Ihrem Job weiter eine ruhige Kugel schieben können…

      • Was waren denn Ihre vielen Fragen?

        Das mantraratige Wiederholen lese ich im umgekehrten Fall doch auch: „Schulen schließen, Schulen schließen, Schulen schließen“ und das in vielen Artikeln und seit Monaten in allen Kommentarbereichen – allerdings nur hier auf der Seite, lese ich die Kommentare auf anderen Nachrichtenseiten, geben die Kommentierenden ein differenzierteres Bild ab und sehen die daraus entstehenden Schäden für Kinder und Jugendliche.

        Meine Kinder sind 11 und 14 Jahre alt, die können schon recht gut ohne mich klarkommen – mussten sie auch im letzten Lockdown. Ich mache mir mehr Gedanken um das Klientel, das ich im Rahmen meines Berufes betreue. Aber anstatt mich weiter auf persönlicher Ebene hier anzugehen, sollten Sie sich lieber mit meinen Argumenten auseinandersetzen.

        • … die Klientel… Sorry, es tat in den Augen weh. Wir drehen uns hier mit Ihnen im Kreis. Jeder bleibt bei seinem Standpunkt. Dabei gibt es dennoch Gemeinsamkeiten zwischen uns. Um die sollte es uns allen vorrangig gehen! Die Schule soll ein besserer Ort für alle Sus werden. Corona deckt nur auf, was seit Jahrzehnten versäumt wurde. Und nun wird es Zeit, dass Eltern und Lehrer gemeinsam darum kämpfen und sich nicht spalten lassen! Solange jeder nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, wird das nix!

          • das oder die Klientel – der Duden erlaubt beides oder eben „wegen dem Duden“ darf man auch „das Klientel“ schreiben:(

        • Schulschließungen:
          a) hat es während der pandemie nicht gegeben >>> Stichwort: Notbetreuung
          b) Wechselunterricht >>> Präsenz eines Teiles der Klassen. Wegen des Abstandgebotes musste der überwiegende Teil der Klassen gedrittelt werden. Das hatte zur Folge, dass auf einen Tag in Präsenz für die SuS zwei Tage im Home-schooling folgten.
          c) Distanzuntericht >>> etwa ein Drittel der Schülerschaft wurde in Präsenz notbetreut, zumeist wegen fehlender technischer Ressourcen im häuslichen Umfeld oder wegen prkärer familiärer Verhältnisse.

          Was gerne übersehen wird, ist, dass Schule ja nicht nur eine Bildungseinrichtung für Lernende ist, sondern auch der Arbeitsplatz von lehrendem (Landes-)Personal und nicht-lehrendem, kommunalem Personal ist. Und hier setzt die Kritik vieler Beschäftigter an, die in der Forderung nach Schulschließungen mündet. Würden in anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung und der privaten Wirtschaft – mit Schwerpunkt des Dienstleistungsbereichs – Hygienebedingungen gelten, wie sie an Schulen existieren, würden diese Institutionen von den Behörden wegen gravierender Mängel im Gesundheits- und Arbeitsschutz geschlossen.
          Der Versuch all diese gravierenden Mängel mittels eines vorgeschobenen Schutzes der Kinder und Jugendlichen vor physischen und psychischen Schäden durch die Isolation im häuslichen Umfeld zu kompensieren, ist wohlfeil, da viele dieser Beeinträchtgungen viele Kinder und Jugendliche auch schon „vor Corona“ betrafen und kaum Beachtung bzw. Resonanz fanden, da die Abhilfe der genannten Ursachen erheblicher Finanz- und Personalmittel bedurft hätte.
          Jetzt, wo die finanziellen Schäden für die Wirtschaft wegen der anfallenden zusätzlichen Kinderbetreuung höher eingestuft werden als die für die Kinderverwahrung in Schulen und Kitas sowie der Kosten für die Gesundheitsversorgung erkrankter Kinder und Jugendlicher, wird für das Offenhalten der Schulen um jeden Preis – solange es keine Anschaffungskosten für die Raumlufthygiene sind – plädiert.

          Es geht weder um das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen noch um deren Bildungschancen, es geht reinewegs um handfeste ökonomische Interessen. Die Erwachsnenen werden auf ihre Rolle als Konsumenten – verbraucher und Anbieter der Arbeitskraft – reduziert und in ihrer Rolle als Bürger – also als Teil der Zivilgesellschaft – eingeschränkt.

  21. Auch ich möchte an dieser Stelle dem Redaktionsteam und den vielen fleißigen, regelmäßigen Forenschreibern einmal „danke“ sagen. Meistens lese ich nur still mit. Ihr habt mir die letzten 1,5 Jahre das Gefühl gegeben mit meinen Sorgen, Befürchtungen und meiner Beurteilung der aktuellen Lage sowie meinem Unverständnis über viele politische Entscheidungen nicht allein zu sein. Macht weiter so, habt noch ein schönes Weihnachtsfest und bleibt gesund.

  22. Nachtrag zum Thema Dummheit oder Verschleierung… aus dem Weihnachtsgruß von Y. Gebauer, MdL des Ministeriums für Schule und Bildung NRW:

    „[…] als ich vor einem Jahr in meinen Weihnachtsgrüßen die Hoffnung aussprach, dass sich in diesem Jahr viel normalisieren würde, habe ich, wie viele andere auch, nicht damit gerechnet, dass die besonderen Herausforderungen und auch Sorgen im Schulalltag aus dem Vorjahr teilweise bestehen bleiben oder sich in der Form verändern könnten, wie wir es im nun ablaufenden Jahr 2021 erlebt haben. […]“

    Ich möchte es eigtl. gar nicht großartig kommentieren, sondern mehr für sich selbst sprechen lassen, aaaber…

    Nein, eigtl. hat jeder mit basalem Wissen in Biologie, Physik und Mathematik und bereits lediglich peripherer Kenntnis über den Zustand unserer Schulen – egal ob baulich, technisch, versorgungstechnisch etc. – und den Bedingungen dort (überfüllte Klassen ohne hinreichende Lüftungsmöglichkeiten, ohne Luftfilter, ohne Abstände etc., aber dafür mit vollen Schultagen, die jede AHA-L-Regel ohnehin zur Makulatur degenerieren lassen und auch einer zeitweisen Abschaffung der Maskenpflicht u.ä.) damit rechnen können, nein müssen, auch mit Blick auf das internationale Geschehen. So naiv kann doch eigtl. kein Mensch sein, insb. wenn man bedenkt, das ja im Grunde seitens des Ministeriums nichts unternommen wurde, die pandemiebedingten Probleme zu beheben, Da wäre ich aber auch sehr verwundert: ‚Wir haben nichts gemacht und es hat sich nicht zum Positiven entwickelt, obwohl die Pandemie immer noch wütet?!‘ Quelle surprise…

    Den anderen Unfug möchte ich erst gar nicht zitieren, außer das hier:

    „[…] ich hoffe, Sie können sehen, dass die Landesregierung trotz der Pandemie an vielen Stellschrauben gedreht und versucht hat, das Bestmögliche für die Bildung unserer Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, aber auch für Sie als in Schule Tätige zu erreichen.“

    Nein.

    • @PaPo

      „ich hoffe, Sie können sehen, dass die Landesregierung trotz der Pandemie an vielen Stellschrauben gedreht“

      Nö, falsch gehofft – aber das liegt nicht an meiner Sehkraft oder an meiner Brille. 😉

      An vielen Stellschrauben gedreht?
      Aaaaaha!!!
      Mörder-Gag, Yvonnsche! (Ob sie sich das selber ausgedacht hat …?)

      Ich habe es vor einigen Wochen schon einmal so ähnlich geschrieben (Sorry für die Wiederholung, aber sogar dätt Yvonnsche kommt ja so langsam im echten Leben einiges bekannt vor!):
      „an vielen Stellschrauben drehen“ heißt offensichtlich „Flaschendrehen reloaded“, bei jeder Episode der KMK-„Schlafmützen-Party“ der „schamlosen 16“ stellen sie sich stolz und aufrecht 😉 hin und drehen sich im Kreis, bis die Zeit endlich rum ist und verkünden danach irgendeinen breitgetretenen Quark im obigen Stil.

      Und so langsam würde ich darauf wetten, dass dätt Yvonnsche nächstes Jahr um diese Zeit (so sie dann noch auf ihrem Stühlchen sitzt) genau dasselbe Schreiben als Email rausjagen lässt – es wird dann immer noch zur Situation passen und dafür leisten solche Figuren einen ganz erheblichen Beitrag!

      Ich wünsche diesen Leuten definitiv nichts Schlechtes und auch nichts Böses, diese Haltung konnte ich mir über die jetzt beinahe 2 (!) Jahre bewahren und das ist eine der wenigen Dinge, über die ich mich derzeit freuen kann.

      Aber ich wünsche diesen Leuten sehr, sehr schnell die Erkenntnis, was für eine Last für die „Schulfamilien“ und die Bevölkerung und was für eine Schande für ihr Bundesland/Land sie doch sind.
      Schön wäre dann auch noch genug Verantwortung, endlich mal den Stuhl frei zu machen. Und weil man ja vom „Flaschendrehen“ ohnehin noch steht, könnte das der gesamte 16er-Club auch gerne mal geschlossen verkünden: „Wir als KMK haben beschlossen … zurückzutreten, weil wir ohnehin gerade stehen und es uns – so wie wir es gerne mögen – keine große Anstrengung oder weitere Mühe bereitet.“ – DAS würde schon genügen, für alle anderen Verkündigungen wurden ja in aller Regel auch keine plausiblen Begründungen genannt.
      Ein kleiner Schritt für die 16, aber ein gewaltiger Sprung für die „Schulfamilie“.
      Wahrscheinlich würde man es nicht einmal negativ bemerken, wenn es so schnell keine direkten Nachfolger geben würde …

      • Eigenständig zurücktreten kann nur, wer ein Rückgrat hat. Wer anstelle eines Rückgrates ein Korsett aus Parteidisziplin hat, ist hat auf einem „Fixie“ unterwegs. D.h. buckeln und nach unten treten ohne Rücktritt oder Freilauf:)

  23. DANKE auch von mir an die Redaktion und an alle Teilnehmenden hier. Bleibt euch selbst treu und macht das Beste aus den Tagen, die sich vom Grundsatz her nicht gut mit der Pandemie vereinbaren lassen. Mehr kann man nicht tun. Bleibt vor allem gesund!

  24. Dankeschön.
    Auch Ihnen frohe und erholsame Feiertage.

    Möge 2022 unter einem ehrlichen und mutigen aber dennoch freundlichen Stern stehen.

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