GEW will wissen, wie lange PCR-Testkapazitäten für Lehrkräfte und ErzieherInnen reichen

6

Die GEW fordert von der grün-schwarzen Landesregierung von Baden-Württemberg mehr Transparenz bei den PCR-Testkapazitäten. Beschäftigte an Bildungseinrichtungen, die täglich mit mehrheitlich ungeimpften Kindern und Jugendlichen in den Kitas und Klassenzimmern säßen, empfänden es als Hohn, wenn Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) mitteile, es würden jetzt verlässliche Selbsttests zur Verfügung gestellt, sagte die GEW-Landesvorsitzende Monika Stein. «Gleichzeitig macht er nicht transparent, wie lange zum Beispiel PCR-Testkapazitäten für Bildungseinrichtungen ausreichen würden.»

Beim PCR-Test kommen Wattestäbchen zum Einsatz. Foto: Shutterstock

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) monierte zudem, dass künftig immer mehr Gesundheitsämter die Zusammenarbeit mit den Schulen stark einschränken wollten. «Wir testen fast täglich, kontrollieren Impfpässe und Atteste. Ständig, zum Teil mehrfach täglich, werden Verordnungen verändert. Und nun erklären die ersten Gesundheitsämter, dass sie die Schulen nur noch bedingt beziehungsweise gar nicht mehr unterstützen können», sagte der stellvertretende VBE-Landesvorsitzende Oliver Hintzen.

Gut zwei Wochen nach den Weihnachtsferien schnellen die Infektions- und Quarantäne-Zahlen in den Kitas und Schulen laut Stein nach oben. Die Beschäftigten seien am Limit. «Warum gelingt es Bremen, weiter PCR-Tests für Schulen anzubieten und dem reichen Baden-Württemberg nicht?», fragte Stein. In Deutschland seien in der zweiten Januarwoche 2164 PCR-Tests ausgewertet werden, in Österreich im gleichen Zeitraum 89 543. «In Bremen hat die Senatorin für Kinder und Bildung gestern mitgeteilt, ihre Behörde habe sich entsprechende Laborkapazitäten gesichert», betonte Stein. dpa

Ministerpräsidenten einigen sich auf Priorisierung von PCR-Tests – heißt: Schüler und Lehrer sind bald außen vor

Anzeige


Abonnieren
Benachrichtige mich bei

6 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Marie
10 Monate zuvor

Wie lange die reichen? Im Zweifel bis gestern. Hat NRW deutlich demonstriert.

gehtsnoch
10 Monate zuvor

@Redaktion
Hallo,
es handelt sich um eine dpa-Meldung (dpa:220126-99-858284/3), aber im letzten Absatz:
„In Deutschland seien in der zweiten Januarwoche 2164 PCR-Tests ausgewertet werden, in Österreich im gleichen Zeitraum 89 543.“
scheint der Satz irgendwie unschlüssig.
Grüße

gehtsnoch
10 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Die Antwort lautet:
2.164 ausgewertete PCR-Tests je 100.000 Einwohner in Deutschland
89.543 ausgewertete PCR-Tests je 100.000 Einwohner in Österreich

Österreich hat demnach etwa die 41,378-fache wöchentliche PCR-Testkapazität gegenüber der in Deutschland.

„Corona-Tests Katastrophen-Bilanz: Nur drei Länder sind noch mieser“
https://www.express.de/politik-und-wirtschaft/corona-test-katastrophen-bilanz-nur-drei-laender-noch-mieser-86145?cb=1643530479239

Luna
10 Monate zuvor

Das ist eine Frechheit was die Politik mit den Schüler in NRW abziehen.
Die Schüler sind die leittragende.
Heute morgen hab ich meine Kinder zur Schule gebracht,ein echt trauriger Blick als ich da ankam und sämtliche Eltern gewartet habe bis das ergebniss von ihr Kind da war,um sicherzugehen kann ich mein Kind in der Schule lassen oder nicht.
Dagegen sollten die Eltern auf der strasse gehen und nicht wegen eine impflicht oder des gleichen

It's me
10 Monate zuvor

Wie kann das sein,dass am Dienstag eine Klassenfahrt nach Winterberg stattfindet und die Schüler Sanktionen im Sportunterricht zu erwarten haben,falls ihnen die Situation zu brenzlich ist und sie Angst haben,mitzufahren?
Wer genehmigt ganze Stufenfahrten zu dieser Zeit,Übernachtungsfahrten wohlgemerkt!!!
Ich habe fürchterliche Angst um mein Kind um mich (8.Klassen einer Sekundarschule aus Hagen 3 Klassen auf einer mehrtägigen Fahrt!!!)

dickebank
10 Monate zuvor
Antwortet  It's me

Der Etat für Klassenfahrten gibt das derzeit eben ohne Weiteres her. Klassenfahrten dürfen per Erlass nur gebehmigt werden, wenn ausreichende Mittel zur Verfügung stehen, die Dienstreisekosten der Lehrkräfte zu begleichen. Es lohnt sich eben antyzyklisch zu verfahren.

Und ob die Kinder sich im Schulbus oder im Unterricht infizieren ist im Endeffekt das gleiche wie eine Infektion auf einer Klassenfahrt. Ünbrigens während der Klassenfahrt müssen sich die Beteiligten täglich testen …

Klassenfahrten sind die beste Möglichkeit, Distanzunterricht umzusetzen:)