GEW sieht Lockerungen für Berliner Kitas mit Skepsis

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BERLIN. Die Rücknahme zahlreicher Einschränkungen bei der Kita-Betreuung in Berlin stellt die Einrichtungen nach Einschätzung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor einige Herausforderungen. Die Personalsituation sei weiterhin «superschwierig», sagte der Geschäftsführer der GEW Berlin, Markus Hanisch. Bei vielen Personalräten gebe es die Sorge, die ab Montag geplante Rückkehr zum sogenannten Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen werde nicht gut funktionieren. Damit verbunden sind unter anderem längere Öffnungszeiten der Kitas und das Ende der festen Gruppen, die bisher vorgeschrieben waren.

Kindergartenkind an einem Tisch zerschneidet buntes Papier
Die GEW sieht die Lockerungen für Berliner Kitas angesichts des Personalmangels kritisch. Foto: Shutterstock

Es gebe zum einen ohnehin zu wenig Personal und zum anderen nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie einen hohen Krankenstand bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Wechsel von den festen zu offenen Gruppen sei außerdem eine erhebliche Umstellung, sagte Hanisch. In vielen Kitas fehle es aber nicht nur an Personal, sondern auch an Räumen. Und noch sei nicht absehbar, wie viele geflüchtete Kinder aus der Ukraine zusätzlich betreut werden müssten und wie lange sie in Berlin blieben.

Kritisch sieht die GEW in diesem Zusammenhang auch die rot-grün-roten Haushaltsplanungen: Noch vor wenigen Monaten sei in Aussicht gestellt worden, dass sich der Personalschlüssel verbessern werde. Mit dem vom Senat beschlossenen Haushaltsentwurf, über den nun das Abgeordnetenhaus entscheiden muss, sei das aber nicht abzusehen. (dpa)

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