Bürokratie-Monster: Ist beim Kuchenverkauf in Schulen bald die Steuerpflicht zu prüfen?

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STUTTGART. Wenn Schüler bei Festen Kuchen verkaufen, könnte vom nächsten Jahr an Umsatzsteuer auf die Erträge anfallen. Die baden-württembergische Landesregierung will bis nach der Sommerpause eine Richtlinie erarbeiten, mit der sie entsprechende europarechtliche Vorschriften umsetzen will. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) versprach am Dienstag in Stuttgart, diese Regelungen abzufedern. «Wir werden schauen, dass sie in ihren Bürokratismen gemindert werden.»

Aktuell: Was Brüssel zu Kretschmanns Plänen sagt

Brauchen Schulen bald womöglich künftig noch einen Beauftragten für die steuerliche Prüfung des Kuchenverkaufs bei Schulfesten? Illustration: Shutterstock

Die Frage ist: Nehmen gutmeinende Eltern dem Bäcker Geschäft weg? Im Kern geht es darum, ob an öffentlichen Einrichtungen Leistungen erbracht werden, die auch ein privater Dritter erbringen könnte. Das heißt übersetzt: Wenn etwa Eltern für ein Schulfest Kuchen backen, der dann verkauft werden soll, hätte den ja auch ein Bäcker liefern und damit Geld verdienen können. Die Europäische Union will mit ihrer Mehrwertsteuerrichtlinie verhindern, dass private Unternehmer im Wettbewerb benachteiligt werden.

Nun muss für jeden Bereich durchgespielt werden, wo Steuern anfallen und wo nicht. Wichtig wird dabei die Frage sein, ob eine Einrichtung wie eine Kita oder eine Schule nachhaltig zur Erzielung von Einnahmen tätig wird, wie das Finanzministerium in Stuttgart erklärte. Ein Beispiel: Der Elternbeirat einer Kita veranstaltet ein Sommerfest, dort werden Getränke und Kuchen verkauft. Zielgruppe sind Kinder, deren Eltern und Großeltern. Hier würden keine Steuern anfallen. Betreibt der Elternbeirat aber alljährlich einen Glühwein-Stand auf dem Weihnachtsmarkt der Gemeinde, wäre das etwas anderes und es müssten Steuern gezahlt werden.

Städte und Gemeinde stöhnen über den Zusatzaufwand

Die Regierungspräsidien habe schon erste Veranstaltungen mit Schulleitungen gemacht, um auf die Thematik aufmerksam zu machen. Das Innenministerium, zuständig für die Regierungspräsidien, dringt darauf, eine «praktikable, bürokratiearme und rechtssichere Lösung» für die 4000 Schulen zu finden.

Auch die Kommunen regen sich über die neuen Steuerregeln auf. «In den Rathäusern wird man sich über Monate mit der Überprüfung der eigenen Abläufe und deren umsatzsteuerlicher Relevanz befassen müssen», erklärte Gemeindetagspräsident Steffen Jäger. «Vielfältige steuerliche Auswirkungen auf Kitas und Schulen, Bauhöfe, Hallen- und Freibäder und vieles mehr müssen intensiv geprüft werden. Übersetzt heißt das – Bürokratie pur.» Auch wenn der Grund für die EU-Mehrwertsteuerrichtlinie sei, Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, müsse diese dringend überdacht werden. News4teachers / mit Material der dpa

Lehrkräfte-Umfrage: Zu viel Bürokratie, zu wenig Zeit für guten Unterricht

 

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KARIN
1 Monat zuvor

Da wird es dann keinen Verkauf mehr an Schulen geben.
Als Mutter von drei erwachsenen Kindern habe ich einige Verkäufe für das Schullandheim, Tage der offenen Tür, Schulfeste erlebt und auch feste dazu meine Arbeitskraft, Zeit samt Kosten der Zutaten meiner Kuchen , mitgetragen und finanziert!
Wenn auf diese Kuchen Steuer fallen würde, käme von meiner Seite kein Stück Kuchen an der mehr Schule an!

TheTeacher
1 Monat zuvor
Antwortet  KARIN

Liebe Karin,
zuerst möchte ich Ihnen meinen Respekt und meine Dankbarkeit für ihr wiederholtes Engagement übermitteln. Eltern wie Sie sind eine enorme Stütze für die Schule und können dadurch oftmals unmögliche Dinge möglich machen. Gerade deshalb wäre es schade, wenn Sie ihre Hilfe ganz entziehen würden, denn damit würden Sie die Falschen treffen und gleichzeitig müsste die Klasse/Schule schuldlos wichtige „Einnahmen“ verlieren, auch wenn ich ihren Ärger verstehe und teile.
Wie wäre es mit folgendem Vorschlag: Sie schreiben ihrem Abgeordneten, denn nur diese können auf die Entscheidung Einfluss nehmen. So blöd es sich vielleicht auch anhört, aber gleichzeitig könnte man die Größe der Kuchenstücke (auf etwa 80%) reduzieren und das dann auch öffentlich mit den neuen Voraussetzungen begründen.
Die Durchsetzung der Umsatzsteuer wäre auf jeden Fall ein Schlag ins Gesicht von allen engagierten Involvierten.
Auf jeden Fall nochmals ein Dankeschön und vielleicht überlegen Sie es sich noch einmal.

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  TheTeacher

Lieber Teacher,

Sie dürfen das sehr gerne s e l b e r tun: an Ihren MdB, eine(n) Ihrer MdL – und auch gleich noch an eine(n) EU-Abgeordnete(n) schreiben!

Ihre wohlfeilen Belehrungen und überflüssigen Ratschläge sind hier nicht zielführend!

Mir jedenfalls, als berufstätigen Mutter mehrerer Kinder und Insiderin (Gymnasiallehrerin in Personalunion), die zudem auch sehr häufig kuchenbackend für die gute Sache an der Schule ihrer Kinder „unterwegs“ war, klingen Ihre Worte wie Hohn in den Ohren!

TheTeacher
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Liebe Gabriele,
da sich hier ein Nutzer mit zweifelhaften Ansichten hier „Teacher“ nannte, möchte ich Sie zuerst einmal darauf hinweisen, dass mein hier gewählter Nutzername „TheTeacher“ lautet, damit es da nicht, wie bereits einmal geschehen, zu Verwechslungen kommt.

Sie können meinen Beitrag sehen, wie Sie wollen, eine inhaltliche Auseinandersetzung wäre wahrscheinlich nutzenbringender. Denn, zum einen ist mein angebotener Weg zielführender, als sich einfach mal hier zu beschweren, wo es keiner der Verantwortlichen merkt und bietet weiterhin einen praktischen Weg zum Umgang mit dem Problem. Einen Vorschlag zum möglichen zukünftigen Problem, außer meinem vorgeschlagenen Schreiben an den Abgeordneten meines Wahlkreises, der übrigens bereits abgeschickt, aber noch nicht beantwortet wurde, kommt von Ihnen nur Emotionales. Das ist jedoch nicht zielführend. Ich bin für ihre Vorschläge, die dann von meinen Abweichen, sehr offen.

Wenn mein Beitrag sich für Sie wie Hohn anhört, dann nutzen Sie doch einfach ein anderes Ohr. Schulz von Thun hilft dabei sicherlich weiter. Ihnen fällt dann auch bestimmt auf, wie wertschätzend ich die Unterstützung von Personen wie „Karin“ sehe, deren Position ja grundsätzlich verstehe und bis auf die Reaktion teile, da sie Menschen trifft, die für die neue Problematik nichts können und eher Probleme schafft. Und ja, eben wurde es gerade belehrend.

Ich würde ihre Meinung zum Thema übrigens auch ernst nehmen, wenn Sie nicht eine „berufstätige Mutter mehrerer Kinder und Insiderin“ wären. Das tut nämlich nichts zu Sache.

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  TheTeacher

Ach, nee! Wirklich? Schon mal was von Expertise aus Primärerfahrung gehört?

TheTeacher
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Wenn Sie das Team „Aufregen“ unterstützen, dann ist das ihr Ding. Ich unterstütze das Team „Problemlösen“

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  KARIN

Kuchen gleich ins Lehrerzimmer! Wir essen alles und das mit Freude, Begeisterung und Hochachtung!

(Bin sehr genervt von so vielen dummen Ideen der Politiker. Ich kann nur noch ironisch, sarkastisch oder plemplem)

Finde meinen Vorschlag aber durchaus gut

Klugscheisser
1 Monat zuvor
Antwortet  KARIN

Zumal man als privater Kuchenbäcker nicht mal vorsteuerabzugsberechtigt ist. Hach, tolles deutsches Wort.

Marius
1 Monat zuvor
Antwortet  KARIN

Meine Frau weigert sich schon jetzt. Ich habe das backen auch eingestellt. Ist ja auch irgendwie paradox: Eigentlich sollen sich Eltern aus allem, was die Schule betrifft raushalten (weil sie ja eh nur helikoptern oder schneeräumen, die eigenen Kinder benachteiligt sehen, über- oder unterambitioniert sind und unterm Strich eh von gar nichts ne Ahnung haben), aber als Helferlein sind sie jederzeit willkommen. Der Aufwand, Kuchen zu backen, zu verkaufen und seinen eigenen Kuchen dann zu kaufen, … ist viel zu groß für das, was zurück kommt. Wir spenden nur noch in die Klassenklasse (vielleicht sollten wir uns eine Spendenquittung ausstellen lassen). Niemand will LuL in der Freizeit treffen.

AusderPraxis
1 Monat zuvor
Antwortet  Marius

In die Klassenkasse zu spenden ist problematisch! Spenden Sie an den Schulverein, dann können Sie auch eine Spendenquittung bekommen!
Ein Lehrer ist kein eingetragener gemeinnütziger Verein und kann keine Spendenquittung ausstellen.

KARIN
1 Monat zuvor
Antwortet  Marius

Ich habe mich sehr gerne als Mutter und Lehrerin mit eingebracht in diese Aktivitäten. Geplant wurde viel durch die Schüler mit ihren Lehrern.
Viel,Organisation sofern von den Kindern leistbar, wurde in deren begeisterte Hände gelegt. Teilweise haben die Kinder auch Muffins selber gebacken.
Also diesen Feuereifer wegbrechen zu lassen, das Planen , Organisieren und Durchführen( Verkaufen) von Aktivitäten in der Schule und die strahlenden Augen , wenn gemeinsam das Geld gezählt und das Ergebnis auf dem Zettel steht.
Das ist es wert, nicht auf Spenden zurückgreifen zu müssen.
Schüler wollen es erleben und sehen was durch sie reingekommen ist!
Erlebnispädagogig, wertvoll auch für das spätere Leben geht dann verloren!

Marius
1 Monat zuvor
Antwortet  KARIN

Die, die das machen, machen das in den Vereinen. Schule ist eine künstlich generierte Schicksalsgemeinschaft. Arbeit haben hierbei vor allem die Eltern. Bei uns wird nichts mit den Lehrerinnen und Lehrern geplant. Es gehen „Bestellungen“ in Form von einseitig kopierten bunten DIN A 4 Zetteln aus den Klassenzimmern über die Kinder direkt an die Eltern.
Lehrereltern fallen bei den darauf folgenden Back- und Verkaufsaktionen nicht durch großes Engagement auf, die sieht man eigentlich nie. Nein Danke!

Darfdaswahrsein
1 Monat zuvor
Antwortet  Marius

@Marius
Wenn ich Ihre Beiträge so lese, scheinen Sie doch sehr einseitig frustriert.
Schule sehen Sie als „künstlich generierte Schicksalsgemeinschaft“? … was ist da schief gelaufen?
Kinder verbringen einen Großteil ihres Lebens in Kind- und Jugendjahren in den Schulen. Schule sollte ein Ort von konstruktivem Zusammenarbeiten sein. Ein Ort , der sicher auch mal nervt und Stress bewirkt. Aber immer wieder auch Freude, Spaß und Erlebniss und soziales Miteinander bedeuten.
Wenn man Ihre Beiträge liest, hat man den Eindruck, dass Sie auch nicht Willens sind, Schule Ihren Kindern in diesem Sinn nahezubringen. Vielleicht sollten Sie einmal den Rat „Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es zurück “ beherzigen.
Dann klappt es vielleicht auch mit den „bösen LuL“.

Darfdaswahrsein
1 Monat zuvor
Antwortet  Marius

Schade…
Ich sehe das ganze von beiden Seiten, als Elternteil und in Schule Beschäftigte.
Schade, dass das an Ihrer Schule so läuft, oder Sie es so auffassen.
Ich habe die komplette Schulzeit meiner Kinder nur gute Erfahrungen gemacht, als engagiertes Elternteil. Auch der LuL Kontakt war durchweg positiv. Wenn man sich in der Freizeit trifft, warum nicht? Da können sich ganz andere, sehr interessante und erhellend Perspektiven auftun. Wer sagt Ihnen Eltern sollten sich aus „Schule“ heraushalten? Schule funktioniert dann gut, wenn es ein offenes, kommunikatives Miteinander von SuS, LuL und Eltern ist.

Zum Thema Versteuerung, da sage ich nur Riesenschwachsinn!!

KARIN
1 Monat zuvor

Protest!
Wie kann man an diese Abzocke nur denken!
Zusätzlich noch Arbeit mit der Abrechnung um die Einnahmen centgenau auch angeben zu können!
Gesamte Motivation, diesen Aufwand in einer Schule zu betreiben wird zu Nichte gemacht!
Schon die Vorarbeit für diese Aktionen sind für Schüler, Lehrkräfte und Eltern, hier hauptsächlich Mütter, welche sehr oft berufstätig sind, ein gewaltiger Kraftakt!

KARIN
1 Monat zuvor

Ich bin so empört, da bleibt mir glatt die Spucke weg, bei so viel Dreistigkeit!!

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  KARIN

Ohne Worte!!! Aus allem, sogar aus ehrenamtlichem Engagement soll Profit geschlagen werden… Statt MEHR Geld in Bildung und Schulen und Kitas zu investieren,soll auch noch abkassiert werden. Die sollten sich schämen!!!
Wie geldgeil muss eine Landesregierung sein. Wie gering die Wertschätzung des Ehrenamtes und der Spendenbereitschaft.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  KARIN

Geht mir auch so.

Warten wir ab und …. grillen. Oder wird der Schlachter, Discounter oder Supermarkt sonst in Mitleidenschaft gezogen?

Wenn EIN Fest im Jahr einen Bäcker ruiniert, stimmt schon vorher was nicht.

Realist
1 Monat zuvor

Kuchen für den Frieden!

Teacher Andi
1 Monat zuvor

„Europarechtliche Vorschriften“, dass ich nicht lache. Das wird wieder keinen außer uns betreffen. Wie kann man solche klein-klein Vorschriften überhaupt andenken? Haben die Politiker nichts besseres zu tun? Das Argument, dass der Bäcker dann nicht mehr genug verdient ist so was von lächerlich, das wäre der Fall, wenn der Verkauf regelmäßig stattfinden würde. Da wird wieder Bürokratieaufwand betrieben für einmal im Jahr Kuchenverkauf, man zweifelt langsam am Verstand unserer Volksvertreter. Die Politik schafft es immer wieder, jegliche Freude, Ehrenamt, Hilfsbereitschaft und Miteinander im Keim zu ersticken! Wie erbärmlich. Man sucht verkrampft, immer noch mehr Steuern einzutreiben und zerstört dabei die Gesellschaft in ihren Grundfesten.

KARIN
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Regierung ob im Bundesland oder in Deutschland versucht wirklich überall Geld den Leuten in der Zwischenzeit aus der Tasche zu ziehen.
Selber bekommen diese Regierenden 300 Euro monatlich oben drauf und bei uns wird 300 Euro einmalig als was Besonderes verkauft! Was im Übrigen nicht einmal jeder bekommt!
Verlogen , ungerecht und sehr selbstherrlich wird zur Zeit Geld in vieles ( teils Wichtiges) gesteckt auch in vielen Ländern wird grosszügig geholfen aber bei der eigenen Bevölkerung wird weggeschaut und noch mehr abgeschöpft!
Das musste wirklich mal raus!

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Falls Intervention zum Nachbessern bzw. für Ausnahmeregelungen juristisch nicht mehr möglich, bleibt der Landesregierung nur noch Interpretationsspielraum juristisch auszuloten um Auslegungsspielraum – fantasievoll gestalterisch – durch die Schulen nutzbar zu machen!
Gibt es Hintertürchen? Gesetzeslücke(n), …?

Eigentlich eine Farce! Eine Posse! Abgesang für die (in Bayern) sog. „Schulfamilie“ bzw. Schulgemeinschaft!

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor

„Eintragung einer Galeere? Da sind Sie hier ganz falsch.“

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

ad Dil Uhlenspiegel:
Beitrag ist völlig sinnentleert! Nomen est omen? Ein Troll?

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Einfach mal googlen: Passierschein A38. Dazu hier: „Die Aufgabe, den „Passierschein A 38“ im „Haus, das Verrückte macht“ zu besorgen, wird oft zitiert, wenn von übertriebener Bürokratie oder von Amtsschimmel die Rede ist.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Asterix_erobert_Rom

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Liebe Marie,
danke sehr für die Aufklärung!
Diese Sätze aus „Asterix“ waren mir nicht geläufig und der Sinn der Aussage erschloss sich mir in unserem Kontext schon gar nicht. Geschweige denn ihre heutige metaphorische Bedeutung.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Bin auch kein Asterixer, aber die Erklärung von Marie deute ich wie folgt:

„Einen Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars,
zur Bestätigung der Nichtigkeit des Durchschlagexemplars.“

Von Reinhard Mey – den genauen Titel weiß ich grad nicht.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Til Eulenspiegel will den Menschen einen Spiegel vorhalten.
Das hat noch kein Troll geschafft.
Nomen est omen? Was soll Dil Uhlenspiegel denn wohl bedeuten?

Ich habe jetzt mehrere Beiträge gefunden, in denen ich Respekt und Höflichkeit vermisse und Unwissenheit finde.

Zweiteres (ich liebe Wortverballhornungen – falls da gleich was zurückkommt) finde ich entschuldbar und nachholbar.

Ersteres finde ich einfach nur – schlechtes Benehmen.

TaMu
1 Monat zuvor

Was für ein Irrsinn. Waffeln für die Ukraine, Kuchen für die Abschlussfahrt … Kuchenverkauf selbstverständlich auf dem Marktplatz am Samstagvormittag ein ganz bestimmtes Gewinn-Ziel mit einem sozialen Hintergrund. Natürlich kann der Bäcker Kuchen backen, aber man sollte das eher von der Kundschaft her sehen. Der Kunde am Kuchenstand einer sozialen Gemeinschaft hat das Ziel, diese Gemeinschaft zu unterstützen. Dafür kauft er auch Kuchenstücke, die nicht unbedingt durch die Bäckerinnung abgesegnet wären: unterschiedlich große muffins derselben Sorte, wunderbar braun gebackenenen Hefezopf, leicht verlaufene Glasur, keine exakte Angabe der Inhaltsstoffe und kein Nachweis, ob die Backküche den Vorschriften der Lebensmittel- Hygiene standgehalten hat. Er kauft auch gerne diese fantastischen Kuchen, die eben typisch private Kuchen sind, echte Omas Käsekuchen, Mamas Linzertorte und Familie Müllers Kirschenplotzer. Selbstgemacht und trotzdem nicht selbst gebacken. Das bekommt der Kunde nur im Privatverkauf, denn egal, wie gut der Bäcker sein Handwerk versteht, sein professionelles Gebäck ist etwas völlig anderes als hausmacher Gebäck. Dieses holt sich der Kunde am Kuchenstand der 10b, lässt sich noch ein zerbröseltes Randstück auf die Pappe schaufeln und bezahlt gut aufgerundet in die Kasse. Er möchte natürlich zum Gelingen der Fahrt beitragen und eben nicht einfach auf ein Konto spenden. Er möchte sehen, dass die Schüler und Schülerinnen sich in ihrer Freizeit für ihr Ziel einsetzen. Am Stand wird erzählt, Menschen treffen sich und es ist ein geselliges Miteinander. Gerade bei Spendenverkäufen sieht man auch unmittelbar den Stolz über die Summe, die dann übergeben wird, vielleicht Schreibtisch sogar die Presse etwas dazu.
Wenn es hier plötzlich um Steuern geht, muss man sich als backendes oder Backzutaten beisteuerndes Elternteil schon fragen, weshalb man für die Zutaten inklusive Mehrwertsteuer an der Supermarktkasse bezahlt hat, die Energiekosten auf die eigene Rechnung nimmt und unentgeltlich in der Küche steht, außerdem die Kosten für die Klassenfahrt stemmt und bei Auf- und Abbau hilft. Ich persönlich frage mich sogar, ob ich nicht dem Dönerladen und dem Bäcker bei mir ums Eck ein bisschen Geld zum Ausgleich vorbeibringen sollte, wenn ich selbst gekocht und gebacken habe. Das bedeutet schließlich für beide Umsatzeinbußen.
Ja, so ein Irrsinn bringt mich sofort zum Grübeln und ich habe jetzt richtig Lust auf Kirschenplotzer.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Und von der Hirnrissigkeit der „Idee“ abgesehen, die Aufwandskosten werden den Steuergewinn übersteigen, aber diese Kurzsichtigkeit kennt man ja von den Politikern. Dann machen wir als Spender es doch so: Spendenquittung einreichen, zu Bäckerpreisen natürlich, hat sicher bislang keiner gemacht. Und schwupps …. der Staat zahlt drauf bei der ganzen Aktion und rudert ganz schnelle wieder zuück (kennen wir auch zur Genüge).

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Lieber Teacher And,:
bitte erklären, begründen Sie Ihre Behauptung: „… der Staat zahlt drauf … und rudert ganz schnelle wieder zurück“.
Wieso denn? Und wer soll hier „der Staat“ sein?

Despektierliche Gemeinplätze wie „… diese Kurzsichtigkeit kennt man ja von den Politikern“ und „… kennen wir auch zur Genüge)“ sind der Problemlösung nicht zuträglich, nicht sachdienlich und konstruktiv, also in der Sache ja überhaupt nicht zielführend.

So verallgemeinernde Worte über „die Politiker“ spiegeln pauschale Geringschätzung, zudem eine unreflekierte, sehr undifferenzierte Denkweise und unberechtigte Vorurteile wider.

Dies sollte einer gebildeten Lehrkraft eigentlich völlig wesensfremd sein! Es wäre, in meinen Augen, einer Lehrkraft unwürdig.
.
Es drängt sich mir da eher ein Verdacht auf. Berufsanmaßung?

Sind Sie am Ende etwa gar kein(e) LehrerIn, „segeln unter falscher Flagge“ um schnödes Unwesen zu treiben?

Vielleicht ein Versuch, die Reputation eines Berufsstandes zu beschädigen und als Troll unser Staatswesen durch solche Pauschalierungen zu verunglimpfen?

Stromdoktor
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Liebe Gabriele,

vielen Dank für Ihren Beitrag und insbesondere Ihren Anspruch an eine sachliche und differenzierte Diskussion.

Ggf. haben Sie sich erst kürzlich in den Kommentarbereich „verirrt“?

Um es mit den Worten der Redaktion auszudrücken:

„Hier bekommt man auch einmal Gegenwind. Zudem sind wir hier nicht auf dem Ponyhof“.

Insofern hat sich hier ein etwas rauherer Tonfall etabliert. Diskussionen werden dabei kontrovers und bis an die Grenze des Erträglichen geführt.

Es gibt einige polarisierende Themen sowie Feindbilder, die gepflegt werden. „Politiker“ und unser „Staatswesen“ gehören explizit dazu.

Ich bin gespannt auf Ihre Beiträge, sofern Sie im Forum aktiv bleiben.

Nochmals vielen Dank für Ihren kommunizierten Anspruch!

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Lieber Stromdoktor,

danke für Ihr freundliches, wertschätzendes Feedback.

Habe zu Beginn der Pandemie häufiger, regelmäßig Beiträge gepostet.
Mit der Zeit musste ich zu meinem Bedauern bemerken, dass der Inhalt, die Argumente der Kommentare sich ständig – wie in einer Endlosschleife – zu wiederholen begannen.
Außerdem nahm das sachliche Niveau der Leserbeiträge erheblich ab, es wurde zunehmend nur noch polemisiert, und zwar um des Polemisierens willen.
Die Diktion wurde teilweise recht dümmlich, vom Ton ganz zu schweigen.

Ich empfand das Gesprächsklima zunehmend wie in einer „Blase“, „Echokammer“, in der sich eine steigende Anzahl von DiskutantInnen – verzeihen Sie bitte meine Wortwahl – „im Auskotzen“ und Diffamieren scheinbar gegenseitig überbieten wollte.

Die Sachlichkeit blieb somit immer öfter auf der Strecke.
Ein Mehrwert der Lektüre der meisten Beiträge war für mich nicht mehr erkennbar.

Zudem gab es immer mehr ganz offensichtliche Trolle und Quertreiber, Chaos-Stifter, denen es gar nicht um die Sachfragen und Problemlösungen ging.

Die Artikel der Redaktion schätze ich jedoch nach wie vor sehr!

Doch ich lese sie sehr selektiv und nehme nur noch sehr selten, eher sporadisch, an einem inhaltlichen Disput teil.

Manchmal stelle ich nur z.B. falsche Aussagen über unsere fdGO oder unser politisches System sachlich richtig.

Manche KommentatorInnen schätzten meine sachlichen Richtigstellungen im Gedankenaustausch überhaupt nicht.

Einige können etwas komplexeren Gedankengängen nicht folgen, können auch nicht differenzieren. Sie erkennen z.B. nicht, wenn man etwas sinngemäß zitiert, andere stellen falsche sachlogische Bezüge her, etc. etc. etc.

Als allerletztes „Gegenargument“, eher Unterstellung, kam dann nur noch so etwas wie „Sie sind arrogant.“

Fazit: Oft lag Beratungsresistenz vor – wegen fehlender Einsichtsfähigkeit? Verblendung? Unvermögen? … .

Es ist also oft müßig, häufig verlorene Liebesmüh!

Lebenszeit ist so kostbar! Es gibt wirklich lohnendere, erfüllendere Beschäftigungen, als sich bewusst „in solche Niederungen“ zu begeben.

Nichtsdestotrotz, gelegentlich „sticht mich“ aber immer noch „der Hafer“ – für die gute Sache!

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Zwischen Feindbild und Kritik besteht noch ein himmelweiter Unterschied. Meine Einstellung rührt von vielen negativen Erfahrungen mit unserer „Obrigkeit“, die Sie wahrscheinlich nicht hatten.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Liebe Gabriele,
Eine strukturell verankerte politische Kurzsichtigkeit lässt sich umfassend belegen. Das ist nicht despektierlich, sondern Fakt. Finanzpolitik – kurzfristige Rettungen ohne Wirkung, marode Währungspolitik. Klima – teure Schnellschüsse mit wenig Sinn und ohne Nachhaltigkeit. Wirtschaft – Privatisierung mit Augenmerk auf schnelle Gewinne, Sterben der Infrastruktur. Gesundheit – bewährte Vorsorgen werden einfach gestrichen, man zahlt lieber die Langzeitfolgen. Verkehr – keine nachhaltige Entwicklung der Öffis. Und unser aller Interesse: Bildungspolitik – budgetabhängig und nicht den pädagogischen Bedürfnissen angepasst. Alle 4 Jahre ein neues Postenkarussell, warum soll man da langfristig Energie investieren? Brauchen Sie noch mehr?
Was sollen Ihre Unterstellungen? Langjährige Erfahrungen mit einer unfähigen Regierung prägen nun mal.
Was meine ich mit „der Staat zahlt drauf“?. Nun, haben Sie es nicht gelesen? Der Aufwand wird die Einnahmen übersteigen und Spendenquittungen würden den Rest geben. Aber so weit denken – oh – sorry, aber es sind nun mal unsere Regierenden … nicht. Man braucht unser Staatswesen nicht verunglimpfen, das schaffen die Verantwortlichen schon selbst. Sehen Sie sich doch die Außenwirkung unserer Politik an. Sind Sie womöglich auch kein Lehrer sondern bekleiden ein Ministerialamt? Oder Höheres?

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Lieber Teacher Andi,

nett! Erheiternd!

Ihre Retourkutsche endet mit einem recht armseligen Totschlagargument, einer haltlosen Unterstellung.
Ein Armutszeugnis!

Soll wohl als Schlussfolgerung und Begründung für meine Argumentation herhalten, nicht wahr?

Ein solches Fazit enthüllt jedoch, dass Sie Ihr letztes Pulver verschossen haben und meinen Argumenten letztlich nichts Relevantes entgegenzusetzen haben.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Das sehe ich anders. aber Sie dürfen gerne Ihre Meinung haben. Ich sehe jedenfalls kein Totschlagargument, es ist letztendlich nur eine Reaktion auf Ihr „unter falscher Flagge fahren“, vielleicht etwas unglücklich gewählt. allerdings sehe ich auch keine Argumente, denen ich mehr entgegensetzen muss, als ich schon getan habe. Sehe meine auch nicht entkräftet. Ich bin eben nicht für ein „weiter so“, vor allem im Bereich der schulischen Angelegenheiten. Wer das möchte, gerne. Und zurück zum Thema, das ja nun inzwischen mehr als aufgebauscht daherkommt, Sie finden solche, ich sage mal vorsichtig, fragwürdigen Vorstöße in Ordnung?

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Lehrkräfte sind zumindest gebildet und haben einen Abschluss, immer mehr Politiker eigentlich nicht. Das nenne ich Berufsanmaßung. Politiker werden von uns fürstlich bezahlt, dann muss man auch kritisieren dürfen, wenn sie ihre Aufgaben nicht erledigen.

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Lieber Teacher Andi,

jawohl! Hier stimme ich Ihren Aussagen voll und ganz zu!

Aber bitte keine Pauschalierungen! Differenzieren! Nicht alle über einen Kamm scheren!
Unzulässige Generalisierungen sind eines Akademikers unwürdig.
Empfinde ich also zudem als eine Art „Nestbeschmutzung“ im Hinblick von den LehrerInnen, die ein hohes Berufsethos haben.

Wenn Sie denn wirklich der Lehrerszunft angehören sollten, verbitten Sie sich ja wohl auch vehement unzulässige, ungerechte Verallgemeinerungen und pauschale Schuldzuweisungen an „die Lehrer“!

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Wo habe ich pauschalisiert wenn ich sage „iimer mehr Politiker …. „, was ja nun ganz offensichtlich zutrifft? Und es ist wohl keine Nestbeschmutzung, wenn 2 Politiker (ich betone ZWEI) äußern, dass Lehrer faule Säcke sind? Wo ist denn da der akademische Anspruch und das Berufsethos?

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Lieber Teacher Andi,

bitte sauber analysieren, korrekt zitieren, und auch Bezüge ganz genau differenzieren!

Ihre logischen Bezüge sind sachlich unrichtig, wenn Sie alle meine Äußerungen, die ich ja sachlogisch zu verschiedenen Zeitpunkten (!) in unterschiedlichen (!) gedanklichen Zusammenhängen im zeitlichen Ablauf unseres Disputs geäußert habe, jetzt einfach summa summarum in e i n e n Topf werfen!

Mein Pauschalierungsvorwurf bezog sich unmissverständlich auf Ihre Wortwahl „die Politiker“ in Ihrem Beitrag „1 Tag zuvor“, wie Sie unschwer nachlesen und dort verifizieren können.

Auch der sachlogische Bezug Ihrer Äußerung „5 Stunden zuvor“ ist sachlich falsch, denn „6 Stunden zuvor“ erhob ich ja keinerlei Pauschalierungsvorwurf.

Ich gab Ihnen an dieser Stelle, in diesem Kontext, recht. Betonte nur, dass grundsätzlich jegliche Pauschalierung oder mangelnde Differenzierung zu verwerfen ist.

Zu Ihren Einlassungen „5 Stunden zuvor“ noch eine Stellungnahme:
ich schließe daraus, dass Sie die übertragene Bedeutung des Begriffes „Nestbeschmutzung“ nicht kennen, denn Logik lässt sich in Ihrem Gedankengang überhaupt nicht erkennen.

Und nur am Rande:
– Ex-Bundeskanzler Schröder hat seine diffamierende, beleidigende Unterstellung vor einigen Jahren expressis verbis bei einem Pressetermin bedauert und sich dafür entschuldigt: (sinngemäß) er habe sich damals sehr geirrt, was er inzwischen erkannt habe.

-Zudem war Herr Schröder nie Lehrer, könnte also somit per se keine „Nestbeschmutzung“ betreiben.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Kann es sein, dass sie ziemlich schulmeisterlich daherkommen? Und zu Ihrer Belehrung in puncto Nestbeschmutzung: wer ist denn verantwortlich für die Schulbildung, Lehrerausbildung, Ausstatttung, Lehrplan und, und, und … ? Ich hätte jetzt gedacht, es wäre die Regierung mit ihren bestellten Ministern und Ministerialräten und was es sonst noch so gibt, auch der Sachaufwandsträger ist letztendlich der Regierung unterstellt. Demnach schadet sich die Regierung selbst mit solchen Aussagen. Und Schröder hat sich getäuscht? Auweia. Ein Herr Schröder interessiert sich überhaupt ni ht für die Belange außerhalb seines Dunstkreises, man muss ihn nicht verteidigen.

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Lieber Teacher Andi,

ad „Nestbeschmutzung“: verquere, wirklich an den Haaren herbeigezogene „Logik“, die Sie hier bemühen.

ad Altkanzler Gerhard Schröder:
es liegt mir fern, Herrn Schröder unbegründet zu verteidigen.

Aber es ist nun mal eine nicht zu leugnende Tatsache, dass er seine unverschämte, sachlich unrichtige Äußerung über Lehrer öffentlich explizit bedauert hat und hervorhob, sich sehr geirrt zu haben. Also Fakt ist Fakt! Da gibt es nichts zu deuteln.

Über die Ernsthaftigkeit, Glaubwürdigkeit seiner Entschuldigung kann ich mir aber kein Urteil erlauben.

Ich begrüße ausdrücklich, dass er inzwischen zur persona non grata in der Bundesrepublik Deutschland erklärt wurde.

Moralische Integrität kann ich nämlich bei seiner jetzigen Priorisierung von Loyalitäten – im Kontext Angriffskrieg durch seinen Freund Putin – nicht erkennen

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Verzeihung! Tippfehler! Natürlich korrekte Anrede: Lieber Teacher Andi,

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

@Teacher Andi und Gabriele

Bitte nach dem Wochenende weitermachen – ich kann nicht mehr.

JA, liebe Gabriele, ich muss ja nicht lesen, auch wenn da was steht.
JA, es ist etwas erschöpfend.

Und ja, ich bin ein fauler (und vor allem erschöpfter) Sack. Hat Alt-Noch-Altkanzler-Schröder so schön formuliert.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Gabriele, ich habe mir wirklich Mühe gegeben mit meinem Beitrag, den Sie gekapert haben, um Teacher Andi zu belehren. Das finde ich nicht nett! Holen Sie sich ein Stück Kirschenplotzer und schreiben Sie eine eigene Antwort auf die angebotenen Themen.

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Liebe(r) TaMu,

bin mir nicht bewusst, dass ich ein Plagiat, Diebstahl Ihres (!?) geistigen Eigentums, begangen haben soll.
Schon gar nicht, dass ich „gekapert“ (?) haben soll um „Teacher Andi zu belehren“.
Hä?

Sie haben wirklich einen sehr anschaulichen, netten Text pro „unsere gemeinsame Sache“ mit schlagkräftigen Argumenten abgefasst. Habe ihn gerade ganz gelesen.

Jedoch können Sie sicher sein, dass ich es in keinster Weise nötig habe, weder inhaltlich, intellektuell noch sprachlich, mich „mit fremden Federn“ zu schmücken oder in “ fremden privaten Gewässern zu fischen“.

Falls Ihrer Meinung nach gewisse Überschneidungen, ähnliche Sachverhalte meinerseits beschrieben wurden, durchaus auch eine Art inhaltlicher Wiederholungen vorliegen, dann mag das wohl daran liegen, dass wir aus dem gleichen Primärerfahrungsschatz schöpfen!

Freuen Sie sich doch ganz einfach, dass jemand derselben Meinung ist wie sie, auch Ihre Argumentationslinie vertritt, gewissen Gedanken noch mehr Nachdruck verleiht.

Die Beiträge im n4t-Forum sollen doch kein benotetes Schaulaufen sein, sollen doch nicht der Profilierung des Egos dienen, oder?

Es geht doch um Sachfragen, um die Erörterung von Problemlagen, oft auch um Gedankenaustausch, dient auch häufig dem Frustabbau, Dampfablassen von Betroffenenen, und es geht um Lösungsansätze aus dem Mund von Gleichgesinnten, auch von ExpertInnen, nicht wahr?

Wenn ich also hin und wieder einen Beitrag schreibe, dann im Normalfall, weil mich der Artikel von n4t (!) dazu veranlasst.
Ggf. überfliege ich auch noch einige (!), nicht alle (!) Beiträge, und klinke mich dann bei einem ein.

Die Meinungsbeiträge im Forum sind zudem doch keine Wissenschaftliche Arbeit, keine Dissertation oder Habilitationsschrift, wo ganz saubere, korrekte wörtliche und sinngemäße Zitierweise unabdingbar ist.

Also bleiben Sie bitte auf dem Teppich!
Aufregung und Empfindlichkeiten sind hier wirklich völlig fehl am Platz, hier unnötig wie ein Kropf!

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Da widersprechen Sie sich jetzt aber selbst!!

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Lieber Teacher Andi,

Bitte Beleg(e), also verifizieren!
Ansonsten verbuche ich Ihre Äußerung als „irrelevant, ohne jegliche Substanz“, als Widerspruch lediglich um des Widerspruchs willen.

Übrigens, der (ursprüngliche) Stein des Anstosses scheint sich “ in Luft aufzulösen“. Ein Sturm im Wasserglas zeichnet sich ab?

Konfutse
1 Monat zuvor

Ich finde das beruhigend und großartig: Das zeigt doch, dass unsere Politiker keine anderen großen Sorgen haben….

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Konfutse

Oder – es ist das bevorstehende Sommerloch.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor

Nein, die backenden Eltern nehmen den Bäckern nicht das Geschäft weg!

Meine Güte aber auch! Der Bäcker ist in den seltensten Fällen eine Konkurrenz – schmeckt meist süß und sonst nach nichts.

Die Eltern übernehmen das Geschäft!

Haben die in der EU nichts anderes zu tun, als sich um solchen Quatsch zu kümmern?

Dann wird es Kuchen gegen SPENDEN geben! Für eine neue Kaffeemaschine im Lehrerzimmer – Lehrergesundheit ist wichtig!

Tut mir leid, ich kann das alles nicht mehr ernst nehmen.

Das müssen doch Reptoloide sein, die so dermaßen unter Logorhoe leiden!

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

ad Riesenzweg:
DiskutantInnen, die sich der Terminologie von Anhängern von Verschwörungsmythen oder Querdenker-Narrativen bedienen, sind mir überaus suspekt, disqualifizieren sich in meinen Augen per se.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Schade, ich finde die Reptoloiden-Verschwörung zum Wegschmeißen – vor Lachen, wohlgemerkt.

Und – es kann durchaus als Stilmittel der massiven Übertreibung und des deutlichen Hinweises auf Sarkasmus verstanden werden. So ist es zumindest eingesetzt.

Wer hier schon des Öfteren mitgelesen hat, weiß, dass ich gerne die Verschwörer verballhorne.

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Angedachter, geplanter Sarkasmus hin oder her: gewisse Begrifflichkeiten, Termini werden salonfähiger durch häufigen,übermäßigen Sprachgebrauch und finden so unbewusst nach und nach Eingang in die Alltagssprache – und damit evtl. Denke sehr vieler Menschen!

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Echt??? Das mit den Reptiloiden ist ’ne Verschwörungstheorie???
Verdammt! Voll drauf reingefallen.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Prima! Ich schmeiß mich weg!

Vielen Dank – das ist ein schöner Start ins Wochenende.

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

@Riesenzwerg

Ich schmeiß mit!
Döp döp döp …
Oweh! – Hoffentlich sorgt das jetzt nicht für Verwirrung?! 😉
(Tipp für „nicht Eingeweihte“ … sind das dann „Ausgeweihte“? … egal, eine Suchmaschine des Vertrauens kann im Fall „döp“ vermutlich weiterhelfen.)

Ganz unverfänglich und ohne geistige Stolperfallen wünsche ich ein schönes Wochenende! 🙂

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Riesenzwerg, ich bin da ganz bei Ihnen! Ich nutze auch die Reptiloiden-Theorie, wenn rein menschliche Erklärungsversuche zu politischen Entscheidungen nicht mehr ausreichen. Und Klassenfahrt-Kuchen- Besteuerungen können doch nicht wirklich einem menschlichen Gehirn entsprungen sein?

Kölnerin
1 Monat zuvor

Was ist mit Schülerfirmen und ähnlichen Projekten?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Kölnerin

…z. B. Flohmärkte?

KARIN
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Fussballturnieren? Ab F – Jugend, welche ausgerichtet werden vom Verein, mit Leben gefüllt über Verpflegung, teils selbstgemacht ( Kartoffelsalat, Kuchen)??)

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Pscht! Bloß keine schlafenden Hunde wecken.

Rabe aus NRW
1 Monat zuvor

Selbstgebackene Leckereien statt direkt zu spenden ist doch einfach netter – es geht aber um einen zugehörigen Zweck – also direkt Geld spenden, dann kann sich kein Bäcker mehr beklagen. Ist für das Schulklima sehr schade. Oder gibt es bald auch eine Spendensteuer für Kleinbeträge? Ich fass es nicht!

Andre Hog
1 Monat zuvor

Na, die Lösung für dieses Bürokratiemonster ist doch ganz einfach:

Man lässt diese Art von elterlichen Support an Schulen einfach sein, damit ein stadtteilnaher Bäckernachbar oder Metzgermeister keine potentiellen Umsatzeinbußen hat oder dem Staat minimale Einnahmen entgehen. Dann finden Schulfeste, Elternsprechtage ohne Kaffee- und Kuchensupport statt…solche Veranstaltungen haben ja ein ganz klar anderes Ziel: Eltern sollen informell bzw. formell Gespräche mit anderen Eltern oder den LuL führen und Kontakte zur Bildungsanstalt haben … aber Achtung: Bitte ohne dieses lästige und „pseudogemeinschaftliche“ MiteinanderEssenundTrinken. Genuss ist an Schulen schließlich nur beim Lernen und Arbeiten erwünscht…kommt nicht auf die Idee, das man zusammen was anderes machen könnte.
Und wenn man auf die Idee kommen sollte, dass es tatsächlich begleitend zu den außerunterrichtlichen schulischen Aktionen was zu schnubbeln und zu schlabbern geben soll, dann muss es auch richtig Kohle kosten … sonst könnten sich ja alle diesen Spaß leisten.

Es ist so dermaßen lächerlich.

Wir denken das mal weiter….das trifft dann auch Nachbarschaftsfeste, bei denen die teilnehmenden Familien Salat, Brot und was zu trinken mitbringen…und damit Caterer, Wirte oder Getränkelieferanten um ihre Einnahmen betrügen. Staatlich „verordnete“ Vereinzelungen, Vereinsamungen und Stimmungstöter.
Herzlichen Glückwunsch….ein starkes Signal für unser Gemeinwesen…gerade nach Zeiten der starken Vereinzelung durch die Pandemie.

Ich muss da mal was loswerden
1 Monat zuvor

Oh Jeeeez…….das auch noch! Wer soll denn die Umsatz-Steuer ID beantragen bzw. führen? Die Schule? Die Eltern? Die Kinder? Was für ein Schwachsinn….

Ich würde einfach im Vorfeld in Zukunft Geld einsammeln und den Kuchen dann umsonst abgeben an alle. Als wenn sich ein Bäcker auf so ein Schulfest stellen würde um Kuchen zu verticken…..von wegen Business wegnehmen und so….

Walter
1 Monat zuvor

„Kuchen gegen (freiwillige) Spende“ wird ohne Verkauf weiterhin steuerfrei sein und bleiben.

KARIN
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter

Ich sehe schon die Leute,welche sich mit Kuchen zum Kaffee zu Hause eindecken und kaum den Preis der Zutaten damit decken!

Zum Beispiel der Bürgermeister(bei uns in der Gemeinde), welcher dachte, er wäre zu Kaffee und Kuchen eingeladen, da er die Eföffnungsrede gehalten hatte.
Er hat mit etwas Nachhilfe sogar etwas mehr als nötig gegeben! ; ) So als gute Beispiel für die Anwesenddn!

AusderPraxis
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter

Bei uns kam noch dazu, dass ALLE, die Kaffee oder Kuchen spendeten, einen 2-tägigen Lehrgang in Restauranthygiene hätten nachweisen müssen! Ist zwar gratis, aber weit weg!

Unser Schulverein, der Kinder unterstützt, die sonst keinen Anspruch auf Unterstützung haben (also nicht von Hartz4 leben) für Ausflüge, Bücher, Klassenfahrten usw., hat sich dann auch darauf verlegt, den gespendeten Kuchen, Kaffee usw. auf dem Schulfest zu verschenken, aber große Spendenboxen aufzustellen und auf den Schulverein aufmerksam zu machen. Die Einnahmen sind dadurch zum Glück nur minimal zurückgegangen.

Viel schlimmer finde ich, dass in den Grundschulen auch Geld gesammelt werden muss, um Schulbegleiter (Integrationshelfer) zu bezahlen. So sollen Lehrkräfte eine Unterrichtsstunde pro Woche (in einem Schuljahr) spenden, um das Geld für Schulbegleiter zu zahlen! Das ist sogar legal! Man arbeitet also 28 Unterrichtsstunden/Jahr, bekommt aber nur 27 Unterrichtsstunden/Jahr bezahlt! Der Rest geht direkt an den Verein für Integrationshelfer!
Das finde ich unfassbar! Eine Aufgabe des Staates, die durch Arbeitnehmer bezahlt werden soll? Inzwischen gibt es immer weniger LuL, die dazu bereit sind! Auch wenn es sich um die armen Kinder handelt!

Andere Möglichkeiten sind, die SuS gegen Spenden laufen zu lassen. Die Schule organisiert einen Spendenlauf und die Kinder organisieren Spender, die pro gelaufenem Kilometer einen Obulus (z.B 1€) entrichten. Die Lehrkräfte tragen die Anzahl der gelaufenen Kilometer in eine Karte ein, rechnen die Spenden ab und überweisen das Geld an den „Verein für Schulbegleiter“. Wenn man Glück hat, bekommt man dann einen Schulbegleiter (450€ Kraft) für ein Kind, das diesen benötigt. Leider hat unsere kleine GS nie genügend Geld erlaufen, um einen ANSPRUCH anzumelden! Wir lagen immer nur zwischen 2000€ und 2500€, hätten aber 5100€ pro Jahr gebraucht!
Klar gibt es auch Integrationshelfer vom Jugend- und Sozialamt, die Hürden sind aber extrem hoch! Es kann lange dauern, bis ein bedürftiges Kind diese Unterstützung bekommt! Es braucht die Mitarbeit der Eltern, eine hieb- und stichfeste Diagnose z.B. Autismus, und es müssen genügend Schulbegleiter vorhanden sein!

Aber hallo, die viertgrößte Wirtschaftmacht der Erde, also Deutschland, muss nun an die Mehrwertsteuer der Kuchenspenden ran! Das wird uns retten!
Armes Deutschland!

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  AusderPraxis

„So sollen Lehrkräfte eine Unterrichtsstunde pro Woche (in einem Schuljahr) spenden, um das Geld für Schulbegleiter zu zahlen! Das ist sogar legal! Man arbeitet also 28 Unterrichtsstunden/Jahr, bekommt aber nur 27 Unterrichtsstunden/Jahr bezahlt!“

Wer sich auf so etwas einlässt, der hat echt nicht mehr alle Tassen im Schrank. Ist wohl aber auch nur bei Lehrkräften möglich. Der Rest der Republik lacht über so viel Doofheit.

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

„Inzwischen gibt es immer weniger LuL, die dazu bereit sind! Auch wenn es sich um die armen Kinder handelt!“ Da kann ich Herrn Realist nur beipflichten- da ist überhaupt keine Tasse mehr im Schrank von solchen Lehrkräften: Allein so etwas als LuL in Erwägung zu ziehen, ist der Grund, warum die Karin und ihre Kolleg:innen mit allen Frechheiten durchkommen (werden).

Und dann noch unser aller Präsident mit seine „Forderungen“. Schön den Kotau machen vor der Politik, ein bissl pressewirksames Meckern ab und zu. Dann aber mehr berufliche Orientierung an Schulen fordern (ohne eine Ahnung zu haben, was gerade diesbezüglich an Schulen außerhalb seines gymnasialen Tellerrandes läuft) und brav in Aussicht stellen, die Lehrkräfte würden die Herausforderung mit den Ukraine- Kindern (auch) noch annehmen.

KARIN
1 Monat zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

???????????????

Kölnerin
1 Monat zuvor
Antwortet  KARIN

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  KARIN

Ich glaube, NOCH 5 JAHRE meint die Karin Prien aus SH.

KARIN
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Ach so, der Sinn zum Kommentar habe ich ausdauernd gesucht!
Danke für die Info! 😉 Bin echt erleichtert!

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  AusderPraxis

an „AusderPraxis“,
Sie beschreiben unsägliche Missstände! Eigentlich unfassbar.
Und dann noch, trotz Obolus sehr vieler UnterstützerInnen und großem Engagement der Kinder, so kläglich zum Scheitern verdammt zu sein.

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter

Netter, guter Gedanke! Ein Ausweg? – Nein!

Denn Spendenbereitschaft, schon gar nicht generöse, ist – leider – immer öfter n i c h t die Regel!

Immer mehr Menschen „stauben auch sehr gerne ab“, wenn es etwas (scheinbar, offensichtlich) Kostenloses gibt, ganz ohne schlechtes Gewissen, ohne jegliches Unrechtsempfinden!

Es bleibt zu befürchten, dass viele also konsumieren ohne ihren erhofften, erwünschten, de facto erwarteten, selbst kleinen „Obolus für die gute Sache“ zu entrichten. Leider!

Gabriele
1 Monat zuvor

Unsinnige Kopfgeburt! Und echtes Bürokratiemonster!
Völlig unverhältnismäßig!
Abwägung von Kosten versus Nutzen? Welches „Riesen“-Geschäft entgeht denn den BäckerInnen durch backende SchülerInnen bzw. backenden Eltern, meist Müttern?
In welcher finanziellen Höhe bewegt sich denn der potenzielle „Verdienstausfall“? Einfach lachhaft! Eigentlich ein (schlechter) Witz!

Damit macht sich die EU sicher bei der jungen Generation keine Freunde!

Es geht doch nur um ehrenamtliches Engagement, zivilgesellschaftlichen Gemeinsinn – gemeinsames Arbeiten für eine gute Sache!
Und eine gemeinsame Aktion, gemeinsames Tun ist überaus stärkend für das Zusammengehörigkeitsgefühl!

Hier für ihre Schule, z.B. als Erarbeiten eines Zuschusses für die SMV-Arbeit, die Finanzierung des Abi-Balles oder Spendensammeln für einen guten Zweck.
Zur Zeit zum Beispiel für die geflüchteten Kinder aus der Ukraine, oder auch immer noch für einen Kindergarten oder eine Schule, die von der Flutkatastrophe im Ahrtal betroffen ist.

Es geht also um Ideelles – und Selbstgemachtes! Geldgeschenke machen oder einfach Kuchen kaufen kann doch jeder, ist einfach einfallslos – und bequem!

Es geht also nicht um Materielles!
Vielmehr um sehr Persönliches, Individuelles! Auch Backen nach oft nach gehüteten Familienrezepten!

Ein Verlust von einem bedeutungsvollen, nicht zu unterschätzenden Element unserer Schulkultur droht!

KARIN
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Hierzu fällt mir noch ein: : LKW welche auf eigene Kosten ins Ahrtal,fuhren und die meiste Arbeit wahrscheinlich dort auch erledigten, müssen Mautgebühren zahlen!
Dafür gibt es keine Sonderregelungen! Werden also zur Kasse gebeten, da sie die Aufgaben des Staates auf eigene Kosten übernommen haben, da dieser nicht schnell / bis heute kaum ) in die Puschen kam!!
Das nur nebenbei, gehört hier eigentlich nicht dazu! Regt mich aber gewaltig auf!,

Echt
1 Monat zuvor

So wird bürgerliches Engagement verhindert. Vereine und sonstige gemeinnützige Einrichtungen finanzieren u.a. mit den so eingenommen Geldern wertvolle Beiträge zum Gemeinwohl und sozialen Zusammenhalt. Es engagieren sich immer weniger Menschen ehrenamtlich oder geben genervt ihre Ämter auf. Ich habe den Eindruck, dass viele Politiker keine Ahnung von der Realität haben. Statt den Gemeinsinn zu fördern, werden engagierten Bürgern Knüppel zwischen die Beine geworfen. Dann werden auf behördlicher Ebene Stellen zur Förderung bürgerlichen Engagements geschaffen, die Ehrenämter koordinieren sollen, statt die Bürger einfach machen zu lassen.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Echt

„statt die Bürger einfach machen zu lassen.“

So etwas gipfelt dann in Steuerhinterziehung (siehe Kuchenverkauf) oder Schlimmerem. Nein, der Staat muss hier steuernd(!) eingreifen…

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Ironie? Sarkasmus? Inhaltliche Wiederholung! Nicht hilfreich bei der Problemlösung, somit nicht zielführend!

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Aber FUNNY!

gscheiddahergredt
1 Monat zuvor

Vielleicht habe ich es ja nicht richtig gelesen, aber steht im Artikel nicht, dass der Kuchenverkauf von der Regelung gar nicht betroffen ist.
Es geht um regelmäßige öffentliche Veranstaltungen, bei den Einrichtungen tätig werden. Da z.B. bei einem Weihnachtsmarkt auch örtliche Betriebe mit im Boot sein könnte, kann es durchaus zu Überschneidungen kommen.

Ich kenne die Diskussion schon seit Jahren. Deshalb durften die Eltern im Kindergarten nicht selber die Wand streichen, weil sonst der örtliche Maler (der allerdings nie Zeit hatte) benachteiöigt worden wäre.

Also keine Angst. Der Kuchenverkauf bleibt euch schon. Wenn man sowiso nur aufs Feld schaut, wäre es vernüftiger, die 20 Euro für einen Kuchen einfach zu spenden, als die ganzen Materalien einzukaufen, die Arbeitszeit aufzubringen, den Strom zu verbrauchen und dann im Worst Case Fall den eigenen Kuchen zu kaufen, weil er sonst nicht weggeht.

Gabriele
1 Monat zuvor

Bitte Artikel genau lesen! Oder mangelt es am Textverständnis?

gscheiddahergredt
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Ein Beispiel: Der Elternbeirat einer Kita veranstaltet ein Sommerfest, dort werden Getränke und Kuchen verkauft. Zielgruppe sind Kinder, deren Eltern und Großeltern. Hier würden keine Steuern anfallen.

Was habe ich an der Passage nicht verstanden?
Alles wird nicht so heiß gegessen, wie es hier gekocht wird!

Axel
1 Monat zuvor

Leider nicht ganz richtig. Hier sind die Eltern oder der Elternbeirat als Unternehmer tätig (§ 2 UStG). Der Kuchenverkauf ist dann auch umsatzsteuerpflichtig, wenn „der Unternehmer“ Gruppe der Eltern oder der Elternebirat im vorangegangenen Jahr mehr als EUR 22.000 an Umsatz generiert hat.
Es kommt daher insbesondere nicht auf die Zielgruppe (Kinder, Eltern, Großeltern) an.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Hier scheint es mir an Respekt und Höflichkeit zu mangeln.

Carsten
1 Monat zuvor

Schon Kästner erkannte:
„Macht, was ihr wollt. Doch merkt euch dieses Wort:
Vernunft muß sich ein jeder selbst erwerben,
Und nur die Dummheit pflanzt sich gratis fort.“

Herr Hallmackenreuther
1 Monat zuvor

Die Idee und damit die ganze Diskussion ist vollkommen überflüssig, weil eine Umsatzsteuer erst entrichtet werden muss, wenn der Umsatz über 22000€ liegt.

Gabriele
1 Monat zuvor

Lieber Herr Hallmackenreuther,

wenn denn die Sache wirklich so glasklar und einfach wäre, überhaupt keine Probleme beinhalten würde, warum „eiert“ dann Ministerpräsident Kretschmann so rum – “ … gemindert …“ – , also beschwichtigend, um Dampf aus dem Kessel zu lassen?

Ganz so einfach ist’s anscheinend doch nicht! Sonst hätten die FachjuristInnen im Innenministerium ihren Chef doch wohl vor dem Pressetermin kurz und bündig instruiert.

Dirk Z
1 Monat zuvor

Bei uns wurde das schon früher so geregelt, dass bei Schulveranstaltungen der Kaffee und Kuchen nicht offiziell verkauft wurden, sondern es wurde um eine Spende gebeten. Das hat letztenendes auch genügend Geld in die Kasse gebracht.

Mom73
1 Monat zuvor

Dafür verdient doch Edeka , Netto, Aldi, usw. mehr, weil wir teure Produkte zum Backen, etc. kaufen, geschweige von den Stromkosten….
Die Welt wird immer verrückter!

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Mom73

DAS hat die EU nicht auf der Liste!

Die denken, das Mehl wird gestohlen, die Milch unrechtmäßig angeeignet, die Eier erpresst.

Tut mir leid – habe einen Clown gefrühstückt.

Sissi
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Passt ganz genau, wenn der Clown Satire kann.
Anders geht’s bald nicht mehr
…… der Puderzucker wird beim Nachbarn geklaut oder – unter Gewaltandrohung – eingefordert.

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

@Riesenzwerg

„Tut mir leid – habe einen Clown gefrühstückt.“

Schon gut, schon gut …
Ach, was ich noch fragen wollte: War der Clown ordnungsgemäß versteuert?

dickebank
1 Monat zuvor

Warum sollen Schulvereine anders gestellt werden als Sportvereine?
Die Schule selbst kann ja keine rechtsfähigen Geschäfte machen, sie ist eine Kostenstelle des Schulträgers, die überhaupt keine eigenen Konten führen darf.

Es darf eben keinen Kuchen-/Würstchenverkauf geben. Der Kuchen wird dem Schulverein gespendet, dieser gibt ihn kostenlos an seine Mitglieder und Gäste weiter und kann im gegenzug dafür um Spenden bitten. Der Spende steht keine direkte geldwerte leistung gegenüber, sie erfolgt unabhängig vom Übergang der Ware, folglich entfällt die Umsatzsteuer.

Axel
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Genauso ist es richtig.

Axel
1 Monat zuvor

Liebe Redaktion. Da habt Ihr echt schlecht recherchiert.
Die Umsatzsteuerpflicht entsteht ab dem 1.1.2023 nur, wenn die Schule in Trägerschaft einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (z.B. Land oder Kommune) den Kuchen verkauft (Streichung des § 2 Abs. 3 UStG und Einführung des § 2b UStG).
Wenn die Schüler oder die Eltern oder ein Förderverein verkaufen war dies schon immer umsatzsteuerpflichtig. Jedoch konnten die Schüler, die Eltern oder Fördervereine oftmals von der Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) profitieren.

Hier empfehle ich die Seminare der Landesverbände der Schulfördervereine
https://www.schulfoerdervereine.de/home/landesverbaende