Nächste Welle? GEW und VBE warnen vor Schulschließungen bei hohem Krankenstand

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BERLIN. Bildungsgewerkschaften warnen vor Unterrichtsausfällen oder sogar Schulschließungen, falls in einer möglichen neuen Corona-Welle viele Lehrerinnen und Lehrer erkranken. Der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: «Wenn der Schutz und damit die Gesundheit der Lehrkräfte nicht hinreichend beachtet wird, werden die Schulschließungen vor dem Hintergrund des bereits ohnehin schon dramatischen Personalmangels, bei entsprechendem Krankenstand von ganz allein kommen.» Mehrere Kennzahlen deuten auf ein wieder leicht zunehmendes Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland hin.

Rollt die nächste Welle heran? Foto: Shutterstock

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, sagte dem RND: «Sollte es wieder zu deutlich mehr Krankheitsfällen bei den Beschäftigten an Schulen und Kitas kommen, wird es wegen des ohnehin herrschenden Lehrkräftemangels zu noch mehr Unterrichtsausfall kommen.» Krankheitsbedingte Lücken wären nicht mehr zu kompensieren.

Der VBE-Vorsitzende Beckmann unterstrich, die Offenhaltung von Schulen und Kitas müsse oberste Priorität haben. «Besonders aus diesem Grund schauen wir mit Sorge auf den Umstand, dass das Infektionsschutzgesetz deutlich hinter unseren Erwartungen zurückbleibt.»

Das Infektionsschutzgesetz sieht für Herbst und Winter sehen vor, dass die Länder an Schulen und Kitas Corona-Tests vorschreiben können. Ab Klasse fünf sind auch Maskenpflichten in Schulen möglich, soweit dies «zur Aufrechterhaltung eines geregelten Präsenz-Unterrichtsbetriebs erforderlich ist». Schulschließungen soll es als Corona-Schutzmaßnahme nicht mehr geben.

Der langanhaltende Rückgang bei mehreren Virus-Parametern ist gestoppt

Möglicherweise deutet sich eine neue Corona-Welle wieder an: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg vorvergangene Woche um elf Prozent im Vergleich zur Woche zuvor, wie es im aktuellen Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Covid-19 heißt. Am stärksten war der Anstieg demnach in der Altersgruppe der 50- bis 84-Jährigen. Bereits in der vorigen Ausgabe hatte sich gezeigt, dass der langanhaltende Rückgang bei mehreren Virus-Parametern gestoppt ist.

Aktuell scheint sich diese Tendenz zu bestätigen: Am heutigen Montag gab das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz mit 293,6 an. Am Donnerstag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 281,4 gelegen, am Freitag vorvergangener Woche bei 249,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 50.800 Corona-Neuinfektionen – in der Vorwoche waren es 38.749.

Grundlage der Inzidenzberechnung sind Labortestungen, die mittlerweile aber seltener als in vorherigen Phasen der Pandemie gemacht werden. Leichte Anstiege verzeichnet das RKI aber auch bei zusätzlich ermittelten Schätzwerten zu an Covid-19 Erkrankten und zu Arztbesuchen aus diesem Grund. Zudem habe die Zahl gemeldeter Corona-Ausbrüche in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen zugenommen.

Vor einigen Tagen hatte bereits der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) in seiner Auswertung von PCR-Test-Zahlen von der Entwicklung einer Trendwende gesprochen. Testzahlen in Facharztlaboren seien erstmals seit Monaten wieder gestiegen.

Nach den im RKI-Wochenbericht berücksichtigten Daten ist noch keine Wiederzunahme bei den schweren Covid-19-Fällen in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen erkennbar: Die Rede ist von einer Stabilisierung der Werte auf einem Plateau. Generell spricht das RKI weiterhin von einem hohen Infektionsdruck in allen Altersgruppen.

Die sechste Welle begann laut der rückwirkenden Einstufung im Juni, ein Enddatum ist noch nicht definiert

Ob es sich bereits um erste Anzeichen für den Beginn einer neuen Welle handelt, wird sich erst im Rückblick genauer sagen lassen. In einer weiteren RKI-Publikation vom Donnerstag werden für den bisherigen Pandemieverlauf in Deutschland sechs Wellen gezählt. Die sechste Welle begann laut der rückwirkenden Einstufung im Juni, ein Enddatum ist noch nicht definiert. Da wegen der Jahreszeit eine erneute Zunahme von Atemwegserkrankungen zu erwarten sei, könne die weitere Entwicklung aktuell noch nicht genau abgeschätzt werden.

In dem Papier wird auch betont, dass schwere Erkrankungen für die Gesamtbewertung stärker in den Vordergrund rückten, «während die bloße Zahl der Infektionen längst nicht mehr so wichtig ist wie zu Beginn der Pandemie». News4teachers / mit Material der dpa

„Bei den aktuellen Varianten nicht nötig“: Amtsärzte befeuern den Glaubenskrieg um die Maskenpflicht in Schulen  

 

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52 Kommentare
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Emil
2 Monate zuvor

Kranke Lehrer- Unterrichtsausfall.
Zwingende Konsequenz, wenn Infektionsschutz verweigert wird.
Eltern können wählen- Masken oder Betreuung. Ganz simpel.

kopfschüttler
2 Monate zuvor

verstehe das „falls“ nicht … aktuell fällt bei uns durchgehend Unterricht aus! Ein Viertel des Kollegiums ist krank. Die Coronaquelle ist ganz eindeutig eine Teenagergeburtstagsparty, denn die Teilnehmer sind auch alle krank und haben bereits viele in der Schule angesteckt. Da wir schon den normalen Unterricht nicht zu 100% abdecken können, ist jetzt noch weniger Unterricht möglich und wir stehen erst am Anfang von Herbst und Winter!

Karen Blümchen
2 Monate zuvor

Stand heute in Niedersachsen und nur meine Schule: 8 Lehrkräfte Ausfall wegen Corona, vier Schwangere raus, zwei Dauerkranke.
Ist genau ein Viertel der Lehrerschaft. Aber wir drücken jetzt einfach die Daumen, dass die demnächst noch übrigens 50% durchhalten und das dritte Jahr in Folge die Zähne zusammenbeißen. Schule darf nicht geschlossen werden. Schule ist uns allen wichtig. Nur kosten darf es nichts. Also Geld. Auf Kosten der Gesundheit der Lehrkräfte ist ok. Wir machen einfach alle die Augen zu, ignorieren Pandemie, Energiekrise, Ukraineflüchtlinge und machen es wie immer=die Schulen machen das schon. Kleiner Hinweis: Ich glaube nicht, die sind nämlich am Ende. Und der letzte macht bitte das Licht aus. Schon alleine wegen des Energiesparens.

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Karen Blümchen

Ist bei uns ähnlich. Von oben wurde beim Chef angefragt, ob die Infizierten LuL nicht wenigstens! per DU ins Klassenzimmer zugeschaltet werden könnten, sei ja nur omicron ( fast alle haben Fieber etc. D.h. das Schnüpfchen zeigt, was es immer noch kann ).
Sollen doch Verharmloser und Dampfplauderer wie unser KM, DirkZ, Realo….etc. sich zuschalten lassen, meinetwegen zu 5 Klassen auf einmal 🙂
Im Endeffekt werden sich die nächste Zeit die nicht infizierten KuK krumm und krank arbeiten, bis sie selbst infiziert sind. Die „Genesenen“ übernehmen dann, bis sie wieder aus viralen Gründen ( auch Grippe kommt) oder Überbeanspruchung ausfallen….das geht irgendwann nicht mehr gut; dann sind eben
“ krankheitsbedingte Lücken nicht mehr zu kompensieren“ und ein geregelter Unterricht nicht mehr zu erzwingen.
D.h. Film an, Versorgung gesichert? Bei Kleineren vlt., bei uns revoluzzen spätestens dann die Betriebe –
also: offene Schulen, die nicht einmal ihre Aufsichtspflicht gewährleisten können, von Unterricht gar nicht zu reden.

Ergänzung: In Bayern gibt es übrigens schon wieder mehr KHeinweisung und ISbelegung- man spricht bereits von einer neuen Welle ( nachzulesen beim br)

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Ergänzung: bei uns tragen die Beschäftigten in 2 Supermärkten wieder Maske – Auskunft des Personals: erst war der Chef nicht dafür, aber als zu viele ausfielen……..
Umgesetzt auf Schule: schaumamal

Mary-Ellen
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

In meinem Landkreis (Nds) eine fünffache Erhöhung der KH-Einweisungen in den letzten 2 Wochen wegen Corona.

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Ganz schön viele für eine Pandemie, die vorbei ist und ohne Oktoberfest…….
Im Ernst: zu früh – zu viele – mit
“ mildem “ omicron ? hm
( Sequenzierungsergebnisse dürften in den nächsten Tagen in den Medien zu finden sein )

Mary-Ellen
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Nun ja, wir hatten hier im Norden eine „kulturelle Aneignung“: Oktoberfest…
Es könnte Zusammenhänge geben…

Mary-Ellen
2 Monate zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

…und jeden Werktag ein kleines Oktober-, November-, Dezemberfest, usw. … in Kitas und Schulen.

Julia
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Jede Lehrkraft, die das tut, soll nie mehr jaulen und klagen. Krankschreibung heißt „nicht arbeits- bzw. dienstfähig“. Damit ist alles gesagt.

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Julia

Wütend @ Julia ? ich auch.
Nene, von uns geht keiner mehr krank rein oder unterrichtet krank geschrieben in Distanz; selbst die, die noch “ was werden wollen “ nicht.
Die Zeiten sind vorbei – jedoch, die Anfrage von oben zeigt, dass man immer noch damit rechnet und vlt. bei manchen KuK Glück hat – hierfür fehlt mir der Überblick.

Julia
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Wütend? Nein. Ich denke auch, es gibt genug KuK, die`s machen- mit großen Augen, es sei ja „für die Kinder“. Eigene Schuld. Mit mir nicht mehr- und ich bin trotzdem- oder deswegen „was geworden“.

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  Julia

Alte Waschmaschinenweisheit:
Softweiche Lappen verfusseln die Maschine, was auf Dauer dem ganzen Getriebe nicht bekommt, jedes Programm verloddert und irgendwann läuft nichts mehr rund.

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

🙂 und wenn dann auch noch das Flusensieb nicht tippitoppi sauber gemacht wurde, geht das Ganze von vorne los und die Softlappen sind dauernd triefnass…..

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Julia

Nach Wut (die meistens sinnlos ist, wenn sie nicht in Aktionen mündet und höchstens nochmal kränker macht, da man den Verantwortlichen keinen drücken kann) kommt Handlung.

Gesundheit =ich bin drinnen.
Krankheit =ich bin raus.

Das einzige was meine Standleitung und meine recht nette Ausrüstung im Krankheitsfall dann zum Glühen bringt sind erholsame Computerspiele, klassische Musik oder Filme. Passt zu warmem Tee, Vitaminen und Gemüse.

Pflicht zur Gesunderhaltung und so.

Sissi
2 Monate zuvor

Ich würde zu gern mal wissen, ob diese Rotdäumler Realitätsverweigerer sind oder zu den n4teigenen Dampfplauderern gehören.
Dann könnte man ja auch bei Khaufnahme eines Rotdäumlers wegen corona sagen : Daumen nach unten, Sie sind nicht krank, nur covidinfiziert, – ab nach Hause ( denn die Pandemie ist ja vorbei )…..
Geht nicht, auch dampfplaudernde Vollpfosten werden versorgt.

Schattenläufer
2 Monate zuvor

Stand bei uns.

Pro Woche 2-3 Erkältete wegen Lüften bei gedrosselter Heizung
2-3 Corona Infektionen
2 schwangere Kolleginnen
Drei bis minderst nach den Herbstferien erkrankte Kollegen wegen OP, Burnout und ähnlichem
Ein Kollege in dringend benötigter Kur.
Macht pro Woche etwa 11 von knapp 60 Kollegen die fehlen.

Meine Bilanz.
Bisher 12 Vertretungsstunden. Bis zu den Herbstferien, bei bisherigen Verlauf, etwa nochmal 6 Stunden dazu. Das würde dann 18 Vertretungsstunden in 7 Wochen machen.

Da Corona vorbei ist, hat auch jeder Gesprächsbedarf.
Einige Konferenzen sind schon gelaufen oder stehen schon fest. Werden sich insgesamt bis Herbst auf geschätzte 16 Zeitstunden außerhalb des Unterrichts summieren.

Ein Elternabend ist auch schon geplant. Macht nochmal 3 Stunden am Abend.

Natürlich alles in Präsenz.

Dann kommen jetzt noch zwei verpflichtende Fortbildungen dazu die jeweils 5 Zeitstunden der dienstfreien Zeit fressen werden.

Macht in 7 Wochen 16 Vertretungsstunden und 29 Stunden für Bla Bla und Trallala.

Dabei geht es erfahrungsgemäß mit Corona erst nach den Herbstferien richtig los.

Bleiben Sie zuversichtlich (oder bemühen Sie sich zumindest). 🙁

Ragnar Danneskjoeld
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ich hoffe, Sie lassen sich die Überstunden vergelten…

Schattenläufer
2 Monate zuvor

Wovon träumen Sie denn nachts????
Dreistufige Belohnung:
Der Dank des Vaterlands
Der Kultusminister schließt mich in sein Nachtgebet ein
Ich komme nach dem Ableben sofort in den Lehrer-Himmel

Ragnar Danneskjoeld
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Also ich mache das. Überstunden dokumentieren, am Monatsende einreichen und Schmerzensgeld kassieren. Also – warum tun Sie es nicht auch? Feigheit? Bequemlichkeit?

Mika
2 Monate zuvor

Man merkt, dass Sie nicht an einer Schule arbeiten… Mit den Mehrarbeitsstunden ist das so eine Sache. In meinem Bundesland sind bis zu 3 davon mit dem Gehalt abgegolten. Ab der vierten soll rückwirkend bezahlt werden, das dauert allerdings drei oder mehr Monate, bis diese Stunden dann tatsächlich ausgezahlt werden. Die Mehrarbeit wird von der SL dokumentiert (eigene Dokumentation empfiehlt sich trotzdem) und dann ggf. eingereicht. Ausfallstunden (Klasse nicht da oder ähnliches) werden mit Mehrarbeit verrechnet, auch wenn die Ausfallstunden mittendrin liegen und man aufgrund des fehlenden Arbeitsplatzes eben nicht korrigieren oder anderweitig arbeiten kann. Außerdem ist der Satz für Mehrarbeitsstunden derart lächerlich niedrig, dass mir persönlich Freizeitausgleich viel wichtiger wäre. Sowas gibts für Lehrkräfte jedoch nicht.

Last edited 2 Monate zuvor by Mika
gehtsnoch
2 Monate zuvor
Antwortet  Mika

„Mehr Arbeit“, der Unterschied bei der Arbeitszeit zwischen Mehrarbeit und Überstunde ist anders definiert, auch ohne Arbeitszeiterfassung

Schattenläufer
2 Monate zuvor

Als Lehrer bin ich verpflichtet 2-3 (genau 2,4 h) pro Woche unentgeltlich zu übernehmen.

16h Vertretung durch 7 Wochen liegt unter dieser Grenze.

Daher keine Vergütung.

Wenn man keine Ahnung hat sollte man sich eben nicht so weit aus dem Fenster lehnen.
Da ihnen das bösartige Stänkern aber offensichtlich so viel Spaß bereitet, wollte ich ihnen das Vergnügen natürlich nicht verderben.

Dirk Z
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

@Schattenläufer: Vielleicht besuchen Sie mal eine Rechtsberatung um abzuklären ob Sie die Stunden auch tatsächlich ableisten müssen. Und wahrscheinlich wird die Rechtsberatung Sie auch auf den Boden der Tatsachen zurückbringen. Aber ich vermute ausser sich Beschweren haben Sie bislang nicht viel unternommen aus welchen Gründen auch immer.

Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Warum Rechtsberatung für Dinge die eindeutig in Schulgesetz stehen?
Welchen Boden der Tatsachen?

Ich denke bei dem Versuch speziell mich zu bashen haben Sie endgültig den Faden verloren mein Guter.

Zunächst mein Sohn.
Dann meine Qualifikation.
Jetzt meine Arbeitszeit.

Das Ganze wird langsam so schäbig, dass es sogar Ihnen eigentlich peinlich sein müsste.
Offensichtlich liegt das Niveau bei manchen jedoch so tief, dass man noch immer eine Stufe tiefer kommt. Die bekannt nach untern offene Skala.
Ich bin trotzdem für Masken.

Dirk Z
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

@Schattenläufer: Sie geben in diesem Forum sehr viele Details über Ihr Privatleben preis, so dass man schon sehr gut Zusammenhänge bilden kann. Ich wäre mit soetwas wie viele andere vernünftig denkende Menschen sehr vorsichtig egal welche Probleme oder Erfolge Familienangehörige haben.
Meine Vermutung ist weiterhin, dass Sie sich während der Coronapandemie doch sehr verändert haben, aus welchen Gründen auch immer. Und von dem, was Sie so preisgeben kann man nur bestimmte Schlussfolgerungen ziehen. In Ihrer Haut möchte ich jedenfalls nicht stecken.

Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Von dem was Sie so von sich geben kann man übrigens auch Schlussfolgerungen ziehen.

Die werde ich aber hier nicht thematisieren. Ich möchte Ihnen ja das Wochenende nicht verderben.
Außerdem glaube ich, dass viele der regelmäßigen Leser von N4T diese Schlussfolgerungen schon selbst gezogen haben.

Schon mal über die Bedeutung der roten Daumen nachgedacht? 🙂

Dirk Z
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

@Schattenläufer: Natürlich entgehen mir die Downvotes nicht- man muss sie nur richtig deuten. Für mich ist es eher ein Zeichen dass viele Leute, die in der Mehrheit die Lage zurecht anders sehen es inzwischen aufgegeben haben, hier noch Beiträge reinzuschreiben. Es sind übrigend nicht sehr viele die hier regelmässig reinposten sondern hier sammeln sich zu 80% die Leute, die noch aus welchen Gründen auch immer auf den Stand von 2020 stehen geblieben sind.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch an Ihrer Schule noch viele eine Maske tragen- schaut man sich mal in der Realtität um verzichten mind. 90% darauf, vor allem die Schüler. Sie müssen sich eben damit abfinden, dass es weiterhin jeden treffen kann und dass Masken hier noch kaum eine steuernde Wirkung haben. Dazu ist die Variante zu ansteckend.
Und mein Rat zum Schluss: Nicht zuviel Privates preisgeben.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Mit „Rechtsberatung“ und der pseudoharten law-and-order-Schiene wäre ich an Ihrer Stelle mal ganz vorsichtig.

Wenn in sozialen Berufen die Menschen mal anfangen würden, sich mit den Rechtsgrundlagen ihres Berufes zu beschäftigen ist nämlich zwei Wochen später der Elternservice, das Durchshutteln und die uferlosen Agitprop-Aktionen an deutschen Schulen blitzschnell beendet.

Seien Sie doch froh, wenn da nur „gejammert“ wird.

dauerlüfterin
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

In Hessen 3 Vertretungsstunden (also wirklich zusätzliche) im Monat. 2,4 pro Woche kommt mir viel vor.

Neele
2 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

In Niedersachsen 4 pro Woche möglich, aber nur 40 insgesamt.

Tolstoi
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Oh je.. Mehrarbeit scheint für Lehrer nicht möglich, so wie hier im Forum darüber gejammert wird.
Was in der freien Wirtschaft für deutlich geringer bezahlte Jobs die Regel ist… geht für die Lehrerschaft so gar nicht.

Trollbuster, ehem.
2 Monate zuvor
Antwortet  Tolstoi

Kuckuck.

Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Tolstoi

Der Neid Bürger.
Merke, selbst Mitmenschen die wenigstens den Namen Tolstoi kennen lesen die BILD.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Tolstoi

Eben.

Deswegen ja der krasse run auf den Lehrerberuf, weil man da vormittags räächttt und nachmittags freeeeiii hat.

Welchen knallharten Wirtschaftspowerjob üben Sie eigentlich aus?

Riesenzwerg
2 Monate zuvor
Antwortet  Tolstoi

Es ist sehr nett, dass Sie versuchen, uns hier dauerhaft zum Lachen zu bringen. Das freut mich wirklich sehr.

Schön wären aber auch Anekdoten aus Ihrer Berufswelt – die unsere kennen Sie ja offensichtlich nicht. Dann hätten wir eine loose-loose-Situation. Was für ein Spaß!

Und – jammern ist prima, jammern ist ne Wucht, mit Jammern macht das Lehren Spaß, in der alten Schule ist ist Coronaluft … wir jammern …. alter Zahnpastawerbesong…

Ich bedanke mich für Ihre gute Meinung über uns, unseren Berufsstand und vor allem zum Thema Mehrarbeit – ein ständiger Gassenhauer.

Falls Ihnen die Themen ausgehen – schauen Sie gerne wieder rein – wir sind ein sprudelnder Quell der fröhlichen Offenbarungen über unsere Berufswelt.

Bis die Tage – man liest sich 😉

Alla
2 Monate zuvor
Antwortet  Tolstoi

„Deutlich geringer bezahlt“ mit Master PLUS 2 Jahren Ref?

TaMu
2 Monate zuvor
Antwortet  Tolstoi

Worauf warten Sie? Steigen Sie quer ein!

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Aber pro Monat. An der vierten dürfen sie aber alle ab der ersten abrechnen, was windige Vertretungsplaner kosteneffizient ausnutzen können.

(Ich komme diesen Monat auf 15…)

gehtsnoch
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ist nicht der Ø Monatsschlüssel maßgeblich?
„Als Lehrer bin ich verpflichtet 2-3 (genau 2,4 h) pro Woche unentgeltlich zu übernehmen.“
anzunehmendes SOLL:
2 h x 52 Wo = 8,67 h/ mtl.
3 h x 52 Wo = 13 h/mtl.
oder
2 h x 13 Wo = 26 h/Quartal -> durch 3 Monate = Ø 8,67 h/ mtl.
3 h x 13 Wo = 39 h/Quartal -> durch 3 Monate = Ø 13 h/mtl.

„16h Vertretung durch 7 Wochen liegt unter dieser Grenze(?)
16 h Vertretung durch 7 Wochen (2,29) ergibt im Ø 9,90 Std/Monat
*
18 h Vertretung durch 7 Wochen (2,57) ergibt im Ø 11,14 Std/Monat

Würde mich mal beim Personaldezernat informieren, zumindest wenn 2 – 3h/Wo „mehr Arbeit“ schon satte 50 % Differenz bedeutet. Die Fakten scheinen da doch leicht schwammig.
Mit welcher dieser Formeln gerechnet wird, ergibt sich entweder aus den betrieblichen Vorgaben bzw. unterliegt der Entscheidung des Arbeitgebers/Dienstherren und weniger Vermutungen und Annahmen.

Ihre obligatorischen Arbeitszeitaufzeichnungen belegen sicherlich alles genauer.

Last edited 2 Monate zuvor by gehtsnoch
447
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Klingt nach burnout-Gefahr.

Abwehr in 4 Schritten:
1.Zum Arzt gehen
2. Ehrlich Auskunft geben, nichts dramatisieren, nichts beschönigen
3.????
4. Profit

Tolstoi
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

2 pro Woche schwanger?
Die Männer auch?

Jaho, die deutsche Sprache ist schon schwierig…

Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Tolstoi

Sie mich auch mein Bester

Riesenzwerg
2 Monate zuvor
Antwortet  Tolstoi

QED – WIR KÖNNEN ALLES!

Bei uns werden übrigens auch die Mädels genauso bezahlt wie die Jungs.

Riesenzwerg
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Pro Woche zwei schwangere Kolleginnen?!

Da wird für Nachschub, äh, Nachwuchs gesorgt! 😉

Wir kriechen auch mehr oder weniger auf dem Zahnfleisch. Aber – es kriecht halt noch und steht nicht still…

Walter
2 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Ihr Kinderlein kommet

Leseratte
2 Monate zuvor

Unserem KM Holter fällt zu dem Thema nur ein, dass er die „Corona-Fehler“ nicht wiederholen möchte.

https://www.thueringer-allgemeine.de/politik/thueringer-bildungsminister-will-corona-fehler-nicht-noch-einmal-wiederholen-id236540529.html

Ich nehme an, dass er damit den Distanz- und Wechselunterricht 2020/21 meint. Schutzmaßnahmen zur Eindämmung von krankheitsbedingten Unterrichtsausfällen zu unterlassen, wohl eher nicht. Die Thüringer Gesundheitsministerin hat ja schon angekündigt, dass man die vom Bund als Option zur Verfügung gestellten Maßnahmen nicht anwenden wolle, auch keine Maskenpflicht in der SekII.
Bei uns ist die Situation aktuell die, dass z.B. in meiner Klasse 7 von 27 SuS krankheitsbedingt fehlen, einige positiv getestet, andere nicht getestet, aber mit Krankheitssymptomen.
Bei den LuL gibt es schon länger Probleme, da nicht nur Corona einige ausknockt, sondern wir auch Langzeiterkrankte haben, deren Ausfall kompensiert werden muss. Die Inzidenz hat sich (trotz der geringen Aussagekraft bezüglich des tatsächlichen Infektionsgeschehens) innerhalb von einer Woche von 190 auf 400 mehr als verdoppelt. Die Hospitalisierungsinzidenz ist in Thüringen in weniger als 2 Wochen von 4,5 auf 10,9 gestiegen!
Der Schulbeginn liegt 4 Wochen zurück. Seit Ende August ist jedes Wochenende in einem anderen Dorf Kirmes, also kein Wunder, dass die Zahlen insgesamt steigen. Eine Flut von Nachschreibearbeiten steht schon jetzt bevor, und da haben Herbst, Regen, Kälte, Schnee, gedrosselte Heizungen usw. ihre Wirkungen noch gar nicht entfaltet. Und wenn man trotz zweier Booster nach 40 Tagen zum zweiten Mal infiziert sein kann, wie Pfizer- Chef Bourla, wird das Ganze wieder eskalieren und normaler Unterricht, wie er ja quasi „von oben“ befohlen ist, wird eine Illusion bleiben.

Leseratte
2 Monate zuvor

Wenn ich diese Schlagzeile lese…

https://www.thueringer-allgemeine.de/leben/gesundheit-medizin/thueringer-aerzte-wollen-keine-weiteren-schulschliessungen-id236549267.html

Niemand von uns m ö c h t e Schulschließungen!!!!!!
Aber das Leben ist nicht „Wünsch dir was!“
Natürlich muss man die Schließung von Spielplätzen unter freiem Himmel aus heutiger Sicht kritisch betrachten. Zum Zeitpunkt am Beginn der Pandemie hat man halt versucht, Kontakte so weit wie möglich einzuschränken, um der Verbreitung des Virus Einhalt zu gebieten. Und wenn ich darüber nachdenke, wie bei uns auf dem Dorf, sicher genauso in der Stadt, Spielplätze mit größeren Elternansammlungen verbunden sind, wo kaum jemand Maske getragen hat, war eine Schließung solcher Treffpunkte zum damaligen Zeitpunkt wohl durchaus nachvollziehbar.
Bezüglich des aktuellen Wunsches der Thüringer Ärzte: Wir haben schon das gesamte vorige Schuljahr keine Schulschließungen gehabt, es mussten höchstens einige Klassen in dem DU, wenn nicht mehr genug LuL für den Unterricht zur Verfügung standen oder in den Klassen 3/4 der SuS gefehlt haben. Laut Infektionsschutzgesetz sind pauschale Schulschließungen ohnehin nicht möglich. Was soll also diese Wortmeldung der Ärzte??? Mal wieder den Eindruck erwecken, LuL (oder wer sonst?) wollen Schulschließungen?
Wenn es aber so weitergeht mit den Erkrankungen, wird es bald sehr eng werden mit der Unterrichtsabsicherung. Und da man in Thüringen nicht gewillt ist, zulässige Schutzmaßnahmen zu installieren (die Opposition hat ja schon angekündigt, dass sie einer Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden, beim Einkauf, in Schulen usw. nicht zustimmen wird), wird man mit den Konsequenzen, also Unterrichtsausfällen, leben müssen. Normalität? In weiter Ferne.

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Wie vermeiden Ärzte eigentlich nochmal Praxis- und Stationsschließungen?

Leseratte
2 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

Manchmal gar nicht 😉

„[…]Die hohen Corona-Infektionszahlen mitten im Sommer sind zusehends auch in Krankenhäusern zu spüren. Immer mehr Mitarbeiter fallen wegen Corona aus. Einzelne Stationen mussten bereits abgemeldet und planbare Operationen verschoben werden.
Vonhttps://img.br.de/be4b8799-f8f1-4e88-b93d-c826ab2226df.png?rect=0,0,180,180&_v=1625144213816&w=35&h=35&q=80BR24 Redaktion
Personalausfälle wegen der wachsenden Corona-Sommerwelle werden für Kliniken zunehmend zu einem Problem. „Aus allen Bundesländern erreichen uns Meldungen, dass einzelne Stationen und Abteilungen auch wegen Personalmangel abgemeldet werden müssen“, sagte der Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 
Auch in Bayern sind die Personalausfälle spürbar: So müssen im Klinikum Nürnberg derzeit planbare, nicht lebensnotwendige Operationen verschoben werden. Im Klinikum Erding ist eine Station komplett geschlossen, andere Stationen können nur eingeschränkt arbeiten. Die bayerische Krankenhausgesellschaft beklagt mangelnde Schutzmaßnahmen und warnt vor einem andauernden Krisenmodus.
15 Prozent weniger OP-Kapazität im Klinikum NürnbergIm Klinikum Nürnberg müssen immer wieder Patienten kontaktiert werden, um kurzfristig Eingriffe zu verschieben. […]“

https://www.br.de/nachrichten/bayern/corona-welle-kliniken-kaempfen-mit-personalausfaellen,TAicd4Z

Und das war im Juli. Nicht im Herbst oder Winter.

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Da schließt sich dann nahtlos das Argument an: Seht ihr, die ganzen Schutzmaßnahmen in Krankenhäusern bringen ja eh nichts …

Alla
2 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Politiker werden gerne einspringen, wenn zu viele LuL ausfallen!
Z.B. Habeck wird dann an einer Schule Wirtschaft unterrichten! Eine win-win Situation!