FRANKFURT/ODER. Eltern können in Brandenburg für ihr Kind in einer Kita kein erbsenfreies Mittagessen gesetzlich beanspruchen – das hat das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) entschieden.
Lebensmittelunverträglichkeiten oder Allergien der Kinder seien zwar in einer Kita zu berücksichtigen, teilte das Gericht mit. Eine erbsenfreie Sonderkost sei aber nicht möglich, weil es keine lebensmittelrechtliche Kennzeichnungspflicht für Erbsen gebe. Der beauftragte Caterer könne nicht mit Sicherheit gewährleisten, dass alle Mahlzeiten vollständig erbsenfrei seien – Erbsen würden bei der Herstellung vieler Gerichte als Zusatzstoff oder Aroma verwendet.
Den Eltern stehe es offen, dem Kind ein allergenfreies Mittagessen zuzubereiten und mitzugeben, teilte das Gericht mit. Im konkreten Fall ging es um eine Kita in Fürstenwalde/Spree südöstlich von Berlin. Weil ihr Kind eine ärztlich bescheinigte Lebensmittelunverträglichkeit für Erbsen hat, wollten die Eltern eine erbsenfreie Sonderkost durchsetzen. Die Kita erklärte nach Angaben des Gerichts, sie könne ein solches Mittagessen nicht gewährleisten. Die Eltern stellten daraufhin einen Eilantrag, den das Verwaltungsgericht am Dienstag ablehnte.
Kindertagesstätten hätten zwar die Aufgabe, eine gesunde Ernährung und Versorgung zu gewährleisten, teilte das Gericht mit. Die qualitativen Anforderungen an diese Versorgung seien jedoch im Einzelnen nicht gesetzlich geregelt. Die Kita war laut Gericht im konkreten Fall grundsätzlich bereit, Lebensmittelunverträglichkeiten oder Allergien der Kinder zu berücksichtigen. Gegen den Beschluss ist Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg möglich. Az.: VG 9 L 51/23. News4teachers / mit Material der dpa
Weniger Fleisch, mehr Bio-Gemüse: Kitas und Schulen sollen dem Übergewicht entgegenwirken
Wie viele verschiedene Arten von Lebensmittelunverträglichkeiten gibt es insgesamt?
Alle
Wir warten dann einmal mit Spannung auf das nächste Urteil:
Wie sieht es mit Linsen aus?
…und ich warte aufgeregt auf die „Smartphone- Unverträglichkeit“ mit Übelkeit und Hautausschlägen…
Hahahahaha!
Ist der Artikel ein Scherz?
Meine Kinder hatten früher Unverträglichkeiten, die sich zum Glück mit dem Alter ausgewachsen haben. Insofern kann ich die Angst der Betroffenen verstehen. Ich wäre allerdings nie auf die Idee gekommen deswegen einen Caterer zu verklagen. Sorry, aber absoluter Overkill!
Mich wundert es, dass Eltern, die Zeit für solche gerichtlichen Aktionen haben, sich nicht einfach die Zeit dafür nehmen, ihrem Kind etwas Passendes zum Essen mitzugeben.
Diese Kultur der Forderungen nach ständiger Individualbehandlung in allen Bereichen und auf allen Ebenen strapaziert mein Verständnis vom Leben in einer Gemeinschaft.
(Ich mag übrigens keine Linsen, Innereien, Muscheln, Tintenfisch, Tofu und Eltern, die gegen Erbsen klagen.)
Es sind halt Erbsenzähler
Erbsenunverträglichkeit? Die Essensaufsicht ist die dir ungeliebteste. Ständig wird gemäkelt. Haben Eltern das „falsche“ Essen bestellt, reagieren selbst manche Drittklässler mit Wut und Tränen. Wer Restaurantkost mit Sonderauswahl will, muss sie auch zahlen. Die Caterer müssen schließlich auch kostendeckend arbeiten. Außerdem ist das heutige Schulessen m.E. um einiges besser, als der „Fraß“, den wir damals vorgesetzt bekamen.
Oh ja. Bei mir gab es ständig Wienerle, Erbseneintopf, Brathähndel, Götterspeise und Pudding. Und keines der genannten Sachen kann ich mehr essen, weil ich es gefühlt jede Woche gegessen habe.
Soll dein Kind besonderes Essen haben,
Muss es sich an Vorgekochtem laben!
Für jedes Kind nur Essen nach „Spass“?
Wir sind hier nicht bei „Wünsch dir was!“
Kantinenessen – das weiß jeder –
Bietet auch mal Fisch und Leber!
Wem das nicht schmeckt, der lässt es liegen,
Vielleicht kann er mehr Nudeln kriegen.
Das Genörgel ist echt ätzend und
für den Koch auch sehr verletzend!
Drum koch vor und füll die Dose-
Dann geht auch nix mehr in die Hose!