
Fast ein Drittel des Jahrgangs angehender Schulanfängerinnen und Schulanfängern in Hessen wird in einem Vorlaufkurs für Deutsch auf die Einschulung vorbereitet. Landesweit lernen rund 16.800 Kinder in etwa 2.400 Vorlaufkursen, wie das Kultusministerium in Wiesbaden mitteilte. Das Angebot wurde im Schuljahr 2002/2003 eingeführt und ist für Kinder mit Sprachdefiziten seit dem Schuljahr 2021/2022 verpflichtend.
«Nur wer Deutsch spricht, kann sich dann auch mit seinen Leistungen für ein selbstbestimmtes Leben entfalten», erklärte Kultusminister Armin Schwarz (CDU). Das sei die wichtigste Grundlage für den Bildungserfolg und die Entwicklung junger Menschen. Seit Einführung der Vorlaufkurse sei die Zahl der Zurückstellungen zum Schulstart aus rein sprachlichen Gründen deutlich zurückgegangen, teilte das Ministerium mit. Es gebe zudem weniger Wiederholer.
95 Prozent der Kinder schaffen anschließend den Schulstart
Anderthalb Jahre vor der Einschulung wird in Hessen beim Schulaufnahmeverfahren geprüft, ob sprachlicher Förderbedarf besteht. In dem Fall muss das Kind zur Vorbereitung auf den Schulanfang ein Jahr lang den Deutschkurs besuchen. Die Vorlaufkurse werden von den Schulen organisiert und finden in der Grundschule oder in der Kindertagesstätte statt.
«Etwa 95 Prozent der Kinder schaffen anschließend den Sprung in die erste Klasse», erläuterte das Ministerium. «Die anderen werden vom Unterricht zurückgestellt, lernen weiter Deutsch und können dann im Verlauf des Schuljahres nachrücken.»
Hessen als Vorbild für andere Bundesländer
Den Angaben zufolge haben etwa die Hälfte der Kinder, die die Vorlaufkurse besuchen, eine ausländische Staatsbürgerschaft. Mehr als die Hälfte der Erstklässlerinnen und Erstklässler hat einen Migrationshintergrund. Mit den Deutsch-Vorlaufkursen vor der Grundschule war Hessen bundesweit Pionier. Nach Angaben des Ministeriums folgen die Länder Bayern seit diesem Schuljahr und Nordrhein-Westfalen ab dem Jahr 2028 dem hessischen Beispiel. News4teachers / mit Material der dpa









Das klingt nach… guter Arbeit. Sachen gibts ^^
«Nur wer Deutsch spricht, kann sich dann auch mit seinen Leistungen für ein selbstbestimmtes Leben entfalten», erklärte Kultusminister Armin Schwarz (CDU).
Und in den letzten 55 Jahren war das anders? Etwa vor 55 Jahren begann der Familiennachzug für die Gastarbeiter.
… irgendwer hat doch immer was zu meckern und eine gute Sache gefühlt “in den Dreck zu ziehen” … schade!
☹️
Vor 55 Jahren hat die CDU das noch nicht akzeptiert und tönte, Deutschland sei kein Einwanderungsland.
Es geht voran – kriechend
Gibt sicherlich noch Verbesserungsbedarf, aber wenn man dem OECD-Bericht Immigration & Integration glauben will, wird die Situation in DE oft schlechter geredet als sie eigentlich ist.
Neben der relativ guten Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt wird auch die überdurchschnittlich gute Entwicklung der Sprachkenntnisse genannt und auf die umfassenden die umfassende Sprachförderung in DE hingewiesen. Die Sprachkenntnisse Eingewanderter hätten sich demnach in Deutschland stärker verbessert als in den meisten anderen EU-Ländern.ion von
…und das klappt super! Jedenfalls in, sagen wir mal geschätzt, 98%.
Jedenfalls an meiner Schule! Weiter belegen kann ich das nicht…