
Zehntausende Grundschüler in Thüringen besuchen ein Hortangebot. Von den 80.924 Kindern, die am Stichtag 1. März 2025 die Grundschule besuchten, waren 70.475 Kinder auch in außerunterrichtlicher Betreuung. Das geht aus Daten des Landesamts für Statistik hervor.
Je nach Klassenstufe nimmt demnach der Anteil der Kinder in der Betreuung nach dem regulären Unterricht ab: Bei Erstklässlern lag die Quote bei 90,7 Prozent, bei den Schülern der vierten Klassen war der Anteil bei 79,9 Prozent.
Kinder der vier Klassenstufen haben einen gesetzlichen Anspruch auf außerunterrichtliche Bildung, Betreuung und Förderung in einem Schulhort. Der Besuch ist freiwillig, Eltern zahlen in der Regel dafür eine Gebühr. Die Betreuungszeit beträgt von Montag bis Freitag täglich jeweils maximal zehn Stunden unter Anrechnung der Unterrichtszeit. News4teachers / mit Material der dpa
Wird Rechtsanspruch auf Ganztag zum Desaster? “Flächendeckende Erfüllung unmöglich”









Wie traurig. Früher gab es Abenteuerspielplätze. Bei uns in der Straße wurde solch einer komplett platt gemacht. Stattdessen steht dort nun ein Seniorenheim.
Ganz gegen den Trend, finde ich Ganztagsschulen, insbesondere ab Klasse 5 @, einfach nur furchtbar. Welch Glück, dass ich eine Kindheit zu anderen Zeiten hatte.
Die abgebildete rothaarige Schülerin schreit vor Entsetzen angesichts der Aussicht auf Ganztagsschule. Sie ahnt wohl schon, dass die Zunahme der psychischen Belastungen unter Schülern die Wirkung von zu viel Zeit in der Schule ist.
Wenn Sie über das Bild hinaus den Artikel lesen, stoßen Sie vielleicht darauf, dass es jetzt schon einen hohen Bedarf an Ganztagsbetreuung gibt.
Sie könnten allmählich mal Belege jenseits Ihres Bauchgefühls für Ihre ständigen Untergrabungen des Gabztags anführen 😉
Ja, die Arbeitgeber haben den Bedarf, und auch die Eltern, die kaum mehr über die Runden kommen. Aber die Kinder?
Ja? Haben Sie Quellen dazu, dass unversorgte Kinder daheim profitieren?
Sonst lese ich bei jeder Gelegenheit, dass die ununterbrochen auf Tiktok versumpfen und faul herumliegen. Ist das Ihre Alternative zur psychischen Gesundheit der Kinder?
Na ja, in Sportvereinen sind Kinder ja auch noch, oder im Schwimmbad. Mein Neffe lernt eine Programmiersprache, und die Nichte Italienisch. Das tun sie aber nicht in der Schule.
Ich weiß nicht, wie repräsentativ Ihr Neffe da ist, aber Nachrichten bezüglich Bewegung, Gesundheit und Mediennutzung geben da nicht viel Anlass zu glauben, die Mehrheit der Kinder, für die eine Ganztagsbetreuung infrage kommt, wäre mit produktiver Freizeitgestaltung ausgelastet :/
Es gibt genug Jungs, die Programmieren lernen oder an Motorrädern, Autos etc. schrauben und so eigenständig Skills erwerben, die höchst arbeitsmarktrelevant sind, von der Fähigkeit, selbstständig zu lernen Mal ganz abgesehen.
“Es gibt genug Jungs, die Programmieren lernen oder an Motorrädern, Autos etc. schrauben und so eigenständig Skills erwerben”
Garantiert die Mehrheit der Schüler*innen, für die eine Ganztagsbetreuung infragekommt (augenroll)
Ja, wenn ökonomische Interessen priorisiert werden, wenn’s dann noch “Me-time” braucht, wenn Eltern sich eben nicht kümmern (können oder wollen), dann stellt man sie digital ruhig und nennt das dann noch Medienbildung. Dann versumpfen sie auf TikTok etc. Tja, was schließt sich daraus?!
Das man den Kindern ein Angebot macht?
Zum Beispiel zur Verbesserung von Rechtschreibung und Formulierung?
Aber Spaß beiseite: Wessen Aufgabe es ist, diese “Angebote” zu machen, stellen Sie mir gegenüber sicher strittig, nicht wahr?
Erziehen bedeutet für Eltern Konsequenz, Zuwendung, eigene Bedürfnisse zurückzustellen, Unangenehmes nicht outzusourcen. “Angebote”? Meine Güte!
Entschuldigung, aber das hatten wir alles schon.
Eltern können und/ oder wollen nicht. Das ist die Ausgangslage und sich das Wünschen der Abwesenheit eines Problems ist nicht das Gleiche wie dessen Lösung.
Die Schule ist eine Institution, welche alle Kinder und Jugendliche über die Ganztagsbetreuung erreichen KANN, es ist keine Vorschrift.
Dass Vereine derzeit Schwierigkeiten haben, da sie (neben Unterfinanzierung) mit milliardenschweren Konzernen konkurrieren, welche die besten Wissenschaftler*innen der Welt dafür bezahlen, die Kinder süchtig zu machen und ans Handy zu binden, ist inzwischen allgemein bekannt.
Die Frage ist, warum manche Kinder es ausbaden sollen, weil Sie mit der Leistung deren Eltern (eventuell zurecht) unzufrieden sind. Vielleicht möchten Sie bezeiten die Zukunft solcher Kinder über Ihren persönlichen (nicht unbedingt ungerechtfertigten) Groll gegen deren Eltern stellen
Ich hege keinerlei Groll. Ich erfülle meine Dienstpflicht noch die restlichen Monate und bin bis dahin nicht für alles und jeden verantwortlich. Und ich muss nicht den ganzen Tag in der Schule verbringen. Die Kinder heute tun mir auf ganzer Linie leid!
“Ich erfülle meine Dienstpflicht noch die restlichen Monate und bin bis dahin nicht für alles und jeden verantwortlich.”
Diese umfasst ja bereits die Inklusion und leider mehr, als andere Lehrkräfte zu leisten bereit sind. Danke für Ihre Anstregungen, ich hoffe, dass die Gesellschaft Ihnen die Unterstützung zukommen lässt, Potenziale und Ideen entfalzen zu können!
Wann können Kinder die 10 Stunden betreut sind eigentlich mal durchatmen und zur Ruhe kommenß
Indem es in die Betreuung integiert wird?
Oder meinen/ wünschen Sie unbetreutes Alleinesein in der Wohnung?
Bei meiner Frage ging es nicht darum, was die Eltern brauchen. Viel mehr wollte ich den Blick aud die Bedürfnisse der Kinder lenken. Es ist halt traurig, dass die Familienpolitik vor allem auf Rechtsansprüche in Sachen Betreuung abzielt und Familienzeit scheinbar im Alltag nicht gewollt oder als wichtig erachtet wird. Das finde ich problematisch.
“Viel mehr wollte ich den Blick aud die Bedürfnisse der Kinder lenken.”
Ich sehe nicht, warum “zur Ruhe kommen” da ausgeschlossen sein muss.
Wenn Sie meinen, Arbeitsbedingungen sollten familienfreundlicher gestaltet werden, dass weniger Eltern das Recht auf Ganztagsbetreuung in Anspruch nehmen, stimme ich Ihnen voll zu.
Allerdings steht das ja nicht in Konkurrenz zu einem gut ausgestatteten Ganztag, zweitens schimpft dann der Bundeskanzler mit den arbeitsfaulen Eltern, die sich work-life-balance wünschen 🙁
In den Schulen können viele doch nicht zur Ruhe kommen, da einfach die Rückzugsräume fehlen.
Die meinen ja auch, die würden un 17 Uhr beginnen, zwei bis drei Stunden für irgendwelche Prüfungen zu lernen.
Vielleicht wollen Sie sich langsam mal über Ganztagsbetreuung informieren? 😉
Wann können Kinder die 10 Stunden betreut sind eigentlich mal durchatmen und zur Ruhe kommenß
Tja, “nächste Frage”…????????
Es mag ja sein, dass für eine bestimmte Klientel die “Dauer- Beaufsichtigung, -Behütung, – Bespaßung, -…, etc von Vorteil ist, …
Ich, als erwachsener Mensch, merke doch schon, wie anstrengend es ist einen ganzen Tag “außer Haus verbringen zu müssen”, den Kids ergeht es doch nicht anders, auch wenn sich deren “Arbeit” anders definiert.
Dahoam is dahoam!
Und längst nicht alle (!) Eltern(-teile) haben den GT wirklich nötig (die tun nur so): Bei uns schaffen sich sehr viele 🙁 dadurch persönliche Freiräume:
Sportstudio, Tennis, Shoppen, Worklife- Balance, …
“Dahoam is dahoam!”
Unterscheidet sich möglicherweise, meinen Sie nicht.
Wenn Sie Quellen finden, dass die Mitgliederzahlen der Tennisclubs explodieren, geben Sie gerne bescheid, aber ich sehe nicht wo solche Eltern ihre Kinder bisher nicht einfach unbeaufsichtigt zu Hause oder im Internet parken. DAS ist die Alternative zum Ganztag, bei der wir hinsichtlich der Betroffenen sprechen 🙁
“Dahoam is dahoam!”
Unterscheidet sich möglicherweise, meinen Sie nicht.
Weiß ich!!!
Siehe hier:
Es mag ja sein, dass für eine bestimmte Klientel die “Dauer- Beaufsichtigung, -Behütung, – Bespaßung, -…, etc von Vorteil ist, …
Sie sollten sich mal mit Schlüsselkindern unterhalten :/
https://www.msn.com/de-de/bildung-und-lernen/grundschulbildung/boomer-erziehung-11-dinge-die-heute-undenkbar-sind/ar-AA1UKBRP
Schlüsselkinder – müssen Eltern ein schlechtes Gewissen haben? – Sonderpädagoge.de
Also? Was ist Ihre Meinung zu dem Link, den Sie mit in diesem Kontext verlinkten?
Die beiden links postete ich, damit sich die geneigten Leser selbst ein Bild/ eine Meinung zu den Vor- und Nachteilen der Schlüsselkind-Erziehung bilden kann.
Wenn Sie nicht in der Lage sind, sich selbst eine eigene Meinung dazu zu bilden, dann fragen Sie doch bitte ChatGPD oder so, aber nicht mich!
Ich war ein Schlüsselkind – und fand es grandios. Was hätte es mich genervt, wenn Mama (oder Papa) permanent zu Hause gewesen wären, da wäre jegliche Freiheit weg gewesen.
Ich (ab der 1. Klasse), meine Kinder und meine Enkel auchl (ab der 3. Klasse)!
Na soviel dazu, dass der Unrechtsstaat DDR sich gut gekümmert habe…
Wo bleiben eihentlich Ihre Beiträge bezüglich der Ganzstagsangebote?
Meine Kinder und Enkel gingen in der Nachwendezeit zur Grundschule! 🙂 Allerdings hatten ich und meine Kinder und Enkel Eltern, die sich trotz Vollzeit- Berufstätigkeit um die Bildung und Erziehung ihrer Kinder kümmerten, auch die Väter! (Erziehung zu Selbständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit …. je nach Alter und Reifegrad)
Warum sollte ich etwas zu Ganztagsangeboten schreiben? Ich persönlich kann dem gar nichts abgewinnen, jenseits des GS-Alters. Aber das ist halt meine persönliche Sicht darauf. Freiwillige Angebote gern, aber nicht gebundener Ganztag.
Supertraurig und wenig glaubwürdig bzw. noch trauriger, wenn dies Sie in jungen Jahren betroffen hätte…
Und JETZT überlegen Sie, was Sie in einer Zeit getan hätten, wo Sie über ein Gerät verfügt hätten, wo die besten Wissenschaftler*innen der Welt von den mächtigsten Konzernen der Welt dafür bezahlt worden wären, Kinder wie Sie süchtig zu machen.
Aber hey, wenn SIE es genossen haben, profitierten wohl alle Schlüsselkinder von deren Lenbenssituation (augenroll)
Das “Gerät” nannte sich damals Fernseher. Die Eltern limitierten die Nutzungszeiten und die Programme. Freunde von uns lösten das Problem, indem sie den Stecker des Fernsehers in eine abschließbare Box packten, da die Kinder oft doch heimlich den Fernseher anmachten, wenn sie allein zu Hause waren. Hat funktioniert. 🙂 Wo ein Wille ist, ist ein Weg!
Auf den Smartphones (nicht die neuesten Modelle) der Enkel haben die Eltern (Informatiker) einige Dinge gesperrt. Auf unsere Frage, ob die Enkel nicht so clever sind, diese Sperre zu umgehen, antworteten die Eltern: “Wenn sie das schaffen, sind sie auch alt genug und schlau genug, diese Dinge vernünftig zu nutzen.”
Abfallende Leistungen als Basisfunktion sind ja bekannt und ein Problem. Ursachen gibt es viele. Und jede trägt bei.
Eine und aus meiner Sicht fundamentale Veränderung der letzten 20 Jahre. Kinder werden immer mehr und früher in Betreuung geschickt. Ganz egal warum, wie man darüber denkt und wie gut die Betreuungseinrichtungen sind. Aber eins bleibt. Der Schlüssel individueller Aufmerksamkeit eines Erwachsenen (oder auch merklich älteren) hat für Kinder massiv abgenommen. Und manchmal ab dem 1ten Lebensjahr.
Aber genau da lernt man soviel eben durch anschauen und tun. Sprechen. Beobachten, Probieren, Feedback…..Handwerklich: Kochen helfen..eine Person. Blatt ausmalen eine Betreuerin viele Kinder.
Will damit nicht warum und weshalb geht’s nicht und wo ist in Familien besser mit voll Betreuung als ohne. Das ist Fakt. Und eben das was ich ausgedrückt habe. Wenn eine Ursache nicht erkannt wird, kann die Lösungsfindung auch nicht optimal sein. Egal ob man daran was ändern kann. Wie auf absehbare Zeit auch nicht an der frühen und vielen Betreuung. Das ist halt auch Fakt. Damit müssen die Folgen akzeptiert werden. Und Energie auf deren Verbesserung stecken.
Strategisch muss Bildung einfach finanziell höher unterstützt werden. Also wählt richtig. Sonst bleibt auch vieles Fakt.
“Eine und aus meiner Sicht fundamentale Veränderung der letzten 20 Jahre. Kinder werden immer mehr und früher in Betreuung geschickt.”
Jaja, meine Kinder werden durch den Lehrkräftemangel und (bspw. krankheitsbedingte) Unterrichtsausfälle auch immer länger betreut (augenroll)
Haben Sie einen Beleg für Ihre Behauptung ala Bellypedia?
“Strategisch muss Bildung einfach finanziell höher unterstützt werden. Also wählt richtig. Sonst bleibt auch vieles Fakt.”
Also alles unglücklich, AfD unwählbar. Volle Zustimmung! 😉
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/afd-bildungspolitik-didacta-100.html
„ Jaja, meine Kinder werden durch den Lehrkräftemangel und (bspw. krankheitsbedingte) Unterrichtsausfälle auch immer länger betreut (augenroll)“
Sie haben doch angeblich keine Kinder?
Schüler*innen
Kommt auf das Kind an. Meine eine Tochter wollte freiwillig in den Hort, weil da ihre ganzen Freundinnen waren. Die andere hätte das nie gemacht. Ich finde, es gibt kein ” jederzeit und für jeden optimal” in der Betreuungslandschaft.
Wenn die Kinder noch jung sind, geht es ja noch. Welcher ältere Schüler hat denn Lust, ab 17 Uhr noch zwei oder drei Stunden für Klassenarbeiten zu lernen?
“Welcher ältere Schüler hat denn Lust, ab 17 Uhr noch zwei oder drei Stunden für Klassenarbeiten zu lernen?”
Sie meinen, DAS ist Ganztag? Kein Wunder, dass Sie bei jeder Gelegenheit dagegen schießen!
Wer plant, Schüler*innen ab 17 Uhr stundenlang für Arbeiten büffeln zu lassen?
Das ist doch Realität, wenn der Unterricht bis 16 Uhr oder länger geht. Ausschließlich in der Schule lernen geht aus Konzentrationsgründen für viele Schüler einfach nicht.
Unterricht bis 16 Uhr.
Sie werden schockiert sein, aber manche verbreiten im Internet Falschbehauptungen, manche müssten “17 Uhr noch zwei oder drei Stunden für Klassenarbeiten” lernen.
Die haben offenbar gar keine Ahnung, was mit der Ganztagsbetreuung beabsichtigt ist 🙁
Bei den meisten älteren SuS ist das leider keine Frage der Lust, sondern die Regel, da sie mehrmals pro Woche bis 16.30 Schule haben und nicht eher zuhause sind.
Ja eben, das ist ja das Problem.
Diese SuS haben keine Ganztagsangebote, sondern Regelunterricht.
Nene, die müssen dann noch “zwei bis drei Stunden für Klassenarbeiten lernen”, so Tulpe.
Garantiert 😛
Was meinen Sie denn, wie an den Tagen vor einer Klassenarbeit gelernt wird?
Was lässt Sie BEHAUPTEN, dass dies der Ganztag sei?
“Was meinen Sie denn, wie an den Tagen vor einer Klassenarbeit gelernt wird?”
Haben Sie IRGENWELCHE Belege? Auch nur einen Fetzen, dass es in einer Schule so war?
“Die andere hätte das nie gemacht. Ich finde, es gibt kein ” jederzeit und für jeden optimal” in der Betreuungslandschaft.”
Fordert ja auch keiner. Wenn das Kind lieber daheim Tiktok glotzt, bis die Eltern heimkommen, findet sich aber eventuell ein besseres Angebot 😉
Sie immer mit ihrem Tiktok. Als ob die Jugend nix anderes in ihrer Freizeit machen würde.
Macht Sie? 😀
Sie haben keine derzeit schulpflichtigen Kinder, oder?
Jup. Der überwiegende Zeil lebt im Internet. Überwiegend auf Tiktok, beleidigen über Insta, scammen über Fortnite (weil meine SuS wissen, dass ich da wegen dem Alter nicht motzen kann)
Wie sieht es in Ihren Klassen aus?
Sehe ich genauso. Hort heißt ja auch nicht automatisch immer bis 17 Uhr. Meine Kinder wurden zwischen 15 und 16 Uhr abgeholt und haben dort mit Freunden gespielt und sind fast jeden Tag draußen rumgetobt. Anschließend wollten sie am liebsten gleich weiter zum Spielplatz (von müde keine Spur), die Hausaufgaben waren bereits gemacht, dann wurde zu Hause noch gespielt. Die Jahrgangsstufen, in denen richtig gelernt werden muss, kamen ja erst später, da waren sie längst nicht mehr im Hort. Ich sehe daher das Problem nicht so ganz.
Stellt ja lediglich die Zahlen dar – vermutlich sind viele Eltern, die auf ihr Gehalt angewiesen sind und nicht einfach mal weniger arbeiten können, einfach froh, ihre Kinder gut betreut zu wissen… kann man kritisieren, muss man aber nicht
…ihre Kinder gut betreut zu wissen…
Tja, definieren Sie mal “gut betreut”… Da fängt so manches Problem schon an 🙁
Was sollen denn Ihrer Meinung nach die Eltern machen, die Stine beschreibt?
Diejenigen, die auf ihr Gehalt angewiesen sind und nicht nachmittags und in den Ferien zuhause sind? Alleine die Ferien und die Wochen, in denen es kein – übrigens meist auch nicht gutes – Ferienbetreuungsprogramm gibt? Wissen Sie, wie es ist, ein kleines Kind in den Ferien morgens aus dem Bett zu holen, um es in eine Betreuung zu bringen, in die es nicht will, einfach weil FERIEN sind und es keine guten Angebote gibt. Und keine Alternative, da die Eltern arbeiten MÜSSEN.
Diejenigen, die sich ein Alleinverdienermodell leisten können oder auch Lehrer, die sich ihre Arbeitszeit – sofern etwas zu tun ist – in den Ferien komplett frei einteilen können, haben leider KEINE AHNUNG, was Eltern umtreibt. Das wird alles durch die semipermeable Lehrer- oder noch schlimmer: Beamtenbrille gesehen.
Müssen alle Kinder, die nicht mehr im GS-Alter sind, unbedingt fremdbetreut werden?
Schlüsselkind, Wann eigener Schlüssel fürs Kind? Schlüssel verloren
Schlüsselkinder – Wenn Kinder nach der Schule auf sich gestellt sind
Also seit der 5. Klasse gibt es bei uns weder Ganztag noch Ferienbetreuung… höchstens mal eine AG. Tja, da stellt sich die Frage gar nicht. Nachmittags darf das Kind gern mal eine Stunde allein sein. Ferien zu organisieren, wo man ganze 8 Stunden täglich irgendwie überbrücken muss, ist kein Spaß.