POTSDAM. „Wieder kein abschlussfähiges Angebot, keine echte Bewegung bei der TdL. Das ist enttäuschend!“, bilanzierte dbb-Chef Volker Geyer die zweite Verhandlungsrunde in Potsdam. Die ging erneut ohne Ergebnis zu Ende. Auch ver.di zeigt sich vom Verlauf der Tarifverhandlungen enttäuscht. „Ein verbindliches Angebot hat die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) nicht vorgelegt, stattdessen von einem ‚Schnaps oberhalb der Inflation‘ geredet. Von so einem Verhalten sind die Beschäftigten jedoch zurecht enttäuscht“, sagte der Vorsitzende Frank Werneke.

„Wir wollten hier einen konkreten Einigungskorridor erarbeiten, um Mitte Februar tatsächlich abschlussfähig zu sein“, so dbb-Verhandlungsführer Geyer weiter. „Das hat die Tarifgemeinschaft deutscher Länder scheinbar nicht gewollt. Wenn die TdL in der dritten Runde so weiter macht, fährt sie diese Tarifverhandlungen vor die Wand.“
„Wir wissen jetzt vor allem, was angeblich alles nicht geht. Wie die TdL konkurrenzfähig bleiben will, wie sie die immer drängenderen Personalprobleme in den Griff kriegen will und wie die TdL schließlich verhindern will, dass die guten Leute zu anderen Arbeitgebern abwandern, darüber haben wir nichts erfahren“, sagte Geyer.
„Neben den Nullmonaten sollen die Beschäftigten eine Laufzeit von 29 Monaten hinnehmen”
„Die Gewerkschaften müssen offensichtlich den Druck erhöhen und die Streikaktionen massiv ausweiten. Regional werden davon unter anderem auch weitere Unikliniken, Straßenräumdienste oder Tarifbeschäftigte in Schulen, Rechenzentren und Finanzämtern betroffen sein“, so der dbb Chef. „Bis Mitte Februar ist nicht viel Zeit. Wir entschuldigen uns bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für die damit verbundenen Probleme, aber die Arbeitgebenden lassen uns keine Wahl.“
„Neben den Nullmonaten sollen die Beschäftigten eine Laufzeit von 29 Monaten hinnehmen”, berichtete ver.di-Chef Werneke. „Die Tdl strebt offenbar einen Abschluss an, der niedriger ist als das Ergebnis für Bund und Kommunen. Aus den großen Ankündigungen zu Verbesserungen für Nachwuchskräfte ist ein kleines Päckchen für die Auszubildenden geworden, ohne Verbesserungen bei der Übernahme. Auch die Schaffung von Tarifschutz für die studentisch Beschäftigten lehnen die Arbeitgeber kategorisch ab“, stellte Werneke klar. „Der Verhandlungsstand ist ungenügend. Die Arbeitgeber haben den Ernst der Lage für viele Beschäftigte nicht erkannt.“
Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet ab dem 11. Februar 2026 erneut in Potsdam statt. News4teachers
Warnstreik vor Tarifrunde: GEW erhöht Druck auf Länder (auch Schulen betroffen)









Aussitzen durch die Länder spart Geld, weil der neue Vertrag erst später in Kraft tritt.
Aber völlig unabhängig davon, was am Ende herauskommt, wird es für die Arbeitnehmer mies, während sich die Gewerkschaften trotzdem dafür feiern.
Was hier im Artikel allerdings leider fehlt und die angestellten Lehrkräfte betrifft ist das folgende Angebot der Arbeitgeber:
https://www.tdl-online.de/presse/detail/tarifgemeinschaft-deutscher-laender-legt-eckpunkte-fuer-einigungskorridor-vor
Das dürfte der einzig gangbare Weg sein um das Gehalt der angestellten Kollegen dem der verbeamteten anzugleichen oder zumindest anzunähern. Anderen Weg sehe ich wegen der grundgesetzlich verbrieften Tarifautonomie nicht.
Wird sonst definitiv Böses Blut geben wenn die Länder den monetären Zuwachs für die Beamten nach dem neuen Urteil des Bundesverfassungsgericht beschließen müssen.
Das wird sich noch ewig hinziehen mit der Anpassung. Und die neue Alimentation wird dann – so wie ich die Damen und Herren kenne – genau so Unrecht sein wie die davor. Aber dann kann man ja wieder prozessieren und bis dahin sind dann aus Sicht der Ministerien hoffentlich wieder ein paar mehr Betroffene gestorben, die man nie mehr bezahlen muss.
Der modus operandi wird meiner Meinung nach sein, dass man um eine lächerlich geringe Menge erhöht und ann wieder jahrelang geklagt wird. Währenddessen wieder, wie vor ein paar Monaten gesehen, Medienkampagne gegen Lehrer/Beamte, damit man den eigenen Rechtsbruch mit fabulierter Gier verschleiern kann.
Der Arbeitgeber kann hier nur gewinnen:
Schlechte Tarifabschlüsse -> nicht mehr konkurrenzfähige Bezahlung -> weniger qualifizierter Nachwuchs im öD -> wenifger besetzte Stellen (Staat spart Geld!) + schlecjhtere Dienstleistungsqualität -> mehr Kampagnen gegen de öD (“überbezahlte f… S…”) -> mehr Argumente für noch schlechtere Tarfiabschlüsse -> Staat spar noch mehr Geld
Und was man nicht alles mit dem eingesparten Geld tun kann: Aufrüstung, Industrie-Subventionen, soziale Wohltaten verteilen…
Ich würde als verantwortlicher Politiker wahrscheinlich ähnlich denken und handeln..
Deine Kritik am fehlenden Homeoffice, schlechter Bezahlung mittlerweile und zu hoher Stundenzahl teile ich.
Leider!
Andere Berufsfelder haben einfach zugelegt und sind davon geeilt, zumindest mit Bezug zu den Jobbedingungen!
Aber bei den Streiks lassen Sie uns alleine. Eine Meinung teilen reicht nicht!
Wassoll der Unsinn? Beamte dürfen nicht streiken.
Heißt bei denen nur Dienst nach Vorschrift. Reicht aber schon, wenn sie statt Vertretungsunterricht lediglich Aufsicht an Streiktagen führen würden. Übrigens nur wer sein Streikgeld haben will, muss zur Zentralkundgebung. Man kann sich als angestellte Lehrkraft auch mit nem Pott Kaffee ins Lehrerzimmer setzen und dort den Laden bestreiten. Mehr als ein tagesgehallt kostet das nicht. Und die Bez.-Reg. Und das LBV sind beschäftigt.
Moment. Vertretung bedeutet bei uns Aufsicht. Niemand macht in der Vertretungsstunde Unterricht…
What?
Ich mache selbstverständlich richtig Unterricht, wenn ich ne Vertretungsstunde habe (Streiks ausgenommen – da gibts rechtlich abgesichert nur Aufsicht).
Ein Realist sollte bemerkt haben, dass die Länder ihr Geld wohl kaum für Aufrüstung ausgeben.
Der Bund will 5% vom BIP für Rüstung ausgeben. Das sind knapp 250 Milliarden. Das wird er ohne “Beteiligung” der Länder nicht schaffen. Es existieren viele Gemeinschaftssteuern, die da noch umverteilt werden können. Deshalb auch die Diskussion, Lehrer in die Rentenkassen einzahlen zu lassen (würde dem Bund ca. 10 Milliarden pro Jahr an geringeren Zuschüssen in die Rentenversicherung bringen).
Das Problem mit Beamten (und Lehrern) speziell scheint zu sein: “Es wird sich nie etwas ändern. Wir sind safe”…Träumt weiter…
Stimmt.
Die Gemeinschaftssteuern können nur mit Zustimmung der Bundesrates anders verteilt wrden.
Die Länder werden da nicht zustimmen, da sie heute schon zu wenig Geld haben.
Und dennoch wird der Bau neuer BW Unterkünfte sowie die Wiederinstandsetzung bestehender Immiobilien die staatlichen Bauämter der Länder einiges an Zeit und Personaleinsatz kosten.
Des Weiteren ist der Katastrophenschutz im Zuge der Gesamtverteidigungsstrategie Aufgabe der Länder. – Und da gibt’s einiges, das finanziert werden muss …
Genau, Realist und Tanya
Und ich. Oder? Ich schrieb, im Arbeitskampf lassen Sie uns alleine und machen es sich daheim bequem. (sinngemäß)
Beamte dürfen noch immer nicht streiken.
Das war doch von vornherein klar. Die 3. Runde im Februar bedeutet 1 Monat Aufschub und spart Geld.
Mittlerweile viel zu wenig bei der Stundenlast!
wieder Nullmonate und dann noch 29 Monate Laufzeit – die haben doch alle Lack gesoffen.
Ich hoffe nur, dass die Gewerkschaft ihren blumigen Worte mit mehr Härte unterlegt als letztes Mal.
Die Verhandlungsführer der TdL (Dressel “könnten sie ja Wohngeld beantragen“, SPD – die angebliche pro-Arbeitnehmer-Partei) sind gut geschult und sitzen fest im Sattel.
Da muss man stur und Weselsky sein und Streik als legitimes Mittel ungeniert einsetzen statt klein beizugeben.
müssten 15% sein
und mehr Homeofficetage!
einfach nicht mehr wettbewerbsfähig,
geringere Deputate, 35h Woche, mehr Flexitage bzw Urlaubstage und 15% Steigerung bei der harten Inflation sind angebracht.
Es sollte auch Homeofficetage geben!
Bitte nicht nur reden, auch machen!!! Nehmen Sie am Streik teil oder lassen Sie uns alleine damit?
Unsinn wird nicht besser, wenn man ihn immer wieder wiederholt. Beamte dürfen nicht streiken.
Arbeitskräfte haben ein Streikrecht. Wer aber noch nie gearbeitet hat und Alimente empfängt, ist draußen.