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GEW fordert mehr erstsprachlichen Unterricht für Migrantenkinder – damit sie besser Deutsch lernen können

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BERLIN. Sprachdefizite, ungleiche Bildungschancen, hohe Förderbedarfe: Die Probleme des deutschen Schulsystems werden seit Jahren intensiv diskutiert. Weniger beachtet wird dabei, welche Rolle die mangelnde Förderung der Erstsprache vieler Kinder spielt. Dabei zeigen Forschung und Praxis, dass stabile Kompetenzen in der Herkunftssprache das Deutschlernen erleichtern und damit eine zentrale Voraussetzung für den Bildungserfolg insgesamt sind. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert deshalb einen grundlegenden Kurswechsel – und erhält dafür Unterstützung aus der Sprachwissenschaft.

Bildungschancenträger (Symbolbild). Illustration: Shutterstock

Im deutschen Schulsystem gilt Deutsch als Schlüssel zur Bildung – und zugleich als zentrale Hürde. Kinder, die beim Schuleintritt nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, gelten früh als förderbedürftig, geraten häufiger in den Fokus von Sprachstandserhebungen und sind überproportional von Bildungsbenachteiligung betroffen. In der bildungspolitischen Debatte wird dieser Befund meist mit einem Mangel an Deutschförderung erklärt. Weitgehend ausgeblendet bleibt jedoch, dass sprachliche Entwicklung nicht im luftleeren Raum stattfindet – und dass fehlende oder instabile Kompetenzen in der Erstsprache den Erwerb der Bildungssprache Deutsch erheblich erschweren können.

„Ungefähr die Hälfte der Berliner Schüler*innen wächst mehrsprachig auf. Das ist keine Randerscheinung, das ist die Realität dieser Stadt“

An diesem Punkt setzt die aktuelle Forderung der GEW Berlin an. Die Gewerkschaft verlangt einen deutlich stärkeren Ausbau des erstsprachlichen Unterrichts an Schulen. Der Berliner Landesvorsitzende Gökhan Akgün verweist darauf, dass Mehrsprachigkeit längst der Normalfall ist: „In Berlin werden über 120 Sprachen gesprochen. Ungefähr die Hälfte der Berliner Schüler*innen wächst mehrsprachig auf. Das ist keine Randerscheinung, das ist die Realität dieser Stadt.“

Aus Sicht der GEW spiegelt das Schulsystem diese Realität bislang nicht wider. Erstsprachlicher Unterricht existiert nur in sehr begrenztem Umfang – und meist nicht als reguläres Bildungsangebot, sondern als freiwillige Zusatzmaßnahme. Akgün fordert deshalb einen grundsätzlichen Perspektivwechsel: „Sprachenvielfalt ist eine Stärke. Allen Kindern und Jugendlichen muss der schrift- und bildungssprachliche Zugang zu ihrer Erstsprache im Rahmen des schulischen Kontextes ermöglicht werden.“ Erstsprachlicher Unterricht dürfe kein Anhängsel bleiben, sondern müsse „ein regulärer Teil von Schule in staatlicher Verantwortung werden – mit ausgebildeten Lehrkräften und verlässlichen Strukturen“.

Derzeit bietet Berlin erstsprachlichen Unterricht in lediglich acht Sprachen an, in der Regel als zweistündige Arbeitsgemeinschaften in der Grundschule. Nach Einschätzung der GEW reicht das weder inhaltlich noch strukturell aus. Der Unterricht müsse auf alle Schulstufen ausgeweitet und in deutlich mehr Sprachen angeboten werden. „Bis zum Ende dieser Legislaturperiode sollte mindestens ein Angebot in 20 Sprachen in Grundschule, Sek I und II vorgehalten werden“, fordert Akgün. Dass seit 2022 kein einziges neues Angebot hinzugekommen sei, bewertet er nicht als administratives Problem, sondern als politisches Versäumnis.

Dabei ist die Rechtslage eindeutig. Das Berliner Schulgesetz sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch Angebote zum Erlernen ihrer Herkunftssprachen erhalten sollen. Gleichzeitig kritisiert die GEW, dass die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie nicht einmal über belastbare Daten zur sprachlichen Ausgangslage der Kinder verfügt. Zwar wurden Befragungen in den ersten und siebten Klassen durchgeführt, doch die Auswertung aus dem Schuljahr 2024/25 liegt bislang nicht vor. In einer schriftlichen Anfrage vom Dezember erklärte die Verwaltung zudem, die Planung für das laufende Schuljahr sei noch nicht abgeschlossen.

„Wie kann das sein? Das Schuljahr läuft längst. Wer steuern will, braucht verlässliche Daten – und zwar jetzt, nicht irgendwann“, kritisiert Akgün. Laut § 15 Schulgesetz ist die Schulverwaltung seit 2021 verpflichtet, die Erstsprachen aller Kinder systematisch zu erfassen. Aus Sicht der GEW wird diese gesetzliche Pflicht bislang nicht ausreichend ernst genommen.

„Die Forschung zeigt: Jede Sprache ist es wert, gefördert zu werden“

Unterstützung für die Forderung nach einer stärkeren Erstsprachenförderung kommt aus der Sprachwissenschaft. Die Logopädin und Professorin für Logopädie, Mehrsprachigkeit und klinisch interkulturelle Kompetenz an der Hochschule Bremen, Wiebke Scharff Rethfeldt, beschreibt in einem Interview mit dem Spiegel grundlegende Fehlannahmen im Umgang mit Mehrsprachigkeit im Bildungssystem. Zwar werde Mehrsprachigkeit offiziell als Kompetenz anerkannt, zugleich sei „ein monolinguales Normverständnis vielerorts bis heute nicht überwunden“. Ein Schulsystem, das fast ausschließlich auf Deutsch fokussiert sei, erschwere den Erhalt und die Entwicklung weiterer Sprachen zusätzlich.

Dabei ist der Zusammenhang aus wissenschaftlicher Sicht klar. „Die Forschung zeigt: Jede Sprache ist es wert, gefördert zu werden“, sagt Scharff Rethfeldt. Gute Kompetenzen in der Herkunftssprache bildeten die beste Grundlage für den späteren Erwerb der in der Schule verwendeten Sprachen. Eltern sollten ihre Kinder deshalb in ihren Erstsprachen sozialisieren. Das sei nicht nur für die sprachliche Entwicklung relevant, sondern auch für die mentale Gesundheit, die persönliche Entwicklung und stabile familiäre Bindungen.

Zugleich warnt die Sprachwissenschaftlerin vor einer weit verbreiteten Fehlinterpretation: Mehrsprachigkeit werde noch immer zu häufig als Ursache von Sprachproblemen angesehen. „Zunächst ist wichtig festzuhalten, dass eine mehrsprachige Erziehung nicht die Ursache ist, wenn ein Kind eine Sprachentwicklungsstörung hat.“ Verzögerungen würden „zu oft mit Mehrsprachigkeit erklärt und dadurch zu spät behandelt“. Tatsächlicher Förderbedarf im schulischen Sinne entstehe vor allem dann, wenn Kinder in anregungsarmen Umgebungen aufwachsen.

Scharff Rethfeldt verweist in diesem Zusammenhang auf soziale Faktoren. Entscheidend seien die häusliche Lernumgebung und der Bildungsgrad der Eltern. Rund 42 Prozent der unter Fünfjährigen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Da Eltern mit Migrationshintergrund im Durchschnitt niedrigere Bildungsabschlüsse haben, sei der höhere Anteil an Förderbedarf wenig überraschend. Die Abwertung oder Vernachlässigung der Herkunftssprache könne diese strukturellen Nachteile zusätzlich verstärken.

Scharff Rethfeldt über Versuche, eine Deutschpflicht in Schulen einzuführen: „Auffällig ist, dass sich Sprachverbote in der Praxis fast ausschließlich gegen bestimmte Herkunftssprachen richten. Englisch oder Französisch werden in vergleichbaren Situationen in der Regel nicht sanktioniert, obwohl sie ebenfalls nicht von allen verstanden werden. Das deutet darauf hin, dass es weniger um Verständigung und Teilhabe als um Fragen von Prestige geht.“

Hier sieht die GEW eine bildungspolitische Leerstelle. Erstsprachlicher Unterricht sei nicht Selbstzweck, sondern ein zentraler Baustein für Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe und erfolgreiche Sprachbildung insgesamt.

Ergänzend fordert die Gewerkschaft eine Ausweitung der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB). Dabei handelt es sich um einen landesweiten Schulverbund mit mehreren Standorten, an denen Unterricht konsequent zweisprachig organisiert ist: Deutsch und eine weitere Sprache werden gleichberechtigt als Bildungs- und Arbeitssprachen genutzt. Die SESB gilt bislang als eines der wenigen strukturell verankerten Modelle, in denen Mehrsprachigkeit nicht als Defizit, sondern als pädagogisches Prinzip umgesetzt wird.

„Erstsprachlicher Unterricht, Europa-Schulen und die Anerkennung internationaler Abschlüsse gehören zusammen“

Nach Auffassung der GEW bildet das bestehende Angebot jedoch weder den tatsächlichen sprachlichen Bedarf noch die Zusammensetzung der Berliner Schülerschaft ab. Akgün fordert deshalb zusätzliche Standorte und neue Sprachkombinationen, unter anderem für Arabisch und Vietnamesisch, sowie einen Ausbau in bereits stark nachgefragten Sprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch. Trotz hoher Nachfrage sei seit Jahren kein neuer SESB-Standort und keine neue Sprachkombination eingerichtet worden.

Auch beim Lehrkräftemangel sieht die GEW ungenutzte Potenziale. Nur vier Prozent der Anträge auf Gleichstellung ausländischer Lehramtsabschlüsse würden derzeit ohne Auflagen positiv beschieden. Akgün fordert niedrigere Anforderungen an formale Berufserfahrung, finanzielle Unterstützung beim Nachstudieren, die Abschaffung der Antragsgebühren sowie die Möglichkeit der Gleichstellung auch mit nur einem Fach. Zudem müssten Deutsch als Zweitsprache und Deutsch als Fremdsprache als reguläre Ausbildungsfächer verankert werden.

„Erstsprachlicher Unterricht, Europa-Schulen und die Anerkennung internationaler Abschlüsse gehören zusammen“, erklärt Akgün. Es gehe um Fachkräftesicherung, um Teilhabe – und um die Frage, ob das Schulsystem die sprachliche Vielfalt der Gesellschaft als Ressource begreift oder weiterhin als Problem verwaltet. News4teachers 

„Kinder mit Migrationshintergrund sind nicht schuld an den Problemen“: Dilek Engin, Bildungspolitikerin – und Lehrerin

 

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JonasG
1 Monat zuvor

Das Schulsystem kann niemals das ersetzen, was eigentlich früher bei Kleinkindern im Alter von 0 bis 6 Zuhause gelernt wurde. Vereinzelt kann man mal ein Kind ohne Sprachkenntnisse im Sprachbad integrieren und auf einen “ausreichenden” Sprachstand heben. Aber in den Mengen in denen heute Migration stattfindet, ist eine Integration und ausreichende Sprachvermittlung kaum mehr möglich. Ein Sprachbad existiert auch oft nicht mehr.

Wenn wir wirklich glauben man könne jeden Entwicklungsschritt (auch nachholend aus den ersten Lebensjahren) in die Schule verlagern, dann werden wir uns noch wundern über so manche Bildungsergebnisse

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  JonasG

Ihre Antwort lautet also, dass Schulen sich gar nicht mehr bemühen sollen?

Alles vergeblich?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

The lesson is: Never try (Homer Simpson)

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

Was ist denn gemeint? HSU? Da lernt man in der Erstsprache lesen und schreiben, Voraussetzung ist, dass man in der Erstsprache sprechen kann….
Sprachunterricht in der Erstsprache gibt es bei uns an der Volkshochschule…..
Bitte also genau definieren, was denn hier gemeint ist…..

Salpeter
1 Monat zuvor

Das halte ich für Quatsch. Man lernt nicht besser Deutsch, wenn man vorher eine andere Sprache gelernt hat. “Biodeutsche Kinder” lernen ja auch gut Deutsch, ohne vorher eine andere Sprache zu lernen.

Salpeter
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, habe ich so verstanden und finde ich Quatsch. Es würde bedeuten, wie andere schrieben, wer zuerst Englisch lernt, lernt danach besser Deutsch als wer nur Deutsch lernt.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Und warum beherrschen offenbar so viele ihre Muttersprache nicht? Können wir solche Defizite wirklich auffangen? Ich glaube kaum. Die Integration nimmt immer größere Ausmaße an, die Eltern scheinen gar nciht in der Pflicht zu sein. Oder beherrschen die ihre Muttersprache auch nicht?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Warum beherrschen alle Kinder mit Deutsch als Erstsprache ihre Muttersprache so wenig, dass sie 10 bis 13 Jahre lang Deutschunterricht benötigen?

Eltern können Kindern auch im sprachlichen Bereich nicht all das beibringen, was die Fachleute in den Schulen können. Deshalb gibt es Schulen.

Steißtrommler
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Im Deutschunterricht des deutschen Schulsystems lernt man also Deutsch?
Das ist so wie mit den Kindern in der Kinderwurst!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Richtig! Aber die Sprachentwicklung beginnt schon sehr lange vor der Einschulung, eigentlich vom ersten Lebenstag an.
Sprachentwicklung – Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Salpeter

Das würde bei Engländer*innen zutreffen 😉

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Salpeter

Wa Sie für Quatsch halten, ist seit Jahren wissenschaftlicher Konsens.

Kinder lernen Deutsch als Zweitsprache besser, wenn sie auch in ihrer Erstsprache gefördert werden.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

ODER wir setzen auf “Eigenverantwortung”, “wundern” uns dann ordentlich und geben Eltern und Kindern die Schuld (augenroll)

Brennpunktschule
1 Monat zuvor

Die GEW mal wieder 🙂

Der Vorsitzende der GEW Berlin fordert also:
– mehr Lehrkräfte mit anderen Muttersprachen als Deutsch, und zwar in erheblichem Umfang
– Reduktion von Unterricht auf Deutsch
– nach Sprachgruppen differenzierten Unterricht in der Grundschule im regulären Unterrichtsangebot in erheblichem Umfang
– Senkung der fachlichen und sprachlichen Qualifikation für Lehrkräfte

Der letzte Punkt macht in dem Kontext der Vorschläge ja durchaus Sinn.

Wir haben das gleiche Problem wie immer: in wie weit können und sollen Schulen alle gesellschaftlichen Ungleichheiten ausgleichen?

1) Die Förderung der Herkunftssprache ist sehr sinnvoll.
2) Der gemeinsame Unterricht auf Deutsch ist zentrales Element der Integration. Die Deutschkenntnisse sind in vielen Fällen nach dem Besuch der Grundschule nicht ausreichend, was insbesondere mit dem häuslichen Umfeld korreliert ist.
3) Lehrkräfte müssen Sprachvorbilder sein, und soziale Interaktionen sprachlich sehr differenziert erfassen und steuern können. Dazu ist ein sehr hohes Sprachniveau notwendig. Ein B2 Niveau ist nach meiner Erfahrung sicher nicht ausreichend. Auch C1 ist bei vielen Bewerbern nicht ausreichend.

Man wird also das eine nicht durch das andere ersetzen können. Wenn staatliche Pflichtangebote in der Herkunftssprache gemacht werden sollen, dann muss diese m.E.n als zusätzliches Angebot geschehen. Das ist natürlich unpopulär, insbesondere für einen GEW Vorsitzenden.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Brennpunktschule

Ich konnte die Behauptungen ,die Sie in Ihrem Kommentar aufstellen nicht alle im Artikel wiederfinden.

Wo steht, dass der Deutschunterricht reduziert werden soll?

Wo steht, dass die Qualifikation der Lehrkräfte gesenkt werden soll?

Können Sie mir auf die Sprünge helfen?

Brennpunktschule
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

“Erstsprachlicher Unterricht dürfe kein Anhängsel bleiben, sondern müsse „ein regulärer Teil von Schule in staatlicher Verantwortung werden – mit ausgebildeten Lehrkräften und verlässlichen Strukturen“.”

Was bedeutet, dass der HSU in den Regelunterricht integriert werden soll. Das geht zwangsläufig nur auf Kosten von Unterricht der auf Deutsch – nicht Deutschunterricht, wobei jeder Unterricht Deutschunterricht ist – erteilt wird.

Dieser HSU würde in vielen Fällen von Muttersprachlern erteilt werden müssen.

Es geht um “Anerkennung internationaler Abschlüsse”. Das bedeutet also, dass ein z.B. türkischer Abschluss einem deutschen Abschluss gleichgestellt wird. Meine Erfahrung mit insbesondere türkischen Bewerbern, die schon langjährige Lehrerfahrung hatten, ist, dass diese Bewerber werder sprachlich – teilweise nicht einmal im Ansatz, wir haben Bewerbungsgespräche abbrechen müssen, da die Kandidaten unsere Fragen gar nicht verstanden haben – noch pädagogisch geeignet waren zu unterrichten.

“Nur vier Prozent der Anträge auf Gleichstellung ausländischer Lehramtsabschlüsse würden derzeit ohne Auflagen positiv beschieden.” Dies kritisiert die GEW ja hier. Dabei erfolgt der negative Bescheid nach meinen Erfahrungen aus gutem Grund.

Wir haben einige Lehrkräfte mit internationalen Abschlüssen, die in der Regel ein Qualifikationsverfahren durchlaufen haben. Andere Bewerber sind völlig ungeeignet, sogar dann, wenn sie die formalen Voraussetzungen erfüllen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Brennpunktschule

Die Anerkennung von Lehrbefähigungen/Lehrerausbildung war doch schon immer ein Problem. Beispiel:
Anerkennung einer Diplomlehrerausbildung in der DDR | Lexika.de – Wissensportal rund um Urteile und Recht
Und da waren nicht Sprachprobleme der Grund … obwohl … bayrisch …, vielleicht auch das 🙂

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Brennpunktschule

Warum der Unterricht inder Erstsprache nur auf Kosten anderen Unterrichts gehen? Förderunterricht findet bei uns auch als zusätzlicher Unterricht statt, für den kein anderer Unterricht ausfällt.

Und wie Sie geschrieben haben, sollen ausgeblidete Lehrkräfte den Untericht erteilen. Es gibt also keine Absenkung der Qualitätsstandards.

Achin
1 Monat zuvor

Wer soll das finanzieren?
Der Länderfinanzausgleich?

In einer idealen Welt mit endlosen Ressourcen sicherlich ein bedenkenswerter Vorschlag, vor dem Hintergrund der weitverbreiteten populistischen Haltungen sind solche Thesen jedoch nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.

Mich dünkt, dass es das größte Ziel mancher GEW-Funktionäre (m/w/d) ist, sich auf der “guten Seite” zu wähnen, der Komplexität der Realität zum Trotze.

Fischers Fritze
1 Monat zuvor

Das nenne ich so eine typische Verballhornung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Man lernt Deutsch besser als Migrant, wenn man bereits in seiner Muttersprache alphabetisiert ist, aber nicht, weil man bereits in seiner Muttersprache alphabetisiert ist.

Anders gesagt, jeder Mensch lernt eine andere Sprache besser, wenn er bereits in irgendeiner Sprache alphabetisiert ist.

Wenn ich bereits in Deutsch alphabetisiert wurde, lerne ich Englisch besser, als wenn ich noch nicht in Deutsch alphabetisiert wurde (und auch zuhause kein Englisch spreche).

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Fischers Fritze

Und in welcher Sprache sollten die Schüler denn alphabetisiert werden als in ihrer Erstsprache? (Und in Deutsch.) Es geht außerdem nicht nur darum, alphabetisiert zu sein. Sonst könnte man den Deutschunterricht ja nach der Grundschule auch einstellen.

Warum sollte man die Fähigkeiten der Schüler mit einer anderen Erstsprache als Deutsch nicht nutzen?

Warum sollte man in einer globalisierten Welt die Fähigkeit von Schülern, sich in einer anderen Sprache als Deutsch gut ausdrücken zu können nicht fördern?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sie sind also dafür, dass diese Schüler parallel in beiden Sprachen alphabetisiert werden? – dann: siehe bitte meinen Kommentar weiter unten dazu!
Oder sollen sie zuerst in ihrer Muttersprache lesen und Schreiben lernen? Ab wann werden sie dann in D alphabetisiert? Werden diese Kinder dann aus dem D-Unterricht für die ersten Jahre excludiert, nehmen aber am Fachunterricht in deutscher Sprache teil? Oder gibt es extra anderssprachige Klassen? Oder aller Unterricht läuft mehrsprachig?
Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, wie das schulorganisatorisch ablaufen soll, v. a. an Schulen mit vielen verschiedenen Muttersprachen. Was ist mit einem Schüler, der als einziger eine andere Sprache als Muttersprache hat?
Können Sie vielleicht ein Beispiel bringen, wie eine Schule das organisieren könnte?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Selbstverständlich ist es sinnvoll, wenn Kinder in Wort und Schrift in ihrer Erstsprache gefördert werden.

Das ist der Stand der Wissenschaft. Und das passiert in NRW zum Beispiel seit Ewigkeiten im Herkuntssprachlichen Unterricht. Das ist ein zusätzlicher Unterricht für den keine einzige Stunde des üblichen Unterrichts ausfällt.

Ihr letztes Argument finde ich sehr ermüdend. Es läuft darauf hinaus, dass man lieber gar nichts tun soll, wenn die Lösung nicht perfekt ist. Wenn man das immer täte, würde sich gar nichts zum Besseren ändern.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Also bekommen die Kinder ab der ersten Klasse zusätzlichen Unterricht (inklusive lesen und schreiben) in Ihrer Muttersprache? Das finde ich, schon für normal intelligente Kinder aus bildungsaffinem Elternhaus, sehr ambitioniert (siehe meinen Beitrag weiter unten). Es ist ja bei uns schon seit vielen Jahren verpönt, da angeblich zu schwer, dass Kinder mit deutscher Muttersprache in der 1. Klasse eine “Schreibschrift” und Druckschrift (zum Lesen) gleichzeitig lernen, wie noch zu meiner Zeit und bis in die 90er (die sogenannten “Viererfenster” vom ersten Schultag an). Von diesen Kindern, die evtl. weder ihre Muttersprache, noch die deutsche Sprache altersgerecht beherrschen, verlangt man dann, dass sie zwei verschiedene Schriftsysteme parallel erlernen und auch noch zusätzlich zu den normalen Unterrichtsstunden?
Natürlich sollen Kinder auf jeden Fall in ihrer Erstsprache gefördert werden, aber von der 1. Klasse an auch in Schrift?
Mir persönlich bekannte Familien ndH und bildungsaffin, legten von Anfang an Wert darauf, dass ihre Kinder ihre Muttersprache (mündlich) sehr gut beherrschten, in der Familie wurde diese Sprache zu Hause gesprochen, Die Kinder sprachen in Kita, Schule, mit Freunden am Nachmittag überwiegend deutsch. Waren Gäste in der Familie wurde je nach Bedarf zwischen den Sprachen geswitched (Eltern und Kinder). Für den muttersprachlichen Schriftspracherwerb der Kinder organisierten die Eltern privat einen muttersprachlichen Nachhilfelehrer, aber erst nach der GS, um die Kinder nicht zu überfordern.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Der Heimatsprchliche Unterricht ist in NRW seit Ewigkeiten Praxis.

Ihre Befürchtunge sind alle nicht eingetreten.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sie weichen aus! Auf die, von mir angesprochenen, Probleme gehen Sie mit keiner Silbe ein. Bitte lesen Sie doch einmal meine gesamten Kommentare dazu hier im thread und bringen dazu einmal konkrete Beispiele. Danke!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Es lohnt sich nicht auf Ihre Kritik einzugehen, weil der Stand der Wissenschaft klar ist.

Das Fördern von Kindern in ihrer Erstsprache hift ihnen auch in der Sprache Deutsch.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Na dann, wenn Sie das sagen … mich überzeugt es nicht. Ihren letzten Satz bestreite ich doch gar nicht. Aber darum geht es mir doch auch gar nicht. Sie weichen schon wieder aus!
Ich wüsste schon gern genauer, wie konkret diese Förderung der Erstsprache aussieht, z. B. ab welchem Alter welche Schriftsprache eingeführt wird(parallel oder in welchem Abstand) und wie das bei Kindern aus bildungsfernen Familien, oder auch im Beispiel meiner Surshyk-sprachigen Zwillinge aussehen würde … Ohne Belege und /oder Praxisbeispiele klingt das für mich nach Wunschdenken.
P.S.: ich kenne persönlich mehrere Menschen ndH und deren persönlichen Geschichten und kann bei einigen auch schon die sprachliche Entwicklung der Kinder mitverfolgen. Ich kenne auch 3 multilinguale Menschen (5-7 Sprachen fließend, alle mit diversen Migrations-/ Fluchterfahrungen …) Ich denke schon, dass meine Skepsis nicht ganz unberechtigt ist.
Es wäre also wirklich sehr nett, wenn Sie die wissenschaftlichen Quellen, auf die genau Sie sich beziehen, verlinken würden. Danke!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich habe hier mal eine Quelle, die eher meine Skepsis zur parallelen Alphabetisierung in zwei unterschiedlichen Sprachen bestärkt:
https://www.schlau-lernen.org/wp-content/uploads/2025/02/SchlaU_Praxisleitfaden_Alphabetisierung.pdf
Jetzt bin ich auf Ihre Quelle gespannt, die Ihre Meinung bestätigt.
Und es geht nicht darum, dass es gut ist, wenn Kinder in Ihrer Erstsprache gefördert werden und diese gut (mündlich) beherrschen,. Daran zweifelt hier wohl niemand! – Meine Skepsis bezieht sich auf den gleichzeitigen Schriftspracherwerb! (siehe auch meinen Kommentar und link zur “Ähnlichkeitshemmung” weiter unten)

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

In NRW gibt es HSU in diversesten Sprachen beginnend ab Klasse 1 und endet mit einer Vielzahl von Sprachzertifikaten. Die Kinder lernen im HSU lesen und schreiben in ihrer Muttersprache, richtig mit Zeugnis und ab Klasse 3 mit Noten…..
Für viele Kinder ist das im Nachmittagsbereich schon eine Kraftanstrengung und viele springen auch wieder ab….
Aber die Voraussetzung ist immer, dass die Kinder ihre Muttersprache auch beherrschen…..daher oben meine Frage, ob es sich bei dem Artikel um Sprachunterricht handelt also im Sinne „ich lerne die Sprache richtig zu sprechen“ oder im Sinne „ich lerne lesen und schreiben in meiner bereits gesprochenen Muttersprache“….

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ihre Einwände sind einfach nicht sinnvoll. Und deshab gehe ich auch nicht im Detail darauf ein.

Sie bezwiefeln, dass Dinge möglich sind, die in NRW (und offensichtlich auch anderen Bundesländern) längst gängige Praxis sind.

Da brauche ich auf Ihre theoretischen Bedenken nicht einzugehen, weil sie durch die Praxis schon widerlegt sind.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Da Sie sich hartnäckig weigern hier Quellen zu verlinken, die meine Zweifel zerstreuen, habe ich noch einmal versucht, Studien/ Evaluationen zu dem von Ihnen so gelobten HSU in NRW zu finden. Das einzige, was ich dazu fand:
https://www.sprachebildet.uni-koeln.de/ueber-uns/forschung/scoping-review-zum-herkunftssprachlichen-unterricht
Ehrlich gesagt, finde ich meine links zur Schweiz aussagekräftiger. Auch was das Bildungsministerium von NRW zum HSU veröffentlicht, klingt für mich nach einem schönen Wunschtraum, dessen Wirkung aber wissenschaftlich noch nicht belegt ist – jedenfalls nicht für den Großteil der Schüler. So weit ich das verstanden habe, betrifft es eben vorrangig bildungsaffine Familien, die davon profitieren. Was ist mit dem größeren Teil der Schüler ndH, aus bildungsfernen und/oder ärmeren Familien. Mir scheint das wieder einmal nur bei Leuchtturmprojekten zu wirken.
Mein Angebot steht immer noch: überzeugen Sie mich mit Fakten und wissenschaftlichen Quellen oder Statistiken, dass meine Bedenken in der Praxis widerlegt sind! Bis jetzt gibt es nur Behauptungen von Ihnen!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Der Ansatz der GEW in Berlin geht gerade dahin, den Heimatsprachlichen Unterricht stärker in den Schulen zu verankern, damit nicht nur Kinder aus bildungsaffinen Elternhäusern davon profitieren.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sie nehmen fälschlicherweise an, dass es diversen Figuren im Forum um die Kinder ginge…

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

@Walter Hasenbrot
Hier ein Zitat aus dem link der Uni Köln:
“Trotz der Relevanz des HSU steht das Angebot vor bildungspolitischen Herausforderungen. Diese ergeben sich u.a. durch Debatten über das Reintegrations- und Ressourcenargument, die im Zusammenhang mit dem Abschneiden von Deutschlands Schülerinnen und Schülern in internationalen Vergleichsstudien geführt werden (vgl. Küppers, Şimşek & Schroeder, 2015, S. 41f.), sich aber kaum bis gar nicht auf empirische Studien zum HSU stützen. Dies hängt mitunter damit zusammen, dass zwar einige Forschungsergebnisse zu grundlegenden Fragestellungen vorliegen, die empirische Basis zum HSU, insbesondere zu den sprachlichen Lerneffekten und den Bedingungen, unter denen der HSU erteilt wird, im deutschsprachigen Raum jedoch sehr gering ist (vgl. Gogolin & Woerfel, 2021). Erst in jüngster Zeit entstehen vermehrt empirische Arbeiten, die jedoch häufig noch unverbunden nebeneinanderstehen, da sie in verschiedenen Disziplinen mit unterschiedlichen theoretischen und forschungsmethodischen Perspektiven durchgeführt werden.”

Haben Sie neuere Quellen, mit anderen Aussagen?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Die Quellen finden Sie bestimmt selbst im Internet.

Warum sollte ich die Arbeit für Sie tun? Sie wissen doch selbst am besten, was Sie suchen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich kann nicht für Hasenbrot sprechen, aber vielleiht hilft Ihnen das hier weiter:
https://www.psychologie-aktuell.com/news/aktuelle-news-psychologie/news-lesen/gute-faehigkeiten-in-der-muttersprache-erleichtern-den-erwerb-der-deutschen-sprache.html

Lernten Sie im Studium/ Ihrer Ausbildung etwas anderes?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sorry, aber Dinge, die jeder Lehrer in seinem Studium gelernt haben sollte, verlinke ich nicht.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wurden Lehrer zu Ihrer Studienzeit schon generell für zweisprachige Alphabetisierung ausgebildet? Wann war das und welche Uni? Können Sie evtl. näheres zu den Inhalten der diesbezüglichen Ausbildung nennen!
Oder meinen Sie Ihr ständiges Mantra “:Das Fördern von Kindern in ihrer Erstsprache hift ihnen auch in der Sprache Deutsch.”
Das hat wohl tatsächlich jeder Lehrer in der Ausbildung gelernt! Und das bestreitet auch niemand!
Bitte teilen Sie Ihr anscheinend umfangreiches Wissen zur Umsetzung und zu belegten Erfolgen von HSU mit uns! Danke!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Zu meiner Studienzeit konnte sich jeder Lehramtstudierende an meiner Uni sich als zusätzliches freiwilliges Angebot in DAZ ausbilen lassen.

Viele angehende Lehrkräfte haben das Angebot auch wahrgenommen.

Und meine Studienzeit liegt mittlerrweile 30 Jahre zurück.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ist DaZ das selbe wie HSU?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nur für Bevölkerungsteile mit ausgeprägtem Dialekt wie BY und SN.

Wüsste auch nicht das “Deutsch als Zielsprache” per Definition “herkunftsprachlicher Unterricht” wäre.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wurden/ werden DaZ-Lehrer auch im HSU ausgebildet? In welchen Sprachen? Sind das überwiegend Lehrer deutscher Muttersprache, oder Lehrer mit einer anderen Herkunftssprache? Unterrichten diese Lehrer dann also beides – DaZ und HSU?
Oder warum führen Sie hier beim Thema HSU den DaZ-Unterricht an?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das Argument ist doch Unsinn. Ich habe ja bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es Heimatsprachlichen Unterricht in mehreren Bundesländern – darunter NRW – bereits gibt.

Der Unterricht gehört also nicht zu den Dingen, die “aber leider nicht so umgesetzt werden können”.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Weil Sie nicht so umgesetzt werden, FORDERT die GEW ja Besserung diesbezüglich.
Also, was lernten Sie, wie es seien SOLLTE? Oder sind Sie mit dem Status Quo so zufrieden, dass Sie sich keine besseren sprachlichen Leistungen wünschen? 😀

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich habe bisher leider nichts gefunden, was meine Bedenken zerstreut und was beweist, dass es für alle Schüler gleichermaßen gut funktioniert (egal welcher soziale Status, welche Herkunftssprache, welche individuellen, kognitiven Voraussetzungen, welchen Alters …).
Die Studie aus der Schweiz (siehe meinen link) zeigt mir etwas anderes.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn das so ist, warum wird dann immer der gemeinsame, inklusive Unterricht möglichst bis (mindestens) zur 10. Klasse gefordert und die frühe Aufteilung nach der GS angeprangert?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Es ist doch völlig unsinnig zu fordern, dass der Untericht für alle in gleichem Maße gut sein muss, damit er eingeführt wird.

Es ist besser, wenigstens einige zu fördern, als niemanden zu fördern.

Die Forderung der Berliner GEW geht übrigens dahin, den Erstsprachenunterricht stärker an den den Schulen zu verankern, damit er mehr Schüler erreicht und für mehr Schüler “gut ist”.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Mit dieser Begründung:
Es ist doch völlig unsinnig zu fordern, dass der Untericht für alle in gleichem Maße gut sein muss…”
…wäre es dann wohl auch besser, leistungsstarke Schüler nach der GS am Gymnasium weiter zu fördern, als alle gemeinsam zu unterrichten? Oh, oh, oh … das gibt einen Shitstorm! 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“wäre es dann wohl auch besser, leistungsstarke Schüler nach der GS am Gymnasium weiter zu fördern”
Stimme Ihnen zu, auf Inklisionsforderungen erfolgt normalerweise ein Shitstorm, der nach “Homogenität” ruft :/

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Ich habe bisher leider nichts gefunden, was meine Bedenken zerstreut und was beweist”
Mit Blick darauf, dass Sie im Ruhestand sind, haben Sie wohl nen grottenschlechten Job gemacht…
In all der Zeit ist Ihnen NICHTS zu dem Thema begegnet? Oder sind Sie dermaßen selbstverliebt, dass Sie Ihr Bauchgefühl über internationalen, wissenschaftlichen Konsens stellen? Ne, so unprofessionell, wären Sie bestimmt nicht

Opossum
1 Monat zuvor

Viele ukrainische Kinder hatten/haben nachmittags ukrainische Schule online, zum einen – um leichter einzusteigen, falls sie zurückkehren, zum anderen – um mit dem Stoff in deutschen Schulen mitzuhalten.

Wird es das gleiche für andere Sprache geben? Oder einfach die Entwicklung von Muttersprache nach dem Unterricht?

Ich finde, es soll eine private Sache sein, eine Muttersprache zu fördern. Es wäre besser, deutsche Sprache auf dem guten Niveau solchen Kindern zu vermitteln.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Wenn es eine private Sache sein sollte, eine Erstsprache zu fördern, dann sind Sie sicherlich auch gegen Deutschunterricht für Kinder mit Deutsch als Erstsprache.

In einer globalisierten Welt profitieren wir als Gesellschaft davon, wenn die KInder bestmöglich ausgeblidet sind und viele Sprachen sprechen. Warum sollten wir das sprachliche Kapital, das Kinder mit einer anderen Erstsprache mitbringen, nicht fördern? Das wäre dumm.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Herkunftssprachenunterricht findet heutzutage in einigen Bundesländern statt, wenn es ab 10-15 Kinder dafür gibt. Das bedeutet, dass Kinder, die sprachliche Minderheiten bilden, kriegen so eine Förderung vermutlich nicht. Oder sie müssten dafür pendeln. Ich müsste 30 km fahren, um meine Kinder in russisch zu fördern. Das nächste Angebot – 60 km. Für mich ist es unmöglich.

Wird es Kindern mit Migrationshintergrund sowohl extra Unterricht in Muttersprache als auch DAZ Unterricht angeboten? Wird es Kinder nicht überfordern? Ist es dann den deutschsprachigen Kindern gegenüber nicht ungerecht, wenn sie die einzigen mit Fremdsprachen erst ab Klasse 5 beginnen? (Englisch in der Grundschule zählt nicht)

Schon jetzt ist es ein Problem, ob Kinder auf dem Schulhof ihre Muttersprache sprechen dürfen. Werden die anderen Kinder dadurch nicht ausgegrenzt oder gar ausgelacht und beschimpft? Passierte schon in unserer Grundschule. Meine Kinder leiden unter dem Verbot. Einerseits bin ich wütend, da meine Kinder 2-3 Freunde nur in der Schule haben, die auch russisch sprechen. Anderseits verstehe ich die Frust von anderen Kindern und Sorgen von Lehrern.

Ich wäre dafür, dass Deutsch noch stärker bei allen, die das brauchen, gefördert wäre und seine Wichtigkeit stärker in Vordergrund gestellt wäre. Herkunftssprachenunterricht sollte kein Pflichtfach werden, meinerMeinungnach, kann aber wie heute auf Wunsch unterrichtet werden. Oder von ethnischen Gemeinden unterstützt.

Förderung der deutschen Sprache ist keine Privatsache, Herkunftssprachenunterricht dagegen schon. Sonst muss man tatsächlich jede Sprache fördern, sogar wenn es 1-2 Interessenten gibt.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Es ist doch besser, wenn zumindest viele – wenn auch nicht alle – Kinder in ihrer Erstsprache gefördert werden, als wenn gar keine Kindergeförert werden.

Ich verstehe Ihren Einwand nicht.

Dass die Förderung der Erstsprache für das Lernen der deutschen Sprache sinnvoll ist, ist wissenschaftlicher Konsens. Es sollte auch Konsens sein, dass wir als Gesellschaft in einer globalisierten Welt davon profitieren, wenn Kinder aus der Schule kommen und viele Sprachen beherrschen.

Die Kinder nicht in Ihrer Erstsprache zu fördern, wäre dumm.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Da hier gerade das Beispiel ukrainische Schüler angesprochen wird: Schon vor dem Ukrainekrieg wurden an meiner GS ukrainische Zwillinge ohne D-Kenntnisse eingeschult. Sie waren erst kurz zuvor nach DE gekommen. Mit der Mutter kommunizierte ich auf Russisch. Den LauBe-Test (Schuleingangstest) versuchte ich mit den beiden auf Russisch durchzuführen. Sie verstanden die Aufgaben so la-la. Beim Wortschatzteil des Tests antworteten sie, wie ich dachte, auf ukrainisch, konnte ich also nicht einschätzen, ob richtig oder falsch. Ein paar Wochen später machte mich eine Kollegin (russische Muttersprache) darauf aufmerksam, dass die Mutter mit den Kindern nicht ukrainisch, sondern Surshyk spricht.
Wie hätte man diese Kinder alphabetisieren sollen, zuerst in Ukrainisch, in Russisch, oder in Surshyk? Gemeinsam mit anderen russisch- /oder ukrainisch-sprachigen Kindern?
Analyse: Surschyk in der Ukraine: zwischen Sprachideologie und Usus | Ukraine-Analysen | bpb.de

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie hätten ja mal mit den Eltern sprechen können, welche Sprache bei ihnen zuause gesprochen wird.

Wenn man nichts tun will, findet man immer Gründe, dagegen zu sein.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ja, hätte ich (wahrscheinlich gleich und sofort für alle zu überprüfenden Kinder) tun müssen und tat ich dann auch (auch bei den anderen aufgetretenen Problemfällen beim LauBe-Test). Mein Fehler, dass ich das nicht alles gleich in der ersten Schulwoche erledigte. 🙂
Resultat des Gesprächs: Mutter spricht mit den Kindern Surshyk, mit dem Vater der Kinder (getrennt lebend) Russisch, Vater mit den Kinder und der Mutter auch Russisch, Muttersprache des Vaters Englisch (stammt aus Nigeria, machte eine Ausbildung in der Ukraine). Und nun?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Mutter spricht mit den Kindern Surshyk, mit dem Vater der Kinder (getrennt lebend) Russisch, Vater mit den Kinder und der Mutter auch Russisch, Muttersprache des Vaters Englisch (stammt aus Nigeria, machte eine Ausbildung in der Ukraine). Und nun?”
Und da soll man Deutsch noch obendrauf werfen, anstatt das Kind in seiner Muttersprache zu stärken?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Welche der Familiensprachen hätte man denn, Ihrer Meinung nach, bei diesen Kindern stärken sollen? Und Deutsch dann gleichzeitig oder etwas später?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Programmiersprachen

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Da Sie das Kind selbst wohl nicht fragte, sondern nur das Umfeld, wer weiß?
Ich meine, WENN das Kind gefragt/ überprüft worden wäre, dann hätte Potsdhemuschka dies ja wohl als Erstes geschrieben, anstatt stumpf den Artikel zu untergraben 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie sind ein Witzbold, …. nee, ein Dummschwätzer! Wie sollte ich das Kind fragen, wenn ich nicht dessen Sprache spreche? Ich konnte, obwohl ich Logopäde bin, auch nicht untersuchen, ob die Sprache der Zwillinge altersgerecht entwickelt ist. Ich konnte zwar mit den Kindern auf Russisch kommunizieren, sie verstanden mich auch weitgehend, aber Russisch war nur die lingua franca – für mich und die Kinder eine Fremdsprache!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nee, der Dummschwätzer sind Sie!

Auch hier gilt wieder: Wenn man nichts tun will, findet man immer Gründe, warum etwas nicht geht.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sie wissen, was ich alles tat und auch heute noch ehrenamtlich tue, um diesen Kindern (und auch anderen Kindern und Erwachsenen ndH) zu helfen?
Wieviel persönliche und berufliche Erfahrung haben Sie denn so auf diesem Gebiet, mit echten Menschen? Außer theoretischen Aussagen kam da bisher nichts von Ihnen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Dann werfen Sie heute hoffentlich nicht sofort das Handtuch, sobald etwas einer Nachfrage oder gar Mehraufwand bedarf.

Ich nehme an, dasss Sie sich um die Nachhilfeschüler*innen bemühen, die Sie ausschließlich erwähnen, wenn Sie sich rechtfertigen und die Sie absolut nie in Schutz nehmen, wenn es gegen Migration und Bildungsverlierer*innen geht, die im Rahmen der Regelschule Unterstützung brauchen…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Wie sollte ich das Kind fragen, wenn ich nicht dessen Sprache spreche?”
Auf Russisch?

Ich hoffe, Ihre Nachfolger*innen bringen zukünftig mehr Professionalität und Schneid auf, sich bei solchen Herausforderungen Hilfe zu holen

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Russisch war nicht die Muttersprache der Kinder! Wie sollte ich da, mit 6jährigen Kindern, die noch dazu traumatisiert waren, weil sie plötzlich (erst wenige Wochen) in einer total fremden Umgebung (Flüchtlingsunterkunft), in einem Land, einer Schule gelandet sind dessen Sprache sie nicht verstehen – ein Gespräch über Fremd- und Muttersprachen in einer lingua franca führen, die die Kinder zwar verstehen, aber nur schlecht sprechen? Sehr witzig!
>kopfklatsch<

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nochmal, Sie hätten das Kind dem Kind auf Russisch fragen stellen können, um herauszufinden, mit welchen Personen es sich überwiegend unterhält und/ oder welche Sprache es am liebsten spricht/ besten kann.

Oder Bildkarten beschreiben lassen, aufzeichnen, mit Dilmetscher/ Eltern klären, welche Sprache das ist.
Im Team/ Externe um Beratung/ Unterstützung bitten. Usw.

Aber keine Sorge, ihre Nachfolger*innen werden sich erheblich besser anstellen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Träumen Sie weiter! Sie haben null Ahnung von realen schulischen Bedingungen!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Was an realen Bedingungen soll Sie abgehalten haben, sich mit dem Kind auf Russisch über seine Bezugspersonen/ Sprache zu unterhalten oder bspw. mit Bildkarten die Muttersprache auszumachen?
Kein Papier gehabt?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Haben Sie sich schon irgendwann mal mit einem 6jährigen Kind in einer Sprache unterhalten, die nicht Ihre Muttersprache und auch nicht die des Kindes ist (lingua franca), und die das Kind zwar rudimentär versteht, aber kaum spricht? Sie haben von Kindern und von Sprachen absolut keine Ahnung! Haben Sie schon mal einen Wortschatztest (Bildkarten) mit 6jährigen Kindern durchgeführt (z. B. auf Türkisch, Slowenisch, Ukrainisch …) um herauszufinden, ob der Wortschatz in der Herkunftssprache altersgerecht entwickelt ist? Auf Russisch, Englisch und Deutsch habe ich das öfter gemacht, aber mehr Sprachen beherrsche ich leider nicht. Und Sie so?
>kopfklatsch<

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

„Haben Sie sich schon irgendwann mal mit einem 6jährigen Kind in einer Sprache unterhalten, die nicht Ihre Muttersprache und auch nicht die des Kindes ist“

Das könnte ziemlich einsilbig werden 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sollten SIE nicht besser wissen, welche Muttersprache das Kind spricht?
Was spricht es primär/ am stärksten/ daheim?

Für was haben Sie sich denn entschieden? Oder warfen Sie Deutsch noch von Oben drauf?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ach, Mensch, Rainer! Hätten Sie meine Kommentare dazu richtig gelesen ….müssten Sie nicht solche … Fragen stellen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Meine Fassungslosigkeit ist aufrichtig.
Haben Sie echt NICHTS getan?
Was sagten Ihre Kolleg*innen, die Beratungsstelle, die Leitung des Sonderpädagogischen Dienstes dazu?

Hatte niemand von Ihnen die Idee, sich mit dem Kind auf Russisch zu unterhalten, welche Sprache/ Wörter es kennt und vorzugsweise anwendet oder mit welchen Erwachsenen es sich (in deren Sprache) oft unterhält?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sag ich doch … Sie sind ein Witzbold! Fragen Sie mich ernsthaft, wofür ich mich entschieden habe?
Welche Entscheidungsmöglichkeiten ich damals hatte, schrieb ich hier bei n4t schon einmal vor längerer Zeit:

  • meine Bitte, die Kinder vom Schulbesuch zurückzustellen wurde abgelehnt, da keine Kita-Plätze vorhanden (sie waren gerade erst 6 geworden und erst kurze Zeit in DE)
  • Wiederholung des 1. Schuljahres wurde dann auch abgelehnt (Berliner Schulgesetz),
  • meine Bitte um Einzelfallprüfung wurde von der SL nicht weitergeleitet

Übrigens, waren diese bürokratischen Hindernisse und der aussichtslose Kampf gegen Windmühlen damals, der letzte Tropfen, der mir die Entscheidung erleichterte, meinen Ruhestand (mit Abzügen) vorzuziehen (nach 40 Dienstjahren Vollzeit).

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“meine Bitte um Einzelfallprüfung wurde von der SL nicht weitergeleitet”
Da Sie es nichtmal auf die Kette bekamen, die Muttersprache festzustellen, kann ich die Entscheidung, sich nicht auf Ihre “Expertise” zu stützen, voll nachvollziehen.

Schade, wie wenig Zeit und Energie dem Kind zugewendet wurde 🙁

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Und nun fragen Sie die Familie, mit welcher Erstsprache das Kind aufgewachsen ist.

In Ihrem Fall ist das überflüssig, weil es bei Ihnen offensichtlich keinen Herkunftssprachlichen Unterricht gibt.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wieso ist das überflüssig? Wenn der HSU eingeführt werden soll, wäre es doch gut zu wissen, wie das am besten funktioniert. Da Sie ja darüber schon wissenschaftliche (?) Erkenntnisse und Erfahrungen haben, wäre es doch fair, Ihr Wissen zu teilen (mit Quellen zu belegen). Oder was soll Ihre Geheimniskrämerei? Können oder wollen Sie nicht auf meine Fragen/ und Bedenken eingehen? Mantramäßig wiederholen Sie nur, dass gute Kenntnisse in der Erstsprache beim D-lernen helfen. Das bestreitet doch auch niemand. Aber wie konkret dann die Alphabetisierung in D und der Erstsprache ablaufen soll, ist Ihr kleines Geheimnis.
Ich würde mich wirklich gern überzeugen lassen, dass gleichzeitige Alphabetisierung in Erstsprache und in De für die Mehrheit der Schüler von Vorteil ist (nicht nur für bestimmte Sprachen und bestimmte soziale Schichten).
Da Sie die weiter unten von mir angeführten links (Beispiel Schweiz) wohl nicht gelesen haben, erlaube ich mir, Ihnen, in meinen Augen relevante Zitate zu offerieren. Mich würde Ihre Meinung dazu, oder auch andere wissenschaftliche Quellen sehr interessieren:

” Die Daten zeigen, dass es vor allem romanischsprachige, deutschsprachige und zweisprachige Kinder sowie Kinder mit mehrsprachigem Hintergrund („andere Kombination“) an der zweisprachigen Schule noch bessere Deutschkompetenzen erzielen als gleichaltrige Kinder an deutschsprachigen Schulen. Hier scheint das mehrsprachige Umfeld inspirierend zu wirken, ein Gefühl für Sprachen zu fördern und ggf. auch Kinder (und Eltern) mit sprachlicher Neigung anzuziehen. Für „anderssprachige“ Kinder, die nur wenig oder keinen ausserschulischen Kontakt mit Deutsch haben, ergeben sich aber andere Ergebnisse. Insbesondere über die Zeit zeigen die Daten ein deutliches „Abrutschen“ in der Sprachkompetenz Deutsch – relativ zu den Kindern an einsprachigen Schulen. Ursächlich kann in der Tat ein Überforderungseffekt sein, wenn die Schülerinnen und Schüler im ausserschulischen Bereich nur begrenzten Zugang zum Deutschen haben.”.
(aus: Mehrsprachigkeit als Belastung? Resultate einer Studie | Institut für Kulturforschung Graubünden)

“Welchen Stellenwert hat die Tatsache, dass zweisprachiger Unterricht bislang eher von motivierten und leistungsbe reiten Schüler:innen (sowie Lehrper sonen) bestritten worden ist? Kann man davon ausgehen, dass grossflächigere Versuche ebenso gut funktionieren wie die bisherigen eher lokalen Programme, wenn Selektions- und Motivationsef fekte ausbleiben? b. Wie gross ist – gerade bei der Planung und zu Beginn eines neuen Lehr- gangs – der Zusatzaufwand? Welche Faktoren und Entscheidungen führen allenfalls dauerhaft zu Mehrkosten? Kann man wirklich von „two (languages) for one“ sprechen? Wie hoch sollte bei einem weiteren Ausbau des zweispra chigen Unterrichts der zusätzliche Auf wand veranschlagt werden?”
(aus: mehrsprachigkeit.ch/sites/default/files/2023.003.Zweispr_A5_Kurzbericht_Web.pdf)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Es hätte zu Potschemuschkas Job gehört, solche Fragen zu klären, aber drei Leute sagten was anderes, da gab Sie auf… 🙁

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Welche drei Leute meinen Sie? Ich verstehe Ihren Kommentar, mal wieder, nicht!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka
potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

q. e.d, Sie haben meine Posts (mehrere)! zu diesem speziellen Fall nicht (vollständig) gelesen und/oder, mal wieder, nichts verstanden!

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wir haben auch häufig solche sprachlichen Irritationen….
Kind kommt laut Anmeldeschein aus Bulgarien, wir besorgen einen Dolmetscher…..Eltern kriegen beim Gespräch große Augen, verstehen leider kein Wort, weil sie leider nur Türkisch sprechen und verstehen (kommen zwar aus Bulgarien, aber eben im Grenzgebiet zur Türkei….)
Ein anderes Kind (welches schon eine Weile bei uns ist und mich gut versteht, frage ich, welche Sprache zuhause gesprochen wird…..Achselzucken….ich helfe nach Bulgarisch? Türkisch?…..Kriege keine Antwort….
Witzig wurde es, als eine Familie angab, dass sie Romanesk zuhause sprechen….da war ich dann wirklich ratlos…..

Es ist oft schwer, die passende Sprache herauszufinden, vor allem, wenn die Kinder zuhause mehrsprachig (arabisch, türkisch, albanisch) aufwachsen…..ganz irre wird es, wenn Eltern aus Indonesien kommen und fünf Sprachen anbieten….eh ja….

potschemutschka
1 Monat zuvor

Auch bei unseren afghanischen Flüchtlingskindern war es schwierig, obwohl wir einen Seiteneinsteiger an der Schule hatten, der Farsi sprach (D-Muttersprachler, der Islamistik studiert hatte), denn Afghanistan ist mehrsprachig (49 Sprachen und 200 Dialekte laut Wikipedia). Da findet man doch locker und ganz schnell einen guten Dolmetscher! 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Da findet man doch locker und ganz schnell einen guten Dolmetscher! ”
Faul? Fragen Sie die Eltern!
Na aber immerhin haben Sie sich hier einen besseren Fall ausg… auf Wikipedia gef… erinnert! An einen Fall erinnert! 😉

Anders als bei der Ukraine war da zumindest keine Fernlernverbindung ins Mutterland.
Und? Was sagten die Eltern? Bekannten? Dolmetscher*innen? Flüchtlingshelfer*innen oder Ansprechpartner*innen bei der Flüchtlingsunterkunft?
Oder wie schlecht sollen wir glauben, dass Ihre Netzwerke sein sollen, dass Ihre Faulheit zu rechtfertigen wäre?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Bei uns in der Stadt gibt es tatsächlich keinen afghanischen Sprachmittler und nur einen einzigen Bulgarischen….verrückt…..

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Aber Sie kümmern sich doch hoffentlich, oder schmeißen Sie das Handtuch, ohne vorher Externe einzuschalten oder sich mit dem Kind über dessen Sprache zu unterhalten?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich verstehe nicht, warum Sie sich immer wieder darlegen und argumentieren…..ignorieren ist das Mittel der Wahl.

dickebank
1 Monat zuvor

Recte quidem!

potschemutschka
1 Monat zuvor

… weil es mir um konkrete Schüler geht, um die realen Bedingungen und Möglichkeiten, möglichst vielen zu helfen. Und nicht um irgendwelche schöne Theorien, die nur für einige funktionieren und zwar nur für die, die eh schon aus bildungsaffinen Familien kommen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“denn Afghanistan ist mehrsprachig (49 Sprachen und 200 Dialekte laut Wikipedia)”
Konkreter wäre wohl nur noch Kennenlernen 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie viele afghanische Familien und andere Flüchtlingsfamilien kennen Sie denn so? Wie oft waren Sie schon mal in einer Flüchtlingsunterkunft? Wie oft haben Sie einen Dolmetscher/Sprachmittler zur Unterstützung gehabt? Und ich meine wirklich jemanden, der dafür ausgebildet ist und nicht nur mal so ein bisschen was “übersetzt”. Dazu habe ich nämlich auch interessante Beobachtungen machen können, wenn ein Bekannter/ Verwandter der Familie “übersetzt”: Komisch fand ich oft, dass andere Sprachen sehr viel “länger” sind, als die deutsche – da kommen oft nur 2-3 Sätze, während der ftremdsprachige Dialog zuvor 5 Minuten dauerte. Seltsam, oder? 🙂

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ja, aber der versucht doch gar nicht irgendetwas mit Ihnen zu diskutieren…..der pöbelt nur…..siehe der Beitrag an mich….

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“Sie haben nichts verstanden” ist für Sie ein Argument? Aussagekräftig 😀

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Bei Ihnen schon, denn das beweisen Sie ja ständig aufs Neue! 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Oh, dann HABEN Sie die Muttersprache des Kindes festgestellt?

Welch Erleichterung! 😀

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Es gibt da einen kleinen Unterschied: die ukrainischen Kinder, die ich kenne, wurden schon in der Ukraine in ihrer Sprache alphabetisiert. Manche hatten auch schon Englisch, kennen also die lateinische Schrift, das macht es etwas leichter.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das stimmt, allerdings kamen damals auch Eltern mit Vorschulkindern, die noch nicht alphabetisiert wurden. Wer Kraft und Motivation hat, lässt seine Kinder in der ukrainischen Schule online beschulen gleichzeitig mit der Einschulung in die deutsche Schule.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Da müssen Kinder und Eltern aber sehr fit sein und einen ausgeprägten Bildungswillen haben, wenn das gleichzeitig gut funktioniert. Chapeau!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Weniger fit, als Deutsch und Ukrainisch parallel beizubringen?

Vorsicht! Sie drohen dem Artikel und der Wissenschaft zuzustimmen 😉

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Diese Kinder konnten schon gut ukrainisch reden. In online-Schule lernten sie schreiben und lesen, um keine Probleme beim zurückkehren zu haben. Auch mathe & Englisch.

Bis zu welchem Niveau soll man die Herkunftssprache beherrschen, um danach (oder parallel?) Deutsch lernen zu können? Wird es genug, flüssig reden zu können? Schreiben und lesen? Soll man auch viel Literatur in dieser Sprache lesen? Auch Mathe und Sachunterricht?

Den Fach “Geschichte von Belarus” hatten wir auf belarussisch. Interessanterweise, wenn ich über Erreignisse aus unserer Geschichte erzähle, rede ich auch belarussisch. Wenn ich über Biologie oder Physik rede, kann ich nur russisch reden – diese Fächer hatte ich auf russisch nur.

Wenn die Herkunftssprache bis zum Niveau der Schriftsprachlichkeit und Bildungssprache gelernt werden muss, wie viele Stunden pro Woche braucht man dann (4-5 Stunden, meiner Meinung nach)? Werden die Kinder auch zusätzlich Deutsch haben? Wie viel mehr Unterricht dürfen sie dann haben?

Nick
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Und dann kommt mit dem Fach Englisch ab der 1. Klasse noch eine weitere Fremdsprache dazu, also eird es faktisch dreisprachig.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Also stimmen Sie dem Artikel und den wissenschaftlichen Erkenntnissen aus eigener Erfahrung heraus zu und wollen nur wissen, WANN der Übergang stattfinden soll. Achso

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Welche wissenschaftliche Erkenntnisse, wenn ukrainische Kinder eben am Nachmittag Online-Unterricht haben?? Das ist dann eben so, ohne wissenschaftliche Erkenntnisse….das wird eben so gemacht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Achja, Nachmittags hört die Wissenschaft bekanntlich auf…

Aber ja, Opossum scheint diesen – auch nachmittags – zuzistimmen und will lediglich wissen, wann bzw. wie ein Übergang gestaltet werden soll.
Ist doch völlig legitim oder sehen Sie da ein Problem?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie wollen nur blöd daherreden!
Unsere Kinder aus der Ukraine haben nachmittags alle ihren online-Unterricht!! Und natürlich geht es darum, dass die Kinder auf Stand sind, wenn sie nach Hause zurückkehren.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Geht nicht auf den wissenschaftlichen Punkt ein, die Muttersprache beherrschen zu müssen, um vernünftig Deutsch zu lernen. Was meinen Sie?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Diese Tatsache wiederholen Sie hier mantramäßig! Diesen wissenschaftlichen Fakt hat hier noch niemand bestriitten:
Aber extra noch einmal für Sie:
Ja, Fakt ist: Wer seine Muttersprache gut beherrscht, lernt besser Deutsch!
So und jetzt lesen Sie noch einmal den gesamten Diskussionsverlauf hier, gaaanz aufmerksam und sinnerfassend und versuchen einmal (wenigstens versuchen) auf ein oder zwei der angesprochenen Probleme sachlich und konstruktiv einzugehen. Schaffen Sie das?

HuGo
1 Monat zuvor

Das System ist jetzt schon mit fast Allem überfordert, da braucht es keine neuen Baustellen von denen niemand sicher sagen kann, ob sie wirklich helfen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  HuGo

Stimmt!
Erfreulicherweise ist da die Wissenschaft recht deutlich und Sie werden nicht wenige Kolleg*innen im Forum finden, welche Ihnen aus Erfahrung bestätigen können, dass viele Familien mit dem Lehren der deutschen Sprache überfordert sind.

Warum meinen Sie also, das System würde überlastet?

blau
1 Monat zuvor

Ui 120 Sprachen? Wer soll die bitte unterrichten?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Vorschläge sind von der Kategorie arabisch und vietnamesisch in Berlin. Was ist mit Schwedisch oder Portugiesisch im Sauerland?

Stine
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das wäre auch meine Frage, mag bei Sprachen, die dann viele Kinder sprechen, einfacher sein, aber über wieviel Dutzend Sprachen müsste man reden, damit es gerecht wäre?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Heimtsprachlichen Unterricht gibt es im Sauerland prinzipiell auch in Portugiesisch und Schwedisch. Laut den Richtlinien des Landes NRW sind aber mindestens 15 Schülerinnen und Schüler für einen Kurs nötig. (Das sagt zumindest die KI.)

Auch in NRW ist der heimatsprachliche Unterricht noch ausbaufähig.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Die 15 müssen aber nicht an der gleichen Schule sein, kann also auf Stadt- oder Kreisebene organisiert werden.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

So ist es.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Kommt halt schon drauf an, wo man wohnt. In einer Stadt mit vielen unterschiedlichen Sprachen ist das Angebot schon sehr vielfältig, auf dem platten Land ist HSU rar gesät, besonders wenn man eine exotische Sprache wünscht….
In der Stadt, wo ich arbeite, bieten sich rund 30 Sprachen an. Auf dem Dorf, wo ich wohne gibt es nicht mal Türkisch…..Lohnt sich nicht…Zuwenige Kinder….

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Das habe ich mich auch gefragt. Zudem: Wieso können Kinder ihre eigene Herkunftssprache bei Einschulung nicht vernünftig?

Salpeter
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Also sollten “deutsche Kinder” erstmal Deutsch lernen, damit sie dann besser Deutsch lernen???

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Salpeter

Und da sagt man immer, es gäbe keine dummen Fragen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Salpeter

Bei Kindern mit Deutsch als Muttersprache: Ja!

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ninja Lispeln und Stottern hat jetzt nichts mit der Muttersprache zu tun

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Genau! Und diese “Sprachprobleme” kommen bei vielen Kindern noch obendrauf. Bei Kindern deutscher Muttersprache wird das bemerkt und gegengesteuert. Bei Kindern ndH kann auch ich, obwohl Logopäde, das nicht feststellen (außer evtl. Stottern), da ich nicht weiß, welche Laute in der Herkunftssprache richtig sind und ob es nur “Anpassungsprobleme” (= Übertragungen aus der Muttersprache ) sind, oder ob es organische …. und/oder psychische Ursachen dafür gibt.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ergänzung: Es ist auch für Lehrer, die selbst nicht die Sprache des Kindes auf sehr hohem Niveau beherrschen, fast nicht möglich, einzuschätzen, ob der Wortschatz des Kindes, Grammatik und Satzbau altersgemäß entwickelt sind.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Na, wenn Sie das behaupten …

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das behaupte ich nicht nur, das weiß ich, durch mein Studium (u. a. Logopädie und Entwicklungspsychologie als Hauptfächer!) und meine 40jährige Berufserfahrung. Woher kommt eigentlich Ihr “Wissen”?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Bummer! Hätten Sie damals doch bloß Kontakt zu Menschen aufgenommen, welche die Sprachen sprechen und die Entwicklung/ Sprachfehler der Kinder hätten beurteilen können…

Darum werden heute ja gebetsmühlenartig Kooperation und interdisziplinäre Teams angeraten, dass Kolleg*innen nicht alleine enden und Kinder nicht fördern werden 🙁

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Kennen Sie Logopäden, die Surshyk, ukrainisch und russisch sprechen und in DE praktizieren (also auch noch D auf C2 Niveau beherrschen)? Dann lassen Sie mir bitte die Adressen zukommen! 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sorry, ich kann Ihnen bei IHREN Aufgaben nicht helfen, schon gar nicht in der Vergangenheit.
(Sei meinen, das Kind beherrschte c2-Niveau, obwohl Sie nicht wussten, welche Sprache es beherrscht? Aufschlussreich…)

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

q.e.d. Lesen und Sinnerfassung : 6!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Mir sollen Sie ja auch gar nicht helfen. LOL! Ich bin 40 Dienstjahre ganz gut ohne Sie klargekommen.
Aber Sie könnten ja anderen Kollegen hier mal mit konkreten praktischen Tipps und Erfahrungen aus Ihrem Sonderpädagogen-Alltag helfen. Da kam bisher immer seeehr wenig. Leider!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das Erlernen der Herkunftssprache dauert ein Leben lang.

Schauen Sie sich mal Kinder in der siebten Klasse an, wenn sie Balladen lesen. Da tun sich auch deutsche Muttersprachler nicht leicht. Und wenn in der Oberstufe Goethe, Schiller und Lessing gelesen werden, verbessern deutsche Muttersprachler auch noch ihre Fähigkeiten.

Und wie viele Erwachsene tun sich schwer, wenn sie Behördentexte lesen sollen.

Kinder profitieren davon, wenn sie in Schulen ihre Herkunftssprache auf einem anderen Niveau lernen als das zuhause der Fall ist, wo man in der Regel lediglich Alltagssprache spricht, aber z. B. mit Literatur, Behördentexten oder (populär)wissenschaftlichen Texten nicht notwendigerweise in Berührung kommt.

Fensterputzer
1 Monat zuvor

In der Logik dieser Studie oder besser gesagt ihrer Auslegung durch die GEW sollten “einheimische deutsche Kinder” (oder wie man sagen soll, also die ohne Deutsch als Muttersprache) erstmal eine andere Sprache lernen als Deutsch, um dann (noch) besser Deutsch zu lernen? Ernsthaft?!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Fensterputzer

Dass die Stärkung der Erstsprache auch das Erlernen der Sprache Deutsch als Zweitsprache fördert, ist seit Jahren wissenschaftlicher Konsens.

Was Sie da rumschwurbeln, dass Kinder mit der Erstspache Deutsch nach Ansicht der GEW zunächst eine Zweitsprache lernen sollten, ist reiner Unsinn.

Salpeter
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ergibt sich aber aus dem Genannten. Finde ich auch. Sonst würde es ja bedeuten, deutschstämmige Kinder lernen Deutsch besser, wenn sie gleich Deutsch lernen, aber Kinder mit Migrationshintergrund lernen Deutsch besser, wenn sie vorher ihre andere Sprache gelernt haben. Warum können Kinder mit Migrationshintergrund nicht, was deutschstämmige Kinder können? Finde ich unlogisch.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber wenn sie doch in ihrer Erstsprache aufwachsen, warum können sie diese dann nicht? Und die arabische oder chinesische Schreibung ist nun eine völlig andere, die hilft wenig bei der Alphabetisierung in Deutsch.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Um die Unterschiede herausarbeiten zu können, ist das Beherrschen der eigenen Muttersprache von Vorteil.
Haben Sie im Studium anderes gelernt?

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Zwischen Sprechen und schreiben ist immer noch ein großer Unterschied. Warum soll man die Kinder in der Grundschule mit dar z.B. arabischen UND der deutschen Schreibweise überfordern? Das schaffen sie nicht. Sprechen und dabei zwei Sprachen unterscheiden geht schnell, aber beide in Schrift? Da habe ich meine Zweifel.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

In meiner Stadt in NRW lernen die chinisischen Kinder auch chinesisch in Wort und Schrift.

Nur weil Sie überfordert wären, heißt das nicht, dass die Kinder das auch sind.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ach bitte, die haben doch eh sämtliche Quellen aus Bellypedia.

Die gieren auf Bestätigung ihres Bauchgefühls, verzweifeln an der Realität, können aber echte Ansätze nicht akzeptieren, da sie dem eigenen Bauchgefühl widersprechen…

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ab der ersten Klasse, parallel zum D-Unterricht? Wieviele chinesische Schriftzeichen beherrschen diese Kinder am Ende der GS-Zeit? Frage für meine chinesische Verwandtschaft!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

“Warum soll man die Kinder in der Grundschule mit dar z.B. arabischen UND der deutschen Schreibweise überfordern?”
Weil es nachweislich keine Überforderung ist, wenn es richtig gemacht wird.
Wenn Sie Quellen haben, die den Positionen im Artikel widersprechen, raus damit 😀

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Warum ist es dann eine Überforderung für deutsche Kinder vom ersten Schultag an, die Druck- und Schreibschrift gleichzeitig zu lernen? Früher wurde das so gemacht, bis Experten meinten, dass es besser ist, nur zuerst die Druckschrift zu lernen und die Schreibschrift erst später. Komisch. Haben Sie dafür auch eine Erklärung? Oder eine wissenschaftliche Studie? 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie beantworten meine Fragen nach Quellen mit der Frage nach Quellen, aha.
Wenn Sie den Mehrwert der Muttersprache meinen, lesen Sie den Artikel oben.

Warten wir ab, ob TeacherAndi ebenfalls nach Quellen für seien Aussagen bzw. dagegen fragen muss 🙂

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich lieferte Ihnen hier im Forum schon mehrere Quellen, die Sie offensichtlich nicht in der Lage sind, (sinnerfassend) zu lesen! Ach ja, Ihr Handy ist zu alt dafür! LOL!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Früher wurde das so gemacht, bis Experten meinten, dass es besser ist, nur zuerst die Druckschrift zu lernen und die Schreibschrift erst später. Komisch.”

Forschung. Lassen Sie mich raten: Sie wundern sich schon immer (haben nicht verstanden?) wie Wissenschaft funktioniert?
Aber voll krass, wie die weiter forschen, nachjustieren und die neuesten Erkenntnisse anpassen..

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

LOL! Das hat schon eine gewisse Chuzpe, dass ausgerechnet Sie, mir unterstellen, nicht zu wissen, wie Wissenschaft funktioniert.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Dann nehmen Sie es als Warnsignal, dass SOGAR ich Ihr Verständnis von Wissenschaft: “Früher wurde das so gemacht, bis Experten meinten, dass es besser ist, nur zuerst die Druckschrift zu lernen und die Schreibschrift erst später. Komisch.”
für bedenklich halte. 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Welche Schreibrichtung würden Sie chinesischen Schülern im HSU lehren? Frage erneut für meine chinesische Verwandte..
Chinesische Schreibrichtungen: Schriftzeichen und Schreiben

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Hatten Sie nicht beide Hände voll zu tun mit Flüchtlingen aus der Ukraine – die Sie nie nie hatten 😉 – und waren damit schon überfordert?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Warum benötigen Kinder mit Deutsch als Erstsprache noch Deutschunterricht?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wennse in Essen-Katernberg leben tus und inne Schule komms, is die Unterrichtssprache ers ma ne Fremdsprache, diede lernen muss.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Die Kinder mit Dialekt lernten Ihre Muttersprache gut und können über die Differenz die Schreibweisen gut erlernen.
Hatte ich im Studium – Sie nicht?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Lernen Schüler aus Afghanistan z. B., die einen der 200 Dialekte (von über 40 Sprachen) sprechen, erst einmal eine der Hauptsprachen (welche? die offiziellen Landessprachen sind nur 2 – Dari und Paschtu) Und das obwohl keiner in der Familie diese spricht und die Eltern evtl. sogar Analphabeten sind? Oder werden Sie im HSU in dem Dialekt alphabetisiert?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Kann es sein, dass Sie damit überfordert sind, dass Menschen in aller Welt meist mehrere Sprachen sprechen?

Oder meinen Sie, die Menschen der anderen 38 Sprachen haben keinerlei Möglichkeit sich mitzuteilen? 😀

Und übrigens, JA: Es hilft wenn die vorher ihre Muttersprache gut lernten!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Salpeter

Sie finden unlogisch, was seit vielen Jahren wissenschaftlicher Konsens ist.

Menschen lernen eine zweite Sprache besser, wenn sie kompetent in ihrer Erstsprache sind.

potschemutschka
1 Monat zuvor

Diese Idee klingt erst einmal sehr vernünftig. Aber nach meinen Beobachtungen sind solche zweisprachigen Angebote nur für Kinder aus bildungsaffinem Elternhaus günstig und sinnvoll. Allerdings beherrschen diese Kinder in der Regel (mindestens mündlich) ihre Muttersprache sehr gut. Problematisch wird es bei der Einschulung, wenn sie parallel zwei verschiedene Schriftsprachen zum Lesen und Schreiben erlernen müssten (lateinische, kyrillische, ukrainische, arabische, chinesische … Schriftzeichen). Das überfordert schon oft normal intelligente Erstklässler aus bildungsnahen Familien, die ihren Kindern zu Hause schon viel in der Muttersprache vorlasen. Wie sollen das dann Kinder bewältigen, die schon Probleme mit der eigenen Herkunftssprache (mündlich) haben und denen kaum vorgelesen wurde? Lernen diese dann zuerst nur lesen, richtig sprechen (Wortschatz, Grammatik) und schreiben in der Herkunftssprache?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Allerdings beherrschen diese Kinder in der Regel (mindestens mündlich) ihre Muttersprache sehr gut”
Schön, dass Sie der GEW zustimmen 🙂

“Das überfordert schon oft normal intelligente Erstklässler aus bildungsnahen Familien, die ihren Kindern zu Hause schon viel in der Muttersprache vorlasen.”
Deutlich weniger, als wenn sie die eigene Muttersprache nicht richtig beherrschen, so der wissenschaftliche Konsens dazu. Lernten Sie bei Ihrer Ausbildung anderes?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie liefern wieder einmal ein gutes Beispiel für Probleme im Leseverständnis und der Sinnerfassung geschriebener Texte, auch bei Erwachsenen Muttersprachlern. Danke!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Seit Jahren auf der ganzen Welt im Labor “Schule”.
Oder was glauben Sie, in welchem Umfeld geprüft wurde? Die Vorteile wurden u.a. bei den Schulnoten gemessen 😀

Haben Sie da andere Quellen von Expert*innen, die gegensätzliches nachwiesen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

“Es kann so nicht funktionieren.”
Es kann nicht, was nicht seien darf, sagt die Partei Ihres Vertrauens? 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Freut mich, dass Sie es nicht ideologisch sehen, dann setzen Sie sich doch mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen im Verbund mit politischen Forderungen in Artikel auseinander.

Es soll sich ändern! Ihre Erfahrung spricht doch dafür, dass es sich ändern – und nicht zurückdrehen – soll! 😀

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Was mich mal wieder massiv stört, ist die Tatsache, dass erneut Forderungen gestellt werden, was in Schule passieren sollte, wie Schule sein sollte … und dabei außen vor gelassen wird, wie die Realitäten vor Ort aussehen und wie die Forderungen eigentlich umgesetzt werden sollen.”
Ja, das nennt sich Veränderung.

Wenn Sie mit dem Schriftspracherwerb der Kinder überaus zufrieden sind, freut mich das für Sie, aber das trifft auf die Mehrheit der deutschen Schüler*innen nicht zu.

Dass Sie hier die Bildungspolitik verteidigen, nicht mehr Geld auszugeben und Ressourcen einzusetzen, kenne ich ja schon, aber gönnen Sie doch mal zur Abwechslung Ihren Kolleg*innen bessere Rahmenbedingungen und mehr Lernerfolg der Kinder – auch wenn es dann mal etwas mehr Geld kostet. Es wurde lange genuv kaputtgespart 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie es nicht verteidigen, nehmen Sie doch die Vorschläge der GEW doch schonmal als Schritt in die richtige Richtung auf 🙂

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Komisch: Alle vier Bedingungen sind in sehr vielen Fällen in NRW erfüllt. Dort bekommen, wie bereits gesagt, sehr viele Kinder Herkunftssprachlichen Unterricht.

Ideologisch ist nur Ihre Position. Auch der wiederholte Hinweis auf Tatsachen bringt Sie ja nicht davon ab, die sprachliche Förderung von Kindern mit einer anderen Erstsprache als Deutsch für unmöglich zu halten.

Gespickt sind Ihre Kommentarr jewels immer mit migrantenfeindlichen, pauschalisiernden Unterstellungen bezüglich der Kinder und ihren Eltern.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Welche Quellen haben die bezüglich der Bildungspolitik?
Oder alles Kultusminister*innen? 🙂

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich habe über Sie gar nichts geschrieben, sondern lediglich über Ihre Kommentare.

Und ich habe meine Einschätzung auch inhaltlich begründet. Dass Sie sich nicht mit der Begründung auseinandersetzen, sondern die beleidigte Leberwurst spielen, spricht aber für sich.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

“wenn ich Einwände bezüglich der Realisierung bestimmter Forderungen erhebe und Fragen stelle.”

Sofern Sie keine Kultusministerin sind, warum keine Veränderung fordern? Läufts derzeit so gut bei Ihnen? 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sind Sie so zufrieden mit der aktuellen Situation, dass Sie sich ein Bein ausreißen den Forderungen der GEW zu widersprechen?

Die wollen eine VERÄNDERUNG, dafür müssen ggf. sogar Mittel bereitgestellt werden, welche die Politik derzeit nichg aufzuwenden bereit ist.

Welche Veänderung wollen Sie? (Von einer Zeit träumen, wo es angeblich keine Probleme gab, ausgenommen)

Muxi
1 Monat zuvor

Schüler in der Sprache zu unterrichten die sie auch gut können (um dann später auf Deutsch zu wechseln) ist ohne Zweifel wünschenswert.
Nur woher bekommt man Lehrer mit den entsprechenden Sprachkenntnissen?

Canishine
1 Monat zuvor

Dass gute Kenntnisse der Familiensprache eine wichtige Grundlage für das Erlernen einer anderen Sprache sind, ist gut nachvollziehbar.
Dass das Erlernen jeder Sprache (gleich) wertvoll ist, in ebenfalls zweifelsohne so.
Aber eine Frage bleibt für mich:
Ist eine Stunde Erstsprachenunterricht für den Bildungserfolg in Deutschland sinnvoller/wirkungsvoller als eine Stunde Deutschunterricht (speziell für Kinder mit nichtdeutscher Erstsprache)?
Wenn gemeint ist, dass man zusätzlich zum Deutschunterricht noch in der Muttersprache Unterricht erfährt, dann ist das sicherlich besonders förderlich, aber es stellt sich (wie schon mehrfach angemerkt) die Frage nach den Ressourcen (sowohl bei Schulen als auch bei den Kindern).

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

In NRW gibt es seit Ewigkeiten Herkunftssprachlichen Unterricht.

Offensichtlich sind die Ressourcen weder für die Länder noch für die Kinder ein echtes Problem.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Zeigen diese Maßnahmen denn auch messbare Erfolge, z.B. bei den IQB-Leistungen in Deutsch bei den SuS mit Migrationshintergrund aus NRW im Vergleich zum Bundesschnitt denen aus anderen Bundesländern?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Siehe dazu meine links zum zweisprachigen Unterricht in der Schweiz, weiter unten.(Da geht es zwar nicht um IQB, ist aber trotzdem interessant zu lesen, finde ich.)

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ineressant sicherlich, aber ob die Ergebnisse der Schweiz deshalb bei PISA 2022-Lesen ähnlich schlecht ausfielen wie im Schnitt der DE-16?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Das weiß ich leider auch nicht. Das würde jetzt aber wohl auch zu weit führen. Da sollten sich mal die Bildungsexperten drum kümmern. 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Ich fand dazu einen lesenswerten Artikel 🙂
https://www.news4teachers.de/2026/02/gew-fordert-mehr-erstsprachlichen-unterricht-fuer-migrantenkinder-damit-sie-besser-deutsch-lernen-koennen/#comment-780070

Nur weil Sie für Bayern keine Notwendigkeit sehen, stellt dies die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht infarge.
Im Gegenteil! Manche könnten glauben, in Bayern würde Wert auf die Muttersprache gelegt 😛

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie in diesem Artikel Vergleichszahlen der Sprachniveaus von SuS mit Migrationshintergrund oder jungen Geflüchteten aus NRW mit Vergleichswerten im Bund oder anderen BL gefunden haben, dürfen Sie die hier gerne präsentieren.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ist mir bekannt. Aber was fordert die GEW dann? Soll es mehr herkunftssprachlichen Unterricht geben? Dann muss man die Frage nach den Ressourcen stellen, und eben dann auch, ob eine zusätzliche Stunde Deutsch nicht sinnvoller wäre.
Dass Sprachwissenschaftler festgestellt haben, dass solide Kenntnisse in der eigenen Sprache den weiteren Spracherwerb begünstigen, ist nur dann ein Argument, wenn das Aufbauen dieser Kenntnisse durch zusätzlichen Unterricht für das Deutschlernen wirkungsvoller ist als zusätzlicher (!) Deutschunterricht.

BWV
1 Monat zuvor

…, ja klar, weil sie länger auf sind/ später schlafen gehen

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ich bin ehrlichgesagt ermüdet, wie schlecht ausgebildet manche Kolleg*innen im Forum vorgeben zu sein, nur um einer wissenschaftlich gestützten, vernünftigen Forderung zustimmen zu müssen (gähn)

Wer allen Ernstes etwas anderes im Studium/ der Ausbildung lernte oder Quellen hat, dass das Beherrschen der eigenen Muttersprache nicht von gravierendem Vorteil ist – das fände ich ernsthaft und unironisch interessant.
https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/mehrsprachigkeit-lernvorteil-oder-risikofaktor/

Aber der GEW (ausnahmsweise) mal zustimmen zu können… 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Bitte belegen Sie, welche Foristen hier bestreiten, dass das Beherrschen der eigenen Muttersprache von Vorteil ist. Darum geht es hier doch gar nicht. Bitte lesen Sie doch endlich einmal die Beiträge sinnerfassend und gehen auf die genannten Probleme ein, anstatt ständig hohle Phrasen zu dreschen.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Man kann auch getrost vermuten, dass da Ressentiments gegen Menschen mit Migrationshintergrund im Spiel sind.

Die AfD lässt grüßen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Bei welchen Foristen haben Sie diese Ressentiments herausgelesen? Bitte belegen Sie das mit Zitaten!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Vielleicht lernten manche ja etwas komplett Gegensätzliches und fahren nachher mit wissenschaftlichen Quellen auf.

Ihre These finde ich interessant, vermute aber eher, dass es ein geistloser Abwehrreflex gegen die GEW ist. Da behaupten manche offenbar gerne, überhaupt nichts zum Thema gelernt zu haben

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Einige Kommentare haben aber auch den Unterton, dass man Schülern mit Migrationshintergrund etwas gönnen würde, was man “deutschen” Schülern nicht gönnt.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wenn Sie in schriftlichen Kommentaren “Untertöne” wahrnehmen können, sollten Sie sich mal auf Tinnitus untersuchen lassen. In Berlin gibt es da einen sehr guten Professor, der hat mir auch geholfen. 🙂
Sorry, das konnte ich mir wegen Ihrer ständigen Ausweichmanöver auf konkret angesprochene Probleme/ Fragen nicht verkneifen! Aber wenigstens haben Sie einen Seelenverwandten gefunden, der diese “Taktik” auch ständig anwendet. Schade, bisher hatte ich Sie wohl überschätzt.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Offenbar haben Sie auch Bedarf an sprachlicher Nachhilfe, wenn Sie beim Wort “Unterton” solche Verständnisprobleme haben.

Ich weiche Ihnen übrigens nicht aus. Ich gehe nur nicht auf jeden Kommenatr ein, der lediglichzeigt, dass jemand sehr offensichtlich keine Ahnung hat oder den Stand der Wissenschaft und Tatsachen nicht wahrhaben will.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ach? Aber Sie haben Ahnung? Na dann bitte, überzeugen Sie mich, indem Sie meine Skepsis beseitigen und mir an konkreten Beispielen oder Studien, meine geäußerten Bedenken zerstreuen.
Was sagen Sie zum Beispiel zu meinen Quellen bezüglich des zweisprachigen Unterrichts in der Schweiz?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

“Ich gehe nur nicht auf jeden Kommenatr ein, der lediglichzeigt, dass jemand sehr offensichtlich keine Ahnung hat oder den Stand der Wissenschaft und Tatsachen nicht wahrhaben will.”
Und ich verstehe nicht, warum jemand der vorgibt Ahnung zu haben und über den Stand der Wissenschaft Bescheid weiß, sich hartnäckig weigert, Quellen anzuführen, die meine Zweifel zerstreuen.
Ich vermute, es gibt keine Quellen – oder warum winden Sie sich so? Es müsste doch für Sie ein Leichtes sein, dass zu tun und dieses ständige im Kreis drehen zu beenden.
Ich gebe ja zu, dass ich vom neuesten Stand der diesbezüglichen Wissenschaft und der Praxis nicht so viel Ahnung habe. Meine Skepsis speist sich nur aus meiner Lebens- und Berufserfahrung, im Umgang mit sehr vielen Menschen unterschiedlicher Herkunftssprachen, mit unterschiedlichen sozialen und kognitiven Bedingungen, unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen aus den Herkunftsländern …
Wenn Ihnen das Thema hier wirklich so wichtig ist, dann sollten Sie endlich mal Quellen liefern, um mich und andere Foristen zu überzeugen!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Schreiben Sie, zu antworten, wenn Potschemuschka einen konstruktiven Beitrag schreibt und zu Russlands Töten der ukrainischen Zivilbevölkerung äußert. Dann schreibt sie in der Regel nichts mehr – dafür wird sie wohl nicht bezahlt? 😛

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie benutzen also den abscheulichen Angriffskrieg Putins auf die Ukraine immer wieder ganz bewusst, um mich zum Schweigen zu bringen (übrigens erfolglos!) und um davon abzulenken, dass Sie keine Ahnung vom Thema der Diskussion haben und mir keine echten Argumente entgegensetzen können?

Den Verdacht hatte ich ja schon lange, aber jetzt haben Sie es sogar (wenn auch in sehr wirrer Sprache) selbst zugegeben und versuchen nun noch andere dazu zu verleiten, diese miese Masche mitzuspielen.

Wie krank ist das denn? Und das ist jetzt nicht ironisch gemeint!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Nur zur Info, ich bin multi-lingual: Ich spreche deutsch, russisch, englisch, ironisch, zweideutig und manchmal mit sarkastischem Akzent. 🙂 Das sollten Sie beim Lesen meiner Kommentare berücksichtigen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das wäre völlig unprofessionell, SICHERLICH haben die Forist*innen im Studium etwas anderes gelernt!
Abwarten, GARANTIERT kommen da seriöse Quellen und Argumente 😉

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Einen ähnlichen migrantenfeindlichen Unterton haben Kommentare, die Kindern mit Migrationshintergrund pauschal ein Versäumnis der Eltern vorwerfen, wenn ihre Kinder Unterricht in der Erstsprache benötigen.

Dabei wird ausgeblendet, dass Kinder mit Deutsch als Erstsprache auch Unterricht in Deutsch benötigen.Hier wird aber kein Versäumnis der Eltern unterstellt.

Migranten wird also pauschal unterstellt, die schlechteren Menschen bzw. Eltern zu sein.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

“Migranten wird also pauschal unterstellt, die schlechteren Menschen bzw. Eltern zu sein.”
Zweifellos.

Dritte Option: Es läuft bei den Kolleg*innen im Forum so gut, dass da keine weitere Verbesserung der Deutschkenntnisse gewünscht werden 😛

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Vehrenkamp bei jeder Gelegenheit, anstatt seine pädagogische Arbeit in all ihrer zähen, widerstandsreichen Kleinstarbeit mit “Die Eltern sind faul!” abzustempeln?

Jede Diskussion über Gewalt, Antisemitismus und Fehlverhalten/ Respektlosigkeit (sofern es die richtigen PoC) betrifft?

Wenn Sie weiß sind, waren es nur Taucher und irgendwieauchimmer die Grünen schuld 😀

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

In NRW besuchen viele Kinder den Heimatsprachlichen Unterricht.

potschemutschka
1 Monat zuvor

Ein weiteres Problem wird, mMn,. in der ganzen Diskussion auch noch zu wenig beachtet – das psychologische Phänomen der Ähnlichkeitshemmung. Es kann dadurch bei den Schülern zu unnötigen Problemen/ Lernschwierigkeiten kommen, wenn zwei ähnliche Sachen mit unterschiedlicher Bedeutung gleichzeitig gelernt werden. Beispiel die Schriftzeichen “y”, “P” im Deutschen werden anders gesprochen/gelesen als im Russischen. DIe Lese- und Schreibrichtung unterscheiden sich im persischen, chinesischen von unserer. … Das kann auch schon bei Erstklässlern und auch bei Grundschülern zu Verwirrungen und unnötigen Fehlern bei beiden Sprachen führen.
https://lexikon.stangl.eu/6581/ahnlichkeitshemmung

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Dann sollten Sie dazu mal Quellen liefern und keine Begriffserklärungen verlinken.
Im Artikel geht es um die Umsetzungen wissenschaftlicher Erkenntnisse, nicht darum, was den Leuten heute morgen unter der Dusche eingefallen ist.

Aber treten Sie doch mit Forscher*innen in Kontakt oder schreiben Sie Politiker*innen an, diesbezüglich eine Studie in Auftrag zu geben. Mir fällt mindestens eine Partei ein, die Ihre Gedanken da teilt 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie haben die von mir gelieferte Quelle nicht gelesen und fordern weitere? Als (Sonder)pädagoge sollten Sie über das Phänomen der Ähnlichkeitshemmung eigentlich Bescheid wissen und bei Interesse finden Sie dazu auch noch weitere Quellen, vielleicht sogar in einfacher Sprache.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Streichen Pädagoge hinter Sonder und setze Bar.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Wer sitzt auf dem Boden?
Die Sonderpädagogen! 😀

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

@Rainer Zufall
Muss man eigentlich einem Lehrer erklären, dass man beim Lesen von Quellen, durch Klicken auf blaue Wortfelder im Text, noch mehr Informationen erhält? Spoiler: Ranschburg-Phänomen.
>kopfklatsch<

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Offensichtlich hat er Siegelesen und mit seiner Kritk Recht. Er hat hier übrigens keine weiteren Quellen von Ihnen gefordert.

Ob die Ähnlichkeitshemmung im Detail ein Problem ist, ist für die Betrachtung des Sprachunterrichts in der Erstsprache als Ganzes irrelevant, da er nach dem Stand der Wissenschaft sowohl das Erlernen der deutschen Sprache als auch der Erstsprache fördert. Andere Faktoren überwiegen also.

Auch hier gilt wieder: Wenn man nichts tun will, findet man immer Gründe dagegen zu sein. Auch wenn man sich die Gründe werweißwoher zieht.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Keine Quellen gefordert? – wie sollte ich folgenden Satz von Rainer denn sonst verstehen?:
“Dann sollten Sie dazu mal Quellen liefern und keine Begriffserklärungen verlinken.”

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Gefordert hat er da nichts, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass Ihr Link unntütz ist ,weil er lediglich zu einer Begriffsdefinition führt, die nicht dazu taugt, Ihre Position zu stützen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Der link ist nur unnütz für Menschen, die erstens keine Ahnung von (Entwicklungs-) Psychologie haben und nicht in der Lage sind, weiterführende links in einem Artikel zu verfolgen.. Beides hatte ich, dummerweise, bei Akademikern vorausgesetzt.
Apropos, haben Sie selbst sich mal etwas mit dem Ranschburg-Phänomen und den evtl. damit zusammenhängenden Problemen beim parallelen Erwerb zweier unterschiedlicher Schriftsprachen beschäftigt? Wie sehen Sie meine diesbezüglichen Bedenken? Gibt es dazu wissenschaftliche Untersuchungen?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Also haben Sie sich nicht mit dem “Ranschburg Phänomen” beschäftigt! Ich hatte auch nichts anderes erwartet. 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie stellen also diese Theorie den Erkenntnissen von heute im Artikel entgegen.
Haben Sie irgendeinen Anlass zu glauben, das würde dort nicht berücksichtigt?

Hauptsache gegen Verbesserungen einsetzen, kenne ich ja von Ihnen (augenroll)

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wo setze ich mich gegen Verbesserungen ein? Mich interessiert nur, wie das flächendeckend und konkret umgesetzt werden soll, und ob es wissenschaftliche Studien gibt, die die Bedingungen untersuchen unter denen die Konzepte für die Mehrheit der Schüler erfolgreich sind.
Noch einmal: Gute, altersgerechte Kenntnisse der Herkunftssprache erleichtern das Erlernen weiterer Sprachen. Diese Erkenntnis ist fast so alt, wie der Teutoburger Wald. 🙂
Das bestreitet hier auch niemand! Ich schon mal gar nicht! Und darum geht es mir auch gar nicht!
Allerdings habe ich eine Menge berechtigte Fragen zur Umsetzung, die ich hier mehrfach ansprach. Aber als Antwort kommt da nichts, weder von Ihnen noch von W, Hasenbrot. Immer nur dieselben Floskeln und Hinweise auf ominöse wissenschaftliche, neuere Erkenntnisse und auf die alte Erkenntnis, die niemand bestritten hat! Liefern Sie doch bitte mal neue Erkenntnisse, die angeblich jeder wissen sollte. Ich kenne diese leider nicht und finde auch nichts dazu, was meine Skepsis zerstreut. Warum weigern Sie und W. Hasenbrot sich, meine Wissenslücken diesbezüglich zu beseitigen? Ich würde wirklich gern dazu lernen, zumal ich trotz Ruhestand noch sehr viel mit Menschen ndH Kontakt habe.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Vielleicht ist auch mein Handy zu alt, aber erhalten Sie da einen Inhalt unter Ihrem Link?
Vielleicht ist er nicht kaputt, doch bei mir werden nur vier Zeilen Text gezeigt…

Könnten Sie bitte die Namen Ihrer Quelle angeben?
Nicht, dass ich am Ende davon ausgehe, Sie würden hundert (!) Jahre alten Quellen verwenden, weil nichts Neueres Ihre Annahmen stützt

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Dann googeln Sie einfach Ranschburgsche Hemmung!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Und Sie meinen, die Leute im Artikel wüssten nichts davon/ würden dies nicht berücksichtigen, weil … ?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das sollten Sie die “Urheber” des Artikels fragen. Aber zumindest die GEW-Berlin scheint da ähnliche Bedenken zu haben wie ich. Sie sollten den Artikel nooch einmal, gaaaanz aufmerksam lesen.
(Spoiler den Absatz, den ich meine, habe ich W. Hasenbrot hier an anderer Stelle extra noch einmal zitiert, da mich dessen Meinung dazu auch interessieren würde).

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sorry, der zitierte Absatz war ja schon an Sie gerichtet. Na so ein Zufall! 🙂 Nichtsdestotrotz würde mich die Meinung von W. Hasenbrot dazu, auch interessieren.

potschemutschka
1 Monat zuvor

Obwohl ich mittlerweise begriffen habe, dass man bei und das Rad immer wieder neu erfinden will, denke ich, auch beim Thema zweisprachiger Unterricht, lohnt sich ein Blick in Länder, die das schon zum Teil probieren.
https://institut-mehrsprachigkeit.ch/sites/default/files/2023.003.Zweispr_A5_Kurzbericht_Web.pdf
Mehrsprachigkeit als Belastung? Resultate einer Studie | Institut für Kulturforschung Graubünden
Man sollte aber diese links vollständig lesen, alle Vor- und Nachteile beachten und auch, welche Schüler mehr und welche weniger davon profitieren … und danach die Bedingungen Schweiz und BRD beachten.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Meinen Sie, nichts aus dem Artikel oben lernen zu können? 🙂

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Doch! Besonders hat mich folgendes im Artikel “angesprochen”:
“Dabei ist die Rechtslage eindeutig. Das Berliner Schulgesetz sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch Angebote zum Erlernen ihrer Herkunftssprachen erhalten sollen. Gleichzeitig kritisiert die GEW, dass die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie nicht einmal über belastbare Daten zur sprachlichen Ausgangslage der Kinder verfügt. Zwar wurden Befragungen in den ersten und siebten Klassen durchgeführt, doch die Auswertung aus dem Schuljahr 2024/25 liegt bislang nicht vor.”

Es klingt für mich typisch nach wohlklingendem Aktionismus ohne Plan! Wie leider so vieles im (nur Berliner?) Bildungssystem der letzten Jahrzehnte. Daher meine , wie ich finde berechtigten, Fragen dazu!

Nick
1 Monat zuvor

Welche Sprache erlernen die betroffenen Kinder von Geburt an bis zu ihrer Einschulung? Sprechen sie zunächst 6 bis 7 Jahre überhaupt nicht?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Nick

Gilt das nur für Kinder mit Migrationshintergrund oder auch für Kinder mit Deutsch als erster Sprache Oder warum brauchen auch die 13 Jahre lang Deutschunterricht bis zum Abitur?

Ihre Frage zeugt entweder von einer kaum verhohlenen Migrantenfeindlicheit oder von der Tatsache, dass Sie kaum über Ihren Kommentar nachgedacht haben.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ach so, nur wer 13 Jahre bis zum Abitur D-Unterricht hatte, kann richtig gut D lesen und schreiben?
Das diskriminiert erstens alle Menschen ohne Abitur. Und zweitens, gibt es hier im Forum mindestens ein Beispiel dafür, dass auch Menschen mit Abi und angeblich abgeschlossenem Studium große Schwierigkeiten haben können, Texte vollständig zu lesen, den Inhalt zu verstehen und oft auch große Schwierigkeiten haben, sinnvolle, grammatikalisch richtige und vollständige Sätze zu schreiben.
Ihr Kommentar zeugt von kaum verhohlenem Standesdünkel!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie haben vollkommen Recht.

Leider ist aber alles, was Sie hier schreiben, für das Thema völlig irrelevant.

Nick
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich habe nicht nach Ihrer Wertung gefragt! Das Erlernen der jeweiligen Landessprache ist nunmal die Voraussetzung einer erfolgreichen Integration. Und das bedeutet auch Anstrengung. War bei meinen Eltern nicht anders gewesen. Ich bin kein Bio-Deutscher, erkennt man auch von meinem äusseren Erscheinungsbild. In dem Sinne.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Nick

Dass das Erlernen der Landessprache für alle wichtig ist, ist hier nicht der Punkt.

Der Punkt ist, dass Sie nur Migranten mangelnde Kenntnisse in der Erstsprache und ein Versäumnis unterstellen, weil sie Schulunterricht benötigen.

Dabei benötigen aber auch Kinder mit der Erstsprache Deutsch Unterricht in ihrer Erstsprache. Dort sehen Sie aber kein Versäumnis.

Nick
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das Abitur gibt es auch nach 12 Jahren. Das nennt sich G8.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Nick

Oder Fachabitur

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Nick

Sie haben ein großes Talent, den wesentlichen Punkt der Diskussion zu verfehlen.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wo sehen Sie da einen WIderspruch zur Position, dass die schulische Förderung der Erstsprache richtig und wichtig ist?

potschemutschka
1 Monat zuvor

@Walter Hasenbrot
Ich habe mir den Spaß gemacht, den gesamten thread hier noch einmal zu lesen. Glückwunsch, Sie haben sich den Titel “Ultracrepidarian” redlich verdient. Allerdings müssen Sie sich den mit Rainer Zufall teilen. Der erhielt ihn schon vor längerer Zeit von mir. 🙂
https://gedankenwelt.de/ultracrepidarianism-ewige-besserwisser-die-trotz-ihres-unwissens-immer-ihre-meinung-kundtun-muessen/
Begründung:
Sie haben gaaaanz viel Meinung zum Thema, aber können oder wollen diese nicht begründen oder mit Quellen belegen. Sie weichen konkreten Fragen aus und antworten mit immer den gleichen Allgemeinplätzen, obwohl diese schon allgemein seit langem bekannt und von niemandem hier bestritten werden. Stattdessen versuchen Sie Foristen als dumm hinzustellen, die Ihnen konkrete Fragen stellen, weil diese nicht “wissen”, was Sie als allgemein bekannt voraussetzen (?), aber selbst nicht benennen können oder wollen (?). So überzeugt man niemanden von einer guten Idee. Am Ende stehen Sie dann eben als “Ultracrepidarian” da.
Aber Sie haben noch die Möglichkeit, diesen Eindruck, den ich von Ihnen bisher habe, zu revidieren. Lesen Sie sich doch noch einmal den Diskussionsverlauf durch und versuchen Sie, auf angesprochene Probleme und Fragen (von mir und anderen) sachlich und überzeugend einzugehen. Sie treten doch vehement für eine gute Sache ein, dann sollten Sie auch versuchen, andere davon zu überzeugen und nicht vor den Kopf zu stoßen! Und liefern Sie doch einfach mal ein oder zwei Ihrer ominösen Quellen, die Sie haben (?), um Ihre Sicht zu belegen. Aber bitte nicht wieder, die immer gleichen Floskeln. Danke!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Warum sollte ich jemandem höflich und sachlich antworten, der so herumpöbelt wie Sie?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das nennen Sie pöbeln, wenn man sich wundert, dass auf angesprochene Probleme/ Fragen zum Thema nur immer die gleichen ausreichenden Standard-Floskeln kommen, die niemand in Frage gestellt hat? Wie nennen Sie es dann, wenn auf die Frage nach Quellen/Antworten der “nette Hinweis” kommt, dass das wohl jeder … weiß. Das nenne ich dann: ” eines Lehrers unwürdig”, oder reden Sie auch mit Ihren Schülern so?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

>statt ausreichenden – ausweichenden<

potschemutschka
1 Monat zuvor

@W. Hasenbrot @R. Zufall
Da Sie beide ja über, uns anderen unbekannte, wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema verfügen: Können Sie bitte wenigstens den Schulen, die ähnliche Probleme wie die Gräfenau-Schule haben, ein paar praktische Tipps geben, wie diese den HSU dort nutzbringend einsetzen können? Sollten diese Schulen erst einmal auf den D-Unterricht verzichten und stattdessen in HSU alphabetisieren, oder beides gleichzeitig? In welchen Sprachen?
https://www.news4teachers.de/2024/06/brennpunkt-graefenauschule-wo-praktisch-jedes-schulkind-einen-migrationshintergrund-hat-aber-die-mittel-fuer-besondere-sprachfoerderung-fehlen/#comment
P.S.: Warum macht man das dort eigentlich nicht schon längst, wenn der wissenschaftliche Nutzen doch (angeblich – ich kenne keine Quellen) längst bewiesen ist?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

@Walter Hasenbrot
Das Thema liegt mir, auf Grund meiner vielfältigen Kontakte zu Menschen ndH, sehr am Herzen. Deshalb habe ich auch noch einmal ältere Artikel (nebst der Kommentare dazu) hier bei n4t nachgelesen. Bei den beiden verlinkten Artikeln stellte ich fest, dass Sie und ich sehr vieles ähnlich sehen (es gab von mir einige grüne Daumen damals für Sie). Im Grunde stimmen wir also meist überein.
Nur sehen Sie das, mMn. zu einseitig aus der theoretischen Perspektive, was auch vollkommen okay ist. Diese Erkenntnisse sind ja richtig. Mir geht es aber hier in diesem Artikel um die praktische Umsetzung und ich benannte einige Probleme, die ich da sehe. Warum “bügeln” Sie diese Fragen so arrogant ab? Wollen Sie diese nicht sehen? Warum? Ich würde mich wirklich gern überzeugen lassen, dass meine Skepsis unberechtigt ist, aber nicht mit allgemein bekannten Floskeln.
https://www.news4teachers.de/2025/08/rassismus-lehrerin-a-d-berichtet-strafarbeiten-fuers-muttersprache-sprechen-sind-alltag/
Eigentlich ging ich immer davon aus, dass n4t ein Forum zum Meinungsaustausch ist und man hier Fragen ansprechen und evtl. klären kann. Aber in letzter Zeit habe ich immer öfter den Eindruck, es geht nur noch ums Rechthaben, ohne auf Argumente und Fragen anderer einzugehen. Das finde ich schade. Ich persönlich lerne immer noch gern dazu, deshalb frage ich auch so viel und ich habe auch kein Problem, andere Meinungen zu akzeptieren (auch wenn ich es vielleicht anders sehe), wenn sie für mich nachvollziehbar sind. Manchmal ändere ich sogar meine Meinung, wenn ich durch gute Argumente überzeugt werden kann.