Frühe MINT-Bildung scheitert in vielen Familien und pädagogischen Einrichtungen nicht am Interesse der Kinder, sondern an der Hürde auf Seiten der Erwachsenen: Materialmangel, fehlende Zeit für Vorbereitung, Unsicherheit bei den fachlichen Erklärungen. Modolino setzt genau hier an. Die beiden Gründer, Louis Rittersberger, Physiker mit Abschluss an der TU Darmstadt, und Mateo Brečić, Ingenieur mit Abschluss an der Hochschule Darmstadt, haben auf modolino.com eine Experiment-Bibliothek aus über 50 Experimenten aufgebaut, die ausschließlich mit Haushaltsmaterialien funktionieren, auf wissenschaftliche Korrektheit geprüft sind und sich je nach Aufbau in 15 bis 60 Minuten mit drei- bis achtjährigen Kindern durchführen lassen. Begleitet werden die Experimente von 17 Tiercharakteren, die abstrakte Phänomene für diese Altersgruppe greifbar machen.

Warum frühe MINT-Bildung oft an alltäglichen Hürden scheitert
Kinder zwischen drei und acht Jahren befinden sich in einer Phase, in der naturwissenschaftliches Staunen und Fragen Stellen auf einem Höchststand sind. Warum fällt ein Blatt langsamer als ein Stein? Warum schmilzt Eis? Warum leuchtet der Mond? Entwicklungspsychologisch ist diese Phase nicht wiederholbar. Verpasste Impulse lassen sich später nur mit erheblich mehr Aufwand nachholen.
Gleichzeitig zeigt die Praxis in Familien, Kitas, Kindergärten und Grundschulen, dass genau diese Altersgruppe oft nicht systematisch mit Naturwissenschaft in Berührung kommt. Die Gründe sind selten inhaltlich. Sie sind organisatorisch. Wer soll sich ohne naturwissenschaftlichen Hintergrund an eine Erklärung zu Oberflächenspannung wagen? Wo kommen im pädagogischen Alltag die Materialien her? Wie lange dauert die Vorbereitung eines Experiments, und welche Sicherheitsfragen muss ich vorher beachten?
Der Ansatz: Experimente, die im Alltag funktionieren
Modolino wurde im Oktober 2025 gegründet. Das Ziel war von Anfang an, die Einstiegshürde für MINT-Bildung so weit zu senken, dass Erwachsene ohne Vorkenntnisse ein Experiment direkt aus dem Alltag heraus starten können. Je nach Aufbau liegt der Zeitaufwand inklusive Vorbereitung zwischen 15 und 60 Minuten.
Jedes Modolino-Experiment erfüllt drei Kriterien. Erstens: Es funktioniert ausschließlich mit einfachen und günstigen Haushaltsmaterialien wie Backpulver, Essig, Lebensmittelfarbe, Gläsern, Strohhalmen oder Küchenpapier. Zweitens: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung ist so formuliert, dass Eltern und pädagogische Fachkräfte sie ohne Vorbereitung oder Vorwissen direkt umsetzen können. Drittens: Die physikalische, chemische, biologische oder mathematische Erklärung ist kindgerecht heruntergebrochen, aber fachlich korrekt. Die wissenschaftliche Prüfung jeder Anleitung erfolgt persönlich durch den Gründer und Physiker Louis Rittersberger.

17 Charaktere als didaktische Brücke
Ein zentrales Element des Konzepts sind 17 Tiercharaktere, die jeweils einen naturwissenschaftlichen Bereich repräsentieren. Volt begleitet Kinder durch Experimente zu Elektrizität und Magnetismus, Flux durch Chemie und Materialien, Lumi durch Licht und Farben. Insgesamt decken die Figuren die klassischen MINT-Fächer Physik, Chemie, Biologie und Mathematik ab.
Das ist kein dekoratives Beiwerk. Für Kinder im Kita-, Kindergarten- und frühen Grundschulalter ist narrative Einbettung ein entscheidender Faktor, um abstrakte Phänomene einzuordnen und sich daran zu erinnern. Wenn ein Kind gemeinsam mit Flux einen Lavavulkan aus Backpulver, Essig und Lebensmittelfarbe zum Sprudeln bringt, verknüpft es das Phänomen mit einer Geschichte, einem Charakter und einer eigenen Handlung.
Im pädagogischen Alltag zeigt sich das ganz praktisch: Die Charaktere schaffen einen Wiedererkennungswert über einzelne Experimente hinaus. Kinder fragen nicht „Können wir das Experiment mit dem Backpulver nochmal machen?”, sondern „Können wir was mit Flux machen?” Das erleichtert Fachkräften den Einstieg in naturwissenschaftliche Themen erheblich, weil die Hemmschwelle durch die vertraute Figur sinkt.
Was Fachkräften konkret zur Verfügung steht
Auf modolino.com stehen über 50 Experimente bereit. Jedes Experiment kommt mit einer illustrierten Druckvorlage im PDF-Format, einem kurzen Erklärvideo und einer altersgerechten Hintergrunderklärung für die Erwachsenen. Kitas, Kindergärten und Schulen dürfen alle Materialien kostenlos für ihre pädagogische Arbeit nutzen, ausdrucken und im Gruppen- oder Klassenverband einsetzen.

Rund 75.000 Eltern, Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte sind bereits Teil der Modolino-Community (auf Instagram unter @modolino_world). Die Inhalte haben bisher über 9,5 Millionen Videoaufrufe erreicht. Dass das Konzept auch offline funktioniert, zeigte im Februar 2026 ein Maker Day in der Stadtbibliothek Mannheim: Rund 100 Familien experimentierten gemeinsam mit den Gründern und den Modolino-Anleitungen.
Jede Woche werden zwei neue Experimente veröffentlicht, die gemeinsam mit der Community entstehen. Welche Fragen stellen Kinder zu Hause, in der Kita, im Kindergarten oder in der Grundschule? Welche Phänomene interessieren Familien wirklich? Welche Varianten haben Lehrkräfte und Eltern selbst ausprobiert und weiterentwickelt? Diese Rückmeldungen fließen direkt in die nächsten Anleitungen ein.
Ausblick
Modolino wird aktuell von HIGHEST, dem Innovations- und Gründungszentrum der TU Darmstadt, unterstützt und wurde von MINT Zukunft e. V. als MINT-Botschafter ausgezeichnet.
Frühe Bildung entscheidet sich nicht an einem einzelnen Angebot. Sie entscheidet sich daran, wie viele Erwachsene im Alltag den Mut und die Materialien haben, Kindern eine Frage ernsthaft zu beantworten. Alle Experimente, Druckvorlagen und Erklärvideos stehen kostenfrei auf modolino.com zur Verfügung.
Weiterführende Informationen
Website mit allen Experimenten: modolino.com Presse-Bereich: modolino.com/pages/presse
Dies ist eine Pressemitteilung / ein Advertorial von Modolino.
Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats “Frühe Bildung”.
Erste Klassenfahrt: Was Lehrkräfte Eltern im Vorfeld vermitteln sollten (gegen Heimweh)








