BERLIN. Die AfD in Sachsen-Anhalt plant im Fall einer Regierungsbeteiligung einen grundlegenden Umbau des Schulwesens. Eltern sollen ihre Kinder künftig zu Hause unterrichten dürfen, die allgemeine Schulpflicht würde faktisch aufgehoben. Die Partei begründet das mit dem Elternrecht und wirft Schulen vor, Kinder politisch zu beeinflussen. Juristen verweisen dagegen auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts – und auf die demokratische Funktion von Schule. Der Konflikt reicht weit über Bildungspolitik hinaus: Er berührt Grundfragen des Zusammenlebens in einer pluralen Gesellschaft.

Die AfD Sachsen-Anhalt will Heimunterricht ermöglichen und damit einen Grundsatz des deutschen Bildungssystems infrage stellen. In ihrem jüngst verabschiedeten Regierungsprogramm fordert die Partei, Eltern sollten ihre Kinder auf Antrag selbst unterrichten dürfen. Die Kinder müssten lediglich regelmäßig zentrale Prüfungen ablegen. Bleibe der Lernerfolg aus, müssten sie wieder eine Schule besuchen.
Die Partei argumentiert, Schulen würden „immer weniger Bildung vermitteln und immer stärker versuchen, die Kinder politisch zu erziehen oder ihnen fragwürdige Lebensansichten zu vermitteln“. Deshalb müssten Eltern „in allen Fragen zu Bildung und Erziehung der Kinder […] das letzte Wort haben“.
Der bildungspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Hans-Thomas Tillschneider, sagte dem juristischen Fachmagazin „Legal Tribune Online“ (LTO), Homeschooling widerspreche nicht der Schulpflicht, sofern staatliche Aufsicht, Lehrpläne und Prüfungen gewährleistet seien. Eine „Schulgebäudeanwesenheitspflicht“ lasse sich aus der Landesverfassung nicht ableiten.
„Die AfD will die allgemeine Schulpflicht abschaffen. Das wäre grundverkehrt: Die Schulpflicht ist eine zivilisatorische Errungenschaft“
Tatsächlich heißt es in Artikel 25 Absatz 2 der Landesverfassung Sachsen-Anhalts allerdings ausdrücklich: „Es besteht allgemeine Schulpflicht.“ Ähnliche Regelungen existieren in allen Bundesländern. Die AfD will die Landesverfassung dennoch ergänzen und dort zusätzlich festschreiben: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuerst ihnen obliegende Pflicht.“
Juristisch ist das Vorhaben hoch umstritten. Zwar liegt die Zuständigkeit für das Schulwesen grundsätzlich bei den Ländern. Das Grundgesetz formuliert jedoch zugleich einen staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag. Artikel 7 Absatz 1 GG bestimmt: „Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.“
Das Bundesverfassungsgericht hat daraus mehrfach weitreichende Konsequenzen abgeleitet. In einem Beschluss aus dem Jahr 2003 erklärte Karlsruhe, die Pflicht zum Besuch der staatlichen Grundschule diene „dem legitimen Ziel der Durchsetzung des staatlichen Erziehungsauftrags“. Schule beschränke sich gerade nicht auf die Vermittlung von Lesen, Schreiben und Rechnen.
Wörtlich stellte das Gericht fest: „Soziale Kompetenz im Umgang auch mit Andersdenkenden, gelebte Toleranz, Durchsetzungsvermögen und Selbstbehauptung einer von der Mehrheit abweichenden Überzeugung, können effektiver eingeübt werden, wenn Kontakte mit der Gesellschaft und den in ihr vertretenen unterschiedlichsten Auffassungen nicht nur gelegentlich stattfinden, sondern Teil einer mit dem regelmäßigen Schulbesuch verbundenen Alltagserfahrung sind.“
2014 bestätigte das Bundesverfassungsgericht diese Linie erneut. Damals hatten Eltern aus religiösen Gründen den Schulbesuch ihrer Kinder verweigert. Karlsruhe erklärte, die Allgemeinheit habe ein berechtigtes Interesse daran, „religiös oder weltanschaulich motivierten Parallelgesellschaften entgegenzuwirken“. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat wiederholt entschieden, dass es kein grundsätzliches Recht auf Heimunterricht gibt.
Allerdings ist die Rechtslage nicht völlig unumstritten. Wie LTO berichtet, verweist ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags auf die Gegenauffassung, wonach aus der staatlichen Pflicht zur Bereitstellung eines Schulwesens nicht zwingend eine Pflicht der Bürger folge, dieses auch in Anspruch zu nehmen. Vertreter dieser Position argumentieren, die Schulpflicht sei bewusst nicht ausdrücklich im Grundgesetz verankert worden.
„Genau genommen ist die Schulpflicht keine Schulpflicht, sondern ein Schulrecht“
Der Jurist und Journalist Heribert Prantl hält die Forderungen der AfD dennoch für einen fundamentalen Angriff auf das Bildungssystem. In einem Kommentar in der „Süddeutschen Zeitung“ schreibt er: „Die AfD will die allgemeine Schulpflicht abschaffen. Das wäre grundverkehrt: Die Schulpflicht ist eine zivilisatorische Errungenschaft.“
Prantl verweist ebenfalls auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und bezeichnet Schule als zentralen Ort demokratischer Sozialisation. Die Schule sei „die einzige Institution, in der Kontakte mit der Gesellschaft und unterschiedlichen Auffassungen nicht nur gelegentlich stattfinden, sondern Teil einer mit dem regelmäßigen Schulbesuch verbundenen Alltagserfahrung sind“, zitiert er Karlsruhe.
Zugleich wirft Prantl der AfD vor, aus realen Problemen des Schulsystems die falschen Konsequenzen zu ziehen. Die Partei kritisiere zwar zutreffend den Zustand vieler Schulen, wolle daraus aber die Abschaffung der Schulpflicht ableiten statt eine Stärkung des öffentlichen Bildungssystems. „Das ist nicht die Abschaffung von irgendeinem Krimskrams, das ist die Abschaffung einer zivilisatorischen Errungenschaft“, schreibt Prantl.
Besonders scharf kritisiert er die sozialen Folgen eines solchen Modells. Die propagierte „Freiheit“ vom Schulzwang sei vor allem eine Freiheit „für finanzstarke, gut organisierte und ideologisch geprägte Kreise“. Privatisierung von Bildung bedeute letztlich „Privatisierung von Zukunft“. Prantl: „Der AfD-Plan ist (…) ein Chancengleichheitsbeendigungsplan.“
Der Kolumnist erinnert zudem daran, welche Folgen die Schulschließungen während der Corona-Pandemie hatten. Schule sei ein Gemeinschaftserlebnis. „Es geht nichts über das Lernen in Gemeinschaft“, schreibt er. Der regelmäßige Schulbesuch schütze Kinder und Jugendliche vor Vereinzelung, sozialer Verelendung und Bildungsabbrüchen. „Genau genommen ist die Schulpflicht keine Schulpflicht, sondern ein Schulrecht. Sie ist ein Recht, das Kinder und Jugendliche haben, ein Recht auf eine gute Schule, ein Recht auf gute Lehrerinnen und Lehrer“.
Auch die Bundesregierung weist die AfD-Pläne zurück. Ein Sprecher des Bundesbildungsministeriums sagte laut LTO, Schule sei ein Ort, „an dem unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen und lernen, miteinander auszukommen“. Dieses gemeinsame Lernen könne durch Homeschooling nicht ersetzt werden.
Die Debatte könnte für Sachsen-Anhalt im Fall einer Umsetzung noch weitreichendere Folgen haben. Nach Darstellung von LTO wäre denkbar, dass sich die Kultusministerkonferenz auf eine Nicht-Anerkennung von Schulabschlüssen aus Sachsen-Anhalt verständigt. Damit stünde am Ende nicht nur die Schulpflicht zur Debatte – sondern auch der bundesweite Wert von Zeugnissen aus dem Land. News4teachers









es muss umgebaut werden. das ist in vielen anderen Berufsfeldern und Branchen wie bei meiner lieben Frau auch passiert. es muss digitaler werden und etwas Homeoffice integriert werden. Irgendwo 1/3 Theorie, 1/3 Digital und 1/3 Gruppen/Einzelarbeiten.
Lehrer müssen auch auf die 35 Std Woche kommen. Fertig.
Das hat wirklich gar nichts mit den schlimmen Plänen der AfD zu tun.
Ich will aber meine Homeoffice-35 Stunden-Drei Tage-Welt! Das ist die Antwort auf eine geplante Abschaffung der Schulpflicht, weil eine antidemokratische Partei ‚ der Schule ‚politische Erziehung‘ attestiert? Eine Partei, die sicher wenig gegen Schule hätte, wenn sie legal die Bildungsziele ändern dürfte?
Wenn das die ’neuen Lehrkräfte‘ sind, muss die Schulpflicht nicht mehr abgeschafft werden, soziale Kompetenzen und demokratische Gesellschaft sind dann sowieso keine Themen mehr.
Mei, das ist ein Bot, gesteuert durch einen unfähigen (schlecht eingerichteten) KI-Agenten. Genausogut können Sie mit Ihrer Katze (falls Sie eine haben) darüber diskutieren, ob diese Leberwurst mag.
Den KI-Agenten hat jemand mit dem entsprechenden Prompt eingerichtet… und wer das tut, hat genügend Ego, nach dem ‚Erfolg‘ zu sehen.
Also ich benutze meine Agenten, um Arbeit zu vermeiden…
„es muss umgebaut werden.“
Also nach der Logik: Es muss etwas passieren, das ist etwas, also muss es gemacht werden?
Genial.
Freue mich auf Ihre uneingeschränkte Zustimmung bei den Themen Inklusion, Klimawandel, Digitalisierung und Energiewende – oder wollen wir uns da leisten, nicht etwas zu unternehmen? 🙂
„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, gar keine Bildung.“ [JF Kennedy]
Ich möchte gerne ergänzen:Bildung in all ihren Facetten, v.a. auch für ein auf Innovation und wirtschaftlichen Aufschwung angewiesenes Land.
Die AfD möchte also aus Angst vor Bildung und Gebildeten den Menschen= Wählern= Ermächtigende weiß machen, dass Schule ein Bildungshindernis ist, 🙂 cool ? Nein durchsichtig, wenn
„Die Partei argumentiert, Schulen würden „immer weniger Bildung vermitteln und immer stärker versuchen, die Kinder politisch zu erziehen oder ihnen fragwürdige Lebensansichten zu vermitteln“. Deshalb müssten Eltern „in allen Fragen zu Bildung und Erziehung der Kinder […] das letzte Wort haben“
Man könnte jetzt meinen, keine Gefahr, deeen bullshit blickt jeder, aber…….die letzten Wahlergebnisse zeugen von anderem.
Irgendwann bin ich auf C.Wolff gestoßen und sein CRT des AfD-Programms, “ Niemand soll sagen können, er oder sie habe das nicht gewusst “ – vlt hilfts ein bisschen.
Niemand soll sagen können, er oder sie habe das nicht gewusst … – Auszüge aus dem AfD-Programm – CHRISTIAN WOLFF https://share.google/XLRiEwxybhMHP61zT
„Deshalb müssten Eltern „in allen Fragen zu Bildung und Erziehung der Kinder […] das letzte Wort haben““
Haha! Wenn ich eines weiß, dass nun ALLE im Forum dagegen abätzen werden, wie sie es immer beim Elternwahlrecht oder der Elternarbeit tun, nicht wahr 😉
Schauen Sie mal, wo dieses Zitat herstammt. UPS, von der AfD… Und Sie feiern gerade, dass der Großteil des Forums den Inhalt des Zitats ablehnt. UPS, Lesekompetenz oder AfD-Fan?
Ich unterstelle einigen im Forum blanke Heuchelei, dass sie dieses Elternwahlrecht begrüßen und rechtfertigen werden, während sie das Elternwahlrecht beim Schulort konsequent ablehnen – aber das ist ja auch nicht von Rechtsextremen vorgeschlagen 😉
Mangelnde Lesekompetenz wie bei vielen AfD-Fans – möglicherweise
„dass nun ALLE im Forum„
Na dann legen Sie halt mal los.
Da Sie ja Teil des Forums sind, müssten Sie das ja tun um Ihre These zu bestätigen.
Meinen Sie mich?
Keineswegs , das ist an den Verfasser des obigen Zitats gerichtet.
Entschuldigen Sie bitte , dass ich das falsche Antwortfeld angeklickt habe.
Ich gegen das Forum! Gut, dass es noch wahre Helden gibt.
„Abätzen“? Da ist aber bezüglich des Sprachniveaus aber noch Luft nach oben.
Lesen Sie mal die Kommentare im Forum bezüglich Elternwahlrecht, Schüler*innenpartizipation oder auch nur hinsichtlich der schüler*innenorientierten Arbeit 😉
Mich würde da interessieren, ob die AfD auch dann für Homeschooling wäre, wenn FFF-Eltern oder gar Islamisten ihre Kinder nicht mehr Schulen schicken wollen. Das ist immer der Lackmustest, ob man auch dann für eine Sache ist, wenn die eigenen ideologischen Feindbilder davon gebrauch machen.
Ich hab eine Vermutung was in diesem Fall da rauskommen würde.
„Lackmustest“ – wird das heute noch in den Schulen gemacht? Oder ist das ein Fremdwort für jüngere Generationen? Die Antwort interessiert mich wirklich!
Islamisten?
Die nehmen ihre jungen Töchter jetzt schon über Gutachten aus der Schule um sie so jung wie möglich zu verheiraten.
Hui, welch Überraschung. Die AfD greift ein Thema mit Problemen auf, erklärt das Thema selber zum Problem und versucht mal wieder Deutschland ins 19. Jahrhundert zurückzukatapultieren.
Nächster Schritt: An der notwendigen Zweidrittelmehrheit im Landtag scheitern, sich in Opferhaltung suhlen und von deren Wählerschaft für das Brechen von (kontraproduktiven) Wahlversprechen feiern lassen, wo es bei jeder anderen Partei Kritik hageln würde.
Wir dürfen gespannt sein (Gähn)
Ach so, und genau wie die AfD bin ich gegen die Abschaffung der Schulpflicht.
…
„Ach so, und genau wie die AfD bin ich gegen die Abschaffung der Schulpflicht.“
Genau so? Also für die Abschaffung unter einem anderen Namen? 😉
Ja, genau.
So wie für den Gebrauch von Gendersternchen, für GemS bzw. Gesamtschulen, Multi-Kulti …
Aber ich bin auch der Meinung, dass ein gutes Leseverständnis totaaal überbewertet wird, wie Ihre Beiträge ja beweisen.
Naja, die AfD weicht bei Nachfrage aus und redet dann plötzlich über „Schulzwang“, da wollte ich nochmal nachfragen.
Wenn die allgemeine Schulpflicht für Sie bereits mit Gendezeichen und „Multi-Kulti“ als optional gilt, bin ich ganz froh, da nachgefragt zu haben. 🙂
Ein Auszug vom wissenschaftlichen Dienst von 2009! Weit vor Gründung der AfD.
Es ist daher davon auszugehen, dass die Diskussion um das Homeschooling in Deutschland in den nächsten Jahren intensiver geführt werden könnte. Höchstwahrscheinlich werden neue Argumente eingebracht und neue Vorschläge (neben z.B. dem der moderaten Öffnung für das Homeschooling von Ladenthin66) unterbreitet. Begrüßenswert wäre allemal eine stärkere wissenschaftliche bzw. empirische Auseinandersetzung mit dem (Spezial-)Thema, um auch für Deutschland auf eine breitere Daten- und Studienbasis zugreifen zu können…
Den Link versuche ich in der nächsten Antwort zu schicken.
https://www.bundestag.de/resource/blob/415424/dbc64afb565391f883ebe737ba44475f/wd-8-047-09-pdf-data.pdf
Aufrichtiges Danke!
„Allerdings sind die vorhandenen Studien bei weitem nicht so repräsentativ wie die Homeschooling- Verfechter es gern sehen und wie wissenschaftliche Maßstäbe es voraussetzen würden“
„Nicht nur, dass jedoch unklar ist, wie
Ray zu den anderen Kategorien für die von ihm unterschiedenen Bildungsgraden
kommt, auch wurden die zu Grunde gelegten Daten nur durch die freiwillige Teilnahme an der Befragung ermittelt“
„Kein noch so hervorragendes Bildungsergebnis der Homeschooling-Schüler lässt die Behauptung zu, dass das Homeschooling zu besseren Lernresultaten führt. Denn Informationen darüber, welche Leistungen die jeweiligen Schüler auf öffentlichen oder privaten Schulen erbringen würden, liegen nicht vor (vgl. dazu Lubienski 2003; Spiegler 2008: 130f).
Inwiefern jeweils soziodemografischen Faktoren (also z.B. der familiäre Hintergrund) nicht vielmehr mit entsprechenden Bildungserfolgen korrelieren als es das Homeschooling tut, bleibt weitgehend unbeantwortet““
Gerade den letzteren Teil finde ich doch spannend, da eine gesichert rechtsextreme völkisch und Eliten bevorzugende AfD diesen „Vorschlag“ macht. 🙁
Aber vielleicht habe ich da etwas übersehen. Auf was bezogen Sie sich konkret?
Ja, hätte man nicht nur die neue Kreditaufnahme mit dem alten Bundestag noch beschlossen. ‚Es besteht allgemeine Schulpflicht, die Ausgestaltung regeln Ländergesetze.‘ – ein neuer Artikel, alle demokratischen Parteien könnten zustimmen, auch alle Länder, denn die wollen ihre Schulhoheit behalten, der weitaus größte Teil der Wähler würde wohl auch zustimmen, eine Grundgesetzänderung, die eigentlich nur eine Ergänzung und Klarstellung wäre. Warum das dort noch nicht steht? Vielleicht weil 1945 ein gesetzlich legitimiertes Pflichtsystem ohne eventuellen letzten Ausweg nach HJ, BDM, Napola und NSLB nicht ganz unverdächtig aussah? Das Grundgesetz definiert Regeln einer freiheitlichen Demokratie, auch zu deren Schutz. Wo liegt heute die größere Gefahr einer ideologischen Beeinflussung gegen diese Gesellschaft, in einer ‚zu offenen, ideologischen‘ Schule oder im Homeschooling?
Ja, hätte man…
„Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuerst ihnen obliegende Pflicht.“
Das ist aus dem Art. 6 GG, allerdings wurde, wenn das hier wortgetreu wiedergegeben ist, „zuvörderst“ in „zuerst“ umformuliert. Da könnte ich keinen Skandal drin erkennen. Falls mich das jetzt rechts machen sollte, was mich ehrlich gesagt doch verwundern würde, dann wäre das halt so. Aber ich persönlich habe nun mal nichts gegen das GG, sorry.
Zum Thema häuslicher Unterricht verstehe ich die Aufregung nicht ganz, außer dass dieser Vorschlag leider von der falschen Partei kommt. Der häusliche Unterricht ist in den meisten Staaten möglich und wird von einer extrem kleinen Anzahl aus verschiedenen Gründen in Anspruch genommen. Da sind zum Beispiel begabte und motivierte junge Sportler oder Musiker zu nennen, die im Schulsystem ihren Traum nur höchst eingeschränkt verwirklichen können. Aber sicher auch weltanschauliche oder religoöse Gründe. Darf man ja haben.
So wie ich das verstanden habe, geht es um ein ähnliches Modell wie es in Österrreich seit Jahren etabliert ist. Das Kind ist einer Schule zugeordnet und erfüllt ganz normal die Unterrichtspflicht (dort festgeschrieben, ohne Gebäudanwesenheitspflicht). Die Eltern haben ein Reflexionsgespräch und am Ende absolviert das Kind eine Externistenprüfung über den gesamten im Lehrplan vorgeschriebenen Stoff. Sollte es auch die Wiederholung nicht bestehen, nicht teilnehmen oder das Versetzungsziel nicht erreichen, muss es den Unterricht der Schule besuchen und kann auch nie wieder in den häuslichen Unterricht wechseln.
Das klingt für mich nicht unplausibel und wurde dort logischerweise nicht von der AFD eingeführt.
Falls so etwas in Deutschland ermöglicht würde, würde mich nicht interessieren was die Partei damit bezwecken möchte und brauche auch keine Vorgaben von denen. Falls ich mich zu so etwas entschließen würde, dann würde ich das als Aufgabe gemäß „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“ sehen.
Soweit ich gelesen habe, steht selbstverständlich auch das Homeschooling unter Aufsicht des Staates, dort, wo es besteht. Das ist ähnlich wie bei Privatschulen, die dürfen auch keinen Unsinn machen. Es sind dann externe Prüfungen zu absolvieren, was vermutlich ohnehin nur für wenige und sehr gute Schüler in Betracht kommt. Die Möglichkeit von Homeschooling hat nichts mit politischem Extremismus zu tun, im Gegenteil, gerade die Nazis haben Homeschooling und Privatschulen nicht geduldet: Die KI von Google sagt:
„Die historisch allgemeine Schulpflicht in Deutschland wurde in ihrer heutigen Form maßgeblich während der NS-Zeit zentralisiert und verschärft. Sie diente vor allem der totalitären Kontrolle und der Durchsetzung der nationalsozialistischen Ideologie.“
„Das NS-Regime duldete im Schulwesen keine pädagogische Vielfalt. Private Schulen wurden systematisch bekämpft, finanziell ausgehungert oder verstaatlicht, um den staatlichen Erziehungsmonopol und der nationalsozialistischen Weltanschauung den Weg freizumachen. gar verboten).“
Dasselbe galt für die DDR mit deren Ideologie (Dr Google fragen).
Der Schulgebäudeanwesenheitszwang wurde 1938 durch den Reichsbildungsminister zementiert, incl. polizeilicher Zuführung, die leider bis heute besteht. Und schlimmer noch, anstatt dieses Reichsschulgesetz, was für die Grundschule galt, zu eliminieren, wurde es verschlimmbessert, indem dem bis zur Berufsschule ausgeweitet wurde.
Sie verwechseln Schulbesuch und Bildung mit dem Eintrichtern von Wissen, welches dann problemlos mit Tests zu überprüfen ist. Wäre dies so, wäre Ihre Argumentation richtig, so ist sie aber dummes Zeug.
In den Tests wird aber tatsächlich nur eingetrichtertes Wissen abgefragt. Selbst mögliche falsche Indoktrination durch Eltern lässt sich bei den externen Prüfungen bei gut vorbereiteten Schülern verheimlichen.
Keine Sorge, was den Schulbesuch betrifft ist das „Eintrichtern von Wissen“ wirklich das Allerletzte an das ich denken würde. Ich bin immer wieder komplett erstaunt, mit wie wenig Wissen die Kinder aus der Schule kommen. Aber keine Angst, ich weiß schon warum das so ist. Das ist kein Fehler, sondern Konzept! Mit wissenschaftlichem Segen und Stempel.
Ich habe übrigens lediglich beschrieben, was ich über das Österreichische System weiß. Was mit Tests zu überprüfen ist und was nicht, egal ob im häuslichen Unterricht oder der Schule, kann ich nur bedingt beurteilen. Können Lehrer Tests entwerfen, die mehr als eingetrichtertes Wissen abfragen? Keine Ahnung, ich bin keiner, zutrauen würde ich es denen aber grundsätzlich schon.
An Bildung habe ich persönlich einen ganz anderen Anspruch, als das was ich heute in den Schulen beobachte und sicherlich auch als das, was manche im häuslichen Unterricht machen würden. Und ja, das beinhaltet unter anderem auch eine ganze Menge Allgemein- und Fachwissen. Aber ist es nicht das Schöne an einer freiheitlich, pluralistischen Gesellschaft, dass wir da unterschiedliche Meinungen haben dürfen?
Ihr Abzielen auf Artikel 6 GG verfängt hier nicht: es geht nicht um Pflege und nur teilweise um Erziehung, sondern ganz vorrangig um Bildung.
Und was sagt das Grundgesetz zur Bildung? Kommt das Wort überhaupt vor? Könnte es sein, das man 1948/49 zwischen „Erziehung“ und „Bildung“ bei Kindern gar nicht strikt unterscheiden wollte und dass diese Debatte erst in jüngster Zeit aufkam (Urteil des BVerfG 2021 zum Lockdown) ? Also inwiefern wäre Homeschooling unter staatlicher Aufsicht verfassungswidrig?
Art 7 GG spricht nur von „Schule“ und nennt als einziges „ordentliches Schulfach“ Religion. Na wenn das nicht eine rückwärtsgewandte Bildung ist … das sieht verdächtig nach Lobbyistenarbeit der Kirchenvertreter aus.
„(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.“
Sie zielen wohl auf (2) ab und übersehen (3) ?
Ich postete bereits einen Artikel über AfDnahe Reichsbürger und ihre Praktiken bez Familie und Schule.
Klarer Fall von (3).
Der letzte Satz in Absatz 2 ist nicht zu vernachlässigen. Volkstümlich ausgedrückt lautet er nämlich:
Um ein Kind zu erziehen, bedarf es des ganzen Dorfes.
Das stimmt absolut – war damals ein dreifacher Grund für uns, zwar stadtnah, aber doch aufs Dorf zu ziehen.
Aber was hat (3) mit Schule zu tun? Da geht es wohl um Heimeinweisung oder so, denn Schulpflicht ist keine „Trennung von der Familie“. Warum wäre Homeschooling verfassungswidrig? Das gibt es weltweit in vielen Ländern, das hat nichts mit Reichsbürgern zu tun. Außerdem könnte man denen das ja im Einzelfall auch untersagen, schließlich müsste jedes Homeschooling doch wohl behördlich genehmigt werden, oder? Ist es nicht so, dass nach Nicht-Bestehen der Jahresabschluss-Prüfungen (sozusagen das „Home-Sitzenbleiben“) der Heimunterricht ohnehin beendet ist? Und wäre Homeschooling nicht so ähnlich zu sehen wie Homeoffice für Erwachsene?
Unabhängig von allen katastrophalen Folgen:
Wenn es keine Pflicht / kein Recht auf Schule mehr geben sollte, würde das nicht auch bedeuten, dass Schulen solche Schüler nicht mehr beschulen müssten, die sich daneben benehmen, nicht auf Lehrkräfte hören und eben nicht lernen?
Könnten Schulen sich dann mittelfristig aussuchen, wen sie aufnehmen? Und wäre das nicht auch das Ende von Schulen aus „Aufbewahrungsanstalten“?
„Keine Pflicht“ ist ja nicht gleichzusetzen mit „kein Recht“. Ein Beispiel: Ich habe das Recht zu wählen, aber ich habe keine Pflicht zu wählen. Und somit bleibt es dabei, dass staatliche Schulen alle Schüler aufnehmen müssen und sich ihre Klientel nicht aussuchen können, wie das bei Privatschulen der Fall ist.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass gerade Eltern von verhaltensoriginellen, anweisungsresistenten und lernunlustigen Kindern nicht scharf darauf sind, diese Aufgabe selbst zu übernehmen, sondern das gern anderen überlassen.
Quelle: Stress der Eltern mit ihren Zöglingen während der Pandemie und dem Distranzunterricht
Ich habe in einem Land ohne Schulpflicht gelebt. Auch hier wurden bei renitenten Schülern erst einmal alle pädagogischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Doch wenn es wirklich nicht ging, konnte der Schüler von der Schule suspendiert werden und musste entweder eine andere Schule suchen, die ihn aufnimmt oder eben Zuhause bleiben.
Ich bin keine Lehrerin, aber ich denke häufig, wie sich die LuL fühlen müssen, die nach der nächsten Sachen-Anhalt Wahl in diesem Bundesland unterrichten. Außer für die Afd-Affinen wird es sicher ziemlich toxisch werden. Was soll man machen: Wegbewerben und seine geistig-psychische Gesundheit schützen (und das Feld den Rechten überlassen), oder bleiben und die Kinder vor dem rechten Anschlag retten (auf die Kosten der eigenen Geusndheit). Nicht leicht. My heart goes out to you!
Wieso sollte es toxisch werden? Ehrlich gesagt denke ich nicht, dass sich viel ändert. Dazu sind die Strukturen doch viel zu festgefahren und die AFD hat auch eher andere Prioritäten. Am Ende wird man sehen, was passiert, aber ich gehe nicht davon aus, dass viele Lehrkräfte Sachsen-Anhalt verlassen werden.
Da gerade Bildung durch die Länder geregelt wird, hat die AfD hier Möglichkeiten, ihr Programm umzusetzen.
Warum sollte sie es dann nicht tun?
Es steht deutlich im Wahlprogramm, was zu erwarten ist.
„Am Ende wird man sehen, was passiert,“
… noch eineR, die/der sich den Wahlsieg der AfD herbeiwünscht, um zu sehen, wie es dann ist.
Gestern war es „unfassbar“, heute ist es nicht besser.
Wie lesen Sie denn heraus, dass ich den Wahlsieg herbeiwünsche? Das war so definitiv nicht gemeint. Klar ist aber, dass nach den Umfragen die AFD entweder jetzt oder in 4 Jahren die absolute Mehrheit erringen könnte. Das ist einfach ein realistisches Szenario, egal ob man sich das wünscht oder nicht.
Bisher war es so, dass AFD Politiker auf kommunaler Ebene in Verantwortung eher wenig umgesetzt haben. Das ist auch daraus möglich.
„Die Fallzahlen von Schulverweigerern und Schulpflichtverletzungen in LSA zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend“
Man will also abschaffen, was sowieso immer weniger wahrgenommen wird…
Wir kennen eine Familie aus Minnesota, deren Kinder im homeschooling groß wurden. Dort machen das viele, meist gut gebildete Leute, die auch untereinander vernetzt sind und miteinander lernen, in großer Ähnlichkeit zur „Schule der Zukunft“-Vision (RLP). Sie erzählten uns, dass dieses Recht unter vielen jahrelangen Kämpfen gegen die staatlichen Behörden errungen wurde.
USA – als Vorbild? Oder als abschreckendes Beispiel?
„Ich sehe drei zentrale Bruchlinien, entlang derer die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft verläuft. Erstens sorgen die extrem ungleichen Vermögensverhältnisse, die Tatsache, dass in den USA kein Sozialstaat kompensiert und Millionen ohne Krankenversicherung leben dafür, dass sich die Gesellschaft in Abgesicherte und prekär Lebende teilt.
Zweitens verläuft in den USA ein Riss zwischen liberalen, international vernetzten Globalisierungsbefürwortern bzw. -profiteuren und denjenigen, die nicht einmal einen Reisepass haben, weil sie ihr Land nicht verlassen wollen und den Eindruck haben, dass Amerika sein Geld und seine Energie in der Welt verschwendet, ohne dass ihnen das irgendetwas nützt.
Und drittens sind die USA auch auf kultureller und ethnischer Ebene tief gespalten – zwischen Weißen und People of Color und auch in religiöser Hinsicht zum Beispiel mit der fundamentalen christlichen Rechten.“ Gerne hier nachlesen: https://dgap.org/de/forschung/publikationen/die-gesellschaftlichen-graeben-den-usa-sind-tief
Herzliche Grüße
Die Redaktion
School of the Air und Homeschooling werden in Australien ganz legal praktiziert. Taugt Australien als Vorbild?
Homeschooling in Australien boomt, bringt aber Herausforderungen wie hohen Zeitaufwand, soziale Isolation, finanzielle Belastung und administrative Hürden bei der Registrierung mit sich. Viele Familien sind sogenannte „unfreiwillige Homeschooler“, die aufgrund von Mobbing, nicht bewältigter Neurodiversität oder Lehrermangel an Schulen sich zu diesem Schritt gezwungen fühlten. Gerne hier nachlesen: https://www.abc.net.au/news/2025-10-21/accidental-homeschooling-on-the-rise/105912808
Solche Homeschooler sehen durchaus das Problem der fehlenden Sozialbeziehungen ihrer Kinder – und gründen Netzwerke, um gemeinsame Zeiten zu vereinbaren, zu denen die Kinder dann hin und her gefahren werden. Gerne hier nachlesen: https://lionshomeschoolhub.com.au/homeschooling-challenges-and-solutions/
Was unterscheidet das am Ende dann noch von einer Privatschule?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Was ist an Privatschulen so negativ? Auch n4t gibt auf ihrer Seite wiederkehrend Ausschreibungen zur Besetzung von Lehrerstellen auf Privatschulen bekannt.
Gar nichts – aber Privatschulen stehen eben unter staatlicher Kontrolle. Herzliche Grüße Die Redaktion
In den USA ist das Homeschooling seit 1993 legal. Es hat bereits bestanden als der Herr Obama der Präsident gewesen ist.
Man merkts. Aber hey, wenn Schule zur Option wird, kann man sie (endlich) abschaffen – die Kreationist*innen freuen sich.
https://taz.de/Homeschooling-in-den-USA/!6126847/
Die bildungsferne Unterschicht soll auch sich selbst angewiesen sein und erhält keine Aufstiegsmöglichkeiten mehr – Vermögende freuen sich, Ärmere nicht unterstützen zu müssen, aber wirtschaftlich ausplündern zu können. Fehlt nur noch eine Abschaffung des Existenzminimums… (kein Wunder, dass die AfD das fordert)
Ihren Kommentar verstehe ich nicht. Bitte recherchieren Sie doch gern, wie es mit der Schulpflicht in den anderen EU-Ländern bestelllt ist. Die KI hilft.
Diese Diskussion wurde bereits vor bald 20 Jahren geführt, wie Matthias mitteilte.
„Kein noch so hervorragendes Bildungsergebnis der Homeschooling-Schüler lässt die Behauptung zu, dass das Homeschooling zu besseren Lernresultaten führt. Denn Informationen darüber, welche Leistungen die jeweiligen Schüler auf öffentlichen oder privaten Schu-
len erbringen würden, liegen nicht vor (vgl. dazu Lubienski 2003; Spiegler 2008: 130f).
Inwiefern jeweils soziodemografischen Faktoren (also z.B. der familiäre Hintergrund) nicht vielmehr mit entsprechenden Bildungserfolgen korrelieren als es das Homeschooling tut, bleibt weitgehend unbeantwortet“
https://www.bundestag.de/resource/blob/415424/dbc64afb565391f883ebe737ba44475f/wd-8-047-09-pdf-data.pdf
Vielleicht möchten Sie ein anderes Argument anführen, als dass es in anderen Ländern Gewohnheit ist? Sonst können wir auch die Gewohnheit Deutschlands zur Schulpflicht stehen lassen 😉
Ich hoffe Sie nehmen mir nicht übel wenn ich eine Passage aus Ihrem Beitrag herausgegriffen und für Bildung zu Hause genutzt habe.
„und denjenigen, die nicht einmal einen Reisepass haben, weil sie ihr Land nicht verlassen wollen“
Wir haben erst mal die Fakten geprüft. Tatsächlich hat die Mehrheit der US Bürger keinen gültigen Reisepass. Ein kleinerer Teil, ca ein Viertel bis ein Drittel, sind nie im Ausland gewesen. Soweit alles komplett korrekt.
Allerdings legen die Zahlen schon mal nahe, dass ein nicht unerheblicher Anteil das Ausland bereist haben muss, ohne aktuell im Besitz eines gültigen Reisepasses zu sein. Interessant.
Wieviele Erwachsene haben in Deutschland einen gültigen Reisepass? Suchmaschien bemüht, Siehe da, der Anteil ist geringer,
Dann mal Maps konsultiert. Oha. Die USA sind echt nicht klein. Den ungefähren Mittelpunkt von Texas bestimmt und die ungefähre Strecke zur Grenze des Bundesstaates (noch kein Ausland, aber immerhin). Obacht, wir wollen nicht die Luftlinie nehmen, die meisten reisen vermutlich eher im Auto als im Helikopter.
Wir suchen uns eine Stadt ungefähr in der Mitte Deutschlands. Gleiche Strecke genommen. Wieviele Ländergrenzen überqueren wir da? Da sind schnell 2-3 Grenzen überschritten. Interessant, die USA sind echt groß.
Mein Kind will die Motivation untersuchen Reiseziele in anderen Ländern aufzusuchen. Gibt es in den USA Berge, Meere, große Seen, Skigebiete, Städte, Museen? Klar, alles da. Dazu Wüsten, Nationalparks, riesige Flüsse, Gletscher etc. pp. Ok, andere Länder sind immer interessant, aber ein wirklicher Mangel an Reisezielen besteht offensichtlich nicht.
Was haben wir da oben noch? Alaska? Eigentlich ganz schön weit weg. Dann stellen wir fest, dass man von New York aus über 11 Stunden nach Osten fliegen kann und in einem Bundesstaat der USA landet. Nicht gerade eine kurze Reise.
Was schließen wir aus den Fakten jetzt bezüglich der politischen Meinung der nicht ins Ausland Reisenden? Schwierig. Vielleicht sind das Nationalisten. Vielleicht machen sie für ihren CO2 Fussabdruck lieber eine Hiking Tour im nahegelegenen Nationalpark? Können sie sich schlicht eine so weite Reise gar nicht leisten? Wir wissen es nicht und finden keine belastbaren Daten.
Am Schluß bleiben hauptsächlich zwei Erkenntnisse: Es ist erstens total aufwändig einen einzelnen kleinen Satzabschnitt wirklich zu prüfen und zweitens sind die USA echt nicht klein.
„Mein Kind will die Motivation untersuchen Reiseziele in anderen Ländern aufzusuchen. Gibt es in den USA Berge, Meere, große Seen, Skigebiete, Städte, Museen?“
Dafür würden Sie ein Kind aus dem Schulsystem nehmen?
Vor wenigen Wochen stiegen alle über die Tische, weil an Kindergärten mitbestimmt werden durfte, und Sie glauben, weil Sie ein Beispiel haben, welches von Lehrkräften mühelos in den Alltag eingearbeitet werden kann, die Schulpflicht abzuschaffen?
Waren DAS die Argumente in anderen Ländern mit Homeschooling? Jo, mein Kind will ein Referat machen, und weil es weiß ist, meckern wir nicht über dessen Unangepasstheit, sondern fordern das Aufweichen der Schulpflicht (um spätere Kürzungen dort gesellschaftlich abnicken zu können)! 😀
Thema verfehlt.
Setzen. Sechs.
Man muss nicht allem und jedem Aufmerksamkeit schenken. Also nicht einmal ignorieren
Ich würde mich freuen, wenn Sie schrieben, was ich Ihrer Meinung nach übersah.
Es ist Ihnen gelungen, etwas Schlechtes über die USA zu schreiben, aber was ist der Bezug zum staatlichen Schulsystem?? Jedenfalls organisieren dort viele Mittelklasse-Leute die Bildung ihrer Kinder ohne den Staat, und das Ergebnis ist ganz ordentlich. Ok, vielleicht können das nur Amis.
Wenn Schule flächendeckend so wäre, wäre vieles besser. Bis dahin bleibt gilt BGB 1631,2.
https://youtube.com/watch?SchuleinWutöschingen
Ich kann Ihren Link nicht öffnen 🙁
Ungeachtet dessen:
Ein schlechtes Beispiel soll Anlass bieten, dass alle – die es sich leisten können – die Kinder aus der Schule ziehen?
Cool! Mehr Lehrkräftemangel durch Privatlehrer*innen, noch weniger Druck auf die Politik, etwas zu verbessern (man kann sich ja rauskaufen) und mehr Möglichkeiten für religiöse/ pseudowissenschaftliche Rattenfänger*innen, Demokratiefeindlichkeit (wer braucht schon soziale Interaktion, geschweige Widerspruch und Erfahrung eigener Grenzen?) und Digitalkonzerne, welche die soziale „Naivität“ der Schüler*innen ausschlachten können…
Doch bestimmt haben Sie auch konkrete Argumente FÜR Homeschooling außer einen Verweis darauf, dass andere Länder dies vor vielen Jahren einführten? 😉
Und ich weiß von etlichen Familien in D, welche ihre Kinder dem Einfluss von Kita und Schule entziehen, um sie ganz im völkischen Sinne zu erziehen, ganz ohne den Einfluss der restlichen Welt.
„Nehmt alle Kinder aus Kindergärten und Schulen, bevorzugt Hausgeburten (…) es geht um das Überleben eures Volkes und die Befreiung eures Landes“
„Reichsbürger“-Szene – Kinder im
Visier | tagesschau.de https://share.google/8MFqE8I65umwIAiMZ
Deutlicher geht’s nicht.
Ich bin da auch sehr hin und her gerissen. Ich sehe das von Ihnen genannte Problem ganz genauso und dadurch natürlich gegen die Auflösung der Schulpflicht.
Andererseits sehe ich viele Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Neurodivergenz in der Normaloschule echt unter- und geradezu kaputtgehen. Wenn es für diese eine gute Alternative gäbe, wie mehr Online-Schule oder auch betreutes Homeschooling, wäre ich sehr dankbar.
Wäre relativ leicht zu lösen – durch flexible staatliche Online-Angebote für Kinder etwa mit Autismus. Gibt es in Ansätzen ja sogar schon: http://www.news4teachers.de/2025/03/modellprojekt-wenn-die-lehrkraft-krank-ist-gibts-statt-ausfall-online-unterricht-in-der-digitalen-landesschule/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Es gibt auch eine in Bochum, aber dort kann man nur hin, wenn die Schulpflicht ausgesetzt wurde:
„Die web-individualschule ist eine Bildungseinrichtung in privater Trägerschaft ohne staatliche Anerkennung. Die Schulpflicht wird in unserem Hause nicht erfüllt. Alle Schülerinnen und Schüler, die bei uns einen Schulabschluss erlangen möchten, benötigen das Ruhen der Schulpflicht oder eine dauerhafte Krankschreibung.“
https://webindividualschule.de/
Das würde aber bedeuten, dass ein Elternteil zuhause bleiben müsste, um die Betreuung zu übernehmen. In der Regel vermutlich die Mutter.
Passt ja ins propagierte Familienbild.
Wie kann man vererbte und neue Mutterkreuze voneinander unterscheiden?
Nu, wir organisieren Unterricht in unserer Schule auch für Autisten, aber „relativ leicht“ empfindet das keiner von uns Lehrern und Lernbegleitern.
Wenn ich rechtsradikal geworden wäre, dann durch den Einfluss meiner Mitschüler, aber nicht durch meine Eltern.
Mag bei Ihnen so sein, bei anderen ist es anders (schon gar, wenn das komplette Millieu, in dem Kinder aufwachsen, rechtsradikal ist). Gerne hier nachlesen: https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/223899/wenn-neonazis-kinder-kriegen/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Die Wahrscheinlichkeit, Nazis kennenzulernen, ist in der Schule größer als daheim.
Das kommt auf das „Daheim“ an. Herzliche Grüße Die Redaktion
Genauso nämlich.
Würde das dann nicht auch im Umkehrschluss gelten, dass demokratisch sozialisierte peers vor rechtsradikalen Elternhäusern schützen?
Die AfD würde im Falle einer Regierung erst einmal die „Soft-Targets“ angehen, genau wie es Trump gemacht hat: Bildung und NGOs. Nachdem Musk dort die Kettensäge herausgeholt hat, hatte Trump wieder mehr Geld für das Militär und seine „Regime-Change“-Kreuzzüge…
Zustimmung, mehr Geld hatten die USA aber durch „die Kettensäge“ nicht 😛
Allerdings nur, wenn die Union bis zur Machtergreifung von Bildung und NGOs noch etwas übrig gelassen haben sollte. Ansonsten muss man direkt mit der Remigration starten – ohne Nationalgarde. Das kostet Sympathiepunkte…
(Sry, Morgenzynismus.)
Man muss mal schauen, wie die das konkret ausgestalten würden, weil ich mir kaum vorstellen kann, dass die von den Eltern beschulten Kinder ohne die zentralen Abschlussprüfungen die Schulabschlüsse bekommen würden. Das würde dann der Externenprüfung wie in NRW entsprechen. Diese halte ich für erheblich anspruchsvoller als die reguläre Prüfung, weil es viel mehr Prüfungen in viel mehr Fächern in viel kürzerer Zeit sind.
Wer nimmt die Externenprüfung ab?
Wenn „Lesen, Schreiben, Rechnen“ das Ziel sind, werden entsprechende Prüfungen vorgegeben, da geht es dann nicht um „reguläre Prüfungen“, wie Sie es sich vorstellen.
„Man muss mal schauen, wie die das konkret ausgestalten würden,“
Das kann man sich nicht allen Ernstes wünschen.
Die Prüfungen werden von Lehrern an staatlichen Schulen abgenommen nach den aktuell gültigen Lehrplänen.
Der letzte Absatz von Ihnen unterstellt mir den Wunsch. Das ist nicht wahr, eher Neugier. Die Umgestaltung betrifft mich aber nicht, weil ich nicht in Sachsen-Anhalt lebe.
„Die Umgestaltung betrifft mich aber nicht“
Muss am Nick liegen.
Unwahrscheinlich, weil der etwas von Privatschulen in Australien schrieb.
Sie betrifft das auch nicht, vorausgesetzt Sie arbeiten nicht in Sachsen-Anhalt.
Mal eine echte Frage: Wie lange dauert es eigentlich, das Schulsystem so umzukrempeln, wie es im Wahlprogramm der AfD steht? Wie lange dauert es, bis man die Auswirkungen davon tatsächlich bemerkt? Zumindest für die zweite Frage halte ich sogar zwei komplette Legislaturen für weiterführende Schulen für zu wenig, an Grundschulen könnte das nach den beiden Legislaturen sichtbar geworden sein, aber nur wenn die Schulen die neuen Vorgaben nicht nur im Rahmen ihrer Gestaltungsfreiheit minimal ausführen.
Diese Abschlussprüfungen sind reine Fachprüfungen. Es wird nicht abgeprüft, ob die Kinder über Jahre politisch indoktriniert wurden.
Das Problem beim Homeschooling ist ja nicht, das die Kinder fachlich unter dem Niveau sind, sondern dass sie eben in ihrer Blase aufwachsen und diesen Strömungen dann eben sehr unkritisch gegenüberstehen.
Seit wann sind Abschlussprüfungen Gesinnungsprüfungen?
Und Kinder wachsen sowieso in ihrer Blase auf, daran ändert auch der Schulbesuch nichts.
Sind Sie sich sicher, dass „Indoktrination“ hier der zutreffende Begriff ist? Es ist keine Frage, dass Eltern zu einem Teil sicher auch fragwürdige Werte und Meinungen an ihre Kinder weitergeben können. Aber ist das nicht letztendlich trotzdem als Erziehung zu werten? Es ist ja keine heimliche Beeinflussung mit irgendwelchen bösen Hintergedanken.
Welche Werte sollen denn Eltern weitergeben, wenn nicht ihre eigenen, selbst wenn diese Ihnen oder mir nicht gefallen sollten? Haben wir da nicht einen Logikfehler? Solange es sich im gesetzlichen Rahmen bewegt, dürfen die auch allerhand Blödsinn an ihre Kinder weitergeben.
„Es wird nicht abgeprüft, ob die Kinder über Jahre politisch indoktriniert wurden.“
Das würden sie abprüfen wollen? Also die politische Gesinnung der Kinder? Erstaunlich.
Auf den ersten Blick scheint es vielleicht sinnvoll, die Werte durch den Staat und seine Institutionen festlegen und vermitteln zu lassen. Es könnten dann eigentlich die besten Werte sein und die Vermittlung ausschließlich dieser Werte zu einer idealen Gesellschaft beitragen. Jedenfalls wenn die zuständigen Bürokraten alles richtig sehen und ehrlich die besten Werte vermitteln wollen.
Allerdings sehe ich da auch ein klitzekleines Problem, gerade auch, wenn ich in die Vergangenheit verschiedenster Länder schaue.
Ich fürchte, in einer freien freien Gesellschaft müssen wir auch manche Sachen aushalten, weil wir andernfalls mehr verlieren als gewinnen.
„Welche Werte sollen denn Eltern weitergeben, wenn nicht ihre eigenen, selbst wenn diese Ihnen oder mir nicht gefallen sollten? Haben wir da nicht einen Logikfehler? Solange es sich im gesetzlichen Rahmen bewegt, dürfen die auch allerhand Blödsinn an ihre Kinder weitergeben.“
Genau, solange es sich im gesetzlichen Rahmen bewegt. Wie sehen Sie das bei Kindern von Nazis, Reichsbürgern, völkischem Siedlern? Deshalb gibt es Part 2 in Art. 6 GG: Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft. Und nein, wir müssen nicht zusehen, wie den Kindern von ihren Eltern antidemokratische und rassistische Werte eingeimpft werden.
Sie argumentieren wie unsere völkischen Siedler in der Nachbarschaft…
Ist mir auch aufgefallen; bei uns sinds die Reichsbürger.
Zumal auf Österreich als heres Beispiel hingewiesen wird
„So wie ich das verstanden habe, geht es um ein ähnliches Modell wie es in Österrreich seit Jahren etabliert ist“ und folgendes tunlichst verschwiegen wird:
„Sieht man sich die Programme von Rechtspopulisten außerhalb Österreichs an, dann findet man weitere Parallelen. Auf ihrer Webseite fordert die Alternative für Deutschland (AfD), ähnlich zur FPÖ, „die Abkehr von geschwätziger Kompetenzorientierung und die Rückkehr zur Vermittlung des Fachwissens als zentrales Anliegen der Schule“ und kritisiert, an deutschen Schulen würde „oft nicht die Bildung einer eigenen Meinung gefördert, sondern die unkritische Übernahme ideologischer Vorgaben“. Eine Einschränkung des Sexualkundeunterrichts in Kindergärten und Volksschulen, wie ihn die FPÖ anstrebt, auch um der „Transgender-Propaganda“ entgegenzuwirken, erinnert an Maßnahmen US-amerikanischer Rechtspopulisten. Der Republikanische Gouverneur Floridas Ron deSantis setzte 2022 ein Gesetz durch, das es öffentlichen Schulen untersagt, mit jüngeren Schülern über sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentitäten zu sprechen.“
[Das unsagbare Lehrerbashing das
‚Die Furche‘ beleuchtet,möge sich jeder besser selbst antun.]
Rechtspopulistische Positionen haben in früheren ÖVP-FPÖ-Koalitionen das Bildungssystem beeinflusst und würden das womöglich umso mehr in einer FPÖ-ÖVP-Regierung tun. Ungarn und die USA zeigen, wohin das führen kann.“
aus
So könnte die Bildungspolitik der FPÖ aussehen: Leistung, Lehrerpranger, häuslicher Unterricht | DIE FURCHE https://share.google/G2ijOFHzXWYbXODc9
Wer „@bildungsnah“ ist, sollte in der Lage sein, dialektisch zu argumentieren und von rein einseitiger Propaganda Abstand nehmen.
Warum muss ich immer wieder an Potsdam denken ? und meinem Mittelfinger …..
Da sind mir ja bots noch lieber.
Ich möchte Ihren völkischen Nachbarn nicht Unrecht tun, ich kenne diese überhaupt nicht, es fällt mir aber trotzdem schwer zu glauben, dass diese fähig wären, die Pflichten im häuslichen Unterricht zu erfüllen.
Es sind zwei völlig verschiedene Sachen, die Inhalte und Vorgehensweise von Schulen zu kritisieren und 5 Tage die Woche den vorgegeben Stoff mit den Kindern durchzunehmen. Vom Mein K… lesen werden die die Externistenprüfung sicher nicht bestehen, selbst wenn sie sich dabei die Grammatik genau ansehen.
Solche Gruppen würden den häuslichen Unterricht vermutlich eher als Vorwand nutzen, um illegale Privatschulen zu errichten und hätten ihre Kinder schneller wieder in der Schulpflicht, als sie gucken könnten.
Und was die sonstige Erziehung angeht, kommt es schlicht drauf an, ob gegen Gesetze verstoßen wird. In einem Rechtsstaat sind meine oder auch Ihre Meinung und Gefühle total unerheblich.
Ich gebe Ihnen recht, dass man etwas mehr Sicherheit erlangen würde, wenn man aufgrund von tatsächlichen oder denkbaren Gefahren die Freiheiten einschränkt. Dann lebt man aber eben in einem weniger freiheitlichen Staat. Und das trifft auch dann zu, wenn sich die politischen Verhältnisse ändern und man sich, angesichts einer neuen Regierung, die Freiheiten sehnlichst zurückwünschen würde.
Diese „Partei“ besteht aus einer tumben bis fanatischen Masse, die von einer komplett korrupten Führung mit finstersten Absichten vera… wird.
Soweit, so klar, das dürfte ja Konsens sein.
Meine krasse These zu den bildungspolitischen Vorschlägen dieser „Partei“:
Die sind leider (!) oft gar nicht mal so schlecht. Selbstverständlich wäre es zum Beispiel echt dufte, wenn man den Kompetenzmumpitz einfach mal lassen würde: wieder echte Lehrpläne mit Inhalten, ein Träumchen. Förderschulen – ja, bitte! Leistungsgedanken stärken: auf jeden Fall!
Homeschooling: eher nicht (mehr).
Und da sind wir beim Punkt:
Wie konnte es nur so weit kommen, dass diese „Partei“ solche (an sich vernünftigen und nahe liegenden) Positionen für sich vereinnahmt und damit Wähler ködert? –> Wie schlecht muss bitte das bildungspolitische Angebot der anderen Parteien sein?
Tjoah, turns out: Als linker Lehrer wird es einem verdammt schwer gemacht, eine linke Partei zu wählen. Das tut richtig weh. Jedes mal.
Die Rechten bewirtschaften die Zornbanken. Und (auch) in Schulen gibt es jede Menge Zorn. Berechtigten Zorn.
Wann verstehen „die Linken“ das endlich? Es wird verdammt Zeit, Leute!
Gerne mal unseren Beitrag darüber lesen, was eine AfD-Schule für die dort beschäftigten Lehrkräfte bedeuten würde – und dann nochmal die Frage stellen, ob diese Partei „an sich vernünftige und nahe liegenden Positionen für sich vereinnahmt“. Oder ob sie schlicht ihr autoritäres und ausgrenzendes Gesellschaftsverständnis auf die Schule mitsamt aller dort tätigen Menschen (einschließlich der Lehrkräfte also) überträgt. Hier: http://www.news4teachers.de/2026/04/autoritaetspersonen-ohne-paedagogische-freiheit-was-eine-regierungsuebernahme-der-afd-fuer-lehrkraefte-bedeutet/
Und dann vielleicht auch noch die Frage stellen, was mit Ihnen als Lehrkraft passiert, wenn Sie an einer solchen Schule in Ungnade fallen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ist ja unbestritten!
Die Frage bleibt: Wie kann man jahrelang dabei zusehen, wie die „Partei“ auf dem Zorn ihr Süppchen kocht und nicht verstehen, welche echten Probleme die Hauptzutaten sind? Ich tippe auf eine Mischung aus Scham, Ratlosigkeit und Ideologie.
Und wir tippen auf – Populismus: einfache Antworten zu geben auf komplexe Probleme und immer Sündenböcke parat halten (Migranten).
Zieht… vor allem dann, wenn Milliardäre, die vom Chaos profitieren, ihre Medienmacht nutzen, diese Botschaften per Algorithmus millionenfach in die Hirne zu hämmern.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
da empfehle ich mal folgenden Beitrag vom MDR
https://youtu.be/x3B9bh-F0UE?t=1220
Called it! 😀
Darf ich eine Frage stellen? AFD wird als Nachfolger von nazistischen Ideen in Deutschland wahrgenommen und deshalb darf nicht gewählt werden. So weit so klar.
Aber warum die Linken – die Nachfolger von sozialistischen Ideen – sind in Deutschland so populär, obwohl auch Ostdeutschland stark unte solchen Ideen gelitten hat (über UdSSR, China usw keine Rede)?
Meine historische Traumata lässt mich nicht fassen, wie verbreitet hier die Ideen sind, die für mich als sehr gefährlich gelten.
Die Linke steht nicht vor der Regierungsübernahme in einem Bundesland, anders als die AfD – und ist deshalb kein Thema hier (unabhängig von der Tatsache, dass die Linke sich in Jahren der Regierungsbeteiligung und sogar einem von ihr gestellten Ministerpräsidenten Ramelow als staatstragend erwiesen hat).
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Egal wie man zur Linken steht; wenigstens formulierten sie, was viele andere sich nicht trauten:
„Die AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) soll nach dem Willen der Linkspartei verboten werden. Das geht aus einem Beschluss des Linken-Parteivorstands vom Samstag hervor, der dem SPIEGEL vorliegt.“
aus
AfD-Verbotsverfahren jetzt auf den Weg bringen! : Die Linke https://share.google/64Ou3HbWilO5cPcph
Zur Beantwortung Ihrer Grundfrage:
Parteien: Alternative für Deutschland (AfD) – Deutsche Geschichte – Geschichte – Planet Wissen – Deutsche Geschichte – Geschichte – Planet Wissen https://share.google/zGZJYbdcv9uP4Uk6J
„Meine historische Traumata lässt mich nicht fassen, wie verbreitet hier die Ideen sind, die für mich als sehr gefährlich gelten.“
Wenn Sie mögen:
„Historische Traumata“ durch die AfD oder die Linke ? Oder durch ??
Stimmt schon. Wir alle haben große Angst vor der Linken, der Verfassungsschutz warnt regelmäßig vor deren aktuten Gefahr für Gesellschaft und Verfassung.
Warum wählen Sie dann nicht einfach eine andere Partei? Scheint für viele kein Hinderniss darzustellen 😉
In Ländern wie in die Niederlande, muss ja Faschismus herrschen so ohne Schulpflicht…
Der Punkt ist doch wohl eher, dass wir hier nicht wissen, wie es den betroffenen Kindern dort tatsächlich ergeht. Darüber ist öffentlich nichts bekannt.
Nicht die Abschaffung der Schulpflicht ist anzustreben, sondern die Verhältnisse an deutschen Schulen. Für mich steht an erster Stelle das Ende der „Massenkindhaltung“, da diese die Ursache für die meisten Probleme an Schulen darstellt.
Hier einige Zitate von Kommentatoren aus N4T zum Thema „unentschuldigte Fehlzeiten“.
Kann es sein, dass hier schon wieder hyperventiliert wird, es heißt doch nicht, dass die Schule abgeschafft werden könnte, sondern die Schulpflicht, so dass alle Eltern das Recht hätten, ihre Kinder mit Homeschooling zu beglücken? Auf einem anderen Themenbereicht ist die Abschaffung der Schulpflicht bei einigen komischerweise völlig in Ordnung oder sogar wünschenswert, jetzt auf einmal nicht mehr?
Was denn nun?
Ich bin auch nciht für die Abschaffung der Schulpflicht, da dies zur vermehrten Bidlung nur für Reiche führt. Oder, man bekommt die Chance, endlich klienere Klassen zu bilden, damit man sich intensiver um jeden Einzelnen kümmern kann. Alles hat Vor- und Nachteile. Aber dies davon abhängig zu machen, wer das was sagt, ist nicht unbedingt das Maß der Dinge.
Warum verkleinern sich die Klassen?
Wenn Kinder zu Hause lernen, gehören sie nicht zum Klassenteiler,
die Klasse bleibt gleich groß.
Zu Hause sind die, die es sich leisten können,
also Kinder, deren Eltern die Betreuung für den Ganztag organisieren und die Beschulung zu Hause bewerkstelligen können… und die darin Vorteile sehen, die für sie stärker als die Nachteile wiegen.
Weniger Schüler in der Schule, aber die Anzahl der Lehrer bleibt gleich, also liegt es doch nahe, hier kleinere Klassen zu bilden, was bisher aus Personalmangel nicht ging. Und gerade die Problemschüler bekommen dann ihre Chance ….
Oder wird dann wieder gespart?
Und die Eltern, die ihre Kinder zuhause beschulen, erstreiten dann einen Zuschuss vom Staat, denn den bekommen ja Privatschulen auch. Da muss man wohl etas über die Nasenspitze hinausdenken. Die Folgen sind da noch gar nicht überschaubar.
Oder man entlässt halt Lehrkräfte
Wie in Österreich auch. Es wäre kein Weltuntergang, aber ich denke nicht, dass ein Bundesland im Alleingang aus der deutschen Schulpflicht ausscheren kann. Oder gibt es hier eine Gesetzeslücke? Ich stelle mir das dann in der Zukunft vor: Das schulpflichtfreie Sachsen- Anhalt als Eldorado für Freilerner, Hardcore – Fundamentalisten jeglicher Religion, völkische Gruppen und Aluhutträger.
In vielen anderen Ländern ist Homeschooling unter staatlicher Kontrolle, beispielsweise durch regelmäßige Prüfungen bereits seit Langem erfolgreich etabliert.
Unabhängig davon, von welcher politischen Partei dieses Thema aufgegriffen wird, gehört Deutschland zu den wenigen Ländern, die weiterhin an einer strikten Schul- bzw. Anwesenheitspflicht festhalten. Welche Auswirkungen das auf viele Kinder und Jugendliche hat , insbesondere auf inklusiv beschulte Kinder, zeigt sich zunehmend an den steigenden psychischen Belastungen und Erkrankungen.
Sollte es in einem demokratischen Land nicht möglich sein, bei der Gestaltung von Bildungswegen ( unter anderem auch Einschulungsalter, Schulsprengel…….) mehr mitentscheiden zu können?!
Für Bildungspflicht statt starrer Anwesenheitspflicht und für mehr individuelle Lösungen statt Überforderung.
Für eine gesunde, positive und wertschätzende Lernumgebung!
Und ganz klar: gegen die Afd!
Keine Schulpflicht. Heißt das dann auch man muss sich nicht entschuldigen, wenn man nicht kommt? Das wäre wirklich schlimm für viele meiner Schüler. Weder reiche Eltern, die Zuhause Bildung organisieren können noch Eltern, die in der Lage sind ohne Pflicht für den regelmäßigen Schulbesuch zu sorgen. Die Kinder würden völlig verwahrlosennund vor allem noch viel weniger lernen und weniger Zukunftschancen haben als jetzt
„Die Kinder müssten lediglich regelmäßig zentrale Prüfungen ablegen. Bleibe der Lernerfolg aus, müssten sie wieder eine Schule besuchen.“
Daran zeigt sich doch, dass es auf einen sehr exklusiven Kreis mit entsprechenden Ressourcen begrenzt ist, der seine Kinder wahrscheinlich eh schon auf Privatschulen hat, aber mit der Lebensrealität von 98 Prozent der Eltern absolut nichts zu tun hat.
Das kann man gut oder schlecht finden oder theoretisieren, ob es der Verfassungsjuristerei standhält, aber ein Angriff auf die Demokratie ist es ganz sicher nicht.
Der Lernerfolg bleibt aber auch bei Schülern im Schulsystem aus. Was machen wir dann mit denen?
@unfassbar und alle anderen, die sich Bildungserfolg im Rahmen von Homeschooling nicht vorstellen können.
Unser Sohn hat letztes Jahr nach 11 Jahren sein Abitur mit sehr guten Leistungen im Rahmen einer Externenprüfung abgelegt. Ja, die Externenprüfung ist viel herausfordernder als ein „normales Abi“. Sie besteht aus 2 LK’s und 2 GK’s schriftlich sowie 4 mündlichen Prüfungen. Das Ganze ohne Vornote. Heißt: Jede Prüfungsnote geht zu 100 % aufs Abschlusszeugnis ein. Warum tut man sich das an? Weil das Schulsystem Kindern mit seltenen chronischen Erkrankungen keine Chance auf eine erfolgreiche Schullaufbahn ermöglicht. Im Gegenteil: Unflexibilität, Demütigungen, Mobbing bis hin zum Machtmissbrauch sind leider keine Seltenheit für betroffene Familien. So waren wir Eltern gefordert, unser Kind bereits ab der 1. Klasse zu Hause nachzubeschulen. Unserem Sohn wurde nur aufgrund seiner hohen Fehlzeiten bereits zu Beginn der 5. Klasse am Gymnasium attestiert, dass er das Klassenziel nicht erreichen würde. Diese Einschätzung hat sich aber wie vieles andere auch als Vorurteil herausgestellt. Denn schon am Ende der 5. gehörte er zu den Klassenbesten und nach der Pandemie, im dauerhaften Homeschooling, war er so weit voraus, dass ein Überspringen von 2 Jahrgangsstufen in die Oberstufe sowohl möglich als auch notwendig war. Der für uns flexible Weg durch die Oberstufe war leider nur außerhalb des staatlichen Systems in Zusammenarbeit mit einer Privatschule möglich. Wir finden es bedauerlich, dass anderen Parteien der Mut für solch einen Vorschlag fehlt. Denn aus der Feder der AfD wird es gleich wieder als ideologisch abgetan, ohne ernsthaft die Vorteile für einen Teil der Kinder in den Blick zu nehmen. Es gäbe neben chronischer Krankheit noch weitere Gründe, die Schulpräsenzpflicht durch eine Bildungspflicht zu ersetzen. Fakt ist leider, dass der Präsenzzwang eben kein Garant für Bildungserfolg ist, sondern gerade individuelle Bildungswege junger Menschen verhindert.
Kennen Sie die Bedeutung des Wortes „Egoismus“?
Und „gesunder Egoismus“?
Ist hier nicht der Fall.
Einige merken es nicht einmal …
Welche Vorteile hätte denn die Abschaffung der Schulpflicht für Kinder aus benachteiligten Familien?
Sozialbenachteiligte Familie bedeutet nicht bildungsfern.
Aber wenn die Bildungsziele im Heimunterricht nicht erreicht werden können, müssten diese Kinder in die Schule gehen, denke ich.
Gibt es keine Schulpflicht, dann nicht.
Im Vollzug besteht die Schulpflicht ebenfalls weiterhin. Dementsprechend genießen viele Gewalttäter dauerhaft Einzelunterricht. Dieser Lehrer könnte zeitgleich eine ganze Klasse unterrichten. Einige Straftäter, die aufgrund ihrer Gefahr nicht alleine unterrichtet werden dürfen, sitzen dann auch mal mit zwei Lehrern gemeinsam im Schulraum. Das ist kaum zu rechtfertigen.
„Weil das Schulsystem Kindern mit seltenen chronischen Erkrankungen keine Chance auf eine erfolgreiche Schullaufbahn ermöglicht. Im Gegenteil: Unflexibilität, Demütigungen, Mobbing bis hin zum Machtmissbrauch sind leider keine Seltenheit für betroffene Familien. So waren wir Eltern gefordert, unser Kind bereits ab der 1. Klasse zu Hause nachzubeschulen.“
Ich bin da sehr zwiegespalten.
Einerseits sehe ich die Notwendigkeit, flexiblere Möglichkeiten zu schaffen. So etwas gibt es z.B. an einzelnen Schulen in Kanada, wo Einzelunterricht und sehr kleine Lerngruppen gebildet werden. Auch bei Erkrankungen müsste es Wege geben, aber eben auch Personal.
Andererseits erlebe ich zunehmend, dass an Schule eine Erwartungshaltung herangetragen wird, dass man nicht nur differenziert, sondern sich jedem Kind einzeln und sehr spezialisiert zuwenden möge. Schule ist aber als Gemeinschaft organisiert. Es gibt meist nicht einmal die Möglichkeit, wöchentlich eine einzige Stunde zur Förderung je Klasse umsetzen zu können. Entsprechend kann man keinen Einzelunterricht für Kinder organisieren und die anderen 25 Kinder sich selbst überlassen. Auch können sich Lehrkräfte nicht unentwegt im Unterricht nur einem einzigen Kind zuwenden, dafür gibt es bisher die Möglichkeit der Eingliederungshilfe (mit allen Nachteilen der Antragstellung).
Hinzu kommt, dass ich bei der möglichen Umsetzung einer zeitweiligen und zieldifferenten Beschulung in einer Kleinstgruppe, die ich mir vorstellen kann, eher von einem Übergang ausgehen würde und dennoch eine Erwartungshaltung hätte, dass das Kind lernt, in Situationen auszukommen, die nicht 1:1 für dieses Kind bereitgestellt sind oder in denen das Kind lernt, in einer Gruppe auszukommen.
Auch dazu wird es vermutlich Ausnahmen geben müssen, das sind dann aber Ausnahmen von Ausnahmen, also wirklich extrem Einzelfälle.
Davon abgesehen, was vor Ort realisiert werden kann, kann ich mir auch vorstellen, dass es ein staatliches digitales Angebot gibt (mehrere Bundesländer), sodass hierüber die Beschulung von z.B. chronisch Kranken, Reisenden oder anderweitig am Schulbesuch verhinderten Kindern und Jugendlichen erfolgen könnte. Angesichts bestehender Bildungsstandards stelle ich mir eine Umsetzung gar nicht so schwierig vor.
Ich kann Ihre Punkte nachvollziehen. Und ich finde es auch nicht richtig, wenn Eltern unverhältnismäßig viel Verantwortung auf Lehrkräfte übertragen. Besonders die Erziehungsverantwortung wird immer mehr in Richtung Schule ausgelagert, wodurch leider immer weniger Raum für Bildung bleibt. Unser Selbstverständnis für Eigenverantwortung, das wir als Eltern mitbringen, konnte aber gar nicht gelebt werden in einem System, das einen Präsenzzwang von einem Kind mit einer angeborenen Immunschwäche einfordert. Wenn der Staat mit der Präsenzpflicht die volle Verantwortung an sich zieht und sagt: „Wir machen das.“, dann können Eltern leider gar nicht anders, als auch individuelle Lösungen und Unterstützung zu erwarten. Das schafft ein Konfliktfeld zwischen Familien und Schule, was viele nicht wollen, worin sie aber leider unfreiwillig gefangen sind. Ich habe 11 Jahre auf eine eigene Berufstätigkeit verzichtet, um den Bildungsauftrag umzusetzen, den der Staat mit seiner Schulpflicht für sich in Anspruch nimmt, leisten zu wollen. Unser Sohn hätte weder eine Begabtenförderung erhalten noch wäre er ohne dieses persönliche Engagement zu einem Schulabschluss gekommen. Denn mit ca. 50 % Fehlzeit bekommt man leider keine Prüfungszulassung. Und unter Präsenzzwang kann man in einer Schulgemeinschaft mit ständigem Infektionsdruck leider nicht gesund bleiben. Das Ende der Schulpflicht wäre nicht das Ende der Welt. Die meisten Familien würden ihre Kinder ja nach wie vor in die Schule schicken, weil sie es selbst gar nicht leisten können und/oder auf die Betreuung angewiesen sind. Es wäre aber ein Anfang, Freiräume zu schaffen für junge Menschen, die durch besondere Lebensumstände (Hochbegabung, chronische Erkrankungen, ASS o. Ä.) behindert werden, ihre persönlichen Bildungsziele zu erreichen. Die Flexibilisierung durch Onlineschulen oder Homeschooling in Kooperation mit Lerninstituten würde gerade die LuL im Präsenzsystem entlasten, weil nicht mehr jeder Bedarf auf den Schultern der LuL im Präsenzsystem verwaltet werden müsste.
Da würde aber eine Ausnahmeregel greifen können. Dazu muss man nicht gleich die allgemeine Schulpflicht abschaffen. Und scheinbar gibt es ja Ausnahmeregelnbmut externer Prüfung. Es bräuchte aber auch Personal damit Eltern das nicht stemmen müssen. Eine Abschaffung der Schulpflicht hätte nicht zu solchen Personal geführt
Diese Ausnahmeregel für chronisch kranke Kinder gibt es doch längst. Das sind Einzelfallentscheidungen der Schulämter in Kooperation mit behandelnden Ärzten und Jugendamt.
Ja, es stimmt, auch mein Sohn hat die Inhalte der 4. Klasse während der Pandemie in einem Bruchteil der Zeit gelernt wie seine Kameraden in der Schule. Denn in der Schule lernt man eben nicht nur Fakten. Dort geht viel Zeit für Gemeinschaft, soziales Lernen usw drauf. Und das ist auch gut so. Auch deshalb ist die Schulpflicht wichtig. Es soll natürlich Ausnahmen geben wie bei Ihrem Kind.
Die Überschrift des Artikels suggeriert, dass die Abschaffung der Schulpflicht ein Angriff auf demokratische Bildung wäre. Ist Schule denn inzwischen in erster Linie für politische Zwecke und Ziele da unter dem schönen Schlagwort „Demokratie“?
Sie ist – selbstverständlich – dafür da, Kindern demokratische Bildung zu vermitteln. Gerne mal ins Schulgesetz Ihres Bundeslandes schauen, exemplarisch das von Nordrhein-Westfalen, § 2 Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule (Auszug): „Die Jugend soll erzogen werden im Geist der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zur Verantwortung für Tiere und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, in Liebe zu Volk und Heimat, zur Völkergemeinschaft und zur Friedensgesinnung. Die Schule fördert die europäische Identität.“ Quelle: https://bass.schule.nrw/6043.htm#1-1p2
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich kann mich an eine Studie erinnern, dass in NRW das in der Theorie zwar im Lehrplan steht, aber in der Praxis nur 17 min pro Woche tatsächlich darauf verwendet werden bei ca. 20 Sec Redezeit pro SuS.
Man braucht nicht unbedingt explizite Unterrichtszeit um Demokratie zu vermitteln. Auch ja. Aber das passiert auch einfach dadurch, dass die Kinder aus allen Schichten und Herkünften Zusammentreffen und täglich das Miteinander aushandeln müssen.
Möchten Sie sonst noch etwas beitragen? Sie sind doch firm bei PISA und Co.
Möchten Sie diesbezüglich keine Einschätzung zum Thema Homeschooling geben? 😉
„Die Überschrift des Artikels suggeriert, dass die Abschaffung der Schulpflicht ein Angriff auf demokratische Bildung wäre.“
Und dem haben Sie offenbar nichts zu entgegnen, als dass Sie sich keine politische Bildung wünschen und die Überschrift doof finden?
Zitat:
„Sie sind nicht wertlos aber von anderem Wert.“ – Afd “ Keine Schule für alle, keine Inklusion, Extraschule für Migranten, usw“
Zitat:
„Wir wollen nur, was uns zusteht und was rechtmäßig unseres ist.“ – Afd „Unser Land, unsere Regeln“
Zitat: „Wir werden eingesperrt, nur weil wir die Wahrheit sagen“ – Afd „Meinungsdiktatur“
Zitat :“Du wurdest Opfer von Verrat und Betrug“ – Afd : “ Indoktrination durch Schule und Medien“
Zitat : „Es sind nicht wir, die gewalttätig sind“ – Afd “ Islamisierung, Links Extremismus, Messerstecher, Illegale“
Zitat : „Wir kämpfen für Freiheit, Wahrheit und Liebe“ – Afd „… und für die Familie und die Zukunft unserer Kinder“
Zitat : “ Es ist ihre Barbarei, ihre Habgier und Arroganz, gegen die wir kämpfen“ – Afd „… und ihren Kindergeld Missbrauch, soziale Hängematte, Clankriminalität,…“
Zitat : „Drum geht hinaus in die Welt und verkündet, es sind nicht wir, die gewalttätig sind!“ – Afd „… oder haltet ein bisschen gutbürgerlichen Sonntags Plausch am Gartenzaun und verteilt Flyer“
PS: Die Zitate stammen von Gellert Grindelwald!
Sein Auftritt im Familiengrab der Le Stranges ist wie ein Afd Spiegel.
Es ist immer dieselbe Leier
Die, die sich ernsthaft um ihren Nachwuchs kümmern, tummeln und diskutieren hier nicht.
Die machen es heute schon. Siehe Wissen schafft, Bundesverband für natürliches Lernen, Akademie für Selbstbestimmte Bildung und das dutzend online Schulen/Bildungsangebote.
Es gibt ein komplett bestehendes paralleles Bildungssystem.
Und wer ernsthaft Schule verändern will, sollte sich mit der Schule in Wutöschingen, von Herrn Ruppaner beschäftigen.
Was er gemacht hat und macht, geht schon sehr weit hin zur selbstbestimmten Bildung.
Es braucht keine Grundgesetzänderung.
Nur die Anwendung bestehenden Rechtes.
Die UN Kinderrechte wurden 1994 ratifiziert und haben bundesrang.
Seit 2000 gibt es den BGB 1631,2 der Somit über allen Landesschulgesetzen steht.