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GEW NRW: Mehr Personal, mehr Beteiligung und mehr Investitionen in Bildung!

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ESSEN. Die GEW NRW hat auf ihrem Gewerkschaftstag in Essen ihre bildungs- und gesellschaftspolitischen Leitlinien für die kommenden Jahre beschlossen. Im Zentrum stehen Forderungen nach mehr Investitionen in das Bildungssystem, besseren Arbeitsbedingungen für Beschäftigte und einer stärkeren demokratischen Teilhabe. Zugleich bestätigten die Delegierten den bisherigen Vorstand mit großer Mehrheit im Amt. Die Gewerkschaft verbindet ihre bildungspolitischen Forderungen ausdrücklich mit der Frage, wie demokratischer Zusammenhalt und Chancengleichheit gesichert werden können.

Wiedergewählt. Foto: GEW NRW

Mit dem Beschluss des Leitantrags „Bildung in Verantwortung – Demokratie stärken. Teilhabe verwirklichen.“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen (GEW NRW) ihre politischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre festgelegt. Die rund 400 Delegierten des Gewerkschaftstags verabschiedeten das Papier am Wochenende in Essen.

Nach Angaben der GEW NRW reagiert der Leitantrag auf eine Reihe von Herausforderungen, darunter wachsende soziale Ungleichheit, den Fachkräftemangel im Bildungswesen sowie die Zahl junger Menschen, die die Schule ohne Abschluss verlassen oder nach dem Schulabschluss keinen Anschluss an Ausbildung oder Studium finden. Die Gewerkschaft verbindet diese Entwicklungen mit Fragen der demokratischen Teilhabe und des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

„Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Sie ist Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, demokratische Handlungsfähigkeit und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten“, erklärte die Landesvorsitzende Ayla Çelik. Deshalb brauche es „verlässliche Rahmenbedingungen, ausreichend Ressourcen und gute Arbeitsbedingungen für die Menschen, die Bildung jeden Tag gestalten“.

Zu den zentralen Forderungen des Leitantrags gehören nach Angaben der Gewerkschaft der Ausbau demokratischer Beteiligungsmöglichkeiten in allen Bildungsbereichen, eine bedarfsgerechte Finanzierung von Bildungseinrichtungen, mehr Personal sowie Maßnahmen zur Entlastung der Beschäftigten. „Dauerhafte Überlastung darf nicht Grundlage des Bildungssystems sein. Gute Bildung gelingt nur unter guten Arbeitsbedingungen“, sagte Çelik.

Die Vorsitzende verband die bildungspolitischen Forderungen zugleich mit gesellschaftspolitischen Fragen. „Wenn jedes Jahr zehntausende junge Menschen die Schule ohne Abschluss verlassen oder trotz Abschluss keinen Anschluss finden, dann ist das nicht nur ein individuelles Risiko. Dann geraten demokratische Teilhabe und gesellschaftlicher Zusammenhalt unter Druck“, erklärte sie. Gute Bildung sei „die wirksamste Zukunftsinvestition – und der beste Schutz gegen soziale Spaltung“.

Neben den inhaltlichen Beschlüssen stand auf dem Gewerkschaftstag auch die Wahl des Landesvorstands auf der Tagesordnung. Die Delegierten bestätigten die bisherige Vorsitzende Ayla Çelik mit 96,9 Prozent der Stimmen im Amt. Çelik steht seit 2022 an der Spitze der Bildungsgewerkschaft in Nordrhein-Westfalen.

In ihrer Bewerbungsrede verwies sie auf die Bedeutung von Bildungseinrichtungen für die Demokratie. „In Zeiten, in denen demokratiefeindliche Kräfte unsere Gesellschaft spalten und die Grundwerte unserer Demokratie angreifen, braucht es mehr denn je starke Bildungseinrichtungen, die nicht den Mangel verwalten, sondern Zukunft gestalten“, sagte sie. Bildung entscheide darüber, „ob junge Menschen Vertrauen in Demokratie entwickeln können“.

Auch die beiden stellvertretenden Vorsitzenden wurden wiedergewählt. Caroline Lensing erhielt 94,9 Prozent der Stimmen. Sie betonte die Bedeutung sozialer Sicherheit für demokratische Stabilität: „Demokratie bleibt nur stabil, wenn Menschen sich sicher fühlen. Wenn sie wissen, dass sie von ihrer Arbeit leben können und wenn sie wissen, dass ihre Rechte nicht zur Disposition stehen.“

Stephan Osterhage-Klingler wurde mit 97,1 Prozent bestätigt. Der Förderschullehrer aus Detmold hob die Rolle von Mitbestimmung hervor. „Mitbestimmung ist ein zentraler Pfeiler unserer Demokratie. Das ist ein klarer Auftrag an alle unsere Personalräte aber vor allem auch an die Landesregierung und die Arbeitgeber“, erklärte er.

Ebenfalls im Amt bestätigt wurde Kassierer Christian Peters. Die GEW NRW kündigte an, die auf dem Gewerkschaftstag beschlossenen Forderungen gegenüber Landesregierung und Landtag mit Nachdruck zu vertreten. Zu den Schwerpunkten zählen nach Angaben der Gewerkschaft eine Fachkräfteoffensive für alle Bildungsbereiche, bessere Arbeitsbedingungen, die Stärkung demokratischer Bildung, verlässlichere Perspektiven für wissenschaftlich Beschäftigte sowie mehr Chancengleichheit im Bildungssystem.

Die GEW NRW vertritt nach eigenen Angaben rund 46.000 Mitglieder aus den Bereichen frühkindliche Bildung, Schule, Hochschule und Weiterbildung. Der Gewerkschaftstag ist ihr höchstes beschlussfassendes Gremium und legt die Leitlinien für die gewerkschaftliche und bildungspolitische Arbeit der kommenden Jahre fest. News4teachers 

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