BERLIN. Die Bundesregierung will Beschäftigte künftig verpflichten, bereits am ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen. Doch ausgerechnet im Bildungsbereich könnte die Neuregelung zunächst zu unterschiedlichen Vorgaben führen. Während tarifbeschäftigte Lehrkräfte von der Reform unmittelbar betroffen wären, gelten für Beamtinnen und Beamte die jeweiligen dienstrechtlichen Vorschriften der Länder. Baden-Württemberg zeigt besonders deutlich, welche Folgen das haben könnte.

„Attestpflicht ab dem ersten Tag: Bleiben Beamte verschont?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich der Münchner Merkur angesichts der von der Bundesregierung geplanten Verschärfung der Krankmelderegeln. Tatsächlich könnte die Reform gerade an Schulen zunächst zu einer Ungleichbehandlung führen. Denn in vielen Kollegien arbeiten tarifbeschäftigte und verbeamtete Lehrkräfte Seite an Seite – für sie gelten unterschiedliche Rechtsgrundlagen. Während sich die Nachweispflichten tarifbeschäftigter Lehrkräfte nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz richten, unterliegen Beamtinnen und Beamte dem jeweiligen Bundes- oder Landesbeamtenrecht.
Besonders deutlich wird das in Baden-Württemberg. Nach der Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums müssen verbeamtete Lehrkräfte eine ärztliche Bescheinigung grundsätzlich erst dann vorlegen, wenn ihre Dienstunfähigkeit länger als eine Woche dauert. Die Schulleitung kann allerdings schon vorher ein Attest verlangen.
Für tarifbeschäftigte Lehrkräfte gilt dagegen – wie bislang bundesweit – das Entgeltfortzahlungsgesetz: Sie müssen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen, wenn die Erkrankung länger als drei Kalendertage dauert; der Arbeitgeber kann sie auch früher verlangen. Sollte die Bundesregierung ihre Pläne umsetzen, würde die neue Attestpflicht für Tarifbeschäftigte unmittelbar gelten. Ob die Länder ihre beamtenrechtlichen Regelungen anpassen, ist dagegen offen.
News4teachers hatte bereits über die Pläne der Bundesregierung berichtet. Die Koalition will die telefonische Krankschreibung abschaffen und Beschäftigte künftig verpflichten, bereits am ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begründete dies mit den seit der Corona-Pandemie gestiegenen Krankenständen. Kritik kam unter anderem von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Lufthygiene (DAGL), die den eigentlichen Ursachen hoher Fehlzeiten in Atemwegsinfektionen und den Folgen der Pandemie sieht. Der Verein warnt davor, dass vollere Wartezimmer zusätzliche Infektionen begünstigen könnten, und fordert stattdessen stärkere Investitionen in Prävention und gesunde Raumluft.
„Die Praxen werden komplett überlaufen sein, wenn künftig jeder Infekt bereits am ersten Krankheitstag ärztlich bescheinigt werden muss“
Gerade für Schulen ist diese Debatte besonders relevant. Wie der Fehlzeiten-Report 2025 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), über den News4teachers ebenfalls berichtet hat, zeigt, werden die Krankenstände im Bildungsbereich vor allem durch Atemwegsinfekte und psychische Erkrankungen geprägt. Jeder fünfte Fehltag entfällt auf Atemwegserkrankungen. Zugleich weist der Bildungsbereich einen überdurchschnittlich hohen Anteil kurzer Erkrankungen von ein bis drei Tagen auf.
Die private Krankenversicherung Die Bayerische verweist zudem auf die hohen psychischen Belastungen des Lehrerberufs. Große Klassen, Konflikte mit Eltern und Schülerinnen und Schülern, steigende Erwartungen sowie zusätzliche Aufgaben durch Inklusion und individuelle Förderung führen nach Einschätzung des Versicherers dazu, dass Lehrkräfte überdurchschnittlich häufig unter emotionaler Erschöpfung litten und vergleichsweise oft vorzeitig aus dem Dienst ausscheiden.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage an Bedeutung, ob die geplante Attestpflicht überhaupt alle Beschäftigtengruppen gleichermaßen erfassen wird. Wie der Münchner Merkur berichtet, gelten in vielen Ländern bereits heute beamtenrechtliche Sonderregelungen. In Bayern müssen Landesbeamte ein ärztliches Attest grundsätzlich erst nach mehr als drei Kalendertagen vorlegen, sofern der Dienstvorgesetzte nichts anderes verlangt. Das dortige Finanzministerium erklärte der Zeitung, sollte sich die Rechtslage für Arbeitnehmer ändern, werde eine „systemkonforme Übertragung für den Beamtenbereich“ geprüft. Auch für Bundesbeamte gilt nach Angaben des Bundesinnenministeriums bislang keine generelle Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag. Nach dem Bundesbeamtengesetz ist ein ärztlicher Nachweis vielmehr „auf Verlangen“ vorzulegen; ob daran festgehalten wird, ließ das Ministerium offen.
Kritik an den Plänen kommt deshalb nicht nur aus dem Bildungsbereich. Der Deutsche Beamtenbund (dbb) lehnt eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag grundsätzlich ab. Vorsitzender Volker Geyer sprach laut Münchner Merkur von einem „ärgerlichen Misstrauensbeweis gegenüber den Beschäftigten“. Auch Ärztinnen und Ärzte warnen vor erheblichen Folgen. Der Allgemeinmediziner Dr. med. Stefan Reschke sagte dem SWR, die Praxen würden „komplett überlaufen sein“, wenn künftig jeder Infekt bereits am ersten Krankheitstag ärztlich bescheinigt werden müsse. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg rechnet nach Angaben des Senders allein im Südwesten mit rund drei Millionen zusätzlichen Arztkontakten pro Jahr. Auch ver.di sieht die Pläne kritisch und erwartet eher längere als kürzere Krankheitszeiten. Zustimmung kommt dagegen vom Unternehmerverband Baden-Württemberg, der die Attestpflicht als „wichtiges gesellschaftliches Signal“ bewertet.
Ob Baden-Württemberg seinen Sonderweg für verbeamtete Lehrkräfte – Attestpflicht erst nach einer Woche – tatsächlich beibehält, ist derzeit noch nicht offiziell entschieden. Wie die Stuttgarter Zeitung aktuell berichtet, will die grün-schwarze Landesregierung an dieser Regelung jedoch festhalten. News4teachers










„…[Investition in]…gesunde Raumluft [in Schulen]…“
Erinnert noch wer Corona? Luftfilter?
Pepperridge Farm erinnert… 😀 / 🙁
Während Beamt*innen da besser Geräte erhielten oder worauf zielt der Vergleich bezüglich des Artikels?
Es gibt keine faktischen, echten, des Namens werten Aufbesserungsinvestitionen in normale Schulen.
Gesunde Luft?
Nicht mal Corona konnte dazu verleiten, mal zu investieren.
Wird auch folgend nicht geschehen.
Also nicht wirklich zum Thema zwischen Angestellten und Beamten (meines Wissens teilten die sich damals die Luft)
Transferwissen aktivieren:
Wenn die geößte Gifaseuche aller Zeiten (™) als Motivation nicht ausreicht…
Da muss man sich nicht wundern, dass die „Wut auf die Beamten“ nicht nur bleibt, sondern wächst und die Debatte um das Beamtenturm nicht endet.
Die Beamten können was genau dagegen tun?
Es wäre vielleicht schon geholfen, wenn sie sowas nicht immer kleinreden oder argumentieren, es würde keiner mehr Lehrer werden wollen, wenn es das nicht mehr gibt.
Für viele junge Menschen ist das aber leider eine große Motivation. Zumindest die, mit denen ich gesprochen habe. Warum auch auf Geld verzichten, wenn man woanders auch was findet? Ist das schon „kleinreden“.
Von mir aus können die Angestellten ab Morgen den Beamten gleichgestellt werden. Wo ist die Petition, die unterschreiben soll?
Womit Sie also wieder die Sonst-wird-keiner-Lehrer-Werden-Keule schwingen, nur weil Sie mit 3 Interessenten persönlich gesprochen haben. Ich vermute, Sie haben nur Muffensausen, dass man Ihnen Ihre Privilegien beschneidet. So müssen imaginäre junge Leute dafür herhalten, mit den Sie gesprochen haben. 😀
PS: Es gab so eine Petition vom VBE. Das war leider nur ein Werbe-Gag für sich selbst.
Woher kommt eigentlich immer dieser Hass auf die Beamten? Ich kann ja verstehen, dass man sich ungerecht behandelt fühlt, aber da strebe ich doch an, die gleichen Privilegien zu bekommen wie Beamte. Stattdessen wird gefordert, dass Beamte Privilegien verlieren.
Verstehe ich nicht. Da hat keiner etwas von. Stattdessen gleiche Rechte fordern. Meine Unterschrift wäre auch dabei.
Und übrigens habe ich auch die Erfahrung mit jungen Leuten und Studenten gemacht, dass die Verbeamtung ein großer Anreiz ist.
Ich kann es verstehen.
Wieso bezeichnen Sie Kritik als Hass?
Wenn die Verbeamtung der größte Anreiz ist, Lehrer zu werden, dann hat man seinen Beruf verfehlt ……
Glauben Sie es halt nicht, mir auch egal. Und meinem Alter hat man kein „Muffensausen“ mehr, ich hab vorgesorgt.
Hämorrhoiden stattdessen?
Zunehmenden Harndrang, vor allem nachts …
Ich unterschreibe mit.
Erst fragen Sie, was können Beamte gegen diese Ungerechtigkeit tun, dann – nachdem es eine sinnvolle Antwort gab – schreiben Sie, ohne diese Vorteile würde niemand mehr Lehrer werden wollen (bzw. kaum jemand von den jungen Leuten). Also schreiben Sie ja genau das, was @Namina kritisierte.
Ihre Frage war also auch nicht ernstgemeint! Sie hofften wohl auf eine Antwort á la „da kann man leider nichts machen, die beamten sind ja nicht schuld daran“. (???)
Sind sie auch nicht.
Scheinbar verstehrn Sie die SIMPELSTEN Machtdynamiken nicht:
WARUM GENAU soll der Dienstherr Lehrer verbeamten (was richtig und gerecht ist!), wenn es Leute zu gleichen Konditionen UND OHNE JE ECHT ZU STREIKEN für grob 1000 Euro und mehr billiger machen?
Warum?
Aus menschenfreundlicher Liebe, oder was?
Wenn Sie jetzt große Kulleraugen machen, wütend das Fäustchen ballen und in gerechter Empörung rufen: „Weil das sooooo ungerääächt ist!“ müssen Sie über die Welt noch viel lernen…
Das bedeutet:
JE ÖFTER der Dienstherr Budget-Lehrkräfte ohne Beamtenpremium bekommt, UM SO HÖHER ist der Anreiz, genau diese Nummer (gleiche Pflichten, geringere Kosten) NOCH MEHR zu probieren!
Das ist nicht logisch. Erklären Sie doch mal, wieso die Lehrer-Verbeamtung in den ostdeutschen Bundesländern zeitweise abgeschafft wurde von den Dienstherren trotz Ihrer Argumente? Für rund 20 Jahre. Und wurde unlängst wieder angeregt. Es gab nur keine Mehrheit.
Wobei im Papier der Rentenkommission ja doch und das soll 1:1 umgesetzt werden. Lehrer sollen nicht mehr verbeamtet werden. Und Ihre Argumente dabei???
Natürlich ist es logisch.
Natürlich können Sie und die Politik das anders sehen oder behaupten.
Die Logik „Ich kriege faktisch die gleichen Arbeitnehmer X hunderte Euro billiger!“ ist so simpel und glasklar, dass nicht einmal eine faktengecheckte Richtigdenkstudie dagegen ankommt.
Ich kann das ja auch nicht ändern, dass junge Leute (die ich so kenne) den öffentlichen Dienst (nicht nur das Lehramt) höchstens zum „Überwintern“ bis zum nächsten guten Joabangebot nutzen … also zumindest im Angestelltenverhältnis. Die gut ausgildeten können doch rechnen.
Es wird natürlich auch noch Menschen geben, die Lehrer werden. Aber sind das die, die wir brauchen? Oder die, die zu faul / zu blöd oder sonstwas sind, um woanders durchzustarten? Diese Frage ist (obwohl ziemlich polemisch gestellt) durchaus ernst gemeint.
Ach so: Ich bin nicht schuld!
Vielleicht werden die o.g. (faul, blöd) eben keine Lehrer mehr, wenn die Verbeamtubg wegfällt.
Fände ich gut, wenn niemand mehr gegen seinen Willen in einem Job bleiben muss, den er nicht mag oder nicht kann.
Ist für alle besser. Für die, die das machen können, wofür sie geeignet sind und für die Kinder, weil kein innerlich gekündigter die Zeit absitzt ….
Wäre super, wenn das so kommen würde.
Öl ins Feuer?!
Dieser Logik folgen wohl auch Politiker*innen, die Verbeamtung und Schulpflicht abschaffen wollen – dann gibt es angeblich weniger Wut…
Alle Tiere sind gleich, aber manche sind …
Oweh… Aber ja, garantiert, was gemeint war.
Hauen Sie den Spruch beim nächsten Mal raus, wenn Senior*innen Ermäßigung beim Freibadbesuch erhalten? (augenroll)
Kein Problem, die Ermäßigung krieg ich sowohl als Senior als auch als Schwerbehinderter
„Alle Tiere sind gleich, aber manche sind …“
Hat sie (?) ja auch Recht mit.
Bei den SeniorInnen geht es um das Alter. Nicht um eine „aber nur bestimmte Senioren“.
Bei Erkrankungen geht es um „bedarfsgerecht“.
Wie ist es bei Beamtentum vs. Angestellte?
Dort werden gleiche Pflichten angesetzt. Aber die Rechte sind andere? Warum?
Man könnte ganz einfach ein unterschiedliches Profil machen.
Oder die „Pflichten“ halt differenzieren.
Oder „keine Abordnungen der Angestellten“ – „Pflichtabordnungen von Beamten nach Zeit XY“.
Dann hätte man eben „unterschiedliche Profile“ und „unterschiedliche Anreize“.
So ist das eben wie 447 richtig sagt. Es ist eine Kosteneinsparung. Mehr auch nicht.
Jetzt könnte man sagen: Selbst Schuld – man kann sich was anderes suchen.
Da würde ich zum Teil sogar zustimmen tatsächlich.
Ich würde aktuell nicht als Angestellter an einer Regelschule arbeiten. An meiner Privatschule habe ich zumindest zum Teil ein anderes Profil. Dazu bestimme ich es zum Teil mit.
Im direkten Staatssystem würde ich mich jeden Tag verarscht vorkommen.
Einfach nur absurd. Typisch deutsch. Ich kann jeden tariflich Angestellten verstehen, der das System Schule verlässt. Weniger monatliches Netto, keine deftigen Zuschläge für Ehe und Kinder, weniger Nettorente, keine PKV, keine Beihilfe. Es ist absurd. ABSURD!
Da stimme ich absolut zu.
Wie jemand überhaupt als Angestellter den Job machen kann ist mir ein Rätsel, da wäre bei mir schon die Selbstachtung davor.
Idealisten, Märtyrer, Verblendete, Verzweifelte,…
Die üblichen Verdächtigen halt.
… oder eben nur das Alter oder der amtsärztliche Befund.
Jeder Produktionshelfer verdient pro Stunde bei null Verantwortung mehr. (Industrie)
Weil Zeitarbeitsfirmen dafür bekannt sind, überdurchschnittlich zu zahlen. Ja, wenn ich das bloß früher gewusst hätte.
Wozu Zeitarbeitsfirmen?
Denn Blödsinn macht man halt nicht mit.
Klar verbeamtet muss man das ja auch nicht, weil „fördern und forden“ ja nur für andere gilt.
Das muss man auch als Handwerker nicht.
Sagen Sie mal solche Dinge (oder auch Dinge, die wir uns als Lehrer anhören müssen) zu ’nem Handwerker – der zeigt Ihnen den Bogel, lehnt den Auftrag ab oder bricht ihn ab und fährt „nach Hause“ bzw. zu ’nem Kunden der weiß was sich gehört.
Sie wissen schon was angestellte Augenoptikergesell*innen verdienen?
Oder warum soviel Handwerker – hier: Bäcker und Metzger – in WOB am Band arbeiten?
Freie Berufswahl, offizieller (!) und überdeutlich-klar formulierter (!!) Kapitalismus…wieso dann diese Berufe wählen oder drinnen bleiben?
Weil die Quandt wollte mich nicht adoptieren
Gibt das dann nicht irgendwann die berüchtigten Grundsicherung – Sanktionen?
Das ist Unsinn.
Nö.
„Unsinn“ ist es, sich in Zeitarbeitsfirmen (in der Regel) ausbeuten zu lassen.
Gibt tausend Möglichkeiten – die einfachste davon ist es, in der Schule aufzupassen, mit gutem Zeugnis nen guten Job zu bekommen und sich bei Verschlechterung der Bedingungen anderswo zu bewerben.
Au Backe, da spricht der Blinde über Farbe.
Btw wir haben uns über tarifbeschäftigte Lehrkräfte gesprochen.Wieso kommen Sie da mit Produktionshelfern?
Farbige Visionen haben eher Leute, die…
– sich unterbezahlen/unterbuttern lassen
– statt dann einzusehen, dass sie halt abgezockt wurden
– das Spielfeld zu wechseln
– diese Problematik zu minimieren
– lueber WEITER SO machen, wodurch sie selbst AKTIV dem Marktmechanismus, der sie schlechter stellt, RECHT GEBEN
Ja, die Blinden, da laufen einige von rum…wenn ich meine Hecke für hundert Eyro schneiden lassen will, Sie machen es freiwillig für 80 Euro…da können Sie so viel schimpfen wie sie wollen, so lange Sie (und Leute wie Sie) die Hecke für 80 schneiden zahle ich keine 100 dafür …weil Ihre Taten (Hecke TROTZDEM günstiger schneiden, dabei jammern) Ihre Worte Lügen strafen.
Willkommen in unserer offiziellen Wirtschaftsform.
Jetzt weiß ich es, Sie sind der Pressesprecher von ATTAC
Nicht wirklich.
Kapitalismus ist doof und stressig.
Alles andere ist nur noch viel, viel, VIEL schlimmer.
Mit nem Preis geht man doch eher runter, wenn man sonst keine Chance hat, frag Kleinanzeigen.
– Privatschule
– Hort
– Kita/Kiga
– Jugendhilfe
– Sozialarbeit
– Coaching / Montoring / Teamteaching / Supervision
– Erwachsenenbildung
– Fachbezogene Arbeit
– Selbständigkeit
– Workshops
– Schulbegleitung
– …
– …
Die Möglichkeiten sind hoch und weit. Fachliche Anerkennungen und Anrechnungen gibt es inzwischen ja auch viele.
Die Frage ist halt, ob man das will.
Ist man mit dem Gehalt im Profilbereich „Angestellte Lehrkraft“ zufrieden? Dann ist das ein „individuelles Entscheiden“.
Bleibt das System trotzdem unfair und „Rotz“? Ja.
Kann man damit dann umgehen? Manche können es. Manche nicht.
Ist das „gut“ gesamtgesehen? Nein.
Es ist oft jedoch „einfacher“ und realistischer den eigenen Weg zu ändern, als dass sich ein System ändert. Wenn man langfristig unzufrieden ist, dann ist das ein Zeichen zumindest.
Gerade im sozialen Bereich ist es ja kein Problem „zu wechseln“ nach Qualifikation. Überall besteht tatsächlicher Bedarf – manchmal wird Mangel gehalten. Überall ist Mangelbereich gesamt gesehen jedoch.
Das Bildungssystem ist unfair. Grundlegend. Und das sogar auf vielen Ebenen. Man kommt damit „klar“ oder nicht. Zu kritisieren ist es. Selbstverständlich. Ändert nichts daran, dass man sich letztendlich auch – aus welchen Grund auch immer – dagegen entscheiden kann.
Ob gegen Verbeamtung.
Gegen Angestelltenstatus.
Gegen …
Viele hoffen einfach, dass sich „von selbst“ das angleicht. Ne, wozu auch? Ist doch eine bewusste systemische Entscheidung, dass es Beamte und Angestellte gibt im Bereich „Schule – Lehrkraft“. Das ist nicht „gottgegeben“ – das ist eine bewusste politisch gemachte und gestützte Systematik.
Die kann man auch so lange halten, wie sie eben funktioniert.
Da hat 447 einfach Recht meiner Meinung nach.
Also in der „Wirkung“.
Selbstverständlich ist das „kacke und ungerecht“.
Es funktioniert aber (einigermaßen) – sonst wäre es nicht so, wie es ist.
Die Frage ist da immer … Wie lange?
Keine Ahnung …. aber davon viel.
Ja, nur Hasi, der hat‘s erkannt.
Der hat sein Homeoffice nicht ne wird dadurch weniger krank. Im Winter muss er auch nicht aus der Einfahrt 😉
Räumdienst hat er dennoch und der Gehweg ist schneefrei zu halten.
Oh, sorry. Hasi verdient ja genug, das er dem bestellten Hausmeisterdienst bei Räumen von der Terrasse mit dem Feog in der Hand zuschaut.
Wieso Peti muss doch das Haus verlassen, da kann sie doch auch den Räumdienst machen.
Da klingt HomeOffice eher nach Geiselnahme, wenn der Hase keinen Auslauf bekommt.
Ein Fall für den Tierschutz ? – nicht dass n4t wegen Petis Hasen-Haltungsbedingungen noch Probleme bekommt
Also Peta statt Peti?
Oder doch Gyros Pita?
Was witzig klingen soll ist es oft nicht.
Wenn es so gemeint war, umso schlimmer.
@447: Meine Selbstachtung leidet weniger, wenn ich mit sinnvoller Arbeit meine Rechnungen bezahlen kann. Die Alternative wäre ‚wer sponsort mich, ich kann zwar arbeiten, aber meine Selbstachtung verbietet es mir‘.
Dass mir das nicht gefällt ist eine andere Sache, aber mir gefällt der Unterton dieser Beiträge erst recht nicht. Dahinter steckt Abwertung und Verachtung, wie kann man so etwas nur freiwillig machen, was sind das für Trottel. Liebe (meist) Beamte, so leben Millionen Menschen in diesem Land: eine Arbeit, die reicht, um Miete und Sonstiges zu bezahlen, zu Bedingungen, die man nicht unbedingt mag. Wenn diese Arbeit noch als sinnvoll empfunden werden kann, ist das eine nette Zugabe.
Sollen sich die Angestellten mal wieder als Kämpfer gegen das Unrecht dieser Welt für alle exponieren? Wahrscheinlichster Ausgang: Es bleibt bei den unterschiedlichen Regelungen, vermutlich kommen noch Karenztage dazu. Beamtenverbände protestieren dagegen so laut wie gegen die größere Nettolücke nach der Angleichung ihrer Bezüge – überhaupt nicht. Was sagt eigentlich die Selbstachtung dazu, völlig schamlos den Tausender mehr zu kassieren, während andere immer wieder leer ausgehen? Wirklich nur: wer das mit sich machen lässt ist selber schuld und ein Idiot?
@Andreas: stimmt, in dieser Form ist das eine vernünftige, neutrale Aussage
„völlig schamlos den Tausender mehr zu kassieren“
Wieso sollte man sich „schämen“; den „Tausender mehr“ zu kassieren? Schämen sich die verbeamtete Juristen in den Schulbehörden, dass sie den „Tausender mehr“ verdienen als angestellte Lehrer mit formal gleicher Qualifikation?
Schämt sich der scheidende Berliner Bürgermeister für seine knapp 200.000€ Übergangsgeld nach seiner wenig erfolglosen Regierungszeit?
Schämen sich Ärzte dafür, dass sie nicht umsonst behandeln, wo doch medizinische Versorgung ein Menschenrecht ist?
Schämen sich Rechtsanwälte dafür, dass sie für eine Seite KI-generierten Text 300€ kassieren, nur weil sie eine „Gebührenordnung“ haben, die das nicht nur erlaubt sondern sogar verlangt?
Und was würde sich ändern, wenn die verbeamteten Lehrer diesen „Tausender mehr“ (minus PKV-Beiträge wohlgemerkt) nicht mehr hätten? Würden die Angestellten einen Cent mehr bekommen?
Man kann die Welt naiv sehen, muss man aber nicht!
Aus irgendeinem Grund wird aber immer so getan, als müssten wie in vollkommener Demut leben, weil wir ja schon das große Glück haben mit Kindern zusammen zu arbeiten, was ja keine richtige Arbeit ist, und dann noch so viel Geld dafür bekommen.
Ich gönne jedem mehr. Neid ist allerdings eine ganz schlechte Charaktereigenschaft.
Leuchtende Kinderaugen sind doch Lohn genug!
Müssen Sie schon wieder die Redaktion provozieren
Kommentierende tun dem Lehrerberuf keinen Gefallen, wenn sie derart zynisch in der Öffentlichkeit auftreten – es wirkt nicht gerade sympathisch. Manche verstehen augenscheinlich nicht, dass das Forum eines Magazins mit 1,5 Millionen Leserinnen und Lesern im Monat kein Stammtisch ist. Herzliche Grüße Die Redaktion
Reicht doch, wenn man sich während seiner aktiven Zeit den Zynismus vor der Klasse spart, danach muss man aber nicht mehr.
Bin noch ‚aktiv‘. Und mitnichten zynisch, sondern fidel und froh.
Das dürfen Sie mit der Redaktion diskutieren.
Zynismus ist ein möglicher Coping vieler Menschen.
Verändert man ein marodes System zu einem guten modernen System, dann ist Zynismus eventuell weniger gegeben.
Sollen doch die 1,5 Millionen Leseriinnen und Leser auch mal etwas Zynismus lesen. Wo ist das Problem?
Man könnte ja dafür sorgen, dass die Angestellten (und Beamten) etwas zufriedener sind mit den Dienstherren? Die Dienstherren haben durchaus Mittel.
Man entscheidet sich jedoch stets für „einen anderen Weg“.
Das legen Sie dankenswerterweise auch dar. Und bringen Artikel dazu raus.
Und einigen kann man jedoch leider oft nur noch mit Zynismus entgegnen. [Also den politischen (Fehl)Entscheidungen, nicht Ihren Artikeln selbst]
Bisschen Humor darf man auch haben. Hoffentlich.
Meint man, dass Zynismus eine Grundausstattung ist, damit man Lehrkraft wird? Ich denke mal, dass das eher „systemisch antrainiert“ wird bei manchen. Kann man jetzt „schlecht“ empfinden und kritisieren. Sagt jedoch eventuell viel über unser „Bildungssystem“ auch aus. Oder? Wenn das mit „Lehrerberuf“ gleichgestellt wird.
Warum dann auch nicht „ehrlich zeigen“?
„Wir“ sind keine PR Abteilung für „die Schule“. Viele würden inzwischen ja auch davon abraten vom Lehrerberuf und/oder ihn selbst nicht mehr „gehen“.
„Wo ist das Problem?“
Das Problem haben die zig Tausenden von Lehrkräften, die sich sehr ernsthaft um ihre Schülerinnen und Schüler bemühen – und dann unter dem Misstrauen leiden, verkappte Kinderhasser zu sein, weil diese traurigen Spaßvögel ein solches Bild in der Öffentlichkeit abgeben.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das mit den „strahlenden Kinderaugen“ muss man halt dann auch verstehen (können).
Viele Lehrkräfte verstehen das (inzwischen).
Es ist ja nicht gemeint als „Kinder sollen nicht strahlen“, sondern als „nur auf Kinderaugen sich zu beruhen, verbessert keine Situation systembasiert“.
Und schon versteht man es. Sollte man.
Wer es nicht verstehen kann oder will … Meine Güte. Man holt halt nicht immer alle Menschen bei jedem Topic usw. ab. Auch damit wird man leben müssen (auch als Lehrkraft).
Das Bild nach Außen ist primär so bedingt, weil das Bild innen eben eine Katastrophe oft ist. Meistens systembasiert.
Dies könnte man als „Politik(er)“/AG/Bund/Land/Kommune jedoch mal etwas ändern.
Dann „bräuchte“ man auch gar nicht mehr von „strahlenden Kinderaugen“ immer schreiben, weil diese dann selbstverständlich da sind und nicht scheinmäßig als Argument/“Schein-Ansatz“ so benannt werden müssen [„aber die Kinder“].
Was könnte man denn als „einer diese Lehrkräfte“ machen? Man könnte es auf die persönliche individuelle Ebene nehmen und schauen, wie es bei einem selbst so ist? Sind „das Klientel“ zufrieden? Ja? Dann passt es diesbezüglich.
Das mit den Kritik der „strahlenden Kinderaugen“ kommt oftmals von Personen, welche in der Regel doch recht gut „beim Klientel“ auch ankommen. Zumindest meine Erfahrung nach. Sie legen oft den Fokus auf Verbesserungen und sehen das Systemproblem dahinter. Diese geben meistens den SuS/Eltern jedoch eher weniger die Schuld. Warum? Weil sie eben erkennen und anerkennen, dass es primär ein Systemproblem und eine Systemkritik ist. Daher denken sie über die Ursachenfolge meist mehr nach und kommen zum Schluss „Digitalisierung + Sozialisation + Arbeitsbedingungen + Bildungssystem“ … da kommen viele nunmal nicht aus.
Wer das nicht versteht … Pech. Ehrlicherweise. Man kann es erklären. Man kann es verstehen. Wer das nicht möchte, möchte eben „thematisch (auch) nicht abgeholt“ werden.
Wo ich zustimme: Das kann als „reines Nörgeln“ wirken von außen aus betrachtet.
Man kann sich aber als „mündiger Bürger/Mensch“ auch mal bisschen mit Themen beschäftigen.
Keine Ahnung, ob da mein [und anderer] „Interesse (an Systematiken und Systemen)“ „autistischer“ einfach ist, als bei dem Groß der Bevölkerung. Mag sein. Dann ist das eben ein Dilemma.
„Viele Lehrkräfte verstehen das (inzwischen).“ Hier lesen aber nicht nur Lehrkräfte mit – selbst meine Güte.
Ist das so schwer zu verstehen, dass das hier kein Stammtisch, sondern die Öffentlichkeit ist?
„Wer das nicht versteht … Pech.“ Nein – Pech haben Lehrkräfte, deren Interessen (wenn’s drauf ankommt) dann eben in der Öffentlichkeit zum Abschuss freigegeben werden – sei es in der Diskussion um Arbeitszeit, sei es in der Debatte um vermeintliche Beamtenprivilegien.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Hier wird niemand provoziert. Aber wenn man sich zu Gemüte führt, was meine Ministerin verlauten lässt…wiederhole ich die Aussage- ironisch, aber nicht zynisch.
Sie haben den „Witz“ aka running gag nicht erkannt.
Ja, aber die anderen auch…leider völlig am Thema vorbei, aber so ist das wohl, wenn Reflexe getriggert werden.
‚Idealisten, Märtyrer, Verblendete, Verzweifelte,…
Die üblichen Verdächtigen halt.‘ – darauf gehen sie nicht ein, es reicht nur für ein allgemeines, ziemlich sinnloses ‚aber das steht mir zu‘. Überraschung, das ist mir völlig egal! Jeder soll sich meinetwegen sichern, was der Markt hergibt. Nicht egal ist mir, als Verblendeter, Verzweifelter oder als (dummer) Idealist bezeichnet zu werden, wenn ich aus Gründen dieses ‚Marktes‘ auch zu deutlich schlechteren Bedingungen diesen Beruf ausübe, weil ich ihn für wichtig und sinnvoll halte. Meine Selbstachtung beruht z.B. auch darauf, Ausbeutung und Ungerechtigkeit nicht unwidersprochen hinzunehmen. Noch einmal, wie steht es mit ihrer Selbstachtung, können Sie wirklich Menschen verhöhnen, nur weil sie schlechtere Bedingungen akzeptieren (müssen), ohne diese Selbstachtung zu verlieren?
Ist das nun deutlich genug oder greift wieder der Reflex ‚alles nur Neid‘? Ist jetzt klar, dass es nicht allen und immer ums Geld geht? Der Begriff Scham gilt nicht dem höheren Verdienst, sondern diesen Beschimpfungen, die einem ’sollen sie doch Kuchen essen‘ sehr nahe kommen.
Das ist kein „Verhöhnen“ sondern einfach Anerkennung der Realitäten. @447 hat es passend beschrieben: Wenn Ihnen jemand für 80€ statt 100€ die Hecke schneidet, nehmen Sie das Angebot auch ohne zu Zögern an, hat ja selber Schuld, wenn er es für 80€ macht…
Dass Personen für exakt dieselbe Arbeit weniger Geld bekommen, finden Sie woanders auch: Leiharbeiter in den Autokonzernen bekommen auch nur ca. 2/3 dessen, was die Stammarbeiter bekommen, dazu keine vierstelligen Bonuszahlungen pro Jahr und 15% Krankenstand können die sich auch nicht leisten. Wo bleibt da der #Aufschreib des „Bildungsbürgertums“?
Nebenbei: Viele derjeinigen, die sich hier über die „Benachteiligung“ der Angestellten mokieren, beschäftigen ganz selbstverständlich eine Reinigungskraft zum Mindestlohn, denn „man hat es sich ja verdient“ oder „keine Zeit meine Wohnung / mein Haus zu putzen“. Wenn dann nicht gleich bar bezahlt wird, um auch diesen zu umgehen.,,
„Gerechtigkeit“ gibt es nirgendwo. Wer sich auf schlechte Bedingungen einlässt, soll bitte nicht denjenigen die Schuld geben, die das nicht tun.
Und die „moralischen“ Argumenten („diesen Beruf ausübe, weil ich ihn für wichtig und sinnvoll halte“) ist doch Unsinn. Wenn einem Moral so wichtig ist, dann muss man auch die negartiven Seiten (schlechtere Bezahlung) akzeptieren oder seine Moral woanders ausleben. Und nicht anderen fehlende Moral vorwerfen, die das nicht tun. Moral muss man sich übrigens leisten können…
„Moral muss man sich übrigens leisten können…“
Antwort darauf im DLF:
Moralismus-Debatte
Hype um die Hypermoral
Moralismus, Hypermoralismus, Moraldiktatur:
>> In Deutschland scheint es 2018 schlimmer zu sein, moralisch zu argumentieren als unmoralisch zu handeln. Ein Ausweg könnte der Plural sein: die Moralen.
>> gilt wohl auch 2026 noch
Quelle
Von Christian Röther | 10.08.2018
Moralismus-Debatte – Hype um die Hypermoral https://share.google/ZMVPX4umrahbG2Nf
UND: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“, schrieb einst Berthold Brecht.
Sind die Grundbedürfnisse erst einmal befriedigt, wird das Fressen selbst – also die Art und Weise, wie wir konsumieren, uns ernähren und welche Ressourcen wir verbrauchen – zu einer moralischen Frage.
Nicht versagen und Jens Spahn fragen
Hat sich erledigt…
Nee, ist erledigt. Friedrich hat als Zerspa(h)nungsmechaniker ein spa(h)nabhebendes Verfahren eingesetzt.
Nochmal, auch Sie suggerieren hier, derjenige, der die Hecke für 80 Euro schneidet, hätte das Monopol. Das ist falsch!
Erklären Sie das auch noch bitte?
Momentan scheint mir die Aussage sehr konsistent und logisch zu sein von Realist.
Jetzt weiß ich, warum viele so arme Schlucker sind. Sie gönnen sich Moral, obwohl sie sich sie nicht leisten können. 🙂
Wäre das nicht etwas für den neuen Sparkurs der Regierung?
“ An alle Ehrenamtlichen: Spart Moral und werdet reich!!“
Ach, nee, lieber nicht, sonst wird das Land noch arm…
„Spiel dein Spiel und wehr dich nicht“ frei mach H. Hesse schließt aber auch nicht aus, dass man eindeutig sagt, dass gleiche Leistung auch gleich bezahlt werden sollte. (Lassen wir die unseligen olympianischen Stundenvorgaben mal beiseite.)
Naja, soundsoviele hundert Euro monatlich mal soundsoviele hunderttausend Beamte, da kämen Summen zusammen, die man super in bessere Arbeitsbedingungen in Schulen investieren KÖNNTE.
Keine Einbettzimmer mit Einzel Betreuung mehr im Krankenhaus für ebenso viele KÖNNTE auch in bessere Zustände in Krankenhäusern verwandelt werden.
Die Beihilfe übernimmt keine Einbettzimmer und Einzelbetreuung. Diese ganzen tollen Dinge muss ich extra „bezahlen“.
Beihilfe übernimmt die normalen Kassenleistungen, zahlt aber den Ärzten den 2,3fachen Satz. Warum? Keine Ahnung!
Dem Land sind seine Beamten eben lieb und teuer. Bei medizinischer Versorgung in den Unikllniken ist das doch ein reines Kickback-Geschäft und ansonsten eine Subventionierung der notleidenden freiberuflichen Mediziner.
Wenn Sie es SELBST so zuspitzen ?
Ja.
Ja, aus meiner subjektiven Warte ist es idiotisch und schwach, sich so ausbeuten zu lassen.
Man kann die Branche wechseln, sich aus-/fortbilden lassen und vieles weitere mehr.
Und nicht nur ist es ökonomisch dumm, es ist sogar schädlich für alle anderen in der gleichen Lage,weil man dadurch „den Preis kaputtmacht“.
Spezifisch beim Lehrerberuf als Angestellter kommt dann alles zusammen:
Riesig lange Ausbildungsdauer, riesen hochgehypte Anforderungen, viel Verantwortung – für ein Gehalt, über das (bei ECHTER Arbeitszeiterfassung!) „Hauptschüler Industrie am Band“ ja schon ein bisschen lachen.
Und dass „Millionen Menschen“ sich eine ganze Menge im Gesamtkomplex „Arbeit-Bezahlung-ökonomische Lebensbasis“ gefallen lassen ist richtig.
Es ist mit eine der Ursachen für (auch international gesehen) miese private Vermögen, miese Wohneigentumsquoten, mickrig-geizige späte Renten, mangel(hafte) Inlandsnachfrage und vieles mehr.
vhh hier mischen Sie aber doch gerade „generelle Arbeitsumstände“ mit „Situation Schule/Akademiker“?
Dass viele Menschen leider in Arbeiten „reingebracht“ werden … Das ist eine Sache.
Eine andere Sache ist die „Zweiklassen (Mehrklassen)- Gesellschaft im gleichen Profil Lehrkraft/Schule“.
Und da ist es jetzt nicht so, dass man gar keine Option hat. Doch die hat man.
Ich kann an einer Regelschule arbeiten. Ich kann aber auch an eine Privatschule wechseln.
Alles hat Vor- und Nachteile.
Ich habe mich bspw. gegen eine Verbeamtung entschieden und diese „aufgelöst“. Dann bin ich gewechselt an eine Privatschule.
Ich könnte gar nicht „als Angestellter Lehrer“ bei gleichen Profil an einer Regelschule arbeiten. Das würde mich „gedanklich“ einfach komplett „zerstören“.
Als Beamter will ich jedoch auch nicht an einer Regelschule aktuell arbeiten.
Also „optionslos“ ist nur, wer sich nicht auskennt oder selbst eingrenzt.
Will man – warum auch immer – nur als Lehrer an einer Regelschule unterrichten … Tjo, dann ist das aktuelle System einfach systemisch ungerecht. Bleibt zu kritisieren. Ändert aber an der individuellen Situation nichts. Das muss man schon selbst machen.
Mein Spruch diesbezüglich bleibt: Nicht Sie verändern das System. Das System verändert höchstens Sie.
Sie können jedoch die Rolle in einem System verändern.
Die gibt es nämlich.
Sie waren doch der, der mal behauptete, das wären alles Seiteneinsteiger oder ehemalige systemnahe DDR-Lehrer. Wir klärten Sie damals auf. Nun behaupten Sie den gleichen Mist wieder. Warum?
Wegen Realitätsverweigerung:)
Wenn ich nur an die vielen systemnahen, tarifbeschäftigten Lehrkräfte in NRW denke …
Sind auch nur zwischen 20 und 25%.
Mit anderen Worten etwas 40.000.
GEW und VBE tun nichts für uns, wir brauchen die SchaLL bundesweit !!!
Wer ist denn in NRW angestellte Lehrkraft?
Den größten Teil dürften Vertretungslehrkräfte ohne Festanstellung ausmachen. Beim Rest dürfte es sich um Lehrkräfte handeln, die beim Berufseinstieg zu alt für die Verbeamtung waren, oder um Seiteneinsteiger oder um Kollegen, die die amtsärztliche Untersuchung nicht bestanden haben.
Zum Teil ist da eine ungleiche Bezahlung gerechtfertigt, in vielen Fällen aber auch nicht. Auf jeden Fall ist es komplizierter als von vielen dargestellt.
Nein. An meiner letzten Schule waren sowohl der AL 1 als auch der Al 2 tarifbeschäftigt und an meiner Ausbildungsschule die DL.
Ich rede von unbefristet Beschäftigten.
Bei den 20% ist natürlich ein Teil, der befristet beschäftigt ist und Kettenverträge erfüllt.
Genau, eigentlich fehlt es in allem attraktiven Bereichen, wenn wir es zusammenfassen mit Homeoffice und der 35 Std Woche!
Weil das Bundesland nicht vebeamtet? Oder weil andere soziale Zwänge es verhindern (Bsp. Berufsschullehrer frisch ausm Ref wird eben nicht an der Gesamtschule verbeamtet.)
Lehramt GY/BK – da ist es doch egal, an welcher Schulform man verbeamtet wird. Wenn ich an eine GE will, dann bewerben ich mich doch da.
Dann wird man doch nicht Lehrer bzw. bleibt es nicht, sobald man den „Betrug“/“schlechten deal“ bemerkt ?!?!
Lieber arbeitslos, oder was? Leute, Leute….
Logischerweise ist man zwar vielleicht arbeits- aber sicher nicht beschäftigungslos…aber ich sehe schon, verschiedene Welten…
Helmut Schmidt und sein Spruch zu den Visionen, Sie wissen schon. <Stinkefinger-emoji>
Argumente sind also alle.
Ok.
Wegen Schmidt oder wegen Mittelfinger?
Ja, ein bisschen Schmidt und Loki dazu wäre echt nicht schlecht.
Wusste ich doch, kein Franke. Der hätte nämlich gefragt, ob diese „gar“ seien.
🙂 „go(a)r“ sagen viele auch im restlichen Bayern
C’est vrai oder eben „passt schon“
Warum arbeitslos?
Würde ich „heute“ kündigen, hätte ich spätestens morgen neue Jobangebote/Jobzusagen.
Keine Ahnung … Viele haben da „viel Bedenken“ irgendwie. Hatte ich ja auch. Aber die Realität war bei mir dann, dass ich eine „Stellenauswahl“ damals hatte. Ich durfte mich zwischen einigen Stellen entscheiden.
Seitdem hatte ich ebenfalls auch „anfragen“.
Also entweder das ist so ein „regionales Ding“ … Oder ich weiß auch nicht.
Wenn ich mir über eine Sache wirklich gar keine Sorgen mache ist, dass ich „ungewollt arbeitslos“ wäre. Langfristig sowieso nicht.
Es gibt kein „Monopol“. Das bildet man sich nur ein. Der potentielle Arbeitsmarkt mit Profilbereich XY ist (normalerweise) da.
Dazu kenne ich inzwischen auch zu viele, welche halt „andere Wege“ einschlugen.
Die meisten davon wurden zufriedener zudem. Klar, sonst wären sie ja auch oft nicht den Weg gegangen …
Kenne auch im DAZ-Bereich [Migration, Fluchtarbeit] Menschen mit Lehramtsstudium, welche dort weitgehend zufrieden sind. Die kamen halt nicht unter. Gab keine Planstelle. Auch solche Wege geben Wege … Und?
In den ostdeutschen Bundesländern wurde gut 20-30 Jahre nicht verbeamtet (Lehrer). Es wollte aber auch nicht jeder in den Westen ziehen. Ein Haus z.B. kann man nicht mitnehmen. Die Schule der Kinder auch nicht. Den Freundeskreis ebensowenig.
Nun sind manche zu alt für die Verbeamtung. In Sachsen wurde nur bis 42 verbeamtet, als das wieder eingeführt wurde. In Brandenburg ähnlich.
Ich sach nur: „mobile home“.
Das kann ich schon eher nachvollziehen.
Aber warum dann Lehrkraft bleiben?
Im Agestellten-Status stimmt da doch vorne und hinten nix…
Was wäre in der Ostdeutschen Provinz in den 90ern denn die Alternative gewesen? Ich glaube, manche haben keinerlei Ahnung, wie es im Osten damals war. Das ging bis in die 00-Jahre hinein.
War in den 90ern im Westen doch nicht anders.
Ich arbeite seit ich 16 bin und habe mein Gemüse im Studium (Wohnfläche: 3 x 3,5 m) hauptsächlich für „ne Mark“ an den Wochenmärkten nach Standschluss bekommen – denn nix Bafög, weil meine (ehrlichen) Eltern minimal zu viel verdienten und sich nicht „armrechnen“ wollten, weil „sowas macht man nicht!1!!!1“.
Was man dann macht?
Umziehen. (Und ja, das kann gerade beim ersten mal eine massive, negative Umstellung sein, Sprung ins kalte Wasser und so)
Hätteste preiswerter haben können, du hättest nur deine Hilfe beim Marktabbau anbieten müssen …
Aber Akademiker und körperliche Tätigkeiten …
Da gabs viele Möglichkeiten.
Bei mir wars körperlich Landschaftsbaufirma, Spedition
(LKW be-und entladen), dann auch Verkauf bei Bonanzajeans, Bedienung an der Theatiner Str
(kam echt was rein), HiWi an der Unität……. – hat nicht geschadet und > hab viel gelernt.
Meine praktischen Erfahrungen waren wesentlich unterirdischer.
Ist richtig.
Wenn man jedoch „zufrieden mit dem eigenen Profil“ ist. Und sich nicht vergleicht. Und das auch gedanklich trennen kann.
Dann: Warum nicht?
Ist dann wiederum auf der individuellen Ebene ja nachvollziehbar.
Gesamtgesehen ist das System trotzdem „arsch“. Aber manche schaffen es das zu ignorieren.
Ich könnte das nicht. Zumindest nicht in einem 1:1 Profil.
Da gibt es unterschiedliche Ansichten.
Warum Niedersachsens Kultusministerin jungen Lehrkräften (zunächst) vom Beamtenstatus abrät – News4teachers
Das macht es für junge Leute vermutlich nicht einfacher zu entscheiden, welcher Status besser ist.
Es ging doch um den Vergleich Angestellter-Beamter, sprich: Doppele Maßstäbe! Angestellte haben die A-karte in 90% der Vergleichskriterien und vorallem in den wichtigsten Vergleichskriterien. Nämlich dem CASH!
… aber, aber – dafür arbeiten die Angestellten auch 38,5 Stunden je Woche
Sagt das die Arbeitszeiterfassung?
Nein, der Tarifvertrag für den ÖD. Fragen Sie doch einmal die RB der Landesverwaltung in NRW.
Ich weiß, was da drin steht, aber im Kollegium arbeiten eben alle gleich.
Nein, die Angestellten unterrichten eben schneller. An GE unterrichten die Angestellten die 25,5 Deputatsstunden eben in 38,5 Wochenstunden, während die beamten für das gleiche deputat 41 Wochenstunden zur verfügung haben. Die 2,5 Wochenstunden sind ja auch der Grund für die geringere Nettovergütung sagt der AG – zumindest den RB, die den 44er nicht einmal kennen müssen, die dafür aber eine Arbeitszeiterfassung bzw. Vertrauensarbeitszeit haben.:)
Treffen sich zwei Oberamtsräte auf dem Flur ihrer Behörde. Sagt der eine zum anderen: „Schläfst du heute auch so schlecht?“
„Nein, die Angestellten unterrichten eben schneller.“
Ich sagen den Kollgen dann morgen mal beim Bierchen, dass sie im nächsten Schuljahr bereits nach 40 Minuten gehen können. Die werden sich freuen.
Ich kannte das bisher nur aus der Musik: Wer schneller spielt, ist eher fertig.
Berühmte Aufgabenstellung zur proportionalen Zuordnung:
„Ein großes Synphonieorchester mit 63 braucht für ein Musikstück 3’45“. Wie lange benötigt eine 6-Mann-Combo für das gleiche Musikstück?“
Darüber solltest Du einmal mit deinen Kolleg*innen diskutieren:)
Leider ist der schon bekannt und ausdiskutiert 😉
Ab und zu mach ich das nochmal mit Schülern, macht aber auch Spaß.
Tja, die allermeisten Mathe-Pauker sind nämlich „gleich doof“ – sagt zumindest die Masse der Mathe-Phobiker
Vielleicht „sollten“ Sie Ironie und Sarkasmus benennen/kennzeichnen.
Scheinen manche ja anscheinend nicht sonderlich raus lesen zu können.
Nein.
Ja, ja, dass Sie das sagen?!? Ironie? Wo merkt man das denn? Das Stundensoll ist gleich!
Das ist doch der Witz, dass durch den Paragraphen 44 des TV-L angestellten Lehrkräften das gleiche Deputat auferlegt wird, aber dennoch die Wochenarbeitszeit für Sngestellte des Landes die 38,5-Stunden-Woche vertraglich gilt.
Absolut richtig.
Ich halte diesen Rat für falsch. Als junger Mensch denkt man nicht an die Rente, aber man kann durch Krankheit auch erwerbsunfähig werden und dann ist man als Beamter viel besser abgesichert. Das könnte auch wichtig für Familienväter – und Mütter sein. Außerdem ist Privatpatient in einer Zeit, in der die gesetzlichen KK immer mehr Leistung abbauen, auch nicht zu verachten.
Aber man darf nicht streiken!!
Und in richtigen Biergärten darf man seinen eigenen Imbiss zum Kaltgetränk mitbringen
Aber dennoch hat mal als Beamter einschneidende Nachteile, die man immer im Auge haben sollte.
Man darf zum Beispiel nicht streiken.
Und das ist ein MASSIVER Nachteil und echt das krasseste, was einem so zugemutet werden kann. Da muss man überlegen, ob man sich das echt antut.
Ist ja nicht so, dass die Neider ein vollständiges Bild zeichnen, wenn sie so leichtfertig von mehr Netto, Pension, Altersgeld, Beihilfe, günstigen Versicherungen, unbegrenzter Besoldung, … sprechen.
Das ist alles teuer erkauft, denn – nochmal, bis es alle verstehen und verinnerlicht haben:
BRAMTE DÜRFEN NICHT STREIKEN!
„BRAMTE DÜRFEN NICHT STREIKEN!“
Und das ist auch der Nachteil für die Angestellten KuK. Es fehlt an der Streikmacht.
Darüber hinaus dürfen die Beamten allerdings Ihr Gehaltsplus einklagen. Das Klageergebnis war übrigens mehr wie bei den letzten Tarifverhandlungen herausgekommen ist.
Wenn die mal alle Dienst nach Vorschrift machen würden, legt das mehr Schulen lahm als wenn alle angestellten lehrkräfte streiken.
Und jetzt bitte alle eine Runde tief empfundenes Mitleid für die arme @Adriana – oooooooohhhhhhhhhh:)
Bitte, bitte alle mitmachen <winke-winke-emoji>
Beamte lassen streiken! 😉
Auch Sie sollten Ironie und Sarkasmus kennzeichnen, wenn ich mir Onkel Thomas‘ Kommentar so ansehe.
Wobei die Forenbeiträge hier ohne Kennzeichnung tatsächlich witziger sind, wie andere darauf reagieren …
Warum fällt es vielen so schwer Sarkasmus und Ironie „zu lesen“?
Oder ich verstehe das alles immer als Sarkasmus/Ironie und ihr meint das immer ernst. Haha. Wäre auch witzig.
„Da gibt es unterschiedliche Ansichten.“
Können Sie Ihre eigene ins Forum schreiben? Wäre was Neues 🙂
Die Regelung wird nicht kommen!!! Sie ist bereits abgeräumt, denn niemand in der Regierung wird das Fass nochmal aufmachen, es sei denn, man will nicht wiedergewählt werden.
Sie wird entschärft oder mit Getöse umzusetzen befohlen- bei individuellen Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort- und still und heimlich in der Schublade verschwinden.
Also muss hier nicht wieder Öl ins Feuer gegossen werden!!!
Deshalb ja die Sperrung der Straße von Hormus, so kann weniger Öl ins Feuer gegossen werden. – Comprendre?
Das Ungleichgewicht gibts doch schon längst und heißt Homeoffice 😀
Während Lehrer noch an 5 Tagen malochen und alles Präsenz machen.
Das andere ist das Gehalt ohne 13., keine Zulagen, kein Bonus und längerer Arbeit im Alter ohne AtZ Regelung wie bei der IG, Freunde.
Dann führt ein paar Homeschoolingtage ein, besonders bei Eis und Sonne 😉 Eure Peti aus Lippe
Ihr Quatsch wird nicht mit jeder Wiederholung besser. Laut Mikrozensus arbeiten nur 22,7% aller Arbeitnehmer teilweise im Homeoffice, wozu auch die Lehrkräfte schon gehören und auch beispielhaft vom Statistikamt erwähnt werden. (Die Frage war: „Haben Sie in den vergangenen vier Wochen mindestens einmal von zu Hause gearbeitet?“)
Es ist schlicht dummes Zeug, bezüglich des Homeoffice von einem Ungleichgewicht zu Ungunsten der Lehrkräfte zu reden.
Klar, man kann Fakten ignorieren und immer wieder den gleichen Müll wiederholen, macht die AfD schließlich auch immer wieder, aber es wird davon nicht besser.
Naja, es geht aber bei der Debatte um Homeoffice doch nicht um die Samstage und Sonntage, an denen Lehrer gewöhnlich zu Hause arbeiten. Richtig betrachtet arbeiten Lehrer folglich natürlich nicht im Homeoffice. Es sind übrigens 35% aller Akademiker, die im Homeoffice arbeiten.
„Homeoffice“ ist, wenn man den ganzen Tag zu Hause arbeitet und nicht noch abends und am Wochende zu Hause das abarbeiten muss, was man in Präsenz nicht schafft, insofern ist schon die Fragestellung „„Haben Sie in den vergangenen vier Wochen mindestens einmal von zu Hause gearbeitet?““ Quatsch.
Ich nehme PetraOWL nur noch als Troll wahr. Es sind immer dieselben Aussagen von ihr, egal um welches Thema es geht.
Achja? Eine Unverschämtheit. Der Lehrerjob war mal angesehen und viele Lehrkräfte leiden seit längerer Zeit. Es ist gar nicht nur die Arbeit vor Ort, es sind die gesellschaftlichen Bedingungen. Eine Zweiklassengesellschaft ist entstanden. Die Einen fahren zur Arbeit, die Anderen haben Homeoffice.
Die Einen verdienen fürs Hinfahren weniger Geld als die Homeofficejobs zuhause. Solange das ist, brauchen wir nicht über Krankheiten oder Atteste zu sprechen!!
und einen wichtigen Punkt habe ich leider noch nicht angemerkt!
Lehrer 41-50 Std Wochenarbeitszeit und andere Aka Bereiche 35 🙂
7 Std bzw 1 ganzer Arbeitstag, wo ihr weniger krank sein könnt!!
Völlig richtig!
Diese Diskussion ist so überflüssig.. Ja, Beamte haben in bestimmten Bereichen Vorteile- genauso die Angestellten- Nicht alle Beamte sind Lehrer oder im gehobenen Dienst- die Beamten im mittleren Dienst müssen ein Studium absolvieren oder den alterserleichterten Aufstieg machen um in den gehoben Dienst zu kommen- die Angestellten nicht- da reicht die Dienstzugehörigkeit. Sonderzahlungen- Angestellte- LOB- Angestellte- Rentenzusatzabsicherung- Angestellte-Beamte- Familienzuschlag, Beamte – Krankheitstage ohne Attest… und vom der Pension, müssen die Beamten noch ihre Krankenversicherung separat zahlen- das alles wird aber nicht in den Medien verbreitet.. Informiert euch und glaubt nicht alles was in den Medien verbreitet wird.
Aber.. eigentlich gilt das Gleichheitsprinzip- und das wird schon seit Jahren nicht eingehalten… und diejenigen die dafür verantwortlich sind, machen nichts… eure Kollegen können nichts dafür, dass sie in der falschen oder richtigen Laufbahn gelandet sind…
Beamte des mittleren Dienstes – Laufbahngruppe I, zweites Einstiegsamt – studieren nicht, sie absolvieren eine Ausbildung.
Mittlerer Dienst: Sekretär, Obersekretär, Hauptsekretät, Amtsinspektor.
Die Ausbildungsvoraussetzungen für Beamte des mittleren Dienstes und Verwaltungsangestelltw der gleichen Laufbahn sind übrigens identisch.
Und was sollen diese Informationen nun mit der Aussage von Vio S. zu Aufstieg in den gehoben Dienst zu tun haben?
„Die Beamten im mittleren Dienst müssen ein Studium absolvieren.“
Nee, die machen eine Ausbildung.
Und ja, die haben die Chance ihren Verwaltungsfachwirt (A9/E9) zu machen und dann als Inspektor höhergruppiert zu werden, wenn der Stellenplan das hergibt.
Rentner müssen doch von ihrer Rente auch die Krankenkasse noch bezahlen. Der Vorteil ist nur, das geht nach Prozenten. Bei privatversicherten Pensionären hingegen nicht. Wenn sie jedoch lange genug in der PKV waren, fangen sogenannte Rücklagen die Teuerungen auf. Oder man ist bis 55 wieder in die Solidargemeinschaft GKV zurückgekehrt, aus der man sich als gesunder Junger herausgestohlen hatte. Dass das zugelassen wird! Die Rückkehr!?!
Ich glaube, Sie kennen sich nicht so gut aus. Sie verkaufen uns hier Dinge als Vorteile, die doch keine sind.
Was soll das bedeuten, dass Angestellte nicht studiert haben müssen, um in den hohen Dienst zu gelangen? Es kann normalerweise niemand Lehrer werden, der keinen Uni-Abschluss hat. (Alle Seiteneinsteiger bei uns, die noch da sind, haben sich nachqualifiziert und sind nun auch Beamte.)
Angestellte bekommen ein Weihnachtsgeld, ja, die Hälfte davon geht als Steuer weg. Blieben mir letztes Mal 900,-. Viel? Das haben Sie als Beamter jeden Monat mit einem höheren Netto (weil keine Sozialabgaben) wieder raus.
Die Rentenzusatzversicherung zahlen wir Angestellte anteilig selbst. Sie zahlen als Beamter nichts für Ihre Pension. Die ist dann um die 1000,- Euro höher als die Angestelltenrente (je nach Dienstzeit usw.).
Wir bekommen keine Zuschläge für Ehe und Kinder. In BaWü sollen es ab dem 3. Kind dann insgesamt 900,- und mehr an Zuschlägen sein. Fair?
Wir sollen demnächst ab dem 1. Krankheitstag ein Attest haben, „ihr“ erst nach 5 Tagen?!
Bitte verbreiten Sie nicht solche Gerüchte! Da gibt es keinen fairen „Ausgleich“ zwischen Angestellten und Beamten. Macht auch wenig Sinn: Wozu noch Beamte, wenn Angestelltensein genauso „lohnenswert“ wäre? Wer lässt sich ohne all diese Anreize freiwillig „knechten“?
So sieht es aus … Danke!
Blödsinn. Da wird so viel falsch vemengt und nicht differenziert.
Ich empfinde die politische Vereinnahmung der Kassenärzte und-ärztinnen als unverschämt, unverhältnismäßig und absolut übergriffig.
Sie haben einen Eid abgelegt, kranke und leidende Menschen nach bestem Wissen und Gewissen zu versorgen und zu behandeln.
Sie haben nicht geschworen, für einen geltungssüchtigen Bundeskanzler vermeintlich krankfeiernde Arbeitnehmer und Arbeitgeberinnen wieder auf wirtschaftlichen Kurs zu bringen.
Hier werden ihre Zeit, ihre Räumlichkeiten, ihre eigentlichen Fähigkeiten und ihr kompletter Berufsstand politisch missbraucht, während tatsächlich erkrankte Menschen nun länger auf Behandlungen warten müssen.
Ich wünschte, hier käme viel mehr Protest und Widerstand!
Wenn schon, denn schon! Wird sich mancher denken, der/die schon am allerersten Tag zum Arzt muss: da wird die AU auch schon mal länger ausfallen. Dann können alle KuK den Vertretungsunterricht stemmen. Danke dann dafür!
-> völlig sinnlose und kontraproduktive Neuregelung.
Wie ift denn nich? Die Regelung wird so nicht kommen!
Wir Beamten erkranken selbstverständlich hoheitlich und unter Wahrung der gebotenen Würde.
Das ist so. Das sorgt für noch berechtigten Ärger und Unmut bei den rund 200.000 – 250.000 angestellten Lehrern in Deutschland, den man nicht als Neid diffamieren kann. Was daran soll bitte denn gerecht sein, wenn die Angestellten nach 3 Tagen (oder bald ab dem 1. Tag) ein ärztliches Attest brauchen und die Beamten erst nach 5 Tagen?
Zumal die Beamten 100% Gehaltsfortzahlung für unbegrenzte Zeit bekomen und die Angestellten nur 6 Wochen. Wer hat sich sowas nur ausgedacht?!? Es geht ja gar nicht absurder und ungerechter!
Wir Angestellte brauchen eine Interessenvertretung nur für uns, wie die SchaLL in NRW; denn GEW und VBE vertreten im Zweifelsfall doch nur die Beamten!!!!!!!!!!!! Wann weitet sich die SchaLL endlich bundesweit aus?
https://www.schall-nrw.de
Der Dienstherr würde daraus nur einen Nachteil für die Beamten machen, keinen Vorteil für die angestelten. Wir haben ein Haushaltsloch, schon vergessen? Gespart wird sowieso nur auf dem Rücken der Schwächsten, das hat Methode. Die Beamten werden ihre Privilegeien trotz dieser ungerechten Diskriminierung behalten, das ist Fakt.
Und im übrigen, mich ko… es langsam an, dass hier immer wieder erwähnt wird, dass man doch selbst schuld ist, wenn man das Lehramt im Angestelltenverhältnis ausführt. Viele verbeamtetet Lehrer sind so weit weg von der Realität …….
Andi hat mit einem Punkt völlig recht: Der Satz „Dann hätte man sich eben verbeamten lassen“ ist unerträglich. Damit wird eine strukturelle Ungleichbehandlung zur persönlichen Fehlentscheidung der Betroffenen erklärt – nach derselben Logik hätten sich Kranke besser schützen, Teilzeitbeschäftigte mehr arbeiten oder Arme einfach besser verdienen sollen.
Daraus folgt aber nicht, dass jede günstigere Regelung für Beamte für alle Zeiten unangetastet bleiben muss. „Das würde Beamten wehtun“ ist kein sachliches Argument. Entscheidend ist, ob eine Regel einen nachvollziehbaren Zweck erfüllt und mit den besonderen Pflichten des Beamtenstatus zusammenhängt. Sonst hätten wir aus Rücksicht auf diejenigen, die von bestehenden Verhältnissen profitieren, auch die Monarchie behalten können.
Es geht letztlich um die Definition von Solidarität. Gesamtgesellschaftliche Aufgaben werden beispielsweise teilweise über die Beiträge der GKV-Versicherten finanziert, obwohl nicht die gesamte Gesellschaft dieser Solidargemeinschaft angehört. Gleichzeitig soll jede Veränderung eigener Vorteile bereits als unsolidarisch gelten.
Nur zur Einordnung: Ich bin selbst Beamter. Als bloße Neiddebatte lässt sich diese Kritik daher schwerlich abtun.
Mich erinnert diese Haltung ein wenig an das Prinzip „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren“: Die eigenen Vorteile gelten als verdient und unantastbar, während Belastungen selbstverständlich von der Allgemeinheit getragen werden sollen.
Solidarität kann nicht immer nur bedeuten, dass andere zahlen oder Nachteile tragen. Entweder wir verstehen uns tatsächlich als gemeinsame Solidargemeinschaft und verteilen Lasten nachvollziehbar auf alle – oder wir kündigen diesen Anspruch ehrlich auf und sprechen nur noch von Interessenvertretung einzelner Statusgruppen.
„nach derselben Logik hätten sich Kranke besser schützen, Teilzeitbeschäftigte mehr arbeiten oder Arme einfach besser verdienen sollen.“
Das Stichwort heißt „unverschuldet“. Wer ein notirischer Kettenraucher ist und dann irgendwann Lungenkrebs bekommt, den kann man zwar bedauern, aber warum muss man dann „solidarisch“ sein? Oder gefährliche Sportarten wie Skifahren. Da werden eher Risikozuschläge in der Krankenversicherung angebraucht, nein, es gibt kein Menschenrecht auf Kettenrauchen oder Skifahren.
Wer wegen der Work-Life-Balance auf Einkommen verzichtet und nur Teilzeit arbeitet, der soll das machen, aber kann sich dann eben nicht den Lebensstandard eines Vollzeitbeschäftigten leisten. Wer das wegen unverschuldeter Krankheit, Kindererziehung oder Pflege macht da ist die Gesellschaft mit entsprechenden Steuervorteilen und anderen Geldleistungen ja schon „solidarisch“.
Und wer keine Lust hat zu arbeiten oder nie eine Ausbildung / ein Studium gemacht hat und deswegen relativ „arm“ bleibt, wieso muss man da „solidarisch“ sein? Ausbildung / Studium heißt eben erst einmal viele Jahre verzicht, die sich erst später auszahlen. Wer das nicht kann oder will, wieso soll man da „solidarisch“ sein?
„Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“ kommt übrigens von Karl Marx. Alle Gesellschaften, die seiner Ideologie gefolgt sind, sind übrigens gescheitert. Selbst China hat sich in der Wirtschaft dem Kapitalismus zugewandt, weil der Kommunismus nur noch in den Köpfen einiger sogenannter „Bildungsbürger“ funktioniert.
Lustig wird es, wenn die Angestellten am 1. Tag kein Geld/keine Lohnfortzahlung bekommen.
Die Beamten lehnen sich zurück und entspannen sich.
Yes!
Sagen wir mal, die 638.000 verbeamteten Lehrkräfte haben, wenn man alles mit einbezieht und mitrechnet und abrechnet NUR 300 Euro mehr monatlich als ihre Angestellten Kollegen mit dem gleichen Job, dann wären das 191,4 Millionen Euro monatlich! Ich denke, mit dem Geld könnte man die Arbeitsbedingungen an Schulen so weit verbessern, dass tatsächlich, trotz dieser fehlenden 300 mehr Menschen Lehrer werden, weniger früher aussteigen, abbrechen und weniger krank werden. Das Minus an Kranken plus den Wegfall von Einbettzimmer im KH macht dann auch noch das krank sein und zum Arzt müssen erträglicher und führt womöglich zur schnelleren Gesundung….
Am Ende erübrigt sich noch die neue Attest Pflicht, die die Situation in Arztpraxen verschlimmert.
Und jetzt mal ganz ehrlich : Ich persönlich kenne keine Langzeitkrank en oder oft – oder Dauerkranken angestellten Lehrer. Die mir bekannten sind alles Verbeamtete. Entweder wird die Verbeamtung ausgenutzt oder Angestellte sind genauso krank und erschöpft, müssen aber weiter machen und kommen somit nicht zu ihrem Recht. Realistisch ein Mix aus beidem. Der Anteil an Schummelei wird in etwa genauso hoch sein, wie bei allen anderen Menschen auch. Hier ist es Steuerbetrug, dort Sozialleistungsmissbrauch, da Blaumachen ect.
Attest gibt es beim Arzt oft ohne Hallo sagen, einfach anrufen und abholen, alleine schon wegen der vollen Praxen.
Da es keine besseren oder schlechteren Menschengruppen gibt, gilt das auch für Beamte oder den Lehrberuf, dass der nicht von Engeln – aber auch nicht vom Gegenteil ausgeübt wird.