WIESBADEN. Was im vergangenen Herbst noch ein Vorstoß von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) war, nimmt nun auf Landesebene konkrete Formen an: Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) will Bevölkerungsschutz künftig stärker in Schulen verankern – von Erster Hilfe über Selbstschutz bis zum richtigen Verhalten in Krisenlagen. Die Initiative fügt sich in eine bundesweite Debatte ein, die angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und zunehmender Naturkatastrophen an Fahrt gewinnt. Umstritten bleibt, welche Aufgaben Schulen dabei übernehmen sollen.

Hessens Innenminister Roman Poseck dringt darauf, Schülerinnen und Schüler frühzeitig auf Krisen- und Katastrophenlagen vorzubereiten. „Wir müssen schon junge Menschen für die Gefahren sensibilisieren“, sagte der CDU-Politiker. Wie und wann entsprechende Inhalte verbindlich in den Schulen verankert werden sollen, ließ der Minister allerdings offen.
Nach seinen Vorstellungen soll Bevölkerungsschutz altersgerecht vermittelt werden. Dazu gehören Grundlagen der Ersten Hilfe ebenso wie Selbstschutz, das Verständnis von Warnsystemen, Kenntnisse über Notvorräte oder das richtige Verhalten in Gefahrenlagen. Vorbild sei die Brandschutzerziehung, die vielerorts bereits gemeinsam mit den Feuerwehren stattfinde. Dieses Angebot wolle Hessen ausbauen.
„Man kann damit nicht früh genug anfangen“, sagte Poseck. Feuerwehren seien bereits heute regelmäßig in Schulen präsent und könnten viele Inhalte spielerisch vermitteln. Darüber hinaus könne er sich vorstellen, dass auch Vertreter der Bundeswehr über Bevölkerungsschutz informieren. „Die Streitkräfte gehören in die Mitte der Gesellschaft. Ich habe da keine Berührungsängste.“
Der Vorstoß kommt nicht aus dem Nichts. Bereits im vergangenen Herbst hatte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt vorgeschlagen, das Thema Krisenvorsorge bundesweit in Schulen zu verankern. Sein Konzept sah vor, ältere Schülerinnen und Schüler einmal pro Schuljahr in einer Doppelstunde auf mögliche Krisenszenarien vorzubereiten. Ziel sei es, Wissen über Warnsysteme, Selbstschutz und Vorsorge auch in die Familien hineinzutragen.
„Auch die erwachsene Bevölkerung ist mit der Kriegsgefahr leider in Teilen noch nicht so vertraut, wie es erforderlich wäre“
Die Reaktionen darauf fielen gemischt aus. Unterstützung kam unter anderem aus Hessen. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) bezeichnete den Vorschlag als „vollkommen richtig“. Kultusminister Armin Schwarz verwies auf bestehende Kooperationen mit Feuerwehr, THW und Jugendoffizieren der Bundeswehr.
Kritischer äußerten sich dagegen Lehrer- und Schulleitungsverbände. Zwar befürworteten sie grundsätzlich mehr Krisenkompetenz, warnten jedoch davor, den Schulen ohne zusätzliche Ressourcen weitere Aufgaben zu übertragen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sprach sich für nachhaltige Konzepte statt symbolischer Einzelmaßnahmen aus. Der Allgemeine Schulleitungsverband mahnte, Schulen dürften nicht zu Orten sicherheitspolitischer Symbolik werden, sondern müssten Bildung, Resilienz und Selbstwirksamkeit in den Mittelpunkt stellen.
Poseck argumentiert dagegen, Deutschland müsse insgesamt krisenfester werden. Andere europäische Staaten seien deutlich weiter. „Auch die erwachsene Bevölkerung ist mit der Kriegsgefahr leider in Teilen noch nicht so vertraut, wie es erforderlich wäre. Die baltischen und skandinavischen Gesellschaften sind uns da weit voraus“, sagte der Minister.
Dass Bevölkerungsschutz inzwischen zu den politischen Schwerpunkten gehört, zeigt sich auch auf Ebene der Innenministerkonferenz. Bei der jüngsten Tagung in Hamburg packten die Innenminister symbolisch gemeinsam einen Notfallkoffer; Poseck steuerte nach eigenen Angaben eine Taschenlampe bei. News4teachers / mit Material der dpa
Doppelstunde pro Schuljahr: Dobrindt will Schüler auf Krisen- und Kriegsfall vorbereiten










„Darüber hinaus könne er sich vorstellen, dass auch Vertreter der Bundeswehr über Bevölkerungsschutz informieren.“
Was wird das konkret meinen? Schießtraining? Sabotage?
Bin gespannt, was die Bundeswehr da an konkreten Tipps geben wird, die sich nicht auf Feuerwehr, Notruf etc. beziehen… :/
Aber ich kann nicht anders: dieses Bild!
Vielleicht wäre das Kind besser auf das Unwetter im Hintergrund vorbereitet, wenn sein Fenster nicht 10cm über dem Boden beginnen würde. Wie es seine zwei Rucksäcke tragen will – vor allem, warum – oder warum es diesen deformierten, einfüßigen (?) Teddybären nicht aus seinem Leben verbannte. Naja, angesichts des Wasserpegels vor dem Haus, könnte es dafür zu spät sein…
Sie haben das wirklich wichtige Detail übersehen:
Schauen Sie mal rechts unten im Bild auf die Plastiktüte.
Coronamaske ist dabei.
Da kann ja nix mehr schiefgehen.
Gut finde ich auch die sechs Rollen Klopapier, ein absolutes Überlebensessential: Empfindlich, brandgefährlich, nutzlos überbevorrated, hohes Packvolumen.
Dafür immerhin 6 Flaschen Wasser, das wären dann unter Stress/Schwitzen doch ganze 6 x 1,5 = stolze drei Tage Wasserbedarf für eine Person.
Das gewählte Gaskochermodell von Decathlon mit Eindrehmechanismus für die Gaskartusche würde ich persönlich weniger empfehlen (verklemmt gerne in offenem Zustand, schlechter Zündmechanismus da Billig-Piezo-Zündung, besonders bei ungeübten Patschehändchen, da ist die Kartusche danach unbemerkt leer oder das Gas in der Umgegend), aber hey, was weiß ich schon. Dafür ist Volumen und Packmaß richtig over the top, mit ein so ’nem Ding ist das erste Viertel des Rucksacks schon mal voll.
Also, ein richtiger Rucksack.
Nicht der auf Ami-Infantrie gemachte Pseudorucksack (wohl ein echter „MilTech“ 😀 ) der da abgebildet ist.
Da fehlt jetzt nur noch die „taktische Seife“ und „taktische Zahnbürste“. 😀
Wie auch bei dem letzten Bild mit dem THW-Powergirl ist die Bildgenerierung (unfreiwillig?) lustig und bei genauerem Hinsehen echt gut geeignet, das Nachdenken anzuregen.
FFP2-Maskeb lassen sich meines Wissens auch für anderes einsetzen und ich persönlich habe eine Art von Maske für Mund-Nase,-Beatmung bei mir – da zeige ich nicht auf andere ^^
Aber was zum Geier ist das Braune daneben im gleichen Beutel?
Sieht aus wie ne Tüte voller abgeschnittener Finger °-°
„Da fehlt jetzt nur noch die „taktische Seife“ und „taktische Zahnbürste“. “
Davon sind bestimmt mehrere in zweiten Rucksack, den der Junge trägt 😛
Die abgeschnittenen Plastikfinger sind für Vodoo-Notfälle.
Vielleicht Plastiksprengstoff für den Partisanenkampf? Früh übt sich…
Quatsch Kundstfünger und ein bischen Kohlenstoff. Der rest ist Selbstlernen an Briefkästen und Mülltonnen. Dafür braucht’s die Unterweisung doch nicht. Für’n Anfang reicht auch ein Besuch auf dem Polen-Markt.
Da kommen Inhalte zum Tragen, die auch Organisationen aus dem Zivischutz bearbeiten. Wer von „Schießtraining, Sabotage oder Notruf“ faselt, hat bewiesenermaßen nicht den Hauch einer Ahnung.
Nein, ich liefere keine Quellen. Bitte beim THW, DRK, der freiwilligen Feuerwehr des Vertrauens oder der Bundeswehr selber informieren.
Sollte eh jeder machen…
„.. Was wird das konkret meinen? Schießtraining? Sabotage?
Bin gespannt, was die Bundeswehr da an konkreten Tipps geben wird, die sich nicht auf Feuerwehr, Notruf etc. beziehen… :/ .. „
Wer von „Schießtraining, Sabotage oder Notruf“ faselt, hat bewiesenermaßen nicht den Hauch einer Ahnung.
Im „Krisenfall“ wird gesagt werden man soll tun was die Zivilschutzbehörden sagen. Die echte Krise beginnt jedoch erst, wenn deren Anweisungen ihnen nicht helfen. Darauf jedoch werden sie von denen logischerweise nicht vorbereitet.
Nicht aufregen. Ich meinte das nicht als ernsten Vorwurf, sondern frage mich, was hier die Bundeswehr exklusiv lehren möchte, was sich nicht auf Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst oder THW bezieht.
Wissen Sie, was Herr Rhein so selbstverständlich meinte, dass er dazu kein konkretes Beispiel nannte?
Verhalten bei einem Drohnenangriff vielleicht, um ein Beispiel für Bevölkerungsschutz zu nennen, welches in den Bereich der BW fallen würde
„Verhalten bei einem Drohnenangriff vielleicht, um ein Beispiel für Bevölkerungsschutz zu nennen, welches in den Bereich der BW fallen würde“
Das sollte jede der obigen Fachexperten ]Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst oder THW] jedoch auch „drauf haben“.
– Deckung
– Entfernung / Versteck
– Schutzhaltung
Bauchlage, Brust leicht anheben, optimalerweise „Zehen und Ellenbogen als Stützpunkte“, Mund leicht geöffnet, Ohren zuhalten und Augen schließen.
Falls Drohnenverdacht: Handy auf Flugmodus bzw. aus, damit man nicht direkt geortet wird.
Weiß jetzt auch nicht, was man da sonderlich viel mehr den Kindern „briefen“ kann.
„Deckung – Entfernung / Versteck – Schutzhaltung“
Ob Herr Rhein und Herr Schwarz das meinen? Schade, dass von den Journalist*innen vor Ort niemand nachfragte
Ich glaube, dass das nur ein Bild vom Unwetter ist.
Sieht für mich nicht nach einem Fenster aus.
Es hat ja gar keine Türscharniere und keinen Griff beispielsweise. Zumindest nicht ersichtlich.
Dazu würde sein Haus genau in der Wassermündung liegen …
Das Maß der Häuser usw. stelle ich ebenfalls in Frage aus seiner Perspektive … Sonst wäre das „immense Wasser“ ja beispielsweise nur so breit wie sein „Fenster“.
Die zwei Rucksäcke kann er schon tragen. Der eine Rucksack wird recht klein sein … Sieht man ja auch nur die Riemen. Das geht bestimmt noch dahinter.
Der einfüßige Teddybär hat vllt. die Lampe als Fuß. Den würde ich mitnehmen. Der bringt Licht ins Dunkel.
Warum der Globus in der Pflanze „spawnt“ … Keine Ahnung.
Scheint ein futuristischer Globus zu sein … Schaut man sich mal die Kontinente an …
Doch einiges Verschoben durch die Krisen.
Auf wie viele Tage Strom- oder Wasserausfall, Unterbrechung des Bankenverkehrs sind Sie denn vorbereitet?
#hybride Kriegsführung
Oder sind Sie einer von denen, die im Fall des Falles nonchalant zu den ersten gehören, die plündern oder die Nachbarn überfallen?
Ich komme klar, Danke um Ihre Sorge 🙂
Wie gesagt bin ich gespannt, was die Bundeswehr da exklusiv beisteuern soll, so wie es Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei oder THW…
Joa, Plünderer kommen auch klar. Das war nicht die Frage.
Die Bundeswehr könnte hauptamtliche Mitarbeiter Beisteuern, die in diesen Themenbereichen kompetent sind und ihr Wissen weitergeben.
Der Rest ist ja irgendwie ehrenamtlich und geht in der Schulzeit arbeiten oder ist beruflich anderweitig beschäftigt.
„Joa, Plünderer kommen auch klar.“
Ob die Bundeswehr über Plünderer informiert?
„Die Bundeswehr könnte hauptamtliche Mitarbeiter Beisteuern, die in diesen Themenbereichen kompetent sind und ihr Wissen weitergeben.“
Achso, die Bundeswehr geht an die Schulen, zu erklären, was die Feuerwehr macht, wie ich erste Hilfe leiste und einen Notruf tätigt?
Klingt fast so, als hätte die Bundeswehr an diesen Katastrolhenschutztagen an den Schulen ihrerseits nichts beizutragen 😉
Nicht die Aktentasche überm Kopf gegen radioaktiven Fallout vergessen.
Und an „Stay-put“ denken, zuhause stirbt’s sich doch am schönsten.
Der derzeitige Zivilschutz ist der größte Anreiz Reservist im Heimatschutz zu werden. Und beim Katastrophenschutz ist der erste Wortbestandteil ausreichend, um die Organisation zu beschreiben.
Oh ja, das erinnert mich an meine eigene Schulzeit. Eine Stunde haben wir gelernt, wo und wie unsere Eltern Anträge stellen können, um Staatshilfen für den privaten Bunkerbau zu erhalten.
BVS – lang, lang ist es her.
Ok, was fällt dafür weg?
Ich würde vorschlagen dafür fällt Englisch weg.
(Ganz uneigennützig)
Wie lernen eigentlich polnische oderukrainische Kinder den „Zivil“schutz?
Uuuuuups, Falschdenkalarm!
Bundesjugendspiele werden zu Bundeskathastrophenspiele. Feuermachen, Uberlebenstrainig….
Katastrophenspiele… DAS klingt so richtig cool und viel interessanter als Bundesjugendspiele. Das käme gut an.
Unter “ Zombie-Apokalypsen – Spiele“ hätten es meine Großen nicht gemacht.
Bundeskatastrophenspiele ist PEAK!
Das wäre es! 😀
Ich erinnere mich immer wieder gern an mein Wehrlager – inklusive Ausbildung an der AK-47. Schön, dass die Zeiten wiederkommen.
Krieg spielen ist schon ein großer Spaß – nur schade, dass im Ernstfall soviel kaputt geht.
Ist aber die Chance für einen Wirtschaftsaufschwung wegen gestiegender Binnennachfrage.
Ja, und in vielen Fällen werden erkennbare Ansätze zur Reduzierung der Gesamtbevölkerung erkennbar … unserem Planeten kann das nur gefallen … denn da ist das personelle Wachstum als endlich definiert und wenn wir das nicht über Pandemien hinbekommen dann sollten wir es über andere Wege versuchen.
Ist auch in den Spielzeugläden derzeit wieder trendy, Kriegsspielzeug – Drohnen gabs ja sowieso schon.
Ist ja irre, mit der „Dienstbekleidung für den Teddy“ kann man schon ab dem ersten Lebenstag anfangen „auf Krieg und Krisen vorzubereiten“
(lachender oder weinender Smiley, das ist jetzt die Frage)
Kinderbekleidung und Spielzeug im bw-online-shop | bw-online-shop https://share.google/Ky6NtjzVZGoDyHSJ3
Sehr gut, Sie haben einen Quantenbeitrag erschaffen:
Es kann zum (wie Sie richtig schreiben) zum Lachen oder Weinen taugen.
Ich hatte ziemlich viel Kriegsspielzeug und auch Spielzeugwaffen..Das ist nicht immer zielführend gegen Pazifismus.
Wer Schwerter zu Pflugscharren schmiedet – erntet und ackert halt dann für die Schwertträger.
Tjoa.
Geliefert wie bestellt.
Sie haben das nicht aus weiblicher Perspektive betrachtet. Die satteln einfach um.
#warbrides
Oh, ein Gentleman of Culture, wie ich sehe 😉
„Tua ora,
tua protege,
tuus labora!“
…so wurde die gesellschaftliche Ständordnung bereits im Mittelalter festgeschrieben.
Das ist doch mal ne Aufgabenteilung zwischen Klerus, Herrschenden und dem Rest. Ins heute auf NRW übertragen, Wölki, Wüst und wir anderen.
Weiß nur kaum einer, dass Wüst verfassungsgemäß der oberste Katastrophenschützer ist, da der K-Schutz ausschließliche Länderangelegenheit ist. Und dieser seit Jahren unterfinanziert ist.
Das machten Sie schon zur Schulzeit?
Interessant.
Tja, wenn die Wahlbevölkerung denn den Unterschied zwischen Katastrophenhilfe und Zivilschutz wüsste.
Wie soll denn die Peronalgewinnung bei den „Blaulichtorganisationen“ gelingen? Ohne Wehr- bzw. Dienstpflicht kein Ersatzdienst. Und nein, der Zivilschutz ist nicht originäre Aufgabe der nicht-staatlichen Blaulichtorganisationen. Deshalb bilden die „Blauen“ als Bundesanstalt eine Ausnahme.
„Schulen sollen“…. und tschüss!