
Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn gibt es eine Diskussion über die in Deutschland verbotene Leihmutterschaft. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann forderte eine neue Auseinandersetzung mit Themen der Reproduktionsmedizin. Bildungsministerin Karin Prien zeigte Verständnis für Paare, die sich Hilfe im Ausland holen. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende glaubt nach eigenen Worten aber nicht, dass ihre Partei die Haltung zur Leihmutterschaft zeitnah ändert. Auch die Menschen in Deutschland sind bei dem Thema gespalten.
Bürger uneins über das geltende Verbot
39 Prozent gaben in einer repräsentativen Befragung des Instituts Insa für die «Bild» an, das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland richtig zu finden. 41 Prozent erklärten hingegen, dass sie das Verbot für falsch halten. Ein außergewöhnlich hoher Anteil von 21 Prozent machte keine Angabe oder gab an, keine Antwort zu wissen. Insa befragte vom 17. bis zum 20. Juli 1.004 Menschen. Die maximale Fehlertoleranz beträgt plus/minus 3,1 Prozentpunkte.
Der CDU-Politiker Jens Spahn und sein Mann hatten bekanntgegeben, dass sie Eltern geworden sind. Eine Leihmutter in den USA brachte ihren Sohn Georg zur Welt. Damit umgingen die beiden ein in Deutschland geltendes Verbot, das Spahn in der CDU mitgetragen hat. In der Union brach ein Sturm der Empörung los, der am Samstag zu Spahns Rücktritt als Unionsfraktionschef führte.
«Das muss unendlich schwer sein»
Bundesbildungsministerin Prien verwies in einem Interview des Portals «The Pioneer» darauf, dass die CDU ihre Programmatik erst im Februar mit einem Parteitagsbeschluss verschärft habe. Demnach ist nicht nur die gewerbliche, sondern auch die sogenannte altruistische Leihmutterschaft – also ohne Bezahlung – mit dem Werteverständnis der CDU nicht vereinbar.
Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könne, dass die CDU in naher Zukunft ihre Position verändert und etwas liberalisiert, sagte sie: «Das kann ich mir kaum vorstellen.» Befragt dazu, was ihr beim Thema Leihmutterschaft durch den Kopf gehe, erklärte Prien: «Das muss unendlich schwer sein. Ich kann mir das persönlich ehrlicherweise nicht vorstellen.» Denn man baue gerade in den neun Monaten einer Schwangerschaft eine starke Bindung zu dem Kind auf. Prien ist selbst Mutter von drei Kindern.
Prien sieht betroffene Paare im Dilemma
Auf der anderen Seite sehe sie natürlich auch das Dilemma von Paaren, die aus medizinischen Gründen – egal ob homo- oder heterosexuell – keine eigenen Kinder austragen könnten, sagte Prien «Das ist ein ganz furchtbares Schicksal, mit dem man sich abfinden können muss», sagte sie. Dass das schwerfalle und dass individuelle Entscheidungen mit Blick auf Möglichkeiten im Ausland vielleicht anders ausfallen könnten, könne sie zumindest nachvollziehen.
Haßelmann für neue Debatte
Grünen-Fraktionschefin Haßelmann sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, Spahns Rücktritt sei «absolut folgerichtig» gewesen. «Die aktuelle gesellschaftliche Debatte zeigt auch, dass es geboten ist, sich erneut inhaltlich mit den Ergebnissen der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin zu befassen.»
Die Kommission war in der vergangenen Legislaturperiode von der Ampel-Koalition eingesetzt worden und hatte im April 2024 ihren Abschlussbericht vorgelegt. Sie empfahl, dass Schwangerschaftsabbrüche in der Frühphase der Schwangerschaft künftig nicht mehr grundsätzlich strafbar sein sollten. Leihmutterschaft könne der Gesetzgeber in bestimmten Fällen zulassen, «sofern insbesondere der Schutz der Leihmutter und das Kindeswohl hinreichend gewährleistet werden».
Allerdings wiesen die Mitglieder damals auch darauf hin, dass selbst die altruistische Leihmutterschaft – also ohne Bezahlung – das Risiko für Missbrauch berge. Sie sollte deshalb – wenn überhaupt – nur unter sehr engen Voraussetzungen ermöglicht werden, so die Kommission. Dazu zähle, wenn etwa ein nahes verwandtschaftliches oder freundschaftliches Verhältnis zwischen Wunscheltern und Leihmutter bestehe.
Warnung vor «Kommerzialisierung» von Frauen
Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen in der SPD hat sich beim Thema Leihmutterschaft noch nicht positioniert. Die Meinungsbildung sei noch nicht abgeschlossen, sagte die Co-Vorsitzende Ulrike Häfner den Funke-Zeitungen. Grundsätzlich kritisierten die Frauen in der SPD die zunehmende «Kommerzialisierung von Frauen in der Reproduktionsmedizin und die Ausnutzung deren materiellen Notlagen».
Auch in der Linksfraktion im Bundestag verweist man auf ein mögliches finanzielles Ungleichgewicht zwischen Leihmutter und den Paaren, die Eltern werden wollen. Die frauenpolitische Sprecherin Kathrin Gebel sieht auch altruistische Varianten kritisch: «Gesundheitliche Risiken, Abhängigkeiten und familiärer Druck» verschwänden nicht automatisch, nur weil offiziell kein Geld fließe, so Gebel.
Spahn war von 2018 bis 2021 Bundesgesundheitsminister – in seinen Zuständigkeitsbereich fiel damit das Embryonenschutzgesetz, in dem das Verbot von Leihmutterschaften geregelt ist. Prien zeigte sich offen dafür, das Gesetz «an der einen oder anderen Stelle» noch einmal genauer zu betrachten und vielleicht auch das Adoptionsrecht. Dazu müsse sich die derzeit aufgeheizte Situation aber erst einmal etwas beruhigen. News4teachers / mit Material der dpa
Trotz Kinderwunsch: Deutschlands Geburtenrate sinkt auf historischen Tiefstand










Das Kind verliert bei der Leihmutterschaft in geplanter und gewollter Form seine Mutter. Das Kind weiß nichts von Genetik und von bestellenden Eltern. Es wächst neun Monate lang von einem Bauch umhüllt heran, hört die Stimme, die Körpergeräusche und den Herzschlag der Mutter, es fühlt ihre Gefühle mit und isst ihr Essen. Nach einer Geburt wird das Kind normalerweise sofort auf den Bauch der Mutter gelegt, wo es sich beruhigen und „von außen“ seine Mutter hören, fühlen und schmecken kann. Damit wird die zuvor entstandene Bindung aus der Schwangerschaft in neuer, natürlicher Form fortgeführt. Kinder, die bei der Geburt ihre Mutter verlieren, erleiden einen traumatischen Verlust. Sie haben im Gegensatz zu späteren Traumata keine Erinnerung an eine Zeit und ihre Ressourcen vor dem Trauma. Sie haben buchstäblich nichts mehr. Alle anderen Menschen, die nicht zum engsten Kreis der Mutter gehören wie deren Partner und ihre Kinder, sind ihm vollkommen fremd. Es hat einen Lebenswillen , der es bei Fremden, die es gut behandeln, notgedrungen ankommen lässt. Für ihren Verlust haben sie später keine Worte, haben aber häufig Probleme mit Bindung, Partnerschaften und mit ihrer Rolle und verstehen nicht, warum sie es so schwer haben. Sie wollen auch ihre neue Familie nicht negativ sehen, was die Auseinandersetzung erschwert. Die neue Familie möchte häufig auch nicht mit dem Gefühl des Kindes, „irgendwie fremd zu sein“, nicht dazuzugehören und des permanenten Mangels konfrontiert werden, denn „du hast es doch aber so gut bei uns!“
Das alles wissen wir von adoptierten Kindern.
Wieviel schwieriger ist es wohl, zu erfahren, dass die Mutter es nicht geliebt hat, das sogar bewusst verhindert hat, weil sie ihren Bauch an die bestellenden Eltern vermietet hatte?
In den meisten Fällen wird das Kind schon im Mutterleib mit ambivalenten Gefühlen geflutet, was häufig auch bei Adoptivkindern der Fall ist, wenn vor der Geburt klar ist, dass das Kind abgegeben werden wird.
Was ist mit den leiblichen Kindern der Leihmutter, die ihr Geschwister nicht behalten dürfen?
Welche Gefühle entwickeln sie gegenüber ihrer Mutter, die manche Kinder behält und andere verkauft? Wenn sie erleben, dass vor Freude weinende Paare die kleine Schwester, den kleinen Bruder mitnehmen? Wie fühlt es sich an, ein tolles, neues Spielzeug zu bekommen vom Erlös des Geschwister?
Kindern mutet man mit der Leihmutterschaft Ungeheuerliches zu, weil erwachsene Menschen nicht reif genug sind, ihre Grenzen zu erkennen und mit diesen Frieden zu schließen. Kinder müssen mit gebrochenen Herzen durchs Leben gehen, weil Erwachsene mit ihrem eigenen Schmerz nicht umgehen können.
Was antworten die Eltern denn später auf die Frage des Kindes, ob die Leihmutter Kinder hatte und ob diese geweint haben, als es weggenommen wurde? Wird dann das rosarote Bild beschworen, dass alle total glücklich waren, als Papa und Mama oder Papa und Papa es abgeholt haben?
Das Kind wird sich in der offensichtlichen Dysfunktionalität dieser Situation alleine und verstört fühlen. Es trägt die ganze Ambivalenz allein. Es liebt seine Eltern, aber es fühlt sich nie richtig an, weil es sich nun einmal nicht richtig anfühlen kann, verkauft und gekauft worden zu sein und alle, sogar die Geschwister, fanden es toll.
Eltern, die ihr Glück über den Schmerz ihrer Kinder erkaufen, halte ich für emotional unreif. Ich halte Leihmutterschaft in jeder Form für eine große Gefährdung des Kindeswohls und kann Erwachsenen, die ihre eigenen Grenzen nicht akzeptieren und mit ihrem Schmerz nicht umgehen können nur davon abraten, sich mit Hilfe technischer Möglichkeiten ein Kind anzueignen, das statt ihrer den Schmerz tragen muss.
Ich trauere mit den zurückgebliebenen Geschwistern von Leihmutterkindern und mit den Kindern selbst um den geliebten, zu ihnen gehörenden Menschen, den sie verloren haben.
Familie ist grundsätzlich verschieden und überall.
Was sie da schreiben, stimmt überhaupt nicht!
Außerdem ist Deutschland sehr, sehr kinderarm. Wir brauchen Kinder!
Länder wie UK und Dänemark machen uns das gewissenhaft vor, lesen sie selber mal nach.
genau, als kinderarmes Land brauchen wir Kinder 🙂
Es sollte heutzutage kein Thema sein, woher ein Kind stammt. Es gibt so viele unterschiedliche Familienmodelle. Außerdem ist es gelebte Realität in Schulen und Kindergärten, Kinder von gleichgeschlechtlich liebenden Elternteilen zu haben.
Wenn Dänemark das kann, können wir das auch!
wir wurden kalt erwischt, weil wir uns nicht an neue Realitäten angepasst haben. Ich finde, es darf in unserem Land nicht tabuisiert werden. Es gibt unzählige Paare, die das machen. Warum müssen die dafür ins Ausland fahren? Wir müssen das auch in Deutschland so anbieten. Das ist einzig nur fair!!!
Und es könnte sogar sein, dass Sabinchen, Ute und Laura dieselbe Person ist, denn die kommen in diesem oft konservativ denkenden Forum sonst so gar nicht vor. Ehrlich, ich trau euch nicht über den Weg. Auch diejenigen, die für Leihmutterschaft sind, betrachten das für und wider und äußern sich nicht wie Sie drei.
Davon kann man stark ausgehen…..
Genau, wir brauchen Kinder – aus wirtschaftlichen Gründen. Vielleicht fehlt dann da noch eine Silbe vor dem „brauchen“.
Samenspenden sind legal. Bei Samenspenden erfährt das Kind zunächst auch nicht, wer sein leiblicher Vater ist. Ich glaube, erst neuerdings hat das durch eine Samenspende gezeugte Kind ein Recht darauf zu erfahren, wer sein Erzeuger ist. Und der kann Unterhaltspflichten nicht ausschließen. Das wäre sittenwidrig.
So lange es bei seiner austragenden Mutter bleiben kann, finde ich es gut.
Aus dem Grund würde ich niemals eine Samenspende für das von den Samenbanken gezahlte Honorar geben.
Was ich erschreckend finde, ist die Tatsache, dass niemand über den Altersunterschied spricht. Alle reden nur über die Eltern, manche über die Leihmutter, niemand über das Kind!
Bei Adoptionen wird auf den Altersunterschied zwischen Kind und Adoptiveltern geachtet. Dieser sollte zwischen 25 und maximal 40 Jahren liegen. Die Eltern Spahn sind 45 und 46 Jahre alt, also deutlich zu alt.
Bei heterogenen Paaren, die ein Kind auf natürliche Weise bekommen, ist die Mutter im gebährfähigen Alter. Dass bei dieser Konstellation beide Partner, die ihr erstes Kind bekommen, bereits 45 oder älter sind, ist relativ unwahrscheinlich. Über 40 sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine natürlichen Schwangerschaft drastisch.
Ab 35 gibt es außerdem Zusatzuntetsuchungen während der Schwangerschaft, weil sich mit fortgeschrittenem Alter
Fehlbildungen häufen.
Es ist eher wahrscheinlich, dass Eltern, die die 45 überschritten haben, Großeltern werden. So fühlt es sich dann auch an, wenn das Kind in den Kindergarten gebracht wird oder eingeschult wird, wenn bei Gruppenausflügen ins Schwimmbad herumgetollt wird usw.
Wenn das Kind 15 ist, sind die Eltern 60 oder älter. Als junger Erwachsener hat das Kind dann womöglich pflegebedürftige Eltern …
Das muss alles nicht sein, aber es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür.
Die Interessen und die mögliche nervlich Belastungsgrenze unterscheiden sich erheblich zwischen 25 und 45. Auch die Kräfte schwinden mit zunehmendem Alter und Krankheiten kommen. Man wird weniger belastbar und braucht mehr Ruhezeiten mit dem Alter. Durchwachte Nächte steckt man mit 30 besser weg als mit 50 oder 60.
Ich empfinde die ganze Debatte als egoistisch. Es wird immer aus der Sicht der erwachsenen Wunscheltern ausgegangen. Man heiratet, kauft sich ein Haus, einen Hund und … ach ja … ein Kind, das ein Neugeborenes sein muss, das fehlt noch zum vollständigen Glück.
Das ist überspitzt formuliert, das ist mir klar!
Trotzdem sollten wir Menschen nicht als käufliches Gut betrachten, das man designen und bestellen kann (so wie in den USA üblich). Das führt uns – ebenso wie der moderne Pranger „Internet“ – zurück ins Mittelalter (da gab es nicht die technischen Möglichkeiten, aber Menschen wurden auch als käufliches Gut angesehen).
Es gibt genügend elternlose Kinder, denen man ein neues Zuhause geben könnte. Den Altersunterschied könnte man dann sehr gut anpassen, wenn man sich erst spät dafür entscheidet.
Ja, das stimmt zusätzlich auch noch. Bei dieser Debatte geht es um Egoismus, nicht um das Wohl des Kindes. Dass dieses in der Diskussion egal ist, ist bereits eine Kindeswohlgefährdung für die betroffenen Kinder.
Davon unbenommen gehe ich davon aus, dass die Kinder und auch der kleine Georg der Eheleute Spahn, liebevoll begleitet aufwachsen können. Die Kindeswohlgefährdung sehe ich in der vorgeburtlichen Zeit und in der Trennung von der austragenden Mutter sowie von den Kindern dieser Frau. Das Kind hat den Schaden bereits erlitten, bevor es aufwächst.
Kommt dann noch ein gravierender Altersunterschied dazu, ist das zusätzlich belastend für das Kind, ganz wie Sie es beschrieben haben.
Einverstanden, bis auf die elternlosen Kinder. Es stehen in ganz Deutschland nur etwa 650 Kinder zur Adoption. Die anderen Kinder in Heimen haben meist noch ihre Eltern, aber keine Adoptionsfreigabe, sondern sie suchen einen Pflegeplatz. Pflegeeltern zu sein ist jedoch etwas ganz Anderes.
Auch bei elternlosen Kindern könnte man das Ausland bemühen, das habe ich aber nicht genau recherchiert …
Ja, das Ausland: Gerade hier muss genau darauf geachtet werden, ob alles bei einer Adoption in juristisch korrekter Weise abläuft und den Vorschriften des „Haager Adoptionsübereinkommens von 1993″ entspricht, das internationale Adoptionen regelt.
In den Jahren davor waren die Fälle von Kinderhandel wohl häufig, danach hatte man ein sehr kritischen Blick darauf – zu Recht.
Eine internationale Adoption ist mit sehr vielen Hürden und Schwierigkeiten verbunden, viele Länder lassen sie gar nicht zu, und wenn es überhaupt geht, dauern die Verfahren oft mehrere Jahre. Dass alles logischerweise auch eine Menge Geld kostet (nicht illegaler „Kinderkauf“, sondern für Anwälte, Verfahrensgebühren, Unterbringung, Dolmetscherdiensten bei Papieren, Flüge usw.) ist auch nicht zu vernachlässigen. Die Adoptiveltern brauchen für dieses Vorhaben einen breiten Rücken, einen starken Willen und eine stabile Persönlichkeit, um das durchzustehen. Story einer mir bekannten Familie mit „gemischtem“ afro-europäischen adoptierten Kind, die Mutter: „Wenn ich mit meinem Sohn alleine unterwegs bin, bin ich die Ne…hure, wenn wir zu dritt auftauchen, sind wir die Helden, die sich um ein armes Kind kümmern“!
Also schlicht: Leichter gesagt als getan…
Zudem unterliegt (wieder völlig zu Recht!) das Ganze dann genauso dem Jugendamt und den Bedingungen und Forderungen des deutschen Adoptionsrechts für die künftigen Eltern, also nix mit „im Urlaub hingehen und ein süßes Kind aus der 3. Welt retten“, wie gewisse verbreitete Vorstellungen davon oft kolportiert werden.
Völlig richtig, das Argument. Die sentimentale Ansicht „Die Heime sind doch voll“ stimmt hinten und vorne in Deutschland nicht. Ob sie jemals gestimmt hat? Das weiß ich nicht, vielleicht in den Nachkriegsjahren.
45 Jahre sind doch gerade für einen Mann absolut kein Alter. Das ist noch völlig im gesunden Rahmen. Bei mir in der Stammfamilie sind mehrere Frauen noch zwischen 45 und sogar 47 Jahren Mutter geworden. Wir sind genetisch bedingt lange Fruchtbar. Ist halt so.
Aber ja, ich kann Ihre Argumentation durchaus nachvollziehen.
Ich denke, das Thema Leihmutterschaft lässt sich nicht aufhalten. Egal, was wir darüber denken. Also muss man es vernünftig umsetzen.
Das Problem entsteht, wenn BEIDE Elternteile so alt sind. Wer soll das Kind dann auffangen?
Soviel ich weiß, wurde über eine Adoption nachgedacht und sich dagegen entschieden., mit der Begründung, dass diese Kinder durchaus eigene Probleme mitbringen.
Kann sein, muss aber nicht. Es gibt auch Adoptivkinder, die keine frühen Beeinträchtigungen haben.
Bei Pflegekindern mag das anders aussehen, allerdings brauchen diese ja besonders dringend ein gutes Zuhause für eine gelingende Entwicklung. Das ist wirklich eine Aufgabe, bei der man sich sozial einbringt. Mit flankierenden Hilfen von außen ist das für Menschen, die einen Kinderwunsch haben, auch eine Option, wenn man nicht nur eine erfreuliche unkomplizierte Entwicklung im Fokus hat, sondern einem Kind helfen will, trotz seiner eventuell schlechten Voraussetzungen seinen Weg zu finden.
Also, da die Großeltern (egal welches Geschlecht) länger arbeiten müssen, verschiebt sich auf die Unterstützung selbiger nach hinten. Und da beide Elternteile ja möglichst voll arbeiten sollen, braucht man diese familiäre Unterstützung besonders. Das wird sich noch weiter nach hinten verlagern.
… das mag schon sein – ich meinte aber, dass die Gefahr besteht, dass sich die beiden Väter in gewissen Situationen wie die Großväter fühlen werden. Wie fühlt sich dann das Kind? …
Vorweg, mich amüsieren gerade die vielen, plumpen Karriere Menschen, die bei Spahn von einem „unbedachten“ Fehler ausgehen. „Wie hatte Spahn DAS nur nicht bedenken können“ usw.
Das klingt so, als würde Spahn den Schritt nun heimlich bereuen, weil seine Karriere vorbei ist. Man muss schon wirklich zur Oberschicht gehören, um die Welt mit solchen Augen zu sehen und selbst ein Kind, wie einen „Fehlkauf“ oder eine „Felhzeugung“, weil es die Karriere beschädigte, zu interpretieren, meine Güte!
Ich gehe davon aus, dass Spahn nicht blöd ist und sich von vornherein des Aufregers und seines innerparteilich widersprüchlichen Handelns bewusst war. Er musste nur noch entscheiden, wann er damit rausrückt. Die Entscheidung, ggf seine Karriere für das Kind (und den Partner) zu opfern, hatte er lange zuvor gefällt und hier längst die Prioritäten gesetzt.
Und nicht zuletzt spielen hier ja auch die Wünsche seines Partners eine Rolle. Da dieser der leibliche Vater ist, ging der Wunsch vielleicht auch noch mehr von ihm aus und vielleicht hätte mit der Kinderfrage auch die Beziehung auf dem Spiel gestanden. Dem Spahn ist, wie er es auch sagte, seine Familie wichtiger, so einfach.
Zweiter Punkt : Das 21%sich nicht entscheiden können, ob sie für oder gegen Leihmutterschaft stimmen, ist nicht verwunderlich, da sie hin und her gerissen sind, zwischen dem Mitgefühl für die Paare und den moralisch, ethischen Bedenken, den Sorgen um die Mutter und einem unguten Bauchgefühl bei der Sache, welches sie vielleicht nicht näher definieren können.
Nun zu dem ewigen Egoismus – Thema:
ALLE Eltern handeln bei der Zeugung und Familienplanung erst einmal aus egoistischen Motiven! Sie kennen ihr Kind noch nicht und können deshalb auch noch nicht aus selbstloser Liebe zu ihm handeln,sondern nur aus eigenen Motiven. Egal, ob diese Motive traditionell oder ungewöhnlich sind,egal ob es um Status, Altersvorsorge, Familienleben oder Liebe geht. Erst, wenn das Kind da ist, wird Eltern die anspruchsvolle Aufgabe gestellt, sich in Selbstlosigkeit zu üben. Wenn eigene Motive keine Rolle mehr spielen, man selber keine Rolle mehr spielt, sondern das Kind und man mitunter zum eigenen Nachteil aber für das Kind entscheiden muss oder sich selbst in Frage stellen und überdenken oder es einfach bestimmte Situationen gibt, wo man sich für sein Kind entscheidet. Das schöne ist : Bei allen egoistischen Motiven bei der Familienplanung ist es oft eben auch genau diese Aufgabe, die Eltern im Leben bekommen möchten. Sie wollen erfahren, dass sie jmd mehr lieben, als sich selber und deshalb wollen sie ein Kind und das ist eine gute Sache!
Es gibt auch kein für das Kind besseres und dadurch weniger egoistisches Familienmodell. Alle Familienmodelle hat sich der Mensch „ausgedacht“ und aus bestimmten, für ihn sinnvollen Gründen, präveriert. Es gab Zeiten, da hatte man als große Gemeinschaft in Gruppen bessere Überlebenschancen. Es gab Zeiten, da hätte der Mensch noch leicht aussterben können, es brauchte viele Frauen – aber nicht viele Männer zur Vermehrung. Aus dieser Zeit stammt das Konzept des Harems.
Es gab auch Zeiten, da ging alles schon sozialisierter zu und da gab es mehr Besitz und Machtkämpfe darum und Unruhen und auch die Idee davon, diese Bewegungen zu leiten oder in bestimmte Richtungen zu lenken, zB um Ruhe zu schaffen, aber auch um dadurch Macht zu erlangen. Aus dieser Zeit stammen die Kirchen und die sprachen jedem Mann EINE Frau zu, damit keiner leer ausgeht, jeder was hat, alle zufrieden sein dürfen – unter der Bedingung, sich dem christlichen Glauben zu unterwerfen und den Bestimmern Macht zu verleihen. Das hatte gute wie schlechte Auswirkungen, wie wir wissen. Die Angst davor, irgendwann für seine Taten bezahlen zu müssen, welches zu einem zivilisierten Umgang untereinander geführt hat und das manchmal zu wenig vorhandene Mitgefühl/Gewissen ausgeglichen hat auf der einen Seite – und alles schädliche, was ich hier nicht erwähnen muss, die Machthaber waren ja auch nur Menschen mit mitunter mangelndem Gewissen, auf der anderen.
Was man aber grundsätzlich sagen kann, ist, dass Kinder zum groß werden männliche, weibliche, alte, junge, nette, nicht so nette, Vorbilder, Anti-Vorbilder, solche und solche brauchen.
Eben, wie das afrikanische Sprichwort „ein ganzes Dorf“.
Sie können also auch mehrere Mütter und oder Väter haben. Wenn es nur Mütter oder nur Väter sind, dann braucht es eben eine Großmutter, einen Großvater, männliche vs weibliche Erzieher*innen, Lehrer*innen. Keine Familie, auch nicht die Hetero Familie kann alles bieten, Geschlecht-Alter-sonstwas-Unterschiede.
Ein Kind hängt an der Person, die sich um ihn kümmert, egal ob damit blutsverwand , egal ob offiziell Mutter oder Tante oder Großmutter. Die Bezugsperson übernimmt eine Position für das Kind. Das da etwas unvollkommen, ungewöhnlich oder gar falsch ist, suggeriert dem Kind nur die Gesellschaft. Auch, dass man unbedingt erfahren müsse, von wem man seine Gene bekommen hat, ist etwas, dass die Gesellschaft dem Kind durch seine Werteerziehung beibringt. Manche Kinder lassen sich davon beeinflussen und leiden dann, weil sie in einer anderen Art Familie aufgewachsen sind oder müssen ein Leben lang ihre Blutsverwandten finden.
Es gibt aber auch viele, die sich das von der Gesellschaft nicht haben aufbürden lassen, die ein gesundes, erfülltes Verhältnis zu ihrer Familie haben, die jederzeit Kontakt zu diesen unbekannten Blutsverwandten, Samenspendern oder anderen, aufnehmen könnten – und daran kein oder nur mäßiges Interesse haben. Nicht wegen irgendwelcher tiefliegender Probleme – sondern weil die Familie diejenige ist, die sich um einen kümmert. Warum also, sollte man sich also mehr als mäßig für einen Samenspender interessieren? Man könnte auch auf Suche gehen, warum man mit lange deutscher Abstammung, dunkelbraune Augen hat, oder ob die Vor-Vor-Vorfahren Wikinger waren, weil man hellblond ist. Es gäbe theoretisch Cousins dritten, vierten, fünften.. Grades.
Ist ja nicht uninteressant – aber doch sehr aufwendig und Zeitraubend.
Genauso den Samenspender kontaktieren, ja, vielleicht irgendwann mal, komme da einfach nicht zu.
Liegt daran, weil die wichtigen Bezugspersonen andere sind. Und ob mit denen alles stimmt ist entscheidend.
Nun der big surprise:
Ich bin gegen Leihmutterschaft!
Ich finde auch, dass der Fokus viel zu sehr auf finanziellem liegt. Es kann so viele ungute Gründe geben, warum eine Frau sich zu so einem Schritt entscheidet. Und selbst, wenn die Frau finanziell unbeschwert ist und ein erfülltes Familienleben hat, dann tut sie das vielleicht nicht aus finanzieller Not, aber zur finanziellen Bereicherung? Das Mitgefühl für kinderlose Paare kann man immer miteinbeziehen und wird auch gegeben sein, aber der Mensch ist weder Engel noch Teufel und im Hintertürchen spielt die hohe Summe dann doch eine Rolle.
Aber mal weg von finanziellem.
Was ist mit Frauen, die sich nicht geliebt fühlen? Die keinen Sinn im Leben haben, keine Anerkennung. Die nach Identität suchen?
Wenn Menschen zB zu wenig Aufmerksamkeit, Liebe von ihren Eltern bekamen, dann stellt man fest, dass sie sich das später mitunter durch extremen Egoismus und Narzismus doppelt und dreifach von der Gesellschaft, von Beziehungen als Ausgleich zurück holen wollen. Das sie dann – oder auch schon vorher als zB Schulkinder – so extrem viel Aufmerksamkeit erzwingen, viel mehr als ein Mensch eigentlich braucht, liegt daran, weil das alles nicht die fehlende Aufmerksamkeit der Eltern ersetzt. Auch wenn man sich fünf mal so viel davon von anderen holt, führt das nämlich nicht zur Befriedigung.
Nehmen wir also so jemanden, dem Anerkennung, Liebe, Aufmerksamkeit aus der Kindheit fehlte als Frau und die braucht ein ganz starkes Gefühl, anderen geholfen, andere gerettet zu haben, für andere wichtig und unersetzlich zu sein, ein Held zu sein. Da reicht das Gefühl, einfach Mutter wie alle anderen zu werden, nicht mehr. Das Defizit aus der Kindheit wird mit dem bloßen Mutter sein nicht erfüllt. Denn das fällt nicht auf, ist gewöhnlich, fast jeder zweite wird Mutter ( 😉 ). Eigentlich sollte das erfüllen, aber, wie eben beschrieben, mit so einer Vorgeschichte oder einem Zustand, sich als wertlos, als niemand, ect zu fühlen, reicht so ein normales Muttergefühl nicht. Da braucht es einen emotionaleren Kick! Nämlich den, zwei erwachsenen Menschen, die das im Gegensatz zum eigenen Baby reflektieren, äußern, nach außen tragen können, ihr Dasein gerettet zu haben.
Was ich damit sagen, will :
Die Mutter verkauft bzw tauscht tatsächlich ihr Baby. Und zwar gegen ein emotional ergreifenderes Gefühl!! Und das ist für mich moralisch, ethisch ggü dem Kind verwerflich und lässt auch um der Mutter selbst willen Sorge, die sich für dieses ergreifendere Gefühl dafür hergeben lässt. Und es ist ja nicht so, dass die Natur nicht beabsichtigt, dass sich zw Mütter und Ungeborenem eine Bindung entwickelt, alleine schon um das spätere Überleben des Ungeborenen zu sichern. Und diese Bindung ist von Natur aus auch zur Genüge befriedigend und erfüllend und muss nicht gegen einen emotionalen Kick eingetauscht werden.
Menschen sind niemals 100% selbstlose Engel, dh bei allem Mitgefühl für das kinderlose Paar wird es immer zusätzliche Aspekte geben, ob finanzielle oder diese Selbstbestätigung, dieser „Kick“ eine Rolle spielen.
Der Aspekt, Frau sei doch selbstbestimmt und dann im Zweifel für Schäden, den sie sich selber zufügt verantwortlich, kann ich notfalls akzeptieren aber auch nicht zustimmen. Es ist hier auch etwas anderes als eine Abtreibung oder eine Ablehnung eines Kindes und Freigabe zur Adoption. Denn die Leihmutterschaft wird im Vorfeld wie eine Maschinerie in Gang gesetzt, geplant, mit vielen Beteiligten. Da ist eine Grenze erreicht und ja, da wird die Fortpflanzung zur Ware. Da geht es nicht mehr um eine überforderte Frau, die sich des Kindes nicht gewachsen sieht und es deshalb in sehr frühem Stadium abtreibt oder später zur Adoption abgibt.
Bleiben wir beim Thema Adoption, Pflegekinder und der vorher von mir erwähnten „Aufgabe“, sich in Selbstlosigkeit zu üben. Die Natur hat längst vorgesorgt, für leidende Menschen, die kein Kind bekommen können. Es gibt nämlich auch leidende Kinder, die keine Eltern mehr haben oder nicht bei diesen leben können. Und da muss man seinen eigen Ego, und hier ist es wirklich ein Ego, dass es unbedingt die eigenen Gene sein müssen, dass es unbedingt neugeboren sein muss, zurück stecken!
Trotz allem sehe ich keinen Grund, mich für Familie Spahn nicht zu freuen und nicht das Beste zu wünschen. Das Kind wird geliebt werden, wird es gut haben, die Leihmutter wird mit einbezogen, nimmt Teil an der Familie. Menschen sind alle nicht perfekt, in jeder Familie findet man fragwürdige Entscheidungen. Auch, daß Eltern nicht perfekt und kritikwürdig sind, braucht, wie wir wissen, das Kind zum groß werden, reflektieren, einordnen. Wird später irgendetwas besser aber anderes dafür auch schlechter machen als seine Eltern und ebenfalls nicht perfekt sein.
In diesem Fall haben die Eltern sich entschieden, nicht anders zu können aber das haben sie versucht so human es geht zu handhaben.
Frau Brosius-Gerstorf hatte mit ihren Aussagen gestern schon Recht.
Wie kann man als Pädagoge so ne Aussage treffen?
Die Debatte muss uns die Augen öffnen, dass wir uns modernisieren.
Es ist in Kindergarten und Schule gelebte Realität, dass wir Kinder von gleichgeschlechtlich liebenden Elternteilen haben, was ist das also für ein Zeichen? Das ist alles gelebte Familie und einfach Realität 🙂 Dachte, wir sind ein offenes und tolerantes Land, was die Freiheit für jeden Einzelnen hochhält?
Ich habe die Befürchtung, dass sich bei diesem Thema Afd-Trolle in dieses Forum schleichen, die hier noch nie kommentiert haben und mit einer Art gespielter Verteidigung genau dieser Toleranz und Freiheit den garaus machen wollen.
So von wegen, seht her, wenn ihr Regenfamilien gut finden wollt, dann müsst ihr auch Leihmutterschaft gut finden.
Wieso verbinden Sie das?
Die wenigsten könnten sich die paar hundert Tausend Euro dafür leisten, wie Spahn. Homopaare machen bei dem Geschäft zudem nur einen kleinen Teil aus, Heteropaare den weit größeren.
Ich hatte eben bei Ute schon den Verdacht, dass jetzt welche kommen, die auf diese Weise die Antipathie verstärken wollen.
Wer ein gesundes Verhältnis zu Demokratie, Freiheit und Individualität hat, nimmt dieses Thema nicht einfach stumpf mit einer schwarz-weiß – Verteidigung auf, sondern sieht die Widersprüche, egal ob das am Ende zur Zustimmung oder Ablehnung führt. Oder man führt wie TaMu bestimmte Blickwinkel auf.
Sie haben ja nicht einmal meinen Text sinnerfassend lesen können und das ich hier seit Jahren regelmäßig als Mutter, nicht als Pädagogin schreibe, wissen Sie auch nicht, also sind Sie neu hier, verstärkt meinen Verdacht. Die Afd weiß, dass das Thema an dem Moralverständnis der Leute kratzt und wie sie das nun ausschlachten können. Sich als anonym unreflektierter Verteidiger, der die Kinderrate ankurbeln will, im Forum zu äußern, könnte die Gesellschaft so richtig gegen lgbti anheizen, ja.
Und übrigens, ich bin auch Teil davon, weil bi.
Schöne Grüße
Teil der lgbti-Community, war gemeint
Gib dir nen Ruck Indra, manchmal sind wir noch etwas zurück und die Uhr dreht sich schneller. Du wirfst da zu viel in ein Boot und ich wünsche mir, dass wir alle fair behandeln und der kleine Georg und viele andere Kinder, die es in Deutschland gibt, keine Nachteile durch solch eine Diskussion haben. Im Grunde ist es auch nicht deine Angelegenheit über andere Familien zu urteilen, das steht dir nicht zu und ist übergriffig. Wir müssen jetzt die Eizellspende, moderne Verfahren und Formen des Kinderkriegens überdenken, das ist halt so. Und ja, wir sind ein kinderarmes Land, da sind die nordamerikanischen und skandinavischen Länder besser. 🙂 🙂
„Wir müssen jetzt die Eizellspende, moderne Verfahren und Formen des Kinderkriegens überdenken, das ist halt so.“
Ich finde auch, dass jede Frau verpflichtet werden sollte, mindestens einmal zu Leihmutter zu werden und damit es demnächst wieder viele blonde und blauäugige Kinder gibt, wird es eine Gebärpflicht von mindestens 3 Kindern geben.
Wer keine Kinder bekommen kann muss hohe Strafen bezahlen oder eine Leihmutter in Anspruch nehmen….
So in der Art?
Lebensborn reloaded?
Der feuchte Traum aller Anhänger von Remigration …..“Würg“
Und was ist mit Mutterkreuz?
bitte sofort aufhören, das geht so nicht. Danke
Gilt ab fünf eigenen Kindern und dreimal Leihmutterschaft….
Fräulein Rottenmeier, das ist entsetzlich wie du das hier in den Dreck ziehst. Das ist eine ernste Diskussion und das Thema ist nicht für jeden sofort greifbar (s. Eizellspende) und dann ziehst du das so runter. Das ist der Diskussion nicht würdig und auch nicht der Stil von Akademikern. Überdenke das mal bitte, reflektiere es oder befasse dich mal richtig mit dem Thema. Vielleicht tut es dir auch gut, dich mal in alle Perspektiven hineinversetzen. Vielleicht bist du Vater, Opa, hast auch einen Kinderwunsch oder übehraupt mal Kinder groß gezogen?
Aber so bitte nicht, das tut sehr weh.
Nein, Sie (wir duzen uns bestimmt nicht!) fordern völlig argumentationsfrei eine Legalisierung der Leihmutterschaft. Das ist keine Diskussionsgrundlage. Hinter Ihren Forderungen steckt ein abschreckendes Menschenbild und das habe ich an dieser Stelle zugegebenermaßen in einer drastischen Weise sichtbar gemacht.
Du solltest stillhalten, Rotte
Leben und leben lassen
Ist nicht dein Bier
Ist es Dein Bier?
es ist nicht unser Bier, fertig 🙂
Ja, wessen Bier dann? Worauf möchten Sie hinaus? Dass es das Bier aller Remigrationsfreunde ist? Nö, da werde ich kräftig mitmischen, damit Sie und Ihre Freundinnen hier keinen Fuß an die Erde bekommen!
Und jetzt?
atmen sie durch und lieben sie, lieben sie Familie.
Heutzutage gibt es viele unterschiedliche Formen von Familie
Ich war in dieser Diskussion auch schon kurz davor, den Report einer Magd als anscheinend lobendes Beispiel für weiblichen Altruismus zu erwähnen. Im Unterschied zu dieser gar nicht so unwahrscheinlichen Fiktion würden Frauen passend zu den hier geschriebenen Kommentaren aus altruistischen Gründen und selbstverständlich unentgeltlich ihre Körper zur Verfügung stellen.
Diese Mischung aus „zu wenige Kinder in Deutschland“, „egal, woher das Kind kommt“, „denken Sie mal um!“ und ähnliche Aussagen in den Kommentaren lässt mich Böses befürchten. War da nicht schon der rechtsextreme Freund von Maximilian Krah, der urdeutsche Eizellen mustern lassen wollte als Gegengewicht zum Wehrdienst der Männer?
Ich sehe hier ebenfalls ein abschreckendes Menschenbild, inklusive nicht- sexuellem Kindesmissbrauch. Von den Frauenrechten ganz zu schweigen.
Sie haben das ganz klar sichtbar gemacht, allerdings ohne den mittlerweile unverzichtbaren Zusatz „Satire“, der die Trollinvasion zumindest teilweise stoppen kann. LG
Das ist doch alles der gleiche Schreibstil, das gleiche Geduze, die gleichen Wörter, vermutlich alles von einer Person. Tinchen kam jetzt dazu, wird langsam albern.
Gerne unterhalte ich mich mit Befürwortern der Leihmutterschaft, die nicht schwarz-weiß denken und Argumente haben. Aber diese Kommentare hier scheinen alle von einer Person und sind einfach nur platt.
Es war auch tatsächlich nicht satirisch gemeint. Ich wollte die unausgesprochenen Gedanken dieser Leute sichtbar machen…..
Da hatte Indra ein ganz feines Gespür, denn auch ich wäre fast drauf reingefallen….
Sie wollen hier vor allem Stunk machen. Eines feines, freundliches Gespür zeigen Sie in ihren vielen Beiträgen nicht 🙂
Nein, ich mache keinen Stunk, ich bin die Bremse, die Sie und Ihresgleichen brauchen!
Gerne gehen Sie wieder in Ihr Focus-Forum, wo Meinungen wie Ihre, gerne gehört und beklatscht werden….
Sie urteilen bestimmt über die verschiedenen Familienformen, die es heutzutage gibt. Da steht ihnen bestimmt nicht zu, zu bremsen oder zu sagen, es sei falsch 🙁 🙁 Nein, das steht ihnen bestimmt nicht zu ujnd schon gar nicht als Pädagoge
Was Sie da machen, nennt man suggestive Manipulation. Von vielen verschiedenen Familienformen ist nicht die Rede, sondern von einer, die Ausbeutung und Menschenhandel begünstigt.
Ganz genau
Alle Beiträge in dieser Art, die eine krude Sichtweise, die nicht die eigene ist, aufdecken sollen, müssen mit irgendeinem Label gekennzeichnet werden, am einfachsten mit „Achtung: Satire!“
Hier können Sie sich jetzt vorstellen, wie ich mit einem Auge zwinkere.
Ich gebe Ihnen recht, Indra hatte da ein feines Gespür.
Wären diejenigen, die ich angesprochen hatte (Ute, Laura, Sabinchen, Tinchen, ect) übrigens Teil der lgbti Community oder linkspolitisch Orientierte oder aufgeschlossene Lehrkräfte für Toleranz und Individualität, hätten sie bei meinem Afd Vorwurf energisch protestiert und ihr Anliegen dargestellt und als Lehrkräfte schon mal gar nicht in so einem prollhaften, dutzenden, unästhetischem Ton geantwortet.
Das hat sie verraten.
Man merkt, dass Sie diesen sehr differenzierten und durchdachten Beitrag gar nicht gelesen oder überhaupt nicht verstanden haben….oder beides…..
Vielleicht geben Sie sich Mühe und nehmen sich Zeit, bevor Sie hier so einen Unsinn verbreiten.
Wo ist der differenziert? Der ist abwertend und tatsächlich übergriffig.
das Rad muss nicht neu erfunden werden, orientieren wir uns an den Ländern, die es schon seit Jahrzehnten machen 😀
Orientieren wir uns lieber an anderen Ländern, die es schon seit Jahrzehnten NICHT machen.
Danke und es tauchen hier noch mehr fremde Nicks auf, alle mit demselben Schreibstil…
Eine Anmerkung dazu:
Bei Adoption und Pflegekindern gibt es das ethische Dilemma nicht, weil es dabei immer darum geht das Kind von einer schlechten Situation in eine bessere Situation zu bringen. Es geht also immer um das Kindeswohl, auch wenn in Einzelfällen die Entscheidung vielleicht fragwürdig ausfällt.
Leihmutterschaft dagegen bedient nicht das Kindeswohl, sondern den Wunsch von Erwachsenen entgegen der Biologie, indem man ein Kind als Ware bestellt. Das ist etwas völlig anderes und wirft die Frage in den Raum, ob die Kinder eigentlich Rechte haben, z.B. das Recht auf die Mutter.
Es ist bezeichnend für unsere Gesellschaft, dass die Frage nach den Rechten der Kinder überhaupt nicht debattiert wird. Offensichtlich hat die Gesellschaft nichts aus der Coronazeit gelernt.
„Das ist etwas völlig anderes und wirft die Frage in den Raum, ob die Kinder eigentlich Rechte haben, z.B. das Recht auf die Mutter.“
Dies Frage wurde mit der Legalisierung und Einführung von Babyklappen eindeutig beantwortet.
Die Babyklappe soll doch in erster Linie verhindern, dass das Baby stirbt?
Ja, eigentlich vollkommen eindeutig.
Würde man Schwangerschaftsabbrüche legalisieren, bräuchte es kaum noch Babyklappen.
Abtreibungsparagraf 218 bleibt – die Debatte geht weiter | tagesschau.de
Warum hat eigentlich Jens Spahn kein Kind aus einer Babyklappe adoptiert? Das wäre doch eine moralisch gute Tat gewesen. Alle Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen könnten doch ein solches Kind adoptieren? Den Frauen wird in den Beratungen (gegen Abtreibung) doch immer versprochen, dass ihnen und dem Kind geholfen wird und sie es austragen sollen. Wie sieht eigentlich diese Unterstützung nach der Geburt des Kindes konkret aus,? Gibt es dazu Umfragen?
Auf ein Kind, das zur Adoption frei steht, kommen 28 Paare mit unerfülltem Kinderwunsch.
Bei den Babyklappen – Babys kann man einen Fingerabdruck hinterlassen.
Viele dieser Mütter brauchen selber Hilfe, haben das Kind heimlich bekommen und können es nicht mit nach Hause nehmen. Das heißt nicht, dass sie es hätten abtreiben wollen oder es überhaupt abgeben wollen.
Wie konkret würde Abschaffung Paragrafs 218 Babyklappen verhindern?
Bedeutet das Abtreibungen bis zur Geburt (weil der Wunsch nach der Abtreibung manchmal auch nach der 12 Woche kommen kann)?
Wird es jede Praxis zwingen, Abtreibungen durchzuführen, auch wenn es keine Ausnahmesituation (Vergewaltigung, Lebensgefahr, Fehlbildung) ist und ein Arzt solche Prozeduren nicht machen möchte (in meiner lokalen Praxis aus 3 Frauenärzten macht nur einer Abtreibungen, die anderen nicht)?
Es gibt auch Fälle, wo dei Beratung richtig war: die Schwangerschaft wurde behalten und die Frau war darüber glücklich. Einige Menschen brauchen ein Gespräch, um ihre Ängste wegzunehmen. Die Entscheidung steht trotzdem am Ende bei ihnen.
Nein, auch die Babyklappe ist was anderes. Aber auch hier gilt wie beim Thema Adoption: Die Babyklappe ist ein Notfallmechanismus um Schaden vom Kind abzuwenden, den man anders schlicht nicht abwenden kann.
Liebe kann nicht erzwungen werden, auch Elternliebe nicht. So gerne ich das den Kindern zuliebe tun würde, es ist nicht möglich.
Und wenn eine Mutter ein Baby nicht versorgen kann oder will, so muss das jemand anderes übernehmen. Man kann sich höchstens überlegen, ob man die Mutter dann bestrafen will wenn sie der Führsorgepflicht nicht nachkommt, aber das nutzt dem Kind nicht viel, es schadet eher im Vergleich zur Babyklappe.
Und wie bei der Adoption oder der Trennung von Eltern: Das Problem wird nicht geplant, es passiert einfach und man sucht dann das beste für das Kind.
Bei Leihmutterschaft plant man ein potentielles Problem für das Kind.
Danke, Muxi! So sehe ich es auch.
Sie haben komplett recht, es geht in der Diskussion viel zu wenig um die Kinder. Leihmutterschaft scheint mir auch ein unpassender und verharmlosender Begriff. Letztlich wechselt gegen Geld ein Baby den „Besitzer“. Und oft an Eltern, die wenig Chancen hätten bei einer Adoption als geeignete Eltern anerkannt zu werden.
Ich bekomme es auch nicht wirklich mit den Argumenten und Meinungen beim Thema Abtreibung in Einklang. Hier ist nur der Körper der Frau geliehen und dort ist das Baby nur ein Teil des Körpers der Mutter, über den sie verfügen kann. Hier fordern die Besteller immer wieder, dass das Baby abgetrieben wird, wenn es nicht makellos zu werden scheint. Dort darf niemand der Frau hineinreden und auch der Vater hat kein Recht auch nur seine Meinung zu äußern. Und nein, ich will nicht, dass der Mann über die schwangere Frau bestimmt. Die Widersprüche sind aber offensichtlich.
Ich sage nicht, dass ich hier die absolute Wahrheit kenne. Ich wundere mich aber, mit welcher Vehemenz manche Menschen in der öffentlichen Diskussion völlig widersprüchliche Positionen gleichzeitig fordern.
Wir sollten das mal überdenken und uns öffnen. Da wir völlig kinderarm sind, ist es gut, wenn 2 Menschen, die zusammengehören, Verantwortung übernehmen. Modelle, wie das Altruistische, sind eine super Form und schützen. Familien sind eben verschieden und gleich gibt es nicht. Vielfalt ist das Stichwort und das schadet uns allen gar nicht!
kinderarm sind wir auch noch 🙁 und dann solche Debatten, unpassend
Nein, altruistisch schützt nicht. Ich kann zB auch in einen Mann verliebt sein und dem und seiner/m Partner/in ein Kind schenken wollen, damit ich nur irgendwie in seinem Leben eine Rolle spiele und eine Bedeutung für ihn habe. Dafür muss ich schon sehr verzweifelt und unerfüllt sein, aber das wäre gar nicht so unrealistisch.
Dieses Beispiel halte ich eher für egoistisch, weil so eine Frau sich mit einem Kind an den Mann binden möchte.
Ein ganz, ganz häufiger Grund, schwanger zu werden, auch in Paar Beziehungen. Den Mann an sich binden oder wenigstens, alla Dornenvögel, ein Kind von ihm zu haben.
Eine an sich gescheiterte Beziehung so erhalten zu wollen, halte ich für ganz schlimm.
😀 Dieses Beispiel ist doch wirklich völliger Quatsch. Das altruistische Modell ist sollte sofort eingeführt werden. Solange da alle frei entscheiden und einverstanden sind, ist das völlig ok.
Und natürlich schützt dann das altruistische Modell, es gibt weltweite Erfolgsbeispiele, mal über den Tellerrand, über deinen Tellerrand schauen 😉
Nordamerika oder Skandinavien sind damit keine schlechteren Orte geworden.
Wie frei und eingebunden ist das Kind? Möchte es als Neugeborenes nicht ganz natürlich bei seiner Mutter bleiben?
Die Frage nach dem biologischen Vater stellt bei einer Samenspende auch niemand
Das Baby war auch nicht 9 Monate lang im Bauch des Vaters. In der Zeit der Schwangerschaft entsteht eine enge Bindung zwischen Mutter und Kind… also in heutigen Zeiten angemessen ausgedrückt: zwischen der Frau, in deren Gebärmutter ein eigenes oder ein fremdes Kind heranwächst.
Diese Bindung wird nach der Leihmutter zerstört. Das ist tatsächlich eine Gefährdung des Kindeswohls.
In meiner Antwort auf ArneEinrichson sollte es übrigens Leihmutter- Geburt heißen und nicht einfach nur Leihmutter.
Der einzige Fall von altruistischer Leihmutterschaft, der mir einfällt, war der der Schwester, die für ihre Schwester, die wegen Krebs eine Totaloperation hinter sich hatte, ein Kind ausgetragen hat. Das ging in Deutschland auch durch.
Ich gehe davon aus, dass die beiden Schwestern sich so nahestehen, dass die austragende Schwester und das Kind einen guten Kontakt haben und dass das Kind beide „Mütter“ hat.
Das mag richtig klingen, aber was mit dem Wohl von Leihmüttern, selbst wenn sie es aus Altruismus machten? Solche Schwangerschaften bringen mehr Risiken mit sich, als „normale“. Da müssten Eizellenspenden mitgenommen werden. Was ist im Fall vom Tod der Leihmutter oder schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen? Für jetzt haftet keiner oder sind die Summen klein.
Die Kontrolle übers Leben der Leihmütter kann in die Tiefe gehen. In einigen Ländern dürfen Sie keine intime Beziehungen zu Ihrem Mann führen. Manchmal muss ein Umzug (für einige Wochen bis Monaten) in Kauf genommen werden, nicht immer können die leiblichen Kinder mit. Einige Wunscheltern besuchen regelmäßig ihre Leihmutter, wenn sie keine Grenzen markieren kann.
Oft muss die Geburt durch Kaiserschnitt geführt werden, ohne Indikationen, egal was die Leihmutter davon hält.
Wunscheltern können den Schwangerschaftsabbruh verlangen, bei der Ablegnung werden Leihmütter bestraft oder verklagt.
Es gibt Fälle, wo Leiheltern die Kinder nicht annehmen wollten, weil das Kind krank war oder weil das Paar sich getrennt hat.
So viele ethischen Fragen sind da.
Ob ein Mensch ein Mittel zum Zweck werden darf? Ob das Recht für das leibliche (gesunde) Kind besteht?
Und sogar zwecks mehr Kinder – wird es genug altrustische Leihmütter geben, um diese Büchse der Pandora zu öffnen?
Wir erfinden das Rad nicht neu, viele Länder machen das schon seit Jahrzehnten.
Irgendwann würde die EU eh darüber entscheiden 😀
Andere Länder erlauben auch das Klonen und Experimente an menschlichen Embryonen…..Muss nicht unbedingt ein Argument sein, was in anderen Ländern Recht und Gesetz ist….
Wie kann man so schwerwiegende Argumente wie die von Opossum so einfach lachend zur Seite schieben?
Ich wünsche mir, dass wir die Eizellspende legalisieren und es, egal ob Hetero-oder Homopaar ermöglichen, Kinder auch auf solchen Wegen bei uns im Land zu bekommen. Dafür sollte keiner ins Ausland reisen müssen, ich denke, wir sind ein freies, tolerantes und fortschrittliches Land, diesen Weg jetzt mitzugehen und zu unterstützen. Da sind wir ja auch nicht die Ersten mit 😉
unterstützen wir auch
Wer ist wir? Und wie viele sind Sie denn?
Leihmutterschaft ist sicher ein schwieriges Thema.
Aber was aus meiner Sicht der eigentlich Skandal ist: Jens Spahn verbietet in Deutschland etwas, was er selber dann im Ausland in Anspruch nimmt. Und sieht anscheinend nicht mal, warum das nicht geht.
Hier offenbart sich eine Mentalität, die einige politische Fehlentwicklungen erklären könnte.
Ja, und da ist auch Hendrick Streeck (CDU) nicht besser. Er hat das auch gemacht. Gelten die Gesetzes unseres Landes für Bundestagsabgeordnete nicht?
Den Fall Streeck bewerte ich persönlich anders.
Streeck war nicht Gesundheitsminister und hat die entsprechende Gesetzeslage nicht mitgeschaffen, anders als Spahn. Streeck hatte also keinen Einfluss auf die Rechtslage und hat diese auch nie verteidigt.
Ob er sich als Abgeordneter so verhalten kann, ist sicher auch fragwürdig, aber es ist bei weitem nicht der Doppelmaßstab wie bei Jens Spahn.
Das bedeutet, wenn die Regierung aus CDU und SPD etwas beschließt, was Herrn Streeck nicht gefällt, dann muss er sich auch nicht dran halten, wenn er die entsprechende Gesetzeslage nicht geschaffen hat und sie nicht als Minister zu verantworten hat.
Na, dann können ja nahezu alle Abgeordnete das Gegenteil von dem tun, was sie als regierende Partei beschließen.
Es geht ja nicht um einen Verstoß gegen geltendes Recht, was Spahn und Streeck gemacht haben ist legal. Gesetzeslücken zu nutzen ist legal.
Es geht also nur darum, wem man das durchgehen lässt und wer gefeuert werden muss. Und da gelten für Regierungsmitglieder natürlich andere Maßstäbe.
Da würde mich interessieren, was genau die Gesetzeslücke ist? Dass man etwas in einem anderen Land macht, was im eigenen verboten ist? Wo ist da die Lücke?
Wir verurteilen doch auch IS-Schergen in unserem Land für das, was sie im IS-Staat taten?!?
Da müssen Sie einen Juristen fragen. Ich bekomme nur mit, dass die aktuelle Rechtlage anscheinend nur die durchführenden Personen (z.B. Ärzte, Leihmutter) mit Strafe bedroht, aber nicht die Auftraggeber.
Warum auch immer.
Die Gesetze unseres Landes gelten für alle, die nicht die Kohle haben, diese zu umgehen. Dies hier ist ein wunderbares Beispiel dafür, aber man kann es auch täglich in der Finanzwirtschaft, beim Steuerrecht etc. sehen….
So war es auch früher mit der Abtreibung. Es gab CDU und CSU- Politiker, die ihre Töchter nach Holland schickten.
Aber weder Spahn noch Streeck haben sich doch als Leihmütter zur Verfügung gestellt. Sie importieren – sry sie adoptieren doch nur Kinder die von Leihmüttern ausgetragen worden sind. Letzteres ist zwar rechtliche Grauzone aber nicht strafbewehrt.
Spahn ist doch als Fraktionsvorsitzender Opfer seiner Bigotterie und seiner Vorgeschichte geworden. Diesmal hat ihm das Wissen um die Leichen in den Kellern der anderen nicht retten können. Und so ist die Spitze der Fraktionsgemeinschaft spa(h)nlos. Vielleicht gibt’s zum Gedenken beim nächsten Sommerfest der Fraktion Spa(h)nferkel
Die Mutter macht sich auch nicht strafbar, nur die Ärzte in D, wenn sie das mitmachen.
Weiß ich, die Grauzone betrifft die Adoption.
Ist das dann nicht eine Form der „Hehlerei“? Man zieht selbst bewusst einen Vorteil/Nutzen aus einer strafbewährten/verbotenen Tat. Man hat’s nur nicht selbst getan (die Ausgangshandlung).
In den USA aber nicht verboten, deshalb keine Straftat.
Es geht doch im Grunde nicht um die Leihmutterschaft. Es geht um Spahns Verhalten – Wein saufen und Wasser predigen.
Interessant. Wenn man etwas, was nach den Gesetzen des eigenen Landes verboten ist, in einem Land tut, wo das nicht verboten ist, hat man dann eine Straftat begangen?
Und umgekehrt. Nach der Wende gab es ja das Problem, DDR-Leute für etwas anzuklagen oder gar zu verurteilen, was nach den Gesetzen der DDR nicht verboten war. Wie ging man damals damit um? (Stichwort Stasi)
Es werden heute noch „kleine Lichter“ aus NS-Zeiten verurteilt, weil sie damals etwas taten, was wir heute verwerflich finden und meinen, sie hätten es nicht mitmachen dürfen. Ich denke z.B. an eine Sekretärin in einem KZ.
Teilweise ja. Soviel ich weiß, wird beispielsweise ein deutscher Mann, der in einem Land, in dem es ginge, ein Kind heiratet, hier in Deutschland dafür verurteilt.
Beihilfe zum Mord war auch nach den Reichsgesetzen eine Straftat und das wussten auch die Täter am Schreibtisch. Die Strafen dafür sind auch in der Höhe völlig angemessen. Der eigentliche Skandal ist lediglich, dass diese Leute erst so spät im Leben dafür belangt werden.
Also bitte nicht solche Schweinereien legitmieren. Wer da freiwillig mitgemacht hat, gehört zum Abschaum der Menschheit.
Das müsste aber für Schreibtischtäter der DDR auch gelten und ich wüsste nicht, dass Politiker der DDR wegen Massenmord an der Mauer mehrmals Lebenslänglich bekommen hätte. Oder führende Stasiverbrecher.
Ich finde vor allem das Verhalten der CDU-Politiker Spahn und Streeck schlimm. Als Mitglieder der CDU und des Bundestages sind sie mitverantwortlich, dass „wir“ in Deutschland keine Leihmutterschaft in Anspruch nehmen. Für „uns“ gelten diese Gesetze, aber sie selbst, deren Partei und Regierung das beschlossen hat, schummeln sich um diese Gesetze herum, indem sie sich dank ihres Vermögens eine Leihmutterschaft im Ausland kaufen.
Da sehe ich auch das Verhalten von Hendrick Streeck nicht besser. Er ist nicht irgendein Bürger in Deutschland, er ist Mitglied des Bundestags (CDU) und er hat sich ebenfalls nicht an die entsprechenden Gesetze gehalten, an die „wir kleine Leute“ uns halten sollen und müssen.
DAS ist Doppelmoral. Was sonst?! DAS erschüttert unsere Glaubwürdigkeit in die Politik erneut.
Was bedeutet das Wort „Leihmutter“ eigentlich?
Ist das Kind geliehen und die Mutter kann es zurückfordern, wenn Sie sich das anders überlegt? Bei Mängeln günstig abzugeben?
Dauerleihgabe, wie in einem Museum?
Ein Kind schenken ist es auch nicht. Wird von den zukünftigen Eltern doch für viel Geld gekauft.
ich finde den Begriff sehr unglücklich gewählt.
Vielleicht träfe „Mietmutter“ den Sachverhalt besser bzw. „Mietgebärfrau“, aber das klingt viel zu sperrig. Ist ja ein bisschen wie der Brutkasten bei Küken, oder?
Ich selbst bin eigentlich nicht gegen eine Leihmutterschaft. Es ist für manche Paare die letzte oder einzige Möglichkeit, Eltern zu werden. Gegen Samenspenden (wenn das Kind früher zumindest auch nicht wusste, wer sein leiblicher Vater ist) hat auch kaum jemand etwas. Wie es mit Eizellenspenden ist, weiß ich gerade nicht. Aber letztlich ist der Handel mit „Fortpflanzung“ schon da!
Wenn etwas sowieso da ist und sich sowieso nicht verhindern lässt, tut man gut daran, es zu regeln. Die Fortpflanzung darf nicht zum Geschäft werden, vor allem nicht das Kind! Eine Frau soll damit kein Geschäft machen dürfen (die ihren Leib zur Verfügung stellt) und des darf keine Frage des Vermögens sein. Irgendwelche solche Regelungen muss man erlassen. Ähnlich der Samenspenden.
Jemand (eine Frau) muss es freiwillig tun. Die Kosten sollen moderat ausfallen, also was sie dafür bekommt. Das Kind soll wie beim Samenspender ein Recht darauf haben zu erfahren, wer seine leibliche Mutter ist. Muss sie nicht auch grundsätzlich unterhaltspflichtig sein, wenn das Kind nicht bei ihr aufwächst? Bei Samenspendern ist es jetzt so. Der Ausschluss einer Unterhaltspflicht ist sittenwidrig und deshalb rechtlich unwirksam. Da überlegt sich schon jeder Interessent neu, ob er das wirklich machen will.
Man wird Lösungen finden können. Es ist besser, es wird geregelt, als wenn es im Verborgenen blüht und Schindluder damit getrieben wird (siehe Legalisierung der Schwangerschaftsabbrüche).
Die Samenspende ist mit der Eizellspende vergleichbar, nicht mit der Leihmutterschaft.
Die Leihmutter trägt das Kind mit einer fremden Eizelle, also nicht ihrer eigenen, aus. Es gibt also zwei Mütter. Die gebärende Mutter ist aber diejenige, die als rechtmäßige Mutter betrachtet wird.
Der Partner von Spahn ist der leibliche Vater und damit nicht weniger Vater als jeder andere Vater auch. Spahn als dessen Partner ist Familienmitglied und muss den Weg der Stiefkindadoption gehen.
Interessant. Ist es immer so? Trägt sie immer eine fremde Eizelle, die von einem Mann befruchtet wurde, aus? Oder kann es auch ihre eigene Eizelle sein, die außerhalb des Körpers befruchtet und wieder eingesetzt wurde? Woher haben Streeck und Spahn die Eizellen? Kann man sowas auch schon kaufen inzwischen?
Nein, das ist immer so. Die fremde Eizelle wird außerhalb befruchtet und dann der Leihmutter eingepflanzt.
Nein, das stimmt nicht, siehe Wikipedia:
„Nach der genetischen Beziehung der Empfänger-Eltern mit dem ausgetragenen Kind werden zwei Formen unterschieden:
„Eine Frau soll damit kein Geschäft machen dürfen (die ihren Leib zur Verfügung stellt) und des darf keine Frage des Vermögens sein. Irgendwelche solche Regelungen muss man erlassen. Ähnlich der Samenspenden.“
Sie vergleichen eine Samenspende mit einer Leihmutterschaft? Eine Samenspende dauert maximal Minuten, ist kein Eingriff oder hat sonstwie Auswirkungen auf dem Körper. Für eine Samenspende bekommt der Mann auch Geld.
Meinen Sie ernsthaft, dass es Frauen gäbe, die sich als Leihmutter zur Verfügung stellen und die dann keine angemessene Entschädigung dafür bekommen? Ernsthaft?
Haben Sie eine Ahnung davon, was vor einem Embryotransfer in die Gebärmutter so alles nötig ist? Da kommen Hormone ins Spiel, die die Frau vorher nehmen muss. Da wird nicht im laufenden Zyklus einfach ein Embryo eingesetzt. Dann die Mühen und eventuellen Einschränkungen während der Schwangerschaft und zum Schluss noch die Geburt, die oft auch nicht ohne ist und schließlich die Nachfolgen der Schwangerschaft….und das alles ohne angemessene Entschädigung?
Auch eine Eizellspende ist nicht ohne. Zunächst Hormone, damit möglichst viele Eizellen heranreifen (die Hormone sind übrigens nicht ganz ungefährlich), dann die Entnahme…..ganz eventuell eine Überstimmulation der Eierstöcke, die nicht selten lebensbedrohlich sein kann (Lungenembolie)…..auch hier ist eine angemessene Entschädigung sehr notwendig…..
Wer behauptet, dass ausschließlich altruistisch gehandelt werden darf, kann auch auch gleich dagegen sein, denn keine Frau wird sich dieser Tortur unentgeltlich aussetzen…..(es sei denn für eine beste Freindin oder für die Schwester, aber niemals für jemanden Fremdes)
Zwischen freiwillig und „profitables Geschäft“ gibt es ja noch einen Spielraum.
Es sollte immer freiwillig sein und darf auch gerne profitabel sein
Wenn es dabei darum gehen soll Ihrer Meinung nach, dass man (besser die Leihmutter) damit Profit macht, bin ich strikt dagegen. Es sollte eher eine Art Aufwandspauschale geben und natürlich die Erstattung aller Kosten, die sie hat.
Aufwandsporschale? Wie hoch soll die sein?
Meine Aufwandsporschale wäre mindestens 100.000 € hoch! Ich gehe gesundheitliche Risiken ein, die Spätfolgen haben könnten. Ich gehe wirtschaftliche Risiken ein, da ich mindestens 10 Monate nicht voll einsatzfähig bin…..das muss sehr gut bezahlt werden….
Deshalb geht man ja ins Ausland, weil (mal gesetzt den Fall es sei hier erlaubt), sich das hier niemand leisten könnte….oder anders, es wäre genauso teuer, wie im Ausland…..
Mmmhhhhhh
Und weil es so schön ist, machen wir das Fass doch mal ganz auf:
Der Gynäkologe fragt bei Feststellung der Schwangerschaft, ob es sich dabei um eine Leihmütterschwangerschaft handelt. Falls, ja, dann laufen alle Abrechnungen von nun an privat (Vorsorge, Ultraschalls, dies das jenes) geschätzt 10000 Euro.
Geburt natürlich auch privat: geschätzt 15000 Euro (mit allem Schnick und Schnack).
Der Arbeitgeber muss auch informiert werden und übernimmt die Ausfallzeiten nicht…..weitere 20.000 Euro werden fällig (Fehlzeiten, Mutterschutz, etc).
So, und dann möchte die Leihmutter auch noch etwas haben, weil 9-12 Monate Einschränkungen gehabt…..weitere 50000 Euro….mindestens, wenn Spätfolgen (weil Komplikationen), dann noch erheblich mehr….
Das zu der Aufwandsentschädigung…..
Sie sind ein Mann, richtig?
und intolerant!
An welcher Stelle ist seine Ansicht intolerant? Sie mag einseitig sein, aber Intoleranz kann ich nicht entdecken….
Eine gute Alternative ist die Lavendel-Ehe. Ein schwules Paar mit unerfülltem Kinderwunsch tut sich mit einem lesbischen Paar mit demselben Problem zusammen.
Das Kind hat dann zwei Väter und zwei Mütter. Manche leben als WG zusammen. Jedes Paar hat seine Wohnung und dazwischen gibt es zB eine gemeinsame Küche. Jedes Paar hat sein eigenes Privatleben, aber es finden auch gemeinsame Aktivitäten statt.
Das ist nur Theorie. Das muss man auch erstmal finden.
Dann kann man auch sagen, es gibt so viele Waisen, warum nimmt man nicht so ein Kind auf. Das ist schon da.
Das ist nicht nur Theorie, das gibt es. Waisen gibt es gar nicht so viele und auf ein Kind, das zur Adoption steht kommen 28 Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Pflegekinder dagegen gibt es viel mehr als solche Paare.
Bitte besser lesen. Mein zweiter Satz zeigt, es ging mir darum, dass es davon nicht so viele gibt und nicht dass es gar keine gibt.
Ich traf so ein Paar. 2 Kinder haben sie bekommen und mittlerweile die beiden Paare – sowohl von Müttern, als auch von Vätern – haben sich getrennt. Was das für Kinder bedeutet, kann ich mir kaum vorstellen.
Das gleiche, wie wenn Hetero Eltern sich trennen.
Nur statt 2 Eltern und vielleicht 4 Großeltern – zweimal so viele. Wie oft bei wem sollte das Kind wohnen, wenn es auf die Wechselmodell bestanden wird?
diese polemischen Kommentare gehen mir hier auf den Geist, viele hier sind nicht freiheitlich, sondern schlicht und intolerant.
Sie sollten ganz dringend das Wort „Intoleranz“ im Duden nachschlagen…..und wenn Sie schon dabei sind, dann auch gleich „Polemik“.
Was genau ist an Indras Beiträgen polemisch und intolerant?
Sie wollen es Frauen verbieten oder über sie hinweg entscheiden, das ist nicht sehr klug.
Ich will gar nichts verbieten und entscheiden, ich möchte einen vernünftigen Diskurs führen, der sich nicht auf „in der heutigen Zeit“ beschränkt. Das ist kein Argument, das ist dämlich und erschreckend gedankenlos
Ein guter Bekannter (hetero) stellte sich für ein befreundetes lesbisches Paar als Samenspender zur Verfügung. Das Kind wusste von klein auf, wer der biologische Vater ist, auch seine beiden „eigenen“ Kinder und seine Frau wissen darüber Bescheid. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten.
Kenne ich alles und habe Jahre bei queer.de gelesen und geschrieben. Da sind übrigens auch die meisten gegen Leihmutterschaft gewesen.
Hier durfte das Kind beim der Mutter bleiben, die es ausgetragen und geboren hat. Für das Kind gibt es hier kein Problem.
Richtig! Das Kind kennt außerdem noch seinen (biologischen) Vater und die Halbgeschwister
Nein, nicht legalisieren.
Bei er Leihmutterschaft trägt eine Frau eine von einem (fremden) Mann befruchtete fremde (nicht eigene) Eizelle aus.
Das heißt also, bei schwulen Männerpaaren, gibt einer von beiden sein Sperma und dann brauchen sie noch eine Eizelle einer anderen Frau (nicht von der Leihmutter).
Woher/von wem haben denn Jens Spahn und Hendrick Streeck die weibliche Eizelle bekommen?
Das fragen Sie besser die entsprechenden Leute.
Es kann auch von der Leihmutter sein.
Ich lese gerade, eine Leihmutter kann auch die Eizelle/das Kind einer anderen Mutter austragen, weil diese aufgrund irgendwelcher gesundheitlicher Probleme dazu nicht in der Lage ist.
Es geht also nicht nur um schwule Paare dabei.
Und ich sehe dann die Gefahr, dass Frauen aus gewissen Kreisen sich auf diese Weise die Beschwerden der Schwangerschaft und Geburt ersparen. Gibt es das schon? Bestimmt.
Es gibt ja sogar viel mehr Hetero Paare, die das in Anspruch nehmen, meist, weil sie selber kein Kind bekommen können.
Die Enkelin von Elvis Presley hat Leihmutterschaft in Anspruch genommen, weil sie an Lyme-Borreliose (Zeckenbiss) leidet und der Körper immungeschwächt sei und eine Schwangerschaft laut ihrer eigenen Aussage dann für sie und/oder das Kind bedenklich sei.
Das kann natürich stimmen, ich bin kein Arzt, aber ich bin ob dieser Aussage skeptisch, denn der Elvis Presley Clan scheint mir extrem Schönheits – und Körperfixiert. Die Enkelin ist Schauspielerin und hatte, meine ich, auch als Model gearbeitet.
Klar, Kim Kardashian…..usw…..
Kim Kardashian, Paris Hilton, Naomi Campbell, Elton John, Cristiano Ronaldo und Rebel Wilson.….
„… dass Frauen sich die Beschwerden der Geburt ersparen ….“ und dann noch möglichst den Geburtstermin genau durchplanen – diese Möglichkeit nutzen anscheinend schon immer mehr Frauen, ganz legal und mit Unterstützung von Kliniken und Ärzten
Kaiserschnitt: Warum es in Deutschland so viele gibt | Apotheken Umschau
Wunschkaiserschnitt – ist das möglich? — moms.de
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/nach-abgelehnter-abtreibung-kanadisches-paar-verklagt-leihmutter-wegen-erheblichem-emotionalen-schaden-15862665.html
Hier zu möglichen Konflikten. In diesem Fall altruistisch.
Das Problem von Herr Spahn war, Wasser zu predigen und Wein zu trinken. Ein deutscher Politiker sollte die deutschen Gesetze soweit respektieren, dass er sie auch auf legalem Weg ins Ausland nicht umgeht. Es ist aber der Habitus einer Klasse, die genug Geld hat und den Einschränkungen, die sie anderen auferlegt, selbst nicht unterliegt, ja zuweilen diese nicht einmal kennt.
Die kommerzielle Leihmutterschaft krankt an allem, was Komerz ausmacht. Nehmen die Auftragsgeber beispielsweise auch ein Kind an, wenn es behindert auf die Welt kommt, oder weisen sie es als “ beschädigte Ware“ zurück? In Ukraine, einem europäischen Land, in dem Leihmutterschaft nicht verboten ist, gab es diesbezüglich tragische Fälle. Einige der bestellten Kinder wurden auch wegen des Krieges nicht abgeholt und landeten in Heimen.
Es ist ethisch sehr, sehr schwierig. Die altruistische Leihmutterschaft sollte erlaubt sein.
Ja, altruistische kann sofort erlaubt werden, ein Kinderwunsch ist doch was Schönes, warum aufhalten. Im Focus laßen wir heute, wie lange ein Paar dafür kämpfte, das kann nur Liebe sein, ob dann Hetero oder Homopaar, völlig egal.
Und zum Abschluss das wohl stärkste Argument in der Debatte: Lasst die Frauen das selbst entscheiden !
Das ist ja (nach wie vor) so.
Ergebnis, kurzgefasst: „Nö.“, nicht nur hier, sondern auch in vielen anderen Ländern.
¯\(ツ)/¯
In Nordamerika und Uk schon, soweit ich in Kenntnis bin 🙂
Welche Frauen? Die Leihmütter oder die Frauen, die keine Kinder bekommen können?
Dazu ein Schwenk zum Nachbarthread „Grooming“
AB 18 ja alles volljährige Frauen, die sich da manipulieren und benutzen lassen und anschließend leiden. Einige Frauen bei Epstein waren auch längst volljährig und viele sind es in der Prostitution und im Menschenhandel allgemein.
Was würden da für Türe und Tore geöffnet, wenn wir einfach nur sagen : Erwachsen = selber schuld!
Da die Mütter, die das Kind austragen, das in der Regel aus wirtschaftlicher Not tun , liegt keine freie Entscheidung vor.
Insofern ist Ihr Argument wohl eher das schwächste Argument.
Leihmutterschaft in der Ukraine zeigt die „hässliche“ Seite des Geschäfts. Bei Kriegsausbruch wurden viele Babys nicht abgeholt, Babys mit „Defekten“ ebenso. Wo landeten die kleinen Menschen? Ukrainische Kinderheime
https://www.imabe.org/bioethikaktuell/einzelansicht/un-bericht-stuft-leihmutterschaft-als-menschenrechtsverletzung-ein
Hier steht ausführlich begründet, warum Leihmutterschaft frauenfeindlich und kindeswohlgefährdend ist.
Daumen hoch!