
Die Teilzeitquote unter Lehrerinnen und Lehrern an den allgemeinbildenden Schulen in Deutschland ist im Schuljahr 2024/2025 weiter gestiegen. Von den 752.100 Lehrkräften unterrichteten 44 Prozent in Teilzeit, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit war die Teilzeitquote bei Lehrkräften etwas höher als im vorherigen Schuljahr (43 Prozent) und auf einem neuen Höchststand seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2009, wie die Statistiker erklärten.
Lehrerinnen arbeiten besonders oft in Teilzeit
Besonders Frauen reduzieren häufig ihre Arbeitszeit: So war die Teilzeitquote bei Lehrerinnen (51 Prozent) im Schuljahr 2024/2025 mehr als doppelt so hoch wie bei Lehrern (23 Prozent). Auffällig ist zudem, dass die Teilzeitquote bei Lehrkräften deutlich höher ausfällt als bei anderen Berufen. Laut der Daten arbeiteten über alle Wirtschaftsbereiche hinweg lediglich 31 Prozent der abhängig Beschäftigten in Teilzeit.
Die hohe Teilzeitquote im Schuldienst hängt eben auch mit dem Frauenanteil zusammen. Dieser war weiterhin überdurchschnittlich hoch und lag an den allgemeinbildenden Schulen bei rund 73 Prozent. Zum Vergleich: Bei den abhängig beschäftigten aller Beschäftigten lag der Anteil im Jahr 2024 lediglich bei 48 Prozent.
Bei der Teilzeit gibt es allerdings auch deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern: Während in Hamburg (55 Prozent) und Bremen (52 Prozent) im Schuljahr 2024/2025 mehr als die Hälfte der Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen in Teilzeit unterrichtete, traf dies nur auf knapp jede vierte Lehrkraft in Thüringen (23 Prozent) und Sachsen-Anhalt (24 Prozent) zu.
Mehr als jede dritte Lehrkraft 50 Jahre oder älter
Die Daten zeigten zudem, dass mehr als jede dritte Lehrkraft im Schuljahr 2024/2025 mindestens 50 Jahre alt war. Demnach waren etwa 25 Prozent zwischen 50 und 59 Jahre alt, weitere 10 Prozent waren 60 Jahre und älter.
«Im Vergleich dazu fällt der Anteil der jüngeren Lehrkräfte geringer aus», erklärten die Statistiker. So machten die unter 35-Jährigen ein Fünftel des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen aus.
Den Angaben zufolge gab es auch hier klare Unterschiede zwischen den Ländern. In Sachsen-Anhalt war gut die Hälfte (51 Prozent) der Lehrkräfte 50 Jahre oder älter, in Mecklenburg-Vorpommern 47 Prozent. Am niedrigsten war der Anteil dieser Altersgruppe im Saarland (29 Prozent) und in Bremen (30 Prozent).
Zudem unterrichten aufgrund des Lehrkräftemangels immer mehr sogenannte Quer- und Seiteneinsteiger, also Lehrerinnen und Lehrer ohne anerkannte Lehramtsprüfung. Laut den Daten lag ihr Anteil im Schuljahr 2024/2025 an allgemeinbildenden Schulen bei 11 Prozent. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor, im Schuljahr 2014/2015, war der Anteil mit 4 Prozent noch deutlich niedriger. News4teachers / mit Material der dpa










Mit A13 kann man ja auch reduzieren, um auf dasselbe netto wie bei A12 zu kommen.
Ist das tatsächlich so?
Wenn ja: Gut für all die Berufsanfänger und Berufsanfängerinnen im Lehramt. Das gönne ich allen von Herzen!
Aber bei der Rente bzw der Pension haut’s,dann rein…
Nach dem Horrorreferendariat fehlt oft die Kraft für Vollzeit
Vollzeit hab ich tatsächlich auch nur paar Jahre geschafft.
Wir haben eine, die ist nun etwa 5 Jahre Lehrerin. Sie hat immer Vollzeitstellen. Ich schätze pi mal Daumen 2,5 Jahre davon war sie zu Hause wegen irgendwelcher Krankheiten. Wir haben ihren Job gemacht. Sie hat das Geld bekommen. Als Beamtin unbegrenzt.
Kann man die Kontaktdaten haben?
Ich fürchte geht nicht wegen Datenschutz?!
„Sie hat gefehlt wegen irgendwelcher Krankheiten.“
Hätte sie besser krank in die Schule kommen sollen? Wenn die verbleibenden Kollegen die Arbeit übernehmen müssen, liegt das nicht an der kranken Kollegin, sondern daran, dass der Dienstherr keine Vertretungskraft stellt.
Stimmt teilweise!
Aber:
In Hessen stellt der Dienstherr eine Vertretung mit ordentlichem Vertrag über die benötigte Stundenzahl erst dann, wenn die erkrankte Person mindestens 6 Wochen „AM STÜCK“ (!!!) krankgeschrieben ist.
2 Wochen jetzt und direkt im Anschluss nochmal 1 Woche, und nochmal 2 Wochen, usw. … das läuft so nicht. Das muss man wissen! Und die SL auch und sie muss das dann beantragen, wenn die Krankmeldung über 6 Woche besteht.
Das war auch bei uns schon immer so. Kommunikation ist das Zauberwort- dann klappt’s mut der Vertretung. Das größere Problem ist, dass der Markt leer ist.
Liegt an Corona.
Dann weiß man ja schon, wie die nächsten 35 Jahre laufen werden, wenn schon das Ref zu viel ist..,
Das Verrückte ist ja, jahrelang wurden durch verschiedene Maßnahmen Lehrergehälter erhöht, um den Lehrermangel zu beheben.
Die Lehrer aber nehmen die Erhöhungen, um sich mehr Teilzeit zu gönnen, weil sie gar nicht unbedingt mehr Geld haben wollten.
Und so bleibt der Lehrermangel und steigt sogar. Und das alles ist schon vor 10 Jahren so vorausgesagt worden.
Bedenken Sie aber gleichzeitig, dass durch Wegfall des Weihnachtsgeldes, Wegfall des Urlaubsgeldes, Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung usw. das Einkommen um mindestens ein Monatseinkommen gesenkt wurde. A13 für Alle ist faktisch eine weitere Einkommenssenkung für die Lehrer mit Oberstufenqualifikation und noch mehr für die ersten Beförderungsämter bei den Sek I-Lehrern.
Siehe Antwort an @Schotti
In NRW ist das „Weihnachtsgeld“ aka Jahressonderzahlung auf die einzelnen Monate aufgeteilt worden, um die Grundgehälter zu erhöhen, damit die prozentualen Erhöhungen aus den Tarifabschlüssen zu höheren monatlichen Gehaltszuwächsen führen.
Die Jahressonderzahlung entsprach in Bezug auf die Höhe ohnehin keinem 13. Monatsgehalt und war abhängig von der tariflichen Eingruppierung.
NRW ist leider nicht die ganze Republik. GIbt auch Bundesländer, in denen das Weihnachtsgeld ab A13 komplett gestrichen war (NICHT auf die anderen Monate umgelegt), für Jahrzehnte. Aktuell gibt es so eine Art „Handgeld“ als Ersatz…
Das hat doch damit nichts zu tun, sondern mit dem hohen Frauenanteil. Auch vor 10 Jahren haben die meisten Frauen in Teilzeit gearbeitet und zwar über alle Berufsgruppen hinweg. Die Frauen, die alleine sind und keine Kinder haben, arbeiten bei uns ausnahmslos alle Vollzeit. Die anderen haben Männer, die gut verdienen.
Nee, ich gehöre zu der Spezies, die sich weder einen gutverdienenden Mann noch Kinder leistete und dennoch überwiegend in Teilzeit gearbeitet habe.
Vielen Dank für ihre großartige Leistung für die Solidargemeinschaft der Steuerzahler, die Kinder und Rentner finanzieren. Deppen wie ich arbeiten Vollzeit, weil dieses System nur so funktioniert. Wenn ich dann mal soweit bin, dass ich die Früchte meiner Arbeit futtern könnte, sind die Kassen dank Menschen ihres Schlages leer. Und sorry, auch Frauen können, nachdem die Kinder aus dem Haus sind wieder Vollzeit arbeiten.
Äh – es besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Teilzeit. Übrigens auch (wahrscheinlich) für Sie.
Wer Teilzeit arbeitet, verzichtet auf Teile seines Einkommens und seiner Altersvorsorge. Das ist völlig legitim. Wir sind kein Sklavenstaat.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
… und wenn dann die Altersvorsorge nicht reicht? Tada! Dann springe wieder ich ein.
Wenn… Ist bei einer Lehrkraft eher unwahrscheinlich.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wenn… kein Geld mehr da ist.
…spart die Landesregierung zuerst an den Mitarbeitern. Haben wir in Baden-Württemberg in den letzten Jahren genossen.
So wird es in ihrer Welt wohl sein.
So ein Quatsch!
Das ist bei Lehrern eher unwahrscheinlich……
Die Deputatsreduktion um eine Wochenstunde verschafft einem doch behördenintern schon den Status „teilzeitbeschäftigt“. Und die Minderung des Bruttoeinkommens in NRW um 3,6% bis 3,9% ist kaum merklich in Hinblick auf die Altersversorgung. Wer hingegen eine 75%-Stelle anstrebt und 19 Wochenstunden an einer GE, einem GY oder einem BK unterrichtet bzw. 21 Wochenstunden muss eben auch auf 25% seines monatlichen Bruttoentgeltes verzichten, dürfte bei Erreichen des Ruhestandes selbst als tarifbeschäftigte Lehrkraft mit mindestens 35 Beitragsjahren eine Rente über der Durchschnittsrente haben. So schlecht ist e12 nun auch nicht. Egal, wo Sie nun hinspringen, infolge der Umlagefinanzierung der Rentner bzw. der staatlichen Alimentierung der Ruhestandsbeamten zahlen Sie ohnehin.
Bei einer Beamtenpension kann man auch auf 50% reduzieren, um im Alter nicht am Hungertuch nagen zu müssen. Die bessere Krankenversicherung und die unbefristete Lohnfortzahlung kommen noch oben drauf.
Bei Angestellten in TZ schlägt der Verzicht der Altersvorsorge umso heftiger ein.
Die Beitragsbemessubgsgrenze für die Rente ist schwindelerregend hoch und wird in den meisten Berufen erst nach vielen Jahren Berufserfahrung erreicht.
Die maximale Rente bekommt also somit eh fast niemand. Und in TZ sowieso nicht.
Beamte haben es da doppelt komfortabel.
Bitte, gern geschehen. Deppig wirkt allerdings eher, wie Sie sich hier an Unbekannten unwissend abreagieren. Gute Besserung !
Meine Zustimmung
Bist halt selbst Schuld, wenn du so staatshörig bist und dir nie Gedanken um einen Plan B gemacht hast.
Können Sie nicht. Jedenfalls nicht an unserer Schule.
Nein, eigentlich ist doch nichts falsch daran. Mit rein finanziellen Anreizen wollte man den Lehrermangel beheben und die finanziellen Verbesserungen (A13 brachte alleine gut 500 Euro mehr + Hauptstadtzulage + Wieder-Verbeamtung…) haben nur die Teilzeitquote erhöht. Genau das wird beschrieben, nicht, neuerdings Teilzeit, sondern immer mehr Teilzeit.
Die von @unfassbar genannten Verschlechterungen sind lange her. 20 Jahre? Ich kenne nichts davon aus eigener Lehrtätigkeit. Dieser Einfluss ist also längst verschwunden.
Es sind keine finanziellen Reize, sondern schlicht die Eingruppierungen des Öffentlichen Dienstes entsprechend des geforderten Niveaus.
Auch außerhalb der Schulen werden Sie bei einer Stelle, die einen Masterabschluss fordert, mit A13 eingruppiert.
So einen Unsinn, den der Plebs hier immer von sich gibt.
Es ist aber nicht der Plebs sondern die Ratsfraktion, die hier die Pfründe schwinden sieht. Nur denen wird ja nichts weggenommen, die sind nur neidisch, dass die Lehrkräfte, die vormals in der Laufbahngruppe II im ersten Einstiegsamt eingruppiert waren, jetzt entsprechend des Hochschulabschlusses adäquat vergütet werden.
Früher hatten diese Lehrkräfte ja wirklich ein kürzeres Studium, aber früher hatten wir auch einen Kaiser…
Am Ende, also vor der Bolgnese Reform war der Unterschied der Regelstudienzeit ein – in Worten: „ein“ – Semester, der zwischen dem damaligen gehobenen und höheren Dienst trennte.
Für Jüngere, … der in der Laufbahngruppe II zwischen erstem und zweitem Einstiegsamt lag.
Vieles davon waren finanzielle Anreize, um Lehrer zu halten oder neu zu gewinnen. A13 gibt es noch nicht überall für alle Lehrämter. Ihr Argument kann deshalb nicht überzeugen, es muss offensichtlich nicht so eingruppiert werden.
So einen Unsinn, den die Ahnungslosen hier immer von sich geben.
Vielleicht sollten Sie einmal ihren Unsinn überprüfen!
Die unterschiedliche Bezahlung der unterschiedlichen Schulformen hat mit der historisch unterschiedlichen Studiendauer zu tun. Früher machte das nämlich durchaus Sinn, weil Sek1-Lehrer ein kürzeres Studium. Das hat sich aber in Zeiten von Bachelor/Master erledigt.
Es hat also nichts mit mit „finanziellen Anreizen“ zu tun, sondern wirklich mit beamtenrechtlichen Eingruppierungen und da sind die Voraussetzungen für jedermann im Öffentlichen Dienst gleich, egal ob Soldat, Polizist, Lehrer oder Bauamt.
Mit der Studiendauer hat das nichts zu tun. Ein Medizinstudium hat zum Beispiel eine andere Dauer als ein Ingenieurs- oder ein Jurastudium. Trotzdem ist die Einstufung gleich, weil alles Master oder dem Master gleichgestellte Abschlüsse sind. Alle befinden sich im EQR Stufe 7. Auf dieser Stufe befinden sich auch alle Lehrer mit Master oder zweitem Staatsexamen, sofern es sich bei dem ersten Staatsexamen um einen Abschluss an einer Universität handelt. Das trifft ebenfalls auf fast alle Lehrkräfte vor der Reform zu. Eine Ausnahme bilden die früheren Abschlüsse an den Pädagogischen Fachhochschulen. Das ist wahrscheinlich das, was Sie als historischen Grund betrachten, aber eben nicht die Studiendauer.
Doch bei den Lehramtsstudiengängen war die um ein Semester kürzere Regelstudienzeit das Kriterium, das den Unterschied ausmachte.
Ja, aber das Kriterium spielt keine Rolle, weil die Rechtslage eine andere ist. Es ging lediglich darum Geld zu sparen. Recht haben und Recht bekommen sind zwei paar Schuhe.
Nein, denn die Rechtslage begründete sich ja durch die unterschiedliche Regelstudienzeit für Lehramtsstudiengänge.
Die von Ihnen angesprochenen medizinischen und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge unterscheiden sich durch die unterschiedlichen Studien- und Prüfungsordnungen, die jeweils andere Regelstudienzeiten vorgeben. Bei Ing.-Wissenschaften waren es 10 Semester für ein TH- oder 8 Semester für ein FH-Studium.
Bei den Medizinern gibt es erstens nicht die Alternative eines vergleichbaren FH-Studienganges und zweitens eine 12-semestrige Regelstudienzeit. Der erfolgreiche Studienabschluss (2. StEx) beinhaltet die Approbation. Weitere Besonderheit des Medizinstudiums ist, dass ab bestandener erster Staatsprüfung (Vorexamen) nach mindestens 4 Semestern die Möglichkeit besteht, eine Promotion zu beginnen.
Genau das ist ja der Punkt, denn auch bei Lehrämtern gibt es keinen vergleichbaren FH Studiengang mehr.
Kleine Nachfrage: Gibt es denn jetzt mehr Frauen mit Kindern als Lehrerin denn vor 10 Jahren?
Gegenfrage:
Gibt es mittlerweile mehr Lehrerkinder, von denen mindestens ein Elternteil nicht in Teilzeit arbeitet?
Der Frauenanteil ist schon kontinuierlich gestiegen. Da werden sicherlich auch ein paar Mütter dabei sein. Aber selbst bei Kinderlosen ist die Teilzeitrate unter Frauen deutlich höher, vor allem so bald ein gut verdienender Mann dazu kommt.
Viele Mütter bleiben auch in Teilzeit, obwohl die Kinder bereits groß sind.
Ist auch eine Folge des Ehegattensplittings.
Was ist Ihnen lieber: eine gesunde LK, die sich Teilzeit „gönnt“ oder eine Vollzeit-LK, die so kaputt gespielt ist, dass sie ständig ausfällt? Niemand bei uns „gönnt“ sich TZ, nur weil das Gehalt trotzdem reicht. Die Kollegen haben entweder kleine Kinder oder gesundheitliche Probleme. Bei inzwischen 3 von ihnen hat dies der Amtsarzt entschieden.
Sind deshalb nicht bessere Arbeitsbedingungen wichtiger als einfach nur mehr Gehalt? Ich meine, darum ging es.
Beides ist wichtig. Einkommensrückstand zur „freien Wirtschaft“ für ähnlich hochqualifizierte Tätigkeiten aufholen und endlich mind. einen echten Homeoffice-Tag pro Woche, Bonuszahlungen, wenn’s beim Staat mal gut läuft (Rekordsteuereinnahmen, immer noch!), 35-Stunden-Woche.
Es gibt keinen Einkommenstückstand zur freien Wirtschaft.
Auf bessere Arbeitsbedingungen warten wir seit Jahren vergeblich.
Wer die Arbeitsbedingungen an Schulen kennt, weiß, dass das Arbeiten in Vollzeit unzumutbar geworden ist. Daher erfolgt das Reduzieren der Stunden hauptsächlich aus Selbstschutz. Man verzichtet freiwillig auf viel Geld, anstatt sich auf Kosten anderer durchzuschnorren. „Gönnen“ tut sich tatsächlich kaum jemand etwas dabei.
Vor allem werden ja somit auch Haushaltsmittel frei, um weitere Stellen auszuschreiben. Einer Schule werden in Abhängigkeit von der Schülerzahl und der Schulform Vollzeitstellen zugewiesen, keine Kopfzahlen. Wo ist jetzt das Problem? Außer dass die Stellen nicht attraktiv sind, weshalb die Zahl potentieller Kandidaten nicht ausreicht. Gen Z ist eben nicht blöd.
Na und? Wer sich’s leisten kann und will, muss sich nicht rechtfertigen. Jeder soll mit seiner Lebenszeit umgehen, wie er möchte.
Ich lese das anders: Es ging darum, dass man mit immer mehr Gehalt den Lehrermangel bekämpfen wollte. Man hat ihn mit diesem Mittel aber nur noch verschärft.
D.h. im Umkehrschluss weniger Geld soll zu mehr Lehrern führen?
Funktioniert diese Logik auch bei Ihnen in der „freien Wirtschaft“?
Es gibt ja gar nicht mehr Gehalt, sondern es erfolgt lediglich eine rechtlich notwendige Anpassung, weil ein Masterabschluss im öffentlichen Dienst laut Gesetz zu einer genauen Einstufung führt. Man müsste also nicht über die Stufe sprechen, sondern über die Anforderungen der Lehrämter und ob man das weiterhin so möchte.
Dann muss man aber mehrheitlich beschließen, dass für alle lehrämter außer dem Lehramt SekI+II ein Bachelor-Degree und der Vorbereitungsdienst als Anwärter ausreichend ist. Selbst ein PH-Lehramtsstudiengang schließt mit einem Master-Degree ab, der Voraussetzung für den Beginnen eines Referendariates ist.
Man könnte sogar beschließen, dass gar kein Studienabschluss Voraussetzung wäre, sondern Meisterabschluss in Irgendwas.
Oder noch besser, irgendein Berufsabschluss reicht oder noch besser… gar kein Abschluss. Aufpassen, dass sich die Kids nicht gegenseitig umbringen ist vollkommen ausreichend.
Ich habe jetzt zwar etwas übertrieben, aber letztendlich kommen wir halt auf die Frage zurück, was man als Staat, als Land, als Bürger will, aber Eines wird nicht funktionieren: gut ausgebildete (auf Masterebene) Fachleute bekommt man jedenfalls nicht für einen Appel und ein Ei und schon gar nicht bei den aktuellen Zuständen.
Theoretisch könnte man es auch wie in den USA machen: Bachelor ist Mindestvoraussetzung (und bekommt Bachelorgehalt), Master bekommt Mastergehalt, Dr. Ma+30/60/90 usw.
Wie in anderen Ländern eben auch. Ausreichen würde ein Bachelor doch für alle Lehrämter. Alles andere könnte man prüfen. Also wenn ich Mathe in der SekII unterrichten will, dann wird geprüft, ob ich den Stoff beherrsche. Den Master braucht man dann lediglich für die wenigen Leitungsstellen.
Nur ein Gedankenspiel, denn Einigkeit wird es im Föderalismus niemals geben.
Und Sie sind der Meinung für A9 genügend Prsonal zu finden, dass als Lehrkraft arbeiten möchte. Nun, dann reichen Sie den Vorschlag doch einmal bei der KMK ein.
Oh, besser nicht….nachher findet er noch Gehör…….
Als ob die KMK was annehmen würde
Es geht doch der KMK nicht darum Personal zu finden.
An welcher Stelle habe ich denn das Ihrer Meinung nach behauptet?
Ich habe gar keine Meinung geäußert.
So ein Quatsch. Versuchen Sie mal in NRW die Stundenzahl zu reduzieren. Mehrfache Wiederholung macht den Blödsinn nicht wahrer. Spezi vom Merz?
Kindererziehung und Pflege von nahen Angehörigen müssen die Bez.-Reg. in NRW anerkennen, da haben sie keinen Ablehnungsgrund.
Verrückt, die wollten nach einem wissenschaftlichen Studium plus Vorbereitungsdienst auch noch Bezüge wie Akademiker…
Wenn fast jede zweite Lehrkraft in Teilzeit arbeitet, ist das kein Randphänomen mehr, sondern ein Systemsignal. Offenbar erscheint Vollzeit im Schuldienst für viele nicht mehr als dauerhaft gesunde Normalform.
Gleichzeitig ist das brutal abhängig von der konkreten Schule. Stundenplan, Leitung, Teamkultur, Zusatzaufgaben, Vertretungslogik, Korrekturlast und Entgegenkommen machen enorm viel aus. Ich schaffe beispielsweise trotz langer Pendelzeit Vollzeit – aber auch nur, weil meine Schule außergewöhnlich entgegenkommend ist. An einer anderen Schule sähe das vermutlich anders aus.
Individuell ist Teilzeit oft völlig rational. Auch Arbeitszeit zu reduzieren und Einkommensverluste später über höhere Besoldungsgruppen oder Beförderungen teilweise wieder auszugleichen, ist eine legitime Strategie. Ob das für die eigene Rolle und Belastung clever ist, muss jeder selbst entscheiden.
Systemisch bleibt es aber paradox: Das System verliert Arbeitszeit, während es zugleich über Besoldungs- und Beförderungslogiken Einkommenskompensation ermöglicht.
Und ich wäre vorsichtig mit der Hoffnung, dass eine künftige Arbeitszeiterfassung automatisch zur Entlastung genutzt wird. Sie könnte sichtbar machen, wie viel Arbeit jenseits des Deputats anfällt. Sie könnte aber genauso gut zum Monitoring werden, warum Person X angeblich nicht effizient genug performt.
So viele? Wir können gespannt sein, was die Politik anstellen wird, um sie völlig aus dem Beruf zu drängen und den Lehrkäftemangel zu verdchli… ich meine natürlich, freie Stellen für neue Kolleg*innen mit ganz bestimmt vollen Debutat zu schaffen…
Ich arbeite bei einer 70% Stelle 40 Stunden die Woche , in Spitzenzeiten noch mehr.
Dem Finanzminister gefällt das!
Die Kommentare gehen hier gefährlich in die Richtung, dass man es sich als extrem gut verdienende Lehrerin natürlich leisten kann, in Teilzeit zu arbeiten. Dabei liegt es viel mehr an den stetig steigenden Belastungen, die viele nicht mehr stemmen können. Integration, Inklusion, immer höhere Anforderungen durch Schulleitung und Eltern…
Außerdem ist eine voraussetzungslose Teilzeit in NRW gar nicht mehr möglich. Wer keine kleinen Kinder oder eine chronische Erkrankung hat, muss Vollzeit arbeiten.
dauert dann ja nicht lange, bis sie eine chronische Krankheit bekommen …
Es gibt genug Lehrkräfte, die rechteutig präventiv ihre Stunden reduzieren und in Teilzeit arbeiten wollen, BEVOR sie krank werden.
Die Behörde kommt bei einer Ablehnung eines Antrags auf Teilzeit ihrer Fürsorgepflicht nicht nach.
Wenn Beamte früher versterben, entlasten sie aber den Haushalt.
Klingt wie ein Aufruf zum weiteren Verheizen.
Der Brennwert taugt aber nicht viel. Und dann noch die CO2-Bilanz
In Deutschland arbeiten generell besonders viele (vor allem Frauen) in Teilzeit im europäischen Vergleich. Es wäre mal interessant, zu vergleichen, wie diese Entwicklung in anderen Berufen voranschreitet (oder auch nicht), um weitere Schlüsse daraus ziehen zu können.
Das Problem bei den Lehrkräften sehe ich darin (habe selbst 12 Jahre in Teilzeit gearbeitet), dass man zwar etwas weniger Belastung hat, aber anteilig doch mehr arbeitet als eigentlich für die spezifische Teilzeitquote vorgesehen aufgrund vieler unteilbaren Aufgaben. So wirkt es nach außen, dass das ja alles super zu schaffen ist und die Teilzeitkraft bekommt noch eine Aufgabe on top, denn sie hat ja mehr Zeit… (so meine Erfahrung). Dass die Gesamtbelastung an vielen Schulen zu hoch ist, wird damit leider zum Teil verschleiert.
@Redaktion: Gibt es irgendwelche Erkenntnisse, warum die Teilzeitquote in Bremen und Hamburg doppelt so hoch wie in Thüringen und Sachsen-Anhalt ist?
– Ist das Unterrichten in Thüringen und Sachsen-Anhalt weniger stressig?
– Gibt es einen Zusammenhang zur Beamtenquote und somit den Gehältern?
– oder andere Gründe?
Das hat mit dem höheren Durchschnittsalter der Lehrkräfte im Osten, mit der dort traditionell hohen Vollzeit-Beschäftigung von Frauen und der besseren Kita-Infrastruktur zu tun.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Auch das Frauenbild im Osten ist gänzlich anders, also bei beiden Geschlechtern. Meine Kusine aus Brandenburg ist studierte Informatikerin und mit einem Maurer liiert (natürlich nicht verheiratet). Er kümmert sich um die gemeinsame Tochter, sie geht arbeiten. Lachen hier im Westen viele Kolleginnen drüber.
Und das ist das Problem.
Die lachen nicht, weils zum Lachen ist, sondern weil es nicht zu Ihrem vorgefertigten Lebensbild passt, weil sie nicht mitbekommen haben, dass das, was sie idealisieren, nicht ideal sein muss – Sie sind stehengeblieben.
Wir haben es immer so gemacht: Was am besten zu unserem Leben passt, gesundheitlich und zeitmäßig, so dass wir finanziell durchkommen und ein Pölsterchen haben, wird gemacht. (allein schon privilegiert, sich das aussuchen zu können)
A propos Pölsterchen: Wenn die beiden einig sind, haben sie doch die beste Lösung gewählt.