POTSDAM. Der Brandenburgische Pädagogen-Verband (BPV) kritisiert die angekündigte Streichung einer Entlastungsstunde für Lehrkräfte an besonders belasteten Schulen. Nach Angaben des Verbands soll die Regelung zum 1. Februar 2027 entfallen. Betroffen seien Förderschulen, Oberstufenzentren sowie Schulen mit hoher sozialer Belastung der Sozialindex-Stufen 4 und 5. Der BPV sieht darin keine arbeitszeitpolitische Anpassung, sondern eine Sparmaßnahme zulasten der Lehrkräfte.

Nach Darstellung des Verbands hat Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) die betroffenen Lehrkräfte über die geplante Änderung informiert. Der BPV wendet sich insbesondere gegen die Begründung des Ministers, der nach Verbandsangaben auf bisherige Besserstellungen sowie auf die allgemeine Arbeitszeitanpassung für Beamtinnen und Beamte ab dem 1. März 2027 verweist.
Aus Sicht des BPV steht die Entscheidung vielmehr im Zusammenhang mit den Sparvorgaben für den Landeshaushalt. „In Wahrheit geht es hier nur darum, die von der Landesregierung verhängte Fünf-Prozent-Kürzung im Bildungshaushalt umzusetzen und weitere geplante Stellenstreichungen durch Mehrarbeit der verbleibenden Lehrkräfte aufzufangen“, erklärt der Verband. Die wegfallende Entlastungsstunde solle „schlicht die Löcher stopfen, die die eigene Sparpolitik reißt“.
Dabei verweist der BPV darauf, dass die Entlastungsstunde gerade an Schulen mit besonderen pädagogischen Herausforderungen gewährt werde. Ein solcher Belastungsausgleich sei „keine Besserstellung“, sondern die Anerkennung der erhöhten Arbeitsbelastung an diesen Schulen. Zugleich kritisiert der Verband den vorgesehenen Zeitpunkt: Die Änderung soll mitten im laufenden Schuljahr greifen und werde deshalb nach Einschätzung des BPV zusätzliche organisatorische Probleme für die Schulen verursachen.
Der Verband verbindet die Kritik mit einem grundsätzlicheren Vorwurf. Seit einem Jahr warte man auf wirksame Entlastungen, die im Zusammenhang mit der Erhöhung der Pflichtstunden angekündigt worden seien. Nun werde ausgerechnet Lehrkräften an besonders belasteten Schulen Entlastungszeit genommen.
Der BPV fordert deshalb die Landesregierung und das Bildungsministerium auf, die Kürzungspläne im Bildungsetat zu stoppen und auf die Streichung der Entlastungsstunde zu verzichten. Den betroffenen Lehrkräften die Entlastungszeit zu nehmen, um den Sparzwang zu erfüllen, bezeichnet der Verband als „bildungspolitisch unverantwortlich und einen schweren Vertrauensbruch“. News4teachers
Bildungsminister: Abschlüsse sind trotz Lehrermangel gewährleistet – unter Schmerzen










wiE mAchEn wIR deN BeRUf atTraKtIVEr????
Typisch, nehmen, was man kriegen kann und dann weiter jammern. Beamte in Brandenburg bekommen teilweise erhebliche Gehaltsnachzahlungen.
Die angestellten Kollegen übrigens nicht.
Verstehe ich nicht, wie manche immer nur nörgeln und meckern können. Sie verdienen um die 5000-6000 Euro; Sie haben als Beamter so viele geldwerte und sonstige Vorteile und Sie bekommen jetzt eventuell sogar noch saftige Nachzahlungen.
Wenn Ihnen das alles nicht reicht, wechseln Sie doch Job.
Falsch Perspektive. Die Vergütung liegt zwischen 5 und 6 kEuro, Verdienst ist etwas Anderes.
Merke:
Nicht mal eine symbolische Entlastung (1 Stunde… pfff) für besonders (!) belastete Schulen gibt es.
Ergo: Es gibt GAR KEINE Entlastung für IRGENDWEN.
–> Danke für gar nichts.
Immerhin bekommen alle Beamten in Brandenburg erhebliche Gehaltsnachzahlungen, je nach Einstufung.
Ick wundere mir nich, ick staune. Das BSW fordert, dass auch die Angestellten an der Erhöhung der Beamtenbesoldung teilhaben. Die Regierung in Brandenburg lehnt das allerdings ab. Überall, wo jetzt Wahlen bevorstehen, sollten wir die Parteien dazu befragen!
„“Beamtenbesoldung in Brandenburg: BSW fordert Gehaltserhöhung auch für Tarifbeschäftigte. Tarifbeschäftigte des Landes sollen vorerst nicht besser entlohnt werden. Das führt unter anderem bei Lehrern zu einer wachsenden Ungleichbehandlung, fürchtet das BSW.“
https://www.tagesspiegel.de/potsdam/brandenburg/beamtenbesoldung-in-brandenburg-bsw-fordert-gehaltserhohung-auch-fur-tarifbeschaftigte-15934642.html
Na, das wäre momentan der einzige Punkt, den ich dem BSW positiv anrechne.
Das ist so offensichtlich zynisch wie alles, was zur Zeit „reformiert“ wird.