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Gewalt als Männlichkeitsbeweis: Was die Forschung über Jugendliche weiß, die Polizisten angreifen und Geschäfte plündern

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FRANKFURT. Sie greifen Polizisten an, zertrümmern Schaufenster, plündern Geschäfte – und suchen dabei offenbar gezielt die Konfrontation. Nach den schweren Ausschreitungen in Frankfurt richtet sich der Blick auf ein Milieu überwiegend junger Männer, das der Polizei schon länger bekannt ist. Viele haben einen Migrationshintergrund. Doch was erklärt ihre Gewaltbereitschaft? Ein wissenschaftliches Gutachten für das Bundesfamilienministerium verweist auf patriarchalische Rollenbilder, die Gewalt als Mittel männlicher Selbstbehauptung legitimieren. Auch eigene Gewalterfahrungen, soziale Benachteiligung und fehlende Anerkennung können eine Rolle spielen. Die Forschung zeigt zugleich: Es handelt sich um eine Minderheit der Jugendlichen – auch unter denen mit Migrationshintergrund.

„Die fucken immer die Jugendlichen ab“, sagt Jeffrey. Der 20-Jährige aus Offenbach ist genervt von den Polizeikontrollen auf der Zeil, der zentralen Einkaufsstraße in Frankfurt, wo sich regelmäßig Gruppen junger Männer treffen, die zum Teil durch aggressives Verhalten auffallen. Fast täglich werde er kontrolliert, erzählt er Reportern der Hessenschau. „Dabei bin ich Deutscher. Nur weil ich keine blonden Haare habe, weil ich bisschen dunkler aussehe.“ Sein Freund Karim hält die verstärkten Kontrollen nach den Ausschreitungen ebenfalls für überzogen. Er glaube kaum, dass diejenigen, die wenige Tage zuvor Schaufensterscheiben eingeschlagen hätten, nun wieder auf der Zeil unterwegs seien.

Andere junge Männer sehen das anders. Drei Syrer, die sich nach der Arbeit hier treffen, begrüßen die Polizeikontrollen ausdrücklich. Sie befinden sich alle in Ausbildung und wollen nicht mit den Randalierern gleichgesetzt werden. „Wenn hier Leute zum Beispiel mit Messern unterwegs sind, dann ist das auch für uns ein Problem“, erklären sie.

Die Polizei kennt das Milieu bereits von früheren Einsätzen

Die Ausschreitungen in der Nacht zum 1. November hatten Frankfurt erschüttert. Nach zunächst weitgehend friedlichen Demonstrationen der Initiative „Gen Z regelt“ kam es in der Innenstadt zu massiven Angriffen auf Polizeibeamte, Sachbeschädigungen und Plünderungen. Nach der ersten Bilanz wurden rund 100 Polizisten verletzt und 54 Menschen festgenommen. Die Festgenommenen waren zwischen 13 und 29 Jahre alt.

Die Polizei unterschied dabei zwischen Gewalttaten am Rande der Demonstration und den späteren Ausschreitungen auf der Zeil. Letztere schrieb sie überwiegend jungen Männern aus migrantisch geprägten Gruppen zu, die sich regelmäßig an Wochenenden in der Innenstadt treffen. Ein politisches Motiv sei bei ihnen nicht erkennbar gewesen. Frankfurts Polizeipräsident Stefan Müller erklärte, die Gruppen seien den Sicherheitsbehörden teilweise schon länger bekannt. Bislang habe man sie eher als „erlebnisorientiert“ eingeordnet. Auch bei früheren Einsätzen, etwa an Silvester, seien vergleichbare Gruppen aufgefallen. Nun habe die Gewalt eine neue Dimension erreicht.

Die Hessenschau-Reporterin Heike Borufka, die die Ausschreitungen miterlebte, berichtete von einem stundenlangen Katz-und-Maus-Spiel zwischen jungen Männern und der Polizei. Sie hatte den Eindruck, dass manche Beteiligte den Adrenalinkick geradezu suchten. Immer wieder seien Gruppen durch die Straßen gerannt, hätten Böller geworfen und die Konfrontation mit den Einsatzkräften gesucht.

Was bringt junge Männer dazu, Gewalt nicht nur in Kauf zu nehmen, sondern sie offenbar als gemeinschaftliches Erlebnis zu suchen?

Wenn Gewalt zum Beweis von Männlichkeit wird

Eine mögliche Erklärung liefert ein umfangreiches Gutachten zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland, das die Kriminologen Christian Pfeiffer, Dirk Baier und Sören Kliem 2018 im Auftrag des Bundesfamilienministeriums vorgelegt haben. Darin untersuchen sie unter anderem, welche Bedeutung kulturelle Prägungen, familiäre Erziehung und gesellschaftliche Lebensbedingungen für die Gewaltbereitschaft junger Männer haben.

Ein zentraler Begriff der Untersuchung lautet „gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen“. Gemeint sind Vorstellungen, nach denen ein Mann Stärke demonstrieren, seine Ehre verteidigen und sich notfalls mit körperlicher Gewalt Respekt verschaffen müsse.

Die Forscher erfassen solche Einstellungen beispielsweise anhand von Aussagen wie: „Der Mann ist das Oberhaupt der Familie und darf sich notfalls auch mit Gewalt durchsetzen.“ Oder: „Ein Mann, der nicht bereit ist, sich gegen Beleidigungen mit Gewalt zu wehren, ist ein Schwächling.“

Welche Rolle spielt die Herkunft?

Dabei klammert das Gutachten kulturelle Unterschiede ausdrücklich nicht aus. Die Forscher beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, ob junge Männer, die aus patriarchalisch geprägten Gesellschaften nach Deutschland kommen, häufiger Vorstellungen mitbringen, nach denen männliche Dominanz und die gewaltsame Verteidigung der eigenen Ehre gesellschaftlich akzeptiert sind.

Die Autoren sprechen in diesem Zusammenhang von einer möglichen „importierten Machokultur“. In ihrer Zusammenfassung formulieren sie einen zentralen Forschungsbefund: „Die Akzeptanz einer derartigen ‚Machokultur‘ hat sich in vielen Untersuchungen des KFN als ein die Gewalt erheblich fördernder Belastungsfaktor erwiesen.“

Zur Begründung verweisen die Wissenschaftler unter anderem auf Ergebnisse einer repräsentativen Schülerbefragung in Niedersachsen aus dem Jahr 2015. Untersucht wurden Jugendliche mit familiären Wurzeln in der Türkei, im ehemaligen Jugoslawien und in weiteren muslimisch geprägten Herkunftsländern. Dabei zeigte sich ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Jugendlichen, die in Deutschland geboren und aufgewachsen waren, und solchen, die selbst aus den betreffenden Ländern zugewandert waren.

Unter den im Ausland geborenen Jugendlichen aus den drei untersuchten, besonders hoch belasteten Herkunftsgruppen stimmten 29,8 Prozent gewaltlegitimierenden Männlichkeitsnormen zu. Unter den in Deutschland geborenen Jugendlichen derselben Herkunftsgruppen waren es 20 Prozent.

Die Wissenschaftler sehen darin einen Hinweis auf die Bedeutung kultureller Sozialisation. „Wir interpretieren diesen Befund als einen Beleg dafür, dass das Aufwachsen in Deutschland einen kulturellen Lernprozess ermöglicht hat“, schreiben sie. Jugendliche, die erst im Laufe ihrer Kindheit nach Deutschland gekommen seien, schienen dagegen noch stärker in den Traditionen ihrer Herkunftsländer verwurzelt zu sein.

Zudem betrachten die Forscher kulturelle Prägungen keineswegs als alleinige Erklärung. Sie verweisen auf weitere Einflussfaktoren, darunter die Alters- und Geschlechterzusammensetzung von Zuwanderergruppen, eigene Gewalterfahrungen, die Lebensbedingungen in Deutschland und die Perspektiven der Betroffenen. Auch Unterschiede im Anzeigeverhalten können die Polizeistatistik beeinflussen.

Die Daten stammen aus den Jahren vor beziehungsweise zu Beginn der großen Fluchtzuwanderung 2015 und erlauben keine unmittelbaren Rückschlüsse auf die Beteiligten an den aktuellen Frankfurter Ausschreitungen. Sie zeigen aber, dass kulturell vermittelte Männlichkeitsbilder ein relevanter Bestandteil der wissenschaftlichen Erklärung von Jugendgewalt sein können.

Gewalt bleibt das Verhalten einer Minderheit – auch unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Wie wichtig die Unterscheidung zwischen einer gewaltbereiten Minderheit und der großen Mehrheit der Jugendlichen ist, zeigen die Zahlen der Forscher selbst. In einer bundesweiten Schülerbefragung aus den Jahren 2007 und 2008, die das Gutachten für das Bundesfamilienministerium auswertet, stimmten 14,8 Prozent der Jugendlichen türkischer Herkunft und 13,2 Prozent der Jugendlichen aus dem ehemaligen Jugoslawien gewaltlegitimierenden Männlichkeitsnormen zu. Unter den deutschen Jugendlichen ohne Migrationshintergrund waren es 2,7 Prozent.

Die Unterschiede sind erheblich. Doch ebenso deutlich ist der andere Befund: Selbst in den untersuchten Herkunftsgruppen mit den höchsten Zustimmungswerten lehnte die große Mehrheit der Jugendlichen solche Vorstellungen ab. Und zwischen der Billigung von Gewalt und ihrer tatsächlichen Ausübung besteht ein weiterer Unterschied.

Eine 2019 veröffentlichte Untersuchung der Kriminologen Dirk Baier und Dominic Kudlacek auf Grundlage niedersächsischer Schülerbefragungen ergab, dass zwölf Prozent der Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund körperliches Gewaltverhalten berichteten, gegenüber fünf Prozent der deutschen Vergleichsgruppe. In ihrem statistischen Analysemodell konnten die Forscher diesen Unterschied vollständig durch zwei Faktoren erklären: die Zustimmung zu gewaltlegitimierenden Männlichkeitsnormen und eigene Erfahrungen als Gewaltopfer. Auch hier gilt: Die große Mehrheit wurde nach eigenen Angaben nicht entsprechend gewalttätig.

Die Zahlen stammen aus älteren Untersuchungen und lassen sich nicht unmittelbar auf die heutige Jugendbevölkerung übertragen. Sie verdeutlichen aber, weshalb es wissenschaftlich nicht haltbar wäre, von gewalttätigen Gruppen junger Männer auf Jugendliche mit Migrationshintergrund insgesamt zu schließen.

Wie viele junge Männer in Deutschland zu jener gewaltbereiten Szene gehören, die an Wochenenden oder bei Großveranstaltungen gezielt die Konfrontation mit der Polizei sucht, lässt sich ohnehin nicht beziffern. Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst Straftaten und Tatverdächtige, aber keine entsprechend definierte Szene. Auch die Ergebnisse von Schülerbefragungen zur Gewaltakzeptanz lassen keine solche Hochrechnung zu.

Wenn Anerkennung fehlt, kann Gewalt zum Ersatz werden

Doch warum gewinnen solche Männlichkeitsvorstellungen für manche Jungen und jungen Männer überhaupt an Bedeutung? Eine weitere Erklärung findet sich in einer Expertise des Deutschen Jugendinstituts (DJI) über jungenbezogene Gewaltprävention in der Jugendberufshilfe. Die Ansätze lassen sich in ihren Grundgedanken auch auf die schulische Präventionsarbeit übertragen.

Die Untersuchung aus dem Jahr 2007 beschäftigt sich insbesondere mit jungen Männern, die beim Übergang von der Schule in den Beruf Schwierigkeiten haben. Ihre zentrale Überlegung: Wer gelernt hat, dass männliche Anerkennung vor allem auf Stärke, Durchsetzungsfähigkeit und beruflichem Erfolg beruht, kann durch schulische Misserfolge, Arbeitslosigkeit oder gesellschaftliche Ausgrenzung besonders unter Druck geraten.

Die Autorinnen Bärbel Geiß und Andrea Thode beschreiben, wie Jungen versuchen können, solche Erfahrungen durch demonstrative Männlichkeit auszugleichen: „Sie benutzen Männlichkeit als Selbstschutz, mit denen sie fehlende Erfolge, Anerkennung und Zuwendung kompensieren“, heißt es in der Expertise.

Ein von den Autorinnen befragter Experte aus der Jugendberufshilfe bringt den Zusammenhang zwischen Ohnmacht und Gewalt auf den Punkt: „Männer schlagen, wenn sie sich ohnmächtig fühlen. Der Zusammenhang aber zwischen Ohnmacht und Gewalt wird zu wenig gesehen.“ Die Aussage beschreibt einen möglichen Mechanismus, keine allgemeingültige Erklärung männlicher Gewalt.

Das gilt keineswegs nur für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Entscheidend ist vielmehr, welche Vorstellungen von Männlichkeit junge Menschen verinnerlicht haben und welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen, Anerkennung auf andere Weise zu erfahren.

Was können Schulen zur Prävention beitragen?

Damit rückt auch die Schule in den Blick. Nicht als Verursacherin solcher Gewalt, wohl aber als ein Ort, an dem problematische Rollenbilder sichtbar werden und pädagogisch aufgegriffen werden können. Denn Vorstellungen davon, was einen „richtigen Mann“ ausmacht, werden nicht nur im Elternhaus und im sozialen Umfeld vermittelt. Sie prägen auch den Umgang von Jungen miteinander, ihre Konflikte und ihre Stellung innerhalb der Gleichaltrigengruppe.

Die DJI-Expertise plädiert deshalb für eine geschlechterbewusste Gewaltprävention, die nicht allein aggressives Verhalten sanktioniert, sondern auch die dahinterstehenden Rollenbilder thematisiert. Jungen sollen lernen, Unsicherheit und Angst zuzulassen, Konflikte ohne Gewalt auszutragen und Anerkennung nicht ausschließlich über Stärke und Dominanz zu suchen. Die untersuchten Praxisprojekte setzen dafür unter anderem auf Selbstbehauptungstraining und die Reflexion von Geschlechterstereotypen.

„Dass junge Menschen deutlich, deutlich mehr eingebunden werden“

Zurück auf die Frankfurter Zeil. Dort hat die Hessenschau auch mit Liam gesprochen. Der 19-Jährige arbeitet auf Minijob-Basis im Sicherheitsdienst und pflegt seine Großmutter. Er trifft sich regelmäßig mit Freunden in der Innenstadt. Die verstärkten Polizeikontrollen nach den Ausschreitungen kann er grundsätzlich nachvollziehen, empfindet sie allerdings teilweise als willkürlich.

Auch Liam kennt das Gefühl von Wut. Vielen seiner Freunde gehe es ähnlich, erzählt er. „Weil sie keinen Job finden. Oder die, die noch zur Schule gehen und dort halt dreckige Toiletten sind, und sich irgendwie niemand so richtig drum kümmert.“ Auf die Frage, was helfen könnte, hat Liam eine Antwort: „Dass junge Menschen deutlich, deutlich mehr eingebunden werden. Weil nur so können wir Probleme lösen, wenn wir kommunizieren.“ News4teachers 

Drei Viertel der Festgenommenen haben einen Migrationshintergrund – ja und?

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11 Kommentare
Nikolaus
5 Stunden zuvor

„importierte Machokultur“, „gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen“

Das ist ja nun keineswegs neu, es trifft natürlich nicht auf alle Ausländer oder Zuwanderer zu, sondern typischerweise auf etliche aus ganz bestimmten Gegenden der Welt. Da gibt es eben einen Männlichkeitswahn so wie es auch den Jungfräulichkeitswahn gibt und andere Wahnvorstellungen, die auf irgendwelchen archaischen Traditionen basieren, die Tausende von Jahren alt sind. Der Hexenwahn gehörte auch mal dazu.
Man sollte den Leuten mal klarmachen, dass diese Traditionen nicht mehr ins 21. Jahrhundert passen. Das ist auch keine „Kultur“, die zu achten ist, sondern eine Unkultur, die abgeschafft gehört. Für wen gelten eigentlich diese 21st Century Skills als Leitbild? Wer predigt die denn immer?

ed840
4 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

„Patriarchale Gewalt ist kein importiertes Problem – sie existiert in allen Gesellschaften.“

Kann man auch in Tabelle 18 auf Seite 19 nachlesen.

FHK-Statistik_2025_Tabellen.pdf

ed840
4 Stunden zuvor
Antwortet  ed840

Auch im Bundeslagebild zur Partnerschaftsgewalt kann man unter 2.3.2. nachlesen, dass 61,1% der männlichen Tatverdächtigen deutsche Staatsbürger waren.

HaeuslicheGewalt2024.pdf

DerechteNorden
5 Stunden zuvor

Grenzen austesten. Sind die Grenzen des Machbaren sehr hoch angesetzt, muss man schon ordentlich wüten, um dort mal anzukommen.
Rebellion ist das Privileg der Jugend. Wenn man allerdings richtig gewalttätig werden muss, um überhaupt bemerkt zu werden, dann bedeutet das mMn. auch, dass die Regeln zu lasch sind.
Wenn man bedenkt, dass jugendliche Intensivtäter*innen erst an 14 Jahren als strafmündig gelten, stimmt da etwas nicht. Ich erinnere mich an einen unserer Schüler, der bereits vor 15 Jahren als Unter-14-Jähriger über 40 Delikte aller Art begangen hatte und trotzdem noch so weiter machen konnte. Seine Rebellion gegen die Strukturen, denen er entstammt, mussten viele Unschuldige ausbaden.

Nein, rain zufällig muss eine Herabsetzung der Strafmündigkeit nicht automatisch normaler Jugendknast für ab 10-Jährige bedeuten. Es gibt zwischen Schwarz und Weiß sehr viele Graustufen, die man sich mal genauer anschauen sollte.

DerechteNorden
3 Stunden zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich gehe hier mal davon aus, dass das nicht immer so geht, wie man sich das wünscht.
Wie eigentlich bei vielem, was sich alle wünschen.
Weltfrieden z.B. Pazifismus ist auch erstrebenswert, hilft aber nicht weiter, wenn die Voraussetzungen nicht stimmen.

Natürlich sollte man immer versuchen, das Optimum zu erreichen. Allerdings muss der Weg dahin ja auch „bespielt“ werden. Das ist für mich die Ausgangslage.
Sollen wir denn einfach alles so weiterlaufen lassen, bis sich in zehn Jahren vielleicht mal etwas zum Guten geändert hat?

xxx
5 Stunden zuvor

Wieso gab es diese Art von Kriminalität vor 20 oder 30 Jahren noch nicht in dem Ausmaß? Damals muss es deutlich weniger männliche Jugendliche gegeben haben, oder das Argument „männlich“ greift nicht als Hauptargument.

Canishine
4 Stunden zuvor

„Oder die, die noch zur Schule gehen und dort halt dreckige Toiletten sind, und sich irgendwie niemand so richtig drum kümmert.“
Auch wenn es vielleicht provokativ klingt, es ist nicht so gemeint: Dann verabredet Euch doch zum Toiletten-Putzen. Sprecht untereinander über die pflegliche Nutzung derselben, da scheint es viel Nachholbedarf zu geben. Das Material stellt die Schule bestimmt gerne. Und es würde sicherlich gegen ein evtl. vorhandenes Männlichkeitsbild helfen.
Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass ein Schulträger für ordentliche Toiletten zu sorgen und dafür dem Personal genug Zeit und Mittel zur Verfügung zu stellen hat. Aber das hat natürlich Grenzen, besonders wenn die Nutzung „unangemessen“ ist. Dennoch können hier die Schüler aktiv Einfluss nehmen, anstatt nur Lösungen von anderen zu erwarten, und es würde ihrer Persönlichkeitsentwicklung nicht schaden.