Start Themenmonate Digital lehren und lernen „Zukunftsstudie Schulmanagement 2026“ von Wolters Kluwer: Schon neun von zehn Schulleitungen nutzen...

„Zukunftsstudie Schulmanagement 2026“ von Wolters Kluwer: Schon neun von zehn Schulleitungen nutzen Künstliche Intelligenz

0
Anzeige

KI gehört für viele zum Arbeitsalltag – doch rechtliche Unsicherheiten und fehlende gemeinsame Strategien bremsen die weitere Entwicklung

HÜRTH. Künstliche Intelligenz ist im Schulleitungsalltag angekommen: Rund 91 Prozent der befragten Schulleitungen nutzen inzwischen KI für ihre Leitungsarbeit. Rund 62 Prozent greifen täglich oder regelmäßig darauf zurück. Gleichzeitig zeigt sich: Die Nutzung ist vielerorts weiter fortgeschritten als die Entwicklung gemeinsamer Strategien und verlässlicher Rahmenbedingungen. Datenschutz- und Haftungsfragen sowie fehlende Zeit zur Einarbeitung erschweren einen stärkeren oder sichereren Einsatz.

Dies sind Ergebnisse der „Zukunftsstudie Schulmanagement 2026 – Digitalisierung im Schulleitungsalltag“ von Wolters Kluwer, führender Anbieter von Fachinformationen, Software und Services. Die mittlerweile fünfte Untersuchung der Studienreihe beleuchtet, wie Schulleitungen und Schulträger den digitalen Wandel erleben und welche Unterstützung sie benötigen.

PhoneLocker, verschließbare Smartphone-Tasche

„Schulleitungen benötigen nicht nur leistungsfähige Werkzeuge, sondern vor allem verlässliche Informationen, praxisnahe Unterstützung und rechtssichere Handlungsmöglichkeiten“, erklärt Thomas Henseler, Verlagsleiter Bildungswesen bei Wolters Kluwer Deutschland. „Unser Ziel bleibt es, Schulleitungen und Schulträger dabei zu unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen und die Chancen der Digitalisierung verantwortungsvoll zu nutzen.“

KI wird bislang vor allem für Textarbeit, Recherche und Informationsaufbereitung sowie zur Ideenfindung und Strukturierung eingesetzt. Rund 43 Prozent der Schulleitungen geben an, dass KI ihnen vor allem hilft, Zeit zu sparen. Weitere 31 Prozent sehen den wichtigsten Nutzen in der Unterstützung bei organisatorischen Aufgaben. Nur rund vier Prozent betrachten die Unterstützung strategischer Entscheidungen als ihren wichtigsten Anwendungsbereich.

Von der individuellen Nutzung zur gemeinsamen Strategie

„Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Frage nicht mehr lautet, ob KI genutzt wird. Entscheidend ist vielmehr, wie Schulen diese Nutzung pädagogisch, organisational und ethisch reflektieren“, sagt Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs, Professorin für Allgemeine Pädagogik mit Schwerpunkt Schulentwicklung an der RPTU Kaiserslautern-Landau. Sie gehört zu den drei wissenschaftlichen Berater:innen der Studie.

An vielen Schulen fehlen bislang verbindliche Konzepte, Leitlinien oder gemeinsame Strategien für den KI-Einsatz im Schulleitungs- und Schulverwaltungsbereich. Nur rund sechs Prozent der befragten Schulleitungen berichten hier von einer klaren Strategie. Die große Mehrheit bewegt sich dagegen zwischen ersten Absprachen und Überlegungen, einzelnen Initiativen ohne Gesamtkonzept oder dem Fehlen einer bewussten Strategie. Die verbreitete individuelle Nutzung ist damit vielerorts noch nicht durch ein gemeinsames Vorgehen abgesichert.

„Die Herausforderung der Digitalisierung verschiebt sich von der technischen Ermöglichung zur institutionellen Verarbeitung. Entscheidend ist, wie Verantwortlichkeiten, Unterstützungssysteme und professionelles Handeln miteinander verbunden werden“, erklärt Prof. Dr. Kai Maaz, Geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und ebenfalls wissenschaftlicher Berater der Studie.

Rechtliche Orientierung und praxisnahe Fortbildungen gefragt

Rund 46 Prozent der befragten Schulleitungen nennen Datenschutz- und Haftungsfragen als Hürde für einen stärkeren oder sichereren KI-Einsatz. Rund 40 Prozent fehlt die Zeit zur intensiveren Einarbeitung, 38 Prozent sind unsicher, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten. Eine grundsätzliche Skepsis gegenüber KI nennen dagegen nur rund neun Prozent.

Entsprechend deutlich fällt der Unterstützungsbedarf aus: Rund 84 Prozent wünschen sich speziell auf die Aufgaben von Schulleitungen zugeschnittene Fortbildungen. Nahezu ebenso viele halten praxisnahe Beispiele aus der Schulleitungsperspektive für hilfreich. Rund 81 Prozent wünschen sich rechtssichere Orientierungshilfen.

Die eigene KI-Kompetenz bewerten die Schulleitungen im Durchschnitt mit der Schulnote 2,84. Rund 40 Prozent schätzen ihre Fähigkeiten als gut oder sehr gut ein. Etwa jede fünfte befragte Schulleitung bewertet die eigene KI-Kompetenz dagegen nur als ausreichend, mangelhaft oder ungenügend.

Digitale Werkzeuge entlasten und schaffen neue Aufgaben

Auch über KI hinaus ist Digitalisierung fest in der Leitungsarbeit verankert. Rund 82 Prozent der Schulleitungen bezeichnen digitale Werkzeuge als festen Bestandteil ihres Leitungshandelns, 68 Prozent halten Digitalisierung dafür inzwischen für unverzichtbar. Zugleich berichten rund 65 Prozent, dass digitale Prozesse ihre Arbeit grundsätzlich erleichtern, aber auch zusätzlichen Aufwand verursachen. Weitere 32 Prozent erleben sie überwiegend als Erleichterung.

Dabei unterscheiden sich die Wahrnehmungen von Schulleitungen und Schulträgern: Nur rund 42 Prozent der befragten Schulträger sehen digitale Werkzeuge als festen Bestandteil des Leitungshandelns – gegenüber 82 Prozent der Schulleitungen selbst. Die beiden Gruppen beurteilen allerdings nicht zwingend dieselben Schulen. Schulträger setzen bei der Unterstützung vor allem auf schnellen, verlässlichen Support sowie geprüfte und datenschutzkonforme Werkzeuge.

„Die Studie zeigt, dass Schulleitungen den digitalen Wandel längst gestalten. Die eigentliche Zukunftsaufgabe besteht nun darin, aus persönlichen Erfahrungen gemeinsames Lernen in der Organisation hervorzubringen“, sagt Prof. Dr. Michael Schratz, Gründungsdekan der School of Education und ehemaliger Leiter der Leadership Academy an der Universität Innsbruck, der dritte wissenschaftliche Berater der Studie.

Fünfte Untersuchung zur Digitalisierung im Schulmanagement

An der Zukunftsstudie Schulmanagement 2026 beteiligten sich insgesamt 577 Personen. Darunter waren 389 Schulleitungen und 79 Vertreter:innen von Schulträgern. Weitere 109 Teilnehmende, etwa Lehrkräfte und Beschäftigte der Schulaufsicht, ordneten sich der Kategorie „Sonstiges“ zu. Die Zahl der Antworten variiert je nach Frage; die Angaben zur Häufigkeit der KI-Nutzung beruhen auf den Antworten von 342 Schulleitungen.

Die vollständige Studie steht hier zum Download bereit. 

Für das Schul- und Kitamanagement bietet Wolters Kluwer in Deutschland unter anderem hochwertige Fachinformationen auf Wolters Kluwer Online sowie praxisnahe Lösungen.

Pressekontakt

Steffen Martini
Senior Communications Specialist Wolters Kluwer Deutschland GmbH
Telefon: +49 (0) 2233 3760-7706
E-Mail: presseinfo@wolterskluwer.com

Dies ist eine Pressemiteilung von Wolters Kluwer Deutschland. 

 

Hier geht es zu allen Beiträgen des Themenmonats “Digital lehren und lernen”. 

 

 

„Schulen müssen immer mehr zu lernenden Organisationen werden“ – Wie eine Ex-Lehrerin Kollegien bei der Digitalisierung berät

Anzeige

Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare