Für Videoaufnahmen auf Waggon geklettert: Mädchen stirbt nach Stromschlag

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SCHWERTE. Wieder ist ein Kind nach einem Stromschlag auf einem Güterbahnhof gestorben. Eine 13-Jährige erlag ihren schweren Verletzungen Tage nach dem Unfall in Nordrhein-Westfalen.

Rettungskräfte rückten an (Symbolfoto). Foto: Shutterstock / Ralf Liebhold

auf einem Güterzug in Schwerte durch einen Stromschlag schwer verletztes Mädchen ist Tage später im Krankenhaus gestorben. Die 13-jährige Schülerin erlag ihren schweren Verletzungen, teilte die Landespolizei heute mit. Der Unfall hatte sich am Montagnachmittag auf dem Güterbahnhof Schwerte ereignet. Mit einem Rettungshubschrauber hatten Einsatzkräfte das Mädchen in ein Krankenhaus geflogen.

Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei soll das Mädchen für Videoaufnahmen auf einen Waggon des Güterzuges geklettert sein. Dabei habe es einen Stromschlag sowie schwere Verbrennungen erlitten, hatte eine Sprecherin der zunächst zuständigen Bundespolizei am Dienstag erklärt. Das Mädchen war demnach gemeinsam mit fünf weiteren Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren auf dem Güterbahnhof unterwegs. Auskünfte zum jüngsten Ermittlungsstand waren aktuell nicht zu erhalten.

In der Vergangenheit gab es am Schwerter Bahnhof bereits mehrfach schwere Strom-Unfälle. Im Februar 2024 verletzte sich ein 18-Jähriger tödlich, im April 2023 starb ein 13-Jähriger nach einem Stromschlag. Beide waren auf einen Güterzug geklettert. News4teachers / mit Material der dpa

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Pädagogische Fachkraft
1 Jahr zuvor

In meinem Physikunterricht habe ich beim Thema Elektrizitätslehre (Klasse 8 oder 9) immer Zeitungsberichte über derartige selbst provozierte Unglücksfälle wegen Tiktok, youtube, Selfies usw. thematisiert, denn durch die Hochspannung in den stromführenden Leitungen kommt es zum Lichtbogen, der trotz über einem Meter und mehr Abstand die Person auf dem Waggon erreicht und grillt…
Ich habe versucht, den Schülern klarzumachen, dass es nicht nur der grobfahrlässige “coole” Kletterer ist, der dabei schwerstverletzt oder getötet wird, sondern dass auch die vermeintlich ungefährdeten Zuschauer am Boden, die den dummen Leichtsinnigen nicht aktiv von seinem Tun abgehalten haben, nie wieder dieselben sein werden: sie werden die Bilder eines solches Ereignisses, das in ihrem Beisein durch ihre Untätigkeit geschehen konnte, nicht mehr aus dem Kopf bekommen, die Mitschuld nie ganz ablegen können, den Geruch verbrannter Haut und den Anblick eines schwerstverletzten oder toten Kameraden nie wieder vergessen. Das ist eine Seelenwunde, die da lebenslang bleibt und traumatisiert. Ich hoffe sehr, dass alle Physiklehrer diese Prävention ernst nehmen! Viel zu oft gibt es diese vermeidbaren Unfälle.

Heuwägelchen
1 Jahr zuvor

Traurig.

Aber was soll man zu dem Wahnsinn noch sagen?