Dauerhaft krankgeschriebener Lehrer tritt als Musiker auf – darf er das?

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KÖLN. Wieder sorgt in Nordrhein-Westfalen ein krankgeschriebener Lehrer für Aufsehen – und wieder geht es um den Verdacht, dass ein Beamter während seiner offiziellen Dienstunfähigkeit Tätigkeiten ausübt, die im Widerspruch dazu stehen könnten: Obwohl er dauerhaft krankgeschrieben ist und weiter volle Bezüge erhält, trat er mehrfach öffentlich als Musiker auf, veröffentlichte ein Album und warb in sozialen Medien für Konzerte. Die Bezirksregierung Köln prüft den Fall – und Kolleginnen und Kollegen reagieren mit wachsendem Unmut.

Fürs Unterrichten zu krank? (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Erneut beschäftigt ein krankgeschriebener Lehrer aus Köln die Bezirksregierung. Der Mann, der seit 2021 Englisch und Musik an einer Kölner Gesamtschule unterrichtet und seit April 2025 krankgeschrieben ist, soll während seiner Krankschreibung mehrfach als Singer-Songwriter aufgetreten sein. Zunächst hatte der Spiegel über den Fall berichtet, die Bezirksregierung bestätigte auf Anfrage entsprechende Prüfmaßnahmen.

Nach Angaben der Behörde wurde die Geschichte im Sommer zum Fall: Die Schulleitung meldete eine mögliche Unregelmäßigkeit bei der Einhaltung von Dienstpflichten. Die Bezirksregierung leitete daraufhin dienstrechtliche Prüf- und Ermittlungsmaßnahmen ein und konfrontierte den Lehrer mit Zweifeln an seiner fortbestehenden Dienstunfähigkeit. Zudem wurde eine amtsärztliche Untersuchung angeordnet, deren Gutachten seit dem 12. November vorliegt. Über konkrete dienstrechtliche Konsequenzen schweigt die Behörde unter Hinweis auf Persönlichkeitsrechte.

Der Spiegel beschreibt, wie der Lehrer seit Monaten als Musiker aktiv ist. Er veröffentlichte ein Album, trat bei Konzerten in Köln, Bonn oder Krefeld auf und drehte ein Musikvideo, das ihn mit Gitarre an Bahnschienen zeigt. In einem Podcast auf Spotify spricht er über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten junger Musiker im Streamingzeitalter – ohne zu erwähnen, dass er als Beamter weiterhin monatliche Bezüge erhält.

Für ein Konzert im Juni in einem Kölner Teeladen habe der Eintritt 15 Euro betragen, berichtet das Magazin. Auf Instagram warb der Lehrer wiederholt für Auftritte. Sein Anwalt erklärt gegenüber dem Spiegel, der Lehrer habe ausschließlich „hobbymäßig“ musiziert, teilweise bei privaten Anlässen, meist ohne Vergütung und gelegentlich sogar mit Verlusten. Musizieren sei ein Hobby und kein vorteilsorientiertes Nebengewerbe; zudem könne Musik – so der Anwalt – auch kranken Menschen guttun.

„Natürlich bekommen wir mit, dass er Konzerte spielt“

Im Kollegium jedoch wächst der Ärger. Lehrkräfte berichten laut Spiegel, dass sie seit Monaten die ausfallenden Stunden kompensieren müssen. „Natürlich bekommen wir mit, dass er Konzerte spielt“, sagt ein Pädagoge. Eine Kollegin spricht von einer unfairen Belastung des Teams: Die blockierte Planstelle könne nicht nachbesetzt werden, und für die Schülerinnen und Schüler fehle die nötige Verlässlichkeit. Die Schulleitung selbst verweist auf Nachfrage lediglich an die Bezirksregierung.

Die Bezirksregierung Köln stellt in ihrer Stellungnahme klar, der Lehrer sei „fortdauernd dienstunfähig erkrankt“. Über seine Auftritte habe man keine Kenntnis gehabt, doch habe der Mann bereits 2020 eine Genehmigung für eine künstlerische Nebentätigkeit mit geringem Stundenumfang beantragt und erhalten. Ob seine aktuellen Aktivitäten noch unter diese Genehmigung fallen, ist Teil der laufenden Prüfung.

Der Fall reiht sich ein in eine Serie vergleichbarer Vorkommnisse in Nordrhein-Westfalen. Neben der Weseler Berufskolleg-Lehrerin, die trotz über 15-jähriger Krankschreibung bei vollen Bezügen als Heilpraktikerin tätig gewesen sein soll (News4teachers berichtete), wurde erst vor wenigen Wochen bekannt, dass ein anderer Kölner Lehrer während seiner Krankmeldung in zwei Fernsehshows kochte und ein Preisgeld gewann. Die Diskussion über mögliche Lücken im System ist entsprechend neu aufgeflammt.

Grundsätzlich gilt: Eine Krankschreibung bedeutet nicht automatisch, dass keinerlei Aktivitäten erlaubt sind. Entscheidend ist, dass Genesung und Heilungsverlauf nicht beeinträchtigt werden. Darauf weist auch der Deutsche Gewerkschaftsbund hin: Strenge Bettruhe sei keineswegs bei allen Erkrankungen nötig. Doch der politische Druck wächst – mit jedem neuen Fall ein Stück mehr. News4teachers / mit Material der dpa

Krankgeschriebener Lehrer, der in Kochshows auftritt, wird zum Politikum (“Kontrolldefizite”)

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Ellenbogen
1 Monat zuvor

Auch dieser Fall straft alle Lügen, die behaupten, das seien Einzelfälle. Es ist zwar jeder Fall ein Einzelfall, aber es gibt etliche davon und diese Personen – Kollegen möchte ich sie nicht nennen – nutzen aus, wozu das “Beamtensystem” sie quasi einlädt.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Ellenbogen

Es sind trotzdem immer noch “Einzelfälle”. Die finden Sie bei 600.000 verbeamteten Lehrkräften in Deutschland immer. In den 90er-Jahren waren übrigens die Qualitätsmedien voll von irgendeiner Lehrkraft, die es sich mit ihren Beamtenbezügen und der Krankschreibung auf irgendeiner Insel als Surflehrer oder so etwas ähnliches gemütlich gemacht hat. Also diese Kampagnen gab es auch schon lange vor dem Internet.

Nebenbei errinnert sich noch jemand an “Florida-Ralf”? Den Sozialhilfeempfänger, der es sich in Florida hat gutgehen lassen? Auch das wurde montagelang gezielt breitgetreten um Stimmung für Hartz IV zu machen, das dann seltsamerweise kurz nachher beschlossen wurde…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Jepp, “Florida-Ralf” war legendär.

Und natürlich sind es Kampagnen.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ja, war eine richtige Reality-Soap-Opera über viele Monate. Ich habe übrigens noch einmal nachgesehen: Er hieß tatsächlich “Florida-Rolf” (nicht “Ralf”)

Simsalabim
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Sogenannte Mitnahmeeffekte betrifft immer Einzelne im Vergleich zu all den rechtschaffenen Menschen. Trotzdem tut man doch wohl was dagegen. Man denke an die Betrügereien bei den Corona-Hilfen. Da mussten auch etliche zurückzahlen und die Bestimmungen wurden geändert!

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Ellenbogen

Kleiner Spoileralarm für Sie:
Ich war mal zwei Monate (fast) durchgehend krankgeschrieben.

In dieser Zeit wurde ich bei folgenden Tätigkeiten von Eltern/SuS “”””erwischt””””:

– lachend (!!!111) auf dem örtlichen Stadtfest !!!111!1 Dabei müssen kranke Leute doch den ganzen Tag weinen!
– mehrfach (!!!11!1) im Fitnesstudio beim Eisen heben
– mit meiner Frau im Kino (Im Kino…SCHKANDAHL!!!11 Schämt er sich nicht!!!)
– beim Einkaufen !!11!11 (Wie kann er es wagen, Milch und Brot zu kaufen!!11)

Danach habe ich einigen Leuten ein paar sehr unfeine Dinge gesagt und auch eine private Klärung unter vier Augen ausserhalb der Dienstzeit angeboten.

Auflösung:
Mir war eine sehr wichtige Sehne im rechten Arm fast gerissen, theoretisch hätte eine falsche (Hebe-) Bewegung mich quasi jahrelang arbeitsunfähig machen können.
Klar umgrenzten Sport sollte ich ausdrücklich ärztlich angeordnet sogar weiter machen.

Und jaaaaaa, für die ganz Schlauen:
Wer sich illegal in Krankheit flüchtet soll voll bestraft werden. Ach nee, echt.

Diese Maßstäbe könnten wir ja mal bei Schülern mit ihren ständigen Krankentagen anlegen, wie wärs? Ach ne, ist was gaaaaanz anderes….

Teacher Andi
1 Monat zuvor

Jetzt kommt gleich wieder , dass diese musikalischen Auftritte, und seien sie noch so stressig, doch sicherlich zu Gesundung des Kranken beiträgt und deshalb unbedingt erlaubt werden muss. Ich empfinde darin nichts anderes als die Ausnutzung des Staates = Steuerzahlers. Gehalt auf Bürgergeldhöhe beschränken, denn die Zusatzverdienste sind ja hier gegeben.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Und Sie wissen, wie häufig die Auftritte waren, wie lange sie dauerten und woran der Mann erkrankt ist?

Wenn man den Fall seriös beurteilen will, müsste man das mindestens wissen.

Sie verbreiten hier bloß Stammtischparolen.

Tischarbeiterin
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Naja, die Lk sei soooo erkrankt, dass die Person dauerhaft krankgeschrieben wurde. Also keine Erkältung

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Tischarbeiterin

Wissen Sie woran er erkrankt ist?

Ohne das zu wissen, wissen Sie nicht, welches Verhalten seiner Genesung nutzt und welches Verhalten schadet.

Kritischer Dad*NRW
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Gleich kommt dann noch die Begründung, Auftritte dienten zur Wiedereingliederung des Kranken …

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Exakt.

Achin
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

“Der Spiegel beschreibt, wie der Lehrer seit Monaten als Musiker aktiv ist. Er veröffentlichte ein Album, trat bei Konzerten in Köln, Bonn oder Krefeld auf und drehte ein Musikvideo, das ihn mit Gitarre an Bahnschienen zeigt. In einem Podcast auf Spotify spricht er über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten junger Musiker im Streamingzeitalter – ohne zu erwähnen, dass er als Beamter weiterhin monatliche Bezüge erhält.”

Sehr geehrter Herr Hasenbrot,
bitte lesen Sie den Artikel, bevor Sie sich zur moralischen Instanz aufschwingen. Sie scheinen einem vormodernen Corpsgeist anzuhängen und verteidigen Menschen, die das Ansehen unseres Berufstandes massiv beschädigen.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Ich bin es gerade, der sich nicht zu einer gerichtlichen Instanz aufschwingt, sondern sagt, dass Außenstehende aus Mangel an Informationen gar nicht urteilen können.

Was Sie da geschrieben haben, habe ich natürlich auch gelesen. Aber wissen Sie, wie lang der Musikerauf der Bühne stand? Wie oft in welchem Zeitraum? Wie lang die Dreharbeiten für das Musikvideo gedauert haben? Und wie lang die Aufnahmen für das Album?

Das alles wissen Sie nicht. Deshalb ist Ihr Kommentar nichts als Stammtischgerede.

Es gibt Krankheiten bei denen man bestimmte Dinge für ein paar Stunden pro Tag tun kann und dennoch nicht regelmäßig einen ganzen oder halben Arbeitstag durchhalten kann. Auch bei Depressionen wäre das Verhalten des Mannes unter bestimmten Umständen nützlich für die Genesung.

Das können aber weder Sie noch ich beurteilen. Mit Vorverurteilungen sollte an sich also zurückhalten.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sehe ich genauso.

Achin
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sehr geehrte Herr Hasenbrot,

Sie übersehen den entscheidenden Punkt. “Der Spiegel” als Qualitätsmedium hätte den Fall des Kollegen sicher nicht aufgegriffen, wären die Darbietungen des Herren im Rahmen (musik-)therapeutischer Maßnahmen entsprungen. Es handelt sich aber offensichtlich um eindeutig kommerzielle Aktivitäten.

Mutmaßlich nutze der Kollege die Zeit seiner Krankschreibung also nicht nur zur Genesung, sondern für seine Selbstverwirklichung und seinen Geldbeutel.

Damit bringt er wichtige Errungenschaften des Sozialstaates in Misskredit und befeuert schlimme Vorurteile über unseren Lehrberuf.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Sie ergehen sich in Vermutungen und Unterstellungen, warum “der Spiegel” den Fall aufgegriffen haben könnte. Dass der Musiker mehrmals pro Woche für mehrere Stunden auftritt, um Geld zu verdienen steht jedenfalls nicht im Spiegel. Der genaue Umfang und die Zahl der Auftritte sowie der Zeitraum, in den die Auftritte fielen, werden überhaupt nicht genannt.

Bleiben wir doch einfach bei den Fakten: Um den Fall wirklich beurteileen zu können, fehlen uns viele Details. Vorverurteilungen sollten deshalb vermieden werden.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Nun ja, der Spiegel muss sich auch irgendwie verkaufen… und auch der Spiegel hat seine Erfahrung mit erfundenen Geschichten, weil die Realität halt nicht so spektakulär ist, siehe Relotius…
Abwarten, was am Ende rauskommt.

Freiya
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

“Der Spiegel” hatte auch mal Tagebücher eines bestimmten glücklicherweise verstorbenen Bartträgers veröffentlicht…. soviel zum “Qualitätsmedium”!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Was mich persönlich interessieren würde, ist die Antwort auf die Frage, wie hoch sind denn die relativen Werte der dauererkrankten, dienstunfähigen Beamten in anderen Verwaltungsbereichen.
Wie lange braucht die jeweilige Dienstaufsicht in den einzelnen Bereichen, bis sie die erkrankten Bediensteten zum Amtsarzt schickt.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Lehrer sind eben dort, wo sie unterrichten, bekannt wie “bunte Hunde”. Sie werden zumindest von der Schülerschaft täglich über viele Jahre gesehen und wegen der Seuche “Soziale Medien” auch gerne in diversen “Außendarstellungskanälen” der Schulen abgebildet (Tipp: Unbedingt widersprechen!!!). Deshalb sollte man auch nie / never ever am Schulort wohnen, wenn man nicht andauernd belästigt werden will.

Erinnert sich noch jemand an den Sachbearbeiter im Rathaus bei der letzten Passverlängernung? Na also…

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Was für ein Unsinn. Ich wohne 10 Fußgehminuten von meiner Schule entfernt und zumindest als einigermaßen beliebter Lehrer hat man auch Vorteile. Ein Elterngespräch bei Aldi in 3 Minuten ersetzt schon mal einen Extratermin in der Schule. Win-Win für Eltern und Lehrer. Es muss einem nur egal sein, wenn andere Leute neugierig in den Einkaufswagen gucken. Andere Belästigungen habe ich in den letzten 20 Jahren nicht erdulden müssen.

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Stimmt! Kann ich nur bestätigen!

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Kurz: Es muss einem einfach sch****egal sein.

Sobald die merken es interessiert einen nicht, kommen da auch keine großen Sachen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Ich sehe das nicht als Vorteil, in meinem Privatleben ständig als Dienstperson angequatscht zu werden. Machen Eltern nach freundlichem Hinweis auch kein zweites Mal.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Was kaufen Sie denn schönes? 🙂

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

“Küstenfuchs”? Schule in Bullerbü?

Dann hoffen Sie einmal, dass Rütli-Verhältnisse nicht auch bald in ihr Paradies einziehen…

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Es geht doch nichts über ein einfaches Weltbild.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Keine Argumente und dafür persönliche Angriffe.

Ein sicheres Zeichen für Stammtischniveau.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Yo, Walter, chill, ich meinte doch den verbeamtungsmäßig zu kurz gekommenen Beamtenfreund Andy. Als Fan des Rechtsstaats lehne ich selbstverständlich Vorverurteilungen ab. Zugegeben, es macht es die Sache leichter, wenn man nicht von Neid und Missgunst zerfressen ist und/oder in rechtspopulistischen Blasen unterwegs ist.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Persönliche Angriffe praktizieren Sie aber auch ziemlich häufig. Tja, wo ist die Türe, vor der man auch mal kehren sollte?

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

War so klar …….. ich habe es ja prophezeit …….
Wenn Sie die Beschimpfungen weglassen, könnte eine vernünftige Diskussion daraus werden.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Wer sich im Ausgangskommentar schon polemisch äußert, darf sich nicht wundern, wenn die Antwort auch polemisch ist.

“Stammtischparole” ist übrigens keine Bschimpfung, sondern beschreibt wie Menschen zu Meinungen kommen, die kaum faktenbasiert sind.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wo finden Sie im Ausgangskommentar Polemik? Ich teile zwar nicht die Ansicht von teacher Andi, kann jedoch keine Polemik in seinem Kommentar erkennen (falls Sie mit „Ausgangskommentar“ den ersten Kommentar dieser Diskussion meinen).

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Die Polemik steht bereits im ersten Satz, der die Gegenposition abwertet.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Kindergarten? Ihr hört jetzt sofort auf, euch mit den Schäufelchen zu hauen. Andernfalls ruf ich eure Muttis an und lass euch abholen

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Wenn man denn die richtige Nummer hat und Mutti nicht wieder “vergessen” hat, die neue in der Schule durchzugeben.

Und abholen geht schon mal gar nicht. Mutti ist arbeiten.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Hallo, ich weiß wo dein Haus steht:)

Die Beleidigungen in Bezug auf “deine Mutter” verkneife ich mir jetzt hier ausnahmsweise mal.
Und nur damit du bescheid weißt:
Gängige Muttern sind Sechskantmuttern (Standard) und Vierkantmuttern (oft für Holz), während Sicherungsmuttern (wie Stopp- oder Ganzmetall-Sicherungsmuttern) ein ungewolltes Lösen verhindern. Spezialformen umfassen Flügelmuttern für werkzeuglose Montage, Hutmuttern zum Schutz und Ringmuttern als Anschlagpunkte. 

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

…Sie haben Schwiegermutter vergessen. 🙂

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

C’est vrais

Freiya
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Die EINZIG mögliche Antwort!

Simsalabim
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Das ist Ausnutzen! Wir kennen das im Großen wie im Kleinen. Wir haben alle die Kollegen, die vor oder nach langen Wochenende mit Feiertag und Brückentag plötzlich eine ganze Woche fehlen und dann braungebrannt wieder zur Arbeit erscheinen. Das ist Ausnutzen. Dagegen darf man etwas tun, eben damit die sich nicht hinter den Rechtschaffenen verstecken können.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Simsalabim

Aber die werden argumentieren, dass sie ja im mediterranen Klima ihre Grippe auskuriert haben, und das wird von einigen hier auch noch unterstützt. Bislang sind es Einzelfälle, aber ich glaube, das wird nicht so bleiben.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Solche Leute müssen dann eben mit…nagativem Gruppenfeedback… leben.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Simsalabim

Ich habe solche Kollegen in meinem Kollegium nicht.

Ich beobachte eher, dass ich viele Kollegen krank zur Arbeit schleppen.

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Simsalabim

Solche Kollegen hatte ich noch nie.

Freiya
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

17:1

Petra OWL
1 Monat zuvor

Die Menschen wurden aber krankgeschrieben.
Ich kenne viele, die mit 57,58,59. 60 in den Ruhesand gehen, weil sie es mit den Firmen regeln. Sie gehen mit nahezu 100%.
Lehrer arbeiten bis 67. Tja, 10 Jahre mehr.
Was soll das eigentlich? 🙁

Kritischer Dad*NRW
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

100 % von was?
Abzugsfrei wären max. 48% möglich, nicht 71%.

Tom
1 Monat zuvor

wahrscheinlich vom letzten Einkommen ohne größere Verluste ?
Diese Homeoffice ist eine Sauerei, die Einen sitzen Tage zuhause, während die anderen noch dafür zahlen dorthin zu fahren?

Heiner M. K.
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Homeoffice ist eine Sauerei?
Was soll denn diese Neiddebatte?
Aber ja, die Pension ist auch eine Sauerei. Und die Lohnfortzahlung. Und der Kinderzuschlag. Und die Beihilfe auch.
Die einen schaukeln sich die Eier, während die anderen draufzahlen.

eumel
1 Monat zuvor
Antwortet  Heiner M. K.

Als Angestellter kann man sich sowas nicht leisten, 6 Wochen und dann geht’s ins Geld. Geht nur als verbeamteter Lehrer. Also Zwei- klassengesellschaft

Wolfgang
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Sehr passend, Petra!
Wir wünschen dir ein schönes Wochenende.
10 Jahre mehr ist wirklich hart. 10 ganze Jahre, das muss man sich mal vorstellen.

Pia
1 Monat zuvor

Der Mann wird mit der Diagnose Depressionen oder psychischer Belastungssituation krankgeschrieben sein, dementsprechend kann die Bezirksregierung ihm nichts vorwerfen, da Musizieren seiner Genesung förderlich dient. Vermute ich jetzt einfach mal.

Habe im Freundeskreis eine Freundin, die ein Kind bekommen hat und sich nach der Geburt 1 Jahr hat krankschreiben lassen, da sie von dem Elterngeld-Höchstsatz von 1800 Euro pro Monat nicht leben kann. So war sie nach der Geburt in der Gesamtschule eingeplant, war “krankheitsbedingt” nicht in der Schule und hat volles Gehalt kassiert. Nach einem Jahr war sie beim Amtsarzt, der hat festgestellt, dass sie wieder arbeiten kann. Es gab keine Konsequenz und nach 14 Monaten fing sie wieder an zu arbeiten inkl. Wiedereingliederung, also volles Gehalt bei 2 Stunden Arbeit. Unglaublich, was alles möglich ist in diesem Beamtensystem.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Pia

Wenn Sie krankgeschrieben worden ist, war sie wohl krank. Auch Lehrkräfte dürfen ohne Krankschreibung der Arbeit nicht fernbleiben und Ärzte dürfen Diagnosen nicht erfinden.

In Ihrem Fall würde ich nicht von einem “Freundeskreis” sprechen, denn so wie Sie verhalten sich Freunde nicht.

Simsalabim
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Das ist ziemlich blauäugig, was Sie da schreiben. Man fühlt sich veräppelt.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Simsalabim

Wer versucht zu differnzieren ist für Sie blauäugig?

Gehen Sie zum Stammtisch, da bekommen sie klare Meinungen ganz ohne Zwischentöne.

Pia
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Also bitte, eine Krankschreibung kriegt man als privat versicherte Person doch sowieso hinterhergeworfen, ich spreche aus Erfahrung. Die Krankschreibung gibt es telefonisch. Die betroffene Person war nicht krank, sie hat sich die Atteste unter falschem Vorwand geholt.

Und ja, ich verurteile es beruflicher Sichtweise.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Pia

Eine Krankschreibung über längere Zeit bekommen Sie nicht telefonisch. Und die telefonische Krankschreiung hat auch nichts mit dem Versicherungsstatus zu tun.

Die telefonische Krankschreibung ist bei leichten Infekten erlaubt und auf fünf Tage begenzt.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/telefonische-krankschreibung-1800026

PS: Und Sie können auch gar nicht beurteilen, ob sich die Person die Atteste unter falschem Vorwand geholt hat.

Annabel
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Warum verteidigen Sie diesen Betrug an der Gemeinschaft?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Annabel

Tue ich nicht.

Ich weise darauf hin, dass hier Vorverurteilungen vorgenommen werden, die nicht gerechtfertigt sind.

Wenn man manche Kommentare hier liest, wundert es nicht, dass früher Hexen verbrannt worden sind. Die Beweise waren ebenso “erdrückend” wie in den hier diskutierten Fällen.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Annabel

Warum verteidigen Sie obigen Kommentar, der pauschal unterstellt, Lehrer würden bei Krankschreibungen betrügen (man bekommt als „privat Versicherter Krankschreibungen hinterhergeworfen“)?

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Annabel

Warum nehmen Sie unbegründete Vorverurteilungen vor?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Pia

Falsch, die bekommen Sie hinterhergeworfen, wenn ein/zwei Ärzte Ihre Freunde sind.

Überall wo es an saftige Versicherungskohle oder ähnliches geht entscheidet eh nie einer (und schon garnicht ihr favorisierter) alleine.

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

ach Walter, sind Sie jetzt wieder unter die Unterrichtsvermeiderversteher gegangen?

Schotti
1 Monat zuvor
Antwortet  Pia

Bei uns gab es einen ähnlichen Fall. Kollegin hatte angekündigt, dass sie lange fehlen werde, falls die Schulleiterin ihr nicht die gewünschten Einsatzgebiete zuteilen würde. Also fehlte sie von Dezember bis Juni und begann danach eine lange Wiedereingliederung, natürlich bei vollen Bezügen. Bei Bedarf wird sie diese Vorgehensweise wiederholen. Es war wohl auch nicht das erste Mal, so berichtet es ein früherer Schulleiter.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Auch wieder nichts als Hörensagen.

Wer sagt, denn dass die Kollegin nicht bereit gewesen wäre über ihre gesundheitlichen Grenzen zu gehen, wenn ihr ihre Tätigkeit besondere Freude macht.

Dass sie nicht bereit ist, ihre Gesundheit zu ruinieren, wenn dies nicht honoriert wird, kann man ihr nicht vorwerfen.

Es sind hier viel Neid und Missgunst und Gerüchte unterwegs. Kein einziger der beschireben Fälle ist von außen zu beurteilen.

Ich kenne auch Kollgen, die erhebliche Stimmprobleme hatten und damit nicht mehr vor einer Klasse stehen konnten. Dennoch hätte nichts dagegen gesprochen, wenn sie ein Instrument in einer Band gespielt oder an an einer Kochshow teilgenommen hätten.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Knötchen auf den Stimmbändern und die betroffene Lehrkraft hat eine sehr langfristige Arbeitsunfähigkeitsbescheinung. Ggf. führt diese Symptomatik sogar zur Berufs-/Dienstunfähigkeit. Und das schlimme man sieht den so erkrankten nichts an. Es besteht auch überhaupt kein Grund deshalb sich zuhause zu verkriechen. Man muss nur die Missgunst seiner Umgebung ertragen können.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Und damit könnte diese Lehrkraft sogar noch Gitarre spielen, so lange sie nicht singt! Sogar auf Bühnen, in Teeläden und neben Bahngleisen. Sie könnte auch in ein Tonstudio gehen und Gitarrenspuren aufnehmen, diese zu Hause am Rechner mischen und ein Album veröffentlichen.
Aber das zählt anscheinend nicht. Entweder ist die Lehrkraft in der Schule oder zu Hause im Bett und das völlig unabhängig von der Krankheit, jedenfalls hat sie nicht öffentlich noch ein Leben zu führen.
Man müsste eine laminierte Handreichung an alle im öffentlichen Bereich Arbeitenden ausgeben zum Thema „erkrankte Kollegen/ Kolleginnen und ihre Rechte“. Darin müsste deutlich gemacht werden, dass Krankheit nicht unbedingt Bettruhe bedeutet, dass es langwierige Erkrankungen gibt, mit denen die Betroffenen dennoch am öffentlichen Leben teilnehmen dürfen und sogar sollen und dass es verboten ist, diese Kolleginnen und Kollegen zu diffamieren.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Das verstorbene Lehrkräfte solange der Totenschein nicht ausgestellt ist, einfach liegen bleiben und nicht unterrichten ist eine Unverschämtheit.
Und dann wollen sie auch noch, wenn sie während einer Klassenreise versterben, auf Kosten des Landes nach Hause gebracht werden.

Grundsatzfrage:
Für verbeamtete Lehrkräfte endet gem. Reisekostenverordnung eine Dienstreise mit dem Tod. Wie sieht das eigentlich bei Angestellten Lehrkräften aus?

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ist doch klar. Die Angestellten müssen nach dem Tod noch weiter arbeiten.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Kreieren und die Asche in die Sanduhr. Und schon laufen die faulen Säcke.

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Die machen doch gar keine DIENSTreisen, die haben einen Beruf 🙂

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  real_anka

Komischerweise heißt es selbst in der freien Wirtschaft Dienstreise.

Heiner M. K.
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Nein. Wenn diese Person in der durch Krankschreibung erworbene zusätzliche Zeit zusätzliches Geld verdient, dann ist das etwas, was man sich anschauen sollte.
Den meisten würde das die Schamesröte ins Gesicht treiben.
Aber manche Beamte sehen das mit der Moral nicht so eng. Steht ihnen ja zu.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Aber die Karriere als Singer/ Songwriter ist dann wohl Geschichte.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Wieso, writen geht doch nur bei Knoten in den Fingern nicht

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Nur als Songwriter hätte er nie Konzerte gegeben und wäre nie aufgefallen. Album und Veröffnentlichungen unter Künstlernamen. Dabei natürlich fette Spotify und Gema Kohle kassiert … na ja, vielleicht nicht so viel.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Als Avatar hätte er aber seine eigenen Songs performen können.

Heiner M. K.
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Bei Angestellten ist krank nach Ankündigung ein fristloser Kündigungsgrund.
Aber Beamte haben absolute Narrenfreiheit.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Heiner M. K.

Häääh? Also ich habe meine Krankheit morgens immer telefonisch angekündigt und habe anschließend erst den Arzt angerufen, um einen Termin zu machen.
Meine Stundenplaner haben darauf bestanden, dass bis spätestens 7:45 h angerufen und sich abgemeldet wird. Die wussten vermutlich gar nicht, dass ich strafbar gehandelt habe.
Lustig ist ja auch, dass Lehrkräfte immer noch eine analoge AU an der Schule einreichen müssen. die digitale AU geht nämlich an die Dienststelle und die guckt sich die daten erst später bzw. am Monatsende oder Quartalsende an.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Schotti

Und Ihr Schulleiter hat das hingenommen anstatt in Kooperation mit der Personalleitung die amtsärztliche Überprüfung einzuleiten? Ziemlich unglaubwürdig, die Story.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Pia

Und Sie wissen ganz sicher, dass diese Frau keine geburtsbedingte Depression entwickelt hatte? Auch die finanzielle und soziale Situation nach einer Geburt kann eine Depression auslösen. Vielleicht wollte die Freundin nicht generell über eine Depression reden, da junge Mütter häufig „glücklich zu sein haben“, was solche Depressionen noch verschlimmert.

Kritischer Dad*NRW
1 Monat zuvor
Antwortet  Pia

Wer hat eigentlich die “Arbeitsunfähigkeit” erfunden? Daraus entwickelte sich bei Langzeiterkrankung die stufenweise Wiedereingliederung (Hamburger Modell) statt von heute auf morgen von 0 auf 100 % arbeitstechnisch aufdrehen zu müssen (Leistungsfähigkeit).
Völlig legitim in der deutschen Arbeitswelt.

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Pia

Sie kennen sicher auch die Diagnose?

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Pia

Ist auch dieser Fall aus NRW? Ich würde mal sagen, ja. In SH muss man zum Amtsarzt, wenn Zweifel an der Dienstfähigkeit gegeben sind. In der Regel ist das der Fall, “wenn innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate krankheitsbedingt gefehlt wurde” (“Leitfaden Dienstfähigkeit” des Landes). Und dieses “in der Regel” bezieht sich auf Ausnahmen, z.B. wenn zu einem komplizierten Beinbruch noch eine Influenza im Anschluss dazukommt, also trotz des Überschreitens der Marke kein Zweifel an der Dienstfähigkeit vorliegt.

Eine Krankschreibung eines Hausarztes würde hier nicht reichen, um ein Jahr zu fehlen.
Das ist dann eine Frage der Überprüfung und NRW scheint es bisher egal gewesen zu sein.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

In ganz letzter Konsequenz hat diese alte Kiste namens “soziale Frage” (deren Ignorieren durch Abstammungs- und Finanzadel einige der schlimmsten Ideologien der Geschichte mit hervorgebracht hat) die Idee erfunden, dass Erhalt von Leben und Gesundheit über dem Arbeitsprofit bzw. Arbeitsprodukt stehen.

Wenn man Menschen mit Arbeit gar zu sehr knechtet, KÖNNTEN die nämlich auf die Idee kommen, soziale Konventionen ‘nen guten Mann sein zu lassen und mal sauber alles umzuschmeissen.

Küstenfuchs
1 Monat zuvor

Es scheint ein NRW-Problem zu sein, dass Beamte jahrelang krankgeschrieben werden, aber nicht zum Amtsarzt müssen. In S-H gibt es solche Fälle kaum. Auch deshalb, weil die Stellen dann blockiert sind und nur unattraktiv (weil nicht verbeamtet als Vertretungsstelle) ausgeschrieben werden können. Schulleiter haben also an einer Klärung ein Interesse. Auch dauerhaft Krankgeschriebene müssen grundsätzlich alle 3 Jahre zum Amtsarzt, der dann klärt, ob noch eine Chance auf Genesung besteht oder die Frühpension droht, die dann wirklich erhebliche Einschnitte bei jüngeren Kollegen bedeuten.

Simsalabim
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Woher wissen Sie, dass es das in SH kaum gibt? Kennen Sie alle Krankgeschriebenen und wissen, wer es eigentlich gar nicht ist?

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Simsalabim

Jahrzehntelange Personalratsarbeit und gute Vernetzung schaffen einen guten Überblick. Für schwer erkrankte Kollegen ist der örtliche Personalrat oft erste Anlaufstation bei Fragen, zumindest wenn er für die Kollegen kompetent erscheint. Daher werden Abläufe bei Erkrankung und Maßnahmen gegen Dienstunfähigkeit seitens des Ministeriums alle paar Jahre auf den PR-Schulungen besprochen.

Was ich für SH sagen kann – und nur das habe ich getan – ist, dass länger Krankgeschriebene sich zwingend beim Amtsarzt vorstellen müssen. Die Kollegen werden dann entweder mittels eines vom Amtsarzt überprüften Wiedereingliederungsplans an das normale Dienstgeschäft herangeführt oder aber sie gehen in Frühpension, die allerdings auch regelmäßig überprüft wird.

Daraus ergibt sich, dass eine jahrelange Krankschreibung bei vollen Bezügen nicht vorkommt.

Pia
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Man kann aber auch nach einer Dienstunfähigkeit wieder dienstfähig geschrieben werden.

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Pia

Ja, das stimmt. Die Dienstunfähigkeit wird alle paar Jahre vom Amtsarzt überprüft. Für die Betroffenen oft nicht so toll: Die Stelle an ihrer alten Schule ist dann wieder besetzt. Sie werden dann also im Wohnumfeld auf der nächsten freien Stelle eingesetzt und das muss nicht die frühere Schule sein.

Ulla
1 Monat zuvor

Eine frühere Kollegin war monatelang wegen schwerster Depressionen krank geschrieben. Ärzte und Therapeuten haben gesagt: Gehen Sie raus, treffen Sie Freunde, machen Sie alles, was Ihnen gut tut.
Sie hat es nicht gemacht, aus Angst, von Kollegen und Eltern getroffen zu werden.
Ist das besser?
Ich finde diese Einzelfälle auch extrem, vor allem wenn nebenbei Geld verdient wird. Aber urteilen kann man nicht, wenn man das Krankheitsbild nicht kennt.

Annabel
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Das heißt schlicht und einfach, wir brauchen mehr Kontrolle!

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Es ist ein Unterschied, ob man “rausgeht” und sich mit Freunden trifft oder ob man definitv einem lukrativen Nebenjob nachgeht, der dann noch nicht mal gemeldet/genehmigt ist.
Eine erklärte Depression mit medizinischer Behandlung ist ein völlig klarer Fall, aber man kann nicht jede Überlastung im Lehrerberuf gleich als “krankhafte Depression” einstufen, und schon gar nicht, wenn man daneben noch andere Jobs ausübt. Das ist mehr als dreist. Das Beamtentum ist verlockend, sich zu bedienen.

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Man muss aber glücklicherweise gegenüber Kollegen, Schülern und Eltern nicht die Diagnose offen legen. Und genau deshalb ist es sehr vermessen jemanden zu verurteilen, von dem man nicht weiß warum er krank geschrieben ist.
Überlastung im Beruf und Depression haben übrigens genauso viel miteinander zu tun wie Tulpe und Eiche.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Im Artikel steht, dass der Job genehmigt war. Ob er zu lukrativ war, wird gerade behördlich geklärt. Da der Lehrer auf anscheinend eher kleineren Bühnen und in einem Teeladen aufgetreten ist, wird er eher weniger verdient haben, weil von 15 Euro Eintritt selbstverständlich auch die Nutzung der Location gezahlt werden muss.
Gerade bei psychischen Erkrankungen ist es gut, wenn das Hobby weiter ausgeübt wird und die Leute sich nicht verkriechen. Es gibt Selbstwertgefühl und das Gefühl für persönlichen Erfolg zurück, was wichtig für die Stabilität und die Genesung ist. Auf kleinen Erfolgen kann aufgebaut werden.
Viele Menschen haben anscheinend keine Ahnung, wie tief depressive Menschen fallen können und wie wichtig diese Stärke – Momente sind, auch wenn sie oft nur sehr kurz anhalten, bevor die Depression wieder über ihnen zusammenschlägt.

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Woher wissen Sie, dass der Lehrer “wegen Überlastung im Lehrerberuf” krank geschrieben war?
Und selbst wenn, ist das in keiner Weise gleichzusetzen mit einer neurologisch diagnostizieren schweren Depression, von der ich geschrieben habe.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Erstens ist der Nebenjob laut Medienberichten angemeldet und genehmigt.

Zweitens wissen Sie im vorliegenden Fall doch nicht einmal, unter welcher Krankheit der Mann leidet. Aber trotzdem zweifeln Sie vorsorglich schon mal an, dass es sich um eine “krankhafte Depression” handeln könnte. Weil ….? Weil Sie Hellseher sind?

Lassen Sie Ihre Stammtischparolen doch einfach sein.

Tom
1 Monat zuvor

Homeoffice ist das viel größere Problem und führt zu 2 Ebenen.
Die Einen bleiben zuhause, die Anderen müssen an 5 Tagen raus, teilweise sehr weit!

Heiner M. K.
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Es steht jedem frei, seinen Wohnort in die Nähe seiner Arbeitsstelle zu verlegen.

TaMu
1 Monat zuvor

Liebe Redaktion, nachdem diese Jagd auf häufig vermutlich psychisch erkrankte Menschen öffentlich eröffnet worden ist, die längere Zeit arbeitsunfähig geschrieben sind, wäre es aus meiner Sicht dringend erforderlich, aufklärend über die Situation dieser Menschen zu schreiben.
Es müsste deutlich gemacht werden, dass diese häufig über lange Zeit arbeitsunfähigen Kolleginnen und Kollegen ganz normal wirken können, wenn man ihnen im öffentlichen Raum begegnet, weil sie sicherlich nicht aus dem Haus gehen, wenn sie gerade einen schweren Schub haben. Sie müssen sich während ihren Therapien nach Möglichkeit am Leben beteiligen und zwar am besten mit etwas, was sie gerne tun und gut können, sei es nun Gitarrespielen oder Kochen oder Klettern im Hochgebirge. Man findet diese Erkrankten auch unter der Woche, wenn alle anderen arbeiten müssen, in Freizeitparks, wo sie mit ihrem eventuell vorhandenen Schwerbehindertenausweis ohne Wartezeit jede Attraktion gemeinsam mit einer Begleitung nutzen dürfen. Es ist auch möglich, dass die Kollegin, der Kollege regelmäßig mit dem örtlichen Musikverein auf der Bühne zu sehen ist.
Das sind die Highlights im Leben dieser Menschen. Es sind außerdem Aufgaben, die therapeutisch besprochen wurden. Beim nächsten Termin wird gefragt: Sie wollten wieder öfter öffentlich Gitarre spielen. Haben Sie das gemacht? Warum nicht?
Oder auch: Großartig! Im Teeladen, wie Sie es überlegt hatten. Und wie ging es Ihnen dabei?
Und dann berichtete der Patient von allen Höhen und Tiefen rund um diesen kleinen Auftritt, über die Extra- Tablette, die er vorher nehmen musste, um überhaupt auftreten zu können und über den guten Freund, der ihn gefahren hat, weil er so nicht hinter das Steuer konnte. Über den tiefen Fall am nächsten Tag und die Anwendung aller erlernten Skills, um wieder rauszukommen.
Und der Therapeut sagt: Bleiben Sie dran! Treten Sie weiter auf!
Und dann liest derjenige in der Presse diesen Artikel über seine böswillige Abtrünnigkeit gegenüber seiner Schule, seinen Kolleginnen und Kollegen, die ihn nun verachten.
Ich weiß nichts persönlich über die beschriebene Lehrkraft und ihre Erkrankung. Ich nehme jetzt einfach an, es handelt sich um eine Depression und/ oder eine Abhängigkeitserkrankung, weil das in vielen Fällen zutrifft.
Ich möchte ehrlich gesagt nicht wissen, wie es diesem Lehrer damit geht. Ich befürchte, dass er in einer weiteren tiefen Krise gelandet ist, die er ohne Hilfe nicht meistern kann, was so viel wie Lebensgefahr bedeutet, und dass er keine Möglichkeit für sich mehr sieht, überhaupt wieder auf die Beine zu kommen, von Arbeitsfähigkeit ganz zu schweigen. Er wird in diesem Fall auch kaum ohne Hilfe mit dem behördlichen Ärger und den Ermittlungen umgehen können.
Dieses völlige Unwissen über psychische Erkrankungen in der Öffentlichkeit und sogar in Schulen ist schwer zu ertragen.
Ich arbeite mit diesen Menschen und weiß, wie schlimm es für sie ist, dass man „es ihnen nicht ansieht“ und sie sich kaum trauen, Spass zu haben oder tatsächlich im Verein öffentlich sichtbar zu sein, weil sie von Kolleginnen oder Kollegen gesehen werden könnten.
Ich weiß von den Rückfällen, die nicht in der Öffentlichkeit stattfinden. Ich weiß von Suizidgefahr und Einsätzen mit Rettungswagen und Polizei, von Einweisungen in die Psychiatrie, von Hoffen und Bangen und vom langen Weg nach so einem Absturz zurück ins Leben. Und kaum taucht dieser Mensch nach unendlich viel Unterstützung wieder an einem fröhlichen Ort auf, heißt es, er sei doch garnicht krank. Ich weiß, dass es manchmal nicht gelingt und dass die Beerdigung dann der Moment ist, wo Kolleginnen und Kollegen erschüttert sagen, davon hätten sie nicht gewusst.
Betroffene bringen so viel Energie auf, um ihr Leid zu verbergen, dass sie daran erschöpfen. Gerade wenn sie sich trauen, öffentlich aktiv zu sein, brauchen sie hinterher oft eine lange, für die Öffentlichkeit nicht sichtbare Ruhephase.
Depressionen und Abhängigkeitserkrankungen sind heute noch stark stigmatisiert. Dabei sind es lebensgefährliche Erkrankungen, die nur durch Maßnahmen zu heilen sind, die teilweise in der Öffentlichkeit in einer lebensbejahenden Form stattfinden müssen.
Selbstverständlich müssen die Regeln wie Amtsarzt, Zuverdienst, Steuern und Ähnliches geklärt sein und werden, was sowohl bei dem Kochshow- Sieger als auch dem Gitarristen und bei der 16- Jahre- erkrankten Lehrerin der Fall ist. Das wurde in den Artikeln auch beschrieben.
Dass aber eine Kultusministerin öffentlich erwähnt, die dauerkranke Lehrerin sei unkollegial und dass hier im Forum ohne Wissen über den Kollegen sehr negativ geschrieben wird, darf nicht sein. Alle drei sind arbeitsunfähig geschrieben, was geprüft werden kann und nach 16 Jahren auch unbedingt sollte. Dafür ist aber nicht die Öffentlichkeit und dieses Forum zuständig. Niemand hier weiß von der Diagnose. Diese Art der Diskussion schadet allen, die sich mit einer psychischen Erkrankung zurück ins Leben kämpfen und sollte deshalb auf keinen Fall so stattfinden.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Man sollte in der Tat sehr vorsichtig im Umgang mit solchen Dauerkranken sein. Es gab bei uns auch einmal so einen Fall, wo eine Kollegin vor versammelter Mannschaft mehr oder weniger als “Blaumacherin” gescholten wurde.

Einige Zeit später ist sie dann an Krebs gestorben…

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Danke. Das meine ich, manchen Menschen sieht man es nicht an, wie krank sie sind, wenn sie in der Lage sind, draußen zu sein. Es gibt Palliativpatienten, die sich spontan besser fühlen, wenn alle medizinischen Mittel zur Heilung oder Verzögerung der Erkrankung abgesetzt werden und stattdessen palliativ behandelt wird. Manche fahren in dieser Phase sogar noch einmal in Urlaub, bevor es zu Ende geht.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Liebe TaMu,

Vielen, vielen Dank für Deine einfühlsamen und so wahren Worte.

Psychische Erkrankungen sind die Gruppe mit der vierthöchsten Sterblichkeitsrate in Deutschland. 90% aller Suizide werden von psychisch erkrankten Menschen begangen. Sind psychisch Erkrankte jetzt verpflichtet, jedem, den sie treffen, zu erklären, warum sie aus dem Haus gehen statt sich auf dem Sofa zu verkriechen?

Ich finds kackfrech, die Betroffenen hier zu verurteilen, anstatt sich im Zweifelsfall an den Amtsarzt zu wenden oder an den krankschreibenden Arzt.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Ganz lieben, Mika! Ihr Zuspruch tut mir und allen Betroffenen sehr gut!

TaMu
1 Monat zuvor

Dauerhaft krankgeschriebener Lehrer tritt als Musiker auf – darf er das?

Um die Frage aus der Überschrift zu beantworten: Ja, grundsätzlich darf er das.
Es muss therapeutisch oder ärztlich abgeklärt sein. In den meisten Fällen einer chronischen Erkrankung sagen Ärzte und Therapeuten, dass alles getan werden darf, was dem Patienten gut tut, so lange dieser sich nicht überfordert.
Sollte dabei Einkommen entstehen, muss es auch mit dem Arbeitgeber, mit der Steuer und mit der Krankenkasse geklärt sein.
Wenn von dort wegen einem einmaligen Gewinn wie bei der Kochshow oder geringfügigen und nicht regelmäßigen Einkünften aus Plattenverkauf oder Gagen kein Einspruch erhoben wird, wird die Öffentlichkeit damit leben müssen, dass dauerhaft krankgeschriebene Menschen punktuell deutlich sichtbar sein können mit einer herausragenden und nicht nach Krankheit aussehenden Tätigkeit.
Was das zusätzliche Einkommen angeht: selbstverständlich können auch gesund arbeitende Lehrkräfte und Arbeitnehmer weitere Geldquellen haben, die auch während Erkrankungen weiter sprudeln, wie beispielsweise Einkünfte als Autor von Büchern oder zuvor produzierten Platten. Das hatte der musikalische Lehrer ja offensichtlich bereits geregelt. Eine erkrankte Lehrkraft darf auch vom Bett aus Lotto spielen und gewinnen. Also sind auch Gewinne während Erkrankungen an sich nicht verboten.
Diese eher rhetorische Frage nach dem Dürfen ist eher eine Steilvorlage für einen Verriss durch diejenigen, die arbeiten gehen und keine Zeit für eine Kochshow oder für Auftritte haben, weil sie dafür durch massiven Stress zu müde sind.
Der ganze Stress des Lehrerdaseins mit der Verpflichtung, Vertretungen für die erkrankte Lehrkraft zu übernehmen, führt dazu, dass deshalb erwartet zu werden scheint, dass sich die Kollegin, der Kollege mit seinen gesunden Aspekten zurückhalten soll, weil diese als eine Zumutung empfunden werden.
Wenn für ihn oder sie andere schon Mehrarbeit haben, dann doch bitte nicht für jemanden, dem es so offensichtlich gut geht. Das ist so menschlich nachvollziehbar, übersieht aber das Wesentliche, das nicht so gut sichtbar ist.
Das Ganze könnte nur entschärft werden, wenn alle Lehrkräfte besser entlastet wären und sich wohler fühlen könnten.
So lange das nicht so ist, ist es wichtig, Aufklärung über psychische Erkrankungen zu betreiben und besonders hervorzuheben, dass diese Menschen punktuell für ihre mitarbeitenden Kolleginnen und Kollegen sehr irritierend und damit unangenehm auffallen können, wenn sie sich nicht sichtbar krank in der Öffentlichkeit zeigen und gesund wirken.

Heiner M. K.
1 Monat zuvor

Ganz ehrlich: wenn jemand “krank” einen Nebenjob ausführen kann, dann kann er “krank” auch alternative Tätigkeiten im Themengebiet Schule ausführen.
Wandertage, Ausflüge planen
Projekttage konzipieren
Referenten für Vorträge suchen
Kopieren

Aber nein, die Gesellschaft zahlt fürs Nichtstun. Steht dem Beamten ja zu, weil er so unverzichtbar ist.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Heiner M. K.

Die müsste ihm die Dienststelle aber erst einmal zuweisen. Die SL kann das nicht so ohne weiteres.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Heiner M. K.

Und schon kommen Sie einigen wahren Problemverursachern in deren klimatisierten Büros mit automatischer Arbeitszeiterfassung fern der Niederungen der Schulpädagogik verdächtig nahe – das geht, klar.

Dann müsste die Führung aber ihren *Job machen*. Sowas kann man nämlich an-/abordnen.

Ich habe (naiv wie ich war) bei einer längeren Erkrankung auch ausdrücklich angeboten, dann eben als (sozusagen) Bürobote/Hilfsarbeiter/einarmiger Bandit in irgendeinem Amt oder dem Schuldezernat auszuhelfen (das geht auch mit Arm in der Schlinge) …da wollte (glasklar kommuniziert) keiner was von wissen…

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  447

… und Homeoffice! Da werden Petras Wünsche Realität.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Wie gesagt, ich habe mich sogar aktiv angeboten – das wurde brüsk abgebügelt.
Blieb ich halt zu Hause…

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Heiner M. K.

Klar, die faulen Beamten.

Dann nennen Sie einmal konkrete Beispiele aus der “freien Wirtschaft”, wo der krankgeschriebene(!) Arbeitnehmer dazu verdonnert wird, andere Tätigkeit auszuführen. Jeder Geschäftsführer, der das versucht, hat sofort die Berufsgenossenschaft, die Gewerkschaft, das Gewerbeaufsichtsamt und eventuell den Staatsanwalt auf dem Hals.

Kleiner Tipp: “Arbeitsunfähig” heißt genau das: Unfähig zur Arbeit. Das ist in der “hammerharten, freien Wirtschaft nicht anders als bei den Beamten.

Also vor dem unqualifizierten Beamtenbashing erst einmal nachdenken!

Heiner M. K.
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Nein. AN sind schnell weg vom Fenster, wenn sowas aufkommt. Zerrüttetes Vertrauensverhältnis heißt das dann.
Zumal es selten vorkommt, dass jemand so lange krank ist wie ein Beamter.
Und wie viele nach langer Krankheit überhaupt wieder kommen steht auch auf einem anderen Blatt
Tatsache ist: jedes System wird ausgenutzt wie und wo es nur geht. Und bei den Beamten gibt es nunmal viel zu holen, die haben nämlich einen Freifahrschein.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Heiner M. K.

AN sind schnell weg vom Fenster, wenn sowas aufkommt.”

Sagen Sie es doch gleich: In der “hammerharten, freien Wirtschaft” entsorgen die Arbeitgeber ihre “Problemfälle” gerne auf Kosten der Sozialkassen (Arbeitslosengeld / Krankengeld) und auf Kosten des Steuerzahlers (Bürgergeld). Was ist denn daran vorbildlich? Das einzige was in so einem Fall wechselt, ist der “Kostenträger”, “gut” für den Unternehmer, eher “schlecht” für die Gesellschaft und den Staat, die dieses gewinnmaximierende Verhaltens letztendlich bezahlen müssen (“Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren”: Die Formel zum Erfolg für den “Unternehmer”).

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Heiner M. K.

Totaler Quatsch.

Gibt bei uns (noch) genug Industrie mit Exportorientierung – ist Wettbewerb mit China “knallhart” genug für so einen krassen Wirtschaftsmacher (der nur scheinbar nicht qualifiziert genug für den “Freifahrtschein Beamter” war) wie Sie?

Komisch, warum handelt bei uns kein einziger Betrieb so?
Alle zu doof, oder was?
Alles große Menschenfreunde?

Antwort:
Sowas zerschellt mit hohen Kosten für den AG an jedem Arbeitsgericht.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Heiner M. K.

Vergessen Sie es. Eine Klitsche, die kranke AN feuert, ist eine Klitsche – da wird kein guter Personalstamm aufgebaut. Gut zu sehen in Grünheide bei Elon Musk. Da geht keiner hin, der was drauf hat und wenn, dann geht er spätestens, wenn der AG sich so benimmt, wie Sie hier suggerieren.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Sehr richtig

real_anka
1 Monat zuvor

Was ist eigentlich mit den KuK dieser Schule, die die ABwesenheit/Krankheit des “Kollegen” auffangen müssen? Es fällt ja hier in NRW per ordre-de-mufti kein Unterricht mehr aus; alles wird vertreten. AUch Musik!
Die sehen bestimmt gerne zu, wie sich Jemand auf ihre Kosten/Knochen selbst verwirklicht an der Klampfe und am Mikro.
Das wird bei der anstehenden Weihnachtsfeier sicher zu Freudenstürmen führen, wenn dieser dort auftritt (so seine AU noch nicht abgelaufen ist).

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  real_anka

Mehrarbeitsvergütung ab der dritten geleisteten Mehrarbeitsstunde je Monat nach Abzug der Minusstunden. Money makes the timetable go round.

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Da springen wir doch gleich gerne ein für einen Musiker, der seine Zeit nicht vor der Klasse verbringen kann, sondern mir z.B. die Vertretung seiner Stunden überantwortet. Für netto ca. 17,00€/Stunde.
Gerngeschehen. Nicht.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  real_anka

Nee, ich freu mich eher, dass es ihm offensichtlich schon besser geht. Beschleunigen tu ich den Genesungsverlauf sicher nicht dadurch, dass ich ihn schief ansehe und sage: Verkrieche dich und sei krank, wenn ich schon für dich mitarbeiten muss. Da sollte eher der AG für eine vernünftige Vertretungsreserve sorgen!

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Und das wird auch zügig bezahlt.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Quartalsweise, immerhin. Etwa die Hälfte geht dann für Steuern und Sozialabgaben geht aber zurück an den AG. Also rechte Tasche, linke Tasche.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Also ich warte noch auf April. Und ja, lohnen tut sich das nicht wirklich. Zumal im Eingangsamt bezahlt wird.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Aber doch nur weil der nach Merz kommt. Das sollte dir das noch nicht überwiesen Geld doch wert sein

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  real_anka

Ok. Kein Musikverein mehr für schwer erkrankte Menschen, kein Sport mehr bei Abhängigkeitserkrankungen, kein Spaß mehr irgendwo in der Öffentlichkeit bei längerer Arbeitsunfähigkeit.
Denn wer musiziert, kann Musik lehren, wer Sport treibt, kann den Sportunterricht übernehmen, wer lacht, kann im Hort mitarbeiten.
Und, von irgendwo weiter oben im Verlauf, wer tot ist, kann noch in einer Sanduhr laufen.
Habe ich Sie richtig verstanden?

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Diese Forderungen gelten selbstverständlich nur für Lehrkräfte.

Wer da draußen, in der “hammerharten, freien Wirtschaft” “krank” ist, der ist selbstverständlich wirklich krank. Ist ja auch nicht so ein “f… S…”, der den Steuerzahler wie so ein Blutegel aussaugt…

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Im Moment werden besonders langzeiterkrankte Lehrer durchs Dorf getrieben.
Wer draußen in der hammerharten Wirtschaft krank ist, hat die politische Antwort auf so viel Schmarotzertum bereits über die Diskussion zum Bürgergeld abbekommen. Wer tatsächlich nicht mehr arbeitsfähig ist, rutscht ohnehin in die Grundsicherung, die auch die Wohnung bezahlt.
Da sollte man wohl besser auch nicht am Vormittag Kaffee auf dem Balkon trinken, nach allem, was ich hier lese.
Denn wer Kaffee kochen und trinken kann, der könnte auch irgendwo Kaffeetassen abwaschen…
Besser im Waschkeller frühstücken!

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Nein, haben Sie nicht.
Warum nicht? Weil Sie mit lustigen Unterstellungan arbeiten.

Gaby
1 Monat zuvor

Sorry,das ist nur noch unverschämt und durch nichts zu rechtfertigen.Weder von Ärzten ,Schulleitungen,Beamtenbund,Staat und Kultusministerien.Wer sowas möglich gemacht hat,müsste Schadensersatz an die Steuerzahler leisten.Das muss abgeschafft werden,denn das ist Betrug an den Steuerzahler, Kindern und Kollegen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Gaby

Sie kennen den Kollegen und seine Diagnose? Sie wissen, dass derjenige kerngesund und arbeitsfähig ist? Wie spannend….

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Gaby

Da Sie sich “Gaby” nennen – sollen wir ganz spezifisch bei Frauen mal die Fehltage ansetzen, die “Dauerausrede Kind” in die Welt setzen usw. ?

Da auch mal richtig “Verfolgungseifer” zeigen?

Nur so als Denkanstoß…

S.B.
1 Monat zuvor

Immer schön mit erhobenem Zeigefinger auf andere zeigen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  S.B.

Hääh, verstehe ich nicht.
Um mit erhobenem Finger auf andere zu zeigen, müssten die doch über einem schweben

Realist
1 Monat zuvor

DGB fordert gerade aktuell, dass die “Arbeitgeber etwas gegen den hohen Krankenstand durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen tun müssen”.

Gilt das auch für Lehrkräfte?

Oder kommt jetzt die “faule S…”-Kampagne gegen die Dauerkranken in der “freien Wirtschaft”?

Freiya
1 Monat zuvor

… und jetzt der gleiche Einsatz für absente, leistungsunwillige Schüler ..