Start Politik Immer mehr unentschuldigte Fehlzeiten: Länder wollen gegen Schwänzen vorgehen

Immer mehr unentschuldigte Fehlzeiten: Länder wollen gegen Schwänzen vorgehen

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BERLIN. Immer mehr Kinder und Jugendliche bleiben dem Unterricht unentschuldigt fern – vielerorts melden Kommunen steigende Zahlen. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder wollen deshalb gemeinsam konsequenter gegen Schulpflichtverletzungen vorgehen. Gleichzeitig betonen sie, dass die Ursachen des Problems besser verstanden werden müssen.

Und tschüss… (Symbolbild.) Illustration: News4teachers

Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer wollen konsequenter gegen Schulpflichtverletzungen vorgehen. Anlass sind steigende Zahlen unentschuldigter Fehlzeiten an Schulen in vielen Regionen Deutschlands. Auf Initiative Hessens stand das Thema nun auf der Tagesordnung eines Treffens der Länderchefs. Ziel ist es, Schulschwänzen stärker zu sanktionieren – zugleich aber auch die Ursachen genauer zu untersuchen.

In einer Beschlussvorlage, die nach Beratungen der Staatskanzleichefs vorbereitet wurde (und die der Welt vorliegt), heißt es, die Länder seien sich einig, „dass das Recht jedes Kindes und Jugendlichen auf Bildung entschieden durchgesetzt werden muss und Schulpflichtverletzungen konsequent sanktioniert werden sollen“. Zugleich sehen die Länder „die Notwendigkeit, die zentralen Ursachen für Schulpflichtverletzungen zu identifizieren und darauf abgestimmt präventive Konzepte zu entwickeln, die Familien entlasten und einem Rückzug aus dem Schulsystem wirksam entgegenwirken“.

Bundesweit einheitliche Zahlen gibt es bislang nicht, weil Bildungspolitik Ländersache ist und jedes Bundesland eigene Erhebungen vornimmt. Einzelne Kommunen melden jedoch deutliche Zuwächse. In Hannover etwa stiegen die registrierten Fehltage nach Angaben der Stadtverwaltung zwischen 2023 und 2024 um 14 Prozent. In Osnabrück lag der Anstieg bei 20 Prozent, in Oldenburg bei 22 Prozent und in Göttingen sogar bei 31 Prozent.

Auch Bußgeldverfahren wegen Schulschwänzens nehmen zu. In Nordrhein-Westfalen etwa erhöhte sich ihre Zahl innerhalb von fünf Jahren um 45 Prozent. Für das Jahr 2024 wurden dort 8076 Verfahren gemeldet. Allerdings greifen solche Verfahren meist erst dann, wenn pädagogische Maßnahmen zuvor erfolglos geblieben sind – die tatsächliche Zahl unentschuldigter Fehlzeiten dürfte deshalb deutlich höher liegen.

„Wer die Schule schwänzt, verliert seinen Zugang zu Bildung, Klassenkameraden und staatlichem Schutz“

Ein genauerer Blick auf Thüringen zeigt, wie sich das Problem entwickelt. Nach Angaben des dortigen Bildungsministeriums blieben im vergangenen Schuljahr sieben Prozent der Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen zumindest zeitweise unentschuldigt dem Unterricht fern. Im Schuljahr 2023/24 lag der Anteil ebenfalls bei sieben Prozent. Noch im Schuljahr 2022/23 waren es 6,3 Prozent gewesen. Ein deutlicher Anstieg zeigt sich im längeren Zeitvergleich: Im Schuljahr 2014/15 lag der Anteil bei 3,5 Prozent.

Besonders groß sind die Unterschiede zwischen den Schularten. Während zuletzt 14,2 Prozent der Schülerinnen und Schüler an Regelschulen unentschuldigte Fehlzeiten aufwiesen, lag der Anteil an Gymnasien bei lediglich 2,4 Prozent.

Das Ministerium unterscheidet außerdem nach der Dauer der Fehlzeiten. Ab elf unentschuldigten Fehltagen wird von beständigem Fernbleiben gesprochen, ab mehr als 20 Tagen von massivem und ab 40 Tagen von permanentem Fehlen. Insgesamt fehlten im vergangenen Schuljahr zwei Prozent der rund 210.000 Schülerinnen und Schüler in Thüringen mindestens elf Tage oder länger unentschuldigt. Auch dieser Anteil hat sich im Laufe der vergangenen Jahre erhöht; im Schuljahr 2014/15 lag er noch bei 0,9 Prozent.

Parallel dazu zeigen auch Verwaltungsstatistiken steigende Zahlen von Verfahren. In der Landeshauptstadt Erfurt wurden im Jahr 2024 insgesamt 113 Bußgeldverfahren wegen Schulpflichtverletzungen eingeleitet – 57 Prozent mehr als im Jahr zuvor, als 72 Verfahren registriert worden waren.

Nach deutschem Recht sind Kinder und Jugendliche grundsätzlich mindestens neun Jahre schulpflichtig. Unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Eltern sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder regelmäßig am Unterricht teilnehmen. In den meisten Bundesländern können Bußgelder von bis zu 1000 Euro verhängt werden; in Thüringen und Rheinland-Pfalz liegt die Obergrenze bei 1500 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg bei bis zu 2500 Euro. In extremen Fällen können auch strafrechtliche Konsequenzen folgen.

„Gleichzeitig wollen wir Familien noch stärker unterstützen, damit Kinder und Jugendliche gar nicht erst aus dem System fallen“

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) begründet den Vorstoß der Länder mit der Bedeutung der Schulpflicht für die Bildungsbiografie junger Menschen. „Kinder brauchen verlässliche Strukturen im Alltag. Wer die Schule schwänzt, verliert seinen Zugang zu Bildung, Klassenkameraden und staatlichem Schutz“, sagte Rhein der Welt. „Die Schulpflicht ist kein unverbindliches Angebot, sondern die Basis für eine erfolgreiche Schulzeit von Kindern und Jugendlichen. Deshalb müssen wir Schulpflichtverletzungen noch konsequenter ahnden und die Ursachen früh bekämpfen.“

Zugleich betont Rhein, dass Sanktionen allein nicht ausreichen könnten. „Gleichzeitig wollen wir Familien noch stärker unterstützen, damit Kinder und Jugendliche gar nicht erst aus dem System fallen, sondern ihre Schulzeit als bereichernd, lehrreich und erfüllend empfinden.“

In den Beratungen zwischen den Ländern war allerdings umstritten, wie weit Sanktionen gehen sollen. Vertreter unionsgeführter Länder hatten vorgeschlagen, bei wiederholten Schulpflichtverletzungen auch Kürzungen von Sozialleistungen für Eltern zu prüfen. SPD-geführte Länder äußerten daran rechtliche Zweifel. Am Ende verständigten sich die Länder auf allgemeinere Formulierungen: Schulpflichtverletzungen sollten „konsequent sanktioniert“ und dafür „entsprechende Regelungen“ geschaffen werden. Wie genau diese ausgestaltet werden sollen, bleibt offen.

Die Ursachen für Schulabsentismus sind vielfältig. Nach Angaben von Bildungsministerien und Kommunen spielen familiäre Probleme, Angst vor Prüfungen oder Mobbing ebenso eine Rolle wie fehlende Motivation oder Konflikte in der Schule. Auch Eltern, die ihre Kinder etwa vor Ferienbeginn früher aus dem Unterricht nehmen, um günstiger verreisen zu können, tragen nach Einschätzung von Behörden teilweise zum Anstieg bei.

Der Bildungsforscher Heinrich Ricking von der Universität Leipzig weist allerdings seit Jahren darauf hin, dass die Datenlage insgesamt unzureichend ist. „Bei diesem Thema haben wir bundesweit eine völlig unzureichende Bildungsdokumentation“, sagte Ricking (News4teachers berichtete). Jedes Bundesland erhebe unterschiedliche Zahlen, die kaum vergleichbar seien und häufig auch gar nicht veröffentlicht würden. „Es fehlt eine systematische Datenerhebung und das ist sehr, sehr bitter und zeugt von einer unzureichenden Haltung.“

„Die Schule muss klar Haltung zeigen, dass sie sich um ihre Schüler kümmert und sich um sie sorgt, wenn sie fehlen“

Zugleich sieht Ricking mehrere strukturelle Ursachen für Schulabsentismus. Eine wichtige Rolle spielten Angststörungen, die seit der Corona-Pandemie deutlich häufiger geworden seien. Daneben gebe es das klassische Schulschwänzen als „Ausweichbewegung von der Schule weg hin zu interessanteren Orten“, häufig verbunden mit Erfahrungen von Versagen oder fehlenden Perspektiven auf einen Schulabschluss.

Reine Strafmaßnahmen hält der Erziehungswissenschaftler deshalb für wenig wirksam. „Kinder und Jugendliche wollen sich an ihrer Schule wohl und sicher fühlen“, sagte Ricking. Entscheidend seien ein gutes Schulklima, klare Unterstützungssysteme und die Erfahrung, dass Schule sich aktiv um Schülerinnen und Schüler kümmere, wenn diese fehlten. „Die Schule muss klar Haltung zeigen, dass sie sich um ihre Schüler kümmert und sich um sie sorgt, wenn sie fehlen.“ News4teachers / mit Material der dpa

Immer häufiger Jugendarrest für Schulschwänzer – GEW: „Schulpolitische und pädagogische Bankrotterklärung“

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Rüdiger Vehrenkamp
6 Tage zuvor

An anderer Stelle hab ich es bereits geschrieben: Das immer häufigere Schwänzen hängt mit immer weniger Konsequenzen zusammen. Einige meiner Kollegen, aber auch einige Lehrkräfte sagen inzwischen gar, dass man doch lieber froh sein solle, wenn das Kind denn mal für ein, zwei Tage auftaucht. Positive Bestärkung fürs Kommen anstelle echter Konsequenz fürs Schwänzen. Das sehen andere Schüler natürlich und ahmen dieses Verhalten nach.

Erneut möchte ich echte psychische Probleme hinter Schulabstinenz nicht kleinreden. Aber – und auch da wiederhole ich mich – das betrifft vielleicht 10% der fehlenden Schüler. Alle anderen machen sich den faulen Lenz, schlafen aus, zocken Videospiele, verbringen ihre üblichen 5-8 Stunden am Handy und freuen sich darüber, das System umdribbelt zu haben, das im Prinzip keine Handhabe hat.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor

“Positive Bestärkung fürs Kommen anstelle echter Konsequenz fürs Schwänzen.”
Dann sollten Sie mal mit Ihrer Kolleg*in darüber sprechen, dass dies kein Gegensatz ist und außer Ihr – soweit ich weiß – keiner diese Logik verfolgt.

“und freuen sich darüber, das System umdribbelt zu haben, das im Prinzip keine Handhabe hat.”
Bußgelder (ggf. Sozialstunden) und/oder polizeiliche Vorführungen haben bei Ihnen echt keinerlei Effekt?

Rüdiger Vehrenkamp
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Bußgelder werden selten bis gar nicht verhängt und bei Erziehungsberechtigten im Bürgergeld auch nicht eingetrieben. Die Polizei im Raum Rhein-Neckar/Mannheim holt Schwänzer ebenfalls nicht ab. Zitat: „Wir haben Besseres zu tun.“ Wir von der sozialen Arbeit holen Kinder in unserer Familienbetreuung von zuhause ab, wenn sie als Dauerschwänzer gelten. Doch auch da stehen wir hin und wieder morgens um 7:15 Uhr vor verschlossener Türe oder die Kids lassen sich im Laufe des Vormittags krank entlassen.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor

“Bußgelder werden selten bis gar nicht verhängt”
Warum verhängen die Lehrkräfte Ihrer Schuke keine Bußgelder? Ich dachte, es wäre alles so schlimm, aber vorhandene Mittel werden offenbar nicht ausgeschöpft :/

“und bei Erziehungsberechtigten im Bürgergeld auch nicht eingetrieben.”
Ja, dafür gibt es ja Arbeitsstunden.

“Zitat: „Wir haben Besseres zu tun.“”
Legen Sie Beschwerde ein, wenn jemand dieses definitv echte Zitat bringt, was die Polizei um 8 Uhr gerade besseres zu tun haben sollte.

“Doch auch da stehen wir hin und wieder morgens um 7:15 Uhr vor verschlossener Türe oder die Kids lassen sich im Laufe des Vormittags krank entlassen.”
Ist das Ihre Aufgabe?? Sie haben doch gar keine Befugnis, DARUM gilt es doch die Polizei einzuschalten.
Kein Schweinn muss Ihnen die Tür öffnen, rufen Sie gefälligst die Polizei! Das Versäumnis liegt bei Ihnen

Rüdiger Vehrenkamp
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich bin an keiner Schule, das sollten Sie inzwischen verstanden haben. Ich weiß aber, dass Lehrer in BW keine Bußgelder verhängen dürfen. Schulleitungen geben dies an die Ordnungsämter weiter. Von Familien in unserer Betreuung weiß ich hingegen, dass diese Bußgeldbescheide sehr selten verschickt und bei Familien im Bürgergeld gar nicht erst eingetrieben werden. Arbeitsstunden wurden noch nie verhängt.

In der sozialen Arbeit bin ich nicht für Schulzuführungen durch die Polizei zuständig, ich gebe nur wieder, mit was Lehrkräfte in meiner Region zu kämpfen haben. Und wenn mir morgens zur vereinbarten Zeit eine Familie in unserer Betreuung nicht die Tür öffnet (und keine Gefahr in Verzug ist, es geht hier darum, einen Schulschwänzer abzuholen), gebe ich dies an das Jugendamt weiter. Und JA, das IST meine Aufgabe als Familienhelfer. Natürlich darf ich keine Türen eintreten, das will ich auch nicht. Aber ich darf erwarten, dass Absprachen mit Familie und Kind eingehalten werden. Das ist nicht immer der Fall – Grund: Es gibt eh keine echten Konsequenzen. Insofern sehe ich keinerlei Versäumnisse bei mir (augenroll).

Rainer Zufall
3 Tage zuvor

“Einige meiner Kollegen, aber auch einige Lehrkräfte sagen inzwischen gar, dass man doch lieber froh sein solle, wenn das Kind denn mal für ein, zwei Tage auftaucht.”.
Ich hätte gedacht, Sie seien an einer Schule, aber die kommen wohl bei Ihnen vorbei, um… zu hören dass die Familien zu faul sind, die Polizei nichts macht und Bußgelder nichts bringen?

“Von Familien in unserer Betreuung weiß ich hingegen, dass diese Bußgeldbescheide sehr selten verschickt und bei Familien im Bürgergeld gar nicht erst eingetrieben werden. Arbeitsstunden wurden noch nie verhängt.”
Vielleicht sollten Sie dann mal langsam etwas GANZ ANDERES schreiben, als dass es sich nicht lohnt, Attestpflicht zu verhängen und polizeilich Vorführen zu lassen? Obwohl SIE die Ergebnisse sehen, rufen Sie die Schulen nicht zu deren Verantwortung auf – da scheint auf vielen Ebenen NICHTS zu laufen, aber immerhin können Sie am Ende sagen, es wäre nichts passiert (augenroll)

447
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Manchmal zweifelt man Ihrer Praxiserfahrung oder ob Sie Lehrkraft sind…Beispiel NRW:
– Die Rechtslage ist eindeutig
– Die Bußgelder hoch und auch bei Pleitiers sogar schulseitig angestossen (!) gegen Eltern UND den Schüler ausfertigbar (wird dann ab 18 nachkassiert)
– das “Formular” ist eine lächerlich leicht ausfüllbare, einzelne DIN A4-Seite
– sobald eine Schule UntiS hat dauert es ca. 10-15 Minuten, das ganze abzuschicken, der Nachweis ist dank PC lückenlos
– die schriftliche Anhörung ist ein Witz bzw. reine Formalität, Gegenwehr quasi aussichtslos

Und jetzt überlegen Sie mal ganz genau:

Warum wird TROTZDEM fast nie eines FAKTISCH verhängt?

Warum werden die meisten SL ganz komisch und schmallippig, wenn man nachbohrt ob es umgesetzt wurde oder wie der Stand ist?

Warum versandet das, ***sobald es die Schule verlässt?***

Ganz einfach:
Weil
ein
Durchgreifen
NICHT
erwünscht
ist.

Offensichtlich gibt es einen institutionell verfestigten Willen ausserhalb der Schulebene, das EINFACH NICHT ZU TUN – egal, ob das (mindestens moralisch) offener Rechtsbruch ist.

Hans Malz
3 Tage zuvor
Antwortet  447

Tja, Realtiät trifft auch Wunschdenken. Leider wird das immer wieder gerne vergessen, vor allem, wenn irgendwelche ahnungslosen Kultusminiser mal wieder öffentlichkeitswirsam auf den Putz hauen wollen. Dabei kommen die ganzen gesetzlichen Grundlagen doch aus ihrem Hause … seltsam.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  447

“Warum wird TROTZDEM fast nie eines FAKTISCH verhängt?”
Weil Sie zu faul sind, mit Ihrer Schulleitung zu reden?

“WeileinDurchgreifenNICHTerwünschtist.”
Haben Sie Quellen dazu oder fanden Sie das wieder in Ihrem Bauchnabel?
Es ist kein Allheilmittel, dauert seine Zeit (wobei auch nicht wenige Fehlzeiten gesammelt werden) und wird nicht überall wirken (Umzug).
Aber wie wäre es zur Abwechslung mal, wenn SIE Ihre Arbeit machen und eine Attestpflicht erwirken, kontrollieren und Verstöße melden, bevor Sie über die große Verschwörung klagen? 😉

Rüdiger Vehrenkamp
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Kann es sein, dass Sie jetzt nur noch zum Herumtrollen hier sind?

447
3 Tage zuvor

Ich zweifele zunehmend daran, ob er/sie Lehrer ist – siehe: “mit der SL reden”, was man bei diesem Verfahren garnicht vermeiden kann…und das weiß jeder, der mit solchen Anträgen mal zu tun hatte.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  447

HABEN Sie Attestpflicht und polizeiliche Vorführung mit Schulleitung und ggf. Schulsozialarbeit geführt?

Ihren total bestimmt real geschehenen Beschreibungen, bekamen Sie es wohl nicht auf die Kette? (“Warum wird TROTZDEM fast nie eines FAKTISCH verhängt?”)
Lassen Sie mich raten: Sind es wieder die Grünen schuld, dass Sie es nicht auf die Kette bekommen, Fehlzeiten zu dekomentieren? Oder warum stimmte die Schulleitung Ihnen da “faktisch nie” zu (augenroll)

Bla
2 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Fehlzeiten zu dekomentieren”

Wow … Sie haben es “erfasst”. Dokumentation ist an manchen Stellen mehr Deko als sonst was. Finde Ihren Fachausdruck “Dekomentation”/”dekomentieren” eigentlich recht treffend für manche Bereiche. Danke.

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor
Antwortet  Bla

Haben Sie auch etwas zum Kern der Sache zu sagen?

“Warum wird TROTZDEM fast nie eines FAKTISCH verhängt?”
“Von Familien in unserer Betreuung weiß ich hingegen, dass diese Bußgeldbescheide sehr selten verschickt und bei Familien im Bürgergeld gar nicht erst eingetrieben werden. Arbeitsstunden wurden noch nie verhängt.”

Ich bin schon neugierig, wie oft und mit welcher Begründung den Kolleg*innen hier ach so oft die Attestpflicht/ Bußgeldbescheide nicht mitgetragen wurden.
Im Forum gewann ich nicht den Eindruck, dass hier Lehrkräfte TATSÄCHLICH Anträge stellen, aber die können ja garantiert beschreiben, wo es scheiterte 😉

447
2 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Lesekompetenz für die Intarwähp:

” ***sobald es die Schule verlässt***”

Drei Sternchen reichen wohl nicht…

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor
Antwortet  447

Ich bezog mich nicht auf das “Versanden”, sondern auf Ihre Aussage davor “Warum wird TROTZDEM fast nie eines FAKTISCH verhängt?”
Oder meinten Sie, alle Schüler*innen bei Ihnen würden umziehen, bevor sie auch nur ein einziges Bußgeld erhalten? 😀

Bla
2 Tage zuvor
Antwortet  447

Nene, Rainer wird schon Recht haben … Deshalb gibt es bei uns auch Schulleitungskonferenzen diesbezüglich als Austausch der Schulen. Und die Ergebnisse sind wohl recht ähnlich …
Theoretisch ist das ja durchaus so, wie Rainer es sagt.
Praktisch halt nicht. Haha.
Man hat einfach als Schule zu wenig Spielraum.
Aber Rainer würde auch einem Nackten noch in die Taschen fassen … Und wenn er dazu dann sagt: “Naja, der kann ja einfach mal eine Hose anziehen.” Dann gilt sein Argument ja wiederum als Richtig, wenn ihm Rainer erst nen Fuffi zudem reinlegt. Dann kann man den auch rausholen … Leider viele “kanns”. Dazu eben oftmals nicht die Situation bei Nackten.

Rainer wirkt für mich auch hier eher wie derjenige, welcher das “in der Theorie” so gehört hat. Zudem seine “beratende Tätigkeit” (hier) auslebt.
Er sagt dann: “Also stellen Sie doch mal die Anträge und meckern nicht.”
Antwort: “Habe ich gemacht.”
Er: “Naja, sehen se’ alles gut.”
Antwort: “Kind kommt trotzdem nicht.”
Er: “Dann sind Sie selbst Schuld.”
Antwort: “… Glaub ich Ihnen gerne …” [Anspielung/Meme versteht man oder nicht. Von Rainer zu Rainer …]

Rainer Zufall
3 Tage zuvor

Ein wenig schon, da sich die armen, überlasteten Individuen doch immer wieder um die Frage drücken, warum sie ihrer eigenen Verantwortung nicht nachkamen.

Aber bestimmt hätte das nichts gebracht, die Polizei woanders hat angeblich keine Zeit, bei Ihnen – wo die Maßnahmen Ihrer eigenen Aussage nach nicht erfolgen – brachte es zu wenig, der Boden ist zu hart, die Sonne blendete und irgendwo in BW läuft es ja auch nicht gut.
Naja, verletzen Sie sich nicht, wenn Sie sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und sonst nichts tun… (Von Familien in unserer Betreuung weiß ich hingegen, dass diese Bußgeldbescheide sehr selten verschickt und bei Familien im Bürgergeld gar nicht erst eingetrieben werden. Arbeitsstunden wurden noch nie verhängt.)

Vielleicht wollen ja manche beizeiten mal die verfügbaren Werkzeuge NUTZEN, anstatt von deren theroretischen Wirkungslosigkeit zu träumen (Seufz)

Bla
2 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das ja Quatsch. Das ist eben an manchen Stellen und Orten so. Haben Sie irgendwie Probleme mit Realitätsbezug und machen sich die Welt so wie es gefällt?

Ich bleibe weiterhin dabei: Bildungspflicht statt Präsenzpflicht.
Das “löst” Ihre dauernde Kritik/Anmerkungen. Dann sind die Eltern in Verantwortung. Eindeutig sogar.
Ebenfalls “löst” es das Problem … naja eher den Umgang … mit Schulabstinenz. Rechtlich. Moralisch. Super Sache.
Wer will … Soll kommen. Wer nicht … Der kann es sich gemütlich und kuschelig auf der Couch oder dem Bett machen. Wird nicht “unnötig” gestresst … Stresst nicht unnötig. Eigentlich doch ganz chillig dann?
Den Schulen kann man dann als Kollektiv gar nicht mehr die Schuld zuweisen … Ach warte. Mist. Die Bildungspflicht wird (so schnell) also nicht kommen.
Schule! Löse bitte auch dieses Problem! Die Kids sollen aufbe… in die Bildungseinrichtung gelangen.
Handreiche und Beratung durch Rainer werden gestellt. Sonstige Ressourcen und Handlungsrahmen? Haha. Haben wir wieder mal gelacht. Auf geht’s. Anpacken. Aber nicht die Menschen – sondern die eigene Nase. Wollen ist die Devise.

Alternativ könnte man auch Einfordern, dass Lehrkräfte nach dem Unterricht oder am Wochenende bei den schulabstinenten Kindern persönlich zu Hause vorbei schauen und diese “Homebeschulen”. Das könnte man dann auch als “Homeoffice” [für bestimmte Personen hier mit Forderungen diesbezüglich] als KuMi einordnen und anordnen. Als Kompromiss ginge dann auch digitale Beschulung durch mobiles Arbeiten. Aber dann erwarten wir [Politik/KuMi – und Rainer] schon ein fettes Dankeschön von euch.

Auf geht’s Ihr Dienstskla…angestellten und Beamten.

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor
Antwortet  Bla

“Das ja Quatsch. Das ist eben an manchen Stellen und Orten so.”
Ok. Wo wird Ihres Wissens nach “TROTZDEM fast nie eines FAKTISCH verhängt”?

“Bußgelder werden selten bis gar nicht verhängt”
“Von Familien in unserer Betreuung weiß ich hingegen, dass diese Bußgeldbescheide sehr selten verschickt und bei Familien im Bürgergeld gar nicht erst eingetrieben werden. Arbeitsstunden wurden noch nie verhängt.”

Da scheine nicht ich derjenige zu sein, der sich die Welt macht, wie sie ihm gefällt…
Haben Sie – da Sie mir ja Ihre Zeit widmeten – vielleicht noch ein Wort an jene, welche keine Attestpflicht aussprechen/ Bußgelder beantragen? 😉

447
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Also das übliche Zeug:
– Sie haben keine praktische Ahnung, wie so ein Bußgeld beantragt wird
– Sie kennen die Rechtsgrundlagen nicht (sonst würden Sie nicht mit Blödsinn wie “mit der Schulleitung reden” als wannabe-Diss auffallen, sondern wüssten, dass dies ***garnicht vermeidbar*** ist – denn unterschreiben muss der SL den Antrag, nicht irgendein Lehrerlein)
– Sie kennen die praktische (Nicht-)Umsetzung nicht

Kurzum: Solide demonstriertes Nichtwissen und Praxisferne von der “peanut gallery” aus.

Kkthxbye

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  447

“Sie haben keine praktische Ahnung, wie so ein Bußgeld beantragt wird.”
Öhm, doch. Aber einer Schwellgrenze von 10 Tagen nehme ich Kontakt zu unserer Schulsozialarbeit auf, welche für Schulabsentismus zuständig ist.
Nach Rücksprache, einem Elterngespräch und keiner Verbesserung der Fehlzeiten, beantrage ich ggf. eine ärztliche Attestpflicht.
Wenn diese verletzt wird, fülle ich das Formular fürs Bußgeld aus bzw. für die polizeiliche Vorführen – halte da Rücksprache mit der Schulsozialarbeit.
Ggf. muss ich mich in Geduld üben, da Bußgelder (leider) nicht in Echtzeit erfolgen und ggf. gesammelt werden müssen, bevor das nächsthöhere Bußgeld erfolgt.

Ich sehe ihm wahrsten Sinne Ihr Problem nicht. In Pforzheim läuft das – langsamer als Lehrkräfte es sich wünschen, aber es läuft.

Wenn es bei Ihnen nicht läuft, meinen Sie nicht, langsam mal etwas zu tun, anstatt sich im Internet im Gedanken zu verlieren jemand (die Grünen) hätten es auf Ihre Schule und Sie persönlich abgesehen?

Bla
2 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sind Sie dann die Schulleitung?
Ansonsten fehlt diese Instanz.
Macht das die/der Soz.-Päd. [SL Kommunikation]? Da Zuständigkeit?
Warum füllen Sie dann die weiteren Anträge/Formulare aus?

Oder läuft das bei Ihnen aus welchen Gründen auch immer … genau so, wie Sie es schreiben?

Und wie genau zieht “die Polizei” denn die Bußgelder ein? Wenn kein Geld da ist? Wenn Bürgergeldanspruch/Sozialhilfe. Ggf. Förderanträge.
Wie entgegnen Sie denn “ärztliche/psychologische Gegenmaßnahmen”?
Kam das noch nie?
Wieviele Anträge haben Sie denn gestellt?
Wie geht es dann so weiter? Wer “holt das Kind” denn jeden Tag dann ab? Familienbetreuer [welcher “nicht rein darf”] oder Polizei [welche ohne Beschluss ebenfalls an der Tür steht]?
Wie genau löst das “Ihre Kommune”?
Hatten Sie schon mit “pfiffigen Eltern” zu tun, welche dies alles wissen?
Wie ging das denn so konkret, dass diese die Kinder tatsächlich (wieder) zur Schule schick(t)en? Jugendamtsdrohung? Und wenn der “Joker” nicht wirkt(e)? Appell an die Moral? Oder kam dann das JA nach nem halben Jahr dort mal vorbei? Und Stand danach vor der Türe?
Oder mit Antrag? Und wenn es “die Eltern nicht juckt”? Wie ging das so weiter?

Ich habe tatsächlich so einiges an Fachinteresse zu Ihrer Perspektive und vermeintlichen Erfahrung diesbezüglich.
In welchem Rahmen Ihrer Tätigkeit als Sonderpädagoge haben Sie diese Anträge gestellt? Als Eigenentscheid? Oder mit Absprachen?
Bei Ihren I-Kindern? Oder “generell bei schulabstinenten Kindern”?

Rainer Zufall
22 Stunden zuvor
Antwortet  Bla

“Sind Sie dann die Schulleitung?”
Nein, mit dieser bespreche ich den Fall und beantrage die Attestpflicht – Lehrkräfte können die nicht aussprechen.
“Nach Rücksprache, einem Elterngespräch und keiner Verbesserung der Fehlzeiten, beantrage ich ggf. eine ärztliche Attestpflicht.”
Bitte entschuldigen Sie, wenn ich mich hier missverständlich ausdrückte.

“Warum füllen Sie dann die weiteren Anträge/Formulare aus?”
Sie können nicht nach jedem Verstreichen der Mindestfrist ein Bußgeld raushauen.
Es dauert eine Weile (Hauspost zum Amt, Bearbeitung etc.)
Daher müssen Sie die folgenden Fehltage… tja.. dokumentieren :/
Bei der polizeilichen Vorführung läuft dies anders.

“Und wie genau zieht “die Polizei” denn die Bußgelder ein? Wenn kein Geld da ist? Wenn Bürgergeldanspruch/Sozialhilfe. Ggf. Förderanträge.”
Beantwortete ich schon. Die Polizei führt vor, das Amt verhängt Bußgelder. Ggf. mussen Sozialstunden geleistet werden – Wer würde allen Ernstes glauben, Ämter würden diese Bußgelder übernehmen ^^

“Wer “holt das Kind” denn jeden Tag dann ab? Familienbetreuer [welcher “nicht rein darf”] oder Polizei [welche ohne Beschluss ebenfalls an der Tür steht]?”
Bei der polizeilichen Vorführung? Die Polizei, die haben dann ja den Beschluss, WENN die Schule die notwendigen Anträge stellte und diese genehmigt wurden…

Probieren Sie doch dies mal aus, bevor Sie sich mit cleveren Gedanken abzulenken glauben, dass manche Kinder/ Familien keine Schulpflicht wollen – die Polizei bricht bei so einem “Joker” garantiert in Tränen aus…

Sorry, aber ich habe nicht mehr den Eindruck, es geht Ihnen hier um die Sache.
Viel Spaß noch, Tourist auf den REALEN Problemen anderer Lehrkräfte an öffentlichen Schulen zu spielen, anstatt das eigene positive Beispiel anzuführen.
Aber vielleicht ist Ihre Privatschule dermaßen grottenschlecht, dass Sie TATSÄCHLICH diese Probleme haben? 😛

Bla
11 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

““Sind Sie dann die Schulleitung?”
Nein, mit dieser bespreche ich den Fall und beantrage die Attestpflicht – Lehrkräfte können die nicht aussprechen.”

Aha. Und schon sieht “ihr Prozess” wieder ganz anders aus, oder?
Also sind Sie auch hier … Auf die Schulleitung und der Nicht-Fehlbesetzung dessen angewiesen?
Interessant.

“Bitte entschuldigen Sie, wenn ich mich hier missverständlich ausdrückte.”

Kein Problem, das kann passieren. Aber die Wirkung ist doch dann eine völlig andere. Ich gehe ja in der Sache sogar mit Ihnen mit:
– Sie haben Recht im Verfahren
– Theoretisch ist das auch so
– Und so sollte es auch sein [zumindest bei “keinen Bock Kandidaten”]

Was ich eben anders sehe …
– In der Praxis ist das sehr abhängig von Schulleitung
– Dazu von Kommune und Überlastungen
– JA und Polizei usw.

Ich glaube Ihnen, dass das “bei Ihnen so passiert oder passieren kann”. Das ist tatsächlich gar nicht das Problem.
Nur sollten Sie eben bedenken, dass es auch noch andere Kommunen und Schulen gibt. Haha. Und das scheint Ihnen irgendwie immer wieder nicht so ganz bewusst zu sein?

Und sorry … Sie können noch so oft gerne kritisieren und anmerken, dass ich ja an einer Privatschule aktuell arbeite.
Ist völlig in Ordnung als Kritik “der Staatsflucht”. Nehme ich an. Gut so. Hat ja auch seine Gründe.

Allerdings war ich eben zuvor auch an Regelschulen tätig. Mitunter an Brennpunktschulen und in unterschiedlichen Landesbezirken.
Dazu arbeiten wir sehr eng mit Partnerregelschulen (und anderen Partnern) zusammen.
Tatsächlich war ich auch an “gemischten Schulen”. Also Grund- und Mittelschulen. Und habe auch während meines Studiums noch zusätzlich in einem Förderverein in Kooperation mit einem Hort gearbeitet. Wir sind auch in Kooperation und Austausch mit anderen Schulen (Privat- und Regelschulen).
Falls es Sie interessiert … Etwas OGS/Hort und Kita/Kiga-Eindrücke durfte ich auch sammeln …
Hatte zudem Fortbildungen in den Bereichen. Aber geschenkt. Kennen Sie vielleicht gar nicht so?

An wie vielen Schulen waren Sie denn so? Und war das bei Ihnen tatsächlich immer das Gleiche/das Selbe als “Schulprofil”? Vorsicht … Fangfrage. Dazu war ich schon an zu vielen Schulen und hatte mit zu vielen Schulen zu tun.
Sogar mit “Rechtsstreitigkeiten wegen Kameras” und “Neuordnung der Kameras”, sowie Alarmsicherungen. Tolle Erfahrungen … Zumindest Erfahrungen. Sowas muss ich nicht “als gut heißen”.

““Warum füllen Sie dann die weiteren Anträge/Formulare aus?”
Sie können nicht nach jedem Verstreichen der Mindestfrist ein Bußgeld raushauen.
Es dauert eine Weile (Hauspost zum Amt, Bearbeitung etc.)
Daher müssen Sie die folgenden Fehltage… tja.. dokumentieren :/
Bei der polizeilichen Vorführung läuft dies anders.”

Da haben Sie den Zusammenhang (wiedermal) nicht erfassen können. Aber bin es langsam müde Ihnen das/sowas 100 Mal zu erklären, weil Sie das selbst anscheinend/offensichtlich nicht hin bekommen.

Das “Theoretische” stelle ich doch gar nicht in Frage. Da stimme ich Ihnen zu. Hier gibt es keinen Dissens. Rein formal bin ich bei Ihnen. Nur sieht die Realität eben an manchen Stellen “differenziert(er)” aus.

““Und wie genau zieht “die Polizei” denn die Bußgelder ein? Wenn kein Geld da ist? Wenn Bürgergeldanspruch/Sozialhilfe. Ggf. Förderanträge.”
Beantwortete ich schon. Die Polizei führt vor, das Amt verhängt Bußgelder. Ggf. mussen Sozialstunden geleistet werden – Wer würde allen Ernstes glauben, Ämter würden diese Bußgelder übernehmen ^^”

Polizei ist Führungsdienst.
Bußgeldstelle (Ordnungsamt/Schulamt) erlässt den Bußgeldbescheid.
Gerichtskasse “zieht ein”.
Auch die Ratenzahlung [haha, haben wir alle gelacht], die Sozialstunden und Erzwingungshaft (als letztes Mittel) ist mir systemisch klar.

Das ist soweit die Theorie. Hier haben wir absolut keinen Dissens wie gesagt. Da gehe ich vollkommen mit. Können Sie gerne ausdrucken und farblich markieren “Bla und Rainer haben hier Konsens”. Ist für mich auch vollkommen in Ordnung. Das ist theoretisch so, kann ich Ihnen Zuspruch geben.

Was ist allerdings in der Praxis (häufiger der Fall)?
Und da sprechen wir von bspw.:
– Pfändungsgrenzen
– Verhältnismäßigkeit
– Rechtshilfe

““Wer “holt das Kind” denn jeden Tag dann ab? Familienbetreuer [welcher “nicht rein darf”] oder Polizei [welche ohne Beschluss ebenfalls an der Tür steht]?”
Bei der polizeilichen Vorführung? Die Polizei, die haben dann ja den Beschluss, WENN die Schule die notwendigen Anträge stellte und diese genehmigt wurden…”

Hier sind wir im Bereich von Verwaltungszwang und Zutrittsberechtigung.

Die Polizei darf rechtlich gesehen nur mit richterlichen Durchsuchungsbeschluss überhaupt die Wohnung zur Durchsetzung der Schulpflicht betreten. Ich weiß ja nicht, wie das in Ihrem BL und Kommune/Bezirk so gehandhabt wird …
Die einzige Ausnahme ist bei Gefahr im Verzug.
Was bei reinem Schulschwänzen eigentlich nie der Fall ist.
Also auch hier wieder …
Schule – Anordnung durch das Schulamt – Vollzugshilfe – Richterbeschluss – und erst dann kommt es ggf. zur “Durchführung”

Dann geht es weiter:
– Verhältnismäßigkeit der Ressourcen
-> Die Polizei agiert hier ggf. nur “Tageweise” oder “Wochen”. Danach wird ggf. Aufgrund Ressourcenmangel eingestellt.
Sorry … Etwas in der Realität müssen wir halt schon bei der ganzen Theorie auch bleiben.
Danach kann man auf Eskalation (vs. Pädagogik) gehen …
– Schulausschlussverfahren
– JA-Prüfung eines Entzug des Aufenthaltbestimmungsrechts/Heimunterbringung

Realität oft: Wenn die Situation so eskaliert, dass die Polizei vor der Tür steht, geht es meist nicht mehr nur um Bußgelder, sondern um eine massive Kindeswohlgefährdung. Dann steht sowieso die Frage im Raum, ob die Eltern überhaupt noch in der Lage sind, für das Kind zu sorgen.
Daher sprechen wir hier nicht mehr von Bußgeldern … Leider.

Wenn das (bisher) bei Ihnen anders war. Gut. Sehr schön. Welches “Clientel” bedienen Sie nochmal?

“Probieren Sie doch dies mal aus, bevor Sie sich mit cleveren Gedanken abzulenken glauben, dass manche Kinder/ Familien keine Schulpflicht wollen – die Polizei bricht bei so einem “Joker” garantiert in Tränen aus…”

Und hier zweifel ich einfach Ihren Praxisbezug an. Sorry … Natürlich bricht die Polizei nicht in Tränen aus. Das ist die Gegenseite.
Also wenn wir um Zuführung sprechen …
– Bußgelder
– Richterlicher Beschluss
– Wiederkehrende Zwangsgelder
– Bei harten Fällen: Zwangsmittel
(- Kindsheitstrauma des Eingriffes)
– Familiengericht
– Teilentzug des Sorgerechts
– Inobhutnahme
Ob damit bei “normalen Schulschwänzen” geholfen ist … Ja okay. Können Sie so sehen. In manchen Fällen ja.

Aber auch hier … Abseits davon:
– Verhältnismäßigkeit
– Prioritätenabwägung
– Zuständigkeit [und Langfristigkeit]

Es wird sooo einfach nicht gemacht. Das ist das letzte Mittel. Und da sprechen wir weder von “normalen Schulschwänzen”, noch von Bußgeldern, noch von “Bestreifung”. Hier liegen oft ganz andere Zusatzfaktoren vor.
Es geht dann ab ans Familiengericht und die Polizei zieht sich in der Regel wohl eher raus.
Wie gesagt … Kann man machen. Gebe ich Ihnen (theoretisch) Recht.

Hier bricht die Polizei aber nicht in Tränen aus, weil sie nicht handlungsfähig wäre – sondern sie gibt es ab. Genauso wie die Schule das Kind/die Familie aufgibt. Und ja … Hier haben wir dann wieder Konsens. Aber nicht so, wie Sie es schreiben.

“Sorry, aber ich habe nicht mehr den Eindruck, es geht Ihnen hier um die Sache.”

Naja, wir haben jetzt rausgearbeitet, dass Sie theoretisch Recht haben und wir einen Konsens in der Theorie haben. Hatten jedoch nie einen Dissens diesbezüglich. Merkte ich ja an.

Die Folgekonsequenz wäre bei Ihnen also das Familiengericht mit Inobhutnahme. Okay. Ja. Kann man machen.

“Viel Spaß noch, Tourist auf den REALEN Problemen anderer Lehrkräfte an öffentlichen Schulen zu spielen,”

Wie gesagt … Die Kritik nehme ich gerne an. Ja, aktuell genieße ich den Touristenplatz. Das ist so. Privileg mancher Privatschule(n). Heißt jedoch nicht, dass ich nicht mal selbst “dort auch wohnte/lebte”. War ja an (öffentlichen) Regelschulen – auch Brennpunkten. Und den Ausblick und Ausflug genieße ich immernoch in Kooperationen. Dafür habe ich auch (nahezu) wöchentlich Besuche von Regelschulen, Universitäten, Kliniken, Auslandsschulen, Partnerschulen, usw. usf. Auch die dürfen bei mir/uns mal einen Urlaub machen und es genießen. Ist doch schön.

“anstatt das eigene positive Beispiel anzuführen.”

Haben Sie nie gefragt. Natürlich haben auch wir durchaus solche Fälle von Absentismus. Klar – einige wechseln gerade wegen Schulangst und Absentismus zu uns. Bei manchen klappt das besser und andere müssen wir noch enger begleiten. Manche wegen Trauma. Manche wegen Schulangst. Manche wegen Sozialer Phobie. Und bei allen würde ich weder auf Bußgelder gehen, noch auf Inobhutnahme. “Sorry”.
Bei meiner Regelschulerfahrung? Naja … Da durchaus.
Sind eben andere Faktoren. Andere “Clientel”.
Es gibt ja nicht nur die “Lehrerflucht” [wie Sie mir unterstellen – ich Ihnen auch zugestehe].
Es gibt auch die “Schülerflucht”.
Selbstverständlich haben wir auch (viele) Anfragen von “Problemkindern”, welche an der Regelschule kaum bis nicht ordentlich beschult werden/beschulbar sind. Wäre ja Naiv von Ihnen anzunehmen, dass das nicht so ist/wäre. Absolut logisch.
Dementsprechend kenne [und muss ich auch?] ich durchaus die Vorgehensweisen, sowie Ankerpunkte. So ist es nicht.

Aber auch hier wieder:

– Wir können uns “die Fälle aussuchen”
-> Unterscheidung in: “Kein Bock” vs. “Kann (aktuell) nicht” [SEHR wichtig]

– Die Eltern bezahlen Schulgelder (privat) oder bekommen Fördergelder (Anstrengung)
-> Daher wenige “kein Bock” [bei Absentismus bei uns gar nicht eigentlich … Das hat(te) bei uns fast immer andere Gründe]
-> (Indirekte) Selektion
-> Bei “Kein Bock” Möglichkeit der Vertragskündigung nach Maßnahmen [ich erfasse jede Fehlminute … Da sind wir wieder beim Konsens der Protokolle der Fehlzeiten]
-> Daher auch durchaus andere “Druck”/”Maßnahmen”/”Konsequenzen”
–> Letztendlich weiß man ja auch als “Betroffene/r”, dass man notfalls Probleme bekommt und ggf. (wieder) zur Sprengelschule muss.

– Wir haben regulär keine Noten [bis Abschlussklassen]
-> Daher bei Prüfungsangst hilfreich … Und sogar vollkommen sinnvoll.
[Ich habe/hatte selbst Prüfungsangst und musste damit mein Leben lang lernen umzugehen. Auch wenn ich “eigentlich ja alles mal wusste” und nen 6er wegen Blackout/Panik hatte.]
-> Hilft etwas vllt. in der Empathie und Verständnis [auch wenn Sie das jetzt evtl. verblüfft – ich bin kein Roboter.]

– Traumabegleitung durch Therapeuten [Externe als Hilfe] und Zielpläne [Wiedereingliederung]
– Enger Austausch und Zusammenarbeit mit Eltern, Kind und ggf. weiteren Kooperationsparteien/-partnern [Psychologe, Arzt, Therapeut, KJP] [Hilft eventuell, wenn man auch hier Kooperationen mit entsprechenden Institutionen hat … Ja, das ist durchaus “Luxus”.]
– Wir könnten rein theoretisch Schulbegleitungen anfordern glaube ich … Und tatsächlich darauf bestehen. Habe ich allerdings jetzt keinen einzigen Fall im Kopf, wo das “nötig” gewesen wäre. Aber die Möglichkeit ist schonmal “für einen psychisch gut” (bzw. ggf. für mehrere).
– Transparente Absprache und Beratung mit Eltern/Kind … Wo ist der “Erwartungsbereich”?
-> Bspw. Klassenwiederholung
-> Bspw. keinen Schulabschluss und (Versuch) an schnellerer Vermittlung in Ausbildung/Arbeit
-> Priorisierung auf Traumabewältigung [Kindeswohl]
-> Zeitweises Homeschooling mit Wiedereingliederungsmaßnahmen [Einzeltage/Phasen]

Sie können ja gerne fragen, wie es “bei mir/uns” ist. Dazu ist mitunter das Forum da – denke ich. Habe hier wie bereits mehrfach erwähnt “nichts zu verstecken”, so lange es um Rahmenbedingungen geht und ich “keine zu hohe Doxxgefahr” bedenke/sehe.
Hier muss man mich verstehen … Mag durchaus Gründe geben, warum ich wenig Lust darauf hätte, dass “ich doxxgefährdet” wäre. Ich schätze die weitgehende Anonymität hier und weiß, was das zu bedeuten hat. [Ehrliches Danke an die Redaktion an dieser Stelle.]

“Aber vielleicht ist Ihre Privatschule dermaßen grottenschlecht, dass Sie TATSÄCHLICH diese Probleme haben? ”

Vielleicht. Wer weiß das schon.
Vielleicht bin ich auch ein grüner Kobold und nur hier um Sie zu trollen – wer weiß?

Ansonsten (über)lasse ich diese Einschätzung der Eltern/Kinder bei uns. Insbesondere ggf. den Betroffenen. Auch gerne potentiellen künftigen Eltern/SuS/KollegInnen.
Auch hier wieder mein ehrlicher Tipp (an alle im Prinzip): Schaut euch die/eure (potentiell künftigen) Schulen genauer an, ob es passt.
[Und ja … Manche haben vermeintlich keine Wahl. Glückwunsch an das Festhalten der Beamten(privilegien). Auch ich musste mich entscheiden (als ehemaliger Beamter). Ist halt so.]
Dazu jeden Kollegen und jeder Kollegin an unserer Schule – auch die dürfen individuelle Meinungen haben. So wie ich selbst meine Einschätzung diesbezüglich halt habe. Ganz subjektiv sogar in gewissen Maßen.

Und natürlich (!) dürfen auch Sie [Rainer] sich Ihr “Onlineprofil” über “mich” und “meine Privatschule” machen. Sei Ihnen gegönnt. Muss eben nicht stimmen. Haha. Und auch alle andere. Klar. Wenn’s Ihnen irgendwie hilft …

Hans Malz
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Oje, besser kann man seine Nicht-Lesekompetenz und sein Nicht-Kennen von rechtlichen Grundlagen gar nicht demonstrieren.

Rainer Zufall
21 Stunden zuvor
Antwortet  Hans Malz

Für Attestpflicht, ggf. Bußgelder/ polizeiliche Vorführung scheint es zu reichen.

Habe darauf zurückgegriffen und werde es auch künftig – fühle mich handlunsgfähig 🙂
Wenn so vielen im Forum es einfacher erscheint, nichts zu tun, dementsprechend nichts zu verändern, daran zu versauern und sich im Internet darüber zu beschweren: Ich glaube nicht, dass Sie das bis zum Ruhestand fortsetzen möchten

ConnyC
3 Tage zuvor

” .. Alle anderen machen sich den faulen Lenz, schlafen aus, zocken Videospiele, verbringen ihre üblichen 5-8 Stunden am Handy und freuen sich darüber, das System umdribbelt zu haben, .. “

Da Kündigung wegen Arbeitsverweigerung nicht möglich ist, sollen die SuS wenigstens zum Dienst nach Vorschrift antreten.

“.. familiäre Probleme, Angst vor Prüfungen oder Mobbing ebenso eine Rolle wie fehlende Motivation oder Konflikte in der Schule.. “

Das, ich sag mal Sozialklima, hat sich in einem Maße verschlechtert, das die SuS nicht in die Schule möchten, weil sie den Ort als auf irgendeine Art als nicht sicher für sich empfinden. Interessant wären an dieser Stelle die Betroffenen selbst zu Wort kommen zu lassen @n4t, und zwar ungefiltert und unselektiert. Durchhalteparolen a la ” Schule muss klar Haltung zeigen ” sind nichts.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  ConnyC

“Das, ich sag mal Sozialklima, hat sich in einem Maße verschlechtert, das die SuS nicht in die Schule möchten, weil sie den Ort als auf irgendeine Art als nicht sicher für sich empfinden.”
Zustimmung! Und wie spannend es ergänzend hierzu wäre zu lesen, wo die Schule mehr ein verlässlicher Anker ist – und das Verweisen auf mehr “Eigenberantwortung” völlig daneben 😉

Götz
6 Tage zuvor

Da ist primär die Polizei gefordert und weniger die Schule.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  Götz

Auch, aber die Bußgelder können ganz schön zusetzen, bzw. Sozialstunden für Schüler*innen mit Bürgergeld oder woauchimmer das jetzt heißt

Einer
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nach eigener Auskunft bearbeitet die Bezirksregierung Arnsberg ab Februar keine Bußgeldverfahren, weil das Verfahren dann nicht mehr in dem Schuljahr abgeschlossen werden kann. Selbstverständlich muss zuvor an der Schule das übliche Verfahren nach §53 Schulgesetz NRW abgeschlossen sein.

Aber das spart auch jede Menge Nerven! Wieso sollte ich wie verrückt hinter jeder Fehlstunde her sein, wenn es am Ende sowieso egal ist? Den meisten Eltern ist es egal, dem Schüler ist es egal, der Bezirksregierung ist es egal und ich soll prüfen, mahnen, Gespräche führen, nochmal prüfen, nochmal mahnen und Berichte schreiben um am Ende zu lesen: ” Jetzt ist der 05.02.. Da lohnt es nicht mehr das Verfahren in diesem Schuljahr zu eröffnen.” Meine übergeordnete Behörde möchte nicht, also muss ich nicht. Ich notiere die Fehlzeiten und schicke eine Mahnung und dann bin ich raus aus der Nummer. Wozu sollte ich Eltern zum Gespräch einladen?

447
3 Tage zuvor
Antwortet  Einer

Das ist der Weg.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  Einer

“Nach eigener Auskunft bearbeitet die Bezirksregierung Arnsberg ab Februar keine Bußgeldverfahren, weil das Verfahren dann nicht mehr in dem Schuljahr abgeschlossen werden kann.”
Heftig, wenn dem so ist! Haben Sie Quellen dazu?
Und nur zur Sicherheit: SIE arbeiten in dem Bezirk oder googelten Sie sich ein Beispiel zusammen?

” Wieso sollte ich wie verrückt hinter jeder Fehlstunde her sein, wenn es am Ende sowieso egal ist?”
Weil es zu Ihrer Arbeit gehört?? Kein Wunder, dass das Amt bei Ihnen so wenige Ressourcen aufwendet, offenbar machen sich da viele selbstgerecht nicht mehr die Mühe, die Anträge überhaupt zu stellen…

“der Bezirksregierung ist es egal.”
Wissen Sie nicht, dazu müssen Sie ja “wie verrückt” (also völlig normal) hinter Fehltagen und -Stunden hinterher sein…

“Ich notiere die Fehlzeiten und schicke eine Mahnung und dann bin ich raus aus der Nummer. Wozu sollte ich Eltern zum Gespräch einladen?”
Scheint ein Träumchen für Sie zu sein, kein Wunder, dass Sie sich da nicht anstrengen möchten – da sind Sie, die Schüler*in und die Eltern auf der gleichen Seite

Mannkannesnichtfassen
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wobei es ewig dauert, bis man die erforderlichen Angaben zusammen hat und (noch länger) bis der Bescheid dann kommt. Meist hat sich das Problem dann von selbst über die Noten gelöst.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor

“Wobei es ewig dauert, bis man die erforderlichen Angaben zusammen hat und (noch länger) bis der Bescheid dann kommt.”
Ewig? Sprechen Sie doch mal die Schulzozialarbeit/ Schulvermeidungsbeauftragte, ab wie vielen Fehltagen Sie aktiv werden können.

“Meist hat sich das Problem dann von selbst über die Noten gelöst.”
Das freut mich, aber – wirklich nicht böse gemeint – es wird hier über GANZ andere Schüler*innen gesprochen 🙁
Umgekehrt, spricht für Sie, die Eltern und Schüler*innen bei Ihnen, dass Sie hier effektive Zugänge haben. Es braucht seine Zeit – wie fast alles – aber Sie scheinen die Sache doch eigentlich im Griff zu haben 🙂

Susanne M.
4 Tage zuvor
Antwortet  Götz

Ein pädagogisches Problem mit ordnungsrechtlichen Mitteln lösen?

447
4 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Wie wird eigentlich das “Problem pädagogisch gelöst”, wenn…
– Leute zu schnell fahren?
– Leute Steuern nicht zahlen?
– Leute nicht zu Amtsterminen erscheinen?
– Leute nicht machen, was der Arzt sagt?
– Leute die Zähne nicht putzen?

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  447

Erwecken Sie absichtlich den Eindruck, nicht zu wissen, dass Pädagogik ein Bestandteil von Schule ist?

447
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie “schulische Pädagogik” als reinen Verbalakt begreifen…ist doch alles gut.

Dann *sagt* Lehrerlein eben Dinge. Zum Beispiel: “Komm doch mal öfter zur Schule.”
Die Schülerlein ganz bequem wegignoriert.

Alle gewinnen:
Arme SuS werden nicht mehr unterdrückt, Lehrer haben ihre Dienstpflicht getan und gequackelt/dokumentiert – die Karawane zieht weiter, der Sultan hätt’ Durscht.

Rainer Zufall
18 Stunden zuvor
Antwortet  447

“Dann *sagt* Lehrerlein eben Dinge. Zum Beispiel: “Komm doch mal öfter zur Schule.””
DAS ist Ihr Verständnis von Pägagogik? Oweh

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Sie können das Problem meist erst lösen, wenn die Betroffenen physisch vor Ort sind.

Mannkannesnichtfassen
4 Tage zuvor
Antwortet  Götz

Haben wir probiert. Die Polizei macht das nicht mehr (NRW).

dickebank
4 Tage zuvor

Dafür ist eben das Ordnungsamt zuständig.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor

Wie “probiert” man sowas?
Sie stellen einen Antrag 😀

Warum sagte Ihnen die Polizei angeblich sowas nicht mehr zu machen? Ist für sich genommen ja schon spannend, dass die sich Zeit für so ein Gespräch mit Ihnen nachmen. Nannten die Gründe, was morgens um 8 Uhr dringenderes anstünde?

Rüdiger Vehrenkamp
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Personalmangel wird häufig als Grund genannt. Inzwischen müssen wir zudem die Frage stellen, wie viele Streifen morgens unterwegs sein müssten, um alle Schulschwänzer einer Region in die Schulen zu fahren.

Rainer Zufall
2 Tage zuvor

Müssen Sie das? Stellt doch keiner den Antrag – bringt ja angeblich nichts 😀
Haben Sie Quellen dazu, dass die Polizei am Morgen/ Vormittag an Ihre Kapazitätsgrößen stößt, wo sie es an anderen Tageszeiten nicht tut?
Fürs Gespräch über das eigene Nichtstun haben ja anscheinend verblüffend viele Menschen plötzlich Zeit…

Hans Malz
2 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich verstehe gar nicht, wie man (absichtlich?) so viele Beiträge missverstehen kann. Das muss Absicht und Trollerei sein.

Bla
1 Stunde zuvor
Antwortet  Hans Malz

Naja, ist halt Rainer, wa?

Er fragt nach Quellen und Literatur … Klar gibt es die. Das Thema besteht ja nicht seit heute oder gestern. Das zieht sich seit Jahrzehnten durch.
Mitunter ist der Prozess jedoch sozial-gesellschaftlich verändernd.
Beispielsweise kann man ältere Erfassungen und Auswertungen bei
“Schulschwänzen und Schulverweigerung: eine Herausforderung an das Bildungssystem” [Birgit Warzecha]
ja nachlesen.

Zudem … Wieviele Artikel und Fachsitzungen gibt es dazu?
Kriseninterventionsteam … Polizeiberatung … “Handreichen” … Usw.
Nehmen wir beispielsweise
https://bc.schulamt-bw.de/site/pbs-bw-rebrush2024/get/documents_E1275556285/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/Schulaemter/schulamt-biberach/Schulamt/Handungsempfehlungen%20bei%20Schulabsentismus%20Ulm.pdf

Handlungsempfehlung BW … Schaut man bei “Polizei” und “Bußgelder”, dann sieht man was BW empfiehlt und wie diese das verschriftlichen [und sich absichern … Bei personellen Ressourcen …].
Gut. Kann man doch viel zwischen den Zeilen lesen.

Dazu ist es doch super, falls die Kommune und Instanzen bei Rainer funktionieren. Ebenfalls die Schule und SL dahintersteht und das konsequent durchsetzt.

Zu diskutieren wäre allerdings, warum wir so viele Anfragen – auch von Schulabstinenzler und Schulabsentisten – bekommen. Vielleicht sollte man hier tatsächlich etwas differenzieren in “abstintent” und “Absentismus”.
Macht Rainer zumindest in meinen gelesenen Beiträgen ja auch nicht.
Daher … Habe ich so meine Skepsis, ob Rainer an sonderlich vielen Schulen, Bezirken und Brennpunkten schon war. Dazu Tagungen und Konferenzen. Das Thema ist ja ständiges Thema auch bei Schulleitungskooperationen und -austausch. Ebenfalls bei Kriseninterventionssitzungen als Themenblock.
Dann würde er nämlich ziemlich schnell hier differenzieren meiner Ansicht nach.
Aber ja, vllt. klappt das ja gut bei ihm an der Schule. Kann man jetzt schlecht beweisen oder entgegnen. Die Behauptung ist da. Das war’s aber auch.
Für mich belegt es eher, dass er aus seinem Kartenhaus eben nicht raus kommt, wenn dem tatsächlich so wäre. Er hat schlichtweg keine Ahnung von Fachtagungen und Ausblick auf andere Schulen. Beweist er für mich immer wieder.

Rüdiger Vehrenkamp
1 Tag zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Doch, die Polizei stößt auch zu anderen Tageszeiten an ihre Kapazitätsgrenzen. Jedenfalls hat sie laut eigenem Bekunden nicht die Zeit und das Personal, morgens Schulschwänzer einzusammeln. Im Übrigen geht das Prozedere oft von vorne los, wenn das Kind mal wieder ein, zwei Tage da war. Das (einmalige) Abholen hat allenfalls eine Signalwirkung. Oder denken Sie, die Polizei wird ab dann das Kind täglich zur Schule fahrne?

Muxi
5 Tage zuvor

Hm, irgendwie habe ich den Verdacht, dass der Umgang mit Schulschwänzen bei der FFF-Demonstrationen nicht vergessen ist.
Könnte jetzt ein Bumerang werden. Ich möchte nicht in der Situation eines Lehrers sein, der zu FFF-Zeiten zum “Streiken” aufgerufen hat.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Ui! Wird die Politik also nun Klimaschutz betreiben? Dann haben sich die Demos ja gelohnt und wir wissen ganz genau, wie wir die Schüler*innen zurück in die Schule bekommen 😀

Realist
5 Tage zuvor

„Die Schule muss …”

Sorry, wenn ich so etwas schon wieder lese: Dann bitte auch die entsprechenden Ressourcen (Personal: Psychologen, Verwaltungskräfte, Sozialpädagogen, …) bereitstellen. Meine Arbeitszeit ist bis oben hin und darüber hinaus ausgefüllt.

Ich “muss” gar nichts mehr, es sei denn jemand sagt mir, was ich dann nicht mehr “muss”!

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Volle Zustimmung bei der ersten Hälfte!
Bei der zweiteren, kann ich als Beamter nicht mitziehen, aber ich unterstütze voll, wenn Sie mit Ihrer Forderung auf die Straße gehen – mache dann nichtmal nen Aufriss, dass Sie das nach Ihrer Arbeitszeit machen sollten 😉

Realist
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Einfach an den Beamten in den Finanzämtern, sonstigen Verwaltungen sowie den Richtern orientieren. Arbeitszeit um = Schicht im Schacht.

Für die “überforderten” Richter, Finanzbeamten usw. hat die Öffentlichkeit auch vollstes Verständnis…

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Sie meinen, Richter*innen wären nicht überfordert? Erstaunlich, aber nicht das Thema.

Nach der Stechuhr steht in meiner Jobbschreibung nicht drin, aber möglicherweise schieben da manche im Forum einfach eine erheblich lockerere Kugel ^^

Bla
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Steht doch da, dass die Öffentlichkeit [Gesellschaft] die überforderte Situation bei Richtern nachempfinden kann. Wie kann man das jetzt wieder falsch lesen?
Ob diese immer arbeitszeittechnisch überfordert sind … Steht eben hier von “Realist” durch die ” ” in Frage/offen. Da diese ja durchaus geregelte(re) Arbeitszeit haben.

Ansonsten fallen Sie eben weiterhin auf das Deputatssystem rein. Glückwunsch auch dazu.
AZE ist geltendes Recht. Man hält sich halt eben nur nicht dran.
Also wäre es durchaus “nach der Stechuhr” – absolut egal, was in Ihrerer Jobbeschreibung drin steht.
Geltendes Recht übertrifft – und das ist (theoretisch) gut so – Ihre Jobbeschreibung.

Heinz
4 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Richtig. Schule muss lediglich dokumentieren, feststellen und ggf. melden.

Fräulein Rottenmeier
4 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Nein, das ist nicht richtig. Schule muss dokumentieren, feststellen, dann aber auch zunächst alles mögliche tun (Gespräche führen, Elternbriefe schreiben, die Schulsozialarbeit hinzuziehen, noch mal Briefe schreiben) und dann ggf. melden….das kostet Ressourcen…..

Rainer Zufall
3 Tage zuvor

Besonders, wenn am Ende nicht gemeldet wird…
Nicht, dass polizeiliche Vorführungen, Bußgelder bzw. Sozialstunden ausbleiben, weil auf der Strecke die Luft ausging 🙁

Fräulein Rottenmeier
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Rainer……wenn ich mir die Mühe mache, die Schritte vorher zu gehen, dann nehme ich mir die 10 Minuten, um diesen verdammten DinA4 Zettel auszufüllen, zu unterschreiben und online wegzuschicken…..
Der Schulträger verhängt übrigens die Bußgelder, mit polizeilichen Vorführungen und Sozialstunden habe ich nichts zu tun….
Aber auch das wissen Sie alles natürlich nicht…..

Bla
3 Tage zuvor

Das Wissen ist selten in “Gefühlsspektren” enthalten. Dazu müsste man sich informieren. Also … wundert es Sie?

Konfutse
4 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Doch, das müssen wir als Lehrkräfte. Wir haben die Pflicht, zu überprüfen, ob der Schulpflicht nachgekommen wird. Dafür muss ich aber als LK andere Sachen nicht machen, die wie selbstverständlich als unsere Aufgabe angesehen werden. Und da lehne ich halt als LK dementsprechend rigoros die aufgestülpten „Zuständigkeiten“ ab oder zieh eben mir den Schuh nicht an.
Als Lehrkraft entschuldige ich die Fehlzeiten. Wenn nach dem 1. Tag keine Meldung vorliegt und am 3. Tag nicht die Entschuldigung gebracht wurde (bzw. bei Rückkehr nach der Genesung am 3. Tag) nicht vorliegt, gilt das als unentschuldigt. Mir egal, ob man Wochen oder Monate später digital das Entschuldigungsgesuch einreicht.
Beim Elternabend erkläre ich den Eltern, dass nicht sie das Fehlen des Kindes entschuldigen, sondern ich. Dementsprechend ist das Entschuldigungsgesuch zu formulieren.

447
4 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Ein Lehrer “muss” nicht nur NICHT, er oder sie DARF NICHT.

Kann ich Bußgelder verhängen? Nein.
SuS vorführen lassen? Nein.
In deren Aufenthaltsbestimmung eingreifen? Nein.
In die Reisepläne, Partyplanung, Hochzeitsfeiern von Eltern, SuS, deren Verwandte eingreifen? Nein.
Die Mediennutzung bestimmen? Nein.
Deren Fernsehzeiten, Playstation-Zeiten festlegen und vor allen…IRGENDWAS davon durchzusetzen? Nein.

Also…was genau DARF ich?

..
.
Quackeln, Quasseln, Aufschreiben, Dokumentieren, Labern, in UntiS reinschreiben, telefonieren….

..
.
fällt jemanden an dieser Liste etwas auf?
Pädagogenbrille ablegen!

Alles das ist NICHT “etwas tun”, geschweige denn gegen den Willen von Eltern oder SuS etwas durchsetzen oder “sicherstellen”!

Alles davon ist “reden”.
Nur halt “with extra steps”, mit sinnlosen (und maximal belastenden/Extraarbeiten versehenen) Zusatzschritten.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  447

“Kann ich Bußgelder verhängen? Nein.
SuS vorführen lassen? Nein.”
Stimmt, dafür müssen Sie einen Antrag stellen, die Polizei hat diese Rechte.

Sie sollten einfach mal die Anträge schreiben und abwarten, anstatt von Reisen Hochzeiten und Playstation zu phantasieren.
Wenn Sie NACH dem Schreiben der Anträge die Zeit finden, lesen Sie doch mal etwas über Pädagogik. Sie werden überrascht sein, wie viel Ihr eigener Beruf damit zu tun hat. Vielleicht ist ja doch nocht alles Blabla 😉

Hans Malz
2 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich muss nicht nur einen Antrag stellen, sondern vorher das gesamte Arsenal des Schulrechts abarbeiten. Dafür muss ich Fristen einhalten … es dauert also. Nach Antragstellung kommt die “Bearbeitungsphase” der zuständigen Bezirksregierung und die Überprüfung auf eventuelle Formfehler. Das kann auch dauern und kommt ggf. zurück, weil in der Zwischenzeit ein Formular getauscht wurde, in dem das Logo zwei Zentimeter nach links verschoben wurde. Dann geht das ganze an die zuständigen Behörden vor Ort … das Ordnungsamt z.B. das die Schüler ggf. zu Hause abholt. Der Bußgeldbescheid kommt dann natürlich regelmäßig von der in der Schule angegebenen Adresse als unzustellbar zurück. Telefnnumern funktionieren auch nicht. Wir haben sogar eine Schulsozialarbeiterin, die da vorbei fährt … aber da wohnt keiner. Also meldet man den neuen Sachverhalt wieder ans Jugendamt und wartet auf Antwort.

Und woher wissen wir das alles? Genau, wir kennen das Schulrecht und haben das mehrfach ausprobiert. Und dann kommt der allwissende Rainer mit seinem Blabla…

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Jetzt kommen Sie doch nicht mit evidenzbasierten Erfahrungswerten. Ohne eine entsprechende Feldstudie eines anerkannten Bildungswissenschaftlers nehme ich Ihnen das im Auftrag von Herrn Zufall nicht ab.

Hans Malz
1 Tag zuvor
Antwortet  dickebank

Ein letzter Versuch 😉 Das ist wie bei den Schülern: Jeder bekommt jeden Tag eine neue Chance.

dickebank
1 Tag zuvor
Antwortet  Hans Malz

Trial and error.
Wer sagt denn, dass man die angebotenen Chancen auch nutzen muss.

Fräulein Rottenmeier
3 Tage zuvor
Antwortet  447

Ich komme jetzt gerade von meiner Fobi zur Designbasierten Führung und hier habe ich gerade gelernt, dass man Framen muss, im Sinne von: wer hat worauf Einfluss? Worauf hat bei einem bestimmten Problem (hier Absentismus) die Schule, der Lehrer Einfluss? Ziel ist es bei dieser Analyse herauszustellen, worauf man bei einem Problem wirklich Einfluss hat und genau daran kann man dann arbeiten….
Versuchen Sie es, das Pferd mal von genau der anderen Seite aufzuziehen….. 🙂

Fräulein Rottenmeier
3 Tage zuvor

Aufzuzäumen…..

447
3 Tage zuvor

Habe ich schon längst, keine Sorge. 😉

Kölsches “Damachstenix!”+Schulterzuck.

Doku + Meldung + päd. Gespräch wird stets abgearbeitet.

nachdenklich
5 Tage zuvor

Eigentlich sind eher die entschuldigten Fehlzeiten das Problem. Es dürften 10x mehr “falsche Entschuldigungen” sein als das einfache Schwänzen. Eltern müssen keine Begründung angeben, aber selbst wenn, dann schreiben sie einfach, das Kind sei krank gewesen und alles ist gut. Was können wir machen? Zum Amtsarzt schicken? Das geht auch nicht so einfach. Und wie will der feststellen, dass das Kind am Morgen keine Bauchschmerzen, keine Kopfschmerzen etc. hatte?

Rüdiger Vehrenkamp
5 Tage zuvor
Antwortet  nachdenklich

Das passt doch zum Zeitgeist, wo jedwedes Bedürfnis sofort erfüllt werden muss. Man möchte doch nicht arme, neurodivergente Kinderseelen mit so etwas wie dem alten Modell von Schule quälen… Wobei es am Ende auf die Anzahl der Fehltage im Schuljahr ankommt.

Ab der Oberstufe durften wir uns übrigens Anfang der 2000er schon selbst entschuldigen. Natürlich gab es (einzelne!!!) Tage, an denen ich auch mal keinen Bock hatte. Da schrieb ich ebenfalls “Kopfschmerzen” auf den Bogen. “Kein Bock” wäre mir nicht entschuldigt worden. Man brachte mir also bei, dass ich lügen muss, wenn ich keine unentschuldigten Fehlstunden im Zeugnis haben möchte.

ed840
5 Tage zuvor

Man brachte mir also bei, dass ich lügen muss, wenn ich keine unentschuldigten Fehlstunden im Zeugnis haben möchte.”

Eine genaue Diagnose zu verlangen, wäre heutzutage wegen Datenschutz vermutlich unzulässig.

Ich könnte mir vorstellen, dass es eigentlich reichen müsste anzugeben, dass man vorübergehend nicht in der Lage ist am Unterricht teilnehmen zu können

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Ich könnte mir vorstellen, dass es eigentlich reichen müsste anzugeben, dass man vorübergehend nicht in der Lage ist am Unterricht teilnehmen zu können”
So viel zu Ihrem Vorstellungsvermögen, aber dies brachte ja auch Perlen, dass jemand ( 😉 ) “unverbindliche Leistungstandards, unklare Notengebung und nicht nachvollziehbare Prüfungen” fordern würde – immer noch gespannt auf Ihre Quelle dazu 🙂

ed840
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

dass jemand ( ) “unverbindliche Leistungstandards, unklare Notengebung und nicht nachvollziehbare Prüfungen” fordern würde”

Ist nur Ihrer Fantasie entsprungen.

Was ich tatsächlich geschrieben habe, lässt sich ja in dem entpreschenden thread nachlesen.

Aber wenn Sie sich mit solchen Unterstellungen besser fühlen, dann machen Sie ruhig weiter . Ich kann das schon ab.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor

“Man möchte doch nicht arme, neurodivergente Kinderseelen mit so etwas wie dem alten Modell von Schule quälen… ”
Bendenken Sie, wie viel Ihr Arbeitgeber Ihnen an Rücksicht entgegenbringt, die Schuld auf “faule” Eltern und “den Elfenbeinturm” zu schieben und auf einen alten Zeitgeist zu warten, den es so nie gab, anstatt sich zu überlegen, wie es Vorwärts gehen soll 😉

Rüdiger Vehrenkamp
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Mit Ihnen und Ihrer Polemik geht es garantiert nicht vorwärts.

Alese20
4 Tage zuvor

“Man möchte doch nicht arme, neurodivergente Kinderseelen mit so etwas wie dem alten Modell von Schule quälen”

Sorry, aber sind Sie wirklich Sozialpädagoge? Ziemlich abwertende Aussage für jemanden, der eigentlich zum Wohle der Kids agieren sollte. Ja, es gibt neurodivergente SuS und ja, diese haben massive Probleme im unflexiblen Schulsystem!

Rüdiger Vehrenkamp
4 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Zum Wohle der Kids heißt nicht unbedingt, ihnen alles an den Hintern zu tragen, sondern sie auch zu fordern und notfalls zum eigenen Glück zu zwingen. Neurodivergenz ist ein moderner Trend, der jedwedes Verhalten entschuldigen und jedes Bedürfnis sofort befriedigen soll. Geht es nach manchen Eltern, ist inzwischen jedes Kind neurodivergent.

Alese20
3 Tage zuvor

So ein Quatsch, welche Eltern wünschen denn für ihr Kind, dass es neurodivergent ist. Ich will nicht bezweifeln, dass sich manche Eltern, die mit der Erziehung überfordert sind, das als Ausrede benutzen. Aber i.d.R. gibt es ja Diagnostiken und wenn herauskommt, dass es neurodivergent ist, muss darauf reagiert werden.

Das es heutzutage wie ein Trend erscheint, liegt doch nur daran, dass die Neurowissenschaft weiter ist als früher und man auch offener darüber spricht, was ja grundsätzlich etwas Gutes ist.

Früher wussten viele nicht, warum sie Probleme hatten, heute schon.

Rüdiger Vehrenkamp
3 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Umgekehrt: Heute machen viele aus Dingen ein Problem, die früher keins waren. Wir kennen Eltern, die zu zig Ärzten gerannt sind, um am Ende den einen zu finden, der die gewünschte Diagnose stellt.

Das Spektrum geht inzwischen so weit, dass in einer Klasse mehr Kinder mit als ohne Diagnose sitzen. Der Vorteil: Man muss sich nicht mehr anpassen, kann einen Forderungskatalog stellen und im besten Falle Nachteilsausgleiche für sich beanspruchen. Als Krönung kann ich überall sagen, dass es meinem Kind ja sooo schlecht geht, weil es neurodivergent ist und jeder soll bitte jederzeit und überall Rücksicht nehmen – und ich kann eigene Fehler in der Erziehung wunderbar überspielen: Der Zweijährigen ab jetzt das Handy in die Hand drücken und mir fünf Jahre später eine Neurodivergenz diagnostizieren lassen. Ein perfekter Plan.

Alese20
3 Tage zuvor

So generell kann man das wohl nicht sagen. In der Klasse meiner Tochter hat niemand einen Nachteilsausgleich. Aber vielleicht tummeln die sich nicht an Gymnasien….

unverzagte
3 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Pff, Nachteilausgleich klingt so toll, dabei geht es meist nur um etwas mehr verfügbare Zeit bei Klausuren.

Hans Malz
2 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Och, bei uns so drei bis vier pro Klasse. Aber das Wort “Gymnasium” erklärt Ihre Sichtweise auf die Probleme.

Alese20
2 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Vermutlich ist das so.

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Soll ja auch SuS geben, die nicht nackt lernen wollen.

Teacher Andi
4 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Komisch, dass wir als Schüler das früber alles ausgehalten haben und trotzdem keinen seelischen Knacks davontrugen.
Man sollte schon erkennen, dass hier wohlwollende, und mit Ihren Worten, pädagogisch gelagerte, Möglichkeiten von vielen Schülern ausgenutzt wird, manche sagen dir das sogar ins Gesicht. Eine einseitige Betrachtung bringt uns da keinen Schritt weiter, und um die tatsächlichen psychischen Problemfälle geht es hier in der Regel nicht.

unverzagte
4 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Schön, wenn Sie keinen Knacks davon getragen haben. Die Verallgemeinerung ist unnötig und anmaßend.

potschemutschka
3 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Kommt der “Knacks” wirklich hauptsächlich von der Schule?

dickebank
3 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ja, weil Schule ja bekanntlich “beknackt” ist.

unverzagte
3 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

In allen Schulen herrschen ja bekanntermaßen optmale Lernverhältnisse…knapp 10 % der SuS haben zwar einen Suizidversuch hinter sich, aber von einem “Knacks” kann sicher keine Rede sein.

Teacher Andi
3 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Sie haben sicher Belege für diese Zahlen und wissen auch ganz sicher, dass die Schulen an diesen Suizidversuchen schuld sind, nicht etwa Liebeskummer, extreme Abhängigkeit von sozialen Medien oder familiäre Probleme.
Und mit “aushalten” meine ich, dass wir nicht wegen jeder Unzulänglichkeit an den Schulen, wegen schlechter Lehrer, ungerechter Behandlung, unbequemen Stühlen und bösartigen Mitschülern in ein psychisches Tal gefallen sind, sondern mit “jetzt erst recht” unsere Psyche gestärkt haben. Diese Fähigkeit ist heute lei9der etwas verloren gegangen, da den Kindern alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden. Wie sollen sie daraus lernen?

Mika BB
3 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Woher kommt Ihre Zahl von 10%? Ich kenne nur Zahlen aus Befragungen von Jugendlichen (dort stehen 6-9%, mit der Unsicherheit von Befragungen versehen). Haben Sie vielleicht Informationen zu einer Studie, welche sich auf Zahlen aus Kliniken stützt, in welche die Betreffenden eingeliefert wurden? Und sind die Ursachen für deren Suizidversuche in den „ bekanntermaßen optmale Lernverhältnisse…“ der Schulen zu suchen?

Vielen Dank für entsprechende Verlinkungen,
Mika BB

dickebank
3 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

… dass die auch nix zuende führen können …

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

“Komisch, dass wir als Schüler das früber alles ausgehalten haben und trotzdem keinen seelischen Knacks davontrugen.”
Wenn man TAUSENDE Schüler*innen ignoriert, die zu unserer Zeit durchs Netz fielen, dann ja.
Der traurige Witz: ist es nahe zu egal, wann Sie und ich jeweils zur Schule gingen, das zog sich jahrzehntelang – sogar in die gute alte Zeit selbst

Rüdiger Vehrenkamp
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Mir ist keiner meiner ehemaligen Mitschüler bekannt, der durchs Netz fiel. Das Netz wird heuer immer löchriger, was vor allem an fehlenden Konsequenzen liegt.

Bla
3 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Und genau hier muss man einfach differenzieren.

Ist das Schulsystem auf neurodivergente Menschen ausgelegt? Nein.

Gibt es Menschen, welche “gerne” Neurodivergenz hätten oder sogar haben und dies ausnutzen? Ja.

Das “Aushalten” (zu müssen) finden Sie gut?
Wir können sehr gerne hier etwas über Neurodivergenz und den Bezug zur Schule sprechen/diskutieren.
Zumindest bin ich neurodivergent und sehe das doch etwas differenzierter.

Teacher Andi
3 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Da sind wir wieder bei der Problematik der Inklusion und die fehlenden Resourcen hierzu. Allerdings ist mir jetzt nicht ganz klar, was das mit dem ursprünglichen Thema zu tun hat. Im Artikel wird der ansteigende Absentismus nirgends mit belegten psychischen Störungen bei den Schülern begründet, deshalb steht dies auch nicht zur Diskussion. Der allgemeine Tenor hier war doch, dass die Schule “krank” macht, und nicht, dass die Schule nicht mit psychischen Problemen bei Schülern umgehen kann, oder verstehe ich das jetzt falsch?
Es geht doch einzig und allein um die Tatsache, dass Schüler die Schule schwänzen und dies mittlereweile sehr einfach und ohne Konsequenzen vonstatten geht. Die Gründe heirfür sind vielschichtig, dies auf Neurodivergenz oder Corona einzuschränken, erachte ich als zu kurz gesprungen. Und für diese Fälle bräuchten die Kollegen definitiv mehr fachliche Unterstützung.

Bla
3 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Ging mir bei Ihrem Kommentar um das “alles ausgehalten haben”.
Hatte ich irgendwie in Bezug zum “Neurodivergenz als Trend” von Rüdiger Vehrenkamp gesehen.
Entschuldigung, falls Sie das nicht so meinten und ich das (voreilig) einfach so eingeordnet habe.

Jeder der sich einigermaßen mit Neurodivergenz auskennt, weiß, dass das v. A. (erst) seit 2015 näher wieder erforscht/beleuchtet wurde/wird. Man kannte “Neurodivergenz” natürlich als “Einzelspektren” und generell tauchte auch Neurodivergenz als direktes Thema immer wieder auf und verschwand dann (leider) sehr schnell wieder.

Das erklärt auch die Zunahme an “Testungen” und Anfragen diesbezüglich. Zudem die aktuellen Forschungsschwerpunkte und Wissenslage.
Hier vor Ort müsste ich circa 2 Jahre auf einen Ersttermin für Testung warten. Die Wartezeiten und Wartelisten sind bei Spezialisten immens hoch und lange. V. A. bei sowas wie “Neurodivergenz im Erwachsenenalter mit high Masking als ausgeprägtes Merkmal”.

Und ja, Rüdiger hat durchaus einen Punkt, dass durch social Media und TikTok usw. das Thema “getrieben” wird und viele mit “Selbstdiagnosen” irgendwie vermeintlich ankommen.
Das ist ein berechtigter Einwand, welchen man “nachgehen” muss.
Hier besteht die Gefahr, dass man sich “schnell” im A-S-S “wiederfindet”, obwohl man hier nicht wirklich wäre.
Mal mehr mal weniger Anzeichen dafür.
Jedoch gibt es auch Bereiche bei Neurodivergenz, welche man doch … Recht schnell und eindeutig selbst zuordnen kann.
Beispielsweise (m)eine Aphantasie und Anauralie. Das muss man bei eindeutiger Prägung wenig “Testen”. Das ist so. Hier hat man die “Testung” ziemlich eindeutig und schnell raus – auch ohne externe Experten/Fachleute.
Das ist eben die “andere Denkstruktur” und das “andere Erleben”.

Aber jetzt sich sonderlich zu wundern, dass viel mehr Diagnosen gemacht werden und ebenfalls mehr diagnostiziert wird halte ich für schwierig, da das absolut logisch ist. Das Wissen und die Forschung hat immens seit 2015 zugelegt diesbezüglich.
Ebenfalls die “Akzeptanz”. Auch die Erwachsenen, welche sich damit auseinandersetzen etc.
Folglich ist das die einzige logische Rückfolge, dass die Menschen mit Neurodivergenz diagnostisch zunehmen. Auch wenn diese schon immer da sind/waren.

“Da sind wir wieder bei der Problematik der Inklusion und die fehlenden Resourcen hierzu.”

Ob jetzt jede “Neurodivergenz” Inklusionsbedarf ist – zweifel ich stark an. Manche ja – manche definitiv nein.
Aber die Erkenntnis fehlt – auch die Experten. Und definitiv die Ressourcen und Rahmenbedingungen.

Mit Aphantasie und Anauralie kann man anders effektiver Lernen, als es häufig “der Standard” eben ist.
Das ist auch absolut klar und logisch, wenn man sich damit auseinandersetzt oder eben “so aufwächst”. Hat alles Vor- und Nachteile.

“Allerdings ist mir jetzt nicht ganz klar, was das mit dem ursprünglichen Thema zu tun hat.”

Ich dachte Sie würden sich auf Rüdiger beziehen. Er brachte das Thema hier mit ein. Als vermeintlichen Grund der Rechtfertigung für bspw. Absentismus.

“Der allgemeine Tenor hier war doch, dass die Schule “krank” macht, und nicht, dass die Schule nicht mit psychischen Problemen bei Schülern umgehen kann, oder verstehe ich das jetzt falsch?”

Das ist das Henne – Ei – Problem hierbei.
Wenn Schule nicht mit psychischen Problemen umgehen kann, dann macht sie durchaus “krank”. Oder verstärkt es zumindest.

“Es geht doch einzig und allein um die Tatsache, dass Schüler die Schule schwänzen und dies mittlereweile sehr einfach und ohne Konsequenzen vonstatten geht. Die Gründe heirfür sind vielschichtig, dies auf Neurodivergenz oder Corona einzuschränken, erachte ich als zu kurz gesprungen. Und für diese Fälle bräuchten die Kollegen definitiv mehr fachliche Unterstützung.”

Absolut richtig.
Schwänzen geht “zu einfach” und es gibt tatsächlich kaum bis keine Konsequenzen. Zumindest nicht von Schulseite aus. Dazu fehlt der rechtliche Rahmen. Natürlich kann man wie Rainer anmerkte “Steine in den Weg legen” für Schulschwänzer. Aber das löst nur bedingt Probleme [keine Symptombekämpfung]. Dazu fehlen jedoch wiederum auch die Ressourcen. Und auch “Steine in den Weg legen” hilft nur bedingt, da einige einfach außen rum gehen dann. Zudem legt man sie sich selbst dann häufig mit als Belastung auf … Irgendjemand muss die ja bis dahin tragen usw.

Aber daher auch … Differenziert betrachten:
– Wer hat “keinen Bock”?
– Wer Depressionen?
– Wer Prüfungs- und Schulangst?
– Wer …
Und ja … Auch hierfür fehlen oft die Ressourcen und das Wissen.
Allerdings nur auf “die strengen sich nicht an” zu gehen empfinde ich ebenfalls als falsch. Ist meiner Erfahrung nach auch nicht so bei allen. Die Gruppe gibt es – eine von vielen.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  nachdenklich

Sie verfügen bereits über die notwendigen Werkzeuge: Stellen Sie eine Attestpflicht aus!
Wenn das Kind wirklich so oft krank ist, muss noch am selben Tag ein/e Ärzt*in aufgesucht werden, sonst verpasst das Kind zu viel Unterricht.

Diese Argumentation habe ich von unserer Schulsozialarbeit dankend übernommen – es gehört einfach zu ihrem Fachbereich, zu unterstützen und zu informieren

447
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Diese ekelige Hassfakten-Realität…stellen Lehrkräfte Attestpflichten aus? Ist das so? Was genau zählt (im Konfliktfall, wenn Schwänzer sich juristisch wehren) als “Attest” ?
Wie muss das schulintern abgesichert werden ?
Welche Kobsequenzen sind mit welchem Aufwand juristisch sicher bei Verstoß verhängbar?

Fragen über Fragen…über deren Antworten Sie sich vielleicht mal informieren sollten…

Hans Malz
3 Tage zuvor
Antwortet  447

Vielleicht hat sich bei Rainer ja auch noch nie beim Dezernenten beschwert. Danach folgt dann der Aufschlag in der Realität….

447
2 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Er redet darüber wie jemand, der darüber viel gelesen hat – es aber nie gemacht hat.

Ein ***Lehrer*** weist Attestpflicht an?
Am besten “einfach so”? 😀

Jede Billigheimer-Schulrechtseite/LLM zerlegt das in 2 Sekunden.

potschemutschka
2 Tage zuvor
Antwortet  447

“…darüber viel gelesen …” –
Das halte ich in diesem speziellen Fall für unwahrscheinlich. 🙂
Dem Rest “…-aber nie gemacht…” stimme ich zu. Das vermute ich auch! Wie bei so vielen anderen “klugen” Ratschlägen von Mister Konjunktiv.

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  447

Ist eben einem Eunuchen äußerst ähnlich – wissen wie’s geht, aber halt nicht können.

Hans Malz
5 Tage zuvor

Können die Lehrer die nicht zu Hause abholen? Natürlich nur, wenn sie freiwillig mitkommen, ist doch klar. Nicht, dass noch jemand traumatisiert wird.
Aber versuchen kann man es doch mal. Kurz vor dem Unterricht ne Runde durch die Stadt … sollte doch leistbar sein.

Xyz
5 Tage zuvor

Das Problem bei uns ist, dass wir versuchen ein Recht durch eine Pflicht zu begründen. Andersrum wäre es logisch.

Minna
5 Tage zuvor

Ach ja? Gleichzeitig um die 20 % Long Covid Fatigue bei Jugendlichen. Selbst wenn temporär, die Jugendlichen stecken in einem System in dem längere Rekonvaleszenz nicht vorgesehen ist und Stress Endothelschäden fördert. Es gibt keinerlei Verständnis für die SchülerInnen, nur Druck und Verdrängung. Erbärmlich.

Heute ist übrigens Long Covid Awareness Day, vielleicht einfach mal 5 Studien zum Thema beachten.

Rüdiger Vehrenkamp
5 Tage zuvor
Antwortet  Minna

20% aller Jugendlichen haben also Long Covid Fatigue? Also dazu hätte ich gerne eine Quelle. Wir haben Kontakt zu mehreren Schulen aller Schularten im Raum Rhein-Neckar. Mir ist kein einziger Schüler bekannt, auf den das zuträfe.

Minna
4 Tage zuvor

Rund 10 bis 15 % sind in der Pubertät ohnehin erschöpft (nicht ohne Grund wurde schon ein komplettes Jahr Pause für 8 Klässler vorgeschlagen). Nach einer Covidwelle erhöht sich die Zahl auf 40 % akut, 30 % mittelfristig und 20 % auch noch nach einem Jahr (also statt 10 bis 15 %). Bei Jugendlichen erhöht sich außerdem die Wahrscheinlichkeit für Long Covid bei der Zweitinfektion. Insbesondere die älteren Varianten haben das Immunsystem geschwächt und dann kamen die anderen Viren wieder zurück, die auf eine geschwächte Abwehr trafen. Letztes Jahr waren die Zahlen für Covid in der Bevölkerung tatsächlich niedriger, aber die Krankheitslast für Atemwegserkrankungen ist insgesamt gestiegen und auch nach Grippe und CMV braucht der Körper ordentliche Rekonvaleszenz, was gesellschaftlich nicht mehr vorgesehen ist (die Mütter sollen ja arbeiten).

Früher war es in der Hinsicht tatsächlich besser. Wir haben jetzt quasi just-in-time-learning, da ist wenig Spielraum.

Rüdiger Vehrenkamp
3 Tage zuvor
Antwortet  Minna

Sie werfen mit Zahlen und Werten um sich, aber eine Quelle dafür fehlt immer noch.

Heinz
4 Tage zuvor
Antwortet  Minna

War klar, dass da jetzt auch wieder Corona dran Schuld ist. Wie viele Jahre wollen wir das noch machen? Ich gebe Ihnen mal einen Tipp, wenn sie wollen, können sie noch 10 Jahre lang behaupten, dass Corona an allem Schuld ist, das wird allerdings kein einziges Problem lösen.

Der Druck entsteht übrigens vor allem dadurch, dass jeder meint, sein Kind an Schulformen anmelden zu müssen, für die sie nicht geeignet sind und vielfach auch keine Empfehlung für haben. Da haben viele Kinder dann die ersten Misserfolge in ihrem Leben, weil man sie vorher vor allem beschützt hat … ist doch klar, warum diese damit nicht umgehen können.

Fräulein Rottenmeier
4 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Sie sollten sich nicht wundern, denn Minnas Hauptthema ist seit Corona eben Corona. Sie trägt auch noch Maske, wie sie selber schreibt und vermeidet alle überflüssigen persönlichen Kontakte….

mama51
4 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Ja!
“Wie gut, dass es CORONA als wirklich fast alles entschuldigendes Argument gibt!”
Man müsste sonst der “Wahrheit” ins Auge schauen!
Halleluja !

unverzagte
4 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Die Wahrheit ist u.a. , dass von long covid Betroffene Ihren Beruf nicht mehr ausüben können-

Indra Rupp
3 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Demnach müssten aber die meisten Schwänzer am Gym sein…

laromir
5 Tage zuvor

Wir haben Eltern, die entschuldigen alles. Plus, Gespräch, Androhung Attest Pflicht, Aussprechen der Attest Pflicht, Eltern mit Ärzten im Freundeskreis die Atteste ausstellen. Kinder mit Problemen, bei denen sich die Eltern nicht kümmern und man als Schule nix machen kann. Wenn Eltern nicht zum Arzt gehen, Diagnostik, Therapie usw. ablehnen, was soll man da machen, außer Fehlzeiten dokumentieren? Am Ende steht dann alles entschuldigt, Note nicht feststellbar und pädagogische Versetzung. Also was bitte sollen wir tun? Es gibt kaum Handhabe, Amtsarzt, Polizei, Schulbegleitung ggfs. Strafzahlungen für Eltern, das wären mittel. Sei 3. Klassenkonferenz ist es jedenfalls nicht.

Alese20
5 Tage zuvor

Ich finde es aus Elternsicht immer schwieriger, die Schulpflicht als etwas Positives anzusehen. Die Schulen sind immer schlechter ausgestattet, die Bedingungen werden für LuL und SuS immer schlimmer. Niemand hat die Ressourcen auf die Bedarfe von SuS einzugehen. Da spreche ich nicht von dem hier so gern genanntem Fühli-Fühli, sondern von einfachen Dingen wie sauberen Toiletten, ruhiger Lernatmosphäre, keine Gewalt, kein Mobbing, LuL, die überhaupt die Zeit und Kraft haben, sich wirklich um SuS zu kümmern. Zudem noch die lausigen Bedingungen für I-SuS.
Nun weiß man als Eltern vielleicht, dass es dem Kind dort nicht gut geht und muss es trotzdem dorthinschicken – ist ja Schulpflicht. Und selbst wenn das Kind beginnt, Symptome wie Bauch- und Kopfschmerzen zu entwickeln, kann man nur wenig tun. Meistens gibt es nämlich keine besseren Alternativen.

Wie sieht es eigentlich mit der Pflicht des Staates aus, für gute Schulen zu sorgen, wenn schon die SuS verpflichtet sind, dorthin zu gehen?

Fräulein Rottenmeier
5 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

„Wie sieht es eigentlich mit der Pflicht des Staates aus, für gute Schulen zu sorgen, wenn schon die SuS verpflichtet sind, dorthin zu gehen?“

Gute Frage. Wie wäre es mit Mindeststandarts, die eingeführt werden und unbedingt eingehalten werden müssen?

Alese20
4 Tage zuvor

Mindeststandard in Bezug auf die Schulausstattung? Dann bin ich dafür.
Klassen nicht größer als 22 SuS, auf 100 SuS kommen mindestens. 2 Sozislpädagogen, saubere Toiletten (ggf. durch Toilettendienst durch SuS), grundsätzlich eine schönere Schule, damit man sich dort auch gerne aufhält, Zusammenarbeit mit Nachhilfeeinrichtungen für Förderunterricht oder Sportvereine für Sportprogramme.
Da gäbe es vieles, was mir einfallen würde, damit sich alle mehr gewertschätzt fühlen würden.

Fräulein Rottenmeier
3 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

So etwas würde mir auch vorschweben….es gibt doch für alles Standards……nur in Schule sieht man immer großzügig drüber hinweg….

Mr X
4 Tage zuvor

Hallo? Das kostet doch Geld!
Abgelehnt!

Rüdiger Vehrenkamp
5 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Für einige der genannten Punkte sind Schüler jedoch mitverantwortlich. Gewalt und Mobbing sind ja Themen, auf die Schüler direkt einen Einfluss haben – nämlich indem sie nicht gewalttätig sind und niemanden mobben. Vandalismus auf Schultoiletten ist ebenfalls ein Problem, das seit Jahren auf dem Vormarsch ist.

Wenn Schüler von Erwachsenen und Medien ständig gesagt kriegen, wie doof Schule heutzutage ist, nehmen die das natürlich so wahr und agitieren dagegen. Positive Bestärkung in Sachen Schule beginnt im Elternhaus. Wenn Mama und Papa mir ständig sagen, dass alle Lehrer doof sind und das System ebenfalls Mist ist – mit welchen Gedanken gehe ich wohl täglich in die Schule?

Alese20
4 Tage zuvor

Schule ist ja auch doof. Ich vermittle das meinem Kind natürlich nicht, aber stellen Sie sich vor, da ist es schon ganz alleine drauf gekommen. Ich gebe schon mein Bestes, um das Gute hervorzuheben ( tolle LuL, grundsätzlich nette Klasse …) und dann kommt zurück, es ist laut, ich langweile mich, immer die gleichen Aufgaben nochmal üben, wozu das eigentlich und so weiter. Da hilft es nichts, da kann ich oft nur sagen, weil es einfach so ist und man da einfach durch muss. Sehr unbefriedigend für beide Seiten. Ich will nicht in diese blöde Rolle schlüpfen, in der man sagt: du lernst fürs Leben und nicht für die Schule…
Daran glaube ich in unseren System eh nicht. So, wie durch den Stoff gehechelt wird, lernt man tatsächlich für die Note und danach vergisst man sehr, sehr Vieles einfach wieder. Ist mir in den 90er auch schon so ergangen und ich sehe das heute bei meinem Kind auch schon.

Alese20
4 Tage zuvor

Da bedingt vermutlich das Eine das Andere. Ist es nicht so, dass es zu mehr Vandalismus führt, wenn die Umgebung eh schon in einem schlechten Zustand ist (Broken-Windows-Theory). Und führt es nicht zu Frust und dem Gefühl von wenig Wertschätzung, wenn man den ganzen Tag in so einer Umgebung und unter diesen Bedingungen verbringen muss, was zu aggressivem Verhalten führen kann. Die LuL spiegeln das auf ihre Weise sehr eindrücklich in diesem Forum.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor

“Gewalt und Mobbing sind ja Themen, auf die Schüler direkt einen Einfluss haben”
Setzen Sie da an oder teilen Sie da eher 447 Theorie, “Blabla” (Pädagogik) gehöre nicht an Schulen?

“Wenn Schüler von Erwachsenen und Medien ständig gesagt kriegen, wie doof Schule heutzutage ist, nehmen die das natürlich so wahr und agitieren dagegen. Positive Bestärkung in Sachen Schule beginnt im Elternhaus.”
Zustimmung, aber auf die Eltern haben wir bei solchen Fällen (zum Glück) keinen Einfluss – sonst wären die ganzen Rechtsextremen kinderlos…
In der Schule können wir ansetzen. Ist ein Arsch voll Arbeit und wenige stören da oft ein weitgehend gutes Bild, aber mir ist das eine SchulGEMEINSCHAFT lieber, in der sich SuS bspw. einen Dreck um den Zustand der Toiletten scheren oder wie im Beispiel auf n4t mit der Schulleitung Hasssymbole entfernen, um Gemeinsinn zu stiften

Götz
4 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Eventuell wäre es wirklich besser, wenn die Schulpflicht aufgegeben würde und nur noch kommt, wer will und sich etwas vom Schulbesuch verspricht. Man könnte auch eine gewisse Kostenbeteiligung verlangen, denn bekanntlich wird Kostenloses wenig geschätzt.

Alese20
4 Tage zuvor
Antwortet  Götz

Nein, das natürlich nicht. Ich finde Schulpflicht prinzipiell eine gute und wichtige Sache, moniere nur, dass die Rahmenbedingungen eine Katastrophe sind.

Fräulein Rottenmeier
4 Tage zuvor
Antwortet  Götz

Das halte ich für ganz schwierig, gerade auch für Kinder aus prekären Familien, die dann nämlich nie in der Schule auftauchen würden…..und die Folgen wären später verheerend…..

Englischlehrerin
4 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Sie sprechen mir aus der Seele. So ist es. Ich habe Klassen, da sind einige unerzogene, respektlose, laute Kinder. Alle reißen sich ein Bein aus. Die braven gehen unter, werden noch fertig gemacht… Ich wollte so auch nicht zur Schule gehen. Auch ich habe Kinder. Aus Elternsicht kann ich es auch verstehen: Meine Tochter lernt besser hier zu Hause, weil es einfach ruhig ist und sie an einer Sache dran bleiben kann. Nicht alle 45 Minuten etwas Neues. Ich habe sie bei Streiks zu Hause beschult und auch während Corona. Sie hat deutlich!!! besser gelernt als in der Schule und an Selbstvertrauen gewonnen. Warum nicht Homeschooling legalisieren?

Alese20
3 Tage zuvor
Antwortet  Englischlehrerin

Meiner Tochter ging es ganz genauso – sie hat es ab dem 2ten Lockdown geliebt. Alles selber entscheiden: nie vor 9h starten, um 14h fertig – eigene Pauseneregelung, Reihenfolge etc. und da war sie erst in der 4ten Klassen.

Mama hoch 3
1 Tag zuvor
Antwortet  Alese20

Mein Sohn wünscht sich manchmal wieder Corona, weil er viel lieber zu Hause gelernt hat. Endlich in Ruhe lernen, ohne lautstarke Ablenkung und in seinem Tempo. Er wäre definitiv ein Homeschoolkind.

Teacher Andi
4 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

“Ich finde es aus Elternsicht immer schwieriger, die Schulpflicht als etwas Positives anzusehen. Die Schulen sind immer schlechter ausgestattet, die Bedingungen werden für LuL und SuS immer schlimmer. Niemand hat die Ressourcen auf die Bedarfe von SuS einzugehen”.
Nun, man könnte die Sichtweise auch dahingehend ändern, dass wir in einen Schulbesuch ermöglichen, der bei weitem nicht in allen Ländern selbstverständlich ist, ohne Schulgebühren. Und was Sie da oben beschreiben, ist eine pauschalisierende Übertreibung und wird dem Gesamtbild unserer Schulen alles andere als gerecht.
Nur mal so zum Nachdenken: wir haben während der Corona-Schulschließung den Schülern Tablets zur Verfügung gestellt, nicht mal 10% haben diese abgeholt, aber dann gejammert, dass sie auf ihrem Mobile nichts erkennen können. Ich habe eine Lektüre mit einer Klasse behandelt, man musste das Buch an jeden einzelnen schicken, die Bezahlung von 10 Euro (den Versand hat die Schule getragen) musste mehrfach eingefordert werden, manche sind heute noch offen.
Das sind zwar Einzelfälle, aber man kann durchaus deutlich den Trend der “Bedien-mich-Mentalität” erkennen und die fehlende Motivation, sich da in Problemzeiten mal ein bisschen mehr zu engagieren, das muss dann der Lehrer alleine bewerkstelligen. Je mehr man die Schüler bedient, desto weniger Eigeninitiative wird entwickelt. Und daraus entsteht auch das Verhaltensmuster, sich bei Lustlosigkeit krank zu melden oder unentschuldigt zu fehlen, denn es wird einem sehr einfach gemacht und hat kaum Konsequenzen.

Alese20
3 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

“Nun, man könnte die Sichtweise auch dahingehend ändern, dass wir in einen Schulbesuch ermöglichen, der bei weitem nicht in allen Ländern selbstverständlich ist, ohne Schulgebühren.” – Womit vergleichen Sie das denn? Dritte-Welt?

“Und was Sie da oben beschreiben, ist eine pauschalisierende Übertreibung und wird dem Gesamtbild unserer Schulen alles andere als gerecht.” – Finden Sie? Wo pauschalisiere ich denn? Sind die Bedingungen für SuS und LuL gar nicht so schlecht? Wird nicht überall an Bildung gespart, die Klassen immer größer, die LuL immer überlasteter, die Gebäude immer sanierungsbedürftiger? Fragen Sie doch mal Ihre Kollegen hier im Forum…

Ihre Beispiele haben gar nichts mit meinem Hinweis auf ein schlechtes Gefühl bei Schulpflicht zu tun. Ich spreche extra aus Elternsicht – wenn ich etwas verpflichte, muss sichergestellt sein, dass es den Kids dort gut geht. Es muss keinen Spaß machen, aber ich muss sicher sein, dass das Kind dort nicht physischer oder psychischer Gewalt ausgesetzt ist und etwas unter guten Bedingungen lernen kann.
Das hat gar nichts mit Bedien-mich-Mentalität zu tun – das ist für mich Grundvoraussetzung und das Minimum, was ich erwarten kann. Schließlich überlassen die Eltern ihr wichtigstes Gut, ihr Kind, den Schulen und das nicht freiwillig!

Teacher Andi
3 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

“Schule ist ja auch doof”, und ausgerechnet mit dieser Aussage stellen Sie sich hin und fragen “wo pauschalisiere ich denn”? Außerdem stellen Sie Schulschwänzen ausschließlich als Konsequenz der Erfahrung des Schülers von physischer und psychischer Gewalt dar, ich denke, das ist in den wenigsten Fällen der Grund.
Und noch was: unsere Schule ist auch sanierungsbedürftig, stückchenweise wird das Nötigste gemacht, aber die Schüler achten auf ganz andere Dinge, um Schule gut zu finden oder zu kritisieren.

Alese20
3 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Ich sprach nicht über Schulabsentismus, sondern über mein Bauchgrummel aus Elternsicht bzgl. der Schulpflicht unter den gegeben Bedingungen. Wir Eltern müssen doch dafür sorgen, dass diese eingehalten wird.

Und ja, Schule ist natürlich doof. Man wird als SuS genötigt früh aufzustehen, muss sich durch einen durchgetackteten Tag treiben lassen, soll selbstverständlich nachmittags noch Hausaufgaben machen und Lernen. Alles schön fremdgesteuert. Welcher SuS findet das nicht doof? Ich widerspreche nicht, dass es wichtig ist, zu lernen, aber schön ist anders.

Es geht mir außerdem nicht nur um sanierungsbedürftige Schulen. Natürlich achten SuS auch auf ganz andere Dinge wie vielleicht ein gutes Klima oder mehr Freiheiten. Aber ich hatte mich ja auch nicht nur über die maroden Gebäude ausgelassen.

Indra Rupp
3 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Eben! Der Staat hat Rechte aber auch Pflichten. Er hat das Recht, die Schulpflicht durchzusetzen und die Pflicht… (hier einfügen)

447
2 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Da gehe ich gleich mit.

Die Abschaffung der Schulpflicht und Ersatz durch eine Bildungspflicht würde vieles lösen.

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  447

Die Pflicht kann doch bestehen bleiben, die Schule müsste halt abgeschafft werden.

Alese20
2 Tage zuvor
Antwortet  447

Aber nur, wenn man auch im Homeschooling die Aufgaben der Schule macht. Sonst lehren manche Eltern komische Ideologien und das will keiner. Und auch nur, wenn das gewährleistet ist. Ich habe ja eigentlich nichts gegen Schulpflicht, nur gegen die Ausgestaltung.

Teacher Andi
2 Tage zuvor
Antwortet  447

Gerne, aber dann nicht aufschreien, wenn sich dann nur noch die Reichen Bildung liesten können und wir eine mehrheitliche “Null-Bock” Generation heranziehen, die natürlich auch irgendwie durchkommen muss, und wir wissen, was da folgt. Schule ist für Viele, auch wenn sie es nciht zugeben wollen, noch eine Oase der Gemeinschaft und der Orientierung, doof wird Schule erst, wenn es keine Schulpflicht mehr gibt.

447
1 Tag zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Haben Sie völlig recht.

Die brauchen mal ‘nen richtigen Schmerzimpuls, danach geht es vielleicht fügsamer zu.

Auf eine verbasselte Bildungsgeneration kommt es jetzt auch nicht mehr an.

Salin
2 Tage zuvor
Antwortet  447

Lehrer wittern Entlastung.
Ich höre alle schon jetzt unken: ich muss gar nichts.

ed840
5 Tage zuvor

dass die Kids gelernt haben, dass Schwänzen kein Problem ist.

Wenn man die Zahlen im Text vergleicht, scheint es bei dabei bei SuS an Gymnasien einen eklatanten Lernrückstand zu geben.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor

Bei WebUntis ist es bei uns die Pest, Fehlzeiten Wochen später zu entschuldigen.
Heftiger finde ich es nur, dass Ärzt*innen (zumindest in meinem Umkreis mitmachen).
Das Kind ist ernsthaftig so häufig und lange Zeit krank? Dann beantragen Sie, Herr/ Frau Doktor doch bitte einen Platz an einer Klinikschule – Sie sind sich ja sicher

447
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Kleiner Praxistipp:
1) Berichtsmenü, “Fehlzeiten pro Unterricht pro Schüler”, Zeitraum im drop-down-Menü wählen –> Problem 1 gelöst.

2) UntiS-App: Startcenter, “Home” ganz unten, “class register entries”, Namen oder Zeitraum wählen bei Filter “not excused” –> Status auf “excused” + Fingertipp –> Problem 2 gelöst.

Hans Malz
2 Tage zuvor
Antwortet  447

Das würde strukturiertes Handeln und einen Blick ins Handbuch erfordern … oder Digital”kompetenz”.

447
2 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

…also…müsste man halt Lehrer sein und mit dem tool zu tun haben, statt darüber zu fabulieren…

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Wie Handbuch? Gibt’s da keine laminierte Handreichung?

Hans Malz
45 Minuten zuvor
Antwortet  dickebank

Ist ja kein Tool von Qualis, sondern ein Privatanbieter.

Omg
4 Tage zuvor

Uns Armin ist gerade im Sparmaßnahmen (für wen oder was will er sich profilieren??? Es macht Angst) . Er wird sicher auf den Trichter kommen, dass jeder Lehrer je Woche einen Hausbesuch zu machen hat. Da er als ausgesprochen motivierter Lehrer bekannt war, wäre das Ironie pur. Er lebt vor was es heisst: Wasser predigen, Wein trinken

Englischlehrerin
4 Tage zuvor

Ich finde es sollte keine Präsenzpflicht in Schulen geben. Ich verstehe jeden Schüler, der diesen Irrsinn nicht täglich über sich ergehen lassen will. Es zeigt einfach nur dass wir unser Bildungssystem neu denken müssen.

Canishine
3 Tage zuvor
Antwortet  Englischlehrerin

Wenn man den Kindern den Gegenwert für Waren und Dienstleistungen von mehr als 50€ schultäglich bar zukommen lassen würde, bräuchten wir vermutlich tatsächlich keine Präsenzpflicht.

Einer
4 Tage zuvor

Der Fehler liegt dann aber in der Entschuldigungspraxis der Schule. Fehlzeiten sind unverzüglich, spätestens innerhalb von 7 Tagen zu begründen/entschuldigen. Alles danach ist unentschuldigt. Und ein Arzt darf doch kein Attest zurückdatieren. Wenn ich heute zum Arzt gehe kann der Arzt bestätigen, dass ich heute krank bin. Er kann nicht bestätigen, dass ich letzte Woche krank war. Solche Atteste akzeptiere ich nicht.

447
3 Tage zuvor
Antwortet  Einer

In NRW würden Sie damit gegen geltendes Schulrecht verstossen.
Sie müssten das akzeptieren.

Kein Witz.
(Oder eigentlich doch, halt auf unsere Kosten 😀 )

Meiomei
2 Tage zuvor
Antwortet  Einer

Wir haben folgende Aussage bekommen. Wenn ein Arzt den Schüler lange kennt und ihm der gesundheitliche Zustand bekannt ist, kann er auch zurückdatieren und wir haben es zu akzeptieren.

Indra Rupp
3 Tage zuvor

Der Staat kümmert sich um Schüler die fehlen, aber nicht um Schüler die anwesend sind, dass ist das Problem.
😉 😉 😉

Indra Rupp
3 Tage zuvor

Wieso sind bei Schülern 11 Tage viel und bei Erwachsenen 30 Tage normal?

Teacher Andi
3 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

30 Tage normal? Das sind 1,5 Monate! Mit 30 Tagen Urlaub plus Feiertage kommt man ja auf mehr als 3 Monate bezahlte Nichtarbeitszeit. Das ist schon enorm.
Und die 11 Tage, an denen Schüler fehlen, müssen Sie in Relation setzen mit den Tagen, an denen sie in der Schule sein müssten. Die unterrichtsfreie Zeit geht da ja wohl weit über den Urlaubsanspruch der Eltern hinaus.

Realist
2 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

In der Automobilindustrie (durchschnittlicher Krankenstand;: 15%, Tesla sogar 20%) völlig normal (15% von 52 – 6(Urlaub) – 2(Feiertage) = 44 Wochen = 220 Tage sind 33 Tage). Da wird 28% des Jahres (mit Wochenenden ca. 48%) nicht gearbeitet. Deshalb ja auch der dauernde Ruf nach mehr staatlicher Sozialhilfe (“Subventionen”) für diesen Bereich.

Ach ja, die 72% der Werktage (Mo-Fr), an denen durchschnittlich gearbeitet wird, dann auch nur mit 7 Stunden (35 Stunden Woche, manchmal auch nur 34. 32 war vor kurzem noch geplant). Das ergibt pro Jahr ca. die effektive 1100 Stunden-Woche. Einige f… S… kommen da auf das Doppelte… Augen auf bei der Berufswahl!

Was lernen wir daraus: Den Schülern, die durch hohe Fehlzeiten auffallen, dringend empfehlen in der Automobilindustrie einzusteigen, da passen die nämlich ganz gut hin.