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In aller Offenheit: Ein Brief an Richard David Precht

Sehr geehrter Herr Precht,

ein – äääääääh – Philosoph hat mal gesagt: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Wie Recht der Mann hatte, der Dingsda, der Murks oder Marks oder wie er hieß, das belegen Sie eindrucksvoll (der Name fällt mir gerade nicht ein – mir, einem Opfer unseres Schulsystems, werden Sie das aber sicher gerne nachsehen). Ihren Thesen zur Revolution im Bildungswesen merkt man an, dass Sie jahrelang ehrenamtlich an Brennpunktschulen in Berlin oder im Ruhrgebiet gearbeitet und mit angehenden Schulverweigerern lustvoll die Kernfragen der menschlichen Existenz erörtert haben. Wie, das haben Sie gar nicht?  Naja, macht nichts. Als Fernseh-Philosoph und Professor in Lüneburg weiß man natürlich auch so, wie der pädagogische Alltag mit Kindern und Jugendlichen abläuft, die hyperaktiv zwischen medialer Reizüberflutung und gravierenden Erziehungsdefiziten hin- und herzappeln.

Ihre Forderung, die Noten abzuschaffen, wird sich kaum sofort umsetzen lassen – sagen Sie selbst. So  etwas zu hoffen, wäre „völlig naiv“. Knicken Sie etwa ein vor der schnöden Realität, lieber Herr Precht? Ah, nein – Sie verweisen auf Ihren Zehnjahresplan, der schon nötig sei, um Ihre Revolution zu vollenden (nebenbei: Hatten wir das nicht schon mal?). Klar, so schnell geht’s eben nicht.

Schon gar nicht mit diesem Personal. Unsere Lehrer sind nur Lehrer geworden, weil ihnen nichts Besseres eingefallen ist, sagen Sie. Und deshalb gehören sie ausgetauscht – gegen pensionierte Physiker, die den Schülern aus der Welt des Berufslebens erzählen. Darauf haben die sicher gewartet: Auf Opas Geschichten aus der guten, alten Zeit, in der es weder Heimcomputer noch Handys gab. Die Idee ist genial – löst sie doch nicht nur das Problem mit unseren Schulen, sondern liefert auch noch die Antwort auf die Frage, was wir mit den Horden von Senioren anstellen sollen, die aus Gründen der Demografie bald unsere Gesellschaft überfluten. Ab in die Schulen mit ihnen. Und Sie, lieber Herr Precht, haben damit schon wieder den Titel für Ihr neues Erfolgsbuch gefunden: „Anneliese, der Ruhestand und der liebe Gott: Der Verrat des Rentensystems an unseren Alten“.

Wünscht Ihnen weiterhin viel Fantasie:

Ihre Nina Braun

Zum Bericht: “Oft nur Leute, denen nichts anderes einfällt”: Precht provoziert Lehrer

Die Bildungsjournalistin Nina Braun. Foto: www.bildungsjournalisten.de

Die Bildungsjournalistin Nina Braun. Foto: www.bildungsjournalisten.de

 

33 Kommentare

  1. Vielen Dank Frau Braun. Sie sprechen mir aus der Seele. Ich frage mich nur, warum Herr Precht noch Vorlesungen hält, wenn man sich doch in alles einarbeiten kann?

  2. Mensch, Frau Braun, was war das denn?

    Sie sind doch Journalistin und nicht Lehrerin,
    aber alle Reflexe, die Lehrerinnen immer zeigen, sind da.
    Plötzlich stehen alle für einen und einer für alle.
    Precht hat nicht gesagt, dass ALLE Lehrerinnen „schlecht“ sind
    Nun sind sie aber doch Journalistin (s. dazu unten), warum schreiben sie so?
    Der Verteidigungsreflex kommt ja nicht in Frage.
    Weil sie FÜR Lehrerinnen schreibsen und ihnen gefallen soll, was sie zur Website bringen?
    Das wäre zu platt.

    Was ist so falsch an dem, was Precht sagt?
    – Standardisierte, für alle zu einem Zeitpunkt verbindliche, übervolle Lehrpläne sind ein Problem. Nicht nur bei G8, sondern auch bei verbindlich zu erreichenden Standards nach Klasse 2 und 4.
    – Noten sind ein Problem. Das weiß man seit vielen Jahrzehnten. Und ja, auch deren Abschaffung allein wird keine Welt verändern und das hängt auch mit den Menschen zusammen, die in der Schule arbeiten. Nicht, weil das schlechte Menschen wären, nicht weil sie faul oder dumm wären. Aber weil sie in einem System „sozialisiert worden sind“, welches auf Aussortieren und Beurteilen aufgebaut ist. Wie sollte man da einen Umschwung zum „Potenzialentfaltungscoach“ in 6 Jahren schaffen, wenn man alle mitnehmen will?
    – Wir haben ein Problem mit einer von Fächern (und nicht Fachdidaktiken) dominierten Lehrerbildung; Die Berichte dazu sind Regalbretter lang.
    – Wir haben auch ein Problem mit Lehrerinnen. Warum schauen wir denn nach Finnland und sagen bewundernd: „Die schaffen es, dass die besten Lehrerinnen werden“? Weil es hier nicht so ist! Precht sagt doch nicht, dass ALLE Lehrer solche sind wie beschrieben. Wer sich den Schuh nicht anziehen mag, bitte.
    Wir wissen, dass Lehrer oftmals ein „Einstiegsstudienberuf“ ist (Weil man es sich zutraute) oder die B-Variante, weil man sich den Masterstudiengang des Faches eben nicht zutraute. Oder weil es Lehramt an der Universität vor Ort gibt. Diese Fälle gibt es. Ohne über Quoten zu reden, weiß man also, dass es auch solche Probleme, wie die angesprochenen gibt. In Kombination mit einer problematischen Lehrerbildung vergrößert sich die Zahl, und nun? Weiter drauf einhauen?
    Das Rentnerbild wird dabei überzogen: Von ihrer Sache begeisterte Fachmenschen können viel leisten, dass wissen wir spätestens aus außerschulischen Lernorten, aber auch aus Schulen, die beispielhaft so arbeiten. Warum also nicht in der Schule? Sicher nicht in der Schule, wie sie sich derzeit überwiegend darstellt, aber die will Precht ja auch nicht erhalten.

    Was man Precht am ehesten vorwerfen kann, ist dass er nicht viel Neues sagt… Oder sagt er viel anderes als Hüther, Largo, Müller und wie sie alle heißen?

    Am bittersten ist aber die Keule, dass jemand nicht mitdenken solle, der „von außen“ komme (Oops, Spitzer, Hüther, Bauer… alles keine Lehrerinnen, aber alle äußern sich regelmäßig zur Schule)…
    Was schreibt aber dann eine Journalistin einen solchen Kommentar?
    Bitte lasst Lehrerinnen kommentieren, aber nicht dich, Nina Braun, Journalistin.

    Precht hat eine Polemik verfasst. Die provoziert und dies soll sie sicher auch und siehe da, es gelingt ihr auch.
    Aber: In der Subtanz stimmt es doch, was er schreibt. Wenn nicht. Bitte konkreter, genauer und nicht so… platt.

    Habe fertig.

    • Vielen vielen Dank für diesen tollen Kommentar. Ihm ist nichts hinzuzufügen. Grüße von einer Lehrerin 😉

      • .. da nicht eindeutig zu erkennen. Meine Anerkennung gilt „Nina Brauns Kommentator“. Der Kommentar von Nina Braun ist eher peinlich als anerkennungswürdig.

    • Ursula Prasuhn

      „Was man Precht am ehesten vorwerfen kann, ist dass er nicht viel Neues sagt… Oder sagt er viel anderes als Hüther, Largo, Müller und wie sie alle heißen?“
      Nein, tut er leider nicht. Das ist ja das Elend. Ähnlicher Unfug kommt jetzt auch noch aus seinem Mund. Lehrer und ihre Arbeit in Frage zu stellen, ist leider ein beliebter Volkssport geworden. Entsprechende Bücher verkaufen sich wie warme Semmeln und sorgen für Schlagzeilen und Fernsehauftritte.
      Dabei sind Precht, Hüther, Largo oder Müller noch nicht einmal Vorreiter, sondern nur späte Gefolgsleute in einem bereits Jahrzehnte andauernden Kampf gegen Bildung und dem damit verbundenen Ansehen der Lehrer.
      In Frankreich, wo es mit Schule und Bildung keineswegs besser aussieht als bei uns, schlussfolgert der aus anderem Holz als Precht geschnitzte Philosoph Alain Finkielkraut, dass wir einen in der europäischen Geschichte einmaligen Vorgang erlebten, der den Hass und die Verachtung nicht nur gegenüber dem Lehrer, sondern auch gegenüber dem Wissen durchsetze.
      (Véronique Bouzou: Je suis une prof réac et fière de l’être. La Boîte à Pandore, Brüssel und Paris 2012, broschiert, 252 Seiten, 18,90 Euro)

      Precht, Hüther oder Largo sollten besser bei ihren Leisten bleiben, die da heißen Philosophie, Gehirnforschung oder Kindermedizin. Auch dort sind Blumenpötte zu gewinnen, wenn auch nicht so große wie in Bildung und Pädagogik, wo Schaumschläger oft mehr Applaus erhalten als seriöse Fachleute, deren Berufsethos es verbietet, an die Öffentlichkeit zu treten mit revolutionären Heilslehren und Rundumschlägen gegen vermeintliche Widersacher.
      Frau Brauns Brief finde ich ausgesprochen gut und wünsche mir, dass sie noch öfter schreibt.

    • Zum Kommentar des Kommentars des Kommentars:

      – Kompetenzorientierte Lehrpläne haben in den vergangenen Jahren versucht, das, was Herr Precht an Lehrplänen kritisiert, aufzuweichen – m.E. (für meine Fächer) gelungen. Man muss sich als Lehrer nur darauf einlassen (und es wissen, Herr Precht). Die Schulzeitverkürzung sehe ich auch kritisch, aber das tun die meisten Lehrer, hier rennt Precht offene Türen ein.
      Was ist die Alternative? Keine Lehrpläne – keine Bildungsstandards = gar keine Vergleichbarkeit von Abschlüssen? Den Schülern und Eltern jede Möglichkeit nehmen, den Lehrern auf die Finger zu schauen und Inhalte einzuforden? DAS fände ich eine blauäuigige Idee – mir ist der Bildungsföderalismus noch zu viel. Schulwechsel müssen problemlos möglich sein, auch zwischen den Ländern. Wie soll das ohne einen gewissen Grad an Normierung gehen? Mit individueller Förderung, also ca. 30 Mal so vielen Lehren wie heute? Ob man das vom Einkommen eines Philosophen bezahlen kann?
      – Ja, Noten sind ein Problem, das wissen wir alle. Und vermutlich geben die meisten Lehrer auch nicht gerne welche. Aber Noten abzuschaffen, führt bei Schülern, die nicht von Hause aus lernwillig sind, gerne dazu, die letzte extrinsische, mithin jede Motivation zum Mitdenken und -arbeiten zu verlieren (siehe Hamburger Erfahrungen). Ist das die bessere Alternative? Will Precht diese Kinder unterrichten? Um Noten abschaffen zu können, müsste m.E. zuvor auf der sozialen Ebene so viel geschehen, dass es niemals verantwortlich geschehen kann, da unbezahlbar und undurchführbar.
      – Lehrerwerden: Stimmt. Oft und leider. Aber wenn ich so etwas schreibe wie Precht, darf ich mich nicht wundern, dass sich der nicht unerhebliche Teil der Lehrer, die diesen Beruf aus Überzeugung ergriffen hat und sich über die Maßen engagiert, mit den Kollegen, unter denen er selbst am meisten leidet, in einen Topf geworfen und entsprechend angegriffen fühlt. Man kann es übrigens auch so drehen: Warum werden in D die Besten oft nicht (mehr) Lehrer? Weil der Beruf kaum noch Ansehen genießt und man mit dem 2. Staatsexamen quasi automatisch zum Prügelknaben der Nation wird – aber Prechts Polemik wird sicherlich dazu führen, dass ‚die Besten‘ morgen früh wieder alle Lehrer werden wollen, gell? Wissen Sie was? Ich kenne da jemanden, der hatte das jahrgangsbeste Abi, im Studium nur Bestnoten, Abschluss mit Auszeichnung – wollte ‚trotzdem‘ Lehrer werden. Was für Kommentare musste man sich anhören von Eltern, Professoren und Konsorten? ‚Nur‘ Lehrer? SIE wollen in die Schule? Das ist eine unerträgliche Kultur, die sich ändern muss, wenn Lehrer ein attraktiver Beruf sein soll für engagierte Leute. Den Lehrerberuf als Abstellgleis für Versager und Resterampe für Nullbockler darzustellen, ist jedenfalls der falsche Weg und ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich für Schüler und Schule aufreiben und zwar gern. Schule besser zu machen, ist eine große Aufgabe der nächsten Jahrzehnte, es gibt Herausforderungen über Herausforderungen – auch so kann man an das Thema herangehen und das Gleiche sagen wie Precht. Aber dazu müsste man natürlich auf die Masche verzichten, durch reine Provokation Aufmerksamkeit für wenig originelle Aussagen gewinnen zu wollen.
      – Praktiker sind eine wunderbare Ergänzung und deren Einsatz wird in vielen Schulen seit Jahren mit Erfolg praktiziert. Lehrer in großen Teilen durch Praktiker ohne didaktische und pädagogische Ausbildung ersetzen zu wollen, gleichzeitig aber die Lehrerausbildung auf diese Weise zu kritisieren, ist m.E. absurd.

      • Ursula Prasuhn

        @Ina
        Ihr Kommentar gefällt mir. In allen Punkten kann ich ohne Zögern zustimmen.

      • @Ina
        Schade, Sie haben das Buch zwar evtl. sogar gelesen, den Inhalt jedoch offensichtlich nicht aufgenommen oder aber gleich wieder vergessen… Reflexartig!
        Zu all den in Ihrem Kommentar aufgestellten Fragen/Kritikpunkten liefert Precht mMn nämlich durchaus vernünftige Vorschläge (ob nun selbst erdacht oder von Anderen zitiert), deren unaufgeregte Betrachtung durchaus lohnt.
        Im Übrigen zolle ich Ihnen hohen Respekt dafür, dass Sie den Lehrerberuf ergriffen haben!

        • @M. Hanisch
          Schade, Inas Kommentar finde ich erheblich fundierter und reflektierter als Ihren. In dürren Worten kritisieren Sie nur ohne Beleg für Ihre Behauptungen.
          Da hilft am Ende auch nicht ein noch geschickt angefügtes Kompliment.

    • Ich schließe mich vollkommen den Ausführungen vom „Nina Brauns Kommentar“ an und möchte als Lehrerin ein Teil der Revolution im Schulsystem sein, um Bildungsmöglichkeiten und nicht nur Leistungmessungen zu schaffen.

  3. Auch von mir herzlichen Dank, Frau Braun. Ihr Brief ist Klasse.
    Eine Frage geht mir durch den Kopf: Wenn Lehrer nur Lehrer werden, weil ihnen nichts Besseres einfällt, warum beteiligt sich unser Paukenschläger und Bestseller-Philosoph dann an der Produktion dieser Nichtsnutze?

  4. Auch ein Herr Precht sollte sich die Ergebnisse der Lehr- und Lernforschung ansehen. Dabei schneiden aber viele von ihm geforderte Methoden schlecht ab. Precht will den Mathematikunterricht abschaffen und ihn durch PC-Programme auf denen „sogar Nobelpreisträger die Mathematik erklären“ ersetzen. Dabei weiss doch die von ihm immer ins Feld geführte Hirnforschung, dass Menschen von Menschen am besten lernen und nicht von DVDs oder Bildschirmen. Welche Nobelpreisträger meint er eigentlich? Literaturnobelpreisträger? Friedensnobelpreisträger? Medizinnobelpreisträger? Oder weiß er gar nicht, dass es in Mathematik gar keinen Nobelpreis gibt? Es gibt sicherlich berechtige Kritik am Schulsystem, allerdings ist mit solchen Parolen niemandem geholfen. Auch „seine Methoden“ müssen einer wissenschaftlichen Prüfung unterzogen werden. Er tut gerade so, als wäre in Deutschland die Schule völlig anders als in anderen Ländern. Soweit ich weiß, stehen in anderen Ländern auch Lehrer vor Klassen, in Finnland sogar mit einem hohen Anteil an Frontalunterricht – vielleicht sollte auch das einmal zu denken geben. Wenn man als Lehrer etwas dazulernen will, sollte man sich nicht an Precht halten sondern eher an Elsbeth Stern von der ETH Zürich. Sie untersucht nämlich die Lernwirksamkeit verschiedener Methoden – wissenschaftlich fundiert.

  5. Vielen Dank für den ironischen, völlig zutreffenden Kommentar von Frau Braun.
    Im Übrigen ist die Bezeichnung Philosophieprofessor für Herrn Precht ein Euphemismus. Weder hat er in Philosophie promoviert noch habilitiert. Philosophie meint Liebe zur Weisheit, die vom Zweifel, vom Forschen, vom Fragen lebt. Selbstzweifel sind aber unserem Salonphilosophen fremd, auf alles weiß er eine Antwort und
    Patentrezepte gibt er kiloweise ab.
    Vor Heilslehrenverkündern kommt aber selten wirklich Heil.

  6. Haha, nun mal langsam mit Prof. Precht! Das sind schon wohldurchdachte Dinge, die er da äussert und wenn vieles auch schon bekannt ist, muss es noch lange nicht falch sein oder??
    Also nicht meckern sondern klotzen!

  7. Vielen Dank für die Unterstützung. Können wir gebrauchen, da wir – wenn wir Kritik äußern – von Mitgliedern unserer Landesregierung als Heulsusen beschimpft werden.

  8. Nein, Caro, Heulsusen sind die Lehrer nicht, allerdings ganz schöne Naivlinge. Noch geprägt von ihrer Studentenzeit und von Sozialromantik wählen doch überdurchschnittlich viele die Partei der Grünen und als Gewerkschaft die GEW, die beide die schönsten, aber realitätsfernsten Sprüche zur Verbesserung der Welt und der Lebensumstände ihrer Kinder draufhaben.
    Sympathische Blauäugigkeit grenzt für mich an Dämlichkeit. Wie heißt es doch so schön: Nur die größten Kälber wählen ihre Metzger selber.

  9. mehrnachdenken

    @ Aufmüpfer

    „Sympathische Blauäugigkeit grenzt für mich an Dämlichkeit.“ Da muss ich Ihnen sehr zustimmen.

    Ich möchte mich nun nicht als Oberlehrer aufspielen, aber es heißt wohl so: „Nur die dümmsten Kälber … “

    Ich bin immer wieder erstaunt, dass gebildete Menschen bestimmte Entwicklungen in der Bildungspolitik nicht erkennen (wollen).

    • Danke, es heißt tatsächlich „dümmsten“ Kälber.
      „bestimmte Entwicklungen in der Bildungspolitik“ sind leider nur eine von mehreren Spitzen eines Eisbergs.

  10. Herr Precht Sie sind genial! Viele jungen Erwachsene und Jugendliche der Schweiz stehen hinter Ihnen. Sie sprechen vielen aus dem Herzen und erkennen die Probleme unserer kalten und rationalen Gesellschaft. Machen Sie weiter so. Jede Kritik macht Sie nur stark und immer mehr Menschen wachen sowieso auf. Ich bin stolz auf Sie. Viel Kraft wünsche ich Ihnen.

  11. Upps junge Erwachsene.. :D. Ich bin so froh, dass es solche Professoren gibt, wie Sie Herr Precht. Viele Lehrpersonen können von Ihnen lernen. Die Menschen sind alle so verschieden und lernen auch verschieden. Jeder Mensch ist einzigartig. Man sollte endlich fähig sein all diese Potenziale zu fördern. Alle sind eine Bereicherung für die Gesellschaft, wenn die Stärken gefördert werden.

    • Auch Herr Precht hält ganz normale Vorlesungen als Gast-Dozent der Uni Lüneburg. Eigentlich sollte er doch mit gutem Beispiel vorangehen. Scheinbar ist es doch nicht so einfach, alles anders machen zu wollen.

    • PseudoPolitiker

      @Supidup Habe selten so viele Plattitüden in wenigen Sätzen gelesen. Ist wohl typisch für Herrn Precht-Fans, wenn der angebeteter Meister in den Medien diese wohlklingende Phrasendrescherei vormacht.
      Im realen Leben als Gast-Dozent an der Uni Lüneburg ist es dann so wie GriasDi ganz richtig sagt: da ist Herr Precht gezwungen, auch nur mit Wasser zu kochen und reale Farbe zu bekennen.

      • Nein, Herr Precht ist nicht gezwungen mit Wasser zu kochen, er könnte ja mit gutem Beispiel vorangehen, tut es aber nicht, also kocht er (freiwilllig oder weil er es nicht besser kann) genauso bieder mit Wasser wie die von ihm gescholtenen.

  12. Seine Gedanken sind zeitlos und es gab schon früher viele Herren und Damen die sich für mehr Verständnis und Hilfsbereitschaft eingesetzt haben auch im Schulsystem. In der Schweiz waren die ersten Familien die in die Bildung investierten dieser Meinung. Ich finde es gut, wenn man dies wieder anspricht und kritisiert. Es ist eine Kritik, die dem Allgemeinwohl helfen sollte. Viele Menschen werden leider ausgegrenzt. Klar ist es schwierig dies wirklich zu ändern, wenn noch so viele dagegen steuern. Wir lernen alle voneinander.

    • Ursula Prasuhn

      Sie scheinen in einer anderen Welt zu leben als ich. Gutmenschliche Forderungen führen doch kein Schattendasein, wie Sie andeuten, sondern feiern Hochkonjunktur, von der auch Herr Precht profitiert. Er reitet auf einer Modewelle und weiß diese für sich zu nutzen.
      Nichts gegen Mitmenschlichkeit und Ethik! Humanität und Moral können jedoch sauer aufstoßen, wenn sie nur Aushängeschild sind, ansonsten aber Eigeninteressen dienen. Hier traue ich Herrn Precht nicht so recht über den Weg..
      Sie schreiben: „Seine Gedanken sind zeitlos und es gab schon früher viele Herren und Damen die sich für mehr Verständnis und Hilfsbereitschaft eingesetzt haben auch im Schulsystem.“
      Kennen Sie überhaupt Leute, die gegen mehr Verständnis, Hilfsbereitschaft oder Miteinander sind? Ich nicht. Ich kenne auch niemanden, der Ihren populären Satz „Wir lernen alle voneinander“ rundweg bestreiten würde. Ich kenne aber viele, die hinzusetzen würden: „Allerdings lernen wir nicht nur Gutes voneinander.“
      Diese Leute würden auch Ihre hehren Begriffe unter die Lupe nehmen und von Fall zu Fall wissen wollen, in wessen und welchen Absichten sie stehen.

  13. Solche Kritiken sind nur nutzlos, wenn man nicht gleichzeitig auch vormacht, wie es besser geht. Man könnte ja auch die viel zu dummen deutschen Automobil-Ingenieure kritisieren, weil sie es nicht schaffen ein SUV zu konstruieren, das mit nur einem Liter auf 100 km auskommt. Bringt diese Kritik etwas? Zurecht würden mich die denunzierten Ingenieure fragen, wie das anzustellen sei.

  14. Es gäbe schon Lösungen auch mit den Rohstoffen. Leider wären mächtige Herren nicht davon begeistert. 😉

  15. Ich bin froh zu lesen, dass Menschen gute Werte wichtig sind. Leider spüre ich dies noch viel zu wenig in unserer Gesellschaft. Ich bin kein Fan von Herrn Precht und habe auch kein Buch von ihm. Ich habe ein Interview gesehen und fand er spricht gute Sachen an. Die Schulen haben schon ihre Mankos. Da meine eigenen Vorfahren die ersten Schulen gründeten und in Armenhäuser investierten, glaube ich, dass ich das Recht habe meine Meinung zu sagen. Ich weiss davon erst seit einem Jahr. Ich muss keine Professorin sein um zu erkennen, dass Sachen nicht so laufen wie sie sollten. Ich muss auch keine Professorin sein, um alte Bücher aus den Archiven zu lesen und zu erkennen, dass vieles nicht so umgesetzt wurde wie die Gründer es wollten. Das Problem ist mit Sicherheit, dass die Wirtschaft und die Banken einen zu grossen Einfluss auf die Bildung ausüben. Die Schulen wurden gegründet, dass mehr Menschen aufgeklärt sind und nicht nur ein kleiner Kreis. Man versuchte das Volk zu fördern, sodass sie die gleichen Rechte haben und alle voneinander profitieren. Leider wurden die Schulen wieder instrumentalisiert und man lernte oft einfach dies was gewisse Kreise wollten. Fakt ist, dass heute nach mehreren hundert Jahren nicht alle Menschen aufgeklärt sind. Ein kleiner Kreis hat ein immenses Wissen, ein grösserer Kreis hat einwenig Wissen und ein sehr grosser Teil der Gesellschaft ist am verblöden. Für eine Evolution müssen viel mehr Menschen aufgeklärt sein und Chancen bekommen. Je mehr Menschen aufgeklärt sind, desto besser wird die Menschheit Probleme lösen können. Wir dürfen keine Unterschiede mehr unter den Menschen machen. Ich glaube, dass das Herz stark unterdrückt wird in unserer Gesellschaft und alles zu stark auf den Verstand basiert. Viele Menschen machen mit dem Herz viel die grösseren Sprünge. (Rosenkreuzer) Weil Europa in vielem sehr rational sind, finden diese Menschen keinen Halt, Unterstützung und wertvolle Mitglieder landen z.B. irgendwo in der Gosse. Ich glaube Kritik ist wichtig und soll alle anregen Lösungen zu finden. Wir sind alle eine grosse Familie. Geht es allen anderen gut, so geht es auch uns selbst gut. Dies ist eine grosse Herausforderung und ich hoffe sehr wir werden dies erreichen, bevor es einen grossen Knall gibt.

    • Sie sagen: „Wir dürfen keine Unterschiede mehr unter den Menschen machen.“
      Warum eigentlich nicht?
      Vor Recht und Gesetz müssen natürlich alle gleich sein, doch ansonsten?
      Schreckliche Vorstellung, alle Menschen würden über einen Kamm geschoren und in ein und dasselbe Korsett gepresst ohne Rücksicht auf individuelle Unterschiede.
      In der Pädagogik gibt es zwar solche Bestrebungen, doch der Himmel möge verhüten, dass sie sich durchsetzen unter schön färbenden Worten, die jeder gut heißt.
      Es lebe der menschliche Unterschied!!! Seine Verleugnung oder gar Bekämpfung ist unmenschlich.
      Da hilft auch keine Berufung auf honorige Vorfahren, die Lobenswertes taten, indem sie sich dem Zeitgeist widersetzten.
      Von der Ur- Ur- Ur-…-enkelin werden sie anscheinend missverstanden, weil sie nicht merkt, worauf es in ihrer Zeit ankommt. Bestimmt nicht um An- oder Nachbeten frommer Begriffe und Sprüche, auf die sich heute politische Macht stützt.

  16. sry schreibe mit i-phone.. sehe die fehler immer erst zu spät und kann es nicht mehr ändern.. -.-

  17. ich meine es auch nicht so. ich finde es toll, dass wir alle so verschieden sind. viele die z.b ein weisser mann sind glauben immernoch sie seien was besseres. die gleichen rechte für alle und sie sollen alle so leben wie sie es wollen solange niemandem geschadet wird. sie sollen sich alle entfalten und stolz auf ihre wurzeln, ihre traditionen, religionen und kulturen sein. ach egal. ihr wisst sowieso immer alles besser und der welt geht es blendend. 🙂 ich werde auch nichts mehr hinzufügen, weil es mir wirklich zu blöd wird..

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