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Elternhaus und Schule entfremden sich: Lehrkräfte klagen über schwindendes Engagement, viele Konflikte und sogar Bedrohungen

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DÜSSELDORF. Leistungsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten, Beschwerden: Wenn Eltern Kontakt zur Schule aufnehmen, geschieht das nach Einschätzung vieler Lehrkräfte meist dann, wenn es Schwierigkeiten gibt. Positives Feedback bleibt dagegen die Ausnahme. Das zeigt eine Umfrage des Philologenverbands Nordrhein-Westfalen unter 1.402 Lehrerinnen und Lehrern überwiegend an Gymnasien. Die Befragten berichten zugleich von nachlassendem Elternengagement, fehlender Unterstützung beim Lernen zu Hause und einer zunehmenden Verlagerung von Erziehungsaufgaben auf die Schulen.

Das Aggressionspotenzial auf Seiten der Eltern wächst – so empfinden es Lehrer. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Viele der Ergebnisse verweisen auf ein Spannungsverhältnis, das weit über einzelne Konflikte zwischen Lehrkräften und Eltern hinausgeht. Die Befragten beschreiben eine Zusammenarbeit, die häufig funktioniert, aber zunehmend an Grenzen stößt. Fast die Hälfte der Lehrkräfte beobachtet nach eigenen Angaben einen Rückgang des Elternengagements. 42 Prozent sprechen von gleichbleibenden Verhältnissen, 49 Prozent hingegen von einer leichten oder deutlichen Abnahme. Nur neun Prozent erkennen eine Zunahme.

Besonders auffällig sind die Antworten zur Unterstützung der Kinder im Alltag. Drei Viertel der Befragten nennen die Unterstützung beim Lernen zu Hause als den Bereich, in dem Eltern aus ihrer Sicht am häufigsten Engagement vermissen lassen. 56 Prozent sehen Defizite bei der respektvollen Zusammenarbeit mit der Schule. Jeweils rund ein Drittel kritisiert Eltern für mangelndes Interesse an schulpolitischen Themen, unzureichendem Kontakt zu Lehrkräften oder eine geringe Beteiligung am Schulleben. Daneben kritisieren viele Befragte mangelndes Interesse an schulpolitischen Themen, unzureichenden Kontakt zu Lehrkräften und eine geringe Beteiligung am Schulleben.

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„Aus Sicht vieler Kolleginnen und Kollegen melden sich Eltern vor allem dann, wenn es um Beschwerden, schlechte Leistungen oder Konflikte geht“

So legt die Umfrage nahe, dass sich ein Teil der Eltern dem schulischen Austausch weitgehend entzieht. Zwar berichten 39 Prozent der Lehrkräfte, dass fast alle Eltern Gesprächsangebote wahrnehmen. Weitere 34 Prozent sprechen von einer hohen Beteiligung. Doch jeder vierte Befragte gibt an, dass nur wenige oder kaum Eltern auf Einladungen reagieren.  Ähnlich zurückhaltend wird die Eigeninitiative der Eltern eingeschätzt. 37 Prozent der Lehrkräfte erklären, nur eine Minderheit der Eltern suche von sich aus den Kontakt zur Schule. Weitere 20 Prozent berichten, dies geschehe kaum.

„Bei vielen Eltern herrscht Funkstille – bis die Noten nicht stimmen“, sagt Sabine Mistler, Landesvorsitzende des Philologenverbands Nordrhein-Westfalen. „Aus Sicht vieler Kolleginnen und Kollegen melden sich Eltern vor allem dann, wenn es um Beschwerden, schlechte Leistungen oder Konflikte geht.“  Tatsächlich nennen 83 Prozent der Befragten Leistungsprobleme als häufigsten Anlass für Elternkontakte. Es folgen Verhaltensauffälligkeiten mit 56 Prozent. Organisatorische Fragen spielen mit 40 Prozent bereits eine deutlich geringere Rolle. Positives Feedback wird lediglich von sieben Prozent genannt.

Dass Konflikte zwischen Schule und Elternhaus längst nicht immer auf der sachlichen Ebene bleiben, zeigt ein weiterer Befund der Umfrage. 34 Prozent der Lehrkräfte berichten, während eines Elternkontakts bereits bedrohliche oder gefährliche Situationen erlebt zu haben. Drei Prozent geben an, solche Erfahrungen sogar mehrfach gemacht zu haben. Weitere zwei Prozent führen persönliche Gespräche grundsätzlich nur in Begleitung von Kolleginnen oder Kollegen. Lediglich 61 Prozent erklären, sie hätten eine solche Situation bislang noch nie erlebt. Die Zahlen erlauben keine Aussagen über die Schwere der Vorfälle. Sie zeigen jedoch, dass aggressive oder einschüchternde Begegnungen für einen beträchtlichen Teil der Lehrkräfte zum Berufsalltag gehören.

Auch innerhalb der Schulen sehen viele Befragte strukturelle Defizite. 42 Prozent der Lehrkräfte geben an, an ihrer Schule gebe es kein transparentes Beschwerdemanagement. Weitere 25 Prozent können die Frage nicht beantworten. Damit arbeitet nach Angaben der Befragten nur rund ein Drittel an Schulen mit klar geregelten Verfahren.

„Es darf nicht sein, dass der Erziehungs- und Bildungsauftrag zunehmend an die Schulen delegiert wird“

Die Ergebnisse fallen in eine Zeit, in der die Rolle der Eltern im Bildungssystem zunehmend politisch diskutiert wird. Das zeigt sich besonders beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I. 70 Prozent der befragten Gymnasial- und Gesamtschul-Lehrkräfte sind der Auffassung, dass der Elternwille nicht allein entscheidend sein sollte, wenn Zweifel an der Eignung eines Kindes für die gewünschte Schulform bestehen. Weitere 25 Prozent gehen noch weiter und sprechen sich grundsätzlich gegen den Elternwillen als maßgebliches Kriterium aus. Lediglich drei Prozent halten ihn für „unantastbar“.

„Die Mehrheit der Lehrkräfte wünscht sich eine Neubewertung des Elternwillens beim Übergang an weiterführende Schulen“, erklärt Mistler. „Pädagogische Eignungsdiagnosen sollten stärker zählen als Wunschvorstellungen.“

Die Verbandsvorsitzende verbindet die Ergebnisse mit grundsätzlicher Kritik an einer Entwicklung, die viele Lehrkräfte wahrnähmen. „Es darf nicht sein, dass der Erziehungs- und Bildungsauftrag zunehmend an die Schulen delegiert wird“, sagt Mistler. „Unsere Umfrageergebnisse machen deutlich, dass sich immer mehr Verantwortung von den Eltern auf die Schulen verlagert. Eine echte Bildungspartnerschaft setzt jedoch voraus, dass Eltern ihren unverzichtbaren Beitrag zur Erziehung und zum Lernerfolg ihrer Kinder leisten. Derzeit erleben viele Lehrkräfte, dass dies nicht selbstverständlich ist.“

Weitere Ergebnisse der Umfrage:

  • Die Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus erfolgt heute überwiegend digital. E-Mail ist mit 87 Prozent der mit Abstand wichtigste Kommunikationsweg, gefolgt von schulischen Plattformen mit Nachrichtenfunktion (43 Prozent).
  • Die Elternvertretungen werden mehrheitlich positiv bewertet: 42 Prozent der Lehrkräfte beschreiben sie als aktiv, weitere 17 Prozent sogar als sehr aktiv.
  • Beim Thema Social-Media-Nutzung glauben 47 Prozent der Befragten, Eltern würden eine Altersbegrenzung beziehungsweise ein Verbot eher oder klar unterstützen. 31 Prozent sehen die Elternschaft in dieser Frage als unentschieden an.

Zur Umfrage: Die Befragung des Philologenverbands Nordrhein-Westfalen lief vom 29. April bis zum 31. Mai 2026. Beteiligt haben sich 1.402 Lehrkräfte. 86 Prozent der Teilnehmenden arbeiten an Gymnasien, zwölf Prozent an Gesamtschulen, die übrigen an Berufskollegs. Die überwiegende Mehrheit ist an öffentlichen Schulen tätig. News4teachers 

Wenn Elternabende eskalieren: Lehrkräfte – zermahlen zwischen Rechtfertigungsdruck, Kritik und Erwartungen

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275 Kommentare
Nick
1 Monat zuvor

Hier sind 1.402 Lehrerinnen und Lehrer aus NRW befragt worden, die überwiegend an Gymnasien unterrichten. Die Philologen haben gefragt. Die Befragten dürften ihre eigenen Eindrücke und Erfahrungen wiedergegeben haben. Na, wie mag es erst auf den übrigen Schulformen aussehen?

Biene
1 Monat zuvor
Antwortet  Nick

Machen Sie sich keine Gedanken, an den Realschulen und in anderen Bundesländern dürfte es nicht viel anders oder sogar schlimmer aussehen.
Zudem kann ich die Ergebnisse gerne unterschreiben.

S.B.
1 Monat zuvor
Antwortet  Biene

Mich wundert das nicht.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Nick

Na, wie mag es erst auf den übrigen Schulformen aussehen?“

Wäre doch einmal eine Aufgabe für die GEW so etwas zu organisieren. Bei 1% Mitgliedsbeitrag vom Brutto pro Monat, sollte das doch machbar sein.

Die Philologen haben es mit weniger Geld und Mitgliedern ja auch geschafft.

Aber vieilleicht will die GEW solche Ergebnisse ja nicht sehen…

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Na wie mag das wohl aussehen wenn man die Eltern an allen Schultypen mitbefragt!

Götz
1 Monat zuvor

Lehrkräfte sind Ziel vieler Projektionen, die an sie herangetragenen Vorstellungen und Emotionen haben mit ihnen selbst oft wenig zu tun. Außerdem trägt die mediale Stimmungsmache gegen Lehrerinnen und Lehrer Früchte, man glaubt halt, es mit überbezahlten Minderleistern zu tun zu haben, die zu etwas anderem nicht taugten.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Götz

Lehrkräfte sind für viele einfach die Staatsbeschäftigten, die am ehesten greifbar sind und an denen man seinen Frust ablassen kann.

Mit Finanzbeamten, Polizisten und Richtern legt man sich nicht so gerne an, die haben ganz andere Möglichkeiten…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

…und da sind wir beim Kern der Sache.
Nix zu sagen = kein Respekt.

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Die Menschen die mit minderjährigen und damit dem vulnerabelsten Teil unserer Gesellschaft umgehen stehen eben anders als Richter oder Polizisten im direkten Kontakt, in besonderer Verantwortung und besonderer „Beobachtung“ wie Sie mit den Kindern der Gesellschaft umgehen.

Ich hoffen nicht, dass auch nur ein einziger Lehrer glaubt von seiner Bedeutung einem völlig andeers einzuordnenden Richter, Polizisten oder Soldaten gleich zu stehen nur weil er Beamter sei.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor

„Ich hoffen nicht, dass auch nur ein einziger Lehrer glaubt von seiner Bedeutung einem völlig andeers einzuordnenden Richter, Polizisten oder Soldaten gleich zu stehen nur weil er Beamter sei.“

Na, da bin ich aber beruhigt über Rückhalt und Ansehen, die Lehrkräfte in der deutschen Gesellschaft genießen. Gut, dass Sie das jetzt geklärt haben – danke!

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Sie haben vollsten Rückhalt für die Schulbildungsdienstleistung die Sie am Kunde Kind erbringen.

Aber sie erbringen anders als ein Richter, Polizist oder Soldat keine hoheitluchen Aufgaben.
Deswegen ja auch angestellte Lehrer möglich.

Na ja
27 Tage zuvor

Bildung als „Dienstleistung“ zu bezeichnen finde ich sehr fragwürdig und zeigt nur die Haltung vieler Eltern gegenüber der Schule und den Lehrkräften.

Bayerische Eltern
21 Tage zuvor
Antwortet  Na ja

Dann beschweren Sie sich beim DIN für dessen Klassifikation

Es zeigt leider die völlige Selbstüberschätzung von Lehrern und Haltung gegenüber den Schülern wir Eltern.

Realist
1 Monat zuvor

in besonderer Verantwortung“

Möglich. Aber Lehrer sind:

  • keine Sozialarbeiter: Wir lösen keine familiären oder Milieu-bedingten Probleme
  • keine Therapeuten: Wir therapieren keine Soziophobien oder andere psychische Störungen
  • keine Psychologen: Wir stellen keine ADHS-,ADS-,Autismus- oder sonstige Diagnosen
  • keine medizinischen Fachkräfte: Wir verabreichen keine Medikamente und stellen keine medizinische Diagnosen
  • keine Jugendamts-Mitarbeiter: Wir verhängen keine Bußgelder bei fortgesetztem Schulabsentismus
  • keine Reiseveranstalter: Wir veranstalten nicht die jährliche Spaßreise mit maximalem Fun- und TikTok-Faktor zum Billigstpreis
  • keine Polizisten: Wir „durchsuchen“ keine Handys und Klassenschats bei Straftaten
  • keine Richter: Wir bestrafen nicht, sondern wirken nur pädagogisch ein
  • keine Ministerialbeamten: Wir denken uns nicht aus, was Schule alles mit viel zu wenig Personal machen soll
  • keine Politiker: Wir machen keine Versprechungen, die Schule mit den gegebenen Ressourcen nicht einhalten kann

Kurz: Wir machen genau den Job, für den wir bezahlt werden: Unterrichten und Erziehen im schulischen Kontext. Für alles andere sind wir weder qualifiziert noch haben wir die Ressourcen dafür noch werden wir dafür bezahlt.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Ihre Aufgaben der Bildungsdienstleistung sind doch klar definiert.
In Bayern z.B. untenstehend exemplarisch angerissen. Schulfahrten sind zum Beispiel in Bayern Teil der dienstlichen Aufgaben, das ist als anders als Sie das darstellen.

—–

Verantwortung der Lehrkraft
(1) 1Die Lehrkraft trägt im Rahmen der Rechtsordnung und ihrer dienstlichen Pflichten die unmittelbare pädagogische Verantwortung für die Erziehung und den Unterricht ihrer Schülerinnen und Schüler. 2Sie trägt die Verantwortung für die Schule mit.
(2) 1Die Lehrkraft hat den in der Verfassung und im Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen niedergelegten Bildungs- und Erziehungsauftrag zu beachten.

447
29 Tage zuvor

Wenn Sie schon Gesetze zitieren, sollten Sie sich auch über die rechtliche Anwendungspraxis (und damit die FAKTISCHE, real existierende Rechtsauslegung) informieren.

Ja, z.B. gibt es (auch ausserhalb Bayerns) Pflichtklassenfahrten (je nach BL: freiwillig) und auch ganz ähnliche „große Zielbestimmungen“.

Faktisch laufen diese darauf hinaus, dass durch den Unterricht und seine Inhalte „erzogen“/“gebildet“ wird.

Klassenfahrten unterliegen in meinem BL sogar „Gefährdungsbeurteilungen“, auch wenn das viele KuK nicht beachten.

Faktisch geht also Sicherheit IMMER vor, egal wid langweilig es wird.

Kurz gesagt: Diese „hohen Phrasen“ sind weder einklag- noch durchsetzbar gegenüber Lehrern, da sie garnicht so gemeint (und juristisch ausgelegt) werden.

Und „Kunden“ sind Eltern/SuS mal garnicht, da das Verhältnis keine Vertragsfreiheit kennt.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  447

🙂
Schulfahrten sind keine freiwillige Leistung der einzelnen Lehrkraft sondern Teil der dienstlichen Aufgaben.
Gefährungsbeurteilung hin oder her.
Siehe LDO.

Realist
28 Tage zuvor

Ihre Aufgaben der Bildungsdienstleistung…“

Sie haben da etwas komplett missverstanden. DIe Rechte, die Sie als „Bayerische Eltern“ von der Schule einfordern, die fordern Sie erst einmal nur vom Staat. Der ist Ihr Ansprechpartner, da er für die Ausstattung der Schule mit Personal, Räume usw. und die Lerninhalte verantwortlich sind.

Beispiel aus der „freien“ Wirtschaft:
Wenn Sie einen Vertrag mit der Telekom abschließen, ist ihr Vertragspartner auch die Telekom und nicht der arme Tropf an der Hotline, der Sie immer wieder vertrösten muss, wenn der Techniker nicht kommt, weil das DSL nicht funktioniert. Der Mitarbeiter wird nur genau das machen, wofür er bezahlt wird und was im Rahmen seiner Möglichkeiten machbar ist. Der wird auch nicht gegen sämtliche Richtlinien verstoßen, um Ihnen eine Extrawurst zu braten. Genauso wenig, wie der Hotline-Mitarbeiter nicht anfangen wird, an ihrer kaputtemn DSL-Leitung herumzuschrauben, wird ein Lehrer auch nicht anfangen, an Ihrer Familiensituation herumzutherapieren, Ihrem Kind die Aufmerksamkeitsstörung abzutrainieren oder den jährlichen Familenurlaub zu ersetzen. Dafür ist er nicht qualifiziert, das ist nicht seine Aufgabe.

Bayerische Eltern
27 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Wo wird verlangt dass gegen sämtliche Vorgaben verstossen wird.
Im Gegenteil: aktuell muss ich primär das Einhalten von Vorgaben und zeitgemäßen Arbeitsverfahren einfordern.
Und der Staat ist bei Leibe nicht mein einziger Ansprechpartner
Mal ein paar Beispiele

Die Schule setzt ne getarnte Ordnungsmassnahme an, ist verboten, ist ein BayEuG Gesetzesverstoss forder ich sie auf das zu unterlassen.
Evbenso so eine Schulleitung mit einer Ordnungsmassnahmebgegen iene Gruppe als solche.

Ein Lehrer sourct Wandertagsgruppenticketkäufe an die minderjährigen beschränkt geschäftsfähigen Kinder aus. Ist sein Job. Wird er aufgefordert das zu unterlassen.

Eine Direktorin lässt 114x 125€ bar von den Eltern in die Schule fahren obwohl es Schulkonten gibt wo das überwiesen werden kann. Forder ich sie auf diese Praxis einzustellen und von Schulkontonten nach SO gebrauch zu machen.

Wenn im bayerischen Übertritt eine Schule 33 Leistungsnachweise verlangt und die andere 21 dann verstösst das bei entsprechender Überschreitubg der Probearbeitsvorgabe 18 gegen die Schulordnung. Dann forder ich Schule und Kultusministerium auf, das zu unterlassen, für Gleichbehandlung zu sorgen und…

….

Wie sie oben sehen ist keinesfalls immer nur der Staat mein Ansprechpartner wenns bei der Bildungsdienstleistung nicht läuft.
Wieder netter Versuch jemanden anderen verantwortlich zu machen.
Wie sie sehen packen wir Eltern schon ganz genau dort an wo die konkrete Verantwortung liegt.
Wir lassen uns da nicht ausspielen.

447
29 Tage zuvor

„Your terms are acceotable!“-meme hier einsetzen.

Wer keine Bedeutung (und nix zu sagen) hat, ist dann auch nicht für die Ergebnisse verantwortlich.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  447

Eine Einstellung mit der sie sich nur noch weiter von den Eltern entfremden…

Unverzagte
29 Tage zuvor

…was nicht immer die schlechteste Idee sein muss.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Kann man machen. Sollte dann halt in einer Befragung keiner darüber Klagelieder singen 🙂

Kinderflüsterer- egoistisch
1 Monat zuvor

Schule und Lehrkräfte werden als Dienstleister betrachtet, genutzt und behandelt.

DerechteNorden
1 Monat zuvor

Auch hier auf dieser Plattform wird ja indirekt auch oft dahingehend berichtet.
Wenn von „Expert*innen“ gefordert wird, dass Schule übernehmen muss, dann wird das natürlich auch erwartet.

Fridolin
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wenn Sie die „tollen altbackenene reformpädagogischen Ideen“ meinen, wonach Schule einfach nur nett und freundlich und spaßig sein muss und dann klappt es auch mit dem Lernen, bin ich bei Ihnen.

Wenn Sie meinen, Eltern müssen erziehen und nicht die Lehrer, bin ich nicht bei Ihnen. Die Schule hat einen eigenen Erziehungsauftrag. Gott sei Dank. Sie darf Kinder zur Gewaltlosigkeit und Toleranz anhalten und bei Verstoß entsprechend sanktionieren, auch wenn deren Eltern das nicht tun.

Ich finde, wir brauchen vor allem mehr und stärkeren Rückhalt gegenüber unseren Entscheidungen.

Biene
1 Monat zuvor
Antwortet  Fridolin

Je nach Lebensalter der SuS sinkt jedoch der Anteil des Erziehungsauftrages. In der Grundschule ist der Auftrag höher als in der 8 Klasse und in den beruflichen Schulen sollte er ein Minimum von dem betragen, das in der Grundschule gefordert ist.
Natürlich ist der elterliche Erziehungsauftrag entsprechend, aber die mehr oder weniger fähigen Erzeuger unserer SuS müssen in den ersten Lebensjahren ihrer Lendenfrüchte anständige Erziehungsarbeit leisten, damit die Kids sich nicht als absoluter Nabel der Welt verstehen und dann aus allen Wolken fallen, wenn sie feststellen, dass es noch andere Menschen in ihrem Alter gibt.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Fridolin

Hier ein Beispiel, dass exemplarisch aufzeigen soll, was Schule nicht übernehmen sollte:
„Sagen Sie meinem Sohn, dass er nicht mehr so viel zocken soll? Ich kann das nicht tun, denn sonst ist er sauer auf mich.“
(Bitte einer Mutter an die Klassenlehrkraft am Ende eines Problemgespräches über ihren Sohn)

Schule (Lehrkräfte) soll jungen Menschen das gesellschaftliche Idealverhalten auf Grundlage des GG vermitteln, da gebe ich Ihnen recht.
Sie sollte aber nicht einzelne Kids erziehen müssen, wenn diese zuhause nicht in diesem Sinne erzogen wurden/werden und ein Verhalten an den Tag legen, dass nicht tolerierbar ist. Fehlverhalten muss mit S*S und Erziehungsberechtigten besprochen werden und sollte sanktioniert werden dürfen, wenn es notwendig ist. Schule sollte allerdings nicht dafür verantwortlich sein, dass S*S ihr Fehlverhalten ablegen. Sie kann mitwirken, aber sollte nicht übernehmen, was die Eltern nicht erledigen (können).
Letzteres ist es jedoch, was zunehmend von Schule (Lehrkräften) gefordert wird. Als Schlagwort soll hier „multiprofessionelles Team“ dienen, das in der Regel aber oft nur aus Lehrkräften besteht.

Schule soll dieses, Schule soll jenes leisten.
„Expert*innen“ meinen vielleicht etwas anderes als „die Lehrkräfte sollen …“, die Politik tut das allerdings nicht. Würde nämlich viel zu viel kosten.

Heinz
1 Monat zuvor

Ja und weil wir das nicht sind, wer wird am Ende darunter leiden und den kürzeren ziehen? Das Kind.

Denn am Ende, werden wir die komischen Vorstellungen mancher Eltern nicht erfüllen können, egal ob sie der Meinung sind, dass sie selbst dafür nicht zuständig sind, das Kind wird hinten runter fallen.

Kinderflüsterer- egoistisch
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Und aus diesem Totschlagargument folgt dann für mich der moralische Imperativ zur Selbstausbeutung- denn leuchtende Kinderaugen sind des Lohnes genug? Ohne mich!

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor

Ganz genau.
Was soll das Bildungsangebot denn auch anderes sein als eine Dienstleistung?
Das Problem ist das das Schulsystem nicht dienstleistungsorientiert genug aufgestellt ist..

dickebank
1 Monat zuvor

Ne, staatliche Pflichtaufgabe sowie der Betrieb von Haftanstalten oder Landeskrankenanstalten.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ich verweise hier auf die DIN Definition

dickebank
29 Tage zuvor

Die für Behörden nicht bindend ist.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

🙂 sagt wer und steht wo?

dickebank
29 Tage zuvor

Schulen sind keine Betriebsstätten.

dickebank
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Einzelne Normen gem. DIN gelten innerhalb von Behörden nur dann, wenn eine entsprechende Verwaltungsverfahrensordnung diese für verbindlich erklärt. Ansonsten gelten die Legaldefinitionen amtlicher Begriffe oder die in Verwaltungsordnungen festgelegten Richtwerte.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ist unerheblich für die Klassifikation von Schulbildung als Dienstleistung

dickebank
29 Tage zuvor

Aber nur ihrer Meinung nach.
Entsprechende dienstliche Weisungen sind nicht an mich ergangen. Und ich war nicht einmal verbeamtet.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Wie gesagt Selbstbild der Behörde, nicht das der Gesellschaft

dickebank
28 Tage zuvor

Ist eben wie in jedem Betrieb, das Leitbild muss von den Mitarbeitenden nach außen getragen und gelebt werden. Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing.
Die Schizophrenie besteht darin, dass die Verwaltung – folglich auch die Schulverwaltung – Eltern und Schüler nicht als Kunden sehen. Entsprechend werden die Schulleitungen und Lehrkräfte durch Verordnungen und Erlasse angewiesen, böse gesagt indoktriniert. Erst bei Gegenwind knickt die Schulabteilung ein und lässt die Schulen respektive die Lehrkräfte im Regen stehen.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Und deswegen gibt es dann Streit, Konflikte, Entfremdung, Unverständnis und ein sich abwenden auch zunehmend vom Bildungbürgertum

Wenn man dran denkt, dass wir als Land top Bildung brauchen um uns volkswirtschaftlich gegen die USA, China, … zu behaupten,
ist das was wir da als Deutschland machen nicht schlau…

dickebank
29 Tage zuvor

Sie unterliegen dem Irrtum das englische „service“ mit Dienstleistung zu übersetzen.
Ich war Beschäftigter des „Schuldienstes“ nicht eines Bildungsdienstleisters.
Mein Arbeitgeber war das MSB NRW vertreten durch die Bezirksregierung. Und die ist vieles, aber kein Dienstleister sondern in aller erster Linie Fachaufsicht und disziplinarvorgesetzte Behörde.
Wenn die Schule als städtische Dienststelle ein Dienstleister sein soll, warum trennt sie dann so strikt den Schulbetrieb von der Ganztagsbetreuung?

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ich zitere das DIN. Ich übersetze nicht aus dem englischen.

Weil sie die Ganztagsbetruung dann zahlen müsste, so zahlen das die Eltern 🙂
Und
Die Ganztagsbetreuung wie bei uns betreut, erzieht vielleicht auch noch, aber sie bildet nicht.
Und mit welchem Personal will man dass den machen wenn der Staat das denn übernimmt

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Das ist das Selbstbild der Behörde. Nicht das der Gesellschaft

dickebank
28 Tage zuvor

Sie glauben auch, dass die Verwaltung für die Bürger dazu sein habe. Das Verwaltungsverständnis steht dem aber diametral gegenüber.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ganz genau das Problem.

Das Strassenbauamt baut die Strassen ja schliesslich für wen? Sich selbst: nein den Bürger!

dickebank
28 Tage zuvor

Ne, weil die bewilligten Maßnahmen und Investitionsmittel bestimmungsgemäß umgesetzt werden müssen. Über den Bestimmungszweck der Maßnahme muss sich das Straßenbauamt keine Gedanken machen, dafür ist die Politik verantwortlich. Also werden Straßen da gebaut, wo bestimmte Klientelinteressen bedient werden können, ohne dass mit großen Protesten gegen die geplante Trasse zu rechnen ist.
Dem Bürger – btw – wäre nämlich die Instandhaltung bestehender Straßen deutlich wichtiger als Neu- oder umfangreiche Ausbaumaßnahmen, die lediglich zu Anliegerkosten führen.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Was egal ist

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor

https://www.din.de/de/service-fuer-anwender/normungsportale/dienstleistungsportal/dienstleistungsfelder/bildungsdienstleistungen

Bildungsdienstleistungen

Forschung und Entwicklung
Erziehung und Unterricht
Im Dienstleistungsfeld Bildungsdienstleistungen werden nach dem Ansatz des lebenslangen Lernens solche Dienstleistungen erfasst, die zur Gestaltung individueller Bildungsbiografien beitragen und damit die frühkindliche Bildung, Persönlichkeitsbildung, Eltern- und Familienbildung, kulturelle Bildung, Bildungsberatung, Schulbildung, berufliche Bildung Übergangsmanagement, Weiterbildung und Strukturentwicklung im Bildungssystem betreffen.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor

„Was soll das Bildungsangebot denn auch anderes sein als eine Dienstleistung?“

Bei einer Dienstleistung können Sie aufgrund der freien Marktwirtschaft typischerweise zwischen mehreren konkurrierenden Anbietern frei wählen und, ein sehr wichtiger Punkt, frei entscheiden, ob Sie die Dienstleistung überhaupt in Anspruch nehmen wollen. Sehen Sie das aktuell im deutschen Bildungswesen als gegeben an oder wollen Sie das ändern, um Schule zu einem „echten“ Dienstleistungsangebot zu machen, und falls ja, wie wollen Sie Schule ändern?

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Ihr Verständnis ist da bedingt richtig. Denn es gibt auch in der freien Marktwirtschaft Monopole oder Oligopole auf Angebotsseite.

Und auch in der Schulbildung von Kindern habe ich Optionen
Ich kann zum Beispiel frei entscheiden eine Privatschule in Anspruch zu nehmen oder durch Verlassen Deutschlands sich der Schulpflicht ganz zu entziehen.

Wie sollte das Aussehen
Siehe Angebot von Privatschulen wie zum Beispiel in Holzkirchen.

Katze
1 Monat zuvor

„Bei vielen Eltern herrscht Funkstille – bis die Noten nicht stimmen.“
Das beschreibt den Schulalltag inzwischen so zuverlässig wie der Stundenplan. Wochenlang absolute Ruhe, als würde das eigene Kind in einer pädagogischen Parallelwelt schweben. Doch sobald eine Klassenarbeit nicht nach Eliteförderung aussieht, melden sich Eltern mit der Entschlossenheit eines Krisenstabs. Dann wird die Lehrkraft zur Hauptverdächtigen im Fall „Die Note, die nicht sein darf“, und plötzlich ist alles möglich – außer der Gedanke, dass das Kind vielleicht einfach hätte lernen müssen oder oh mein Gott – das Gymnasium ist vielleicht doch nicht die geeignete Schulart für Torben Malte Rüdiger.
„Eltern melden sich vor allem dann, wenn es um Beschwerden, schlechte Leistungen oder Konflikte geht.“
Natürlich. Warum auch vorher? Solange alles läuft, ist Schule ja ein Selbstläufer. Aber wehe, jemand wagt es, Leistung einzufordern – dann wird aus der Lehrkraft ein übergriffiger Leistungsfetischist, der dringend pädagogisch „nachjustiert“ werden müsse. Und spätestens dann beginnt das Attest-Ballett: eine beeindruckende Parade an Diagnosen, die mit der Selbstverständlichkeit von Bonuspunkten vorgelegt werden. Das Kind ist „neurodivergent“, „emotional besonders“, „sensibel“, „inselbegabt“ – und selbstverständlich gymnasial geeignet, nur eben leider nicht in dem Fach, in dem es gerade eine 5 geschrieben hat. Dazu kommen Nachteilsausgleiche, die sich lesen wie Bedienungsanleitungen für pädagogische Sonderbehandlung: mehr Zeit, weniger Aufgaben, andere Aufgaben, gar keine Aufgaben – Hauptsache, die Note bleibt unversehrt.
Parallel laufen die Klassiker weiter: Notenverhandlungen im Stil eines Gebrauchtwagenmarkts, WhatsApp-Elternchats als digitale Empörungsfabriken, Drohungen mit Anwälten oder Schulämtern, und natürlich das unsterbliche Argument „Mein Kind hatte keine Zeit zum Lernen.“ „Es ging ihm gar nicht gut.“ „Die Großmutter wurde beerdigt.“ (Häää? Das wäre dann Großmutter Nummer 5.)
Und wer sich tiefer in diese pädagogische Wunderwelt vertiefen möchte, landet zuverlässig in den einschlägigen Elternforen, bei Anwälten für Schulrecht oder in den Pro-Eltern-Brücklings-Abteilungen der Schulämter, wo man sich darauf spezialisiert hat, jede pädagogische Entscheidung so lange weichzukneten, bis sie garantiert den Eltern nicht mehr wehtut.
Gleichzeitig sinken die Anforderungen, steigen die Erwartungen und verschiebt sich die Verantwortung so zuverlässig wie die Kontinentalplatten.

Weiter so – Wand in Sicht.
Am Ende des Tunnels war mal Licht.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

„Bei vielen Eltern herrscht Funkstille – bis die Noten nicht stimmen.“
Genau! Dann tauchen die U-Boot-Eltern ganz plötzlich auf!
Schlimmer als Helikopter-Eltern? Welchen Schaden „U-Boot-Eltern“ anrichten können

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Vermutlich würde die pädagogische Drohne 447 darauf mit „Gute Noten = gute Fühlis = kein Stress mit Eltern, Schülern, Schulleitung“ reagieren, wohlwissend, dass das mit Bildung im engeren und weiteren Sinne nicht mehr viel zu tun hat. Für das heutige Abitur reicht das aber noch, also kein Problem.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Richtig, piep-tröt.

„Was falle – das stosse noch.“, sagte N., eine Art Gangsterrapper, der seine Gedanken statt in rhüütmischähm, stoßweisen Sprechgesang jedoch in beschriebenen und gebundenen Papierblättern ausdrückte.

Keep it real bro, no cap!

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Die Ministerien machen’s möglich.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

„Häää? Großmutter Nummer 5 ?“ – Das muß nicht mal die Letzte gewesen sein:
1.Großmutter: Muttis Mutti
2.Großmutter: Vatis Mutti
3.Großmutter: Mutti vom Lebensabschnittsgefährten von Mutti
4.Großmutter: Mutti der Lebensabschnittsgefährtin von Vati
5.Großmutter: Die Lebensabschnittsgefährtin von Muttis Vati
6.Großmutter: Die Lebensabschnittsgefährtin von Vatis Vati
Und das sind nur die Großmütter. Die Großväter kommen ja auch noch dazu.
Ein Hurra auf die Patchwork-Familie.
Da gibt es also noch ausreichend Potenzial. Sie dürfen da nicht immer so kleinlich sein. 😉

(Die ehrenamtliche Nachbarschaftsomi, die immer kurzfristig einsprang, wenn Vati und Mutti mal länger arbeiten mußten oder Me -Time brauchten, um die Beziehung zu retten, was angesichts der Anzahl an Großmüttern offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt war, hab ich weggelassen. Ich will Sie ja nicht komplett in den Wahnsinn treiben.)

Maybe
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Ach, liebe Marion, wir nehmen einfach das ganze Dorf.
Da wärs dann wenigstens wertekanonmäßig iO zu befreien, denn jeder hat mitgeholfen, dass es hoffentlich nicht dazu kommt, die Oma sterben zu lassen, wenn Note droht.
Hier zeigt sich für mich ein Riesenerziehungsmanko – kein Stopp zu setzen, keine Grenzen im Bewerten eigener Blitzrettungs-Gedanken zu vermitteln, keine Notwendigkeit realistische Schlussfolgerungen vorzugeben….. Menschen sterben lassen, weils grad passt ?- man, tot ist tot.
Wir haben auch geflunkert, aber kreativer, nicht ohne Bahnhof.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

… und dann ist dem Gegenverkehr das Licht ausgegangen …

Susanne M.
1 Monat zuvor

„Es darf nicht sein, dass der Erziehungs- und Bildungsauftrag zunehmend an die Schulen delegiert wird“
Wohin denn sonst, bitte? Die Kinder erziehen sich nicht von alleine..
Das ist politisch genauso gewollt, von genau den Leuten, die auch über die “ Lifestyle Teilzeit “ herziehen.
Wenn aber niemand mehr Zuhause ist, weil alle Vollzeit arbeiten – nebenher auch die Großeltern, die früher Familien unterstützt haben, doch jetzt noch mitten im Berufsleben stehen -;und die Betreuungszeiten immer länger werden, dann müssen Schulen und Kitas zwangsläufig mehr vom Erziehungsauftrag übernehmen.
Eigentlich eine Binse. In der DDR war es ähnlich, anderes System, aber auch Fachkräftemangel.

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Ganz genau so ist das.

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor

Aus der sozialen Arbeit kann ich berichten, dass der Kontakt mit Eltern bei uns ebenfalls nicht immer einfach ist. Oft werden wir nicht als Helfer und Supporter wahrgenommen, sondern als Störfaktor, der Veränderungen einfordert. Wir können keine Wunder vollbringen, wenn die Gegenseite nicht mitarbeitet und sich nicht an getroffene Absprachen hält.

Die Gesellschaft nimmt ebenfalls an, sobald ein Sozialarbeiter mit im Boot sitzt, werden plötzlich alle Probleme in Luft ausgelöst. Genau dieser Eindruck wird durch diverse Berichterstattungen und Schulhomepages zusätzlich verstärkt. Was viele nicht verstehen: Wir unterstützen und bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Wir gehen steinige Wege MIT den Familien, aber nicht FÜR sie.

Fridolin
1 Monat zuvor

Ja. Stimmt. Tröstet mich etwas, weil außer Kritik selten etwas anderes kommt und mich frage, ob es an mir liegt. (Prophylaktisch: Es kommt insgesamt selten etwas, wenn, dann Kritik.)

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Fridolin

Generelles Problem in Deutschland: nix gsagt ist Lob genug.

Besonderen Einsatz zum Beispiel bei den besonderen Schulfahrten haben wir als Eltern mit einem kleinem Geschenk gemäss Wertgrenze „gelobt“ und auch eine persönliche Nachricht geschickt.

Falls es sie tröstet: Spätestens Jahrzehnte später wissen Schüler ganz genau wer ihre herausragenden Lehrer waren und würden gerne loben wenn man noch Kontakt zum Lehrer hätte

Thomas
1 Monat zuvor

Merken wir auch, besonders die Väter im Homeoffice, prahlen mit ihren 5 Tagen Homeoffice, und sitzen bei jedem Elternabend oder mischen sich ein. Sie sehen sich als ‚gerufen‘.
Immer muss gleich der Schulleiter dabei sein und ein Verständnis für die Arbeit des Lehrers ist leider nicht mehr vorhanden!
Alleine deswegen 35 Std. Woche und 1 Digitaltag!

Marlene Schneider
1 Monat zuvor

Das gilt aber auch umgekehrt ehrlich gesagt: Wenn die Lehrer zu Eltern Kontakt aufnehmen, geschieht das meist nur, wenn es Schwierigkeiten gibt!

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Nein, das beginnt mit der professionellen Einleitung, was toll ist und was das Kind so kann, AAAABBBBEEERR …
Man merkt oder durchschaut halt teilweise, dass das professionell so geplant ist und geübt wurde. Manche Lehrkräfte verlagern das dann auch ins Privatleben, wenn sie dort jmd kritisieren wollen. Sie geben kurz ne positive Einleitung als Legitimation dafür, anschließend ne halbe Stunde am Gartenzaun rumzumeckern, warum man nicht Laub gefegt hat.
Da kommt im Vorfeld positiv geäußertes halt nicht authentisch rüber.
Aber Lehrer müssen ja keine Schauspieltalente sein und können auch nichts dafür, wenn sich unter Eltern gute Theater Kritiker befinden.
Kinder sind auch sehr gute Theaterkritiker, sie spüren ganz gut, ob etwas herzlich geäußertes ehrlich gemeint ist, oder nur professionell.
Eltern sind umgekehrt natürlich noch viel schlechtere Schauspieler, weil sie Betroffene sind, dafür dann aber umso authentischer, wenn sie ausfallend werden.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„Nein, das beginnt mit der professionellen Einleitung, was toll ist und was das Kind so kann, AAAABBBBEEERR …“

Wo ist das eine professionelle Einleitung?
In jeder Basisschulung lernt man, dass man „zum Ausstieg“ das Positive ansetzt.
Also je nach Elternteil dann kurz als Einleitung die Ankunft und Zufriedenheit etc. besprechen.
Dann die Kritik/Verhaltensauffälligkeiten.
Dann als Ausstieg die positiven Dinge.
Und dann ein Zielgespräch mit ggf. Fixierung der Zusammenarbeit und „wo es hingeht/Förderung“.

Weiß ja nicht, warum ein „Toll toll toll, ABER …“ als professionell gesehen wird. Ist es nicht.
Ansonsten halt „falsche Schulungen/Briefings“ besucht.

In der Praxis verzichte ich aber auf den „Quatsch“.
Authentizität und eben auf die Familie und Kind angepasst. Das funktioniert besser und ist ehrlicher.
Ich selbst rolle ja auch meine Augen, wenn jemand [egal ob Kollegium oder Eltern oder sonst wer/Externe“ mit Standards [„Bibel runterbeten“] ankommen.
Kann man dann „okay, ist halt so“ sich denken und mitspielen oder „paar Brocken“ als Spaß einlegen, damit sie dies nicht mehr machen (können). Dann wird es schon authentischer meist.
„Mir ist aufgefallen, dass ihr Kind beim spielen …“
„Ich beobachtete, dass XY sich in Deutsch mit unterrichtsfremden Tätigkeiten engagierte. Es wäre empfehlenswert, dass …“
Funktioniert halt nicht bei allen gleich gut. Will ja auch nicht als kompletter Spinner aus dem Gespräch gehen, welcher so wirkt, als ob er immer so sprechen würde.

DienstnachVorschrift
1 Monat zuvor

Naja, wie soll das sonst gehen, wenn ich 16 Klassen und somit um did 300 Schüler habe. Da bin ich froh, wenn ich alle Namen kenne.

blau
1 Monat zuvor

Als Lehrerehepaar haben wir Null Motivation uns auch in der Freizeit noch in das Schulleben der Schulen unserer Kinder einzubringen – sorry! Ansonsten versuche ich möglichst wenig Kontakt mit den Lehrkräften meiner Kinder aufzunehmen, weiß ich doch, dass diese genau wie wir bei Weitem schon genug mit Schwierigkeiten anderer Kinder zu tun haben. Da meine Kinder nie Probleme machen, werde ich auch nie zum Elternsprechtag am Gymnasium eingeladen, nur in der Grundschule. Es scheint also auch nur Gesprächsbedarf von Seiten der Lehrkräfte am Gymnasium zu geben, wenn Probleme auftreten. Wir als Gesamtschullehrer sind dazu verpflichtet mindestens einmal pro Schuljahr von allen Kindern einen Erziehungsberechtigten zum Gespräch zu sehen.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Ja, da dachte ich erst, die ham was gegen mich. Kann man das nicht dabei schreiben?
„Wenn wir Sie am Elternsprechtag nicht sehen wollen, ist das ein gutes Zeichen“
oder so.

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wird das bei ihnen nicht gesagt? Ich sag immer dazu, dass bitte nur die kommen sollen, die ich einlade oder bei denen es etwas zu besprechen gibt. Beim Rest läuft es ja.

Melanie
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Auch andere Eltern haben keinen Bock auf das Schulleben. Das haben leider nicht mal die Kinder.
Lehrer haben auch keine Lust auf Schule.
Das scheint irgendwie kein Stimmungsmagnet zu sein.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Melanie

Na ja, ein paar Leute ohne real life gibt es doch immer, die für jede angeordnete „dienstliche Geselligkeit“ dankbar sind.

Für die ist das schon super, denke ich.

Heinz
1 Monat zuvor

Ganz schlimm ist es übrigens an den ach so gelobten Ganztagsschulen. Da wolle viele Eltern mit Schule schlichtweg nichts zu tun haben.

“Wir haben unser Kind doch extra an einer Ganztagsschule angemeldet“. Höre ich regelmäßig, dann kann ich noch ca. 1 Jahr abwarten und dann ist das Kind weg. Viel zu anstrengend für die Eltern, wenn man sich zu Hause womöglich noch um Dinge der Schule kümmern muss.

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Ich bin übrigens ein anderer Heinz als der eine Heinz. Aber ich denke, der eine und der andere Heinz sind am Inhalt zu unterscheiden. Und der ist ja wichtiger als der Autor…

Omg
1 Monat zuvor

Gymnasiwn- da muss die Welt in Ordnung sein. Was wäre , wenn mal ein Jahr an einer Brennpunktschule gearbeitet würde? Meinen die Philologen , es wäre dort besser? Haben die die Probleme der anderen Schulformen nicht mitbekommen?

Heinz
1 Monat zuvor

Ach sooooo!!!
Ich dachte immer, Lehrer wollten mit Eltern möglichst wenig zu tun haben.
Wenn Eltern nachfragen, Mails schreiben oder Entscheidungen infrage stellen, heißt es regelmäßig, man solle den pädagogischen Profis doch bitte vertrauen und sich nicht ständig einmischen.
Jetzt wird beklagt, dass Eltern zu wenig Kontakt suchen und sich zu wenig engagieren.
Vielleicht ist das Problem gar nicht, dass es zu wenig Kontakt gibt. Vielleicht gibt es einfach zu viel „falschen“ Kontakt.
Eltern sollen unterstützen, lernen lassen, erziehen, Gesprächsangebote annehmen und die Entscheidungen der Schule mittragen.
Nur sobald sie selbst Fragen haben, Beschwerden äußern oder anderer Meinung sind, gilt das schnell als Belastung oder Angriff.
Es wirkt manchmal ein bisschen so, als wünsche man sich engagierte Eltern – allerdings bitte nur dann, wenn sie derselben Meinung sind. Oder Kuchen backen. Oder als Begleitung zum Ausflug mitkommen. Oder Fahrdienste übernehmen. Oder 6,34 € abgezählt aus dem Ärmel schütteln (mehrmals pro Schuljahr). Oder binnen eines Tages eine ganz bestimmte Ausgabe einer Lektüre auftreiben. Oder oder oder.
Bildungspartnerschaft bedeutet aber nicht, dass eine Seite redet oder bestellt und die andere zustimmt.
Vielleicht ist genau das das Missverständnis: Manche wünschen sich gar keine Elternarbeit. Sie wünschen sich Elternmitarbeit.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Schüler kann man kaum erziehen – Eltern garnicht.

In der Masse (was spezifisch SCHULISCHE Erziehung/Arbeit betrifft!) völlig inkompetente Personen mitbestimmen zu lassen ist auch Unfug – ausserhalb einer kleinen Gruppe sowohl interessierter als auch fähiger Eltern. Die dann allerdings auch extrem wertvolle Beiträge leisten.

Natürlich ändert das nichts an der Rechtslage.
Da sind eben weitgehende Elternrechte vorgesehen, ist dann halt so.

Was auch wiederum irgendwo zynisch ist, da man Berufstätigkeit plus echte Elternarbeit wohl schwer unter einen Hut bekommt – extrem zeitaufwändig, ein Nebenjob quasi.

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Die Masse der Eltern sei für schulische Fragen weitgehend inkompetent, nur eine kleine Gruppe interessierter und fähiger Eltern könne wertvolle Beiträge leisten.
Das ist eine interessante Sicht auf die Menschen, mit denen man angeblich eine Bildungspartnerschaft anstrebt.
Da muss sich niemand über mangelndes Engagement und fehlende Unterstützung der Eltern wundern. So eine Haltung macht nicht unbedingt Lust auf mehr Zusammenarbeit.
Wer Eltern einerseits Verantwortung zuschreibt, ihnen andererseits aber grundsätzlich nur eingeschränkte Kompetenz zutraut, sollte sich nicht wundern, wenn manche Eltern lieber auf Distanz gehen.
Vielleicht besteht das Problem gar nicht darin, dass Eltern zu wenig mitmachen.
Vielleicht spüren viele sehr genau, dass zwar Unterstützung erwünscht ist, Mitsprache aber nur unter Vorbehalt.
Partner auf Augenhöhe sind offenbar überhaupt nicht erwünscht.

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

In dem Beitrag stand „schulische Arbeit“. Ja, da wird es mit Eltern manchmal etwas schwierig. Sie wissen dann nämlich grundsätzlich, was in Klassenarbeiten drin zu stehen hat oder sind grundsätzlich der Meinung, dass ihr Kind keinesfalls einer pädagogischen Maßnahme nachkommen muss. Heinz-Rüdiger ist nämlich ein ganz lieber und goldinger Kerl, der wurde niemals die Lisa treten und beschimpfen. Gefolgt von Rechtschreibung ist irrelevant und warum sollte ich die Einwilligung und das Geld für einen Wandertag meinem Kind vollständig und rechtzeitig mitgeben. Förderkurse sind ein nice to have,wenn an dem Nachmittag mal nichts besseres zu tun ist… Man könnte sie Liste verlängern. Diese Haltung zeugt nicht von Zusammenarbeit mit der Schule im Sinne des Kindes. Aber die Lehrer sind ja doof.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

„Mitsprache“ von Eltern und Schülern in schulischen Angelegenheiten ist schlicht Unfug, genau so wie es Unfug wäre, wenn ich als Lehrkraft…
– beim Architekten „mitsprechen“ will, dass der Wintergarten im dritten Stock foch garnicht zu schwer wäre, ich hab da ein KI-Gutachten zu.
– beim Zahnarzt über die Wurzelbehandlung „Mitsprache“ halten möchte, ich kenne meinen Körper11!!1
– beim Kfz-Mechatroniker mal so richtig „mit-spreche“, was die sicher noch unendliche Haltbarkeit meiner Bremsscheiben angeht.

Es ist eine Mitbestimmungs- und Demokratiesimulation, die höchstens allen Beteiligten mehr Arbeit macht und (so meine rein private und unverbindliche Vermutung) die Leute einfach „leerspielen“/“leerpowern“ soll.

Denn, Spoiler-Alert:
Sie können NICHTS, aber auch GARNICHTS von echter Relevanz ändern.

Nicht wann Schule anfängt, nicht wie lange sie geht, was gemacht wird, wie es gemacht wird…(wir Lehrer btw. auch nicht, nur so nebenbei, da sitzen wir alle im gleichen Boot)

An GeS in NRW haben (nur so, falls Sie zu wenig zu tun haben) SuS-/E-Vertreter sogar ein Recht zur Teilnahme an Fachkonferenzen.

Habe ich ein paar mal erlebt. Da kommen dann X naive, gut gemeinte Redebeiträge und jedes mal muss man dann sagen: „Geht nicht weil Verordnung/Dienstanweisung/Gesetz X“.
Für alle Beteiligten einfach nur Zeitverschwendung.

Wenn Sie natürlich von sowas sprechen wie „Obstsalat oder Fleischsalat am Klassenfest – oder beides?!“ – da kann nach Herzenslust „mitbestimmt“ (sic!) werden.

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Ich glaube, dass die meisten Lehrer über Kommunikation mit Eltern sehr froh sind. Besser auf jeden Fall, als wenn diese nicht erreichbar sind. Wenn aber bei dem kleinsten bisschen mit dem Anwalt gedroht wird, hat das nicht viel mit Kommunikation zu tun.
Und zu den 6,34€: Machen Sie einen besseren Vorschlag. Was soll ich machen, wenn mir 25 Kinder statt dessen 10€ abgeben und auf das Wechselgeld warten?

Mitleser
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Da gebe es viele Optionen: Geld über ein Klassenkonto per Überweisung anfordern, Geld auf das Konto vom Förderverein einzahlen lassen, glatte Beträge einsammeln und den Rest verwalten für weitere Ausgaben, die eh immer folgen – zum Jahresende vielleicht ein großes Eis für jedes Kind vom Restgeld? 🙂

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

Sie glauben gar nicht, wie viele Möglichkeiten wir schon ausgetestet haben. Ein Klassenkonto kostet Geld und darf nicht von der Lehrkraft betrieben werden. Elternvertreter und Förderverein werden sich bedanken, wenn sie mehrmals im Jahr für die ganze Klasse oder Schule die Zahlungseingänge überprüfen sollen.
Ich wurde übrigens auch schon bei der Schulleitung angeschwärzt, dass ich das Restgeld nicht umgehend zurück gegeben habe.

Mitleser
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Ich wurde übrigens auch schon bei der Schulleitung angeschwärzt, dass ich das Restgeld nicht umgehend zurück gegeben habe.“

Das ist traurig, trotzdem bleibt es keine Lösung, weiterhin „krumme“ Beträge passend in bar anzufordern. Ich bekomme das im Alltag schlicht und ergreifend nicht mehr. Ich bezahle alles mit Karte und abheben kann ich Beträge in 10er Schritten. Entweder zu Beginn gleich z.B. 50 EUR einsammeln für Kopierkosten, Lektüre, Tickets für Ausflüge usw. oder die „Reste“ des 10-Euro-Scheins in die „Eis-Kasse“ legen.

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

Das ist ja das Problem. Kopierkosten sind z.B. was ander s als Wandertag oder Lektüre. Lässt man die Eltern die Lektüre bestellen, kann man Wetten abschließen, wer sie auch nach drei Wochen noch nicht haben wird, bestellt man sie gesammelt, rennt man wieder hinter dem Geld her oder hat krumme Beträge. Und wie oben ausgeführt, wir dürfen keine Konten mehr führen. Das geht dann über das Sekretariat und immer zwei Unterschriften und ist schon für Klassenfahrten aufwendig zu kontrollieren. Eltern wissen teils überhaupt nicht, wie viel Aufwand in manchen Prozessen steckt. In Schule läuft so gut wie nichts pragmatisch, und „machen sie das doch einfach so und so“ nützt mir nichts, wenn die Schule es reglementiert und ich es nicht darf (selbst wenn es eine einfache Lösung wäre).

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  laromir

Dann schafft vernünftige Lösungen mit Eurem Schulträger zur Zahlungsabwicklung. Ihr seid doch Erwachsene Menschen. Übernehmt da Verantwortung

447
1 Monat zuvor

Falsch. Im Dienst sind wir Beamte, nicht vernünftige Menschen. Ist so gewollt.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  447

Dieser eine Satz von Ihnen reicht als Begründung für die Entfremdung.

Er beschreibt das Paralleluniversum Bildungssystem, dass sich immer weiter von den sonstigen gesellschaftlichen Entwicklungen (Digitalisierung, arbeitende Väter und Mütter, digitaler Zahlungsverkehr,…) immer weiter entfernt.

Wobei: so ganz glaube ich Ihnen das „ist so gewollt“ nicht.
Eine scharfe Mail zum 114 Eltern fahren 125Euro bar in die Schule hatte gereicht. Seitdem gehts bargeldlos…

447
29 Tage zuvor

Ich sage ja nicht, dass ich persönlich diesen Zustand „gut“ finde.

Darum ist es ja auch so, dass Sie als Elternteil mit z.B. einer mail mehr im Schulsystem (ganz praktisch) „zu sagen haben“ als Lehrer.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  447

Wo ich sage das darf nicht sein: KM Schulträger Lehrer: ihr seid der Anbieter!

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  447

Dann spielt das doch clever über Lehrervertretung und Elternvertretungen

dickebank
29 Tage zuvor

Gemacht wird, was das Dezernat der SchulAbt der zuständigen Bez.-Reg. vorgibt. Alles, was abweichend von den Dienstanweisungen gemacht wird, ist verboten, da es apriori als nicht rechtssicher eingestuft wird.
Was LR wollen ist irrelevant. Die Personalvertretung für jedes einzelne Schulkapitel, der BPR, sitzt bei der Bezirksregierung. Entscheidend ist aber der HPR beim MSB.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Es ist ja total sinnvoll, dass die Kleinstaaterei soweit geht, dass einzelne Dezernate unterbinden und unterlassen was ganze Bundesländer tw. Seit Jahrzehnten hinkrigen.
Das bringt Deutschland auch im internationalen Wettbewerb als Nation richtig weit.
Richten Sie doch Ihrem Dezernat einen schönen Gruss aus: ich zahle eine Bildungsreise nach Bayern für 2 Personen wenn die bis 31.12.26 auch umsetzen.
🙂

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor

„Dann schafft vernünftige Lösungen mit Eurem Schulträger zur Zahlungsabwicklung. Ihr seid doch Erwachsene Menschen. Übernehmt da Verantwortung“

Man merkt Ihrem Beitrag an, dass Sie noch nie versuchen mussten, einen Schulträger zu etwas zu bewegen, das Geld oder personelle Ressourcen benötigt.

Erwachsene Menschen übernehmen Verantwortung – okay. Erfahrene Lehrkräfte wissen, wo ihre Verantwortung endet und die des Schulträgers beginnt – und dass der Schulträger sie das im Ernstfall auch deutlich spüren lassen wird.

laromir
1 Monat zuvor

Echt jetzt? Glauben Sie wirklich, dass wir nichts an Schulträger oder Schulämter zurück melden? Problem: die interessiert es einfach nicht, ist doch nicht deren Problem. Die ordnen das einfach an. Ansonsten landen E-Mails und Briefe anscheinend alle in Ablage P. Das ist doch genau das Problem, es wird oft gar nicht gefragt, ob an der Schule etwas gut umsetzbar ist. Es wird einfach verfügt und die LuL können halt gucken, wie sie das geregelt bekommen. Das ist doch gerade das, was viele so maßlos ärgert. Und viele SL haben auch keine Lust auf Diskussionen
It der nächsten Ebene.

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

Es wäre schön, wenn das alles so einfach wäre… Wenn ich von 25 Schülern 50€ einsammle, habe ich danach 1250€ in bar. Was mache ich damit? Was passiert, wenn mir auf dem Heimweg meine Schultasche geklaut wird? Nein, ich darf das Geld nicht in den Schultresor legen, da habe ich überhaupt keinen Zugriff.
Wie gesagt, von außen lässt sich das alles sehr einfach beurteilen. Ich schlage mich aber seit 25 Jahren mit diesem Thema Geld und Schule herum und weiß, dass es keine einfache Lösung gibt.

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Schulkonto und fertig. Ist kein Rocket science. Bitte kein Drama draus machen. Mein Gott…

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor

„Bitte kein Drama draus machen.“

Das Drama entsteht hier nicht durch die Lehrkräfte, sondern die Regularien, auf die die Lehrkräfte keinen Einfluss haben.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Ihr seid das Schulsystem rauft euch zusammen.
Ist ja furchtbar

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Dann ändert sie im Schulsystem

laromir
1 Monat zuvor

Sie wissen schon dass es Schulen mit über 1000 SuS gibt und 45 Klassen? Wer soll dass dann bitte alles abwickelln?

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  laromir

Schafft man in Bayern. In Sacshen auch
Sie kommen aus welchem Bundesland?

Ulla
28 Tage zuvor

Ich glaube nicht, dass man an bayrischen Schulen das Geld für Bastelkram, Ausflug usw auf das allgemeine Schulkonto einzahlen darf. Zumindest an der Schule, an der eine Bekannte von mir unterrichtet (Oberbayern) ist das nicht so.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Rechtsnorm bitte anschauen. Für alle schulischen Pflichtveranstaltungen (Theaterbesuch, schullandheim,.)

Auch hierfür möglich
1Ein Konto der Schule wird ferner jeweils eingerichtet
1.
auf Antrag des Elternbeirats für Zahlungen im Rahmen von dessen Tätigkeit,
2.
auf Antrag der Schülermitverantwortung für Zahlungen
a)
im Rahmen von deren Tätigkeit oder
b)
im Rahmen einer Schülerzeitung, die als Einrichtung der Schule erscheint,
3.
auf Antrag der Schülerinnen und Schüler, die an einer Schülerfirma mitwirken, für Zahlungen im Zusammenhang mit der Tätigkeit der Schülerfirma.

Ulla
28 Tage zuvor

Schulkonto funktioniert nicht. Wurde oben mehrfach erläutert.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Das ist Quatsch. Und wie das geht. Mehrfach erläutert.

Gesamtbetrag wird ermittelt und zum Schuljahresbeginn überweisen lassen.
Und dann noch 1 bis 2x nachgefasst unterjährig

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

Da kommen dann die nächsten Beschwerden, weil: Zu viel, zu teuer, zu schnell, mehrere Kinder, das müsse man ja auch „bedenken“ usw.

Mein Blick schweift dann gerne auf das (sauteure) Apfelhandy, die sneaker, das Auto, das Markenoberteil…aber ja, da ist wohl „kein Geld da“, wahrscheinlich wegen diesen bösen Kapitalisten.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

Vor allem wenn die BuT-Mittel vom JobCenter oder dem Fachdienst Soziales kommen. Immer schön wenn Meinung auf Verwaltungserfahrung trifft.

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Funktioniert in Bayern wie in Sachsen. Warum nicht bei Ihnen?

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Es geht doch gar nicht darum, wie man bei 25 Kindern möglichst geschickt Wechselgeld für einen 10-Euro-Schein herausgibt.
Die Frage ist vielmehr: Warum werden solche Beträge überhaupt ständig spontan, einzeln und bar eingesammelt?
Die 6,34 € fallen ja nicht vom Himmel. Dazu kommen Kunstmaterialien, Lektüren, Eintrittsgelder, Fahrtkosten und Projektbeiträge. Über das Schuljahr läppert sich das durchaus. Und meistens kommt alles überraschend, obwohl viele Dinge seit Jahren bekannt sind.
Mögliche Lösungen:

  • halbjährliche Kostenplanung über alle Fächer hinweg,
  • Sammelbeträge statt ständig neuer Kleckerbeträge,
  • Überweisung statt Münzgeldchaos,
  • Klassensätze für Lektüren in der Schulbücherei,
  • Unterstützung über Förderverein oder Sozialfonds.

Wenn ohnehin jedes Jahr dieselben Bücher gelesen werden, muss nicht jede Familie dieselben Bücher neu kaufen, die anschließend ungelesen im Regal stehen.
Vielleicht sollte man weniger darüber diskutieren, wie man 6,34 € passend einsammelt, und mehr darüber, warum das im Jahr 2026 überhaupt noch so organisiert wird.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Auf welchem Konto würden Sie denn die Beträge regelkonform verwalten?
Die Schule hat kein eigenes Konto, über das der Zahlungsverkehr abgewickelt werden kann.

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Und warum hat sie im Jahr 2026 keins??
Ist sogar in der Schulordnung geregelt
https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BaySchO2016-25

dickebank
1 Monat zuvor

Nicht in NRW. Schulkonten sind Buchungskonten im Haushalt der Schulträger. Selbst eigenständige Schulen haben kein eigenes Bankkonto.
Aber auch in Bayern sind die Konten der Schulen, de facto und de jure Konten der Schulträger – also entweder der Kommune oder des Landes, je nachdem ob es sich um eine kommunale oder staatliche Schule handelt. Das wiederum bedeutet, dass die Kontenführung im Zuständigkeitsbereich einer Kommune oder einer der sieben Regierungspräsidien liegt.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Nein, in Zeiten von BuT (Ausflüge, Klassenfahrten) müssen die Schulen (oder die Lehrer) unserer Stadt ein Konto haben. Auch wo es angelegt werden soll, hat der Schulträger bestimmt (Sparkasse)…..
Dafür ist es kostenlos….
Bei uns sammeln die KuK ca. 25 € für die Klassenkasse ein, das Geld lagert bei uns im Tresor und es wird alles davon beglichen, bis alle…..

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor

Danke. Wer erzählt wie oben das ginge nicht um Jahr 2026 erzählt echt Quatsch

Fräulein Rottenmeier
29 Tage zuvor

Na, so ein Quatsch ist das nicht. Normalerweise ist es Schulen untersagt, ein Schulkonto zu führen, es sei denn es ist ein Treuhandkonto oder ein Underkonto (meist bei kleineren Gemeinden der Fall).
Wir haben ein Treuhandkonto, was vom Schulträger aber legitimiert ist. Aber damit ist das Problem auch nicht gelöst, denn jede Geldeinnahme (Bpchergeld, Klassenfahrten) bedeutet eine wirtschaftliche Tätigkeit, die u.U. Ein Steuerkostenfaktor für den Schulträger bedeutet, unabhängig davon übrigens, ob das Geld für die Klassenfahrt nach der Klassenfahrt auch wieder vom Konto verschwunden ist.
Sie stellen sich das sooo einfach vor.
Was ich tue und den Kolleginnen gestatte, ist ganz klar ein Graubereich….und ich trage die Verantwortung dafür…..

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor

Welches Bundesland: in Sachsen und Bayern ist das gelöst?

Ulla
28 Tage zuvor

Wie können Sie als Eltern das beurteilen?
Mich haben auch schon Eltern gefragt, warum ich nicht einfach mein privates Konto angebe. Unglaublich…

dickebank
28 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Lustigerweise fällt ein „Klassenkonto“, das ja nicht grundsätzlich verboten ist, in den Aufgabenbereich der Klassenpflegschaft. Dasselbe gilt auch für die Durchführung der Veranstaltung und die Protokollführung. Die Lehrkräfte sind für die Pflegschaftsitzung solange verantwortlich, bis das Gremium der anwesenden Eltern die Pflegschaftsvorsitzenden gewählt hat.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Weil wir die Rechtsnormen kennen! Weil wir Kinder auf verschiedenen Schultypen haben.
Weil wir miteinander Reden an den jeweiligen Schulen wie gemacht oder unterlassen wird.

Deswegen können wir das beurteilen

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Hier exemplarisch die Dienstanweisung städt. Schulen München Seite 4
https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://efas.muenchen.de/images/7/74/DA_RL_fremde_Gelder.pdf&ved=2ahUKEwjl67yalZ2VAxXrR_EDHRofJkUQFnoECB4QAQ&usg=AOvVaw2066qoHXwQh2_DGelDgqGt

Es werden Sonderkonten für folgende Zwecke unterhalten:
— Kopiergeld, Materialgeld, Schulveranstaltungen (Sonderkonto: Materialgeld_Fahrten)
— Schülerfirmen und Produktionsschulen (Sonderkonto: Schülerfirma bzw. Produktions-
schule)
— Gelder aus dem Bildungspaket für Mittagessen, Schulausflüge (Sonderkonto: Bildungs-
paket)
— Gelder für die Abwicklung von Mittags- und Ganztagsbetreuungen außerhalb Bildungs-
paket (Sonderkonto: MTB_GTB)

dickebank
28 Tage zuvor

Bayrische Besonderheit, es gibt kommunale und staatliche Schulen.
Das ist in NRW grundsätzlich anders organisiert. Staatlich ist nur die obere und die oberste Schulverwaltung. Die Schulträgerschaft ist grundsätzlich in kommunaler Hand.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Aber kein Hindernisgrund

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD18-10021.pdf&ved=2ahUKEwiIyZHYw52VAxWnBtsEHXgBC5YQFnoECCQQAQ&usg=AOvVaw3FTDI5INR2dV3Gd8OX1KSg

Die Ministerin für Schule und Bildung hat die Kleine Anfrage 4004 mit Schreiben vom
17 Juli 2024 namens der Landesregierung beantwortet.
1. Welche Regelungen zur Führung eines Klassen- bzw. Schulkontos gelten in
NRW?
Es gilt der Rechtsrahmen des § 95 Absatz 3 Schulgesetz:

1Schulträger können zur Erleichterung der Mittelbewirtschaftung durch die Schulen Schulgi-
rokonten einrichten. 2Diesen Konten können auch zusätzliche eigene Einnahmen der Schulen
zugeführt werden. 3Mit Zustimmung des Schulträgers können diese Konten auch für die Ver-
waltung von treuhänderischen Geldern genutzt werden.“
2. Welche Optionen können Lehrkräfte in Anspruch nehmen, sollte kein Zugriff auf
ein Konto des Schulträgers oder der Schule möglich sein?
Für den Fall, dass ein kommunaler Schulträger die Nutzung des Schulgirokontos für treuhän-
derische Gelder nach § 95 Absatz 3 Satz 3 Schulgesetz bislang nicht ermöglicht hat, sollen
die betroffenen Schulleiterinnen und Schulleiter mit dem Schulträger Kontakt aufnehmen, um
eine entsprechende Zustimmung des Schulträgers zu erhalten. Es ist dem Ministerium für
Schule und Bildung kein Fall bekannt, bei dem der jeweilige Schulträger sich einer entspre-
chenden Bitte entzogen hat.

Unverzagte
28 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Öhm, ich glaube, das hab ich sogar einmal für eine Klassenfahrt gemacht…was genau war daran jetzt unglaublich? Vermutlich eine naive Frage, wo ich hier eben lese, dass wir auch kein Klassenkonto leiten dürften…versteh nicht, was dagegen spricht.

dickebank
28 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Die Tatsache, dass Sie die Gelder nicht von Ihrem eigenen Vermögen getrennt haben.

Unverzagte
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ach, wegen der schwindelerregenden Zinsen, die es auf Girokonten innerhalb einiger Wochen gibt?

dickebank
29 Tage zuvor

Weiß ich, habe ich an anderer Stelle auch ausgeführt. Tatsache ist aber, dass Schulen nicht Geschäftstätigkeit im Sinne der Banken sind. Sie sind rechtlich und wirtschaftlich nicht eigenständig. Ergo ist das „Schulkonto“ ein Konto bzw. ein Unterkonto des Schulträgers. Was über dieses Schulkonto an Zahlungen abgewickelt werden darf, regeln die Kommunen in jeweils eigener Zuständigkeit.

An den Schulen, an denen ich als Lehrkraft gearbeitet habe, wurde das „Schulgeld“ am Anfang des Schuljahres über das Schulkonto abgewickelt.
Alles andere wie Klassenfahrtumlagen, Beschaffung von Unterrichts-materialien erfolgte über „schwarze Kassen“ der Klassenleitungen.
BuT-Leistungen gingen dann zunächst auf dem Schulkonto ein und wurden anschließend weitergeleitet, obwohl das im absoluten „Graubereich“ lag.

dickebank
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

… nicht geschäftsfähig sind …
Vermaledeite Autoverschlimmerung

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ja und. Stellt Euch doch nicht so. Ist ja echt unfassbar.

Hier haben 114 Eltern 125 Euro für eine Schulfahrt in die Schule GEFAHREN.
14.000€
Ich wiederhole vierzehntausend Euro in bar sind über Tage eingesammelt worden und lagen dann im Schultresor und sind danach in die Bank gebracht worden!

Musste ich einmal ne scharfe Mail ins Direktorat schreiben:
Jetzt geht komischerwise auf einmal alles Bargeldlos

Schulkonto aufmachen, vorausplanen und bargeldlos arbeiten.
Wir haben das Jahr 2026

447
1 Monat zuvor

In unserem Dezernatsbereich wurde das bisher VERBOTEN.

Was im Schulgesetz steht ist da erstmal(!) egal.

„Wir haben das Jahr [current year]!“ ist ja ganz nett und so…wenn das Dzernat halt was auadrücklich verbietet…da hat jeder Bürger mehr Einfluss drauf als alle Lehrkräfte zusammen.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  447

Welches Bundesland? Welches Dezernat? Warum verboten?
Das ist doch echt Chaos im Quadrat…

447
29 Tage zuvor

Richtig, da gebe ich Ihnen völlig recht.

dickebank
28 Tage zuvor

Egal welches, das für die Schule zuständige Dezernat der Schulabteilung in bewährter Zusammenarbeit mit dem Rechtsdezernat, dessen Leiter – zumindest hier in NRW – in Personalunion der Disziplinarvorgesetzte aller Lehrkräfte im Bezirk ist. Ist also besonders intelligent solche Verwaltungsanweisungen zu ignorieren.

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Hier Paragraph 95 aus Eurem NRW Schulgesetz

Schulträger können zur Erleichterung der Mittelbewirtschaftung durch die Schulen Schulgirokonten einrichten. Diesen Konten können auch zusätzliche eigene Einnahmen der Schulen zugeführt werden.

Ihr habt die rechtliche Grundlage nutzt sie

dickebank
29 Tage zuvor

Können, nicht müssen – macht in der Verwaltungspraxis einen riesigen Unterschied.
In der Verwaltungsanweisung der Kommune ist klar geregelt, welche Zahlungen darüber abgewickelt werden dürfen und welche nicht. Die Umlage für Wanderfahrten zählt ebenso wie die Beträge für Lektüren und Arbeitsmaterialien wie TR explizit nicht dazu. Das Kopiergeld hingegen schon.
Die Schulgirokonten mussten eingerichtet werden, um die BuT-Mittel rechtssicher z.B. vom JobCenter an die Schule transferieren zu können.

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Und das nochmal hinterher

https://www.schulministerium.nrw/node/26538

Die Zuständigkeit für die Einrichtung von Schulgirokonten liegt bei den kommunalen Schulträgern. Das Ministerium für Schule und Bildung kann die Schulträger nicht zur Einrichtung eines solchen Kontos verpflichten. Das Ministerium wird jedoch bei den regelmäßig mit den Kommunalen Spitzenverbänden stattfindenden Austauschformaten gegenüber den Schulträgern weiterhin für ein Gebrauchmachen des § 95 Absatz 3 SchulG werben.
Auch die in diesem Vorschlag angesprochenen Mittel für Sachkosten (Sachkostenpauschalen) und die damit verbundenen Verwaltungsverfahren liegen in kommunaler Verantwortung. Die Landesregierung kann daher bezüglich ihrer Höhe bzw. den Modalitäten zur Abrechnung keine Vorgaben machen.
Das Thema wird in Gesprächen mit den Kommunalen Spitzenverbänden insgesamt noch einmal erörtert, um die Möglichkeiten für Schulen bei der Verwaltung von Geldern auszuloten. Auch soll der Blick in andere Bundesländer dabei helfen, das bestehende System ggfs. zu optimieren.

Schotti
1 Monat zuvor

Da steht doch, das Ministerium könne die Schulträger nicht dazu vetpflichten. Bedeutet also in der Praxis gar nichts.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Schotti

Es bedeutet, dass der Schulträger ES DARF!

Fräulein Rottenmeier
29 Tage zuvor

Ja, der Schulträger darf und hier und dort tut er es auch….und jetzt mal die Kehrseite: Während der letzten 10 Jahre habe ich zweimal erlebt, dass SL sich an diesen Konten massivst vergangen haben. Denn solche Konten unterliegen keiner Aufsicht und der SL muss keine Rechenschaft darüber abgeben….
98 % der SL würden niemals auch nur einen einzigen Cent veruntreuen, aber 2 % tun es dann doch…..und das ist ein riesiges Problem….und deshalb schrecken Schulträger auch davor zurück….

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor

Es gibt Controlling Optionen wie in Sachsen laut Rechtsnorm

Die Zahlungen und Buchungen der Schule sind in jedem Jahr mindestens einmal schulintern zu prüfen. Die Schulkonferenz bestimmt dafür einen Kassenprüfer. Mit der Prüfung dürfen keine Personen beauftragt werden, die mit der Führung des Schulkontos oder mit der Führung der Aufzeichnungen beauftragt sind. Die Prüfergebnisse sind in Form eines Kassenprüfberichts zu dokumentieren. In diesem sind neben dem Anfangs- und Endbestand des Schulkontos die Summe der Zahlungseingänge und -ausgänge nach den wichtigsten Bereichen der Kontoführung zu nennen und es ist die Ordnungsmäßigkeit der Kontoführung zu bestätigen. Die Ergebnisse der Kassenprüfung sind der Schulkonferenz vorzustellen.

Fräulein Rottenmeier
28 Tage zuvor

Und genau das ist bei uns eben nicht der Fall. Sollte es aber!
Es verwundert mich auch, dass es den SL da sehr leicht gemacht wird…..

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor

Wenn sie wissen wer im KM der Referent für das Thema ist: ich zahl ihm ne Bildungsreisr nach Sachsen oder Bayern

dickebank
28 Tage zuvor

Die bezahlte Bildungsreise darf der eh nicht annehmen. Des Weiteren müsste er sich die Reise von der Hausspitze genehmigen lassen. Wird also nix.

Bayerische Eltern
27 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Weswegen dann nrw weiter hinterher hinkt.

Ich habs angeboten 🙂

Fräulein Rottenmeier
29 Tage zuvor

Ich tätige übrigens Bankgeschäfte ausschließlich über Überweisungsträger, ganz nach dem Vieraugenprinzip. Die Sekretärin füllt die Dinger aus, ich unterschreibe, sie rennt zur Bank und schmeißt die Dinger in das Fach. Jede Bewegung ist genauestens dokumentiert….ich will niemals in Verdacht geraten….

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor

Richtig so
in der freien Wirtschaft vier oder sogar acht Augen
Das ist ganz normal

dickebank
29 Tage zuvor

Dürfen heißt nicht müssen.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ja und?

Dürfen heisst, dass der Schulträger ein Konto führen kann. Damit sind wir schon weiter als Behauptungen man darf das nicht.

Jetzt total verrückt:
Er macht das auch noch. Wie wärs damit?

dickebank
29 Tage zuvor

Weil er reglementiert, welcher Zahlungsverkehr über dieses Konto abgewickelt werden muss und welcher nicht. Dazu zählen u.a. Lektüren, Bastelmaterial, Unterrichtsmaterialien wie TR etc. sowie die Umlagen für Wanderfahrten oder „Unterrichtsgänge“ wie Theater-, Museumsbesuche usw.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Und warum tut er das ?

Und ist das schlau was er da macht?

dickebank
29 Tage zuvor

Weil er den Aufwand scheut. Aufgrund der Trennung von innerer und äußerer Schule kann er das nach eigenem ermessen. So muss er sich nämlich auch nicht um das Geldeinsammeln kümmern, die Zahlungseingänge kontrollieren und das Mahnwesen betreiben. Die Aufgaben lassen sich so ohne Aufwand auf die staatlichen Lehrkräfte übertragen.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Danke für die Offenheit.

dickebank
28 Tage zuvor

Das Ambivalente meiner Situation ist doch gewesen, dass ich auf der einen Seite als Elternteil Lehrkräften begegnet bin und auf der anderen Seite als Lehrkraft anderen Eltern gegenüber treten musste. So habe ich auf der einen Seite als Elternvertreter und auf der anderen als Lehrervertreter in der SchuKo gesessen – an unterschiedlichen Schulen halt.

dickebank
29 Tage zuvor

Das Land vertreten durch das MSB kann die Kommunen aber nicht anweisen. Denn das Konto muss ja auch „geführt“ werden, das bedeutet die Kommune muss dafür Personalmittel (Sekretariatsstunden) zur Verfügung stellen.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ein unlösbares Problem 🙂

Was meinen Sie wieviel Stunden sie verbraten wenn 114 Eltern 125 Euro zu 5 Klassenleitungen tragen, Bank und Co?

dickebank
29 Tage zuvor

Nicht mein Problem, da ich prinzipiell kein Bargeld angenommen habe.
Mein „Klassenkonto“ war ein Online-Konto. Btw „Klassenkonten“ sind de jure Konten der Klassenpflegschaft und keine der Klassenleitung.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Fun fact: das wiederum iat in manchen Ländern verboten

dickebank
29 Tage zuvor

In NRW auch. Da das Konto aber ein von mir eingerichtet worden war und es getrennt von meinem eigenen Vermögen bestand, wurde es toleriert. Wäre es anders gewesen, es hätten keine Überweisungen von BuT-Geldern vom Schulkonto auf das Klassenkonto erfolgen können, da Antragsteller und Zahlungsempfänger ja nicht übereingestimmt haben.

Ulla
1 Monat zuvor

Die Schule hat natürlich ein Konto. Aber über dieses Konto dürfen keine Kosten für Ausflüge, Bastelmaterial etc abgewickelt werden. Erstens hat das rechtliche Gründe. Und zweitens: Wer soll das für 36 Klassen nachhalten und säumige Eltern immer wieder erinnern? Die eine Sekretärin, die die Schulen haben?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Nein, das geht natürlich nicht, aber wenn die Schule einen Tresor hat, könnte man durchaus das Geld der Klassenkasse dort lagern.
Alternativ führt man ein Klassenkonto und die Eltern zahlen drauf ein. Zugriff auf das Konto sollten immer zwei Leute haben, falls etwas passiert….

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

In Bayern sind Schulkonten für sämtliche Schulfahrten gedacht.

Zudem wird zum Schuljahresanfang für eine bunte Sammlung an Bedarfen (Kopiergeld und Co) ein Sammelbetrag eingezogen.
Analysen von Zahlungssäumern kann man automatisieren.
Und ob die bar oder bargeldlos nicht zahlen ist doch völlig wurscht – müssen in beiden Fällen erinnert werden

Aufören Drama draus zu machen und mit der Zeit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs gehen.
Ist ja furchtbar..

Schotti
1 Monat zuvor

Die meisten der Eltern an meiner Schule wollten unbedingt in bar bezahlen, da sie als Bürgergeld Bezieher vom Amt und Schwarzarbeit lebten.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Schotti

Ja und weil wir alle Schwararbeit fördern lassen wir die bar Zahlung natürlich zu 🙂 was ist das denn für eine Begründung??

Ulla
28 Tage zuvor

Oh Mann. Das ist das offizielle Schulkonto, aber kein Klassenkonto für Kleinkram!

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

?? Für welchen Kleinkram??

Hier zieht die Schule einen Gesamtbetrag am Jahresanfang ein.
Der ist vorausgeplant, aufgrund derbjahrelangen Erfahrung.
da gibts keinen wöchentlichen 1,23€ Kleinkram mehr.
Da hat einer drüber machgedacht wieviel er braucht!

Da kommt nochmal der Schüleraustausch oder der Spendenlauf drauf.
Aus die Maus

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

So machens die Sachsen
https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/17820-VwV-Schulkonten#romI

Ich komm aus Bayern.

Schicken Sie die bayerische Lösung und die sächsische Lösung an Ihren Schulträger und den Referenten im Ministerium verbunden mit der Einladung zu einer Bildungsreise nach Bayern.

Ich organisiere einen Termin im Kultusministerium mit einem exemplarischen Schulträger.
Wenn sich Ihre beiden Vertreter verpflichten ,das was sie dort sehen und hören bis 31.12.26 umsetzen zahle ich die Reise nach München für beide.

Das ist echt nicht mehr normal was in Deutschland abgeht 🙁

dickebank
1 Monat zuvor

Nach BY komm ich immer gerne, aber als Rentner. Und als solcher geht mir die Kontenproblematik gepflegt, tangential an der Gesäßebene vorbei. Mein „Schwarzgeldkasse“ aka Klassenkonto ist seit 23 aufgelöst. Das Restgeld hat für ne Runde Eis zum Abschied gelangt.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

„Vielleicht sollte man weniger darüber diskutieren, wie man 6,34 € passend einsammelt, und mehr darüber, warum das im Jahr 2026 überhaupt noch so organisiert wird.“

Ja, sollte man – aber da ist die einzelne Lehrkraft der falsche Adressat, weil nur ausführend.

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Stimmt nicht.
Die Lehrkraft kann den Finanzbedarf zum Beispiel fürs Halbjahr ermitteln also vorausplanen und dann zweimal anstatt 8x Geld einsammeln.

Die Lehrkraft kann ebenso wie ich auf die Schulleitung zu gehen und mir ihr über eine bargeldlose Lösung sprechen.

Bitte aufhören so zu tun als ob die Lehrkraft da völlig passiv und defensiv sein müsste.
Das ist ja furchtbar

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Das mag sein. Aber ist es Aufgabe der Eltern, dem System Verbesserungen vorzuschlagen?
Auch – oder gerade – weil Lehrkräfte ausführend sind, sollten sie ein Interesse daran haben, das ganze Praktikabel zu gestalten. Anstatt immer und immer wieder die gleiche schlechte Durchführung zu praktizieren und zu jammern.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Es geht nicht anders. Wir müssen das als Eltern machen.

Das ist ein unvorstellbares Paralleluniversum jenseits normaler gesellschaftlicher Entwicklungen qenn man alleine der ZAHLUNGSDEBATTE mal folgt.
Das ist unglaublich 🙁

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

„Überweisung statt Münzgeldchaos,“

Gerne. Wir benötigen:
a) ein schuleigenes Konto
b) Eltern, die ausnahmslos pünktlich zahlen
c) unter Angabe des korrekten Verwendungszweckes (sagen wir, Klasse, Name, Vorname des Schülers – in exakt der Form, wie sie in unserem Verwaltungsprogramm erscheinen,
d) und weil b) und c) nicht klappen, benötigen wir außerdem ein eigenes Verwaltungsprogramm für die Zahlungseingänge, und der Schulträger leiht uns bereitwillig für Wochen, wahrscheinlich eher Monate eine zusätzliche Verwaltungskraft für Mahnung, Inkasso und Zahlungsbefreiungen (bei Grundsicherungsempfängern, kinderreichen Familien usw.).

Noch Fragen?

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Funktioniert an zig Schulen. SEIT JAHREN.
1995 haben in Bayern meine Eltern den USA Schüleraustausch ÜBERWIESEN. DAS IST ÜBER 30 JAHRE HER.
1995!!!

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Ja. Jede Menge.
Aber nochmal: anstatt 30 Mal „den konkreten Verwendungszweck“ über einen Zettel zu kommunizieren, könnte man erwarten, dass sich über Generationen hinweg Erfahrungswerte gebildet haben, was Klassenstufe XYZ innerhalb eines Jahres zusätzlich an monetärem Input braucht.
Und dann: am Jahresbeginn erheben, gerne pauschaliert.
Ich habe aber folgende Vermutung:

  1. Viele Lehrkräfte haben zu Beginn noch gar keinen Plan, was unterjährig fällig wird
  2. Die Lehrkräfte sprechen nicht miteinander, um die Beträge auzusumieren
  3. Plötzlich würden diese Zusatzbeträge in Gänze sichtbar und jeder hätte große Fragezeichen in den Augen, ob das tatsächlich angemessen und notwendig ist oder ggf. nicht doch (im Falle der Lektüren) über schuleigene Klassensätze abbildbar wäre

In unserem Haushalt gibt es von einigen Klassikern 5+ Exemplare (2x Eltern, 2x Kinder plus zum Teil noch die Exemplare der Großeltern) im Haushalt. Weil die vorhandene Ausgabe nicht die war, mit der die Lehrkraft arbeiten kann….

Ich_bin_neu_hier
29 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

„Weil die vorhandene Ausgabe nicht die war, mit der die Lehrkraft arbeiten kann….“

1. Unterschiedliche Seitenzahlen (außer bei Dramen mit Verszählung)
2. Unterschiedliche Hilfen, unterschiedliche Einleitung, unterschiedliches Zusatzmaterial
3. und über allem schwebend die Frage, ob Klaus-Rüdiger nicht vielleicht doch einen Vorteil in der Klausur hatte, weil er als einziger die Ausgabe mit der umfangreicheren Einleitung und den umfassenderen Hilfen benutzen durfte.

Mir
29 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Deshalb: Klassensatz der Schule verwenden.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

„Klassensätze für Lektüren in der Schulbücherei“

Die Eltern dürfen das nicht bezahlen, das Land will das nicht bezahlen, der Förderverein zu Recht auch nicht, und das Schulbudget reicht dafür nur, wenn Sie dreißig, besser vierzig Jahre dieselben Lektüren verwenden.

Oberstufenschüler dürfen eventuell ihre Lektüren für das Abitur präparieren, also braucht es jedes Jahr neue Klassensätze, und warten Sie bloß, bis der erste Abiturient klagt, weil in seiner Deutsch-, Englisch-, Sonstwas-Lektüre eine einzige Seite von bösen Wichteln entfernt worden war:

Seitdem müssen sämtliche im Abitur verwendeten Lektüren eine Woche vorher von zwei hochqualifizierten Lehrkräften ohne Arbeitszeiterfassung im Vier-Augen-Prinzip auf fehlende Seiten kontrolliert werden.

Sie halten das für Satire? Wissen Sie was: Ich wäre ja so, so glücklich, wenn Sie damit Recht hätten, Sie können sich nicht ansatzweise vorstellen, wie glücklich…

Heinz
29 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Vielleicht liegt das Problem nicht nur an den Rahmenbedingungen, sondern manchmal auch daran, dass man sich an dysfunktionale Abläufe gewöhnt hat.
Und ganz ehrlich: Wie viele verschiedene Lektüren reden wir denn überhaupt?
Wir sprechen doch überwiegend über Dauerbrenner. Der Richter und sein Henker. Die Physiker. Nathan der Weise. Woyzeck. Homo Faber. Faust. Tschick. Der Besuch der alten Dame. Und selbst die Abiturlektüren wechseln nicht jedes Jahr beliebig, sondern laufen oft über mehrere Jahre.
Da müsste man doch eigentlich erwarten, dass sich über Generationen hinweg praktikable Lösungen entwickelt haben.
Stattdessen entsteht manchmal der Eindruck, als würde jedes Jahr völlig überraschend Weihnachten vor der Tür stehen und niemand hätte ahnen können, dass in Klasse 8 oder 9 irgendwann wieder eine Lektüre benötigt wird.
Schön wäre es, wenn die hochqualifizierten Lehrkräfte ihre Energie – ob mit oder ohne Arbeitszeiterfassung – einmal darauf verwenden würden, zu verstehen, warum sich bestimmte Probleme seit Jahrzehnten zuverlässig wiederholen, anstatt reflexartig zu erklären, weshalb alles unmöglich sei.
Denn irgendwann drängt sich die Frage auf, ob das eigentliche Problem wirklich die Rahmenbedingungen sind – oder die bemerkenswerte Fähigkeit, sich mit schlechten Abläufen dauerhaft zu arrangieren.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Kann ich nur voll unterstützen.

Meine Erfahrung: da wird nix mehr hinterfragt, optimiert!

Beispiel aus Bayer
Wir nutzen des Elternportalnals Software .
Behaupten Lehrer vor den Kindern dass die Software sprachlich geteilte Klassen nicht verarbeiten kann, dass man nicht für die Lateiner wie Franzosen die jewilige Schulaufgabe im Kalender einstellen kann.
Sagt einem der gesunde Menschenverstand: so doof kann der Softwareentwickler nicht sein. Also schreibt man den an.
Und was kommr raus: der Lehrer hat keine Ahnung wie das Klassenteilen geht.
Ist aber auch jedem Sch..egal. der Schulleitung ist das wurscht dem Schulträger wurscht.
Das ist unfassbar.

Ich führ hier in München ne Shitlist zu Grundschule und Gym.
Da fassen Sie sich an den Kopf

dickebank
29 Tage zuvor

Die Kursbildung ist aber Aufgabe der Orga und nicht die der Fachlehrkräfte.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Mein Ansprechpartner ist die Lehrkraft, der hatte ich angeboten dass ich ihr über den Softwareanboeter Hilfe hole. Da hiess es nein holt sie sich selbst.
Also geh ich davon aus, dass sie das macht

Ich will aber auch wenn so was auffällt die Schuldfrage nach 60s auch gar nicht mehr diskutieren im Sinne von den schmeissen wir jetzt raus sondern
Lösung her
Verstehen warums passiert ist und diese Ursache abstellen.

Was meinen Sie was ich bis zum Schultröger Mails schreiben musste.
Auch um allen nochmal kalr zu machen, dass wir Absenzen an Leistungsnachweistagen durch Befreiungen nur vermeiden können wenn wir die Schulaufgaben im Kalender sehen.

Das ist doch katastrophal fürs miteinander

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Ganz viele Rollen Kleingeld von der Bank besorgen und peinlichst genau in Münzgeld herausgeben – höchster Wert 10 Cent. Aber vorher ankündigen: Das ist schon der halbe Spaß und macht Sie außerdem in den Augen der Schüler und Schülerinnen verlässlich.

Bei Wandertagen usw. hatte ich meist nur 1-3 Leute mit zu großen Scheinen. Das war sehr praktisch – die haben jedesmal das ganze Hartgeld der anderen bekommen und ich musste deswegen nicht mehr zur Bank und es eintauschen.

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

„Wenn Eltern nachfragen, Mails schreiben oder Entscheidungen infrage stellen, heißt es regelmäßig, man solle den pädagogischen Profis doch bitte vertrauen und sich nicht ständig einmischen.“

Es kommt doch klar auf den Kontext und den Ton an:
Wir hatten tolle Eltern, die bspw. zu einem Klassenausflug noch ein schönes Picknick organisiert hatten.
Wir hatten, nachdem wir lange eine Klassenfahrt und Alternativ-Vorschlag mit begrenztem Budget geplant hatten, auch Eltern, die gar nicht verstehen konnten, warum wir nicht einfach eine längere Flugreise machen. Die waren aber zumindest höflich.
Beides finde ich völlig in Ordnung.

Aber es gibt eben auch unhöfliche, sehr fordernde Eltern, die stets das eigene Kind bzw. sich selbst im Fokus haben. Bei denen möchte man möglichst wenig Einmischung!

„Bildungspartnerschaft bedeutet aber nicht, dass eine Seite redet oder bestellt und die andere zustimmt.“

Ich finde, das große Problem ist doch das Deputatmodell, welches Elternarbeit eben nicht bzw. kaum vorsieht.
Je mehr schwierige und forderne Schüler wir haben, desto mehr fokussiert man sich auf diese und darauf, deren Eltern mit einzubinden. Die guten Schüler, die auch zu ihrem Recht kommen müssten, fallen eher mal hinten runter. Und für deren Eltern ist eben noch weniger Zeit.

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Das Picknick organisierende Elternpaar ist die Idealvorstellung.
Das kritische Elternpaar ist das Problem.
Vielleicht sucht man einfach Lehrerhelferlein?

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Zwischen kritisch nachfragen und direkt beim Schulamt auflaufen oder mit dem Anwalt drohen, gibt es durchaus einen Unterschied. Und ebenso zwischen Rücksprache halten und Lösungen suchen oder grundsätzlich alle Maßnahmen der Schule boykottieren oder torpedieren. Und ums Picknick geht es mir sicher nicht, das ist so selten, das fällt jetzt echt nicht ins Gewicht.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Ich nicht.

Und ja, so ist es.

Keine Ahnung welchen Beruf Sie ausüben – aber wie wäre es, wäre das nicht ganz toll, wenn da im Wochentakt (fachfremd) ein paar Lehrer Ihnen da reinquatschen und Ihnen mal so richtig mitsprechend mitteilen, wie das zu laufen hat?

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  447

Naja wenn Heinz sich um Ihre Kindern kümmern würde und er seinen Job nicht ordentlich macht, würden Sie das sehr sehr wahrscheinlich auch machen.

Und selbst wenn Heinz Bäcker wäre und Ihnen Semmeln mit grossen Luftlöcheemrn und verbranntes Brot verkaufen würde, dann würden Sie das sehr sehr wahrscheinlich auch machen

Heinz
29 Tage zuvor

447 hat vielleicht recht. Ich habe vielleicht (!) tatsächlich keine Ahnung von Didaktik.
Aber manche Lehrkräfte haben vermutlich auch keine besondere Expertise in Prozessgestaltung, Zahlungsabwicklung oder Standardisierung.
Warum auch? Das haben sie schließlich nicht studiert.
Umso mehr wundert mich, dass ausgerechnet diejenigen, die zu Recht darauf hinweisen, dass Lehrkräfte nicht alles können und nicht für alles verantwortlich sind, jeden Blick von außen gleichzeitig als unzulässige Einmischung betrachten.
Vielleicht ist das Missverständnis, dass Kritik an organisatorischen Abläufen mit Einmischung in pädagogische Fragen verwechselt wird.
Denn ich käme nicht auf die Idee, einer Lehrkraft vorzuschreiben, wie sie Deutsch unterrichten soll.
Aber wenn bestimmte organisatorische Probleme seit Jahrzehnten zuverlässig auftreten, halte ich die Frage, ob es vielleicht auch anders ginge, nicht für anmaßend.
Vielleicht erklärt das sogar, warum manche Probleme erstaunlich langlebig sind.

447
29 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Diese (von z.B. Ihnen) angesprochenen massiven Ineffizienzen haben ja GRÜNDE.
Wir Lehrer wissen doch selber wie doof Dinge oft sind.

Und die zwei Hauptgründe sind:

– verquastes, quasi pathologisches (also krankhaft überzogenes) Sicherheitsdenken der Schulverwaltung, die uns über Dienstanweisungen dann zwingt, Sachen „so“ zu machen

– krankhaft überzogene reale oder auch nur vermeintliche „Rücksichtnahme“ auf (häufig selbstverschuldete) Probleme/Problemmacherei von ganz wenigen Leuten.

447
29 Tage zuvor

Das ist doch dann eine sachlich berechtigte z.B. Beschwerde.

Da würde ich jetzt garkein Problem sehen.

Analog zu: „Ab X Punkten gibt es ne 3, Klaus hat X+1 Punkte erreicht, daher steht ihm die 3 statt ner 3- zu, da die Punktzahl falsch berechnet wurde.“

Maybe
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Danke, dass Sie differenzieren; selbst bei unseren über 15jährigen ist es ähnlich.

Mitleser
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

„Es wirkt manchmal ein bisschen so, als wünsche man sich engagierte Eltern – allerdings bitte nur dann, wenn sie derselben Meinung sind. Oder Kuchen backen. Oder als Begleitung zum Ausflug mitkommen. Oder Fahrdienste übernehmen. Oder 6,34 € abgezählt aus dem Ärmel schütteln (mehrmals pro Schuljahr). Oder binnen eines Tages eine ganz bestimmte Ausgabe einer Lektüre auftreiben. Oder oder oder.“

Hacken Sie meine privaten Chats? 😛 Spaß! Ihr Beitrag fasst das laufende Schuljahr meiner Kinder sehr gut zusammenfassen. Mein heutiges „Highlight“ war sinngemäß folgende Nachricht einer Schule über die App:

Liebes Kind, aufgrund der Hitze verkürzen wir vielleicht demnächst die Unterrichtszeit. Leider haben wir aber nicht genügend Schulbusse für alle Kinder, wenn (spontan) hitzefrei ausgerufen wird. Wie wäre es, bei diesem tollen Wetter einfach mit dem Fahrrad anzureisen? (mehrere Dörfer entfernt) Wenn hitzefrei ab der 4 Stunde gelten sollte, sage ich deinen Eltern aber auch erst „im Laufe des Tages“ Bescheid, damit sie sich ein wenig in Spontanität üben können!

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

In welchem Bundesland dürfen Schulen denn über WhatsApp mit den Eltern kommunizieren? Seit wann haben Schulen Busse? Warum sollten Schulen Kinder dazu auffordern, den Eltern keine Nachricht zu schicken, wenn das doch viel mehr Probleme hervorriefe? Und warum sollte es nicht möglich sein, mit dem Fahrrad zu fahren?
Warum habe ich das Gefühl, dass Sie sich das ausgedacht haben?

Mitleser
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Es ist leider die Wahrheit. Kommuniziert wird über die APP WebUntis (Kinder- und Elternaccount). Bundesland ist BW. In unserem Landkreis sind die Fahrmöglichkeiten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr eingeschränkt, daher gibt es extra Schulbusse. Diese bedienen einmal morgens die Hinfahrt zur Schule aus allen Dörfern und dreimal am Tag die Rückreise. Mehr gibt es nicht.

Fahrrad fahren ist eine schöne Sache, vielleicht nicht bei diesen Temperaturen. Und bei den Strecken entlang der Landstraßen mit Geschwindigkeiten von 70-100 km/h vorbeifahrender Autos auch nicht meine erste Wahl.

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

Deswegen gibt es bei uns (egal welche Temperatur) kein Hitzefrei. Da meckern Eltern und Kinder auch wieder. Und wir haben als LuL weder den öffentlichen Nahverkehr, noch die Hitzefrei Regel erschaffen. Wir werden dafür aber angeranzt.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

„Wenn hitzefrei ab der 4 Stunde gelten sollte, sage ich deinen Eltern aber auch erst „im Laufe des Tages“ Bescheid, damit sie sich ein wenig in Spontanität üben können!“

Tatsächlich genau so geschrieben, ohne Ihre eigene Interpretation oder Wahl der Worte?

Dann würde ich das ziemlich eindeutig als Sarkasmus sehen.
Warum? Weil man als Lehrkraft diese Entscheidung (normalerweise) gar nicht fällt.
Der Stundenausfalle ist entweder vom AG/Kommune usw. aus und/oder Schulentscheidung auf Verwaltungsebene – also Schulleitung.
Wenn man als Lehrkraft dann die „Regelung“ und „Info“: „Wir geben euch spontan Bescheid. Ihr leitet das bitte Eltern (und Kinder) weiter bekommt“, dann gibt man diese Art halt ggf. genau so weiter.
Kann die Lehrkraft wenig dafür dann.
Was soll diese denn auch sonst schreiben? Hellsehen kann sie nicht.
Wenn sie dann selbst nur 5 Minuten Handlungsspielraum bekommt … Dann ist das Ergebnis halt (leider) so.
Kenne ich halt selbst aus der Praxis durchaus.

Also wie wäre hier Ihr Vorschlag für diese Lehrkraft?
Das ist ein primär systemisches Problem.
Erst wenn die Lehrkraft weder Info weiter gibt [welche so dann korrekt halt wäre, wenngleich zynisch]. Wurde also gemacht. Noch wenn sie dann nicht Beschied bekämen.

Der Weg über „eine App“ [Whatsapp sowieso eigentlich ein No-Go als Gruppe mit Lehrkraft] und das „Liebes Kind,“ würde ich hier persönlich schon kritisieren.
Die Infos muss (zusätzlich) an Eltern.
Falls diese an die „lieben Kinder“ und „lieben Eltern“ raus ging?
Und „die App“ eine schulinterne Schulgemeinschaftsapp [Google Chat] ist/wäre – dann passt das.

Wo sehen Sie denn hier ein Problem?

Schulbusse werden normalerweise hier angefragt. Die Antwort ist häufig halt „kann nicht abgedeckt werden – finden Sie bitte schulinterne Möglichkeiten und Lösungen“.
Toll.

Mitleser
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Ich mache gerne Witze, aber in diesem Fall nicht.

Bei der zwingenden Nutzung von Schulbussen, die ihre Kapazitäten nicht anpassen können, finde ich derartige Ankündigung über die Schul-App WebUntis an SuS und Eltern vom Schulleiter problematisch.

Ich kann Lösungen abends vorab organisieren, nicht aber spontan zaubern. Die hiesige Grundschule hatte immerhin den Sommerläuteplan mit verkürzten Unterrichtzeiten von heute bis einschließlich nächsten Freitag vorab verkündet.

Das GY hatte gestern verkündet, die Eltern und SuS „im Laufe des Vormittags“ über ihre Entscheidung für den jeweiligen Tag zu informieren.

Auch die RS hat heute einen speziellen Läuteplan angekündigt. Er gilt für Montag und wird ab dann „von Tag zu Tag mitgeteilt“.

Der Zusatz zur Spontanitätsübung kommt natürlich von mir, aber wie soll ich solche Nachrichten denn sonst interpretieren?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

„Bei der zwingenden Nutzung von Schulbussen, die ihre Kapazitäten nicht anpassen können“

Das ist das Problem. Sucht sich sicherlich keine Schulleitung aus, das können Sie mir glauben. Ebenfalls keine Lehrkraft.
Ist halt eine andere Instanz. Die Schule ist darauf angewiesen. Viele Eltern auch.

„finde ich derartige Ankündigung über die Schul-App WebUntis an SuS und Eltern vom Schulleiter problematisch.“

Das „Liebes Kind,“ finde ich auch formal komisch, wenn das per WebUntis an die Eltern geht.
Ansonsten ist WebUntis eine App, welche Schulen verwenden können und dürfen. Der Weg ist vollkommen in Ordnung.

„Ich kann Lösungen abends vorab organisieren, nicht aber spontan zaubern.“

Da sitzt man mit der Schule in einem Boot.
Ein Sommerläuteplan ist natürlich die sicherere und professionellere Variante.
Heißt allerdings auch, dass man darauf achten muss, dass der Rahmenplan im Jahr eingehalten wird. Also es generell nicht zu viel Ausfall gibt.
Zusätzlich muss man so oder so die Aufsichtspflicht gewährleisten. Eben für SuS, welche nicht gehen können. Da kommt die Schule auch nicht aus. Müsste jede SL auch wissen.
Und dann ggf. den Stundenplan für die Woche auch anpassen – also bspw. Stundenkomprimierung und Anpassungen.
Ist natürlich ggf. mal mehr Aufwand im vornherein.

„Die hiesige Grundschule hatte immerhin den Sommerläuteplan mit verkürzten Unterrichtzeiten von heute bis einschließlich nächsten Freitag vorab verkündet.“

Ist der sauberere Weg wie gesagt. Trotzdem kann man auch den anderen Weg gehen.
Hier spielt man etwas zusätzlich im Bereich „Ärgernis wegen Stundenausfällen“ vs. „Ärgernis wegen spontanen Bescheid geben“.

„Das GY hatte gestern verkündet, die Eltern und SuS „im Laufe des Vormittags“ über ihre Entscheidung für den jeweiligen Tag zu informieren.“

Kann sie ja machen. Allerdings ändert das nichts daran, dass sie weiterhin die Aufsichtspflicht haben, falls Eltern dies nicht organisieren können (oder wollen). Da gilt dann die Zumutbarkeit. Und daher muss das GYM eben Betreuungszeiten abdecken und stellen.

„Auch die RS hat heute einen speziellen Läuteplan angekündigt. Er gilt für Montag und wird ab dann „von Tag zu Tag mitgeteilt“.“

Auch das kann man machen. Muss man eben von Tag zu Tag planen. Ist dann die Zwischenlösung.
Jeweils am Vortag Bescheid geben. Und dann ggf. täglichen Rahmenplan machen. Ist dann eben auch top für Unterrichtsvorbereitungen, falls man Zeitkürzungen der Stunden auf einmal nachplanen muss. Top.

„Der Zusatz zur Spontanitätsübung kommt natürlich von mir, aber wie soll ich solche Nachrichten denn sonst interpretieren?“

Schonmal KMK-Anweisungen usw. gelesen?
Genau so denke ich?
Die kommen so ständig. Im Prinzip wurde die Info mehr oder weniger halt so weitergeleitet.

Wie ist die Lösung?
– Kontakt mit der Elternvertretung
– Ggf. Aufnahme der Interessensseiten
– Per Elternvertretung Kontakt mit Schulleitung (oder Bezugslehrkraft)
– Dann schauen, ob die SL eventuell sogar mit zieht

Stellt sich die Schule quer und „setzt zudem die Kids vor die Türe“ ist das sowieso ein Fall für die Schulaufsicht [Ministerium/Schulamt]. Das darf sie nicht. Die Betreuung muss altersgemäß gegeben sein. Die Schule „kann“ und insb. darf nicht „kurze Mail schreiben + sofort Kinder Heim schicken“.
Ansonsten hat sie halt ggf. ein Problem. Die SL zumindest.

Das mit dem „spontan“ ist für Lehrkräfte oft auch nicht ganz so toll … Man muss sich ja trotzdem drum kümmern, dass die Eltern erreicht werden. Schauen, dass die Kinder selbst eigenständig gehen dürfen oder abgeholt werden (können). Und letztendlich wird man sowieso meist nicht alle „spontan“ erreichen. Dazu muss man ebenfalls die Betreuung gewährleisten.
Und wenn man dann selbst eine Durchsage hört „Heute entfällt aufgrund der ansteigenden Hitze ….“. Dann hat man da nicht unbedingt sooo viel Spaß.
Je nach Kommunikation … Elternanrufe, Bestätigung – dass Kind selbständig gehen darf, usw. usf.

Mitleser
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. 🙂 Ich schätze die Informationen aus den (meisten) Kommentaren der User hier seit langem. Nur so weiß ich auch, wie es den Menschen auf der „anderen Seite des Ufers“ geht. So ehrlich geht es im Alltag zwischen Lehrern & Eltern nicht zu.

Die Redaktion versucht viele Themen öffentlich anzusprechen. Dafür lieben Dank!

Ich trage meine Sicht aus der Elternperspektive dazu bei oder versuche mich gar in Lösungsvorschlägen. z. B im Hinblick auf das einzusammelnde Geld (Danke für die Hinweise @Ulla). Einige Probleme auf der schulischen Seite (wie z.B. die Art, wie Geld eingesammelt wird) scheinen heute völlig aus der Zeit gefallen zu sein.

Und da komme ich, wie Sie, immer mehr zur gleichen Erkenntnis: „Da sitzt man mit der Schule in einem Boot.“

@Bla Ein Betreuungsangebot wurde von schulischer Seite bisher nicht offeriert, aber mein 12jähriges Kind kann auch mal 1-2 Stunden auf eine Fahroption warten.

Die wiederholten Forderungen in einigen Kommentaren auf dieser Seite nach Homeschooling u.ä. ignoriere ich mal getrost.

Bei wenigen Foristen ist aber zu erkennen, wie der Sarkasmus sie infolge der beruflichen Arbeitsbedingungen aufgefressen hat. Diesen Menschen möchte ich am liebsten sagen: Die Kinder haben sich nicht ausgesucht, in welche Familie sie hineingeboren werden; auch im Hinblick auf die finanziellen, intellektuellen und sprachlichen Voraussetzungen. Sie müssen das System Schule im Sinne der Schulpflicht absolvieren. Wer als Lehrkraft morgens nicht mehr aufstehen mag, in den Spiegel schauen kann und sein Klientel fast hasst, sollte doch lieber den Beruf wechseln.

Ein gute Planung des Ruhestands mit auskömmlichen Rentenbezügen ist wichtig, aber nicht alles! Dafür habe ich zu viele Menschen zu Grabe getragen. Nicht immer gibt es ein später….

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

„So ehrlich geht es im Alltag zwischen Lehrern & Eltern nicht zu.“

Jap. Einige Lehrkräfte meiden durchaus aus teilweise Elternkontakte. Wenn man sich ständig in „Rechtfertigungssituationen“ systemisch sieht, ist das mitunter auch nachvollziehbar.
Geht so allerdings oft „beiden Seiten“.
Ich musste das auch erst lernen, dass „Eltern“ per se keine „Gegenspieler“ sind. Zeige allerdings inzwischen auch deutlich meine Grenzen den Eltern gegenüber auf, wenn man es drauf anlegt.

„Und da komme ich, wie Sie, immer mehr zur gleichen Erkenntnis: „Da sitzt man mit der Schule in einem Boot.““

Die wenigsten Lehrkräfte haben Lust, ständig irgendwelche Gelder zu verwalten. Wie der Name es schon sagt … Das sollte Verwaltungsarbeit sein.
Einen festen Klassentresor gibt es an den wenigsten Schulen …
Ist an vielen Schulen wirklich sehr „auf Lehrkräfte“ (und Eltern) ausgelagert.
Bei uns gibt es zumindest Bereichsebenen dazu.
Beispielsweise Klassengelder. Diese kann ich dann individuell für die Klasse halt nutzen. Materialgelder. Diese kann ich für Materialien halt verwenden. Usw.
Dazu haben wir halt eine ordentlichere Verwaltung als an vielen Regelschulen. Das entlastet diesbezüglich auch.
Jetzt allerdings wieder das „aber“: Glaubt man tatsächlich, dass der Staat das für Regelschulen nicht machen kann? Oder das nicht „wüsste“, wie das bei uns und an Regelschulen ist? Doch. Wir sind sowohl konzeptionell, als auch darlegungspflichtig beim/gegenüber dem Staat. Diese ist die Vorgabe- und Entscheidungsinstanz in einigen Bereichen halt.
Die Kenntnisse hat man also als Staat.
Doch … Kostet halt. Personal, Zeit, Struktur. Usw.
Hier braucht es keine „Lösungsvorschläge“. Die sind da. Werden bewusst nicht gemacht (und ignoriert).

Das muss man halt verstehen, damit man die Problematik einiger Lehrkräfte überhaupt auch verstehen kann.

„@Bla Ein Betreuungsangebot wurde von schulischer Seite bisher nicht offeriert, aber mein 12jähriges Kind kann auch mal 1-2 Stunden auf eine Fahroption warten.“

Ändert nichts an der Aufsichtspflicht.
Klar kann und sollte man ein 12-jähriges Kind das zumuten können. Finde ich gut.
Das Kind wird auch wenig Bock drauf haben, dass jemand neben ihm sitzt, wenn es auch spielen kann oder sonst was.

„Die wiederholten Forderungen in einigen Kommentaren auf dieser Seite nach Homeschooling u.ä. ignoriere ich mal getrost.“

Dazu fehlen die Strukturen und vorbereitenden Planungen an vielen Schulen. Ist ja ein Irrglaube, dass das von „Tag auf Tag“ geht. Sah man bei Corona schon. Sah man bei „Unwettertagen“ [gab es hier kommunal angeordneten Schulausfall – mit Distanzlösungen als Vorschlag … Klappe nicht so gut vielerorts.]
Die Chance nutzte man nicht. Daher bleiben sie weiterhin nicht da. An manchen Schulen sogar rückläufig.

„Bei wenigen Foristen ist aber zu erkennen, wie der Sarkasmus sie infolge der beruflichen Arbeitsbedingungen aufgefressen hat.“

Manche brauchen den Sarkasmus als Coping. Ist bei mir nicht anders. Bin ja stellenweise auch sehr sarkastisch.
Darf man nicht als „vollumfänglich unzufrieden“ bei mir zumindest auffassen und deuten.
Das ist eine Art, um mit der strukturellen Absurdität des (Ex-)Arbeitgebers umzugehen.
Zudem gehören viele Sachen eben kritisiert.
Ist halt schade, dass dies überhaupt „nötig“ ist. (Eigentlich) Ein sehr toller und sozial bereichernder Beruf.

„Wer als Lehrkraft morgens nicht mehr aufstehen mag, in den Spiegel schauen kann und sein Klientel fast hasst, sollte doch lieber den Beruf wechseln.“

So einfach ist das eben häufig nicht. Weil viele wissen, dass der Beruf eigentlich ein sehr schöner ist/wäre/sein kann. Dazu haben viele „viel Energie“ reingesteckt. Und werden ggf. immer wieder enttäuscht. Das endet oft in Frust. Dann kommt es im Laufe der Zeit drauf an, ob man aussteigen kann/wird, was ändert, „das irgendwie durchhält“ oder halt im Burnout (mit Depressionen) landet.
Der Körper und Kopf wird irgendwann „abschalten“. So war das zumindest bei mir damals.
Nur merkt man das leider normalerweise nicht früh genug und es „kommt plötzlich“ (da man sämtliche Anzeichen nicht erkennt und v. A. nicht wahrhaben will).

Ich kenne einige Lehrkräfte, welche die letzten Jahre mehr auf „Resilienz“ und „Achtsamkeit“ gingen. Sprich: Therapeuten, Supervisionen, Meditation usw.
Das löst allerdings häufig nicht „die Urprobleme“, sondern macht sie maximal erträglich – immerhin.

„Ein gute Planung des Ruhestands mit auskömmlichen Rentenbezügen ist wichtig, aber nicht alles!“

Tja, der Staat ist eben ein Meister in „Verkettungen“. Beamtentum hat (s)einen Preis. Und die Privilegien stehen/halten halt entgegen.

Ansonsten: Viele studieren Lehramt, damit sie im sozialen Bereich tätig sind und eben mit dem Klientel arbeiten können.
Nur kennen die meisten vor dem Studium die Rahmenbedingungen nicht (und am Schluss vom Studium auch nicht).
Dann steckt man jedoch schon mitten drin.

„Dafür habe ich zu viele Menschen zu Grabe getragen. Nicht immer gibt es ein später….“

Dazu muss man jedoch die „Weltretter-Nummer“ ablegen können. Und das können ganz viele nicht.
Zudem muss man sich mal psychisch und beruflich überdenken. Das kann weh tun. Das ist nicht einfach. Man gibt ggf. seinen Lebenstraum auf [was bei vielen faktisch die Vorstellung des „Lehrers“ ist]. Hat Angst vor der Zukunft und den Konsequenzen.
Das würde ich nicht unterschätzen.
Sieht man bei sämtlichen Aussteigern.
Unsere Arbeitsagentur von Ort hat einen Angestellten, der NUR für Lehramtsaussteiger da ist. Zeigt eventuell auch irgendwo … Was leider schief läuft.
Ich selbst hatte auch massive Bedenken und „Struggle“, als ich „aus dem Beamtendienst“ raus ging.
Beste Entscheidung gewesen würde ich für mich persönlich zumindest sagen.
„Leicht“? War das vom Kopf her nicht. An sowas wie „Privatschule“ dachte ich in diesem Moment [Burnout] auch gar nicht. Oft ist man wohl in einem Tunnelblick … Wird ja auch aufgebaut im System.

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

„Wenn hitzefrei ab der 4 Stunde gelten sollte, sage ich deinen Eltern aber auch erst „im Laufe des Tages“ Bescheid, damit sie sich ein wenig in Spontanität üben können!“

Und das machen „die Lehrer“ Ihrer Meinung nach aus bösem Willen?

Oder könnte es sein, dass die Lehrkräfte das auch blöd finden, es aber wie zu unserer eigenen Schulzeit Vorgaben gibt, woe warm es um 10 Uhr sein muss, um hitzefrei geben zu können?
Was können Lehrkräfte für die Schulbusse?
Und könnte es vielleicht sein, dass explizit nicht das am weitesten entfernt wohnende Kind gemeint ist, sondern andere Kinder sich auf das Fahrrad schwingen sollte, damit solche Kinder Platz im Bus haben?

Mitleser
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Es gibt hier keine „Bösen“ – schon gar nicht die Lehrer und auch nicht das Busunternehmen, das die Schüler befördert. Es gibt Missstände zu bekunden, aber Lehrkräfte betrachten dies leider allzu oft als persönliche Kritik.

Dabei sind auch sie in diesem System mehr als weisungsgebunden – da endet die pädagogische Freiheit.

Das alles macht mir Probleme – ja, ich weiß, mein Problem!

Vielleicht hätte die Schulleitung es besser machen können – liegt auch nicht in meinem Einflussbereich.

Ist es dann folgerichtig, nichts zu sagen und über die Realität zu schweigen?

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

Nein. Missstände bekunden ist ja völlig okay. Nur leider, und deswegen nehmen es evtl. auch viele LuL persönlich, werden die Missstände den Lehrkräften angekreidet und der Frust darüber an ihnen ausgelassen. Und irgendwann kannan das einfach nicht mehr hören. Man selbst findet Dinge echt blöd geregelt und wird dann noch dumm angemacht (Eltern vergreifen sich immer öfter im Ton), für Dinge, die woanders festgelegt werden und für die man nichts kann. Da ist man irgendwann echt nur noch genervt, wenn man als Ventil für Elternfrust benutzt wird.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

„Oder könnte es sein, dass die Lehrkräfte das auch blöd finden, es aber wie zu unserer eigenen Schulzeit Vorgaben gibt, wie warm es um 10 Uhr sein muss, um hitzefrei geben zu können?“

Wo denn?
In Bayern ist das Ermessensspielraum der Schulleitung. Da gibt es keine „festen Vorgaben, wieviel Grad es wann hat“.
Es kommt eben auch drauf an, wie warm die Räumlichkeiten und die Zumutbarkeit ist.
Es ist und bleibt Schulleitungssache. Den Hut will sich auch das Land/Bayern/Kommune erst gar nicht aufziehen.
Die ASR A3.5 gilt ja leider nicht im Bereich der Schule.
Daher sind die 26 Grad halt nur als Richtwert da …
Ab 30 Grad wird es zumindest schwierig für eine Schulleitung, wenn sie nicht agiert und ggf. nen Schüler oder Lehrkraft umkippt.
Aber rein theoretisch obliegt auch das noch „dem Ermessen der Schulleitung“.

In welchem Bundesland arbeiten Sie denn?
Und wo stehen die Vorgaben, wie warm es um 10 Uhr sein muss?
Würde mich wirklich sehr interessieren und bin gespannt.
In Bayern ist das eher ein Mythos.
Wird aber logischerweise halt gemacht … Also Hitzefrei. Bestenfalls, bevor jemand umkippt.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

Schülerbeförderung ist Sache des Schulträgers. Also bitte den richtigen Baum anpinkeln.
Btw wo gibt es denn spontanes hitzefrei? In NRW jedenfalls nicht. Darüber hinaus gibt es die Aufsichtspflicht außerhalb der Oberstufe, weshalb für alle SuS, die nicht zuhause betreut werden können, ein schulisches Betreuungsangebot eingerichtet werden muss. Organisatorisch ist es deshalb effektiver die SuS stundenplangerecht zu garen.

Mitleser
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ich habe nicht vor, irgendjemanden anzupinkeln. 🙂 Da habe ich andere Fetische. Auch sind mir die Zuständigkeiten bei der Schülerbeförderung bewusst.

Jedoch kennt der Schulleiter (BW) sein Einzugsgebiet und das Problem der Schülerbeförderung.

Und ich bin einfach nur in der Not, den Alltag von drei Kindern an drei verschiedenen Schulen und drei verschiedenen Standorten neben meiner Arbeit zu organisieren.

Im Hinblick auf spontanes Hitzefrei: Wie interpretieren Sie folgende Aussagen?

In den nächsten Tagen würden wir Eltern und SuS jeweils im Laufe des Vormittags informieren, sollten wir den Schulbetrieb früher beenden.

bzw.

„veränderte Unterrichtszeiten werden von Tag zu Tag mitgeteilt“

Eine Aufsichtsmöglichkeit wurde nicht angeboten, lediglich der Hinweis: „in der Oberstufe (Klasse 11 – K2) gibt es kein hitzefrei“. Die Kernbetreuung Stunde 1 bis 4 ist ja abgedeckt.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

Der Schulweg fällt eben nicht in den Verantwortungsbereich der SL.
Und auch das Schulamt muss erstmal die Busunternehmen bestellen. Und die Busunternehmen müssen dann für den außerfahrplanmäßigen Schülerverkehr ihre Mitarbeiter einbestellen. Der „Sonderverkehr“ aka Schulbusbetrieb wird ja in der Regel nicht durch die Linienbusfahrer sondern durch Teilzeitkräfte/Minijobber (Rentner/Hausfrauen) betrieben.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Aber, aber…können die echt nicht mal „nur kurz 5 Minuten“ umsonst extra arbeiten? Wegen den leuchtenden Kinderaugen?
Also wirklich, das ist doch! Und überhaupt so!

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mitleser

„Auch sind mir die Zuständigkeiten bei der Schülerbeförderung bewusst.“

Also: Da kann die Schule oft halt gar nichts machen.

„Jedoch kennt der Schulleiter (BW) sein Einzugsgebiet und das Problem der Schülerbeförderung.“

Aber er ist normalerweise halt kein Busfahrer zugleich …

„Und ich bin einfach nur in der Not, den Alltag von drei Kindern an drei verschiedenen Schulen und drei verschiedenen Standorten neben meiner Arbeit zu organisieren.“

Wie gesagt … Zumutbarkeit. Nehmen Sie dann ggf. halt die Betreuung in Anspruch. Die Schule MUSS diese stellen. Ganz einfach. Da gibt es kein „Wunsch“ als Schule. Aufsichtspflicht bleibt weiter bestehen. Schickt eine Schulleitung ein Kind ohne Betreungsrücksprache und -zusage [Kind darf selbständig gehen, Kind wird abgeholt] nach Hause, dann begibt sie sich sowas von dermaßen auf dünnes Eis. Toitoi.

„Im Hinblick auf spontanes Hitzefrei: Wie interpretieren Sie folgende Aussagen?

„In den nächsten Tagen würden wir Eltern und SuS jeweils im Laufe des Vormittags informieren, sollten wir den Schulbetrieb früher beenden.“

Müssen sie ja auch. Ändert allerdings nichts daran, dass sie ebenfalls weiterhin die Aufsichtspflicht haben. D. H. sie müssen sicher gehen, dass dies in Ordnung ist und die Eltern hier abholen können oder die Schule die Freigabe halt hat, dass das jeweilige Kind gehen darf.
Außer die Kinder hätten so oder so um die Uhrzeit regulär frei.

„„veränderte Unterrichtszeiten werden von Tag zu Tag mitgeteilt““

Auch in Ordnung. Gilt trotzdem gleiches Prinzip. Ist dann eben für die Schule planbarer. Ebenfalls für SuS und Eltern. Aber die Betreuung muss so oder so gestellt werden.

„Eine Aufsichtsmöglichkeit wurde nicht angeboten, lediglich der Hinweis: „in der Oberstufe (Klasse 11 – K2) gibt es kein hitzefrei“. “

Änder auch hier nichts daran, dass die Schule sie halt stellen muss.
Können diese ordentlich kommunizieren oder erhoffen, dass es „klappt“/keine Rückmeldungen gibt.
Der Zusatz „In der Oberstufe gibt es kein Hitzefrei“ ist gängig. Ist rechtlich okay und kann man machen. Aber das ändert ja nichts an der Aufsichtspflicht für „die Klassen darunter“.

„Die Kernbetreuung Stunde 1 bis 4 ist ja abgedeckt.“

Das wurde so sicherlich nicht Ihnen geschrieben. Behaupte ich jetzt einfach mal. Ansonsten begibt sich schon hier die SL auf extremst dünnem Eis.
Daher gehe ich davon aus, dass Sie das jetzt einfach so rein interpretieren?

Nene, die Kernbetreuung ist die eigentliche Unterrichtszeit.
Also wenn diese bis 16 Uhr geht an dem Tag … Dann bis 16 Uhr.
Wenn sie bis 15:15 Uhr geht … Dann bis 15:15 Uhr.
Und wenn sie halt nur bis 11:20 Uhr geht, dann bis 11:20 Uhr. Oder halt 1.-4. Stunde.

Wenn eine Schule [Schulleitung angeordnet] insb. kleinere Kinder „mit dem Fahrrad“ einfach so um 11:20 Uhr wegen Hitzefrei nach Hause schickt, obwohl die normale Unterrichtszeit der Klasse des Kindes erst um 16 Uhr endet und die Eltern keine einverständnis gegeben haben und etwas passiert, dann ist die Schulleitung voll haftbar.
Das wird keine vernünftige Schulleitung machen. Sonst kann es passieren, dass nach einem Vorfall eben sie keine Schulleitung mehr ist.

Falls die Mail wirklich so (schwammig) formuliert wurde und man als Schulleitung die Rechtslage [zumindest Bayern] kennt [was man sollte], dann bleibt es halt eben weiterhin bei „Versuch sich aus der Verantwortung zu ziehen“.

Daher können Sie eben auch dementsprechend der Schule antworten:
„Aus privaten Gründen ist es uns weder möglich, noch zumutbar, noch überhaupt machbar, dass wir unser Kind spontan von der Schule abholen können. Wir nehmen gerne die Betreuung bis zum eigentlichen Ende der Unterrichtszeit in Anspruch. Vielen Dank.“

Außer Ihr „Kind“ ist halt volljährig. Dann kann es hoffentlich auch selbst nach Hause … Bei Minderjährigen ist das eben nicht ganz so einfach, wie die schwammige Formulierung der Schulleitung sich erhofft, so wenig Rückmeldungen auf Betreuung wie möglich zu bekommen.

Aber auch das kann (und sollte) man ehrlicherweise so kommunizieren finde ich persönlich.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Hitzefreimit Betreuung ist doch schlimmer als Unterricht.

Wenn es zu heiss wird macht man halt „““Unterricht“““, hangelt sich zur vierten durch und dann ist der Bildungsgrill hoffentlich geschlossen.

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Gleicher Nickname wie ich, hätte ich mir denken können, dass das irgendwann passieren wird.

Adele Horn
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Das war gelegentlich auch mein Eindruck. Als ob ich seit der Einschulung nur noch Handlangerin der Lehrkräfte und Goldesel der Schule gewesen sei und gefälligst zu allem Ja & Amen zu sagen hatte. Auch wenn es nicht zu meinem Kind, unserem Alltag oder zu meinen Überzeugungen passte. Allerdings habe ich bei Bedarf wahlweise deutlich aufgemuckt oder innerlich eine Gedenkstunde für Götz von Berlichingen abgehalten. 😀

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Adele Horn

Können Sie mal Beispiele anbringen?

Adele Horn
25 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Ich habe, letztendlich über das Schulamt, dafür gesorgt, dass die eine staatliche Grundschule ihre Gottesdienste in der „Einladung“ nicht mehr als Pflichtveranstaltung darstellen durfte.

Der anderen Grundschule habe ich in die Suppe gespuckt, als sie völlig überzogene Spendenforderungen an uns Eltern stellte. Für ein von A bis Z im Verborgenen geplantes Sport- und Sommerfest, dessen Finanzierung wir Familien wir dann nachträglich sicherstellen sollten. Zitat, sinngemäß: „Wir brauchen von allen Eltern mindestens [Betrag XX] pro Kind. Sonst muss das Fest ausfallen, und das wäre doch sehr traurig für die Kinder!“ Ich habe alle Klasseneltern kontaktiert, um Vernetzung mit den anderen Klassen gebeten und einen Protestbrief inkl. Zahlungsverweigerung organisiert.

Einer staatlichen Schule habe ich auf ihre Forderung nach Toilettengeld den passenden Erlass des Ministeriums NRW um die Ohren gehauen. Als der Schulleiter dann noch pampig wurde, ging der Kram an die Bezirksregierung. Der Schulleiter musste sich bei mir entschuldigen, wollte mir aber verbieten, den anderen Eltern davon zu erzählen. Daraufhin ging auch das nach Arnsberg. Eine Woche später war Feierabend mit Toilettengeld an jener Schule.

Auch zu diversen Veranstaltungen in der Weihnachtszeit sind wir nicht gegangen, weil wir sonst (zwei Kinder an zwei verschiedenen Einrichtungen) kein einziges Adventswochenende in Ruhe als Familie gehabt hätten.

Und dergleichen mehr.

Bayerische Eltern
24 Tage zuvor
Antwortet  Adele Horn

Super Beispiele.
Ich hab auch ne Shitlist aus Bayern, das ist unfassbar was an Schulen läuft.

Ulla
1 Monat zuvor

Die meisten Eltern sind supernett und unterstützen unsere Schule, wo es nur geht. Es gibt aber auch den Vater, der sagt:“ Ich dachte, mit der Ganztagsschule hätte ich das Rundum-Sorglos-Paket gebucht“. Und es gibt auch die Mutter, die mich wegen unterlassener Hilfeleistung verklagen will, weil ihr Sohn sich auf dem Schulhof das Knie gestoßen hat.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

„Und es gibt auch die Mutter, die mich wegen unterlassener Hilfeleistung verklagen will, weil ihr Sohn sich auf dem Schulhof das Knie gestoßen hat.“

Info zur Klagestelle ihr geben.
Mehr braucht man da doch gar nicht zu antworten?
Klagen und beklagen kann sie ja … Normalerweise kommt da genau. Nichts.
Sehr schwache Klageposition. Geht sowieso nicht durch. Ggf. gewinnt man sehr sicher.
Kann sie ja mal versuchen und dann wird sie vielleicht wieder in die Realität von anderen Instanzen gebracht. Schadet auch nicht.

Daher … Haben Sie dieser Mutter weiter geholfen, wo sie sich zwecks Anklagestellung hinwenden soll?
Manchmal ist der direkte und provokante Weg bei manchen Eltern halt auch der Effektivste.

Das Recht zur Klage hat jeder und jede. Passt.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Nicht einmal das.

Jede Polizeidienststelle nimmt das an.
Sollen sie klagen.

Bla
29 Tage zuvor
Antwortet  447

Jap, klar nehmen die das auf. Bekommt man dann wohl nach einiger Zeit auch den Schrieb, dass es eingestellt wird.

Aber klar … Können sie machen. Sollen sie machen.
Wie gesagt, dann sehen sie eben auf einer anderen Instanz, dass das nicht alles sooo ist, wie man sich das erdenkt. Finde ich gut. Macht solche „Diskussionen“ langfristig gesehen dann auch weniger.

Linea
1 Monat zuvor

Das Problem hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten entwickelt…immer mehr Mütter müssen arbeiten gehen. Dadurch fällt viel Erziehung zuhause weg, die Hausarbeit muss nach der Arbeit auch noch erledigt werden, für die Kinder bleibt immer weniger Zeit.
Da brauchen wir uns doch nicht zu wundern…

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Linea

Wunderlicher sind vielmehr Beiträge, die suggerieren wollen, dass Väter weder für die Erziehung Ihrer Kinder noch für Hausarbeit verantwortlich seien.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Bei alleinerziehenden Müttern ist der Anteil der Väter an der Erziehung zumindest deutlich geringer…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Selbstverständlich können die das.

Jetzt müssen die you-go-girl-slay-kweens in ihren 20ern bis 30ern / Anfang 40 nur solche feministisch korrekten Hausmänner als Erzeuger ihrer Kinder und deren Väter (bevorzugt: für beides davon) wählen. 😀

Schon macht Karen die Powerpoint und organisiert die keynote-Speaker nach hot topics, und „pappi“ (mit kleinem p) bringt die Kinderchen zur Schule, schultert die mental load, druckt Geburtstagseinladungen und staubsaugert durch die Mansarde. 😉

Das GANZ KOMISCHE ist nur:
In echt wählen deutlich über 90% der heterosex. Frauen dann irgendwie doch nach den üblichen „big three“ (looks, status, money) …und wollen so garnicht mit Soja-Sören den häuslichen Rollenrausch umsetzen…und wenn sie es tun, scheitern diese Ehen mit massiv überdurchschnittlichen Kennzahlen.

Das ist natürlich sehr mysteriös, warum das so ist.
Oder halt, ich habe es: Patriarchat ist schuld. 😀

(Und nicht etwa, dass in der Regel auch die noch so emanzipierteste Frau, wenn es dann wirklich um die Wurst geht, das wählt was für die meisten Mädels halt die Attraktoren sind)

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Oder so emanzipiert bleibt und ihren Frust, keinen Partner und / oder keine Kinder bekommen zu haben, an den Frauen mit Partner und Kindern auslässt.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Alles optional – viele Gruppen (hauptsächlich Frauen natürlich, aber auch andere) haben lange dafür gekämpft, totale Freiheit auf dem Sexual- und Partnermarkt einzuführen.

Das war die Bestellung.

Wurde und wird ausgeliefert.

Nichts hindert (in diesem Kontext:) „frau“ daran, Soja-Sören statt Karriere-Karl auszuwählen. 🙂 Eigenverantwortung und so, bitte, gern geschehen.

Als Mann habe ich mich schlicht dafür entschieden, nur solide verdienende Frauen in die engere Wahl zu nehmen:
Worauf keiner von beiden Lust hat (bei uns: Staubsaugen, Fenster putzen, Boden wischen) wird halt outgesourct – was nicht immer billig machbar ist…aber Freiräume steigern Beziehungsqualität erheblich.

So einfach ist das. Ich kann gut verdienende Frauen nur empfehlen.

Unverzagte
29 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Dass Sie sich trauen, dieses uralte Klischee auszugraben: Emanzipierte Frauen könnten mit anderen Lebenskonzepten nur frustriert sein…wie sehe denn die Welt denn tatsächlich ohne Männer aus?

Lauter dicke, zufriedene Frauen .

Unverzagte
29 Tage zuvor
Antwortet  447

Das Patriarchat ist Ihrer Ansicht nach also eine Erfindung von 90 % Frauen, die ein gleichberechtigtes Zusammenleben einfach nicht attraktiv finden?

Sowas kann sich nur ein Mann ausdenken,

Sister
1 Monat zuvor

Lehrerin und gleichzeitig Elternvertreterin der Klasse und Schule meiner Tochter hier.
Oft frage ich mich wirklich, warum ich mir das wirklich antue …

Ja, das Engagement der Eltern ist weniger geworden. Aber auch das Engagement der Schule ist weniger geworden, wenn es um die Orga anlassloser oder „schöner“ Zusammenkünfte der gesamten Schulgemeinschaft + Eltern geht.

Das ist von keiner Seite aus böse gemeint. Das ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die komplexe Gründe hat. Und diese sind nicht über vorschnelle Schuldzuschreibungen und Gejammer über DIE Lehrkräfte oder DIE Eltern aufzuhalten oder zurückzudrehen.

Ich würde mir wünschen, dass man mehr in den anlasslosen Austausch kommt.

Gegenseitiges Verständnis schafft gegenseitige Unterstützung – auf unterschiedlichen Ebenen.

Und gleichzeitig braucht es eine Neuausrichtung von Schule, die den gesellschaftlichen Anforderungen unserer Zeit entsprechend ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht werden kann.
Ideen dazu gibt genug.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Sister

Welche Ideen schweben Ihnen vor? Bedenken Sie, dass diese Ideen auch in endlicher Zeit, nahezu ohne finanzielle Belastungen und mit Rückendeckung der Schulleitung und der Dezernate parallel zum Kerngeschäft und den ganzen Auswüchsen der Dezernate umsetzbar sein müssen.

Bayerische Eltern
1 Monat zuvor

Leider sehen wir Eltern auch viele Verlagerungen von Lehreraufgaben in die Haushalte.

Wäre schön wenn die Lehrer Ihren Job auch wieder selbst machen würden:
Literatur kaufen, Wandertagsgruppentickets kaufen, Helfer bei Bundesjugendspielen, Wandertagsbegleitung, Rechtschreibung/Rechnen in Grundschule vernünftig vermitteln,…
das wurde alles mal von den Lehrern gemacht, machen jetzt ganz/ zunehmend die Eltern.

Wollen wir uns nicht drauf einigen, dass sich jeder wieder um seine Sachen kümmert

dickebank
1 Monat zuvor

Outsourcing, da sach mal einer Lehrkräfte seien nicht lernfähig.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Komisch dass sie genau da mit der Zeit gehen

Aber Bargeld tragen wir oder die Kinder lieber in Säcken in die Schule also Konto und Überweisung 🙂

dickebank
29 Tage zuvor

Auch ohne Deutschlehrkraft gewesen zu sein, kenne ich die Antwort auf die Frage, ob es „lass mir oder lass mich arbeiten“ heißen muss.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Man kann das alles machen.

Aber dass ich dann in Bayern die wohl letzte Bargelddirektorin wie einem kleinen Kind runterbeten muss was für ein Mist die 14.000 Euro Bargeldnummer war damit der digitale Zahlungsverkehr anrollt das ist doch sch…
Brauchen wir das im Miteinander??

dickebank
29 Tage zuvor

Die richtige Antwort ist aber:
„Lass andere machen.“

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Und endet in Entfremdung

dickebank
29 Tage zuvor

Arbeit war mir schon immer fremd.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

🙂 sie schrieben sie waren Lehrer?

dickebank
28 Tage zuvor

… aber als Seiteneinsteiger nur das halbe Berufsleben, das andere in einem „ordentlichen“ Beruf.

laromir
1 Monat zuvor

Ganz kurz mal zum Thema Begleitung zum Wandertag. Alternative wäre teilweise einfach Entfall, weil kein Personal. Bevor bei uns Eltern angefragt werden, muss schon alles ausgeschöpft sein. Ist also die Frage, kommen Eltern mit oder lassen wir es eben ganz und es gibt keinen Ausflug.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  laromir

Warum Entfall???
Wie waren früher mit einem Lehrer

Unverzagte
29 Tage zuvor

Rate Ihnen dringend, eine außerschulische Veranstaltung, am besten eine Klassenfahrt mit nur einer Lehrkraft zu begleiten, dann wird sich Ihre Frage ganz fix klären.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Ging alles.

Wenn ich manche Lehrkraft heute ohne Durchsetzungsvermögen erlebe dann glaub ich Ihnen dass das heute nicht mehr geht.

Unverzagte
29 Tage zuvor

Mit verhaltensunauffälligen Klassen ist das auch wunderbar möglich.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Naja.
Früher waren 2 bis 3 davon halt ohne Diagnose in den Klassen

Bla
29 Tage zuvor

Hier hier (wahrscheinlich) halt nicht (nur) um Diagnose und/oder Förderstatus.
Gibt auch einige Kids, die ohne ganz schön … Kreativ werden können.

Dazu sollte man eben auch überlegen, wie der gesellschaftliche Wandel von „früher“ zu „heute“ so ist/war.
Also beispielsweise hatten wir nicht „permanent Medienkonsum/Handy dabei“.
Viele Eltern (und v. A. Großeltern) waren noch mit mehr Zeit und Erziehung da.
Man traute „uns“ auch mehr zu. Alleine rausgehen und spielen usw. ? Gar kein Problem gewesen.
Klagegesellschaft? War nicht so ausgeprägt. Insb. im schulischen Bereich nicht. Jetzt sitzt das „dürfen Sie das“ wohl etwas schneller.
Das Vertrauensverhältnis und Standing/Image war ebenfalls ein anderes. Von „der Lehrer sagte – also mach kein Mist“ hin zu „ich war nicht dabei, zu Hause ist er/sie ein Engel“/“mein Kind? Das kann gar nicht sein“. Wirkt inzwischen oft eher wie „eine Rechtfertigungspflicht für das Melden/Mitteilen eines Fehlverhaltens (eines Kindes)“.

Sollte man schon auch etwas mit bedenken.

Dazu gibt es zusätzlich noch sowas wie „Schulgesetze“ und „(interne) Anordnungen“. Auch diese sind je nachdem „enger“ oder „offener“ halt.

Aber klar … Vieles ist zu kitisieren. Vollkommen. Vieles ist systemisch bedingt eben so. Ändert man dran nur auch bedingt etwas als Lehrkraft.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Wie gesagt wenn ALLE wieder ihren Job nachen würden, Eltern wie Lehrer.

So bürden wir der Allgemeinheit in der Schule wegen des Fehlverhaltens weniger immer mehr nachteilige Zwänge auf.
In der Schule dann irgendwann so viele, dass das öfffentliche Bildungssystem unattraktiv wird

Bla
28 Tage zuvor

Stimmt, aber ändert doch nichts daran, dass es halt Vorgaben usw. gibt?
Da sind Lehrkräfte nicht die Entscheidungsinstanz.

Das ist so, wie wenn Sie zu einem Metzger sagen würden: Na bitte… Machen Sie doch alles ohne Fleisch und nur vegan aus regionalen Produkten. Und zusätzlich schneiden Sie mir noch die Haare und fahren mich Heim. Anschließend: Mein Auto lackieren.

Man muss halt immer schauen, in welchem Bereich man ist. Dazu wer was wie festlegt.
Also:
– Instanz der Entscheidungen und Vorgaben [AG, Staat, KMK, Politik, SL]
– Instanz der Ausführung [Lehrkräfte]
– Instanz der Klientel [„Kunden“]
– Instanz der Justiz und Gesetze

Dann nochmal in „Erwartungen“, „Rahmenbedingungen“ und „individuellem Rahmen“.

Weiß ja nicht, was Sie so erwarten und sich erdenken, wie „frei“ man ist und was man alles tatsächlich wirklich als Entscheidung/Spielraum hat …

Es ist kein „Wünsch dir was“ – für niemanden.

„Umsonst“ bin ich ja nicht für Bildungspflicht aktuell. Hat durchaus so im Bereich von „Instanz der Ausführung“ massive Vorteile. Und ist ein Kompromiss zu anderen Instanzen halt.

dickebank
29 Tage zuvor

Und, wo ist der Unterschied zu heute? Solange Erziehungsberechtigte dem AOSF-Verfahren nicht zustimmen, gibt es eben nur einen Verdacht aber keine Diagnose. Folglich verhaltensoriginelle Regelschüler*innen.

Unverzagte
29 Tage zuvor

Berlin, Hamburg sowie weitere Großstädte inkl. Brennpunkte verweisen vermutlich auf etwas andere Bedingungen als die in bayrische Schulen.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Glaube ich sofort dass das Einfluss hat

laromir
29 Tage zuvor

Man darf aber nicht mit allen Jahrgängen nur mit einer Lehrkraft gehen. Das geht nur ab einem bestimmten Alter und nicht bei allen Aktivitäten. Das ist übrigens rechtlich im Wandererlass geregelt.
Und wir sind früher auch ohne Gurt und Helm gefahren. Geht heute auch nicht mehr. Und wenn Sie mal einen SuS hatten der sich verletzt hat o.ä. dann muss entweder jemand mit ins Krankenhaus oder alle anderen 29 sitzen mit fest usw. Alles schon erlebt und da war man froh, dass sich einer um die Klasse und der andere um das verletzte Kind kümmern und telefonieren konnte usw. Und wenn es rechtlich vorgeschrieben ist, dass es zwei Aufsichtspersonen geben muss, dann kann man eben Eltern ansprechen oder alles ausfallen lassen, wenn kein zweiter LuL zur Verfügung steht. Aber gut, dann lassen wir es eben ausfallen. Aber halt… Dann ist der LuL ja auch wieder der Böse. Also wie man es dreht, macht man es falsch Eltern wie sie.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  laromir

Da haben Sie Recht, zwei sind heutzutage Vorschrift bis best. JGstufe

Aber ist es sinnvoll 2 in eine Vorschrift zu packen wenn man die zwei nicht hat??

Und mal ehrlich wenn man sich für eine Sommerrodelbahn entscheidet am Wandertag aus dem 70er oder 80er die mehr als in die Jahre gekommen und die Kinder des Schuleraustauschs fallen reihenweise aus der Bahn mit teils ordentlichen Blessuren: da helfen 2 dann auch nix 🙂

Bla
28 Tage zuvor

„Da haben Sie Recht, zwei sind heutzutage Vorschrift bis best. JGstufe“

Ist so.

„Aber ist es sinnvoll 2 in eine Vorschrift zu packen“

Ja.
Warum? Siehe Erklärung Iaromir.

„wenn man die zwei nicht hat??“

Ja.
Warum? Siehe Erklärung Iaromir.
Dazu ergänzend: Was sollte man sonst machen? „Einer passt – Haftung bleibt – darf halt nichts passieren – ist Dienstanweisung“ als Gesetzestext? Haha.
Oder sämtliche Fahrten abschaffen, weil „man“ [manche haben die Kapazitäten ja … Manche nicht] ja keine zwei Personen [in der Zeit/für die Fahrt/an der Schule] hat?
Das doch Quatsch.

Man kann natürlich in der Praxis sagen:
– Keine Klassenfahrten, außer Eltern melden sich von sich aus und stellen sich zur Begleitung zugleich bereit
– Keine Anfragen an Eltern – keine Fahrten, außer Schulkapazität ist da
– Gar keine Fahrten [dann keine Diskussionen]
– Was auch immer …
Und IMMER wird sich jemand finden, der dies kritisiert und „ungerecht“ empfinden und sich empört darüber.
„Ja, aber wir wurden ja nicht gefragt .. klar wäre ich mitgekommen …“
„Boah, schon wieder suchen die eine Begleitung …“
„Was? Die fahren schon wieder wo hin? Aber … Geld, Unterrichtsausfall … Die machen sich ja nen schönen Urlaub“
„Warum fahren die anderen Schulen/Klassen alle? Nie unternehmen die Klassen meiner Kinder …“

Man kann es einfach nicht jeden, jeder und allen hier recht machen. Egal wie.

Also: Wie ist denn komkret „die Lösung“?

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Genug Personal einstellen.

Rechtsnorm auf 1 ändern

Fahrtenprogramm entzerren damit Begleitung durch 2 Lehrer machbar ist

Störenfriede von Schulfahrten konsequent ausschliessen

Ziele anpassen

Mal eine provokante Frage:
wir erleben in Bayern getarnte also rechtswidrige Ordnungsmassnahme wo Schulpersonal BayEUG Gesetzesübertretungen vornimmt.
Da gehen Vorschriftenverstösse.
Aber bei Schulfahrten nicht?!
Ein Schelm wer Böses dabei denkt

Bla
28 Tage zuvor

„Genug Personal einstellen.“

Gebe ich Ihnen recht.
Zuständig ist hier die Personalebene. Also der Arbeitgeber – das Land dementsprechend. Hier sind wir halt wieder bei Staat/Land/Bund/Kommune/Politiker. Danach SL. An Privatschulen noch Vorstand. Dazu ggf. Elternvertretung.

Ist keine „Ausführende Ebene“. Da kann Lehrkraft nichts dran ändern.
Maximal eine Remonstration bei Beamten. Bei Angestellten ein: Uns fehlt massiv an Personal. Falls Gewerkschaften zum Streik diesbezüglich aufrufen, dann ginge auch diese Option.

„Rechtsnorm auf 1 ändern“

Politiker, Juristen, Verwaltung und Justizebene.

„Fahrtenprogramm entzerren damit Begleitung durch 2 Lehrer machbar ist“

Wie konkret? Machen Sie mal Beispiele.

„Störenfriede von Schulfahrten konsequent ausschliessen“

Hier wären wir v. A. bei drei Ebenen im schulischen Bereich:

– Individuelle (ausführende) Ebene
-> Lehrkraft
–> Begründeter Antrag auf Ausschluss bei Schulfahrten
–> Klärung, wo und wie SuS an der Schule derweil teilnimmt [Planung + Materialversorgung, dazu eben Kommunikation und Absprache Eltern/Schule und Kollegium]

– SL-Ebene
-> Steht dahinter oder nicht – bei „nicht“ -> Dienstanordnung
-> Dann kann man je nach BL sich mehr oder weniger „quer stellen“
–> Als Beispiel ginge in Bayern der Hinweis auf das Schulgesetz und „Antrag auf einen alternativen Diensteinsatz, statt Klassenfahrt“. Das ist rechtsbedingt möglich. Anderswo wird es ggf. schwieriger.

– ggf. Schulverwaltung
-> Prüfung der Genehmigung der Fahrt

– Gesetzeslage: Ist bei Begründung in Ordnung. Schulpflicht besteht weiterhin. Kommunikation usw. usf. eben als Zusatzaufwand

Dazu kommen noch die Ebenen von „SuS“ und „Eltern“.

„Ziele anpassen“

Auf was denn?
– Keine Klassenfahrten?
– Vorgeschriebene Anzahl?
– Kinder sollen „irgendwie“ wieder ankommen?
Auf was passt man die Ziele denn an? Und welche genau? Lernziele? Soziale Ziele? Gemeinschaftserleben/Beziehungsebene? Inhaltsebene? Planungsebene?

Das ja eine reine Floskel „Ziele anpassen“. Erstmal inhaltsleer.
Gerne mit Inhalt etwas ergänzen.

„Mal eine provokante Frage:“

Gerne.

„wir erleben in Bayern getarnte also rechtswidrige Ordnungsmassnahme wo Schulpersonal BayEUG Gesetzesübertretungen vornimmt.“

Mag sicherlich vorkommen. Ist das flächendeckend? Dann bitte den Bereich und konkreter [falls Möglich] benennen.
Ansonsten ist es ein: Ja, Unrecht geschieht. Überall. Wo Menschen sind und arbeiten.

Flächendeckend in Bayern? Nö. Nicht über andere „Rahmen“ hinaus. In anderen Arbeitsbereichen halten sich ja auch nicht alle daran [whataboutism] – das ist menschlich.

„Da gehen Vorschriftenverstösse.“

Klar „gehen“ die.
Anzeigen, melden ggf.
Kommt halt auf den konkreteren Fall an. Dazu gibt es ja die „dientlichen Wege“. Und ebenfalls die Klageinstanz [Gerichte].

Ändert ja nichts daran, dass es Vorschriften mal gibt.
Zudem, dass man generell oft „offen im graubereich“ handelt und handeln muss.
Man kann das jetzt „verengen“ [Wo wirds gefährlich? Wo hafte ich massivst?] oder ausweiten [„ja, mal schauen – wird schon klappen – alles“].
Jedoch hafte halt ich ggf. und dementsprechend muss ich eben das für mich „festmachen“.
Dazu kommen dann die weiteren Instanzen:
– Vorgaben
– Gesetze
– SL
Usw.
Und ich entscheide nicht für Kolleginnen und Kollegen. Diese nicht für mich oder ich mache das ziemlich schnell klar bei einigen Themen.
Wenn SL etwas „schriftlich“ macht und es im Haftungsbereich der SL liegt … Entscheidet diese eben. Für sich und das Kollegium. Sie haftet dafür auch.
Andersrum nicht. Ich weise keine SL an als AN/Lehrkraft. Ich kann sie lediglich darauf hinweisen, ob das so sinnvoll ist und man sich gedanken machen will. Ggf. schriftlich und mit Unterschrift, bei „Anordnung“. Was es an meiner Privatschule nie gab bei mir.

„Aber bei Schulfahrten nicht?!“

Wie gesagt … Ich entscheide nicht für andere.
Wenn eine andere Lehrkraft sagen würde: Ach geh, zwei Bier geht schon auf Klassenfahrt. Dann muss und werde ich das nicht mit tragen.
Wenn diese dann paar Bierchen sich gönnt … Mache ich das doch nicht nach? Bin ja nicht bescheuert.
Ich hafte für meine Entscheidungen ggf. Und diese grenze ich für mich in meinem Rahmen möglichst halt ein.
Heißt: Klassen welche sehr gut funktionieren wollen einen Ausflug? Gar kein Problem.
Heißt: Klassen, welche massivst soziale Defizite zeigen und sich aufführen ohne Ende. Keine (Zusatz)Ausflüge.
Das wissen die Kids bei mir halt auch. Sie können mit ihrem Verhalten dies mit tragen und beeinflussen.
Auch bei SLH … Wer sich halt stets massivst aufführt – kommt halt nicht mit oder die Eltern müssen abholen. Unterschreiben sie bei uns auch.

„Ein Schelm wer Böses dabei denkt“

Man braucht sich da auch nichts vorzumachen.
Ausflüge sind meist unbezahlte Mehrarbeit. Sie sind ggf. anstrengender und „ergebnisoffener“.
Dazu ist die Wertschätzung je nach „Klientel“ von „negativ, gar nicht, bis hin zu sehr gut“. Und häufig findet man von allem so bisschen was.
Dazu ist es oftmals ein Kraftakt aus individueller Verwaltungsperspektive zur Veraltungsebene.
Alleine bei sowas wie „Gelder einsammeln“. Bis eben hin zu „Rückzahlungen, Stornos“ weiter bis zur Nachbesprechung usw.

Es ist kein Urlaub. Auch wenn das von einigen Eltern wohl so aufgenommen wird. Zum Glück von vielen nicht.
Dazu stellt man sich quer als AG/Politik hier überhaupt zumutbare Rahmenbedingungen überhaupt zu stellen.
Warum sollte man sowas denn „sooo gerne machen“ aus „arbeitstechnischer sicht“? „Wir“ machen das für die Kinder. Punkt. Trotz dem ganzen Scheißdreck drumherum.
Und wenn man halt das abwägt und sagt: Keine Fahrten bei mir.
Finde ich das zwar schade – aber ich kann es inzwischen wirklich nachvollziehen.
Und ich liebe Schullandheimfahrten und mache dies auch gerne. TROTZDEM verstehe ich jeden und jede, welche das nicht mag. Absolut.

447
1 Monat zuvor

Nicht Bayern, aber: Ich habe vor ein paar Jahren mal „Brutto-Schülerausfallstunden“ gezählt aus Neugier.

Das ist eine NICHT-bildungswissenschaftlich gecheckte Kategorie, die ich mir (frecherweise ohne zu fragen) ausgedacht habe und sie ist (zum Grausen von Amsstubentigern, Statistikfälsch…äh, Statistikern usw.) extrem einfach definiert:
Immer wenn eine planmässig vorgegebene Fachstunde (egal welches Fach) NICHT als Fachunterricht stattfindet, wird diese mit der Zahl der SuS multipliziert und der Zähler entsprechend hochgesetzt.
Bitte beachten: Das entscheidende ist hier, dass es nicht um Agitpropstunden, Plantricksereien, SuS da oder nicht da usw. geht, sondern es ganz, ganz einfach ist – hat der FACHunterricht, also zumindest potentielles Lernen (daher „brutto“) stattgefunden? Ja oder nein? Keine Ausreden!
Denn jede ausfallende Stunde echter Unterricht fehlt logischerweise allen SuS im Raum.

Ergebnis war, dass ich an einer Schule mit ca. 1200 SuS schon nach vier Wochen auf zehntausende Stunden kam: Ausflug hier, X Ballsportartenturnier da, Sonderaktionstag Klima, Besuch von diesem, jenem und solchen (gerade bei 5-7) … es war… „erhellend“.

Und das waren nur die Stunden, die mir bekannt wurden!

Kurzum: Wenn Schule unter dem Deckmantel von „da ‚lernt‘ man ja was bei!“ am laufenden Band ständig Unterricht ausfallen lässt, um von Ausflügen über Aktionstage bis zu Projektgedudel alles und nix zu machen dann wird eben entweder weniger gelernt – oder zu Hause. Oder garnicht.

Schulen und Lehrer haben sich das nicht ausgesucht. Es ist so gewollt und vorgegeben.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  447

Ihr seid das Bildungssystem.

Wenn ihr das für Unfug haltet dann ändert das!

447
29 Tage zuvor

Dazu haben Lehrkräfte keine Macht.

Das machen Sie 1-3 mal, dann sind Sie entlassen.

In einer Firma (besonders in einer kleinen) mag das anders sein, wenn Sie beweisen können: „Schau her Chef, ich hab es gegen Deine Anweisung anders gemacht, hier guck, 5368 Eurodollars gespart!“

Ne Verwaltung schmeisst Sie AUS PRINZIP raus.

Bayerische Eltern
29 Tage zuvor
Antwortet  447

Beleg für die Behauptung? Konkreten Fall ?

Ich halte das für ein Märchen um sich zurücklehnen zu können

Bla
29 Tage zuvor

„Ich halte das für ein Märchen um sich zurücklehnen zu können“

Können Sie ja gerne dafür halten. Sie können auch gerne an den Osterhasen glauben. Können Sie alles.

447 hat allerdings Recht. Es gibt Bereiche, in welchen man Spielraum hat. Und es gibt halt Bereiche, wo es schnell mal unangenehm werden kann, wenn man sich nicht dran hält.
Müsste jeder und jede kennen, mit einer sehr … Dominant hierarchischen Schulleitung beispielsweise.
Da ist der Spielraum nicht sonderlich groß.
Oder man wird ständig halt vorgeladen, mit Bürokratie überhäuft und belastet.
Da überlegt man, ob man sich das antun will und „den Kampf“ eingeht/kämpfen mag.

Kind braucht unbedingt eine Schulbegleitung, da SVV und Aggressivität gegenüber anderen (beim Sport bspw.)? Füllen Sie doch eine Gefahrenbeurteilung aus.
Was? Sie wollen (alleine) einen Ausflug in den Klettergarten? Nene … Verbot dessen und bei nicht Einhaltung Vorladung, Begründung, Besprechung. Dazu Unterschrift, dass man dies gegen die Anweisung der SL machen möchte/würde – mit rechtlicher Haftung.

Glauben Sie mir … Sooo einfach ist es dann nicht wirklich, wie Sie es sich vorstellen.

Wenn es Schulprojekttage gibt … Sitzen Sie halt mit im Boot.
Wenn es Bundesjugendspiele [verpflichtend] gibt, dann sitzen Sie halt mit im Boot.
Was wollen Sie denn dann machen?
Einfach die Aufsichtspflicht verletzen? Sagen: Nene, ich mache da jetzt Unterricht?
Man „spielt“ eben im Rahmen der Vorgaben und Anordnungen hier.

Ist die Vorgabe: Keine Bilder. Dann kann man fragen „warum?“. Dann kommt halt die Antwort: Pro Bild, pro Kind – 2-4 Seiten auszufüllen. Das ist rechtskräftig dann. Also … Bock mal eben auf 40-80 Seiten für ein (!) Klassenfoto? Und dazu eben zusätzlich die Elternnachfragen [ob man bekloppt ist und was das soll]?
Tjo … So halt die Vorgabe. Daher: Keine Klassenfotos an meiner ehemaligen Regelschule.
Klar kann man hier auch „einmalige Abfrage machen“ oder „auf gut Glück“. Ohne und sogar gegen die SL-Anweisungen? Mit Briefing im Rechtsrahmen diesbezüglich und Belehrung durch SL? Viel Spaß … Das machen Sie echt nicht oft (mit).
Und ja … Natürlich hat man im Kopf, dass eine einmalige Abfrage geduldet wird und wurde. Aber ist dies wirklich „absolut rechtsfähig“? Hat man Bock auf eine Nachbelehrung? Kann ich mir inzwischen angenehmeres vorstellen.

447
29 Tage zuvor

Klar, ich poste jetzt hier imgur-links der Prozessakten der Kollegin mit hochspezialisiertem Bio-Doktortitel und Herz für Kinder, die erst bis zum höchsten NRW-Arbeitsgericht um ihre Verbeamtung klagen musste, obwohl sie ein Jahr UNTER der NRW-Grenze war…was sicher GARNIX damit zu tun hatte, dass sie in einem Ingineursgutachten, das einem Gebäudeteil Schimmelfreiheit bescheinigte dem Dezernenten wörtlich die Fachbegriffe für eine gefährliche Schwarzschimmelvariante aus dem gleichen Gutachten vortrug, worauf hin ca. 1,5 Mio. Renovierungsschaden für den Schulträger entstand. War bestimmt Zufall! Und garkeine versuchte Retourkutsche.

Klar, ich poste hier gleich meine eigenen Akten, wo beim Hinzuziehen eines Anwaltes wegen DOKUMENTIERT falschen Vorwürfen in der örtlichen BzReg mir ’nen Einlauf verpasst werden sollte…der gleiche Dezernent wie oben nach drei Gegenfragen meines Anwaltes plötzlich ganz lieb wurde und es nur noch darum ging, was ICH mir denn jetzt wünschen würde, da ich diesen SL sonst verklagt hätte.
Dass mein damaliger Chef einfach Krawatte auf mich hatte, weil ich bestimmte Unterrichtselemente entgegen seiner Ideologie mit NACHWEISBAREM Erfolg glattgebügelt habe…das kann nicht sein, bestimmt Zufall.

Ich könnte noch mehr Beispiele nennen.

Und, völlig unabhängig davon ob Ausrede oder auch nicht…Sie sind in der Wirtschaft, nehme ich an? Wie viel Risikoinvest setzt man als AN für einen AG ein, der so handelt? Und, noch wichtiger: WARUM eigentlich?

Mir
29 Tage zuvor
Antwortet  447

Im Leben nicht.
Bis eine Verwaltung sowas spitz bekommt gehen Generationen ins Land.
Im Schulsystem gehe ich davon aus, dass na NÜSCHT passiert. Ich habe einige Schoten erlebt, die bei weitem plakativer, offensichtlicher, „schlimmer“,… sind. Und was ist passiert? Genau. NÜSCHT.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  Mir

Das ist auch genau so.

Da passiert genau gar nichts.
Wir haben hier rechtsverstössebund ordnungswidriges Handeln erlebt.
Und es ist nichts passiert

Bla
28 Tage zuvor

Ja, glaube ich Ihnen.
Ändert doch nichts daran, dass es eben „schon passieren kann“ (und auch passiert) ?

Im Gefängnis sitzen auch nicht nur Schuldige.
Verhandlungen enden auch nicht immer „mit der Wahrheit“.

Wenn Sie immer klauen im Laden … Können Sie auch Glück haben und damit durch kommen.
Andere werden halt erwischt.
Manche dann „mehr bestraft“ und manche „kommen besser davon“.

Das Leben ist nicht so unterkomplex. Es ist nicht „alles gleich“ und v. A. „immer so“ oder „immer so“.

dickebank
28 Tage zuvor
Antwortet  Mir

Wenn Einfalt und Pedanterie an einem Ort zusammen kommen, ist das die Geburtsstunde einer Verwaltung.

Bla
28 Tage zuvor
Antwortet  Mir

Gibt es halt beides …
Einige „kommen mit viel Schmarrn“ davon. Das stimmt. Absolut richtig.

Andere werden wegen Kleinigkeiten „sofort unter Druck“ gesetzt. Auch das gibt es.

Es gibt kein „oder“. Es ist ein „und“. Es gibt beides. Beides mir bekannt – mehrfach sogar.

Das ist ja ein Fehlschluss Ihrerseits als Argumentation …
Das wäre mal als krasses Beispiel:
– Nicht alle Männer schlagen Frauen
-> Kein Mann schlägt Frauen [passiert nicht … Da nicht alle Frauen schlagen]

Muss man doch merken, dass das Quatsch ist?

Was Sie machen können und selbstverständlich dürfen:
– Skeptisch sein
– Das nicht glauben

Was es nicht ändert:
– Beides gibt es

Und das können Sie dann wiederum als „nene, stimmt bestimmt nicht“ betiteln.
Nur komisch eben, dass das bei vielen genau so und so ähnlich halt „schon so ist“?
Schon mal wirklich intensiv mit Berufsaussteigern sich auseinandergesetzt? Ne? Ist klar … Dann wäre Ihnen das nämlich geläufig.

Bla
29 Tage zuvor

„Ihr seid das Bildungssystem.“

Wir arbeiten in einem Bildungssystem. Wir stellen es nicht.
Sie vermischen hier „Ausführungsebene AN“ und „strukturelle systemische Ebene“ und „Verwaltung“.

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Nein tue ich ganz bewusst nicht.

Das Bildungssystem betreibt den Unterricht zusammen: KM, Schulträger, Lehrer um mal den Kern zu nennen
Dieses finger pointing untereinander wer da was versemmelt, nicht beeinflussen kann ist echt unerträglich.

Wir schicken die Kinder

Bla
28 Tage zuvor

Und somit zeigen Sie halt, dass Sie keine Ahnung von Bildungssystematik haben.
Ist auch in Ordnung. Ist offensichtlich nicht Ihr Job und Bereich.

Wir sind natürlich im auszuführenden Bereich im Bildungssystem. Dort tragen wir Teilentscheidungen (mit).

Wir stellen jedoch normalerweise nicht die Struktur von „Schule“ und entscheiden diese nur im Rahmen mit.
Wir ordnen auch nichts an.
Wir entscheiden politisch nichts – keine Gesetze usw.
Und wir können auch nicht alles „ignorieren“ – wir sind daran gebunden.

Also nochmal deutlicher: Sie vermischen hier die Ebenen/Bereiche.
Das ist Ihnen nur offensichtlich weder bewusst, noch „bekannt“.
Machen Sie aber halt.

Und klar … Haben wir Teilbereiche „der Verwaltung“ – aber eben innerhalb unseres Profilbereichs.
Ggf. noch „outsourced Verwaltungsbereiche“ (also welche eigentlich „Verwaltungsebene“ ist, jedoch in die „Ausführungsebene/Lehrkräfteebene“ reingepresst wurde und wird).

Verstehen Sie das wirklich nicht? Woran scheitert es denn?
Warum glauben Sie, dass Sie die Bereiche nicht vermischen würden?

Kann man ja drüber sprechen. Faktisch [„meiner Meinung nach“] vertauschen Sie hier die Bereiche und Zuständigkeiten halt. Oder ich verstehe Ihren Kommentar nicht – das könnte natürlich auch so sein.

„Dieses finger pointing untereinander wer da was versemmelt, nicht beeinflussen kann ist echt unerträglich.“

Weil es halt Gesetze, Anordnungen, Vorgaben und Instanzierungen gibt. Hören Sie mal … Ist doch echt „nicht so deep“?

Und selbiges gilt bei „beeinflussen“.

„Wir schicken die Kinder“

Aha, warum schicken/fahren Sie denn nicht ALLE Kinder zur Schule?
Warum nicht die aus anderen Ländern?
„Nicht Ihre Sache?“ Stimmt. So ist es halt bei Bereichsebenen auch.

Sie gehen doch auch nicht in einem Unternehmen, wo Sie in der Fertigung arbeiten auf einmal in die IT-Abteilung und fangen das Programmieren an.
Wäre zumindest … Ungewöhnlich.
Sie gehen auch nicht zu Ihrem Chef/AG und sagen: „Wir“ zahlen mir jetzt einfach 50000 im Monat aus. Habe ich so entschieden.
Können Sie allerdings mal versuchen …

Bin ja wirklich verblüfft gerade …

Bayerische Eltern
28 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Scrollen Sie bitte nach oben zum exemplarischen Thema Zahlungsabwicklung und Ihnen wird blitzschnell klar warum wir Eltern uns von DEM Schulsysten entfremden.

Das ist ein Paralleluniversum jenseits der normalen gesellschaftlichen Entwicklung an dem jede Ebene Ihre Verantwortung an den Fehlentwicklungen trägt.

Und wir Eltern lassen uns nicht ins Ebenenchaos reinziehen, dort ausspielen und dort zerreiben.

Seit massiven Problemen fahr ich bei Beschwerden einen Mehrebenenansatz.
Ab dem ersten Mails sind alle des Systems gleichzeitig in Kopie.

Und spannend: plötzlich gehts 🙂 DB Wandertagsgruppentickets an die Kinder outsourcen. Diese persönliche Praxis der Lehrkraft hat dann der Schulträger unterbunden.

Spart uns Zeit und Energie.

Ist das ein sch… Ansatz ja.
Will ich das machen nein.
Gehts anders nein.

Bla
28 Tage zuvor

„Scrollen Sie bitte nach oben zum exemplarischen Thema Zahlungsabwicklung und Ihnen wird blitzschnell klar warum wir Eltern uns von DEM Schulsysten entfremden.“

Ja, verständlich. Ändert doch nichts an den Ebenen/Instanzen/Zuständigkeiten?

Zahlungsabwicklung ist eine Verwaltungssache.
Oft wird diese „Lehrkräften angelastet“. Das schonmal ein Fehler.
Aber da kann eine Lehrkraft doch nichts dafür – die badet das maximal aus.
Ich kenne wirklich keine Lehrkraft, welche sagt: Doch doch. Gerne will ich XXX(X) Euro einsammeln und verwalten. Dazu jeden Cent wieder ausgeben, falls eben nicht genau bezahlt wird. Sehr sehr gerne nehme ich auch nur 50er entgegen. Gar kein Problem.

Alle wollen, dass dies Verwaltungsebene ist/bleibt/wird. Je nach Schule und Struktur.
Einigen ist das „egal“/“nicht so schlimm“. Andere nervt das massivst. Aber keine sagt: Doch, WILL ich und bloß nicht als Verwaltungsebene.

Das ist häufig eben ein strukturelles Problem. Da haben Sie recht in der Kritik. Aber halt eben nicht in der Kausalität.

Wenden Sie sich [und alle Eltern] bitte bitte bitte an die SL und die Kommune/Staat/Politik usw.
Auch wenn das halt genau so wenig bringt, als wenn „wir“ sagen: Bitte nicht schon wieder.

„Das ist ein Paralleluniversum jenseits der normalen gesellschaftlichen Entwicklung“

Ist so.

„an dem jede Ebene Ihre Verantwortung an den Fehlentwicklungen trägt.“

Echt? Ne, sorry. Wirklich nicht. Dazu war ich schon in zu vielen Unternehmen … Von Büro, über Fertigung, Klinik, Bereich Selbständigkeit, bis hin zur Schule.
Dazu habe ich mit zu vielen Unternehmen privat (und schulisch) zu tun.
Aber echt nicht.

Aber klar … So sollte es sein. Überall.

Schonmal als Tipp und Gedankenspielchen: Bekommt jemand bei Reklamationen oft mehr Frust ab – obwohl sie/er absolut nichts dafür kann … Oder der Gerätehersteller?

Man hätte das immer so pauschal gerne … Nene. Wenn das bei Ihnen so ist: Top. So sollte es sein.
Ist es „generell so“? Nein.
Und ähnlich ist es im Schulbereich halt auch … Natürlich gibt es Sachen, wo man „als Instanz“ gerade stehen sollte und auch muss. Und andere.

Nur bei Schule wissen es alle „indirekt beteiligten“ ja besser und genau … Irgendwie komisch. Ist halt nur nicht so.

„Und wir Eltern lassen uns nicht ins Ebenenchaos reinziehen, dort ausspielen und dort zerreiben.“

Doch? Passiert doch mehrheitlich?
Haha. Was soll man denn da sagen …
Sie als Eltern vielleicht nicht? Okay.
Aber gesamt gesehen? Hängen Sie und sie [Eltern] ja mit im Boot, so lange das Kind/Ihr Kind „bei uns im Boot“ sitzt. Sie verstehen?

Jetzt kann man auch sagen: Sie sind doch das System. Bewerben Sie sich als Lehrkraft, als Schulpsychologe, als Hausmeister, als Verwaltungskraft, als … Bestenfalls alles zeitgleich.
Dazu bilden Sie doch Ihre Kinder bitte fort [Denke das machen Sie ja auch]. Bitte auch andere aber.
Dazu …
Sie merken? Das obliegt gar nicht Ihrem Einfluss(bereich).
Verstanden? Dann haben Sie es jetzt eventuell raus, warum das nicht „so einfach“ ist, wie Sie hier vermuten lassen.

Bei einem komme ich persönlich ja gedanklich näher: Bildungspflicht wäre ich auch aktuell (leider) dafür.
Nicht, weil das „ein besseres System“ wäre … Sondern, weil das wahrscheinlich aktuell „tragender“ wäre. Für viele Eltern. Für einige Kinder. Für Lehrkräfte sicherlich. Und politisch will man sich nur nicht ehrlich machen und auf diesen Zug aufspringen. Den anderen Zug will man allerdings auch nicht – wegen Kosten und Zugeständnis der schlechten Schienen und Zugmaschine – verlassen.
Tja, dann landet man halt hier, wo „wir“ gerade diskutieren.
Aber was sind denn Alternativen?
– Weiter so? In den Kollaps in 1 …2… 10-15 Jahren. Gut. Top Plan
– Verbesserungen und einen neuen Zug stellen bzw. „Sanieren“/verbessern? Oh … Nene, teuer, dauert, der alte ist ja noch da … Eingerostet – geht aber ja noch.
– Bildungspflicht? Puh … Ne, auf keinen Fall. Begründen wir mit „sozial abgehängt dann“ – machen uns aber nicht ehrlich, dass das bereits ja der Fall ist – künftig sogar noch mehr … Das ist ziemlich deutlich klar unter aktuellem Handeln. Also Scheinargument. Aber wirklich zahlen will man halt auch nicht … Wartet man eben ab

Aber: Sie hängen halt mit im System. Nicht direkt drin, wie „wir“. Sondern eben als indirekt „Beteiligte“. Ich bspw. habe mich auch für eine Privatschule entschieden und bin jetzt deutlich und spürbar distanzierter im System. Aber … Im System bin ich halt trotzdem noch. Nur der Bereich ist ein anderer.

„Seit massiven Problemen fahr ich bei Beschwerden einen Mehrebenenansatz.
Ab dem ersten Mails sind alle des Systems gleichzeitig in Kopie.“

Ja, wenn das für Sie funktioniert. Können Sie ja machen.
Bei uns gäbe es dann ggf. einen Hinweis/eine Bitte auf die Einhaltung der Kontakte/der Zuständigkeiten.

An meiner letzten/alten Regelschule gab es noch nicht mal Dienstmails. Also da hätten Sie Briefe an alle schreiben müssen. Doch auch toll.

Aber klar … Nehmen Sie alle sinnvollen Instanzen halt rein.
Meistens sinnvoll und gut.

Ist mir als Lehrkraft ja auch lieb, wenn ich nicht alles weiterleiten muss. Ist jetzt auch kein Stress oder so, aber finde ich klasse.

„Massive Probleme und Beschwerden“ in Bezug auf mich hatte ich tatsächlich an meiner jetzigen Schule noch nie. Weiß auch nicht. Konnte man immer recht direkt klären oder fielen halt nicht an.
Und mit den Eltern/Kids kläre ich das auch meistens relativ fix. Ggf. halt eben mit anderen Ebenen dann dazu. Ist doch okay – in beide Richtungen.

„Und spannend: plötzlich gehts DB Wandertagsgruppentickets an die Kinder outsourcen. Diese persönliche Praxis der Lehrkraft hat dann der Schulträger unterbunden.“

Das kommt halt drauf an.
Stellt die Schule die Tickets? Ist das dessen Bereich (oder nimmt sich dessen an)?
Dann ist es eben Profilbereich der Schule/Lehrkraft. Kann sie halt nicht einfach so easy „outsourcen“. Da hätten sie recht und anrecht. Das wird von SL dann vorgegenen.
[Sind wir wieder bei „man kann nicht machen was man will …“. Merken Sie selbst, oder?]

Bei uns war das früher mal: Schule kümmert sich um den ÖPNV [Schultickets]. Kann man machen.
War dann Verwaltungsebene [Sekretariat]
Als ausführende Ebene/Lehrkraft: Ausgabe der Tickets.
Müssen wir aber nicht als Schule.
Inzwischen machen wir das auch nicht mehr. Ist auch rechtlich ebenso in Ordnung.

Und somit: Welche Instanzen gibt es hier?
– Schulträger: Vorgabe
– SL: Vorgabe
– Lehrkraft: Ausführende Instanz – kümmert sich ggf. drum, da „outsourced“

Eigentlich sollte das durchaus Verwaltungsebene sein.
War es bei uns ja auch.
Bei „Klassenfahrten“ kann ich das machen, kann hilfe durch die Verwaltungsebene bekommen oder gebe es dieser weiter. Da bin ich halt freier.
An meiner alten Regelschule? Klare Vorgaben … Nix mit „Sonderwünschen“.

So langsam kommen Sie auf den Irrsinn? Auch aus Lehrkräftesicht?
Toll. Da teilt man sich nämlich tatsächlich was mit den Eltern.

Bei vielen Punkten bin ich bei „unseren“ Eltern. Kritik wo Kritik gehört. Allerdings kann ich es (meistens) eben systemisch besser einschätzen und abwägen.

Als Beispiel:
– Doppelte Klassenleitungen. Fände ich sinnvoll und gewinnbringend.
– Fänden einige Eltern auch gut.
– Mir ist allerdings bewusst, dass das eben auch „Konsequenzen“ hat
-> Höhere Elterngelder oder wo anders Abstriche
Daher … Abwägung und „Kompromisse“ halt eben.
Aber „cool“ fänd ich das schon.

„Spart uns Zeit und Energie.“

Macht es das? Dann immerhin.

Kommt jetzt halt dann auf die Lehrkraft an, ob sie sagt „naja, hat ja recht“. Oder „ist halt so … Drecks System“. Oder „gestresster“ ist und ggf. Ihr Kind (und andere) darunter [zu unrecht] leidet. Wie gesagt … Alles Menschen.
Verstehe Sie, verstehe die Lehrkraft, verstehe den Träger.
Wo es hin gehört? Eindeutig Verwaltungsebene. Wie überall sonst ja auch. Haha.

Viele Lehrkräfte suchen sich ihre be… Schule und SL nicht unbedingt aus.
Daher: Irgendwo ist es ja „Belastung“. An irgendeiner Stelle bleibt es hängen.
Tipp: Verwaltungsebene sollte es sein … Und in dem Bereich habe ich ja auch eine Ausbildung. Sogar dort hatten wir sowas „eindeutig als Profilbereich“. Im Studium hingehen? Nicht. War nie die Rede von. Komisch.

„Ist das ein sch… Ansatz ja.“

Würde ich gar nicht so sagen. Es ist nachvollziehbar (für mich). Ich verstehe das.
Ist eben ein strukturelles Problem.
Verstehe die Lehrkraft halt auch.
Dilemma. Wie vieles.

Da sollte man als Lehrkraft sich auch nicht „angegriffen“ fühlen. Die Eltern können da auch nichts dafür. Wenn die Vorgabe und der Träger das entscheidet … Ist es eben eine systemische strukturelle Ebene. So sollte man das auch handhaben.
Den Eltern wird das Recht gegeben, dass die Schule das übernimmt. Dann ist das mal so. Darauf dürfen sie dann auch sich beziehen. Alles andere ist Quatsch.
Bleibt eben das „Outsourcing“ zur Lehrkraft hin. Aber das ist nicht „Elterngemacht“. Das ist und bleibt Trägerentscheidung und systemisch.
Kann absolut keinem Elternteil da „böse sein“.

„Will ich das machen nein.“

Ist Ihr Recht. Sollte auch im Idealfall nicht Ihr Problem sein.
Sondern wo es hingehört: Verwaltung.

Außer man legt es als Träger eben auf die Eltern um …
So wie in dem Fall auf die Lehrkräfte …
[Sehen Sie die Parallele? Toll, oder?]

„Gehts anders nein.“

Weil das System halt oft „Rotz“ ist. Sag ich ja … Mangelverwaltung.
Wollen weder „Eltern“, noch „Lehrkräfte“.
Willkommen im Boot.
Wer sitzt auf dem Luxusdampfer? Die Frage sollte man sich halt auch stellen. Tipp: Es ist nicht die ausführende Instanz. Die teilt sich nämlich mit Ihnen (das sinkende) Boot.