Schulverweigerer-Eltern kämpfen sich für Heimunterricht durch alle Instanzen

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KASSEL. Ein streng religiöses Schulverweigerer-Paar aus dem nordhessischen Homberg/Efze kämpft weiter dafür, seine drei schulpflichtigen Kinder zu Hause unterrichten zu dürfen. Die Eltern hätten Revision gegen das Urteil des Landgerichts Kassel eingelegt, sagte ihr Rechtsanwalt. Nun muss sich das Oberlandesgericht Frankfurt mit dem Fall beschäftigen.

Mitte Oktober hatte das Landgericht Kassel die Berufung der Eltern gegen ein Urteil des Amtsgerichts Fritzlar zurückgewiesen. Dieses hatte die Eltern zu einer Geldstrafe von je 700 Euro verurteilt, weil sie mit ihrem Schulboykott gegen das hessische Schulgesetz verstoßen. Bereits seit 20 Jahren kämpfen die Eltern gegen die Schulpflicht.

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Nach dem Urteil des Landgerichts hatte der Vater der neun Kinder angekündigt, seine drei schulpflichtigen Kinder weiter zu Hause zu unterrichten. Andere Kinder waren ebenfalls zu Hause unterrichtet worden und hatten gute bis sehr gute Schulabschlüsse erreicht. Anwalt Vogt betonte, beide Gerichte hätten festgestellt, dass das Wohl der betroffenen Kinder nicht gefährdet sei. Eine Bestrafung sei deshalb unverhältnismäßig. dpa

Zum Bericht: Schulverweigerer scheitern vor Gericht – wollen ihre Kinder aber weiter zu Hause lassen

 

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