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Nach Schülerprotesten: Macron trifft sich mit Jugendlichen – und verspricht Bildungsreformen

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PARIS. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron reagiert auf die anhaltenden Schülerproteste mit einem bildungspolitischen Kurswechsel. Nach wochenlangen Demonstrationen und schweren Ausschreitungen hat er erstmals Vertreter der Jugendlichen im Élysée-Palast empfangen und eine grundlegende Reform des Hochschulzulassungssystems Parcoursup in Aussicht gestellt. Die Regierung kündigt konkrete Entscheidungen für Montag an. Den Schülerorganisationen reicht das bislang nicht: Sie wollen ihre Proteste fortsetzen.

Enscheidungen bis Montag: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Foto: Shutterstock / Federico Pestellini

Emmanuel Macron hat sich am Freitag mehr als zweieinhalb Stunden Zeit für die Vertreter französischer Schülerorganisationen genommen. Im Élysée-Palast empfing der Präsident rund 20 Jugendliche und Mitglieder schulischer Mitwirkungsgremien. Es war das erste direkte Treffen dieser Art seit Beginn der Protestbewegung vor rund einem Monat. Die Schülerinnen und Schüler hatten seit Wochen verlangt, von der Staatsführung angehört zu werden.

Der Präsident stellte dabei eine grundlegende Reform des umstrittenen Hochschulzulassungssystems Parcoursup in Aussicht. Über die staatliche Plattform bewerben sich französische Abiturientinnen und Abiturienten um Studienplätze. Macron habe die Notwendigkeit einer grundlegenden Überarbeitung des Systems betont, teilte sein Umfeld nach dem Gespräch mit, wie die französische Tageszeitung Le Monde berichtet.

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Auch der Zustand der Schulgebäude, die Organisation des Unterrichts und die Stundenpläne waren Gegenstand des Treffens. Die Jugendlichen fordern seit Wochen bessere Lernbedingungen, Investitionen in die Schulen und die Abschaffung von Parcoursup. Die Plattform steht seit Langem in der Kritik, weil das Verfahren zur Studienplatzvergabe für viele Bewerberinnen und Bewerber mit Unsicherheit verbunden ist.

Nach Angaben von Le Monde sollen am Montag konkrete Entscheidungen bekannt gegeben werden. Dann will Premierminister Sébastien Lecornu Vertreter der Schüler- und Studierendenorganisationen sowie weitere Beteiligte aus dem Bildungsbereich empfangen. Nach Angaben des Präsidentenumfelds soll die Regierung dabei erste verbindliche Zusagen machen.

Die Schülervertreter reagierten zurückhaltend. Zwar beschrieben sie das Gespräch als konstruktiv, beklagten aber das Fehlen konkreter Ergebnisse. Lydia Hamadene von der Schülerorganisation Union syndicale lycéenne erklärte gegenüber Le Monde, Macron habe ihnen zugehört, doch aus dem Treffen seien keine konkreten Maßnahmen hervorgegangen.

Andere Vertreter sahen in der Gesprächsbereitschaft des Präsidenten vor allem eine Gelegenheit, den politischen Druck zu erhöhen. Die Schülerorganisationen riefen dazu auf, die Mobilisierung fortzusetzen. Für sie ist das Treffen im Élysée kein Abschluss der Proteste, sondern ein erster Schritt zu möglichen Zugeständnissen.

Für den heutigen Samstag wurden erneut Hunderte Demonstrationen in Frankreich angekündigt. Innenminister Laurent Nuñez stellte rund 70.000 Polizisten und Gendarmen bereit, deutlich mehr als am vergangenen Wochenende. In mehreren Städten wurden besondere Sicherheitsmaßnahmen angeordnet. Die Proteste richten sich inzwischen nicht mehr ausschließlich gegen Missstände im Bildungswesen, sondern auch gegen hohe Lebenshaltungskosten und andere politische Entscheidungen. News4teachers 

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