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Lehrer soll eigenen Cousin erschlagen haben – Spuren an der Schule beseitigt?

KAARST. Ein Lehrer soll einen Versicherungsangestellten – seinen Cousin – auf einer Landstraße bei Düsseldorf erschlagen und versucht haben, die Spuren der Tat in seinem Auto an seiner Schule zu beseitigen. Der mutmaßliche Täter wurde nun verhaftet.

Gegen den 28-jährigen Sportlehrer sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden, berichteten die Ermittler in Neuss. Er sei von Zeugen beobachtet worden, wie er nach der Tat in Kaarst an seiner Schule im nahegelegenen Viersen versucht habe, Spuren der Tat in seinem Auto zu beseitigen.

Dazu sei in dem Wagen Benzin verspritzt und der Fahrergurt herausgeschnitten worden. Dennoch hätten Spezialisten Blutspritzer des Opfers in dem Auto entdecken können. Außerdem hätten Zeugen am Tatort vor fünf Wochen zwei Männer beobachtet. Die Beschreibung passe auf das Opfer und den 28-Jährigen. Zudem war dort ein silberner Wagen gesehen worden, wie ihn der Lehrer fahre. Daraufhin habe das Amtsgericht Neuss Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Der habe seine Täterschaft bestritten und schweige seither zu den Vorwürfen. An der Beerdigung des 35-Jährigen habe er teilgenommen.

Zum möglichen Tatmotiv wollten sich die Fahnder aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern. Die Ermittlungen innerhalb der Familie seien ausgesprochen schwierig. Auch die Tatwaffe, ein langer, schwerer, scharfkantiger Gegenstand, sei bislang nicht gefunden worden. Vor fünf Wochen war die Leiche des 35-jährigen Versicherungsmitarbeiters von einer Autofahrerin hinter dessen Auto liegend entdeckt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter selbst blutbespritzt gewesen sein muss, als er vom Tatort flüchtete. dpa

 

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