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Deutsche Schulverweigerer scheitern vor Amerikas höchstem Gericht

WASHINGTON. Ein streng religiöses Elternpaar mit fünf Kindern aus Baden-Württemberg hat bei seinem Kampf um Asyl in den USA einen weiteren Rückschlag erlitten. Die Familie scheiterte am Montag beim Obersten Gerichtshof in Washington mit ihrem Einspruch gegen einen abgelehnten Asylantrag. Damit gilt das Urteil einer unteren Instanz, dass nach amerikanischem Recht kein Schutz vor der Schulpflicht in Deutschland gewährt werden kann.

Der Vater und seine Frau, die sich als evangelikale Christen verstehen, waren 2008 aus Bissingen an der Teck (Kreis Esslingen) in die USA gezogen. Vorangegangen war ein jahrelanger Rechtsstreit, weil sie ihre Kinder in Deutschland nicht zu Hause unterrichten durften.

Ein 45-Jähriger Vater wurde nun zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil er seine Tochter misshandelt hat. Foto: Carlo Schrodt / pixelio.de

Kein Asylgrund: Homeschooling. Foto: Carlo Schrodt / pixelio.de

In dem Urteil des Berufungsgerichtes in Cincinnati im Bundesstaat Ohio hieß es im vergangen Mai, dass die amerikanische Verfassung kein Asyl für Antragsteller vorsehe, die in ihrer Heimat gegen «allgemein anwendbare Gesetze» verstoßen und deshalb ein Problem mit der Justiz haben. Zunächst war unklar, ob die Familie nun zu anderen Rechtsmitteln greifen will. dpa

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