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Warum Jungen in der Schule abgehängt werden – und was sich dagegen tun ließe: Empfehlungen der Ifo-Bildungsforscher

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MÜNCHEN. Die Diagnose ist seit Jahren bekannt, doch nun wird sie mit neuen Daten erneut untermauert: Bildungschancen in Deutschland hängen stark von der Herkunft ab. Der aktuelle Chancenmonitor des Ifo-Instituts zeigt allerdings nicht nur eine verfestigte soziale Ungleichheit – sondern auch wachsende Nachteile für Jungen im Bildungssystem. Daraus leiten die Forscher konkrete politische Empfehlungen ab, die tief in Strukturen von Schule und frühkindlicher Bildung eingreifen. Denn, so heißt es in der Studie, „die Ungleichheit der Bildungschancen ist keineswegs unumstößlich“.

Aufwärts. Illustration: News4teachers

Das Ifo-Institut sieht angesichts anhaltender Bildungsungleichheiten in Deutschland einen klaren politischen Handlungsauftrag. Grundlage ist der sogenannte Chancenmonitor, der auf umfangreichen Datenauswertungen basiert und sowohl soziale Unterschiede als auch geschlechtsspezifische Disparitäten in den Blick nimmt. Die Wissenschaftler kommen dabei zu dem Schluss, dass bestehende Ungleichheiten nicht naturgegeben sind, sondern durch bildungspolitische Maßnahmen beeinflusst werden können.

Wörtlich heißt es: „Die Ungleichheit der Bildungschancen ist keineswegs unumstößlich, wie die starken positiven Effekte zahlreicher bildungspolitischer Maßnahmen auf die Bildungs- und Lebenschancen benachteiligter Kinder zeigen.“ Daraus leiten die Autoren die Notwendigkeit ab, politische Maßnahmen gezielt auszurichten. „Maßnahmen mit der Gießkanne [reichen] zumeist nicht aus; die benachteiligten Kinder müssen gezielt gefördert werden.“

Im Bereich der sozialen Ungleichheit identifiziert das Ifo-Institut sechs zentrale Handlungsfelder. Ein Schwerpunkt liegt auf der frühkindlichen Bildung. „Frühkindliche Bildungsangebote für benachteiligte Kinder ausbauen“, lautet die erste Empfehlung. Hintergrund ist die Annahme, dass Bildungsunterschiede bereits vor dem Schuleintritt entstehen und sich im weiteren Verlauf verfestigen. Ergänzend wird die Rolle der Familie hervorgehoben. „Familien benachteiligter Kinder [sollten] bei der Erziehung unterstützt“ werden. Die Studie verweist darauf, dass das familiäre Umfeld entscheidend für Bildungsaspirationen und Lernverhalten ist.

Ein drittes Handlungsfeld betrifft die Verteilung von Lehrkräften. „Die besten Lehrkräfte an Schulen mit vielen benachteiligten Kindern bringen“, fordern die Autoren. Dahinter steht die Überlegung, dass Unterrichtsqualität ein zentraler Faktor für Bildungserfolg ist und gezielt dort eingesetzt werden sollte, wo die Herausforderungen am größten sind.

Zusätzlich empfehlen die Forscher den Ausbau von Förderangeboten. „Nachhilfeprogramme für benachteiligte Kinder früh und kostenfrei anbieten“ sei eine wirksame Maßnahme, um Leistungsrückstände zu verringern. Auch strukturelle Reformen werden angesprochen: Die „Aufteilung auf unterschiedliche weiterführende Schulen [sollte] verschoben“ werden, um frühe Selektionseffekte abzumildern. Abschließend wird die Bedeutung individueller Begleitung betont. „Mentoring-Programme für benachteiligte Kinder [sollten] gefördert“ werden. Solche Programme könnten dazu beitragen, Bildungswege zu stabilisieren und Orientierung zu geben.

„Die Möglichkeiten für Jungen, sich in Kindertagesstätten oder Grundschulen an männlichen Personen zu orientieren, sind derzeit aber sehr beschränkt“

Neben der sozialen Dimension richtet der Chancenmonitor den Blick ausdrücklich auf die wachsenden Unterschiede im Leistungsvergleich zwischen Jungen und Mädchen. Die Autoren sehen hier einen eigenständigen Handlungsbedarf und formulieren ebenfalls sechs Empfehlungen. Ziel ist es, „den Rückstand der Jungen zunächst einmal bewusst zu machen und die Bildungschancen von Jungen gezielt zu fördern“.

Ein zentraler Ansatzpunkt ist die personelle Ausstattung in Kitas und Grundschulen. „Mehr männliche Erzieher und Lehrkräfte in Kitas und Grundschulen“ werden als Maßnahme genannt. Hintergrund ist die Beobachtung, dass Jungen derzeit nur eingeschränkte Möglichkeiten haben, sich an männlichen Bezugspersonen zu orientieren. „Die Möglichkeiten für Jungen, sich in Kindertagesstätten oder Grundschulen an männlichen Personen zu orientieren, sind derzeit aber sehr beschränkt.“

Die Studie verweist dabei auf theoretische und empirische Befunde: „Die kognitive Entwicklungstheorie beschreibt, dass Kinder schon im frühen Kindesalter gleichgeschlechtliche Rollenmodelle imitieren, um ihre eigene Geschlechtsidentität zu entwickeln und zu bestätigen.“ Zudem gebe es Hinweise darauf, „dass Lehrkräfte des gleichen Geschlechts positive Effekte auf die Lernleistungen der Schulkinder haben können“.

Ein weiteres Handlungsfeld betrifft den Umgang mit Geschlechterstereotypen. Diese könnten laut Studie erhebliche Auswirkungen auf Bildungsprozesse haben. „Geschlechterstereotype können zu ‚selbsterfüllenden Prophezeiungen‘ werden, indem sich traditionelle Geschlechterrollenvorstellungen […] auf Selbsteinschätzungen, Motivation und Lernverhalten der Kinder und Jugendlichen auswirken.“ Entsprechend wird gefordert, die Sensibilität von pädagogischem Personal zu erhöhen.

Auch die Bewertungspraxis an Schulen wird thematisiert. Die Studie stellt fest, dass Jungen teilweise anders beurteilt werden. „Jungen [werden] auch bei gleichen gemessenen Leistungen häufig schlechter benotet und erhalten seltener eine Gymnasialempfehlung.“ Daraus ergibt sich die Forderung, „Benotung und Übergangsempfehlung […] stärker [zu] differenzieren“.

Ein dritter Schwerpunkt liegt auf der Leseförderung. „Gute Lesekompetenzen sind […] die Grundlage für weiterführendes Lernen in allen Fächern.“ So zeigt die Forschung, dass Jungen hier häufig Rückstände aufweisen. Deshalb empfehlen die Autoren, „Lesekompetenzen und -interessen von Jungen früh [zu] fördern“. Dazu gehören unter anderem Sprachstandserhebungen und gezielte Fördermaßnahmen.

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Mit Blick auf die im Chancenmonitor aufgezeigten Lesedefizite – insbesondere bei Jungen – gewinnt motivierende Sprachförderung an Bedeutung.

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Darüber hinaus wird die Bedeutung nicht-kognitiver Kompetenzen betont. Die Studie verweist darauf, dass schulischer Erfolg nicht allein von fachlichen Leistungen abhängt, sondern in erheblichem Maße auch von sogenannten sozioemotionalen Fähigkeiten beeinflusst wird. Wörtlich heißt es: „Selbstregulative Kompetenzen umfassen neben Konfliktlösungskompetenzen und Umgang mit den eigenen Emotionen auch die Fähigkeit, Ziele selbständig zu setzen, Aufgaben zu planen und die Aufmerksamkeit gezielt auf die Umsetzung zu lenken.“ Diese Fähigkeiten gewinnen nach Darstellung der Autoren im Bildungssystem zunehmend an Bedeutung, da sich Unterrichtsformen verändert haben.

Der klassische Frontalunterricht werde vielerorts durch selbstorganisierte Lernformen, Gruppenarbeit und eigenständige Aufgabenbearbeitung ersetzt. Gerade unter diesen Bedingungen werde Selbstregulation zu einer zentralen Voraussetzung für erfolgreiches Lernen.

Vor diesem Hintergrund sehen die Autoren insbesondere bei Jungen einen strukturellen Nachteil. Sie verweisen darauf, dass Jungen im Durchschnitt geringere selbstregulative Kompetenzen aufweisen und damit stärker von den veränderten Anforderungen betroffen sind. Gleichzeitig würden ihnen diese Defizite auch zugeschrieben: „Gerade im Fach Deutsch schreiben Lehrkräfte Jungen geringere Selbstregulationskompetenzen zu als Mädchen.“ Daraus ergibt sich eine doppelte Problemlage – zum einen auf Ebene der tatsächlichen Kompetenzentwicklung, zum anderen auf Ebene der Wahrnehmung und Bewertung durch Lehrkräfte.

„Jungen müssen es als erstrebenswert ansehen, bessere Bildungsergebnisse anzustreben und sich dafür anzustrengen“

Die Studie verweist in diesem Zusammenhang auf Programme, die gezielt auf die Förderung solcher Fähigkeiten ausgerichtet sind und nachweislich langfristige Effekte erzielen können. So habe ein mehrjähriges Trainingsprogramm dazu geführt, „dass die teilnehmenden Kinder weniger ADHS-Symptome aufweisen, sich weniger impulsiv und unterrichtsstörend verhalten und später mehr Gymnasialempfehlungen und akademische Schulabschlüsse erreichen“. Ein weiteres Programm, das gezielt mit verhaltensauffälligen Jungen arbeitet, habe „zu zahlreichen positiven Effekten vom Schul- bis ins Erwachsenenalter“ geführt, darunter „höhere Selbstbeherrschung, bessere schulische Leistungen, geringere Kriminalität und höhere Beschäftigung“. Die Autoren leiten daraus ab, dass eine frühe und systematische Förderung selbstregulativer Kompetenzen ein eigenständiges bildungspolitisches Handlungsfeld darstellt – insbesondere mit Blick auf die Bildungschancen von Jungen.

Die Rolle der Eltern wird ebenfalls hervorgehoben. „Eine konkrete Fördermaßnahme, die Eltern zu Hause umsetzen können, ist das Vorlesen.“ Gemeinsames Lesen könne „die Lesekompetenz und die kognitiven Fähigkeiten der Kinder, insbesondere auch die von Jungen“ stärken. Gleichzeitig wird empfohlen, Eltern stärker in Bildungsprozesse einzubeziehen und für Stereotype zu sensibilisieren.

Schließlich unterstreicht die Studie die Bedeutung außerschulischer Unterstützung. „Jungen müssen es als erstrebenswert ansehen, bessere Bildungsergebnisse anzustreben und sich dafür anzustrengen.“ Mentoring-Programme könnten dazu beitragen, „ihr Selbstvertrauen in Bildungsfragen [zu] stärken“ und Bildungsaspirationen zu erhöhen.

Die im Chancenmonitor zusammengefassten empirischen Ergebnisse verdeutlichen den Hintergrund dieser Empfehlungen. Auf Basis von Daten von knapp 68.000 Kindern und Jugendlichen zeigt sich, dass Jungen seltener ein Gymnasium besuchen als Mädchen. Auch im weiteren Bildungsverlauf bestehen Unterschiede: Jungen werden häufiger verspätet eingeschult, weisen häufiger diagnostizierte Lernschwierigkeiten auf und sind überproportional häufig im sonderpädagogischen Bereich vertreten.

Im Verlauf der Schulzeit wiederholen Jungen häufiger Klassen, wechseln öfter die Schulform und verlassen die Schule häufiger ohne Abschluss. Gleichzeitig erreichen Mädchen häufiger die allgemeine Hochschulreife. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied bei den Lesekompetenzen, wo Jungen bereits in der Grundschule deutliche Rückstände zeigen.

Parallel dazu bestätigt die Studie die anhaltend starke Bedeutung der sozialen Herkunft. Kinder aus einkommensschwachen Haushalten ohne akademischen Hintergrund haben eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen als Kinder aus privilegierten Familien. Diese Unterschiede haben sich laut Auswertung in den vergangenen Jahren weiter verfestigt. News4teachers 

Studie macht es amtlich: “Jungen haben deutlich geringere Bildungschancen als Mädchen”

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Hans Malz
20 Tage zuvor

Und wieder wird nicht gesagt, was sich dagegen tun ließe. Alle diese Dinge werden von Lehrern schon seit langem gefordert. Ist dann aber alles nur anektodische Evidenz und die Bildungswissenschaflter erzählen da oft andere Dinge.

„Die besten Lehrkräfte an Schulen mit vielen benachteiligten Kindern bringen“

Wer sind denn die besten? Die mit dem besten Examen? (sorry, aber der musste sein)
Wie wäre es erstmal mit der einer ausreichenden (oder besser) Anzahl der Lehrer und anderen Berufsgruppen an diesen Schulen?

„Benotung und Übergangsempfehlung […] stärker [zu] differenzieren“.

Genau! Ich halte den Finger in die Luft und gebe dann die Empfehlung? Das öffnet doch der Beliebigkeit Tür und Tor.

„Lesekompetenzen und -interessen von Jungen früh [zu] fördern“. Dazu gehören unter anderem Sprachstandserhebungen und gezielte Fördermaßnahmen.

Nein, dazu gehört die richtige Literatur, die Jungen auch mögen und lesen wollen. Das ist nicht unbedingt das, was sich manche Pädagogen so vorstellen.

Sie verweisen darauf, dass Jungen im Durchschnitt geringere selbstregulative Kompetenzen aufweisen und damit stärker von den veränderten Anforderungen betroffen sind.

Also wieder mehr geleiteten Unterricht, gerne auch frontal? Hui, da werden die Bildungswissenschaftler aber begeistert sein.

„Eine konkrete Fördermaßnahme, die Eltern zu Hause umsetzen können, ist das Vorlesen.“

Captain Obvious schlägt zu. Zum Glück gibt es Studien.

„Jungen müssen es als erstrebenswert ansehen, bessere Bildungsergebnisse anzustreben und sich dafür anzustrengen.“

Also Haftbefehl im Unterricht? Oder lieber “Kemal, der coole Industriemechatroniker”?

447
19 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Aufgrund zahlreicher, eigentlich selbstverständlicher Tatsachen reagieren (wenn auch oft nicht voll bewusst oder strukturiert verbalisierbar) Jungen bzw. Männer unmittelbarer und direkter auf reale Zustände – was natürlich oft stört, wenn die “verbalen Zustände” die “richtigen” sein sollen. 😉

Im Endeffekt beklagt der Artikel das übliche – und kann somit nicht umhin, auch das Übliche (was aber nicht durchführbar ist, siehe “verbale Zustände”) zu empfehlen.

Immerhin ist es ja beruhigend zu wissen, dass nach der sprachlichen Mutation von “Schülern”, also “Kindern” (nie für nix verantwortlich, sind das angebliche Alpha und Omega für Schule) zu “Männern” (irgendwie ekelhafte, zu zügelnde Störfaktoren, sollen aber fleissig Schaffe-schaffe machen und schön kriegstüchtig sein) einerseits dann doch recht gute Auskommen finden … und dank dieser Mutation dann ja auch nach der Schule massiv mehr verdienen (pay gap).

Insofern gleicht sich alles aus. 😀

Rainer Zufall
19 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

“Und wieder wird nicht gesagt, was sich dagegen tun ließe.”
Es werden zig Maßnahmen genannt!
Nur weil Sie die schon immer empfohlen haben wollen – und jetzt doof finden? – ändert nichts daran ^^

“Ist dann aber alles nur anektodische Evidenz und die Bildungswissenschaflter erzählen da oft andere Dinge.”
Wenn Sie da Ihre Privatmeinung schreiben, IST es anekdotisch, dass Sie aus Prinzip widersprechen, wenn die Bildungswissenschaft mit Ihrer Meinung übereinstimmt, zeigt, wie unzuverlässig solche Privatmeinungen sind.

“Eine konkrete Fördermaßnahme, die Eltern zu Hause umsetzen können, ist das Vorlesen.”
Fragen Sie mal Herrn Vehrenkamp, wie viel er “faulen” Familien hierbei zutraut…

Hans Malz
19 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Und wieder mal einen Beitrag nicht verstanden. Bitte nochmal lesen und dann nochmal kommentieren.

Rüdiger Vehrenkamp
18 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich trau denen grundsätzlich sehr viel zu – sie wollen nur oft aus den verschiedensten Gründen nicht. Nicht umsonst gibt es ja die Familienhilfe. Oftmals traut sich unser Klientel nicht einmal zu, sich an mit uns getroffene Absprachen zu halten. Veränderungen sind meist unbequem. Viele Eltern in unserer Betreuung ziehen Me-Time mit dem Handy dem Vorlesen für ihre Kinder gerne vor.

Rainer Zufall
18 Tage zuvor

Und darauf soll – verlässlich – gebaut werden?

Rüdiger Vehrenkamp
17 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Was genau schlagen Sie als Lösung vor?

Rainer Zufall
16 Tage zuvor

Mindestleistungen an Kitas und Grundschulen für Randfälle – siehe Sprachkita-Ausbau – kein kostenloses Nichtstun, während man über die Eltern motzt, von denen wir seit Jahren wissen, dass sie die gewünschte Leistung nicht bringen.

Aber wenn die Bildungsministerin nochmal RICHTIG aufrichtig und kostenfrei darum bittet, wird sich bestimmt alles in einem wirren, wagen Wunsch danach, dass die Leute irgendwie “zur Verantwortung” gezogen werden, klären -___-

potschemutschka
17 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Ich habe mich wohl schon tausendmal über diese Fähigkeit des Menschen gewundert, das höchste Ideal neben der niedrigsten Gemeinheit in seiner Seele hegen zu können, und beides mit vollkommener Aufrichtigkeit.“ Fjodor Dostojewski buch Die Brüder Karamasow

Quelle: https://beruhmte-zitate.de/autoren/fjodor-dostojewski/

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Oweh, haben Sie sich da nicht ein wenig übernommen?
Welche Ideale und niederste Gemeinheiten unterstellen Sie mir? 😀

Tanya
20 Tage zuvor

alles muss umgebaut werden, die Jungen sind unruhig. 30 Kinder im engen Raum ist heute schwierig. Wir brauchen auch andere Lernumgebungen. Lernspielplätze, individuelle Arbeitsplätze, Entfaltung, Hybridunterricht, Digitales, 4 Tage Woche.
also ist es für Jungen schwierig, aber auch für die betreuenden Lehrer.
:-/ 🙁

Katze
20 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Was für ein Bot oder Troll sind Sie eigentlich? Es ist wirklich faszinierend, wie zuverlässig Sie jedes Thema – egal ob es um Jungen, Mathematik, Unterrichtsqualität oder den Zustand der Schultoilette geht – in Ihre immergleiche Hybrid‑Litanei verwandeln. Man könnte fast meinen, Sie hätten eine interne Skriptfunktion, die automatisch „Lern‑ und Terrassenspielplätze, Hybridunterricht, 4‑Tage‑Woche“ ausspuckt, sobald irgendwo das Wort Schule fällt.
Und dann verkaufen Sie das ernsthaft als Lösung für Jungen, die im Unterricht längst Halt, Struktur und Führung vermissen. Als würde ausgerechnet mehr selbstorganisierte Bildschirm‑Daddelei die Konzentrationsprobleme lösen. Die Realität ist doch: Ein großer Teil der Jungen rutscht im Hybridmodus nicht in kreative Lernhöhen, sondern in digitale Endlosablenkung. Aber Sie tun so, als sei das ein pädagogischer Quantensprung.
Es wirkt langsam weniger wie eine Diskussion und mehr wie eine Dauerwerbesendung für Ihr persönliches Wunschuniversum. Thema völlig egal – Hauptsache, am Ende stehen wieder die Forderungen nach noch mehr Digitalem und nach der 4‑Tage‑Woche.

Wenn Schule für Sie so unerträglich ist – warum suchen Sie sich nicht einfach einen Industriearbeitsplatz, der Ihnen die gewünschte Work‑Life‑Balance auf dem Silbertablett serviert.

Mika BB
19 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Ehrlich, Katze, noch nie was von KI-Agenten gehört? Glauben Sie ernsthaft, dass da eine lebende Person schreibt?

Ich hab auch meinen kleinen KI-Agenten, den nutze ich insbesondere zur Beantwortung von Eltern-Emails. Kann ich nur empfehlen, spart viel Arbeit.

Wenn Sie einen solchen Agenten online auf Websites loslassen und Antworten entsprechend Ihren Vorgaben generieren lassen, kommen halt Tanyas, Petras usw. raus – so wie hier leicht erkennbar, weil sich der/die EntwicklerIn nicht wirklich Mühe gegeben hat. Kann man besser machen, wenn man will (Meiner ist besser 😉 )

Tanya
19 Tage zuvor
Antwortet  Katze

ne Kätzchen, so einfach ist das nicht
Es gibt Möglichkeiten, auch Jungen darin zu integrieren.
Und wenn es um die Arbeitsbedingungen geht, da muss sich was ändern.
Das ist nicht mehr verhältnismäßig, wenn ich das bei meiner Frau sehe. Also mal ganz ehrlich, das sind Welten. Es wäre zu leicht, jetzt einfach zu sagen, bleiben wir bei den 5 Tagen, 64 Stunden, ach ne sollen ja nur, 41 sein, und nehmen den Gehaltsverlust auf dem Papier mit. Gleichzeitig später in Ruhestand als die anderen und bekommen dafür noch nicht mal den IG Bonus.
🙁 🙁

Katze
18 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Nu machen se hier keene Mätzchen,
ich bin noch lange nich Ihr Kätzchen.
Mit Ihnen nervt mich jedes Schwätzchen.

Susanne M
18 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

mach alles ein bisschen, 1/4 Frontal, 1/4 Projekt, 1/4 Digital hybrid und 1/4 Sport, Musik und dies selbstentfaltete Lernen

Rainer Hartmund
19 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Wenn unterrichtet wird, wie vor hundert Jahren, ist das kein Wunder, dass es im Unterricht nicht klappt. Wieso hat man im Jahr 2026 immer noch diesen verdammten Frontalunterricht? Gebt den Kindern doch gleich wieder ein Brett mit statt Stifte und Hefte. Deswegen sind Kinder auch abgelenkt. Und anstatt pädagogisch zu arbeiten kommt dann so ein mimimi. Die guten Schulen außerhalb Deutschlands arbeiten fast gar nicht mehr mit Frontalunterricht und 50 Jahre alten Blättern sondern zum Beispiel projektbasiert und damit kommen Kinder viel besser klar.

ed840
19 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Hartmund

Welche Schulen in welchen Ländern hätten Sie denn konkret im Sinn?

Rüdiger Vehrenkamp
19 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Hartmund

Haben Sie Belege für diese Behauptungen?

Im Ländervergleich liegen jene Staaten aus dem asiatischen Raum vorne, die vor allem auf Druck und Drill setzen.

Rainer Zufall
19 Tage zuvor

Jaja, wer will es im Leben nicht so weit bringen, wie die Kinder chinesischer Arbeitsmigranten….

potschemutschka
17 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ihr Namensvetter bringt bessere Pointen! 🙂
https://www.rainerzufall.com/

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

War keine Pointe, aber ein Schreibfehler. Ich meinte natürlich die Kindern von Wanderarbeiter*innen in China

Opossum
19 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Hartmund

Haben Sie mal einen guten Frontalunterricht gehabt? Ich schon, und ich bin überzeugt, dass er nicht voll verbannt werden darf. Auf jeden Schüler individuell einzugehen ist viel komplizierter und beinahe unmöglich. Projektbasiertes Lernen hat auch viele Nachteile.

Susanne M.
18 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Ganz offen: Ich liebte als Schülerin Frontalunterricht bei guten Lehrern. Ich wollte nämlich von ihnen lernen, da ich annahm, dass meine Mitschüler in der Gruppe eh nicht mehr wussten als ich selber.

Sepp
18 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Hartmund

Nach Hattie ist “Direct Instruction”, also gut geplanter Frontalunterricht, sehr effektstark – im Gegensatz zu offenen Lernstrukturen.
Auch projektbasiertes Lernen ist, seinen Studien zu Folge, bei weitem weniger effektiv, da es oft zu Überforderung kommt und/oder die Kids sich in der Organisation verlieren, statt sich auf die Inhalte zu fokussieren.

Ich hatte vor einiger Zeit an einer Schule hospitiert, die beides kombiniert – vormittags eher Frontalunterricht, um die Grundlagen zu sichern und nachmittags freies Arbeiten in Projekten.

In keinem Fall war es so, wie Tanya, Petra und Co sich das vorstellen:
Die Lehrkräfte waren aktiv dabei, z.T. auch in Mehrfachsteckung. Also nix mit chilligem Nachmittag auf der Blumenterasse, während die Schüler fleißig an den Projekten basteln.

Teacher Andi
18 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Hartmund

Da waren Sie wohl das letzte Mal vor “100” Jahren in einer Schule. Sie würden staunen, was sich da alles geändert hat. Irgendwelche Behauptungen aufschnappen und dann multiplizieren, kann peinlich werden.

laromir
18 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Hartmund

Keine Ahnung wer hier dauernd nur Frontalunterricht macht. Ich bin es zumindest nicht. Ich mache es auch, wenn Klassen es brauchen (z.B. weil sonst sehr viel Struktur fehlt) oder, weil SuS sich das tatsächlich wünschen (z.B. in der Sek II), weil sie eine Fragerunde brauchen oder weiterführende Erklärungen, oder einfach, weil sie teilweise völlig unselbständig aus der Sek ll kommen und mit dem Lernstoff, rein über Projekte vermittelt, völlig überfordert wären.

Sepp
19 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Katze hat sich bereits zu Ihren nervigen Postings in Dauerschleife geäußert. Aber von der Agenda mal abgesehen:

alles muss umgebaut werden, die Jungen sind unruhig. 30 Kinder im engen Raum ist heute schwierig. Wir brauchen auch andere Lernumgebungen.

Ja, Kinder (nicht nur Jungen) sind immer unruhiger. Wir könnten unsere gesellschaftliche Verantwortung ignorieren und einfach die Kinder zu Hause lassen, um unsere Ruhe zu haben. Oder wir nehmen unseren Job ernst:

Es ist kein Naturgesetz, dass Kinder immer unruhig sind und sich nicht konzentrieren können. Es ist unsere Aufgabe, das zu ändern, indem wir immer wieder mit den Schülern daran arbeiten.

Klare Kommunikation und Konsequenzen sind gefordert, um das immer wieder zu trainieren. Und das in Präsenz – und nicht vor einem Bildschirm, wo Ihre Schüler Sie stummschalten.

Ansonsten müssen wir uns eben damit abfinden, dass die kommenden Generationen nur machen, was sie wollen, sich nicht in gesellschaftliche Strukturen einfinden können und keine Konzentrationsfähigkeit mehr haben.

Also hören Sie auf, hier immer wieder ein im wahrsten Sinne des Wortes “jämmerliches” Bild von einer Lehrkraft abzugeben.

Susanne M
18 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

und wenn es nicht klappt in den wenigen Stunden morgens?
Dafür ist die Schule auch nur in gewisser Weise zuständig.
Ich sehe schon, Sepp alleine gegen die Welt und den Werteverfall. Oh Schreck

OnkelAlbert
20 Tage zuvor

“Ziel ist es, ‘den Rückstand der Jungen zunächst einmal bewusst zu machen und die Bildungschancen von Jungen gezielt zu fördern’.”

Aber heißt es nicht seit Jahrzehnten, dass Mädchen und Frauen benachteiligt werden? Dass sie an den Hochschulen weniger “höhere” Abschlüsse erreichen und weniger Karriere machen?

„Die Möglichkeiten für Jungen, sich in Kindertagesstätten oder Grundschulen an männlichen Personen zu orientieren, sind derzeit aber sehr beschränkt.“

Das war vor Jahrzehnten doch erst recht so: Zu meiner Zeit im Kindergarten gab es dort NUR Frauen, man nannte sie “Kindergärnterinnen”, und auch in der Grundschule gab es mehr Lehrerinnen als Lehrer.

“Der klassische Frontalunterricht werde vielerorts durch selbstorganisierte Lernformen, Gruppenarbeit und eigenständige Aufgabenbearbeitung ersetzt. Gerade unter diesen Bedingungen werde Selbstregulation zu einer zentralen Voraussetzung für erfolgreiches Lernen.”

Genau darauf hatte ich vor 2 Stunden (!) in einem Kommentar zu dem vorherigen Artikel zum selben Thema hingewiesen. Allerdings könnte man ja auch auf die Idee kommen, die Abschaffung des Frontalunterrichts sei ein Fehler gewesen. Man hatte — wie immer — die unerwünschten Nebenwirkungen nicht bedacht und muss jetzt wieder neue Maßnahmen zur Selbstregulation einleiten, vermutlich in einem weiteren Millionenprogramm der KMK.

blau
18 Tage zuvor
Antwortet  OnkelAlbert

Lemov lässt grüßen. Mehr frontal wagen.

Katze
20 Tage zuvor

Ach ja, „Warum Jungen in der Schule abgehängt werden – und was sich dagegen tun ließe“. Herzzerreißend, wie man jetzt plötzlich so tut, als sei das ein unerwartetes Phänomen. Man fragt sich wirklich, welche Bildungsforscher jemals den Mut hatten, den heiligen Kompetenz‑ und SOL-Unterricht daraufhin zu untersuchen, wie er speziell auf Jungen wirkt. Oder ist das ein Tabubereich, weil man sonst feststellen müsste, dass das pädagogische Lieblingsspielzeug vielleicht doch nicht für alle funktioniert.
Dabei war der Unterricht der 1990er Jahre wissenschaftspropädeutisch, mehr lehrerzentriert, mit klaren Anforderungen, eindeutigen Strukturen und einem Fokus auf logischem Denken – für viele Jungen am Gymnasium ein echter Glücksfall. Da wusste man, was Sache ist: Aufgabe, Lösung, Anspruch. Kein pädagogischer Nebel, kein Kompetenz-Bingo, kein „Such dir selbst deinen Lernweg, wir glauben an dich!“.
Dann kam der große didaktische Paradigmenwechsel: Kompetenzorientierung, Selbstorganisiertes Lernen, Materialschlachten. Und plötzlich äußerten gerade die logisch‑abstrakt denkenden jungen Männer – jene, die früher in Wettbewerben und Olympiaden glänzten, dass sie sich davon überhaupt nicht abgeholt fühlen. Aber klar, wer hört schon auf diejenigen, die tatsächlich etwas können.
Stattdessen werden IQB‑Aufgaben produziert, die so materialgestützt sind, dass selbst der fachlich völlig Überforderte noch irgendwo Punkte herausfischen kann. Für die leistungsstarken Jungen fühlt sich das dann eben an wie eine Zumutung aus Blablablubberfasel. Aber solange das pädagogische Dogma unangetastet bleibt, wird das natürlich nicht thematisiert.

H. F.
19 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Ich wollte eben in die Tasten hauen, las dann aber Ihren Beitrag und kann nur voll zustimmen. Das ist 1:1 das, was ich zu dem Thema denke und schreiben wollte. Niemand traut sich zuzugeben, dass man 20+ Jahre in die falsche Richtung gelaufen ist. Am schlimmsten an dieser Entwicklung ist jedoch, dass man sie über die Lehrerausbildung unumkehrbar gemacht hat. Denn die Lehrkräfte, die in den vergangenen Jahren und aktuell (!) die Universitäten verlassen, sind auf SoL und Lernbegleiter getrimmt.

// Und plötzlich äußerten gerade die logisch‑abstrakt denkenden jungen Männer – jene, die früher in Wettbewerben und Olympiaden glänzten, dass sie sich davon überhaupt nicht abgeholt fühlen. //

Leider erlebe ich genau das bei meinen Jungs. Wenn die Projekt, Wochenplanaufgaben oder Gruppenarbeit nur hören, vomitieren sie im Strahl. Und das seit der Grundschule. Sie sind fachlich unterfordert, aber methodisch überfordert, z.B. wenn sie sich alles selbst erarbeiten sollen.

Lera
19 Tage zuvor
Antwortet  H. F.

„Niemand traut sich zuzugeben, dass man 20+ Jahre in die falsche Richtung gelaufen ist.“

DAS ist wirklich ein fettes Problem, das jedem Fortschritt im Weg steht.

Wahrheitskommission? Runder Tisch? Neustart? Autoritäre Setzung? Was könnte helfen? Die müssen ja irgendwie von ihrer Palme runter.

447
17 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Da wird nichts helfen – ausser die massiven Folgen von “abgehängt werden, da in Ideologiedenk gefangen”, die (natürlich ni ht nur wegen Schule) ein Umdenken erzwingen werden.
Die Kontrolleure müssten sich selbst zur Verantwortung ziehen – klappt nirgendwo.

Katze
18 Tage zuvor
Antwortet  H. F.

Meine Tochter konnte mit SoL und dem fachlichen Weichspülgang genauso wenig anfangen wie Ihre Jungs.
Bei den jungen Kolleginnen und Kollegen beobachte ich ein interessantes Phänomen: Ein paar wenige merken nach ihrer letzten Lehrprobe recht flott, dass man mit Dauer‑Selbstorganisation und Wattebausch‑Begleitung vielleicht doch nicht die Bildungsrevolution auslöst. Die schwenken dann ganz flott in unsere verkrustete Oldschool-Spur ein.
Der Rest scrabbelt, kahootet und quizletet sich fröhlich durch die Stunden. Aber sobald es darum geht, wer den Leistungskurs übernehmen soll, verschwinden diese Edutainment‑Helden plötzlich so zuverlässig wie WLAN im Altbau. Komisch oder, bei diese Kompetäääänzen.

blau
18 Tage zuvor
Antwortet  H. F.

Also hier in NRW marschiert man fröhlich weiter in die Richtung. Vor kurzem in der Schule: Zu viele schwache Hauptschüler in Mathe? Ja dann müssen wir den Unterricht spannender machen. Nein. Nein. Nein. Dann muss da mehr Zug und Ordnung und Struktur rein.

Muxi
20 Tage zuvor

Zuerst mal müsste die Gesellschaft über ihr Männlichkeitsbild nachdenken. Solange Männlichkeit in Debatten nur als “toxische Männlichkeit” thematisiert wird, solange wird das nichts.
Jungen haben teilweise Bedürfnisse als Mädchen und wenn man sich damit nicht beschäftigen will, passierts hat, dass man Jungs vernachlässigt und die sich dann “Vorbilder” wie Andrew Tate suchen.

potschemutschka
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Wie viele Jungs/ Männer entsprechen eigentlich diesem Bild der “toxischen Männlichkeit”? Gibt es dazu Zahlen?
Wie ist das ideale Wunschbild für nicht-toxische Jungs/ Männer? Welche Kriterien sollen diese erfüllen? Das müsste man mMn. schon irgendwie definieren, wenn das Bildungssystem die männlichen Schüler in diese Wunschrichtung erziehen und bilden soll.
Das fragte sich übrigens Herbert Grönemeyer schon vor mehr als 40 Jahren:
Bing-Video
Vielleicht wäre es an der Zeit, endlich mal das Bild eines echten Mannes zu definieren. Dann kann man die Schüler nach diesem Bild “formen”.

Muxi
19 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Vielleicht würde es reichen, von Jungs (Mädels auch, die hier aber nicht Thema sind), einfach nur alterstypisches Benehmen zu verlangen, ohne ihnen einzureden dass ihr Geschlecht toxisch ist.
Eine gewisse Wildheit und ggf. auch Aggression ist bei Jungs normal und der Umgang damit muss erlernt werden. Im aktuellen Klima wird das eher problematisiert statt thematisiert. Mit dem Ergebnis, dass die potentiellen “echten Problemkandidaten” sich eher emotional abkoppeln und sich dann erst recht in eine ungute Richtung entwickeln.

potschemutschka
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Sehe ich auch so. Mit diesem ganzen Diskussionen verunsichert man eher noch die ” normalen” Jungs, die wissen am Ende gar nicht mehr, was von ihnen erwartet wird. Da ist mMn. besonders das Vorbild der Familie gefragt. An diesen Rollenvorbildern orientieren sich die Jungs und die Mädchen. Der Einfluss der Peers und der Medien ist natürlich nicht zu vernachlässigen, umso wichtiger, dass die Eltern da die Weichen stellen.

potschemutschka
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Da werden bei manchen Jungs schon vor der Geburt die Weichen in die falsche Richtung gestellt. Wie soll sich ein Junge normal entwickeln, wenn er nicht erwünscht ist?
“Gender Disappointment”: Wenn blaues Konfetti Tränen auslöst – Warum immer mehr werdende Eltern einen Sohn fürchten – News4teachers

potschemutschka
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Dazu passt der Kommentar von @wissenspflaster aus dem parallelen thread. Ich hoffe er/sie hat nichts dagegen, wenn ich das hier zitiere:

wissenspflaster
 6 Stunden zuvor

Meine beiden Kinder wurden in der Schule immer wieder mal von jüngeren Jungen angerempelt, weggedrängt worden.
Meiner Tochter konnte ich sagen: “wehr Dich, Du spielst Feldhockey, du bist Körperlichkeit gewohnt. Wäre nett, wenn Du Maß halten würdest!” Das hat meine Tohchter mehrfach erfolgreich umgesetzt – die Rabauken haben danach einen Bogen um sie gemacht.
Wenn sich die Eltern des Rabauken dann beschwert hätten, hätte ich meine Tochter einfach rauspauken könne “das arme Mädchen leidet schon in der Schule unter körperlicher männlicher Gewalt!”.
Mein Sohn hätte in der gleichen Sitatuation eine Disziplinarmaßnahme kassiert, ich musste ihm dringend raten sich NICHT seiner Haut zu wehren.
Lehrer:innen interessiert ein Rempler, ein Vordrängeln nicht – weil es aufwendig bis unmöglich ist, die Wahrheit herauszufinden und ja “nichts” passiert ist.
Friedliche Jungen (und Mädchen) lernen, dass sie machtlos und ungeschützt sind und resignieren eventuell.
Rabauken lernen, dass Schule ein Machtvakuum ist, und dass sich sich immer mehr erlauben können – bis es zu weit eskaliert und Schule disziplinarisch eingreifen muss.
Ich habe über die zahllosen Lehrer, die einen Führungsanspruch für sich ablehnen, immer nur den Kopf geschüttelt – eine Klasse mit Jungs funktioniert nur, wenn der Lehrer/die Lehrerin die Rolle des Leitwolfs annimmt und von Anfang an verteidigt.

Rainer Zufall
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Na, solange Sie dann nichts anmerken, wenn wieder eine Schlägerei ist, Lehrkräfte bedroht oder angegangen werden, Mädchen belästigt und vergewaltigt werden, Gangs und verfassungsfeindliche Organisationen diese niederen Instinkte ansprechen etc. (augenroll)

Muxi
19 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Mein lieber Herr Zufall: Nicht jeder denkt so extremistisch wie Sie es tun. Z.B. kommen nur Sie auf die Idee im Kontext “Senkung des Alters für Strafmündigkeit” gleich an “Erhängen von Minderjährigen” zu denken.
(https://www.news4teachers.de/2026/02/verhindern-strafandrohungen-dass-kinder-zu-gewalttaetern-werden-streit-um-muendigkeitsalter/#comment-781846)
Für jeden anderen ist völlig klar das sowas außerhalb jeder Diskussion steht, nur Sie denken so. Und hier kommen Sie gleich mit Vergewaltigungen, wenn jeden andere an Schulhofrauferein denkt.
Fazit:
Bitte übertragen Sie nicht ihren Extremismus auf andere, danke.

Rainer Zufall
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Es ging beim Kommentar nicht um die heutige Amwendung der Maßnahme, sondern über die wissenschaftlich belegte Tatsache, dass härtere Strafen nichts bringen, schnelle Aufklärung und Konsequenzen dagegen schon 🙂

Schade, dass Sie (wieder) vergessen haben, was ich Ihnen antwortete: “Nö, es stand im Nachwort von “Die Galgenfrist” von Bernard Cornwall ein wenig zum Thema “Strafmaß” in England.
Spoiler: Härtere Strafen verbesserten die Rahmenbedingungen nicht und immer mehr, zum Teil auch jüngere, baumelten am Galgen.
Aber das ist ja alles Vergangenheit. Wir haben wissenschaftliche Erkenntnisse dazu, wann Kinder und Jugendliche entwicklungspsychologisch gereift sind, um deliktfähig und (voll) strafmündig zu sein.”

Härtere Strafen und niedrigeres Strafmaß bringen es nicht, egal wie oft Sie mir unbelegten Unsinn andichten 😉

Muxi
18 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich hab kein härteres Strafmaß gefordert, darum ging und geht es nicht.
Sie denken wieder nur im Extrem.

potschemutschka
18 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Dieses Schwarz-Weiß-Denken (Denken in Extremen) hängt mit folgendem psychologischen Phänomen mMn. eng zusammen:
https://lexikon.stangl.eu/1198/sensation-seeking

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wer heute noch die DDR-Regierung schönzureden und Putins Verbrechen kleinzureden versucht, kennt sich in dem Bereich wohl aus 😉

potschemutschka
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Das Schwarz-Weiß-Denken, obwohl historisch verwurzelt und tief in vielen Aspekten unseres Lebens verankert, erweist sich in vielen Situationen als hinderlich. Es schränkt die Fähigkeit ein, komplexe Probleme zu lösen, fördert Konflikte in zwischenmenschlichen Beziehungen und beeinträchtigt die politische und gesellschaftliche Entwicklung. In der Erziehung und Selbstwahrnehmung führt es zu rigiden Denkmustern, die das Wachstum und die persönliche Entwicklung hemmen. Die Überwindung dieses Schwarz-Weiß-Denkens durch Offenheit, Empathie und kritisches Hinterfragen ist daher entscheidend für persönliches Wachstum und gesellschaftlichen Fortschritt. Indem wir lernen, in Graustufen zu denken, können wir eine reichere, vielfältigere und tolerantere Welt schaffen.”
(Quelle: Schwarz-Weiß Denken – Ursachen & Lösung)

Meinen “Spitznamen” habe ich nicht ohne Grund. Schon als Kind hinterfragte ich ständig alles mögliche. Ich wollte immer wissen, warum (=potschemu) etwas so ist, wie es istund warum Menschen so oder so handeln … (Ursachen, Gründe verstehen). Dabei lernte ich, dass das Leben nicht schwarz-weiß, sondern ziemlich bunt ist.
Sie sollten das auch mal probieren!

potschemutschka
17 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich musste gerade, wieder einmal, rain zufällig an den Träumer aus Dostojewskis “Weiße Nächte” denken:

“Ich bin ein Träumer; mein Leben ermangelt dermaßen der Realität, daß solche Augenblicke wie dieser (in diesem Fall Fantasien/ Denken in Extremen) …für mich die größte Seltenheit sind und es mir ein zwingendes Bedürfnis ist, mir diese Augenblicke in meinen Träumereien immer wieder vorzuführen.”
https://www.lesering.de/id/4940124/weisse-naechte-dostojewski-rezension-analytisch-booktok/

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Unterstellte ich Ihnen auch nicht.

“Vielleicht würde es reichen, von Jungs (Mädels auch, die hier aber nicht Thema sind), einfach nur alterstypisches Benehmen zu verlangen, ohne ihnen einzureden dass ihr Geschlecht toxisch ist.”
Immer schön daran denken, dass Jungs nunmal Jungs sind während (andere!) sich beim nächsten Aufregerthema über die Jugend in höheren Strafmaßforderungen zu überbieten versuchen 😉

Fräulein Rottenmeier
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Ja, unbedingt! Jungs ticken halt anders als Mädchen (ich habe von jeder Sorte etwas zu Hause)……das gleichmachen zu wollen, ist ein Verbrechen an die Jungs!

potschemutschka
19 Tage zuvor

… aber auch an den Mädchen!

Schotti
19 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich meine, dazu gab es früher öfter Umfragen oder sogar Studien. Am meisten wurde als idealer Mann von beiden Geschlechtern James Bond genannt.

447
18 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Die Regel ist ganz einfach:
Wenn ein Junge/Mann durchsetzungsstark und/oder “erfolgreich” im Sinne eigener, egoistischer Interessen ist – da nennt man das einfach “toxisch”, benutzt also psychologisierte Schamsprache.

Wenn ein Mädchen/Frau das tut ruft man laut:”You go girl! Slay queen!”.

Genau wie bei anderen Dingen *hust-hust* typische Almandiskussionen *hust-hust* kann man mal die Probe aufs Gegenteil machen:

WIE verqueer, verdreht, offensichtlich praktisch völlig lebensuntauglich muss eine Erziehung oder als sozial erwünscht kommunizierte Werte sein – damit Leute jemandem wie Andrew Tate nachlaufen?

Erziehungs- und Medienexperten so: “JA!”

Selbstgemachte Probleme.

Rainer Zufall
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Im Artikel wird ja gerade darauf verwiesen, dass mehr Vorbilder in Kitas von Wert wären.

Wenn Sie noch Informationen zum Thema toxische Männlichkeit benötigen, hilft Ihnen vielleicht dieser Beitrag weiter:
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/1live/f__k-forward/audio-maennlichkeit-im-wandel-zwischen-druck-und-freiheit-100.html

Lera
20 Tage zuvor

Ich darf stolz von der Basis berichten:

Durch beharrliches Ignorieren quasi aller Empfehlungen meiner Ausbilder, der Uni, der KMK, meines KM und des Schulrats ist es mir gelungen, die Bildungschancen der Jungen NICHT ZU VERSCHLECHTERN.

Bei mir gibt es nämlich einfach einen schönen Frontalunterricht, gut strukturiert und mit viel Übungszeit. Schon immer. Und da ich ja evidenzbasiert arbeite ^^, werde ich das auch genau so weiter machen.

Katze
19 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Das machen Sie vollkommen richtig. Ich mach auch genau so weiter.

Fräulein Rottenmeier
19 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Alle Kinder profitieren von einem lehrerzentrierten Unterricht…immer schon. Man schaue sich die didaktischen Modelle von Klafki et all an. Der Lehrer bereitet den Unterricht so vor, dass der Inhalt von den Schülern aufgenommen und verarbeitet werden kann…..was nicht heißt, dass neue Methoden (also das wie) nicht einfließen können. Ich finde den Museumsgang, das Vier-Ecken-Gespräch, das Schneeballsystem, die zufällige Auswahl der Vortragenden,…..extrem toll und wende diese an…..was aber nichts an meinem lehrerzentrierten Unterricht ändert!

Susanne M.
19 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Schon in den Neunzigern stellten wir fest, dass auch Kinder mit Einwanderungsgeschichte egal von welchem Geschlecht von genau solchem Unterricht am meisten profitieren.

447
19 Tage zuvor
Antwortet  Lera

DieBildungsinitiative ‘Schland 2035 verurteilt ihre durch Hassfakten und Bildungswissenschaftsfeindlichkeit [™ liegt bei Präsidialavatar 1661] erreichten Erfolge.

Da diese Erfolge sich nicht in einer kurzfristigen Steigerung des datengestützt erfassten Fühli-Fühli-Indexes kurzfristiger Triebbefriedigung von Eltern und Schüler::Innen wiederspiegeln, sondern erst später im Leben was nützen und dabei zu verurteilende (da durch falsche Methodik entstandene) Realerfolge erzielen – ist das negativ zu bewerten.

Persönlich zieht Drohne 447 allerdings den Hut vor Ihrem Durchhaltevermögen.

unfassbar
19 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Haben Sie das während Ihrer Unterrichtsbesuche und beim Staatsexamen auch gemacht? Vermutlich nicht, weil das das Todesurteil für auch nur eine halbwegs anständige Note gewesen wäre.

Lera
19 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Doch habe ich, es gab auch immer Diskussionen – am Ende habe ich meinen Standpunkt verteidigt und sie mussten mich immer zähneknirschend durchwinken.
Aber es stimmt: Das ist nicht der leichte Weg. Selbst ein Seminarleiter, der noch selbst gedacht hat und auf meiner Seite war, traute sich nicht, offen von der Doktrin abzuweichen.
Schon krass – kritisches Denken wurde da weder vorgelebt noch honoriert.

mama51
19 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Nun, bei den SHOW – Stunden für UBs und 2. Staatsexamen gibt man halt mal den ClownModerator… Und schreibt “Bücher” für die Vorbereitungen! Und das “bisschen” Unterricht dazwischen, das stresst enorm und lässt viele verzweifeln.
Danach lernt man “in Echt” wie das geht, mit dem Unterrichten und all dem “anderen Kram”.
Mit der “pädagogischen” Realität in der Schule hat das Ref. doch schon lange nichts mehr zu tun! Oder ist das bei Ihnen anders? Bei uns nicht.
Lera hat ja so recht!

Rainer Zufall
19 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Hatti nickt zustimmend 🙂

blau
18 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Komisch. Der letzte Reffi hat mit Hattie begründet, dass Frontalunterricht schlecht sei

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  blau

Dann kannte der sich wohl schlecht aus.
Wo behauptet Hattie, lehrkraftzentrierter Unterricht wäre schlecht?
https://deutsches-schulportal.de/bildungsforschung/direkte-instruktion-ist-mehr-als-nur-frontalunterricht/

Nachdem Sie Ihren Reffi vor den Bus geschubst haben, was ist IHRE Ausrede, nicht wissen zu müssen, wovon Ihr Reffi spricht? 😀

blau
18 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Danke! Kennst Dus von Lemov?

Susanne M.
19 Tage zuvor

Irgendwo im Text steht der hilfreiche Hinweis: Die neuen Unterrichtsformen verlangen von Schülern eine Selbstregulation, die Jungen oft nicht oder noch nicht oder nicht in so großem Maße wie Mädchen haben!
Im Umkehrschluss bedeutet es dann: Jungen würden von Unterrichtsformen profitieren, die eher wenig Selbstregulation erfordern.
Frontalunterricht, Übungsphasen, klare Aufgabenstellungen und fest definierte Verhaltensregeln? Dann ist vermutlich auch egal, ob Mann oder Frau vor der Klasse steht.

Stine
19 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Davon profitieren vermutlich alle…

Muxi
19 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Wer als Lehrer auf die Signale der Schüler achtet, der weiß, dass die meisten Schüler von klarem (Frontal)Unterricht profitieren und diesen auch am meisten schätzen.
Das ganzen anderen Methoden sind schöne Zusätze und ab und an sehr hilfreich, mehr aber nicht.

unfassbar
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Noch dazu ist das viel weniger Aufwand als die schönen Zusätze.

blau
18 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Da muss ich widersprechen. Guter Frontalunterricht erfordert gute Vorbereitung und Nachbereitung. Seit ich Lemovs Methoden anwende, ist mein Vorbereitungsaufwand gestiegen. Aber die Stunden sind so viel entspannter, die Schüler arbeiten so viel besser, dass es mir das Wert ist.

Fräulein Rottenmeier
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Ich habe mir jetzt von @blau alle Videos „Teach Like a Champion“ runtergeladen und nach und nach ausprobiert…..cool, wie die Kinder darauf reagieren und ich entspannter werde….das ist inhaltlich kein Zauberwerk, aber es wirkt in der Gesamtheit gut….

blau
18 Tage zuvor

Oh cool

Fräulein Rottenmeier
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Übrigens auch sehr lehrerzentriert ……

Philanthrop
19 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Manche sehen nur, was sie sehen wollen, nennen dies dann evidenzbasiert und glauben dann, dass nur sie im Besitz der absoluten Wahrheit sind. Das nennt sich in der Psychologie “selektive Wahrnehmung” und wird durch entsprechende Echokammern noch verstärkt.
Mehr Offenheit gegenüber neuen Ideen und kritische Selbstreflexion kann heilsam sein.

potschemutschka
19 Tage zuvor
Antwortet  Philanthrop

Da ist was dran. Kommt halt drauf an, in welcher Blase man gefangen ist.
Es soll auch Menschen geben, die sich nicht von Blasen einschränken lassen und ständig ihren Horizont erweitern, die nicht nur bis zur Blasenwand schauen, sondern mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen. Das nennt man dann Lebens- und Berufserfahrung.

Muxi
19 Tage zuvor
Antwortet  Philanthrop

Und Erfahrungswerte sowie Äußerungen von Schülern und Eltern soll man wegen der Offenheit gegenüber neuen Ideen dann ignorieren?
Etwas deutlicher formuliert: Wie oft fassen Sie auf eine heiße Herdplatte bevor Sie lernen?

Philanthrop
18 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Wo steht denn, dass Erfahrungswerte ignoriert werden sollen?Veränderungsunwilligkeit oder -unfähigkeit jedoch aufgrund einer selektiven Erfahrungswahrnehmung als Standhaftigkeit zu verklären, ist ein Problem – insbesondere in disruptiven Zeiten.

Muxi
18 Tage zuvor
Antwortet  Philanthrop

Aber wir haben inzwischen viel Erfahrung mit den “alternativen Unterrichtsforrmen”, und die sind selten eine Werbung. Wie sonst soll ich Ihren Kommentar verstehen, wenn nicht so, dass man die neuen Methoden toll finden soll, obwohl man damit in der aktuellen Schule kaum etwas erreichen kann?
Dafür müsste man ne ganze Menge ändern, va. das Prüfungssystem und das ist nicht in Sicht.

Rüdiger Vehrenkamp
19 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Als Nicht-Lehrer verstehe ich absolut nicht, inwiefern es gewinnbringend sein soll, die Schüler wild von der Leine zu lassen, am Tablet rumwurschteln zu lassen, um dann durch kurze Inputphasen und Feedbackgespräche allein die Bildungskohlen aus dem Feuer zu holen. Ja, da gibts diese Alemannenschule, die angeblich allen anderen Bildungseinrichtungen zeigt, wie der einzig richtige Weg ist, um dem Downfall im Bildungsdschungel zu begegnen: Unterricht abschaffen, jeder sitzt im Lernatelier und plötzlich haben alle gute Noten (die es natürlich erst ab Klasse 9 gibt). So gewinnt man immerhin Schulpreise.

Wären alle Gemeinschaftsschulen mit offenen Lernformen erfolgreich, würde ich dem Ganzen ja Glauben schenken. Doch sie sind mitnichten die Schulart mit den besten Schülerleistungen. Auch meine Erfahrung mit Jugendlichen zeigt ganz klar, dass viele ohne klare Struktur und Führung jeden Schlupfwinkel nutzen, um sich nicht anstrengen zu müssen. Intrinsisch motiviert ist mein Klientel oft nur für die sozialen Medien, Playstation, Kampfsport, Fußball und Shopping. Wenns um Geografie, Biologie und Lesen geht eher nicht so. Da brauchts auch mal einen Schupps von außen… und viele brauchen den öfter.

Rainer Zufall
17 Tage zuvor

“inwiefern es gewinnbringend sein soll, die Schüler wild von der Leine zu lassen, am Tablet rumwurschteln zu lassen, um dann durch kurze Inputphasen und Feedbackgespräche allein die Bildungskohlen aus dem Feuer zu holen.”
Der Fehler scheint darin zu bestehen, dass Sie dies als den Ansatz wahrnehmen :/
Vielleicht möchten Sie beizeiten nach guten Umsetzungsbeispielen Ausschau halten, wenn Sie die Theorie zu kritisieren beabsichtigen?

Rüdiger Vehrenkamp
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das wäre die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor

Alle Schulen, an denen Sie waren, lassen Kinder “am iPad herunswurschteln”?
Was für Saftläden XD
Aber vielleicht wollen Sie sich mit denen nochmal kurzschließen, bevor Sie die vor den Bus schubsen.

Oder fanden Ihre Beobachtungen nur im Rahmen Ihrer Phantasie statt?

Muxi
17 Tage zuvor

Bei interessierten Schülern und dem individuell passenden Niveau sind solche offenen Unterrichtsformen super und wahnsinnig effektiv. Das kann man in AGs usw. oft praktizieren, mit großem Erfolg.
Aber bei einer Regelklasse, bei der 4 Schüler begeistert lernen, die eine Hälfe ganz offen sagt, dass sie nur lernen weil sie müssen und den Sinn darin nicht sehen (wollen), und die ander Hälfte überfordert ist (und man aus Zeit- und Lehrplangründen nicht Grundlagen üben kann), da funktioniert sowas überhaupt nicht.

Rüdiger Vehrenkamp
16 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Eben. Wirklich intrinsisch motivierte Schüler, die auch wirklich den Schulstoff lernen wollen, finden Sie in den meisten Schulen einfach nicht.

nIco
19 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Die Verfasser meinen vermutlich nicht Selbstregulation, sondern Anpassung an (schwierige) Verhältnisse bzw. Regulation in dem Sinne das die Kinder so funktionieren wie es gebraucht wird. Wenn es mit der Regulation auch bei Mädchen Schwierigkeiten gibt, kommt das auf eine Weise zum Ausdruck, die den Schulbetrieb nicht stört, Magersucht und Depression z.B., während Jungs eher mal geneigt sind Wut direkt zum Ausdruck bringen.

GBS-Mensch
19 Tage zuvor

Häufig wenn mir Problemkinder vorgestellt werden – ich die Kinder vielleicht auch etwas kenne – äußere ich anhand der geschilderten Symptome häufig die Analyse:

“Das ist ein Junge, der sich auch wie einer verhält.”

Das Verhalten, was man vor einigen Jahrzehnten noch problemlos als Jungenhaft Attributtieren konnte, ist inzwischen schon dermaßen stigmatisiert und pathologisiert, dass vor allem jüngere Fachkräfte schon gar keinen Bezug mehr dazu haben, dass es sich um geschlechtsspezifisch normales Verhalten handeln könnte.

Dass Schule nicht für Jungs gemacht ist und Jungs dort als Defekte Mädchen behandelt werden, ist nun auch nichts Neues.

OnkelAlbert
19 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

“Dass Schule nicht für Jungs gemacht ist und Jungs dort als Defekte Mädchen behandelt werden, ist nun auch nichts Neues.”
Merkwürdig an dieser Aussage ist aber die Tatsache, dass in der Historie Schulen anfangs NUR für Jungs da waren (in Afghanistan noch heute) und dass es in Deutschland bis zum Ende des 19. Jhdts. dauerte, bis Mädchen auch auf höhere Schulen durften, dann auch auf die Universität. Man hat also die traditionelle Schule SPEZIELL für Jungs eingerichtet, nicht für Mädchen. Und als Lehrer waren zunächst NUR Männer vorgesehen (abgesehen von Klosterschulen). Das Gymnasium des 19. Jhdts. war eine Schule nur für Jungs und mit männlichen Lehrern.

mama51
19 Tage zuvor
Antwortet  OnkelAlbert

Stimmt!
Und ab den1970-ziger Jahren ist man ins andere Extrem verfallen und reibt sich heute verwundert die Augen! 🙁

mama51
19 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Dass Schule nicht für Jungs gemacht ist und Jungs dort als Defekte Mädchen behandelt werden, ist nun auch nichts Neues.

Jungs werden seit Jahren immer mehr weichgespült und sollen sich irgendwie “doch lieber wie Mädchen verhalten/ sozialisieren”… Am besten sollen sie “die besseren” Mädchen werden.Die “können das aber nicht und wollen es auch nicht” und äußern ihren Widerstand (unbewusst vermutlich) eben durch allerlei Auffälligkeiten, die dann wiederum wegtherapiert werden sollen.
Das kann nur schiefgehen!

447
17 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Das könnten die durchaus – nur ist es damit wie mit der “Schwerter zu Pflugscharren”-Logik:

Softe, sich im Endeffekt wie Mädchen verhaltende Jungen und Weicheimänner sind natürlich der Traum großer Lenkungssystemplaner – die demonstrieren nicht, das Kriminalitätspotential sinkt, sie folgen brav den Leitlinien, machen keinen “Ärger”/Konkurrenz durch disruptive Innovationen, konsumieren viel und brav usw. usf.

Nur haben die dann (genau wie faktisch gesehen die Mädchen/Frauen, bis auf kleinste Minderheiten)
– weder Lust auf Ranbuckeln uff’m Bau/in der Halle und werden lieber “was mit Medien” oder Kryptobros (Stichworte: “Mehr Arbeit! Lifestyleteilzeit!”)
– noch “Kriegstüchtigkeit” (Stichwort “Wehrpflicht”, aber immer schön globalist bleiben, gelle?! 😉 )
– steuerpflichtige Vollzeitjobs (siehe nächster Punkt plus “Faaaaaachkräääftemangeeeeel!”)
– die Versorger- und Steuerzahler- UND im Bedarfsfall Verbrauchsmaterial-Rolle, da sie…
– keine Frauen (in relevanter Zahl, in fruchtbaren Jahren, nicht als letzter Notnagel) abkriegen
– natürlich *trotzdem* keinen Respekt bekommen, selbst wenn sie sich noch so sehr kastrieren (da sie halt immer noch Männer sind)

Kurzum: Dann hat/hätte man halt so etwas (polemisch gesagt) wie eine “defekte Frau” mit starkem Hang zu Hedonismus/Minimalismus-Kombo und diversen Problemchen.

Warum soll der “softe Mann” denn hardcore arbeiten gehen ?
Für einen Partnermarkt wo “er” (hihi) abblitzt oder Reste bekommt?
Familie, die er nicht haben wird?
Wohlstand, den er mit diesem Lebensmodell (soft sein) zu 99% nicht erreichen kann?

Playsi + Bong + chillout-zone kostet nix, Wohnung und Gesundheitsversorgung stellt der Staat auch zur Not.
Trainieren für den Kurzzeit-Partnermarkt kann man zur Not sogar zu Hause.

Natürlich könnte man auch das noch meldestellisieren, indirekt oder auch direkt verbieten darüber zu sprechen usw., immer “Andrew Tate!!!11!1” schreien usw.
Das ginge.
Und einfach weiter durchziehen.

Nur … ist unser System nicht alleine auf der Welt.
Und da sind wir wieder bei der eingangs erwähnten Logik – und deren Konter:
“Wer aus allen Schwertern Pflugscharren macht – sät und erntet für diejenigen, die das Schwert halten.”

Ulla
19 Tage zuvor

Wie soll das Ziel erreicht werden, mehr Männer in die Kitas und Schulen zu bringen? Das steht leider nirgends.
Erstens wäre ein angemessenes Gehalt zielführend. Zweitens sollte die Regierung am Image von Erziehern und Grundschullehrern arbeiten. Im Moment werden wir doch immer noch müde belächelt.
Und drittens sollte man ein Argument nicht vergessen, dass mir vor einigen Jahren ein Praktikant nannte: Er werde immer komisch angeguckt, wenn er mal ein Kind in den Arm oder auf den Schoß nimmt. Wie kann man daran arbeiten?

HarneEinrichson
17 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Man muss als Lehrer bei vielen Dingen die Lehrerinnen selbstverständlich tun können wirklich aufpassen.
Danke an die ***** denen wir das zu verdanken haben

Pädagogische Fachkraft
19 Tage zuvor

Und wieder die ideologische Phrase aus dem Elfenbeinturm der “Bildungswissenschaft”-Studien: “Die Aufteilung der Kinder auf verschiedene weiterführende Schulen sollte verschoben werden!”. Das machen doch seit Jahrzehnten Berlin und Brandenburg vor. Eigentlich sollte bei denen der angeblich positive Effekt des “längeren gemeinsamen Lernens” schon längst deutlich und überzeugend sichtbar sein ;-). Solange es dort bei sämtlichen Vergleichstests aber bei weitem schlechter aussieht wie z. B. in Bayern, das eine klare leistungsabhängige Steuerung vornimmt (die auf verschiedenen Wegen im Lebenslauf zu jedem Schulabschluss führen kann!), führt doch die mantrahafte Wiederholung der Forderung nach größtmöglicher Heterogenität in Klassen nur zu ungläubigem Kopfschütteln bei den wirklichen Experten, den Lehrkräften aus der Praxis. Und: was man mit diesem Mantra und den wilden Mischungen in den Klassen den leistungswilligen und -fähigen Schülern antut, schreit zum Himmel!

blau
18 Tage zuvor

Ja. Meine Kinder wollen lernen. Mein Kind lernt bei den Pfadfindern mehr als im Sachunterricht der Grundschule.

Maybe
19 Tage zuvor

Liebe @ Redaktion,
Wie können Sie herausfordern, dass sich hier erfahrene Lehrerinnen outen, behaupten, dass böser Frontalunterricht zu besseren Ergebnissen führt ? 😉
Letzte Woche: “Ok, sollen wir dann bei Frau X rechts oder links rum im Kreis rotieren? Gruppenzusammensetzung, wie für den Notfall geübt? bewährte Partnerkombinationen, Herr Y ?” meinte der Klsprecher 🙂
Ja, so geht’s auch – Notfallpläne und Showstunden in Tasche und PC,
doch muss das sein? Sehr wohl, wenn Be-notung, – urteilung, beförderungsdienliche Unterrichtsbesuche anstehen – und zudem Wissen darüber, welche Show die Beurteilenden erwarten.
Ich bin kein Regisseur, der eine Inszenierung vollenden will, tus aber trotzdem und mag mich dann selbst nicht mehr. GottseiDank nur wenige Stunden.
Frontalunterricht kann Ruhe geben, Struktur vermitteln, Raum für gute Gespräche geben, Anregung und Anleitung ermöglichen …..( jeder ergänze seine Beobachtungen ).
Erfahrene LuL wissen, wann es an der Zeit ist, spielerisch zu üben. Referendare und Quereinsteiger kommen häufig methodisch verbildet bei uns an – und haben ihre Liebe Not, methodisch facettenreich, zielorientiert umzulernen – ich auch, weil ich dann vorne, hinten, in Gruppe, abgebend zurückhaltend und wenn nötig dominierend! doch immer wieder den Kasper gebe, der zeigt, wies gehn ……..könnte.
Die schülerorientierte Mischung machts, nicht irgendwelche olympisch motivierte Lernolympiaden.

sos10
18 Tage zuvor

Komisch, in meiner sechsten Brennpunktschulklasse sind sieben Jungs und vierzehn Mädels. Ja, die Jungs sind lauter, lebhafter und impulsiver als die Mädels. Aber die sind auch richtig leistungswillig und leistungsfähig. In anderen Klassen mache ich ähnliche Erfahrungen. Dieses ewige Gerede von den abgehängten Jungs erscheint mir doch ein wenig übertrieben.

447
17 Tage zuvor
Antwortet  sos10

Man darf da nicht zu genau drüber nachdenken.

Wie aus dem “defekten Geschlecht” von gestern (Jungen: Ungebildet, dumm, unreif etc. etc.) die Super-Unterdrücker des Patriarchats of Evil werden (“Männer”: Angeblich Superverdiener durch ‘pay gap’, überall der Chef durch ‘Seilschaften’ usw. usf.), die alle anderen UND sich selbst unterdrücken…das ist wie “eckiger Klotz in rundes Loch”.
L
O
L

Grundschullehrerin
16 Tage zuvor

Es zählt letztlich der Elternwille, nicht meine Empfehlung als Grundschullehrerin. Das Niveau sinkt flächendeckend, nicht nur in Bayern. Ich arbeite im Ruhrgebiet. Bayern stöhnt auf hohem Niveau. Wir haben hier noch ganz andere Probleme.
Leider zählt immer noch das Elternhaus zu stark. Kommst du vom Starnberger See und deine Familie kann sich finanziell alles leisten, hast du gute Ressourcen. Es ist leider so. Da gibt es nichts dran rumzudiskutieren. Andere Länder schaffen es immer noch viel besser. Hier geht die Schere weiterhin auseinander.

dickebank
16 Tage zuvor

Das Niveau sinkt flächendeckend.

Tja, bergmännisch betrachtet ist das so, wenn man stark sümpft oder versatzlos abbaut.