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Bundesjugendspiele: Eine „öffentliche Demütigung“? Petition zur Abschaffung ist angelaufen

KONSTANZ. „Heulender Sohn kommt mit ‚Teilnehmerurkunde‘ von den Bundesjugendspielen heim. Erwäge Petition zur Abschaffung selbiger. Ernsthaft.“ Mit dieser Notiz im sozialen Netzwerk Twitter hat eine Mutter aus Konstanz eine Bewegung ausgelöst, die auf ein bundesweit großes Echo stößt. Denn die seinerzeit noch erwogene Petition gibt es auf www.change.org mittlerweile tatsächlich – und die Unterstützung ist groß. Mehr als 11.000 Menschen haben sie mittlerweile unterzeichnet.

Noch zeitgemäß? Schüler bei den Bundesjugendspielen. Foto: Konrad-Adenauer-Gemeinschaftshaus / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Noch zeitgemäß? Schüler bei den Bundesjugendspielen. Foto: Konrad-Adenauer-Gemeinschaftshaus / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Die Bundesjugendspiele wurden angeregt vom – durch seine Nähe zum Nationalsozialismus umstrittenen – Sportfunktionär und Sportwissenschaftler Carl Diem, der auch das Sportabzeichen, den olympischen Fackellauf initiierte und die Deutsche Sporthochschule Köln gründete. Vorläufer waren die im Jahr 1920 erstmals durchgeführten Reichsjugendwettkämpfe. In der Bundesrepublik wurden sie seit 1951 zunächst vom Bundesinnenministerium des Innern, dann vom Bundesfamilienministerium für Schüler zwischen 8 und 19 Jahren ausgeschrieben. Der deutsche Bundespräsident fungiert als Schirmherr. Für die Schüler ist die Teilnahme verpflichtend. Meist wird ein Dreikampf in den Disziplinen Werfen (bei älteren Schülern Kugelstoßen), Laufen (Sprint) und Weitsprung durchgeführt.

Gerichtet ist die aktuelle Petition zur Abschaffung nun an Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), formal Trägerin der Veranstaltung. „Die Bundesjugendspiele sind nicht mehr zeitgemäß: Der Zwang zur Teilnahme und der starke Wettkampfcharakter sorgen bei vielen Schülern für das Gefühl, vor der Peergroup gedemütigt zu werden. Daran hat auch die Einführung der ‚Teilnahmeurkunde‘ für diejenigen, die am schlechtesten abschneiden, nichts geändert“, so begründet Christine Finke ihre Initiative.

„Sport sollte Spaß machen und nicht nur für ein gutes Körpergefühl, sondern auch für Selbstbewusstsein sorgen, unabhängig vom Talent und Können des Einzelnen. Die Bundesjugendspiele in ihrer jetzigen Form (ursprünglich auf die Reichsjugendwettkämpfe zurückgehend) konterkarieren dieses Ziel, sie demotivieren Schüler und setzen sie unter sozialen Druck“, so heißt es weiter. „Häufig werden die Ergebnisse der Wettkämpfe beim Austeilen der Urkunden sogar öffentlich im Unterricht verlesen, als würde es nicht reichen, dass auf dem Sportplatz die Peergroup hautnah mitbekommt, wer besonders gut und besonders schlecht ist.“

Dabei würden die individuellen körperlichen Voraussetzungen (Körperbau, Größe, Konstitution) der einzelnen Kinder nicht berücksichtigt, gleichzeitig aber, obwohl dies wissenschaftlich nicht haltbar sei, unnötige Geschlechterunterschiede bei den Leistungen von Kindern unter 11 Jahren gemacht. „Das Argument, gerade die schwächeren Schüler könnten bei den Bundesjugendspielen Erfolge verbuchen, darf nicht über den Schutz derjenigen Schüler gestellt werden, die im Sport keine guten oder schlechte Leistungen erbringen. Ein Wettkampf, bei dem Einzelne schon vorher wissen, dass sie chancenlos sind, ist sinnlos und unfair.“

Die vom Kuratorium für die Bundesjugendspiele postulierten Ziele Freude an Bewegung, Gemeinschaftsgeist und positive Werte würden durch die Bundesjugendspiele nur einigen wenigen, im Sport guten Schülern vermittelt, meint die Mutter. „Für viele weniger sportliche Schüler hingegen bedeuten diese Spiele eine alljährlich wiederkehrende öffentliche Demütigung. Viele glauben bis ins Erwachsenenalter, sie seien unsportlich, was fatal ist, denn eine positive Einstellung zum Sport und zum eigenen Körper dient nicht nur dem psychischen Wohlbefinden, sondern beugt auch langfristig Bewegungsarmut und körperlichen Erkrankungen vor. Deswegen sollten die Bundesjugendspiele entweder abgeschafft oder auf Freiwilligkeit umgestellt werden.“

Auf der Seite change.org gibt es viel Zuspruch für die Petition. „Ich bin selber Lehrer an einer Förderschule. Auch wir führen jedes Jahr die Bundesjugendspiele durch“, so schreibt ein Kommentator. „Aber ich sehe es genau wie Sie! Ein Wettkampf mit Teilnahmezwang ist meines Erachtens achtens pädagogischer Unfug und die Veranstaltung als solche ein Relikt längst vergangener Tage.“ News4teachers

Hier geht es zu der Petition.

Zum Bericht: Schüler kollabieren bei Sportfest

97 Kommentare

  1. Nachdem selbst Bild das Thema jetzt aufgegriffen hat, ist ein Shitstorm entbrannt mit Beleidigungen an Christine und ihre Familie. Ganz übel. Sie hat wohl eine heilige Kuh angegriffen. Blebt zu hoffen, dass wenigstens in diesem Forum ein sachlicher Austausch möglich ist.
    Ich plädiere für eine Änderung der BJS.

    • Rainer Schütz

      Für mich zeigt das Verhalten dieser Mutter wieder den Egoismus in der Gesellschaft. Nur weil Bubi Frust schob, soll für Millionen anderer Schüler ein schöner Sporttag abgeschafft werden. Denken Sie auch mal an die Mitmenschen, werte Frau Finke? Außerdem kenne ich zig-Schulen, an denen die BJS in anderer Form durchgeführt wurden: Staffelwettbewerbe, Ballspiele u.s.w.
      Für alle immer ein schönes Miteinander.
      Ich selbst war im Geräteturnen grottenschlecht, hatte aber im Sommer immer eine Ehrenurkunde! Na also!

    • Für mich waren die Bundesjugendspiele eine kleine Olympiade und eine Abwechslung zum Schulsport. Ich hatte immer eine Ehren- oder Siegerurkunde bekommen. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es einige Schüler gibt, die nur eine Teilnehmerurkunde erhalten.

      Die Vorbereitung auf diese sportliche Pflichtveranstaltung ist ungenügend. Der Schulsport muss reformiert werden. Siehe http://wp.me/p4OuKv-UQ

  2. Wann wird endlich die Schule abgeschafft??? Diese Demütigungen vor der Peer-Group wenn man mal schlechte Leistungen in der Schule zeigt.
    Es sollte alles abgeschafft werden, wo Kinder schlechte Leistungen haben könnten.

  3. Wieso Demütigung, schlechte noten verbunden mit nicht feststellbaren Leistungen sind doch cool.

    Gedemüdigt werden allenfalls Streber – und die haben das doch verdient, oder warum fallen sie dem Klassenkollektiv beim Chillen in den Rücken?

  4. mehrnachdenken

    Anstatt eine Kampagne gegen die Bundesjugendspiele los zu treten, könnte die besorgte Mutter auch über mehr Fitness für ihren Sohn nachdenken.
    Um die Bedingungen für eine Siegerurkunde zu erfüllen, braucht ein Sch nicht einmal besonders sportlich zu sein!!
    Wenn die Mutter ihren Sohn davor schützen möchte, sich wegen schlechter Leistungen in seiner Peer-Gruppe zu blamieren, kann sie auch so manche Aktivität im Freizeitbereich für ihn streichen.

    BJS (Winter und Sommer!!) gehörten in meiner Schulzeit zu den absoluten Höhepunkten in einem Schuljahr. Sobald es das Wetter erlaubte, wurden wir ab dem zeitigen Frühjahr darauf vorbereitet.
    BJS gehörten aber als ein Teil zu einem großen Schulfest, das auch Sch – L – Spiele, lustige Staffelwettkämpfe und ein Mittagessen (Erbsen mit Würstchen) unter freiem Himmel umfasste.
    Kaum jemand von uns ging ohne eine Sieger- oder Ehrenurkunde nach Hause. Vor vielen Jahrzehnten waren wir eben körperlich noch deutlich leistungsfähiger als viele heutige Sch.

    Natürlich sollte/muss diese Erkenntnis in einem modernen Sportunterricht berücksichtigt werden.
    Dafür gibt es auch gute Konzepte wie z.B. “Alternative Sportfeste”, bei denen es eben nicht nur um “höher”, “weiter” oder “schneller” geht oder Gruppenwettkämpfe, wo das Gesamtresultat bewertet wird und nicht die einzelne Leistung.

    Hat sich eine Schule aber einmal für BJS entschieden, MÜSSEN die Sch auch über einen längeren Zeitraum darauf vorbereitet werden. Es darf nicht passieren, dass vorher kaum geübt wurde, und die Spiele obendrein dann noch als “Pflichtveranstaltung” kurz vor den Zeugniskonferenzen durchgeführt werden.
    Wenn dann noch das Ergebnis der BJS mit der endgültigen Sportzensur indentisch ist, hat eine Schule sportpädagogisch so ziemlich alles faslch gemacht, was sie nur falsch machen konnte.

    Sollten es im vorliegenden Fall zu ähnlichen Fehlern gekommen sein, kann ich die Reaktion der Mutter sogar ein wenig verstehen.
    Die BJS sind dann aber nicht als “Sündenbock” zu brandmarken, sondern die Kritik sollte den Sport – L gelten.
    Auch im Jahre 2015 sind die BJS im Ansatz eine hervorragende Gelegenheit, sich sportlich zu messen. Dabei müssen aber unbedingt die vollkommen anderen Rahmenbedingungen wie bspw. das veränderte Leistungsvermögen der heutigen Sch berücksichtigt werden.

    • ich habe in sport immer mein bestes gegeben, trotzdem standen meine leistungen nur selten auf der liste, eine siegerurkunde habe ich nie erhalten. meine eltern waren und sind noch wesentlich unsportlicher als ich. aus dem Fußballverein bin ich wieder ausgetreten weil mir zu wenig Fußball GESPIELT und zu viel technik TRAINIERT wurde. sport mag ich so lange, wie er nicht in training ausartet. entsprechende vereine gibt es in deutschland nur selten.

      letzte woche war das sportfest an meiner Schule. viele der hochgelobten Schüler gehören in den anderen (haupt-) fächern zu den schwächsten und / oder sind bereits wiederholer. ob das zufall, mein Gefühl oder statistisch signifikant ist, habe ich nicht untersucht.

  5. Warum dann nicht auch ein Um-die-Wette-Musizieren? Wäre doch auch mal schön, die musikalische Leistungsfähigkeit von Schülern in einem bundesweiten Sing-Contest vor Publikum zu messen – und die Verlierer bekommen eine “Er-hat-sich-stets-bemüht”-Urkunde. Nichts gegen Sport. Aber bei Schülern einen gleichen Maßstab anzulegen, ohne deren körperlichen Voraussetzungen und Entwicklungen zu berücksichtigen, ist daneben. Wie soll das eigentlich im Zeitalter der Inklusion funktionieren? Müssen dann auch die Rollstuhlfahrer um den Platz rennen? Die Konsequenz kann nur sein: Weg mit dem Zwang. Auf freiwilliger Basis wäre das doch ein Sportfest, das seinen Namen auch verdient.

    • Im Musikunterricht bekommen Schüler, so weit ich weiß auch Noten auf ihren Gesang. Sicher hat nicht jeder Schüler das gleiche Talent. Im Kunstunterricht bekommen Schüler auch Noten auf ihre Werke. Es gibt sogar einen Wettbewerb der heißt Jugend musiziert.

      • Ja, aber hier gejt es um die Bundesjugendspiele und nicht um den Schulsport. Ich verstehe auch nicht, warum es einen für alle verpflichtenden Sportwettkampf gibt, aber dann keine für alle verpflichtenden Musikwettbewerbe, Mathewettbewerbe, Biowettbewerbe …

        • Das stimmt noch nicht einmal. Es ist üblich, die Klassenebene von Lese-, Erdkunde-, Mathe-, Whatever-Wettberweben in allen Klassen im Klassenverband (wo auch sonst?) auszutragen. Die besten Schüler kommen dann weiter, die anderen mussten aber an der untersten Ebene alle teilnehmen und sitzen im schlimmsten Falle ein bis zwei Stunden vor Aufgaben, die sie nicht lösen können. Das bekommt das geneigte Elternteil vielleicht nicht mit, weil es dem Söhnchen keine Sportatsche packen muss, ist technisch gesehen aber genaus das Gleiche. ‘Jugend forscht’ und ‘Jugend musiziert’ hingegen sind ganz andere Modelle, logisch, dass man nicht alle zwingen kann, an einem Wettbewerb teilzunehmen, der eine Erfindung oder das Beherrschen eines Instruments voraussetzt.

    • mehrnachdenken

      “Mens sana in corpore sano”, „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“
      Nicht selten sind gute Sportler später auch im Leben tüchtig.

      In meiner Schulzeit galt: Je besser ein Sch in Sport war, desto angesehener war er bei den Mitschülern.
      War jemand aber in Sport mittelmäßig oder schlechter, konnte er mit seinen ansonsten guten Noten nicht punkten.

      Ich kenne viele Vereine, die ihren Mitgliedern Angebote unterbreiten, die nichts mit “Training” im eigentlichen Sinne zu tun haben. Dort steht das freudvolle Bewegen in einer Gemeinschaft im Vordergrund.
      Das gilt auch für die zahlreichen Lauftreffs.

      • Der Kontext des Originalzitates ist aber ein anderer. Im Original wird dem Wunsch Ausdruck verliehen, dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist stecken möge. Der, der diesen Gedanken äußerte, war nämlich der meinung, dass seine zeitgenossen sich weniger um die körperliche Ertüchtigung sondern um die geistige Entwicklung kümmern sollten.

        Frei nach dem Motto, was nutzen 10.000 Volt im Oberarm, wenn im Oberstübchen keine Birne vorhanden ist.

      • Ich stimme Ihnen nur eingeschränkt zu:
        Die guten Sportler waren tendenziell beliebter als die schwachen Sportler.
        Die in den anderen Fächern guten Schüler waren tendenziell unbeliebter.
        Unter den allgemein schwachen Schülern waren tendenziell mehr gute Sportler, extremes Beispiel “1” in Sport, der Rest “3” und schlechter, Hauptfächer eher “4” und schlechter.

  6. Diese Debatte ist eine logische Weiterentwicklung des Individualismus, wie er in unserer Gesellschaft gelebt wird.
    Wäre eine freiwillige Teilnahme, während die Nichtteilnehmer normalen Unterricht haben, ok?

  7. Das passt zu der Meldung, dass ca 50 % der Kinder und Jugendlichen von Heute noch nie auf einen Baum geklettert sind.

  8. Tja, diese ganzen Linken und besorgten Eltern haben es eben noch nicht verstanden, dass Menschen empirisch verschieden sind.

  9. Ich war immer mies in Sport und die BJS fand ich auch nicht besonders aufbauend, aber einen Schaden habe ich sicher nciht genommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich irgendeine Urkunde bekommen habe. Mein Sportlehrer machte gern Witze auf meine Kosten: “Springen, nicht laufen”, “was machst du mit deinem Fuß, das sieht aus als ob du den Boden ausheben musst” “da kommt der Elefant”…. Anfangs motivierte mich das sogar dazu, nicht mehr wie ein Elefant auf den Boden stampfen zu wollen, aber ich bekam es nicht hin und musste halt mit den Sprüchen leben. Die Sprüche kamen aber nicht an den BJS sondern im Sportunterricht. Für die BJS gab mir das die Vorwarnung: Da ist nichts zu holen. Aber die Spiele an sich waren dadurch nicht schlecht, sie waren eher ein sinnvoller Vergleich. Ich lief neben meinen Freunden und warf Bälle neben ihnen und sah, wie viel ich tatsächlich leisten müsste. Woran soll ein 3.Klässler das sonst erkennen, wenn nicht im direkten Vergleich?
    Meine Tochter – körperlich behindert- kam vor kurzem nach Hause, stolz wie Oskar, sie hatte eine Urkunde. Blick auf die Zahl: 230 Punkte hatte sie geholt. Auch sie ist also – entgegen ihrer Meinung von sich selbst- eine Sportniete. Die Frage ist: Wie kann man unsportliche Kinder dazu motivieren, ihre Techniken zu überprüfen, ohne sie zu demütigen oder zu beleidigen? Und wie kann man Kinder, die mit enormen Defiziten in die Schule kommen (oder auch körperlich behinderte Kinder) derart einbinden, dass sie aus den Spielen einen Nutzen ziehen?
    Evtl. sollte man wieder über Sportförderunterricht nachdenken. Zu meiner Zeit gab es diesen einmal wöchentlich, morgens vor der Schule.

    Die BJS abschaffen finde ich als nicht-Sport-L trotzdem gut. Schließlich rauben sie mir jedes Jahr einen vollen Tag meiner Unterrichtszeit, die ich dringend benötige. Wir können doch daraus einen Naturwissenschafts-Marathon machen. Jeder Schüler muss in einer vorgegebenen Zeit vorgegebene Versuche aufbauen und vorgegebene Aufgaben lösen. Darin ist auch die Mehrheit der Schüler gleich schlecht 😉

    • mehrnachdenken

      Ihre schlechten Erfahrungen mit dem Fach Sport bzw. mit den BJS gehen doch eindeutig auf das Konto der Sport – L. Witze auf Kosten der Sch gehören schon lange zum pädagogischen NO GO!!
      Wer es dennoch versucht, MUSS sanktioniert werden. Das kann doch heute nicht so schwierig sein!!
      Natürlich kann ich mit genannten “Sprüchen” niemanden motivieren!!

      Nur so nebenbei: Ich schaffte es sogar in Grundschulklassen, dass ALLE Drittklässler 10 Minuten am Stück liefen.
      Wichtig waren die Laufregeln, dach denen z.B. jeder sein eigenes Tempo laufen sollte. Es reicht nicht, Laufregeln zu erklären, sie müssen geübt werden.
      Ausnahmslos alle Kinder schafften es und erhielten eine Urkunde.

      • Sicher, bei mir war irgendwer schuld, der Lehrer, die Mitschüler, ich selbst, meine Eltern,…. irgendwer sollte sich schlecht fühlen, weil ich nicht laufen konnte. Und bei meiner Tochter wird auch irgendwer schuld haben, wenn sie es irgendwann versteht. Nur dadurch erhalten die BJS keine Daseinsberechtigung.

        Ich denke, man könnte die BJS dazu nutzen, den Kindern ihre Erfolge vor Augen zu halten. Dafür wäre eine andere Struktur nötig, in der nicht (nur) derjenige eine Urkunde erhält, der besser war als alle anderen – und das jedes Jahr aufs Neue- es sind ja in der Regel immer die Gleichen, die Sieger- und Ehrenurkunden bekommen-, sondern (oder evtl. zusätzlich) derjenige, der sich im Vergleich zum Vorjahr besonders gesteigert hat. Damit hätte man dann auch in Zeiten der Inklusion die behinderten Kinder einbezogen.

  10. Die Frage ob man die BJS abschaffen sollte kann ich nur mit einem klaren nein beantworten. ABER es muss was passieren. Das ganze sollte mal ein wenig modernisiert werden. Es kann nunmal nicht jeder ne Sportskanone sein genauso wenig wie jeder super gut in Mathe oder Physik sein kann. Verschiedene Menschen haben nunmal verschiedene Fähigkeiten. Eigentlich gibt es ne ganz einfache Lösung für das Problem. Man kann man z.B. die Bundesjugendspiele ja auch um Denksport (z.B. Logik/Mathe oder vllt sogar Schachwettbewerbe) oder um Naturwissenschaftliche Projekte erweitern um eben eine Breitere Palette an Fähigkeiten abzudecken. So hätten viele Schüler/innen die in Sport schlecht sind aber z.B gut in Mathe eine Ausweichmöglichkeit. Jedoch sich hinzustellen und zu sagen das die Bundesjugendspiele wegmüssen nur weil einige kinder mit dem Druck nicht klarkommen ist Schwachsinn. Das mag zwar stiimmen ist aber als Argument untauglich. Dann müsste ich mich vielen Vorrednern anschließen und sagen das man dann auch Noten an sich abschaffen muss weil ne 5 auf dem Zeugnis genauso schlecht für das selbtbewusstsein ist. Wie gesagt ein wenig Modernisierung würde diesem maroden Event mal ganz gut tun. Natürlich müsste man den Kindern noch einen Ansporn geben wenn man es auf freiwilligen Basis macht. Man könnte zum Beispiel jeden der nicht dran teilnimmt fürs Auf und Abbauen sowie als helfer während den Spielen einteilen (Schülerinnen aus höheren klassen die nicht dran teilnehmen wollen kann man vllt auch im Vorfeld für einfache assitenzarbeiten im Organisatorischen Bereich einsetzten). So muss niemand mehr fürchten sich öffentlich zu blamieren.

    • mehrnachdenken

      Haben Sie meine Beiträge gelesen??
      Ich wiederhole es gerne: Die Anpassung der BJS hat doch längst stattgefunden. Es gibt zahlreiche Modifikationen, die auch nicht so sportlichen Sch gerecht werden und die ihnen Erfolgserlebnisse verschaffen. Z.B. existieren Konzepte für alternative Sportfeste bereits seit den 90er Jahren.

      Das Problem sind nicht die BJS, sondern, was Schulen oder L daraus machen.
      Da waren unsere L in den 60er Jahren ja bereits “moderner”, als so manche heutige Lehrkraft!! Ich kann es nicht glauben, was auf der Lehrerseite wohl nicht selten für eine Ignoranz, Inkompetenz oder Lustlosigkeit herrscht!
      Zudem gehört Sportunterricht, der schwächeren Sch keine reelen Chancen und Erfolgserlebnisse ermöglicht, schnellstens “beerdigt”.

      • Sie haben ein paar wichtige punkte angesprochen denen ich durchaus zustimme. Wie zum Beispiel das man es nicht als Pflichtveranstaltung ansetzten sollte. Dennoch rede ich hier nicht von alternativen Sportfesten sondern davon entsprechende Elemente in die BJS zu integrieren.

        Des Weiteren muss ich Ihnen leider zustimmen das viele Lehrkräfte hetzutage einfach nur ihren Stoff durchziehen ohne sich groß mühe zu geben. Zu Ihrem letzten Satz muss ich jedoch sagen dass man nach dieser Logik auch Mathe oder Englisch abschaffen muss da ein Schüler der schlecht in Mathe ist ebenfalls keine reelen Chancen und Erfolgserlebnisse hat. Genau so einer kann aber wiederrum extrem gut in Sport sein, was sein selbstbewusstsein dann wieder steigert. Außerdem bekommen die Kinder heutzutage dank der Unterhaltungselektronik sowieso immer weniger Bewegung. Da tut Sportunterricht so manchem durchaus ganz gut. Wichtig ist dabei das man den Kindern klar macht das es kein Weltuntergang ist wenn man es in Sport nur auf eine 4 schafft. Vllt wird aus einem kleinen Korpulenten kind das sich heute in Sport abmüht um es auf ne 4 zu schaffen in einigen Jahrzehnten der nächste Physik- oder Biologie Nobelpreisträger. Oder er leistet einen wichitgen Beitrag zur Raumfahrt. DAS muss den Kindern klargemacht werden. Unsere Gesellschaft ist leider viel zu schnell mit Verurteilungen und genau DA muss die Pädagokik meiner Meinung nach ansetzen. Und da sind alle in der Pflicht, Eltern genauso wie Erzieher und Lehrer.

        • Ist es vielleicht möglich, nicht mehr nur die Leistung zu honorieren, sondern die Leistungs_verbesserung_, basierend diverse Referenzdaten aus dem Schuljahresverlauf, auf mit einzubeziehen? Die Cracks müssen sich dann automatisch anstrengen, weil sich auf sehr hohem Niveau noch weiter zu verbessern sehr schwierig ist. Umgekehrt sind Leistungssprünge im unteren Niveau sehr einfach zu realisieren — auch bzw. gerade für die unsportlichsten Schüler. Für reicht nämlich ein gewisser Wille aus, Genetik ist auf dem Level noch zweitrangig.

  11. mehrnachdenken

    mehrnachdenken am 26.06 – 23.07 h

    Zudem gehört Sportunterricht, der schwächeren Sch keine reelen Chancen und Erfolgserlebnisse ermöglicht, schnellstens „beerdigt“.

    Dieser Satz ist bitte nicht so zu verstehen, dass Sportunterricht generell abgeschafft werden sollte, sondern ich meinte damit, dass es keinen Sportunterricht geben darf, der nicht auch den schwächeren Sch Erfolgserlebnisse vermittelt.

    • Machen das Ihre Sportlehrer denn nicht??

      • mehrnachdenken

        Doch, persönlich handhabte ich es so.
        Die Diskussion über die BJS zeigt ja, dass es auch heutzutage noch “schwarze Schafe” unter den Sportlehrkäften gibt.
        Ein abwechslungsreiches und zielgerichtetes Aufwärmprogramm ist z.B. auch noch keine Selbstverständlichkeit oder Sch müssen ohne nennenswerte Vorbereitung die 1000 Meter laufen.

  12. MasterOfDisaster

    Wer Carl Diem als umstritten bezeichnet, könnte auch Adolf Hiter als umstritten bestreiten.

    Inzwischen sind sowohl die Carl-Diem-Arena in Würzburg umbenannt, dafür gewann die Main-Post-Zeitung einen Journalistenpreis. Die Carl-Diem-Strasse an der Sporthochschule Köln wurde auch umbenannt.

    Näheres zu Carl Diem findet sich bei Wikipedia (mit weiterführenden Hinweisen auch zu den
    Gerichtsurteilen.)

  13. Ursula Prasuhn

    @xxx um 10:26
    Wollen Sie etwa behaupten, sportliche Fähigkeiten hätten auch etwas mit Genetik zu tun? Da sind Sie aber hinter der Zeit stehen geblieben. Heute weiß jeder, dass alle Menschen gleich auf die Welt kommen und Unterschiede einerseits eine Frage des sozialen Umfelds sind und andererseits eine Frage der Wahl. Wer sich laut Gender-Wissenschaft das soziale Geschlecht aussuchen kann, der wird ja wohl auch noch seine soziale Sportlichkeit auswählen können.
    Bevor uns weitere gender-studies Klarheit verschaffen, schlage ich vor, dass vorübergehend Benachteiligungsausgleiche stattfinden. So könnten unsportliche Knaben bei den Bundesjugendspielen z. B. als Mädchen antreten und auf diese Weise leichter zu Punkten kommen. Bei Mädchen könnte von einer ungerechten Spätentwicklung ausgegangen werden und eine Altersherabsetzung stattfinden. 10-Jährige würden dann z. B. nach der Tabelle für 6- oder 7-Jährige bepunktet.
    Auf diese Weise wären die Bundesjugendspiele vorerst gerettet, bis die Genderwissenschaft exakte – also absolut gerechte – Lösungen erforscht hat. Im Moment ist sie noch zu sehr ausgelastet mit der Erarbeitung gendergerechter Sprache und Lehrpläne. Doch irgendwann wird sie sich auch Sportwettkämpfen zuwenden und das Problem BJS lösen.

    • danke für die anregungen. ich schlage daher vor, allen kindern aus den von Ihnen genannten Gründen bei den bjs 1000 punkte zu geben und die gemessenen leistungen individuellen altersklassen zuzuordnen.

    • Gendertheorie nicht verstanden. Sie behauptet NICHT, dass jeder gleich auf die Welt kommt.

      • Zitat: ” „Wir kommen sozusagen als „blank slate“, als unbeschriebenes Blatt zur Welt.“

        Dazu mehr:
        http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/harald-eia-gegen-den-gender-mainstream-das-wurde-haesslicher-als-ich-gedacht-habe-11899907.html?printPagedArticle=true#p

        Sind unbeschriebene Blätter nicht gleich, abgesehen von nichtssagenden Äußerlichkeiten wie groß oder klein?
        Ohne Verleugnung der Erkenntnisse seriöser Wissenschaften wie Biologie bekäme die Gender”wissenschaft” doch kein Bein auf die Erde. Die „blank slate“- Theorie ist Voraussetzung für ihre krude Ideologie.

        • Wenn das biologische Geschlecht laut Gender nur eine unwichtige angeborene Äußerlichkeit ist und allein das durch Umwelt und Erziehung erworbene “soziale Geschlecht” die entscheidende Rolle spielt, dann ist ein fächerübergreifender Unterricht in “sexueller Vielfalt” wirklich zu hinterfragen. Warum sollen Kindern die verschiedensten sexuellen Minderheiten-Neigungen so eindringlich und anschaulich nahegebracht werden? Wer kann daran Interesse haben außer Minderheiten-Lobbys und ihre linken Freunde?
          Das Schlagwort “Erziehung zur Toleranz” wirkt immer durchsichtiger.
          Besser passt der Ruf der sexuell vielfältigen Demonstranten gegen die “Demo für alle” in Stuttgart. Er lautete: “Eure Kinder werden so wie wir!”

          • Erziehung zur Akzeptanz fände ich viel sinnvoller, weil “Toleranz” lediglich Duldung bedeutet und mit “toll finden” rein garnichts zu tun hat. Aber diese beiden Worte werden in den Medien synonym eingesetzt und mit einer gegenderten Einheitssauce bis zur Unkenntlichkeit übergossen.

          • mehrnachdenken

            Oder: “Eure Kinder kriegen wir auch noch!”

      • Milch der frommen Denkungsart

        Es gibt Theorien, über die kein geistiger Diskurs möglich ist, da sie per se ungeistig sind.

        • mehrnachdenken

          Das ist aber vielen Leuten nicht klar!!” Deshalb muss das “Ungeistige” des Gender – Wahns immer und immer wieder thematisiert werden!!

        • Ursula Prasuhn

          Stimmt leider! Doch Irrlehren nicht entgegenzutreten und den entsprechenden Gehirnwäschen das Feld zu überlassen, widerstrebt mir. Glaubten nicht immer wieder so viele Menschen dem dargebotenen Schwachsinn, fiele es mir leichter, gleichgültig zu bleiben.
          Mein Eindruck sagt mir, dass es Ihnen – und auch anderen hier – ähnlich geht und Sie sich “mit Verve” gegen den ideologisch aufgeheizten Zeitgeist stemmen. Das freut mich immer wieder.

          • mehrnachdenken

            “Glaubten nicht immer wieder so viele Menschen dem dargebotenen Schwachsinn, fiele es mir leichter, gleichgültig zu bleiben.”

            Frau Prasuhn, so ist es (leider).

            Ich frage mich aber allen Ernstes, warum ja nicht dumme Leute diesen “Rattenfängern” so “auf den Leim” gehen können.
            Ich warte sehnsüchtig auf den “deutschen” Harald Eia.

            Allerdings – ich schrieb es schon mal – müsste sich die seriöse Humangenetik und andere Disziplinen deutlich positionieren.
            Als allseits anerkannter Wissenschaftler wäre es doch für mich schon eine Beleidigung, diesen Leuten auch noch Professorenstellen zur Verfügung zu stellen.
            Halten die diesen sektenähnlichen Gender – Wahn eigentlich noch für eine harmlose Spinnerei?

  14. Nimmt man Inklusion ernst, muss man doch allen Menschen die Teilhabe an sportlicher Betätigung möglich machen. Alle sollen an den Bundesjugendspielen teilhaben können.

  15. Können oder müssen?

  16. Bei den Bundesjugendspielen lernen unsere Inklusionskinder leider, dass sie auch hier die schlechtesten sind.

  17. …zumindest war es bei unseren so…

  18. Milch der frommen Denkungsart

    Genau unter dem Brennglas dieses Mikrokosmos wird doch evident, welch tatsächlich erniederigenden Nonsens diese hier so oft propagierte Gieskanneninklusion letztlich produziert, wenn man sie auch noch in die letze Pore der Schule zwangsinjiziert.

  19. Ursula Prasuhn

    Liebe(r) mehrnachdenken!
    Zu Ihem Kommetar um 17:08: Nein, die halten diesen “sektenähnlichen Gender – Wahn” garantiert nicht für harmlose Spinnerei. Für diese Leute gibt es allerdings ein entscheidendes Handicap: Sie haben nur einen ziemlich kühlen Draht zu den tonangebenden Medien, deren Redaktionsstuben laut Medienforschern – wie z.B. Professor Manfred Güllner – heute zu etwa 70 Prozent mit linksgrünen Anhängern besetzt sind. D.h. ihre Erkenntnisse und Studien werden im Vergleich zu den politisch korrekten Moral- und Märchenpredigern relativ selten veröffentlicht – und falls doch, müssen sie auch noch jedes Wort auf die Goldwaage legen, um nicht – ebenso wie die Medien selbst – wegen Verbreitung rechten Gedankenguts verunglimpft zu werden.
    Ich äußere ja immer den Wunsch, die Lehrer würden das, was sie denken und erleben, mutiger in die Öffentlichkeit tragen. Aber auch hier gibt es neben beruflichen Ängsten dieses Handicap.
    Ein Inklusions-Lehrer, der schier verzweifelt war wegen seines Schulalltags und die Flucht nach vorne antreten wollte, schilderte im Internet, auf welche Ablehnung er bei namhaften Zeitungen und öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten gestoßen sei, als er ihnen seine Inklusions-Erlebnisse anbot. Leider habe ich mir damals den Link nicht abgespeichert, so dass Sie selbst nachlesen können, was er schrieb.

    • mehrnachdenken

      Immerhin können wir auf n4t trotz der mal unterstellten links-grünen Redaktion relativ frei unsere Meinung kundtun.
      Wir Leser setzen uns ja nun schon mit der Gender-Ideologie auseinander, und wir verweisen immer wieder auf entsprechend kritische Artikel (sh. aktuell Harald Eia v. “F.H.”).
      Für meinen Geschmack verhält sich die n4t – Redaktion in dieser Hinsicht recht passiv. Dabei müsste diese Thematik “rauf und runter” diskutiert werden!!

    • mehrnachdenken

      Wer im Internet ein wenig sucht, stößt auf zahlreiche Quellen gegen den Gender – Wahn. Hier ein Video, das ich gefunden habe.

      Unabhängig davon, dass mir die Rhetorik der dort zu Wort kommenden Biologin recht “holprig” erscheint, und sie auch ständig “sozusagen” sagt, (ich muss mich dann immer zwingen, weiter zuzuhören, lach) sind die inhaltlichen Aspekte zur Gender – Ideologie m.E. gute Denkanstöße.

        • Schon der erste Satz der Anmoderation missversteht wie auch der Furor und die Paranoia der Frau Prasuhn jede vernünftige Gender-Forschung. Niemand behauptet, dass es keine (z.B. biologischen) Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, es geht lediglich um bestimmte Verhaltensweisen, die als typisch männlich und typisch weiblich gelten, zu denen jedem Menschen, der mal scharf nachdenkt, immer auch ein Gegenbeispiel eines Mannes oder einer Frau einfällt, die sich eben nicht in dieser Weise ‘typisch’ verhält (was schon Beleg genug wäre, dass diese nicht angeboren oder genetisch bedingt sind), sowie um die aus dieser (jetzt sag ich das mal, um die andere Auffassung möglichst bedrohlich darzustellen) Ideologie erwachsenen Konsequenzen.

          • mehrnachdenken

            ” … , es geht lediglich um bestimmte Verhaltensweisen, die als typisch männlich und typisch weiblich gelten, zu denen jedem Menschen, der mal scharf nachdenkt, immer auch ein Gegenbeispiel eines Mannes oder einer Frau einfällt, die sich eben nicht in dieser Weise ‚typisch‘ verhält (was schon Beleg genug wäre, dass diese nicht angeboren oder genetisch bedingt sind), … .”

            Ach ja? Was Sie schreiben, weiß doch “jedes Kind”. Dafür brauchen wir doch keine so genannte “Gender – Forschung”, was auch immer darunter zu verstehen ist, die Unsummen von unseren Steuergeldern verschlingt.

            Warum haben die Norweger schon vor einigen Jahren den Geldfluss für die “Studien” gekappt? So harmlos, wie Sie es darstellen, ist diese Ideologie wohl nicht.

            Sie machen es sich leider zu leicht. Unter der “Tarnkappe” “Gleichberechtigung für Frauen” propagiert die Gender – Ideologie einen “anderen Menschen”. Dessen Geschlecht ist lediglich bei den Schwulen/Lesben angeboren, bei den Heterosexuellen aber sozial determiniert und damit veränderbar, und sie erhebt dabei in ihrer grenzenlosen Selbstüberschätzung einen totalitären Anspruch, wie er nun mal Ideologien so zu eigen ist.

            Haben Sie das Video zu Ende angesehen? Haben Sie den Norweger Harald Eia gelesen oder im Video gesehen?

  20. Dann nennen Sie mir doch mal ein konkretes Beispiel, irgendein Faktum, irgendein Zitat eines Wissenschaftlers, aus dem die furchtbare Bedrohung und die vermeintliche Kreation eines “neuen Menschen” für mich, die ich es mir zu leicht mache, hervorgeht. Ich habe weder Zeit noch Lust mir stundenlange Videos anzusehen oder Bücher zu lesen, von Leuten, die ebensolche Paranoia verbreiten. Bei dem, was ich kenne, kam mir nämlich bisher immer nach wenigen Minuten die Galle hoch vor so viel Unverstand, Verdrehung und blinder Panik. Und am besten erklären Sie mir gleich mit, was irgendjemand von dem, wovor Sie sich fürchten, haben sollte.

    P.S.: Sie behaupten einfach das Gegenteil von dem, was die Genderforschung (vermeintlich) behauptet. Ist das dann nicht schon logisch gesehen genauso ‘totatalitär’ und ‘ideologisch’, ihrer Logik nach?

    • mehrnachdenken

      Mit sich scheinbar oder bewusst ahnungslos gebenden Zeitgenossen ist es müßig, weiter zu diskutieren.
      Recherchieren Sie bitte, machen Sie sich sachkundig, dann können wir weiter miteinander reden, lach.

    • gelegenheits hacker

      Wenn Sie keine Lust haben, Videos anzuschauen oder Bücher zu lesen, dannkönnen Sie die darin enthaltenen Gedanken nicht verstehen. ein einfacher Kausalzusammenhang.

  21. Ursula Prasuhn

    @Ina
    Apropos “Beispiel und Gegenbeispiel”. Die gibt es sogar im biologischen Bereich. Z.B. gibt es Frauen mit Bartwuchs und Männer ohne, flachbrüstige Frauen und Männer mit Busen oder Frauen mit Bariton- und Männer mit Altstimme. Hieraus abzuleiten, dass Männer und Frauen körperlich ohne Unterschiede auf die Welt kämen, würde sich allerdings keiner trauen. Wahrheit und Lüge wären hier zu offensichtlich.
    Im Graubereich von Hirnfunktion, von Wesensmerkmalen oder Interessen- und Gefühlsunterschieden kann allerdings gegen jede Erkenntnis seriöser Naturwissenschaft munter drauflos behauptet werden – je nachdem, was erreicht werden soll. Leider profitiert diese Narrenfreiheit von der Tatsache, dass vieles tatsächlich auf Erziehung beruht.
    Dies aber für die Behauptung zu missbrauchen, nichts sei genetisch bedingt, sondern alles nur anerzogen, ist eine Beleidigung für jeden denkenden und halbwegs informierten Menschen.
    Dass Sie auf Leute wie mich, die eine Genderisierung von Gesellschaft, Sprache und Schule ablehnen, schlecht zu sprechen sind, ist klar. Dass Ihr Ärger auf meine Worte allerdings so groß ist, dass Sie mich mir „Furor“ und „Paranoia“ nachsagen müssen, ist fast schon eine Ehre.
    Über den Anfang des von „mehrnachdenken“ empfohlenen Videos sind Sie vermutlich nicht hinausgekommen. Ich habe ich es mir vollständig angeschaut und kann es wärmstens empfehlen – vorausgesetzt natürlich, Sie ertragen eine knappe Stunde lang Widerspruch zu Ihrer Meinung.
    Etwas leichtere Kost ist da ein humoriger Artikel von Birgit Kelle, die sich als vierfache Mutter auch Gedanken über „angeboren und/oder anerzogen“ gemacht hat. Den haben Sie in wenigen Minuten hinter sich:
    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/12074-geschlechterrollen-und-kinderspielzeug

    • Nun, im körperlichen Bereich sind die Ursachen eindeutig – Hormone, die in der Tat biologisch unterschiedlich ‘verteilt’ sind, im Verhaltensbereich sind aber noch nicht einmal Sie in der Lage, abzugrenzen, wo nun Erziehung ‘wirklich’ als Ursache zu veranschlagen ist, und wo die gender-Forschung angeblich gegen die Naturwissenschaft irgendetwas behauptet. Schade, ich hätte mich über ein wirkliches Beispiel bzw. eine ernstzunehmende Antwort auf meine Frage gefreut. Stattdessen wieder nur Behauptungen mit der Tendenz, die eigene Position zu verabsolutieren (ach, komisch, das war der Vorwurf in die andere Richtung…?): denkende Menschen können was auch immer nicht ernst nehmen. Gut, das kann ich natürlich problemlos von allem behaupten, ohne damit irgendetwas argumentiert zu haben: Denkende Menschen können doch nicht ernsthaft ihre Argumentation auf einer angeblichen biologischen Neigung von Mädchen zu roas Kleidchen aufbauen.
      Im Übrigen gibt es entgegen ihrer Behauptung (Denken! Naturwissenschaft!) eine Latte von naturwissenschaftliche Erkenntnissen, die zeigen, dass die Arbeitsweise von männlichen und weiblichen Gehirnen zwar in einigen Bereichen (z.B. Vernetzung der Gehirnhälften; wo wird welche Information verarbeitet) unterschiedlich ist, Effektmessungen aber in der Regel unauffällig oder widersprüchlich ausfallen – oder gar zeigen, dass sich Effekte im Laufe des Lebens ändern können und sogar hirnstrukturelle Änderungen prägen können (abhängig von – genau – Erziehung und Umwelterfahrungen) und dass insgesamt individuelle Differenzen sehr viel stärker ausgesprägt sind als zwischen Männern und Frauen.

      Dass ich mir kein Video ansehe, dass schon in den ersten zwei Sätzen mit Falschaussagen gegen die Gegenseite arbeitet, ist wohl nachvollziehbar. Kelle kenne ich – viel Vernünftiges oder Intelligentes habe ich von ihr noch nicht vernommen, das gilt auch für den verlinkten Artikel, der eine Schwachheit an die nächste reiht. Wenn ich solche Sätze lesen, weiß ich wozu gender studies nötig sind:
      “…garantiert nur Dinge, die Mädchen gefallen” – weil ja bekanntlich alle Mädchen gleich sind und biologisch auf rosa Püppchen programmiert? Wer hat hier die absurde Auffassung und hanebüchene Beispiele dafür?

      “Mama ist ein Mädchen, Papa ist ein Junge. Bei uns zu Hause steht es damit 3:3, alles in Butter. Das ist nicht bedenklich und auch nicht sexistisch, sondern normal.”
      Nee, echt jetzt? Und wer sagt etwas dagegen, dass irgendwer derjenige ist, der er ist? Ach ja, niemand. Aber mit solcherart verzerrenden Darstellungen dessen, was gender studies vermeintlich wollen, kann man die Bauern natürlich fangen. Gleich kommt ne Emanze und hackt dem Sohn den Penis hab. Kein Wunder, dass sich alle so aufregen.

      “Sie hatte nichts Pinkes, kein Kleidchen, keinen Strampler, keine Haarspange. Alles schön geschlechtsneutral und bunt. […] dann kam sie in den Kindergarten und mit ihm drei neue Lieblingsfarben: Glitzer, Pink und Rosa, […] Sie wollte einfach ein ganz normales Mädchen sein.”
      Sorry, aber wer so etwas schreibt/liest und nicht bemerkt, dass Frau Kelle ihre eigene Erfahrung selbst falsch deutet, obwohl sie einem entgegen schreit, dass die Tochter das, was “ein normales Mädchen” anscheinend zu sein hat, nämlich Rosaglitzerqueen, lediglich aus dem Kindergarten mitgebracht hat (nochmal zur Verdeutlichung: Kindergarten = Umwelt, d.h. eben nicht ‘Anlage’, vorher scheint es keine Probleme mit den bunten Klamotten gegeben zu haben und komischerweise setzen sich Jungen in Ländern, in denen Farben nicht in dieser Weise codiert sind, stolz pinke Mützen auf), muss schon sehr ideologisch verblendet sein.

      Und zu der Frage “Jungs etwas nicht?”, die abermals zeigt, dass Frau Kelle das Anliegen der gender studies nicht verstanden hat: Natürlich gilt selbiges analog für Jungen. Und für beide Seiten ist es einengend, einschränkten, ergo nachteilig, auf bestimmte Rollen festgelegt zu werden. Um nichts anderes geht’s. Daraus eine Umerziehungsaktion und Entgeschlechtlichung der Menschheit abzuleiten – ja, das nenne ich paranoid.

      Als Ergänzung zu der Frage, wozu der “Gender-Quatsch” nötig ist: Ich fände es z.B. ganz nett, wenn ‘du Mädchen’ auf dem Schulhof nicht träglich als Beleidigung verwendet würde oder Jungen in der 5. Klasse nicht gemobbt würden, weil sie einen Tintenkiller (!!!) mit rosa Einhörnern besitzen. Genau deshalb müssen solche Rollenzuschreibungen zum Wohle aller hinterfragt werden. Wenn dann jeder Rosa tragen kann (un d das Ganze sich vielleicht sogar in ernstzunehmende Gesellschaftsbereiche jenseits der Rosa-Frage überträgt), so viel er oder sie lustig ist, freut sich jeder vernünftige Genderforscher. Und was der sonst noch ‘denkende Mensch’ gegen ein solches Anliegen haben kann, ist mir nach wie vor schleierhaft.

      • Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber bei mir an der Schule werden Jungen nicht wegen rosa Einhörnern gemobbt, sondern wegen Kik-T-Shirts oder schwarzgefärbten Haaren. Mobbing begegnet man nicht durch Umerziehungskurse, sondern durch Hinsehen und Eingreifen. Genderstudies sind vielleicht spannend, aber sie gehören nicht in die Schulen, sondern an Universitäten.

        Meiner Meinung nach erreicht man nicht durch Anerziehung, dass sich Mädchen für Jungssachen interessieren. Das erreicht man durhc Angebote, die der Biologie des Menschen zuträglich sind. Auh im 21. Jahrhundert bekommen Frauen noch die Kinder. Sie sind 9 Monate schwanger und anschließend mindestens zwei Monate im Mutterschutzt, bestenfalls 6 Monate in der Stillzeit. In welchen Berufen können Frauen sich das erlauben? Lehrer, Erzieher, Krankenschwestern… soziale Berufe. Warum? Weil es keine Männer gibt, die diese Arbeiten machen wollen. Würde es ausreichend Männer geben, wären Frauen auch hier seltener. Warum gibt es zu wenige Männer?
        Männer sind nicht schwanger, gebären nicht und stillen nicht sondern müssen in der Zeit ihre Familien unterstützen. Und jeder Mensch will Anerkennung für sein Tun, entweder durch Gehaltserhöhungen/Aufstiegschancen oder durch ernsthafte Anerkennungsbekundungen. Das wird auch nach jeglicher Umerziehungsaktion so bleiben. In welchem sozialen Beruf verdient man gut und wo hat man ernsthaft Aufstiegschancen?
        Gewisse kulturelle Eigenheiten sind auch ein Schutzraum insbesondere für Jugendliche für die vieles neu und ungewohnt ist. Jugendliche schnuppern in die Erwachsenenwelt und wollen sie verstehen. Wenn wenigstens die Farbfrage geklärt ist: Jungs blau, Mädchen rosa, dann ist das eine Sicherheit. Sie erkennen die Farben wieder und kann soziale Interaktionen einordnen. Gleiches gilt für Geschlechterrollen: Mutter ist zu Hause, Vater geht arbeiten (oder umgekehrt). Vieles ist leichter zu verstehen, wenn es geregelt ist. Jugendliche mit zusätzlichem Quatsch zu verunsichern kann doch nicht Ziel einer Bildungseinrichtung sein. Eltern können das gern tun. Viele Eltern verunsichern ihre Kinder heute schon in anderen Bereichen. Da kann man doch statt frühkindlichem Chinesisch mal einen Erziehungskurs “Gener-neutrale Erziehung” anbieten.

          • Ja, und die Erde ist ‘ne Scheibe.

            Man mus nicht mit allen Forschungsbereichen der Gender Studies bzw. deren Ergebnissen einverstanden sein, aber die Grundthese, dass es neben dem biologischen auch ein soziologisches Geschlecht gibt ist genauso zutreffend wie es eben biologische und soziologische Väter gibt. Die Kuckuckskind -Thematik ist so alt wie die Menschheit.

            Die Amazonen-Geschichte kommt ja auch nicht von ungefähr und Travestie ist im Showgeschäft eit ewig und drei Tagen akzeptiert.

            Ebenfalls gibt es weltweit sowohl patiachalische als auch matiacharlische geprägte Gesellschaftssysteme. Welche jetzt besser funktionieren sei dahin gestellt. Bis dahin erst einmal den Schaum vom Mundwischen und die Füße stillhalten. Es kommt ohnehin erstens anders und zweitens als man denkt:)

          • Ich kann den Link leider nicht öffnen, aber ich habe auch nichts gegen Gender-Kram gesagt. Prinzipiell ist es ok, dass Mädchen auch in Ingenieurs-Berufe gehen können oder umgekehrt, Männer Erzieher und Krankenpfleger werden können. Dagegen habe ich nichts. (Zu Travestie kann ich nichts sagen. Da habe ich keine Erfahrungswerte und keinerlei Wissen drüber.)
            Ich finde aber, man sollte das Thema aus den Schulen raushalten und nicht bei allem und jedem “wir müssen da aber Gender-Gleichmache bedenken” rufen. Mobbing wird es auch mit “wir sind alle gleich”-Thematik im Sachunterricht geben (und das stand ja oben, dass wir Gender-Quark brauchen, um Mobbing entgegenzutreten – das möchte ich anzweifeln).
            Jetzt dürfen Jungs rosa T-Shirts tragen, irgendwann sind vielleicht Röcke und Kleider akzeptiert (ich hatte in meiner Schulzeit Jungs im Gymnasium, die Röcke getragen haben. Das war gerade en vogue, für drei Wochen oder Monate, dann trugen sie wieder Hosen. Da gab es auch kein Mobbing – auch ohne Thema “Gender” im Unterricht. Den Meisten war es schlicht egal. Nicht alles, was thematisiert werden kann, muss thematisiert werden.) Aber für Jugendliche ändert sich vieles. Wenn wir jetzt durch theoretische Überlegungen ihnen ihre wenigen gleichbleibenden Dinge nehmen, verunsichern wir nur und erreichen gar nichts. (Gegeben: “Mama kocht immer mittags warmes Essen” Schule muss beibringen: “Papas können auch kochen, man muss nicht immer warm mittagessen, manche Väter kochen nackt” -> achtung übertreibung/unpassende Analogie, ich habe gerade keine passende Analogie zur Hand, aber alles, was mit Geschlechterrollen und Sex zu tun hat, verunsichert Jugendliche erst einmal und im Punkt Gender bin ich nicht überzeugt, dass der Gewinn den Preis wert ist.

            Um das Thema Gender voranzutreiben, muss man in der Erwachsenenwelt anfangen. An Beispielen und Vorbildern werden die Kinder lernen und nachziehen. Heute wechseln Männer Windeln und werden nicht komisch angeschaut und mit guten Ratschlägen bedacht. Das wird sich mit der Zeit weiter auswachsen, aber doch nicht bis übermorgen. Und allein dadurch, dass Genderkram in die Schulen getragen wird und irgendwelche Gesetze beschlossen werden, wird da gar nichts beschleunigt. Mobbing wird nicht dadurch beendet, dass Erwachsene beschließen, dass alle Menschen gleich sind.
            Und nebenbei bemerkt empfinde ich “Du Mädchen” jetzt nicht als allerschlimmste Beleidigung, aber vielleicht sollte ich dafür ins Privatschulwesen wechseln?

          • mehrnachdenken

            Seltsam, gestern klappte es noch. Jetzt kann er tatsächlich nicht mehr geöffnet werden.

  22. mehrnachdenken

    http://bettinaroehl.blogs.com/mainstream/2005/03/cicero_online_s.html

    Ergänzend zu dem Artikel von B. Röhl füge ich diese Gedanken hinzu:

    Ich will mir nicht vorschreiben lassen, wie ich zu schreiben oder zu sprechen habe.
    “Schüler” sind für mich sowohl männlich als auch weiblich. Das betrifft auch “Lehrer”.
    Die ständige Nennung der weibl. und männlichen Form ist nicht nur unglaublich umständlich und zeitraubend, sondern auch nervig!!

    Mittlerweile fließt diese Schreibweise auch in die Schulbücher bzw. in die Aufgabenstellung ein. Da entstehen für leseschwache Sch noch zusätzlich Hürden.

    Es soll Unis geben, die Hausarbeiten oder wissenschaftliche Arbeiten ablehnen, wenn in ihnen nicht männl./weibl. hervorheben ist.

    Dabei reichte doch eine Fußnote im Vorwort: “Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird innerhalb dieser Publikation die männl. Form verwendet. Selbstverständlich meinen wir aber auch die Lehrerinnen und Schülerinnen.”
    Von mir aus kann auch durchgängig die weibl. Form verwendet werden mit dem entsprechenden Zusatz für das männliche Geschlecht.

    Interessant, dass sich z.B. im Bundestag alle Parteien diesem Diktat unterwerfen. Da könnte doch auch jemand zu Beginn klar stellen, nur die weibl. bzw. männl. Form verwenden zu wollen, aber natürlich das jeweils andere Geschlecht auch anzusprechen.

    Gibt es ein Gesetz, das uns vorschreibt so zu sprechen und zu schreiben oder haben wir diese Bevormundung den Gender – Ideologen zu verdanken?

  23. Um mal eine Brücke zu schlagen zwischen Sport (BJS) und Gender Mainstreaming: Im Jugendfußball wird offenbar schon gegendert.

    „Gender-Fußball: Ohne Mädchen-Tore zählen die Jungentreffer nicht
    Die Mannheimer “Straßenfußball-WM” wird die Jungs bestimmt lehren, Mädchen als gleichberechtigte Mitspieler ernstzunehmen:
    Die durchweg robust aufgestellte Truppe hält sich nicht nur an die Fair-Play-Regeln wie gegenseitiges Händeschütteln oder das Beklatschen gegnerischer Tore. Sie spielen einen ausgezeichneten Fußball und setzen auch die wichtigste Regel-Neuerung perfekt um: Jede Mannschaft muss mindestens ein Mädchen aufbieten. Wenn dieses innerhalb der sieben Spielminuten keinen Treffer landet, waren alle Jungs-Tore umsonst.
    Damit ist der Grundgedanke von Gender-Mainstreaming und Frauenquoten auch bei unseren Kleinsten angekommen: Man muss nur ausreichend schiefe Bedingungen schaffen, dann gleichen sich die Leistungen der beiden Geschlechter schnell einander an.“
    http://arnehoffmann.blogspot.de/2011/07/gender-fuball-ohne-madchen-tore-zahlen.html

    • mehrnachdenken

      Gutes Beispiel für künstliche Gleichmacherei!

      Gerade im Sport wird der Leistungsunterschied zwischen beiden Geschlechtern mehr als deutlich. Würden bspw. die weltbesten Athleten beider Geschlechter in der Leichtathletik gegeneinander antreten, würde keine einzige Frau auch nur in einer Disziplin vorne liegen.
      Ich meine, dieser Tatbestand gilt für die meisten Sportarten, in denen es primär auf Kraft und Ausdauer ankommt.
      Dagegen kenne ich keinen Mann, der mit den weltbesten Sportgymnastinnen mithalten könnte. Obwohl, wenn ich mir vergegenwärtige, welches großartige Rhythmus – Gefühl auch Männer z.B. beim Tanzen zeigen, ist es wohl eher auf mangelndes Interesse bei den Männern an der Sportart zurück zu führen.

      Woran liegt das jetzt? An der Genetik oder an der Erziehung, lach?
      Klar, die natürlichen Leistungsunterschiede sind den Gender – Ideologen sicher ein “Dorn im Auge”. Was von Natur aus nicht passt, wird halt “passend” gemacht.
      Wie das funktioniert? “bolles” Fuba – Bsp. beschreibt es eindrücklich. Die Wettkampfbedingungen werden einseitig für die Mädchen verändert, indem die Jungen diskriminiert werden.

      Das findet übrigens in vielen gesellschaftlichen Bereichen so statt. Damit die Frauen – Quote bei der Polizei stimmt, werden die Einstellungsbedingungen für eben diese “ein wenig” korrigiert.
      Evtl. gilt das auch schon für die Bundeswehr.
      Bei der Berufsfeuerwehr scheitern viele Frauen daran, eine 80 kg schwere Puppe über eine definierte Strecke schleppen zu können. Evtl. dauert es nicht so lange, bis auch diese Hürde aus dem Weg geräumt worden ist.
      Offizielles Regierungsprogramm ist es schon seit vielen Jahren, Frauen bei Einstellungen zu bevorzugen.
      Mittlerweile haben wir weniger ein Problem mit der Gleichstellung von Frauen, als vielmehr mit einer massiven Benachteiligung von Männern.

      • … selbst die Frauenquote bei der Belegung von Gyn-Betten ist eine sexistische Diskriminierung von Männern …

        • mehrnachdenken

          So geht’s natürlich auch: Alles ins Lächerliche ziehen!!

          • Wieso auch? Es geht nur so; denn eines ist in allen Diktaturen gemein, ihre Angst davor ins Lächerliche gezogen zu werden.

        • mehrnachdenken

          Verstehe ich Sie richtig?

          Gender – Ideologie = Diktatur

          Dann sind wir nicht weit auseinander!

          • Es ist wie mit allen Ideologien, sie sind eo ipso der Meinung, dass sie allein selig machend sind. Diese implizite Bevormundung hat etwas Diktatoriches im Sinne von “keinen Widerspruch duldend”.

            Eine korrekt gegenderte Kampfemanze ist folglich ein weiblicher Macho – was in etwa einem schwarzen Schimmel entspricht. Zwar werden alle Lipizanerschimmel zunäcjhst schwarz auf die Welt kommen, doch im gegensatz zu Genderideologen entwickeln die sich.

          • mehrnachdenken

            Ist es nicht langsam Zeit, eine Partei zu gegründen, die sich programmatisch zum Ziel setzt, dem Gender – Wahn und damit auch der Männer – Diskrimminierung ein Ende zu bereiten?

            Was meinen Sie, wie hoch mag ihr Wählerpotential sein?

          • Gender Wahn, Köln-Wahn, Wahner Heide – allenfalls ‘ne Bürgerinitiative.

            Mir sind die Gender-Tussis in den Hochschulen gabz lieb, lieber als als Kolleginnenvor Kreide. So lange die noch an Hochschulen sind, gilt fpr sie da gleiche wie Für junge Hunde:

            “Die tun nix, die wollen nur spielen!”

          • Von wegen “Die tun nix und wollen nur spielen!” Über die Hochschulen wurde schon immer die sog. geistige Elite von morgen indoktriniert, die dann später in entscheidenden Posten von Politik, Medien und Behörden für die Umsetzung der Ideen sorgte.
            Das, was Sie vorher über Ideologen und ihre Angst vor Lächerlichmachung gesagt haben, war absolut richtig und ein erstklassiger Tipp.
            Jetzt aber das Ganze weitgehend zurückzunehmen mit “keine Sorge vor spielenden Hunden”, riecht sehr nach Raffinesse.
            Sie scheinen mit dem psychologischenTrick des vermeintlich Gleichgesinnten zu operieren: “Hast ja Recht, ich bin ganz deiner Meinung. Das Ganze ist bloß so harmlos, dass du es getrost vergessen kannst und nicht weiter darüber nachdenken solltest.”
            So kann man die Gender-Ideologie erstklassig unterstützen und ihr Feinde vom Leib halten.
            Nichts ist ihr lieber als Verharmlosung durch jemanden, von dem ich annehme, er sehe sie zwar auch kritisch, aber nicht als ernsthafte Gefahr.

          • mehrnachdenken

            Entschuldigung, da scheint es Ihnen zu gehen wie leider vielen Menschen, die bei Gender – Mainstreaming aus Unwissenheit mit den Schultern zucken oder alles für halb so schlimm halten.

            Sollten Sie die Debatte hier ausführlich verfolgt haben und z.B. auch den aufschlussreichen Artikel (Cicero) von Bettina Röhl aus dem Jahre 2005 gelesen haben (wer es nicht weiß, das ist die Tochter der RAF – Terroristin Ulrike Meinhof) – mein Hinweis v. 03.07./18.09 h -, wundert mich Ihre Aussage allerdings sehr.

            Die Gender – Leute tummel sich eben schon lange nicht mehr nur an den Hochschulen, sondern sie sind seit vielen Jahren vor allem mit Hilfe der Regierenden dabei, unsere Gesellschaft massiv zu beeinflussen und dann auch zu verändern.
            Sollten Sie diese Richtung allerdings begrüßen, brauchen Sie sich in der Tat “keinen Kopf zu machen”.
            Ihre Analyse halte ich für richtig, Ihre Schlussfolgerung aber nicht.

          • mehrnachdenken

            Alles ach so harmlos!!

            “Der neue Mensch”, schreibt der Spiegel schon 2007. Lesen Sie bitte, dass die Gender – Ideologie bereits vor acht Jahren fast alle gesellschaftlichen Bereiche erfasste. Wie muss da erst heute aussehen!!

            http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html

          • Ja und, die eine oder andere These und forderung ist ärgerllich aber absolut kein Beinbruch. Diverse Grundannahmen sind nicht einmal verkehrt oder rechtswidrig.

            Gefallen tut mir nur wie das Gender Mainstreaming einigen Leuten – auch hier im Forum – den Schaum vor den Mund treibt und die Galle überlaufen lässt.

            Ich verfahr da mehr nach dem Motto: ” Was stört’s die Eiche, wenn sich eine Wildsau dran schubbert.”

          • mehrnachdenken

            Es tut mir ja leid, aber ich kann Sie in der Gender – Diskussion nicht mehr ernst nehmen.

          • Ja, für den ernst sind Sie und andere reichsbedenkenträger zuständig.
            “Ceterum censeo …!”

  24. Über die Gender-Unwissenschaft und ihre Auswirkungen wurde bereits so viel gesagt, dass ich nur noch eins hinzufügen möchte: Angeblich ist ja ein wichtiges Ziel von Gender, für mehr Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter zu sorgen. Für mich ist das Heuchelei. Warum gibt es dann bei den inzwischen gut 200 Gender-Lehrstühlen an den Hochschulen eine fast ausnahmslose weibliche Besetzung mit hohem Lesbenanteil? Die Frauenquote liegt bei über 90 Prozent. Ebenso ist bei bei den Gleichstellungsbeauftragten, auf Neu-Deutsch “Genderbeauftragten”. Auch hier liegt der Frauenanteil bei über 90 Prozent. Wo bleibt bei diesen wohldotierten Schlüsselpositionen die ansonsten so geliebte Quote?
    Wenn jetzt jemand kommt und sagt: ‘das ist genauso wie bei Erzieherinnen und Altenpflegerinnen, diese Berufe sind nun mal seit jeher typische Frauenberufe’, dann entgegne ich zweierlei: 1) Wenn Genderisten behaupten, alles sei nur eine Sache von Erziehung und sozialem Umfeld, dann schlägt der hohe Frauenanteil in Berufen, die es erst seit wenigen Jahren gibt und die darum nicht durch traditionelle Rollenbilder vorgegeben sein können, mitten ins Gesicht und entlarvt die Behauptung als Lügen.
    2) Warum gibt es hier keine Quoten die sonst so gern in Zusammenhang mit Gender angewendet werden?

    • Ich glaube, Sie haben die Frauenquote bei den Genderisten nicht verstanden. Es geht nicht um das Geschlecht der Person selbst, sondern um das des bevorzugten Sexualpartners. Schon reduziert sich die Frauenquote erheblich …

      Ist das böse von mir? Wahrscheinlich ja und das mit recht. Aber natürlich nicht gegen Sie, sondern gegen diesen Genderwahn gerichtet.

  25. Sebastian Zidek, Student an der TU Berlin, hat Zivilcourage bewiesen und sich nicht dem Gender-Diktat gebeugt.

    http://www.dasding.de/news/Studenten-muessen-in-Hausarbeiten-nicht-gendern/-/id=1098/nid=1098/did=1048012/we5vw2/

    • mehrnachdenken

      Danke für die gute Nachricht!!
      Liebe Studenten, nicht alles schlucken, was von euch in dieser Hinsicht verlangt wird. Einfach mal wehren!!

      • mehrnachdenken

        Hoffentlich hat er deshalb keine Nachteile bei der Benotung gehabt! Kann ja auch den Unis ein “probates” Mittel sein, aufmüpfige Geister zu disziplinieren.

  26. @Dina
    Ich habe den Eindruck, dass Sie Gender mit der Gleichstellung von Mann und Frau gleichsetzen. Das Gender Mainstreaming ist jedoch etwas viel Weitgehenderes.
    Dale O’Leary, eine Journalistin, die 1995 auf der Weltfrauenkonferenz in Peking, der sog. Geburtsstunde des Gender Mainstreamings, teilnahm, hat darüber ein Buch geschrieben, in dem sie die Gender-Ziele in 5 Punkten zusammengefasst hat:
    1. In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügungen. Es braucht die Abschaffung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die Abschaffung der Vollzeit-Mütter.
    2. Da mehr sexuelles Vergnügen zu mehr Kindern führen kann, braucht es freien Zugang zu Verhütung und Abtreibung für alle und Förderung homosexuellen Verhaltens, da es dabei nicht zur Empfängnis kommt.
    3. In der Welt braucht es einen Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche, der zu sexuellem Experimentieren ermutigt; es braucht die Abschaffung der Rechte der Eltern über ihre Kinder.
    4. Die Welt braucht eine 50/50 Männer/Frauen Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereiche. Alle Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbsarbeit nachgehen.
    5. Religionen, die diese Agenda nicht mitmachen, müssen der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Das ist die Gender-Perspektive in Kurzform. Sie soll in den Mainstream gelangen. Damit dies geschehen kann, ist sie verpackt in wunderbare Worte wie Gleichheit, Rechte, Familien, reproduktive Gesundheit und Fairness.

    Sollte die erträumte Zukunft der Gender-Feministen jemals wahr werden, wird die Welt weniger gerecht, weniger frei und weniger menschlich sein.

    Es lohnt sich, den gesamten Artikel über das Buch zu lesen:

    http://www.dijg.de/gender-mainstreaming/dale-o-leary-agenda-konzept-hintergrund/

    • … Und welchen dieser FÜNF Punkte tragen Sie jetzt nicht mit?

      • mehrnachdenken

        Ihre zur Schau gestellte gespielte Naivität in Verbindung mit Ihrer penetranten Besserwisserei ist für mich langsam unerträglich!!

        • Milch der frommen Denkungsart

          @mehrnachdenken

          Grämen Sie sich nicht: unser aller spezieller “Freund” würde sogar Scientology als harmlosen Philosophenzirkel verteidigen, um damit zu provozieren.

          • mehrnachdenken

            Sie haben wohl Recht. Haben Sie eine Idee, warum sich “dickebank” so verhält?
            Steckt da ein tieferer Sinn dahinter oder gefällt er sich einfach nur in der Rolle des Provokateurs oder Clows?
            Ist ihm vielleicht als Kind zu wenig Aufmerksamkeit zuteil geworden?

          • Wieso nur “als Kind”?

            Zitat: “Behandelt Provokationen wie Tropfen – lasst sie aber nicht an Euch heran. Dann können sie nicht einmal abperlen und Ihr bleibt trocken.”
            Jo Taijun Fuss (*1957), Buddhismuskundler

          • mehrnachdenken

            @geli
            Danke! Wieder etwas gelernt.

  27. mehrnachdenken

    Hier ein Vortrag zu den wahren Zielen des Gender – Wahns. Wer danach immer noch behauptet: “Die wollen doch nur spielen”, ist jedenfalls für mich kein ernst zu nehmender Diskussionspartner mehr.

    https://www.youtube.com/watch?v=5u9OQp0u-ko

    • Danke für den interessanten Vortrag von gut 20 Minuten!
      Kaum hatte ich ihn mir angehört und noch etwas im Internet gestöbert, da las ich, dass Manuela Schwesig (SPD) 24-Stunden-Kitas einführen will. In Zusammenhang mit dem Vortrag bekam diese Meldung eine ganz andere Note als wenn ich sie ohne Hintergrundwissen durch das Video gelesen hätte.

  28. um auf das thema zurückzukommen, generell immer erst für sich den sport ausschließen und dann für die kinder auch. Das wort fahrrad zum fremdwort erklären und die jugendspiele abschaffen.

  29. Man sollte Unterschiede zwischen Menschen grundsätzlich unter Strafe stellen.

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