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Alexander allein zu Haus: Schüler, Lehrer und Eltern lehnen Lorz‘ Papier zum Bildungsgipfel ab

Wähnt sich mit dem Bildungsgipfel auf dem Erfolgsweg: Hessens Kultusminister Alexander Lorz. Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 4.0

Wähnte sich mit dem Bildungsgipfel lange auf dem Erfolgsweg: Hessens Kultusminister Alexander Lorz. Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 4.0

WIESBADEN. Heftige Klatsche für den hessischen Kultusminister Alexander Lorz: Die Vertreter von Schülern, Lehrern und Eltern lehnen unisono das geplante Abschlussdokument zum hessischen Bildungsgipfel ab. Die Vereinbarungen gingen nicht weit genug, um das hessische Bildungssystem sozial gerechter zumachen.

«Wir bedauern sehr, dass ein Scheitern inzwischen unabwendbar ist», erklärten Landeselternbeirat, Landesschülervertretung und die Lehrerverbände GEW und VBE am Mittwoch in Wiesbaden. Vor Ende des Bildungsgipfels am 17. Juli hat Lorz (CDU) ein Schlussdokument entworfen. SPD und Linkspartei haben bereits erklärt, dass sie nicht unterzeichnen werden. Auch der Philologenverband Hessen, der vor allem Gymnasiallehrer vertritt, lehnt das Papier ab. dpa

Zum Bericht: Lorz muss sich fragen lassen: Bildungsgipfel – außer Spesen nichts gewesen?

11 Kommentare

  1. …Der Bildungsgipfel kreißte mit großem Brimborium und gebar … nicht einmal eine Maus !….

  2. Milch der frommen Denkungsart

    Solange solch Veranstaltung nicht wirklich die Bildung priorisiert, sondern eine Plattform für verkappten Klassenkampf bietet, ist sie freilich
    sinnentleert.

  3. Wie witzig, so wie Schule orgnisiert ist wird es immer „Klassenkämpfe“ geben.

    Wenn Landesschülerschaft, Landeselternschaft und Lehrerverbände des Landes sowie die Oppositionsparteien mehrheitlich gegen einen Schulkompromis stellen, kann es doch keinen Interessensausgleich gegeben haben.

    Wieso sprechen Sie von verkapptem Klassenkampf? Natürlich ist Bildungspolitik ein Instrument des Klassenkampfes. In einer „Bildungsrepublik“ wäre ein Arbeitskampf ja auch eine Schlacht auf dem verkehrten „Kriegsschauplatz“.

    Aber für Sie dürften die theoretischen Unterschiede zwischen Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sowie Chancengerechtigkeit schon als Grundlagen der psychologischen Kriegsführung gelten. Die Forderung an die Gesellschaft diese Unterschiede zu beseitigen und allen bei unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen vergleichbare – nicht gleichwertige – Bildungsangebote und Abschlüsse zu ermöglichen bereits als Klassenkampf.

  4. Milch der frommen Denkungsart

    Schule als Vehikel zur Durchsetzung sozialer Gleichheit zu mißbrauchen ist nichts anderes als Klassenkampf.

    • Wie gesagt „soziale Gerechtigkeit“ nicht Gleichheit. Solange Schule eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, ist der kampf für soziale Gerechtigkeit eben auch eine schulische bzw. bildungspolitische Angelegenheit. Ein Mißbrauch ist das bei weitem nicht; Bildungspolitik muss ja innerhalb der Gesellschaft einen bestimmten zweck erfüllen. Folglich hat die gesellschaft nicht nur das recht sondern auch die Pflicht darüber zu diskutieren, was wie und mit welchen Mitteln erreicht werden soll. Und wenn die landesregierung Klientelpolitik gegen die Interessen der gesellschaftlich relevanten Gruppen wie Schüler- und Elternschaft sowie die Mitarbeiter betreibt, ist es nicht einmal Klassenkampf sondern allenfalls KRAMPF.

      • Ursula Prasuhn

        „Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit ist die vorgespielte Gerechtigkeit.“ (Platon)
        Nichts prägt die Bildungspolitik m. E. seit Jahrzehnten so sehr wie diese vorgespielte Gerechtigkeit, die Schulen und Schüler möglichst gleich machen will.
        Begriffe wie „soziale Gerechtigkeit“ und „Gleichheit“ auseinander zu halten, ist nur dann sinnvoll, wenn nicht ein Wort zum Synonym für das andere geworden ist.

        • Stimmt! Soziale Gerechtigkeit und soziale Gleichheit sind nach heutigem Verständnis dasselbe. Insofern hat auch „Milch…“ Recht mit der Feststellung, dass in der Bildungspolitik Schule für den Klassenkampf missbraucht wird. Es entstehen (Inklusive) Einheitsschulen mit Einheitslehrern für Einheitsschüler.

          • Aber die Einheit wurde doch schom 1990 erreicht. Sind die danach erworbenen Abschlüsse alles Einheitsabschlüsse?

            Einheitslehrer sind so gut oder so schlecht wie Einheitsbauingenieure, da wird komischerweise nicht unterschieden. Entweder die haben den Magister oder sie haben ihn nicht – alles andere ist schnuppe.

          • Sie wissen genau, was gemeint ist. Besteht Ihr „Dienst nach Vorschrift“ wegen zu geringer Bezahlung in ständigen Kommentaren, die Sand ins Getriebe der Diskussionen schütten und den Teilnehmern den Eindruck vermitteln, Sie missverstünden ihre Beiträge absichtlich?
            Sie scheinen nichts anderes zu tun zu haben als sich den lieben langen Tag im Kommentarbereich von n4t aufzuhalten und nach Einhak- und Verwirrmöglichkeiten zu suchen. Ihr Verhalten ist jedenfalls höchst auffällig.

          • Ja, aber deshalb muss ich mich doch nicht auch noch so verhalten, wie Sie es gerne hätten. Also nehmen Sie Ihren Nick doch als an sich selbst gewandte Aufforderung.

          • PseudoPolitiker

            Hallo, stillmann, kennen Sie den Spruch „Don’t feed the troll!“ ??
            Insofern hat dickebank recht, in seinem oder ihrem Fall lohnt es sich, still zu sein und sich sein Teil nur zu denken.

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