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Gymnasium testet monoedukativen Physik-Unterricht

ZWEIBRÜCKEN/MAINZ. Begeistern sich Mädchen eher für das Fach Physik, wenn sie in reinen Mädchenklasssen unterrichtet werden? Ein Projekt der TU Kaiserslautern soll das jetzt herausfinden

Mit Beginn des neuen Schuljahrs erhalten Mädchen an einem Gymnasium in Zweibrücken getrennten Physik-Unterricht. Dieses Projekt mit zwei Klassen des Hofenfels-Gymnasiums soll über vier Jahre hinweg erkunden, ob sich Schülerinnen bei einem nach Geschlechtern getrennten Unterricht eher für das naturwissenschaftliche Fach begeistern können als in gemeinsamen Klassen, wie das Bildungsministerium mitteilte.

Lernt es sich unter Mädchen leichter? Foto: Old Shoe Woman / Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Lernt es sich unter Mädchen leichter? Foto: Old Shoe Woman / Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

«Seit Jahren ist bekannt, dass sich Mädchen ab der 7. Klasse verstärkt vom Fach Physik abwenden», sagte die Pädagogik-Professorin Mandy Rohs an der TU Kaiserslautern, die das Projekt wissenschaftlich begleitet. «Wir wollen untersuchen, inwieweit ein geschlechtergetrennter Physik-Unterricht ohne den geschlechtertypischen Wettbewerb dies ändern kann.» So werden nun zwei 7. Klassen im Physikunterricht in eine reine Mädchen- und eine reine Jungengruppe aufgeteilt. Die übrigen 7. Klassen bilden die Kontrollgruppe. (dpa)

zum Bericht: NRW-Schulministerin Löhrmann sieht Vorteile bei getrenntem Unterricht

2 Kommentare

  1. Ich weiß nicht, ob das viel bringt. Als ich ins Gymnasium ging, waren wir bis zur Kursstufe gertrennt in Jungs – und Mädchenklassen. Physik fanden wir todlangweilig, bis auf 1 Schülerin. Die ist auch sogar Physikerin geworden. Wir wurden nicht „ausgebremst“ , aber vielleicht lag es auch am Unterricht.

  2. als ich 1996 im Referendariat war, gab es auch so ein Projekt. War erfolgreich, wurde nicht fortgeführt – außer an den reinen Mädchenschulen.

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