Startseite ::: Aus den Verbänden ::: Kraus zu “Schwachleistern”: Eltern mehr in die Verantwortung nehmen!

Kraus zu “Schwachleistern”: Eltern mehr in die Verantwortung nehmen!

BERLIN. Nach wie vor, dies ergibt eine aktuelle Sonderauswertung von PISA-Daten aus dem Jahr 2012, hat das deutsche Schulsystem ein gravierendes Problem: etwa 140.000 Fünfzehnjährige schafften etwa in Mathe höchstens nur das dürftige Kompetenzniveau 1 – sie gelten als „Schwachleister“, die auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen haben. Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, fordert mehr Ressourcen für die individuelle Förderung in Schulen – und: die Eltern mehr in die Pflicht zu nehmen. Der Verband Deutscher Realschullehrer schlägt in eine ähnliche Kerbe.

Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands. Foto: Deutscher Lehrerverband

Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands. Foto: Deutscher Lehrerverband

„Die aktuell vorgelegten Ergebnisse sind nach wie vor kein Ruhmesblatt für die Schule in Deutschland“, sagte Kraus in einem Interview mit dem WDR. „Man sollte aber auch nicht übersehen, dass erhebliche Verbesserungen zu verzeichnen sind. Wenn sich der Anteil der sogenannten Schwachleister in einzelnen Testbereichen von 22 auf 14 Prozent reduziert hat, dann ist das eine Reduzierung dieser problematischen Schülerschaft um rund ein Drittel.“

Für den nach wie vor problematischen Anteil an leistungsschwachen Schülern gibt es Kraus zufolge, der 25 Jahre lang ein Gymnasium im bayerischen Vilsbiberg leitete, maßgeblich zwei Gründe. Der eine hat mit der Schule, der andere mit deren Elternhaus zu tun. Kraus: „Was problematische Elternhäuser betrifft, so ist es immer noch nicht gelungen, sie in Sachen Schulbildung ihrer Kinder in die Pflicht zu nehmen. Es gibt jedenfalls – zumal Schulbildung in Deutschland kostenfrei und damit nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig ist – keine Bildungsoffensive ohne elterliche Erziehungsoffensive. Natürlich hat das Gemeinwesen eine große Bringschuld, das heißt die Verantwortung, ein gutes und effektives Bildungswesen zur Verfügung zu stellen. Zugleich gibt es bei den Adressanten des Bildungsangebots eine Holschuld. Hier mangelt es oft – sowohl bei Teilen der deutschen Schülerschaft wie auch bei Teilen der Schülerschaft mit Migrationshintergrund.“

Die Schulen allein könnten das Problem nicht beseitigen, meint der Verbandschef. Sie könnten aber, zumal in einer äußerst heterogenen Schülerschaft, mehr individuelle Förderung von schwachen wie auch von besonders leistungsfähigen Schülern leisten, wenn sie eine 105- bis 110-prozentige Stundenausstattung hätten. „Damit könnte Unterrichtausfall vermieden werden, der nach wie vor vorhanden ist und vor allem zu Lasten der Schwächsten geht. Außerdem könnten so Förderkurse für schwache Schüler eingerichtet werden“, meint Kraus.

Er sagt voraus: „Die Heterogenität der Schülerschaft an deutschen Schulen wird im Übrigen in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Es ist nicht unrealistisch, davon auszugehen, dass wir im Frühsommer 2016 aufgrund von Familiennachzug 400.000 bis 500.000 schulpflichtige Flüchtlinge in Deutschland haben. Diese Schüler wird man vernünftigerweise nicht gleich in PISA-Tests einbeziehen. Aber unabhängig davon brauchen wir für diese Schüler Tausende von ein- bis zweijährigen Brückenklassen, in denen sie auf die Integration in eine Regelklasse vorbereitet werden.“

„Die Zahl leistungsschwacher Schüler in Deutschland könnte noch geringer sein, wenn an den Schulen die entsprechenden Rahmenbedingungen gegeben wären“, ist sich auch der Vorsitzende des Verbands Deutscher Realschullehrer, Jürgen Böhm, sicher.

„An den Realschulen und Schulen des mittleren Bildungsgangs in Deutschland laufen bereits umfangreiche Maßnahmen, um lernschwächere Schüler individuell zu fördern und Wissenslücken auszugleichen“, macht Böhm deutlich. In diesem Bereich könnten jedoch noch viel mehr Angebote entstehen, wenn das entsprechende Lehrpersonal zur Verfügung stände: „Wenn es aus unterschiedlichsten Gründen in der Schule schlecht läuft, fehlt Kindern und Jugendlichen oft die entsprechende Unterstützung aus dem Elternhaus. Und den Stoff alleine zu vertiefen, überfordert viele. Gäbe es mehr zusätzliche Förderung über den normalen Unterricht hinaus, könnte man viel bewegen!“

IAm effektivsten erscheint dem VDR-Chef eine bessere Ausstattung der Schulen mit einer sogenannten „integrierten Lehrerreserve“. Das bedeutet, dass jede Schule eine Lehrkraft bzw. einzelne Stunden mehr zugeteilt bekommt, als zur eigentlichen Sicherstellung der Unterrichtsversorgung nötig wäre. Wenn ein Kollege beispielsweise erkrankt, kann dieser Ausfall schnell und unkompliziert ausgeglichen werden. Ansonsten kann die zusätzliche Lehrkraft eingesetzt werden, um schwächere Schüler gezielt zu fördern.

„On Top können die Kollegen die vielfältigen Aufgaben nicht mehr bewältigen. Vor allem in Schularten, die keine klaren differenzierten Bildungsgänge anbieten und ohne sinnvolle Leistungsdifferenzierung arbeiten, kann individuelle Förderung kaum noch gelingen. Das zeigen die nationalen PISA-Ergebnisse seit Jahren“, so Böhm. News4teachers

Zum Bericht: PISA-Zusatzstudie: Krasses Schulversagen bleibt in Deutschland ein Problem – trotz insgesamt besserer Leistungen

45 Kommentare

  1. Wie sollen die Eltern in die Pflicht genommen werden, wenn diese mit Hartz IV gebeutelt sind und teilweise weniger Wissen mitbringen als ihre Schützlinge? Andererseits interessieren sich viele Eltern nicht für die Leistungen ihrer Kinder und sehen es auch nicht als notwendig an dem 1. Pflegschaftsabend nach der Einschulung beizuwohnen.

    • Diese Eltern beschweren sich umso lauter, je schlechter die Noten ihrer Kinder sind. Das fängt oft genug schon bei der Note “3” an. Der Helikopterführerschein war zwar teuer, aber die Betriebskosten können sie sich nicht dauerhaft leisten.

    • Wird den Eltern durch Politiker und Medien nicht seit Jahren eingeredet, sie sollten sich besser nicht kümmern. Fachkräfte wären viel besser in Bildungs- und Betreuungsaufgaben als die Eltern. Je mehr Krippe, Kindergarten und Schule statt Eltern, desto besser für die Kinder!
      Mich ärgert, dass dies ständig eingeredet wurde, und wenn sich das dann als falsch herausstellt, was vorauszusehen war, heißt es: Die Eltern kümmern sich zu wenig und müssen mehr in die Verantwortung genommen werden.
      Was da in den vergangenen Jahren an Unrecht gegenüber Kindern, Eltern und Familienleben geschehen ist, kann ich nur als bildungspolitische Hybris oder besser noch menschliche Sauerei bezeichnen.

      • Ihnen ist nur Recht zu geben.

        Hier stehen zwei Schwächen unserer Gesellschaft im krassen Gegensatz:

        Hartz IV (Klassifizierung der Gesellschaft) vs. Leistungsansprüche wirtschaftlich orientierter und familienfeindlicher Politik.

        Kinder sagen schon in der Grundschule:”Warum anstrengen, wenn ich eh Geld einfach so bekomme.”

        Traurige Welt.

  2. Jürgen Günther

    Das Fach Mathematik eignet sich kaum dazu, den Schwarzen Peter den Eltern zuzuschieben.
    Hier sehe ich die Schule ganz klar in der Bringepflicht. Wie wäre es mit der besseren Ausbildung von Mathelehrerinnen und Mathelehrern. Meiner Kenntnis nach geht nur ein ganz geringer Teil der Absolventen, die das Studium der Mathematik geschafft haben, viele sind auf der Strecke geblieben, in den Lehrerberuf. Mit guten Gründen.
    Wo keine MathelehrerInnen, da auch kein guter Matheunterricht.
    Was die Eltern betrifft: Wer sich intensiv mit den Auswirkungen von Hartz IV beschäftigt hat, wird wissen, dass Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit, verstärkt durch das Selbstwertgefühl verletzende institutionelle Gewalt der Jobcenter, die ganze Familie belasten und die Schwächsten in der Familie am meisten in Mitleidenschaft ziehen, mit teils extremen psychischen Folgen. Wenn sich hier nichts ändert, wird sich die Lage der sozial Benachteiligten noch weiter verschlechtern, die Verhaltensproblematiken in der Schule werden sich verschärfen, die Arbeitswelt der LehrerInnen wird noch schwieriger und die “Inklusion” bleibt eine Farce.

    • Es gibt “sozial Benachteiligte”, es gibt aber auch Anstrengungslose. Mich stört, dass alle Menschen, die weniger erreichen als andere, in einen Topf geworfen werden und als benachteiligt gelten. Ob Schüler oder Erwachsene, ein bisschen Ehrgeiz, Fleiß und Mühegeben gehört auch zum Fortkommen in Schule und späterem Leben. Ich kann die undifferenzierte Diagnose “sozial Benachteiligte” kaum mehr hören.

      • Mein Gott, wie schlicht kann man sich die Welt zurechtbasteln. Natürlich gibt es “anstrengungslose” Schülerinnen und Schüler – Motivation hängt ja von Perspektiven ab. Wenn ich als Halbwüchsiger Eltern habe, die Hartz IV beziehen, wenn ich in einem Umfeld aufwachse, das keine Anregungen bietet, und keine Vorstellung davon habe, dass ein Leben auch selbstbestimmt und erfolgreich verlaufen kann – bin ich als junger Mensch dann selbst schuld, wenn es mir an Lernmotivation mangelt? Sind solche Aufwachsbedingungen denn keine Benachteiligungen gegenüber anderen, die von zu Hause Förderung und Vorbild mitbekommen? Und ist die Gesellschaft/Schule nicht in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass jedes Kind ein Mindestmaß an Perspektive für sich entwickeln kann?

        Aber natürlich, schwarz-weiß, faul-fleißig, schlau-dumm – so ist die Welt leichter zu verstehen. Und ich muss mich selbst ja nicht anstrengen, weil sich an diesen Kategorien ja nichts ändern lässt.

        • Sie sagen es, die Eltern sollten ein Vorbild sein. Vorlesen können alle Eltern, ein gutes Vorbild sein können alle Eltern. Nach dem Krieg waren die Leute sehr sehr arm, aber die meiste legten Wert auf die Erziehung ihrer Kinder. Nicht das Geld ist das Problem.

          • Das mag richtig sein – aber auch früher fielen viele Kinder durch den Rost. Haben Sie sich schon mal mit den Schicksalen von Heimkindern in den 50er bis 70er-Jahren in Deutschland beschäftigt?

          • Die einen wollen, dass sich der Staat raushält, die anderen wollen, dass er sich noch mehr einmischt. Was richtig ist, ich weiß es nicht. Aber die Eltern können und dürfen nicht von ihren Pflichten befreit werden. Und wenn sie schon Kinder in die Welt setzen dann sollen sie sich verdammt nochmal auch um ihre Kinder kümmern, und kümmern hängt nicht vom Geldbeutel ab.

    • Ich kann Ihnen zwei gute Gründe nennen, als studierter Mathematiker _nicht_ den Lehrerberuf zu wählen:
      1) Die viel zu schlechte Bezahlung im öffentlichen Dienst, Beamtenstatus hin oder her. In der freien Wirtschaft sind Bruttoanfangsgehälter von 60000€ keine Seltenheit, nach oben sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Im öffentlichen Dienst ist (in NRW) bei spätestens 80000€ Schluss. Dann ist man aber in der höchsten Teilstufe des Oberstudienrates und damit schon mindestens 20 Jahre oder so im Dienst.
      2) Nicht jeder ist zum Fußabtreter der Nation geboren. Gerade im Fach Mathematik ist der Übergang zwischen Ehrfurcht, Verachtung und Hass sehr schnell geschafft. Mathematik als Schulfach heißt Arbeit, was nicht jeder Schüler einsehen möchte bzw. von den Eltern eingetrichtert bekommen hat.
      Dieselben Argumente gelten auch für Informatiker, Physiker und Chemiker, bedingt Biologen. Bei den anderen Fächern sieht das aufgrund der häufig sehr viel schlechteren Berufsaussichten anders aus.

      Ehrgeiz zu entwickeln, wenn das gesamte Umfeld auch ohne Ehrgeiz ein zwar sehr bescheidenes, aber Leben auf Hartz IV-Basis führen kann, ist natürlich schwer. Besonders wenn die späteren Aussichten entweder “800€ / Monat für Hartz IV inkl. Miete, Krankenversicherung, GEZ-Erstattung, Wohngeld usw. aber frei haben” oder “150h / Monat harte Arbeit für netto maximal 200€ / Monat mehr”. Wenn keine Ersparnisse vorhanden sind, macht auch der vierteljährliche Offenbarungeid beim Jobcenter keine Probleme.

    • Schauen Sie sich die Ergebnisse der Teds-M-Studie an oder wahlweise den folgenden Link:

      http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/paedagogen-pisa-wehe-wenn-der-mathelehrer-rechnen-muss-a-689146.

      Aussage der Studie für Deutschland: Die Ausbildung der Mathematik-Lehrer hängt vor allem vom Schulzweig ab. Gymnasial-Mathe-Lehrer sind hier zum Beispiel in der Weltspitze zu finden.

      • Raten Sie mal. warum studierte Gymnasiallehrer Mathematik, nicht die Qualifikationskursleute, fachlich top sind: Wir mussten / durften / hatten die Ehre die Vorlesungen zusammen mit den Diplomern zu hören. Die fachdidaktische Ausbildung war leider dementsprechend nicht vorhanden.
        Die GHR-Lehrer wurden an meinem Studienort in eine eigene Fakultät ausgegliedert. Dort habe ich mir am Ende meines Studiums mal eine Hauptstudiumsvorlesung zusammen mit — wenig respektvoll, aber vom Verhalten her zutreffend — Primimäuschen anzuhören, inhaltlich eine verkürzte Fassung dessen, was ich im zweiten Semester gehört habe, also für den fertigen Mathematiker sehr, sehr einfach. Rechnen konnten sie noch ein bisschen, Rechnen mit Buchstaben wurde schon schwieriger, Beweisen ging überhaupt nicht. Und so etwas will teilweise auch an der Gesamtschule bis zur Klasse 10 unterrichten. Ich habe gewisse Zweifel, dass sie den eigenen Schulstoff der Sek II sicher beherrschen und durchblicken …

  3. @xxx: Das sind harte Worte. Vielleicht ist die Betreuung in Ganztagsschulen inklusive “positver” Einflussnahme und die Unterstützung in schulischen Angelegenheiten doch nicht so verkehrt. Geld für Nachhilfe (auch in Mathematik) haben HartzIV- Empfänger wohl kaum übrig. Viele andere schon. Die Nachhilfe-Institute boomen und auch privat läuft einiges. Schon sind die, die wenig Geld haben wieder im Nachteil. Hat vielleicht nicht nur mit mangelndem Ehrgeiz zu tun.

    • Nicht nur, aber AUCH! Es geht doch darum, die Dinge differenzierter zu sehen und nicht ständig nur von “sozialer Benachteiligung” zu reden. Das unterstützt ein ohnehin schon viel zu verbreitetes Klima von persönlicher Verantwortungslosigkeit, in dem alles der Sozialstaat mit seinen Steuerzahlern als Geldgeber richten soll.
      An Annas Reaktion können Sie sehen, wie sofort wieder der übliche Aufschrei kommt, wenn mal einer wagt, auch von Eigenverantwortung und eigener Anstrengung zu reden. Da wird umgehend in die Schublade des Mitgefühls gegriffen und diffamierend von schlichter Weltbastelei geredet, obwohl doch auch mal zu fragen wäre, ob in unserem überbordenden Sozialstaat nicht das Anspruchsdenken in ungesunde Höhen geschraubt wurde und auch vielen geholfen wird, die sich selbst helfen könnten, wenn denn die Berufs-Samariter nicht ständig dagegen hielten und nur das Bild von unverschuldeter Not hochhielten.
      Zu viel staatliche Hilfe erstickt Selbstverantwortung und Eigeninitiative. Wollen wir das?
      Einzige Profiteure sind die unzähligen Mitarbeiter der sog. Helferindustrie, diejenigen also, die ständig neue unverschuldete Nöte an die Wand malen und mehr staatliche Hilfe fordern. Sie profitieren von ausufernden Hilfsleistungen.
      Deswegen stehe ich den ach so edlen “Helfern” mit ihren drastischen Beschreibungen von Not und Elend, sehr skeptisch gegenüber. Gelöste Probleme bedeuten für sie nämlich Arbeitslosigkeit. Also wünschen Sie sich auch keine Menschen, die gelernt haben, sich selber zu helfen anstatt sich helfen zu lassen.

      • Meine Eigeninitiative würde spätestens an meinen mathematischen Fähigkeiten scheitern. Zum Glück kann ich mir für meine Kinder Nachhilfe in Mathe leisten. Obwohl es mich andererseits auch sehr wütend macht, dass unsere gut ausgebildeten Mathematiker ihr Wissen oft didaktisch nicht gut rüberbringen können.

        • Das stimmt leider, was wohl auch an der katastrophalen didaktischen Ausbildung an der Uni liegt. Mathematiker (und Naturwissenschaftler außer Biologen) sind eine eigene Art Mensch, häufig auch noch mit einer gesunden Portion Asperger ausgestattet ohne die das Studium noch schwerer ist, die zum Mainstream nicht zwangsläufig passt.

          • Auweiah!

            “Mathematiker (und Naturwissenschaftler außer Biologen) sind eine eigene Art Mensch”

            … das stimmt – zwar könnte “man” chemische Reaktionsgleichungen auch durch darstellenden Tanz darbieten oder mathematische Äquivalenzumformungen mit Tusche ausmalen – glücklicherweise gibt es aber in jedem Kollegium noch einige vernünftige Lehrer_innen, die sich noch um wissenschaftliche Klarheit – auch in der Schule bemühen: Die Mint-Leutchen!. 😉

          • … und sie sind gute Tischkicker-Spieler.

          • Laut Studien bedingt eine gute fachliche Ausbildung eine gute Didaktik. Auch wenn Didaktik an der Uni mit dem Unterricht sehr wenig bis nichts zu tun hat. Trotzdem belegen Studien: je besser das Fachwissen, desto vielfältiger die didaktischen Möglichkeiten der Lehrkraft.

  4. Es geht um Kinder und Jugendliche. Denen wollen Sie etwas von “zu viel staatliche Hilfe erstickt Selbstverantwortung und Eigeninitiative” erzählen? Das bekommen Sie dann aber leider auch zu hören, wenn Sie später mal alt und abhängig sind von Transferzahlungen aus der Rentenkasse, die die jungen Menschen für Sie füllen sollen.

    Und: “Helferindustrie” und “Berufssamariter” – sind damit eigentlich auch Lehrerinnen und Lehrer gemeint? Wie weit geht Ihr Sozialdarwinismus? Sollen sich die Kinder auch selbst bilden? “Zu viel staatliche Hilfe erstickt ja Selbstverantwortung und Eigeninitiative”. Also: Mal ein Mathe-Buch geschnappt, und los geht’s!? Aberwitzig.

    • Eltern in die Pflicht nehmen …

      Die eltern sollen doch gar nicht als “Hilfslehrer” fungieren und ihrem Nachwuchs bei den Mathe-aufgaben helfen. Es geht einfach darum, dass sie sich ihrem Nachwuchs zuwenden sollen. D.h., sie sollen zuhören, wenn die Kinder von ihrem Schulalltag erzählen, sie sollen im Unterricht hergestellte “Podukte” wertschätzen, sie sollen sich über die guten Ergebnisse der Kinder bei Sportveranstaltungen, Wettbewerben, künstlerischen Darbietungen freuen und solche Vernstaltungen auch besuchen. Sie sollen ihren Kindern morgens ein ordentliches Frühstück machen, mit ihnen aufstehen, sie nicht wochenlang mit den gleichen, nicht gewachenen T-Shirts herumlaufen lassen, sie während ihrer Freizeit nicht dauerhaft vor dem Fernseher oder Play-Station parken etc.

      All das können Eltern unabhängig von ihrem sozialen Status und ihren wirtschaftlichen Verhältnissen leisten oder anders gesagt, dazu sind sie verdammt noch einmal verpflichtet.

      • Das stimmt ja, dickebank. Kein Zweifel. Viele Dinge sind wichtig, die kein Geld kosten und die aus mangelndem Interesse oder sonstigen Gründen nicht stattfinden.

        Andere Dinge, die auch ein Kind prägen und die Welt erschließen helfen, kann ich mir mit wenig Geld nicht leisten.

      • @dickebank
        Richtig!!!

      • Das mag ja alles stimmen – aber was machen Sie, wenn die Eltern nicht tun, wozu sie “verdammt nochmal verpflichtet” sind? Bestrafen wir dann die Kinder, indem wir sie sich selbst überlassen?

        Und: Wer bezahlt die sozialen Folgekosten einer solchen Politik? (Bildungs-)Armut vererbt sich, und wenn wir 20 Prozent der Bevölkerung dauerhaft abhängen und den Kindern nicht aus dem Teufelskreis heraushelfen, wird das ein teurer Spaß.

        • Kapieren Sie nicht? Ihre Therapie- und Hilfsvorschläge sind geeignet, den Teufelskreis zu verstärken bzw. zu erweitern.
          Ansonsten ist doch alle Welt bemüht, den Kindern möglichst viel zu helfen. Es muss ja nicht auf Ihre undifferenzierte Art sein, die nicht unterscheidet zwischen den verschiedensten Formen von Nicht-Können und Nicht-Wollen, die unterschiedliche Behandlung erfordern, und das nicht nur bei Kindern.
          Es mag dem eigenen Image schmeicheln, sich ohne Wenn und Aber als Anwalt der sozial Benachteiligten aufzuspielen und andere als niedere Charaktere darzustellen, denen im Gegensatz zu Ihnen angeblich Mitgefühl und Hilfsbereitschaft fehlen.
          Sinnvolle Hilfe kann bei mangelndem Wollen auch darin bestehen, jemanden “auf die Schnauze fallen zu lassen” und aus unliebsamen Folgen zu lernen. Unangenehme Erfahrungen mit falschem Verhalten nicht machen zu lassen und immer nur vor blauen Flecken bewahren zu wollen, ist Verweigerung von sinnvoller Hilfe zu mehr Selbstdisziplin und Eigenverantwortung. Dabei ist es egal, wer Schuld daran trägt, dass das Kind so verzogen ist, wie es ist. Es muss raus aus seinen falschen Verhaltensweisen und zwar zu seinem eigenen Wohl.
          Sie argumentieren immer dermaßen einseitig und sehen alles nur als böse Strafe an, auch wenn es heilsame Lektionen sind, die mehr Hilfe darstellen als alles Entschuldigen, Schönreden und Bewahren-Wollen. Damit schmücken Sie sich nur selbst, helfen aber nicht den Kindern.

    • Ja, es geht um Kinder und Jugendliche!! Und es geht auch um andere. Ich möchte, dass sie nicht Hilflosigkeit und Anspruchsdenken lernen, ohne erst einmal die eigenen Kräfte zu mobilisieren und stolz zu erfahren, was doch in ihnen selbst für Potentiale stecken, wenn sie sich denn die Mühe geben, sie durch mehr Anstrengungsbereitschaft zu aktivieren.
      Sie reden der Hilflosigkeit das Wort, was für mich bedeutet, jemanden mutlos und vom Tropf fremder Hilfe abhängig zu machen.
      Da Sie sich so gern über andere Menschen erheben und empören, sage ich Ihnen auch mal ganz klar, dass ich Ihre Schwarz-Weiß-Malerei unverantwortlich finde. Sie gehören zu jenen, die dauend Soziales predigen und doch eine asoziale Haltung mit notorischer Erwartung fremder Hilfe fördern.
      Zu widersprechen, wenn jemand behauptet, es gäbe nicht NUR unverschuldete, sondern AUCH selbstverschuldete Nöte, die mit eigenen Anstrengungen zu beheben seien, ist doch billigste Verdummungslehre und dzu noch ein Vergehen an allen Menschen, die Sie mit Ihrer Lehre zu kraftlosen Jammergestalten machen. Das ist Sozialdarwinismus und dazu noch ein von Menschen wie Sie geförderter.
      Sie können noch laut Ihre Mitleids- und Empörungsplatte über mangende Hilfsbereitschaft auflegen, den Blick für das, was ich für richtig halte, werden Sie mir nicht trüben.
      Arme Kinder, die Sie dauernd pampern wollen, obwohl sie unabhängig sein und zum Klo zu gehen lernen könnten, wenn Sie ihnen das zutrauten und auch noch konsequent abverlangten.

      • Sie sagen es: Immer nur Hilfe zu fordern und anzubieten, ohne bei der Berechtigung genauer hinzugucken, kann zu anerzogener Hilflosigkeit führen. Um es drastisch auszudrücken: Menschen werden zu egoistischen Sozialschmarotzern gemacht, die noch nicht einmal glücklich sind und sich minderwertig fühlen.
        Danke für Ihren Mut, Dinge auszusprechen, die eigentlich selbstverständlich sind, heute aber unter Tabu stehen und regelmäßig Stürme der Entrüstung auslösen, sollte es verletzt werden.

    • Milch der frommen Denkungsart

      @Anna:

      So brutal das nun klingen mag: daß das Leben eben auch Enttäuschungen bereit hält und Scheitern mithin
      zur Wirklichkeit gehört, der man sich zu stellen hat, ist eine Binsenweisheit, die Sie natürlich im Wörterbuch
      des Unmenschen unter dem wohlfeilen Rubrum “Sozialdarwinismus” (ein Holz, woraus man naheliegend simpel die handliche Nazikeule schnitzen kann) verorten; einen Vollkaskobildungsweg kann nun einmal kein Staat guten Gewissens garantieren, auch wenn dies heute oft gleichermaßen postuliert wie vollmundig ver- sprochen wird (da solch volltönende Propaganda wirkt wie ein ausgetrockneter Schwamm).
      Tatsächlich wird man ungleiche Startbedingungen, wie sie aus heterogenen Elternhäusern zwangsläufig herrühren, niemals durch eine wie auch immer geartete Schulkonstruktion bzw. -organisation einzuebnen
      in der Lage sein; das Gegenteil zu behaupten ist naive Schwarmpädagogik, die sich faktisch allein durch ste- tige Niveauabsenkung in selbstbetrügerische Praxis überführen läßt. An dieser womöglich eiskalten Bilanz wird letztlich auch eine die Kinder gleichsam von der Wiege bis zur Bahre betreuende Ganztagsschule rein gar nichts ändern, da sie den menschlichen Genpool nicht anzureichern vermag.
      Fazit: Es werden mithin immer Minderleister zurückbleiben, die entweder auf der untersten Sprosse der beruflichen Leiter verharren oder auf lange Sicht staatlich zu alimentieren sein werden.

      • Das ist schlicht falsch. Wie PISA belegt, gibt es durchaus gute und erfolgreiche Bildungssysteme (Niederlande, Finnland, Korea, Kanada, Australien), in denen der Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft wesentlich geringer ist als in Deutschland – und das Leistungsniveau trotzdem hoch ist. Und Deutschland hat es in den vergangenen zehn Jahren ja auch geschafft, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft deutlich zu verringern und gleichzeitig das Niveau hochzubringen. Wir waren in Sachen sozialer Bildungsungerechtigkeit ja mal “Weltmeister”.

        Da mögen Sie noch so zynisch von “naiver Schwarmpädagogik” faseln – die Wirklichkeit widerlegt sie. Vielleicht sollten sie sich doch hin und wieder mal mit aktueller Bildungsforschung und weniger mit mittelalterlichen Aphorismen beschäftigen.

        • “Und Deutschland hat es in den vergangenen zehn Jahren ja auch geschafft, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft deutlich zu verringern und gleichzeitig das Niveau hochzubringen.”

          Das Niveau hochzubringen? Über so viel Wirklichkeitsverdrängung kann ich nur noch den Kopf schütteln.
          Jede Lehrkraft, die seit Jahrzehnten in der Schule tätig ist, wird Sie leicht widerlegen können.

          Bestätigt werden diese Lerhkräfte, wenn wir uns die akademische Ausbildung näher ansehen:
          Die Lese- und Schreibkompetenz (RS/Grammatik) vieler Erstsemester ist
          schlecht,
          Fördermaßnahmen in Deutsch und Mathe an UNIS – ich lache mich schlapp!!
          Auf das Reifezeugnis verlassen sich immer weniger Unis – es gibt interne
          Tests,
          Erst kürzlich: Viele Lehramtsstudenten brechen vorm Examen ab, … .

          Die Liste ist nicht vollständig. Alles Hinweise auf ein hohes Bildungsniveau??

          • Da sind wir schon zwei, die den Kopf schütteln.

            @Milch der frommen Denkungsart
            Auch Ihrem Kommentar kann ich nur beipflichten.

          • Mein Gott, wie wissenschaftsfern kann man als sogenannter Akademiker denn sein?

            Sie picken sich irgendwelche subjektiven Geschichten heraus – und nehmen die als Belege für Ihr Weltbild. Dabei ignorieren Sie alles (und schon gar wissenschaftliche Studien), was da nicht hineinpasst. Für jemanden, der sich auf seine Bildung so viel einbildet, ist das ganz schön mau.

            Wir haben die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit weltweit – kann so schlecht nicht sein, mit den Kompetenzen der jungen Menschen in Deutschland.

            PISA weist eindeutig Fortschritte in den wichtigsten der gemessenen Kompetenzen in den vergangenen 15 Jahren nach.

            Waren Sie in den letzten 10 Jahren mal im Fremdsprachenunterricht in der Sek II – ein Quantensprung gegenüber früher (übrigens auch von Studien gestützt. Die Deutschen verfügen im internationalen Vergleich über “gute” Englischkenntnisse. Wie sieht’s denn da mit denen von Ihrer ach so tollen Generation aus? Eher traurig – je älter, desto schlechter im Schnitt lauten die Ergebnisse.

            Ihr Ross, auf dem Sie da herumreiten, ist ein verdammt hohes.

          • Studien? Pfui! Die Meinung ist das, was zählt.

            Alles andere ist “unwahr”, quasi automatisch interessengeleitet oder bei Google wahllos und qualitätsunabhängig zusammengesucht, um die Meinungsgegner “anzugreifen”.

            Bernd, wir hatten das doch alles schon mal geklärt… 😉

          • @Bernd, Georg, Anna
            Könnte es sein, dass Sie sich Ihre Mission zu einfach vorstellen?
            Mit ständigem Gestöhn in Richtung ‘was seid Ihr doch alle blöd, wissenschaftsfeindlich, unaufgeklärt und hinter der Zeit stehengeblieben’ werden Sie wohl nicht Menschen überzeugen, die noch gelernt haben, selbst zu denken und sich ein eigenes Bild zu machen.
            Auch plumpe Versuche, andere mit ihren Meinungen lächerlich zu machen, bringen nichts außer Unglaubwürdigkeit und unsympathischer Selbstdarstellung.

          • Lieber F.H.,

            “was seid Ihr doch alle blöd, wissenschaftsfeindlich, unaufgeklärt und hinter der Zeit stehengeblieben” sind ihre Worte, nicht “unsere”.

            Ich finde es gut, wenn Menschen selbst denken, sehr gut sogar. Wenn sie aber Behauptungen aufstellen, sollten Sie diese Behauptungen auch begründen können. Das verlangen wir schon von Kindern, Studierenden, Wissenschaftler*innen, Menschen.

            Sie stimmen mir sicher zu, dass das auch hier nicht zuviel verlangt ist.

            Und das es gerade und ausschließlich Bernd, Anna und ich sind, denen Sie die “plumpen Versuche” vorwerfen, sagt in meinen Augen leider mehr über ihr Lagerdenken als über “unsere” Versuche.

  5. Es gibt bei Kindern keine selbstverschuldeten Nöte (außer sehr kleine). Punkt.

    • Ich hab’ mal gegoogelt, woher dieser neue Kampfbegriff “Helferindustrie” stammt – ist wirklich lustig, in welchen Kontexten das so auftaucht. Da gibt es eine Seite “Familienzerstörer – Helferindustrie”, wo zu lesen ist: “Die Scheidungs­industrie ist ein wichtiger Bereich der HelferInnen­industrie.” Dazu kommt dann ein offenbar verurteilter Gewalttäter zu Wort:

      “Meine vom Frauenverein scharf gemachte Ehefrau, bekommt, bisher ohne substantiierten Vortrag, nur auf Basis ihrer Jammerei und einer gelogenen Eidesstattlichen Erklärung, die volle Unterstützung vom Familien­gericht, Polizei, Jugendamt, Anwalt, Krisen­interventions­stelle, Frauenhaus …!” 17 Menschen, einschließlich der Polizei, die ihn festgenommen hat und des Richters, der ihn verurteilt hat, zählt der Mann zur “Scheidungsindustrie”, die von seinem Leid profitiere.

      Grotesk. Passt aber ins Schema der “Argumentation” so mancher Foren-Teilnehmer hier.

      • Google ist eine Suchmaschine, die Spreu und Weizen ausspuckt, ohne zu trennen. Es obliegt dem Benutzer, was er aussucht und für welche Zwecke er es braucht. Will er sich informieren, andere widerlegen oder einen ungeliebten Begriff ins Lächerliche ziehen, um Meinunsgegnern nicht nur den Wind aus den Segeln zu nehmen, sondern sie wegen ihrer unerwünschten Argumentation auch noch schlecht zu machen?

        Vor einiger Zeit habe auch ich “Helfer-/Helferinnenindustrie” gegoogelt.
        Auf Anhieb stieß ich auf eine Erklärung, die mir sehr einleuchtet:

        „Im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen hat die Helferinnenindustrie ein hohes Ansehen, weil als guter Mensch gilt, wer armen, bedürftigen, hungernden, kranken, misshandelten oder unterdrückten Menschen hilft. Eigentlich ist “Helfen” (für sich genommen) eine positive Sache. Das Gute und Richtige kippt aber ins Fragwürdige, wenn aus der familiären, nachbarschaftlichen oder spontanen Hilfe eine professionelle, ideologische oder bezahlte Hilfe wird. Dann wird der “Hilfsbedürftige” zum “Kunden” und die “Hilfe” zur “Erwerbsarbeit”, die Arbeitsplatz und Einkommen von Vielen sichert.“ (…)
        „Um die Helferindustrie am Laufen zu halten, bedarf es natürlich ständig neuer Opfer. Es gibt also handfeste ökonomische Gründe, überall Opfer zu sehen und deshalb sorgen “Opfermacher” ständig für Nachschub. (…) Überall wird mit dichotomischen Zuweisungen gearbeitet: Das gute Kind – der schlechte Erwachsene, die gepeinigte Kreatur – der quälende Mensch, der kulturbereichernde Ausländer – der rassistische Deutsche, der benachteiligte Migrant – der bevorzugte Einheimische. Die Liste ließe sich fortsetzen.“

        • Dann gilt das doch sicher auch für Ärzte und Lehrer, oder? Genauso wie für Polizisten – und erst recht für Miesmacher, die ständig die Fundamente unserer Gesellschaft ohne Sinn und Verstand hinterfragen.

    • Würden Sie sagen, dass es bei Kindern Nöte gibt, die von deren Eltern selbst verschuldet sind?
      Würden Sie sagen, dass 15-jährige eigene Entscheidungen treffen und dadurch Nöte selbst verschulden können?

      • Natürlich gibt es Kindernöte, die von ihren Eltern verursacht werden. Und was heißt das jetzt?

        15-Jährige können begrenzt eigene Entscheidungen treffen und Nöte selbst verschulden. Es sind aber keine Erwachsenen, die die Tragfähigkeit von Handlungen erkennen können (sollten). 15-Jährige brauchen schon noch Hilfe und Anleitung.

  6. Ich finde die Unterhaltung sehr interessant und kann Euch von eigenen Erfahrungen zum einen als Mutter und zum einen als Beschäftigte im bayrischen Schulsystem berichten.
    Ich habe eine Tochter die schon die Grundschule im Durchmarsch absolviert hat und auch am Gymnasium keine Probleme hat. Solche Kinder werden keine großen Probleme mit dem System haben. Meine 2.Tochter tut sich deutlich schwerer und würde ohne unsere Hilfe untergehen. Also folglich ist das Elternhaus ein wichtiger Garant für den Bildungserfolg, denn Lehrer haben an der Grundschule keine Zeit sich zu kümmern! Auf der anderen Seite wird einem immer eingeredet, man soll Vollzeit arbeiten. Dies kann nicht funktionieren. Ich begleite Jugendliche an der Mittelschule und muß leider sagen, hier fehlt es größtenteils an Grundlagen!
    Die Lehrer mussten die Jahre zuvor mehr Erziehungsarbeit leisten und da bleibt halt mancher Unterrichtsstoff auf der Strecke. Ich denke Schule muss personell besser aufgestellt werden, damit überhaupt die Chance auf indi viduelle Förderung besteht und manche Eltern müssen lernen wieder mehr Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*