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Wettkampf? Wettbewerb? Beides? Wie die CDU mit ihrer (halben) Rolle rückwärts die Bundesjugendspiele ins Chaos stürzt

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MÜNCHEN. Das Bildungssystem in Deutschland hat massive Probleme – ein Drittel der Schülerinnen und Schüler fehlen die Grundlagen. Und was tun die dafür verantwortlichen Kultusministerinnen und Kultusminister? Beschließen eine Reform der Reform der Bundesjugendspiele, beschäftigen sich also mit einer zum Kulturkampf aufgeblasenen Nebensächlichkeit. Die Pointe: Nicht mal die bekommen sie geregelt, ohne Chaos zu veranstalten. Insbesondere die CDU macht sich dabei lächerlich (einschließlich des heutigen Kanzlers), wie eine Chronologie der Ereignisse zeigt.

Rolle rückwärts. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

März 2021

Der Ausschuss für die Bundesjugendspiele und die Kommission Sport der Kultusministerkonferenz (KMK) beschließen eine grundlegende Neuausrichtung der Bundesjugendspiele in den Grundschulen. Ziel ist es, dem bereits seit 2001 bestehenden Format des „Wettbewerbs“ künftig deutlich mehr Gewicht zu geben und die Bundesjugendspiele stärker an modernen sportpädagogischen Konzepten auszurichten.

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In mehreren unionsgeführten Ländern stehen die Kultusressorts zu diesem Zeitpunkt unter Leitung von CDU-Politikern, darunter Alexander Lorz (Hessen), Karin Prien (Schleswig-Holstein), Christian Piwarz (Sachsen), Marco Tullner (Sachsen-Anhalt) und Susanne Eisenmann (Baden-Württemberg).

Die Reform entsteht nicht gegen den organisierten Sport, sondern gemeinsam mit ihm. Im Ausschuss für die Bundesjugendspiele sind Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Deutschen Sportjugend (dsj) beteiligt. Die Sportverbände unterstützen die Neuausrichtung ausdrücklich und begründen sie mit einer stärkeren Orientierung an kindgerechten und entwicklungsangemessenen Bewegungsformen.

Die Entscheidung sieht vor, dass ab dem Schuljahr 2023/24 in den Klassen 1 bis 4 die Bundesjugendspiele in den Sportarten Leichtathletik und Schwimmen nur noch als „Wettbewerb“ durchgeführt werden. Der klassische Wettkampf mit bundesweit einheitlichen Punktetabellen, exakter Zeit- und Weitenmessung sowie direkter Vergleichbarkeit der Leistungen ist dort nicht mehr vorgesehen. Im Gerätturnen bleiben Wettkampf und Wettbewerb weiterhin möglich; ab Klasse 5 ändert sich nichts.

Nach Darstellung der Befürworter sollen dadurch Bewegungsfreude, Fairness, Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen stärker in den Mittelpunkt rücken. Leistung wird weiterhin bewertet, allerdings in stärker altersgerechten Formen, etwa durch Leistungszonen statt Zentimeter- oder Sekundenmessungen.

Sommer 2023 – kurz vor Inkrafttreten der Reform

Die AfD macht die Reform der Bundesjugendspiele zum Kulturkampfthema. In mehreren Landtagsfraktionen, unter anderem in Baden-Württemberg und Hessen, wird die Reform im Juli und August scharf kritisiert. Die AfD spricht von „Gleichmacherei“ und fordert eine Rückkehr zum Leistungsprinzip. Einzelne AfD-Politiker verbinden die Debatte ausdrücklich mit grundsätzlichen Fragen von Leistung, Wettbewerb und Erziehung.

Am 12. September 2023 stellt die AfD-Bundestagsfraktion eine Kleine Anfrage zur Reform der Bundesjugendspiele. Darin fragt sie nach der Zukunft der Spiele als „individuelles, gesellschaftliches und leistungsorientiertes Sportereignis“ und kritisiert den neuen Modus als „leistungskollektivierenden Wettbewerb“.

September 2023

Nach Beginn des Schuljahres und damit nach Inkrafttreten der Reform kündigt der hessische Kultusminister Armin Schwarz (CDU) in einer Regierungserklärung im Wiesbadener Landtag an, Hessen werde in den Schulen von der dritten Klasse an weiterhin Wettkämpfe mit klaren Platzierungen ermöglichen.

„Sport steht für Fairness, Teamgeist und den Mut, sich anzustrengen – Werte, die unsere Gesellschaft so dringend braucht. Gerade beim Sport lernen junge Menschen, sich über Siege zu freuen, Niederlagen auch zu verkraften – auch das gehört zum Leben dazu –, Respekt zu zeigen und sich immer neue Ziele zu setzen“, sagt Schwarz.

Dass die Reform während der Amtszeit seines Parteifreundes und Vorgängers Alexander Lorz in den zuständigen KMK-Gremien beschlossen wurde, erwähnt Schwarz nicht.

Baden-Württembergs damaliger Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält die Debatte über die Reform der Bundesjugendspiele für überzogen. Er sagt: „Ich bin ein scharfer Gegner davon, dass wir dauernd solch banale Sachfragen zu Kulturkämpfen hochjazzen.“

März bis September 2024

Am 12. März 2024 bringt die AfD den Antrag „Zurück zum Wettkampfcharakter bei den Bundesjugendspielen für die Grundschulklassen“ (Bundestagsdrucksache 20/10614) ein. Darin fordert sie die Bundesregierung auf, sich für die Rückkehr der Wettkampfform in Leichtathletik, Schwimmen und Turnen an Grundschulen einzusetzen.

Die AfD begründet dies ausdrücklich mit dem Leistungsprinzip. In der Antragsbegründung heißt es unter anderem, Wettkämpfe seien für Kinder positiv, Leistungsvergleiche schafften Anreize, und „im Sport sei Leistung ein zentrales Prinzip“.

Am 25. September 2024 berät der Sportausschuss des Bundestages über den Antrag. Die CDU/CSU-Fraktion stimmt gemeinsam mit SPD, Grünen, FDP und der Gruppe Die Linke für dessen Ablehnung. Die AfD bleibt mit ihrem Vorstoß allein.

Im Ausschussbericht erklärt die CDU/CSU-Fraktion, das Ziel des Antrags – die Weiterverfolgung des Leistungsgedankens – sei grundsätzlich legitim. Die Reform solle jedoch zunächst die Chance erhalten, sich zu bewähren. Deshalb komme der Antrag „zur Unzeit“. Zugleich räumt die Fraktion ein, dass bei ihr „gewisse Zweifel“ an der Reform bestünden.

Januar 2025

CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz macht die Bundesjugendspiele zum Wahlkampfthema. Beim Neujahrsempfang der CDU Baden-Württemberg in Künzelsau kündigt er an, als Bundeskanzler die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder zu bitten, an allen Schulen wieder Bundesjugendspiele zu veranstalten. „Und zwar nicht nur mit Teilnehmerurkunden, sondern mit Siegerurkunden“, sagt Merz.

Mit Blick auf das Abschneiden Deutschlands bei den Olympischen Spielen erklärt er weiter: „Wenn die Bundesjugendspiele nur noch Teilnehmerurkunden ausstellen, dann kriegen wir demnächst auch auf Olympiaden nur noch Teilnehmerurkunden.“

Tatsächlich wurden die Bundesjugendspiele weder abgeschafft noch auf Teilnehmerurkunden beschränkt. Auch nach der Reform wurden weiterhin Sieger- und Ehrenurkunden vergeben. Dass der Beschluss zur Reform 2021 unter Mitwirkung der unionsgeführten Bundesländer zustande gekommen war, erwähnt Merz mit keinem Wort.

Juni 2026

Die KMK-Bildungsministerkonferenz beschließt – ohne Evaluation der bisherigen Ergebnisse – eine Reform der Reform. Künftig sind in den betreffenden Klassenstufen zwei Austragungsformen zulässig: Wettbewerb und Wettkampf.

Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler), betont die Wahlfreiheit der Schulen. Diese könnten selbst entscheiden, ob Leistungen wieder durch exakte Zeit- und Weitenmessungen oder weiterhin in Leistungszonen bewertet werden.

Wenige Stunden später erklärt Baden-Württemberg etwas anderes. Kultusminister Andreas Jung (CDU) kündigt an, die Bundesjugendspiele wieder „stärker leistungsorientiert“ auszurichten. Kinder sollen in der Leichtathletik ab Klasse 3 wieder den klassischen Dreikampf aus Sprint, Weitsprung und Schlagball absolvieren und nach einem landesweit einheitlichen Punktesystem bewertet werden. Ob und in welchem Umfang die Vorgaben für die Schulen verbindlich sind, sei noch offen, erklärt ein Ministeriumssprecher. News4teachers 

Wie sich die CDU mit Kulturkampf um die Bundesjugendspiele lächerlich macht

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328 Kommentare
Unverzagte
1 Monat zuvor

Vor einigen Jahrzehnten gab es schon komplexe Alternativen zu diesen altbackenen Spielen, die lediglich öde Wettkämpfe sind.

Insbesondere an Schulen mit Schwerpunkt Bewegung gibt es dementsprechend längst herausforderndere Spiele, die wesentlich mehr bieten als das einseitige „schneller, höher, weiter“.

Vielleicht sollte ich meine für gut befundene Examensarbeit darüber doch noch veröffentlichen, scheint leider Bedarf zu geben.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Wieso stellen Sie Ihre Methode hier nicht in Kurzform vor? Passt die Methode, die Sie für die Förderschule entwickelt hatten, auch zu heutigen Grundschulen und weiterführenden Schulen? Was halten Sie von Bundesjugendspielen mit Bewertungsrastern in Anlehnung an die Paralympics?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Weil sie dann niemand mehr kaufen würde 🙂

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Aber wer kauft schon eine Arbeit, die nicht veröffentlicht wurde? Fragen über Fragen…

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika BB

Bitte keine Ungeduld und noch weniger Stress bzw. vielleicht schmeiß ich die Arbeit noch auf den Markt, aber da das mit etwas mehr Aufwand verbunden ist, sind andere Dinge aktuell wichtiger.

ed840
1 Monat zuvor

Ist halt wie immer Ansichtssache, ob man Schulen und Lehrkräften zutraut solche Dinge selber entscheiden zu können oder nicht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Schade, wenn Sie Recht haben sollten, und die genannten Reformen auf nicht mehr als persönlichen Ansichten als Grundlage beruhen sollten… 🙁

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Spart auch Vorbereitungszeit, weil dieser Debatte inhaltlich nichts Neues hinzugefügt wird.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Find ich jetzt auch ok. Da wurden uns schon deutlich schwierigere Entscheidungen zugewiesen (eigenlich alles, wo die „Gesellschaft“ keinen Bock drauf hat). Wir haben am Format der Bundesjugendspiele eh nie was geändert, also bleibt alles beim Alten.

Also schnell den „Kulturkampfschaum“ vom Mund wischen und weiterarbeiten.

Agamemnon
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Warum müssen diese Bundesjugendspiele obligatorisch sein? Die Mathematik-Wettbewerbe sind meines Wissens freiwillig.

Mariechen
1 Monat zuvor

Ich bin sehr glücklich über diese Rückwärtsrolle. Was soll das Springen in Bereichszonen sein? Warum keine Messzahl nennen? Ich hoffe sehr, dass der Fokus wieder etwas mehr auf Leistung gesetzt wird.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Zumal die Kinder die Weite ja wissen wollen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Ist der Unterschied zwischen Wettkampf und Wettbewerb. (https://www.deutschlandfunk.de/bundesjugendspiele-reform-kritik-fakten-100.html#wer-entscheidet-ueber-bundesjugendspiele)

Bleiben wir gespannt, wie sich die Leistungen der Besten sowie der anderen Teilnehmer*innen durch den Wettkampf dauerhaft steigern werden (gähn)

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wettkampf oder Wettbewerb…Interessiert kein Kind! Einer meiner Schüler kommt aus der Sprunggrube und seine Oma fragt ihn:,Wie weit bist du gesprungen?‘ Er schaut sie ratlos an, zuckt die Schultern und sagt:,Bereich 9.‘ Was soll das?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Sie schrieben selbst darüber, dass Sie ausgelacht wurden, weil Ihre Kunst schlecht war – offenbar interessiert es Ihrer Aussage nach viele…

Wenn Sie sich bereits Fälle ausdenken müssen, um Ihre allgemeine, unspezifische Ablehnung zu unterfüttern… vielleicht haben Sie keine echten Argumente zur Hand?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Fragen Sie besser die Oma, warum Sie solche seltsamen Fragen stellt.

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Was ist daran seltsam, wenn sich eine Oma für die Leistungen ihres Enkels interessiert?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Wenn Mariechen tatenlos an der Zuschauertribüne herumlungert und Oma belauscht…

Aber da Oma und Kind diese Frage hatten und Mariechen definitiv lauschend daneben stand, erklärte Sie bestimmt, wie viele Bereiche es gab und ob das Kind mit seienr Leistung zufrieden seien konnte?
Sie stand ja in Lauschweite, ganz echt ehrlich 😛

Lera
1 Monat zuvor

Merke:

Kulturkampf ist es immer dann, wenn es in Richtung Leistung gehen soll.

Umgekehrt spricht man von Reform.

Zum Glück gibt es Journalisten, die das ganz wertneutral einordnen.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„Wie viele Olympiasieger und Leistungsträger bringen die Bundesjugendspiele in Deutschland wohl so hervor? Wir tippen auf null.“

Frank Busemann, Niklas Kaul, Thomas Müller, Maleika Mihambo, Gesa Krause, …

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich lasse Ihre Polemik mal beiseite und weise Sie ganz sachlich darauf hin, dass alle von mir angeführten Sportler explizit in Interviews gesagt haben, die Bundesjugendspiele seien für sie ein riesiger Motivator und wichtig für ihre spätere Karriere gewesen.

Somit ist ist Ihre gewagte These, dass die Bundesjugendspiele null Spitzensportler hervorgebracht hätten, eventuell ein bisschen zu überdenken.

Auch hier ist scheinbar noch Luft nach oben. 😉

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das eine wird widerlegt, dann versuchen Sie es halt anders rum … auch ne Methode.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Da wir alle nicht dabei waren, wäre es vorerst eventuell klug, den Sportlern das einfach mal zu glauben. Die waren nämlich dabei.

Glauben Sie, dass die sich alle was in die Tasche lügen und komplett unreflektiert sind, was ihre eigene Karriere betrifft?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

„Da wir alle nicht dabei waren, wäre es vorerst eventuell klug, den Sportlern das einfach mal zu glauben. Die waren nämlich dabei.“
Schön, dass Sie sich endlich dafür aussprechen, der Meinung und der Motivation von Kindern mehr Gewicht zu geben. Bitte nicht vergessen, wenn manche hier wieder von „Fühlifühli“ phantasieren 😉

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Mir sind derartige Interviews mit Ihren Behauptungen fremd.

Wären die wo nachzulesen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Weil Müller dort entdeckt wurde?
Dann werden künftige Sportler*innen halt beim Vereinstraining entdeckt, wo soll da das Problem sein?
Die Kausalität umzudrehen, dass Müller nur wegen der Bundesjugendspiele entdeckt werden konnte ist… mutig 😉

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich wusste gar nicht, das Fußball Bestandteil der Bundesjungendspiele ist oder jemals war. Aber ok, ich lerne ja auch nie aus.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Kaum vorstellbar, dass Müller je etwas anderes gespielt hat außer Fußball…oder was lernen Sie so ?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Bezog mich auf diesen Kommentar: https://www.news4teachers.de/2026/06/wettkampf-wettbewerb-beides-wie-die-cdu-mit-ihrer-rolle-rueckwaerts-die-bundesjugendspiele-ins-chaos-stuerzt/#comment-812961

sowie https://www.news4teachers.de/2026/06/wettkampf-wettbewerb-beides-wie-die-cdu-mit-ihrer-rolle-rueckwaerts-die-bundesjugendspiele-ins-chaos-stuerzt/#comment-812974

Wie gesagt halte ich dies für sehr mutig, da es ja noch Dingens… VEREINE gibt.
Möchten Sie auf diesen Kern meiner Antwort noch eingehen? Sie haben es bei Ihrem vorigen Kommentar wohl versäumt. 😉

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sollen wir demnach in den Schulen alles abschaffen, was irgendwie mit Leistung zu tun hat?
Kinder kriegen sehr schnell mit, wer der beste Springer ist, egal ob die Kinder in Zonen springen oder ob genau gemessen wird. Ziel einer guten Sportpädagogik sollte es sein, dass sich alle mit dem Besten freuen. Das kriegen wir an unserer Schule im Durchschnitt sehr gut hin.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Eine gute Sportpädagogik zeichnet sich auch durch fachliche Vielfalt aus.
Warum fixieren Sie und andere sich allein auf die Leichtathletik, wo es wesentlich mehr anspruchsvolle Spielmöglichkeiten zur allgemeinen Freude über gezeigte Leistungen gibt ?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Es wird aber auch da immer wieder Kinder geben, die Sport-Spiele nicht mögen und deshalb keine Freude daran haben – Angst vom Ball getroffen zu werden, manche mögen keinen Körperkontakt, …. Irgendwas ist immer!

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

An Ballspiele dachte ich weniger. Dank kooperativer Herausforderungen haben wir ganz andere Erfahrungen machen können.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Als Sonderpädagogin: Was sollte man bei Kindern, die Angst vor Bällen haben, machen?
Individuelle Fortschritte würdigen oder Wettkampf gegen die Besten? (augenroll)

Wenn Sie wissen, was Sie in Bezug auf den Artikel sagen wollten, würde ich dies gerne lesen

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

„Ziel einer guten Sportpädagogik sollte es sein, dass sich alle mit dem Besten freuen.“
Gut, das Sie das schrieben. Ich hätte sonst angenommen, ALLE sollten Ihr Bestes geben, anstatt sich nur „für die Besten zu freuen“.
Garantiert schicken sich die schwächeren Schüler*innen bei Ihnen an, um persönliche Fortschritte zu erzielen, während Sie ausschließlich die Besten würdigen…
Sorry, aber meinen Sie, mit dieser Einstellung sind Sie der Klasse – minus der Besten – eine gute Lehrkräft?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

„dass alle von mir angeführten Sportler explizit in Interviews gesagt haben, die Bundesjugendspiele seien für sie ein riesiger Motivator und wichtig für ihre spätere Karriere gewesen.“
Quellen?
Oder wäre Herr Müller woanders nicht entdeckt worden (bspw. im Fußballverein) und es gehen derzeit unzählige Sportler*innen verloren, weil faule Talentscouts zu Hause auf den Händen sitzen, wenn es keine Bundesjugendspiele gibt? 😀

Ich würde ganz mutig vermuten, dass Müller auch ohne Bundesjugendspiele den Fußball nicht drangegeben hätte 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Zu meiner Schulzeit wurden die Besten der Sportfeste der jeweiligen Disziplinen zu den Kreismeisterschaften delegiert, von dort zu den Bezirksmeisterschaften, dann zu den DDR-Me.isterschaften. Mancher wurde so als Sport-Talent entdeckt und entsprechend gefördert (Sportschule z. B.)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Und staatlich mit Steroiden versorgt

Jette
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Grundsätzlich ist Anstrengungsbereitschaft sowohl im Sport als auch außerhalb durchaus erstrebenswert und wird nach meiner 35jährigen Erfahrung als Sportlehrerin auch durch die Bundesjugendspiele gefördert und gefordert.
Nicht umsonst sind Leistungs(sportler) auch oft im Beruf erfolgreicher. „ jedoch liegt die Vermutung nahe, dass der Sport Charaktereigenschaften wie zum Beispiel Ausdauer und Leistungsbereitschaft fördert, die auch im Beruf von Vorteil sind.“ DIW Berlin: Die Langzeiteffekte der Sportförderung : Auswirkungen des Leistungssports auf den beruflichen Erfolg
Für die Diskussion ist es wenig hilfreich,so spekulativ und provokativ in Frage zu stellen, wie viele Olympiasieger und Leistungsträger durch „einen Tag im Jahr“ hervorgebracht werden.
Auch wird in Ihrem Kommentar, den ich als unsachlich empfinde, nicht berücksichtigt, dass BuJu’s in diversen Sportstunden vorbereitet werden.
Außerhalb der Messlatte lernen Kinder durch die BuJu’s und andere Wettbewerbe neben Anstrengungsbereitschaft auch Erfolg durch konsequentes Training, Umgang mit Prüfungssituationen, Akzeptanz von Siegen und Niederlagen, Teamgeist und vieles andere.

Ich bin etwas erstaunt, dass sich die Redaktion jedes Mal sehr eindringlich (und einseitig) zu Wort meldet, wenn es um Leistungserbringung in der Schule geht!

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Jette

Ich fand es zu meiner Schulzeit gut, dass bei den BuJuS für gleiche Leistungen auch die gleichen Punktzahlen gab.

Bei Schulnoten hatte ich manchmal einen anderen Eindruck.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Notentransparenz ist schon wichtig, auch wenn das manchen wohl als „pädagogisches Blabla“ erscheint, Schüler*innen auf Augenhöhe zu begegnen 🙁

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wo werden die Kinder bloßgestellt? Ja, für manche ist es schon eine Bloßstellung, wenn andere Kinder eine Urkunde bekommen und man selbst nicht. @Redaktion: Sie übertreiben hier völlig.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich fand Kunst doof. Die Bilder meiner Schwester wurden immer ausgestellt, meine ernteten höchstens Lacher. War nicht schön. Hat mich, wie einige andere Misserfolge, aber stark gemacht. Das müssen Kinder lernen. Nicht alles klappt. Misserfolge gehören zum Leben. Mal gewinne ich. Mal verliere ich.
Ich habe eine Schülerin, die LRS und Dyskalkulie hat. Im Sport ist sie super. Die Chance hier mal den anderen Kindern überlegen zu sein, wird diesen Kindern genommen.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie möchte aber innerhalb des Klassenverbandes, in dem sie ansonsten nicht erfolgreich ist, ihren Klassenkameraden zeigen, dass sie etwas kann.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das sollte gar kein Argument sein, sondern einfach nur die Sichtweise einer Schülerin.

Meiomei
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Teilnahme am Unterricht mit Notengebung findet auch statt. Bundesjugendspiele finden im Klassenverband (wie der normale Unterricht) statt. Anstelle von Noten gibt es halt die Urkunde in den Klassen.
Der einzige Unterschied ist, dass es halt mal eine schulübergreifende Veranstaltung ist.

Kinderflüsterer- egoistisch
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Notengebung bzw. Leistungsmessung und -beurt

Kinderflüsterer- egoistisch
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

-beurteilung vollzieht sich nicht nur durch Klassenarbeiten. Vielleicht mal die VV dazu lesen und dann erst polemisieren.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Meiomei

Teilnahme am Unterricht mit Notengebung findet auch statt.

Reicht es denn bei der Notengebung in anderen Fächern für Bestnoten aus, dass genügend andere Kinder schlechter abgeschnitten haben?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Meiomei

Ein interessanter Vergleich, wenn man die hohe psychische Belastung vieler Kinder und Jugendlichen bedenkt, sowie den Umstand der nicht existierenden – aber angestrebten – Homogenität, welche Schwache frustriert, Starke langweilt und die Mitte mittelmäßig zu halten versucht, ohne etwas an den Rahmenbedingungen zu verbessern, geschweige an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen …

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

„Die Bilder meiner Schwester wurden immer ausgestellt, meine ernteten höchstens Lacher.“
Jup, das hat sich ganz sicher so ereignet…

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das hat sich genauso ereignet!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Tut mir leid, was für schäbige Lehrkräfte, Mitschüler*innen und Eltern Sie hatten, dass die alle bei der Ausstellung über Sie lachten.

Es klang so abwegig – zumal Sie das als Beispiel FÜR Wettbewerb anführten – dass ich das nicht ernst nehmen konnte. Schade, wie schlecht sich da allen, besonders die Erwachsenen benommen haben sollen, aber das ist ja kein Argument für irgendwas. Oder wurden Sie durch das Auslachen zur aufstrebenden Künstlerin? Dieser Unsinn wird ja oft über die Bundesjugendspiele ignorant aufgewärmt, ohne die Herabwürdigungen von Kindern (wie Ihnen damals) wahrzunehmen 🙁

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Was faseln Sie da? Ich hatte weder schäbige Lehrer, noch schäbige Mitschüler und zum Glück wunderbare Eltern. Ich habe geschrieben, dass die Bilder meiner Schwester ausgestellt wurden und man über meine lachte. Das fand ich nicht schön, aber Sie machen da eine Geschichte draus…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

„dass die Bilder meiner Schwester ausgestellt wurden und man über meine lachte.“
Eben. Sie schrieben ja nicht, wer über Sie lachte, aber dass die Erwachsenen Ihrer Aussage offenbar nicht dagegen einschritten und dass Sie dies als „normales“ Beispiel für Wettbewerb einbringen, spricht ja Bände 🙁

Wie gesagt, mein Beileid, wenn sich das tatsächlich so abgespielt hat.
Aber tatsächlich wurde Ihnen als Kind unrecht getan. Kann nicht sein, dass Kinder bei einer Ausstellung ausgelacht werden und Erwachsene tatenlos danebenstehen

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Aber Mariechen befürwortet doch diese fragwürdige Form der Abhärtung, durch die sie die nötige Stärke erhielt, Ihrem Dasein die gestählte Stirn zu bieten.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Das ist halt Sozialisation. Welche Coping-Strategie bleibt am Ende für ein Kind?
Am Ende sagen wir: „Mir hat es auch nicht geschadet!“, ohne zu lange darüber nachdenken zu wollen/ können.

Ist schade, wenn Mariechen es als gewöhnlich empfindet, ausgelacht zu werden, entschuldigt politische Entscheidungen aber nicht.
Bisher haben Kinder noch nie Laufen, Sprechen, Fahrrad fahren etc. durch auslachen und Frustration erlernt, gaaanz langsam darf Deutschland diese Erkenntnis verinnerlichen (Rückschläge sind etwas anderes, wenn das Kind zum Weitermachen bestärkt wird, anstelle es bspw. auszulachen)

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich fürchtete mich vor sportlichen Wettbewerben, weil egal wie ich mich angestrengt habe, war ich die langsamste, konnte nicht weit springen, den Ball weit werfen usw. Und das, obwohl ich sportlich aktiv war.

Aber ich denke, die Kinder, die in Mathe oder Physik usw nicht so gut sind, fühlen sich auch nicht begeistert, wenn ihnen immer wieder die gleichen Mitschüler mit dem Stoff helfen sollen. Oder wenn Mitschüler einen nicht in ihre Gruppe für die Projektarbeit haben möchten, weil seine Schwäche kennen.

In unserer Gegend in Grundschulen sind Vogelschießen Feste verbreitet. Mädchen dürfen Jungs zum Tanzen auswählen und einige Jungs wurden in vier Jahren nicht einmal ausgewählt und deshalb frustriert. Viele werden traurig, weil sie keine Königinnen und Könige werden… Das Leben ist einfach so.
Lesewettbewerbe sollten doch nicht abgeschafft werden, weil jemand sich bloßgestellt fühlen kann.
Es gibt Kinder, die von Wettbewerben motiviert sind und dadürch Respekt von den Kameraden verdienen können. Ich finde, sie sollten weiter diese Chance haben.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn jemand keine Stimme hat, wäre ein Wettbewerb um Singen eine Qual für Zuhörer 🙂

Ich musste verpflichtend im Schulchor singen und mit dem Chor an Wettbewerben teilnehmen. Im Nachhinein interessante Erfahrungen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Wer verpflichtete Sie?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Wer keine Stimme hat, ist stumm. Ein Mensch singt ebenso, wie er hören kann.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Vielleicht wenn man Urkunden nicht mehr erhält, weil man bestimmte Zeiten oder Weiten erreicht hat, sondern weil die anderen Kinder schlechter waren?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Also genau so wie beib den Kunstprojekten von Mariechen und ihrer Schwester.
Echt hart, wenn man dann noch bedenkt, wie die Kinder im Sport ausgelacht werden – wie Mariechen für Ihre Kunst… 🙁

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wieder mal völlig übertrieben dargestellt. Ich wurde nicht ausgelacht. Man hat mal darüber gelacht. Sahen halt nicht schön aus und ich wusste, dass ich das nicht kann. Später hat mir das nichts mehr ausgemacht. Das ist doch keine große Sache. Man sollte im Leben wissen, was man kann und was nicht. Warum tun Sie so, als wäre das was Außergewöhnliches und könnte so nicht passiert sein?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

„Die Bilder meiner Schwester wurden immer ausgestellt, meine ernteten höchstens Lacher.“
„Man hat mal darüber gelacht.“

Wer lachte über Sie? Sorry, aber ich bezweifel aufrichtig, dass Sie durch soches (und ggf. ungeahndetes) Fehlverhalten anderer eine bessere Künstlerin wurden.
Vielmehr liest sich Ihr Beitrag so, dass Sie sich selbst durch Ihr „Abschneiden“ im Vergleich diesbezüglich aufgaben und die Story heute noch problemlos aus der Erinnerung abrufen können.

Schade und unnötig – wünsche ich keinem anderen Kind

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Weil man einfach mal was besser kann, herrje!

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Z.B. meine Schülerin, die ansonsten im Unterricht leider nicht viel kann.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Muss eine Leistungsrückmeldung für Sie ein „besser“ beinhalten?

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Nein.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Nein. Die Urkunden gibt es beim Wettbewerb ja eben nicht dafür, dass die Kinder besonders schnell laufen oder besonders weit springen/werfen, sondern wenn genügend andere Kinder schlechter sind.

Beim Wettkampf bekämen alle die besonders gute Leistungen zeigen sind eine Ehrenurkunde, beim Wettbewerb nur die vorderen 20%, selbst wenn deren Leistungen nicht übermäßig gut wären, es aber genügend noch schlechtere gäbe. .

Wenn bei einer Gruppe von 20 Kindern z.B. 6 davon Spitzenleistungen erbrächten, bekämen trotzdem nur die besten 4 eine Ehrenurkunde, die anderen beiden ne Siegerurkunde.

Wenn 9 Kinder aus der Gruppe unterdurchschnittliche Leistungen erbrächten, bekämen trotzdem 3 davon eine Siegerurkunde so wie die beiden mit den Spitzenleistungen auch.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Und darum gibt es auf der Welt nur noch eine/n beste/e Künstler*, Sportler*, Musiker*, Redner*, Tänzer* und Erzähler*in.

Alle anderen hätte man ausgelacht…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Wie ist Ihrer Meinung nach die Verteilung von Urkunden bei einem Wettkampf, wie nun gefordert? 🙂

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Höh? Frage ist für mich unklar…wer fordert wie eine Verteilung von Urkunden?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

„Wo werden die Kinder bloßgestellt? Ja, für manche ist es schon eine Bloßstellung, wenn andere Kinder eine Urkunde bekommen und man selbst nicht. @Redaktion: Sie übertreiben hier völlig.“

Ich frage mich, wie Mariechen hier das Verteilen von Urkunden – wer besser war – beurteilt.
Jährliches öffentliche Vorführen und Vergleichen ihrer künstlerlischen Kompetenzen hätten Sie weder begeistert noch zu besseren Leistungen befähigt, aber beim Sport sieht es wohl anders :/

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Irgendwas scheine ich bei Ihnen zu triggern Sie scheinen ein seltsamer Vogel zu sein.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Nicht triggern, aber Sie liefern ggf. ein deprimierendes Beispiel dafür, wie schlecgt sich alle anderen Kinder fühlen, die nicht zu den Besten gehören und sich regelmäßig auslachen lassen müssen, während Sie irritierenderweise glauben, das wäre ein Beispiel FÜR so eine Art von Wettkampf.

Wie viel trauriger könnte ein „Damals hat mir das ja auch nicht geschadet“ sein?

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich verstehe Ihre seltsamen Fragen nicht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Meinen Sie, die anderen Kinder werden ausgelacht – wie Sie damals?

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Für manche Kinder – ich war so eines, ich kann mitreden- ist eine Urkunde in den Bundesjugendspielen ungefähr so realistisch wie eine Mondlandung. Eine Teilnehmerurkunde hätte ich allerdings auch nicht haben wollen.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Demnach haben Sie auch kein Interesse an einer bestätigten Mondlandung ?

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

😀

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

ist eine Urkunde in den Bundesjugendspielen ungefähr so realistisch wie eine Mondlandung. „

Dass hängt beim Wettbewerb davon ab wie schlecht die anderen kinder performen. Wenn sich genügend in der Gruppe finden, die absichtlich langsamer laufen und kürzer springen / werfen, könnte man damit auch leistungsschwachen Kindern mal zu einer Siegerurkunde verhelfen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

„Dass hängt beim Wettbewerb davon ab wie schlecht die anderen kinder performen.“
Da unterschätzen Sie massiv die Planung, Herausforderungen und Risiken der Mondlandung

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Großes Kino: Glauben Sie, dass Kinder es nicht merken, wenn andere absichtlich langsamer laufen?

Würden Sie so eine sog. Siegerurkunde ernst nehmen?

Bizarres Theater jetzt auch auf dem Sportplatz?

Dann doch bitte besser gleich geeignetere Spiele anbieten.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Wie wäre es mit einer Anerkennung Ihrer persönlichen Leistungen, wenn Sie große individuelle Fortschritte erzielt haben?

Als andere Beispiele:
– übergewichtige/r Schüler*in, die/ der deutlich abnahm, Ausdauer aufbaute und zum ersten Mal die Laufstrecke in vorgegebener Zeit durchzog?
– Sportler*innen, die nach langem Trainig Ihre persönlcihen Bestzeiten übertrafen?
– Kinder, die Schimmen lernten und zum ersten Mal das Becken ohne Hilfsmittel auf- und abschwammen?

Aber ne, da würde man nur die intrinsische Motivation der KuJ aufgreifen, dass die dranbleiben.
Lieber schauen, wer (ggf. woanders) am besten war -__+

Kinderflüsterer- egoistisch
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Fühli- fühli, weichgespült als Vorbereitung aufs Leben. Finde den Fehler!
Schule als Beginn Ernstes des Lebens- heute mehr denn je. Ob uns das gefällt oder nicht.

Kinderflüsterer- egoistisch
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Kann man so sehen. Aber darüber sprachen wir ja schon. Ist nicht schön, aber schon in der Bibel steht, man solle im Schweiße seines Angesichts sein Brot verdienen- davon, dasses schmecken soll, steht da nichts

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Na, wenn das vor 2000 Jahren so war…

Ich hätte schwören können, wir haben inzwischen Schulpflicht und Kinderrechte, aber da formieren sich die – erstaunlich überwiegend volljährigen – Widerstände….

Sonst noch Wünsche, um selbst keine Verantwortung zu übernehmen?
Kinder mit Fremdsprache als Muttersprache zur Eigenverantwortung auffordern? Extremistischen Elternhäusern nicht mehr begegnen, indem die Schulpflicht nach Hause verlegt wird, dass sich die Polizei mit denen Jahre später herumschlagen darf?
Ups, ich schreibe wieder das Wahlprogramm der rechtsextremen AfD herunter. My bad ^^

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ergänzung: Selbstredend versprechen diese Forderungen keinen Erfolg oder eine Verbesserung für alle Beteiligten – ist nie das Ziel gewesen
und natürlich ist der großteil (grund)gesetzeswidrig, eine Umsetzung dementsprechend ausgeschlossen.

Nicht, dass jemand bei Rechtsextremen ein Angebot vorzufinden glaubt 😉

HarneEinrichson
1 Monat zuvor

In der Bibel steht auch, dass man seine Kinder züchtigen soll. Also lassen wir dieses uralte Buch doch bitte in dem Regal verrotten.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  HarneEinrichson

Da müssen Sie nichtmal bis zur Bibel zurückgehen. Der Schritt in die Rückständigkeit steht bereits auf der Türschwelle (https://www.oz-online.de/artikel/1515090/Politischer-Kindesmissbrauch-das-ist-bei-der-AfD-Programm)

unfassbar
1 Monat zuvor

Ich dachte immer, dass Brot im Supermarkt verkauft wird und Strom aus der Steckdose kommt.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich fürchte mal, jede Kantine hat besseres Essen als eine Schulmensa.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Nope 🙂

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sport stärkt Geist und Körper. Sport härtet ab, macht stark. Leider ist das Leben nicht immer leicht. Menschen, die sich überwinden können und auch mal durchbeißen, haben es später leichter. Der Vergleich mit schlechtem Schulessen ist Schwachsinn.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Auweia! Ich rede gar nicht von Leistungssport. Es geht um die Bundesjugendspiele. Das ist schon lächerlich. Wir haben Kinder, die sich null bewegen, vorm Fernseher versacken, krank, faul und fett werden. Und Sie nehmen den Leistungssport, der natürlich nicht gesund ist, zum Anlass zu erzählen, dass Bewegung und Sport nicht abhärtet. Jeder weiß, dass Bewegung wichtig und gesund ist.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich weiß nicht woher Sie das haben. Ich kenne nur Schulen, die regelmäßig Sportunterricht haben. Und selbstverständlich trainieren wir für das Sportfest.

Kinderflüsterer- egoistisch
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Die bundesjugendspiele sind kein Leistungssport.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Auf allen meinen Arbeitsplätzen hatten Kantinen ein ziemlich gutes Essen. Auf dem vorletzten Arbeitsplatz bestellten Mitarbeiter den Grünkohl im Winter sogar nach Hause, weil so lecker. Ich dachte, dass nur Schulkinder, Altersheimbewohner und Patienten in Krankenhäusern mit der Qualität des Essens bestraft sind…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Jaja, als Erwachsener muss ich regelmäßig an Wettbewerben teilnehmen, die mich nicht interessieren und in denen ich geringe Leistungen erbringe (augenroll)

Fordern Sie die freiwillige Teilnahme an den Bundesjugendspielen!
Dann haben Sie, was Sie wollen. Ist dann halt etwas anderes, aber echter als diese stumpfen Behauptungen, alle Kinder würden nach sportlichen Vergleichen und Niederlagen gieren

Kinderflüsterer- egoistisch
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich fordere in diesem Zusammenhang gar nichts. Eigentlich ist es mir wurscht. Den einen Tag kann man aufbringen, ohne als Schüler gleich traumatisiert zu sein. Dafür gibt’s für andere die oft seltene Chance für einen besonderen Erfolg, den sie im Schulalltag sonst nicht immer haben.

Unverzagte
1 Monat zuvor

Ein grüner Daumen, der in Wirklichkeit rot sein sollte – Nachsicht für Farbenblinde

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Keine Sorge, ich bin mir sicher, dass uneingeschränkt niemand etwas von Ihnen erwartete, nachdem Sie:“Fühli- fühli, weichgespült als Vorbereitung aufs Leben. Finde den Fehler!“ schrieben und auf Nachfrage jeglichen Forderungscharakter von sich wiesen.

Aber vielleicht werden heutige und künftige Schüler*innen besser auf das Leben vorbereitet als Sie 😉

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Freiwilligkeit oder gar eigene Motivation erschwert aber doch die hier geforderte Abhärtung und Schnelligkeit wie Windhunde.
Erstaunlich, dass das Argument von Förderung der Wehrtauglichkeit in Ermangelung von Kriegsdienst noch nicht kam im Kontext dieser unverzichtbaren Kampfsportspiele.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Jetzt sind es schon Kampfsportspiele. Einfach nur lächerlich!

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Kommt außer Abwertung noch was zur Sache ?

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Nein, Ihre Beiträge sprechen für sich.
Kampfsportspiele

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Sportlicher Wettkampf ist durchaus geläufiges Vokabular.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Stimmt: sportlicher Wettkampf hört sich schon anders an.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Ach, Mariechen….die Verniedlichung am Ende Ihres Namens passt zum Inhalt Ihrer Beiträge.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Aber da wird niemand ausgelacht – versprochen

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Kommen Sie mal runter. Das hat kein Trauma bei mir hinterlassen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Das freut mich.
Ihre Einstellung dazu befremdet mich aber weiterhin.

Sie konnten bisher nichtmal schreiben, wer Sie auslachte – müssen Sie auch nicht.
Aber es ist spätestens heute, kein Verhalten, was geduldet werden sollte, geschweige ein Argument womit Sie solche Wettkämpfe beführworten können

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Wettkämpfe finden Sie hingegen nicht lächerlich?

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Nö. Ich mag Wettkämpfe.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Diese Wettkämpfe zählen allgemein zu Sportspielen, die Sie also mögen.
Kampfsportspiele beinhalten dasselbe, werden von Ihnen aber als lächerlich bezeichnet.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Wortklauberei

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Widerspruch trifft es eher.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Mit oder ohne Auslachen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

„Freiwilligkeit oder gar eigene Motivation erschwert aber doch die hier geforderte Abhärtung und Schnelligkeit wie Windhunde.“
Nicht zu vergessen den stumpfsinnigen Gehorsam 😉

Jette
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„In ihren besten Tagen haben erfolgreiche Sportler oft viel Geld, Ruhm und Freunde. Doch nach dem Karriereende stürzen nicht wenige ab.“ Und das liegt an den Bundesjugendspielen???
„Leistungserbringung gerne – aber nicht nur im Sport, und nicht um den Preis der Bloßstellung Schwächerer.“ Da stimme ich zu, sehe aber keine strukturelle Bloßstellung bei den BuJu!
Es ist eigentlich ein Unding, Kinder zur Teilnahme an Wettbewerben, gar „Wettkämpfen“ zu zwingen. Gibt’s in anderen Fächern ja auch nicht. Und was ist mit dem Zwang zu Klassenarbeiten?
Könnte man allerdings auch getrost ignorieren – die Bundesjungendspiele sind, sorry, für die Bildung weitgehend irrelevant. Ist halt nur ein Tag. Kommt auf Ihren Bildungsbegriff an, ich fasse auch motorisches Lernen unter Bildung!
Schade ist nur, wenn der Schulsport als Ganzes seine Chance zur Gesundheitserziehung … nicht nutzt Woher nehmen sie das? Sie sagten doch selbst „Ist halt nur ein Tag“ (im Jahr),-Sportunterricht ist 3x die Woche!
Ich kann durchaus akzeptieren, dass Sie eine andere Meinung vertreten, aber mir fehlt die Sachlichkeit in Ihren Kommentaren!

Jette
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das hat rein gar nichts mit den Bundesjugendspielen zu tun, um die es hier geht!

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Jette

Schon als Schülerin beschlich mich der leise Verdacht, dass dieses mahnende Appellieren beim Thema zu bleiben, meist von Leuten kommt, die

– weniger assoziierend denken
– Transferleistungen vermeiden
– Phantasiemangel aufweisen
– dogmatisch erzogen wurden
– Präsuppositionen ignorieren

Auch heute empfinde ich derartige Zurechtweisungen eher peinlich als förderlich.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Darum sollten Noten auch abgeschafft werden.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Und natürlich auch MINT Wettbewerbe. Die Verlierer fühlen sich doch bestimmt schlecht und so wird jedes Interesse an Naturwissenschaften im Keim abgetötet.

https://www.news4teachers.de/2026/06/wie-ganztags-schulen-die-begeisterung-fuer-mint-lebendig-halten-koennen-ein-praxisbeispiel/

Kinderflüsterer- egoistisch
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn ich meine Klasse daran teilnehmen lasse und die Ergebnisse ‚vernote‘ beispielsweise.
Ende der ermüdenden Diskussion für mich.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Grundsätzlich sollte alles freiwillig sein, oder?

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Was ist denn beispielsweise mit den Vergleichstests, die an Grundschulen regelmäßig geschrieben werden? Leistung ist ja völlig egal. Nur der individuelle Lernfortschritt zählt. Jeder wird individuell gefördert. Alle Erstklässler ohne Testung in die 1.Klasse und dann individuelle Förderung. Aber in Klasse 3 kommen dann Vergleichstests. Ein Abschlussgeschenk unserer ehemaligen Bildungsministerin Frau Hubig.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Krass. Die testen also mich damit? Wusste ich gar nicht… Schneiden meine Schüler gut ab, bin ich ne gute Lehrerin. Schneiden sie schlecht ab, bin ich ne schlechte Lehrerin. Na gut, dass mir das mal jemand sagt. Dann ist das beim Abi auch so? Dann hätte ich mich ja entspannen können.
Warum werden die Ergebnisse (in den letzten Jahren ja sehr schlechte Ergebnisse) immer in den Medien so dargestellt, dass unsere Kinder immer dümmer werden?

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Hier sicher nicht in dieser Wortwahl. Man hört das ansonsten schon recht häufig. Und @ unverzagte: selbstverständlich weniger gebildet und nicht dümmer.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Ein einziges Verb könnte Ihr Satzfragment etwas verständlicher erscheinen lassen.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Tipp: Verb ist ein sog. Tuwort.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Als Benutzer eines alten Smartphones (echtes Holz), würde ich da Nachsicht walten lassen XD

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Meinen Sie wirklich dümmer oder „nur“ weniger gebildet im Sinne von weniger Fähigkeiten und Fertigkeiten? Ich hoffe letzteres.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Ich stimme Ihnen selten zu, aber unironisches Danke

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

„Warum werden die Ergebnisse (in den letzten Jahren ja sehr schlechte Ergebnisse) immer in den Medien so dargestellt, dass unsere Kinder immer dümmer werden“
Und von Klasse zu Klasse werden die Kinder immer hässlicher! (Simpsons)

Aber wenn da Handlungsbedarf ist, sollten die Politik und wir es abpacken, anstatt von einer so nie existierender Vergangenheit zu phantasieren, heutige Herausforderungen abzulehnen und ironischerweise alles als „Eigenverantwortung“ von uns an Elternhäuser zu verweisen, die nachweislich diesen Aufgaben nicht nachgehen konnten/ wollten.

Let’s do it! 😀

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„Die Theorie des sozialen Vergleichs nach Leon Festinger (1954) besagt, dass Menschen Informationen über das eigene Selbst durch den Vergleich mit anderen gewinnen können. (Stangl, 2026).
(….) Es zeigt sich jedoch, dass Menschen, wenn sie die Chance haben, ihr Selbstwertgefühl durch einen Vergleich zu erhöhen, sie dazu neigen, diese Chance auch zu ergreifen. (Stangl, 2026).“

Verwendete Literatur
Stangl, W. (2026, 15. Juni). Theorie des sozialen Vergleichs – Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik.
https://lexikon.stangl.eu/24293/theorie-des-sozialen-vergleichs..

Leistungsvergleiche spielen auch eine Rolle für die Entwicklung des (realistischen) Selbstbildes.
Theorie des sozialen Vergleichs und 12 Beispiele aus dem wirklichen Leben

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Durchaus! Niemand ist ja gegen Vergleiche, die Frage stellt sich nur dann, wenn ALLE Kinder über Jahre regelmäßig zu diesem Vergleich aufgefordert werden. Wenig Literatur dazu Ihrerseits, nehme ich an…

Als Sonderpädagogin: Wie oft ließen Sie Ihre Schüler*innen sich regelmäßig mit den Regelschüler*innen vergleichen?
Nicht, dass Sie da besondere, gar sonderpädagogische Maßstäbe anlegten (augenroll)

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Der Schwimmunterricht und die Vorbereitung zur Fahrradprüfung sind verpflichtend und können auch frustrierend sein.

Nicht wenige Kinder sind Nichtschwimmer oder haben nur ein Seepferdchen und fühlen sich unwohl, wenn die anderen schon gut schwimmen und sogar ihnen helfen müssen.

Nicht alle können Fahrrad fahren und trauen sich nicht, vor dem Rest der Klasse das zu üben.

Aber das Schwimmen und Fahrradfahren sind keine unwichtige Fähigkeiten, oder? Wenn das Kind sie auch nicht beherrscht, einen Versuch sind sie trotzdem wert. Auch wenn man sich bloßgestellt fühlt.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber da wird es auch verglichen, wer was kann oder nicht kann, vir Augen aller Kinder. Und zu unangenehmen Gefühlen und Frustration, wenn das Kind etwas nicht kann, kommt es auch nicht selten.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Jetzt müssen Sie den Unterschied aber schon suchen.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Eben darum war die ganze Umstellung im Vorfeld überflüssig.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Genau. Man hätte es lassen können wie es war. Wie übrigens viele Dinge, die man schlechter macht als zuvor.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Früher war alles besser, wenn man nicht nachfragt

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Ne, das „Bohei“ war ja teil dessen.
Die Besten (zu Recht) ehren, alle anderen (zu Unrecht ggf. für immer verprellen)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Ja. Viele Kinder erzählen oft davon, wie andere fahren können und nur in Randfällen, dass sie selbst Fahrradfahren lernten… WTF?

Schwimmen und Fahrradfahren sind zwei der schlechtesten Beispiele für soziale Vergleiche

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

???
Jaja, das Wichtigste im Schwimmunterricht sind die anderen.
Wer zog jemals etwas daraus, schwimmen zu können. Peinlich…

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber nicht alle Kinder erwerben das „Seepferdchen“ oder andere Schwimmabzeichen, oder bestehen die Radfahrprüfung Theorie und/ oder Praxis. Das geht nicht, weil es die Nichtbesteher frustriert/ stigmatisiert. Alle sollten eine Teilnehmerurkunde erhalten! Das wäre dann gerecht, wenn auch lebensgefährlich.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Eine Teilnehmerurkunde sagt nichts über eine Erfolgserwartung aus.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Also erwartet man nichts von den Schülern beim Sportunterricht, bei den BuJus und auch sonst in keinem Unterricht? Nur die Teilnahme, sprich Anwesenheit, zählt?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Bizarre Schlussfolgerung.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Ja, ist tatsächlich „bizarr“. Drängt sich mir aber irgendwie auf, wenn ich so manche Diskussionen um Leistungsbewertungen lese, nicht nur beim Sport. Aber da verstehe ich, hoffentlich, wohl vieles falsch.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

„Drängt sich mir aber irgendwie auf, wenn ich so manche Diskussionen um Leistungsbewertungen lese, nicht nur beim Sport“
Und auch wenn es nichts mit dem Arzikel zu tun hat…Fast so, als würden Sie nur das Forum mit Schrott fluten…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Bundesjugendspiele gleich Sportunterricht?
Welche Partei stimmt Ihnen da zu? 😀

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das Ziel bleibt greifbar, genau!
Niemand spinnt die Erwartung: Du bekommst dein Seepferdchen, wenn Du zu den Besten gehörst.

Aber was könnte man bloß tun, dass sich Teilnehemende nicht als Verlierer*innen fühlen, sondern dazu animiert werden, an sich selbst zu arbeiten…
Aber Obacht: Wir schrammen mal wieder gefährlich nah an der Inlklusion vorbei (woran das wohl liegen mag…)
Nicht, dass wir am Ende bspw. Kinder würdigen, endlich das Seepferdchen erworben zu haben, nachdem sie jahrelang übten – andere konnten das ja früher… -__-

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ganz genau.

„Wettbewerb“ impliziert ja, dass es schlechtere und bessere Ergebnisse und damit Teilnehmer gibt.

Dieser Traumatisierung durch post-kapitalistische Verwertungslogik sollten wir uns nicht unterwerfen.

Es grüßt,
Ihre Bildungsinitiative ‚Schland-2035.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Achja, die BundesMINTspiele habe ich immer gehasst: 20 Kartoffel-Batterien und ein Backpulvervulkan. -__-
Aber wer erwarten schon ernsthafte Begeisterung geschweige Leistung, wenn man die gesamte Schülerschaft – auch gegen deren Willen – zur Teilnahme zwingt…

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Alles was mit Leistung zu tun hat, sollte besser abgeschafft werden. Es könnte Frust und Neid erzeugen und schwere Traumata in der kindlichen Seele erzeugen.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Was aber als Leistung zu gelten hat, entscheiden allein Sie – jawoll!

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Wie kommen Sie wieder auf die Idee? Keine Argumente mehr?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Eben!

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Geldnoten und auch in der Musik ?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Nach alldem, was Sie über die Aussagekraft von Noten lernten…

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Es geht um Anerkennung von Leistung. Das ist für viele Kinder wichtig. Die Änderung fanden nur die Eltern gut, deren Kinder eher schwach im Sport waren. Warum darf man gute Leistungen nicht würdigen?
Liebe Redaktion, ich vermisse bei Ihren Kommentaren eine gewisse Neutralität. Die eigene Meinung wird mir hier etwas sehr stark in den Vordergrund gestellt.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Aber bitte nur für die SuS, die Wettbewerb auch mögen. Das sollte keine Pflichtveranstaltung sein! Ist in anderen Bereichen wie Mathe (Känguru) oder Musik (Jugend musiziert) auch freiwillig. Was soll der Quatsch, da alle durchzuziehen.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

An meiner Schule ist der Känguru-Wettbewerb zumindest für die Klassen 5 und 6 noch verpflichtend. Darüber freiwillig mit entsprechend geringer Teilnehmerzahl.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Das kenne ich so nicht. Das muss Schulabgänger sein.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Doofe Autokorrektur: soll natürlich heißen- „muss schulabhängig“ sein bzw. scheint so zu sein.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Ich will auch Mathe nicht durchziehen. Will ich nicht. Kann ich nicht. Warum nicht freiwillig? Ich will keine Überprüfung.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Es geht mir um diesen Wettbewerb, nicht allgemein um Mathe.

Wollen Sie das extra falsch verstehen? In keinem anderen Fach gibt es erzwungene Wettbewerbe – sind alle freiwillig. Warum muss das in Sport anders sein? Wir schicken auch niemanden in einen Gesangswettbewerb, der nicht singen kann.
Lasst uns die Bundesjugendspiele einfach wie alle andere Wettbewerbe behandeln und fertig. Das wäre fair.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Fragen über Fragen, ob da noch was vom lieben Mariechen kommt ?

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Was wollen Sie eigentlich dauernd von mir. Können Sie mit anderen Meinungen nicht umgehen? Permanent werden Sie, wie Rainer Zufall, persönlich. Geht es um die Sache oder wollen Sie hier was abarbeiten? Schreiben Sie Ihre Beiträge und dann ist es gut.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Gut wäre wohl auch, auf sachliche Fragen entsprechend antworten zu können, aber nur wenn Sie das nicht überfordert.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

,….ob da noch was vom lieben Mariechen kommt?… nur wenn Sie das nicht überfordert.‘
Das nennen Sie sachlich? Auf Ihre offensichtlich unsachlichen Kommentare gibt es von mir keine Reaktion mehr. Suchen Sie sich jemand anderen zum Abreagieren.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Soviel Schaum vorm Mund wegen einzelner Nachfragen aufgrund fehlender Antworten ist nicht nur überflüssig sondern schlicht unnötig.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Es gibt Kinder, die durchaus begabt sind, melden sich aber ungern. Manchmal sollten sie zu ihrem Glück „gezwungen“ sind.

In meiner Schulzeit wurde so ein sprachlich begabtes Mädchen entdeckt. Es machte sonst nur das nötigste und wirkte als ganz normale Schülerin bis zum ersten verpflichtenden Wettbewerb in der russische Sprache.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

„Es geht um Anerkennung von Leistung. Das ist für viele Kinder wichtig“
Ne, dann würden wir ja auch Anstrengungsbereitschaft, individuelle Fortschritte und Sportsgeist belohnen – das soll nun enden!
Künftig erkennen wir nur noch die Besten an – wie viele unbeteiligte Erwachsene es für die beteiligten Kinder fordern 🙂

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn jemand immer nur eine Teilnehmerurkunde hatte und dann eine Siegerurkunde bekommt, ist das ein individueller Erfolg, der mit Sicherheit gewürdigt wird.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Apropos Urkunden: Davon erkämpfte ich mir als Kind in ca. 6-7 Jahren auf sog. leichtathletischen Sportfesten zahlreiche in allen möglichen Formen inkl. silbernen und goldenen Anstecknadeln.

Als junge Erwachsene entsorgte ich diese würdigen Urkunden –
Vermutlich auch als Folge des sog. individuellen Erfolges.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Damit können Sie im Gegensatz zu mir nicht wissen, wie es ist, keine Urkunde bekommen zuhaben. Für mich zum Glück, für Ihren Standpunkt leider, habe ich daraus kein Drama gemacht.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Welches Drama bitte ?

Was soll Ihre Reaktion auf Urkunden mit meinem Standpunkt zu tun haben ?

BTW weiß ich durchaus, wie es sich anfühlt auf der Seite der sog. Besiegten stehen zu müssen.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Wie kommen Sie auf die Idee, dass mich das interessiert?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Ach, ich vergaß, dass Ihrer werten Ansicht nichts hinzuzufügen ist und schon gar keine abweichenden Stanpunkte.

Ihnen ist hoffentlich klar, dass dies ein öffentliches Forum ist und niemand hier sich nur an eine Person richtet.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Wie viele sind das im Vergleich zu denen, die sich unwohl fühlen und mit diesem Bereich abschließen?
Sie brachten ja Ihr eigenes Beispiel mit Ihrer Schwester an. Gewannen Sie danach noch bei Kunstwettberwerben? Nahmen Sie überhaupt noch teil?

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich ticke da vielleicht anders als Sie. Misserfolge spornen mich eher an.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

An wie vielen Kunstwettbewerben nahmen Sie freiwillig teil? Sind Sie gar Kunstlehrerin?

Will Ihnen Ihre Karriere nicht absprechen bezweifel aber stark, dass Auslachen hier förderlich war

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Warum müssen dann alle mitmachen und nicht nur die Sportlichen? Ich treibe ja auch nicht alle meine Schüler zur Mathe-Olympiade oder zu Jugend forscht?
Es liegt daran, dass Sport – Leistungssport, nicht der gesunde – einfach einen überaus überzogenen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat. Darüber würde ich gerne grundsätzlich diskutieren. Warum eigentlich? Brot und Spiele?

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Für die Mehrzahl der Kinder haben die BuJus doch gar nichts mit Leistungssport zu tun.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Meinen Sie oder gibts entsprechend seriöse Forschungsergebnisse ?

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Nicht Ihr Ernst!

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Wie war das mit den fehlenden Argumenten ?

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Ich brauche keine Forschungsergebnisse und meine Meinung habe ich bereits geäußert.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Das unterscheidet Fachleute von denen, die dieses Fach nicht studiert haben bzw. als Sportwissenschaftler*in behalten Sie Forschungen im Blick.
Meinungen kann selbstverständlich jede*r immer und überall äußern sogar in einem Schulforum 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Zumal Meinung und Forschungsergebnisse nicht mal annährend etwas gemein haben.

Wäre aber vielleicht nett, wenn Ihre Meinung wissenschaftlich untermauert werden könnte, um mehr zu sein als eine (traurige) Kindheitserfahrung

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Sie scheinen nicht nur einen sehr eingeschränkten Blick auf Leistung zu haben, auch Ihr Verständnis zur Bewertung von Qualitäten wirkt gelinde gesagt etwas begrenzt.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Klar, wenn man anderer Meinung ist als Sie, hat man einen eingeschränkten Blick und das Verständnis ist begrenzt. Vielleicht ist es genau andersrum. Könnte sein….

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Anderen komplettes Unverständnis zu dokumentieren, bleibt vermutlich Ihr Monopol.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Nein, das haben Sie bereits.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Immerhin scheinen Sie teilen zu können.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Immer gerne!

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Ich verfolge die Diskussion seit Tagen….Sie haben absolut recht. Kinder wollen sich messen, Menschen wollen sich messen und kategorisieren sich ein. Das mag man gut oder schlecht finden, ist aber in uns allen tief verwurzelt (auch in der Unverzagten, die sich gerne über andere hier stellt….)

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Kinder, die in anderen Bereichen nicht gewinnen, wollen sich dann gern in einem Bereich messen, in dem sie gewinnen können. Erlebt man täglich in der GS z. B., wenn es nach der Hofpause zum Reingehen klingelt. Dann stürmen die Schüler zum Klassenraum und rufen ganz laut: „Erster! Zweiter!“, wenn sie es geschafft haben. Zu jeder Hofpause das gleiche Spiel!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Anekdote: Pausenaufsicht an der Eingangstor, ein Zweitklässler muss dringend kurz vorm Ende der Hofpause zum WC. Ich lasse ihn rein und sehe, wie er schnurstracks zur Klassenraumtür geht, am Klo vorbei. In dem Moment klingelt es , die anderen stürmen rein und er ruft voller Stolz: „Ich war Erster!“ Er kannte wohl Grimms Märchen „Der Wettlauf von Hase und Igel“ 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie haben aus Ihrem abgeschlossenen Berufsleben also KEINE Anekdote zu den Bundesjugendspielen, um die es tatsächlich geht? Wow…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Vorsicht, Sie sprechen sich doch nich gegen die Teilnahme an den Bundesjugendspielen aus? (gähn)

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das würde ich deutlich anders sehen…..

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das sehe ich anders. Natürlich gibt es diese Kinder, die sich nicht messen wollen. Den meisten macht Wettbewerb aber Spaß. Der langsamste Junge aus meiner Klasse wird von den anderen Kindern am meisten angefeuert.

Im Übrigen: Bei den neuen Bundesjugendspielen werfen und springen die Kinder zwar in Zonen. Natürlich wissen danach aber alle, wer der Beste war.

Unverzagte
1 Monat zuvor

Schade, dass Sie nicht alle Beiträge gelesen haben.
Weiter verallgemeinern Sie einmal mehr Ihre Ansichten, was lediglich dem persönlichen Austausch förderlich sein mag.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Wollen Kinder jedes Jahr gegen ihren Willen teilnehmen und verlieren?

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Tatsächlich finde ich die Ideen gut. Es gibt Kinder, die sind unsportlich, aber sie können andere Sachen gut, können das aber nie zeigen.
Die Bundesjugendspiele sind aber nicht der Ort, an dem das meiste Mobbing gegen unsportliche Kinder geschieht, dazu sind sie einfach zu singulär, da ist der wöchentliche Sportunterricht besser geeignet.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Es schmerzt, von sog. unsportlichen wie auch angeblich unmusikalischen Kindern lesen zu müssen.

Liegt es nicht vielmehr an der Umgebung, die einen Zugang (sic!) zum Fach ermöglichen sollte ?

Mir ist nicht ein Kind begegnet, das vorab keine Freude an Bewegung und Musik zeigte, von Gehörlosen mal abgesehen, mit ihnen habe ich weniger Erfahrungen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

„Kulturkampf ist es immer dann, wenn es in Richtung Leistung gehen soll.“
Oder gegen Leistung – siehe AfD-Wahlprogramm 😛

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Offensichtlich haben Sie keine Ahnung von Reformpädagogik .

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Klar, jemand der nicht Ihre Meinung vertritt, hat keine Ahnung. Immer weiter so, liebe Unverzagte!

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Liebe Mariechen, hier wurde ja leider so gar keine Meinung zur Reformpädagogik geäußert.
Können Sie der Bemerkung ein Argument entnehmen?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Ach, ich vergaß, dass Sie lieber meinen anstatt zu argumentieren.

Ukulele
1 Monat zuvor

Witzig, dass auch Sie die Nebensächlichkeit zum Leitartikel machen.

Unverzagte
1 Monat zuvor

Bildwahl verursacht mir Rückenschmerz nur vom Anschauen…

meiomei
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Tja, ist das jetzt Einsatz von KI oder Akrobatentraining für den Zirkus.

KI?: Eine reale Rolle Rückwärts sieht anders aus – Warten wir ab, bis die ersten Schüler das Sport-Thema „Rolle-Rückwärts“ mit diesem Bild versehen und auf die Quelle N4T verweisen.
Nun ja, das Thema wird ja hier in einem anderen Forum behandelt.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  meiomei

Akrobatik ist gewissermaßen Turnen für Fortgeschrittene, hat also mit den BJS ebensowenig zu tun wie die klassische Rückwärtsrolle.

Rolf Dober
1 Monat zuvor

Ein Beitrag, der sich deutlicher um Fakten bemüht als die erschreckend ahnlungslosen Bildungsminister.
Offensichtlich hat keiner von denen jemals ins offizielle Handbuch der Bundesjugendspiele geschaut. Der sognannte Wettbewerb ist sowohl ein leistungsorientierter Wettkampf, mit differenzierten Urkunden und sogar einer Platzierungsreihenfolge. Aber vielseitiger und kindgerechter als der traditionelle Wettkampf.

Allerdings war es nicht die AFD, die sind dann erst später hinzugekommen. Die Historie zeigt, dass sie auf einen populistischen Zug aufgesprungen sind.
Die Berliner Bildungssenatorin war die erste Politikerin, die mit falschen Behauptungen an die Öffentlichkeit trat, gefolgt von einer medialen Wucht, die sich des Themas annahm. Auch hier falsche Behauptungen und Diffamierungen ohne Kenntnis des „Wettbewerbsformats“ und der sportpädagogischen Hintergründe.
Da konnten auch keine Richtigstellungen von Seiten des DOSB oder des Deutschen Leichtathletikverbandes helfen. Leider haben sich nur wenige Sportpädagogen aus der deutschen Hochschullandschaft zu Wort gemeldet.

Einzelheiten hier nachzulesen:
http://www.sportunterricht.de/news/bundesjugendspiele-update1.html
http://www.sportunterricht.de/bundesjugendspiele/

Vielen Dank an nwes4teacher für den aufklärenden Beitrag.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rolf Dober

„Aber vielseitiger und kindgerechter als der traditionelle Wettkampf.“

Beim traditionellen Wettkampf musste man bestimmten Zeiten und Weiten erreichen um eine Ehrenurkunde oder Siegerurkunde zu erreichen. Die Vorgaben waren an Schulen gleich.

Beim kindgerechten Wettbewerb geht es darum besser zu sein als die anderen Kinder. Je leistungsschwächer die anderen Kinder, desto höher die Chancen auf eine Ehrenurkunde.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Beim kindgerechten Wettbewerb geht es darum besser zu sein als die anderen Kinder. Je leistungsschwächer die anderen Kinder, desto höher die Chancen auf eine Ehrenurkunde.“
Quellen dazu?

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Rolf Dober

Ich nehme an, Sie haben noch nie Schüler beim kombinierten Hoch-/ Weitsprung bewundert, wie sie sich fragen, warum sie einen Hochsprung in die Weitsprunggrube machen sollen, wobei dann aber nur die Höhe gewertet wird. Viiiel besser als ein klassischer Weitsprung. Auf jeden Fall. Sollte olympisch werden.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Haben Sie Informationen zum Regelwerk bzw. Ablauf einer solchen Disziplin?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Rolf Dober

Was genau ist in diesem Kontext mit „kindgerecht“ gemeint?

Fraup
1 Monat zuvor

Nur mal so als Frage: Findet Leichtathletik-Training überhaupt noch statt, also einem Wettkampf wie den Bundesjugendspielen vorbereitend? Als Nichtsportlehrerin bin ich vor diesen BJ mit meiner Klasse auf den naheliegenden Sportplatz gegangen und habe a little bit mit den Kindern geübt. Die jeweiligen Sportlehrer haben indoor unterrichtet. Was sollen also diese Bundesjugendspiele???

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Fraup

„Die jeweiligen Sportlehrer haben indoor unterrichtet.“

Hier scheint das Problem zu liegen.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Als wenn Leichtathletik in Hallen nicht möglich sei…

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Welche Disziplinen außer Hochsprung schweben Ihnen da vor? Ballwurf in niedrigen Klassenstufen, also Wurfweite deutlich kürzer und niedriger als die Hallenabmessungen, würde ich mit etwas gutem Willen noch gelten lassen.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Alle leichtathletischen Disziplinen sind in Hallen machbar.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

ALLE leichtathletischen Disziplinen?Speerwurf und Stabhochsprung in einer normalen Schuldsporthalle? Wow! 🙂

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ach, diese Disziplinen bot Ihre Schule auf den BJS an?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Ihre Aussage beschränkte sich nicht auf Schule! Sie schrieben: alle 🙂
Aber Kugelstoßen oder Weitsprung in der Turnhalle? Wer bessert die Dellen im Fußboden immer wieder aus? Wer kippt genügend Weitsprung-Sand in die Halle und räumt den wieder weg? 800m-Lauf in der Halle? Wie viele Runden wären das? Wer zählt, ob alle Schüler wirklich die richtige Anzahl an Runden gelaufen sind und stoppt die Zeit?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie wissen aber schon, dass es sich hier um die BJS dreht ? Soviel zu „alle“.
Für Weitsprung eignen sich Boden- und dicke Matten. Kugelstoßen ist keine Disziplin im Rahmen der BJS.
Wer zählt und stoppt die Zeit bei längeren Strecken innerhalb der BJS? Eben.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Die Anzahl der Runden liegt auf dem Sportplatz bei 1-2 (400m – 800m) – damit ist die Anzahl der „überrundeten“ Schüler sehr überschaubar. In der Halle dagegen bei zig (?) Runden? Wer blickt bei dem Gewusel dann noch durch, ob alle Schüler die entsprechenden 400/ 800m wirklich gelaufen sind? Wie hoch ist die Verletzungsgefahr bei Weitsprung auf Matten? wie misst man da genau? ist die Weitsprungtechnik die selbe, wie beim Sprung in die Sandgrube? Ich habe da meine Zweifel. Ich bin aber auch kein ausgebildeter Sportlehrer, „durfte“ allerdings bei mehreren Sportfesten/ BuJus die Weiten messen und unterrichtete auch fachfremd 3 Jahre lang Sport an der Hilfsschule und „durfte“ auch öfter Sportstunden vertreten.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

“ Kugelstoßen ist keine Disziplin im Rahmen der BJS“.
Ich kenne es noch von den Sportfesten aus DDR-Zeiten, da gehörte Kugelstoßen zu den zu bewertenden Disziplinen. Und auch heute scheint es durchaus noch an einigen Schulen (in einigen BL ?) dazu zu gehören.
https://gymnasium-forst.de/?view=article&id=1154:zahlen-zeiten-emotionen-die-bundesjugendspiele-2025&catid=

Bundesjugendspiele ´25

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Zu Ihrer Schulzeit mag sicherlich noch das eine oder andere zutreffend gewesen sein.
Kugelstoßen insbesondere Speerwerfen findet aktuell in Schulen aufgrund erhöhter Verletzungsgefahr nicht statt.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Siehe dazu meine verlinkten Beispiele ( von 2025). An Sportunfälle beim Kugelstossen kann ich mich übrigens nicht erinnern, weder aus meiner eigenen Schulzeit noch aus meinen Dienstjahren. Die meisten Sportverletzungen gibt es (zunehmend) schon bei einfacheren Disziplinen, wie Laufen und Springen ( berichteten Sportlehrer).

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sportlehrerinnen pflegen vielleicht einen anderen Blickwinkel und erinnern sich anders.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Waren Sie Sportlehrerin? Oder woher kommt Ihr Wissen?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Jaha, bin es immer noch in der Vereinsmeierei .

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wie könnte es weniger als Ihres sein, die aus Ihrem geamgen Berufsleben nichts anzuführen weiß? „Siehe dazu meine verlinkten Beispiele ( von 2025). An Sportunfälle beim Kugelstossen kann ich mich übrigens nicht erinnern, weder aus meiner eigenen Schulzeit noch aus meinen Dienstjahren.“

Viellelcgt vertrauen Sie da Unverzagte, DIE arbeiten noch und kamn sich mit Sportlehrerinnenn austauschen.
Aber sicherlich sehen Sie die auch regelmäßig auf Volksfesten und privaten Runden, wo Sie über Gott, die Welt und Politik – außer Russlands Angriff auf die Ukraine – sprechen (augenroll)

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Übrigens gibt es durchaus sog. indoor Speere .

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Geht das auch konkreter? Sogar einen 50m-Sprint halte ich für schwierig, wenn man nur ein Hallendrittel zur Verfügung hat, längere Laufstrecken schon wegen der Abmessung für sehr schwierig. Indoor-Speerwurf ist eher eine Variante von Ballwurf. Für Weitsprung fehlt die Grube und selbst auf Matten eine sinnvolle Messmöglichkeit.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Fragen Sie gern Ihre Sportkolleg*innen, die freuen sich bestimmt über ihr Interesse und können all Ihre Unsicherheiten ausräumen.

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor

Ich war als Jugendlicher absolut kein Freund der Bundesjugendspiele. Ich habe nie eine Urkunde erhalten – Mitmachurkunden gabs erst Jahre später. Rückblickend waren sie jedoch gerade für sportbegeisterte Mitschüler (die eventuell sonst schwach in der Schule waren) ein echtes Erfolgserlebnis. Diese konnten vielleicht nie in Mathe oder Englisch punkten, aber hier wurde ihnen für eine Leistung Anerkennung ausgesprochen. Für einige war das „ihr“ Tag. Daran finde ich nichts Verwerfliches. Warum (sportliche) Leistung nicht honorieren?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Wie kommen Sie darauf, sportliche (Höchst-)Leistung wird nicht honoriert?

Unverzagte
1 Monat zuvor

Niemand will sportliche Leistung entwerten: Entscheidend ist, WAS als Leistung definiert und förderungswürdig in den Fokus gerückt wird.

Hier sollte sich hiesig eingeschränkter Blickwinkel dringend auf zahlreiche alternative Bewegungsspiele hin erweitern.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Leistung setzt immer einen wie auch immer gearteten Vergleich und der irgendeine Art von Messung voraus. Bei den Dingen, die Ihnen vorschweben, gibt es per def keine Verlierer, damit keine Gewinner, damit keinen Vergleich und damit schließlich keinen Grund für die sportlichen Schüler, sich auch nur irgendwie anzustrengen und damit Leistung zu zeigen. Die meisten tun es aber zum Glück für die Lehrer aber trotzdem.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Ihr letzter Satz ist ein schönes Beispiel dafür, wie Kommata einen Satz verändern können:
„Die meisten tun es aber, zum Glück für die Lehrer, aber trotzdem.“
„Die meisten tun es aber zum Glück, für die Lehrer, aber trotzdem.“ 🙂


Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Sie haben sich offensichtlich noch nie an Ihrem eigenen Lernerfolg messen, erfreuen und vergleichen können.

Fragen Sie mal Ihre SuS, warum und für wen die sich in Teamspielen anstrengen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Auch bei den BJS messen, erfreuen und vergleichen Schüler ihre eigenen Leistungen, z. B. Wenn sie beim 2. oder 3. Versuch besser sind als beim 1. 🙂

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das mag für einige SuS durchaus zutreffend sein.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Eigentlich trifft das auf jeden zu, dass man sich über eine Verbesserung der eigenen Leistung freut – nicht nur beim Sport. Wenn üben zu einer Verbesserung führt, übt man meist gern weiter, da man den Nutzen der Übung hautnah erlebt .Das trifft auf Bulimie-Lernen eher selten zu.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Einige bezieht sich auf die, die sich gern vergleichen, dazu gehören eben nicht alle.
Ich habe aufgehört mich zu vergleichen, weil es meistens um Menschen ging, die etwas besser konnten. Das war die perfekte Anleitung zum Unglücklichsein. Heute weiß ich, was ich kann und muss es nicht mehr am Können der anderen messen.

Anders Leo Castor
1 Monat zuvor

Ich habe als Kind die Bundesjungendspiele gehasst.(Mich hat aber unabhängig davon der Schulsport noch jahrelang davon abgehalten Sport zu treiben.)

Ich hätte die neue Form der Bundesjungendspiele aber noch viel mehr gehasst.

Während man im klassischen Wettkampf einfach gegen eine Punktetabelle antritt und je nach tatsächlicher Leistung eine bestimmte Urkunde erhält, tritt man beim ach so progressiven Wettbewerb de facto gegen die anderen Kinder der Klasse an und wird in eine Rangfolge gebracht.

Wie man dabei abschneidet, hängt dann nur bedingt von der eigenen Leistung ab, sondern in Relation zum Leistungsvermögen der Mitschüler. Man kann einerseits Glück haben und in einer Loser-Gruppe quasi der „Einäugige unter den Blinden“ sein, oder man hat Pech und ist trotz ordentlicher Leistungen trotzdem Letzter, weil die anderen besser sind.

Gerade das gerne (auch von der Redaktion) erwähnte dicke, unsportliche Kind, landet dann halt leider, leider in allen Disziplinen explizit auf dem letzten Platz und ist buchstäblich der Mops. (Dann könnte man ja auch bei Klassenarbeiten anstatt von tatsächlichen Noten einfach eine Rangfolge einführen und am besten offen verkünden.)

Insofern bin ich erstaunt, dass von den Befürwortern (inklusive der Redaktion), die doch sonst so sehr auf Befindlichkeiten von Schülern Wert legen, dieses Problem ignoriert oder sogar schlichtweg bestritten wird. In meinen Augen ist das ach so innovative Konzept viel schlimmer und verletzender als das alte und insofern sehe ich den Kulturkampf genau auf der anderen Seite.

Anders Leo Castor
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

So weit ich mich erinnere, hat die Redaktion in früheren Beiträgen die Reform hin zum “Wettbewerb” leidenschaftlich verteidigt. Kann mich natürlich aber auch irren.

Richtig ist natürlich, dass man Kritik am Vorgehen der CDU üben kann. Sie hätte den Quark erst gar nicht mitbeschließen sollen, dann müsste sie jetzt nicht so einen Eiertanz aufführen.

ed840
1 Monat zuvor

Da sind wir dann schon mindestens zwei, die das so sehen.

https://www.news4teachers.de/2026/06/wettkampf-wettbewerb-beides-wie-die-cdu-mit-ihrer-rolle-rueckwaerts-die-bundesjugendspiele-ins-chaos-stuerzt/#comment-812957

Ich fand es damals auch gut, dass es für die gleiche Leistungen die gleichen Urkunden gab, und der Erfolg nicht davon abhing wie viele andere Kinder schlechter abgeschnitten hatten.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

„Ich hätte die neue Form der Bundesjungendspiele aber noch viel mehr gehasst.“
Wenn Kinder alles hassen, ist deren Baustelle nicht unbedingt im sportlichen Bereich.
Nicht vergessen, wenn sich Politiker*inenn, Gewerkschaften und/ oder weitere für mehr Schulsozialarbeit stark machen 🙂

„Während man im klassischen Wettkampf einfach gegen eine Punktetabelle antritt und je nach tatsächlicher Leistung eine bestimmte Urkunde erhält, tritt man beim ach so progressiven Wettbewerb de facto gegen die anderen Kinder der Klasse an und wird in eine Rangfolge gebracht.“
Quelle dazu?

(https://www.deutschlandfunk.de/bundesjugendspiele-reform-kritik-fakten-100.html#wer-entscheidet-ueber-bundesjugendspiele)

Anders Leo Castor
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Handbuch Bundesjugendspiele. Könnten Sie mir ein bisschen Glück auch selber finden.

ed840
1 Monat zuvor

Könnten Sie mir ein bisschen Glück auch selber finden.“

You made my day!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Weil Sie auch nie konkrete Quellen nennen?

Warte immer noch auf die Quelle, die Ihren Gedankengang stützt: „Beim kindgerechten Wettbewerb geht es darum besser zu sein als die anderen Kinder. Je leistungsschwächer die anderen Kinder, desto höher die Chancen auf eine Ehrenurkunde.“ ;(

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das könnten Sie in der Quelle finden, die Sie selber verlinkt haben.

https://www.deutschlandfunk.de/bundesjugendspiele-reform-kritik-fakten-100.html#wer-entscheidet-ueber-bundesjugendspiele

Dazu müsste man sie aber natürlich auch lesen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

„Sind Ehren- und Siegerurkunden abgeschafft und damit auch das Punktesystem für die Leistung?

Keineswegs! Es gibt weiterhin Ehren-, Sieger- und Teilnehmerurkunden. Die Ergebnisse werden getrennt nach Geschlecht und Klassenstufe ausgewertet. Der jeweilige Wettbewerb besteht aus mehreren verschiedenen Übungen, die für jede Klassenstufe passend ausgewählt werden.“
Danke für den Link 😉

Wo steht genau „Je leistungsschwächer die anderen Kinder, desto höher die Chancen auf eine Ehrenurkunde“?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Im Handbuch steht, dass Sie als Jugendlicher die heutigen Bundesjugendspiele gehasst hätten?

Potschemuschka würden Ihnen was schimpfen, die lernte schon im Abitur, wie man Quellen richtig verlingt 😉

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn schon denglisch, dann hiesse es verlinkt .

Mit Korinthen kackend, unverzagtem Gruß 🙂

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

tritt man beim ach so progressiven Wettbewerb de facto gegen die anderen Kinder der Klasse an und wird in eine Rangfolge gebracht.“
Quelle dazu?“

Wie wäre es mal zu lesen, was in der von Ihnen verlinkten Quelle zur Bildung dieser Rangfolge steht?

Die besten 20 Prozent bekommen eine Ehrenurkunde, die mittleren 50 Prozent eine Siegerurkunde und die verbleibenden 30 Prozent eine Teilnahmeurkunde. „

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Bin da ganz bei Ihnen. Werde es lesen, sobald Anders eine konkrete Quelle verlinken will/ kann.
Bin gespannt 🙂

Anders Leo Castor
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Suchen Sie sich jemand anderen, der Ihnen beim Denken hilft.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

So funktioniert das nicht. Wenn Sie etwas behaupten oder suggerieren, sollten SIE das belegen. Das haben Sie im Studium gelernt 😉

Unverzagte
1 Monat zuvor

Was Sie als neue Form der BJS beschreiben, ist lediglich eine leichte Abwandlung der traditionellen.

digitalebildung
1 Monat zuvor

„Der Vergleich ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit“ – und nichts anderes sind sogenannte Bundesjugendspiele – es geht um die kollektive Kultivierung des Unglücklichseins – im Endeffekt genau nach dem gleichen Prinzip, mit dem Influencer*innen angebliche Schönheitsideale als Norm vorgeben und Kinder dadurch über kurz oder lang in die Magersucht treiben.

Wer so eine Veranstaltung ernst nimmt und dafür seine Energie verplempert, hat daher diese wichtige Lektion im Leben noch nicht gelernt. Bei uns sind dementsprechend zumindest gefühlt die Krankmeldungen des Kollegiums und der Schüler*innenschaft an Tagen mit sogenannten Sportfesten/Bundejugendspielen überdurchschnittlich hoch – die Selbsterhaltungstriebe sind also noch vorhanden – das verdient Respekt.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

Danke, seh ich ebenso. Von wem ist bitte das einleitende Zitat ?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

S. Kierkegaard

Agamemnon
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

Die KI von Google schreibt:
„Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt aktiv verschiedene pädagogisch wertvolle Schülerwettbewerbe. Diese fokussieren sich primär auf die Themen Demokratie, Menschenrechte, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit.“
Von Sport ist nicht die Rede, wird wohl nicht primär unterstützt.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Agamemnon

Ein KI Gläubiger, der sich ausgerechnet hier outet…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Agamemnon

Wird auch nicht abgesprochen.
Moment mal… Haben Sie sich im letzten Kommentar zu unserer Verfassung bekannt?? 😀

HuGo
1 Monat zuvor

Das Bildungssystem mit den Schulen sind seit den 80ern Experimentierfelder auf Kosten der Schülerinnen. Das Ergebnis liegt vor!

Hannelore
1 Monat zuvor

In meiner Schulzeit in den 90ern gab es bereits keine BJS mehr, sondern Sportfeste – im Freibad, mit tollen Aktionen auf der Wiese und im Wasser, spielerische Pflichtaufgaben und freiwillige Wettbewerbe. Ich als unsportliche Person habe gute Erinnerungen an diese Schulfeste, wo es immer um Teamgeist und Freude am Sommerwetter ging.

Als Lehrerin eher nicht: Für die BJS als Notbehelf am Tag des mündlichen Abiturs, wenn Ruhe im Schulhaus sein soll, in der glühenden Hitze zu stehen und fachfremd ohne Zeitausgleich „Leistungen“ zu messen, hat bei mir und dem großen Rest des Kollegiums (außer den Sport-KuK, deren Arbeit wir da ja machen) noch nie zu Freude geführt. Dann lieber Gangaufsicht bei den Prüfungen!
Aber wenn es einen doch trifft, kann man auch ganz wunderbar menschlich sein und die Stoppuhr ein bisschen später starten oder beim Ablesen von Weiten einen schülerfreundlichen Winkel nehmen. Schließlich wird das ganze – zumindest bei uns – ja auch noch benotet. Wenn schon, denn schon.

Und ich warte noch immer auf den Tag, an dem die Sportkollegen mal ehrenamtlich meine Aufsätze korrigieren 🙂

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Hannelore

Ihren Beitrag las ich gern, vielen Dank.

Warum realisieren Sie Ihre freudvollen Erfahrungen als Schülerin mit kooperativen Sportspielen heute als Lehrerin nicht mit Ihrem Kollegium?

Hannelore
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Ach, wegen „geht nicht“ und „haben wir schon immer so gemacht“ und generell bin ich nach Erst-und Zweitkorrektur textlastiger Korrekturfächer auch nicht mehr Willens und in der Lage, mich weitergehend auf dem Gebiet zu engagieren. Dann ergebe ich mich lieber und bereite den SuS wenigstens eine Freude. Man muss dabei nur ein bisschen aufpassen, dass nicht plötzlich Weltrekorde gebrochen werden, das könnte verdächtig wirken.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Hannelore

Das tut mir leid zu lesen, klingt nach erstarrten Strukturen bzw unflexiblen Kolleg*innen.

Freut mich umso mehr, dass die Freude mit Ihren SuS umso rekordverdächtiger wirkt 🙂

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Hannelore

Mit welchem Personal machen Sie Bundesjugendspiele parallel zum mündlichen Abitur? An meiner Schule werden die anderen Stufen zuhause gelassen, weil das gesamte Personal für das Abitur benötigt wird.

Unverzagte
1 Monat zuvor

Es ist mehr als erstaunlich, dass selbst Fachkolleg*innen glauben, die BJS müssten wie gehabt stattfinden.
Auf die geschilderten Nachteile z.b. in den links der Redaktion wird kaum eingegangen.
Im Netz stehen zahlreiche, detaillierte Infos zu alternativen BJS. Viele Schulen bieten längst kooperative Spiele an, die ihre Erfolge gemeinsam feiern anstatt Einzelkämpfer*innen zu isolieren. Die zu erbringenden Leistungen richten den Fokus auf Eigenschaften, die für eine gelungene Teamarbeit nötig sind wie z.B. Aufgabenteilung, Ideen entwickeln, Absprachen treffen, Mut, Rücksichtnahme.
Die Stimmung auf diesen Sportfesten ist geprägt von geteilter Freude über gemeinsam erreichte Ziele.
Wer sie einmal erlebt hat, wird sie wiederholen wollen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Und wenn, die SuS, die nicht wollen, können doch einfach die Leistung verweigern.
Beim Weitsprung immer schön übertreten, beim Sprint geruhsam aus den Blöcken fallen, beim Kugelstoßen die Kugel fallen lassen und nach hinten springen, damit einem die Kugel nicht auf die Füße fällt.
Gibt dann auch ne schöne Teilnehmerurkunde mit Autogramm vom Bundespräsi.
Als Schüler wüsste ich schon, was ich tun bzw. lassen würde.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Und das Schöne ist: Ihre ganzen Vorschläge können noch nicht einmal als Leistungsverweigerung gewertet werden, weil die geforderte Disziplin ja absolviert wurde.

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Und die Schüler aus der Theater AG eine gelungene Vorstellung eines “ plötzlich auftretenden Wadenkrampfes“?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Somit machen BJS also doch Sinn, da sie schauspielerische Fähigkeiten fördern.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Gute Idee.

Jette
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Wenn das so toll ist, warum wird das nicht auch in Mathearbeiten umgesetzt? Meines Wissens werden da Teamgeist und Absprachen scharf sanktioniert. Da regt sich aber keiner drüber auf…

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Jette

Kurvendiskussion als Monolog ?

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Viel Erfolg dabei. Ist viel anspruchsvoller als die reine Durchführung einer Kurvendiskussion am konkreten Beispiel.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Das sollten Sie besser an Jette adressieren.

Alltagstauglich
1 Monat zuvor

Ein Drittel der Kinder kann am Ende der Grundschule nicht richtig lesen und rechnen, Sporthallen sind marode, Unterricht fällt aus, aber Politik, Verbände und Bildungsjournalisten diskutieren seit Jahren darüber, ob beim Weitsprung Zentimeter oder Bereichszonen gemessen werden.
Und selbst das bekommt man nicht hin, ohne erst eine Reform zu beschließen und anschließend die Reform der Reform.
Irgendwie typisch öffentlicher Dienst: Für Symbolthemen reicht die Energie immer. Für die wirklich großen Probleme leider deutlich weniger.
Dass manche inzwischen schon so tun, als seien sportliche Leistungsvergleiche grundsätzlich problematisch, wirkt auf mich zusätzlich befremdlich. Schule besteht schließlich vom ersten bis zum letzten Tag aus Vergleichen, Bewertungen und Leistungsrückmeldungen.
Vielleicht wäre es an der Zeit, weniger Kulturkampf um Urkunden zu führen und stattdessen dafür zu sorgen, dass Kinder überhaupt regelmäßig Sport haben und vernünftig lesen, schreiben und rechnen lernen. Das wäre vermutlich der größere Beitrag zur Zukunft des Landes.

potschemutschka
1 Monat zuvor

Tipp für Klassenlektüre zur Vorbereitung der BJS: Aesops Fabel “ Der Fuchs und die Trauben“ 🙂